
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 2004
Last update: Sonntag, 02. Januar 2005, 08:52 Uhr
Interessante Links:
Weitere Ölsperren an "Selendang Ayu"-Strandungsstelle verlegt
(17.12.2004) -
Die Arbeiten zur Säuberung der Küstenabschnitte, die durch die "Selendang
Ayu" verölt wurden, machte am 16. Dezember weitere Fortschritte. Drei
Hilfsschiffe sind weiter damit beschäftigt, Ölsperren in der Pumicestone
Bay und Skan Bay zu verlegen. Die Makushin Bay konnte am 15. Dezember
komplett abgeriegelt werden. Die Anzahl verölter Tiere bleibt weiterhin
gering.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schlepperuntergang vor Brunsbüttel forderte wohl ein Todesopfer
(17.12.2004) -
Kurz nach 15 Uhr kenterte und sank der Schlepper "Julius" auf der Elbe vor Brunsbüttel. Das Schiff hatte zusammen mit einem
anderen einen Ponton vom Brunsbütteler Elbehafen in die Kanalschleusen verholen wollen. Vermutlich brach eine Trosse, und das
Schiff löste sich aus dem Verband und kam quer zur Strömung. Während zwei Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten, blieb
der Kapitän, nachdem er noch beim Verlassen des Schiffes gesehen worden war, vermisst. Das Wracksuchschiff "Wega", das
Mehrzweckschiff "Neuwerk", der Seenotrettungskreuzer "Hermann Helms" sowie zwei Hubschrauber suchten in der einbrechenden
Dunkelheit ohne Erfolg nach dem Mann. Das Wrack der "Julius" wurde in 11 Metern Tiefe geortet. Es soll am 17. Dezember von
Tauchern untersucht werden. Mit dem ersten Tageslicht wird auch die Suche nach dem Kapitän wieder aufgenommen, es besteht
jedoch wenig Hoffnung, ihn noch lebend zu finden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Jetfoil nach Kollision mit Wal fahruntüchtig
(17.12.2004) - Das 125 Tonnen große japanische Jetfoil "Kobee 3", das mit 89 Passagieren auf dem Weg von Hakata in Fukuoka nach Pusan war, kollidierte am 16. Dezember vor Tsushima mit einem Wal und wurde dabei so beschädigt, dass es den Hafen von Hitakatsu anlaufen
musste, wo die Fahrgäste auf ein Ersatzschiff umstiegen. Der Wal tauchte nach dem Zusammenstoß ab.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker im Suezkanal leck geschlagen
(17.12.2004) -
Der 284.890 tdw große kuwaitische Tanker "Al Samidoon" kollidierte am Abend des 14. Dezember entweder mit einer Pier oder einem Bagger im
Suez-Kanal und schlug leck. Rund 100 Tonnen Rohöl liefen aus dem 1992 erbauten Schiff in den Kanal aus und verschmutzten ihn auf einer Länge
von 10 Meilen. Einsatzkräfte machten sich an die Beseitigung des Schadens. Ein Leichtertanker soll Ladung der beschädigten "Al Samidoon"
aufnehmen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölverschmutzung im Houston Ship Channel
(17.12.2004) -
Im Houston Ship Channel, Texas, kollidierte am Nachmittag des 16.12.2004 der Chemikalientanker""Ievoli Splendor" mit einer Barge.
Der vier Jahre alte Tanker schlug leck und begann, Schgweröl zu verlieren. Der Kanal wurde gesperrt und 15 Schiffe blockiert, bis
Ölbekämpfungsgeräte ausgebracht werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Binnenschiff verlor Ruderblatt in Schleuse
(17.12.2004) -
In der Lauenburger Schleuse geriet das Binnenschiff "Geeste" am 14. Dezember auf einen Betondrempel, als das Wasser aus der Kammer gepumpt
wurde. Ein Ruderblatt brach ab und sank auf den Schleusengrund. Erst Stunden später gelang es Tauchern, das Blatt zu orten und zu bergen. Der
Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Der Kapitän hatte nur einen Ruck bemerkt. Vermutlich war ein Fehler beim Nachfieren der
Halteleine gemacht worden. Dadurch schlug das Schiff mit dem Heck auf. "Eine kleine Unachtsamkeit im Dezimeterbereich", sagte ein
Sachverständiger. Die "Geeste" hatte am Horster Damm Split geläscht und war in Ballast auf dem Weg nach Glückstadt geweesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergungsauftrag für Öl der "Selendang Ayu" vergeben
(15.12.2004) - Das Wrack des malaysianischen Frachters "Selendang Ayu" wird vor Unalaska verbleiben. Die Bergungsversuche sollen sich auf das im Achterschiff befindliche Öl konzentrieren. Nach der Inspektion beider Schiffsteile kamen die Experten zu der Auffassung, dass es nicht
möglich sei, an die 176.473 Gallonen Öl im Vorschifftank Nr. 1 heranzukommen. Diese Schiffssektion sackt immer weiter ab. Im Tank
Nr. 1 befindet sich Wasser. Er liegt unter Wasser und ist schwer zu erreichen. Die Enge im Vorschiffsbereich macht Bergungsversuche
auch sehr riskant. Es wurde empfohlen, die Tanköffnungen zu vergrößern. Nach der Wintersturmzeit soll das Wrack erneut in Hinblick
auf Bergungsmöglichkeiten untersucht werden. Zur Bergung des Öls im Achterschiff wurde die Firma Smit America in Houston
engagiert. Sie soll versuchen, von dort 103.800 Gallonen Schweröl und 18.300 Gallonen Dieselöl beseitigen. Vor allem in Tank Nr. 3 wird
noch der größte Teil der ursprünglich darin befindlichen 104.448 Gallonen Öl vermutet. Für die Arbeiten wird ungefähr ein Monat
veranschlagt. Sie sollen im Januar 2005 beginnen und mithilfe zweier Helikopter durchgeführt werden, von denen einer Ausrüstung und
Personal zum Wrack bringen und der andere große, mit jeweils 2.000 Gallonen Öl gefüllte Container vom Schiff bringen soll. Die
Operation wird ca. drei Millionen Dollar kosten, für die die IMC-Gruppe, die den Frachter bereederte, aufkommt. Die Berger vermuten,
dass das Wrack bis zum Frühjahr weiter zerschlagen wird und eine eventuelle Bergung nur stückweise vonstatten gehen könnte. Am 15.
Dezember frischten die Winde auch wieder auf bis zu 80 km/h auf und trieben drei Meter hohe Wellen über die Strandungsstelle.
Sojabohnen wurden nach Beobachtung einer Hubschraubercrew auf einem Strandbereich drei Fuß hoch angetrieben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitän fiel nach Insektenstich aus - Schiff strandete: Geldstrafe für geizige Reeder
(15.12.2004) -
Am 15. Dezember wurde in Dartford ein Hearing zur Strandung des Frachters "Gerhein G" abgehalten. Die Eigner des Kümos, die
Gerems Schifffahrts GmbH KG (GEREMS) wurde für schuldig an dem Zwischenfall befunden und mit einer Strafe von 22.500 Pfung
belegt. Die "Gerhein G" war am Morgen des 17. April 2003 die Themse hinaufgelaufen. Der Kapitän hatte sich in der morgendlichen
Dunkelheit alleine auf der Brücke befunden. Ein Insektenstich im Ohr setzte den Mann dann außer Gefecht, und sein Schiff kam vor
Kentish vom Kurs ab und strandete im Flachwasserbereich. Bei der jetzigen Anhörung wurde die Vorhaltung gemacht, dass die
Verpflichtung, einen Ausguck besetzt zu haben, eindeutig im Seafarers' Training, Certification and Watch-keeping (STCW) Code
niedergelegt sei.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Viertes Opfer von "Grein"-Unglück gefunden
(15.12.2004) -
Gegen 15.30 wurde bei der Wiener Nordbrücke in Brigittenau von einem Passanten ein weiteres Opfer des "Grein"-Untergangs auf dem
Fluss im November gefunden und anschließend geborgen. Nachdem der 57-jährige identifiziert war, sind nun vier der insgesamt sechs
Toten, die das Unglück forderte, gefunden worden. Von den beiden noch Vermissten fehlt seit der verhängnisvollen Kollision jede Spur.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schadhafter Zylinder Auslöser für "Selendang Ayu"-Havarie
(16.12.2004) - Ein gebrochener Zylinder war Schuld an der Strandung der "Selendang Ayu".
Dies gab Lloyds jetzt bekannt. Nach dem Schaden war Wasser in die MAN
B&W-Maschine eingedrungen. Deswegen hatten die Ingeneure sie gestoppt.
Warum es dann nicht mehr gelang, die Maschine wieder anzufahren, ist
bislang unbekannt. Ein gebrochener Zylinder kann die Fahrt eines Schiffes
bis praktisch null herabsetzten. Das Auswechseln des Zylinders, während
dessen die Maschine gestoppt sein muss, dauert normalerweise sieben bis
acht Stunden. Bei der betroffenen Maschine handelt es sich um eine
langsamlaufende MAN B&W 6S60MC, die in Lizenz vom Hudong Shipyard, der
Bauwerft des OBO-Carriers, gebaut wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kümo vor Irland in Seenot
(15.12.2004) - Ein in Ballast fahrendes norwegisches Kpmo geriet bei acht Windstärken vor
der irischen Küste in Seenot. Nach Ausfall der Maschine trieb es zwischen
Inish Island und der Isle of Mull. Die Küstenwache von Clyde setzte ihr
Boot aus Oban in Marsch. Inzwischen verstärkte die sechsköpfige Crew ihren
PAN PAN-Ruf auf Mayday. Es gelang dem Rettungsboot, eine Leine auf das Kümo
zu übergeben. Ein Rettungshubschrauber wurde angefordert und machte sich
zusammen mit dem Tobermory Lifeboat auf den Weg zum Havaristen. Auch die
Calmac-Fähre "Lord of the Isles" änderte ihren Kurs in Richtung des
Schiffes. Zwischenzeitlich gelang es zwar, die Maschine wieder anzufahren,
aber der Seenotfall wurde noch nicht aufgehoben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Drei Frachter durch Strandung in Barrnaquilla gefangen
(15.12.2004) -
Am Morgen des 9. Dezember lief der Bulkcarrier "Clipper Lancelot", 28.426
tdw, im Magdalena River, Kolumbien, auf Grund. Er blockiert seither den
Fluss, so dass der Barranquilla Terminal geschlossen werden musste. Drei
Schiffe konnten nicht mehr auslaufen. Der Unfall ereignete sich in der
Flussmündung, als der 1997 erbaute Frachter der Clipper Group selbst den
Terminal ansteuern wollte. Alle Versuche dreier Schlepper, den Havaristen
von der Sandbank, auf der er aufsitzt, zu befreien, scheiterten währed der
folgenden Tage. Die starke Strömung behinderte die Bergungsarbeiten zu
sehr. Die Gewässer um den Hafen sind offenbar tückisch - bereits im
vergangenen Jahr waren hier drei Strandungen zu verzeichnen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schadhafter Zylinder Auslöser für "Selendang Ayu"-Havarie
(15.12.2004) -
Ein gebrochener Zylinder war Schuld an der Strandung der "Selendang Ayu".
Dies gab Lloyds jetzt bekannt. Nach dem Schaden war Wasser in die MAN
B&W-Maschine eingedrungen. Deswegen hatten die Ingeneure sie gestoppt.
Warum es dann nicht mehr gelang, die Maschine wieder anzufahren, ist
bislang unbekannt. Ein gebrochener Zylinder kann die Fahrt eines Schiffes
bis praktisch null herabsetzten. Das Auswechseln des Zylinders, während
dessen die Maschine gestoppt sein muss, dauert normalerweise sieben bis
acht Stunden. Bei der betroffenen Maschine handelt es sich um eine
langsamlaufende MAN B&W 6S60MC, die in Lizenz vom Hudong Shipyard, der
Bauwerft des OBO-Carriers, gebaut wurde.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Diskussion um weiteres Vorgehen in Unalaska
(15.12.2004) -
Trotz stürmischer Winde gelang es am 14. Dezember einem Arbeitsteam, nun
auch die vordere Hälfte der "Selendang Ayu" zu inspizieren. Ein
Hubschrauber der Küstenwache setzte sie auf dem Deck ab. 90 Minuten lang
untersuchten sie dann das Vorschiff und fanden es in einem schlechteren
Zustand vor, als gehofft worden war. Die ursprünglich erwogenene
Möglichkeit, es aufzuschwimmen, wurde in Anbetracht des Zustandes
verworfen. Es war angenommen worden, dass ein Tank mit 176.000 Gallonen Öl
noch intakt geblieben war und dem Vorschiff Auftrieb verlieh. Nun wurden
aber Hinweise gefunden, dass bereits Wasser in den Tank eingedrungen und er
also leckgeschlagen war. Der gesamte Schiffsteil liege tiefer im Wasser als
zuvor. Diese Erkenntnisse werden Konsequenzen für die weiteren Pläne haben.
Das Achterschiff liegt derweil weitgehend unverändert mit leichter
Schlagseite im Wasser.
Am 15. Dezember sollten interessierte Berger ihre Pläne zum weiteren
Vorgehen vor Ort beim Unified Command, einem Team aus einem Repräsentanten
der Küstenwache, der Abteilung für Küstenschutz und der Schiffseigner
vorstellen. Vielleicht noch am selben Tag könnte ein Kontrakt vergeben
werden. Zuvor äußerten sich Bergungsexperten bereits zu Möglichkeiten des
weiteren Umgangs mit dem Wrack der "Selendang Ayu". Der bekannte
Bergungsfachmann Dan Magone sagte, es wäre möglich, das Vorschiff wieder
freizubekommen. Schwieriger sei dies beim Achterschiff mit dem
Maschinenblock und den Aufbauten. Es könnte auch in einem Jahr noch dort
sein. Einig ist sich Magone mit anderen, dass jeglicher Umgang mit dem
Wrack in Zusammenhang mit der verstrichenen Zeit stüne. Je länger das
Schiff auf den Felsen läge, um so mehr Schläge müsste es hinnehmen. Es
würde von den Winterstürmen auf die Felsen gestoßen und mehr und mehr
zerstört. Magone hatte seine Arbeit 1978 in Dutch Harbor begonnen. Seitdem
hat er an dutzenden von Bergungsoperationen in der Region teilgenommen, so
der Befreiung d1997 nahe Unlalaska gestrandeten Frachters "Kuroshima" in
12-tägiger Arbeit. Er führte auch Wrackbeseitigungen durch. Seiner
Einschätzung nach sollte der Bug der "Selendang Ayu" auch vor einem
Leichtern des Öls schnellstmöglich entfernt werden: "Wir versuchen immer,
das Wrack schnellstmöglich vom Strand zu bekommen, weil wir wissen, wenn
man es dort lässt, verliert man es". Das schwere Achterschiff könne
eventuell zerschnitten und stückweise entfernt werden. Dies würde aber
mindestens Monate dauern, wenn es überhaupt technisch durchführbar ist. Das
Wrack sollte dann in einem tiefen Bereich der Aleuten versenkt werden. Die
Route nach Süden ist zwar riskanter, aber kürzer. Die andere Möglichkeit
wäre eine Versenkung im Bereich des Kontinentalschelfs der Beringsee. "Man
hat alle Optionen offen, wenn also Plan A nicht funktioniert, wechselst du
zu Plan B", so Magone. Das Öl an Bord beunruhigt aber auch ihn. Es wäre zu
prüfen, ob man das Wrack in eine ökologisch weniger sensible Bucht für
Reinigungsarbeiten verbringen könne. Aber auch dieses Verfahren wäre
unsicher und zeitaufwändig. Zeit ist aber das, was den Bergern fehlt: "Wenn
ein Wrack schwerem Wetter ausgesetzt ist, lässt man es nicht länger als
nötig vor Ort." Allerdings sei es durchaus denkbar, dass sich kein
Bergungsplan im Fall der "Selendang Ayu" als durchführbar erweist und das
Schiff vor Ort verbleiben muss. "Dies ist ein rauer Platz in einer rauen
Jahreszeit. Das Wetter wird einige der Entscheidungen an unserer Stelle
treffen."
Inzwischen wurde wieder eine Wetterverschlechterung erwartet mit
Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten und 18 Fuß hohen Wellen. Zuvor tätigten
zwei Flugzeuge und vier Hubschrauber mehrere Überflüge des Gebietes, bei
denen keine neuen Ölverschmutzungen ausgemacht wurden. Ölplacken wurden in
Skan Bay, Makushin Bay, Portage Bay und Cannery Bay gesichtet. Die Anzahl
verschmutzter Tiere hält sich auch weiterhin in Grenzen. Am Nordende der
Volcano Bay wurde eine Wetterstation eingerichtet, die präzisere
Vorhersagen für das Operationsgebiet bis zum Abschluss der Arbeiten bieten
soll.
Die "Redeemer" verlegte Ölsperren in Naginak Cove und sollte anschließend
Kurs auf Humpback Bay nehmen. Die "Cape Flattery" versuchte vergeblich, die
Skan Bay abzuriegeln. Bei besserem Wetter sollen die Versuche dort und in
Volcano Bay fortgesetzt werden. Insgesamt sind derzeit Ölsperren von 3.000
Fuß Länge ausgelegt. Die "Exito" wurde mit Personal und Ausrüstung für die
Behandlung verschmutzter Tiere ausgestattet. Ein Flugzeug soll versuchen,
einige Leute in Skan Bay abzusetzen, die die Ausschau nach verölten Tieren
halten sollen. Ein Bergungsteam wurde mit einem Flugzeug der Küstenwache
bei den angetriebenen Wrackteilen des abgestürzten Hubschraubers abgesetzt.
Eine Durchsuchung der Überreste nach der Blackbox blieb aber ergebnislos.
Eine Absuche des Grundes der Bucht durch Marinetaucher brachte am 14.
Dezember hingegen den Rettungskorb und das dazugehörige Kabel sowie drei
Rettungswesten zu Tage. Die Absicht, auch nach der Blackbox zu suchen,
wurde durch kräftigen Wind und hohe See vereitelt und soll, sobald es die
Wetterlage erlaubt, fortgesetzt werden.
Nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus von Anchorage konnte das 24-jährige
Besatzungsmitglied, das als einziges nach dem Jayhawk-Absturz mit
Unterkühlungen aus dem Wasser gezogen worden war, inzwischen entlassen
werden und machte sich auf den Heimweg nach Indien. Der Kadett hatte
eigentlich mit anderen Kadetten abgeborgen worden sollen, doch er hatte
darauf bestanden, mit älteren Ingenieuren einen weiteren Versuch zu
unternehmen, die Maschine wieder in Gang zu bringen. Als er sich aus dem
Wrack des abgestürzten Jayhawks befreit hatte, konnte er noch zu dem
Dolphin-Helikopter, den er über sich sah, winken und verlor dann das
Bewusstsein. Nach fünf Minuten war er gerettet worden. Vorwürfe von
Angehörigen toter Seeleute, bei der Rettungs seien die Amerikaner bevorzugt
worden, wies die Küstenwache derweil zurück. Die Rettung der kompletten
Hubschraubercrew sei auf deren Ausrüstung und Training zurückzuführen
gewesen. Es würde aber alles unternommen, um die Toten zu finden und zu
bergen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
b>Alter Mann überlebt 20 Stunden an Boje geklammert auf dem Meer
(14.12.2004) - An eine Boje geklammert hat ein 80-jähriger Sporttaucher vor der Küste von Florida 20 Stunden in Seenot überlebt. Ignacio Siberio war vor der Inselgruppe der Florida Keys beim Harpunenfischen, als die Ankerkette seines Bootes riss und es davontrieb. Der rüstige Senior schwamm vergeblich knapp fünf Kilometer weit, um das Boot wieder einzuholen. Schließlich blieb ihm nichts anderes übrig, als sich an der Markierungsboje einer Hummerfalle festzuhalten und zu hoffen, dass ein zufällig vorbeikommendes Schiff ihn sehen würde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schweiz nimmt Vorreiterrolle beim Schutz von Wracks ein
(14.12.2004) -
Mehr Schutz für ein altes Wrack: Das Schweizer Amt für Archäologie wurde
jetzt dazu ermächtigt, Tauchgänge auf dem historischen Dampfer "Jura" ab
sofort nur per Sondergenehmigung zuzulassen. Grund der Einschränkung war,
dass er seit einigen Jahren vermehrt von Sporttauchern aufgesucht und auch
geplündert wird. Da entsprechend davon ausgegangen wird, dass infolge der
Aktivitäten von Sporttauchern wichtige Zeugnisse zur Geschichte des
Thurgaus und der Seefahrt auf dem Bodensee verloren gehen, wurde die
Tauchbeschränkung erlassen. Der Bodensee ist nach archäologischen und
schriftlichen Quellen seit langer Zeit ein viel befahrenes Gewässer. Sowohl
im oberen wie im unteren Teil des Bodensees und im Seerhein finden sich
Wracks von Schiffen unterschiedlicher Epochen. Die Spanne reicht von
Einbäumen aus der Jungsteinzeit über spätmittelalterliche und neuzeitliche
Ledinen bis hin zu Dampfern des 19. Jahrhunderts. Allen Wracks kommt eine
hohe wissenschaftliche und kulturhistorische Bedeutung zu.
Um die "Jura" als ein solches kulturhistorisches Objekt von hoher
industriearchäologischer Bedeutung der Nachwelt zu erhalten, hat der
Regierungsrat die Besitzverhältnisse nun geklärt und das Schiff unter
Schutz gestellt. Die faktische Inbesitznahme erfolgte nun gestützt auf zwei
Artikel des Schweizer Zivilgesetzbuches, die u.a. besagen, dass herrenlose
Naturkörper oder Altertümer von erheblichem wissenschaftlichem Wert in das
Eigentum des Kantons übergehen, in dessen Gebiet sie gefunden worden sind.
Dieser Artikel ist nicht nur auf archäologische Objekte im herkömmlichen
Sinn anwendbar, sondern auch auf Gegenstände, die erst im Laufe des
Mittelalters oder der letzten Jahrhunderte im Boden verschwanden oder
vergraben wurden. Das Gesetz besagt weiterhin, dass das
kulturgeschichtliche Erbe, insbesondere auch erhaltenswerte Objekte zu
schützen und zu pflegen seien. Mit der Unterschutzstellung ist der Weg nun
frei für fachgerechte Maßnahmen.
Der Raddampfer "Jura" war am 12. Februar 1864 um 11 Uhr im dichten Nebel
vor Bottighofen vom Dampfer "Zürich" gerammt worden und binnen vier Minuten
gesunken. Ein Matrose kam ums Leben, ein Schiffsjunge erlitt einen
Armbruch. Die Passagiere und der Rest der Besatzung retteten sich auf die
"Zürich". Von der Ladung an Seiden- und Baumwollstoffen schwamm ein grosser
Teil auf, während angeblich rund fünf Tonnen Eisenwaren und das Gepäck der
Passagiere mit dem Schiff untergingen. Die Untersuchungen der
Staatsanwaltschaft ergaben, dass die beiden Kapitäne ihre Pflichten erfüllt
hatten. Die Verfahren wurden eingestellt.
In diesem Zusammenhang ist auch der aktuelle Umgang mit dem Wrack der
"Titanic" interessant. Gerade sagte der Entdecker des Wracks, Robert
Ballard, ihm blutete das Herz, als er während seiner jüngsten Expedition in
diesem Jahr sah, was aus dem Luxusliner am Meeresgrund nach fast 20 Jahren
Tourismus und wissenschaftlicher Arbeit geworden ist. Die Schäden durch den
stetigen Besucherstrom in der Tiefe seien nicht zu übersehen: So hat der
Dampfer bereits das Krähennest verloren, von dem aus der Eisberg gesichtet
wurde, mit dem die "Titanic" in der Nacht zum 15. April 1912 zusammenstieß.
Auf Deck gebe es zahlreiche Spuren von Kollisionen von Tauchbooten mit dem
Wrack, die die fragile Struktur schnell verfallen lassen. Es gebe Löcher in
Deck und Aufbauten, die von U-Booten verursacht wurden und modernen
Zivilisationsmüll. Zudem werde das Wrack von skrupellosen Souvenirjägern
geplündert. Die Touristen liebten das Wrack "zu Tode", klagte Ballard, der
das Schiff 1985 gemeinsam mit einem Kollegen im Atlantik fand. Bis Ballard
den gesunkenen Luxusliner vor knapp 20 Jahren in 3600 Meter Tiefe
entdeckte, war das Wrack ungestört gewesen. Er selbst hatte stets versucht,
einen Touristenrummel am Wrack, an dem mittlerweile sogar Hochzeiten
gefeiert werden, zu vermeiden. Um Schaulustige zu verbannen, hat Ballard
nun eine Kampagne zum Schutz der "Titanic" gestartet.
Großbritannien unterzeichnete im November 2003 ein internationales
Abkommen, das die "Titanic" vor Touristen und Souvenirjägern bewahren soll.
Im Juni setzten auch die USA ihre Unterschrift darunter. Ballard hofft,
dass neben Frankreich und Kanada auch Russland folgen wird, von wo aus nach
wie vor zahlreiche Expeditionen zu dem Schiffswrack starten.
Passend zur Ballardschen Klage berichtete die Zeitung The Times jetzt über
die Vermarktung eines Parfüms, das in einem Flakon aus der Tiefe geborgen
wurde. Es war ursprünglich von dem deutsch-jüdischen Einwanderer Adolphe
Saalfield kreiert worden, der in der ersten Klasse der "Titanic" nach New
York reisen wollte. Als das Schiff unterging, konnte sich Saalfield zwar
durch einen Sprung in eines der Rettungsboote retten, doch seine Tasche mit
den Parfümfläschchen versank. Vor vier Jahren wurden die Flakons aus dem
Wrack geborgen. Experten fanden heraus, aus welchen Stoffen das Parfüm
zusammengesetzt war: Das ist wie Kriminaltechnik, sagte der
Parfümhistoriker David Oybus jetzt. "Wir brauchen nur ein paar Tropfen, und
dann können wir alle Bestandteile identifizieren und das Parfüm neu
erschaffen". Der Duft sei eine Mischung aus Rosen und Veilchen. Am 10.
Dezember wurde das Parfüm beim Internationalen Wissenschaftsfestival in
Edinburgh erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Es wird möglicherweise
den Namen Herz des Ozeans tragen, nach einer Kette, die Schauspielerin Kate
Winslet in dem Film "Titanic" von James Cameron" trug.
Die RMS Titanic Inc., die momentan das alleinige Bergungsrecht innehat,
rechtfertigte ihre Arbeiten damit, dass die "Titanic" 'wie weiche
Schokolade' zerfiele. Schon in wenigen Jahren könnte sie nur noch ein
unförmiger Rosthaufen auf dem Meeresgrund sein. Dennis Cochrane,
historischer Berater der Gesellschaft, äußerte in der "Times" seine
Einschätzung, dass das Schiff nur noch kurze Zeit zu leben habe. Die
Bordwände hätten die Stabilität von Pappkarton. In den nächsten Jahren
könnte der abgerissene Bug einstürzen. Das Heck sei wie 'morsches Holz in
einer Sägemühle'. Deck um Deck werde zusammenbrechen. 'Wir würden unserer
Verantwortung vor der Welt nicht gerecht werden, wenn wir einfach zusehen
würden, wie diese Teile verrotten.'
Arnie Geller, der Präsident von «RMS Titanic Inc», sagte: 'Da unten liegen
noch unschätzbare Werte, und wir sind entschlossen, so viel wie möglich
raufzuholen.' So will die Gesellschaft unbedingt versuchen, die
Marconi-Funkstation zu bergen, mit der das Schiff in der Unglücksnacht am
15. April 1912 SOS funkte.
Videobilder hatten gezeigt, dass der Apparat an einigen dünnen Drähten von
der Decke eines Innenraumes hängt. Allerdings ist derzeit unsicher, ob
dieser Raum noch existiert. 'Die Wände drum herum sind so stabil wie nasses
Zeitungspapier', sagte der Pressesprecher der Gesellschaft, Greg Zink.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Leichte Entspannung vor Alaska
(14.12.2004) -
Sprecher der US-Küstenwache konnten nach dem Zerbrechen der "Selendang Ayu"
am 13. Dezember gute Neuigkeiten verbreiten. Die bisherige Ölverschmutzung
durch den OBO-Carrier ist nicht so groß wie zunächst befürchtet. Captain
Ron Morris sagte, dass sich lediglich 41.138 Gallonen Bunkeröl in Tank Nr.
2 befunden hätten, der beim Zerbrechen des Frachters aufgerissen war.
Zunächst war von 140.000 Gallonen ausgegangen worden. Die Untersuchung am
12. Dezember hatte zudem ergeben, dass der Tank Nr. 3, der 104.448 Gallonen
Bunkeröl enthält, leckgeschlagen sei und "atme", während das Wasser mit den
Tiden ein und aus flute. Das darin befindliche Öl könnte auf dem
eingedrungenen Wasser schwimmen. Insgesamt transportierte die "Selendang
Ayu" 483.000 Gallonen schweres Bunkeröl und 21.000 Gallonen Diesel. Die
Tanks an der Backbordseite konnten nicht untersucht werden, da hier das
Deck mitterweile vollständig überflutet ist. Dies gilt inzwischen auch für
das Vorschiff..
Die Schlüsselfrage zur Bekämpfung der Ölgefahr bleibt der Zustand der
weiteren Tanks. Über weitergehende Maßnahmen wie das Entfernen des Wracks
wird derzeit nicht nachgedacht. Ein Aktionsplan soll während der nächsten
Tage, spätestens in einer Woche erstellt sein, sagte Howard Hile von den
Gallagher Marine Services, die im Auftrag der Reederei tätig sind. Jegliche
Ölpumpaktion wird schwierig werden. Das Wrack liegt auf der Westseite der
Aleuten-Insel Unalaska und damit dirket in der Route der Tiefdruckgebiete,
die im Winter über die Beringsee ziehen.Leslie Pearson, vom Department of
Environmental Conservation sagte, ein Pumpschiff werde wohl nicht in der
Lage sein, am Wrack tätig zu werden. Es sei einfach zu gefährlich.
Wahrscheinlicher ist das Absetzen einer mobilen Pumpe durch einen
Schwerlasthubschrauber, mit deren Hilfe das Öl anschließend in Tanks
verbracht wird. Bisher ist es nicht gelungen, ausgetretenes Öl abzuskimmen.
Es sind lediglich Ölklumpen, die mit Schmutz oder Sediment vermischt waren,
gesichtet worden. die mit Skimmern nicht aufgefangen werden können.
Nur wenige ölgeschädigte Tiere wurden bislang gesichtet. Fünf tote
Kormorane und eine Handvoll anderer Seevögel wurden an den Stränden entdeckt.
In den vergangenen Jahren führten immer wieder Schiffsunglücke wie zuletzt
jener vor Alaska zu Umweltverschmutzungen. Eine der schlimmsten
Ölverseuchungen wurde im Frühjahr 1991 durch den 1. Golfkrieg verursacht,
in dem schätzungsweise 570.000 Tonnen Rohöl aus Verladeeinrichtungen in
Kuwait oder zerstörten Tankern ausliefen. Weitere Havarien mit schweren
Umweltschäden waren während der vergangenen 15 Jahre folgende:
28. Januar 1989 - Das argentinische Tank- und Versorgungsschiff "Bahia
Paraiso" lief südlich von Kap Hoorn auf einen Felsen und sank. Knapp
tausend Tonnen Dieselöl bildeten vor der bis dahin unberührten Küste der
Antarktis einen Ölteppich von zehn Kilometern Länge.
24. März 1989 - Die "Exxon Valdez" strandete im Prinz-William-Sund vor
Alaska. 41.000 Tonnen Öl verschmutzten ein Naturschutzgebiet vor der Küste.
19. April 1992 - Vor der Küste Mosambiks schlug der mit 66.000 Tonnen Öl
beladene griechische Tanker "Katina P" leck und lief auf Grund. Der Tanker
verliert auf der Steuerbordseite die gesamte Ladung eines Tanks.
3. Dezember 1992 - Der griechische Tanker "Aegean Sea" lief in der Einfahrt
in den nordspanischen Hafen La Coruna auf Grund, explodierte und brach
auseinander. Etwa 81.000 Tonnen Öl liefen ins Meer.
5. Januar 1993 - Der liberianische Tanker "Braer" trieb nach
Maschinenausfall vor den schottischen Shetlandinseln auf ein Riff und
zerbrach. 98.000 Tonnen Rohöl flossen in die Nordsee.
25. Januar 1994 - Der in Malta registrierte Tanker "Cosma A" mit 23.000
Tonnen Rohöl an Bord explodierte 500 Kilometer südlich von Hongkong auf der
Fahrt von Indonesien nach Shanghai.
16. Februar 1996 - Der Tanker "Sea Empress" lief vor der Südwestküste von
Wales auf Grund und schlug leck. Rund 70.000 Tonnen Öl flossen in Meer, ehe
der Havarist freigeschleppt werden konnte.
2. Januar 1997 - Der russische Tanker "Nachodka" brach in einem Sturm vor
der Küste Japans auseinander. Etwa 20.000 Tonnen Heizöl trieben auf die
Küstenstadt Fukui im Osten Japans zu.
12. Dezember 1999 - Vor der Bretagne brach in schwerer See der in Malta
registrierte und mit rund 26.000 Tonnen Heizöl beladene Tanker "Erika"
auseinander und sank. Etwa 17.000 Tonnen Heizöl flossen aus.
3. Oktober 2000 - Die in Panama registrierte "Natuna Sea" lief im Seegebiet
zwischen Singapur und Sumatra auf Grund und schlug leck. Vier Öltanks des
Schiffs mit insgesamt 40.000 Tonnen Rohöl wurden dabei beschädigt, über
7.000 Tonnen Öl liefen aus.
16. Januar 2001 - Vor der Insel San Cristobal strandet der ecuadorianische
Tanker "Jessica". 643.500 Liter Dieselöl flossen im ökologisch
hochsensiblen Gebiet der Galapagos-Inseln ins Meer.
29. März 2001 - Nach der Kollision des unter der Flagge der Marshallinseln
fahrenden Doppelhüllentankers "Baltic Carrier" und dem zyprischen
Zuckerfrachter "Tern" traten mehr als 1.500 Tonnen Schweröl in die Ostsee
nördlich der deutschen Halbinsel Darß aus.
13. November 2002 - Vor der nordwestspanischen Küste geriet der auf den
Bahamas registrierte Tanker "Prestige" in Seenot. Sechs Tage nach nach der
Havarie brach der mit 77.000 Tonnen Schweröl beladene Tanker auseinander
und sank. Die Ölpest ist bis heute wirksam.
27. Juli 2003 - Der im Sturm vor der pakistanischen Küste gestrandete
Tanker "MT Tasman Spriti" verlor nach dem Auseinanderbrechen rund 25.000
Tonnen Rohöl. Das Wrack wurde inzwischen geborgen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter nahe der Öland-Brücke gestrandet
(14.12.2004) -
Am 9. Dezember strandete die mit Getreide beladene "Listerlandet" nördlich
der Einfahrt des Hafens von Kalmar. Am Morgen des 10. Dezember kam der
Frachter wieder frei. Menschen kamen nicht zu Schaden, auch wurde kein Leck
festgestellt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutterwrack geborgen - Besatzung weiter verschwunden
(14.12.2004) -
Das Wrack des im November vor Tynemouth gesunkenen Kutters "Jann Denise II"
wurde am 12. Dezember gehoben. Die vermissten Besatzungsmitglieder wurden
allerdings nicht, wie erhofft, an Bord gefunden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bulker-Strandung im St. Mary'S River
(14.12.2004) -
Der Bulkcarrier "Spruceglen" lief in der Nacht des 11. Dezember im St.
Marys River nahe Johnson's Point auf Grund. Während das Vorschiff festsaß,
schwang das Heck teilweise in den engen Schifffahrtskanal. Ursache der
Havarie war möglicherweise ei schwerer Schneesturm, der andere Schiffe
veranlasste, sicherheitshalber vor Anker zu gehen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölverschmutzung nach Schlepperkollision
(13.12.2004) - Am Morgen des 11. Dezember kollidierten im Houston Ship Channel die zwei
Schlepper "Rita M" und "UTV Thunder". Die "Rita M" schob gerade zwei Bargen,
die "UTV Thunder" eine. Ein Besatzungmitglied wurde verletzt. Der Kanal
wurde im Bereich der Kollisionsstelle zeitweilig gesperrt, nachdem es zu
einem Ölaustritt gekommen war. Ein Hubschrauber beobachtete den Ölfim. Die
"Rita M" ging nach der Havarie im Bolivar Channel vor Anker, die "UTV
Thunder" auf Bolivar Reede.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Küstenwache wusste von nichts - Fähren retteten Schiffbrüchige
(13.12.2004) -
Die Schnellfähre "Ocean Jet II" rettete vor den Philippinen am Morgen des
9. Dezember 16 Passagiere der gekenterten Banca "Gelbit". Sie war gerade
auf dem Weg von Tubigon, Bohol, nach Cebu, als gegen 10 Uhr etwas wie eine
Boje in Sicht kam. Beim Näherkommen sah man aber Menschen, die um Hilfe
schrien. Ihr SChiff war auf dem Weg nach Cuaming, als es wegen Überladung
in hoher Schwell kenterte. Die "Ocena Jet II" brachte ihre Rettungsinseln
aus, Rettungsringe wurden über Bord geworfen. Binnen einer knappen Stunde
waren 16 MAnn gerettet. Auch die "Island Express" beteiligte sich an der
Operation und barg weitere 13 Schiffbrüchige. Damit kamen die Schiffe einem
Einsatz des SAR-Schiffes "SAR 003" zuvor, das bereits zum zweiten Mal
binnen zweier Monate nicht rechtzeitig kam. Im Oktober waren rund 400
Passagiere der Fähre "Trans Asia I" nach einem Maschinenraumbrand vor
Siquijor von Handelsschiffen gerettet worden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
13 Tote bei Tankerbrand befürchtet
(13.12.2004) -
Vor der indonesischen Küste geriet am Morgen des 12. Dezember in der
Provinz Maluku ein Tanker in Brand. Dabei kamen vermutlich 13 Seeleute,
darunter sieben Südkoreaner, ums Leben, die den Havaristen verließen und
seither in der rauen See vermisst werden. Der Tanker war mit 120 Tonnen
Brennstoff beladen gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Selendang Ayu" - heldenhafter wie vergeblicher Einsatz der Schlepper
(13.12.2004) - Ron Campbell, Kapitän des Schleppers "James Dunlap", wäre wohl der einzige
gewesen, der die "Selendang Ayu" noch hätte retten können. Als sein Schiff
mit nur drei statt der normalen fünf Mann Besatzung nach einem wahren
Höllenritt gegen den Sturm den Havaristenum erreichte, trieben Wellen in
Höhe dreistöckiger Häuser ihn immer näher an die Küste. Eine Annäherung an
den Rumpf des Frachters um weniger als 600 Fuß wäre lebensgefährlich
gewesen. Der Schlepper hätte auf dessen Deck geschleudert werden können,
wenn die Wellen ihn in die Höhe schleuderten. Es war vier Uhr morgens, und
ein anderer Schlepper, die "Sydney Foss", hatte eine Schlepptrosse an dem
Frachter festgemacht. Doch während der vergangenen zehn Stunden hatte er
mit seinen 3.000 PS nur die Drift von vier auf zwei Knoten verlangsamen,
aber nicht stoppen können. Dabei drohte er selbst umgerissen zu werden. Als
Campbell die "Selendang Ayu" erblickte, wurde sie breitseits von den
35-Fuß-Wellen getroffen und war damit in allerhöchster Gefahr. Wäre es
gelungen, sie gegen den Wind zu drehen, hätte es vielleicht eine Chance
gegeben. Doch an Bord der "Dunlap" war keine Leinenschusspistole. Seit
Jahren hatte der Kapitän der Küstenwache in den Ohren gelegen, für rund
50.000 Dollar eine entsprechende Ausrüstung, auch einen Kettenjäger zum
Aufpicken an Ankertrossen, zu beschaffen und in Dutch Harbor zu lagern. Nur
solche Vorrichtungen hätten jetzt die Rettung für die "Selendang Ayu"
bedeuten können. Denn dann hätte die "James Dunlap" mit ihren 100 Fuß
Länge, den 4.300 PS und dem Schottelpropeller ihre Kraft einsetzen können.
"Selendang Ayu": Das Drama im Absturzhubschrauber
(13.12.2004) - Als "zweite Exxon Valdez" wird die vor der Küste der Aleuten gestrandete
"Selendang Ayu" mittlerweile bezeichnet. Alaska droht durch auslaufendens
Bunkeröl eine schwere Ölpest. Während des Wochenendes hatte schlechtes
Wetter zunächst jeden Versuch vereitelt, Ölaustritt einzudämmen oder auf
das Wrack vorzudringen, um eingehendere Untersuchungen durchzuführen. Die
Suche nach den sechs vermissten Besatzungsmitgliedern war am Abend des 10.
Dezember eingestellt worden, nachdem 227 Meilen Küste und 550 Quadratmeilen
offenes Meer abgesucht worden waren. Am 12. Dezember wurde ein
Ölbekämpfungsschiff aus Unalaska mit Ölbekämpfungsausrüstung an der
Unglücksstelle erwartet, tags darauf ein weiteres Schiff mit Skimmern und
einem Team aus Rettungskräften und Biologen. Bereits mit Ölauffangarbeiten
begonnen hat die "Redemeer" in Makushin Bay, wo Lachsfarmen mit Ölsperren
vom Meer abgeriegelt wurden. Drei Küstenwachkutter lagen derweil nahe des
auseinandergebrochenene Frachters und beobachteten die Entwicklung vor Ort.
In Dutch Harbor wurde ein 40-köpfiges Team zusammengestellt. Erste
Ölverschmutzungen wurden mittlerweile an der nur 500 Meter entfernten Küste
der Aleuten-Insel Unalaskan beobachtet. Der zähe Ölfilm bedroht den
Lebensraum vieler Meeressäuger, Fische und Seevögel. Möglicherweise ist
einer der am meisten befüllten Bunkertanks beim Zerbrechen der "Selendang
Ayu" aufgerissen worden. Rund 700 Tonnen Öl der Gesamtmenge von rund 2.000
Tonnen sind nebst Teilen der Ladung inzwischen freigekommen.
Eine zwischenzeitliche Wetterberuhigung erlaubte es am 12. Dezember, drei
Bergungsexerten in einem von einem Hubschrauber abgewinschten Korb auf der
Brücke des Frachters abzusetzen. Sie fanden ihn in einem schlechteren
Zustand als erhofft vor. Der Bug, der bis zum 11. Dezember parallel zum
Heck gelegen hatte, war inzwischen zum Heck herumgeschwungen. Beide
Schiffshälften hatten sich gesetzt, nachdem das 70 Meter vom Achterschiff
entfernt liegende Vorschiff zunächst noch Auftrieb gehabt hatte. Die
Wrackteile rollten leicht beim Auftreffen von Brechern. Der Schiffsboden
scheint bei der Bewegung weiter aufzubrechen, sodass das Schiff unter
seinem eigenen Gewicht zusammenzubrechen beginnt und damit trotz des festen
Felsgrundes tiefer unter Wasser gerät. Der Maschinenraum stand unter
Wasser. Aus den Ventilen eines Haupttanks strömte Luft ein und aus, was den
Schluss zulässt, das Wasser in den Tank eindringt. Ein zweiter Öltank ist
beschädigt und verliert weiteres Bunkeröl. Die Sojabohnen schwemmten in
großen Fahnen aus einem Laderaum. Ein zweiter war offenkundig
leckgeschlagen, ein dritter sah noch trocken aus. Es war den Experten nicht
möglich, das Vorschiff zu inspizieren, sie konnten lediglich auch dessen
weiteres Absinken konstatieren.
Kontrollflüge ergaben derweil, dass Öl in den Buchten von Skan and Makushin
angetrieben war. Inzwischen setzte auch eine Diskussion über einen besseren
Schutz der Aleuten vor den Auswirkungen des dichten Schiffsverkehrs vor der
Küste ein. Die Hauptroute von der US-Westküste nach Asien über den
Nordpazifik führt hier entlang. In der Vergangenheit gab es vor Unalaska
und benachbarten Inseln unzählige Strandungen und Ölverschmutzungen. Ein
Universitätsprofessor aus Alaska gab an, er habe bereits seit zwei
Schiffsunglücken 1998 Senat und Küstenwache aufgefordert, die
Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern. Der Kapitän des im acht Fahrstunden
von der Strandungsstelle der "Selendang Ayu" entfernten Dutch Harbor
stationierten Hafenschleppers "James Dolan" sagte, dass er bereits einen
Notfallschlepper für Unalaska gefordert habe. Er sei zwar rechtzeitig vor
Ort gewesen, habe aber keine Ausrüstung zum Abschuss einer Jagerleine an
Bord. Die Küstenwache erwiderte, dass die derzeit vorgehaltene Ausrüstung
effizient sei. Allerdings sei es wünschenswert, dass alle Schlepper mit
einer Leinenabschussvorrichtung ausgerüstet würden. Ein Bergungsexperte
hielt aber dagegen, dass dies nicht ausreiche. Ein Hochseebergungsschlepper
sei vonnöten, aber die Kosten dafür wohl nicht finanzierbar.
In Unalaska wurden derweil 19 Überlebende der "Selendang Ayu", die bei der
Rettung nur das, was sie auf dem Leib trugen, mit sich führten, mit
Kleidung und anderen Dingen, die binnen kurzer Zeit gesammelt worden waren,
ausgestattet. Ein Mann musste für medizinische Behandlung nach Anchorage
geflogen werden. Am 12. Dezember wurde eine Messe für die Vermissten in der
katholischen St. Christopher-Gemeinde abgehalten, zu der die wegen der
US-Einreisebestimmungen ansonsten in ihren Aufenthaltsräumen festgehaltenen
Schiffbrüchigen gehen durften. Hier fanden auch Befrageungen durch die
Transportsicherheitsbehörden zum Unglückshergang statt.
Inwzischen wurden auch Details zum Absturz des
Jayhawk-Rettungshubschraubers bekannt. Der Jayhawk war gegen 11 Uhr am
Havaristen eingetroffen. Neun Mann der Besatzung wurden von ihm vom
Vorschiff der "Selendang Ayu" aufgenommen und einzeln auf dem in der See
rollenden Küstenwachkutter "Alex Haley" abgesetzt. Ein anderer Hubschrauber
rettete weitere neun und setzte sie auf dem Strand ab, von wo aus sie von
dem Jayhawk aufgenommen und nach Unalaska gebracht wurden, wo er auch neu
betankt wurde. Die Küstenwache hatte den Frachterkapitän schon geraume Zeit
zur Rettung auch der verbliebenen Crew aufgefordert. Er aber erwiderte,
dass er noch hoffe, die Maschine wieder in Gang zu bekommen. Die Situation
hatte sich nach dem Fassen eines Ankers aber nur kurzzeitig entspannt und
spitzte sich am Nachmittag wieder zu, als der Frachter sich ein zweites Mal
losriss. Um 18 Uhr hatte die "Selendang Ayu" erstmals Grundberührung, und
ihr Kapitän gab endlich das Okay zur Evakuierung. Zwischen der "Alex Haley"
und dem Jayhawk wurde vereinbart, dass der kleinere Dolphin-Hubschauber des
Kutters nicht eingesetzt würde, weil er zwei Flüge hätte machen müssen mit
seinem geringeren Fassungsvermögen. Dies hätte bei dem herrschenden Wetter
ein höheres Risiko dargestellt. So machte sich der Jayhawk-Helikopter bei
extrem schlechter Sicht auf den Weg zur Abbergung der verbliebenen Crew,
hoverte bei Windgeschwindigkeiten um 60 Knoten über dem von gewaltigen
Brechern breitseits getroffenen Schiff und hatte einen Rettungskorb
herabgelassen. Darin sollten die verbliebenen Männer im letzten Tageslicht
geborgen werden. Das Unternehmen schien sich etwas einfacher anzulassen als
die vorherigen Rettungsflüge, weil der auf Grund liegende Frachter sich
nicht mehr so heftig bewegte wie zuvor. Die acht standen aber trotz
Schneetreibens nur auf dem Vorschiff herum, trugen dabei lediglich leichte
Kleidung und nur einfache Rettungswesten. Anders als während der Stunden
der Drift lag der Frachter nun zudem in der Brandungszone der Küste und
wurde fortwährend von 40 Fuß hohen Seen eingedeckt. Offenbar war der
Frachter im Vorschiffsbereich nun auch schon leckgeschlagen, denn der Bug
sackte tiefer ins Wasser und bot so zusehends weniger Schutz. Während die
Piloten verzweifelt versuchten, ihre Maschine 30-40 Fuß über dem Deck auf
Position zu halten, schaute die Deckscrew deren Rettungskorb untätig an.
Daraufhin wurde ein Rettungsschwimmer abgewinscht und trieb die offenbar
geschockten Seeleute an, nacheinander in den Korb einzusteigen. Die
Wetterbdingungen wurden derweil immer schlechter. Kamen die schweren Seen
den Tag über noch gestaffelt, so schien es jetzt nur noch schwere See zu
geben. Der Pilot sagte kurz vor dem Absturz mehrfach, wow, dies ist eine
große Welle. Dennoch blieb er auf Position, bis der siebente Mann
aufgewinscht und in die Kabine gezogen worden war. Dann wurde der
Helikopter von einer Wasserwand getroffen. Wasser schoss auch in die
Kabine. Die Triebwerke fielen aus, und dann stürzte die Maschine in die
See. Die Warnsignale gingen aus, rote Lichter leuchteten auf. Sofort begann
sie schwer zu rollen. Durch die Cockpitfenster war nichts zu erkennen. Der
Flugmechaniker rief "auf, auf auf". Die dreiköpfige Crew öffnete die Tür
und konnte in ihren Überlebensanzügen aus dem rasch vollaufenden Cockpit
entkommen. Im Wasser trieben bereits Öl und Trümmer. Eine Anzahl von
Männern in Schwimmwesten trieben in den Wellen. Über der Absturzstelle
stand der Dolphin-Hubschrauber der "Alex Haley". Er rettete erst einen
schnell erreichbaren Mann der Jayhawk-Crew. Als ein weiterer von ihnen dem
Rettungskorb nahe war, schwamm der zu einem Mann vom Frachter. Dessen
Pupillen waren aber bereits starr, was auf seinen Tod hindeutete. So nahm
der Offizier den Korb. Die in ihren Anzügen trocken und warm gehaltene
Hubschraubercrew und ein Seemann der "Selenang Ayu" konnten aufgenommen und
zum Küstenwachkutter gebracht werden. Für die leicht gekleideten weiteren
Schiffbrüchigen gab es in der Sturmsee keine Rettung. Die Überlebenden
sagten später aus, alles sei sehr schnell gegangen und wie das furchtbarste
Flugsimulatortraining erschienen. Es sei irreal gewesen, aber wie im
Training abgelaufen. Zwei Stunden später rettete ein anderer Hubschrauber
den Kapitän und den Küstenwachoffizier vom Vorschiff der "Selendang Ayu",
die inzwischen auseinandergebrochen war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Erfolgreiche Suche nach gestrandetem Frachter
(13.12.2004) -
Am 11. Dezember lief der spanische Frachter "Balueiro Terceiro" im
Südpazifik auf ein Riff. Der Notruf wurde von der spanioschen
Seenotzentrale nach Neuseeland weitergeleitet. Eine Maschine von deren
Luftwaffe ortete den Havaristen am 13. Dezember auf einer Position 415
Kilkometer vor den Fdisch-Inseln. Die 16-köpfige Crew, fünf Spanier, sieben
Indonesier, drei Senegalesen und ein Russe wurden von einem spanischen
Schiff gerettet und nach Suva grbracht. Die «Balueiro Terceiro» war am
Samstag auf ein Riff aufgelaufen. Die spanischen Behörden gaben den Notruf
der Besatzung an das Seenotrettungszentrum in Neuseeland weiter. Eine
Maschine der neuseeländischen Luftwaffe ortete das Schiff schließlich 415
Kilometer von den Fidschi-Inseln entfernt. Die Besatzung - fünf Spanier,
sieben Indonesier, drei Senegalesen und ein Russe - wurde nach Suva gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"MSC Ilona"-Kollisiongegner aufgebracht
(13.12.2004) -
Chinesische Behörden brachten am 10. Dezember den panameischen Frachter
"Hyundai Advance" auf. Das Schiff hatte zwei Stunden zuvor, nachdem es den
deutschen Frachter "MSC Ilona" gerammt hatte, die Unfallstelle in der
Provinz Guangdong ungenehmigt verlassen. Der Zusammenstoß vor der Mündung
des Pearl River hatte zu einer der schwersten Ölverschmutzungen in China
geführt.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vermisste Yacht gefunden - Polizei will Rätsel um Unglück lösen
(11.12.2004) Eine seit dem Sommer verschollene Segelyacht ist am Donnerstag vor der vorpommerschen Küste geortet worden. Polizeitaucher haben das Wrack besichtigt und Aufnahmen vom Zustand des Schiffes an Bord gemacht. Dabei handle es sich eindeutig um die Yacht «All Min», sagte der Sprecher der Wasserschutzpolizei, Ulf Erler, am Freitag. Die Staatsanwaltschaft entscheide jetzt, ob und wann die gesunkene Yacht geborgen werde. Die Untersuchungen stünden im Zusammenhang mit dem Tod der beiden verunglückten Skipper, deren Leichen erst Wochen nach dem mutmaßlichen Unglück in der Ostsee gefunden worden waren.
Die beiden 62 und 67 Jahre alten Brüder aus Born (Nordvorpommern) waren Ende Juni vom Darß aus zu einer Rügenumsegelung aufgebrochen. Östlich der Insel liefen sie auf einer Untiefe auf Grund und wurden von einem Schiff der Seenotrettung freigeschleppt. Eine Begleitung in den Hafen Sassnitz lehnten die beiden Skipper trotz des offensichtlich leck geschlagenen Bootes ab. Wochen später wurden die Leichen der Männer in der Prorer Wieck und an der polnischen Küste angeschwemmt. Vom Boot fehlte jede Spur, bis vor einigen Tagen ein Fischer vor Rügen das Wrack plötzlich im Netz hatte. Die Polizei gehe von einem Unglück aus, sagte Erler.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hoffnung für Seeleute der "Selendang Ayu" schwindet
(10.12.2004) -
Die Suche nach den sechs vermissten Seeleuten - fünf Philippinos und eine
Inder - des 800 Meilen südwestlich von Anchorage
auseinandergebrochenen Frachters "Selendang Ayu" wurde am 9. November mit
dem ersten Tageslicht zu Wasser und aus der Luft mithilfe von
Jayhawk-Hubschraubern und C-130-Suchflugzeugen fortgesetzt (Bilder). Starke
Strömungen, über fünf Meter hohe Wellen, Winde von 20 Knoten,
Wassertemperaturen von rund sechs Grad und die kurze Tageslichtdauer ließen
aber nur geringe Hoffnungen auf ein Auffinden der Schiffbrüchigen zu. Nach
drei Stunden sinken unter solchen Umständen die Überlebenschancen rapide.
Der Frachter war am 7. Dezember bei Windgeschindigkeiten von 30 Knoten nach
Ausfall der Hauptmaschine ins Treiben geraten. Zwar hatte am Abend eine
Schleppverbindung hergestellt werden können, doch die Drift nur für 12
Stunden aufhalten können. Weitere Versuche, das Schiff in Schlepp zu
nehmen, scheiterten in der Folgezeit. Der ausgebrachte Backbordanker hatte
das Unheil auch nur eine halbe Stunde stoppen können. Als schließlich der
Steuerbordanker fiel, war die "Selendang Ayu" nur noch
eine knappe Meile von der Küste entfernt gewesen. Er hatte das Schiff aber
auch nicht mehr halten können. Am 8. Dezember schlug es in flachem Wasser
leck und hatte kurz darauf Grundberührung. 18 von 26 Mann Besatzung des
heftig rollenden Frachters waren danach erfolgreich evakuiert und nach
Haley oder Dutch Harbor gebracht worden. Die anderen waren zunächst an Bord
geblieben in der Hoffnung, das eine halbe Meile vor der Felsküste zwischen
Spray Cape und Skan Bay liegende Schiff noch
retten zu können. Gegen 18 Uhr bat der Kapitän auch um deren Abbergung.
Unmittelbar nachdem sie gegen 18.15 aufgewinscht worden waren, stürzte der
Rettungshubschrauber mit 10 Mann an Bord in die See. Die Überlebenden des
Absturzes - drei Mann Besatzung und ein Seemann, die von der "Alex Haley"
aufgefischt und in Dutch Harbor medizinisch versorgt worden waren - sind am
Abend des 9. Dezember nach Kodiak gebracht worden. Von der
Hubschrauberbesatzung wurde niemand ernsthaft verletzt. Inzwischen trieb
das zertrümmerte Wrack des Jayhawk-Helikopters auf den Strand von Skan Bay,
ohne das man allerdings
Hinweise auf den Verbleib der Schiffbrüchigen gefunden hätte.
Der an Bord verbliebene Kapitän und ein Rettungsschwimmer wurden einige
Zeit später auch von Bord geholt, weil sich die Lage zuspitzte: Eine Stunde
nach dem Absturz des Helikopters brach die "Selendang Ayu" zwischen
Laderaum 4 und 5 mittschiffs auseinander. Die beiden Teile liegen seither
in einer kurzen Distanz voneinander in der Brandung. Zuvor war es der
Besatzung noch gelungen, das Bunkeröl in die innersten Tanks umzupumpen und
die Beheizungssysteme abzuschalten, damit das
abgekühle Öl eindickte. Einiges Öl der an Bord befindlichen 2.000 Tonnen
ist bereits ausgelaufen und soll am 10. Dezember aufgenommen werden. Es
wurden bereits verölte Tiere gesichtet. Das Vorschiff des Wracks liegt in
rund 20 Metern Wassertiefe 200 Meter vor der Küste nahe einem Seelöwen- und
Otterhabitat und Fischgründen. Das Heck liegt Richtung Strand auf einer
Wassertiefe ziwischen 15 und 18 Metern, das Vorschiff weiter seewärts.
Der Küstenwachkutter "Alex Haley" aus Kodiak sowie die Kutter "Sherman" aus
Alameda und die "Sycamore" aus Cordova sind vor Ort oder auf dem Weg zur
Unglücksstelle. Inzwischen wurden auch die letzten beiden an Bord
verbliebenen Menschen, der Kapitän und ein Rettungsschwimmer, gerettet. Das
Wrack wurde von den vier vor Ort stehenden Hilfsschiffen kontinuierlich
weiter beobachtet. Die "Selendang Ayu" war mit einer Ladung Sojabohnen und
Getreide auf dem Weg von Tacoma nach China gewesen. Sie gehört der IMC
Transworld, einer Untergruppe der in Singapur ansässigen IMC Group.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ölbekämpfung an "MSC Ilona" im Gange
(10.12.2004) -
Achtzehn Ölbekämpfungsschiffe und 35 örtliche Kutter beteiligten sich am 9.
Dezember an der Beseitigung des Öls, das aus der vor China havarierten
Hamburger "MSC Ilona" ausgelaufen war. Mehrere Taucher versuchten, das Leck
unter Wasser zu schließen. Von den 22 Mann Besatzung wurde bei dem Unfall
auf See niemand verletzt. Die drei Jahre alte "MSC Ilona" war mit etwa 1900
Containern nur zu knapp einem Drittel beladen, der Kollisionsgegner
"Hyundai Advance" hatte zudem einen leeren Teil des Laderaums getroffen.
Die Buxtehuder Reederei der 300 Meter langen und 40 Meter breiten "MSC
Ilona" hofft, das ihr Schiff in den nächsten Tagen aus eigener Kraft eine
Werft anlaufen kann. Derzeit liegt es, eine lange Ölfahne achteraus, vor
Anker und und müsste zunächst gelöscht werden. Am Wochenende, so hofft die
Reederei, kann der Havarist Kurs auf Hongkong nehmen. Die Niederelbe
Schiffahrtsgesellschaft schätzt den Schaden an der "MSC Ilona" auf mehrere
hunderttausend Euro. Sie war auf dem Weg von Shenzhen nahe Hongkong nach
Shanghai gewesen und hatte am 6. Dezember gegen 21.30 gerade das Fahrwasser
von Hongkong Richtung Norden verlassen, als die "Hyundai Advance" mit Wucht
auf Höhe der Brücke backbords in das Containerschiff krachte. Der Frachter
war sofort leckgeschlagen und hatte Wasser genommen. Aus einem
Brennstofftank der "MSC Ilona" drangen etwa 450 Liter Schweröl aus. Es
entstand ein weithin sichtbarer Ölteppich von etwa 17 Kilometer Länge und
mehreren hundert Meter Breite. Der Unfall ereignete sich in der Nähe der
Flußmündung des Perlflusses. Der drittgrößte Fluß Chinas mündet zwischen
Macao und Hongkong in einem Delta in das Südchinesische Meer.
Die Schuldfrage des Zusammenstoßes am Montag abend ist offiziell noch nicht
geklärt. Unklar ist, warum die "Hyundai Advance", die von Korea nach
Singapur unterwegs war und deren Bug bei der Kollision eingedrückt wurde,
der vorfahrtsberechtigten "MSC Ilona" nicht auswich.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor Alaska gestrandet - Rettungshubschrauber abgestürzt
(09.12.2004) - Die Havarie des Bulkcarriers "Selandang Ayu" vor Alaska (Bilder) hat sich seit dem 7. Dezember dramatisch zugespitzt. Keines der Hilfsschiffe war in der Lage gewesen, die Drift des Frachters auf die aleutische Insel Unalaska Island zu stoppen. Zwar war es der Crew gelungen,
einen Anker auszubringen, dessen Kette jedoch brach. Während versucht wurde, den zweiten Anker auszubringen, machten sich zwei
Hubschrauber der Küstenwache startklar. In der Nacht des 7. Dezember gelang es dann dem Schlepper "Sydney Foss", eine Trosse
an dem Frachter festzumachen und damit die Drift auf einen Knoten pro Stunde herabzusetzen. Gegen 1.30 brach die Schlepptrosse
aber. Währenddessen wurden die Versuche, die Maschine wieder in Gang zu bekommen, fortgesetzt. Vorsorglich transportierte die
Küstenwache aber auch schon Ölbekämpfungsausrüstung nach Dutch Harbor. Am 8. Dezember zeichnete sich ab, dass alle
Rettungsbemühungen vergebens waren. Wie befürchtet, trieb die "Selandang Ayu" auf Grund. Es kam noch schlimmer: Als die
Besatzung evakuiert wurde, stürzte einer der Hubschrauber aus Kodiak mit zehn Mann an Bord in die See. Ein anderer
Hubschrauber, der von dem Küstenwachkutter "Alex Haley" aufgestiegen war, rettete vier der Verunglückten aus dem Wasser
und brachte sie zur medizinischen Behandlung nach Dutch Harbor. Über ihren Zustand gab es noch keine Informationen. Sechs
Personen wurden noch vermisst. Derweil spitzte sich auch die Situation auf der gestrandeten "Selandang Ayu" zu: Der Frachter
begann, auseinanderzubrechen. Nur ein Rettungsschwimmer der Küstenwache und der Kapitän harrten noch auf dem Wrack aus.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Deutscher Frachter vor China kollidiert
(09.12.2004) -
Am Abend des 7. Dezember kollidierte der deutsche Containerfrachter "MSC Ilona" im chinesischen Perlfluss-Delta mit einem
panamaischen Schiff. Dabei schlug der Frachter leck und begann, Öl zu verlieren. Es handelt es sich um die schlimmste
Ölverschmutzung seit fünf Jahren in chinesischen Gewässern. Der Ölteppich hatte eine Länge von 17 Kilometern und eine Breite
zwischen 20 und 200 Metern. Acht Spezialschiffe wurden in das Unglücksgebiet entsandt. Am 8. Dezember versuchten Taucher, den
aufgerissenen Tank abzudichten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Die "Selendang Ayu"
(09.12.2004) -
Bei dem jetzt vor Bogoslof Island gestrandeten Frachter "Selendang Ayu"
handelt es sich um einen unter Malaysia-Flagge registrierten Single Deck
Bulk Carrier, der am 8.9.1997 vom Stapel lief und im Januar 1998 vom
chinesischen Hudong Shipyard abgeliefert wurde. Er ist 225 Meter lang und
32,26 Meter breit. Die Vermessung beträgt 39.775 BRZ, die Verdrängung
74.893 tdw.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter von Brechern aufgerissen
(09.12.2004) -
Am 8. Dezember erreichte der Frachter "ACMA CGM Tage", 30.401 BRZ, mit
schweren Seeschlagschäden Montreal. Das 1980 erbaute Schiff erlitt auf dem
Weg von Europa im Vorschiffsbereich Brüche der Außenhaut oberhalb der
Wasserlinie. .
Quelle: Tim
Schwabedissen
Arbeiten an havarierter "Athos I" gehen nur langsam voran
(0912.2004) -
Die Arbeiten an dem havarierten Tanker "Athos I" kommen nur langsam voran.
Der Tanker muss komplett geleichtert werden, bevor er in ein Reparaturdock
gehen kann. Dies gestaltet sich mühselig, weil nur eine Barge, die 30.000
Barrel Öl Fassungsvermögen hat, dafür zur Verfügung steht. Insgesamt müssen
1.600 Tonnen des aus Venezuala kommenden Schweröls abgepumpt werden. Ein
Bergungsteam hat inzwischen eine Patsche für das rund 2,00 x 0,5 Meter
große Loch im Rumpf vorbereitet. Die Adichtungsarbeiten werden aber durch
die starke Strömung und die geringe Wassertemperatur erschwert. Rund 1.400
Menschen sind mit der Reinigung der betroffenen Flussabschnitte beschäftit.
Taucher suchen immer noch den Grund des Delaware River ab auf der Suche,
was das Leck in den Tanker gerissen haben könnte. Inzwischen wurde ein
Objekt auf dem Flussgrund ausgemacht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Tanker in Holland gerammt
(09.12.2004) -
In den Mittagsstunden des 6. November wurde auf dem Kanaal van Gent nahe
der holländischen Stadt Terneuzen der mit Biomethanol beladene Binnentanker
"Eiltank 11" von dem Kümo "Wilson Maas" im Vorschiffsbereich gerammt. Der
Backbordbug des Tankers wurde beschädigt und schlug leck. Die Feuerwehr
pumpte das eindringende Wasser aus. Der Frachter konnte seine Fahrt
fortsetzten. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Schifffahrtsinspektion
leitete eine Untersuchung zur Kollisionsursache ein.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bekämpfung von Öl der "MSC Ilona" durch Schlechtwetter beeinträchtigt
(09.12.2004) -
Bei bis zu sieben Windstärken gestalten sich die Arbeiten zur Bekämpfung
des Ölteppichs, der durch die Kollision des Frachters "MSC Ilona" mit der
"Hyundai Advance" am 7. Dezember entstanden war, schwierig. Seebehörden in
Guangdong versuchen, den Ölfilm zu kontrollieren, doch wurde er in Placken
von 200 Quadratmetern zerrissen, die auf einer Fläche von 17 Kilometern
treiben. Ölbekämpfungsschiffe aus Guangzhou und Shanghai sind vor Ort. Die
von der NSB Niederelbe bereederte "MSC Ilona" wurde 2001 erbaut und hat
eine Ladekapazität von 6.750 TEU. Sie war auf dem Weg von Shenzen nach
Shanghai. Der 2.180-TEU-Frachter "Hyundai Advance" der Hyundai Mechant
Marine war unterwegs von Singapur nach Shenzen. Keines der Schiffe ist in
der Gefahr zu sinken, auch kamen keine Menschen zu Schaden.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitäne kochten oder lasen - Frachterkollision vor Gericht
(09.12.2004) -
Mehr als zwei Jahre nach der Kollision zweier Frachter vor Gotland, bei der drei Seeleute ums Leben kamen, befand ein
Bitburger Gericht jetzt die Kapitäne der fahrlässigen Tötung für schuldig. Beide Männer hätten ihre Wachpflicht vernachlässigt, sagte
der Richter. Die Männer hatten ausgesagt, den Verkehr kurz vor der Kollision nicht im Auge gehabt zu haben, weil sie Kaffee kochten
oder lasen. Einer der Kapitäne räumte ein, nach einer Überprüfung des Radars und einer Kurskorrektur das andere Schiff nicht weiter
beobachtet zu haben. Den beiden geständigen Männern hatten Haftstrafen von bis zu fünf Jahren auf Bewährung gedroht. Die beiden
Schiffe waren im April 2002 in schwedischen Gewässern vor der Insel Gotland zusammengestoßen. Dabei starben auf einem der
Schiffe drei ausländische Seeleute. Außerdem entstand ein Gesamtschaden von rund 780.000 Euro. Die Staatsanwaltschaft warf den
Männern vor, allein auf der Schiffsbrücke Wache gehalten zu haben, obwohl laut Seerecht mindestens zwei Personen dort sein
müssen. Dadurch hätten sie nicht ausreichend auf genügenden Abstand zwischen ihren Schiffen achten können, um das Unglück zu
verhindern. Wie die Verteidiger mitteilten, laufen wegen des Unfalls noch seerechtliche Untersuchungen in Deutschland. Dabei geht es
auch um eine Prüfung der Kapitänspatente.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffbrüchige trieben auf Holzplanken im Meer
(08.12.2004) - Auf dem Weg von Mundra nach Karachi geriet der Frachter "Fazl e Kadri" mit
einer Ladung von 210 Tonnen Salz am 4. Dezember 30 Seemeilen vor Jhakau in
der Arabischen See in schweres Wetter. Schließlich kenterte das Schiff. Die
10-köpfige Crew flüchtete sich auf Holzplanken und Kisten, die beim
Untergang des Schiffes aufschwammen. Nach vierstündiger Drift wurden sechs
von ihnen von dem Kutter "Shiv Hari" entdeckt und gerettet. Am 5. Dezember
lief er mit den Schiffbrüchigen Okha an. Die übrigen vier Seeleute werden
noch vermisst und sind vermutlich ertrunken.
Quelle: Tim
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Bulker droht vor Alaska zu stranden
(08.12.2004) -
In schwere Bedrängnis geriet am 7. Dezember der 738 Fuß lange, malaysische
Bulkcarrier "Selendang Ayu". Nach Ausfall der Hauptmaschine 40 Meilen
nordwestlich von Dutch Harbor, Alaska, begann er auf Bogoslof Island
zuzutreiben. Der 283 Fuß lange Küstenwachkutter "Alex Haley" aus Kodiak
nahm mit voller Kraft Kurs auf den in Sichtweite der Küste treibenden
Havaristen. Es bestand die Sorge, dass der Frachter auf die nahen Felsen
treiben würde, wenn es nicht in den nächsten Stunden gelänge, die Maschine
wieder zu starten. Auch die Schlepper "Shirley Foss" und "Redeemer" hielten
auf den Frachter zu.
Quelle: Tim
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Schiffbrüchige trieben auf Holzplanken im Meer
(08.12.2004) -
Auf dem Weg von Mundra nach Karachi geriet der Frachter "Fazl e Kadri" mit
einer Ladung von 210 Tonnen Salz am 4. Dezember 30 Seemeilen vor Jhakau in
der Arabischen See in schweres Wetter. Schließlich kenterte das Schiff. Die
10-köpfige Crew flüchtete sich auf Holzplanken und Kisten, die beim
Untergang des Schiffes aufschwammen. Nach vierstündiger Drift wurden sechs
von ihnen von dem Kutter "Shiv Hari" entdeckt und gerettet. Am 5. Dezember
lief er mit den Schiffbrüchigen Okha an. Die übrigen vier Seeleute werden
noch vermisst und sind vermutlich ertrunken.
Quelle: Tim
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Gesunkener Schlepper blockiert Tennessee-River
(08.12.2004) -
Der Schlepper "Vicky Lynn", 45 BRZ, sank am Abend des 6. Dezember im
Tennesse River in 70 Fuß Wassertiefe. Das 55 Fuß lange Schiff war damit
beschäftigt gewesen, mit Schrott beladene Bargen nach Paducah zu bringen.
Das Unglück wurde durch den Bruch einer Leitung ausgelöst, die eine Flutung
des Schiffskörpers bewirkte. Die vierköpfige Besatzung wurde gerettet. Der
Fluss wurde von der Küstenwache gesperrt, bis das Wrack der "Vicky Lynn"
geortet ist.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kutter drohte nach Pumpenausfall zu sinken
(08.12.2004) -
Am 1. Dezember schlug der 55 Fuß lange Kutter "Lasqueti Isle" nahe Ocean
Shores, Washington, leck. Der Crew des Kutters war es zunächst gelungen,
den Wasserpegel im Maschinenraum zu halten, doch drohte das Schiff dann
nach Ausfall der Pumpe zu sinken. Am Nachmittag wurde die Küstenwache über
Funk informiert, das in Maschinen-und Fischraum des Schiffes erhebliche
Wassermengen stünden. Aus Grays Harbor liefen drei Boote, darunter das
Mehrzweckschiff "Invincible", zum Havaristen aus. Außerdem stieg ein
Hunschrauber in Astoria, Orgeon, auf. Eines der Rettungsboote half mit
einer Lenzpumpe aus. Zwei Rettungsmänner stiegen auf den Havaristen um und
assistierten bei den Pumparbeiten. Durch sechs Fuß hohe Seen nahm der
Havarist mit der Eskorte Kurs auf die Westport Marina in Washington, wo er
schließlich sicher vertäut werden und die LEckage lokalisiert werden konnte.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fischer harrte zwei Stunden auf Kiel seines Bootes aus
(08.12.2004) -
In der Nacht zum 1. Dezember kenterte ein Shrimpfänger in Terresbonne Bay.
Der Skipper alarmierte mithilfe eines Mobiltelefons die Küstenwache in New
Orleans, die einen Hubschrauber zu dem teilweise gesunkenen, 40 Fuß langen
Schiff entsandte. Bei schlechter Sicht dauerte es über zwei Stunden, bis
die Flieger den auf dem Kiel seines Bootes stehenden Mann sechs Meilen
entfernt von der gemeldeten Position entdeckten. Er wurde aufgewinscht und
mit Knochenbrüchen sowie Unterkühlungen ins Houma Terreboone Hospital
gebracht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fünf Kilometer Strand von ausgelaufenem Bunkeröl verschmutzt
(08.12.2004) -
Am frühen Morgen des 7. Dezember strandete auf dem Weg von Kitakyushu nach
Fukuoka, Westjapan, das in St. Vincent registrierte Mehrzweckschiff "Jin
Man He", 4.900 tdw, und schlug leck. Aus dem vor Shika Island festsitzenden
Havaristen floss wenig später eine größere Menge Bunkeröl aus. Zehn
Patroullienboote wurden zur Bekämpfung der Ölverschmutzung entsandt. Sechs
Stunden nach der Strandung war ein Küstenabschnitt von 5 Kilometern Länge
und 300 Metern Breite von Öl bedeckt. Das Schiff war offenbar vom Kurs
abgekommen und dann 700 Meter vor der Insel gestrandet. Die 14-köpfige
chinesische Besatzung der "Jin Man He" wurde gerettet.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vermutlich fünf Tote bei Kenterung japanischen Fährboots
(08.12.2004) -
Am 4. Dezember kenterte gegen Mitternacht in der Kagoshima Präfektur das
fünf Tonnen große Fährboot "Kanu Maru No. 2" auf dem Weg von Kuchinoshima
nach Nakanoshima Island. Die fünf Passagiere werden seither vermisst. Der
Skipper konnte sich an der Schraube des kieloben treibenden Schiffes
festhalten und trieb Richtung Kuchinoshima, wo er gerettet wurde. Die
Fahrgäste, die keine Schwimmwesten trugen, wurden nach seinen Angaben
fortgetrieben.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Schiffe vor Südafrika in Not
(07.12.2004) - Während die Wellen jetzt über die an der Backbordseite des Wracks der "BBC
China" ins Meer gestürzten Aufbauten der "BBC China" und in den durch
dieselbe Sprengung, die sie dorthin beförderten, zur See hin aufgerissenen
Maschinenraum brechen, mussten Bergungsschlepper jetzt wieder zwei Schiffe
vor Südafrikas Küste aus Gefahr befreien. Am 6. Dezember lief die "Pentow
Service" aus Durban aus, um dem Kühlschiff "Snow Crystal" zu Hilfe zu
kommen. 150 Meilen nordöstlich von Durban war im Maschinenraum des
Frachters ein Feuer ausgebrochen. Es gelang mittlerweile, die Flammen unter
Kontrolle zu bekommen. Nun soll die "Pentow Service" den Reefer entweder
nach Richards Bay oder Durban bringen.
Die "Smit Amandla" traf zur selben Zeit vor Durban mit dem Tanker "Nisha
II" an der Trosse ein. Der kleine Tanker hatte sich im Sturm von dem
Schlepper "Numo" losgerissen und hatte einige Tage vor East London
getrieben. Da der "Numo" der Brennstoff ausging, ohne dass sie die
Schleppverbindung hätte wiederherstellen können, war die "Smit Amandla" zu
Hilfe gerufen worden. Sie nahm beide Schiffe in Schlepp und machte sich mit
dem doppelten Anhang durch raue See auf den Weg nach Durban.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Binnenschiff fuhr mit Wassereinbruch auf Rhein
(07.12.2004) -
Am Morgen des 5. Dezember schlug auf dem Rhein ein Binnenschiff leck.
Entstanden war das Loch in der Nacht, als das mit 1.200 Tonnen Kunstdünger
beladene Schiff in Mondorf vor Anker lag. Aus bisher noch unbekannter
Ursache war es dabei zu einer Grundberührung gekommen. Trotz des
eingedrungenen Wassers setzte der Kapitän am Morgen seine Fahrt zunächst
fort, bis der Wassereinbruch zu stark wurde. Er stoppte das Schiff in der
Nähe von Brohl. Die Feuerwehr rückte aus, um das Wasser abzupumpen. Nach
Polizeiangaben wurde außerdem ein Taucher angefordert, um das Leck im
Vorschiff abzudichten.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vier Wracks liegen in Berlin
(07.12.2004) -
Vier Schiffswracks rotten in Berliner Gewässern vor sich hin. Dies teilte
die Staatssekretärin für Stadtentwicklung, Maria Krautzberger, auf eine
parlamentarische Anfrage der Grünen hin mit. Drei der Schiffe sind
teilweise, eines vollständig gesunken. Die beschädigten Schiffe bergen aus
Sicht des Gewässerschutzes derzeit keine Gefahr. Das wohl bekannteste
Wrack, das ehemalige DDR-Fahrgastschiff "Ingrid Wengler", liegt bis zum
Oberdeck versunken auf der Spree in Treptow. Sie dient in der Sommerzeit
als Partylocation. Zwei weitere Wracks befinden sich am Kolk Plötzensee, wo
auch das gänzlich gesunkene Schiff ruht. Für die Beseitigung der Wracks
sind nach Darstellung der Staatssekretärin die Schiffseigner
verantwortlich, die ihren Pflichten jedoch aus finanziellen Gründen nicht
nachkommen. Wegen der angespannten Haushaltslage hält es die
Stadtentwicklungsverwaltung gegenwärtig für nicht vertretbar, die Bergung
aus Steuermitteln vorzufinanzieren.
Quelle: Tim
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Barkasse in Hamburg gesunken
(07.12.2004) -
Am 7. Dezember ist in Hamburg die Barkasse "Birgit" gesunken. Ein
Mitarbeiter des Barkassenunternehmens, das Fahrten auf dem Schiff anbietet,
hatte in den Morgenstunden bemerkt, daß die "Birgit" über Nacht an ihrem
Liegeplatz im City-Sporthafen am Baumwall fast komplett mit Wasser
vollgelaufen war. Nur die Trossen hielten die Barkasse noch an der
Wasseroberfläche. Kurz darauf aber hielten sie dem Druck nicht mehr stand,
und die Barkasse sank auf den Grund des Hafenbeckens. Ein
Bergungsunternehmen hob das Wrack bereits wenige Stunden später wieder an
die Wasseroberfläche und schleppte es zu einer Werft an den Reiherstieg.
Dort soll nun nach der Ursache für den Untergang der "Birgit" geforscht
werden. Die Wasserschutzpolizei hat die Ermittlungen übernommen.
Quelle: Tim
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Fünf Mann von gekentertem Rumpf gespült
(07.12.2004) -
Der Frachter "Kavo Maru No. 2" kenterte am 4. Dezember auf dem Weg von
Kuchinoshima Island nach Nakanoshima Island vor Tokara Island in der
Kagoshima Präfektur. Vorher hatte er einen Maschinenschaden gemeldet. Das
Wrack des Schiffes wurde am Morgen des 5. Dezember auf den Strand von
Kuchinoshima Island getrieben. Zunächst hatten sich die gesamte Besatzung
sowie fünf Techniker, die Notempfänger in der Region installieren sollten,
an den gekenterten Rumpf klammern können. Die Techniker wurden jedoch ins
Meer gespült und gelten als vermisst.
Quelle: Tim
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Südkoreanischer Frachter in Flammen
(07.12.2004) -
Auf einem 1.513 BRZ großen südkoreanischen Frachter brach am 4. Dezember
zwischen Jejun und Ulsan ein Feuer aus. Das Schiff war in Ballast
unterwegs. An Bord befanden sich zehn Mann Besatzung. Rettungskräfte
begaben sich zu dem offenbar in großen Schwierigkeiten befindlichen
Havaristen.
Quelle: Tim
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Zwei Opfer von Untergang in Türkei angetrieben
(07.12.2004) -
Ein Frachter kenterte und sank am 3. Dezember mit fünf Mann Besatzung vor
der türkischen Südküste. Zwei Tote wurden später nahe Fethiye angetrieben,
ein Mann konnte gerettet werden. Die beiden anderen werden noch vermisst.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Sturmopfer vor Japan
(07.12.2004) -
In schweren Stürmen strandeten vor der japanischen Küste zwei
Handelsschiffe. Am 5. Dezember trieb an der Ostküste der Chemietanker
"Kissho Maru" auf ein Küstendeckwerk. In der Präfektur Aomori geriet der
Frachter "Fuyo Maru No 3" außer Kontrolle und lief ebenfalls auf Grund. Die
Crew wurde in schwerer See durch Helikopter abgeborgen.
Quelle: Tim
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Frachter auf Weg zur Reparatur beschädigt
(07.12.2004) -
Auf dem Weg zu einem kurzen Stop bei der Lloyd Werft in Bremerhaven
kollidierte der Frachter "Elisabeth Bolten" mit dem Containerfeeder
"Ingvild". Beim Einlaufen in die Nordschleuse war er zu nah an den am
nördlichen Ende der Columbuskaje liegenden Feeder gekommen, drückte dessen
Schanzkleid ein und zog sich selbst ein etwa 30 Zentimeter großes Loch in
der Bordwand zu. Die "Ingvild" setzte Ihre Fahrt planmäßig fort, der
Schaden an der Elisabeth Bolten" wurde im Rahmen der ohnehin anstehenden
Dockung beseitigt.
Quelle: Tim
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Frachter in Bremerhaven in Brand
(07.12.2004) -
Am frühen Morgen des 1. Dezember brach auf dem bei den Motorenwerken
Bremerhaven liegenden Frachter "Richard C" ein Kabelbrand in der
bordeigenen Werkstatt aus. Die Besatzung versuchte zuerst, das Feuer selbst
unter Kontrolle zu bringen, rief aber nach ersten vergeblichen Versuchen
sofort die Feuerwehr. Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer unter
Kontrolle, jedoch erlitten während der vorangegangenen Löschversuche fünf
Besatzungsmitglieder eine leichte Rauchvergiftung. Die Ursache des Brandes
ist bisher unklar.
Quelle: Tim
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Kapitän verfuhr sich auf Rhein
(07.12.2004) -
Am Morgen des 4. Dezember lief gegen 9.15 Uhr auf dem Rhein bei Ibersheim
ein mit Containern beladener Schubverband auf Grund. Der Verband war von
Straßburg nach Antwerpen unterwegs. In Höhe des Atomkraftwerkes übernahm
ein neuer Kapitän das Ruder, irrte sich aber über den weiteren Verlauf der
Fahrtstrecke. Der Mann hielt die Fahrwassertonne bei Rhein-Kilometer 460
fälschlicherweise für eine grüne Tonne und wollte diese auf der
Steuerbord-Seite passieren, woraufhin das Schiff festkam. Der Kapitän
konnte sein Fahrzeug aus eigener Kraft aber wieder flott machen und setzte
die Fahrt gegen 13.20 Uhr fort.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ponton soll "Cristoforo Colombo" helfen
(07.12.2004) -
Vor Kholms warten die Berger derzeit auf das Eintreffen eines Pontons, um
mit der Bergung des Hopperbaggers "Cristoforo Colombo", 10.252 tdw,
voranzukommen. Der Ponton soll in ca. zwei Wochen vor Ort sein. Der
Havarist liegt weiterhin auf Felsgrund in nur eineinhalb Metern
Wassertiefe, wo er im September von einem schweren Sturm mit acht Meter
hohen Wellen hingetrieben wurde. Inzwischen wurde festgestellt, dass der
Besatzung keine gravierenden Versäumnisse bei der Havarie vorzuwerfen sind.
Das Schiff hatte seinen Anker gelichtet, um in tieferem Wasser Schutz vor
dem Sturm zu suchen, als in einem kritischen Moment die Maschine ausfiel
und das Schiff ein Spielball der Elemente wurde. Wenn der Ponton da ist,
soll der Bagger erst 90 Grad gedreht werden, ehe Winschen auf Deck des
Bergungspontons ihn ca. 20 Meter über die Felsen in eine Wassertiefe von
vier Metern ziehen werden.
Quelle: Tim
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Zwei Tote bei Untergang in Barentssee
(03.12.2004) - Am 1. Dezember sank der russische Trawler "Malachit" in der Barentssee. Am Vortag war das Schiff vor der Insel Medweschij leckgeschlagen. 12 Mann wurden von der "Kiew" aufgenommen und auf die Insel gebracht. Weitere fünf rettete am Nachmittag ein
norwegischer Hubschrauber. Die "Malachit" hatte um 5.40 Notrufe gesendet und war um 7.10 aufgegeben worden. Die Crew ging in
Rettungsinseln, aus denen sie während der folgenden drei Stunden abgeborgen wurden. Zwei Mann konnten aber nicht gerettet werden.
Gegen 23 Uhr sank der Trawler, nachdem es ursprünglich gehofft worden war, ihn zu stabilisieren und nach Murmansk einzubringen. Die
Überlebenden, die auf Medweschij landeten,, sollten an Bord des russischen Fischereifahrzeugs "Isumrud" nach Kirkenes, die übrigen
nach Hemmersfest gebracht werden.
Quelle: Tim
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Sportboot in Offenbach ausgebrannt
(03.12.2004) -
Im Offenbacher Marina-Hafen geriet am Morgen des 2. Dezember das 17 Meter lange Sportboot "Möwe 1" in Brand. Gegen
acht Uhr schreckte ein lauter Knall den an Bord nächtigenden 36 Jahre alte Schiffseigner auf. Zu dieser Zeit stand die Kajüte
bereits in Flammen. Der Mann konnte sich auf den Steg retten. Als die Feuerwehr eintraf, brannte das Schiff bereits in voller
Ausdehnung. Die Bugleine war losgerissen, sodass die "Möwe 1" in Richtung anderer dort festgemachter Boote. Es gelang aber,
das brennende Schiff wieder an den Steg ziehen und festzumachen. Über den Rumpf wurde ein Schaumteppich
gelegt. Feuerwehrleute machten das in der Nähe liegende Feuerwehrboot "Martin Kappus" klar. Wegen der Gefahr des Auslaufens
von Treibstoff wurde eine Ölsperre verlegt. Knapp eine Stunde dauerte es, bis alle Flammen gelöscht waren. Danach mussten
mehrere Tauchpumpen zum Lenzen des durch den Brand an mindestens vier Stellen leckgeschlagenen Rumpfes angeschlagen
werden. Die Lecks wurden notdürftig mit Holzpflöcken verstopft, das Wasser dann abgepumpt. Gegen 13 Uhr traf das Löschboot
der Werkfeuerwehr Infraserv ein und schleppte das Wrack nach Schwanheim in die Werft des Bootsbauers Speck, der den
Sporthafen Offenbach gepachtet hat. Die Wasserschutzpolizei ging davon aus, dass ein Ölofen Auslöser des Brandes war.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Frachter vor China gestrandet
(03.12.2004) -
Der in St. Vincents registrierte, 2.900 BRZ große Containerfrachter "Jin Man He" lief am 2. Dezember 800 Meter vor Shika Island in der Higashi-ku
Provinz auf Grund und schlug leck. Es kam zu massivem Ölaustritt aus dem mit 14 Mann chinesischer Crew bemannten Havaristen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Wrack ehemaliger "Stellamare" wird verschleppt
(03.12.2004) -
Unter dem Namen "Nadalina S" wird gerade ein Schiff von Albany auf die Bahamas verschleppt, dessen Untergang vor einem knappen
Jahr drei russische Seeleute das Leben kostete. Am 9. Dezember war der Frachter als holländische "Stellamare" beim Laden eines
Generators im Hafen von Albany gekentert und gesunken. Nun erwartet es unter Bahamas-Flagge eine neue Zukunft.
Quelle: Tim
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Tanker vor Nordwales havariert
(02.12.2004) -
Am 2. Dezember lief der Tanker "Stolt Stern" beim Ansteuern von Nordwales auf einen Wellenbrecher zwei Seemeilen vor der
Küste. Das mit 4.000 Tonnen Gasöl beladene und mit 167 Tonnen Dieselkraftstoff bebunkerte Schiff erlitt Wassereinbruch und rief
einen Schlepper zu Hilfe. Es gelang, den im Bugbereich beschädigten Tanker dann freizuschleppen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Gesunkener Frachter war die "He Xin No. 1"
(02.12.2004) -
Bei dem, wie gemeldet, am 30. November vor der Küste Taiwans gesunkenen Frachter handelt es sich um die 1.745 BRZ große "He Xin
No. 1", die 1985 erbaut worden war. Sieben Besatzungsmitglieder des unter Panama-Flagge registrierten Schiffes waren gerettet, vier
weitere am Morgen des 1. Dezember von einem Hubschrauber aus tot in der See treibend gesichtet worden. Die "He Xin No. 1" war mit
Sand auf dem Weg von Hongkong nach Kaoshiung gewesen, als sie unterging.
Quelle: Tim
Schwabedissen
"Chios Pride" geborgen
(02.12.2004) -
Am 2. Dezember gelang es den Schleppern "William C. Selvick", Jimmy L" und "Erika K", den im Eingang des Menominee River seit
dem 29. November festsitzenden Frachter "Chios Pride" freizuschleppen. Damit fanden dreitägige Bergungsbemühungen ein
erfolgreiches Ende.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Ursache von Tankerhavarie rätselhaft
(02.12.2004) -
Inspektionen durch Taucher ergaben jetzt, dass die einfache Rumpfhülle des, wie gemeldet, auf dem Delaware-River leckgeschlagenen
Tankers "Athos I", 60.888 tdw, an zwei Stellen durchlöchert ist. Unklar blieb weiter, wodurch der Rumpf des 1983 erbauten Schiffes
aufgerissen wurde. Eine Unterwasseruntersuchung ergab keine Resultate, auch wenn die geringe Wasssertiefe generell ein Problem
darstellt. Den gesamten 29. November über wurde das Flussbett gescannt. Die Ölverschmutzung nach der Leckage hatte sich auf 29
Meilen ausgebreitet. Die "Athos I" wurde derweil mit zwei Bargen geleichtert. Danach soll sie den Citgo Terminal in Paulsboro, New
Jersey, anlaufen, wo der Rest der Ladung gelöscht wird.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Fünf Verletzte bei versehentlichem Beschuss
(02.12.2004) -
Ein argentinisches Kriegsschiff beschoss im Atlantik während eines Manövers am 29. November versehentlich die brasilianische Fregatte
"Rademaker". Fünf Besatzungsmitglieder, darunter ein argentinischer Offizier, wurden bei dem nächtlichen Zwischenfall 125 Kilometer
nordöstlich von Rio de Janeiro nahe Cab Frio verletzt. Die Männer wurden anschließend in ein Krankenhaus in Rio de Janeiro transprtiert.
Drei von ihnen konnten wenig später schon wieder entlassen werden, der Zustand der anderen beiden ist stabil. Die "Rademaker" lief aus
eigener Kraft Rio an. Der Zwischenfall wird nun untersucht.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Berger in Schweden zweimal erfolgreich
(01.12.2004) - Um kurz nach 12 gelang es am 30. November den Bergern von Wijsmuller
Salvage B.V., den seit Tagen direkt vor der Küste der Insel Gotland
festsitzenden Bulkcarrier "Polo M" freizuschleppen. Dabei kamen die Svitzer
Wijsmuller Schlepper "Freja" und "St. Olof" zum Einsatz. Zuvor war Luft in
die beschädigten Tanks gepresst und ein Teil der Zementladung sowie
Bunkeröl geleichtert worden. Sieben der 12 Ballast- und Öltanks im
Doppelboden sowie der Kielbereich waren bei der Strandung aufgerissen oder
beschädigt worden. Zunächst hatte die Leichterung der beschädigten Tanks
Vorrang, um den unkontrollierten Austritt des Schweröls zu stoppen.
Anschließend wurden weitere Tankbereiche geleert, um das Gewicht des
Schiffes zu reduzieren. Diese Arbeiten wurden mithilfe einer
Schlepper-Barge-Kombination sowie eines Leichtertankers durchgeführt. Die
Barge nahm rund 1.900 Tonnen der Zementladung auf, der Tanker das Öl und
sonstige umweltgefährdende Stoffe. Währenddessen wurde die Umgebung des
Havaristen genau kartiert und von Tauchern untersucht, um eine Route zum
Freischleppen auszukundschaften und zu markieren. In der letzten
Bergungsphase wurden erst die Ballasttanks leergepumpt. Am Morgen des 29.
November begann dann gegen sieben Uhr das eigentliche Freischleppen. Die
"Freja" hatte am Bug festgemacht, die "St. Olof" am Heck. Nach dem
erfolgreichen Aufschwimmen wurde der Havarist dann zu weiteren Inspektionen
und Stabilisierungsarbeiten vor Anker gelegt.
Auch die "Casino Express" hat wieder Wasser unter dem Kiel. Ebenfalls am
30. November konnte die vor Holmsund, Umeå, frestsitzende Fähre
freigeschleppt werden. Anschließend wurde sie im Hafen von Holmsund
vertäut. Eine kleinere Menge Öl war während der Bergungsarbeiten an der
Fähre, deren Maschinenraum unter Wasser stand, ausgelaufen.
Glimpflich ging unterdessen eine weitere Havarie in schwedischen Gewässern
ab. Am Morgen des 29. November stieß ein deutscher Frachter südlich von
Öland mit einem schwedischen Fischereifahrzeug zusammen. Am Kutter entstand
geringer Sachschaden, er lief anschließend zu weiteren Untersuchungen in
den Hafen ein. Die Küstenwache begann mit Ermittlungen zum Unfallhergang.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Vier Tote bei Frachteruntergang
(01.12.2004) -
Am 30. November sank ein 1.745 BRZ großer panamaischer Frachter auf dem Weg
von Hongkong nach Kaoshiung, Taiwan. Das Schiff war mit Sand beladen.
Sieben Mann der Besatzung wurden gerettet. Am Morgen des 1.12. entdeckte
ein Helikopter die Körper von vier weiteren Seeleuten in der See treibend.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Bergung der "Chios Pride" vorerst gescheitert
(01.12.2004) -
Die mit 16.650 Tonnen Eisen im Lake Michigan gestrandete "Chios Pride"
konnte bislang nicht geborgen werden. Versuche, den Havaristen am Morgen
des 30. November mithilfe der Schlepper "Williamm C. Selvick" und "Jimmy L"
von der Strandungsstelle am Menominee River wegzubugsieren, schlugen fehl.
Der Marineschlepper "Jimmy L" machte die ganze Nacht auf Geheiß der
Küstenwache standby am Havaristen.
Quelle: Tim
Schwabedissen
Kapitän der "Norröna" kritisiert Untersuchungsbericht zur Havarie
seiner Fähre
(01.12.2004) -
Mit mehrwöchiger Verzögerung ist jetzt der Untersuchungsbericht zur Havarie
der isländischen Fähre "Norröna" im Hafen der Faröer-Hauptstadt Tórshavn am
15. Januar 2004 veröffentlicht worden. Nach den Erkenntnissen der Faroese
Maritime Authority hat starker Wind und menschliches Versagen des Kapitäns
zu der Kollision des Schiffes mit einer Kaianlage beigetragen. Der Kapitän
Ólavur Hovsgarð kritisierte den Bericht anschließend. Er fühle sich nicht
verantwortlich für den Unfall, dessen Hergang am Simulator rekonstruiert
worden war. Dies sei nicht die Realität gewesen.
Quelle: Tim
Schwabedissen