EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2005

Last update: Dienstag, 01. Februar 2005, 13:43 Uhr

Philippinische Fähre im Hafen gesunken
(31.01.2005) - Die philippinische Fähre "Joy Ruby", 487 BRZ, ist am 29. Januar im Hafen von Coron gesunken. Alle 83 Menschen an Bord, darunter 58 Passagiere, konnten sich zuvor in Sicherheit bringen. Die RoRo-Fähre hatte gegen 18 Uhr des 28. Januar von Pier 6 in Manila mit Kurs Corin abgelegt. Am frühen Morgen des 29. Januar sprang sie bei der Annäherung an Coron leck. Es gelang dem Kapitän aber trotz des Wassereinbruchs, sein Schiff in Hafennähe zu manövrieren. Es gelang jedoch nicht, die Leckage unter Kontrolle zu bringen. Gegen 9.30 wurde das Schiff an der Pier von Coron festgemacht und evakuiert. Niemand wurde dabei verletzt. Kurz vor 10 sank die Fähre dann an ihrem Liegeplatz. Weil Öl auszulaufen begann, wurden Ölsperren um das Wrack ausgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Russischer Trawler vermutlich gesunken
(31.01.2005) - In den Mittagsstunden des 31. Januar (Ortszeit) funkte der russische Trawler "Kafor" 30 Seemeilen vor der Küste im japanischen Meer SOS, nachdem er in einen Sturm geraten war. In dem Seegebiet herrschten Windgeschwindigkeiten von 17m/s und Welllenhöhen von drei Metern. Das Küstenschutzschiff "Primorje", der Rettungsschlepper "Lasurit" und ein Rettungsschiff der russischen Pazifikflotte liefen zur gemeldeten Position. Inzwischen brach der Funkkontakt zum Havaristen ab. Dafür entdeckte ein aufgestiegenes Suchflugzeug dort zwei aufgeblasene Rettungsflöße. Schlechte Sicht machte es aber unmöglich auszumachen, ob sich Menschen darin befinden. Die eine Fahrtstunde entfernt stehende "Primorje" nahm unverzüglich Kurs auf die Flöße.
Quelle: Tim Schwabedissen Elbkollision II: Havarierter Chemietanker auf dem Weg nach Antwerpen
(31.01.2005) - Gegen vier Uhr 15 des 29. Januar kollidierte der britische Tanker "Stolt Fulmar" mit dem Fähranleger Blankenese und rammte dabei auch den dort liegenden Hafenschlepper "Schleppko 7". Gegen 03.00 Uhr hatte der Tanker, der eine Länge von 93,70 m und eine Breite von 16,20 m hat, mit 4.900 Tonnen 94%-iger Schwefelsäure unter Lotsenberatung den Petroleumhafen mit Ziel Antwerpen. In dichtem Nebel, kollidierte das 2001 erbaute Schiff eineinviertel Stunden später aus bislang ungeklärter Ursache mit dem Ostponton des Anlegers Blankenese und rammte dabei auch den dort liegenden Hafenschlepper "Schleppko 7". Anwohner hörten einen lauten Knall, als sich im Nebel der Tankerbug fast frontal in den Anleger bohrte und ihn ans Ufer drückte. Die Brücke zu dem Anleger knickte wie ein Streichholz zur Seite. Dann hob das Schiff den Schlepper "Schleppko 7", dessen Besatzungsich auf dem Ponton aufhielt, 1,5 Meter aus dem Wasser und drückte ihn gegen den Anleger. Der Fähranleger wurde durch die Kollision erheblich beschädigt, blieb aber mit Schlagseite schwimmfähig. Er wurde später von seinem Liegeplatz weggeschleppt. Die "Schleppko 7" wurde insbesondere im Heckbereich auf Backbordseite stark beschädigt und schlug leck. Diesel und Öl traten aus. Der Hafenschlepper konnte aber durch einen stundenlangen Lenzeinsatz der Feuerwehr ebenso wie der Ponton schwimmfähig gehalten werden. Die Wehr brachte zudem Ölschlengel aus, um ein weiteres Ausbreiten der ausgelaufenen Betriebsstoffe zu verhindern. Der Schlepper wurde inzwischen von einem Schwimmkran verholt und an den Pfählen ca. 50 Meter östlich des Fähranlegers festgemacht. Er wurde durch einen längsseits vertäuten Transportponton sowie die Lenzarbeiten der Feuerwehr stabilisiert und schwimmfähig gehalten. Wie Untersuchungen durch Taucher ergaben, wurde der Bulbsteven der"Stolt Fulmar" an Steuerbord leicht deformiert. Dort entstand ein ca. 15 cm langer Riss in der Außenhaut. Nach derzeitigen Erkenntnissen sind weder Betriebsstoffe noch Ladung ausgetreten. Der Tanker wurde am Kraftwerk Wedel festgemacht. Am 30. Januar lief er gegen sechs Uhr, bis zur Elbmündung begleitet von zwei Schleppern, wieder Kurs auf Antwerpen zum Leichtern der brisanten Ladung, dann wird sie in eine Werft gebracht. Zuvor hatten Tests ergeben, dass das Ruder wieder einwandfrei funktionierte. Möglicherweise lag ein technischer Defekt an der Ruderanlage der von Stolt-Niestlen bereederten "Stolt Fulmar" vor. Dort fehlte ein Bolzen. Technische Ermittler der Wasserschutzpolizei haben die Untersuchung aufgenommen. Ein Atemalkoholtest bei dem Tankerkapitän sowie dem Lotsen ergaben 0,0 Promille. Blankenese hat seit dem 30. Januar keinen Anleger mehr. Das auf ihm erst im Dezember eröffnete Restaurant "Fischclub" ist mitsamt dem westlichen Anleger per Schlepper ging zu einer Werft den Hansahafen. Der Gastronom des Restaurants hofft auf Schadenersatz, will die "Café Engel"-Betreiber kontaktieren: Sie hatten im Frühjahr 2002 zwei Monate lang schließen müssen, nachdem der 130-Meter-Frachter "Kasteelborg" den Anleger Teufelsbrück gerammt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Explorer" auf dem Weg nach Honululu
(31.01.2005) - Die von einer Welle schwer beschädigte "Explorer" befand sich am 31. Januar weiterhin auf Kurs Honululu und wurde dort spätestens am 1. Feburar erwartet. Alle vier Maschinen sind einsatzbereit, derzeit laufen zwei von ihnen. Die See ist 15 Fuß hoch, die Windgeschwindigkeit ist 35 Knoten. Wenn die "Explorer" in Reichweite des in Barbers Point, Hawaii, bereitstehenden C-130-Langstreckenflugzeugs der Küstenwache ist, soll der Küstenwachkutter "Jarvis" entlassen werden. Eine weitere Maschine wird in Midway Island noch einsatzklar gehalten. Die Küstenwache hält über Funk kontinuierlich Kontakt mit dem Havaristen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Elbkollision I: Wachoffizier war angetrunken
(31.01.2005) - Gegen 5.20 Uhr am Morgen des 28. Januar kollidierte auf der Elbe die 85 Meter lange flussabwärts laufende "Helm Trader", 1.939 BRZ, mit dem 226 Meter langen Containerfrachter "Clipper Glory", 36.433 BRZ. Die "Helm Trader" geriet in Höhe der Leuchttonne 84 nahe der Rhinplate auf die falsche Fahrwasserseite und krachte gegen den Richtung Hamburg laufenden Frachter. Nur mit einem Hart-Steuerbord-Manöver des 1. Offiziers der "Helm Trader" konnte Schlimmeres verhindert werden. Mit dem Backbordachterschiff touchierte er die Backbordseite des Aufkommers. Beide Schiffe wurden nur leicht beschädigt, die "Helm Trader" schlug leck. Nach ersten Ermittlungen der Wasserschutzpolizei war der Erste Offizier der "Helm Trader" angetrunken. Zudem stand er entgegen den Vorschriften allein auf der Brücke, hatte keinen Ausguck. Die Wasserschutzpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet. Die Ermittler ordneten beim 1. WO eine Blutprobe an und leiteten ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs ein. Zudem mußte er eine Sicherheitsleistung von 4500 Euro zahlen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter kollidierte mit Nord-Ostsee-Kanal-Schleuse
(31.01.2005) - Schon wieder krachte es im Nord-Ostsee-Kanal: In der Nacht zum 30. Januar rammte der Fracher "Anke Angelika" das Nordtor der Schleusenkammer des Nord-Ostsee-Kanals in Brunsbüttel. Auslöser des Rammings waren offenbar Maschinenprobleme. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor England gestrandet
(31.01.2005) - Der 33 Fuß lange Kutter "Nikki Louwith" aus Sker Point lief am 30. Januar gegen 14 Uhr bei Scarweather Sands, Porthcawl, auf Grund. Über Funk wurde gemeldet, dass durch die Schwell Wasser eindringe. Aus Porthcawl lief ein Boot der RNLI aus, dem es aber nicht gelang, den Kutter freizuschleppen. Erst dem stärkeren Rettungsboot aus Mumbles gelang es, den mit drei Mann besetzten Havaristen von der Sandbank zu ziehen. Zwei Besatzungsmitglieder wurden anschließend durchnässt und unterkühlt abgeborgen, die "Nikki Louwith" anschließend nach Porthcawl eingeschleppt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter schlug vor Irland leck
(31.01.2005) - Am Morgen des 29. Januar schlug der nordkoreanische Frachter "Lady Hassan" auf dem Weg vom irischen Cork ins Mittelmeer 20 Meilen vor der irischen Küste leck. Ein Hubschrauber der Küstenwache und ein Rettungsboot aus Ballycotton liefen zu dem mit acht Mann besetzten Havaristen aus und eskortierten ihn nach Cork zurück, wo er sicher vertäut werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Kaspischer See gestrandet
(31.01.2005) - Der in Baku beheimatete Frachter "Saatly" lief am 30. Januar bei bis zu fünf Metern Wellenhöhe vor Makhachkala, Dagestan auf Grund. Die 20-köpfige Besatzung wurde abgeborgen, das Schiff inzwischen mit Kurs auf Baku
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter treibt ohne Schraube vor Südafrika
(31.01.2005) - Der Frachter "Welfare Diana", 4.535 BRZ, verlor am 27. Januar vor Kapstadt seine Schraube. Das 1973 erbaute Schiff trieb danach auf 20 12S Länge 35 55E Breite und soll abgeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Philippinische Fähre gestrandet
(31.01.2005) - Die phillipinische Fähre "Joy Ruby" lief am 29. Januar auf dem Weg von Manila nach Coron auf eine Sandbank vor Coron, Palawan. Menschen wurden nicht verletzt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Millionenschaden: Britischer Säuretanker rammt Anleger Blankenese
(31.01.2005) Schon wieder ein schweres Säuretanker-Unglück auf der Elbe: Am frühen Samstagmorgen hat die britische "Stolt Fulmar" den Fähranleger Blankenese gerammt. Bei dem Zusammenstoß wurde der dort anliegende Schlepper "Schleppko 7" schwer beschädigt. Die Feuerwehr errichtete Sperren auf der Elbe, um zu verhindern, dass sich das ausgelaufene Öl des Schleppers auf dem Wasser ausbreitet. Es entstand ein Millionenschaden, Menschen wurden nicht verletzt.

Zwar ist die Ladung des Tankers (4900 Tonnen Schwefelsäure) nicht ausgelaufen. Doch der Anleger ist derart beschädigt, dass er in eine Werft geschleppt werden musste. Im vergangenen Juni ist bei der Havarie des Tankers "Ena 2" tonnenweise Schwefelsäure ausgelaufen (siehe Kasten).

Die "Stolt Fulmar" war auf dem Weg nach Antwerpen, als sie um 4.15 Uhr im dichten Nebel aus dem Ruder lief. Bei dem Crash entstand ein 15 Zentimeter langer Riss in der Außenhaut. Der 94-Meter-Tanker wurde darauf zunächst am Kraftwerk Wedel festgemacht. Er durfte am Sonntagmorgen in Begleitung zweier Schlepper die Reise in den Zielhafen fortsetzen. Der Schlepper wird in einer Werft repariert.

Sowohl der Kapitän als auch der Lotse hatten keinen Alkohol getrunken. Die Unglücksursache ist noch unklar. Zunächst wurde vermutet, dass die Ruderanlage des Tankers defekt gewesen sei. Doch dies konnten weder Taucher noch Techniker nach Tests bestätigen. Die Ermittlungen dauern an.

Die Wasserschutzpolizei hat ein Verfahren wegen Gefährung des Schiffsverkehrs gegen den Kapitän eingeleitet. Dazu musste er noch eine Sicherheitsleistung in Höhe von rund 3300 Euro wegen der Wasserverschmutzung zahlen.
Wie lange die Reparatur der Fähranlegers in Blankenese dauert, ist unklar. Bis dahin kann dort kein Schiff festmachen.
Bisherige Kollisionen:
28. Juni 2004 Am Abend kollidiert das mit Schwefelsäure beladene Transportschiff "ENA 2" mit einem Containerschiff, kentert später. Der Tankerkapitän war betrunken (2,1 Promille). Die schwierige Bergung läuft vom 3. bis 5. Juli. Der größte Teil der Säure fließt dabei ins Hafenbecken.
7. März 2002 Das Motorschiff "Kasteelborg" rammt den Anleger Teufelsbrück bei einem Ausweichmanöver frontal (Foto). Der Ponton reißt aus den Führungspfählen, zwei Brücken versinken in der Elbe. Drei Mitarbeiter des Cafés "Engel" bringen sich in letzter Sekunde in Sicherheit.
15. August 2001 Mit 2,8 Promille im Blut setzt ein Kapitän das Küstenmotorschiff "Stephanie S." (82 Meter) bei Krautsand auf Grund. Er kommt wieder frei, rammt dann im Neuhöfer Kanal den am Kai liegenden Frachter "Vityaz" (109 Meter).
Quelle: Peter O.Walter

Rettung von sinkender Yacht in letzter Sekunde
(28.01.2005) - Zwei Schweizer Segler wurden in der Karibik von dem slowenischen Frachter "Portoroz" aus akuter Seenot gerettet. Die beiden waren mit ihrer 15 Meter langen Yacht "Aurora" Mitte des Monats von Barbados nach St. Lucia ausgelaufen. Nachdem sie knapp 1000 Kilometer unter den Kiel gebracht hatten gerieten sie in ein Unwetter mit bis zu sechs Meter hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten um 60 km/h. Segel rissen, Wellen schlugen ein Leck in den Rumpf. Motor, Generator und elektrische Lenzpumpe fielen aus. Mit der Handpumpe versuchte das Seglerpaar Tag und Nacht, das Boot über Wasser zu halten. Ein Versuch, die beiden nach einem Notruf mithilfe eines Hubschraubers der US-Küstenwache zu retten, scheiterte. Nach vier Tagen Drift erreichte die mit 39.000 Tonnen Kohle nach Griechenland laufende, 182 Meter lange "Portoroz" die "Aurora". Bei schwerem Seegang misslang der Versuch, eine Leine auf das Boot zu übergeben. Erst im zweiten Anlauf konnten die beiden völlig erschöpften Segler von der 20-köpfigen Crew des Frachter von ihrem Boot gezogen werden. Die "Aurora" sank unmittelbar nach Abschluss der Evakuierung. Die beiden Schiffbrüchigen werden ihre Reise an Bord der "Portoroz" bis Griechenland mitmachen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schwimmende Universität "Explorer" mit 990 Mann im Sturm in Seenot
(28.01.2005) - Am 26. Januar wurde das ehemalige Kreuzfahrtschiff "Olympia Explorer", 25.000 BRZ, das als schwimmende Universtiät "Explorer" auf dem Weg von Vancouver ins südkoreanische Busan war, 650 Meilen südlich von Adak, Alaska, von einer 15 m hohen Welle getroffen. Dabei wurden die Brückenfenster eingedrückt und die nautischen Gerätschaften zum Teil zerstört oder schwer beschädigt. Außerdem fielen drei der vier Hauptmaschinen aus. Zwei Besatzungsmitglieder des mit 990 Personen besetzten Schiffes wurden verletzt. Insgesamt sind 681 Studenten, 196 Mann Besatzung und 113 Mann sonstiges Personal, darunter auch Mediziner, an Bord. Mit der verbliebenen Maschinenkraft konnte der Bug gegen die See gedreht und bei Windgeschwindigkeiten von 50 Meilen mittels Notruderanlage zunächst so gehalten werden. Die Elektrizitätsversorgung an Bord konnte aufrecht erhalten werden. Aus Dutch Harbor nahm der US-Küstenwachkutter "Jarvis" Kurs auf den 1.600 Meilen von Honululu entfernt verunglückten Havaristen. Drei Langstreckenflugzeuge stiegen aus Kodiak und Barbers Point, Hawaii, mit Kurs auf die "Explorer" auf. Vier Handelsschiffe änderten ihren Kurs in Richtung der "Explorer". Diese versuchte, die Position zu halten und den noch 12 Stunden lang andauernden Sturm abreiten. Nachdem es der Crew gelungen war, eine zweite Maschine hochzufahren, nahm das Schiff zunächst Kurs auf die 800 Meilen entfernt gelegene Inselgruppe Midway Islands. Nachdem die Situation sich stabilisierte und auch die Verletzungen der Crewmitglieder sich nicht als gravierend herausstellten, kehrte eine der HC-130-Langstreckenmaschinen nach Kodiak zurück. Die Maschine aus Barbers Point nahm Kurs auf Midway und sollte dort auf Standby bleiben, während die zweite HC 130 aus Kodiak auf Kurs zur "Explorer" blieb. Die zu Hilfe kommende Handelsschifffahrt konnte mittlerweile entlassen werden, nachdem der Westwind auf 20 Meilen abflaute. Auf der "Explorer" lag inzwischen Südostkurs an. Dadurch konnte sie mit dem unbeschädigten Heck zur gedreht werden und sollte für Notreparaturen nun doch ins entferntere Honululu laufen. Die unter Bahamas-Flagge registrierte "Explorer" war 2001 von Blohm & Voss erbaut worden. Sie ist 180 Meter lang, 25,6 Meter breit und läuft 27 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach vermissten Seeleuten vor China nach Tankeruntergang dauert an
(28.01.2005) - Nach dem Untergang des Taners "Minghui 8" vor der Küste von Shantou, Südchina, am 26. Januar wurde die Suche nach zwei vermissten Seeleuten fortgesetzt. Außerdem starteten Arbeiten zur Ölekämpfung. Das Ausmaß der Ölverschmutzung ist noch unklar. Die 53 Meter lange "Minghui 8" war mit gegen zwei Uhr morgens mit dem Frachter "Minhai 2" 7,5 Meilen östlich von Nan'ao zusammengestoßen. Sie war mit 975 Tonnen Dieselöl auf dem WEg von der ostchinesischen Fujian-Provinz nach Shantou in der Guangdong-Provinz gewesen, als sie mit dem Frachter kollidierte und binnen zehn Minuten sank. Die Schiffe gehören Reedereien in Wuhan und Fujian. Die 63 Meter lange "Minhai 102", die in Ballast fuhr, wurde nur leicht beschädigt. Es gelang ihrer Crew, einen der 13 Seeleute des Tankers zu retten. Zwei weitere wurden tot und einer verletzt von einem Helikopter geborgen. Neun Schiffbrüchige wurden von insgesamt sechs Hilfsschiffen gerettet. Ein Ölbekämpfungsschiff wurde am 28. Januar an der Untergangsstelle erwartet, wo es helfen soll, das Wrack zu leichtern. Es wird befürchtet, dass austretendes Öl die Fischbestände der Region schädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Maschinenraumexplosion auf Containerfrachter
(26.01.2005) - Am 7. Januar kam es auf dem Containerfrachter "Gilian", 10.835 BRZ, zu einer Maschinenraumexplosion. Das 1980 erbaute Schiff war auf dem Weg von Singapur nach Jakarta, als es 250 Meilen südöstlich von Singapur havarierte. Ein Bergungsschlepper sollte es auf den Haken nehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsarbeiten an gesunkener Petroleumbarge angelaufen
(28.01.2005) - Die Arbeiten zur Bergung der auf dem Chicago Sanitary and Ship Canal nach einer Explosion gesunkenen Barge gehen voran. Am 27. Jannuar wurde aus zugänglichen Tankabteilungen des Fahrzeugs durch die Küstenwache Petroleum abgepumpt. Ein lose herumtreibender Dieseltank, der nahe der Cicero Avenue Bridge gesunken war, wurde am selben Tag gehoben. Ein Sidescansonar soll weitere Trümmerteile ausfindig machen und ein genaueres Bild des Zustands der Barge liefern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge drohte im Puget-Sound zu sinken
(28.01.2005) - Im Puget-Sound südlich von Shilshole, Washington schlug am Morgen des 26. Januar eine von mehreren von dem Schlepper "Emma Foss" gezogenen Bargen mit einer Holzladung leck und begann zu krängen. Die Barge wurde zum Abwenden des drohenden Untergangs mit schwerer Schlagseite zwei Meilen südwestlich von Shilshole auf Grund gesetzt. Hier wurde vorsorglich eine Schwimmsperre um den Transporter ausgelegt, von dem aber keine Umweltgefahr ausgeht. Ein Boot der Küstenwache aus Seattle lief zur Unglücksstelle, um den Grund der Havarie zu untersuchen. Die "Emma Foss" blieb vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanalkollision: Kapitän verschwieg Leck
(27.01.2005) - Die "Annerdiep", die am frühen Morgen des 24. Januar mit dem Frachter "Assiduus" und dem Anleger der Fähre Landwehr im Nord-Ostsee-Kanal kollidierte, ist inzwischen in Hamburg eingetroffen, wo der entstandene Schaden in einer Werft repariert werden soll. Das Schiff war bei dem Zwischenfall an Steuerbord leck geschlagen.
Die "Assiduus", die mittschiffs in den Frachter gelaufen war, konnte ihre Reise nach einer Untersuchung in Kiel Richtung Ostsee fortsetzen. Sie hatte keine gravierenden Schäden erlitten.
Wie mittlerweile ermittelt wurde, begann das Unglück damit, dass die "Annerdiep" gegen 3.15 Uhr kurz vor der Passage der Fähre Landwehr zu dicht an die Böschung kam. In einer daraus resultierenden Absetzbewegung geriet sie anschließend in die Kurslinie eines aus Brunsbüttel kommenden Konvois. Fünf von sechs Schiffen hatten bereits passiert, das sechste, die "Assiduus", konnte nicht mehr aufstoppen und prallte gegen die "Annerdiep".
Diese wurde dadurch gegen den Fähranleger gedrückt, knickte dort einen Dalben um und demolierte die Fährbrücke. Die Fähre "Königsberg" lag glücklicherweise gerade auf der anderen Kanalseite. Der Fährverkehr in Landwehr ist seither unterbrochen. Gegen fünf Uhr morgens gelang es der im Anleger feststeckenden "Assiduus", sich selbst zu befreien.
Der Kieler Schlepper kam nicht mehr zum Einsatz. Nach einer Untersuchung wurde dem Havaristen die Weiterfahrt nach Brunsbüttel gestattet. Dabei verschwieg der Kapitän der Revierzentrale das entstandene Leck. Erst bei der Ankunft in Brunsbüttel wurde es von der dortigen Wasserschutzpolizei protokolliert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Jetzt 14 Tote bei Bootsunglück vor Thailand
(27.01.2005) - Zwei Tage nach dem Untergang des Speedbootes "Sea Breeze" im Golf von Thailand ist die Zahl der Todesopfer auf 14 gestiegen, darunter neun westliche Ausländer. Bei den Toten handelt es sich um fünf Thailänder vier Briten, drei Amerikaner, einen Australier und einen Schweizer. Den Ermittlungen zufolge war das Boot überladen gewesen, als es auf dem Weg von der Insel Phangan nach Koh Samui kenterte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schute auf Süderelbe gesunken
(27.01.2005) - Eines der größten Fischereifahrzeuge der im norwegischen Killybegs beheimateten Fangflotte ist am 24. Januar gesunken. Der 60 Meter lange Trawler "Paula" schlug leck und sank gegen sieben Uhr morgens. Die gesamte 11-köpfige Besatzung konnte gerettet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker im Mekong-Delta leckgeschlagen
(27.01.2005) - Der liberianische Tanker "Kasco Monrovia" rammte am 21. Januar mit einer Ladung von 30.000 Tonnen Dieselöl für den staatlichen Ölimporteuer Saigon Petrol eine Pier im Hafen von Catlai in Südvietnam. Bei der Kollision schlug der Tanker leck, und eine große Menge Öl lief in den Dong Nai River aus. Der Verkehr auf dem Fluss wurde unterbrochen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelkutter vor England gesunken
(27.01.2005) - Am Abend des 22. Januar sank auf der Bideford Bar vor Appeldore, North Devon, der 16 Fuß lange Angelkutter "Kasam" in rauer See. Das Schiff hatte in 18 Fuß hoher Schwell einen Motorenausfall erlitten und wurde dadurch zum Spielball der Wellen und der Strömung. Es gelang der dreiköpfigen Crew nicht, den Ersatzmotor zu starten. Sie sandte einen Notruf aus und schoß eine Signalrakete ab. Die Küstenwache von Swansea entsandte mehrere Rettungsboote und brachte einen Hubschrauber in Bereitschaft. Binnen Minuten war ein Boot vor Ort und rettete die drei Schiffbrüchigen wenige Augenblicke vor dem Untergang der "Kasam". Sie wurden sofort wegen Unterkühlung und Schock medizinisch betreut. nicht Saturday, January 22, 2005
Quelle: Tim Schwabedissen

Luftretter vor England im Dauereinsatz
(27.01.2005) - Am Morgen des 21. Januar meldete die Crew des britschen Kutters "Ocean Gain", dass ihr Schiff Wasser mache und dringend Hilfe benötige. Die Küstenwache von Stornoway wies die beiden Besatzungsmitglieder an, ihre Notfallortungssystem zu aktivieren, so dass die Position des Havaristen über Satellit automatisch ermittelt werden konnte. Ein Rettungshubschrauber, der gerade 150 Seemeilen westlich von Benbecula einen Seemann mit Herzanfall von dem spanischen Trawler "Atlantic E" gerettet hatte, setzte den Mann eilends in Benbecula ab, machte einen kurzen Tankstopp und stieg dann noch mit dem zuvor eingesetzten Notfallmediziner an Bord wieder auf, um Kurs auf die "Ocean Gain" zu nehmen. Dort wurde die Situation bei bis zu fünf Bf aus Nordwest und einem Meter Wellenhöhe zusehends ernster, das Schiff begann mittlerweile bereits zu sinken. Ein Nimrod-Suchflugzeug wurde ebenfalls von dem "Atlantic E"-Einsatz zur "Ocean Gain" abkommandiert, um das Schiff zu beobachten und jede mögliche Hilfe für den Hubschrauber zu leisten. Aus Barra lief zusätzlich ein Rettungsboot aus, auch der Schlepper "Anglian Prince" und einige Handelsschiffe nahmen nun Kurs auf den Havaristen. Gegen zwei Uhr morgens ging der Kontakt zur "Ocean Gain" verloren. Versuche der Küstenwache, wieder Funkkontakt zu erhalten, verliefen erfolglos. Eine Viertelstunde darauf empfing das Nimrod-Flugzeug nahe der letzten bekannten Schiffsposition ein Signal. Kurz darauf sichtete sie auf dem Wasser treibende Trümmer und Fischkisten. Der Hubschrauber war inzwischen auch vor Ort und entdeckte eine Rettungsinsel, aus der zwei Männer winkten. Kurz darauf waren sie an Bord des Hubschraubers und wurden bei ihrer Ankunft in Stornoway bereits von Krankenwagen erwartet. Einer litt an Unterkühlung. Nach der Rettung lobte die Küstenwache sowohl den Einsatz der Rettungskräfte in zwei Notfällen wie auch das umsichtige Handeln der Fischer und die gute Ausrüstung, die ihre Rettung begünstigt hatte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Verschleppung der "Sandnes" - so war's:
(27.01.2005) - Wegen einer möglicherweise missverständlichen Darstellung - für die sich der Autor in solchem Fall entschuldigt - bat die Reederei Fairplay Towage, folgende Darstellung des Schleppeinsatzes ihrer "Fairplay IX" zu veröffentlichen. Dem soll hier gerne nachgekommen werden:
Am 23.1.05 um 21:30 Uhr meldete der Kapitän unseres Schleppers FAIRPLAY IX auf Position 30 sm westlich Ijmuiden nördliche Winde mit Stärke 8 Bft , in Böen bis 10 Bft. Da der Anhang , die 166,3 m lange hochbordige SANDNES (die schon vorher durch extrem schlechte Kursstabilität auffiel), bei 4 bis 6 m hoher See äußerst heftig nach beiden Seiten ausscherte, hatte die FAIRPLAY IX die Fahrt auf ein Minimum (110 Schraubenumdrehungen = ca 25% Maschinenleistung) reduziert, um das wegen der geringen Wassertiefe aufgekürzte Schleppgeschirr nicht zu überlasten. Der Konvoy konnte so auf Position gehalten werden.
Weil sich südlich ( in Lee des Konvoys) verschiedene Offshore Plattformen befanden, die bei einem Brechen der Schleppverbindung und Vertreiben des Anhangs möglicherweise gefährdet gewesen wären, hatte unser Kapitän vorsorglich die niederländische Küstenwache über die Situation informiert, welche ihrerseits den Notfall-Schlepper WAKER zur Position auf "stand by" orderte.
Als sich die Wettersituation am Morgen des 24.Januar etwas besserte, konnte der Schleppzug, zunächst mit 120 U/min =ca 40% Maschinenleistung, seine Reise vorsichtig fortsetzen. Inzwischen haben FAIRPLAY IX / SANDNES ihr Ziel Hamburg-Neuenfelde unbeschadet erreicht. Die Schleppreise verlief also durchaus im Rahmen des Üblichen, wenn auch unter erschwerten Bedingungen. Anm. des Autors: Auf "forum-schiff.de" ist ein Foto des Schleppzugs am 26.1. auf der Elbe zu sehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Geborgene Maschine soll Aufschluss über Fährstrandung geben
(27.01.2005) - Eine Maschine der am 18. Dezember nahe Cape Brett, Neuseeland, gestrandeten Touristenfähre "Tiger III" wird jetzt aus den Wrackteilen geborgen. Sie soll untersucht werden, um die Ursache des Maschinenversagers zu ermitteln, der zum Totalverlust des Schiffes vor Paihia führte. Das Schiff, das einen Wert von 2 Millionen Dollar darstellte, war auf dem Weg zum Hole in the Rock in der Bay of Islands nahe dem Leuchtturm Cape Brett auf einen Felsen gelaufen und binnen Minuten vollgelaufen. die 63 Personen an Bord hatten sich auf die Felsen geflüchtet, von denen sie mit Hubschraubern gerettet worden. Die aus Aluminium erbaute Fähre wurde zum Totalverlust erklärt und in Stücke zerlegt binnen eines Monats von den Felsen geräumt. Dazu hatten drei Taucher und vier Arbeiter von New Zealand Diving and Salvage erst die Aufbauten demontiert, bevor der von den Felsen durchlöcherte Rumpf, ca. 50 Tonnen schwere auf eine Barge gehoben wurde. Rumpf und Maschine wurden nach Opua gebracht. Die Schiffsreste hatten nur noch Schrottwert. Die Steuerbordmaschine soll nun von einem mit der Untersuchung beauftragten Ingenieur zerlegt werden. Eine offene Frage ist, warum die "Tiger III" sich nicht mit der verbliebenen Maschine aus der Gefahrensituation hatte retten können. Der Kapitän des Schiffes galt als erfahren und wurde von der Reederei weiter beschäftigt. Die "Tiger III" wurde von einem Schiff gleichen Formats aus Bluff ersetzt, das zuvor zwischen Bluff und Stewart Island verkehrte, wo es aber den extremen Wetterbedingungen in der Foveaux Strait häufig nur schwer gewachsen war. Das 23 Meter lange Schiff wurde für drei Millionen Dollar erworben und in "Tiger V" umbenannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trotz zweimaligen Untergangs: Restaurierung von Bergungsschlepper "Elbe" wieder auf gutem Weg
(27.01.2005) - Die Restaurierungsarbeiten an dem historischen holländischen Bergungsschlepper "Elbe" gehen nach dessen zweimaligem Untergang jetzt wieder voran. Am 26. Januar wurde ein Stück des Steuerbordschanzkleids entfernt, das während einer Einsatzzeit des Schiffes als Lotsenboot vor Maryland angefügt worden war und nicht dem Originalzustand entsprach. Am 12. Feburar soll die "Elbe" in ihren künftigen Heimathafen Maasluis verholt werden. Eine Spendenaktion für das Schiff hat bislang eine Summe von annähernd 50.000 € erbracht. Die Bemühungen, die "Elbe" als Museumsschiff zu erhalten, hatten erstmals am 30. Juli 2004 einen Rückschlag erlitten, als der Schlepper nach einer Kollision in Schiedam teilweise sank. Im Oktober 2004 war die Reparatur des Rumpfes abgeschlossen und mit der Reinstallation der Maschinen in Vlaardingen begonnen worden. Zwei Wochen nach Beginn dieser Arbeiten hatte das Schiff zwei Stunden nachdem es vom letzten Arbeiter verlassen worden war, sehr schnell Wasser gemacht. Mehrere Schlepper, darunter die "Eerland 28", "Smit Ierland" und "Smit Rusland" sowie ein Taucherteam hatten versucht, ein weiteres Absinken des Schiffes zu verhindern. Ein Schwimmkran konnte nicht mehr rechtzeitig herangeführt werden. Die "Eerland 28" hatte Tauchpumpen eingesetzt, konnte jedoch auch nicht verhindern, das erst das Achterdeck, dann das Vorschiff versanken. Am 3. November 2004 wurde die "Elbe" erneut von Bergern der Firma Smit Salvage gehoben. Danach war die Zukunft der "Elbe" zeitweilig unsicher gewesen. Jetzt aber sieht es so aus, als ob die Arbeiten doch vom Erfolg gekrönt sein werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Saba gesunken
(27.01.2005) - In den Mittagsstunden des 22. Januar geriet ein Fischerboot mit vier Personen nahe Saba in Seenot. Gegen 12.20 wurde die Küstenwache alarmiert, dass ein Boot nahe der Saba-Bank sinke. Die vierköpfige Besatzung hatte über Telefon Familienangehörige über ihre Lage informiert. Der Polizeihubschrauber aus Sint Maarten lokalisierte das Boot und führte den Kutter "Jacky Jean" heran. Gegen 14 Uhr war der Havarist erreicht und die Besatzung an Bord genommen. Die "Jacky Jean" nahm ihn noch in Schlepp, doch das zu dieser Zeit bereits halbgesunkene Schiff ging wenig später gänzlich unter. Gegen 20.15 erreichte die "Jacky Jean" den Hafen von Saba. Die vier Schiffbrüchigen waren in guter Verfassung.
Quelle: Tim Schwabedissen

2000 Seevögel durch Öl der "Sea Venture II" verschmutzt
(27.01.2005) - Die Ölverschmutzung durch den leckgeschlagenen Frachter "Sea Venture II", 6.935 BRZ, hat im Großen Belt rund 2000 Seevögel betroffen. Den Tieren, die in diesem Gebiet überwintern, wurde von Umweltexperten nur eine geringe Überlebenschance eingeräumt. Sie zeigten sich betroffen, das eine vergleichsweise geringe Ölmenge eine so große Anzahl von Tieren verölte. Die "Sea Venture II", die im Kalundborg Fjord ausgepumpt wurde, ist mittlerweile ankerauf gegangen und wurde in Kalundborg eingedockt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Seeleute nach Schiffsuntergang vermisst
(27.01.2005) - Am Morgen des 26. Januar sank vor Ulsan, 414 Kilometer südlich von Seoul, der Trawler "Daehyeonho", 51 t. Sieben der 10 Besatzungsmitglieder wurden nach dem Unglück, das sich 40 Kilometer vor der Küste ereignete, vermisst. Drei wurden von nahestehenden Fischerbooten gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän nach Schlepperuntergang vermisst
(26.01.2005) - Am Morgen des 25. Januar sank gegen zwei Uhr der Schlepper "John 1:1" auf dem Mississippi bei Meile 120 nahe Destrahan, Louisiana. Zwei Mann der Crew konnten vor dem Untergang das Schiff verlassen, der Kapitän wird seither vermisst. Die US-Küstenwache entsandte ein Rettungsboot und einen Suchhubschrauber, weitere Unterstützung bei der Suche kam von einem lokalen Polizeiteam. Auf dem Fluss wurde hierfür zwischen Meile 117 und 115 eine Sicherheitszone mit Einbahnverkehr eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen

DGzRS stellte Bilanz 2004 vor
(26.01.2005) - Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat im Jahr 2004 rund 1.200 Menschen in 2.547 Einsätzen aus Seenot gerettet. Dabei legten die 61 Seenotkreuzer und Rettungsboote knapp 74.000 Seemeilen zwischen Borkum und dem Stettiner Haff zurück. Damit hat die DGzRS seit ihrer Gründung 1865 bis zum heutigen Tag rund 72.000 Menschen vor dem "nassen Tod" bewahrt. dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

Untersuchungen an gestrandeter Fregatte abgeschlossen
(26.01.2005) - Die Untersuchungen der Schäden an der am 22. Januar beim Anlaufen von Flying Fish Cove vor Christmas Island auf Grund gelaufenen australischen Fregatte "Ballarat" wurden jetzt abgeschlossen. Am 26. Januar soll von Vertretern des australischen Verteidigungsministeriums entschieden werden, ob sie aus eigener Kraft Fremantle an der Westküste anlaufen kann. Vorsichtshalber wurde die Fregatte "Canberra" in Marsch gesetzt, um die Ballarat" wenn nötig von der Insel aus zu eskortieren. Schrauben und Ruderanlage des Schiffes wurden bei der Havarie beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier gesunkene Bargen werden im Ohio-River gehoben
(26.01.2005) - Bergungsteams sind derzeit damit beschäftigt, vier bei Meile 203 auf dem Ohio River gesunkene Bargen mithilfe eines Schwimmkrans zu heben. Die Bargen waren am Morgen des 6. Januar verunglückt, als das Motorschiff "Jon J. Strong" von einer Strömung gegen die Belleville Schleuse gedrückt wurde. Ein Team der Küstenwache aus Huntington, das eigentlich die Ursache der Havarie untersuchen sollte, assistiert jetzt örtlichen Kräften bei der Regelung des Schiffsverkehrs während der Bergungsarbeiten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker sank vor China
(26.01.2005) - Ein chinesischer Tanker mit einer Ladung von 1.000 Tonnen leichtem Dieselöl kollidierte am 25. Januar 13 Meilen östlich von Nan'ao Island, China, mit einem in Ballast laufenden Frachter von 1.400 Tonnen. Der Tanker wurde so schwer beschädigt, dass er binnen zehn Minuten nahe der Küstenstadt Shantou in der Gunagdong Provinz sank. Die Besatzung musste in aller Eile das untergehende Schiff verlassen. Vier Männer wurden danach vermisst. Der Frachter schlug bei der Havarie leck, war aber nicht vom Untergang beseoht. Die Suchaktion dauert an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo vor Schweden gestrandet
(26.01.2005) - In der Nacht zum 23. Januar lief das Kümo "Vika" aus Riga auf dem Weg ins schwedische Västervik nördlich von Marsholmen auf einen Felsen. Das Schiff kam direkt neben einer aus dem Wasser ragenden Steinformation auf ebenem Kiel zu liegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hoher Sachschaden bei Kollison im Nord-Ostsee-Kanal
(26.01.2005) - In der Nacht zum 24. Januar lief im Nord-Ostee-Kanal auf Höhe der Fähre Landwehr der Frachter "Assiduus" in die Böschung. Der entgegenkommenden "Annerdiep" war es nicht mehr möglich, dem ins Fahrwasser ragenden Havaristen auszuweichen. Wenige Minuten nach der Grundberührung der "Assiduus" lief sie beim Versuch, ihn zu umrunden, aus dem Ruder und rammte sowohl die "Assiduus", den Anleger der Kanalfähre und schließlich das Kanalufer. Während es der "Assiduus" gelang, aus eigener Kraft freizukommen, musste zur Befreiung der "Annerdiep" ein Schlepper aus Kiel herbeigeordert werden. Er zog die "Annerdiep" ins Fahrwasser zurück. Der Sachschaden an beiden Schiffen sowie dem schwer beschädigten Fähranleger beträgt rund 200.000 €.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter riss sich vor Dänemark den Boden auf
(25.01.2005) - Zwischen Seeland und Fünen fiel am 21. Januar der zypriotische Frachter "Sea Venture II", 6.395 BRZ, auf, weil er Öl verlor. Das 1989 erbaute Schiff war am 15. Januar aus dem finnischen Kotka mit Ziel Casablanca ausgelaufen. Daraufhin wurde das Schiff aufgefordert, für Untersuchungen in den dänischen Kalundborg Fjord einzulaufen. Hier wurden 200 Tonnen Öl in ein anderes Schiff umgepumpt. Taucher der Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V. wurden von den Eignern beautragt, den Schiffsboden zu untersuchen. Zusammen mit der nötigen Ausrüstung für Pump- und Bergungsarbeiten wurden sie unverzüglich vor Ort gebracht. Taicher stellten an dem Boden des vor Anker liegenden Schiffes einen 40 Meter langen Riss fest. In drei der Bodentanks wurden außerdem Löcher entdeckt. Ölbekämpfungsschiffe wurden zur "Sea Venture II" entsandt, Überwachungsflüge in der Seeregion gesartet. Die "Sea Venture II" muss vor Anker bleiben, bis die Schäden repariert sind und ihr die Seefähigkeit bescheinigt wird. Die Reederei hatte eine Sicherheitsleistung von 21.500 € zu hinterlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Supertanker vor Zeebrugge gestrandet
(25.01.2005) - Am Morgen des 24. lief der Tanker "Minerva Eleonora", 103.000 tdw, auf eine Sandbank vor dem belgischen Zeebrugge auf. Am Nachmittag gelang es zwei Schleppern des Rettungs- und Schleppdienstes, den 2004 erbauten Havaristen wieder freizuschleppen. Während der Bergungsaktion war der Verkehr zum Hafen unterbrochen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schleppzug im Sturm vor Holland in Schwierigkeiten
(25.01.2005) - Das Sturmtief "Ingo" brachte einen Schleppzug vor Holland am 23. Januar in Schwierigkeiten. Der Hamburger Schlepper "Fairplay IX" befand sich mit der Hulk des Frachterneubaus "Sandnes" auf dem Weg nach Hamburg vor der holländischen Küste, als er in 4,5 Meter hohen Wellen nicht mehr gegen den mit acht Bf wehenden Wind ankam. Das Gespann hatte sich Ijmuiden auf 30 Seemeilen angenähert, als die Küstenwache den holländischen Schlepper "Waker" zum Abwenden einer möglichen Strandungsgefahr in Marsch setzte. Nach Wetterbesserung gelang es der "Fairplay IX" wieder, Fahrt aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack des vor Thailand gekenterten Boots wird untersucht
(25.01.2005) - Erste Untersuchungen am Wrack des vor Thailand gekenterten Sppedboots "Sea Breeze" haben ergeben, dass der Rumpf des Schiffes intakt ist. Das Wrack ragte mit Teilen der Aufbauten noch aus dem Wasser. Es war in einer großen Welle gekentert. Ursächlich dafür könnte aber auch eine Überladung des auf 40 Fahrgäste ausgelegten Bootes sein, das 54 Menschen an Bord hatte, als es verunglückte. Sie hatten an einer Vollmondparty auf der Insel Pa Ngan teilgenommen und wollten nach Koh Samui zurückkehren. Ein verletzter Überlebender berichtete, das Boot sei so überfüllt gewesen, dass es keinen Sitzplatz mehr gegeben habe. Die Rettungswesten seien noch an ihren Stauplätzen gewesen. Ein verletzter Überlebender sagte im Krankenhaus aus, dass niemand die Rettungswesten ausgeteilt habe. Die Insel Pa Ngan ist für diese allmonatlichen Feste mit viel Alkohol und Drogen bekannt. Die Party wird in der Regel von Tausenden Rucksacktouristen und Thailändern besucht. Bei den Toten handelt es sich um einen US-Bürger im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, zwei weitere Männer und eine Frau aus westlichen Ländern sowie drei Thailänder. An Bord waren auch Urlauber aus Schweden, Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Norwegen und Großbritannien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mehrere Tote bei Untergang thailändischer Fähre
(25.01.2005) - Am Morgen des 24. Januar kenterte ein überwiegend mit Touristen besetztes Färboot in Thailand. Dabie kamen mindestens sieben Menschen ums Leben. Ein thailändischer Fahrgast wurde noch vermisst, die Leichen eines Briten und eines Amerikaners identifiziert. Rund 30 Passagiere wurden gerettet. Nach Angaben der Polizei ist der Kapitän für den Untergang des Bootes verantwortlich. Er habe das Schiff, das nach Angaben von Überlebenden sehr schnell fuhr, verantwortungslos gesteuert. Das Schnellboot war um 5.10 Uhr Ortszeit offenkundig von einer großer Welle zum Kentern gebracht worden, als es auf dem Weg von der Insel Phangan nach Koh Samui war. Kurz darauf sank das Boot rund drei Kilometer vor der Küste Koh Samuis. Die Insel Phangan im Golf von Thailand ist bei westlichen Touristen vor allem wegen ihrer Vollmond-Partys äußerst beliebt. Auch Koh Samui gilt als eines der wichtigsten Urlauberziele in Thailand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schute auf Süderelbe gesunken
(25.01.2005) - Am Nachmittag des 23. Januar sank auf der Süderelbe im Harburger Hafen eine Schute. Menschen wurden nicht verletzt. Von dem Wrack geht keine Gefahr aus: Die 15 Meter lange und 4 Meter breite Schute war mit Schlick beladen gewesen. Über die Ursache des Unfalls lagen zunächst keine Erkenntnisse vor.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Schuten auf der Elbe gestrandet
(25.01.2005) - In der Nacht zum 22. Januar strandete zwei je 45 Meter lange und neun Meter breite Schuten am Cranzer Hauptdeich im Landkreis Stade. Der durch das Tief "Ingo" ausgelöste Sturm hatte die beiden Fahrzeuge vermutlich von ihrem Liegeplatz an der Verklappungsstelle Stoltenhorn losgerissen. Miteinander vertäut trieben sie etwa hundert Meter die Hahnöfer Nebenelbe hinauf, bis sie auf Höhe der Jugendvollzugsanstalt Hahnöfersand auf Grund liefen. Wie die Schuten geborgen werden sollen, wird derzeit untersucht. Der Landkreis Stade setzte der Firma Bohlen & Doyen, die mit den Schuten Sand zum Aufschütten der HafenCity transportierte, eine Frist von sechs Arbeitstagen gesetzt, um eine Lösung zu finden. Bei erneutem Hochwasser könnten Schlepper versuchen, die antriebslosen Schuten zurück ins Wasser zu ziehen. Dafür müsste es aber deutlich über normal aufluaufen. Eine andere Möglichkeit wäre, die Gefährte mittels aufblasbarer Gummirollen, die unter den Rumpf geschoben werden, in Richtung Fahrwasser zu transportieren. Dieses Verfahren wurde während der Zuschüttung des Mühlenberger Lochs angewandt, um Schuten aus dem seichten Wasser zurück ins Tiefwasser zu ziehen. Falls sich keine dieser Bergungsmöglichkeiten als realisierbar erweist, bliebe als letzte Möglichkeit, die Schuten mit Schweißbrennern zur zerlegen und die Einzelteile mit Kränen auf Lastwagen zu verladen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter mit schwerer Schlagseite im Ostseesturm
(24.01.2005) - Am 22. Januar geriet der griechische Frachter "Ice Prince", 7.923 tdw, auf dem Weg nach Oskarshamn in der Ostsee vor Schweden in Seenot. Die Holzladung des 131,6 Meter langen und 19,3 Meter breiten Schiffes war übergegangen, sodass eine Backbordschlagseite von 30 Grad entstanden war und das Wasser auf dem Oberdeck bereits einstieg. Es gelang dem finnischen Schlepper "Baus", der eigentlich eine Barge über die Ostsee schleppte, den Havaristen auf den Haken zu nehmen und zu einem Ankerplatz vor Oskarshamn im Kalmarsund zu bringen. Die 19-köpfige Crew des in Piräus beheimateten Frachters blieb unversehrt. Für eine mögliche Evakuierung wurden zwei Hubschrauber in Bereitschaft versetzt. Inzwischen gelang es, die Schlagseite auf 20 Grad zu verringern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre im Bosporus von Tanker gerammt
(24.01.2005) - Am 21. Januar kollidierte eine Bosporus-Fähre auf dem Weg von Ost- nach Westistanbul in der Straße von Bosporus mit einem liberianischen Tanker. Dabei wurden drei Menschen leicht verletzt. Der Tanker war in Ballast auf dem Weg nach Rumänien, als er bei schlechter Sicht die Fähre rammte. Nach dem Zusammenstoß wurde der Schifffahrtsweg gesperrt.

Kanadische Fregatte auf Grund gelaufen
(24.01.2005) - Gegen 16 Uhr lief die australische Fregatte "Ballarat", 3.600 t, am 22. Januar vor Christmas Island auf Grund. Dabei wurde die Ruderanlage beschädigt. Der gesamte Schaden an dem Schiff der Ancaz-Klasse soll am 25. Januar untersucht und dann eine Entscheidung getroffen werden, ob sie abgeschleppt werden muss oder aus eigener Kraft einen Hafen anlaufen kann. Die "Ballarat" war auf 2.600 Kilometer westlich von Perth auf Patroullienfahrt, als sie nahe Flying Fish havarierte. Die 180-köpfige Crew blieb unversehrt. Die Ursache des Unfalls wird noch untersucht. Die 118 Meter lange "Ballarat" war im Mai 2002 von einer Werft in Williamstown abgeliefert worden. Dezeit wurde sie an Bojen festgelegt, damit sie für die Untersuchung ruhig liegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Schieborg" an Eigner zurückgegeben
(24.01.2005) - Am Morgen des 22. Januar wurde der brandbeschädigte Frachter "Schieborg" von Wijsmuller Salvage B.V. an die Eigner zurückgegeben. Zuvor war sichergestellt worden, dass das Feuer gänzlich gelöscht und das Schiff gasfrei ist. Das Bergungsteam und der weiterhin auf standby liegende Schlepper "Simson" wurden entlassen, die "Simson" kehrte zu ihrer Basis zurück. Die aufwändige Bergungsaktion hatte am 8. Januar begonnen, als die brennende "Schieborg" vor Dänemark von ihrer Besatzung verlassen wurde. Bei schwierigen Wetterbedingungen war das Schiff, auf dem per Hubschrauber Brandbekämpfungsexperten abgesetzt worden waren, nach Eemshaven abgeschleppt worden. Ein erster Versuch, den Havaristen einzubringen, war am 12. Janaur an den Wetterbedingungen gescheitert. Zwei weitere Schlepper hatten assistiert, die "Schieborg" durch die von Sandbänken gesäumte Zufahrt nach Eemshaven zu bugsieren. Eine Wetterberuhigung hatte es möglich gemacht, am 14. Januar den Hafen zu erreichen. Seither wurde daran gearbeitet, die noch schwelenden Brände unter Kontrolle zu bringen und das Schiff gasfrei zu machen. Dazu wurden Experten in Gasschutzkleidung eingesetzt, die bei dem Entfernen der zerstörten Ladungsreste auf dem Wetterdeck halfen. Am 21. Januar konnte die Räumung des Decks zur vollen Zufriedenheit der holländischen Behörden und der Wagenborg-Reederei abgeschlossen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Überlebenden der "Pioneer Naya" eingestellt
(24.01.2005) - Die Suche nach Überlebenden des am 20. Januar auf dem Weg von Wladiwostok nach Korea gesunkenen südkoreanischen Frachters "Pioneer Naya" wurde am 24. Januar beendet. Bis dahin waren nur vier der 18 Mann Besatzung lebend geborgen worden. Der russische Trawler "Valeri Maslakow" brachte sie in den Hafen Nachodka in der Primorje-Region. Das Rettungsschiff "Naporisty", das sich an der Suchoperation beteiligt hatte, kehrte nach Wladiwostok zurück. An der Rettungsoperation hatten noch zwei weitere russische Schiffe teilgenommen. dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf Rheinfrachter
(24.01.2005) - Im Maschinenraum des holländischen Containerschiffes "Jowi" brach am 22. Januar auf dem Rhein bei Koblenz ein Brand aus. Das 135 Meter lange Schiff ging daraufhin nahe Rhens vor Anker. Hier bekämpften Löschboote die Flammen, die für eine heftige Rauchentwicklung gesogt hatten. Die "Jowi" war auf dem Weg nach Germersheim gewesen. Schadenshöhe und Brandursache sind noch nicht ermittelt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kümo vor St. Peter in Seenot
(24.01.2005) - In schwerem Sturm geriet vor St. Peter Ording das Kümo "Ilka" in der Nacht zum 22. Januar in Seenot. Der Frachter war durch ein Netz in der Schraube manövrierunfähig geworden und drohte im Wattenmeer zu stranden. Ein Rettungsboot der DGzRS kam dem Havaristen, der in schwerer See im Flachwasserbereich driftete, zu Hilfe und nahm ihn auf den Haken. Es gelang, die in Ballast fahrende "Ilka", die 35 Tonnen Diesel in den Tanks hatte, nach Husum einzubringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Barge mit 70.000 Tonnen Steinen in Seenot
(21.01.2005) - Auf dem Weg von Norwegen nach England geriet eine mit 70.000 Tonnen Steinen beladene Barge in Seenot. In schwerem Wetter drang bedingt durch Seeschlagschäden Wasser ein, das am Haken des deutschen Schleppers "Fairplay-23" hängende Fahrzeug entwickelte Schlagseite. Der Versuch, Esbjerg als Nothafen anzulaufen, scheiterte an schwierigen Wetterbedingungen. Daraufhin nahm der Schleppzug Kurs auf die Elbmündung, wo er am Morgen des 19. Januar am Humberkai in Cuxhaven festmachte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kanal nach Bargenexplosion geschlossen
(21.01.2005) - Nach der Explosion der EMC423-Tankbarge auf dem Chicago Sanitary and Ship Canal am Abend des 21. Januar ist der Wasserweg zwischen South Harlem Avenue Bridge und South Pulaski Road Bridge weiter für jeden Verkehr geschlossen. Die LAdung von 588.000 Gallonen Öl war für die Ameropan Oil Corporation facility in Cicero bestimmt gewesen. Die Barge gehörte der Egan Marine Corporation, die eine kleine Flotte von Bargen und Schleppern unterhält. Die Heritage Environmental Corporation wurde mit der Beseitigung von Ölschäden beauftragt. Bis zu deren Abschluss und dem Fortschreiten von Bergungsarbeiten bleibt der Ship Canal geschlossen.
Quelle: Tim Schwabedissen

14 Vermisste nach Frachteruntergang vor Nordkorea
(20.01.2005) - Auf dem Weg vom russischen Wladiwostok nach Qiingdao, China, sank in schwerer See vor der nordkoreanischen Ostküste am 19. Januar der südoreanische Frachter "Pioneernaya", 2.862 BRZ. Das Schiff hatte 4.150 Tonnen Eisen geladen. Von der 18-köpfigen Crew wurden nur vier Mann gerettet. 14 kamen wahrscheinlich ums Leben. Für die Rettungsaktion wurde es einem 5.000 Tonnen großen südkoreanischen Schiff mit Hubschraubern erstmals seit der Teilung des Landes 1948 erlaubt, ins nordkoreanische Hoheitsgebiet einzulaufen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband mit Benzin drohte auf Rhein zu sinken
(20.01.2005) - In der Nacht zum 19. Januar lief der Schuber "Regensburg" mit einem Verband von Bargen mit 2.300 Tonnen Industriebenzin auf dem Rhein bei Guntersblum auf Grund. Das Schiff einer Wiener Reederei war auf dem Weg von Rotterdam zur BASF in Ludwigshafen. Vor Nackenheim kam es offenbar zu einer Grundberührung. Auf Höhe Guntersblum bemerkte der Kapitän das Leck und drehte aus dem Fahrwasser heraus, um zu verhindern, dass der Verband mit der gefährlichen Ladung sinkt. Am Flussufer setzte sein Schiff auf. Als die Feuerwehr gegen 3 Uhr einen Kilometer nördlich des Guntersblumer Fähranlegers eintraf, war ein Boot der Wasserschutzpolizei bereits bei dem Havaristen. Das Wasser stand einen halben Meter hoch im Maschinenraum der "Regensburg". Zunächst gingen die Einsatzkräfte von einem Gefahrgutunfall aus, doch dann stellte sich heraus, dass die Ladung nicht gefährdet war. Ein Großteil der rund 50 Feuerwehrfahrzeuge, die gemäß dem "Alarmplan Rhein" in Marsch gesetzt worden waren, konnte wieder abrücken. Zwei Boote und drei Tauchpumpen aus Oppenheim pumpten sechseinhalb Stunden lang 3.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiffsrumpf. Bis 10 Uhr waren 1.170 Kubikmeter Wasser gelenzt. Danach war der Wasserstand im Maschinenraum so weit gesenkt, dass nur noch das weiter eindringende Wasser abgesaugt werden musste. Nun konnte der Havarist in den Oppenheimer Hafen geschleppt werden. Dazu nahm ein niederländisches Containerschiff die "Regensburg" längsseits und schleppte sie stromaufwärts. 15 Feuerwehrleute aus Oppenheim begleiteten den Havaristen und pumpten auch während der Fahrt weiter. Taucher einer Mannheimer Spezialfirma machten sich am Nachmittag in Oppenheim daran, das 20 Zentimeter lange und 5 Zentimeter breite Loch direkt am Kiel abzudichten. Weil das Einsatzende nicht absehbar war, baute die Feuerwehr erneut ihre Lichtmasten auf. Wenn das Leck provisorisch abgedichtet und eine Fahrgenehmigung durch die Wasser- und Schifffahrtsdirektion ausgesprochen ist, wird die Benzinladung nach Ludwigshafen gebracht und dort gelöscht. Dann geht die "Regensburg" für die endgültige Reparatur in eine Werft. Die Schadenshöhe ist noch nicht beziffert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Atlantic City gesunken
(20.01.2005) - Am 19. Januar schlug der 45 Fuß lange Kutter "Chico Bravo" 20 Meilen vor Atlantik City leck und sank. Die zweiköpfige Crew flüchtete in eine Rettungsinsel. Gegen 14 Uhr empfing die örtliche Küstenwache Signale des von den beiden mitgeführten Notpeilsenders. Daraufhin startete ein Rettungshubschrauber, der Küstenwachkutter "Ibis" sowie ein Rettungsboot aus Atlantic City nahmen Kurs auf die gefunkte Position. Der Kutter "Captain Tollet" sichtete als erstes die Rettungsinsel, aus der die Schiffbrüchigen winkten. Eineinhalb Stunden nach dem Untergang der "Chico Bravo" war die "Ibis" vor Ort und setzte ein Boot aus, mit dem die beiden Männer in bis zu acht Fuß hoher See aus der Insel gezogen und an Bord des Küstenwachbootes zur weiteren Betreuung gebracht wurden. Sie lief anschließend Atlantic City an, wo die Fischer in ein Krankenhaus gebracht wurden. Die Ursache des Untergangs der "Chico Bravo" ist noch nicht bekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarierter Kutter trieb einen Tag vor New Jersey
(20.01.2005) - Am 17. Januar geriet geriet gegen sieben Uhr der 86 Fuß lange Kutter "Provider" vor New Jersey in Seenot. 80 Meilen vor Beach Haven brach der Ruderschaft und ließ das Boot manövrierunfähig werden. Außerdem drang Wasser ein, das aber von vier Lenzpumpen in Schach gehalten werden konnte. Ein Suchflugzeug ortete den Havaristen zweieinhalb Stunden später und führte den Küstenwachkutter "Mako" aus Cape May heran. Seit Eintreten des Seenotfalls war die "Provider" bei 35 Meilen Windgeschwindigkeit und bis zu 14 Fuß hohen Seen bereits 40 Meilen auf See hinausgetrieben. Wegen der schwierigen Wetterbedingungen erwies sich ein Abschleppen durch die "Mako" als unmöglich. Knapp 24 Stunden nach der Havarie erreichte der 210 Fuß lange Küstenwachkutter "Dependable" aus Cape May die Szene. Ihm gelang es eineinhalb Stunden später, eine Schleppverbindung aufzubauen. Bei etwas ruhiger gewordener See machte sich der Schleppzug mit einer Geschwindigkeit von drei Knoten auf den Weg nach Rhode Island, dem Heimathafen der "Provider".
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper verlor Ruder
(20.01.2005) - Am Vormittag des 16. Januar verlor der 110 Fuß lange Schlepper "Dorine Brusco" 16 Meilen westlich der Mündung des Queets River, Washington, sein Ruder und schlug leck. Ein Helikopter der Küstenwache aus Astoria, Oregon, sowie ein Rettungsboot aus Quillayute River nahmen auf den Notruf des Schleppers hin Kurs auf den manövrierunfähig in 12 Fuß hoher See treibenden Havaristen. Die Crew berichtete, dass sie zwar das Wasser nicht lenzen könne, aber das Schiff durch Umpumpen von Öl zwischen verschiedenen Tanks stabilisiere. Bis der Schlepper "Edward Brusco" aus dem fünf Fahrstunden entfernten Grays Harbor, Washington, eingetroffen war, machte das Rettungsboot standby. Gegen 18 Uhr stand eine Schleppverbindung, und die "Dorine Brusco" wurde nach Port Angeles gezogen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölbarge in Chicago explodiert
(18.01.2005) - Eine mit 13.000 Barrels Öl beladene Barge aus Chicago explodierte und sank am 19. Januar im Chicago Sanitary and Ship Canal an der Südwestseite der Stadt. Ein Crewmitglied wurde nach dem Unglück vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Feuer auf "Seven Seas Navigator" führte zu Blackout
(19.01.2005) - Am 16. Januar brach auf dem Kreuzfahrtschiff "Seven Seas Navigator" der Radisson Seven Seas Cruises in der Karibik ein Feuer im Generatorenraum aus. Es gelang zwar, die Flammen schnell zu löschen, doch es kam zu Schäden an Elektrokabeln, die zu einem kompletten Zusammenbruch der elektrischen Versorgung des Schiffes führten. Vorsorglich wurden die Passagiere zu den Bootsstationen gerufen. Sie befanden sich auf einer 10-Tage-Kreuzfahrt. Der für 542 Passagiere ausgelegte Havarist sollte am 19. Januar mit verminderter Geschwindigketi Fort Lauderdale erreichen. Die anschließende Kreuzfahrt wurde bereits abgesagt. Aus Europa werden Techniker eingeflogen, um zunächst die Schaden an der E-Anlage zu reparieren.h dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

"Vicuna"-Bug wird geschrottet
(19.01.2005) - Im brasilianischen Hafen Paranaga schreitet die Räumung des Wracks des von einer Explosion zerrissenen Tankers "Vicuna" voran. Jetzt gelang es dem Schwimmkran "Taklift 6", den Bug des Schiffes zu heben. Es wurde auf Deck der Barge "Superpesa V" abgesetzt. Die letzte Reise der Schiffssektion geht zu einem Abwracker.(
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff rammte Ufer des Mittellandkanals
(19.01.2005) - Am 15. Januar lief ein den Elbe-Seitenkanal Richtung Norden passierendes Binnenschiff am Zusammenfluss mit dem Mittellandkanal aus dem Ruder und rammte die stählerne Spundwand des Kanalbettes auf Höhe Edesbüttel. Das mit über 2.000 Tonnen Kohle beladene und zusätzlich mit einem Schubleichter gekoppelte Schiff wollte gegen 16 Uhr an der sogenannten Trompete Richtung Braunschweig abbiegen, kam aber nicht um die Kurve. Auf dem Frachter wurde die Pollerbank hochgedrückt. Am Kanalufer war der Schaden größer: Hier wurde die Spundwand auf einer Länge von 19 Metern zerstört. Bei anschließenden Tauchgängen wurde festgestellt, dass außerdem zwei Spundanker gerissen waren, die die Spundwände im Uferbereich verankern. Eine Instandsetzung muss rasch erfolgen, da duch den erhöhten Druck weitere Anker reißen könnten oder das Ufer unterspült würde. Dazu ist es notwendig, alle beschädigten Stahlträger komplett auszutauschen. Der Schaden wird auf rund 50.000 € beziffert. Ursache der Kollision war entgegen erster Annahmen nicht ein Ruderversager, sondern ein Fahrfehler. Der Rudergänger hatte "die Kurve nicht gekriegt", wie der Leiter des Uelzener Wasser- und Schifffahrtsamtes sagte. dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

Bastelarbeiten auf "Selendang Ayu"
(19.01.2005) - Mittlerweile spürbar abseits des großen Medieninteresses setzten Helfer in den vergangenen Tagen ohne Unterlass die Ölbekämpfungsarbeiten an den Stränden rund um Unalaska Island fort, wo der Frachter "Selendang Ayu" im Dezember auf Grund lief. Derzeit laufen Reinigungsarbeiten in den Buchten von Unalaska, Skan, Portage, Humpback sowie in Captain's Bay. Dabei wurden seit dem 15. Januar weitere 2.000 Säcke mit Ölschlamm und damit bislang über 17.000 Säcke mit Ölabfall gefüllt. Außerdem wurden bislang insgesamt 735 tote Vögel eingesammelt. Die Bergungsteams an Bord der "Selendang Ayu" waren derweil damit beschäftigt, aus Stahlteilen wie z.B. abgeschweißten Verblendungen von Schotts zunächst einen Kofferdamm, dann weitere Schutzschilde auf dem Achterschiff zu basteln. Sie sollen die Einstiege zu den Öltanks gegen überkommende Seen vor allem an der Steuerbordseite schützen. Die zunächst zusammengeschweißten meterhohen Kofferdämme wurden dabei zusätzlich mit Barrieren umstellt. Bislang wurden über 40.000 Gallonen Öl und gut 2.600 Gallonen Diesel aus den Tanks entfernt und mittels eines Schwerlasthubschraubers in Sammelcontainern an Land gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Überlebender berichtet von "Big Valley"-Untergang
(18.01.2005) - Die US-Küstenwache setzte am 16. und 17. Januar mit einem Hubschrauber, einem Flugzeug und dem Kutter "Sherman" unterstützt vom Truppentransporter "Stimson" und Privatschiffen ihre Suche nach drei vermissten Seeleuten in der Beringsee fort. Zwei von ihnen stammen von der gesunkenen "Big Valley", ein weiterer ging auf dem Seattler Kutter "Sultan" 150 Meilen westlich von St. Paul über Bord. 70 Meilen vor St. Paul war die "Big Valley" bei den Pribilof Islands gesunken. Der bislang einzige Überlebende, der Fischer Seel, wurde am 16. Januar von einer Klinik in St. Paul nach Kodiak, den Heimathafen der "Big Valley", zurückgeflogen.

Er berichtete, dass das Schiff zunächst stark gerollt hatte und sich dann schnell auf die Seite legte. Die Besatzung hatte noch geschlafen vor dem geplanten Ausbringen des Fanggeräts. Seel half noch einem anderen in einem Schiffsraum eingeschlossenen Crewmitglied, ins Freie zu kommen, dann legte die Besatzung Überlebensanzüge an. Der Kapitän teilte außerdem Peilsender aus. Der Peilsender des Bootes selbst alarmierte die Küstenwache gegen sieben Uhr morgens.

Einige Männer fürchteten, mit dem Schiff unterzugehen und gingen an Deck, um ihre Anzüge anzuziehen. Auf dem schrägen Deck rutschten sie aber mit den Anzügen in den Händen in die aufgewühlte See. Einmal im Wasser, war es fast unmöglich, die Anzüge noch anzuziehen. Seel hielt sich nach dem Anlegen des Anzugs am sinkenden Schiff fest, bis er eine Rettungsinsel ausmachte, die sich zunächst im Rig des Schiffes verfangen hatte, dann aber freikam. Er schwamm zu ihr hinüber und trieb darin, bis ein Hubschrauber ihn entdeckte.

Die Untersache des Untergangs der "Big Valley", die im vergangenen Sommer als Plattform für unterwasserarchäologische Wrackuntersuchungen gedient hatte, wird nun Gegenstand von Untersuchungen. Nach einem umfangreichen Umbau hatte sie erst unlängst Stabilitätstests durchlaufen. Bei den letzten Untersuchungen von Krebsfängern in Durch Harbor war die "Big Valley" allerdings auf See. Die zahlreichen Unglücke in der Beringsee haben zu fortlaufenden Verbesserungen von Schiffssicherheit und -stabilität geführt, dennoch bleibt die Krebsfischerei riskant.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erste Kollision in der Geschichte der Zürichsee-Fähre
(18.01.2005) - Am Abend des 13. Januar kam es zum ersten Mal in der Geschichte der Zürichsee-Fähre zu einer Kollision. Bei dem Zusammenstoß der Fähren "Burg" und "Meilen" entstand ein Schaden von 30.000 Schweizer Franken. Das Unglück ereignete sich, als die "Burg" ohne Fahrgäste vom Anleger Horgen die dort gerade eingetroffene "Meilen" umrunden wollte. Eine der beiden Schrauben steuerte unvermittelt um, wodurch die Fähre auf ihr Schwesterschiff zudrehte. Als er die Manövrierunfähigkeit seines Schiffes bemerkte, reagierte der Kapitän, indem er den Motor abstellte, um die Fahrt zu drosseln. Die Kollision war aber nicht mehr zu verhindern – die "Burg" rammte die "Meilen" am Steuerbord-Vorschiff und riss Relings und Schanzkleid auf einer Länge von mehreren Metern ab. Die "Burg" wurde nur geringfügig beschädigt, ebenso wie ein Auto, das am Anleger stand und auf die die "Meilen" gedrückt wurde. Weil die "Meilen" tiefer im Wasser lag, ging der Aufprall glimflich aus. Die "Meilen" konnte nach einer Kontrolle zum Löschen der Ladung ans andere Ufer fahren und anschließend nach Horgen zurückkehren. Dort wurde am 14. Januar das beschädigte Schanzkleid gerichtet und provisorisch befestigt. Am selben Abend konnte die "Meilen" wieder in Betrieb genommen werden. Die "Burg" wurde bis zum Abschluss der Untersuchungen außer Betrieb genommen. Ersten Vermutungen zufolge kann ein ausgefallener Steuerkreis der Propeller-Steuerung der Grund für den Unfall sein. Die Untersuchungen dürften mehrere Tage dauern. Menschliches Versagen kann nach bisherigem Ermittlungsstand ausgeschlossen werden. Alkoholtests der Seepolizei ergaben für alle Mitglieder der dreiköpfigen Crew einen Wert von 0,0 Promille. dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

Raddampfer auf Mississippi in Kollision
(18.01.2005) - Am 16. Januar kollidierte der Raddampfer "Cahun Queen" auf dem Mississippi mit der New Orleans-Fähre. Das Unglück ereignete sich, als der Nachbau eines Flussschiffes aus dem 19. Jahrhundert das French Quarter anlaufen wollte. Der Raddampfer erlitt geringe Schäden an der Steuerbordseite.P
Quelle: Tim Schwabedissen

"Rocknes" künftig stabiler
(18.01.2005) - Seitlich angebrachte Schwimmkörper, sogenannte Sponsonen, sollen der "Rocknes" künftig mehr Stabilität verleihen. Diese Arbeiten werden gegenwärtig auf der polnischen Remontowa-Werft durchgeführt. Dies ist eine der Maßnahmen, die dem Schiff künfitg mehr Auftrieb und Kentersicherheit verleihen sollen. Die "Rocknes" liegt seit Mai 2004 in der Werft, nachdem sie im Januar 2004 bei Bergen nach einer Grundberührung gekentert war und 18 Seeleute in den Tod riss. Die Reparatur- und Umbauarbeiten sollen im Juni 2005 abgeschlossen sein.wieder einsatzbereit sein. (17-01-2005)
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Tote bei Tankerfeuer
(18.01.2005) - Auf dem Chemietanker "Isola Azzura", 13.800 tdw, brach am 15. Januar zwischen Caliari und Leghorn ein Feuer aus. Es gelang zwar, der Flammen im Vorschiff rasch Herr zu werden, jedoch kamen ein Bootsmann und ein Offizier indischer Nationalität bei dem Brand ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schleusenkollision verursachte hohen Sachschaden
(18.01.2005) - Bei der Kollision des auf dem Weg von Amsterdam nach Helsinki mit der neuen Brunsbütteler Nordschleuse kollidierten Frachters "Baumwall" ist am 9. Januar am Schleusenbauwerk ein Schaden von 800.000 € entstanden. 12 Meter der Kaimauer wurden beschädigt, außerdem sind die Träger des Schleusentores verbogen, und das eingedrückte Schelsuentor, das erst kürzlich überholt worden war, muss wohl zur Reparatur erneut gedockt werden. Dies gab das Wasser- und Schifffahrtsamt eine Woche nach dem Unglück bekannt. Ermittlungen ergaben, dass ein gebrochener Stift in der Verstellpropelleranlage dem Schiff beim Einlaufen automatisch vollen Schub gab. Trotz Notankerung konnte die "Baumwall" nicht mehr aufgestoppt werden und kollidierte mit der bereits in der Schleuse vertäuten "Anja Funk", die Steuerbord achtern im Aufbaubereich beschädigt wurde. Anschließend setzte die "Baumwall" ihre Amokfahrt fort, bis sie im Schleusentor zum Stehen kam.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm in der Ägäis führte zu weiteren Havarien
(18.01.2005) - Im Hafen von Lesbos verursachte der Sturm, in dem auch der 38 Jahre alte, nordkoreanische Frachter "Lady O" sank, die Kollision zweier Frachter. Der Sturm war mit bis zu 12 Bf über die Ägäis gezogen. Nach fünf vermissten Besatzungsmitgliedern der "Lady O", 1.650 BRZ, wurde noch gesucht, nachdem drei weitere Überlebende am Vortag von einem Hubschrauber gerettet werden konnten. Das mit Eisen auf dem Weg von Evian nach Istanbul befindliche Schiff hatte am Abend des 16. Januar Notrufe gefunkt, nachdem es Schlagseite entwickelt hatte. Der Fährbetrieb in der Region wurde nach weiteren kleineren Zwischenfällen bis zum Abflauen des Sturms eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Neun Tote bei Untergang chinesischer Fähre
(18.01.2005) - Eine chinesische Fähre kenterte am 15. Januar nach Kollision mit einem Frachter in der Guandong Provinz. Dabei kamen neun Passagiere ums Leben. Die Fähre war mit 14 Fahrgästen und zwei Mann Besatzung im Humen Township von Dongguan City unterwegs, als sie mit dem mit hoher Fahrt laufenden Frachter, der Sand und Steine transportierte, zusammenstieß und kurz darauf umschlug. Rasch lief eine Rettungsaktion an, in der sieben Personen lebend und zwei tot geborgen werden konnten. Später wurden auch die weiteren Opfer geborgen und auch die Fähre bereits gehoben. Derzeit laufen Bemühungen, die Identität der Opfer festzustellen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Acht Vermisste nach Frachteruntergang in Ägäis
(17.01.2005) - Während eines über Griechenland hinwegziehenden Sturmes kenterte in der Nacht zum 17. Januar in der Ostägäis ein nordkoreanischer Frachter. Wenig später sank das Schiff nahe der Insel Psara. Rettungskräfte konnten zwei Besatzungsmitglieder lebend bergen. Weitere acht Besatzungsmitglieder wurden vermisst sind wahrscheinlich ums Leben gekommen. dpa/online vom 17.01.2005 07:56
Quelle: Tim Schwabedissen

"Schieborg" sicher in Eemshaven
(17.01.2005) - Am 15. Januar erreichte der Schleppverband mit dem am 8. Januar in Brand geratenen Ro/Ro-Frachter "Schieborg" Eemshaven. Zunächst war ein fünfstündiger Transit durch den Zugangskanal zu einer Position zwei Meilen vor den Außenpiers von Eemshaven zu absolvieren. Der Havarist wurde mit den Kopfschleppern "Fenja" und "Frigga" sowie dem Steuerschlepper "Esvagt Gamma" geschleppt. Die Schlepper "Neftegaz 57" und "Simson" standen zur Unterstützung bereit. Das Gewässerschutzschiff "Mellum" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven nahm während des gesamten Schleppvorganges für das Havariekommando die Aufgabe der Einsatzleitung vor Ort wahr. Die "Mellum" befand sich in ständigem Kontakt mit dem Einsatzstab des Havariekommandos in uxhaven. Das Gasschutzschiff "Gustav Meyer" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden hatte die Aufgabe der Verkehrssicherung und stand als Einsatzfahrzeug für die Schiffsbrandbekämpfung bereit. Für den Einsatzfall wurden Schiffsbrandbekämpfungstrupps der Feuerwehren Emden und Wilhelmshaven bereit gehalten. Die brandgeschwärzte "Schieborg" wurde nach Erreichen der holländischen Küste gegen 16 Uhr auf Dukegat-Reede nahe Eemshaven vor Anker gelegt. Die "Esvagt Gamma" wurde hier entlassen. Nach einer Sicherheitskontrolle durch niederländische Behörden ging die "Schieborg" gegen 19 Uhr wieder ankerauf und wurde mit dem Heck voran in den Hafen geschleppt. Hier kam sie gegen 21 Uhr an und war um 21.50 fest. Am Kai wurde unverzüglich mit den Aufräumungs- und Nachlöscharbeiten begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Loreley"-Havarie geht vor Gericht
(17.01.2005) - Im Zusammenhang mit der Havarie des Fahrgastschiffes "Loreley" im Herbst 2003 hat die Staatsanwaltschaft Koblenz jetzt einen Strafbefehl gegen den 58-jährigen Schiffsführer beantragt. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Körperverletzung in 59 Fällen. Der Schiffsführer hätte durch entsprechende Fahrmanöver eine Havarie vermeiden können. Zudem habe er es versäumt, die Passagiere über die vorhandene Notrufanlage zu warnen. Der Schiffsführer selbst hatte angegeben, es habe sich bei der Havarie um ein unabwendbares Ereignis gehandelt. Er legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Damit wird es zu einem Prozess vor dem Amtsgericht St. Goar kommen. Das Fahrgastschiff Loreley war am 28. September 2003 nach einer Grundberührung nach Backbord aus dem Fahrwasser gedriftet und gegen das felsige Rheinufer geprallt. 59 der 349 Fahrgäste waren zum Teil erheblich verletzt worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Humber gerammt
(17.01.2005) - Der 13 Meter lange Kutter "Aquarius" kollidierte vor England am 16. Januar mit dem in Ballast nach Teesport fahrenden Tanker "Alpha Germania", 56.000 BRZ. Die mit drei Mann besetzte "Aquarius" wurde durch den Zusammenstoß manövrierunfähig und musste von dem Trawler "Rejoice" in Schlepp genommen werden. Vorsorglich lief aus Humber ein Rettungsboot aus. Ein Rettungshubschrauber aus Boulmer brachte Lenzpumpen zum Havaristen. Die unter Bahamas-Flagge laufende "Alpha Germania" wurde nicht nennenswert beschädigt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter saß im Bismarck-Archipel fest
(17.01.2005) - In Komalu Bay, Pappua Neu Guinea, lief der 113 Meter lange Frachter "HCH Ocean", 8.027 tdw, am 15. Januar auf Grund. Der Schlepper "Pacific Hawk" kam dem im Bismarck Archipel, New Ireland, festsitzenden Havaristen zu Hilfe, schleppte ihn erst frei und eskortierte ihn anschließend nach Rabaul. Hier soll das Unterwasserschiff inspiziert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank im Nordpazifik
(17.01.2005) - In der Bering-See sank am Morgen des 15. Januar der 92 Fuß lange Krebsfischer "Big Valley" aus Kodiak 70 Meilen westlich von St. Paul Island. Ein Notsignal alarmierte die US-Küstenwache. Es gelang einem Hubschrauber der Küstenwache, einen Mann aus der See und einen aus einer Rettungsinsel zu bergen. Ein dritter Mann wurde von der "Stimson" der Alaska State Trooper aus dem Wasser gezogen. Einer der drei war bereits tot, ein anderer starb nach der Rettung. Die restlichen drei Mann der Besatzung wurden vermisst. Die Küstenwachboote "Sherman" und "Stimson" sowie etliche Fischkutter suchten weiter nach ihnen. Im Seegebiet herrschten Winde um 35 Knoten und eine Wellenhöhe von 15-18 Fuß.
Quelle: Tim Schwabedissen

Beschädigte "Chicoutimi" überquert Atlantik auf dem Trockenen
(17.01.2005) - Das vor drei Monaten durch ein Feuer schwer beschädigte kanadische U-Boot "Chicoutimi" verließ jetzt die Gewässer Schottlands an Bord des norwegischen Frachters "Eide", einem absenkbaren Spezialtransporter. Für die Fahrt nach Halifax, Nova Scotia, befindet sich nur eine Restcrew von einem halben Dutzend Mann an Bord. Die Überquerung des Nordatlantiks soll rund zwei Wochen dauern. Als die "Chicoutimi" im Oktober 2004 bei ihrer Jungfernfahrt unter kanadischer Flagge in Brand geriet, war ein Mann ums Leben gekommen. Seither war das Boot in Faslane untersucht und teilweise repariert worden. In Halifax soll es endgültig wiederhergestellt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Hai beißt in Schlauchboot nahe einer Kinder-Regatta
(15.01.2005) In unmittelbarer Nähe einer Segelregatta für Kinder hat in Südaustralien ein Hai ein Schlauchboot mit Sicherheitskräften attackiert und ein Loch in die Hülle gebissen. Verletzt wurde bei der Attacke des drei Meter langen Tiers am Freitag in Port Phillip Bay nahe Melbourne niemand.
Der Hai war im seichten Wasser gesichtet worden, als 117 Kinder im Alter von acht bis 13 Jahren in ihren Segelbooten unterwegs waren. Mehrere Schlauchboote mit Helfern, die zur Aufsicht auf dem Wasser waren, versuchten, das Tier abzudrängen. Daraufhin biss der Hai in eins der Boote, doch keiner der fünf Insassen wurde verletzt.
Erst im Dezember hatte ein großer weißer Hai einen 18-jährigen Surfer vor den Augen seiner Freunde getötet. Tage zuvor war ein Tauscher von einem Hai tot gebissen worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Schieborg" am 15. Januar im Hafen?
(14.01.2005) - Der Frachter hat Papierrollen und Kalziumkarbid geladen. Letzteres kam, wie das Havariekommando vom niederländischen Bergungsteam erfuhr, mit Wasser in Kontakt und entzündete sich.
In Höhe des Hubertgatts ist es dem zehnköpfigen Bergungsteam an Bord der "Schieborg" offenbar nun gelungen, Flammen und Glutnester zu abzulöschen. Eine Wärmebildkamera dokumentierte, dass es nirgends an Bord mehr wärmer als 4 Grad ist. Das Schiff soll vom Kopfschlepper "Esvagt Gamma" sowie dem dänischen Schlepper "Frigga" und den holländischen Schleppern "Simson" und "Fenja" als achtern vertäuten Steuerschleppern am 15. Januar nach Eemshaven eingebracht werden. Die russische "Neftegaz 57" blieb als Ersatz auf Standby. Die Arbeit, den Havaristen nach Eemshaven zu bringen, wurde dadurch erschwert, dass das Ruder unmittelbar vor dem Maschinenausfall hart backbord gelegt worden war. Obendrein herrschten vor Ort mit Windstärke 7 bis 8 und einer Wellenhöhe von drei Metern weiterhin schwierige Wetterbedingungen. Messungen an Bord ergaben derweil eine unbedenkliche Schadstoffkonzentration. Die Feuerlösch-Container des Gas-Schutzschiffes "Gustav Meyer" aus Emden wurden an das Mehrzweckschiff "Mellum" übergeben und d.ie "Gustav Meyer" bereits aus dem Einsatzgebiet entlassen. Die gesamte Bergung liegt in niederländischen Händen. Das Havariekommando war präventiv tätig geworden, doch es hieß in Cuxhaven, "die Niederländer haben das im Griff". Da auch das Wetter sich bessern soll, stehen die Chancen also nicht schlecht, dass die Odyssee der "Schieborg" am 15. Januar endet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiff mit Hilfsgütern für Tsunami-Region gesunken
(14.01.2005) - Ein Schiff mit indonesischen Helfern und Hilfsgütern kollidierte am 14. Januar auf dem Weg in die Katastrophenregion Aceh mit einem Schiffswrack und sank. Alle 30 Mann an Bord konnten sich schwimmend retten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawlercrew nach Handynotruf gerettet
(14.01.2005) - Der Liverpoooler Trawler "Siskin" sandte über ein Mobiltelefon am 13. Januar ein Mayday aus. Die Besatzung musste 10 Meilen westlich von St. Bees Head in eine Rettungsinsel gehen, als ihr Schiff kenterte. Ein Rettungsboot aus Workington war als erstes vor Ort und barg die drei Schiffbrüchigen. Ein Rettungshubschrauber brachte sie anschließend nach St. Bees Head, wo sie vom Whitehaven Coastguard Rescue Team betreut wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Nordsee gibt die "Schieborg" nicht her
(14.01.2005) - Die Bergung des auf der Nordsee brennenden Frachters verzögert sich weiter. Frühestens am 14. Januar kann die "Schieborg" ins niederländische Eemshaven geschleppt werden. Das Schiff liegt derzeit 25 Kilometer westlich der ostfriesischen Insel Borkum. Bevor nicht alle Brandnester erloschen sind, wird das Schiff nicht in den Hafen fahren, hieß es am 12. Januar. Die Berger warten derweil auf Unterstützung aus Dänemark. Von dort wurde ein größeres Schlepper angefordert. Schwere See, heftige Winde und neu entflammte Brände behindern seit Tagen die Bergung der havarierten "Schieborg". Mehrfach rissen die Trossenverbindungen zu den Steuerschleppern. Ein zunächst für den 12.1. angekündigtes Schleppmanöver wurde wegen bis zu drei Meter hoher Wellen abgebrochen. Zwei große Hochseeschlepper halten den Havaristen bis auf weiteres auf Position. Das Havariekommando in Cuxhaven hatte am Abend des 12. Januar vorsorglich das deutsche Notfallsystem aktiviert. Das Mehrzweckschiff "Mellum", das Gewässerschutzschiff "Gustav Meyer" aus Emden und der Seenotkreuzer "Alfried Krupp" aus Borkum sind vor Ort. Zudem halten sich Schiffsbrandbekämpfungstrupps in Emden und Wilhelmshaven in Alarmbereitschaft. Ölaufklärungsflugzeuge kontrollieren das Seegebiet auf mögliche Umweltverschmutzungen hin. Die "Schieborg" hatte Papierrollen und die Chemikalie Kalziumkarbid geladen und war unterwegs von Göteborg ins belgische Zeebrugge. Als am Abend des 8. Januar bei stürmischer See Ladung verrutschte, kam es zu einem Brandausbruch in der Trailerladung 50 Meilen westlich von Hvide Sande. Die "Esvagt Omega" und "Esvagt Gamma" eilten aus nahen Ölfeldern herbei und erreichten das Schiff gegen 00.15 Uhr des 9. Januar. Da der Helikopter wegen des Wetters die bereits in einem geschlossenen Rettungsboot befindliche Crew nicht retten konnte, nahm die "Esvag Omega" die Männer auf, während ihr Schwesterschiff sich im Hintergrund bereit hielt. Es war nicht möglich, in der hochgehenden See das Boot längsseits zu nehmen. So mussten die Schiffbrüchigen in ihren Überlebensanzügen in die See springen und einzeln von einem Boot des Versorgers aufgepickt werden. Als erstes wurden die drei am schwersten verletzten geborgen und auf den Schlepper gebracht. Danach folgten drei weitere Fahrten mit jeweils vier geretteten. Danach nahm die "Esvagt Omega" Kurs auf Esbjerg, wo sie gegen acht Uhr eintraf. Die "Esvagt Gamma" folgte derweil der treibenden "Schieborg". Es gelang, einen Anker auszubringen, der dann von einem sogenannten Kettenjäger eingefangen werden sollte. Doch bei einer Wassertiefe von 30 Metern hing die Kette senkrecht am Bug des Frachters herunter und konnte so nicht aufgenommen werden. Die "Schieborg" driftete derweil mit drei Knoten ostwärts. 10 Meilen vor der Küste fasste der Anker endlich und straffte sich die Kette, und es gelang nun, sie im ersten Versuch einzufangen. Zunächst wurde der Havarist danach in eine sichere Distanz von der Küste gebracht, bevor der Anker von der "Esvagt Gamma" aufgenommen und eine richtige Schleppverbindung hergestellt werden konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler vor Amrumbank in Seenot
(14.01.2005) - In der Nacht zum 13. Januar geriet der Trawler "Susanne" nahe der Amrumbank nach Maschinenausfall in Seenot. Um 3.05 Uhr klingelte beim Berger Wulf in Cuxhaven das Telefon. Die Kutterfisch-Zentrale meldete den Notfall. Minuten später lief die "Taucher Otto Wulf 3" aus und nahm Kurs auf den in stockfinsterer Nacht in der tobenden See treibenden Trawler. Auf der Fahrt in Richtung Shetland-Inseln war seine Maschine ausgefallen. Das Schiff trieb manövrierunfähig in über vier Meter hohen Wellen. Der ausgebrachte Anker schleifte zunächst über den Grund. Erst 15 Seemeilen vor den Sandbänken von Amrum fasste der Anker. In der Zwischenzeit wurde auch die Seenotleitung in Bremen informiert. Die DGzRS setzte ihren goßen Kreuzer "Hermann Marwede" von Helgoland aus in Fahrt. Nach drei Stunden erreichte sie den Trawler um 6.20 Uhr. Für die sechsköpfige Besatzung sowie zwei mitreisende Filmemacher, die eine Reportage über den Alltag der Hochseefischer drehen wollten, ist nun die größte Gefahr vorüber. Der 2004 in Dienst gestellte Seenotrettungskreuzer machte in der Nähe des Havaristen standby, um einzugreifen, falls er erneut vertreiben sollte. Doch der Anker hielt, bis gegen gegen 11 Uhr die "TOW 3" eintraf.. Nun wurde es noch einmal brenzlig. Der Schlepper musste dicht an die "Susanne" heranscheren. Nach schwierigem Manöver in schwerer See gelang es aber, eine Schlepptrosse zum Havaristen hinüberzubringen und auf dessen Vorschiff festzumachen. Dann schleppte "TOW 3" langsam an. Die 500 Meter lange Trosse ruckte fürchterlich, aber hielt. Stunden später erreichte der Schleppzug wohlbehalten Cuxhaven.
Quelle: Tim Schwabedissen

US-Flugzeugträger wird größtes künstliches Riff der Welt
(14.01.2005) - Der 888 Fuß lange amerikanische Flugzeugträger "Oriskany" soll als künstliches Riff vor Florida versenkt werden. Zur Vorbereitung wird er seit dem 20. Dezember in Corpus Christi, Texas, ausgeschalchtet. Nie wurde ein größeres Schiff als Riff versenkt. Der Termin steht noch nicht fest.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack auf der Maas gefunden
(14.01.2005) - Zwei Tage nach dem Bootsunfall auf der Maas haben Bergungsmannschaften am 11. Januar das in mehrere Teile zerbrochene Wrack des am 9. Januar auf der Maas gesunkenen Motorbootes in 150 Metern Entfernung vom Wehr gefunden. Die Leichen der beiden vermissten Familienväter waren aber nicht an Bord. Der Wasserstand war zur Unterstützung der Bergungsarbeiten zeitweilig abgesenkt worden. Nach Abschluss der Suche wurde das Wehr wieder geflutet. Acht Taucher suchten die Umgebung des Wracks nach den beiden Leichen ab. Die Suche wurde auch am 12. Januar mit verkleinerter Mannschaft fortgesetzt, der zeitweilig auf der Maas verankerte Ponton, der als Plattform diente, wieder abgezogen. Das Boot war mit Motorschaden manövrierunfähig auf das Wehr zugetrieben und dort sieben Meter in die Tiefe gestürzt. Die beiden Ehefrauen der Vermissten und die Kinder konnten sich leicht verletzt retten. Von den beiden Männern fehlt seither jede Spur. Die Behörden gehen davon aus, dass sie ertrunken sind.
Quelle: Tim Schwabedissen

Brand auf "Schieborg" wieder aufgeflammt
(13.01.2005) - Die Bergung der "Schieborg" hat sich verzögert, nachdem das Feuer auf dem Wetterdeck und im Laderaum wieder aufflammte. Das Schiff befindet sich derzeit in niederländischen Gewässern. Es liegt nahe der deutschen Hohheitsgrenze auf Höhe des Hubertgatts in der Emsmündung, Höhe des Hubertgatt. Das an Bord befindliche Bergungs- und Feuerlöschteam der Firma Wiysmuller Salvage B.V. konnte das Feuer im Ladungsraum unter Kontrolle bringen. Da am 11. Januar mehrfach die Trossen zu den kleineren Steuerschleppern brachen, wurde das für geplante Einschleppen des Havaristen nach Eemshaven abgebrochen. Zur Zeit sind noch die zwei großen Hochseeschlepper "Esvagt Gamma" und "Neftegaz 57" beim Havaristen, die ihn mit dem Bug zur See auf Position halten. Da in der Nacht eine Wetterverschlechterung erwartet wurde, wurde vorsorglich das deutsche Notfallvorsorgesystem aktiviert. Der Leiter des Havariekommandos hat jetzt die Gesamteinsatzleitung erklärt. Präventiv sinddas Mehrzweckschiff "Mellum" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Wilhelmshaven sowie das Gewässerschutzschiff "Gustav Meyer" des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emden vor Ort. Weiterhin wurden die Schiffbrandbekämpfungstrupps in Emden und Wilhelmshaven für einen möglichen Einsatz auf See alarmiert. Durch die eingeleiteten Maßnahmen soll lageabhängig schnell und durchgreifend gehandelt werden können. Zwischen dem Lagezentrum der niederländischen Küstenwache und dem Havariestab in Cuxhaven besteht permanenter Kontakt, so dass alle zu treffenden Maßnahmen dort miteinander abgestimmt werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Motorboot sank vor Salcombe
(13.01.2005) - Am Nachmittag des 12. Januar funkte das Motorboot "Reflections" sechs Meilen westlich von Salcombe Mayday. Der Skipper gab gegenüber der Brixham Coastguard an, sein Schiff sinke und er gehe in eine Rettungsinsel. Das Rettungsboot aus Salcombe und ein Rettungshubschrauber machten sich auf den Weg. Der Helikopter der Royal Navy winschte den Schiffbrüchigen auf und übergab ihn dem Rettungsboot, das ihn nach Plymouth brachte, wo er im Krankenhaus behandelt wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler "Cibeles" gefunden und evakuiert
(13.01.2005) - Ein Scuchflugzeug entdeckte am 12. Januar die in Seenot geratene "Cibeles" 180 Meilen westlich der Isle of Lewis. Der Tanker "Aegean Spirit" wurde zum Havaristen dirigiert und machte Lee, bis ein Hubschrauber zur Evakuierung der 19-köpfiogen Besatzung des Trawlers vor Ort eintraf. In dem Seegebiet herrschte Weststurm um 7. Zunächst war geplant worden, dass der Tanker das Schiff in Schlepp nimmt, doch dies erwies sich als nicht realisierbar. Ein schleppfähiges Schiff war zu weit entfernt, sodass zur Sicherheit der Crew die Evakuierung beschlossen wurde.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter bei Washington in Seenot
(13.01.2005) - In der Nacht des 10. Januar drohte nahe Ocean Shores, Washington, der Kutter "Shirley R" nach Wassereinbruch zu sinken. Zwei Rettungsboote aus Grays Harbor und ein Rettungshubschrauber kamen der fünfköpfigen Crew zu Hilfe. Mit zwei Fremdlenzpumpen konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Die Leckage wurde im Maschinenraum lokalisiert. Eines der Rettungsboote nahm die "Shirley R" in Schlepp, das andere eskortierte den Schleppzug nach Westport Marina in Grays Harbor. Bei einer Untersuchung des Schiffes wurden zahlreiche technische Mängel festgestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Texas gekentert
(13.01.2005) - Am Nachmittag des 11. Januar kenterte der Kutter "I don't know" eine halbe Meile südlich von Grand Chernier. Drei Mann der Crew wurden kurz darauf vom Kutter "Rudy" gerettet, ein Mann wurde vermisst. Die Küstenwachkutter "Stingray" und "Manowar" sowie ein Hubschrauber aus Houston nahmen die Suche auf. Ein Rettungsboot aus Sabine, Texas, wurde am 12. Januar im Unglücksgebiet erwartet. Am Abend des 11. Januar durchsuchte ein Taucher das halb gesunkene Wrack ohne Ergebnis. Das Jack-up-Rig "Troy Williams" hatte eine Trosse am der "I don't know" festmachen, den vollständigen Untergang aber nicht abwenden können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper in Texas ausgebrannt
(13.01.2005) - Kurz vor Mitternacht fing der Schlepper "Wally Blessey" am 9. Januar auf dem Intracoastal Waterway in Port Isabel, Texas, Feuer. Die vierköpfige Crew wurde von der Küstenwachstation South Padre Island gerettet. Zwei Rettungsboote waren binnen drei Minuten ausgelaufen. 12 Minuten nach dem ersten Notruf war die Rettung abgeschlossen. Die Barge, die die "Wally Blessey" im Schlepp hatte, wurde losgeworfen und von einem anderen Schlepper eingefangen. Da keine Löschkapazität vor Ort war, ließen die Retter den Schlepper ausbrennen. Bis zum Erlöschen der Flammen knapp vier Stunden später wurde der Highway gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Nantucket in Brand
(13.01.2005) - Am 11. Januar brach auf dem 84 Fuß langen Kutter "Patriots" 130 Meilen vor Nantucket gegen sechs Uhr ein Brand im Maschinenraum aus. Der 20 Meilen entfernte Küstenwachkutter "Spencer" kam der siebenköpfigen Crew aus New Badford, Massachusetts, zu Hilfe. Eine halbe Stunde nach dem ersten Notruf erreichten die Flammen das Deck. Eine Rettungsinsel wurde ausgebracht. Der Kutter "Hustler" ging längsseits, um die Crew zu evakuieren. Mit dem letzten Feuerlöscher gelang es der dann aber noch, das Feuer zu löschen. Die "Spencer" sollte den manövrierunfähigen Havaristen abschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepperdrama im Ohio-River möglicherweise missglückte Rettungsaktion
(12.01.2005) - Nur noch das demolierte Brückenhaus des Dunlevyer Schleppers "Elizabeth M" ragte am Tag nach dem Untergang aus den aufgewühlten Fluten des Ohio River und zog Scharen von Schaulustigen an. Ab und zu wurde im aufgewühlten Wasser eine rotweiße Rettungsboje, die auf der Back des Schleppers vertäut ist, im wirbelnden Wasser sichtbar. Eine Viertelmeile entfernt ähnelte das überhängende Ende einer 195 Fuß langen Barge im Strom einem Grabmal. Die Schiffsreste sind stumme Zeugen eines Dramas, das sich am 9. Januar abspielte, als die Hilfeschreie der Besatzung sogar den Verkehrslärm der nahen Route 68 in Beaver County übertönten. Ein freiwilliger Feuerwehrmann, der 200 Yard vom Damm, über den der Schlepper gedrückt wurde, wohnt, wurde von den Hilferufen alarmiert. Als er am Damm eintraf, war die "Elizabeth M" noch über Wasser, aber im Untergang begriffen. Hilfos mussten Retter dem Drama, das sich vor ihren Augen abspielte, zusehen. Vier Mann ertranken, einer von ihnen wird weiterhin vermisst und ist vermutlich im Wrack eingeschlossen, drei wurden tot geborgen. Der Schlepper war mit sechs voll beladenen Kohlebargen vom Kanawha River nach Braddock stromaufwärts unterwegs gewesen und hatte gerade die Montgomery Schleusen passiert, als die zwei vorderen Bargen gegen 2.20 Uhr von der starken Strömung erfasst und gegen den Damm gedrückt wurden. Das 2.200 PS starke Schubschiff konnte sie nicht aufstoppen. Daraufhin warf der an Bord befindliche Lotse los und versuchte, einen besseren Winkel zum Drücken einzunehmen, um die Bargen wieder unter Kontrolle zu bekommen, doch diese hatten bereits zu viel Fahrt gewonnen. Binnen weniger Minuten schoben sie die "Elizabeth M" mit deren Heck voran über den Damm. Es wurde vermutet, dass die Decksleute dabei waren, die Bargen nach Verlassen der Schleuse neu zu vertäuen, als das Unglück sich anbahnte. Der Lotse versuchte dann wohl, die Bargen mit den Männern zu retten. Unbemannt hätte er sie über den Damm treiben lassen können. Dies wäre die einzige Erklärung für das riskante Manöver, das allein zur Rettung von Kohlebargen keinen Sinn gemacht hätte. Es passiert nicht selten, dass Bargen gegen Dämme gedrückt werden. Den Besatzungen der Schlepper "Lillian G", "Sandy Drake" und "Rocket" gelang es, drei der Besatzungsmitglieder aufzunehmen. Zwei waren noch an Bord des verunglückten Schiffes, eines trieb im Strom. An Bord waren der Kapitän, ein Lotse, ein Smut und vier Decksleute. Drei der Bargen sanken nach dem Verlust des Schubschiffes vor dem Damm oder flussaufwärts. Zwei wurden noch nicht geortet, liegen aber vermutlich unterhalb des Dammes. Jede der Bargen ist 195 Fuß lang, 35 Fuß breit und 12 Fuß Tiefgang. Sie fassen jeweils rund 1.000 Tonnen Kohle. Eine Bergung wird erst möglich sein, wenn die derzeit rund 15 Meilen betragende Strömung nachlässt. Bis dahin wurde die Flussschifffahrt bis fünf Meilen unterhalb des Damms durch ide Küstenwache eingeschränkt. Die Schleuse selbst wurde nicht beschädigt und blieb in Betrieb, auch wenn seither keine Schleusungen vorgenommen wurden. Die Montgomery-Schleuse und der Damm wurden 1935 erbaut und 1988 modernisiert. Die "Elizabeth M" gehört der Campbell Transportation Co., die rund 30 Schlepper und 420 Bargen auf Flüssen von Huntington bis Pittsburgh betreibt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack von Motoryacht auf Maas entdeckt
(12.01.2005) - Taucher haben am 11. Januar das Wrack der auf der Maas gesunkenen Motoryacht entdeckt. Es war aber noch unklar, ob die Leichen die beiden noch vermissten Männer an Bord waren. Um eine Bergung zu ermöglichen, soll der Wasserstand der Maas an der Unglücksstelle kontrolliert gesenkt werden. Dennoch wird sich die Bergung sehr schwierig gestalten. Das mit acht Personen besetzte Boot war am 9. Januar von einem Wehr sieben Meter tief in den Fluss gestürzt. Zuvor war es offenbar wegen eines Motorschadens manövrierunfähig geworden. Es kollidierte mit einer Schleusenmauer und wurde dann in die Tiefe gerissen. Bei dem Aufprall soll das Schiff in mehrere Teile zerbrochen sein. Zwei Frauen und vier Kinder konnten leicht verletzt geborgen werden. Angesichts der starken Strömung und der Wassertemperaturen wird den zwei vermissten Männern keine realistische Überlebenschancen eingeräumt. Auch eine Suche mit Sonar blieb ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tsunami-Opfer "Jaami" in Colombo geborgen
(12.01.2005) - Am Morgen des 11. Januar wurde das Wrack des singaporischen Frachters "Jaami" von Wijsmuller Salvage in Colombo gehoben. Es war von dem Tsunami in Südostasien versenkt worden, als es in den Hafen einlaufen wollte. Am 28. Dezember hatten die Bergungsarbeiten begonnen. Sämtliche Abteilungen des Containerschiffes waren gänzlich oder teilweise geflutet gewesen. Die Schlepper "Mahanuwara" und "Mahaweili" aus Sri Lanka hatten die Bergung unterstützt. Es war gelungen, die "Jaami" trotz widriger Wetterbedingunen abzudichten, während sie immer tiefer in den Sandboden einsank. Durch eine spezielle Lenzabfolge konnte sie aufgeschwommen werden, ohne dass die Ladung gelöscht werden musste. Die entscheidende Phase, bei der erhebliche Pumpkapazitäten eingesetzt wurden, dauerte 24 Stunden. Nachdem die "Jaami" wieder schwamm, wurde sie auf der Reede von Colombo für weitere Stabilisierungsarbeiten vor Anker gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler im Atlantik vermisst
(12.01.2005) - 180 Meilen westlich der Isle of Lewis sendete der spanische Trawler "Cibeles" am Abend des 11. Januar Notrufe. Sie wurden kurz vor Mitternacht von der Stornoway Coastguard aufgefangen. An Bord der "Cibeles" waren 19 Mann Besatzung, fünf Spanier und 14 Portugiesen. Ein Suchflugzeug sollte das Seegebiet mit dem ersten Tageslicht absuchen. Die Reederei hatte zuletzt zm 20.30 Kontakt mit dem Schiff gehabt, wobei keine Probleme erwähnt worden waren. Seither war es weder ihr noch dem Schwersterschiff "Marazul", das im selben Seegebiet auf Fang ist, gelungen, Kontakt aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper mit Ölbarge bei New York havariert
(12.01.2005) - Ein Schlepper mit einer 446 Fuß langen Barge, die mit 4 Millionen Gallonen Heizöl beladen war, rammte am Abend des 7. Januar einen Fels nördlich von Roosevelt Island auf New Yorks East River. Bei der Havarie unter der Hell Gate Bridge kam es zu einem Ölaustritt. Das Ausmaß der Verschmutzung wurde von Umweltexperten noch in der Nacht untersucht. Der Schlepper war gegen den Willen des Kapitäns nach einer seinen Angaben nach unvollständigen Reparatur der Ruderanlage eingesetzt worden. Dem widersprach ein Vertreter der Reederei Reinauer Transportation.
Quelle: Tim Schwabedissen

Millionenschäden bei Havarien an Nord- und Ostsee
(12.01.2005) - Die Bilanz der an Schiffen in den vergangenen Sturmtagen entstandenen Schäden beläuft sich auf Millionen. Die auf Scharhörn gestrandete "Alancia Sao Paulo" liegt derzeit bei Blohm und Voss in Hamburg zur Reparatur. Nach einer ersten Tauchinspektion war geschätzt worden, dass rund 50 Tonnen Bodenplatten auszutauschen wären. Im Dock stellte sich heraus, dass die Bodenschäden erheblich größer ausgefallen sind. Bei der Kollison des in Gibraltar registrierten Frachter "Baumwall" mit der Neuen Nordschleuse und dem in der Schleuse liegenden Frachter "Anja Funk" sowie des Schleusentors in Brunsbüttel entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Tausende von Euro Schaden richtete der Wassereinbruch in achteren Salon und Maschinenraum auf der "Kieler Sprotte" an. Das Fahrgastschiff muss zur Reparatur in eine Werft. Derweil hat der teilweise ausgebrannte RoRo-Frachter "Schieborg" im Schlepp der "Osvagt Omega" auf dem Weg in den Nothafen Delfzijl nun die deutsche Bucht durchquert. Dabei wurde er zusätzlich von dem Mehrzweckschiff "Mellum", dem Bergungsschlepper "Simson" und dem russischen Versorger "Neftegaz 57" begleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öldämpfe entwichen aus leckem Tank
(12.01.2005) - Aus einem Leck im Laderaum eines deutschen Binnentankers entwichen am Abend des 9. Januar durch eine defekte Dichtung an einer Tanköffnung Öldämpfe im Karlsruher Haen. Das mit 800 Tonnen Benzin beladene Schiff war Beamten der Wasserschutzpolizeistation bei einer Sicherheitskontrolle aufgefallen. Die Beamten stoppten daraufhin die Verladung und sprachen ein Fahrverbot aus. Nach umfangreichen Reparaturarbeiten konnten die Maßnahmen am heutigen Nachmittag des 10. Januar wieder aufgehoben werden. Gegen den Schiffseigner wurde Anzeige erstattet. Er muss mit einem Bußgeld rechnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack von Motoryacht auf Maas entdeckt
(12.01.2005) - Taucher haben am 11. Januar das Wrack der auf der Maas gesunkenen Motoryacht entdeckt. Es war aber noch unklar, ob die Leichen die beiden noch vermissten Männer an Bord waren. Um eine Bergung zu ermöglichen, soll der Wasserstand der Maas an der Unglücksstelle kontrolliert gesenkt werden. Dennoch wird sich die Bergung sehr schwierig gestalten. Das mit acht Personen besetzte Boot war am 9. Januar von einem Wehr sieben Meter tief in den Fluss gestürzt. Zuvor war es offenbar wegen eines Motorschadens manövrierunfähig geworden. Es kollidierte mit einer Schleusenmauer und wurde dann in die Tiefe gerissen. Bei dem Aufprall soll das Schiff in mehrere Teile zerbrochen sein. Zwei Frauen und vier Kinder konnten leicht verletzt geborgen werden. Angesichts der starken Strömung und der Wassertemperaturen wird den zwei vermissten Männern keine realistische Überlebenschancen eingeräumt. Auch eine Suche mit Sonar blieb ergebnislos.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tsunami-Opfer "Jaami" in Colombo geborgen
(12.01.2005) - Am Morgen des 11. Januar wurde das Wrack des singaporischen Frachters "Jaami" von Wijsmuller Salvage in Colombo gehoben. Es war von dem Tsunami in Südostasien versenkt worden, als es in den Hafen einlaufen wollte. Am 28. Dezember hatten die Bergungsarbeiten begonnen. Sämtliche Abteilungen des Containerschiffes waren gänzlich oder teilweise geflutet gewesen. Die Schlepper "Mahanuwara" und "Mahaweili" aus Sri Lanka hatten die Bergung unterstützt. Es war gelungen, die "Jaami" trotz widriger Wetterbedingunen abzudichten, während sie immer tiefer in den Sandboden einsank. Durch eine spezielle Lenzabfolge konnte sie aufgeschwommen werden, ohne dass die Ladung gelöscht werden musste. Die entscheidende Phase, bei der erhebliche Pumpkapazitäten eingesetzt wurden, dauerte 24 Stunden. Nachdem die "Jaami" wieder schwamm, wurde sie auf der Reede von Colombo für weitere Stabilisierungsarbeiten vor Anker gelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Trawler im Atlantik vermisst
(12.01.2005) - 180 Meilen westlich der Isle of Lewis sendete der spanische Trawler "Cibeles" am Abend des 11. Januar Notrufe. Sie wurden kurz vor Mitternacht von der Stornoway Coastguard aufgefangen. An Bord der "Cibeles" waren 19 Mann Besatzung, fünf Spanier und 14 Portugiesen. Ein Suchflugzeug sollte das Seegebiet mit dem ersten Tageslicht absuchen. Die Reederei hatte zuletzt zm 20.30 Kontakt mit dem Schiff gehabt, wobei keine Probleme erwähnt worden waren. Seither war es weder ihr noch dem Schwersterschiff "Marazul", das im selben Seegebiet auf Fang ist, gelungen, Kontakt aufzunehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper mit Ölbarge bei New York havariert
(12.01.2005) - Ein Schlepper mit einer 446 Fuß langen Barge, die mit 4 Millionen Gallonen Heizöl beladen war, rammte am Abend des 7. Januar einen Fels nördlich von Roosevelt Island auf New Yorks East River. Bei der Havarie unter der Hell Gate Bridge kam es zu einem Ölaustritt. Das Ausmaß der Verschmutzung wurde von Umweltexperten noch in der Nacht untersucht. Der Schlepper war gegen den Willen des Kapitäns nach einer seinen Angaben nach unvollständigen Reparatur der Ruderanlage eingesetzt worden. Dem widersprach ein Vertreter der Reederei Reinauer Transportation.
Quelle: Tim Schwabedissen

Millionenschäden bei Havarien an Nord- und Ostsee
(12.01.2005) - Die Bilanz der an Schiffen in den vergangenen Sturmtagen entstandenen Schäden beläuft sich auf Millionen. Die auf Scharhörn gestrandete "Alancia Sao Paulo" liegt derzeit bei Blohm und Voss in Hamburg zur Reparatur. Nach einer ersten Tauchinspektion war geschätzt worden, dass rund 50 Tonnen Bodenplatten auszutauschen wären. Im Dock stellte sich heraus, dass die Bodenschäden erheblich größer ausgefallen sind. Bei der Kollison des in Gibraltar registrierten Frachter "Baumwall" mit der Neuen Nordschleuse und dem in der Schleuse liegenden Frachter "Anja Funk" sowie des Schleusentors in Brunsbüttel entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Tausende von Euro Schaden richtete der Wassereinbruch in achteren Salon und Maschinenraum auf der "Kieler Sprotte" an. Das Fahrgastschiff muss zur Reparatur in eine Werft. Derweil hat der teilweise ausgebrannte RoRo-Frachter "Schieborg" im Schlepp der "Osvagt Omega" auf dem Weg in den Nothafen Delfzijl nun die deutsche Bucht durchquert. Dabei wurde er zusätzlich von dem Mehrzweckschiff "Mellum", dem Bergungsschlepper "Simson" und dem russischen Versorger "Neftegaz 57" begleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Kieler Sprotte" fast gesunken
(11.01.2005) - Der Sturm Erwin hätte fast zum Untergang eines Schiffsveteranen geführt. Das durch ihn verursachte Niedrigwasser auf der Ostsee