EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 2005

Last update: Mittwoch, 02. März 2005, 13:26 Uhr

Zwei Tote bei Kutteruntergang befürchtet
(02.03.2005) - Vermutlich am 27. Februar sank westlich von Anna Maria Island, Florida, der 32 Fuß lange Kutter "Gulf Coaster". Der letzte Funkkontakt hatte am Abend des 26. Februar stattgefunden, als das Boot auf der Heimreise war. Die Küstenwache nahm die Suche nach dem Schiff auf, nachdem es nicht, wie geplant, am Nachmittag des 27. Februar in die Bay Pines Marina zurückgekehrt war. Am Morgen des 28. Februar wurde die Suche mit dem Küstenwachboot "Marlin" aus Fort Myers, einem Flugzeug und zwei Jayhawk-Helikoptern aufgenommen. 58 Meilen westlich der Insel fand die "Marlin" die Leiche eines der beiden Besatzungsmitglieder. 64 Meilen vor der Insel trieb neben anderen Schiffstrümmern das Kajütdach des Kutters in der See. Das Boot war im Bereich des sogenannten Ellbogen 73 Meilen westlich von John's Pass auf Fangfahrt gewesen, als es verlorenging. Die See war bis zu acht Fuß hoch, es wehte ein Wind mit bis zu 40 Knoten Geschwindigkeit.
Quelle: Tim Schwabedissen

Demminer Fahrgastschiff ausgebrannt
(02.03.2005) - In der Nacht zum 3. März brach auf dem Fahrgastschiff "Hamburg" in Demmin ein Feuer aus, das erheblichen Sachschaden verursachte. Der gesamte Passagierbereich des Schiffes brannte aus, der entstandene Schaden wurde auf mindestens 50.000 Euro geschätzt. Personen kamen nicht zu Schaden.Die Kripo nahm wegen des Verdachts der Brandstiftung Ermittlungen auf. Das 23 Meter lange und 4,60 Meter breite Schiff kann bis zu 60 Passagiere befördern und verkehrt auf der Peene. Die letzte Fahrt fand Ende Dezember 2004 statt. Danach wurden an dem Schiff Wartungsarbeiten an der hierfür ausgebauten Maschine durchgeführt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubverband auf Donau leckgeschlagen
(02.03.2005) - Ein ungarischer Schubschiffverband kollidierte am 1. März auf dem niederösterreichischen Abschnitt der Donau bei Joching/Wösendorf mit einem Felsen. Dabei wurde der Rumpf beschädigt wurde und schlug leck. Der Wohnbereich begann rasch vollzulaufen. Es gelang dem Kapitän aber, das stromaufwärts fahrende Schiff kontrolliert auf Grund zu setzen und zu verankern. Danach begann die Feuerwehr mit Pumpen, den bereits 2,5 Meter unter Wasser stehenden Wohntrakt zu lenzen. Gegen Mitternacht begann der Wasserpegel zu sinken. Taucher des Landesfeuerwehrverbandes dichteten von außen zwei Lecks am Rumpf ab. In den Morgenstunden betrug der Wasserstand innerhalb des Schiffs noch etwa 30 Zentimeter. Nach Abschluss der Pumparbeiten sollte das Schiff im Lauf des Vormittags flott gemacht und in den Hafen Krems zur Entladung und anschließenden Reparatur geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flüchtlingskutter zerschellte vor Ananes
(23.02.2005) - Vor der griechischen Ägäis-Insel Ananes lief am 28. Februar ein Fischkutter mit rund 160 Flüchtlingen an Bord auf Grund und brach in rauer See auseinander. Die Schiffbrüchigen wurden im Tagesverlauf auf der kleinen Insel unweit von Milos entdeckt. Rund 50 Flüchtlinge wurden per Hubschrauber dorthin gebracht. Die übrigen sollten mit Booten der Küstenwache übersetzen. Die Rettungsarbeiten wurden durch stürmisches Wetter verzögert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemietanker bei Kollison leckgeschlagen
(02.03.2005) - Der Chemikalientanker "Goodrich Bay", 8.823 BRZ, kollidierte auf dem Weg von Wilmington, Delaware, ins kanadische Quebec am 1. März mit einem unbekannten Objekt. Der Rumpf schlug im Bereich der Wasserlinie leck, es kam zu einem Wassereinbruch. Schlepper kamen dem Havaristen zu Hilfe.
Quelle: Tim Schwabedissen

Shrimpfängeer drohte zum zweiten Mal zu sinken
(28.02.2005) - Am Morgen des 26. Februar schlug 35 Meilen von John's Pass entfernt der Fischkutter "Miss Hayes" leck und drohte zu sinken. Die zweiköpfige Crew des 67 Fuß langen Shrimpfängers aus Tampa alarmierte die Küstenwache um 1.12 am Morgen und gab an, dass in den Maschinenraum eine große Menge Wasser eingedrungen sein. Rettungsboote aus Sand Key und der Station St. Petersburg sowie ein Jayhawk-Helikopter der Air Station Clearwater nahmen Kurs auf den Havaristen. Eineinhalb Stunden nach dem Notruf wurde eine mobile Lenzpumpe vom Hubschrauber zur "Miss Hayes" abgefiert. Wenig später traf ein Küstenwachboot mit drei weiteren Pumpen ein und setzte einen Rettungsmann auf den Havaristen über. Es gelang, des Wassereinbruchs Herr zu werden und die "Miss Hayes" zu stabilisieren. Sie wurde anschließend von der Küstenwache in den Heimathafen eskortiert, wo sie gegen Abend erwartet wurde. Bereits am 1. Mai 2004 hatte die "Miss Hayes" vor Naples einen Wassereinbruch gehabt. Auch damals wurde sie dank einer von einem Rettungshubschrauber gelieferten Lenzpumpe und des Einsatzes zweier Küstenwachboote, die sie in den nächstgelegenen Hafen begleiteten, gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Tote bei Trawleruntergang befürchtet
(28.02.2005) - Am 26. Februar sank 45 Meilen nordwestlich von Fukuichiao der taiwanesische Trawler "Hai Lung No 1", 35 t. Fünf chinesische Seeleute kamen ums Leben. Der Tod des Kapitäns und eines weiteren Besatzungsmitgliedes war ebenfalls zu befürchten. Einem Polizeihubschrauber gelang es lediglich, einen 32 Jahre alten Chinesen, der sich an eine aufgeschwommene Tür geklammert hatte, lebend aus der See zu bergen.
Quelle: Tim Schwabedissen

14 Mann nach Schiffsbrand in Dinghi
(28.02.2005) - Auf einem 72 Fuß langes Fischereifahrzeug brach am Vormittag des 25. Februar 50 Meilen nordwestlich von Nassau ein Feuer aus. Die 14-köpfige Besatzung des unter Bahamas-Flagge registrierten Schiffes flüchtete sich in ein mitgeführtes Dinghi. Ein Rettungshubschrauber der US-Küstenwache setzte einen Rettungsschwimmer ab, um eine geordnete Evakuierung der Nussschale zu ermöglichen. Danach wurden die Schiffbrüchigen von dem Jayhawk-Hubschrauber aufgewinscht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper nach Explosion evakuiert
(28.02.2005) - Auf dem Schlepper "Robert J. Bouchard", der mit einer leeren Ölbarge neun Meilen vor Seaside Heights, New Jersey, stand, kam es am Nachmittag des 27. Februar zu einer Maschinenraumexplosion. Dabei erlitt ein Mann Verbrennungen. Ein Rettungshuschrauber der Station Atlantic City brachte ihn ins Saint Barnabas Hospital in Livingston. Die anderen fünf Besatzungsmitglieder, die die Explosion unverletzt überstanden hatten, wurden von einem anderen Schlepper aufgenommen. Drei von ihnen brachte das Schiff nach Manasqan, zwei wurden auf ein Boot der New Jersey State Police übergeben. Vor Ort waren ebenfalls ein Patroullienboot und ein Rettungsboot der Küstenwache Mansaquan. Die aufgegeben treibende "Robert J. Bouchard" wurde von Küstenwache und Polizei weiter überwacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schiffbrüchige schwammen nach Sportbootuntergang an Land
(28.02.2005) - Am Abend des 26. Februar sank ein mit vier Personen besetztes Boot nahe Port Royal Sound, South Carolina. Das 15 Fuß lange Fahrzeug war gegen 21 Uhr im Dunkeln mit einem unter Wasser befindlichen Gegenstand kollidiert. Die Besatzung konnte vor dem Untergang gerade noch die Schwimmwesten anlegen und einige Gegenstände an sich nehmen. Über ein Mobiltelefon wurde die Küstenwache informiert und mithilfe von GPS die genaue Position durchgegeben. Ein Rettungshubschrauber aus Savannah lokalisierte die Schiffbrüchigen, die in der Zwischenzeit in winterlich kalter See die nahe Küste schwimmend erreicht und sich aufs Trockene gerettet hatten. Eine Dreiviertelstunde nach dem Unglück erfasste sie der Suchscheinwerfer des Helikopters, wenig später waren sie aufgewinscht. Im Hilton Head Airport konnten ihre leichten Unterkühlungen wenig später behandelt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl aus sinkendem Schiff in Puget Sound geborgen
(28.02.2005) - Am 25. Februar begann in der Liberty Bay nahe Pearson Point, Washington, ein Boot langsam zu sinken. Die Küstenwache stellte fest, dass der Zustand des Schiffes eine Ölverschmutzung im Puget Sound befürhcten ließ. Die Bergungsfirma Global Diving and Salvage wurde beauftragt, alles Öl und sonstige umweltgefährdenden Stoffe an Bord des Havaristen zu entfernen. Es gelang, 80 Gallonen Gasolin, Farbe und Batterien zu bergen. Das Schiff wurde auf seiner Position zurückgelassen, nachdem die Umweltgefahren beseitigt waren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf dem Neckar
(24.02.2005) - Am 27. Februar gelang es der Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V., den gesunkenen Schlepper "Intrepid B" in Fishguard Bay, Wales, zu heben. Das 27 Meter lange Schiff war an der Boje, an der es vermoort gewesen war, am 14. Februar gesunken. Nur ein kleiner Teil der Aufbauten war sichtbar geblieben. Am 19. Februar war der Bergungsvertrag unterzeichnet und unverzüglich mit den Vorbereitungen zur Hebung begonnen worden. Die insgesamt viertägigen Vorbereitungen waren mehrmals durch erzwungene Sturmpausen unterbrochen worden. Taucher unterteilten das Wrack in drei Abteilungen, die vorne gelegenen Unterkünfte, die Last und den Maschinenraum. Sie wurden wasserdicht abgesclossen und Pumpleitungen versehen. Am 27. Februar war gegen 14 Uhr mit der Einleitung von Druckluft begonnen worden. Drei Stunden später löste sich das Wrack vom Grund, in den es vier Meter eingesunken war. Dadurch war ein Gegendruck von 70 Tonnen zu überwinden gewesen. Nach der erfolgreichen Bergung wurde die "Intrepid B" stablisiert und sofort mit der Vorbereitung von Konservierungsarbeiten begonnen worden, die am 28. Februar starten. Gleichzeitig soll der Schaden am Rumpf beseitigt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter erreichte mit Seeschlagschäden Kiel
(28.02.2005) - Mit erheblichen Seeschlagschäden hat der Bulkcarrier "Shen Nong Feng", 38.984 BRZ, am 26. Februar den Kieler Hafen angelaufen. Vor Nordnorwegen hatten Wellen Platten und Aufdeckungen im Vorschiffsbereich verbogen. Ein Lukendeckel des 225 Meter langen und 32,2 Meter breiten Schiffes wurde beschädigt, es kam zu einem Wassereinbruch. Die gesamte Elektrik für Winden und Pumpen im Vorschiffsbereich wurde zerstört. Die Reparatur des Frachters soll durch HDW Nobiskrug ausgefährt werden. Dazu machte das in Ballast fahrende Schiff am Liegeplatz 11 der HDW fest. Die Reparaturarbeiten sollen bis 5. März durchgeführt werden, danach soll die 2002 erbaute "Shen Nong Feng" der Ghuangzhou Martime Transport Kurs auf Polen nehmen und dort Ladung aufnehmen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Containerschiffe in Not
(25.02.2005) - Der vor Tunis gestrandete Frachter "MSC Al Amine", 8631 BRZ, liegt in kritischer Lage weiter fest. Das Ruder ist inzwischen beschädigt, das Wasser steht im Maschinenraum rund sechs Meter hoch, der Laderaum Nr. drei ist acht Meter hoch überflutet. Laderaum Nr. 2 weist einen Riss an Steuerbord auf. Die Bergungsfirma Smit Tak will versuchen, den Maschinenraum zu lenzen. Die Versuche, den Ölaustritt zu stoppen, wurden ebenso wie die Reinigungsarbeiten an der Küste fortgesetzt. Derweil stehen nunmehr zwei australische Fregatten bei dem 40 Seemeieln südlich der Christmas Islands in Seenot befindlichen Containerfrachter "MSC Denisse", dessen Maschinenraum voll Wasser gelaufen war. Es gelang den Marineeinheiten, mit ihren leistungsstarken Pumpen den Maschinenraum zu lenzen. Nun versucht, die Hauptmaschine wieder in Gang zu bringen. Obwohl das Schiff drohte, auf ein Riff zu laufen, bestand für die Crew zu keiner Zeit Gefahr.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff drohte auf Rhein zu sinken
(25.02.2005) - In der Nacht zum 24. Februar drohte ein mit 1.000 Tonnen Raps beladenes Binnenschiff auf dem Rhein bei Karlsruhe zu sinken. Das 80 Meter lange Schiff war zuvor auf eine Buhne gelaufen und leckgeschlagen. Es gelang dem Kapitän noch, den Rheinhafen anzulaufen. Dort gelang es Kräften von Feuerwehr, Wasserschutzpolizei und Hafenamt das eingedrungene Wasser zu lenzen und das Leck abzudichten. Ursache für die Grundberührung war wahrscheinlich ein Fahrfehler.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Frachter liegen weiter vor Chios fest
(24.02.2005) - Die RoRo-Fähre "Arion", 11.152 BRZ, liegt noch immer auf 38 34.6 N 25 51.4E vor der Nordwestküste von Chios fest. 26 Trailer und neun Pkw wurden nach Wetterbesserung seit dem 21. Februar auf das Ro/Ro-SchiffRoRo-Schiffe:
Frachtschiff mit klappbaren Laderampen am Heck,
Bug oder an der Seite, über die rollende
Ladungseinheiten an und von Bord gelangen.
Es werden vorzugsweise Fähren nach dem
RoRo-Prinzip eingesetzt. "Evropi" umgeladen. Darunter befanden sich auf vier Trailer mit Gefahrgut. Alle Fahrzeuge wurden in Meston Port in Chios angelandet. Zwei Trucks mit Fertighausteilen befanden sich noch an Bord. Sie wurden zurückgelassen, um die Stabilität des Havaristen nicht zu gefährden. Außerdem wurde das Bunkeröl der "Arion" geleichtert. Im Rumpf der 1972 erbauten Fähre sind mehrere Lecks, die vor einer Bergung abgedichtet werden müssen. Im Maschinenraum fand Wassereinbruch statt. Die 17-köpfgie Crew und 12 Lkw-Fahrer waren nach der Strandung am 11. Februar abgeborgen worden. Unverändert ist auch die Lage der "Elanta", 3.012 BRZ, die vor Cape Megalos Limnionas strandete. Das 1981 erbaute Schiff soll vor einer Bergung ebenfalls erst geleichtert werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Containerfrachter treibt mit geflutetem Maschinenraum im Meer
(24.02.2005) - Der Containerfrachter "MSC Denisse" erlitt am 22. Februar 40 Meilen südöstlich von Christmas Island einen Wassereinbruch im Maschinenraum. Nach dessen Überflutung trieb das Schiff antriebslos und nur mit Notenergie im Meer. Die australische Fregatte "Arunta" kam dem Havaristen zu Hilfe, um die überfluteten Abteilungen auszupumpen und das Schiff zu stabilisieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Überlebender von TrawlerTrawler:
(englisch), Fischereifahrzeug, das mit einem
Grundschleppnetz (Trawl, Schleppnetz) fischt. vor Galizien gefunden
(24.02.2005) - Ein Besatzungsmitglied des vor der Nordwestküste Spaniens vernglückten Trawlers wurde am 22. Februar von Rettungsmannschaften lebend aufgefunden. Er befand sich in einem Rettungsboot. Die Suche nach den übirgen Schiffbrüchigen des halbgesunkenen Schiffes wurde 37 Kilometer vor der Küste Galiziens fortgesetzt. An ihr waren Hubschrauber und Schiffe beteiligt. Offenabr bestand die Hoffnung, dass sich die anderen Vermissten in einem zweiten Rettungsboot befanden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision auf dem Neckar
(24.02.2005) - Auf dem Neckar kurz vor dem Kochendorfer Kanal kam es am 21. Februar zur Kollision zweier Binnenschiffe. Ein in Ballast laufendes, knapp 100 Meter langes Schiff war auf Talfahrt, als es vermutlich aufgrund eines Fahrfehlers am rechten Flussufer eine Grundberührung hatte. Dabei wurde das Bugstrahlruder beschädigt. Daraufhin gierte das Schiff nach Backbord und rammte ein entgegenkommendes, mit knapp 1.800 Tonnen Sand beladenes Schiff von 105 Metern Länge. Der Sachschaden an den Schiffen und am Ufer wird auf mehrere 10.000 € geschätzt. Der Kanal musste eine Stunde lang für die Schifffahrt gesperrt werden. Über den am Bugstrahl beschädigten Frachter wurde ein Fahrverbot verhängt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Venice gekentert
(24.02.2005) - Am 22. Februar kenterte nahe des Einlasses des South Pass in Little Venice der Kutter "Patrick James". Die fünfköpfige Besatzung wurde von einem Boot geborgen und von einer Besatzung der Küstenwachstation Venice an Land gebracht. Der Bug des kieloben liegenden Kutterwracks ragte nach dem Untergang aus dem Wasser.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Bulker blockierte Suezkanal
(23.02.2005) - Am 19. Februar lief der südkoreanische BulkcarrierBulkcarrier oder Bulker:
Frachtschiff für schüttfähiges Gut
wie z.B. Weizen oder Kohle "Great Polaris", 139.650 tdw, auf dem Weg von Suez nach Port Said im Suez-Kanal nahe der Südzufahrt der Wasserstraße auf Grund. Das mit 74.000 Tonnen Kohle Schiff hatte zuvor Antriebs- und Steuerprobleme gehabt. Erst Stunden nach der Strandung gelang es drei Schleppern, den 280 Meter langen, 1983 erbauten Frachter freizubekommen. Rund 40 Schiffe auf Nordkurs mussten bis zur Bergung eine Zwangspause einlegen.
Quelle: Tim Schwabedissen

In Seenot geratener Trawler ohne Besatzung gefunden
(23.02.2005) - Vor der Nordwestküste Spaniens funkte am 22. Februar ein TrawlerTrawler:
(englisch), Fischereifahrzeug, das mit einem
Grundschleppnetz (Trawl, Schleppnetz) fischt. Notsignale. Rettungsmannschaften gelang es, das Schiff 37 Kilometer vor Galizien zu orten. Von der neunköpfigen Besatzung fehlte jede Spur. Hubschrauber und Schiffe hielten nach den Vermissten Ausschau.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete "Christoph Kolumbus" nicht mehr zu retten
(23.02.2005) - Das belgische Baggerschiff "Christoph Kolumbus" ist nicht mehr zu retten. Am 22. Februar teilten die Eigner, die Europäische Gesellschaft für Unterwasserbaggerung, mit, dass das Wrack des nahe Cholmsk auf Grund liegenden Schiffes ein Totalverlust sei. Winterstürme haben die Bordwand an Backbord auf 30 Metern Länge und zwei Metern Höhe herausgebrochen. Weitere Bergungsarbeiten erscheinen damit sinnlos. Damit enden mehrmonatige Versuche, das Schiff wieder auf tiefes Wasser zu bekommen. Zunächst war eine Erhöhung der Wassertiefe, die Schaffung eines künstlichen Dammes und die Anhebung der Wasseroberfläche versucht worden. Doch die 60 Tonnen Grund, die für den Bau des Dammes herangebracht wurden, wurden durch Herbststürme weggespült. Danach planten die Schiffseigner, das Baggerschiff durch einen großen Schlepper von der Sandbank zu ziehen. Der Schlepper traf im Dezember 2004 aus Singapur kommend ein, musste aber seine Arbeiten im Januar ebenso ergebnislos wieder abbrechen. Danach gab es keine weiteren Bergungsversuche mehr. Dennoch muss die "Christoph Kolumbus" so schnell wie möglich beseitigt werden. Der Grund, der um das Schiff herum aufgeschüttet worden war, wurde durch das Wasser unterspült und setzte sich in der städtischen Kanalisation fest. Der Generaldirektor von Sachalinremflot, in dessen Gebiet sich das verunglückte Schiff befindet, sagte, dass ihr Betrieb vor zwei Wochen schon durch Wasser überschwemmt worden sei. Danach hätte das Rohrsystem des Werkes gereinigt werden müssen. Mit Frühlingsbeginn könnte sich die Lage erheblich verschlechtern, denn dann überfluten die Tau- und Kanalisationswässer den Primorskij Boulevard. Am 23. Februar sollen nun Firmenvertreter aus Japan, Korea und den USA nach Juschno-Sachalinsk kommen, um sich an einer Ausschreibung zur Verwertung des Schiffes, also wohl eines Abbruchs in situ, zu beteiligen. Die "Christophorus Kolumbus" war während eines starken tropischen Taifuns über Sachalin Anfang September vorigen Jahres gestrandet. Andere Schiffe waren nach Erhalt der Sturmwarnung aus dem Hafen von Cholmsk in den Tatarischen Sund ausgelaufen. Der Kapitän der "Christoph Kolumbus" missachtete hingegen die Anordnung der Hafenbehörden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack eines 400 Jahre alten Lastkahns wird geborgen
(23.02.2005) - Ein 400 Jahre altes Bootswrack ist an der Westküste der Halbinsel Darß gestrandet. Das Schiff ist nach Angaben des Landesamtes für Bodendenkmalpflege in Schwerin vom 22. Februar noch gut erhalten. Der Fund war allerdings keine archäologische Überraschung. Taucher hatten das Schiffswrack bereits vor einiger Zeit entdeckt, die Strömung hatte den Liegeort des Bootes aber offenbar geändert. Es handelt sich nach Vermutungen der Experten um einen etwa zwölf Meter langen und dreieinhalb Meter breiten Lastkahn. In den kommenden Wochen soll er geborgen und konserviert werden. Dafür müssten alle Teile des Schiffsrumpfes, der zum Teil noch im Sand begraben ist, auseinandergebaut und gesäubert werden. Frühestens in einem Jahr könne der Fund dann öffentlich präsentiert werden, sagte der Landesamtssprecher. Als Ausstellungsort ist die Arche, das Nationalparkzentrum Vorpommersche Boddenlandschaft in Wieck auf dem Darß, vorgesehen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichte Ölverschmutzung im Rhein nach Kollision zweier Tanker
(23.02.2005) - Am Nachmittag des 20. Februar kollidierten auf dem Rhein in Höhe Benrath zwei Binnentanker. Dabei liefen mehrere Tonnen Dieselöl aus. Zwei Besatzungsmitglieder wurden leicht verletzt. Gegen 16.15 Uhr waren sich die beiden Tankschiffe aus Deutschland und den Niederlanden bei Rheinkilometer 720 begegnet und stießen dann zusammen. Das niederländische Tankschiff, das 2.300 Tonnen Diesel geladen hatte, schlug leck. Da die Manschaft den Inhalt des leckgeschlagenen Tanks zügig umpumpen konnte und durch rasches Umtrimmen des Schiffes und eine künstliche Krängung den zwei Meter langen Riss über die Wasseroberfläche bringen konnte, blieb es bei einem überschaubaren Ölverlust. An der Unfallstelle bildete sich ein leichter Ölfilm auf der Wasseroberfläche. Der Diesel-Geruch war in der Umgegebung der Havaristen deutlich zu riechen. Bis zur Bergung der Havaristen sicherte ein Feuerlöschboot die Unfallstelle auf dem Rhein. Die Wasserschutzpolizei geht nach ersten Ermittlungen von mangelnder Absprache der beiden Kapitäne und Unachtsamkeit aus. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde durch den Unfall nicht behindert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Holländischer Kapitän Schuld an Kutteruntergang vor Borkum
(23.02.2005) - Für den Untergang des Kutters "Grietje" am 11. Juni 2004 vor Borkum mit einem Toten ist nach der Untersuchung der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung in Hamburg der Kapitän des holländischen Trawlers verantwortlich. Dieser sei seinen Pflichten zur Verhinderung von Zusammenstößen und der Schifffahrtsordnung Ems "in keiner Weise nachgekommen", hieß es in einem am 22. Februar veröffentlichten Bericht. Er habe es versäumt, sorgfältig Ausguck zu halten, die in Betrieb befindliche Radaranlage aufmerksam zu beobachten, die Gefahr eines Zusammenstoßes zu prüfen und geeignete Manöver zur Vermeidung der Kollision zu fahren, hieß es. Der holländische Kapitän hätte den deutschen Kutter zudem am Radargerät wahrnehmen müssen. Die optische Sicht sei allerdings durch die Bauweise seines Schiffes eingeschränkt gewesen. Es sei denkbar, dass er den deutschen Kutter übersehen habe. Die beiden Kutter waren seinerzeit gegen 02.30 Uhr morgens bei guter Sicht 2,5 Seemeilen westlich von Borkum zusammengestoßen.
Quelle: Tim Schwabedissen

118 Tote nach Bergung des "Maharaja"-Wracks
(22.02.2005) - Nach dem Untergang der Flussfähre "Maharaja" in Bangladesch hat sich die Zahl der Toten auf 118 erhöht. Die Suche nach weiteren Opfern wurde am 21. Februar eingestellt. Das Wrack wurde geborgen und gründlich durchsucht. In ihm sind keine weiteren Totenfunde mehr zu erwarten. Die Zahl der Toten kann dennoch weiter steigen, da Leichen flussabwärts getrieben wurden. Die "Maharaj" mit etwa 200 Menschen an Bord war am Abend des 19. Februar während eines Tropensturms auf dem Buriganga-Fluss in der Nähe der Hauptstadt Dhaka gekentert. Bangladeschs Präsident Iajuddin Ahmed ordnete eine Untersuchung des Vorfalls an. Derartige Unglücke sind in dem von Flüssen durchkreuzten Land keine Seltenheit. Schuld daran sind überfüllte Fähren, mangelhafte Navigation und schlechtes Wetter.
Quelle: Tim Schwabedissen

12 Vermisste nach Schiffsverlust im Golf von Tokin
(22.02.2005) - Binnen zwei Tagen kam es zu zwei Untergängen chinesischer Schiffe im Golf von Tokin. Bevor, wie berichtet, der Frachter "Zhehai No. 308" am 19. Februar sank, ging bereits am 18. Februar im selben Seegebiet der Trawler "Qinglingao 10021" unter. Das Unglück ereignete sich 33 Meilen vor dem Hafen von Yangpu an der Nordwestküste von Hainan Island. Die 12-köpfige Besatzung wird seither vermisst.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach vermisstem Fischer der "Lady Lorraine" eingestellt
(21.02.2005) - In den Mittagsstunden des 21. Februar wurde von der US-Küstenwache die Suche des nach dem Untergang des Kutters "Lady Lorraine" vermissten Besatzungsmitgliedes eingestellt. Zuvor waren 500 Quadratmeilen binnen 17 Stunden durch den Küstenwachkutter "Tybee", zwei Rettungsboote aus Point Allerton und einen Hubschrauber abgesucht worden. Die "Lady Lorraine" war am Nachmittag des Vortags in der Massachussetts Bay in Brand geraten. Zwei Fischer hatten bei Windgeschwindigkeiten bis 22 Knoten und 10 Fuß hohen Seen gerettet werden können. Die Bostoner Küstenwache will die Ursache des Unglücks untersuchen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Stiftung will "Jura" bergen
(22.02.2005) - Erst unlängst wurde er unter Denkmalschutz gestellt - jetzt hat sich eine Stiftung zur Aufgabe gemacht, das Wrack der 1864 im Bodensee gesunkenen "Jura" zu bergen. Um Interesse zu erwecken und das nötige Geld einzunehmen, ist geplant, U-Bootstouren zu dem in 40 Metern Tiefe liegenden Schaufelraddampfer anzubieten. Durch die Bulleyes soll der Blick auf das nasse Grab eines Matrosen erblicken, der mit der "Jura" unterging. Wenn der Schaufelraddampfer tatsächlich gehoben und wieder flott gemacht werden sollte, wäre er weltweit das älteste Schiff seiner Gattung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sturm in der Ägäis: Zwei Frachter vor Chios gestrandet
(21.02.2005) - Der mit Maschinenschaden in der Ägäis treibende Frachter "Elanta", 5.112 tdw, lief im weiterhin tobenden Sturm am Morgen des 15. Februar an der Südostküste von Chios auf Grund. Die 18-köpfige Crew blieb unversehrt, das Schiff machte bislang auch kein Wasser. Schlepper wurden zur Strandungsstelle entsandt. Die in St. Vincent registrierte, 1991 erbaute "Elanta" war mit Schrott von Marokko in die Türkei unterwegs gewesen. Zuvor war bereits der griechische RoRo-Frachter "Arion", 11.152 BRZ, auf Chios gestrandet. Das mit 28 Trailern beladene Schiff lag nach der Rettung seiner 35 Passagiere aus der Luft weiterhin mit einem Leck im Rumpf fest. Der Frachter "Sea Eagle" S", 2.815 tdw, lief nahe Piräus auf Grund. Ein Rettungshubschrauber barg zwei pakistanische Wachleute von dem 1973 erbauten Schiff ab, das seit September 2004 mit einer Holzladung auf Piräus Reede vonr Anker lag.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zahl der Toten von "Maharaja"-Untergang steigt
(21.02.2005) - Nach dem Untergang der Fähre "Maharaja" auf dem Buriganga-Fluss in Bangla Desh wurden am Abend des 20. Februar noch rund 100 Menschen vermisst. Ein Bergungsschiff zog die kieloben liegende Fähre mit einem Bordkran näher ans Ufer. Hier wurde das Wrack um rund 100 Grad gedreht. In dem Schiff fanden Taucher 44 Leichen, 37 weitere Tote wurden aus dem Fluss gezogen. Es wurde befürchtet, dass noch weitere Leichen in dem Schiffswrack gefunden werden. Die Suche nach Opfern oder Überlebenden war nach Anbruch der Dunkelheit zunächst unterbrochen worden. An Bord des offenbar überladenen Flussschiffes waren etwa 200 Menschen, als es während eines Tropensturmes auf dem Weg von Dhaka in die Stadt Chandpur in der Nähe der Hauptstadt Dhaka kenterte und sank. An den Rettungsbemühungen beteiligten sich auch eine Reihe von Fischerbooten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Vermisste nach Frachteruntergang
(21.02.2005) - Am frühen Morgen des 19. Februar sank der chinesische Frachter "Zhehau No. 308" im Golf von Tonkin. Sieben chinesische Seeleute wurden am 20. Febraur noch vermisst. Zwei Bergungsschiffe und ein Hubschrauber waren auf der Suche nach ihnen. 16 Mann der Besatzung konnten sechseinhalb Stunden nach dem Unglück aus dem Meer gerettet werden. Die "Zhehai No. 308" transportierte 5.1415 Tonnen Stahl von Jintang in Nordchina nach Vietnam, als sie plötzlich unterging. Ein Überlebender sagte, das Schff habe sich wahrscheinlich wegen übergehender Ladung gegen vier Uhr auf die Seite gelegt und sei eine Stunde später untergegangen. Die 16 Überlebenden hatten sich in die einzige zur Verfügung stehende Rettungsinsel geflüchtet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Explodierender Gaszylinder fegte Seemann von Bord
(21.02.2005) - Auf der an der Mole von Labuan, Ostmalaysia, vertäuten "Ocean Speed" kam es während Reparaturarbeiten zur Explosion eines Gaszylinders. Dabei wurde ein Beatzungsmitglied in die See geschleudert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter drohte vor Butt of Lewis zu sinken
(21.02.2005) - Am Vormittag des 19. Februar empfing die Küstenwache von Stornoway ein Notsignal des 80 Meilen vor dem Butt of Lewis leckgeschlagenen Kutters "Norlan" aus Banff. Ein Rettungshubschrauber wurde mit Lenzpumpen zum Havaristen geschickt. Außerdem wurden der Tanker "Grenna" und der Trawler "Atlantic Challenge" um Assistenz gebeten. Zwei Lenzpumpen wurden auf dem vom Untergang bedrohten Schiff abgesetzt. Es gelang der vierköpfigen Crew mit ihrer Hilfe, den Wassereinbruch auf dem 24 Meter langen Schiff unter Kontrolle zu bekommen. Die "Norlan" ging unter Eskorte der Hilfsschiffe aus eigener Kraft auf Südkurs. Die Küstenwache überwachte die Situation. Im Seegebiet herrschten bis zu sieben Windstärken.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter sank nach Feuer - ein Vermisster
(21.02.2005) - Am Nachmittag des 20. Februar brach auf dem in Scuituate, Massachussetts, beheimateten Kutter "Lady Lorraine" ein Feuer aus. Das 44 Fuß lange Schiff stand zum Unglückszeitpunkt fünf Meilen nordöstlich des Heimathafens. Die Besatzung des Kutters "Night Moves" beobachtete die rasche Ausbreitung des Brandes und rettete zwei Fischer aus einer Rettungsinsel. Sie wurden nach Scituate gebracht und in einem Krankenhaus behandelt. Ein dritter Mann wurde vermisst. Die Küstenwache entsandete drei Boote, den Kutter "Tybee" und einen Hubschrauber aus Cape Cod zum Havaristen. Es gelang zwar, das Feuer zu löschen, doch konnte der Untergang der "Lady Lorraine" nicht mehr abgewendet werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölausfluss aus gestrandeter "Al Amine" verlangsamt
(21.02.2005) - 35 Tonnen aus dem nahe Korbous gestrandeten Frachter "Al Amine" ausgelaufenen Schweröls wurden von Rettungskräften vom Strand beseitigt. Schwimmsperren sollen weitere Ölmengen vom Antreiben abhalten. Der Ölaustritt konnte inzwischen reduziert werden. Die "Al Amine" war mit einer Ladung von 14 Containern mit Papier und Metall auf Felsen vor Ain Oktor 50 Kilometer östlich von Tunis nach Maschinenausfall gestrandet. Der dabei leckgeschlagene Tank enthielt insgesamt 250 Tonnen Öl. 13 Tonnen waren einen Tag nach der Strandung 16. Februar ausgelaufen und hatten einen Ölteppich von 1,5 Kilometer Länge gebildet, sich tags darauf aber verlangsamt. Die Bergung des Frachters kann einige Tage in Anspruch nehmen. Bisher konnte der Rumpf noch nicht untersucht werden. Der Schiffsführung wurde inzwischen vorgehalten, zu spät Alarm ausgelöst zu haben, sodass das antriebslose Schiff auf die Felsen treiben konnte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl lief nach Kollision in Rhein
(21.02.2005) - Auf dem Rhein bei Düsseldorf kollidierte am 20. Februar ein deutsches mit einem niederländischen Tankschiff. Auf dem mit 2.200 Tonnen Dieselkraftstoff beladenen Niederländer wurde einer der acht Tanks beschädigt. Dabei lief eine unbekannte Menge Kraftstoff in den Rhein. Das Leck konnte inzwischen abgedichtet werden. Auf dem in Ballast laufenden deutschen Schiff wurden zwei Personen leicht verletzt. Beide Schiffe lagen am Abend sicher vor Anker. Die Schifffahrt auf dem Rhein wurde nicht behindert. Die Ursache des Unglücks war unklar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Öl aus "Elizabeth" geriet in die Donau
(21.02.2005) - Vier Tage nach der Havarie des Schubschiffes "Elizabeth" im Linzer Hafen schlugen Passanten am Vormittag des 20. Februar Ölalarm. Auf der Donau trieb ein großer Ölteppich. Die alarmierte Linzer Berufsfeuerwehr bekam das Problem rasch in den Griff. Durch Strömung und Wellenschlag waren die um das Wrack ausgebrachten Ölsperren unter Wasser gezogen worden und das Öl darübergeschwappt. Die Feuerwehrleute brachten die Sperre wieder in Position. Das Schubschiff der DDSG Cargo war leck geschlagen und liegt seither mit Schlagseite im Hafen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarieserie auf Nord-Ostsee-Kanal geht weiter
(21.02.2005) - Schon wieder kam es in der Brunsbütteler Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals zu einer Kollision. Am19. Feburar rammte der Frachter "MSC Grace", 13.258 BRZ, auf dem Weg von Antwerpen ins Baltikum das innere Tor der Schleuse mit seinem Wulstbug. Der Schaden am Docktor konnte noch nicht beziffert werden, da sich die Eindringstelle des Bugs unterhalb der Wasseroberfläche befand. Die 1991 erbaute "MSC Grace" wurde nur geringfügig beschädigt und konnte ihre Reise Richtung Kiel fortsetzten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zahl der Toten bei Fährunglück in Bangladesch auf 114 gestiegen
(21.02.2005) Die Zahl der Toten beim Untergang einer Flussfähre in Bangladesch ist am Montag auf mindestens 114 gestiegen. Bergungskräfte suchten noch nach Dutzenden von Vermissten, die nach Angaben eines Marineoffiziers im Schiffsrumpf vermutet werden. An Bord der «MV Maharaj», einer zweistöckigen Passagierfähre, waren etwa 200 Menschen. Das Schiff kenterte am Samstagabend während eines Tropensturmes auf dem Buriganga-Fluss in der Nähe der Hauptstadt Dhaka und sank.
Quelle: Peter O.Walter

Schubverband wickelte sich um Brückenpfeiler
(18.02.2005) - Am Morgen des 17. Februar schlug auf dem Main bei Flusskilometer vier ein holländischer Schubverband quer, nachdem er in eine seitliche Strömung geraten war. Er prallte gegen einen Pfeiler der Hochheimer Autobahnbrücke und riss auseinander. Die 180 Meter langen Sektionen legten sich v-förmig um das Hindernis auf dem rechten Flussufer. Ein Binnenschiff, das den Verband bergen wollte, geriet ebenfalls in die Strömung und blieb längsseits von ihm liegen. Nun sollen Schlepper die Havaristen aus ihrer Zwangslage befreien. Bis dahin wurde der Fluss zwischen Endrossheim und Kastheim gesperrt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandeter Containerfrachter vor Tunis verliert Öl
(18.02.2005) - In der Nacht zum 15. Februar lief der marokkanische Containerfrachter "MSC Al Amine" 50 Kilometer östlich von Tunis an der tunesischen Küste auf Grund. Der 1983 erbaute, 137 Meter lange 563-TEU-Frachter kam bei schwerer See unmittelbar vor der Felsküste mit leichter Steuerbordschlagseite zu liegen. Die Besatzung blieb unverletzt. Ein Teil ging an Land, andere blieben an Bord. Bei der Strandung des Schiffes schlugen Öltanks leck, aus denen sich ein bislang 1,5 Kilometer langer Ölfilm bildete. Ölbekämpfungsteams, 200 Anlieger und Truppen begannen damit, die Küste vom Öl zuu reinigen und Sperren auszubringen, die eine weitere Verschmutzung stoppen sollten. Die tunesischen Innen-, Verteidigungs- und Umweltminister reisten an, um sich ein eigenes Bild der Lage zu mchen. Ursache der Strandung war offenbar ein Zusammenbruch von Antriebsanlage und Stromversorgung.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsaktion für mehrere Trawler im Zyklon Olaf
(18.02.2005) - Nördlich von Samoa wurden im Zyklon Olaf drei Trawler mit zusammen 18 Mann Besatzung vermisst. Ein Suchflugzeug der New Zealand Air Force stieg auf, um Spuren der vermissten oder bereits verlorenen Schiffe zu finden. Eines von ihnen sank rund 90 Meilen nördlich von Samoa in extrem schlechtem Wetter. Die sechsköpfige Crew, die über Funk angab, Nahrung, Wasser und Rettungswesten zu haben, hatte bei Windgeschwindigkeiten von 190 km/h und 15 Meter hohen Seen in eine Rettungsinsel flüchten müssen. Von den Männern fehlte seither jede Spur. Da die Windgeschwindigkeiten allmählich nachließen, konnte ein Flugzeug in das Seegebiet entsandt werden. Auch Schiffe sollten die Suche aufnehmen. Alle drei Trawler gehörten zu einer Fischfangflotte, die im westsamoanischen Apia beheimatet war. Sie hatten eine Länge zwischen 15 und 25 Metern. Die zwei vermissten Schiffe mit ebenfalls je sechs Mann Besatzung hätten am 16. Februar ihre Positionen über Funk durchgeben sollen, meldeten sich aber nicht. Es wurden allerdings Signale von Notpeilsendern aufgefangen. Eine amerikanische Küstenwachmaschine stieg gleichfalls auf Ersuchen des New Zealand Rescue Coordination Center aus Barbers Point auf, nachdem zwei weitere Schiff, die 68 Fuß lange "Samoan Boy" mit sieben Mann Besatzung vor Manu'a, einer Insel östlich von Pago Pago überfällig war. Sie sollte außerdem Ausschau halten nach zwei Vermissten des Kutters "Tautai II", der zuvor gesunken war. Vier andere wurden von einem Trawler gerettet. Es gelang dem Flugzeug außerdem, den Trawler "Princess Karlinna" ausfindig zu machen. Er war nach Ausfall der Ruderanlage ein Spielball der Wellen geworden. Die Flugzeugcrew war Rettungswesten und andere Ausrüstung ab und sollte in der Nähe, bis ein Rettungsschiff eintraf. Eine weitere C 130 stieg aus Elizabeth City, North Carolina, auf, und wurde am 18. Februar in Pago Pago erwartet. Auch der Eisbrecher "Polar Star" aus Seattle, wurde für die SAR-Aktionen abgeordnet und soll am 20. Februar in Manu'a eintreffen. Er befand sich nach einem halbjährigen Antarktiseinsatz auf der Heimreise.
Quelle: Tim Schwabedissen

Baudock entwässert - Schiffsboden demoliert
(18.02.2005) - Unbekannte spielten in der Nacht vom 11. zum 12. Februar der Bornholmer Volhalding-Werft einen bösen Streich: Sie senkten den Wasserstand des Baudocks von 6 m auf 3,8 m ab. Der im Dock liegende Bornholms-Trafikken-Neubau "Dueodde" setzte dabei so hart auf den Pallen auf. Der Unterboden wurde an mehreren Stellen eingedürckt, Spanten verbogen. Die Ablieferung des Schiffes ist nun gefährdet. Die Werft setzte eine Belohnung von 25.000 € für Hinweise auf die Täter aus. Die Fähre war am 8. Februar aufgeschwommen worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zigarette setzte Binnenschiff in Brand
(18.02.2005) - Auf einem Binnenschiff in Terneuzen brach am 16. Februar ein Feuer aus. Dabei wurden zwei Menschen leicht verletzt. Das Schiff befand sich am Beneluxweg, als das Feuer wegen einer brennenden Zigarette ausbrach. Eine Frau wurde mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Ein Mann erlitt Brandwunden an den Händen, als er versuchte, die in Brand geratene Matratze auf Deck zu schleppen. Die Feuerwehr erstickte schließlich die Flammen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff verlor Auto in Schleuse
(18.02.2005) - Ein mit Granulat beladenes Binnenschiff entwickelte am Abend des 17. Februar in einer Schleuse des Datteln-Hamm-Kanals in Hamm Schlagseite. Dadurch rutschte das auf Deck stehende Auto des französischen Kapitäns ins Wasser und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall niemand. Die Schleuse wurde zunächst gesperrt, zur Klärung der Unfallursache das Wasser der Schleusenkammer abgelassen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schubschiff legte sich auf die Seite
(18.02.2005) - Am Morgen des 17. Februar entwickelte das auf der Donau in Linz vor Anker liegende Schubschiff "Elizabeth" der DDSG Cargo Schlagseite. Es legte sich immer schneller zur Seite begann vollzulaufen. Als Polizei sowie die Feuerwehr mit Tauchern eintrafen, wurde die "Elizabeth" nur noch durch einige Stahlseile gehalten, mit denen sie an einem anderen Schiff, der "Enns" festgemacht war. Mit Hilfe eines holländischen Baggerschiffes wurde am Vormittag vergeblich versucht, die "Elizabeth" wieder auf ebenen Kiel zu bekommen. Am späten Nachmittag rückten Experten der Bergungsfirma Brandner aus Wallsee an. Die 31 Meter lange und 5,37 Meter breite "Elisabeth" wurde 1951 erbaut und gehörte seit 1997 der DDSG. Unter dem Namen "Roanja" war sie davor auf dem Rhein unterwegs gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Fritind" bereits im Januar einmal havariert
(18.02.2005) - Die vor wenigen Tagen vor Holland leck geschlagene "Fritind", 1049 tdw, war, wie jetzt bekannt wurde, bereits am 25. Januar vor Norwegen in Schwierigkeiten geraten. Das Schiff war mit 1.400 Tonnen Stahl beladen gewesen, als es strandete. Der Rudergänger war zu diesem Zeitpunkt allein auf der Brücke gewesen, weil der Kapitän die Toilette aufgesucht hatte. Es gelang, das Kümo aus eigener Kraft freizubekommen. Die erlittenen Schäden wurden im Trockendock ausgebessert. Das unter Bahamas-Flagge laufende Schiff war 1978 als "Arklow Dew" erbaut worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutterbesatzung wegen Beistands für Schiffbrüchige ausgezeichnet
(18.02.2005) - Am 16. Februar wurde die Besatzung des Kutters "Captain Tollet" von der Küstenwache Atlantic City ausgezeichnet für die Rettung zweier Männer des Kutters "Chico Bravo" am 19. Januar. Die Küstenwache hatte an diesem Tag die Schifffahrt gebeten, nach dem sinkenden Schiff Ausschau zu halten. Die Crew der "Captain Tollet" wendete ihr auf Heimatkurs befindliches Schiff und machte wenig später eine Rettungsinsel mit zwei Schiffbrüchigen aus. Die "Chico Bravo" war so rasch gesunken, dass die beiden Fischer nur eilig die Insel hatten besteigen können. Sie gaben der Küstenwache die genaue Position und blieben trotz schlechten Wetters vor Ort, bis die nachfolgende Rettungsaktion des Küstenwachkutters "Ibis" abgeschlossen war.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Geschwister Scholl" treten Reise zum Seegrund an
(18.02.2005) - Die Odyssee der einstigen Barkasse "Geschwister Scholl" geht ihrem Ende entgegen. Ende Mai soll das Schiff im sächsischen Kulkwitzer See versenkt und zu einer zusätzlichen Attraktion für Sporttaucher aus ganz Deutschland werden. Es wird dort den Unterwasserpark komplettieren, wo bereits ein Flugzeugwrack und eine Feldbahn auf dem Grunde des Gewässers liegen. Das 1953 in Berlin gebaute Schiff war zunächst fünf Jahre als Hafenbarkasse der DDR-Volksmarine im Einsatz gewesen. 1958 wurde es mit schweren Schäden an der Kühlanlage außer Dienst gestellt. Es landete beim Seesportverein der Schiffswerft Dresden-Übigau und befuhr unter dem Namen "Geschwister Scholl" bis zum Jahr 1996 fast alle DDR-Wasserstraßen. Als es dann zu einer Generalüberholung an Land gezogen worden war, wurde es in Dresden vom Augusthochwasser 2002 überrollt und danach nicht mehr reüaraturwürdig. Ein Mitglied der Leipziger Tauchschule Delphin bewahrte das Wrack vor dem Hochofen. Er entdeckte das Schiff und hatte die Idee, es als Attraktion für Sporttaucher im Kulkwitzer See zu versenken. Allerdings galt es zunächst die Mitglieder des Seesportvereins von der Idee der Versenkung zu überzeugen. Letztlich kam das Geschäft zustande, und der Transport der "Geschwister Scholl" wurde vorbereitet. Dazu musste der fast 14 Meter lange und rund neun Tonnen schwere Rumpf mit Schneidbrennern durchtrennt werden. Mitglieder des Tauchvereins und Angehörige von dessen Jugendgruppe bauten die Maschine aus und entfernten sämtliche Öl- und Fettrückstände sowie die gesamte Farbe entfernt, damit das Boot im Wasser keine Schadstoffe abgeben kann. Bevor die "Geschwister Scholl" ihre letzte Fahrt in die Tiefen des Sees antritt, mussten anschließend beide Rumpfsektionen wieder verbunden werden. Hierbei gab es tatkräftige Hilfe durch Angehörige des Pionierbataillons 701. Die in Gera stationierten Soldaten, die mehrmals im Jahr zu Ausbildungszwecken am und im See tätig sind, rückten mit einem 20-Tonnen-Kran an, der beide Hälften anhob und auf ebenen Kiel stellte. Mit Hilfe von Winden und viel Muskelkraft wurden die beiden Teile des Bootskörpers so aneinandergefügt, dass sie dann miteinander verschweißen werden konnten. Bis zur Versenkung im See werden nun noch Öffnungen im Bootskörper gesichert, die für die Taucher zur Falle werden könnten. Ende Mai soll die Barkasse an den See gebracht und dort nach Art eines Stapellaufes zu Wasser gelassen werden. Nach der Versenkung wird sie im See als mariner Lebensraum und den Tauchern als willkommenes Fotomotiv dienen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Aufgerissene Bordwand mit Schweineschwarte repariert
(17.02.2005) - Beim Manövrieren in der Schleuse von Demange-aux-Eaux, Frankreich, riss sich das Binnenschiff "BM 5247" am 16. Februar ein 80 Zentimeter langes Leck in die Bordwand. Die herbeigerufene Feuerwehr stopfte das LEck mit einem Stück Schweineschwarte, dass dafür bei einem örtlichen Schlachter erworben wurde. Die Technik sei in der Binnenschifffahrt altbekannt, hieß es. "Es reicht, eine Schwarte auf einen Holzbalken zu spannen und das Ganze ins Leck zu pressen." Der Vorteil der Schwarte liege darin, dass sie sich in der Form anpasse. Die "BM 5247" konnte ihre Fahrt anschließend fortsetzen, die Ladung von 250 Tonnen Getreide wurde gerettet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gasturbine stürzte auf Binnenschiff
(17.02.2005) - Am Morgen des 16. Februar kam es in Bremerhaven beim Entladen einer 192 Tonnen schweren Gasturbine aus dem Laderaum des Binnenschiffes "Oderstern" zu einem folgenschweren Unfall. Die Gasturbine war mit einem Schwimmkran an Land auf einen hydraulischen Schwerlasttrailer gehievt und anschließend mit Ketten gesichert worden. Aus noch nicht geklärter Ursache neigte sich der Schwerlasttrailer kurze Zeit später zur Seite. Die Befestigungsketten, die dieser Belastung nicht standhielten, brachen, sodass die Turbine vom Trailer auf die Pier rollte und von hier auf das Deckshaus des 67 Meter langen Binnenschiffes stürzte. Von hier fiel sie ins Hafenbecken und versank dort. Durch den Aufprall wurden die achteren Decksaufbauten des Binnenschiffes zerstört. Außerdem verrutschte eine zweite im Laderaum befindliche Turbine und führte zu einer starken Krängung des Binnenschiffes und zu einer Deformation des Rumpfes. Zu einem Wassereinbruch kam es nicht. Der Kapitän der "Oderstern" und seine Frau trugen leichte Verletzungen davon.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zahlreiche Verletzte bei zwei Fährunglücken in China
(17.02.2005) - Am Morgen des 17. Februar kollidierte nordwestlich der zu Hongkong gehörenden Insel Tsing Yi eine Fähre mit einem Frachter. Dabei wurden 94 Menschen verletzt, vier von ihnen schwer. Das Hovercraft war von Hongkong mit 156 Passagieren und neun Mann Besatzung auf dem Weg nach Nansha Island und Panyu gewesen, als sich das Unglück ereignete. In dem Seegebiet herrschte dichter Nebel. Die Fähre wurde am Bug schwer beschädigt. Bei einer weiteren Kollision zwischen einem Passagierschiff und einem Frachter wurden zwei Menschen über Bord geschleudert. Sie konnten aus dem Wasser gerettet werden und kamen ins Krankenhaus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Binnenschiff in Holland gestrandet
(16.02.2005) - In den Nachmittagsstunden des 10. Februar strandete am Ufer der Schelde ein Binnenschiff und lag in schwerer Brandung fest. Dem holländischen Schlepper "Multratug 9" gelang es zunächst nicht, an den Havaristen heranzukommen, weil die Wassertiefe an der Strandungsstelle zu gering war.
Quelle: Tim Schwabedissen

Voyager-Havarie "eine Ohrfeige" Neptuns?
(16.02.2005) - Als die "Grand Voyager" am 15. Februar mit Schlepperhilfe in den Hafen von Cagliari bugsiert wurde, zeugten äußerlich nur notdürftig verkleidete Scheiben von dem Kampf, den Schiff und Mannschaft gegen den schwersten Sturm der letzten 10 Jahre im Mittelmeer hatten ausfechten mussten. Bleich standen Passagiere, zum Teil mit deutlich sichtbaren Blessuren, an Deck, während der Kreuzfahrer, beobachtet von Fernsehteams, am Kai vertäut wurde. Dort holten Ärzte und Sanitäter fünf Menschen mit Knochenbrüchen von Bord und brachten sie ins Krankenhaus, darunter eine Frau mit einem doppelten Beinbruch. Weitere 20 Personen erlitten teils schwere Prellungen und Quetschungen.

Sich überlagernde Wellen und sehr hoch gehende See hatten die "Grand Voyager" während ihrer Fahrt von Tunis nach Barcelona in Bedrängnis geriet. Als eine Welle über das Vorschiff brach und gegen die Brücke prallte, hatten die knapp zwei Zentimeter dicken Scheiben, die gemäß weltweiter ISO-Norm 1,3 Tonnen Druck pro Quadratmeter aushalten müssen, der Kraft nichts entgegenzusetzen. Während sich andere Fenster an Bord mit Seeschlagblechen aus Aluminium oder Stahl zusätzlich von innen schützen lassen, ist dies in der Kommandozentrale nicht möglich. Aufprallwinkel, Wellensteilung, Geschwindigkeit und Kurs des Schiffes spielen eine große Rolle bei solchen Situationen. Bei dem im Vergleich zu Riesenkreuzfahrern eher kleinen Schiff brach das Wasser in den 15 Meter über dem Meer liegenden Kommandostand ein, obwohl die 28 Knoten schnelle "Voyager" nur mit langsamer Fahrt gelaufen sein dürfte. Auf der Brücke läuft die gesamte Elektronik zusammen. Es folgte ein Kurzschluss, in dessen Gefolge sich die Maschinen abschalteten und die Stromversorgung ausfiel. In einem solchen Fall lässt sich ein Schiff dann noch vom Maschinenkontrollraum tief im Rumpf steuern. Auch direkt von den Maschinen aus können Antrieb und Ruder bedient werden.

"Ich spürte einen schweren Schlag, und das Schiff spielte verrückt, als wäre es von einer Ohrfeige Neptuns getroffen." So blumig schilderte nach der Ankunft in Cagliaro ein spanischer Passagier seine Eindrücke. "Der Seegang war furchtbar. An Bord flogen alle möglichen Dinge umher: Tische, Stühle und Liegen", erzählt eine Passagierin. Andere Reisende berichteten, das Schiff sei mit solcher Wucht auf die Wellen geprallt, dass sogar zahlreiche Gegenstände aus ihren Verankerungen gerissen wurden. "In meiner Kabine flog der Fernseher durch die Luft und zerschellte in 1000 Stücke", sagt ein Passagier. Menschen seien schreiend vor Angst und Schmerzen durch das Schiff geschleudert worden. Pärchen klammerten sich aneinander. Manche Urlauber bluteten, die meisten mußten sich übergeben.

Nach der Havarie gelang es mit dem automatisch anspringenden Notstromaggregat aber offensichtlich, zunächst eine der vier knapp 13.000 PS starken Maschinen in Gang zu setzen. Deren Kraft reichte, um das Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Ohne Steuerung legen sich Schiffe quer zur See und beginnen nach beiden Seiten zu schwanken. Dieses Rollen, das auf den Luftfotos der "Voyager" nach der Havarie gut zu erkennen war, ist gefährlich und auch unangenehm für die Passagiere, da auch Stabilisatoren nur bei Fahrt wirken.

Die "Voyager" war seit dem Jahr 2000 ständig zwischen Karibik und Mittelmeer unterwegs und hat dabei mehrfach den Atlantik überquert - bis zum 14. Januar ohne jeden Zwischenfall. Das 24.391 BRZ große Schiff war im Jahr 2000 als "Olympic Voyager" in Hamburg erbaut worden. Noch vor der Indienststellung geriet der Auftraggeber aber in Schwierigkeiten, und erst mit großer Verzögerung ging der Kreuzfahrer in Fahrt. ER ist 180,45 Meter lang, 25,5 Meter breit und hat 7,25 Meter Tiefgang. Einer ist die Hoizon Navigation auf Nassau. Ironie der Geschichte: Erst am 26. Januar war das Schwesterschiff "Explorer", die ehemalige "Olympic Explorer", 1.700 Meilen nordwestlich Hawaiis ebenfalls von einer rund 15 Meter hohen Welle getroffen worden. Auch in diesem Fall fielden Maschinen und Elektronik aus. Am 31. Januar erreichte sie Honolulu.

Außergewöhnlich hohe Wellen sind mittlerweile Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Bis vor wenigen Jahren glaubte die Wissenschaft, daß Wellen, die Kammhöhen von mehr als 40 Metern erreichen können, höchstens alle 10.000 Jahre vorkommen. Viele Forscher hielten sie gar für Seemannsgarn und für physikalisch völlig unmöglich. Ein folgenschwerer Irrtum - man nimmt mittlerweile an, dass allein in den vergangenen zwei Jahrzehnten mehr als 200 Tanker, Frachter und Containerriesen diesem tödlichen Naturphänomen zum Opfer fielen. Zum Beispiel die 181 Meter lange "Flare", die Anfang 1998 von einer "Freak Wave" in zwei Teile zerschlagen wurde. 15 Mann starben. Als Opfer einer Riesenwelle galt auch der 261 Meter lange deutsche Frachter "München", der im Dezember 1978 mitsamt seiner 28-köpfigen Crew unterging. Eine mehr als 30 Meter hohe Welle versenkte vor Jahren auch die Bohrinsel "Ocean Ranger". Sie schlug mit der Aufprallwucht tausender Tonnen gegen die Plattform, zerschmetterte ein hochgelegenes Fenster und verursachte einen folgenschweren Wassereinbruch: Es handelte sich um den Kontrollraum für die Pumpen, die die Plattform stabilisierten. Das eingedrungene Wasser löste einen Kurzschluss aus, die Pumpen waren nicht mehr zu kontrollieren. Die riesige Bohrinsel kenterte, und die gesamte 84-köpfige Inselmannschaft kam in der tosenden See um.

Im September 1995 erwischte es den britischen Luxusliner "Queen Elizabeth 2". "Es sah aus, als führen wir direkt in die weißen Klippen von Dover hinein", sagte Kapitän Ronald Warwick hinterher. Im Februar und März 2001 traf es wiederum zwei Kreuzfahrtschiffe - die "Bremen" und die "Caledonian Star". In beiden Fällen wurden, wie jetzt bei "Voyager" und "Explorer", die 30 Meter hoch gelegenen Brückenfenster eingedrückt. Die Probleme ähnelten den jetzt aufgetretenen.

Neuere Forschungen ergaben, dass Riesenwellen fast in jedem größeren Sturm entstehen können. Radardaten aus dem Nordsee-Ölfeld Goma belegten 466 solcher Wellenbildungen innerhalb von zwölf Jahren. Die Europäische Union startete im Dezember 2000 das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt "Maxwave" unter maßgeblicher Mitwirkung des GKSS-Forschungszentrums in Geesthacht. Zwei Satelliten der europäischen Raumfahrtbehörde ESA, ERS-1 und ERS-2, scannten die Weltmeere mit einem speziellen Radar in Abständen von 200 Kilometern. Innerhalb von nur drei Wochen registrierten zur Überraschung der Wissenschaftler sie zehn Wellen von mehr als 25 Meter Höhe.

Die Forschung unterscheidet dabei drei Haupttypen von Wellen:

den "Kaventsmann", eine Einzelwelle von großer Höhe und unbestimmter Form,
die "Drei Schwestern" - drei kurz nacheinander auftretende Riesenwellen, und
die "Weiße Wand", eine fast senkrechte Einzelwelle von ungeheurer Höhe und bis zehn Kilometer Breite, an deren Vorderflanke weißer Schaum herabläuft.

Auch die Typologie der noch nicht völlig geklärten Entstehung von Riesenwellen zerfällt grob in drei Modelle:
das "Huckepack-Modell", bei dem schnellere Wellen langsamere einholen und sich an ihnen auftürmen,
das "Strömungs-Modell", bei dem starke Meeresströmungen Wellen zu steilen Bergen zusammendrücken, sowie
das "Kreuzsee-Modell", bei dem Strudel, Wasserwirbel und drehende Winde große Wellen selbst bei ruhiger See wie aus dem Nichts entstehen lassen. Es gibt Regionen, in denen solche Wellen besonders häufig auftreten, zum Beispiel vor der Südostküste von Südafrika, wo heftige Winde gegen den warmen Agulhas-Strom drücken. Hier gibt der südafrikanische Wetterdienst sogar schon "Freak Wave Warnings" heraus. Auch die Küstenmeere vor Florida, der Golf von Alaska und das Meer vor Norwegen gelten als Geburtsorte solcher Wellen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter und eine Fähre im schwersten Ägäissturm seit 10 Jahren havariert
(16.02.2005) - Orkanartige Stürme haben in vielen Teilen Griechenlands Verwüstungen angerichtet. Vor dem Hafen von Piräus strandete ein Frachter. Die Besatzung des Havaristen, über dessen Deck schwere Brecher gingen, wurde mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht. Im Yachthafen Zea in Piräus zerstörten die schweren Brecher große Teile der Kaimauer und rund ein Dutzend dahinter liegender Yachten. Über die Balearen rasten Stürme mit Spitzengeschwindigkeiten bis zu 135 Kilometer pro Stunde hinweg. Drei Seehäfen auf Menorca wurden vorübergehend geschlossen. Östlich der Insel Chios strandete am 11. Februar die Ro/Ro-Passagierfähre "Arion", 11.152 BRZ. Das 1972 erbaute Schiff kam auf dem Weg von Piräus via Chios nach Mytilini mit 20 Passagieren auf 38 34.6N 25 51.4 E nach Ruderschaden fest. Zwei Hubschrauber bargen die 17 Mann Besatzung und 12 Lkw-Fahrer. Das Schiff erlitt Wassereinbruch im Maschinenraum. Der Schlepper "Matsas Star" nahm Kurs auf die Strandungsstelle. Der bulgarische Frachter "Elanta" erlitt auf dem Weg von Marokko in die Türkei mit einer Ladung Eisen am 15. Februar Maschinenschaden und trieb tagelang hilflos in der tobenden See. Zuletzt driftete das mit 17 Mann besetzte Schiff nahe Chios.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper in Wales gesunken
(16.02.2005) - In Pemprokeshire Harbour in Westwales sank der britische Schlepper "Intrepid B" am 14. Februar. Nachdem das Schiff gegen acht Uhr morgens leck geschlagen war, sank es schnell in der auflaufenden Flut. An Bord bedinden sich 45 Tonnen Dieselöl. Die Bergung vom Fishguard-Grund wurde auf eine Woche veranschlagt. Sie soll mithilfe leergepumpter Treibstofftanks und der Tide vonstatten gehen. Taucher inspizierten das Wrack am 15. Februar.
Quelle: Tim Schwabedissen

Leichtern gesunkener Barge begann
(16.02.2005) - Am 12. Februar begannen die Arbeiten zur Leichterung von Öl an Bord der im Chicago Sanitary and Ship Canal gesunkenen EMC423-Barge. Die Arbeiten werden von der Coast Guard und der Illinois Environmental Protection Agency kontrolliert. Zwischen der Cicero Avenue Bridge und der Chicago Belt Railway Bridge wurde der Schiffsverkehr gesperrt, damit die Leichterungsarbeiten nicht gefährdet würden. Nach Abschluss dieser Arbeiten kann die eigentliche Bergung starten. Sie könnte aber nochmals mehrere Wochen dauern.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Fritind" sicher im Hafen
(16.02.2005) - Die Situation auf dem am 14. Februar acht Meilen westlich von Hoek van Holland havarierten, 66 Meter langen Kümo "Fritind" konnte unter Kontrolle gebracht werden, nachdem das Rettungsboot "Jan van Eelenburg" zwei Mann mit einer Lenzpumpe übergesetzt hatte. Das unter Bahamas-Flagge laufende Schiff drohte zunächst bei bis zu sieben Windstärken und an die vier Meter hohen Wellen zu sinken. Das Rettungsboot "Christien" barg drei russische Besatzungsmitglieder binnen drei Minuten ab. Der Schlepper "Fairplay 23" brachte die "Fritind" in den Calandkanaal. Hier gingen die drei Mann wieder an Bord. Der Frachter hatte durch einen Wassereinbruch, den zwei Lecks im Maschinenraum verursacht hatten, zwischenzeitlich bis zu 5 Grad Backbordschlagseite entwickelt. Im Calandkanaal erwarteten zwei Schlepper und ein Polizeiboot das stabilisierte Schiff, dessen Krängung nicht mehr weiter zugenommen hatte. Um 00.10 des 15. Februar nahm die "Jan van Engelenburg" ihre Leute wieder an Bord. Um zwei Uhr war der Einsatz für die Retter beendet, eine Stunde danach war die "Fritind" sicher festgemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Biologen beklagen schwere Schäden durch "Cape Flattery"-Strandung
(16.02.2005) - Der Hong Konger Bulkcarrier "Cape Flattery", 28.433 tdw, hat jetzt mit Schlepperhilfe an den Kalaeloa Docks festgemacht. Der am 2. Februar vpr Barber'S Point Harbor gestrandete Frachter war mit dem Hochwasser um 02.22 Uhr des 11. Februar freigeschleppt und anschließend auf Seetüchtigkeit hin untersucht worden. Nach Angaben von Biologen verursachte seine Strandung ernsten Schaden am Korallenriff. Korallenköpfe seien zerstört worden, und eine verhärtete Schicht über Bord gegangener Zementladung bedeckte großflächig den Seeboden. Insgesamt 9.000 Tonnen waren von dem Handymax-Schiff geleichtert worden, um ihm den nötigen Auftrieb zu verschaffen. Die Küstenwache leitete Untersuchunen zur Strandungsursache ein.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kapitän telefonierte - Tanker gestrandet
(15.02.2005) - Die Strandung des beladenen Chemikalientankers "Attilio Ievoli", 6.239 tdw, im Westsolent war jetzt Gegenstand einer Untersuchung des Marine Accident Investigation Branch. Der Zwischenfall ereignete sich, als der Kapitän des italienschen Schiffes ein Mobiltelefonat führte, während es den West Solent and Needles Kanal zwischen der Isle of Wight und der Küste von Hampshire passierte. Zuvor hatte es den Lotsen entlassen, der das Schiff von Fawley dorthin geführt hatte. Für den Kanal gibt es keinen Lotsenservice. Tiefgehende Schiffe sollten den East Solent nutzen, doch der Kapitän hoffte durch die Abkürzung vier Stunden auf dem Weg nach Spanien einzusparen. Nach Absetzen des Lotsen war der Autopilot eingestellt worden, doch das Schiff geriet nördlich aus dem Kanalfahrwasser, bis es strandete. Der Schiffsboden wurde dabei beschädigt, aber nicht aufgerissen. Mit der Flut gelang es, den Tanker freizbekommen. Der jetzt fertiggestellte Report monierte schwaches Brückenmangagement. Die Aufgaben zwischen Kapitän, 2. Offizier, Kadett und dem in einem der zwei Sessel der Navigationskonsole sitzenden Chefingieur seien schlecht aufgeteilt gewesen. Der 2. Offizier, der den falschen Schiffskurs wahrgenommen hatte, versuchte vergeblich, den Kapitän zu erreichen, der am Telefonieren war.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Voyager" sicher in Cagliari
(15.02.2005) - Gut 24 Stunden nach seiner Havarie im stürmischen Mittelmeer ist das Kreuzfahrtschiff "Voyager" in Cagliari auf Sardinien eingetroffen. Gegen 07.00 Uhr des 15. Februar lief der Havarist im Hafen der italienischen Insel ein. Italienische Helfer nahmen sich der Verletzten an, dabei handelte es sich um fünf Menschen mit Knochenbrüchen und etwa 20 Leichtverletzte. Die zumeist aus Spanien stammenden Passagiere sollten zunächst weiter in ihren Kabinen untergebracht bleiben und später mit Chartermaschinen nach Hause geflogen werden. Die 180 Meter lange "Voyager" war am Vortag zwischen den spanischen Balearen und Sardinien in einen schweren Sturm mit orkanartigen Böen und bis zu 14 Meter tiefen Wellentälern geraten. Ein Brecher hatte die Glasfront der Kommandobrücke teilweise zertrümmert, das eindringende Wasser beschädigte Antrieb und Kommunikationssystem. Bei Windstärke 11 mit Geschwindigkeiten von mehr als 100 Stundenkilometern türmten sich die Wellen in dem Seegebiet 9 bis 14 Meter hoch auf. Zwischenzeitlich hatte nur noch eine der vier Maschinen des im Jahr 2000 von Blohm & voss in Hamburg erbauten Schiffes gearbeitet. Der britische Gastanker "Gimi" hatte die "Grand Voyager" die ganze Nacht über eskortiert. Er legte jetzt zusammen mit dem Kreuzfahrtschiff in Cagliari an. Die "Grand Voyager" war am 13. Februar vom tunesischen Tunis aus zu einer einwöchigen Mittelmeer-Kreuzfahrt nach Barcelona aufgebrochen. Wie lange die "Grand Voyager" zur Reparatur in Cagliari bleiben muss, war zunächst unklar. Das unter der Flagge der Bahamas laufende Schiff wird von der spanischen Iberojet mit Sitz in Palma de Mallorca bereedert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schleusung der "Schieborg" mit Hindernissen
(15.02.2005) - Der teilweise ausgebrannte RoRo-Frachter "Schieborg" traf am 14. Februar zur Reparatur bei der Bremerhavener SSW ein, nachdem er am Vortag wegen des Sturmes noch von zwei Schleppern auf Warteposition gehalten werden musste. Der Schleppverband hatte zuvor noch Probleme beim Schleusen gehabt. Das 183 Meter lange Schiff war zwei Meter länger als die Schleusenkammer. Das hintere Tor wurde deshalb nicht geschlossen. Als der Wasserstand mit dem des Hafenbeckens gleich war, wurde das vordere Tor geöffnet. Bei der Passage der Schleuse kollidierte die "Schieborg" leicht mit dem Tor. Es war danach zunächst nicht mehr richtig zu schließen und wurde wieder geöffnet. Nach einer Inspektion ließ sich das Tor aber wieder fahren.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Voyager" wird in Cagliari erwartet
(15.02.2005) - Der Crew des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Voyager" gelang es, eine der beiden Hauptmaschinen wieder zum Laufen zu bringen. Das Schiff nahm Kurs auf den sardinischen Hafen Cagliari. Hier wurde es im Laufe des 15. Februar erwartet. Bei dem Zwischenfall wurden einige Passagiere leicht verletzt. Sie konnten aber durch den Bordarzt versorgt werden. Für das mit 732 Menschen besetzte Kreuzfahrtschiff hatten französische und spanische Behörden eine Rettungsaktion eingeleitet, nachdem es auf dem Weg von den spanischen Balearen zur italienischen Insel Sardinien in einen schweren Sturm mit orkanartigen Böen von teils mehr als hundert Stundenkilometern geraten war, der die Brücke beschädigte und zum Ausfall der Antriebsanlage führte. Luftfotos zeigten das heftig zu beiden Seiten krängende Schiff in bis zu 14 Meter hohen Seen. Ein Aufklärungsflugzeug und eine Maschine des Zolls wurden von den französischen Behörden, die das "on-scene-command" übernahmen, zur "Voyager" entsandt. Auch der in der Nähe fahrende britische Gastanker "Gimi" wurde in Richtung des Havaristen dirigiert. Spanien schickte einen Schlepper und ein Flugzeug.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter in Ägäissturm gesunken - Seeleute vermisst
(15.02.2005) - Nach Maschinenschaden schlug vor der Südwestküste von Kreta am 14. Februar der in St. Vincent registrierte Frachter "Sea Ray" leck, entwickelte Schlagseite und begann in demselben Sturm, der das Kreuzfahrtschiff "Voyager" in Bedrängnis brachte, zu sinken. Nachdem das auf dem Weg von Libyen in die Türkei befindliche, 70 Meter lange Schiff 160 Kilometer vor der Küste gegen Abend Notrufe aussandte, gelang es einem nahestehenden Schiff wenig später, acht der 10 ukrainischen Besatzungsmitglieder zu retten. An der Suche nach den zwei vermissten Seeleuten beteiligten sich eine NATO-Fregatte, ein Hubschrauber, ein Militärflugzeug, ein weiteres Kriegsschiff sowie mehrere Handelsschiffe. In der Ägäis wurde inzwischen wegen des Sturms, der Windstärken bis 10 erreichte, der Fährbetrieb eingestellt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor Holland leckgeschlagen
(15.02.2005) - Der mit Kornmais beladene Frachter "Fritind" erlitt kurz nach Verlassen von Rotterdam in Richtung Averoy am Abend des 14. Februar Wassereinbruch vor Hoek van Holland. Das holländische Rettungsboot "Christien" und das Boot "Jan van den Englenburg" wurden zum Havaristen entsandt. Die "Christien" nahm drei der sechs Besatzungsmitglieder an Bord. Dabei wurden zwei Lecks in der Steuerbordseite ausgemacht. Die "Fritind" verlor daraus Dieselöl. Der Schlepper "Fairplay 23" nahm vom Europort aus Kurs auf den Havaristen. Die 66 Meter lange "Fritind" wird von der Kopervik Ship Management AS betrieben. Sie wurde 1978 in Foxhol als "Arklow Dew" erbaut und hat 1.200 PS.
Quelle: Tim Schwabedissen

Blankenese nach Tankercrash bald wieder anlaufbar
(15.02.2005) - Der Ende Januar vom britischen Säuretanker "Stolt Fulmar" gerammte Fähranleger Blankenese kann voraussichtlich in wenigen Wochen wieder angelaufen werden. Das Amt für Strom- und Hafenbau erwartet bei normaler Wetterlage, dass die Stahlbeton-Pontons in vier Wochen repariert sein können. Eine ausrangierte Brücke wird als Übergangslösung die bei der Kollision vollständig zerstörte Brücke ersetzen. Maximal fünf Tage wird es dauern, bis sechs neue Dalben in den Elbgrund gerammt sind. Der Bauauftrag für die neue Brücke wird derzeit ausgeschrieben, nach dem Zuschlag könnte sie innerhalb von vier Monaten fertiggestellt sein. Die beiden 60 mal zwölf mal vier Meter großen Anlegerpontons liegen momentan in Dock 6 bei Blohm + Voss. Sie haben Löcher von jeweils mehreren Quadratmetern Größe in der Außenhaut, weitere Schäden sind abgerissene Führungsschienen und Metallösen dort, wo die Pontons an den Dalben festgemacht waren. Unfallursache und Schadenshöhe sind weiterhin ungeklärt. Offenbar lag kein technischer Defekt der Ruderanlage des Tankers vor. Ebenso gilt menschliches Versagen als unwahrscheinlich. Klärung soll ein Test der Ruderanlage bringen. Die Wasserschutzpolizei plant nach Rückkehr des Schiffes aus dem Dock in Antwerpen nach Hamburg einen Test der Ruderanlage auf der Elbe. Bislang wurde ein Verfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gestrandete Elbschuten rollten zurück ins Wasser
(15.02.2005) - Am 7. und 8. Februar wurden die vom Sturmtief "Ingo" in der Nacht zum 21. Januar auf der Elbe an den Cranzer Hauptdeich gespülten zwei Schuten geborgen. Arbeiter legen aufblasbare Luftsäcke unter die beiden angespülten Schuten, um sie ins Wasser zurückzubugsieren. Damit die 45 Meter langen und neun Meter breiten Schuten, die keinen Eigenantrieb haben, wieder heil ins Wasser kamen, legten Arbeiter aufblasbare Gummirollen unter den Rumpf. Darauf wurden die Fahrzeuge zurück ins Wasser schieben. Die Bergung der ersten Schute begann um 7 Uhr morgens des 7. Februar und dauerte über sieben Stunden. Ein Sachverständiger der Versicherer sagte, dass es auch kostengünstigere Möglichkeiten der Bergung gegeben hätte. Auf die gewählte Art würden aber die Deiche und das Deichvorland am meisten geschont. Eine Werft sollte die beiden Schuten nach der Bergung überprüfen, danach sollen sie wieder voll einsatzfähig sein. Die Firma Bohlen & Doyen transportierte mit den Schuten Sand für die Aufschüttung der Hamburger Hafencity. Der Sturm hatte die miteinander vertäuten Lastkähne von ihrem Liegeplatz in Stoltenhorn losgerissen und etwa hundert Meter weit die Hahnöfer Nebenelbe hinaufgetrieben.
Quelle: Tim Schwabedissen

Dampftrawler nach 30 Jahren geborgen
(15.02.2005) - Nach 30 Jahren hat der ehemalige Trawler "Dias" wieder Wasser unter dem Kiel. Das als Trawler "Viola" 1906 in Hull erbaute Schiff war im 1. Weltkrieg an der Versenkung des deutschen U-Bootes "U 30" beteiligt. Seit den 20er Jahren war es in der Seelöwenjagd in Südgeorgien tätig und diente auch als Unterstützungsschiff zahlreicher Antarktisexpeditionen, ehe es in den 70er Jahren aufgegeben wurde und später halb gesunken an einer Pier im flachen Wasser lag. Das Wrack ist imer noch mit der Original-Dampfmaschine ausgestattet. Es soll in naher Zukunft die 8.000 Meilen lange Heimreise nach Hull antreten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kreuzfahrtschiff im Mittelmeer in Seenot
(14.02.2005) Bei einer Kreuzfahrt auf dem stürmischen Mittelmeer ist ein in Deutschland gebautes Schiff mit mehr als 700 Menschen an Bord in Seenot geraten. Nach Angaben der Behörden konnte die "Grand Voyager" wegen einer Havarie erst nach Stunden wieder zwei ihrer vier Motoren nutzen und Kurs auf den Hafen Cagliari auf Sardinien nehmen. Das Schiff schipperte zwischen den spanischen Balearen und der italienischen Insel, als es in einen schweren Sturm geriet.
Orkanartige Böen fegten mit mehr als hundert Stundenkilometern über das Meer hinweg und peitschten es zu Wellentälern von 14 Metern Tiefe auf. Eine Welle zetrümmerte die Glasfront auf der Kommandobrücke teilweise. Das eindringende Wasser beschädigte das Stromnetz und legte sowohl die Kommunikation als auch die Steuerung des Bootes lahm.
Über die Zahl der Menschen an Bord des von der spanischen Reederei Iberojet betriebenen Kreuzfahrtschiffes gab es zunächst unterschiedliche Angaben. Die Seepräfektur der südfranzösischen Hafenstadt berichtete von 732 Menschen, der Chef der britischen Wartungswerft V.Ships, Patrick Adamson, sprach von etwa 480 zumeist spanischen Passagieren und 296 Besatzungsmitgliedern.
Französische und spanische Behörden leiteten eine Rettungsaktion für die unter Flagge der Bahamas fahrende "Grand Voyager" ein. Das Schiff befinde sich zwar "in einer schwierigen Lage" und habe "einige Kommunikationsprobleme", aber "nicht seinen ganzen Antrieb verloren", sagte ein Behördenvertreter. Die französischen Behörden entsandten ein Aufklärungsflugzeug und eine Maschine des Zolls. Auch der in der Nähe fahrende britische Gastanker "Gimi" wurde zu dem Schiff dirigiert und eskortiert es nun in Richtung Sardinien. Spanien schickte einen Schlepper und ein Flugzeug zur Hilfe.
Die als besonders schnelles Kreuzfahrtschiff geltende "Grand Voyager" war 2000 bei der deutschen Werft Blohm+Voss gebaut und von der Fachzeitschrift "Hansa" zum Schiff des Jahres gekürt worden. Ursprünglich hatte das 180-Meter-Boot "Olympic Voyager" geheißen.
Quelle: Peter O.Walter

Ulf wirbelt Schifffahrt durcheinander
(14.02.2005) - Der Sturm Ulf führte am 13. Februar zu einer Reihe von Havarien. Im Hamburg kollidierten im Steinwerder Hafen zwei Frachter, wobei geringer Sachschaden entstand. Ebenfalls in Hamburg wurde am Burchardkai ein Schiff gegen die Pier gedrückt.
In Bremerhaven kenterte und sank am Nachmittag querab der Stromkaje auf der Weser der Fischkutter "Freiheit". Der Kapitän des Kutters rettete sich in ein Dingi und wurde von der Besatzung eines herbeigeeilten Schleppers mit leichter Unterkühlung geborgen. Das Wrack der "Freiheit" wurde inzwischen geortet und die Position abgesichert. Am 14. Februar soll es gehoben werden. Das Schwimmdock mit der "CMA CGM Pasteur" riss sich ebenso wie ein Containerfrachter los. Schlepper verhinderten Schlimmeres, Werftarbeiter wie Schiffscrew wurden jedoch evakuiert.

Schlepper sicherten den teilweise ausgebrannten RoRo-Frachter "Schieborg", der am 14. Februar zur Werft SSW verholen sollte. Er wurde vorerst an der Stromkaje vertäut.

Ein Seenotrettungskreuzer sowie ein Boot der Bremerhavener Wasserschutzpolizei retteten in der Geestemündung die jugendlichen Crews von sieben Jollen, deren Segel im Sturm zerfetzt worden waren und von denen eines gekentert war und ein weiteres sich in einer Reuse verfangen hatte. Die Jugendlichen kamen mit dem Schrecken davon, gegen den Betreuer wurden polizeiliche Ermittlungen eingeleitet.

In der Brunsbütteler Schleuse des Nord-Ostsee-Kanals kollidierte der holländische RoRo-Frachter "Bothniaborg" mit seinem Heck die Dalben des Leitwerks. Der RoRo-Frachter "Alteland" zog sich beim Zusammenstoß mit der Mauer der Schleuseneinfahrt einen Riss im Rumpf zu. Der 1975 erbaute Frachter "Amirante" touchierte beim Verlassen der Schleuse den Mittelkopf und zerstörte einen Fender.

Der Autocarrier "San Mateo" sollte von Schleppern auf den Haken genommen werden, um gefahrlos in die Schleuse einzulaufen. Dreimal brach bei diesem Versuch der Schleppdraht, sodass die "San Mateo" schließlich notankern musste. Die Ankerketten vertörnten sich dabei ineinander und konnten nicht mehr gehievt werden. Ein Schlepper sicherte die San Mateo", bis die Situation gelöst war. Der Frachter passierte inzwischen den Kanal und hat am 14. Februar die Kieler Förde Richtung Malmö verlassen.
Auch die "Caroline Russ" forderte Schlepperassistenz an. Auch hier brach zunächst der Schleppdraht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Drittes Ramming von holländischem Frachter im Nord-Ostsee-Kanal binnen fünf Wochen
(14.02.2005) - Am Morgen des 12. Februar kollidierte der holländische Frachter "Nola", 1999 BRZ, bei der Passage des Nord-Ostsee-Kanals mit der Uferböschung zwischen Schülp und Rendsburg. Das 80 Meter lange Schiff saß drei Stunden lang fest. Aus Kiel wurde ein Schlepper zur Strandungsstelle geordert. Es gelang dem Kapitän jedoch schließlich, sein Schiff aus eigener Kraft flottzubekommen. Es machte anschließend im Rendsburger Kreishafen fest. Es war bereits der dritte derartige Zwischenfall mit einem holländischen Frachter seit dem 5. Januar. Damals hatte die "Magnolia", 686 tdw, die Böschung bei der Fahrt in die Ostsee gerammt. Am Morgen des 24. Januar war die "Annerdiep" mit dem Frachter "Assiduus" und dem Anleger der Fähre Landwehr kollidiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

18 Seeleute nach Frachteruntergang vermisst
(14.02.2005) - Der taiwanesische Frachter "Jui Tai No. 8", 5.177 BRZ, sank am 10. Februar auf dem Weg vom osttaiwanesischen Hualien Port zur südjapanischen Insel Ishigaki. Nach dem Untergang wurde nur eine leere Rettungsinsel gefunden. Es wurde befürchtet, dass die 18-köpfige Besatzung des mit Sand beladenen Schiffes ums Leben kam.
Quelle: Tim Schwabedissen

"European Highlander" gestrandet
(14.02.2005) - Die Fähre "European Highlander" lief am 12. Februar vor der englischen Küste mit 43 Passagieren und 57 Mann Besatzung in schwerer See auf Grund. Das Unglück ereignete sich nur 100 Yards vom Anlegeplatz entfernt bei Windgeschwindigkeiten um 100 Knoten. Das Schiff befand sich auf dem Weg ins schottische Cairnryan.
Quelle: Tim Schwabedissen

Flussfähre machte sich selbständig
(14.02.2005) - Die Flussfähre "Darmouth Higher Ferry" riss sich am 13. Februar von ihren Vertäuungen in Dartmouth los und trieb mit 34 Passagieren, zwei Mann Crew und 15 Autos an Bord flussabwärts. Dabei kollidierte sie mit anderen Schiffen und drehte sich schließlich in den Wind. Rettungsteams stellten sicher, dass sich niemand im Wasser befand. Die Passaigere wurden von Bord evakuiert. Bei Niedrigwasser soll die Fähre "Dartmouth Lower Ferry" ihre Rampe auf die "Higher Ferry" hinüberbringen, sodass dann die Autos von einer auf die andere Fähre übergesetzt und an Land abgesetzt werden können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Lecker Kutter hatte noch zwei Fuß Freibord
(14.02.2005) - Der 72 Fuß lange Trawler "Anna Marie" aus Morehead City, North Carolina, schlug am Morfen des 12. Februar 18 Meilen südlich des Oregon Inlet leck. Der Maschinenraum lief über den Propellerschaft vollständig voll. Als ein Hubschrauber der Küstenwache den Havaristen eineinviertel Stunden nach dessen Notruf erreichte, hatte er noch zwei Fuß Freibord. Rasch wurden zwei Lenzpumpen abgefiert und von der dreiköpfigen Kuttercrew in Betrieb genommen. Um 4.50 Uhr wurde eine weitere Pumpe von einem Boot der Küstenwachstation Oregon Inlet übergeben. Schließlich gelang es, des Wassereinbruchs Herr zu werden und das Boot durch das Küstenwachschiff nach Diamond Shoals nahe Cape Hatteras zu schleppen. Hier wurde es von einem Boot vom Cape Hatteras Inlet übernommen und schließlich vom Schwesterschiff der "Anna Marie", der "Alice Marie", nach Fort Macon, North Carolina, verholt.
Quelle: Tim Schwabedissen

25 Vermisste nach Fährunglück in Bangla Desh
(14.02.2005) - In Bangla Desh kollidierten zwei Fähren am 12. Februar. Eines der Schiffe, das kurz zuvor vom Terminal im Fluss Rupsha abgelegt hatte, kenterte mit 33 Passagieren. 11 von ihnen schwammen an Land. Insgesamt wurden 25 Personen vermisst. Die Rettungsarbeiten dauerten an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Strandung von Baggerschiff verschwiegen
(14.02.2005) - Das 165 Fuß lange Baggerschiff "Eland", 289 t, das bei Baggerarbeiten im Santa Ana River beschäftigt war, strandete am 6. Februar beim Transport von Pumprohren zu einer Verklappungsstelle vor der Küste. Am 8. Februar wurde es von mehreren Schleppern aus Newport Beach freigeschleppt. Den Eignern der "Eland", der Nehalem River Dredging Inc., wurde eine Strafe von $5.000 auferlegt, weil sie die Küstenwache erst 24 Stunden nach der Havarie von dem Vorfall informiert hatten.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Flattery" freigeschleppt
(14.02.2005) - Am 11. Februar wurde der Frachter "Cape Flattery" vor Barber's Point Harbor freigeschleppt. Morgens um 2.22 Uhr kam Bewegung in das Schiff, nachdem drei Schlepper angespannt hatten. Nachdem es vom Riff gezogen war, wurde es zu einem sicheren Ankerplatz eine Meile vor der Küste verholt. Hier soll der Rumpf gründlich untersucht werden, bevor dem Havaristen eine Einlaufgenehmigung erteilt wird. Vor dem geglückten Befreiungsversuch waren 9.000 Tonnen der Zementladung sowie alles Bunkeröl bis auf einen zum Betrieb der Maschinen notwendigen Rest geleichtert worden. Das Ölbekämpfungsschiff "Hawaii Responder" verblieb zunächst vor Ort. Am Vormittag des 11. Januar sollte ein Kontrollflug sicherstellen, dass keine Gewässerverunreinigung stattfand.
Quelle: Tim Schwabedissen

Jollensegler in Seenot
(13.02.2005) Sieben kleine Segeljollen, besetzt mit 15- bis 16-jährigen Jugendlichen unter Begleitung eines Betreuers in einem Schlauchboot, gerieten in der Geesteeinfahrt aufgrund des Sturmes in Seenot. Segel wurden zerfetzt, ein Boot kenterte und ein weiteres verfing sich in einer Reuse. Alle Jugendlichen und der Betreuer wurde unverletzt, zum Teil aber mit Unterkühlung geborgen. Ein Seenotrettungskreuzer der DGzRS und ein Boot der WSP-Bremerhaven, das zusätzlich ein Schlauchboot aussetzte, waren im Einsatz, teilte die Polizei mit. Die Jugendlichen kamen mit einem Schrecken davon, gegen den Betreuer laufen polizeiliche Ermittlungen.
Im Hafen wurde ein Schwimmdock, belegt mit einem großen Containerschiff, losgerissen und drohte mit der Kaimauer zu kollidieren. Dieses wurde durch Schlepper verhindert. Bedienstete der Werft und die Besatzungsmitglieder des Frachters wurden vorsorglich evakuiert.
Gegenüber der Stromkaje vom Bremerhaven kenterte und sank ein Fischkutter, besetzt und geführt von einem einzelnen Fischer. Dieser konnte sich kurfristig in ein Dingi retten und wurde von der Besatzung eines herbeigeeilten Schleppers leicht verletzt mit einer Unterkühlung geborgen Er wurde in ein Krankenhaus verbracht.
Quelle: Joachim Preuß, Sailpress

Vorschiff der "Selendang Ayu" verschwand von Wasseroberfläche
(11.02.2005) - Dreiviertel des Öls der "Seledang Ayu" dürfte in die Bering-See aufgelaufen sein. Inspektionen mit dem ROV ergaben jetzt, dass entgegen der Hoffnungen von Experten zwei der Haupttanks, in denen noch Öl vermutet wurde, auf dem felsigen Grund aufgerissen sind. Die Arbeiten zum Abpumpen wurden jetzt eingestellt. Die Strände sind auch weitgehend vom Öl befreit. Die Wiederaufnahme der Reinigungsarbeiten wird für April erwartet. Am 9. Februar war von der "Selendang Ayu" nur noch die hintere Hälfte zu sehen. Kurz nach Beginn der Taucharbeiten des ROV versank das Vorschiff vollständig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung der "Cristoforo Colombo" nicht in Sicht
(11.02.2005) - Die Bergungsarbeiten an dem am 8. September 2004 vor Kholms gestrandeten belgischen Baggerschiff "Cristoforo Colombo" haben durch schlechtes Wetter erhebliche Rückschläge erlitten. Der Rumpf und die Tanks des Schiffes sind inzwischen so stark beschädigt, dass sie dem Schiff nicht mehr genügend Auftrieb geben, um es ohne schwere strukturelle Schäden vom Strand ziehen zu können. Außerdem ist das Gewicht des Schiffes derzeit durch Eisbildung erheblich erhöht. Die an der Bergung beteiligten Parteien European Dredging Company, Smit International und SakhBASU suchen derzeit eine Lösung, wie die Zerstörung des Schiffes minimiert und die Bergungschance erhöht werden kann. Auf dem Weg zur Baggerrinne, die dem Schiff den Weg zum Meer bahnen sollte, befinden sich zu allem Überfluss gefährliche Felsen. Um sie zur überwinden, könnte eine teilweise Demontage des Havaristen zwecks Gewichtserleichterung notwendig werden. Zur Abwendung von Umweltrisiken wurden bereits sämtliche umweltgefährdenden Stoffe abgepumpt und am Strand gelagert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper auf Mississippi gesunken
(11.02.2005) - Am 10. Februar kollidierte gegen 9.25 Uhr der mit sieben Bargen auf dem Mississippi nordwärts laufende Schlepper "CSS Arkansas" mit dem 737 Fuß langen griechischen Frachter "Rodon Amarandon", der ebenfalls Nordkurs lief.Der Schlepper und eine seiner Bargen sanken. Seine vier Mann Besatzung wurden von einem Boot unversehrt aufgenommen und vorsorglich in ein örtliches Krankenhaus gebraht. Die mit Eisen beladene "Rodon Amarandon" wurde nur leicht beschädigt. An der Untergangsstelle der "CSS Arkansas" wurde ein leichter Ölfilm festgestellt. Auf dem Fluss wurde von der Küstenwache bis zur genauen Ortung der Wracks eine Sicherheitszone eingerichtet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter vor Japan gestrandet
(11.02.2005) - In einem starken Sturm strandete am 10. Februar der kambodschanische Frachter "Helena 2", 2.736 tdw, vor der japanischen Insel Honsu. Um 5.58 Uhr Ortszeit ging ein SOS-Ruf beim japanischen Küstenschutzdienst ein. Vier der 28 Mann Besatzung gingen nach der Strandung in ein Rettungsboot. Der Rest harrte an Bord des Havaristen aus, bis ein Hubschrauber der japanischen Küstenwache sie aufwinschte. Inzwischen sind alle 28 Mann in Sicherheit. Es wurde erwartet, dass der mit Holz beladene Frachter untergeht. Das Hauptaugenmerk galt daher nach der Rettung der Crew dem an Bord des Schiffes befindlichen Bunkeröl.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Flattery" geringfügig gedreht
(11.02.2005) - Die Bergung der "Cape Flattery" hat am 10. Februar Fortschritte gemacht. Während der Nacht waren weitere Schleppversuche unternommen worden, während der das Schiff zwar noch nicht befreit werden konnte, es sich aber geringfügig gedreht hat. Zuvor waren einige Ballasttanks gelenzt worden. Nun liegt das Schiff mit dem Hack zur Schwell, wodurch die Welleneinwirkung auf den Rumpf reduziert ist. Außerdem können die Löschaktionen nun leichter fortgesetzt wrden. Bisher wurden 7.000 Tonnen Zement entladen. Die Löscharbeiten werden bis zur nächsten Flut fortgesetzt und dann ein neuer Abschleppversuch gestartet werden. Am Morgen des 10. Februar trafen zwei weitere Schlepper zur Stabilisierung des Havaristen ein, sodass insgesamt nun sechs Schlepper zur Bergung zur Verfügung stehen. .
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter vor Gloucester gesunken
(10.02.2005) - In den Mittagsstunden des 9. Februar sank der 38 Fuß lange Longliner "Hollywood" aus Gloucester vor der Küste von Massachussetts. Ein Falcon Jet der US-Küstenwache fing einen Mayday-Ruf auf, dass die dreiköpfige Besatzung in eine Rettungsinsel gehe. Daraufhin wurde ein Rettungshubschrauber alarmiert, der zu der angegebenen Postition flog und alle Männer unversehrt rettete. Zwei von ihnen trugen Überlebensanzüge, außerdem führten sie einen automatischen Positionsgeber mit sich. Nach ihrer Rettung wurden sie zur Küstenwachstation Gloucester gebracht. Eine medizinische Behandlung war nicht notwendig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Mann von gestrandetem Kutter gerettet
(10.02.2005) - Am Morgen des 8. Februar sandte der 56 Fuß lange Longliner "Adriana" vor Kodiak Notrufe, nachdem die Maschine ausgefallen war und der Kutter auf Akhiok Island zutrieb. Die vierköpfige Crew legte Überlebensanzüge an und verließ das Schiff. Zwei Rettungshubschrauber aus Kodiak machten nacheinander sich auf den Weg zur gemeldeten Position. Vom Kutter "Ocena Bay" aus wurden die Schiffbrüchigen kurz darauf auf einem nahen Strand gesichtet. Die "Adriana" strandete inzwischen vor der Aliulik Peninsula auf Cape Trinity, gegenüber von Akhiok Village. Der erste Hubschrauber vor Ort rettete alle vier Mann Besatzung und den Bordhund. Außer einer kleinen Kopfvelretzung und geringfügiger Unterkühlung waren die Fischer unversehrt. Sie wurden nach ihrer Rettung dennoch ins Kodiak Island Medical Center gebracht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Rettungsaktion für brennenden Schlepper
(10.02.2005) - Am Nachmittag des 9. Feburar brach im Maschinenraum des 130 Fuß langen Schleppers "Betty Wood" 17 Meilen östlich von Haulover Beach ein Feuer aus. Der Schlepper war mit einer mit 10 Menschen besetzten, 500 Fuß langen Barge unterwegs, als er einen Notruf abgab. Drei Rettunsboote aus Miami Beach, Fort Lauderdale, zwei Helikopter und ein Falcon-Jet aus Opa Locka sowie der Küstenwachkutter "Gannet" steuerten den Havaristen an. Das Feuer konnte mit deren Assistenz gelöscht werden, die "Betty Wood" war allerdings stark verraucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wettlauf gegen die Zeit nach Bootsunglück
(10.02.2005) - Am Morgen des 8. Februar wurde nahe der Öffnung der Alsea Bay, Oregon, ein in Not befindliches 16 Fuß-Boot beobachtet. Die Küstenwache ließ zwei Hubschrauber aus Newport und North Bend starten und entsandte zwei 47-Fuß-Rettungsboote aus Yaquina Bay zur gemeldeten Position. Einer der Hubschrauber machte das gekenterte Boot kurz darauf drei Meilen südwestlich des Eingangs der Bucht aus und dirigierte ein Rettungsboot dorthin. Es entdeckte wenig später eine im Wasser treibende Person und barg sie binnen fünf Minuten nach der Sichtung aus dem Wasser. Ein Rettungshubschrauber übernahm den unterkühlten Schiffbrüchigen und flog ihn nach Newport, wo er zur medizinischen Betreuung ins Pacific Community Hospital kam. Derweil entdeckte das Rettungsboot einen weiteren Schiffbrüchigen, der bereits bewusstlos war. Er starb trotz Wiederbelebungsmaßnahmen noch vor dem Eintreffen im Pacific Community Hospital. Unbestätigten Berichten zufolge befand sich auch noch eine dritte Person im Wasser, sodass die Küstenwache die Suchaktion fortsetzte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schlepper kollidierte mit gestrandeter "Cape Flattery"
(10.02.2005) - Die Bergungscrews auf der "Cape Flattery" haben die Löscharbeiten auf dem Havaristen während der gesamten Nacht vom 8. zum 9. Februar forgesetzt. 1.000 Tonnen Zement wurden bislang geleichtert. Kurz nach Mitternacht kollidierte einer der Assistenzschlepper mit dem vor Barbers Point Harbor festsuitzenden Frachter. Dabei wurde der Rumpf der "Cape Flattery" knapp über der Wasserlinie aufgerissen. Der Schaden wurde unmittelbar danach geflickt. Das Ölbekämpfungsschiff "Hawaii Responder" ist inzwischen unterwegs zur Strandungsstelle, um bei eventuellem Ölaustritt eingreifen zu können.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tsunami-Opfer "Jaami" endgültig im Hafen
(10.02.2005) - Am 9. Februar wurde der am 26. Dezember im Tsunami vor Colombo gestrandete und teilweise gesunkene Frachter "Jaami" endgültig in den Hafen eingebracht und an die Eigner zurückgegeben. Die Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V. sowie die Sri Lanka Shipping hatten den Bergungsauftrag am 26. Dezember erhalten und die "Jaami" am 10. Januar gehoben. Seitdem wurde es zum Einlaufen in den Hafen vorbereitet. Mithilfe zweier Hafenschlepper wurde der Havarist jetzt an eine Pier in Colombo gebracht und bereits um 14 Uhr mit dem Löschen der Ladung begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wettrennen auf Themse endete in Kollision: Geldstrafe für erfahrenen Skipper
(10.02.2005) - Vor dem Horseferry Road Magistrate Court in London fand am 9. Februar eine Anhörung zur Kollision zweier Amphibienfahrzeuge auf der Themse im vergangenen Jahr statt. Einer der Skipper wurde verurteilt, £500 Strafe und die Prozesskosten von £1,000 zu tragen. Die "Titania" war zwischen Westminster und Lambeth Bridges unterwegs gewesen, als ihm die vom beklagten Skipper geführte "Desdemona" entgegenkam. Er führte sie nicht wie sonst unter die Westminster Bridge, sondern kreuzte den Fluss in Richtung der Houses of Parliament und begann, sich mit der "Titania" ein Rennen zu liefern. Eine Zeitlang liefen die beiden Fahrzeuge nur einen bis drei Meter voneinander entfernt auf Parallelkurs, ungefähr eine Bootslänge vom Embankment Ufer entfernt. Eine hohe Welle, kräftiger Wind und die Nähe des Ufers führten zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge, wobei ein Kind nur knapp davonkam. Dem Skipper der "Desdemona" wurde vorgehalten, das der Führer eines Fahrgastschiffes immer die Sicherheit von Passagieren und Besatzung im Auge haben muss. Gerade in Tidengewässern wie der Themse könne ein Verhalten, wie er es zeigte, ein Risiko für andere darstellen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Vermisste nach Frachteruntergang im Schwarzen Meer
(08.02.2005) - Schon wieder ging im Schwarzen Meer ein Frachter unter. Am Abend des 8. Februar kenterte und sank 30 Meilen nordöstlich von Sinop der nordkoreanische Frachter "Adnan 1". Rettungskräfte waren vor der türkischen Nordküste um die Bergung von elf Seeleuten - acht Syrer und drei Ägypter - bemüht. Neun von ihnen hatten sich in ein Rettungsboot geflüchtet und konnten von Hubschraubern der türkischen Armee gerettet werden. Zwei weitere Seeleute wurden noch vermisst und sind wahrscheinlich ums Leben gekommen. Die örtliche Küstenwache war wegen des schlechten Wetters nicht in der Lage, Hilfe zu leisten. Die "Adnan 1" war mit einer Ladung Stahl und Holz auf dem Weg vom russischen Hafen Novorossiysk nach Syrien gewesen, als sie 30 Meilen vor Sinop in einen Schneesturm geriet und mit zunehmender Schlagseite SOS funkte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Tote nach Untergang der "Jökulfell" geborgen
(09.02.2005) - Nach dem Untergang des Frachters "Jökulfell" am 7. Februar wurden vier russische und lettische Besatzungsmitglieder tot geborgen. Zwei weitere wurden weiterhin vermisst, die Suche dauerte an. Die fünf Geretteten sollten im Lauf des 8. Januars an Bord der dänischen Fregatte Vædderen (F 359) den färöischen Hafen Torshavn anlaufen erreichen. Sie verdanken ihr Überleben wohl dem Umstand, dass es ihnen vor dem Untergang des Schiffes noch gelungen war, ihre Survival Suits anzulegen. Das Unglück ereignete sich bei für nordatlantische Verhältnisse nicht außergewöhnlich schlechtem Wetter. Es wird vermutet, dass sich ein Teil der Stahlladung verschoben haben und so das Schiff zum Kentern gebracht haben könnte. Die "Jökulfell" hatte um etwa 22.00 Uhr rund 60 Seemeilen nordöstlich der Färöer einen Seenotruf ausgesanddt. Das färöische Rettungsschiff "Brimil", das als erstes Schiff vor Ort war, fand den Frachter bereits auf der Seite liegend im Wasser treibend vor. Die "Jökulfell" versank um etwa 1.00 Uhr nachts.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsschiff strandete selbst bei Befreiungsversuch für "Saatli"
(09.02.2005) - Eine Woche nachdem der Frachter "Saatli", 5910 tdw, nach Bruch beider Ankerketten vor Makhachkala im Kaspischen Meer gestrandet war, konnte das 1963 erbaute Schiff nun befreit werden. Es hatte 42 Tonnen Dieselöl an Bord, als es fünf Kilometer nördlich der russischen Stadt strandete. Das zu Bergungsarbeiten entsandte Rettungsschiff "Atkai Veliev", das aus Baku entsandt worden war, war selbst an der Unglücksstelle auf Grund gelaufen und konnte erst am Abend des 6. Februar von einem anderen russischen Bergungsschiff befreit werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemikalientanker auf Schelde gestrandet
(09.02.2005) - Der in Ballast laufende Chemikalientanker "Eberhard", 3.075 BRZ, strandete am 5. Februar eine Stunde nach dem Auslaufen aus Antwerpen auf einer Sandbank auf der Schelde. Der 1983 erbaute Tanker hatte zuvor einen Maschinenblackout erlitten und kam nach Scheitern eines Notankermanövers manövrierunfähig gegen 13.30 in der Bucht von Walsoorden nahe Paalfest. Die Schlepper "Union 9" und "Schelde 12" konnten den Havaristen gegen 13.00 Uhr wieder freischleppen. Die Besatzung der "Eberhard" konnte die Maschine wieder in Betrieb nehmen, sodass das Schiff aus eigener Kraft, eskortiert vom Schlepper "Multratug 12", seine Reise Richtung Brunsbüttel wieder aufnehmen konnte. Hier soll der Schiffsboden untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Löscharbeiten an "Cape Flattery" wieder aufgenommen
(09.02.2005) - Nach Wetterberuhigung wurden am 7. Februar die Löscharbeiten auf der "Cape Flattery" vor Barbers Point Harbor wieder aufgenommen. Bergungscrews arbeiteten zwischen 20 und 24 Uhr. Drei Schlepper assistieren die Löscharbeiten zweier Kräne und zweier Bargen. Das Seewasser, das in einem Öltank gefunden wurde, stammt möglicherweise von einem internen Leck in einem Seewasser-Ballasttank. Der Rumpf scheint nach wie vor heil zu sein. Sicherheit hierüber wird aber erst eine Unterwasserinspektion des Schiffsbodens erbringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölpestgefahr vor Port Said abgewendet
(09.02.2005) - Ägyptische Einsatzkräfte arbeiteten in den vergangenen Tagen an der Beseitigung von 1.300 Tonnen Öl, die aus den Tankern "Genmar Kestrel" und "Trijata" ausgelaufen waren. Ölbekämpfungsschiffe vor Ort nahmen sich des auf der Wasseroberfläche verbliebenen Ölteppichs an, der von kräftigem Wind auseinander gerissen worden war. Die Gefahr einer Verschmutzung von Port Said schien wegen der seewärtigen Drift der Ölreste nicht mehr zu bestehen. Die noch verbliebenen Ölflecken waren von so geringer Größe, dass im Laufe des 8. Februars ein Ende der Reinigungsarbeiten erwartet wurde. Die inzwischen abgedichteten Tanker lagen immer noch auf ihren Ankerpositionen. Das Leichtern der Schiffe wurde durch die raue See verhindert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Patroullienboote auf St. John's River havariert
(09.02.2005) - Während Patroullienfahrten auf dem St. John's River anlässlich eines Feuerwerks in Jacksonville kam es gleich zu zwei Havarien. Ein Boot mit zwei Polizisten kollidierte am Abend des 3. Februar mit der Old Fuller Warren Bridge. Ein Patroullienboot aus Volusia County rammte keine 24 Stunden später darauf eine Pier im St. Johns River nahe des St. Vincent's Hospital in Riverside Vorher war der Skipper über Bord gegangen, als eine Welle das Boot getroffen hatte. Steuerlos rammte das Boot dann in das Ufer. Der im Wasser treibende Polizist wurde unversehrt gerettet. Der Fiberglass-Bug des Bootes wurde schwer beschädigt. Es musste zur U.S. Naval Air Station Jacksonville geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Vermisste nach Frachteruntergang im Schwarzen Meer
(08.02.2005) - Schon wieder ging im Schwarzen Meer ein Frachter unter. Am Abend des 8. Februar kenterte und sank 30 Meilen nordöstlich von Sinop der nordkoreanische Frachter "Adnan 1". Rettungskräfte waren vor der türkischen Nordküste um die Bergung von elf Seeleuten - acht Syrer und drei Ägypter - bemüht. Neun von ihnen hatten sich in ein Rettungsboot geflüchtet und konnten von Hubschraubern der türkischen Armee gerettet werden. Zwei weitere Seeleute wurden noch vermisst und sind wahrscheinlich ums Leben gekommen. Die örtliche Küstenwache war wegen des schlechten Wetters nicht in der Lage, Hilfe zu leisten. Die "Adnan 1" war mit einer Ladung Stahl und Holz auf dem Weg vom russischen Hafen Novorossiysk nach Syrien gewesen, als sie 30 Meilen vor Sinop in einen Schneesturm geriet und mit zunehmender Schlagseite SOS funkte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Vier Tote nach Untergang der "Jökulfell" geborgen
(09.02.2005) - Nach dem Untergang des Frachters "Jökulfell" am 7. Februar wurden vier russische und lettische Besatzungsmitglieder tot geborgen. Zwei weitere wurden weiterhin vermisst, die Suche dauerte an. Die fünf Geretteten sollten im Lauf des 8. Januars an Bord der dänischen Fregatte Vædderen (F 359) den färöischen Hafen Torshavn anlaufen erreichen. Sie verdanken ihr Überleben wohl dem Umstand, dass es ihnen vor dem Untergang des Schiffes noch gelungen war, ihre Survival Suits anzulegen. Das Unglück ereignete sich bei für nordatlantische Verhältnisse nicht außergewöhnlich schlechtem Wetter. Es wird vermutet, dass sich ein Teil der Stahlladung verschoben haben und so das Schiff zum Kentern gebracht haben könnte. Die "Jökulfell" hatte um etwa 22.00 Uhr rund 60 Seemeilen nordöstlich der Färöer einen Seenotruf ausgesanddt. Das färöische Rettungsschiff "Brimil", das als erstes Schiff vor Ort war, fand den Frachter bereits auf der Seite liegend im Wasser treibend vor. Die "Jökulfell" versank um etwa 1.00 Uhr nachts.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergungsschiff strandete selbst bei Befreiungsversuch für "Saatli"
(09.02.2005) - Eine Woche nachdem der Frachter "Saatli", 5910 tdw, nach Bruch beider Ankerketten vor Makhachkala im Kaspischen Meer gestrandet war, konnte das 1963 erbaute Schiff nun befreit werden. Es hatte 42 Tonnen Dieselöl an Bord, als es fünf Kilometer nördlich der russischen Stadt strandete. Das zu Bergungsarbeiten entsandte Rettungsschiff "Atkai Veliev", das aus Baku entsandt worden war, war selbst an der Unglücksstelle auf Grund gelaufen und konnte erst am Abend des 6. Februar von einem anderen russischen Bergungsschiff befreit werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Chemikalientanker auf Schelde gestrandet
(09.02.2005) - Der in Ballast laufende Chemikalientanker "Eberhard", 3.075 BRZ, strandete am 5. Februar eine Stunde nach dem Auslaufen aus Antwerpen auf einer Sandbank auf der Schelde. Der 1983 erbaute Tanker hatte zuvor einen Maschinenblackout erlitten und kam nach Scheitern eines Notankermanövers manövrierunfähig gegen 13.30 in der Bucht von Walsoorden nahe Paalfest. Die Schlepper "Union 9" und "Schelde 12" konnten den Havaristen gegen 13.00 Uhr wieder freischleppen. Die Besatzung der "Eberhard" konnte die Maschine wieder in Betrieb nehmen, sodass das Schiff aus eigener Kraft, eskortiert vom Schlepper "Multratug 12", seine Reise Richtung Brunsbüttel wieder aufnehmen konnte. Hier soll der Schiffsboden untersucht werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Löscharbeiten an "Cape Flattery" wieder aufgenommen
(09.02.2005) - Nach Wetterberuhigung wurden am 7. Februar die Löscharbeiten auf der "Cape Flattery" vor Barbers Point Harbor wieder aufgenommen. Bergungscrews arbeiteten zwischen 20 und 24 Uhr. Drei Schlepper assistieren die Löscharbeiten zweier Kräne und zweier Bargen. Das Seewasser, das in einem Öltank gefunden wurde, stammt möglicherweise von einem internen Leck in einem Seewasser-Ballasttank. Der Rumpf scheint nach wie vor heil zu sein. Sicherheit hierüber wird aber erst eine Unterwasserinspektion des Schiffsbodens erbringen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölpestgefahr vor Port Said abgewendet
(09.02.2005) - Ägyptische Einsatzkräfte arbeiteten in den vergangenen Tagen an der Beseitigung von 1.300 Tonnen Öl, die aus den Tankern "Genmar Kestrel" und "Trijata" ausgelaufen waren. Ölbekämpfungsschiffe vor Ort nahmen sich des auf der Wasseroberfläche verbliebenen Ölteppichs an, der von kräftigem Wind auseinander gerissen worden war. Die Gefahr einer Verschmutzung von Port Said schien wegen der seewärtigen Drift der Ölreste nicht mehr zu bestehen. Die noch verbliebenen Ölflecken waren von so geringer Größe, dass im Laufe des 8. Februars ein Ende der Reinigungsarbeiten erwartet wurde. Die inzwischen abgedichteten Tanker lagen immer noch auf ihren Ankerpositionen. Das Leichtern der Schiffe wurde durch die raue See verhindert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei Patroullienboote auf St. John's River havariert
(09.02.2005) - Während Patroullienfahrten auf dem St. John's River anlässlich eines Feuerwerks in Jacksonville kam es gleich zu zwei Havarien. Ein Boot mit zwei Polizisten kollidierte am Abend des 3. Februar mit der Old Fuller Warren Bridge. Ein Patroullienboot aus Volusia County rammte keine 24 Stunden später darauf eine Pier im St. Johns River nahe des St. Vincent's Hospital in Riverside Vorher war der Skipper über Bord gegangen, als eine Welle das Boot getroffen hatte. Steuerlos rammte das Boot dann in das Ufer. Der im Wasser treibende Polizist wurde unversehrt gerettet. Der Fiberglass-Bug des Bootes wurde schwer beschädigt. Es musste zur U.S. Naval Air Station Jacksonville geschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Todesstrafen für Anschlag auf Tanker "Limburg"
(08.02.2005) - Ein jemenitisches Berufungsgericht hat, wie am 7. Februar berichtet wurde, den Hauptangeklagten des Anschlags auf den französischen Tanker "Limburg" zum Tode verurteilt. Er hatte das Schiff im Oktober 2002 mit 15 Komplizen mit einem mit Sprengstoff beladenen Boot vor der jemenitischen Küste angegriffen. Ein anderes Gericht hatte den Anführer Fauas al-Rabji zuvor lediglich zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Er soll eine Gruppe befehligt haben, die an dem Anschlag auf die "Limburg" beteiligt gewesen waren. Gegen ein weiteres Mitglied der Gruppe hielt das Gericht das bereits im August 2004 verhängte Todesurteil aufrecht. Für zwei andere erhöhte es die Gefängnisstrafen um fünf Jahre auf jeweils 15 Jahre. Die anderen Urteile - Freiheitsstrafen von drei bis zehn Jahren - bestätigte das Gericht. Bei dem Anschlag auf die "Limburg" im Oktober 2002 war ein Mitglied der 25-köpfigen Besatzung getötet worden. Der mit 400.000 Barrel saudischen Öls beladene Tanker brannte mehrere Tage lang.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölteppich aus kollidierten Tankern treibt auf Port Said zu
(08.02.2005) - Nach Angaben von General Maritime Management LLC konnte der Ölaustritt aus dem von ihr gemanagten Tanker "Genmar Kestrel", 79.553 BRZ, gestoppt werden. Die zwischenzeitlich aufgetretene Schlagseite des Schiffes wurde mittlerweile ausgeglichen. Die Schäden erstrecken sich auf die Ballasttanks IV und V an Steuerbord sowie leichteren Beschädigungen am zentralen Ladetank VII. Im Rumpf klaffte ein 1,35 Meter langes Leck unterhalb der Wasserlinie. Die auf den Marshall-Inseln registrierte "Genmar Kestrel" war gegen 20.45 des 4. Februar 14 Meilen vor Damietta von der "Trijata", 77.387 BRZ, gerammt worden, die unterweegs von China nach Libyen war. Die "Trijata" ging mit einem 16 Fuß großen Riss, der sich fünf Meter oberhalb der Wasserlinie in Steuerbordtank I befand, 45 Kilometer vor Port Said vor Anker. Es trat kein weiteres Öl aus. Das Schiff wird von der GBLT, dem von Singapur aus operierenden Arm des indonesischen Reeders Berlian Laju Tanker Tbk, betreut. Zwei Bergungsschlepper trafen vor Ort ein. Mehrere Schiffe, die in der Lage sind, Öl von der "Genmar Kestrel" zu leichtern, wurden in der Umgebung ausfindig gemacht und Vorbereitungen für ein vollständiges Löschen des Havaristen getroffen. Ölbeseitigungsarbeiten liefen an, während Nordwestwind mit Geschwindigkeiten um 13 Knoten den Ölteppich in Richtung der Küste um Port Said trieb. Zuletzt war es im Dezember zu einer Ölverschmutzung aus einem havarierten kuwaitischen Tanker gekommen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sechs Vermisste nach Frachteruntergang vor Färöern
(08.02.2005) - 60 Meilen nordwestlich der Faröer kenterte und sank am 7. Februar der isländische Frachter "Jükulfell", 3.201 tdw. Er war mit einer Ladung von 1.978 Tonnen Baustahl und Containern auf dem Weg vom lettischen nach Reyðarfjarðar auf Island. Außerdem hatte sie 200 Tonnen Gasöl gebunkert. Ein Notsignal des Schiffes alarmierte die dänischen Rettungskräfte gegen 20 Uhr. Fünf Mann der 11-köpfigen, russisch-lettischen Besatzung des 86,7 Meter langen, 14,5 Meter breiten und 6,24 Meter tief gehenden Frachters konnten gegen 23.30 Uhr von der einem Rettungshubschrauber in sechs Meter hohen Wellen geborgen und später an die "Vædderen" der dänischen Marine übergeben werden. Die anderen sechs wurden noch vermisst. Die Suche nach ihnen wurde fortgesetzt. Im Seegebiet herrschten Windgeschwindigkeiten von 15 m/sek. Die 1989 als "Nordland Saga" von der Örskov Staalskibsværft im dänischen Frederikshavn erbaute und 2004 in Douglas registrierte "Jökulfell" hatte ein Ladevermögen von 140 TEU, eine Betriebsgeschwindigkeit von 13,8 Knoten und war in Charter der isländischen Reederei Samskip. Sie wurde hierfür von der Tesma Estonia betreut und lief am 05.02.2004 zu ihrer ersten Fahrt für Samskip mit Fertighausteilen von Norwegen in den ostisländischen Hafen Reyðarfjörður aus. Die Untergangsursache ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter nach Kanalhavarie wieder auf Kurs
(08.02.2005) - Die Schäden an dem am 6. Januar bei Kilometer 50 in die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals gelaufenen holländischen Frachters "Sirrah", 6.386 BRZ, waren einen Tag nach der Havarie bereits wieder ausgebessert. Das Schiff verließ den Kieler Hafen anschließend mit Ostkurs Ziel Finnland. Bereits am 5. Januar war es im Nord-Ostsee-Kanal zu einer ähnlichen Havarie gekommen, als die "Magnolia" kurzzeitig am Ufer festkam. Eine mögliche Ursache der Häufung von derartigen Havarien auf der Schifffahrtsstraße ist das in letzter Zeit erheblich gestiegene Verkehrsaufkommen im Nord-Ostsee-Transit.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Flattery" leckgeschlagen - Löscharbeiten unterbrochen
(08.02.2005) - Am Nachmittag des 6. Januar wurden die Löscharbeiten auf dem vor Barbers Point Harbor, Honolulu, gestrandeten Frachters "Cape Flattery", 28.000 tdw, aus Sicherheitsgründen unterbrochen. Die Wetterbedingungen hatten sich so verschlechtert, dass der ungefährdete Einsatz des längsseits gegangenen Kranpontons nicht mehr gewährleistet war. Bis dahin waren rund 30 % der Gesamtmenge Zementgranulats, die geleichtert werden sollen, aus den Laderäumen entfernt worden. Kran und Leichterbarge wurden nach Barbers Point Harbor zurückgezogen. Inzwischen ist der Frachter leckgeschlagen. Während Routineuntersuchungen am 6. Januar entdeckte die Schiffscrew Seewasser in einem leeren Brennstofftank. Im Wasser wurde bislang kein Austritt von umweltgefährdenden Stoffen festgestellt. Die rund 390 Tonnen Bunkeröl und Ölschlämme wurden bereits am 5. Januar erfolgreich abgepumpt. Die "Cape Flattery" wurde anschließend mit Wasserballast versehen, damit sie in Schwell und Tiden nicht auf Grund aufschlagen oder vertreiben kann. Die Reederei des Havaristen, die Pacific Basin Shipping HK Ltd., bemühte sich derweil, weitere Schlepper zu heuern, um die "Cape Flattery" in ihrer derzeitigen Position zu sichern.
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre rammte zum zweiten Mal binnen sieben Monaten dieselbe Pier
(07.02.2005) Am 2. Februar kollidierte die französische Fähre "Dieppe", 8.226 BRZ, mit einer Kaimauer im Hafen selben Namens. Das Schiff befand sich im Liniendiest zwischen Dieppe und Newhaven, der nach der Kollision auf unbestimmte Zeit eingestellt werden musste. Ein Schaden am Bugvisier der "Dieppe" muss zunächst repariert werden, und das andere Schiff der Route, die "Sardinia Vera", befindet sich derzeit bereits in einer Werft. Bereits am 3. Juli 2004 war die "Dieppe" mit der Kaimauer kollidiert, die ihr in dem engen Hafen nun auch wieder im Wege war. Die 147 Meter lange und 24 Meter breite Fähre war 1981 in Kalmar als "Sagaland" erbaut und im selben Jahr u.a. im Liniendienst Trelleborg-Travemünde eingesetzt worden. 1989 wurde sie nach erheblichen Umbauten als "Girolata" zwischen Marseille und Bastia eingesetzt. Nach verschiedenen Einsätzen verkehrte sie nach einem erneuten Umbau bei der Lübecker Flender-Werft seit 2002 als "Dieppe" auf der Route Dieppe-Newhaven. Sie ist unter der Flagge von den Bahamas für die Transmanche Ferries tätig.
Quelle: Tim Schwabedissen

Über 1.000 Tonnen Öl nach Kollision zweier Tanker ins Mittelmeer geflossen
(07.02.2005) - Vor der Küste Ägyptens kollidierten am Abend des 4. Februar der in Singapur registrierte Tanker "M.T. Trijata" und der 267 Meter lange amerikanische Tanker "Genmar Kestrel", 171.000 BRZ. Die Schiffe, die beide beladen waren, schlugen bei dem Zusammenstoß 40 Kilometer nördlich von Port Said leck, rund 1.000 bis 1.500 Tonnen Öl flossen ins Mittelmeer. Die "Genmar Kestrel", die das andere Schiff rammte, als es vor Anker lag, verlor rund 6.000 Barrel Rohöl aus einem Leck an Steuerbord, die "Mt. Trijata" 3.000 Barrel. Schlepper und Bergungsteams von Smit Salvage wurden zur Unglücksstelle mobilisiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Sieben Tote bei Frachteruntergang befürchtet
(07.02.2005) - In schwerem Wetter sank am 3. Februar vor der Küste Maltas der Frachter "Virginia" auf dem Weg von Tunesien nach Slowenien. Drei Mann der siebenköpfigen Besatzung wurden tot aus dem Meer geborgen. Den weiteren vier der ehemals unter dem Namen "Vigla" registirerten, als deutsche "Janne Wehr" erbauten Schiffes wurde kaum eine Überlebenschance eingeräumt.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Spirit of Tasmania I" von 20 Meter hohen Wellen beschädigt
(07.02.2005) - Auf dem Weg von Melbourne nach Devonport wurde die Fähre "Spirit of Tasmania I" von bis zu 20 Meter hohen Wellen in der Bass Strait getroffen. Die Fähre erlitt strukturelle Schäden, die nach der Rückkehr des Schiffes nach Melbourne untersucht werden sollen. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 50 Knoten.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter landete in Böschung des Nord-Ostsee-Kanals
(07.02.2005) - Auf dem Weg von den Niederlanden nach Finnland rammte ein holländisches Containerschiff am Abend des 6. Januar die Böschung des Nord-Ostsee-Kanals bei Breiholz. Das 6386 Tonnen-Schiff hatte einen technischen Defekt erlitten und war dadurch manövrierunfähig geworden. Ein Schlepper zog den beschädigten Havaristen vom Kanalufer und verholte ihn zur Reparatur nach Kiel.
Quelle: Tim Schwabedissen

Gerammter Tanker treibt vor Port Said
(07.02.2005) - Um den vor Port Said havarierten Doppelhüllentanker "Genmar Kestrel", 150.000 tdw, wurden nach der Kollision Ölsperren ausgelegt, um einen weiteren Ölaustritt aus dem aufgerissenen Tank Nr. 5 einzugrenzen. Dazu waren Hilfsschiffe zwei Stunden nach dem Zusammenstoß um 23.15 vor Ort. Das 1990 erbaute Schiff der General Maritime's trieb zu der Zeit vor der Küste, die Maschine war aber einsatzbereit. Die 26-köpfige Crew war unversehrt geblieben. Der Kollisionsgegner der GBLT Shipmanagement PTE Ltd of Singapore war voll geladen, als er die "Genmar Kestrel", die am 24. Januar vom Arabischen Golf nach Italien ausgelaufen war, rammte. Seit Oktober 1998 war die "Genmar Kestrel" ein Dutzend Mal von der US-Küstenwache inspiziert worden, ohne dass es Beantstandungen gegeben hätte. Die Kollision wurde von der ägyptische Küstenwache untersucht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schrauberl-Claudia wurde feucht
(07.02.2005) - Im Yachthafen von Steyreegger sank am 5. Feburar das ehemalige Bodensee-Ausflugsschiff "Schrauberl-Claudia". Das 30 Meter lange Schiff war möglicherweise wegen Frostschäden leckgeschlagen und hatte begonnen, abzusacken. Feuerwehrleute, Taucher und der Schiffseigner versuchten, den Untergang des 50 Jahre alten Schiffes abzuwenden. Beim Versuch der Feuerwehr, den Rumpf zu lenzen, lief aber mehr Wasser nach, als herauszuschaffen war. Schließlich legte sich das 50-Tonnen-Schiff mit Schlagseite auf Grund, Kabinen und Salon standen unter Wasser. Eine Bergung mit Kranhilfe lehnte der Schiffseigner vorerst ab. Am 6. Februar versuchten Taucher das Leck abzudichten. Sie stellten fest, dass ein Fenster zerbrochen war. Danach soll eine Pumpe mit einer Lenzkraft von 10.000 Litern in der Minute dem Schiff wieder Auftrieb verschaffen. Bis 1988 wurde es von den Österreichischen Bundesbahnen betrieben Es war für 140 Personen zugelassen gewesen. Der jetzige Eigner, der Ex-Wasserski-Profi Swoboda, hat das einstige Fahrgastschiff nach seiner ehemaligen Frau benannt. Er kaufte es vor 15 Jahren, zerlegte es und ließ es wieder zusammenbauen. Seit dem Herbst war es nicht mehr in Fahrt gewesen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Maschinenraumbrand auf Bulkcarrier in Hamburg
(07.02.2005) - Am 1. Februar brach auf dem im Hamburger Hafen am südlichen Reiherstieg liegenden Bulkcarrier "Iolos Celebrity" im Maschinenraum ein Feuer im Maschinenraum aus. Die Ursache für den Brand war möglicherweise eine gebrochene Kraftstoffleitung. Die Besatzung des mit 75.000 Tonnen Sojamehl beladenen Bulkers konnte den Brand mit Bordmitteln löschen.
Quelle: Tim Schwabedissen

"Cape Flattery" wird jetzt geleichtert
(07.02.2005) - Nach gescheiterten Bergungsversuchen begannen am Abend des 5. Februar Arbeiten zum Löschen der Zementladung der drei Tage zuvor vor Barbers Point gestrandeten "Cape Flattery". Das 400 Yards vor dem Hafen auf ebenenm Kiel festsitzende Schiff hat 27.100 Tonnen Granulazement geladen. Zunächst sollen mithilfe eines längsseits gegangenen Kranes 4.000 Tonnen aus den Laderäumen entfernt und an Pier VII in Barbers Point Harbor angelandet werden. Zuvor waren bereits 128.000 Gallonen Bunkeröl aus den Tanks des Havaristen entfernt worden. Für den 7. Februar wird ein Hochwasser erwartet, das einen erneuten Schleppversuch ermöglichen könnte, falls die Wetter- und Sicherheitsbedingungen dies zulassen. Um das Schiff wurde eine 500 Yards große Sicherheitszone eingerichtet, die das Küstenwachschiff "Walnut" überwacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tanker im Amazonas gestrandet
(07.02.2005) - In der Mündung des Amazonas lief bereits vor drei Tagen der Chemie- und Ölcarrier "Red Point", 27.001 BRZ, auf Grund. Das mit Gasolin beladene Schiff soll von Experten von Smit Salvage freigeschleppt werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Mittschiffssektion von "Vicuna"-Wrack geborgen
(07.02.2005) - Am 3. Februar wurde die völlig zerstörte Mittschiffssektion des durch eine Explosion zerstörten Tankers "Vicuna" von dem Schwimmkran "Taklift 6" gehoben. Anschließend zog der Schlepper "Centaurus" den Kran mit dem Schiffsrest in den Hafen, wo er auf einem Kai abgesetzt und verschrottet wird.
Quelle: Tim Schwabedissen

U-Boot "Chicoutimi" ein halbes Jahr nach Feuer im Heimathafen eingetroffen
(07.02.2005) - Das kanadische U-Boot HMCS "Chicoutimi", das nach seiner Übergabe von der englischen Marine in Brand geraten war, erreichte am 4. Februar seinen neuen Heimathafen Halifax. Vier Schlepper zogen das Boot drei Tage nach seiner Ankunft an Bord eines norwegischen Dockschiffes in den Marinehafen. Es hatte an Bord des Transporters am 13. Januar das englische Halifax verlassen. Damit endete eine Odyssee, die am 5. Oktober 2004 begonnen hatte, als ein Feuer das Boot auf der Überührungsfahrt tagelang vor Irland hatte treiben lassen, bis es nach Faslane eingeschleppt werden konnte. Ein Systemingenieur aus Halifax war seinerzeit durch Rauchvergiftung ums Leben gekommen. Vor einigen Tagen wurde die Untersuchung der Havarie durch die kanadische Marine begonnen. Am 8. März soll ein Report abgeschlossen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde die "Chicoutimi" bei Überwasserfahrt von einer hohen Welle getroffen, die durch offene Luken ins Innere schwappte und dort Hochspannungleitungen unter Wasser setzte. Im Anschluss brach das Feuer aus.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kutter in Schwierigkeiten: Maschine war mit Kaffeekannen geflickt
(04.02.2005) - Der 80 Fuß lange Kutter "Red Baron" geriet am 30. Januar vor Cook Inlet in Alaska in Seenot und musste von dem Küstenwachtender "Hickory" nach Homer eingeschleppt werden. Zunächst hatte der Skipper des mit drei Mann besetzten, von Anchorage aus operierenden Schiffes 56 Meilen südwestlich von Homer nahe der Barren Islands Maschinenschaden gemeldet. Zunächst war eine Reduktionsübersetzung ausgefallen. Trotz wiederholter Reparaturversuche versagte das Getriebe ein ums andere Mal.
Dann begann der Druckluftverteiler der Steuerbordmaschine Schwierigkeiten zu machen. Die "Red Baron" nahm Kurs auf Homer, doch die Antriebsprobleme setzten gemeinsam mit Windgeschwindigkeiten von 36 Knoten und damit einhergehenden Wellenhöhen von 16 Fuß die Geschwindigkeit auf drei Knoten herab.
Da auf die Bitte des Kapitäns um Assistenz kein anderes Schiff reagierte und das Wetter sich weiter verschlechtern sollte, orderte das Küstenwachzentrum in Juneau die "Hickory" zur Position des Kutters. Gegen fünf Uhr morgens am 31. Januar meldete die "Red Baron", dass das Getriebe und die Verbindung zur Steuerbordmaschine gebrochen und die Maschine nicht mehr zu starten sei. In den Mittagsstunden hatte die "Hickory" das Schiff erreicht, und es gelang, eine Schleppverbindung herzustellen.
Um 19 Uhr war die Reede von Homer erreicht, wo der Schlepper "Augustine" den Havaristen von dem 225 Fuß langen Küstenwachschiff übernahm und an eine Pier im Hafen brachte. Ein Team der "Hickory" ging hier an Bord der "Red Baron", um die Ursache der Probleme zu untersuchen.
Es stellte sich neben einer Reihe anderer Mängel heraus, das eine Reihe von Kaffekannen an verschiedenen Stellen der Maschine angebracht worden waren, um sie am Laufen zu halten. Außerdem stand Ölschlamm einen Inch hoch im Maschinenraum. Dem Skipper des Kutters wurde auferlegt, nach Abschluss der Reparaturarbeiten eine Sicherheitsinspektion durchführen zu lassen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Erfolgreiche Suchaktion nach Untergang kanadischer Yacht
(04.02.2005) - Am 2. Februar empfing das Küstenwachzentrum in Portsmouth gegen 10 Uhr ein automatisches Notsignal der 43 Fuß langen, kanadischen Yacht "Emilen II" von einer Position 60 Meilen südöstlich von Bermuda. Zu dieser Zeit herrschten dort Windgeschwindigkeiten von 40 Knoten und Wellenhöhen von 18 Fuß. Vom Rettungskoordinationszentrum Bermuda aus wurde eine Suchaktion nach dem Boot eingeleitet. Ein C-130-Langstreckenflugzeug stieg aus Clearwater, Florida, auf. Der liberianische Frachter "Yeoman Brook", der in der Nähe stand, wurde gebeten, bei der Suche zu assistieren. Um 15.40 war das Suchflugzeug vor Ort. In dem Seegebiet , aus dem das Signal aufgefangen worden war, entdeckte es zunächst ein Trümmerfeld. Gegen 18.15 machte die Flugzeugbesatzung eine mit vier Personen besetzte Rettungsinsel aus. Die "Yeoman Brook" konnte nun herangeführt werden und barg die Schiffbrüchigen. Über ihren Zustand wurden bisher keine Angaben gemacht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bis zu sieben Tote bei Frachteruntergang befürchtet
(04.02.2005) - Vor der Küste Maltas sank am 3. Februar der honduranische Frachter "Vigla". Bei dem Untergang kamen mindestens drei der insgesamt sieben Mann Besatzung ums Leben. Sie wurden von der griechischen Küstenwache tot aus dem Meer geborgen, die anderen vier Mann wurden nach dem Unglück vermisst. Ihnen wurden aber nur geringe Überlebenschancen eingeräumt: In der Mittelmeerregion herrschte zum Unglückszeitpunkt Sturm mit neun Bf. Die "Vigla" war mit einer Ladung Salz auf dem Weg von Tunesien nach Slowenien.
Quelle: Tim Schwabedissen

Überlebenschance für Vermisste der "Aurelia" schwindet
(04.02.2005) - Kaum noch Überlebenschancen werden den sechs nahe der Insel Chichijima vermissten ukrainischen Seeleuten des am 2. Februar vor Japan gesunkenen Bulkcarriers "Aurelia", 34.000 tdw, eingeräumt. Die 16 geretteten Besatzungsmitglieder wurden von Hubschraubern aufs japanische Festland gefligen, wo sie medizinisch betreut werden. Die 1981 erbaute "Aurelia" war auf dem Weg von Peru nach Shimonoseki mit einer Ladung Kupferkonzentrat untergegangen. Die Ursache ist bisher unbekannt. Die Versicherer sagten, bislang hätten sich alle Kräfte auf die Suche nach den Schiffbrüchigen und die Betreuung der Überlebenden konzentriert. Im Jahr 2004 war die Aurelia" wegen Mängel an der Feuerlöschausrüstung drei Tage in den USA festgehalten worden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter verlor Ruder auf hoher See
(04.02.2005) - In der Nacht zum 30. Januar verlor der Containerfrachter "Dettifoss", 17.034 tdw, vor Island während der Fahrt sein Ruder. Die "Tyr" der isländischen Küstenwache erreichte den manövrierunfähigen Havaristen zwei Stunden später. 12 Stunden darauf erreichte auch die "Aegir" der Küstenwache den Unglücksort. Gemeinsam nahmen die Schiffe den Havaristen auf den Haken und bugsierten ihn bei schwerer See mit langsamer Fahrt in den Hafen Eskifjodur im Osten der Insel. Dort untersuchten Taucher das Schiff. Sie kamen aber zum Schluss, dass erst eine Dockung des Schiffes Klarheit bringen würde. Da dies in Eskifjodur nicht möglich war, wurde von der Reederei Eimskipafélag Íslands ehf entschieden, den Havaristen zur Reparatur nach Rotterdam zu überführen. Hiermit wurde der neue Hochseeschlepper "Primus" der Reederei Harms Bergung beauftragt, der die "Dettifoss" dort sechs Tage später abliefern sollte. Bislang war allerdings noch unklar, ob der Frachter zuvor in Island gelöscht werden musste.
Quelle: Tim Schwabedissen

Spanische Fähre nach Explosion evakuiert
(04.02.2005) - Am 29. Januar ereignete sich gegen 19 Uhr im Maschinenraum der spanischen Fähre "Volcan de Tacande" eine Explosion, in deren Gefolge die Maschine ausfiel. Spanische Rettungsorganisationen hatten die 63 Passagiere und 29 Mann Besatzung in den Morgenstunden des 30. Januar daraufhin vollständig von der vor Cristianos liegenden Fähre evakuiert. Nach der Rettung berichteten Fahrgäste, nach dem Geräusch einer Detonation hätten die Maschinen gestoppt. Inzwischen wurde der Havarist auf den Haken genommen und nach Santa Cruz geschleppt, wo er untersucht worden war. Die Reederei Naviera Armas bestätigte die Explosionstheorie bislang nicht.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tankschiff schlug auf Rhein leck
(04.02.2005) - In der Nacht zum 3. Februar lief kurz nach Mitternacht ein mit zirka 1.000 Tonnen Gasöl beladener Binnentanker auf dem Rhein bei Leopoldshafen auf Grund. Das stromaufwärts fahrende Schiff kam am badischen Ufer fest. Erste Versuche, es freizuschleppen, schlugen fehl. Erst nach dem Umpumpen von 300 Tonnen Öl auf ein anderes Tankschiff gelang es, den Havaristen flottzumachen. Dabei kam es allerdings zu einer geringen Gewässerverunreinigung. Nach dem Freischleppen wurde der Tanker in den Karlsruher Rheinhafen geschleppt, wo beim Löschen der Ladung im Bugbereich ein Haarriss entdeckt wurde. Mit Hilfe von Ölschlängeln konnte die Feuerwehr von Karlsruhe das ausgetretene Öl binden und so mögliche Folgen in Grenzen halten. Während der Bergungsarbeiten war der Schiffsverkehr zeitweise gesperrt. Die Unfallermittlungen durch die Wasserschutzpolizei dauern derzeit noch an.
Quelle: Tim Schwabedissen

Bergung der "Cape Flattery" bisher gescheitert
(04.02.2005) - Versuche, den am Morgen des 2. Februar vor Barbers Point Harbor gestrandeten Frachter "Cape Flattery" freizuschleppen, sind bislang gescheitert. Inzwischen wurde eine gemeinsame Kommandostruktur aus Küstenwache, der Reederei Pacific Basin Shipping Hk. Ltd., Vertretern vom Gesundheits- und Umweltministerium aus Hawaii sowie Gruppen zur Bekämpfung von Meeres- und allgemeiner Umweltverschmutzung bebildet, das in Barbers Point beheimatet ist. Zuvor waren die nächtlichen Bergungsbemähungen von vier Schleppern ergebnislos verlaufen. Der Hafenkapitän hat den Schiffsagenten nun aufgefordert, vorsorglich einen Plan zur Beseitigung des Öls an Bord aufzustellen. Taucher stellten fest, dass die "Cape Flattery" vom Bug an mit ungefähr 400 Fuß Schiffslänge auf einem Sandboden mit Korallenbewuchs aufsitzt. Der Rumpf ist bislang intakt geblieben. Am 3. Februar sollte zur Mittagszeit ein weiterer Bergungsversuch unternommen werden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Schaden an "Schieborg" beträgt bis zu 20 Millionen €
(04.02.2005) - Auf 10-20 Millionen Euro wird der Schaden am RoRo-Frachter "Schieborg" geschätzt, der im Januar vor Dänemark in Brand geraten war. Dies teilte am 2. Februar der Direktor der Reederei Wagenborg in Delfzijl mit. Das Schiff hatte rund 10.000 Tonnen Papier und Container an Bord gehabt, die derzeit an zwei Stellen in Delfzijl und Eemshaven gelagert werden. Das Löschen der brandgeschädigten Ladung hatte 12 Tage gedauert. Die "Schieborg" liegt derzeit weiter in Eemshaven und wird von Experten reparaturinteressierter Werften untersucht. Die Wiederherstellung des Schiffes wird voraussichtlich drei bis vier Monate dauern. Wenn eine Werft den Zuschlag erhalten hat, soll das Schiff unverzüglich dorthin geschleppt werden. Hierfür werden momentan bereits Vorbereitungen getroffen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Welpe paddelt im Ärmelkanal um sein Leben
(03.02.2005) Ein wagemutiger Welpe, der von der britischen Steilküste in den Ärmelkanal plumpste, ist erfolgreich um sein Leben gepaddelt. Der sechs Monate alte Jack-Russell-Terrier Toby hatte sich wegen eines Schusses auf einem nahe gelegenen Militärgelände so sehr erschrocken, dass er von einer rund 20 Meter hohen Klippe stürzte - und ausgerechnet in der viel befahrenen Wasserstraße vor der südwestenglischen Stadt Plymouth landete, wie britische Zeitungen berichten.
Der kleine Terrier ließ sich von den Kriegsschiffen, U-Booten und Fähren, die in der Fahrrinne regelmäßig verkehren, nicht abschrecken und paddelte drauf los. Nach 1,6 Kilometern machte Toby schlapp und ruhte sich zähneklappernd auf einem Felsen aus. Dort fand ihn die Besatzung eines zu Hilfe gerufenen Schiffes des britischen Verteidigungsministeriums.
Tobys Besitzer David und Sandra Lee waren höchst erstaunt, dass sie ihren in ein Tuch gehüllten Liebling unversehrt in Empfang nehmen konnten. "Wir dachten wirklich, wir würden ihn verlieren", sagte David Lee. "Es ist ein Wunder, dass er noch bei uns ist."
Quelle: Peter O.Walter

Tanker treibt mit Wassereinbruch im Sturm vor den Bermudas
(03.02.2005) - Im Vorschiff des Tankers "Hardwar", 28.739 BRZ, der auf dem Weg von Houston nach Thessaloniki war, wurden am 31. Januar 1.600 Tonnen Wasser entdeckt. Das Schiff befand sich zu dieser Zeit mit einer Ladung von 43.270 Tonnen Petroleum-Coke nördlich der Bermudas in schwerer See. Wegen der Strömung war es dem Havaristen nicht möglich, in Bermuda einzulaufen. Derzeit liegt das Schiff rund 20 Seemeilen nördlich der Bermudas.
Quelle: Tim Schwabedissen

Angelkutter vor Florida leckgeschlagen
(03.02.2005) - Am Nachmittag des 2. Februar schlug der Angelkutter 68 Fuß lange "Placida Queen" 10 Meilen westlich von Charlotte Harbor, Florida, leck. Der Kapitän des mit 24 Personen besetzten Schiffes funkte daraufhin Notrufe. Das Küstenwachschiff "Marlin" und COast Guard-Einheiten aus Fort Myers Beach und Clearwater wurden alarmiert. Drei Boote aus Myers Beach, zwei Hubschrauber aus Clearwater sowie der Küstenwachkutter nahmen Kurs auf den Havaristen. 22 Passagiere wurden auf ein nahestehendes Schiff, die "Angler's Dream", übergesetzt. Ein Rettungsboot übergab zwei mobile Lenzpumpen, mit deren Hilfe der Kapitän und ein an Bord verbliebenes Besatzungsmitglied der "Placida Queen" den Wassereinbruch bekämpften. Begleitet von der "Angler's Dream" nahm die "Placida Queen" Kurs auf die Gasparilla Marina in Boca Grande. Die Fahrgäste wurden am nördlichen Ende des Gasparilla Sundes bei der Placida Deep Sea Fishing Company abgesetzt. Inspekteure der Küstenwache machten sich auf den Weg nach Gasparilla, um die Ursache des Wassereinbruchs herauszufinden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zementfrachter sitzt vor Einfahrt nach Barbers Point fest
(03.02.2005) - Am 2. Februar strandete der in Hongkong beheimatete Frachter "Cape Flattery" beim Einlaufen nach Barbers Point Harbor. Das mit Zement beladene, 555 Fuß lange Schiff kam gegen sieben Uhr morgens 400 Yards von der Hafeneinfahrt entfernt fest. Am 3. Februar sollen vier Schlepper beim Abendhochwasser versuchen, das Schiff freizubekommen. Bislang war kein Schaden am Schiff festzustellen. In den Tanks des Havaristen befinden sich rund 117.000 Gallonen Öl. Inspektoren der Küstenwache befragten Besatzung und Kapitän zum Strandungshergang. Von Bord des Küstenwachkutters "Washington" wurde die Entwicklung vor Ort laufend beobachtet. Gleichzeitig diente er als Kommunikationsplattform. Die "Cape Flattery" wird von der Pacific Basin Shipping HK Ltd betreut. Zusätzlich sind zwei Küstenwachboote aus Honolulu und ein Hubschrauber aus Barbers Point vor Ort.
Quelle: Tim Schwabedissen

Zwei weitere Überlebende von "Aurelia"-Untergang gerettet
(03.02.2005) - Nach dem Untergang des mit Erz beladenen, maltesischen Frachters "Aurelia", 22.000 BRZ, gelang es am 2. Februar, zwei weitere ukrainische Seeleute an Bord eines Hubschraubers der japanischen Küstenwache zu ziehen. Damit sind noch sechs Mann des Schiffes vermisst, insgesamt 16 wurden bislang gerettet. Die "Aurelia" war auf dem Weg in den japanischen Hafen Shiomonoseki, als sie nahe Chichijima unterging. Um die Suche zu unterstützen, wurde mittlerweile ein weiteres Patrouillenschiff mit zwei Hubschraubern an Bord in das Seegebiet 620 Meilen südlich von Tokio entsandt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter binnen zehn Tagen zwei Mal geborgen
(03.02.2005) - Der Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V. gelang es am 22. Januar zum zweiten Mal, zusammen mit ihren Partnern Islands Shipping aus Papua New Guinea, den Frachter "HCH Ocean" zu bergen. Das Schiff war bereits am 12. Januar freigeschleppt worden. Nur acht Tage später war es, diesmal zum Teil beladen, erneut gestrandet. Zwei Tage zogen Schlepper an der "HCH Ocean", die diesmal noch fester auf Grund saß als beim ersten Mal. Doch am Ende waren die Berger auch dieses Mal erfolgreich.
Quelle: Tim Schwabedissen

Suche nach Seeleuten der "Kafor" fortgesetzt
(28.01.2005) - Die Suche nach fünf vermissten Besatungsmitgliedern des gesunkenen russischen Trawlers "Kafor" wurde mit Tagesanbruch des 1. Feburar wieder aufgenommen. Die Suche erfolgte der Luft aus sowie mit den Rettungsschiffen "Juri Orlenko" und "Naporisty" und der "SB-522" der russischen Pazifikflotte. Am frühen Morgen des 31. Januar hatte die "Kafor" 30 Meilen von der Primorje-Küste SOS gesendet. Als erstes wurden das Grenzschutzschiff "Primorje" sowie zwei Rettungsschiffe, zwei Hubschrauber und ein Flugzeug ins Suchgebiet im Japanischen Meer entsandt. Es gelang ihnen, 13 Schiffbrüchige zu retten. Zwei Mann wurden tot geborgen. Die überlebenden Seeleute waren von dem Überlebenskampf im stürmischen Meer stark gezeichnet und erschöpft, ansonsten aber gesund. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand in den hohen Wellen im Rumpf des 1970 erbauten Schiffes der Reederei Korinwest, das auf dem Weg vom japanischen Hafen Wakanai ins südkoreansiche Pusan unterwegs war, unvermittelt ein vier Meter langer Riss. Der Kapitän hatte zuvor wegen des rauen Wetters bereits den Kurs in Richtung Nachodka geändert. Binnen einer Viertelstunde führte das eindringende Wasser zum Ausfall der Maschine. Das manövrierunfähige Schiff kenterte wenig später, die Besatzung flüchtete sich in Rettungsinseln.
Quelle: Tim Schwabedissen

Acht Vermisste nach Frachteruntergang im Pazifik
(02.02.2005) - In der Nähe der Pazifikinsel Chichi sank 1.000 Kilometer südöstlich von Tokio am 1. Februar der maltesische Frachter "Aurelia". Auf einen Notruf des Schiffes hin war ein Flugzeug der japanischen Küstenwache aufgestiegen. Es entdeckte zunächst acht ukrainische Seeleute, die sich in vier Rettungsboote geflüchtet hatten. Kurz nach deren Rettung wurden noch weitere sechs Schiffbrüchige aus der See geborgen. Acht Schiffbrüchige wurden noch vermisst. Die Suche nach ihnen ging am 2. Februar weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Crew von brennendem Trawler vor Nantucket geborgen
(02.02.2005) - Am Nachmittag des 1. Februar brach zwei Meilen östlich von Nantucket im Maschinenraum des 72 Fuß langen Trawlers "Enterprise" ein Feuer aus. Die vierköpfige Besatzung nahm Kontakt zur Küstenwache auf und musste anschließend in einer Rettungsinsel flüchten. Ein Hubschrauber aus Cape Cod winschte die Schiffbrüchigen auf und brachte sie zum Flugplatz von Hyannis, von wo aus sie in ein Krankenhaus in Cape Cod gebracht wurden.
Quelle: Tim Schwabedissen

Frachter im Sturm vor Makhackala gestrandet
(02.02.2005) - Der Frachter "Saatli", 3.400 BRZ, der Reederei Caspian Shipping lief am 30. Januar vor dem russischen Hafen Makhachkala auf Grund. Das Unglück ereignete sich, als bis zu sieben Meter hohe Wellen den Anker des vor der Küste liegenden Schiffes losrissen. Bei zunehmendem Sturm trieb es wenig später auf Grund. Das 1963 erbaute Schiff hatte keine Ladung an Bord. Niemand der 20-köpfigen Crew wurde verletzt. Ein Rettungsschiff hielt sich am 31. Januar in der Nähe der Strandungsstelle auf.
Quelle: Tim Schwabedissen

Kollision der "Stolt Fulmar" gefährlicher Eingriff in Schiffsverkehr?
(02.02.2005) - Nach Kollision des britischen Säuretankers "Stolt Fulmar" mit dem Schlepper "Schleppko 7" und dem Fähranleger Blankenese prüfte die Polizei, ob gegen den Kapitän ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Schiffsverkehr eingeleitet werden muss. Bislang geht sie noch von einem technischem Versagen aus. Sollte kein Defekt an der Ruderanlage gefunden werden, werde aber ein Verfahren eingeleitet, hieß es am 1. Februar in Hamburg. Ein Lotse war laut Polizei an Bord, Alkohol spielte bei dem Zwischenfall keine Rolle. Möglicherweise könnte eine technisch bedingte Verzögerung beim Umsteuern der Ruderanlage von Automatik- auf manuellen Betrieb eine Rolle bei der Havarie gespielt haben. Die "Stolt Fulmar" war am Morgen des 29. Januar auf der Elbe aus dem Ruder gelaufen und mit den Pontons des Blankeneser Schiffsanlegers kollidiert.
Quelle: Tim Schwabedissen

Tonne auf falsche Seite genommen: Binnenschiff sitzt auf Donau fest
(02.02.2005) - Auf der Donau bei Hofkirchen, Landkreis Deggendorf, lief am 1. Februar ein 70 Meter langes Binnenschiff auf Grund. Der Kapitän des holländischen, mit 533 Tonnen Stammholz beladenen Frachters hatte zuvor eine Fahrwassertonne auf er falschen Seite passiert. Die Deggendorfer Wasserschutzpolizei versuchte bislang vergeblich, das Schiff freizuschleppen.
Quelle: Tim Schwabedissen Studenten der "Explorer" kräftig durchgeschüttelt, aber unversehrt
(02.02.2005) - Die 700 Studenten der in Honolulu angekommenen "Explorer" waren nach dem Festmachen des Schiffes froh, ins sonnige Hawaii zu kommen. Nachdem ihr Schiff von einer 50 Fuß hohen Welle getroffen worden war, hatten sie mehrere Tage dicht an dicht auf den Fußböden des Havaristen sitzend zubringen mussten und wurden hin und her geschüttelt, schlitterten über Deck und wurden gegen die Wände geschleudert, wenn das Schiff in den Wellen rollte. Dennoch waren unter ihnen aber keine Verletzten zu beklagen. Zwei Besatzungsmitglieder hingegen hatten Arm- und Beinbrüche erlitten. Einrichtung und Computer waren durch das starke Überholen zerstört worden. Viele der Studenten aus insgesamt 250 Colleges waren aus Pittsburgh und der University of Colorado in Boulder. Ihre auf 100 Tage geplante Reise, die ihnen eine globale Sicht der Dinge vermitteln sollte, hatte am 18. Januar in Vancouver begonnen.
Quelle: Tim Schwabedissen

Unbemanntes U-Boot soll Wrack der "Selendang Ayu" untersuchen
(02.02.2005) - 128.059 Gallonen Diesel, Öl und Gemisch sind bis zum 1. Februar aus dem Wrack der "Selendang Ayu" vor Alaska geborgen worden. Allein am 31. Januar gelang es, 16.897 Gallonen Öl, 8.021 Gallonen Ölgemisch und 8.876 Gallonen Diesel aus den Tanks zu pumpen. Jetzt soll sich nur noch Diesel und Ölschlamm im Schiff befinden. Am 31. Januar kam in Dutch Harbor ein ROV, ein Unterwasserroboter, an. Er soll nach einer zweitägigen Testphase eine Unterwasserinspektion des Wracks durchführen. Die Gesamtmenge tot aufgefundener Seevögel beträgt derzeit 1.503 Vögel. Allein 15 wurden am 31.1. gefunden. Reinigungscrews sind weiter in den ölverschmutzten Buchten tätig und haben bislang 566 Kubikyards Ölabfall in 33.991 Säcken eingesammelt. Schwerpunkt der Arbeiten ist momentan die am stärksten verschmutzte Portage Bay. Auswirkungen auf die Unterwasserwelt wurden bislang keine festgestellt, die angelandeten Krebse und Fische sind von guter Qualität.
Quelle: Tim Schwabedissen

Wrack der "Tug Nestor" jetzt in Beckholmen im Dock
(02.02.2005) - Der am 23. November vor Gotland gekenterte Schlepper "Tug Nestor", 236 BRZ, liegt nach aufwändigen Arbeiten zurm Aufrichten und anschließender Bergung jetzt im schwedischen Beckholmen im Trockendock einer Werft. Die Steuerbordseite des Schiffes ist schwer demoliert, die eingeschlagenen Brückenfenster notdürftig verkleidet. Der Schornstein fehlt, Masten sind verbogen, der Rumpf ölverschmiert. Die "Tug Nestor" war 1972 in Kampen, Holland, für die Rönnbäcks Rederi AB in Kalix erbaut worden. Sie ist 29 Meter lang und 8,5 Meter breit. Bei ihrem Untergang kam ein Mann ums Leben.
Quelle: Tim Schwabedissen

14 Mann der "Kafor" im Sturm gerettet
(01.02.2005) - Am 31. Januar gelang es, 14 Besatzungsmitglieder des im Japanischen Meer gesunkenen Trawlers "Kafor" zu retten. Zehn der Schiffbrüchigen wurden an Bord des Küstenschutzschiffes "Primorje" genommen. Vier weitere wurden mit Hubschraubern nach Nachodka gebracht. Fünf Männer werden noch vermisst. Die in Cholmsk, Südsacchalin, beheimatete "Kafor" hatte SOS gefunkt, nachdem sie 30 Meilen vor der Küste in einen schweren Sturm mit Wellenhöhen bis zu vier Metern geraten war. Das Wetter im Seegebiet verschlechtert sich derzeit weiter.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ursache der Kollision von Säuretanker mit Elbanleger noch unklar
(01.02.2005) - Zwei Tage nach der Kollision des britischen Säuretankers "Stolt Fulmar", 3.550 BRZ, mit dem Fähranleger Blankenese auf der Elbe war die Unfallursache ungeklärt. Die Polizei geht derzeit noch von einem technischem Versagen aus. Genaues könnte sich bei der Dockung des Schiff herausstellen. Der 93 Meter lange, im Jahr 2000 von Cantieri Navale Affini, La Spezia, erbaute Tanker der Reederei Stolt-Nielsens durfte inzwischen mit Schlepperbegleitung dorthin weiterfahren und soll dort zunächst gelöscht werden, ehe es in die Werft geht.

Am 31. Januar besichtigten Versicherungsgutachter die von der "Stolt Fulmar" demolierten Pontons und die völlig zerstörte Brücke des Anlegers. Zwei der schweren Dalben, an denen die Pontons festgemacht waren, sind ebenso zerstört wie ein Pfeiler der Brücke zum Anleger. Ob weitere Pfähle beschädigt sind, sollen Taucher klären. Die Dauer der Reparaturarbeiten am Anleger wird auf drei bis fünf Monate geschätzt, der Schaden liegt im Millionenbereich.

Betroffen wurde auch das Restaurant Fischclub auf einem der zwei Pontons. Durch die Wucht des Aufpralls waren Flaschen, Porzellan und Gläser aus Schränken und Regalen gestürzt. Dann fiel der Strom aus, sodass in den Kühlräumen Fisch- und Fleischvorräte auftauten. Schlimmer noch ist aber nach Einschätzung des Pächters, der das Restaurant erst am 1.12.04 aufgemacht hatte, der Verdienstausfall.

Zuständig für die Reparatur des Anlegers ist das Amt für Strom- und Hafenbau. Es wurde aber noch nicht darüber entschieden, ob sich eine Reparatur lohnt oder ein Neubau günstiger wäre. Die Zugangsbrücke muß auf jeden Fall neu gebaut werden, wofür bis zu zu acht Monate veranschlagt werden. In der Zwischenzeit könnte eine provisorische Brücke den Zutritt zu den Pontons gewähhrleisten. Der Anleger wird außer vom Restaurant auch von der Fähre Blankenese-Cranz genutzt, im Sommer ist er Station für Fahrten nach Lühe.
Quelle: Tim Schwabedissen Fährkollision in der Ostsee ging glimpflich aus
(01.02.2005) - In den frühen Morgenstunden des 31. Januar kollidierte südlich von Malmö nahe Falsterbo die polnische Fähre "Pomerania", 12.087 BRZ, mit dem schwedischen Tanker "Rio Grande". Beide Schiffe erlitten nur geringfügige Beschädigungen oberhalb der Wasserlinie. Die 127,4 Meter lange, 19,4 Meter breite und 20 Knoten schnelle "Pomerania" konnte mit einer Eskorte der Küstenwache ihre Fahrt nach Kopenhagen, die "Rio Grande" ins schwedische Halmstad fortsetzen. An Bord der "Pomerania" befanden sich zum Unglückszeitpunt 140 Passagiere und 79 Mann Besatzung, von denen ebenso wie die 13-köpfige Crew der "Rio Grande" niemand verletzt wurde. Die "Pomerania" verkehrt zwischen Kopenahgen und Swinoujscie. Die dänische Schifffahrtsinspektion begann mit der Untersuchung des Unfallhergangs. Die in Nassaz registrierte "Pomerania" war 1978 von Stocznia Szczecinska, Polen erbaut worden und wird von der Polska Zegluga Batycka betrieben. Sie kann bis zu 1.000 Passagiere und 277 Pkw transportieren.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ölbergung aus "Sea Venture II" abgeschlossen
(01.02.2005) - Am 28. Januar wurde das Leichtern von Öl aus dem in der Ostsee leckgeschlagenen Frachter "Sea Venture II" durch die Bergungsfirma Wijsmuller Salvage B.V. abgeschlossen. Insgesamt wurden 600 Kubikmeter Öl abgepumpt und von einem Leichtertanker aufgenommen. Die Bergungsausrüstung wurde anschließend in ihre Basis zurückgebracht. Die "Sea Venture II" lag weiter in Kalundborg Fjord vor Anker. Eine Einlaufgenehmigung sollte sie erst nach Abschluss der Arbeiten erhalten.c
Quelle: Tim Schwabedissen

Fähre schlug vor Kanaren leck
(31.01.2005) - Die Fähre "Volcán den Tacande" erlitt in der Nacht zum 31. Januar auf dem Weg von der spanischen Insel Teneriffa nach La Gomera Wassereinbruch im Maschinenraum. Der Havarist entwickelte Schlagseite. Auf die Notrufe der Fähre hin bargen Rettungsdienste die 89 Passagiere und Besatzungsmitglieder. 39 von ihnen erlitten leichte Unterkühlungen. Die Ursache der Havarie ist unbekannt.
Quelle: Tim Schwabedissen

Ein Schiffbrüchiger gekenterter "Kafor" ist tot
(01.02.2005) - Einer der 14 Seeleute der "Kafor", die aus der tobenden See geborgen wurden, ist tot. Der Zustand eines anderen ist ernst. Drei Seeleute waren von jeweils einem Hubschrauber der russischen Marine und einem der Vladivostok Airlines aus den Rettungsinseln, in die sie sich geflüchtet hatten, aufgenommen worden. 10 sind an Bord des Patroullienbootes "Primorje". Der Tote war nahe einer der Rettungsinseln in der See schwimmend entdeckt und ebenfalls auf die "Primorje" gezogen worden. Die Windgeschwindigkeiten während der Rettungsaktion betrugen 18 Meter in der Sekunde, die Lufttemperatur in dem Seegebiet liegt bei minus 20 Grad. Die "Kafor" ist kurz nach dem SOS, das die Suchaktion gegen 11.35 Ortszeit des 31. Januar auslöste, gesunken. Das Schiff hatte zuvor in dem Sturm einen Maschinenausfall erlitten. Es trieb nach der Aufgabe durch die Besatzung und deren Einstieg in Rettungsinseln noch eine Zeitlang in meterhohen Wellen vor der Küste, ehe es durch Eisbildung zunehmend topplastig wurde und schließlich kenterte.
Quelle: Tim Schwabedissen

Havarierte "Explorer" hat Honolulu erreicht
(01.02.2005) - Am 31. Januar machte die durch Seeschlag schwer beschädigte "Explorer" an Pier 2 des Hafens von Honolulu fest. Kurz darauf gingen Vertreter der Küstenwache von Hawaii an Bord, um zusammen mit der Schiffscrew eine Inspektion und Schadensaufnahme des Havaristen durchzuführen und die Gründe für den Ausfall der Maschinen 1.700 Meilen nordwestlich von Hawaii herauszufinden. In Honolulu sollen auch alle notwendigen Reparaturarbeiten durchgeführt werden. Erst wenn das Schiff von den Behörden getestet wurde und als sicher angesehen wird, soll es die Erlaubnis erhalten, wieder auszulaufen.

Nachdem eine rund 15 Meter hohe Welle die "Explorer" am 26. Januar getroffen hatte, waren ein Brückenfenster und durch das eingedrungene Wasser die technische Ausstattung der Brücke beschädigt worden. Die Maschinen des Schiffes fielen aus, und erst nach einiger Zeit war es möglich gewesen, Notantrieb und -ruder in Betrieb zu nehmen. Zwei der 990 Personen an Bord waren bei dem Zwischenfall leicht verletzt worden. Die Küstenwache hatte anschließend zwei Langstreckenflugzeuge und drei ihrer sowie vier Handelsschiffe zu dem Havaristen mobilisiert. Es war dessen Crew dann aber gelunen, nach und nach drei der vier Maschinen wieder hochzufahren, sodass es möglich wurde, Honolulu anzusteuern. Bis zum Erreichen des dortigen Hafens wurde die "Explorer" von einem der C-130-Flugzeuge begleitet.
Quelle: Tim Schwabedissen

Philippinische Fähre im Hafen gesunken
(31.01.2005) - Die philippinische Fähre "Joy Ruby", 487 BRZ, ist am 29. Januar im Hafen von Coron gesunken. Alle 83 Menschen an Bord, darunter 58 Passagiere, konnten sich zuvor in Sicherheit bringen. Die RoRo-Fähre hatte gegen 18 Uhr des 28. Januar von Pier 6 in Manila mit Kurs Corin abgelegt. Am frühen Morgen des 29. Januar sprang sie bei der Annäherung an Coron leck. Es gelang dem Kapitän aber trotz des Wassereinbruchs, sein Schiff in Hafennähe zu manövrieren. Es gelang jedoch nicht, die Leckage unter Kontrolle zu bringen. Gegen 9.30 wurde das Schiff an der Pier von Coron festgemacht und evakuiert. Niemand wurde dabei verletzt. Kurz vor 10 sank die Fähre dann an ihrem Liegeplatz. Weil Öl auszulaufen begann, wurden Ölsperren um das Wrack ausgelegt.
Quelle: Tim Schwabedissen

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