EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Januar 2006

Last update: Donnerstag, 02. Februar 2006, 12:12 Uhr

    Kutter sank nach Kollision
    (31.01.06) - Bereits am 9.1. rettete die U.S. Coast Guard sieben Besatzungsmitglieder des sinkenden Kutters "San Antonio" rund sieben Meilen südlich von Los Angeles. Das Schiff hatte um 05.15 Uhr Mayday gefunkt, nachdem es durch die Kollision mit einer passierenden Barge leckgeschlagen war. Die Küstenwache entsandte ihre Patroullienschiff "Blacktip", zwei Rettungsboote und einen Hubschrauber aus Los Angeles. Die Boote waren um kurz nach sechs vor Ort und bargen die gesamte Crew unversehrt aus der Rettungsinsel, in die sie sich mittlerweile hatte flüchten müssen. Die "San Antonio" sank auf einer Wassertiefe von 600 Fuß. Die Kollisionsursache wird nun untersucht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    30-stündige Suche nach Vermissten vor Aguada
    (31.01.06) - Seit dem 27.1. werden zwei Fischer aus Aguada, Puerto Rico, vermisst. Die U.S. Coast Guard wurde um 19.20 Uhr von Angehörigen informiert, dass ihr Boot seit Tagesanbruch überfällig sei, und suchte seit dem 28.1. mit Dolphin-Helikoptern aus Borinquen, einer C-130 Hercules aus Clearwater und einem Falcon Jet aus Miami eine Fläche von über 12000 Quadratmeilen ab. Die Suche verlief ergebnislos.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Öl läuft aus geborstener "Miss Kelley" aus
    (31.01.06) - Die U.S. Coast Guard und das California Department of Fish and Game’s Office of Spill Prevention and Response leiten derzeit Ölbekämpfungsmaßnahmen an der Strandungsstelle des Kutters "Miss Kelley". Das Schiff hatte, als es am 26.1. vor dem Noyo River auf Felsen lief, 2000 Gallonen Dieselöl an Bord. Ein Kontrollflug zeigte inzwischen, dass Öl aus dem überfluteten und aufgebrochenen Wrack ausläuft. Die Küstenwache und der Schiffseigner entwickeln nun einen Plan zur Entfernung allen verbleibenden Öls. Es wird geschätzt, dass das Boot noch 500 Gallonen Öl und 250 Gallonen Ölschlämme an Bord hat. Bei Niedrigwasser soll ein Hubschrauber der Küstenwache die nötige Ausrüstung zur Ölbergung zur unzugänglich gelegenen Strandungsstelle fliegen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Weiterer Zusammenstoß im Nebel vor Callao
    (31.01.06) - Vor dem peruanischen Hafen Callao, wo der Containerfrachter "Twin Star" nach zweifacher Kollision auseinanderbrach, kam es zu einem weiteren Zusammenstoß. Hierin wurde bei dichtem Nebel der amerikanische Frachter "Alice" verwickelt, allerdings mit nur geringem Sachschaden. Von der panamaischen "Twin Star" ragten nach ihrer Havarie nur noch Bug und Heck aus dem Wasser.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Hamburger Frachter rettete Segler von sinkendem Boot
    (30.01.06) - Die Besatzung des Hamburger Containerschiffs "Hansa Arendal" hat einen Einhandsegler in schwerer See vor der Westküste der USA gerettet. Die 170 Meter lange "Hansa Arendal" der Hansa Treuhand Gruppe , war auf dem Weg von Los Angeles nach Lazaro Cardenas (Mexiko), als an Bord des 1550-TEU-Schiffes der Notruf der sieben Meter langen Segelyacht "Wild Wild West" des kanadischen Einhandseglers einging. Zehn Seemeilen von der Küste entfernt hatte er Maschinenschaden erlitten, seine Segel waren zudem vom schweren Sturm zerfetzt worden. Die "Hansa Arendal", derzeit im Liniendienst zwischen den USA und Mittel- und Südamerika, nahm sofort Kurs auf den Havaristen. Es gelang, den Skipper knapp drei Stunden nach dem Notruf unverletzt an Bord zu nehmen und in Mexiko an Land zu bringen. Das Boot sank derweil im Pazifik.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Syrischer Frachter in Flammen
    (30.01.06) - Am 26.1. brach auf einem syrischen Frachter, der im russischen Hafen Novorossiisk ankerte, ein Feuer aus. 10 Mann der Crew wurden unverzüglich auf das ebenfalls im Hafen liegende, 1974 erbaute Passagierschiff "Mariya Yermolova" evakuiert. Die Brandbekämpung gestaltete sich bei Winden von bis zu 12 Beuafort und 12 Grad unter Null Lufttemperatur schwierig, zumal es zu starker Rauchentwicklung kam. Die Ursache des Brandes ist noch nicht bekannt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Betrunkener Rudergänger der "Bounder" auf Fahrerflucht
    (30.01.06) - Der deutsche Frachter "Bounder",1 1984 BRZ, wurde am Morgen des 28.1. gut zwei Jahre nach einer schweren Kollision im Nord-Ostsee-Kanal erneut in einen Unfall verwickelt. Das 89 Meter lange Kümo der Reederei Erwin Strahlmann kollidierte in dichtem Nebel etwa fünf Seemeilen nördlich der Insel Hiddensee mit dem dänischen Fischkutter "Jeppe Hansen" zusammen. Menschen wurden nicht verletzt. An beiden Schiffen entstand Sachschaden. Der Wachhabende der unter Antigua/Barbuda-Flagge registrierten "Bounder" stand zum Unglückszeitpunkt unter Alkohol.

    Die "Bounder" rammte den auf Fangfahrt befindlichen Kutter, der offenbar auf der Brücke des Frachters übersehen worden war, am Steuerbordbug. Das kleinere Schiff hatte seine Netze ausgeworfen und daher als manövrierbehindertes Fahrzeug eindeutig Vorfahrt gehabt. Nach dem Zusammenstoß kam es zu einem geringen Ölaustritt. Nach Bekannt werden des Vorfalls nahmen das Gewässerschutzschiff "Scharhörn" sowie mehrere Fahrzeuge des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund und der Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommerns Kurs auf die Unfallstelle südlich der Kadetrinne. Die unter Flagge von Antigua and Barbuda fahrende "Bounder" hatte sich nach dem Unfall zunächst von der Kollisionsstelle entfernt. Der Frachter wurde jedoch von der "Scharhörn" gestoppt. Polizeibeamte gingen an Bord und stellten fest, dass der seit drei Jahren für die Reederei tätige polnische Erste Steuermann des Frachters, der offenbar zum Unfallzeitpunkt das Ruder geführt hatte, unter Alkoholeinfluss stand. Bei ihm wurde ein Blutalkoholwert von 2,0 Promille festgestellt. Der Kapitän hatte in seiner Kabine geschlafen. Der dänische Kutter konnte nach dem Unfall Kurs auf seinen Heimathafen nehmen. Der Frachter musste vor Ort Anker werfen. Laut Wasserschutzpolizei wurde eine Sicherheitsleistung von 9000 Euro verhängt. Der havarierte Frachter war zum Unglückszeitpunkt auf dem Weg vom russischen Kaliningrad zum britischen Hafen Goole. Jetzt muss die "Bounder" zur Reparatur des durch die Kollision entstandenen Loches auf eine polnische Werft nach Stettin gebracht werden.

    Die "Bounder" hatte bereits am 19. Dezember 2003 im Nord-Ostsee-Kanal das unter Gibraltar-Flagge laufende Motorschiff "BBC Sweden" der Leeraner Reederei Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG gerammt. Ursache war ein Lotsenfehler. Die 1988 gegründete Reederei Erwin Strahlmann betreibt laut ihrem Chef derzeit 54 Schiffe.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker schlug auf Rhein leck
    (30.01.06) - Ein mit mehr als 800 Tonnen Diesel bela­dener Tanker ist am 28.1. auf dem Rhein bei Remagen leck­geschla­gen, verlor aber nichts von seiner Ladung. Durch das Leck strömte Wasser in das Vor­schiff. Weil die Pumpen des Tankers über­for­dert waren, half die Feu­erwehr mit Lenzpumpen aus. Es besteht keine Gefahr, weil der Diesel in abge­schot­teten Tanks lagert. Der manövrierun­fähige Tanker wurde an der Mole des Hafens Ober­win­ter fest­gemacht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kollision auf Elbe
    (30.01.06) - Auf der Elbe gab es offenbar am in der Nacht zum 29.1. eine Kollision, in die der Frachter "Grande Atlantico" verwickelt war. Weitere Informationen liegen noch nicht vor.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Wieder Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
    (30.01.06) - Um 11.35 Uhr sind am 29.1. in dichtem Nebel auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Kanalkilometer 30,5 die "Viola III", 2445 BRZ, und die auf St. Vincent/Grenadine registrierte "Tramp", 1181 BRZ, zusammengestoßen. Die "Tramp" hatte zuvor einen Maschinenausfall und trieb auf die falsche Fahrwasserseite. Die "Viola III" konnte ihre Fahrt nach Brunsbüttel fortsetzten und machte dort im sogenannten Felsenkeller im Binnenhafen fest. Die "Tramp" musste nach Fortsetzung der Kanalpassage im Kieler Binnenhafen festmachen und wurde von der Wasserschutzpolizei mit einem Auslaufverbot belegt, bis die Maschine nach Reparatur durch Experten abgenommen wurde. Die lettische Crew machte sich derweil daran, den Kollisionsschaden am Backbordschanzkleid des Bugs mit Schweißgeräten provisorisch zu reparieren.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Containerfrachter nach Kollision zerbrochen
    (30.01.06) - Der 150 Meter lange panamaische Containerfrachter "Twin Star", 144337 BRZ, wurde in dichtem Nebel nahe des peruanischen Hafens Callao in eine Kollision mit einem zypriotischen Frachter verwickelt. Danach rammte das 1997 erbaute Schiff noch einen maltesischen Frachter, wobei zwar wenig Schaden entstand, aber ein Besatzungsmitglied ins Wasser geschleudert wurde. Es wird seither vermisst. Dann brach die "Twin Star" auseinander, Bug und Heck ragten noch aus dem Wasser. 22 Mann wurden gerettet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Yacht vor Holland auf Grund
    (30.01.06) - Am 27.1. lief gegen 14.30 Uhr eine Yacht vor Breskens, Holland, nahe Boje Evering z auf Grund. Die Rettungsboote "ZEEMANSHOOP" und "FOREL" liefen zur Hilfeleistung aus. Die Bergungsschiffe "MULTRAJET" und "HOLLAND" waren ebenfalls vor Ort. Das Wasser war für eine Bergung aber zu sehr gefallen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Streit um "Sussex"-Schatz
    (30.01.06) - Als das britische Kriegschiff "Sussex" 1694 vor Gibraltar sank, riss es einen riesigen Goldschatz mit in die Tiefe. Um dessen Bergung ist jetzt ein diplomatischer Streit entbrannt. Spanische Schiffe behindern das von Großbritannien eingesetzte Bergeteam bei der Arbeit.

    Der Goldschatz der "Sussex" umfasste zehn Tonnen Gold und 100 Tonnen Silber, als sie 1694 in einem Sturm vor Gibraltar Schiffbruch erlitt und mit 500 Mann Besatzung und 80 Kanonen samt. Der Wert der Ladung wird heute auf bis zu vier Milliarden US-Dollar geschätzt. Von 1998 bis 2001 hatte eine amerikanische Bergefirma im Auftrag der Briten nach dem Wrack gesucht und war fündig geworden. In mehreren hundert Metern Tiefe glauben die Experten, die "Sussex" ausgemacht zu haben. Doch die geplante Bergung hat einen handfesten diplomatischen Streit ausgelöst. Spanien erhebt Ansprüche auf den Schatz, der direkt vor der Küste Gibraltars im Meer begraben ist. Großbritannien betrachtet die wertvolle gesunkene Fracht als sein Eigentum.

    Die US-Bergefirma Odyssey Marine Exploration ist nun zwischen die Fronten des Streits geraten. Das Bergeschiff "Odyssey Explorer", das vor einem Monat bereits Tauchroboter zur mutmaßlichen "Sussex" geschickt hat, wurde von einer Armada kleinerer spanischer Boote umzingelt, die so gegen die Bergung protestierten.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Havarierte "U 15" machte in Eckernförde fest
    (30.01.06) - Das havarierte deutsche U-Boot "U 15" wird nach seiner Bergung in der Nacht zum 27.1. in der Eckernförder Bucht jetzt untersucht. Nach mehr als sieben Stunden konnten der Schlepper "Langeness" und das Minenjagdboot "Dillingen" das 48,6 Meter lange und 4,5 Meter breite «U 15» gegen Mitternacht freibekommen. Eine Stunde später hatte die Besatzung das Boot im Marinestützpunkt Eckernförde festgemacht. Taucher stiegen unter das Boot ab, um Schäden festzustellen. Das aufgetauchte Boot bei einer «routinemäßigen Vermessung» an der Messstelle Aschau in einer engen Fahrrinne etwa 150 Meter vor dem Südende der Bucht auf einer Flachstelle aufgelaufen. Das Boot lief langsam und unter Routinebedingungen, kam mit seinen vier Metern Tiefgang aber offenbar zu dicht unter Land. Bei der Havarie wurde keines der 22 Besatzungsmitglieder verletzt. "U 15" ist eines von zwölf Booten der Klasse 206A, die allesamt zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt wurden. Im Vergleich mit U-Booten anderer Nationen gehören die deutschen Boote nach Marine-Angaben mit circa 500 Tonnen Verdrängung zu den kleinsten bewaffneten U-Booten, die weltweit operieren. Aufgrund ihrer geringen Größe eignen sie sich besonders für den Flachwassereinsatz.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Exxon Valdez-Havarie wieder vor Gericht
    (30.01.06) - Vor einem kalifornischen Gericht haben die Beratungen über eine Reduzierung des Schadenersatzes für das Tankerunglück der "Exxon Valdez" im Jahr 1989 begonnen. Der US-Ölkonzern ExxonMobil will nur 25 Millionen Dollar Entschädigung für das Unglück bezahlen. Ein US-Bundesgericht hatte den Konzern dagegen im vergangenen Jahr zur Zahlung von 4,5 Milliarden Dollar verurteilt. ExxonMobil argumentiert, bereits mehrere Milliarden Dollar für die Säuberung des Meeres von der Ölpest bezahlt zu haben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Keine Meuterei mehr auf "Queen Mary 2"
    (30.01.06) - Das von manchen Medien schon als "Meuterei auf der Queen Mary 2" bezeichnete Gerangel um die Reisepreiserstattung hat nun ein halbwegs glückliches Ende gefunden. Die Cunard-Reederei gab bekannt, dass die Fahrgäste, die die Route New York - Rio de Janeiro gebucht haben, den vollen Reisepreis inkl. Flugkosten erstattet bekommen. Die "Queen Mary 2" verfügte nach einer Grundberührung nur noch über die Leistung von drei ihrer vier Antriebseinheiten (Azipods). Erst nach dem das Schiff mit 1 1/2 tägiger Verspätung Fort Lauderdale verlassen konnte, teilte man den Gästen mit, dass drei Karibikhäfen sowie Salvador de Bahia von der Liste gestrichen wurden und man stattdessen nach neun Tagen Rio direkt anlaufen werde, was den Passagieren die Option, die Reise unter den geänderten Bedingungen nicht anzutreten, unmöglich machte. Man bot den Reisenden eine 50%tige Reisekosten-Rückerstattung exklusive Flugkosten an, was zu großem Unmut unter einigen der Gäste führte. Nach dem manche gedroht hatten, sich in Rio in ihren Kabinen einzuschließen und das Schiff nicht verlassen zu wollen, um es so an der Weiterfahrt zu hindern, lenkte Cunard ein. Auch, wenn nun die hitzigsten Gemüter unter den Passagieren zufrieden sein dürften, bleibt der Angelegenheit doch ein bitterer Nachgeschmack anhaften.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    U-Boot vor Eckernförde gestrandet
    (27.01.06) - Das 48,6 Meter lange deutsche U-Boot "U 15" ist am 26.1. gegen 17 Uhr vor Aschau in der Eckernförder Bucht auf Grund gelaufen. Es kam bei einer Übungsfahrt 150 Meter vor dem Südufer der Bucht direkt an der dortigen Messstelle der Bundeswehr fest. Nachdem Versuche, aus eigener Kraft freizukommen, gescheitert waren, entsandte das Flottenkommando das Minenjagdboot "Dillingen" zur Unglücksstelle nahe Altenhof. In den Nachtstunden gelang es, das 1974 von HDW Kiel erbaute, dem 3. U-Bootsgeschwader zugehörige Boot der 206 A-Klasse freizubekommen. Menschen kamen nicht zu Schaden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kapitän von gesunkenem Binnenschiff schwamm in der Ems
    (27.01.06) - Am 25.1. ist gegen 21 Uhr das Binnenmotorschiff „Privatum“ vor dem niederländischen Eemshaven gesunken. Das 73 Meter lange und 8,25 Meter breite niederländische Schiff befand sich mit 1200 Tonnen Asphalt auf der Fahrt von Delfzijl nach Eemshaven. 80 Meter vor der Hafeneinfahrt lief das Schiff aus bisher unbekannten Gründen voll Wasser und sank auf 14 Meter Tiefe. Gegen 20.55 Uhr meldete die Revierzentrale Ems/Knock, dass Eemshaven-Radar soeben gemeldet habe, „ein Schiff sei spurlos vom Radarschirm verschwunden und dass eine Suchaktion eingeleitet werden müsse“. Sofort lief der Seenotkreuzer "ALfired Krupp" aus Borkum Richtung Eemshaven aus. Zur gleichen Zeit lief das im Eemshaven liegende holländische Rettungsboot „Jan et Titia Visser“ aus. An der Suche beteiligten sich auch das Lotsenschiff „Kapitän Bleker“ und der Emder Tonnenleger „Gustav Meyer“. Die "Alfried Krupp" suchte im Bereich Alte Ems nach einem vermißten Besatzungsmitglied. Ein weiteres Besatzungsmitglied solle angeblich an Land geschwommen sein bei einer Wassertemperatur von mindestens einem Grad unter Null. Eisfelder bedeckten teilweise im Bereich der Küste die Ems. Wie sich dann herausstellte, hatte tatsächlich ein Seemann, nämlich der Kapitän, schwimmend die Mole des Eemshavens erreicht. Gegen 23.10 Uhr war die "Alfried Krupp" wieder im Borkumer Schutzhafen am Liegeplatz. Dass Schiff selbst allerdings blieb vorerst verschwunden. Auch der Tonnenleger "Gustav Meyer" mit einem Sonargerät an Bord hatte damit keinen Erfolg. Dem holländischen Rettungsboot gelang es später, das Wrack des Binnenschiffs zu orten. Es lag schräg vor der Hafeneinfahrt zum Eemshaven. Aus diesem Grunde hatte auch die Fähre nach Borkum zunächst Probleme, aus dem Eemshaven Richtung Borkum auszulaufen. Weil die Hafenausfahrt noch nicht mit Not-Tonnen ausgelegt werden konnte, die eine veränderte Fahrrinne markieren, konnte die Frühfähre nach Borkum um 6.15 Uhr ab Eemshaven nicht auslaufen. Das gelang erst nach Freigabe durch die Behörden gegen 9.45 Uhr. Vertreter des Wasser- und Schifffahrtsamtes und der Versicherer des niederländischen Eigners waren am 26.1. vor Ort. Der Schiffsverkehr an der Unglücksstelle wird nicht behindert, auch wenn es zunächst hieß, dass der Hafen von Eemshaven gesperrt werden müsse. Das Schiff liegt aber außerhalb des Fahrwassers für den durchgehenden Verkehr. Auch der Verkehr der Borkum-Fähre ist nicht mehr eingeschränkt. Der Versicherer will das Schiff bergen lassen. Vormann Schäfer der "Alfried Krupp" bezeichnete die Fahrt mit nur einem Besatzungsmitglied durch das Dukegatt bei diesem Wetter als Leichtsinn.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Dramatische Rettung von sinkendem Kutter
    (27.01.06) - Am Morgen des 26.1. lief der Kutter "Miss Kelley" nahe der Noyo-Flussmündung in Fort Bragg, Kalifornien, auf Grund und schlug leck. Die Küstenwache in Humboldt Bay erhielt um 02.26 Uhr einen Notruf der zweiköpfigen Crew, dass das Schiff eine Meile südlich der Flussmündung auf Felsen festsitze. Sofort wurde ein Hubschrauber aus Humboldt Bay entsandt, außerdem liefen zwei Rettungsboote der Station Noyo River aus. Eines war um 02.47 Uhr vor Ort und konnte die "Miss Kelley" ausmachen, auf der Notraketen gezündet wurden. Es gelang jedoch nicht, sich dem Schiff in hoher See zwischen den Felsen anzunähern. Der Hubschrauber musste wegen technischer Probleme umkehren, ein zweiter startete um 03.52 Uhr. Von Land her gelang es nicht, sich dem gestrandeten und von der Brandung überschütteten Wrack anzunähern. Um 04.33 Uhr wurden die Fischer von ihrem inzwischen vollgelaufenen Schiff abgeborgen. Sie wurden zu einer alten Anlandestelle der einstigen Georgia-Pacific Lumber Company geflogen, wo sie von der Küstenwache in Empfang genommen wurden. Ein Ölverschmutzungsteam aus San Francisco machte sich auf den Weg zur "Miss Kelley", um mögliche Gewässerverschmutzungen zu kontrollieren. Das Schiff hatte 2000 Gallonen Dieselöl in den Tanks.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Zwei Vermisste nach Kutteruntergang
    (27.01.06) - Am 19.1. wurden von der Küstenwache in Falmouth EPIRB-Signale des Kutters "Greenhill" aufgefangen. Rettungsteams aus Newcastle, White Rock and Portaferry wurden ebenso in Marsch gesetzt wie die RNLI-Rettungsboote aus Portaferry und Newcastle . Ein irischer Rettunngshubschrauber startete in Dublin. Es gelang dem Boot aus Portaferry, einen Mann des vermissten Schiffes mit Unterkühlung aus einer Rettungsinsel zu bergen. Er wurde zum Down Patrick Hospital in County Down gebracht. Er gab an, dass zwei weitere Männner auf dem gesunkenen Boot gewesen seien.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Containerfrachter in Monrovia soll ein halbes Jahrzehnt nach Untergang gehoben werden
    (27.01.06) - Der Containerfeeder "Torm Alexandria", 4.160 tdw, soll fast fünf Jahre nach seinem Untergang in Monrovia gehoben werden. Das Schiff war beim Aufnehmen einer Containerladung im Juli 2001 im Hafen Monrovias gekentert. Zunächst hatte es sich beim Anheben eines Deckscontainers übergelegt, dann war sie auf die Seite gerollt und am Liegeplatz gesunken. Teile der Containerladung stürzten dabei übers Deck oder ins Wasser. Nun wurde, nach mehreren vorangegangenen erfolglosen Anläufen, ein israelisches Bergungsunternehmen geheuert, das Wrack zu räumen. Hintergrund dürfte das Bestreben des neuen Hafen-Managements sein, den Anblick eines rostigen Wracks direkt am Containerterminal zu beseitigen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Marielle Bolten" in Gesellschaft alter Wracks gestrandet
    (27.01.06) - Der mit Rohren beladene, liberianische Frachter "Marielle Bolten", 19000 BRZ, sitzt weiter vom Hafen Puerto Plata der Dominikanischen Republik fest. Er war gestrandet, als das Schiff einlaufen wollte, als eine hohe Surf das Schiff gegen ein Uhr morgens auf Grund drückte. Der Frachter war erst um sechs Uhr erwartet worden. Die 594 Fuß lange "Marielle Bolten" kam aus Rio de Janeiro und war das erste Schiff, das in den Hafen einlaufen sollte. Der polnische Kapitän kannte nicht die Enge des Fahrwassers. Sein Schiff kam zwischen einem Felsen und dem Wrack der "Tikal" auf einem Korallenriff am Ostende des Hafens fest. In der Vergangenheit sind bereits mehrfach Kreuzfahrt- und Handelsschiffe vor dem Hafen auf Grund gelaufen. Die zwei Wracks der "Coloniá" und "Tikal", die teilweise aus dem Wasser ragen, zeugen von den Gefahren des Seegebietes, in dem sich schnell hoher Seegang aufbaut.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "MOL Renaissance"-Bergung abgeschlossen
    (27.01.06) - Am 26.1. wurde die "MOL Renaissance", auf der eine Ladeluke ausgebrannt war, unter Aufsicht der Berger von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. im Hafen von Foss in Frankreich festgemacht. Das Schiff kam aus Port Said und wurde von den französischen Behörden vor dem Einlaufen kontrolliert. Die ausgebrannten Container wurden mittlerweile gelöscht und untersucht. Dann wurde das Schiff an die Eigner übergeben, das Bergungsteam demobilisiert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Erstes Schiff in neuem Hafen lief gleich auf Grund
    (26.01.06) - Das erste Schiff, dass den neuen Hafen von Salelologa auf der Insel Savaii, Samoa, anlaufen sollte, lief rund 100 Meter vor dem Liegeplatz auf Grund. Die "Southern Cross" strandete, weil das Fahrwasser zu flach war. Zu dem Einlaufen, mit dem die Entwicklung von Salelologa als internationaler Hafen eingeleitet werden sollte, waren der Premierminister und andere hochgestellte Persönlichkeiten vor Ort. Der Transportminister sagte, dass Schiff hätte bei Flut einlaufen sollen, sei aber bei Niedrigwasser gekommen. Mit zwei Stunden Verspätung konnten die Feierlichkeiten schließlich durchgeführt werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter sank in der Ägäis - 2 Vermisste
    (26.01.06) - Der im Sturm in der Ägäis in Seenot geratene Frachter "A. Akif", 3629 BRZ, ist mittlerweile gesunken. Es gelang, 14 Mann zu retten. Zwei Seeleute werden vermisst. An Bord waren 12 Seeleute aus der Türkei, die anderen kamen aus Rumänien und Azerbaidshan. In schwerem Sturm waren mehrere Rettungsversuche durch Hubschrauber zunächst fehlgeschlagen. Auch eine griechische Fregatte und Handelsschiffe beteiligten sich an der Rettungsaktion. Die "A. Akif", IMO No 6726149, war 1967 als "Abidjan" bei der VEB Schiffswerft “Neptun” in Rostock erbaut worden. Später lief sie als "Irenes Sky" (1975-1976), Garonna (1977-80) und Alabama (1981-84). Sie hatte eine Verdrängung von 4.600 tdw.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Grill in Brand - Smut als Feuerlöscher
    (26.01.06) - Am 23.1. brach während einer Kontrollfahrt vor Neufundland und Labrador auf dem kanadischen Kriegsschiff HMCS "Fredericton" ein Feuer aus. Es entstand in einem Kontrollpanel eines Grills in der Kombüse. Es gelang einem Smut, die Flammen rasch mit Hilfe eines Feuerlöschers zu ersticken. Die kanadische Marine leitete Ermittlungen ein.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Wrack der "Vertigo" verlässt Fredericia "as is"
    (26.01.06) - Der Frachter "Vertigo", der nach seiner Bergung zum Fredericia Shipyard verholt wurde, verlässt den dänischen Hafen wieder, ohne repariert worden zu sein. Der 165 Meter lange Bulker war am 7.12.2005 nach Kollision im Großen Belt gesunken und nach seiner Bergung in den Weihnachtstagen am 26.12. nach Fredericia verholt worden. Die Eigner waren mit dem Preis für die Reparatur nicht einverstanden gewesen und vergaben den Reparaturauftrag nun an eine Werft im polnischen Szczecin. Am 24.1. hatte der griechische Schlepper "Hellas" sein Schleppgeschirr am Havaristen fest. Dann aber wurde die Aktion nach fünf Stunden, in denen Hafenschlepper und Piloten auf Standby waren, wohl wegen der Eislage in der östlichen Ostsee gestoppt. Auslaufen soll er nun am 27.1.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    In Teneriffa versenkter Schlepper wird geborgen
    (26.01.06) - Am 25.1. lief der Schwimmkran "GPS Atlas" im Schlepp der "Alexandra" von Rotterdam über Dover nach Teneriffe aus. Hier hatte das Passagierschiff "Juan J. Sister" im vergangenen Jahr den Schlepper "Tarifa", 354 BRZ, versenkt, nachdem er sich von seinen Moorings losgerissen hatte. Nun erhielt die Firma Seasalvage den Auftrag, das 33 Meter lange, kieloben liegende Schlepperwrack aus 33 Metern Tiefe zu bergen und charterte hierfür die "GPS Atlas" von GPS Marine Services BV.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Ölverschmutzung nahe des Great Barrier Reef
    (26.01.06) - Vor Gladstone City, Ostqueensland, kolliderte der koreanische Tanker "Global Peace" mit einem Schlepper und schlug leck. Rund 10 Tonnen ´Schweröl liefen aus und trieben mit der Flut ans Ufer. Sie verschmutzten Mangroven nahe des ökologisch sensiblen Great Barrier Reef. Der Zwischenfall hatte sich ereignet, als der Tanker in Gladstone anlegen sollte. Am 25.1. waren Arbeiten zur Reinigung des verschmutzten Gebietes mit Hilfe eines Ölskimmers im Gange. Es sollte versucht werden, das Öl unter Kontrolle zu haben, bevor es weitere Hafenbereiche erreichte und damit den Hafenbetrieb hätte beeinträchtigen könnnen. Gladstone liegt rund 400 Kilometer nördlich der Hauptstadt von Queensland, Brisbane, nahe des südlichen Endes des Great Barreir Reef.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Barge mit Steinen gesunken
    (26.01.06) - Eine mit Steinen beladene, 264 Fuß lange Barge sank im Intracoastal Waterway bei Meile 171 westlich der Harvey Locks im amerikanischen Louisiana. Um das teilweise aus dem Wasser ragende Wrack wurde von der Coast Guard eine Sicherheitszone eingerichtet. Die Barge soll nun entladen und dann geborgen werden. Sie gehört der Lalande Towing Operators LLC in Iberia.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Ladung der "Kiperousa" wird versteigert
    (26.01.06) - Fregatte rettete Besatzung von sinkendem Frachter
    (25.01.05) - In der Karibik sank auf dem Weg von Guyana nach St. Maarten der Frachter "Lady Sacha". Die sechsköpfige Crew wurde 10 Minuten vor dem Untergang des Schiffes von einem Hubschrauber und einem Boot der britischen Fregatte HMS "Southhampton" gerettet, die 40 Meilen südlich des Havaristen vor der Küste der Dominikanischen Republik stand und den Mayday-Ruf aufgefangen hatte. Der Lynx-Helikopter winschte fünf Mann auf, der letzte wurde von einem Rettugsboot der "Southhampton" gerettet. Die "Lady Sacha" war in schwerer See leckgeschlagen und zerbrochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlepper auf Dumanish River gehoben
    (25.01.05) - Am Morgen des 22.1. sank im Duwamish River der 101 Fuß lange Schlepper "Island Brave". Dabei hätte er fast einen zweiten Schlepper, die "Patricia S", mit auf den Flussgrund gezogen. Ein Augenzeuge, der die Spokane Street Bridge querte, sah die beiden Schiffe mit Schlagseite östlich des Terminals S und alarmierte gegen 11 Uhr die Rettungskräfte. Zweieinviertelstunden später war die "Island Brave" gesunken. Über 20.000 Gallonen Öl liefen aus dem Wrack, ehe Taucher die Tanks verschließen konnten. Um die Untergangsstelle wurden Ölschlängel ausgelegt. Ein großer Kran auf einer Barge wurde herangebracht, die "Patricia S" losgeworfen. Inzwischen wurde die "Island Brave" geborgen. Die Ursache des Unglücks ist unbekannt. Die "Patricia S" war bereits vor zwei Jahren am selben Liegeplatz leckgeschlagen, konnte aber auch damals gerettet wrden. Ein anderer Schlepper der Reederei sank vor rund acht Jahren nahe Alaska. Island Tug hat 15 Schlepper und 17 Bargen, mit denen meist Baumaterial transportiert wird.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Fischer trieb an Wrackteil geklammert in der See
    (25.01.05) - Ein Fischer aus Thailand wurde an ein Wrackteil geklammert von dem taiwanesischen Frachter "YM Faha" in der Südchinesischen See gerettet und nach Malaysia gebracht. Das Boot des Fischers war nach einer Kollision mit einem anderen Schiff gesunken. Ob weitere Menschen betroffen waren und welche Schiffe in das Unglück verwickelt waren, konnte noch nicht geklärt werden, weil es Sprachschwierigkeiten bei der Vernehmung des Geretteten gab, der verletzt und geschwächt in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach Aussagen von der Frachtercrew war der Fischer wohl mit anderen Booten auf See gewesen, als er am 21.1. verunglückte. Die "YM Faha" rettete ihn am Nachmittag desselben Tages auf dem Weg von Hongkong nac hPort Klang.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Binnenschiff kam auf Schelde fest
    (25.01.05) - Auf der Oosterschelde nahe Stavenisse strandete am Abend des 24.1. gegen 22 Uhr das belgische Binnenschiff "Versus". Es gelang, den 110 Meter langen Havaristen durch die "Zephyrus" zu bergen. Die "Versus" war mit 2000 Tonnen Gips von Deutschland nach Terneuzen unterwegs gewesen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter vor Puerto Plata gestrandet
    (25.01.05) - Der Frachter "Marielle Bolten", 19.534 BEZ, strandete bei schlechtem Wetter vor Puerto Plata an der Nordküste der Dominikanischen Republik. Das 1997 erbaute Schiff ist voll beladen. Die Firma SvitzerWijsmuller Salvage B.V. sowie ihr Partner Resolve Marine Group wurden beauftragt, den Havaristen zu bergen. Bergungsteams aus den USA und den Niederlanden wurden in Marsch gesetzt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    DGzRS rettete 2005 127 Menschen aus Seenot
    (25.01.05) - Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat im vergangenen Jahr 127 Menschen aus akuter Seenot gerettet und 647 Menschen aus Gefahrensituationen befreit. Insgesamt habe sie aber seltener zu Einsätzen, Schlepp- und Sicherungsfahrten auslaufen müssen als 2004, teilte die Gesellschaft am 24.1. mit. Das Aufkommen an Spenden, Nachlässen, Stiftungs- und Kapitalerträgen sowie anderen Erlösen ist mit 29,5 Millionen Euro etwa zehn Prozent hinter dem Vorjahr zurückgeblieben. Bei 1.006 Fahrten wurden 108 Hobby-Skipper auf See gerettet. Insgesamt liefen die Kreuzer und Boote 2.286 Mal aus gegenüber 2.547 Fahrten in 2004. Dabei wurden 127 Menschen aus Seenot gerettet und 647 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit. 411 mal Kranke und Verletzte von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Fest-land transportiert. 42 mal Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, 726 mal Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie 553 Einsatzanläufe, Such-, Schlepp- und Sicherungsfahrten absolviert. Allein für die Freizeitschifffahrt fuhren die DGzRS-Einheiten im vergangenen Jahr in Nord- und Ostsee 1006 Einsätze (Nordsee 322 / Ostsee 684), bei denen 118 Menschen aus Seenot gerettet und weitere 432 aus kritischen Gefahrensituationen befreit wurden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter in der Ägäis in Seenot
    (24.01.05) - Bei eisigen Temperaturen und Winden bis 11 Bf geriet am 23.1. ein Frachter mit 17-köpfiger Besatzung nahe der griechischen Insel Limnos in Seenot. Wegen des Sturms mussten zudem sämtliche Ägäis-Fährverbindungen eingestellt werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Wieder NCL-Kreuzfahrer durch Wellenschlag beschädigt
    (23.01.06) - Auf der Passage von Tortola nach New York geriet in der vergangenen Woche der Kreuzfahrer "Norwegian Spirit" der NCL in schweres Wetter mit Wellenhöhen von bis zu 15m. Dabei wurden in einigen Kabinen auf der Backbordseite Fensterscheiben eingeschlagen. Ein Kabinentrakt wurde durch eindringendes Wasser überschwemmt. Niemand an Bord wurde verletzt. Nach Ankunft in New York wurden die beschädigten Bereiche abgesperrt. Da das Schiff auf der folgenden Reise nicht ausgebucht war, konnten alle Passagiere, die für die ausgefallenen Kabinen vorgesehen waren, anderswo an Bord untergebracht werden. Die Anschluss-Kreuzfahrt wurde planmäßig angetreten. Vor einiger Zeit war bereits die "Norwegian Dawn" durch Seeschlag beschädigt worden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Nach Kollision Ärger auf "Queen Mary 2"
    (23.01.06) - "Schlechtes Krisenmanagement und schlechte, unvollständige Informationspolitik" warfen zahlreiche Passagiere der havarierten "Queen Mary 2" jetzt Cunard-Chefkapitän Ronald Warwick und seiner Crew vor. "Die Passagiere waren sehr aufgebracht", hieß es. "Anwälte an Bord organisieren sich, um gemeinsam gegen die Reederei Cunard zu kämpfen und zu vermeiden, daß Forderungen der Passagiere durch Einzelbehandlung unterwandert werden."
    Am 18. Januar hatte ein heftiger Schlag das Schiff vor Port Everglades erschüttert, als es mit der Böschung des Hafenkanals kollidierte. Mit einem ramponiertem Azipod-Antrieb kehrte die sogenannte "Königin der Meere" um und lief wieder in den Hafen von Fort Lauderdale ein. Dort angekommen, durfte niemand das Schiff verlassen. Grund: Die amerikanischen Einwanderungsbestimmunen. Um 48 Stunden verspätet und mit reduzierter Reisegeschwindigkeit nahm sie nach Abschluss der Untersuchungen ihre Fahrt mit verändertem Reiseplan wieder auf: Statt in den Häfen St. Kitts, Barbados und Salvador anzulegen, wird die "Queen Mary 2" bis Rio de Janeiro durchfahren. Dort soll sie am 26.1. aber erst so spät ankommen, dass die Passagiere, deren Reise dort endet, die Stadt nicht mehr besichtigen können. In der Hamburger Pressestelle der Reederei Cunard war bis zum 22.1. noch nichts von den Vorwürfen bekannt.
    Cunard USA will den Passagieren faber ür die entgangenen Freuden auf der Lateinamerika-Reise 50 Prozent des Preises für den ersten Abschnitt zurückzahlen. Dies ist vielen aber zu wenig, denn die Flüge und andere Auslagen sind von dieser Regelung ausgeschlossen.
    Am 21.1. hatte Kapitän Ronald Warwick die Passagiere ins "Royal Court Theatre" an Bord eingeladen und das Angebot der Reederei vorgetragen. Es kam offenbar nicht so gut an. Für viele der Passagiere hätte gerade diese Reise mit den Landgängen in reizvollen Häfen ein ganz besonderes Erlebnis werden sollen. Einen Preisnachlass bei den Getränken an Bord hatte der Kapitän abgelehnt.
    Bei Cunard hieß es: "Oft ist die Aufregung im ersten Moment groß. Doch es gibt Gesetze, nach denen solche Entschädigungsfälle geregelt werden." Im Regelfall würden die Passagiere ihre Ansprüche individuell nach ihrer Rückkehr von zu Hause aus geltend machen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Segler vor Mexiko aus Seenot gerettet
    (23.01.06) - Das amerikanische Kriegsschiff USS "Ford" (FFG 54) rettete in den Morgenstunden zwei Segler vor der Westküste von Mexiko im Golf von Tehuantepec. Das Schiff war auf einer Routinepatroullie, als es von der Küstenwache in Alameda, Kalifornien, über ein Schiff in Notsituation informiert wurde. Die Fregatte änderte sofort ihren Kurs und fuhr mit erhöhter Geschwindigkeit zur gemeldeten Position. Als es dort die in Seenot geratene Yacht "Eclipse" erreichte, wurde ein SH-60B Seahawk Bordhubschrauber mit einem Rettungsschwimmer gestartet. Der Helikopter evakuierte die beiden Segler und brachte sie zur medizinischen Versorgung an Bord der "Ford". Danach wurden die Schiffbrüchigen an Land gebracht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Acht Verletzte bei Gasexplosion
    (23.01.06) - Eine Acetylenleitung auf dem indischen Marineschiff "Shakti" brach am Morgen des 19.1., als das Schiff am Lion Gate in St. George zu einer Routinereparatur lag. Dabei kame es zu einer Explosion, die acht Menschen verletzte. Das 1975 vom Bremer Vulkan erbaute Schiff wurde darüber hinaus nicht beschädigt. Die Verletzten sind zwei Besatzungsmitglieder und sechs Werftarbeiter. Die beiden Marineangehörigen kamen in ein Marinehospital, die anderen in ein städtisches Krankenhaus. Ihr Zustand ist stabil.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlecht vertäut: Kühlschiff beschädigt Verladeeinrichtung in Bremerhaven
    (23.01.06) - Am 19.1. um 14.30 Uhr kam es zu einem Schadensunfall in Bremerhaven. Ein 190 m langer Autotransporter im Bremerhavener Verbindungshafen passierte mit einem Abstand von ca. 30 Metern und einer Geschwindigkeit von 2 Knoten unter Schlepperassistenz das an einem Kai liegende Kühlschiff "Ivory Tirupati". Durch den Sog des Carcarriers wurde das 150 Meter lange Kühlschiff so in Bewegung versetzt, dass ein an ihm arbeitender Elevator, der gerade Bananen löschte, beschädigt wurde. Die Schadenshöhe beträgt ca. 10000 Euro. Das panamaische Kühlschiff war offenbar nicht sicher genug vertäut gewesen. Gegen seinen Kapitän wurde eine Sicherheitsleistung verhängt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Beschädigte "Stadum" erneut in Kollision verwickelt
    (23.01.06) - Am 22.1. machte sich gegen sechs Uhr morgens der bis dahin an den Bahnhofsdalben in Brunsbüttel festgemachte Frachter "Stadum" im Schlepp der "Corvin" auf den Weg nach Polen, wo er nach seiner Kollision mit dem Bulkcarrier "Marigo" festgemacht hatte. Bei der Lotsenübernahme kam es zu einem weiteren Zwischenfall, als die "Stadum" mit dem Lotsenversetzboot kollidierte, dessen Rettungsinsel abgerissen wurde und auf der Elbe treibend wieder aufgefischt werden musste. Die "Stadum" war am 27.1. bei Teufelsbrück mit der "Marigo" kollidiert, die von den Silos der Rethebrücke kam, wo sie mehrere Tage lang WEizen geladen hatte. Die "Stadum" war mit Maschinenteilen beladen stromaufwärts unterwegs gewesen. Sie hatte zuvor den Elblotsen abgesetzt und erwartete den Hafenlotsen. In der kurzen Zeit ohne Lotsen kam sie offenbar vom Kurs ab und geriet vor den Bug der ebenfalls nach einem Lotsenwechsel langsam Fahrt aufnehmenden "Marigo". Der Steven des Bulkers drückte das Steuerhaus der Stadum ein, wobei sich auch die "Marigo" Beulen und einen Riss in der Außenhaut zuzog. An Bord der kleineren Stadum wurde ein Besatzungsmitglied leicht verletzt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sorgt steigender Elbverkehr für Zunahme von Unfällen?
    (23.01.06) - Sind die vier Unfälle, die sich jetzt in kurzer Zeit auf der Elbe ereigneten, eine Folge des Umstandes, dass immer mehr Schiffe den Hamburger Hafen anlaufen? Hafenlotsen registrierten von 2004 auf 2005 einen Anstieg ihrer Einsätze um zehn Prozent. Zuletzt kollidierten die 223 Meter lange "Marigo" und die "Stadum" am 17.1. Nur gut eine Woche vor der Kollision bei Teufelsbrück war es in der Elbmündung bei Cuxhaven zu einer Kollision zwischen der 193 Meter langen "Tor Dania" und dem Schleppverband "Ems Tug" und "Emsponton 7" gekommen, bei dem eine Sektion des Kreuzfahrerneubaus "Norwegian Pearl" auf dem Elbgrund gelandet war. Am 5. Dezember 2005kenterte vor Brunsbüttel das Kümo "Maritime Lady" nach Kollision mit dem Feederschiff "Arctic Ocean" und sank. Nur 80 Minuten später fuhr der Tanker "Sunny Blossom" auf das Wrack. Am 27. September 2005 lief ein 250 Meter langer Tanker bei Stade auf Grund. Am 29. Januar 2005 krachte der mit 4900 Tonnen Schwefelsäure beladene Tanker "Stolt Fulmar" mit Ruderschaden in den Fähranleger Blankenese. Ist diese Häufung normale Unfallbilanz oder Tribut an die Rekordumschläge im Hamburger Hafen? Tatsächlich registrierte das Wasser- und Schiffahrtsamt (WSA) in den vergangenen Jahren einen Anstieg der Havarien auf der Elbe zwischen Hamburg und Brunsbüttel: 2003 waren es fünf, 2004 schon neun, und für 2005 wurden 13 solcher Unfälle gemeldet, bestätigte jetzt Frank Richters, zuständiger Nautiker beim WSA Hamburg. Grund der Havarien waren oft Schäden an Maschinen, Ruderanlagen oder Navigationsfehler. Parallel zu dem Anstieg der Havariezahlen stieg nach Zahlen des WSA auch das Verkehrsaufkommen auf der Elbe: 2003 wurden laut WSA rund 51 000 Schiffsbewegungen (ohne Sportboote und Fähren) registriert, 2004 schon rund 53 000. Für 2005 liegen die Zahlen noch nicht vor. Die Hamburger Hafenlotsen registrierten allerdings von 2004 auf 2005 einen Anstieg ihrer Einsätze um zehn Prozent. Zwar sei die Zahl der absoluten Havariezahlen gestiegen, in Relation zum gestiegenen Schiffsverkehr sei die Zahl daher immer noch gering, so Lotsenältermann Lindner. Und immer neue Rekorde bei den Umschlagszahlen im Hafen müssen in Zukunft auch nicht automatisch mit immer mehr Schiffsverkehr auf der Elbe einhergehen, denn die Schiffe werden immer größer und können viel mehr Container transportieren. So waren 2004 erst vier Containerriesen mit mehr als 330 Meter Länge auf der Elbe unterwegs, im vergangenen Jahr liefen bereits 47 von ihnen Hamburg an. Sowohl Richters als auch Lindner fordern aber angesichts des prognostizierten Wachstums beim Container-Umschlag eine konsequente Anpassung der Sicherheitsmaßnahmen. Kürzungen im Bereich der WSA-Verkehrszentralen dürfe es nicht geben. Lindner verweist auf eine neue Elbvertiefung, die das Verkehrsaufkommen deutlich entflechten würde. Wichtig sei, daß die Lotsen an Simulatoren das Manövrieren großer Schiffe trainieren können. Nach dem Verkauf des Schiffssimulators "Susan" müßte der Senat nun für eine Alternative sorgen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schubleichter auf Mittellandkanal gesunken
    (23.01.06) - Ein mit Kohle beladener polnischer Schubleichter, der auf dem Mittellandkanal vom Ruhrgebiet zum Krafttwerk Mehrum in Niedersachsen unterwegs war, ist am Abend des 20.1. im Hafen von Bad Essen, Kreis Osnabrück, gesunken. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Minden ist der 51 Meter lange Leichter wahrscheinlich beim Anlegen leckgeschlagen. Da der Havarist außerhalb der Fahrrinne liegt, wird die Schifffahrt nicht behindert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlepper in Seattle gesunken
    (23.01.06) - Am Morgen des 22.1. schlug im Duwamish Waterway, Washington, der Schlepper "Island Brave" am Terminal 7 in Seattle leck. Die Küstenwache erhielt um 11.51 Urh die Nachricht, dass das Schiff der Island Tug and Barge Probleme habe. Das Feuerboot aus Seattle udn Vertreter der Küstenwache wurden wegen möglicher Gewässerverschmutzung in Marsch gesetzt. Um 13.30 Uhr sank der Schlepper. Geringe Mengen Dieselöl wurden danach an der Untergangsstelle sichtbar, an der ein Ölschlängel ausgelegt und ölabsorbierendes Material im Wasser ausgebracht wurde. Der Schleppereigner beuaftragte die Firma Global Diving an Salvage mit der Bergung des Wracks. Als erstes gelang es Tauchern, die Ventile der Öltanks zu schließen und somit die Gefahr einer Gewässerverschmutzung zu reduzieren. An Bord der "Island Brave" sind rund 31.000 Gallonen Öl. Die Hebung des Schleppers ist für den Morgen des 23.1. geplant. Die Unglücksursache wird gegenwärtig untersucht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter vor Cape May gerettet
    (23.01.06) - Am Nachmittag des 20.1. schlug der 65 Fuß lange Kutter "New Hope" aus Cape May 11 Meilen vor der Küste leck. Ein Rettungshubschrauber aus Atlantic City und zwei Küstenwachboote aus Cape May kamen dem Havaristen nach dessen Notruf um 15.37 Uhr zu Hilfe. Der Hubschrauber setzte zwei mobile Lenzpumpen auf dem Deck des Kutters ab, die von der dreiköpfigen Crew erfolgreich in Betrieb genommen wurden. Es gelang, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen. Das Schiff machte sich aus eigener Kraft auf den Rückweg nach Cape May, wurde aber sicherheitshalber von den Küstenwachbooten bis zum Erreichen des Hafens eskortiert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter mit ausgebrannter Ladeluke wieder in Fahrt
    (23.01.06) - Am 21.1. schloss SvitzerWijsmuller Salvage B.V. die Passage des beschädigten Containerfrachters "Mol Renaissance", 35881 BRZ, durch den Suezkanal ab. Das Schiff kam vom Gulf of Aqaba, in dem ein Feuer einen Laderaum verwüstet hatte. Am 19.1. war die Klasse des Schiffes wieder erteilt worden, sodass die Fahrt zu den ursprünglich anvisierten Löschhäfen wieder aufgenommen werden konnte. Die Feuerlöschteams, die sich bereits seit Dezember vergangenen Jahres an Bord befinden, werden bis zum Abschluss der Reise an Bord bleiben, um den Schiffszustand zu kontrollieren. Das Entfernen der Container, in denen der Brandherd lokalisiert worden war, war durch Sicherheitsbestimmungen verhindert worden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Gesunkener Trawler war seeuntüchtig
    (23.01.06) - Als der schottische Langetten-Fänger "Solway Harvester" im Januar 2000 binnen Minuten im Sturm 11 Meilen vor der Ostküste der Isle of Man sank, wurde die siebenköpfige Crew im Innern eingeschlossen und ertrank im kieloben absackenden Schiff. Dies ergab ein jetzt veröffentlichter Report des Government's Marine Accident Investigation Branch, der eine Serie von fundamentalen Sicherheitsmängeln aufdeckte. Das 69 Fuß lange Schiff hatte vor dem Kentern durch zwei offene Eisluken im Hauptdeck über rund zwei Stunden hinweg, in denen das Schiff den Windschutz der Insel zu erreichen suchte, kontinuierlich Wasser genommen. Der Bilgenalarm im Fischraum, das einzige System, dass die Crew vor der Gefahr hätte warnen können, war aber wegen der Beschädigung eines wichtigen Kabels außer Betrieb. Die Bilgenpumpen selbst funktionierten ebenfalls nicht. Der Report sagt, dass die Crew sich der zunehmenden Kentergefahr bis wenige Minuten vor dem Umschlagen des Schiffes nicht bewusst war. Hätte der Sensor des Fischraums funktioniert, hätte der Skipper Gegenmaßnahmen einleiten können. Selbst wenn es nicht gelungen wäre, die Bilge zu lenzen, hätte doch Hilfe alarmiert werden können und wären Maßnahmen zur Evakuierung möglich gewesen. Hätte die Maritime and Coastguard Agency das Schiff inspiziert, wäre zweifellos ein Auslaufverbot verhängt worden. Richard Gidney, der millionenschwere Eigner der "Solway Harvester" wurde aber bereits im Mai vergangenen Jahres von der Mordanklage freigesprochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Alter Anker Schuld an Ölpest auf Delaware-River
    (23.01.06) - Ein 18000-Pfund-Anker war Schuld an der Ölverschmutzung des Delaware-River am 26. November 2004 durch 264.000 Gallonen Öl, die aus dem aufgerissenen Rumpf des Tankers "Athos I" ausliefen. Dies ist das offizielle Ergebnis einer am 19.1. von der US-Küstenwache veröffentlichten Untersuchung. Die Herkunft des Ankers ist unbekannt. Weitere mögliche Ursachen, eine Pumpenummantelung, ein großer Betonklotz oder ein 11-Tonnen-Propeller - konnten als Verursacher des schwersten Ölunfalls auf dem Fluss ausgeschlossen werden. Die Reinigung des Flusses hatte mehr als 150 Millionen DOllar gekostet, die Auswirkungen auf das Ökosystem noch Jahre zu spüren sein. Die Eigner des griechischen Tankers und deren Betreiber, die Frescati Shipping Co. Ltd. und Tsakos Shipping & Trading S.A., trifft keinerlei Schuld. Die "Athos I" war am 26.11.2004 am Ende einer einwöchigen Reise, als sie kurz vor Erreichen des Liegeplatzes bei der Citgo Petroleum Corp. Raffninerie in West Deptford Twonship, New Jersey, um 21 Uhr verunglückte. Hier hätte sie 14 Millionen Gallonen Rohöl aus Venezuela löschen sollen. Bei einer 90-Grad-Drehung im Hauptkanal kam das Schiff plötzlich nach Backbord vom Kurs ab, stieß im Folgenden gegen den Betonklotz sowie die Pumpanlage und begann Öl zu verlieren. Dieses verschmutzte im Folgenden 57 Meilen des Flussufers in New Jersey, Pennsylvania and Delaware. Später wurde ein 6 Fuß langer und 2 Fuß breiter Riss im Tankerrumpf festgestellt. Die Raffinierie war verantwortlich für den Zustand des Flussgrundes und hatte zuletzt einen Monat vor der Havarie eine Sonarkontrolle vorgenommen, die keine Hindernisse aufzeigte. Der Anker muss indes bereits eine Reihe von Jahren auf dem FLussgrund gelegen haben, ohne entdeckt worden zu sein.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Seemann nach 39 Stunden aus Luftblase gerettet
    (20.01.06) - Nach 39 Stunden wurde ein Seemann aus einem gesunkenen Schlepper gerettet. Das Schiff war wie auch zwei weitere Schlepper am 19.1. um 17.30 Uhr nach einer Kollision nahe Zhenjiang 14 Meter tief auf den Grund des Yangtse-Flusses gesunken. Zuvor war ein amderes Schiff in die im Päckchen liegenden Schiffe gekracht. Der 31-jähirge Seemann wurde in den Aufbauten seines Schleppers eingeschlossen, als der rasch unterging, konnte sich aber in einer Luftblase von weniger als einem Quadratmeter flüchten. Die Zhenjiang Maritime Safety Administration begann wenig später mit der Hebung aller drei Wracks und rettete den Eingeschlossenen am 19.1. um 10.40. Seine ebenfalls mit dem Schiff untergegangene Frau wurde in der Nacht zum 20.1. weiterhin vermisst.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schiff im Nebel auf Grund gesetzt
    (20.01.06) - Am 19.01.ereignete sich auf dem Rheinbei dichtem Nebel mit Sichtweiten um 50 m oberhalb des Fasanengrundes bei Gernsheim ein Schiffsunfall. Ein deutsches Gütermotorschiff, beladen mit 1000 Tonnen Salz fuhr in dichtem Nebel Richtung Mainz, als plötzlich das Radarbild erlosch. Um nicht in den Gegenverkehr zu geraten, setzte der Schiffsführer sein Schiff kontrolliert am rechten Ufer auf Grund und informierte die Wasserschutzpolizei.Eine Begutachtung durch die Wasserschutzpolizei und durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Mannheim ergab, dass das Schiff nicht beschädigt war. Nachdem das Wetter am Nachmittag aufklarte, konnte das Schiff durch einen herbeigerufenen Frachter fünf Stunden nach dem Auflaufen wieder in das Fahrwasser gezogen werden. Die Bergung wurde durch den steigenden Wasserstand des Rheines begünstigt. Zum Unfallzeitpunkt betrug der Wasserstand am Pegel Worms 107 cm, gegen 16.00 Uhr war er bereits auf 118 cm gestiegen. Die Fahrzeuge setzten ihre Fahrt gegen 16.00 Uhr fort. Der Schaden blieb gering. Der Schiffsverkehr auf dem Rhein wurde über den Nautischen Funk informiert, die Schiffe durften den Havaristen lediglich in langsamer Fahrt passieren. Ursache des Geräteausfalls war ein defektes Datenkabel in der Radaranlage.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Suche nach Vermisstem der "Valour" abgebrochen
    (20.01.06) - Die Tankbarge "M 192", die sich von dem gesunkenen Schlepper "Valour" losgerissen hatte, wurde am 19.1. gegen 17.30 Uhr bei der North Caroliona State Authority erwartet. Der Schlepper "Justine Voss", der auch mehrere Besatzungsmitglieder der "Valour" rettete, hatte die Barge mit Hilfe der Küstenwache auf den Haken nehmen können. Die Suche nach dem vermissten Besatzungsmitglied wurde nach Absuche einer Fläche von 1700 Quadratkilometern durch einen Helikopter aus Charleston, das Patroullienboot "Tarpon", die "CGC Elm" aus Atlantic Beach, ein Rettungsboot, ein Suchflugzeug und weitere Einheiten am selben Tag ergebnislos abgebrochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    11 Tote bei Trawleruntergang befürchtet
    (25.11.05) - Beim Untergang eines russischen Trawlers vor der russischen Insel Sacchalin sind am 17.1. mindestens acht Seeleute ertrunken. Nur eines der zwölf russischen Besatzungsmitglieder wurde bislang gerettet. Drei Seeleute werden noch vermisst. In dem Unglücksgebiet herrschte Sturm.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlepper sank bei Suche nach Mann über Bord
    (19.01.06) - Am 17.1. funkte der 135 Fuß lange Schlepper "Valour", der eine 500 Fuß lange Barge mit 140.000 Barrels Petroleumprodukten schleppte, 37 Meilen vor Cape Fear, North Carolina, Notrufe. Ein Mann war über Bord gegangen und das Schiff nahm Wasser, als es wendete, um ihn zu retten. Ein Rettunghubschrauber aus Charleston rettete denMann und brachte ihn ins Myrtle Beach Hospital. Die sieben anderen blieben auf dem sinkenden Schiff, bis der 125 Fuß lange Schlepper "Justin Foss" eintraf. Es rettete fünf Mann, bevor der Schlepper in 20 Fuß hoheh Seen im Sturm unterging. Nach zwei Vermissten wurden von zwei Hubschraubern sowie einem Patroullienboot die Suche aufgenommen, einer tot gefunden. Der andere wird im Schlepper vermutet. Die Barge von Maritrans kolldierte dann mit einer Tonne nahe Fryning Pan Shoals vor Wrightsville Beach. Die Küstenwache sicherte sie später.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Queen Mary II" rammte wohl Kanalböschung
    (19.12.06) - Die "Queen Mary 2" wird den Hafen von Port Everglades heute gegen 1800 Ortszeit mit drei Pods verlassen und ihre Südamerika-Reise fortsetzen. Bei dem beschädigten Pod handelt es sich um den vorderen Backbord-Pod. Man geht davon aus, daß der Ausfall die Geschwindigkeit nur kaum beeinträchtigt und man diese sowie folgende Reisen wie geplant durchführen kann, bis eine Reparatur durchgeführt wird. Inzwischen geht man davon aus, daß das Schiff nicht einen unter Wasser schwimmenden Gegenstand, sondern die Seitenbegrenzung des Hafenkanals getroffen hat.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Fährpassagiere mussten Schwimmwesten anlegen
    (19.01.06) - Abenteuerliches Ende einer Fährpassage vor New York: Die Fähre "Peter Weiss" von NY Waterways begann am 18.1. auf dem Weg zur Pier 11 in Manhattan nahe der Verrazzano-Narrows Bridge um 7.56 Uhr Wasser überzunehmen. Das Schiff kam bei bis zu 50 Knoten Windgeschwindigkeit in Schwierigkeiten, die bis zu vier Fuß hohe Wellen über Deck gehen lieen. Der Kapitän wies die 149 Passagiere an, Schwimmwesten anzulegen. Die alarmierte Polizei und Küstenwache eskortierten die Fähre dann sicher zu ihrem Liegeplatz.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "APL Panama" verlor Öl
    (19.01.06) - Am 15.1. wurde ein kleiner Ölaustritt aus der "APL Panama" festgestellt, der aber rasch kontrolliert wurde. 1500 Pfund Sand wurden vom Conalep Beach entfernt. Das Unglück hatte sich beim Lenzen eines mit Öl verschmutzten Ballastwassertanks ereignet. Ein benachbarter Öltank war zuvor aufgebrochen. Das Pumpen wurde gestoppt, Ölboooms um Bug und Heck ausgelegt. In dieser Woche wird eine Barge mit Hydraulikpressen am Havaristen erwartet. Unklar ist nach wie vor, wieso das Schiff strandete. Es kam von Oakland und sollte um 19 Uhr einen Lotsen aufnehmen. Es lief aber bereits um 18.12 Uhr vor Ensenada auf Grund. Der Kapitän war irritiert gewesen, dass kein Lotse vor Ort war und mit langsamer Fahrt weitergefahren. Er hatte wohl nicht erwartet, dass die Wassertiefe so rasch abnahm.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Drei Vermisste bei Kutterkollision
    (19.01.05) - Zwei Kutter kollidierten am 15.1. vor der ostchinesischen Fujian Provinz nahe Nanri Island. Um 09.20 Uhr stieß ein aus Stahl erbautes Schiff aus Shihi mit einem hölzernen Kutter aus Putian City zusammen, das sank. Die Besatzung stürzte ins Meer, zwei wurden gerettet, drei wurden vermisst und sind wohl ertrunken. Nach den Vermissten wurde eine Suchaktion gestartet, die aber durch stürmische See und schlechte Sicht erschwert wurde.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Feuer auf Autotransporter
    (19.01.05) - Am Wochenende bracht auf dem 52.000 BRZ großen Autotransporter "Courage" ein Maschinenraumfeuer aus. Das 1991 erbaute Schiff verlor seinen Antrieb und musste nach Southhampton zurückkehren. Es war mit einer Ladung Autos von England nach New York ausgelaufen, als ein Generator Öl verlor, das in Brand geriet. Die Küstenwache wurde am 15.1. alarmiert, dass das Schiff mit 22 Mann Besatzung 27 Meilen südöstlich von Portland Bill treibe. Dann gelang es aber, die Maschine wieder in Gang zu brngen und das Schiff in den britischen Hafen zur Inspektion einzubringen. Die treibende "Courage" hatte keine Gefährdung der Schifffahrt dargestellt, da sie außerhalb der Schiffffahrtsrouten gewesen sei.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Ein Toter bei Kutteruntergang
    (19.01.05) - Der 58 Fuß lange Kutter "Capt. Zach" aus Wanchese, North Carolina, kenterte gegen 6 Uhr morgens bei 25 Knoten Wind und bis zu 12 Fuß hohen Wellen am 18.1. beim Einlaufen nach Chincoteague. Zwei Mann wurden um 08.30 Uhr gerettet und ins Salisbury Hospital gebracht. 'Sie hatten sich in eine Rettungsinsel geflüchtet, die aber gekentert war. Der dritte Mann wurde um 11.40 Uhr tot aufgefunden. Ein Boot aus Chincoteague und ein Rettungshubschrauber aus Atlantic City hatten vier Stunden nach ihm gesucht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Autrotransporter demolierte Bremerhavener Schleuse
    (18.01.05) - In der Nordschleuse in Bremerhaven kam es am 13.1 zu einer Kollision gekommen. Der einlaufende Osloer Car Carrier "Hual Trader", 56816 BRZ, rammte die westliche Kaimauer. Dabei entstand am Autotransporter, der unter Bahamas-Flagge läuft, vier Meter oberhalb der Wasserlinie im Vorschiffsbereich eine ca. zehn Meter lange erhebliche Beschädigung des Schiffsrumpfes. Unter anderem entstanden mehrere Risse. An der Pier wurde die oberste Rollschicht beschädigt. Während der Schaden an dem Schiff mehrere Zehntausend Euro betragen dürfte, wird die Beschädigung an der Schleuse eher als gering angesehen. Die Funktion der Schleuse ist derzeit nicht beeinträchtigt. Die "Hual Trader" ist 199,9 Meter lang, 32,3 Meter breit und wurde 1998 in Daewoo erbaut. Unfallursache war ein falsch angelegtes Einlaufmanöver des Kapitäns in die Nordschleuse. Auch die drei zur Unterstützung eingesetzten Hafenschlepper konnten die Kollision nicht verhindern. Gegen den Kapitän wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Eine zwischenzeitlich durch die Wasserschutzpolizei erteilte Festlegeverfügung gegen das Schiff wegen der Beschädigungen wurde nach Erteilung von Auflagen durch die zuständige Klassifizierungsgesellschaft aufgehoben. Das Schiff konnte anschließend seine Fahrt nach Amsterdam fortsetzen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Drei Vermisste bei Kutterkollision
    (18.01.05) - Zwei Kutter kollidierten am 15.1. vor der ostchinesischen Fujian Provinz nahe Nanri Island. Um 09.20 Uhr stieß ein aus Stahl erbautes Schiff aus Shihi mit einem hölzernen Kutter aus Putian City zusammen, das sank. Die Besatzung stürzte ins Meer, zwei wurden gerettet, drei wurden vermisst und sind wohl ertrunken. Nach den Vermissten wurde eine Suchaktion gestartet, die aber durch stürmische See und schlechte Sicht erschwert wurde.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Feuer auf Autotransporter
    (18.01.05) - Am Wochenende bracht auf dem 52.000 BRZ großen Autotransporter "Courage" ein Maschinenraumfeuer aus. Das 1991 erbaute Schiff verlor seinen Antrieb und musste nach Southhampton zurückkehren. Es war mit einer Ladung Autos von England nach New York ausgelaufen, als ein Generator Öl verlor, das in Brand geriet. Die Küstenwache wurde am 15.1. alarmiert, dass das Schiff mit 22 Mann Besatzung 27 Meilen südöstlich von Portland Bill treibe. Dann gelang es aber, die Maschine wieder in Gang zu brngen und das Schiff in den britischen Hafen zur Inspektion einzubringen. Die treibende "Courage" hatte keine Gefährdung der Schifffahrt dargestellt, da sie außerhalb der Schiffffahrtsrouten gewesen sei.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Beschädigter Chemietanker erreichte Bremerhaven
    (18.01.05) - Am 16.1. wurde die nach Kollision mit dem Frachter "Star Herdla" am 12.1. schwer beschädigte Chemikalientanker "Cape Bradley" von den Schleppern "Smit Ireland" und "Themesbank" in den Werkhafen 2 von Bremerhaven eingeschleppt. Die "Thamesbank" hatte den Havaristen von der Kollisionsstelle nahe Boulogne in den Hafen begleitet. In Bremerhaven machte zusätzlich die "Hellas" fest und verbrachte das Schiff mit seinem eingedrückten Bug an einen Liegeplatz zur Reparatur. Zu der Kollision war es am Morgen des 12.1. im Englischen Kanal 7 Meilen vor Boulogne gekommen. Der norwegische General-Cargo-Frachter "Star Herdla" war von der "Cape Bradley" in dichtem Nebel von achtern gerammt worden. Während die "Cape Bradley" einen ihrer Anker verlor und sich starke Verformungen im Bugbereich zuzog, trug die "Star Herdla" ein Loch im Rumpf davon, durch welches es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Der 176 Meter lange und 31 Meter lange Tanker transportierte 30053 Tonnen Naphta, die nach der Kollision in Rotterdam geleichtert wurden. Er war 2003 als "J. Shartava" erbaut worden und hat 19 Mann Besatzung.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Erneut schwere Kollision auf der Elbe
    (18.01.05) - Am Morgen des 17.1. kollidierte gegen 06.55 Uhr auf der Elbe bei Teufelsbrück auf Höhe der TOnnen 130/132 der Frachter "Marigo" mit dem Kümo "Stadum". Die zypriotische "Marigo", 35.012 BRZ, war mit Getreide Richtung Nordsee unterwegs, die antiguanische "Stadum", 1984 BRZ, mit einem Maschinenteil ohne Lotsen beim Einlaufen in den Hamburger Hafen: Der Elblotse war nicht mehr an Bord, der Hafenlotse noch nicht da. Er war gerade zur "Stadum" unterwegs gewesen, als das Schiff plötzlich Richtung nördliches Elbufer steuerte. Mit voller Wucht rammten sich die beiden Schiffe jeweils an Steuerbord. Der Anker der "Marigo" wurde losgerissen und landete auf dem Hauptdeck der "Stadum", die einer Emder Reederei gehört. Dabei wurden Brücke, Peildeck und Kabinenaufbauten eingedrückt sowie das Oberdeck beschädigt. Der Koch zog sich bei dem Aufprall eine blutende Kopfplatzwunde zu. Auf der 223 Meter langen "Marigo" wurde auf einer Fläche von 30 Quadratmetern die Außenhaut eingedrückt und es entstand ein zehn mal 50 Zentimeter langer Riss im Stahl.
    Aus bislang ungeklärter Ursache hatte der Schiffsführer der ""Stadum" die Fahrwasserseite gewechselt und kollidierte mit der "Marigo". Die "Stadum" machte im Hamburger Hafen fest und liegt am Schuppen 80/81. Die MS "Marigo" fuhr mit Erlaubnis bis zum Elbehafen Brunsbüttel weiter. Dort werden die weiteren Ermittlungen von der WSP Hamburg durchgeführt.
    Bei der Kollision sind keine Betriebsstoffe ausgelaufen. Die Ermittlungen dauern an. Ein Alkoholtest bei dem Schiffsführer der MS "Stadum" ergab, dass der Mann keinen Alkohol zu sich genommen hatte. Nach ersten Auswertungen der Radarbilder besteht der Verdacht, dass als Verursacher der Kollision der Schiffsführer der MS "Stadum" in Frage kommt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Hatte "Queen Mary 2" Unterwasserkollision?
    (18.01.05) - Wenn die "Queen Mary 2" am 17.1. in Everglades am Terminal 21 festmacht, wird die Küstenwache sie zu einer Untersuchung bereits erwarten. Gegen 17.30 hatte der Kapitän berichtet, dass ein Gerüusch und eine unübliche Vibration im Maschinenraum aufgetreten war. Der Zwischenfall hatte sich gegen 14.50 Uhr fünf Meilen vor dem Hafen ereignet, und möglicherweise hatte der Luxusliner ein Unterwasserobjekt gerammt. Die Brückeninstrumente meldeten danach ein Problem mit einem der vier Schffspropeller. Die "Queen Mary 2" wird so lange an der Pier bleiben, bis die Küstenwache die Sicherheit des Schiffes festgestellt hat..
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlepper vernsenkte Kutter
    (18.01.06) - Am 17.1. kollidierten gegen 14 Uhr vor Baltimore der Schlepper "Richard Lowry" und ein Kutter vor der Francis Scott Key Bridge auf dem Patapsco River. Der Kutter sank. Wenig später war ein Rettungsteam vor Ort und barg einen Mann des Kutters. Zwei weitere wurden kurz darauf auf dem Wasser gezogen und zur Pier 13 gebracht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Präsidentenyacht in Flammen
    (18.01.05) - Die philippinische Präsidentenyacht, "BRP Ang Pangulo" erlitt während Reparaturarbeiten in Batangas am 16.1. ein Feuer. Ein Offizier und 3 Mann Besatzung wurden leicht verletzt. Das Schiff erlitt Schäden an technischen Einrichtungen, Tanks, Wasserrohren und Skylights. Die Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter sank vor Kodiak
    (17.01.05) - Am Morgen des 13.1. funkte der 42 Fuß lange Kutter "Horizon" nahe Sitkalidak Island südöstlich von Kodiak Notrufe, die vom Kutter "Competition" aufgefangen wurden. Ein Rettungshubschrauber stieg auf, doch war die Crew der sinkenden "Horizon" bereits von der "Competition" aufgenommen worden. Die Untergangsstelle soll in Hinblick auf Ölverschmutzungen aus der Luft kontrolliert werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Geborgene Luxusliner-Sektion auf dem Weg nach Papenburg
    (17.01.05) - Auf Medem-Reede vor Otterndorf auf der Unterelbe wurde am 16.1. die geborgene Sektion des Luxusliners "Norwegian Pearl" vom Schwimmkran "Wal" auf einen Ponton verladen, auf dem sie nach Papenburg verbracht werden soll. Die Bergung war trotz starker Strömung und bei zunehmendem Seegang am frühen Morgen des 16.1 gelungen. Mit dem 70 Tonnen schweren Teil am Haken wurde der Bergungskran "TK10-Wal" dann elbaufwärts geschleppt. Wie stark das Schiffsteil bei der Havarie beschädigt wurde, ist unklar. Ein Werftsprecher der Meyer-Werft zeigte sich aber optimistisch, dass es noch zu gebrauchen sein wird. Zu einer Verzögerung der für Herbst 2007 anvisierten Ablieferung des Kreuzfahrtschiffes führt der Zwischenfall nach Angaben der Werft nicht, da das Teil noch lange nicht an der Reihe ist.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergung der "APL Panama" vorläufig gescheitert
    (17.01.05) - Trotz intensiven Einsatzes von bis zu sieben Bergungsschleppern mit über 40.000 PS während der Hochfluten der vorangegangen vier Tage war die Bergung der südlich von Ensenada gestrandeten "APL Panama" bis zum 13.1. nicht gelungen. Es war lediglich gelungen, den Bug einige Yards seewärts zu drehen. Zweimal brachen die Trossen von Schleppern. Die Berger hoffen nun auf die Hilfe mehrerer hydraulischer Zugmaschinen, die auf einer Barge aus Seattle herangebracht werden. Sie sollten nach Einschätzung der Mare Britannicum Schiffahrtsgesellschaft MBH & Co. in der Lage sein, mehr Bewegung in das Schiff zu bringen. Der jetzt eingestellte Bergungsversuch war zu Beginn einer günstigen Mondphase gestartet worden und hatte am 10.1. auch erstmals Bewegung in das Schiff gebracht und der im Sand begrabene Wulstbug freibekommen worden. Mit jedem leichten Rollen des Schiffes verdrängt der Rumpf, wie die Berger von Titan Maritime LLC erklärten, der Rumpf Sand. In die so entstandene Kuhle wird versucht, den Rumpf nachzuziehen. Auf diese Weise wurde bislang eine Drehung des Schiffes um 20 Grad bewirkt. Dies ist ungefähr ein Fünftel der notwendigen Wegstrecke. Die Berger hatten gehofft, die Schlepperkraft würde ausreichend für einen Durchbruch sein, doch nun wartet man auf das Eintreffen der 400 Fuß langen und 100 Fuß breiten Barge mit den Hydraulikschleppern und einer 470 Fuß langen Ankerkette mit einem Gewicht von knapp 40.000 Pfund. Vor Beginn der Arbeiten waren 3000 Tonnen Öl aus der "APL Panama" geleichtert worden. 1000 Tonnen verblieben an Bord. Der Hafenmeister von Ensenada berichtete von Sorgen, dass der anhaltende Druck auf den Rumpf das Risiko einer Leckage erhöhen würde. Wenn die vereinten Kräfte der Bergungseinheiten nicht ausreichen, müsste die Ladung geleichtert werden. Dies wollen die Berger wegen der schwierigen Zugänglichkeit der Strandungsstelle und der dort herrschenden hohen Brandung nach Möglichkeit vermeiden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sportboot vor Paris Island gesunken
    (17.01.06) - Am 13.1. sank zwei Meilen östlich von Paris Island Spit, South Carolina, ein 30 Fuß langes Motorboot gegen 16 Uhr. Es war mit einer zweiköpfigen Crew aus Toronto auf Kurs nach Florida, als es schweren Ruderschaden erlitt und leck schlug. Um 15.15 Uhr rief der Skipper die Küstenwache, und er wie seine Frau legten Rettungswesten an. Ein Rettungshubschrauber stieg in Savannah auf, zwei Rettungsboote nahmen aus Tybee Island, Galveston, Kurs auf das sinkende Boot. Der Rettungshubschrauber entdeckte es als erster und dirigierte die Rettungsboote zum Havaristen. Die Crew wurde abgeborgen und anschließend versucht, das über das Heck absackende Boot zu retten. Doch es nahm so schnell Wasser, dass die Rettungsbemühungen scheiterten. Die Schiffbrüchigen wurden nach Beaufort gebracht. Das Boot soll geborgen werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Yacht sank auf dem Main
    (17.01.05) - In den Mittagsstunden des 15.1. sank in einem Winterhafen auf dem Main gegen 13 Uhr eine Yacht vom Typ Chris Craft. Die Wasserschutzpolizei konnte nach ihrer Alarmierung nichts mehr unternehmen. Das Heck sank auf 10 Meter Wassertiefe ab, der Bug ragte noch aus dem Wasser. Um das Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. Obwohl die Wasserschutzpolizei zahlreiche Zeugen antraf, konnte die Ursache für das Sinken des Bootes bisher nicht geklärt werden. Wegen des niedrigen Wasserstandes kann das Boot derzeit nicht weiter absinken. Der Halter des Sportbootes wird sich nun um das Heben des Schiffs kümmern müssen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Niedrigwasser sorgte für Fährhavarie
    (17.01.05) - Der extrem niedrige Wasserstand des Bodensees hat zu einem leichten Schiffsunfall mit einer Katamaran-Fähre geführt. Die Schiffsschraube der Katamaranfähre "Fridolin"» verfing sich am frühen Morgen des 16.1. beim Einlaufen in Friedrichshafen in der Befestigungskette einer Boje. Das Schiff wurde manövrierunfähig. Der Schaden beträgt rund 3000 Euro. Die zwei Passagiere an Bord wurden von einem Polizeiboot an Land gebracht. Taucher befreiten die Schraube aus der Kette. Da die Fahrtüchtigkeit der "Fridolin" nicht beeinträchtigt war, konnte die Schnellfähre den Betrieb zwischen Friedrichshafen und Konstanz nach rund sechs Stunden Ausfall am Mittag wieder aufnehmen. Um sicher zu gehen, beschloss die Katamaran-Reederei Bodensee jedoch, die "Fridolin" am 18.1. in einer Werft zu untersuchen. Der Bodensee-Wasserstand erreichte am Montag am Pegel Konstanz mit 2,34 Metern den niedrigsten jahreszeitlichen Wert seit rund 150 Jahren.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Trawler vor Ouessant gestrandet
    (17.01.06) - In der Nacht zum 12.1. lief der Trawler "Tourmalet" nahe der französischen Kanalinsel Ouessant auf Grund. Das Schiff kam auf einem Felsen 200 Meter vor der Küste fest. Das 34 Meter lange Schiff ist in Concarneau beheimatet. Fünf Mann der Crew gingen vorsorglich in eine Rettungsinsel und wurden von einem Boot des französichen Rettungsdienstes aufgenommen. Auch der französische Bergungsschlepper "Abeille Bourbon" wurde in Marsch gesetzt, ein Helikopter alarmiert. Der Kapitän und ein Mechaniker blieben an Bord. Der Havarist kam mit der nächsten Flut wieder frei und konnte in Begleitung eines anderen Trawlers den Heimathafen erreichen. Das Unglück hatte sich beim Versuch, die navigatorisch schwierige Passage von Fromveur zu meistern, ereignet. Bereits am 23.3.2004 war die "Tourmalet" in derselben Gegend bei einer Strandung beschädigt worden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergungsverfügung für gesunkene Barge
    (17.01.06) - Bis zum 1. März soll die in der Presque Island Bay gesunkene, 324 Fuß lange Barge "Landsdowne" geborgen sein. Das Fahrzeug sank bei der Sassafras Street Pier am 25.12., als es zu einem schwimmenden Restaurant ausgerüstet werden sollte. Die Lakeshore Towing Services hatten bereits zwei Wochen lang versucht, die "Landsdowne" zu heben, doch erwiesen sich die Schäden an der mit einer Dampfmaschine ausgestatteten Barge, auf deren Deck zwei Eisenbahnwagen mit einem Wert von jeweils 200.000 Dollar stehen, als zu schwer. Der Schrottwert der Barge soll eine halbe Million Dollar betragen. Eisenbahnfreunde haben nun Interesse gezeigt, die historischen Waggons in ein Museum zu bringen. Die "Landsdowne" hatte seit 1999 an der Pier gelegen. Ihr Wrack behindert den Bau eines Convention Centers. Es wird derzeit überlegt, einen Kofferdamm um das Gefährt zu errichten und es dann auszupumpen. Ein anderer Vorschlag war, es mit Luftsäcken anzuheben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Dardanellen nach Strandung gesperrt
    (16.01.05) - Am Morgen des 13.1. lief der mit Kohle aus Brasilien beladene Bulkcarrier "Anangel Destiny" in der Meerenge der Dardanellen auf Grund. Danach wurde die Schiffahrtsroute für nordgehende Schiffe gesperrt. Südgehende Schiffe sind nicht betroffen. Der Havarist befand sich auf dem Weg nach Rumänien.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergung von "Norwegian Pearl"-Sektion verzögert
    (16.01.06) - Am 13.1. hob der 110-t-Schwimmkran "Wal" die letzten 2 Lukendeckel der auf der Elbe gekenterten "Maritime Lady" vor der Brunsbütteler Schleuseneinfahrt. Die Aktion wurde von der "Vogelsand" und dem Polizeiboot "WSP 22" abgesichert, beide Deckel auf dem Ponton "TK 10" vom Schlepper "TK1" nach Hamburg zum Verschrotten verbracht.
    Danach ging es für die "Wal" gleich weiter in die Elbmündung, wo sie die gesunkene 70-t-Sektion der "Norwegian Pearl" heben sollte. Die für die Meyer-Werft in Papenburg bestimmte Schiffssektion, die nach der Kollision der "Tor Dania" mit der "Emsponton 7" auf der Außenelbe vor Cuxhaven gesunken ist, sollte in der Nacht zum 14.1. geborgen werden. Den Auftrag dafür hatte das Hamburger Bergungsunternehmen Taucher Knoth erhalten. Der Bergungsponton ging nach wetterbedingter Verzögerung -am 14.1. verhinderte hoher Seegang einen Tauchereinsatz - am 15.1. um 06.30 Uhr über dem 32 Meter langen Wrackteil in Position und hatte sich erfolgreich verankert. Bei einem ersten Tauchgang bei Stauwasser um 07.15 Uhr konnte das gesunkene Objekt in rund 23 Meter Wassertiefe in aufrechter Position liegend lokalisiert werden, was die Bergung erleichtert. Bei einem zweiten Tauchgang um das Mittaghochwasser fanden die Taucher auch die Augen, an denen das Hebegeschirr befestigt werden sollte. Laut Planung der Berger sollte mit dem Abendniedrigwasser versucht werden, die Drähte an dem Bauteil zu befestigen und dann auch zu heben. Die Wetterbedingungen waren mit Windstärke 4 aus Südost inzwischen relativ gut, zumal dank Windschutz von Scharhörn-Riff kaum Schwell zu verzeichnen war. Bis zur Beendigung der Bergung wird die Schifffahrt nördlich an dem Unterwasserhindernis vorbei geführt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Mehr Tote auf "Jura"-Wrack
    (16.01.06) - Im vergangenen Jahr sind auf dem Bodensee 13 Menschen tödlich verunglückt. Das sind ebenso viele Opfer wie in den beiden Vorjahren. Einen Anstieg von Unfällen gab es am Wrack des gesunkenen Dampfschiffes "Jura". Dieses gilt als beliebtes Tauchziel. Hier verunglückten vier Taucher, zwei von ihnen tödlich. Die Zahl der Unfälle und Verletzen war jedoch insgesamt rückläufig, wie die Wasserschutzpolizei in Friedrichshafen betont. Als häufigste Unfallursachen werden mangelnde Vorsicht, aber auch Leichtsinn angegeben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Mehr Tote auf "Jura"-Wrack
    (16.01.06) - Beim Untergang eines Bootes während einer religiösen Prozession auf dem Meer sind auf den Philippinen am 14.1. mindestens 16 Menschen ertrunken, die meisten von ihnen Kinder. Das Motorboot war vor der Küste der östlichen Provinz Southern Leyte gekentert, als sich während eines Wendemanövers alle Passagiere plötzlich auf eine Seite begaben. Die See war zum Zeitpunkt des Unglücks ruhig gewesen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Herbergsschiff in Australien gesunken
    (16.01.06) - Die nahe des National Museum in Canberra liegende hölzerne "Jenny II" sank am 15.1. nach einem Feuer gegen 2 Uhr morgens. Polizei und Feuerwehr hatten zuvor vergeblich versucht, den Brand zu löschen. Das Schiff dient rund 20000 Menschen im Jahr als Unterkunft.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sorge um Cuxhavener Wrackmuseum
    (16.01.06) - Aus Sicht des Leiters des Cuxhavener Wrackmuseums Peter Baltes geht es momentan um nicht weniger als um den Erhalt seines Lebenswerks. Nichts wünscht er sich mehr, als dass das Wrackmuseum in Cuxhaven eine Zukunft hat. Weil er diese derzeit aber nicht gesichert sieht, hat er vor dem Verwaltungsgericht in Stade gegen die Stadt gestritten.
    Das Verfahren, in dem es um die Eigentumsrechte an den Exponaten geht, ist in beiderseitigem Einvernehmen bis April ausgesetzt worden. Nun hofft Baltes, dass es ihm bis dahin gelingt, einen Förderverein aufzubauen, der den Betrieb des Museums in einem alten Schulhaus im Stadtteil Stickenbüttel übernehmen soll, wenn zum Ende des Jahres der 64-Jährige regulär in den Ruhestand geht.
    Einen Kreis von rund 30 Interessierten hat Baltes bereits zusammen. Er selbst möchte allenfalls eine Rolle als beratendes Beiratsmitglied spielen. Zwar verspricht sich der bei der Stadt angestellte Museumsmacher dadurch noch keine langfristige Lösung des Nachfolgeproblems, jedoch müsse eine Übergangslösung für ein bis zwei Jahre gefunden werden, um das einzigartige Wrackmuseum überhaupt für Cuxhaven zu retten.
    Als ungeliebtes Anhängsel an der gewinnorientiert arbeitenden Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH sieht Baltes jedenfalls keine Perspektive für das Museum, das er aus einer persönlichen Sammlung im Laufe von 25 Jahren vorwiegend als Einzelkämpfer aufgebaut hat. Auch aus Baltes' Sicht wäre das Wrackmuseum im Hafenbereich zwar besser aufgehoben, solange aber kein realistisches Gesamtkonzept vorliege, halte er Stickenbüttel immer noch für den „zweitbesten Standort”. Eine Verbindung mit dem Fischereimuseum könne er sich gut vorstellen, die sich seiner Meinung nach zum Wohle beider Museen auswirken würde, allerdings unter der Voraussetzung, dass beide Einrichtungen klar voneinander abgegrenzt sein müssten. Mögliche Synergien sollte man nutzen.
    Im Fischversandbahnhof, sollte nach dem einem Museumskonzept von 2002 das Wrackmuseum untergebracht werden, was sich aber bald darauf nicht nur wegen der Kosten als unrealistisch erwiesen hatte. Danach war indes ein Vakuum entstanden, worunter insbesondere das Wrackmuseum gelitten habe, da von Seiten der Stadt die Devise ausgegeben wurde, in Gebäude und Ausstellung im etwas abgelegenen Stickenbüttel nicht mehr zu investieren.
    Im Herbst 2005 hatte Baltes auf die Herausgabe seiner einst privat gesammelten Exponate geklagt, weil er derzeit in Cuxhaven keine Perspektive für ein Überleben der Sammlung gesehen habe, erklärte der Mueseumsleiter. Zuvor war die gesamte Museumsfrage offenbar zu den Akten gelegt worden.
    Seiner Meinung nach bleibe es aber die Pflicht der Stadt, das maritime Erbe zu bewahren. Vor dem Hintergrund des Schuldenberges stelle er sich natürlich die Frage, wie es weitergehen soll und wozu die Stadt künftig überhaupt noch in der Lage sein wird.
    Ein Förderverein, wie er ihn jetzt auch auf Anraten von Oberbürgermeister Stabbert gründen will, könne nur Hilfestellung leisten. Keiner solle sich einbilden, ein Museum mit seinen vielfältigen Aufgaben könne auf Dauer vernünftig ehrenamtlich geleitet werden, meint Baltes. Ein Museum, das sich nicht weiterentwickelt und nicht wissenschaftlich begleitet wird, sei schnell am Ende.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Trotz Lotse: Güter-Schiff läuft bei Überholmanöver auf Grund
    (15.01.06) Unter einigem Aufwand hat gestern ein Stelzenbagger auf der Donau ein Gütermotorschiff frei gebaggert. Das Schiff war in der Nacht auf Freitag zwischen Aicha und Niederalteich bei einem Überholmanöver auf Grund gelaufen. Verletzt wurde bei der Schiffshavarie niemand.

    Das unter niederländischer Flagge fahrende Gütermotorschiff »Jero« war am Donnerstag gegen 23. 45 Uhr zwischen Linz und Antwerpen donauaufwärts unterwegs. Das 110 Meter lange Schiff war nach Polizeiangaben mit über 230 Tonnen Anlagenteilen beladen und wurde von einem 54-jährigen, slowakischen Lotsen gesteuert, da der Kapitän des Schiffes das erforderliche Patent nicht hatte.

    In einer Kurve wollte der Lotse den vor ihm fahrenden, 160 Meter langen Schiffsverband »Regensburg«, einen so genannten Spargelverband, links überholen. Zuvor hatte er sich mit dem Kapitän per Funk über das Manöver abgesprochen. Durch die Länge des überholtes Schiffsverbandes wurde der Platz in der Kurve für beide Schiffe jedoch zu eng. Die »Jero« geriet - auch durch die starke Strömung bedingt - außerhalb der Fahrrinne und bekam Grundberührung. Das Schiff blieb im Bugbereich hängen. An der Unfallstelle ist die Fahrrinne der Donau lediglich 75 Meter breit. Verletzt wurde bei der Havarie niemand, die Schifffahrt ist auf der Donau nicht behindert. Der Unfall wurde bei der Polizei erst am Morgen des Freitag gemeldet, sofort fuhr die Deggendorfer Wasserschutzpolizei vor Ort. Der entstandene Sachschaden dürfte nach ersten polizeilichen Erkenntnissen gering sein.

    Zusammen mit dem Wasser- und Schifffahrtsamt wurde veranlasst, dass ein Stelzenbagger zur Unfallstelle beordert wird, der gestern den festhängenden Havaristen frei gebaggert hat. Das Schiff konnte so am frühen Nachmittag wieder Fahrt aufnehmen.
    Quelle: Peter O.Walter

    "Anglian Monarch" nahm beschädigte "Star Herdla" auf den Haken
    (25.11.05) - Die nach einer Kollision im Englischen Kanal schwer beschädigte "Star Herdla" wurde um 10.30 des 12.1. von dem Schlepper "Anglian Monarch" auf den Haken genommen. Die Kollision zwischen der norwegischen "Star Herdla", 13374 BRZ und der "Cape Bradley" hatte sich in dichtem Nebel kurz vor 08.20 Uhr ereignet. Zu diesem Zeitpunkt sandte die "Star Herdla" ein Mayday, dass sich sieben Meilen vor Boulogne ein Zusammenstoß mit dem Chemikalientanker "Cape Bradley" ereignet habe. Der Frachter war an Steuerbord auf Höhe des Achterschiffes getroffen worden und machte Wasser . Die 21-köpfige Crew blieb unversehrt. Das 1994 in Norwegen erbaute Schiff war in Ballast auf dem Weg nach Boulogne gewesen. Der 176 Meter lange und 31 Meter lange, am Bug beschädigte Tanker "Cape Bradley" transportierte 30053 Tonnen Naphta. Er wurde 2003 als "J. Shartava" erbaut und hat 19 Mann Besatzung. Er wurde zur Untersuchung nach Dünkirchen umgeleitet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Erster Prozesstag um "ENA 2"-Untergang
    (13.01.06) - Im Prozeß um Kollision und Untergang des Säuretankers „ENA 2“ im Hamburger Hafen hat der Kapitän des Schiffes am ersten Verhandlungstag am 12.1. vor dem Amtsgericht Hamburg jede Schuld an der Havarie zurück gewiesen. Gleichzeitig räumte er in einem Teilgeständnis aber ein, am Unglückstag Ende Juni 2004 betrunken gewesen zu sein. Laut medizinischem Gutachten hatte er noch drei Stunden nach dem Unfall einen Alkoholpegel von fast 2,2 Promille. Der Kapitän ist wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs und Gewässerverunreinigung angeklagt. Die Anklage wirft ihm vor, den Zusammenstoß der 62 Meter langen „ENA 2“ mit der gut 290 Meter langen „Pudong Senator“ durch Missachtung der geltenden Vorfahrtregeln verursacht zu haben. Nach dem Unfall waren mehr als 900 Tonnen Schwefelsäure aus dem gekenterten Tanker in die Elbe geflossen und hatten beinahe eine Umweltkatastrophe ausgelöst. Erst nach einer komplizierten und fünf Tage dauernden Bergung des Chemieschiffes konnte eine weitere Gefahr für Mensch und Natur ausgeschlossenwerden. Nach Ansicht der Verteidigung hatte er Vorfahrt vor der "Pudong Senator". Das Containerschiff sei zudem zu schnell gefahren.

    Um 14.30 Uhr begann Mike K. seinen Dienst auf der "ENA 2". Er lud bei der Norddeutschen Affinerie 959 Tonnen Schwefelsäure, wollte die Ladung nach 18 Uhr im Petroleumhafen löschen. Ordnungsgemäß gab er seine Funksprüche mit Postionen an die Port Authority ab, die den Schiffsverkehr überwacht. Um 18.22 Uhrwollte die "Pudong Senator" vom Parkhafen in den Elbstrom einbiegen. Die "ENA 2", vorschriftswidrig auf der linken Elbseite, wollte in den Parkhafen. Der 65 Meter lange Tanker stieß an Backbord gegen den Frachter. "Auf einmal war die ,Pudong Senator' da, 150 Meter entfernt, ich habe einen Schreck bekommen, sofort nach Steuerbord gedreht", sagte der Kapitän. Dann fragte der Richter, selbst passionierter Freizeitkapitän auf Segelbooten, nach: " Hatten Sie das Radargerät eingeschaltet?" Wegen guter Sichtverhältnisse verneinte der Kapitän dies." Möglicherweise, sagt der Richter, hätte der Angeklagte die "Pudong Senator" über das Radar-Echo "mit den Augen erkennen können". Er habe zudem seinen Matrosen nicht auf den Ausguck geschickt, "das ist mein Fehler gewesen", räumt Mike K. ein.

    Der Richter merkt im Prozeß kritisch an, warum eigentlich große Schiffe wie die "Pudong Senator", die aus dem Nebenfahrwasser in den Strom fahren, keine Vorfahrt haben Eine Konsequenz aus dem Unfall: Der Gesetzgeber senkte im August 2005 die allgemeine Promillegrenze in der Seeschiffahrt von 0,8 auf 0,5 Promille. Für Gefahrguttransporte wurde sie auf null Promille festgelegt. Der Prozeß wird am 19. Januar fortgesetzt. Das Urteil wird für Anfang Februar erwartet. Kapitän K ist seit dem Unfall arbeitslos.

    Das Wrack des Tankers liegt seit mittlerweile eineinhalb Jahren in der Grube-Werft in Moorfleet. Im Sommer 2007 soll das Tankschiff verschrottet werden. Der Bau des Nachfolge-Modells "Dettmer Tank 52" läuft bereits auf Hochtouren. Schon vor dem Säuretanker-Unglück auf der Elbe liefen Diskussionen, ob die "ENA 2" noch gebraucht wird. "Die Entscheidung wurde uns abgenommen. Es war klar, dass wir das Schiff nicht mehr instand setzen lassen", hieß es bei der Norddeutschen Affinerie. Dafür seien die Kosten einfach zu hoch. Auch das Schwesterschiff "ENA 1" wird im Sommer ausrangiert. Der Vertrag mit der Hanseatischen Tanklogistik (HTL), die für die Norddeutsche Affinerie die Säuretransporte durchführt, läuft im Sommer 2007 aus. Die Reederei Dettmer aus Bremen wird künftig für die Säuretransporte zuständig sein. Derzeit werden in einer Werft in Lauenburg zwei so genannte Doppelhüllentanker gebaut. Anfang April 2006 soll das erste Schiff eingesetzt werden. Bis dahin schippert die "ENA 1" noch mit der Schwefelsäure über die Elbe.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Zwei Tote bei Trawlerbrand
    (13.01.06) - Am 12.1. wurde ein Trawler vor der östlichen Shandong Provinz gegen 2 Uhr 30 Meilen vor Chenghsantou in Flammen stehend aufgefunden. An Bord waren 80 Menschen, von denen 78 gerettet wurden. Nach 2 Vermissten wurde die Suche im Tagesverlauf eingestellt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Fähre lief auf Strand von Ijmuiden
    (13.01.06) - Am Miorgen des 11.1. lief die Fähre "Envoy", 18653 BRZ, auf dem Wellenbrecher von Ijmuiden auf Grund. Das 150 Meter lange Schiff strandete im Hafenbereich gegen acht Uhr. Um 08.35 Uhr hatten Schlepper von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. den Havaristen wieder frei.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Feuer auf philippinischer Fähre
    (13.01.06) - Die Fähre "Asia Philippines", 1000 BRZ, musste nach Ausbruch eines Feuers im Restaurant nach Cebu zurückkehren. 2 Stunden zuvor war das Schiff der Trans-Asia Shipping Lines nach Ililo ausgelaufen. Das Feuer wurde rasch durch die Besatzung gelöscht, die 223 Passagiere blieben unversehrt. Das Restaurant wurde schwer beschädigt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Tor Dania" wird in Bremerhaven repariert
    (13.01.06) - Die RoRo-Fähre "Tor Dania", 21491 BRZ, die vor drei Tagen auf der Elbe einen Schleppverband aus der "EMs Tug", 160 BRZ, und der "Emsponton 7", 4400 tdw, gerammt hat, wurde am Vormittag des 13.1. in Bremerhaven erwartet. Das Schiff soll zur Reparatur auf der Bredo-Werft in den Fischereihafen einlaufen. Das 1986 erbaute, 193 Meter lange Schiff ist nicht das erste Mal reparaturbedürftig. Es war bereits am 15.2.2005 vor Hoek van Holland gestrandet. Die ‘Texelbank’, ‘Smit Loire’, ‘Smit Humber’ and ‘Fairplay 21’ zogen das Schiff vom Strand. Am 23.1. desselben Jahres war es südlich von Grimsby im Humber mit dem britischen Tanker "Amenity", 1696 BRZ, kollidiert. Beide Schiffe wurden erheblich beschädigt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Diskussion um Schuld an Kollision von Greenpeace-Schiff
    (13.01.06) - Nach der Kollision der "Arctic Sunrise" mit der "Nisshin Maru" streiten jetzt die Kollisionsgegner, wer Schuld ist. Für Greenpeace war die Sache klar. Als die "Arctic Sunrise" am 7.1. in die Flanke des Walfangschiffes "Nisshin Maru" gekracht war, sagte der Kapitän: "Es gab keine anderen Schiffe in der Gegend, und es gab keinen Grund, direkt auf uns zuzusteuern." Die Walfänger hätten das Greenpeace-Schiff vorsätzlich gerammt. Die Walfänger behaupten, das Greenpeace-Schiff hätte die "Nisshin Maru" gerammt.

    Die sogenannte Kollisionsverhütungsregel regelt die Sache zunächst eigentlich eindeutig: Wenn ein Schiff nicht "manövrierbehindert" ist, gilt auf See rechts vor links. "Manövrierbehindert" kann zum Beispiel ein Schiff sein, das gerade beim Fischen ist - die "Nisshin Maru" ist aber ein Fabrik-, kein Fangschiff und sollte deshalb eigentlich nicht die entsprechenden Zeichen gesetzt haben. Ist dies der Fall, hätte das Greenpeace-Schiff gewissermaßen Vorfahrt - und die Japaner wären schuld an der Kollision.

    Andererseits zeigt ein Video, dass bei der "Arctic Sunrise", nachdem das Schiff anfänglich ruhig vor sich hin dümpelte, plötzlich eine wachsende Bugwelle zu erkennen ist. Das Schiff nehme Fahrt auf, hieß es in Expertenkreisen - und es nehme sogar Kurs nach Backbord, also auf die "Nisshin Maru" zu. Zudem sei das kleinere Greenpeace-Schiff sehr viel manövrierfähiger als das Fabrikschiff. Es sehe aus, als ob die "Arctic Sunrise" das japanische Schiff bewusst rammen wollte. "Ein Versenken der 'Nisshin Maru' wäre wahrscheinlich ganz im Sinne der Wale, aber nicht richtig im Sinne der Kollisionsverhütungsregel". Dennoch sei eine abschließende Beurteilung allein aufgrund der Aufnahmen nicht möglich - dazu seien weitere Daten wie Ruderlagen- und Maschinendaten, Funkverkehr und Daten der elektronischen Seekarte notwendig.

    Regine Frenrichs von Greenpeace, die zum Zeitpunkt der Kollision in einem Schlauchboot auf dem Rückweg zur "Arctic Sunrise" war, schilderte die Ereignisse völlig anders: Die 'Nisshin Maru' habe zuvor längsseits neben einem Frachtschiff gelegen, das Walfleisch zum Festland zurücktransportieren soll. Sie sei dann einen engen 360-Grad-Kreis gefahren, um sich auf Kollisionskurs mit der "Arctic Sunrise" zu bringen. Die "Arctic Sunrise" habe Rückwärtsfahrt gemacht, habe aber nicht mehr rechzeitig abbremsen können. Die scheinbare Bugwelle könne daher rühren, dass das Schiff gerade in eine Welle hineingefahren sei. "Nach den Regeln der Kollisionsverhütungsregel ist die 'Nisshin Maru' eindeutig Schuld", sagt die Greenpeace-Aktivistin. "Wir haben überhaupt keine Veranlassung, diese Schiffe zu rammen." Ein australischer Seerechtsexperte unterstützte diese Darstellung. Das japanische Schiff habe "eine Situation herbeigeführt, in der das Greenpeace-Schiff nicht anders konnte, als es zu rammen.
    Die "Arctic Sunrise" begleitet die japanische Walfangflotte in der Antarktis seit über zwei Wochen. Die "Nisshin Maru" ist ein Fabrikschiff, in dem die vom Fangschiff "Yushin Maru" erjagten Wale verarbeitet und verpackt werden. Das Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" war schon einmal mit eben diesem Fabrikschiff zusammengestoßen: Im Dezember 1999 kollidierten Walfänger und Aktivisten-Schiff, ebenfalls in der Antarktis. Auch damals gab es anschließend heftige Diskussionen darüber, wer nun eigentlich wen gerammt hatte.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Katamaran vor Mexiko in Seenot
    (13.01.06) - Am 12.1. sank der Segelkatamaran "Bob" mit drei Mann Crew 120 Meilen südlich der amerikanisch-mexikanischen Grenze. Mit Satellitentelefon informierte der Skipper die Küstenwache, dass ein Kollisionsobjekt das Boot leckgeschlagen habe und die Pumpen nicht gegen den Wassereinbruch ankämen. Ein HU-25 Falcon Jet crew der Air Station Corpus Christi, Texas, lokalisierte das Boot und führte den 179 Fuß langen Coast Guard-Kutter "Shamal" zur Rettung der Segler heran.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kollision auf Mittellandkanal
    (12.01.06) - Am Morgen des 11.1. kollidierte das Binnenschiff "Aldebaran" aus Hamburg, als es auf dem Mittellandkanal das Kraftwerk Mehrum ansteuerte, gegen 05.30 Uhr mit dem aus Glückstadt kommenden, in Ballast fahrenden Schubverband "Jade Zen". Die mit 1700 Tonnen Kohle beladene "Aldebaran" wurde bei Kanalkilometer 199 in den Kollisionsgegner verkeilt mehrere hundert Meter über die Wasserstraße gezogen. Die 2-köpfige Besatzung der "Aldebaran" wie auch die vier Mann der "Jade-Zen" blieben unverletzt. Die Havaristen wurden an eine Kanalmauer gelegt. Es gab keinen Wassereinbruch. Mit schwerem mobilen Schweißgerät mussten die Schiffe dort wieder getrennt werden. Beide blieben trotz erheblicher Schäden oberhalb der Wasserlinie fahrtüchtig. Die "Aldebaran" konnte ihre Fahrt zum Kraftwerkskai später fortsetzen. Die "Jade-Zen" muss mit einem großen Leck in eine Werft.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Meyer-Werft lässt Wrackteile der "Norwegian Pearl" bergen
    (12.01.06) - Das Zollboot "Hamburg" und das WSA-Mehrzweckschiff "Neuwerk" aus Cuxhaven sichern derzeit die Position 53°59,3 N und 008°13,95 O, auf der Teile des Kreuzfahrers "Norwegian Pearl" auf dem Elbgrund liegen. Die Schifffahrt wird nördlich an den mit Warntonnen gekennzeichneten, den Elbverkehr gefährdenden Wrackteilen vorbeigeführt. Wie inzwischen bekannt wurde, fuhren die an der Havarie beteiligten "Tor Dania" und "Ems Tug" aufgrund hinreichender Reviererfahrung ohne Lotsen. Die Wasserschutzpolizei Cuxhaven hat die Ermittlungen aufgenommen. Inzwischen hat die Meyer-Werft mitgeteilt, dass die Aluminium-Bauteile in ihrem Auftrag von einem Schwimmkran gehoben werden sollen. Zunächst hatte das WSA die Eigner der "Ems Tug" zur Räumung der Gefahrenstelle aufgefordert, die verwiesen jedoch auf die Meyer-Werft als Eigentümerin. Wann das Schiffbauteil geborgen wird, ist noch nicht bekannt. Die "Norwegian Pearl" für die Norwegian Cruise Line war im Oktober 2005 auf Kiel gelegt worden und soll Anfang 2007 an den Auftraggeber abgeliefert werden. Der Termin der Fertigstellung wird als nicht gefährdet bezeichnet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter, der Kutter versenkte, identifiziert
    (12.01.06) - Ein Frachter unter maltesischer Flagge hat Farbanalysen zufolge in der vergangenen Woche den französischen Kutter "Klein Familie" im Ärmelkanal gerammt und den Tod von fünf Fischern verursacht. Die "Sichem Pandora" wurde nach Bekanntwerden dieser Ermittlungsergebnisse in der Nacht zum 10.1. auf Wunsch der maltesischen Behörden im Hafen von Dünkirchen arrestiert. Die französische Staatsanwaltschaft hatte am Vorabend mitgeteilt, dass sowohl auf Wrackteilen des Kutters als auch am Rumpf des Frachters Farbpartikel des jeweils anderen Schiffes identifiziert wurden. Die fünf Opfer des Schiffsunglücks hinterlassen vier Frauen und zwölf Kinder.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Indonesischer Kutter gesunken
    (12.01.06) - Das australische Kriegsschiff HMAS "Launceston" fand am 8.1. einen schwer angeschlagenen und sinkenden indonesischen Haifänger. Die Crew des Havaristen wurde von dem australischen Kutter "Jetline" aufgenommen und nach Darwin gebracht. Das indonesische Schiff war in einem starken Sturm zerstört worden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Gestrandeter Bulkcarrier freigeschleppt
    (12.01.06) - Der unter Panama-Flagge laufende, 26.195 BRZ große Bulkcarrier "Med Integrity" lief am 5. Januar im Parana-Fluss in Argentina, Brasilien, auf Grund. Die Bergungsfirma Tsavliris Salvage (International) Ltd. wurde am 10.1. mit dem Freischleppen des mit 34.000 Tonnen Weizen beladenen, 1984 erbauten Schiffes beauftragt. Dies gelang am 6. Januar. Das Schiff ging unmittelbar darauf wieder in Fahrt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Leichtern der "APL Panama" läuft an
    (12.01.06) - Mit hoch auflaufender Flut soll ab dem 14.1. versucht werden, die "APL Panama" zu bergen. Bis dahin sollen mehr als 10.000 Tonnen Ballastwasser und Öl geleichtert werden. Dazu wurde eine flexible Rohrleitung an den Strand verlegt, mit dem die Bunkerstoffe gepumpt werden sollen. Das Öl wird in Ensenada gelagert. Sechs Schlepper sollen das Schiff dann freibekommen. Falls der Versuch scheitert, wäre ein weiteres Zeitfenster am Monastende. Ein Kran und eine Barge sollen zudem Container löschen. Ein Sikorsky Sky Crane Helikopter versorgt das provisorische Strandcamp an der Strandungsstelle.
    Quelle: Tim Schwabedissen


    Quelle: Tim Schwabedissen

    Vergebliche Suche nach gesunkenem Patroullienboot
    (11.01.05) - Am 8.1. wurde von der Marine Sri Lankas eine intensive Suche nach den 15 Opfern des Patroullienbootes durchgeführt, das nach einem Bombenanschlag sank. Luftstreitkräfte hielten Ausschau nach Wrackteilen des Bootes, das von einem mit Sprengstoff bladenen Kutter gerammt worden war. Bisher verlief die Suche erfolglos. Nur zwei Mann des Bootes konnten gerettet werden, sie waren kurz vor dem Ramming am 7.1. über Bord gesprungen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Zwei Mann von Katamaran gerettet
    (11.01.06) - Am 10.1. wurden zwei Amerikaner vom Frachter "Tokai" 55 Meilen nordwestlich von der Dominikanischen Republik gerettet, nachdem ihr Katamaran "Motion Ease" um 02.35 Uhr leckgeschlagen war. Der Schlepper "Monitor" fing den Notruf der Segler auf und leitete ihn weiter. Die "Tokai" war zu der Zeit 8,5 Meilen von dem 38 Fuß langen Katamaran entfernt und nahm Kurs auf das Boot, das um vier Uhr erreicht wurde. Es gelang, die Crew sicher zu übernehmen. Um 9 Uhr morgens erreichten die SChiffbrüchigen Caicos Island. Die halbgesunkene "Motion Ease" wurde zurückgelassen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter, der Kutter versenkte, identifiziert
    (11.01.06) - Ein Frachter unter maltesischer Flagge hat Farbanalysen zufolge in der vergangenen Woche den französischen Kutter "Klein Familie" im Ärmelkanal gerammt und den Tod von fünf Fischern verursacht. Die "Sichem Pandora" wurde nach Bekanntwerden dieser Ermittlungsergebnisse in der Nacht zum 10.1. auf Wunsch der maltesischen Behörden im Hafen von Dünkirchen arrestiert. Die französische Staatsanwaltschaft hatte am Vorabend mitgeteilt, dass sowohl auf Wrackteilen des Kutters als auch am Rumpf des Frachters Farbpartikel des jeweils anderen Schiffes identifiziert wurden. Die fünf Opfer des Schiffsunglücks hinterlassen vier Frauen und zwölf Kinder.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Indonesischer Kutter gesunken
    (11.01.06) - Das australische Kriegsschiff HMAS "Launceston" fand am 8.1. einen schwer angeschlagenen und sinkenden indonesischen Haifänger. Die Crew des Havaristen wurde von dem australischen Kutter "Jetline" aufgenommen und nach Darwin gebracht. Das indonesische Schiff war in einem starken Sturm zerstört worden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sektion von Luxusliner "Norwegian Pearl" landete auf Nordseegrund
    (11.01.06) - Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt, als am 10.1. der für Cuxhaven bestimmte RoRo-Frachter "Tor Dania" einen für die Emder Meyer-Werft bestimmten Schleppzug rammte. Der unter portugiesischer Flagge registrierte Schlepper "Emstug" mit dem Anhang "Emsponton 7" kreuzte in dem Moment das Fahrwasser im Bereich der Außenelbe zwischen den Fahrwassertonnen 1 und 3. Er war vom Nord-Ostsee-Kanal in Richtung Emsmündung unterwegs gewesen.

    Dieses Manöver erkannte die England heranrauschende Fracht-Fähre "Tor Dania" zu spät. Der Wachoffizier sah nicht, dass die Kontakte vor ihm ein Schleppverband waren. Das 194 Meter lange RoRo-Schiff rauschte zwischen Schlepper und Ponton in den Schleppdraht. Dieser brach sofort, und in der Drehbewegung krachte der Ponton mit den großen Schiffssektionen gegen die Bordwand der "Tor Dania". Warum es zum Zusammenstoß kam, wird von der Wasserschutzpolizei in Zusammenarbeit mit der Verkehrszentrale nun ermittelt. Die Ladung des Pontons, Sektionen der Werft Aluship in Danzig für den Schiffsneubau "Norwegian Paerl", Baunr. 669, der Papenburger Meyer-Werft, rissen dabei mittschiffs ein zwölf mal drei Meter großes Loch in die Backbord-Bordwand des Frachters, zwei Meter über der Wasseroberfläche. Stabilität und Sicherheit des Schiffes waren dadurch nicht gefährdet. Es konnte später die Fahrt nach Cuxhaven ohne Probleme fortsetzen, wo es für weitere Untersuchungen durch die Wasserschutzpolizei am Steubenhöft festmachen musste.

    Das größere Problem: Der Ponton verlor bei dem Zusammenstoß eine 70 Tonnen schwere Schiffbausektion von 32 Metern Länge, 16 Metern Breite und vier Metern Höhe. Das gewaltige Bauteil aus Aluminium liegt jetzt 10 Kilometer nordwestlich von Cuxhaven auf dem Elbgrund am südlichen Rand des Fahrwassers, bei einer Wassertiefe von rund 23 Metern. Die Reederei der "Ems Tug" wurde aufgefordert, eine Bergung in die Wege zu leiten. Knapp eine Stunde dauerte es, bis die Besatzung des Schleppers den treibenden Ponton wieder eingefangen hatte. Gleich nach dem Unfall veranlasste das Wasser- und Schifffahrtsamt die Absicherung der Unfallstelle, zunächst durch die WSV-Schiffe "Neuwerk" und "Mellum" sowie durch Boote der Wasserschutzpolizei und des Zoll.

    Im Laufe des Tages wurden Kardinaltonnen ausgelegt, die die Schifffahrt vor dem Unterwasserhindernis warnen sollen. Außerdem wurde das Wracksuchschiff "Atair" von Hamburg aus in Fahrt gesetzt, um die Unfallstelle zu vermessen "Unsere Leute sind vor Ort und nehmen sich der Sache an", hieß es bei der Meyer-Werft. Die Werft Aluship in Danzig hatte die Sektionen im Unterauftrag für Meyer gebaut. Während die an Bord verbliebenen Sektionen, darunter auch der Schornstein, weitgehend unbeschädigt sind, fürchten die Experten für die versenkte Sektion schlimmes. Sollte die Sektion zu stark beschädigt sein, muss schnellstmöglich Ersatz beschafft werden. Der Übergabetermin für die "Norwegian Pearl" im Frühjahr 2007 sei aber nicht gefährdet, sagte ein Werftsprecher.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Überladenes Kümo gesunken
    (11.01.06) - Honduranische Marineeinheiten retteten am 8.1. 22 Menschen, die von einem überladenen Frachter in die See gestürzt waren, als er kenterte. Die 25 Fuß lange "Painkira" war am Vortag aus La Caiba im Norden des Landes mit Kurs aufs 300 Kilometer entfernte Puerto Lempira ausgelaufen, als es in rund 3 Meter hohe Wellen geriet und sank. Die 11 Passagiere und 11 Besatzungsmitglieder klammerten sich an aufgetriebene Trümmer, als die Hilfsschiffe, darunter auch örtliche Kutter, an der Unglücksstelle eintrafen. Die "Painkira" hatte Nahrungsmittel, einen Truck, zwei Auto, fünf Pferde und zwei Bullen an Bord und damit viel zu tief abgeladen. Alle Geretteten sind bei guter Gesundheit.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kapitän nach Fährcrash verurteilt
    (11.01.06) - Im Zusammenhang mit dem schweren Fährunglück in New York vor gut zwei Jahren ist der Diensthabende Schiffsführer zu eineinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Weil der Mann am Steuerruder eingeschlafen war, hatte das Schiff eine Anlegestelle gerammt. Elf Menschen starben. 70 Menschen hatten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Das Gericht befand den stellvertretenden Kapitän Richard Smith jetzt der fahrlässigen Tötung und Falschaussage für schuldig.
    Die Fähre, die auf der Strecke von Manhattan nach Staten Island verkehrte, war am 15. Oktober 2003 mit voller Geschwindigkeit gegen eine Anlegestelle geprallt. Wie sich nach dem Unglück herausstellte, war Smith hinter dem Steuerruder eingeschlafen. Nach dem Unfall hatte er versucht, sich umzubringen.
    Smith hatte vor Gericht erklärt, er sei an dem Unglückstag erschöpft gewesen, weil er die vorangegangenen Nächte wegen Rückenschmerzen und einem kleinen Enkelkind zu Hause kaum schlafen konnte. "Ich werde es mein ganzes Leben bereuen, dass ich mich an diesem Tag nicht krank gemeldet habe", sagte Smith, der sich schuldig bekannte.
    Auch ein Mitarbeiter der städtischen Verkehrsbehörde erhielt eine Haftstrafe von einem Jahr und einem Tag. Fähr-Direktor Patrick Ryan war nach Ansicht der Richter dafür verantwortlich gewesen, dass nicht wie vorgesehen jederzeit zwei Besatzungsmitglieder in der Nähe des Steuers waren. Der Kapitän war zum Zeitpunkt des Unfalls mit einem anderen Problem an Bord beschäftigt. Sein Fall wird getrennt verhandelt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Nach Säuretankerunglück nur noc hmit Doppelhülle
    (11.01.06) - Nach dem Untergang des Chemikalien-Tankers "ENA 2" setzt die Norddeutsche Affninerie (NA) künftig zum Transport von Schwefelsäure im Hamburger Hafen Doppelhüllentanker ein. Ein entsprechender Transportvertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren wurde mit der Reederei Dettmer abgeschlossen, teilte an 10.1. die NA mit. Die "ENA 2" war vor eineinhalb Jahren mit einem Containerschiff kollidiert und gesunken. Der damals betrunkene Kapitän des Tankers muss sich ab morgen vor Gericht verantworten.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kollision vor Cuxhaven - update II
    (10.01.06) - Am 10.01.06 gegen 0:12 Uhr kreuzte ein Schleppzug bestehend aus dem Schlepper „Emstug“ und dem Anhang „Emsponton 7“ in der Elbansteuerung im Bereich der Tonne 1 und 3 das Fahrwasser. Dabei fuhr aus bislang noch ungeklärter Ursache der unter norwegischer Flagge fahrende RoRo-Frachter „Tor Dania“ (Länge 194 m, Breite 25,10 m) zwischen dem Schlepper und dem Ponton hindurch. Der Schleppdraht wird hierbei von der „Tor Dania“ erfasst und getrennt. Es kommt anschließend zu einer Havarie mit dem Ponton, bei der der „Tor Dania“ ein 12 x 3 m großes Loch in die Außenwand, ca. 2 m oberhalb der Wasserlinie, gerissen wurde. Der Ponton verliert in Folge der Kollision eine Schiffbausektion (Länge: 32m, Breite 16 m, Höhe 4 m).
    Die „Tor Dania“ konnte weiterfahren und steuerte Cuxhaven an. Der Schlepper „Emstug“ hat seinen Anhang gegen 1:16 Uhr wieder eingefangen und fährt ebenfalls nach Cuxhaven. Die Unfallstelle wurde sofort durch das Mehrzweckschiff „Neuwerk“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Cuxhaven und das Zollboot „Hamburg“ gesichert. Seit dem frühen Morgen ist das Mehrzweckschiff „Mellum“ des WSA Wilhelmshaven vor Ort, um die Verkehrssicherung zu übernehmen und um die verlorengegangene Schiffbausektion zu suchen. Die „Mellum“ hat mittlerweile mit Ihrem speziellen Sonargerät ein kompaktes Unterwasserobjekt orten können. Bei der Kollision wurden keine Personen verletzt, noch ist es zu einem Austritt von Schadstoffen gekommen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter sank vor Shinnecock
    (10.01.05) - Am 3.1. kenterte der Trawler "Hail Mary II" vor der Soleau Marina in Shinnecock. Das Unglück ereignete sich gegen fünf Uhr morgens, als das Schiff mit 30.000 Pfund Fisch an Bord einlaufen wollte. Es hatte 4000 Gallonen Dieselöl in den Tanks. Nach dem Untergang lief nur wenig davon aus. Die im Shinnecock Inlet beheimatete "Hail Mary II" sank auf 50 Fuß Wassertiefe vor dem Wellenbrecher, nur einige Teile ragen aus dem Wasser. Die zweiköpfige Crew wurde schnell aus dem kalten Wasser gerettet, ein Mann hatte leichte Unterkühlungen, die im Central Suffolk Hospital behandelt wurden. Das 72 Fuß lange Schiff soll von einem Kran auf einer Barge gehoben werden, nachdem es unter Wasser an eine geschützte Stelle verschleppt wurde, und dann in einem Dock gelenzt. Schweres Wetter verhinderte aber bislang die Bergungsarbeiten.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Chemietanker auf Yangtse-Fluss gesunken
    (10.01.06) - Ein Chemietanker mit 260 Tonnen Schwefelsäure sank am 8.1. auf dem chinesischen Yangtse-Fluss. Die Ladung trat zunächst nicht aus. Es wurde versucht, das Schiff rasch zu heben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sportboot vor Holland gesunken und gehoben
    (10.01.05) - Am 7.1. sank das Sportboot "Ludin" nahe Wielingen Noord, Holland. Die Besatzung des Rettungsbootes "Zeemanshoop" aus Breskens barg die unterkühlte Besatzung. Das Wrack des Bootes wurde unterdessen von dem Bergungsschiff "Multra Salvor" und dem Schlepper "Walcheren" gehoben und auf dem Achterschiff des Bergungsschiffes nach Breskens gebracht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Seenotretter in Nord- und Ostsee im Einsatz
    (10.01.06) - Einem in der Nordsee vor Sylt treibenden Fischkutter ist am 9.1. der Rettungskreuzer "Herta Jeep" zu Hilfe gekommen. Das 18 Meter lange Schiff hatte sein Netz in den Propeller gekommen. Die zweiköpfige Crew hatte um 2 Uhr morgens Notrufe gesendet, weil es in flachem Wasser an der Südwestspitze von Sylt zu stranden drohte. Es wurde schnell auf den Haken genommen und um 06.30 Uhr in den Hafen von Hörnum geschleppt In der Ostsee vor Stralsund halfen die Retter mit dem Rettungsboot "Stralsund "am 8.1. einer Segelyacht in den Hafen. Sie war im gefrierenden Fahrwasser der Vierendehlrinne auf Grund gelaufen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Greenpeace-Schiff erneut gerammt
    (09.01.06) - In der Antarktis ist am 8. Januar der japanische Walfänger "Nisshin Maru" (nach anderen Quellen "Yushin Maru" mit dem Greenpeace-Schiff "Arctic Sunrise" kollidiert. Das Schiff der Umweltschützer sei von dem Walfangschiff «Nisshin Maru» absichtlich gerammt worden, teilte der Leiter der Greenpeace-Aktion, Shane Rattenbury, mit. An Bord des Greenpeace-Schiffes befanden sich zu diesem Zeitpunkt 25 Personen. Sein Bug wurde eingedrückt.
    Kurz vor der Kollision hatten sich Greenpeace-Aktivisten in Schlauchbooten dem japanischen Versorgungsschiff der Walfangflotte genähert und schrieben den Schriftzug «Whale meat from sanctuary» (Walfleisch aus dem Schutzgebiet) an die Bordwand. Die "Arctic Sunrise" sei zu diesem Zeitpunkt mehr als einen Kilometer von der "Nisshin Maru" entfernt gewesen, sagte Rattenbury. "Es gab keine anderen Schiffe in der Gegend, und es gab keinen Grund, direkt auf uns zuzusteuern." Die "Arctic Sunrise", die ihre Fahrt fortsetzen konnte, begleitet die japanische Walfangflotte in der Antarktis seit nahezu zwei Wochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Patroullienboot bei Anschlag versenkt
    (09.01.06) - In Sri Lanka sind mindestens 15 Seeleute bei einem Anschlag vermutlich tamilischer Rebellen auf ein Patroullienboot getötet worden. Drei weitere Seeleute wurden noch vermisst. Vor dem Hafen von Trincomalee im Nordwesten der südasiatischen Insel hatten tamilische Rebellen am Morgen des 7.1. ein mit Sprengstoff beladenes Schiff gegen das Patrouillenboot gesteuert. Bei dem betroffenen Schiff handelt es sich um das ehemalige israelische Schnellboot "Dvora", das 1988 erbaut wurde und 37 Knoten lief.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Flusskreuzfahrer lief auf Grund
    (25.11.05) - Mit 114 britischen Passagieren lief am Abend des 8.1. um 19.02 bei Einöd in Niederbayern der Flusskreuzfahrer "Beethoven" auf der Donau auf Grund. Dabei schlug ein 75-Tonnen-Betriebsstofftank leck. Zeitweilig drohte zudem die Maschinenanlage des 16 Millionen Euro teuren Vier-Sterne-Schiffes der französischen Reederei CroisiEurope aus Straßburg auszufallen. Daraufhin wurde erwogen, die Fahrgäste mit kleineren Booten an Land zu bringen. Kurz darauf waren Feuerwehren, Wasserwachten, Polizei, Wasserschutzpolizei, Rettungsdienste - insgesamt rund 150 Leute - am Donauufer und bereiteten sich auf eine Evakuierung der 114 Passagiere und 34 Besatzungsmitglieder vor. Der Bürgermeister orderte Busse an die Anlegestelle Vilshofen. Als Übernachtungsmöglichkeiten wurden Hotels und die Ritter-Tuschl-Schule anvisiert. Nach provisorischer Leckabdichtung konnte das Schiff aber aus eigener Kraft zu der Anlegestelle in Vilshofen zurückkehren, wo es kurz nach Mitternacht festmachte. Die Passagiere konnten die Nacht auf dem Schiff verbringen. Die "Beethoven" war vermutlich aus dem Fahrwasser des Flusses geraten und dann auf einen Felsen aufgelaufen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter mit Pottasche gesunken
    (09.01.06) - Am 3.1. sank vor dem Hafen von Navi Bandar nahe Porbandar der Frachter "Divya Heera" auf dem Weg von Porbandar nach Calikut in Kealawith. Das Schiff hatte eine Besatzung von 12 Mann und eine Ladung von 350 Tonnen Pottasche an Bord.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Verdächtiger Frachter nach Kutteruntergang untersucht
    (09.01.06) - Nach dem Untergang eines französischen Kutters im Ärmelkanal wurde der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter "Sachem Pandora" in Dunkerque als möglicher Unfallverursacher untersucht. Nur ein 20 Jahre alter Seemann konnte nach dem Untergang des 14 Meter langen Trawlers am 5.1. nordwestlich des Cap de la Hague gerettet werden. Nach fünf Vermissten blieb die Suche auch am 6.1. erfolglos. Die "Sachem Pandora" war auf dem Weg von Sfax in Tunesien zum niederländischen Vlissingen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter vor Cape Cod gesunken
    (09.01.06) - Am 8.1. funkte der 38 Fuß lange Kutter "Kathy Elizabeth" aus Scituate sieben Meilen nördlich von Provincetown, Cape Cod Bay, Mayday. Das Schiff hatte Wassereinbruch im Heck und begann zu sinken. Die vierköpfige Besatzung legte Überlebensanzüge an und ging in eine Rettungsinsel. Eine Viertelstunde später wurden die Schiffbrüchigen von einem Hubschrauber aus Cape Cod der amerikanischen Küstenwache gerettet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Brennender Kutter vor US-Küste gesunken
    (09.01.06) - Am 6.1. funkte der 55 Fuß lange Kutter "Hizzoner" gegen 06.50 Mayday, nachdem vor Billingsgate Shoal ein Feuer ausgebrochen war. Die beiden Besatzungsmitglieder legten Überlebensanzüge an, nachdem ihr Versuch, das Feuer zu bekämpfen, bereits nach wenigen Minuten gescheitert war. Sie wurden um kurz nach sieben Uhr von dem 44 Fuß langen Kutter "Miss Integrity" aus Orleans, Massachussetts, unversehrt aus einer Rettungsinsel geborgen, in die sie sich anschließend geflüchtet hatten. Zwei Rettungsboote aus Cape Cod und Provincetown übernahmen sie später und brachten sie nach Cape Cod Canal. Die zunächst um das brennende Schiff eingerichtete 1000-Yard-Sicherheitszone wurde aufgehoben, nachdem der Havarist gesunken war.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter hilflos vor Clearwater
    (09.01.06) - Der 35 Fuß lange Kutter "Fishin Chip's" hatte in schwerer See 67 Meilen westlich von Clearwater am 6.1. Wassereinbruch. Die Schiffselektrizität brach zusammen, sodass das Schiff, das sich heftig überlegte, nicht gelenzt werden konnte. Ein Hubschrauber aus Clearwater winschte einen Rettungsschwimmer samt Lenzpumpe ab, mit der der Havarist gelenzt werden konnte. Danach wurde das Rettungsboot "Angler Management" herangeführt, um die Bordelektrizität wieder herzustellen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergung der "APL Panama" wird vorbereitet
    (09.01.06) - Der nächste Versuch, die "APL Panama" freizuschleppen, soll Mitte dieses Monats starten. Sechs Schlepper sollen sich dann vor das Schiff spannen. Bis dahin wird es durch Leichtern von Bunkeröl und Ballastwasser deutlich erleichtert. Eine provisorische Straße wurde zur Strandungsstelle eingerichtet, um Tanklastern die Zufahrt zu ermöglichen. Generatoren wurden von Helikoptern auf dem Schiff abgesetzt, um die Bordenergie in Unterkünften und im Kühlbereich sowie die Maschinenanlage bei den bevorstehenden Schlepparbeiten aufrechtzuerhalten. Der Kapitän sagte inzwischen aus, er habe keinerlei Absicht gehabt, den Hafen, wie unterstellt, ohne Lotsen anzulaufen und war sich der Regularien voll bewusst. Das Schiff sei klar zur Lotsenübernahme gewesen, als es auf Grund lief.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Giftstoffe von "CP Valour" entfernt
    (09.01.06) - Alle Giftstoffe, das gesamte Bunkeröl und brennbares Material wurden bis Jahresbeginn vom Wrack des gestrandeten Containerfrachters "CP Valour" entfernt. Die Abwrackarbeiten werden voraussichtlich bis August 2006 dauern. Derzeit hat das Schiff eine Steuerbordschlagseite von 16 Grad. Alle Frachträume und der Maschinenraum stehen unter Wasser.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Donau-Schiff mit mehr als 100 Passagieren auf Grund gelaufen
    (08.01.06) Ein Personenschiff mit 114 Menschen an Bord ist am Samstagabend auf der Donau bei Vilshofen in Niederbayern auf Grund gelaufen. Wie die Polizei Passau mitteilte, wurde niemand verletzt. Bei dem Unfall sei ein Leck entstanden, der Wassereinbruch später aber gestoppt worden. Das Schiff mit dem Namen «Beethoven» sei anschließend mit den Passagieren an Bord sicher nach Vilshofen gefahren.
    Quelle: Peter O.Walter

    Vier Vermisste nach Untergang im Ärmelkanal
    (06.01.06) - Im Ärmelkanal kenterte am Morgen des 5.1. ein französischer Fischkutter im Ärmelkanal. Dabei sind möglicherweise vier französische Seeleute ertrunken. Von den Männern fehlte auch nach mehrstündiger Suche jede Spur. Ein fünfter Matrose konnte gerettet werden. An der Suche nach Überlebenden des 15 Meter langen Schiffes beteiligten sich ein Rettungshubschrauber und ein Flugzeug der französischen Marine.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Flüssiggastanker stießen zusammen
    (06.01.05) - Am 4.1. kollidierten die zwei LPG-Tanker "Happy Bride" und "Sigmagas" gegen 19.20 Uhr im Hafen von Donges in Nordwestfrankreich. 60 Tonnen Bunkeröl traten aus beschädigten Betriebsstofftanks aus. Die "Sigmagas" war zum Unglückszeitpunkt mit Butangas beladen. Beide Schiffe wurden in den Hafen eingeschleppt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergung der "APL Panama" kann Monate dauern
    (06.01.06) - Nachdem drei Schlepper aus Los Angeles es nicht schafften, die südlich von Ensenada gestrandete "APL Panama" freizuschleppen, wurde jetzt die Crowley Maritime Corp. aus Florida mit der Bergung beauftragt. Bereits am 29.12. wurde die RE Staite Engineering Inc. of National City, die z.B. bei der Havarie der "Exxon Valdez" im Einsatz war, als Subunternehmen engagiert. Inzwischen sind drei kräftigere Schlepper vor Ort, aber zunächst muss Ladung mithilfe eines Mobilkrans geleichtert werden sowie das Bunkeröl abgepumpt. Beide Maßnahmen sollen das Schiff erleichtern, werden aber Zeit brauchen. Während hoher Tiden schwimmt die "APL Panama" bereits jetzt beinahe auf, aber während Ebbe sitzt sie fest auf dem Strand, auf den sie eine hohe Surf zuletzt noch weiter hinaufdrückte. Die Bergungsdauer kann Wochen, aber auch Monate betragen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Kariba" allein Schuld an "Tricolor"-Untergang
    (06.01.06) - Die Kolllision zwischen dem Autofrachter "Tricolor" und der "Kariba" am 14.12.2002 im Ärmelkanal ist nach einem Urteil des U.S. District Court for Southern District of New York allein auf die "Kariba" zurückzuführen. Sie hatte plötzlich nach Steuerbord abgedreht und dann die "Tricolor" in die Seite getroffen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Gesunkener Dampfoldtimer gehoben
    (06.01.06) - Die mit 700 Tonnen Hebekapazität ausgestaatteten Schwimmkräne "Atlas und "Ajax" hoben jetzt das gesunkene holländische Dampfschiff "C. Bosman" in Enkhuizen. Die einstige "De Nederlander" war im Juli 2005 nahe der Schiffswerft Brouwer in Zaandam zur Restaurierung festgemacht worden. Kürzlich kenterte der Oldtimer und lag seeither halb unter Wasser. Nach der Bergung wurde festgestellt, dass der Kiel des Schiffes gebrochen ist.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Gestrandeter Fischer gerettet
    (06.01.06) - Am 5.1. konnte ein Küstenwachhubschrauber einen überfälligen Seemann nahe Main Pass, 20 Meilen östlich von Venice, retten. Sein Schiff war beim Krabbenfang gestrrandet. Sein Vater meldete ihn am 4.1. um 15 Uhr vermisst. Da der Fischer eine detaillierte Fahrtroute hinterlassen hatte, konnte ein Dolphin Helikopter aus New Orleans ein präzise eingegrenztes Suchgebiet abfliegen und entdeckte dann ein Signalfeuer. Wenig später wurde der Fischer unversehrt aufgewinscht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Noch 30 Schiffe vor New Orleans gestrandet
    (06.01.06) - Der am 29. August im Hurrikan Katrina gestrandete honduranische Frachter "Carribean CLipper" soll nun durch einen nahe New Orleans gebaggerten Kanal geborgen werden. Bis zum 5.1. wurde ein 50 Fuß breiter und 15 Fuß tiefer Kanal für das 179 Fuß lange, mit Autos beladene Schiff gegraben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Das Ende zweier Schiffe
    (05.01.05) - Die beiden vor rund einem Monat auf Ems und Elbe havarierten Frachtschiffe "Maritime Lady" und "Eberswalde" kommen jetzt unter den Schweißbrenner. Sowohl bei der vor Brunsbüttel gesunkenen "Maritime Lady" als auch bei der in der Nähe von Ditzum havarierten "Eberswalde" hat das Verschrotten inzwischen begonnen. Strittig ist in beiden Fällen noch, wer die Kosten bezahlen muss. Trotz der derzeit hohen Preise für Stahlschrott wird der Verkauf des zerlegten Schiffes die Bergungskosten nach Ansicht der Schiffahrtsverwaltung nicht decken. Der Frachter war vom Eigner aufgegeben worden, so dass die öffentliche Hand die Beseitigung des Wracks zunächst im voraus bezahlen musste. So droht nun ein Rechtsstreit mit der Reederei und deren Versicherung um die Erstattung der Bergungskosten in Höhe von mehreren 100.000 Euro.
    Die "Maritime Lady" war am 5. Dezember vor der Einfahrt des Nord-Ostsee-Kanals auf der Elbe bei Brunsbüttel mit dem Containerfrachter "Arctic Ocean" kollidiert, binnen weniger Minuten gekentert und gesunken. Das Schiff hatte 1805 Tonnen Kaliumchlorid geladen. Das Wrack wurde eine Woche später gehoben und nach Cuxhaven geschleppt
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Havarierte "Stavtank" erreichte Hamburg
    (05.01.06) - Wie ein waidwundes Tier erreichte am 4.1. gegen 15 Uhr der havarierte Tanker "Stavtank" in "Schleichfahrt" und mit Schlagseite den Hamburger Hafen. Der Bug lag fast bis auf Höhe Ankerklüsen im Wasser, dafür tauchte das Heck hoch aus. Am Rumpf war ein gut zwei Meter langer Riss knapp oberhalb der Wasserlinie sichtbar, der durch das Umtrimmen höher aus dem Wasser gekommen war. Auch die Aufbauten an der Backbordseite warne eingedrückt.
    Bis Brunsbüttel konnte das Schiff nach seiner Kollision mit der "Tärnhav" zunächst begleitet vom Bergungsschlepper "Bugsier 15" mit eigener Kraft fahren. Dort erlaubten die Behörden unter strengen Auflagen die Weiterfahrt nach Hamburg. Dazu musste das Schiff mit Ballastwasser so getrimmt werden, dass das Leck deutlich aus dem Wasser kam. Zudem durfte das Schiff nur maximal 6 Knoten Fahrt machen. Üblichweise Weise fahren die Schiffe auf der Elbe fast doppelt so schnell. In Hamburg wurde gestern zunächst die Ladung von 7000 Tonnen Schmieröl am Vopak-Terminal nahe der Rethehubbrücke gelöscht. Anschließend soll das Schiff, das Hamburg häufiger anläuft, zur Reparatur in eine noch nicht benannte Werft.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Yacht bei Sydney-Hobart-Race aufgegeben
    (04.01.06) - 90 Meilen südöstlich von Eden, Ostaustralien, kenterte am Abend des 2.1. in hochgehender See die 11,6 Meter lange Yacht "Savcor". Die fünfköpfige Crew sandte einen SOS-Ruf aus, nachdem das Schiff 360 Grad durchgekentert war und sich wieder aufgerichtet hatte. Die Crew, vier Männer und eine Frau, erlitt leichte Verletzungen. Der mit Zement beladene Frachter "Goliath" legte sich in Luv des Havaristen, um das angeschlagene Boot zu schützen. Dann wurde die Besatzung gerettet, die Frau erlitt leichte Unterkühlungen. Die "Savcor" hatte als erstes rein schwedisches Boot am Sydney-Hobart-Race teilgenommen und lag zum Unglückszeitpunkt an 5. Position ihrer Klasse.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schiffbrüchige klammerten sich an gekentertem Kutter fest
    (04.01.06) - Am Morgen des 3.1. kenterte der Kutter "Hail Mary II" gegen 05.00 Uhr im Shinnecock Inlet vor Long Island, New York. Der Kutter "Cindi Sea" sichtete das umgeschlagene Schiff und verständigte die Küstenwache. Wenig später rettete es einen der Fischer, der vom Wrack fortgetrieben worden war. Die beiden weiteren Besatzungsmitglieder vermochten sich am Kiel festzuhalten, bis ein Rettungsboot ihnen zu Hilfe kam.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Noch eine Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
    (04.01.05) - Viel Arbeit gab es am 3.1. für die Wasserschutzpolizei Brunsbüttel. Dort traf der Tanker "Stavtank", 5378 BRZ, nach seiner Kollision mit der "Tärnhav" gegen Mittag im dortigen Ölhafen ein und wurde direkt gegenüber des am Vortags dort weegen schwerwiegender Sicherheitsmängel in die Kette gelegten britischen Tankers "Celtic Terrier" vertäut. Und in derselben Nacht rammte der deutsche Tanker "Octavia", 2143 BRZ, in der Kanalweiche Audorf eine Reihe von Dalben um. Die "Stavtank" war, wie berichtet, im Nebel gegen 01.15 Uhr nahe der Kanalweiche Breiholz vermutlich auf die falsche Fahrwasserseite geraten. Der von Brunsbüttel entgegenkommende schwedische Tanker "Tärnhav", 9860 BRZ, konnte nicht mehr ausweichen. Der für die Eisfahrt verstärkte Bug des 140 Meter langen Schwedentankers traf die Backbordseite der "Stavtank". Das für die Eisfahrt verstärkte Vorschiff der 140 Meter langen "Tärnhav" drang in das Achterschiff der "Stavtank" auf der Backbordseite am Übergang zwischen Ladetanks und Maschinenraum. Dort wurde der Rumpf oberhalb der Wasserlinie auf 3,5 Metern Länge beschädigt und eine 3x2 Meter grßes Leck gerissen. Mit dem überhängenden Schanzkleid des Vorschiffs schrammte die "Tärnhav" anschließend am Aufbau der "Stavtank" entlang, drückte einen Bordkran um, verbog die Aufhängung für das Rettungsboot und rammte die Kommandobrücke. Als Besatzungsmitglieder der "Tärnhav" nach dem Zusammenstoß das Vorschiff untersuchten, standen sie auf einmal in den Scherben der Brückenfenster der "Stavtank". Auf der Brücke der "Stavtank" kamen alle mit dem Schrecken davon. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ist aber nichts von den 6600 Tonnen leichten Gasöls in den Ladetanks ausgetreten. Vorsorglich war auch die Feuerwehr Rendsburg alarmiert worden, da zunächst ein Wassereinbruch auf der "Stavtank" gemeldet wurde, der sich später aber als geplatzter Frischwassertank erwies.

    Nach dem Rammstoß lief die "Stavtank" in die Böschung und steckte auf Höhe des Kanalkilomters 47 fest. Der Kanal musste daraufhin zeitweise gesperrt werden. Nur kleinere Schiffe durften passieren. Fast ein Dutzend Schiffe mussten stundenlang in den Ausweichstellen warten. Erst als der Schlepper "Bugsier 15" aus Brunsbüttel in Breiholz eingetroffen war, konnte die "Stavtank" gegen 06.30 Uhr wieder flott gemacht werden. In Brunsbüttel soll jetzt entschieden werden, ob das Schiff seine Ladung in Brunsbüttel löschen muss oder die Reise nach Hamburg mit dem Gasöl an Bord fortsetzen kann. Das Schiff war zuvor bereits nach Schweden verkauft und sollte in Hamburg übergeben werden, um anschließend unter dem Charternamen "Betty Theresa" für Herning Tankers eingesetzt zu werden.

    Hamburg zum Ziel hatte auch der erst wenige Monate alte deutsche Tanker "Octavia", 2143 BRZ, der gut zwei Stunden nach der Kollision um 03.25 Uhr in der Kanalweiche Audorf beim Aufstoppen 15 Dalben rammte. Drei dieser jeweils aus 16 Holzpfählen bestehenden Dalben fuhr das mit 3200 Tonnen Öl beladene, 80 Meter lange Schiff vollständig um, weitere wurden abgeknickt oder beschädigt. Die "Octavia" selbst trug Beulen auf 15 Metern Länge davon. Allein der Schaden an den Dalben beläuft sich nach ersten Schätzungen des Wasser- und Schifffahrtsamtes Kiel-Holtenau auf 140.000 Euro. Wie hoch der Schaden an Tanker ist, steht noch nicht fest. Auch bei dieser Kollision ist die Ursache nicht geklärt. Fest steht aber, dass zum Unglückszeitpunkt in der Kanalweiche bei Audorf die Sichtweite durch Nebel auf unter 50 Meter gesunken war. Die "Octavia" setzte inzwischen ihre Fahrt von Estland nach Hamburg fort.

    Die "Tärnhav" verließ den Kieler Hafen, den sie nach ihrer Havarie angelaufen hatte, in den Mittagsstunden mit Kurs Fredericia. Hier soll der Kollisionsschaden beseitigt werden. Damit ist binnen weniger Tage bereits der zweite große Havarist nach der im Großen Belt verunglückten "Vertigo" in dem dänischen Ostseehafen eingetroffen und beschert den dortigen Werften Arbeit. am Haken Von Der Kollisionsgegner hat sich übrigens heute Mittag auf den Weg von der Total gen Ostsee gemacht in mit 3200 Tonnen Öl beladener Tanker hat am Dienstagmorgen im Nord-Ostseekanal bei einem Ausweichmanöver mehrere Pfähle gerammt und dabei einen Schaden von 140 000 Euro verursacht. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei ließ das 80 Meter lange Schiff in der Weiche Schacht-Audorf Gegenverkehr passieren. Dabei beschädigte es aus unbekannter Ursache die 15 Dalben. Zum Unfallzeitpunkt herrschte dichter Nebel. Der nur leicht beschädigte Tanker konnte seine Reise von Estland nach Hamburg fortsetzen. br>Quelle: Tim Schwabedissen

    300.000-Dollar-Boot aufgegeben
    (04.01.06) - 90 Kilometer vor der Küste von Taranaki, Neuseeland, musste die zweiköpfige Crew der Yacht "Xiphos" am 3.1. von ihrem Boot abgeborgen werden. Am Morgen des 4.1. wurden die Bergungsversuche für das 300.000 Dollar teure Schiff aufgegeben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Fähr-Oldtimer krachte in Pier
    (03.01.06) - Am 30.12. kollidierte die Fähre "Quinault" mit einer Pier, als sie von Port Tonwsend konnend in Keystone Harbor auf Whidbey Island einlief. Das Unglück ereignete sich um 14.30 Uhr, der Schaden blieb nach Angaben der Wahsington State Ferries gering. Starker Regen und Wind hatte die Navigation im schmalen Fahrwasser erschwert. Das Schiff ging nach der Kollision nach Port Townsend, um untersucht zu werden. Sie gehört mit Baujahr 1927 zu den ältesten Schiffen der Flotte.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Besatzung von brennendem Holzfrachter sprang über Bord
    (03.01.06) - Das indonesische Kümo "KM JA" aus Tembilahan geriet am 3.1. auf dem Weg von Indonesien nach Pasir Gudang 7,2 Kilometer östlich von Sentosa, Singapur, mit 7 Mann Besatzung in Brand. Das Schiff hatte eine Ladung von 100 Tonnen Holz geladen. Die Besatzung des hölzernen Schiffes rettete sich mit einem Sprung über Bord vor den Flammen. Nahestehende Schiffe und ein Küstenwachboot retteten die Schiffbrüchigen. Das halbgesunkene Wrack wurde aus dem Fahrwasser geschleppt und provisorisch vertäut.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Beschädigter Tanker machte in Kiel fest
    (03.01.06) - Die bei einer Kollision im Nord-Ostsee-Kanal in der Nacht zum 3. Januar beschädigte "Tärnhav" ist mittlerweile im Kieler Nordhafen eingetroffen. Die Beschädigungen am Vorschiff des in Ballast fahrenden Schiffes reichen vom Wulstbug bis zum Schanzkleid.
    Es könnte sich um Hydrauliköl der 5379 BRZ großen "Stavtank" handeln. Deren Ladung von 6.600 Tonnen leichtem Gasöl trat nicht aus.
    Diese hat im Bereich der Aufbauten an Backbord erhebliche Schäden davongetragen, als sie offenbar quer vor den Bug der "Tärnhav" lief. Zum Kollisionszeitpunkt herrschte Nebel im Kanal.
    Die "Stavtank" wurde 1995 bei Malta Shipbuilding Co. Ltd. in Malta erbaut und gehört der O.H. Meling A/S Norwegen. Sie ist 115,1 Meter lang und 18,25 Meter breit. Der Chemikalientaner "Tärnhav" ist 141,2 Meter lang, 21,6 Meter breit und hat 9 Meter Tiefgang. Er gehört der Tärntank Tankships Göteborg und wurde bei Shanghai Edward, Shanghai, erbaut.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Laderaum von deutschem Containerfrachter ausgebrannt
    (03.01.06) - Der in Brand geratene Laderaum des liberianischen Containerfrachters "MOL Renaissance", 3100 tdw, ist praktisch völlig ausgebrannt. Die "MOL Renaissance" war am 21.12. aus Singapur ausgelaufen und auf dem Weg nach Genua in Italien, als das Feuer ausbrach. Das Schiff wurde daraufhin nach Aqaba in Jordanien umgeroutet, wo es Bergungskräfte mit Feuerlöschausrüstung erwarteten. Der Frachter gehört der deutschen Oltmann Schiffahrtsgesellschaft und hieß ursprünglich "JPO Leo".
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kollision im Nord Ostsee-Kanal
    (03.01.06) - Im Noerd Ostsee-Kanal kam es in der Nacht zum 3.1. zu einer Kollision. Der Tanker "Stavtank" stieß auf Höhe Fischerhütte mit dem Frachter "Tärnhav" zusammen. Dabei wurde er an Backbord aufgerissen. Eskortiert vom Schlepper "Bugsier 15" nahm er Kurs auf Brunsbüttel. Der Kollisionsgegner "Tärnhav" lief aus eigener Kraft den Nordhafen in Kiel an.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Brennender Frachter sank nahe Danube
    (03.01.06) - Die slovakische "Polana" sank am 2.1. nahe des Hafens von Danube. Zuvor war im Maschinenraum des Schiffes ein Feuer ausgebrochen, das die ganze Nacht weiterwütete. Versuche, es unter Kontrolle zu bringen, scheiterten, zumal befürchtet wurde, dass die "Polana" beim Fluten des Maschinenraums, wo das Feuer hauptsächlich brannte, sinken könnte. Dies tat sie letztlich auch so. Rund 40 Tonnen Treibstoff gingen mit auf Grund.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schleusungsbetrieb in Bremerhaven läuft wieder
    (03.01.06) - Am 2.1. konnte in Bremerhaven der Schleusungsbetrieb nach Austausch des von dem Wallenius-Wilhelmsen-Autofrachter "Isolde" demolierten Schleusentores wieder aufgenommen werden. In Rekordzeit wurde zuvor ein Ersatztor eingefahren und in der Nacht getestet. Drei Schlepper, sieben Maschinisten und ein Taucher hatten das alte Tor zuvor ausgeschwommen und im Hafen vertäut. Danach wurde es zur Reparatur in den Kohlehafen verholt. Der Sachschaden beträgt 420.000 Euro. Die Unglücksursache wird noch ermittelt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Einhandsegler von Hubschrauber gerettet
    (02.01.06) - Am Nachmittag des 26.12. wurde 260 Meilen östlich von Jacksonville, Florida, ein Einhandsegler von der havarierten Yacht "Papa" gerettet. Das Boot war auf dem Weg zu den Bahamas gewesen, als der Mast brach, die Maschine ausfiel und Wasser in das 44 Fuß lange Boot einzudringen begann. Der Notruf des Segler wurde in Miami aufgefangen und der Skipper von einem Hubschrauber aus Clearwater gerettet. Gleichzeitig war ein Suchflugzeug aufgestiegen, dass das sinknde Boot um ein Uhr morgens entdeckte und den Helikopter heranführte. Die Rettung von dem sinkenden Boot erfolgte bei Windgeschwindigkeiten von 50 Meilen und schwerer See. Der Gerettet wurde nach Melbourne, Florida, gebracht, wo er vier Stunden später in gutem Zustand eintraf.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kieler Yacht schlug beim Sydney-Hobart-Race leck
    (02.01.06) - Beim Sydney-Hobart-Race musste am 28.12. die Yacht "Conergy" des Kieler Yacht-Clubs aufgeben. Um Mitternacht waren unvermittelt große Wassermassen in das Boot eingedunkgen und legten die Funkanlage lahm. Auslöser des Wassereinbruchs war ein Schaden an eiinem der beiden Ruder. Es gelang der Crew, das 13,85 Meter lange Boot zwar weitgehend zu lenzen, doch wegen des Risikos lief diue "Conergy" aus eigener Kraft in den Hafen von Sydney zurück. Sie hatte zum Zeitpunkt der Havarie auf Platz fünf gelegen. 1996 starben beim Sydney-Hobart-Race sechs Menschen in einem Sturm, mehrere Dutzend Teilnehmer mussten aus Seenot gerettet werden oder sanken.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter im Großen Belt geborgen
    (02.01.06) - Der vor Korsör im Großen Belt gesunkene Frachter "Vertigo" ist geborgen. Am 23.12. wurde das Lenzen gegen 14 Uhr durch die Berger von SvitzerWijsmuller Salvage B.V. begonnen. Die Laderäume 3 und 4 konnten planmäßig gelenzt werden. Zuvor waren etliche Pumptests unternommen worden, um sicher zu stellen, dass die Leckpatsche richtig saß. Während der Abend- und Nachtstunden wurde das Lenzen fortgesetzt, bis die "Vertigo" gegen 03.00 Uhr des Heiligabends aufzuschwimmen begann. Es wurde daraufhin gesichert und stabilisiert, und um 18 Uhr war es in stabilem Schwimmzustand. Zwei Anker hielten das Schiff auf Position, bis die Schlepper "Skuld", "Fenja" und "Freya" es auf dem Haken hatten. Sie verholten es entlang einer vorgegebenen Route nach Fredericia, wo der Konvoi am späten Nachmittag des 25.12. eintraf. Am 26.12. wurde die "Vertigo" um 12 Uhr an íhre Eigner zurückgegeben.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker vor Dänemark gestrandet
    (02.01.06) - Am 28.12 lief westlich der dänischen Insel Lolland im Langelandsbelt der mit 2000 Tonnen Industriealkohol beladene norwegische Chemikalientanker "Sydstraum" in der Ostsee auf Grund. Dabei wurde ein Ballasttank aufgerissen. Das Schiff war auf dem Weg von Gdingen nach Antwerpen in Belgien. Es gelang dem Tanker, aus eigener Kraft wieder freizukommen. Danach musste er auf Geheiß der dänischen Behörden für weitere Untersuchungen mit Schlepperhilfe in der Marstal-Bucht vor Anker gehen. Taucher und technische Experten wurden zu dem Havaristen gebracht. Das Ölbekämpfungsschiff "Marie Miljö" und das Patroullienboot "Lommen" liefen aus. Die Ladung wurde in den Tanker "Listraum" geleichtert. Am 30.12. wurde das Schiff freigegeben und durfte mit Lotsenassistenz die Reise nach Polen fortsetzten. Dabei wurde es von der "Marie Miljö" und der "Barsö" überwacht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kümo auf der Weser gestrandet
    (02.01.06) - Am 22.12. lief das holländische Kümo "Steenborg" um 7 Uhr auf der Weserinsel Harriersand bei Brake auf Grund. Unfallursache soll ein Stromausfall oder menschliches Versagen gewesen sein. Um 17.50 Uhr konnte der Frachter mit Schlepperhilfe wieder befreit werden und konnte seine Fahrt nach Bremen beenden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bremerhavener Schleuse nach Ramming blockiert
    (02.01.06) - Am 30.12. rammte der Wallenius-Autotransporter "Isolde", 51071 BRZ, gegen 09.30 Uhr mit dem Heck in das Binnentor der Bremerhavener Nordschleuse. Die beiden Schlepper am Heck des 198 Meter langen Frachters konnten im letzten Augenblick flüchten, Menschen kamen nicht zu Schaden. Nach der Kollision wurde die "Isolde" an die Columbuspier verholt. Offenbar war die Maschine beim Einlaufen in den Hafen nicht, wie geplant, auf Voraus gegangen. Nach der Sperrung der Schleuse lagen die Handelsschiffe "Jingu Maru", "Taronga", "Terrier", "Autosun", "Autorunner", "Weser Highway" und "Volga Highway" zunächst in Bremerhaven fest. Die Reparatur der Schleuse nimmt rund vier Tage in Anspruch.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kremser Eisenbahnbrücke bleibt nach Kollision gesperrt
    (02.01.06) - Die Kremser Eisenbahnbrücke über die Donau bleibt nach der Kollision des DDSG-Schubschiffes "YBBS" mit einem Pfeiler am 17. Dezember mehrere Monate lang gesperrt. Die Reparatur wird rund ein halbes Jahr dauern. Das Brückenlager auf dem Pfeiler wurde bei dem Aufprall des Schubers um mehr als einen Meter verschoben, und das Fundament bekam Risse ab. Der Pfeiler wurde zunächst durch eine Steinschüttung gesichert und mit Beton abgestützt. Zur Überwachung dieser Maßnahme wurden Sensoren angebracht. Bis zum 4. Januar sollen die Sanierungskonzepte samt Kostenschätzungen vorliegen. Die Reparatur kann technisch entweder an Ort und Stelle oder an Land erfolgen. Dafür soll Ende Januar mit dem Ausschwimmen der Brückentragwerke begonnen werden. Die Reparaturkosten werden in die Millionen gehen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker von Rheinfähre gerammt
    (02.01.06) - Auf dem Rhein sind am 28.12.05 gegen 19 Uhr bei Bad Hönningen zwei Schiffe kollidiert. Ein niederländisches Tankschiff kollidierte mit einer Autofähre, die von Bad Breisig nach Bad Hönningen übersetzte. Dabei wurde die Rampe der Fähre schwer beschädigt. Es entstand ein Sachschaden von rund 40 000 Euro. Verletzt wurde niemand. Der Fährbetrieb musste für mehrere Stunden eingestellt werden. Der Kapitän der Fähre 50 Meter vor der Anlagestelle das Tankmotorschiff übersehen. Am Rumpf des in Ballast fahrenden Doppelhüllentankers entstanden einen Meter oberhalb der Wasserlinie zwei Lecks in der äußeren Hülle. Nachdem Wasser- und Schiffahrtsamt die Schäden begutachtet hatten, durfte das Tankschiff seine Fahrt bis zu einer Werft in Rotterdam fortsetzen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Einsatzreiche Tage für "Hermann Marwede"
    (02.01.06) - Es ist nicht unüblich, dass kleinere Küstenmotorschiffe auf ihrem Weg von der Elbe zur Weser abkürzen und das betonnte Elbe- Fahrwasser bereits vorzeitig verlassen. Bei diesem Verfahren wurde dem Kapitän des Küstentankers „Gudrun” der Reederei Glüsing aus Cuxhaven am Morgen des 2. Weihnachstages der mit bis zu sieben Beaufort blasende Ostwind und das um dadurch einen dreiviertel Meter geringer ausfallende Hochwasser zum Verhängnis. Um 6.15 Uhr war der mit 700 Tonnen Diesel voll beladene Tanker auf Grund gelaufen. Erst nachdem die Verkehrszentrale des Wasser-und Schifffahrtsamtes in Cuxhaven den Kapitän über Funk ansprach, gestand dieser ein, ein Problem zu haben. Bis dahin hatte er versucht, aus eigener Kraft wieder frei zu kommen, zumal das Wasser noch etwa eine Stunde auflaufen sollte. Sofort nach Bekanntwerden der Strandung beorderte die Revierzentrale das Mehrzweckschiff „Neuwerk”, das auf dem Weg zum Besatzungswechsel nach Cuxhaven war und sich auf Höhe Neuwerk-Reede befand, an die Unfallstelle 36 Stromkilometer vor Cuxhaven. Schnell waren auch die Rettungskreuzer „Hermann Marwede” von Helgoland, der sich ebenfalls auf dem Weg nach Cuxhaven befand, sowie die Cuxhavener „Hermann Helms” vor Ort. Ebenfalls rasch am Unglücksort war der Schlepper „Taucher Otto Wulf 3” der Cuxhavener Reederei Wulf, die den Bergungsauftrag erhielt. Der Havarist saß mit dem Bug voraus in Südrichtung auf einer steilen Kante des Scharhörn-Riff nur etwa 450 Meter vom südlichen Tonnenstrich entfernt fest. Das Heck befand sich noch im freien Wasser. Die als erste eingetroffene „Neuwerk” hatte aufgrund ihres Tiefgangs Probleme, dicht genug an den 3,4 Meter tief gehenden Havaristen heranzukommen, um eine Schleppleine fest machen zu können. Bei dem Manöver kam die „Neuwerk” selbst fest, konnte aber nach kurzer Zeit vom 10 000 PS starken Rettungskreuzer „Hermann Marwede” wieder freigeschleppt werden. Mit Hilfe des Tochterboots "Verena" des Cuxhavener Rettungskreuzers konnte anschließend eine Leinenverbindung zum Schlepper "Taucher Otto Wulf 3" aufgebaut werden. Die anschließenden Schleppversuche scheiterten aber mehrfach am ablaufenden Wasser. Im Laufe des Nachmittags machte auch die "Bugsier 15" an der„"Gudrun” zu verbinden. Mit dem Abendhochwasser gegen 20 Uhr gelang es mit beiden Schleppern, den Tanker wieder in tiefes Wasser zu ziehen. Anschließend wurde es zur Inspektion in den Cuxhavener Amerikahafen verholt, wo erst kürzlich das Wrack der vor Brunsbüttel gekenterten "Maritime Lady" geborgen worden war. Für die "Hermann Marwede" ließ der nächste Einsatz nicht lange auf sich warten. Nach der Assistenz bei der Bergung der "Gudrun" war er im Anschluß an den planmäßigen Besatzungswechsel in Cuxhaven gerade auf dem Rückweg zur Station Helgoland, als er wie auch die Büsumer "Hannes Glogner" zu dem manövrierunfähig querab des Großen Vogelsands treibenden Kutter "Vertrauen" gerufen wurde. Das Schiff hatte am 17 Uhr bei drei Meter hoch gehender See nach Maschinenschaden während Krabbenfangs einen Notruf ausgestrahlt. Das Tochterboot "Verena" der "Hermann Marwede" nahm den Havaristen auf den Haken und übergab ihn in Höhe des Süderpiep-Fahrwassers der entgegenkommenden "Hannes Glogner", die ihn nach Büsum einschleppte, wo er um 23 Uhr des 27.12.05 nach sechsstündiger Fahrt eintraf.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bremer Containerriese vor Mexiko gestrandet
    (02.01.06) - Am 25.12.2005 strandete der Bremer Containerfrachter "APL Panama", 40306 BRZ, der Mare Britannicum Schiffahrt Bremen beim Versuch, ohne Schlepper und Lotsen nach Ensenada, Mexiko, einzulaufen. Mit einer Bergung des 2001 erbauten, unter Antigua-Flagge registierten Schiffes wird nicht vor Ende der zweiten Woche des Januars 2006 gerechnet, da die vorhandenen Schlepper nicht ausreichen und nun auf weitere gewartet wird. Als Ursache der Strandung wird starke Strömung angenommen, die das Schiff 200 Fuß vom Ufer entfernt breitseits auf den Strand trieb, während es auf den Lotsen wartete. Drei 50.000-PS-Schlepper trafen am 27.12. aus Los Angeles ein, nachdem Schleppversuche lokaler Unternehmen zuvor mehrfach scheiterten.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Yacht in Brand
    (02.01.06) - Die Yacht "Myra T" geriet am 30.12.05 an ihrem Liegeplatz im griechischen Vouliagmeni in Brand.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker kollidierte mit Frachter
    (02.01.06) - Der 699 BRZ große Tanker "Kannon Maru No. 8" kollidierte am Neujahrstag mit dem Frachter "Taisei Maru", 698 BRZ,. Das Unglück ereignete sich 5 Kilometer westlich von Awaji on Awaji Island in der japanischen Hyogo Präfektur.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sportboot nach Kollision mit Baumstamm verschollen
    (02.01.06) - Das Sportboot "Panductduc" rammte am 27.12.05 einen im Columbia-River treibenden Baumstamm, schlug leck und funkte Mayday. Ein 25-Fuß-Boot aus Portland lief zur Hilfe aus, ein Jayhawk-Hubschrauber startete in Astoria. Um 23.40 brach der Funkkontakt zu dem Schiff ab. Die Suche nach Havaristen und Besatzung wurde am 28.12. um neun Uhr ergebnislos abgebrochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Fünf Tote bei Kutteruntergang
    (02.01.06) - Am 26.12. wurde vor dem indonesischen Kollam Distrikt der Kutter "Patropil" gerammt und sank. Von der sechsköpfigen Crew konnte nur ein Mann, der an einen Wassercontainer geklammert treibend von einem passierenden Schiff gesichtet wurde, gerettet werden. Er hatte bereits fünf Stunden im Wasser verbracht. Das Schiff war auf dem Weg zu einer Tsunami-Gedenkfeier gewesen, als es nach neuntägiger Fangfahrt sank.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Älteste Große Seen-Barge gesunken
    (02.01.06) - Die Barge "Landsdowne" sank am 26.12.05 in der Sassafrass Street, Erie. Die Aufbauten ragten nach dem Untergang noch aus dem Wasser, zwei Waggons auf Deck waren teilweise noch sichtbar. Die "Landsdowne" ist wohl die älteste Barge oder der Rumpf eines Dampfers auf den Großen Seen. Tsavliris Salvage (International) Ltd sollen das Wrack bergen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    13Tote bei Frachteruntergang
    (02.01.06) - Der 77 Meter lange chinesische Frachter "Shantou" kenterte im Sturm am 21.12. beim Versuch, vor Longkou Port zu ankern. Das Schiff hatte 13 Mann Besatzung und 3400 Tonnen Kleieladung, die aus Shantou Laizhou für Shandong bestimmt war. Die Suche nach der Besatzung wurde ergebnislos abgebrochen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Südafrikanische Yacht in Brand
    (02.01.06) - Am 26.12.05 brach auf der in Kapstadt beheimateten Yacht "Soshie" nahe Duiker Island ein Maschinenraumbrand aus. Das 63 Fuß lange Schiff befand sich zu der Zeit zwei Meilen vor Hout Bay. Die zweiköpfige Crew und der Bordhund wurden gerettet, das Boot in Schlepp genommen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Neuer Schlepper durch Konstruktionsschwäche havariert?
    (02.01.06) - Beim Versuch, den 185 Meter langen Bahamas-Frachter "Gulf Ranger" nach Curaçao einzuschleppen, entwickelte der nagelneue Hochseeschlepper "Manta" Schlagseite. Das Schiff wurde daraufhin zur Salazar-Werft gebracht, da unklar war, ob die Havarie durch einen Manövrier- oder Konstruktionsfehler ausgelöst wrude. Die "Manta" war im Dezember 2005 von der holländischen Damen-Werft erbaut worden und hatte danach auf eigenem Kiel die Überführungsfahrt absolviert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Gekenterte Ölbarge auf letzter Fahrt
    (02.01.06) - Am 22.12.05 wurde begonnen, das Wrack der gekenterten Ölbarge "DBL 152" nach Alabama zu schleppen. Die Barge war auf dem Weg von Houston nach Tampa mit einer gesunkenen Ölplattform kollidiert und gesunken. Sie soll nun ins Holcim Dock in Theodore verholt werden. In den vergangenen zwei Wochen waren über zwei Millionen Gallonen Öl geleichtert worden. Aus drei leckgeschlagenen Tanks ausgelaufenes Öl hatte die Strände nicht erreicht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schlepper geriet in Brand
    (02.01.06) - Am Morgen des 30.12.05 brach auf dem Schlepper "Island Spirit" nahe Dungeness Spit, Washington, ein Maschinenraumfeuer aus. Auf die Notrufe hin wurden ein 41 Fuß langes Rettungsboot und ein Helikopter von der Küstenwache entsandt. Als sie vor Ort eintrafen, war es der Schleppercrew bereits gelungen, den Brand zu löschen und einen Schlepp durch die "Pacific Adventure" nach Port Angeles vorzubereiten. Während des Abschleppens entwickelte die "Island Spirit" unvermittelt 35 Grad Steuerbordschlagseite. Die zweiköpfige Crew bat daraufhin um Abbergung. Im zweiten Versuch gelang es dem Küstenwachboot, sie aufzunehmen und nach Port Angeles zu bringen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "CP Valour" nicht mehr zu bergen
    (02.01.06) - Der am 9.12. vor der Azoreninsel Praia de Faja gestrandete Containerfrachter "CP Valour", 15145 BRZ, wurde Ende Dezember aufgegeben. Zuvor hatten 100 Kubikmeter ausgelaufenes Öl die nahen Strände verschmutzt. Von dem in der schweren Brandung durchgebogenen Wrack wurden inzwischen 550 Tonnen Bunkeröl und einige Gefahrgutcontainer abgeborgen. Am 25.12. verließ die Besatzung das Schiff. Es soll, falls es die Winterstürme übersteht, vor Ort abgebrochen werden. Mehere Schleppversuche des russischen Schleppers "Fotiy Krylov", der von dem Bergungsunternehmen Tsavliris aus Ponta Delgada eingechartert wurde, waren zuvor fehlgeschlagen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Historisches Schiffswrack identifiziert
    (02.01.06) - Am 1. Januar 2006 wurde berichtet, dass Taucher ein 137 Jahre altes Wrack im Lake Erie lokalisiert haben. Es wurde mithilfe eines Sidescan-Sonars in 60 Fuß Wassertiefe ausgemacht. Es handelt sich um die 1867 erbaute Bark "Courtland", zu ihrer Zeit eines der größten Schiffe auf den Großen Seen. Dies konnte bei anschließenden Tauchgängen herausgefunden werden, als es gelang, die Schiffsglocke zu finden. Die 173 Fuß lange "Courtland" war am 20.6.1868 nach Kollison mit dem Passaigerdampfer "Morning Star" gesunken, wobei 38 Menschen starben. Das Rig, Anker und Masten waren anschließend geborgen worden, doch das Schiffswrack geriet dann in Vergessenheit. Nun wird geplant, Glocke und Gallionsfigur im Frühjahr zu bergen und in der Great Lakes Historical Society dauerhaft zu präsentieren.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Norwegian Dawn"-Kapitän schuldlos an Freakwave-Schaden
    (02.01.06) - Am 23.12.2005 wurde ein Report veröffentlicht, der den Kapitän des Kreuzfahrers "Norwegian Dawn" von jeder Verantwortung für den Zusammenprall mit einer Freak Wave vor Soputh Carolina am 16.4.2005 freispricht. Es gab Anschuldigungen, er sei zu schnell gefahren, um das Schiff rechtzeitig für eine Fernsehshow nach New York zu bringen. Tatsächlich aber hatte er den Kurs geändert, um dem schweren Wetter auszuweichen, und die Geschwindigkeit wegen der ohnehin groben See reduziert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bunkeröl wird aus Wrack der "Margaret" geleichtert
    (02.01.06) - Die Bergungsfirma Smit International ist derzeit damit beschäftigt, rund 90 Tonnen Öl aus den Bunkertanks des am 3.12. vor La Spezia gesunkenen Frachters "Margaret" zu entfernen. Dabei wird die sogenannte "Hot Tap"-Technologie angewandt, die jegliches unkontrolliertes Entweichen von Öl aus den Doppelbodentanks verhindern soll. Dazu werden an jedem Tank zwei Ventile jeweils am Boden und an der Oberseit installiert. Die Arbeit soll von einer Barge, die vor je zwei Ankern seeseitig und an dem Wellenbrecher, der die "Margaret" aufriss liegt, binnen 10 Tagen durchgeführt werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Brennender Containerfrachter auf Weg nach Aqaba
    (02.01.06) - Am 30.12.05 wurde die Bergungsfirma SvitzerWijsmullersalvage beauftragt, den havarierten Containerfrachter "Mol Renaissance" zu bergen, der ein Feuer in einem der Laderäume hat. Der 220 Meter lange, 2005 erbaute Frachter soll den Hafen von Aqaba im Roten Meer anlaufen, wo ein Feuerlöschteam ihn erwartet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Elbmündung: Havarierten Dieseltanker freigeschleppt
    (29.12.05) Die in der Außenelbe aufgelaufene «Gudrun» hat wieder Wasser unter dem Kiel. Zwei Schlepper zogen das knapp 60 Meter lange Tankschiff bei Hochwasser am Abend von einer Sandbank westlich der Insel Scharhörn ins tiefe Fahrwasser zurück. Das Schiff war dort am Morgen mit der Ladung von 700 Tonnen Dieselöl auf Grund gelaufen. Es sei kein Öl ausgetreten, sagte ein Behördensprecher in Cuxhaven. Die «Gudrun» werde jetzt zur Untersuchung nach Cuxhaven geschleppt.
    Quelle: Peter O.Walter

    Diesel-Tanker steckt auf Sandbank in Elbmündung fest
    (28.12.05) Ein mit 700 Tonnen Dieselöl beladenes Tankschiff ist am Dienstagmorgen in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Ziel des 58 Meter langen Frachters sollte Bremerhaven sein, teilte die Polizei mit.
    Aus zunächst unbekannten Gründen habe der Tanker auf der Sandbank Scharhörnriff aufgesetzt. Er liege außerhalb des Fahrwassers, der Schiffsverkehr sei nicht beeinträchtigt. Für die Besatzung besteht laut Polizei derzeit keine Gefahr.
    Eine Verunreinigung des Wassers sei zunächst nicht festgestellt worden. Erste Bergungsversuche waren am Vormittag wegen ablaufenden Wassers abgebrochen worden. Mit dem nächsten Hochwasser am Abend sollte erneut versucht werden, den Havaristen von der Sandbank zu schleppen. Mehrere Schiffe sicherten die Unfallstelle.
    Quelle: Peter O.Walter

    US-Surfer vertreibt Hai mit Schlag auf die Nase
    (27.12.05) Mit einem beherzten Schlag auf die Nase hat ein Surfer in den USA einen Hai in die Flucht geschlagen und sich selbst vermutlich das Leben gerettet. "Ich habe ganz instinktiv gehandelt", sagte Brian Anderson dem US-Fernsehsender ABC. Er sei am Samstag vor der Küste von Oregon im Nordwesten der USA gesurft, als er plötzlich merkte, dass etwas an seinem Bein zerrte. Daraufhin habe er sich umgedreht, dem Hai kräftig auf die Nase geschlagen, und sei dann mit dem verletzten Bein so schnell wie möglich an Land geschwommen.
    "Zwischendurch ist mir der Gedanke gekommen, ich könnte es nicht schaffen. Es war echt hektisch." Irgendwann wolle er auch wieder surfen, sagte der 31-Jährige. "Aber das wird vermutlich noch eine Weile dauern."
    Quelle: Peter O.Walter

    Greenpeace-Schiff gerammt
    (22.12.05) - Das Greenpeace-Schiff "Esperanza" ist am 21.12. im Südpolarmeer von dem japanischen Walfänger "Kyo Maru 1" gerammt worden. Das japanische Fangschiff fuhr beim Versuch die "Esperanza" zu überholen, in die Seite des Greenpeace-Schiffes. Verletzt wurde niemand, die "Esperanza" konnte ihre Fahrt fortsetzen.
    Greenpeace machte den japanischen Kapitän für den Unfall verantwortlich. Er habe gegen internationales Seerecht verstoßen, wonach ein Schiff, das ein anderes überholt, nicht dessen Kurs kreuzen darf und einen Sicherheitsabstand einhalten muss. Seit den frühen Morgenstunden befanden sich die beiden Greenpeace-Schiffe "Esperanza" und "Arctic Sunrise" in unmittelbarer Nähe der japanischen Walfangflotte im Südpolarmeer und versuchten, Wale vor japanischen Harpunen zu retten. Insgesamt waren acht Schlauchboote im Einsatz.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kollision und Strandung auf Rhein
    (22.12.05) - Auf dem Rhein zwischen Nierstein und Worms sind am Abend des 21.12. zwei Binnenschiffe kollidiert. Ein deutsches Schiff war aus zunächst ungeklärten Gründen nach Backbord abgedriftet. Ein entgegenkommendes Schiff aus den Niederlanden konnte nicht mehr ausweichen. Daraufhin stießen die beiden Frachtschiffe zusammen, eine Frau wurde leicht verletzt. Bei der Rettung der Frau fuhr sich weiteres ein Schiff fest. Der Sachschaden liegt bei 150 000 Euro.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    13 Vermisste nach Frachteruntergang
    (22.12.05) - Vor der Nordostküste Chinas sank am 21.12. ein chinesischer Frachter. Rettungsmannschaften suchten nach 13 vermissten Seeleuten, ein Mensch wurde gerettet. Das Schiff sank, während es im Hafen von Longkou vor Anker gehen wollte. Das Schiff wurde dabei von einer riesigen Welle getroffen, dabei wurden alle 14 Besatzungsmitglieder über Bord gespült. Das Schiff war mit 3.400 Tonnen Ton auf dem Weg von Shantou nordöstlich von Hongkong nach Laizhou.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Historische Tjalk drohte zu sinken
    (22.12.05) - In den Mittagsstunden des 20.12. entdeckte die Lübecker Wasserschutzpolizei, dass die 20 Meter lange Tjalk "Hauke Haien" offensichtlich leckgeschlagen war. Die "Hauke Haien" lag bereits deutlich tiefer als sonst. Wasser war in den Innenraum eingedrungen und stand etwa 20 Zentimeter hoch. Der Vorsitzende des Vereins "Hauke Haien" wurde umgehend von der Polizei benachrichtigt. Er entschied zusammen mit den Beamten, dass die Feuerwehr zur Rettung benötigt wird. Da zudem Öl austrat, machte sich die Firma Possehl Umweltschutz mit starken Pumpen an die Arbeit. Gegen 16 Uhr war das Boot wieder lenz. Danach galt es, das Leck zu suchen und mit eigener Pumpe den Schaden möglichst gering zu halten. Wie hoch der Schaden durch den Wassereinbruch auf der 1913 gebauten friesischen Tjalk ist, steht zurzeit noch nicht fest.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergungsarbeiten für "CP Valour" laufen
    (22.12.05) - Seit dem 18. Dezember ist ein Sandbagger an der vor Praia de Faja am 9.12. gestrandeten "CP Valour", 15145 BRZ, im Einsatz und beseitigt Sand um den Containerfrachter. Der Tanker "Magadir" kam am 20.12., um das restliche Öl aufzunehmen. Das Mehrzweckschiff "BBC Canda" soll die Containerladung leichtern und wird dafür in Algericas vorbereitet. Am 18.12.sollte der Frachter die auf vier Tage veranschlagte Reise zur Unglücksstelle antreten. Ölschlängel wurden um das Schiff ausgelegt, aus dem bislang rund 100 Kubikmeter Öl ausliefen. Der verschmutzte Strand wurde unterdessen gereinigt. Die "CP Valour" war auf dem Weg von Montreal nach Cadiz, Lissabon, Valencia und Leghorn gestrandet.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Wird "Vertigo" jetzt geborgen?
    (22.12.05) - Der Bulkcarrier "Vertigo" liegt weiter halb gesunken im Großen Belt. In Abhängigkeit vom Wetter soll am 20. oder 21.12. ein Bergungsanlauf starten. Vorher mussten die Laderäume 3 und 4 nach Anbringen einer tonnenschweren Leckpatsche gelenzt werden. Der Schlepper "Fenja" stabilisiert das Schiff und dient als Basis für Taucher und Transporte.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker geborgen
    (22.12.05) - Am Morgen des 21.12. gelang es dem Schlepper "Anglian Prince", den auf der Felsgruppe Eileanan Dubha gestrandeten Tanker "Blackfriars" freizubekommen. Er wurde zwei Meilen östlich von Kyle of Lochalsh in Balmacara Bay verankert. Das Schiff hat Schäden an der Vorpiek und soll von Tauchern untersucht werden. Der Tanker war auf dem Weg nach Pembroke Dock von Loch Inver verunglückt.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Yacht sank vor Bermudas
    (22.12.05) - Am Morgen des 21.12. lief die Yacht "Lullaby" auf ein Unterwasserhindernis 120 Meilen südlich von Bermuda und sank. Die zweiköpfige Crew ging ins Boot und wurde von dem nach dem Notruf herangeführten Frachter "Sol do Brazil" gerettet. Zwei Küstenwachflugzeuge koordinierten die Aktion.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Rettungsinsel mit 2 Toten gefunden
    (21.12.05) - Die Leichen zweier Besatzungsmitglieder des vermissten Kutters "Mi Jay" wurden 27 Tage nach der letzten Sichtung des Schiffes in einer Rettungsinsel vor Kaikoura gefunden. Vom dritten Mann fand sich keine Spur. Ein Hubschrauberpilot sichtete die Insel 13 Kilometer vor der Küste. Gegen 14 Uhr wurde sie von der Küstenwache geborgen und identifiziert. Die 13 Meter lange "Mi Jay" war am 22.11. aus Nelson ausgelaufen und war am 6.12. zurückerwartet worden. Eine 12-tägige Suche mit Flügzeugen und Helikoptern war ergebnislos verlaufen. Die Rettungsinsel wurde jetzt in dem Suchgebiet gefunden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    2 Segler nach 11 Tagen aus Rettungsinsel gerettet
    (21.12.05) - Nach 11 Tagen Drift wurden ein Australier und ein Neuseeänder vor der vietnamesischen Küste in einem Rettungsboot lebend aufgefunden. Die beiden hatten Anfang Dezember Hongkong in einer 65 Fuß langen Yacht verlassen, die aber sank. Die beiden Segler hatten keine Nahrung und mussten sich mit dem eigenen Urin und Regenwasser als Trinken begnügen. Sie wurden geschwächt und dehydriert von Fischern aufgefunden und am 17.12. in eine Klinik auf Ly Son Island gebracht. Das Boot war in einem Sturm untergagangen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter saß in Dardanellen fest
    (21.12.05) - Am 18.12. strandete der amerikanische Frachter "Eagle Karina" nahe Southern Bozcaada Island am Eingang der Dardanellen. Während der folgenden Nacht konnte der 246 Meter lange 90.000-Tonner freigeschleppt werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Zwei Tote bei Schiffsexplosion
    (21.12.05) - An Bord eines spanischen Marineschiffes kamen bei einer Explosion im Hafen von El Ferrol am 19.12. 2 Seeleute um. Das Unglück ereignete sich, als die Maschinen gestartet wurden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Eberswalde" nach einem Monat geborgen
    (21.12.05) - Der bei Ditzum gesunkene Frachter "Eberswalde" ist am 19.12. aus der Ems geborgen worden. Nach gut einer Stunde hing das 80 Meter lange Schiff an den fünf Trossenpaaren der beiden Schwimmkräne "Atlas" und "Amsterdam". Die Bergung verlief reibungslos. Der Frachter hatte beim Untergang am 19.11. rund 1000 Tonnen des Düngemittels Kaliumphosphat geladen. Die Ladung war bereits in der vergangenen Woche geborgen worden. An Bord befanden sich außerdem rund 6000 Liter Diesel. Der Kraftstoff brauchte nicht abgepumpt zu werden.

    Mitarbeiter der Bergungsunternehmen Bartel & Sohn aus Mühlheim an der Ruhr und BTS aus dem niederländischen Schiedam begannen nach der Hebung damit, das Leck am Bug abzudichten, um das Schiff schwimmfähig zu machen. Am Vormittag des 20.11. sollte das Wrack in den Leeraner Hafen geschleppt werden. Dann wird die "Eberswalde" bei der Leeraner Firma Heeren verschrottet. Dafür hat der Eigner, eine Aktiengesellschaft aus Berlin, dem Wasser- und Schifffahrtsamt den Auftrag gegeben.

    Unklar ist dagegen, wer die Kosten der Bergung in Höhe von 250 000 Euro trägt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt musste von Amts wegen die Bergung der "Eberswalde" veranlassen, da die Aktiengesellschaft aus Berlin, die auch als Eigner im Binnenschiffsregister steht, keinen Bergungsauftrag vergeben wollte.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Soll Wrack der "Maritime Lady" Wrackmuseum werden?
    (21.12.05) - Eine völlig neue Variante zur Zukunft des gefährdeten Cuxhavener Wrackmuseums tauchte jetzt im Zusammenhang mit dem erst kürzlich in der Elbe geborgenen Wrack der "Maritime Lady" auf. Es könnte selbst zum Wrackmuseum gemacht werden, mit dem Kollisionsloch als Eingang. Die Zukunft der europaweit einmaligen Sammlung aus Wrackteilen und Exponaten vom Meeresgrund ist derzeit alles andere als gesichert. Gründe dafür sind der unattraktive Standort und das schwierige Verhältnis zwischen Museumsleiter Peter Baltes und der Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH, die das Museum verwaltet. Die Fronten waren zwischenzeitlich so verhärtet, dass sich Baltes und die Stadt Cuxhaven, bei der er angestellt ist, vor Gericht darüber stritten, wem denn laut Vertrag die Sammlung überhaupt gehört. Nach der letzten Verhandlung im September in Stade hat man sich nun offensichtlich auf eine Unterbrechung des Verfahrens bis April 2006 geeinigt, die dazu genutzt werden soll, die Kuh vom Eis zu bringen, was konkret bedeutet, das Wrackmuseum für Cuxhaven zu retten.

    Eine Variante, die offensichtlich auch von der Stadt favorisiert wird, ist die Gründung eines Fördervereins, der den Betrieb und auch die wirtschaftliche Verantwortung für das Museum übernehmen würde, vergleichbar dem Fischereimuseum, das vom Förderverein Schifffahrtsgeschichte betrieben wird. Um die Gründung eines Fördervereins vorzubereiten, sucht Baltes auch schon nach potentiellen Mitgliedern.

    Spätestens seit dem Richterschen Museumskonzept, das die Verlegung in den Fischversandbahnhof vorsah, wird auch über einen neuen Standort für das Wrackmuseum nachgedacht. Auch das jüngste Tourismuskonzept hat festgestellt, dass der Cuxhaven-Besucher eine Ausstellung mit Exponaten aus gesunkenen Schiffen nicht in einer ehemaligen Dorfschule in Stickenbüttel, sondern im Umfeld des Hafens erwartet. Ein Umzug in den zu sanierenden Alten Fischereihafen war bereits ebenso angedacht, wie die Ausschöpfung von Synergieeffekten mit dem Fischereimuseum.

    Das stark beschädigte Wrack der "Maritime Lady" liegt mittlerweile in Schwimmlage am Lentzkai, wo nach der Hebung noch Teile der Aufbauten leergepumpt wurden. Öl trat nicht mehr aus. Die großen Löcher, die bei der Havarie in den Rumpf gerissen worden waren, sind abgedichtet und das Schiff wieder schwimmfähig. Dennoch wird das Wrack weiter durch den großen Schwimmkran "Samson" gesichert. Anschließend soll es in den Neuen Fischereihafen geschleppt werden, wo es nach bisheriger Planung von der Firma Machulez verschrottet werden soll.

    Die Schäden am Tanker "Sunny Blossom", der mit dem kieloben im Wasser treibenden Frachter "Maritime Lady" kollidiert war, werden derzeit in Dock 10 von Blohm + Voss repariert. Die "Sunny Blossom" war nach der Kollision manövrierunfähig und wurde von zwei Schleppern der Bugsier Reederei in die Werft geschleppt. Die Ladung aus Ammoniumnitrat wurde zuvor auf ein anderes Schiff umgeladen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter lief vor Hawaii auf Grund
    (21.12.05) - Am 15.12. lief gegen 5 Uhr morgens der 67 Fuß lange Kutter "Sky Sun" 2 Meilen südlich von Cape Kumukahi Point, Hawaii, auf Grund. Um das Schiff wurde ein leichter Ölfilm entdeckt. Die 300 Gallonen sollten am 19.12. abgepumpt und dann das Schiff geborgen werden. Es liegt eine halbe Meile nördlich von Waiopae Tidepools, einem State of Hawaii Marine Life Conservation District.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker vor Schottland gestrandet
    (21.12.05) - Am 20.12. lief um 21.23 Uhr der Tanker "Blackfriars", 1570 BRZ auf den Felsen von Kyle of Lochalsh auf Grund. Er kam auf einer als Eileanan Dubha bekannten Untiefe in Ballast fest, als er mit seiner achtköpfigen Crew auf Westkurs von Loch Inver nach Pembroke lief. Die Rettungsboote aus Portree und Kyle of Lochalsh sowie der Küstenwachkutter "Anglian Prince" liefen zur Strandungsstelle, an der sieben Windstärken herrschten. Fünf Mann wurden abgeborgen, drei blieben an Bord. Am 21.12. sollte versucht werden, den Havaristen freizuschleppen.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Kutter schlug vor Great Yarmouth leck
    (21.12.05) - Am 17.12. erlitt der 16 Meter lange Kutter "Christina" mit drei Mann Besatzung Wassereinbruch 55 Meilen nordöstlich von Great Yarmouth und funkte Mayday. Die "Putford Achates" fing den Notruf auf und gab ihn an die Küstenwache weiter. Um 06.30 Uhr brach auch die Energieversorgung zusammen. Das Gorleston-Rettungsboot lief aus und nahm das Schiff in Schlepp. In langsamer Fahrt wurde es nach Great Yarmouth gebracht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Crew von gestrandetem Trawler abgeborgen
    (21.12.05) - In den Morgenstunden des 18.12. lief der 26 Meter lange Kutter "Sovereign" aus Banff nahee Carinbulg Point östlich von Fraserburgh mit fünf Mann Besatzung auf Grund. Die Küstenwache sandte Rettungsteams und setzte das Rettungsboot aus Fraserburgh in Marsch. Es wurde wegen hohen Seegangs aber beschlossen, die Crew mit dem Helikopter aus Lossiemouth abzubergen. Sie wurden dann in Cainrbulg an Land gebracht. Der Trawler selbst lag mit 30 Grad Backbordschlagseite und geflutetem Maschinenraum fest.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Frachter sank vor Rumänien
    (21.12.05) - Der slowakische Frachter "Polane" fing am 20.12. vor der Südküste von Danube auf dem Weg nach Rumänien mit einer Weizenladung Feuer und sank. Er hatte vorher Dieselöl in Ruse, Bulgarien, gebunkert.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bulker hatte Wassereinbruch
    (21.12.05) - Der 75.719 BRZ große Bulker "Mouzelis" erlitt 30 Meilen vor Kaoshiung am 19.12. Wassereinbruch in der Vorpiek und Laderaum 1. Das 1981 erbaute Schiff hatte Eisenerz geladen. Es nahm nach der Havarie Kurs auf China.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Tanker im Suezkanal gestrandet
    (21.12.05) - Der 22.683 BRZ große panamaische Chemikalientanker "Antonis A" lief am 15.12. im Suezkanal auf Grund. Es verlor die Hälfte des Ruders und erltt Schäden an Bug und Heck. Am Bug waren große Risse entstanden. Das 1982 erbaute Schiff war auf dem Weg in die Türkei und Ukraine mit 37.000 Tonnen Parlmöl. Tsavliris Salvage schleppte den Tanker frei und legte ihn auf Reede vor Anker.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Shanghaii Pride" geborgen
    (21.12.05) - Am 17.12. brachten SvitzerWijsmuller Salvage B.V. und Sri Lanka Shipping Co. die "Shanghai Pride" in den Hafen von Colobo. Das Schiff hatte bei einer Kollision schwere Schäden erlitten. Erst nach Sicherung des mit 11000 Tonnen Reis beladenen Havaristen wurde das Einlaufen erlaubt. An der Operation war der Schlepper "Mahauwara" und ein Bunkertaneker beteiligt gewesen. 4000 Tonnen der Ladung, die durchnässt waren, wurden geleichtert, ebenso wie das meiste Bunkeröl. Am 17.12. um 10.20 wurde der Havarist an einem Kai vertäut.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Schuber rammte Brücke
    (21.12.05) - Nach der Kollision des Schubschiffes "YBBS" mit einem Pfeiler der Kremser Eisenbahnbrücke am 17.12. haben Taucher das Ausmaß der Schäden geprüft. Die Brücke bleibt bis auf weiteres gesperrt. Das Schubschiff der DDSG war gegen den Brückenpfeiler geprallt. Der Schiffsführer soll heute zu dem genauen Unfallhergang einvernommen werden, er erlitt bei dem Unfall einen Kreislaufkollaps. Eine erste Überprüfung des beschädigten Pfeilers der Kremser Eisenbahnbrücke hat ergeben, dass der Pfeiler durch den Anprall etwa einen Meter verschoben wurde. Möglicherweise sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bis hin zu einem Brückenneubau notwendig.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Warnemünder Brücke erneut gerammt
    (21.12.05) - Ein Fahrgastschiff fuhr im August 2000 gegen Warnemündes historische Bahnhofsbrücke. Der Königszapfen brach, das technische Denkmal war nicht mehr drehbar. Fast fünf Jahre wurde prozessiert und diskutiert, denn es ging um Geld, um viel Geld. Schließlich war es die Stadt Rostock, die sich entschied, in finanzielle Vorleistung zu gehen, um ein Wahrzeichen des Ostseebades in Ordnung bringen zu lassen. Vor wenigen Monaten, Ende Juli 2005, endlich war es geschafft: Die Brücke war aufwendig repariert und wurde im Beisein Tausender Schaulustiger erstmals wieder gedreht. Nun die Hiobsbotschaft: Am 16.12. kollidierte erneut ein Fahrgastschiff mit der Brücke, die im Jahre 1903 mit der Aufnahme des Eisenbahnfährverkehrs von Warnemünde nach Dänemark entstanden ist und heutzutage die Verbindung zwischen Mittelmole und Warnemünde bildet. Reeder Rainer Möller selbst stand am Ruder seines Schiffes "Käpp’n Brass", als er am Abend Kurs auf den Liegeplatz unweit der Bahnhofsbrücke nahm. Bei einlaufendem Strom kamen plötzlich Böen auf und trieben das Schiff quer zur Brücke. Der Reeder entschied sofort, auf einen Dalben zuzuhalten, um einen möglichen Stoß gegen die Brücke zu verhindern bzw. abzufedern.Das Schiff kam mit einer kleinen Beule und einem Mini-Farbschaden davon. Die Brücke verrutschte um etwa 15 bis 20 Zentimeter. Damit Passanten beim Gang über die Brücke nicht über die auf die Fahrbahn geschobene Gehsteigkante stolpern, wurden jetzt rot-weiße Achtungs-Tafeln aufgestellt, die die Gefahrenstelle deutlich markieren.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Zu heißes Bufett auf "Cap San Diego"
    (21.12.05) - "Feuer auf der "Cap San Diego", so lautete ein Einsatz der Feuerwehr am Abend des 16.12.. Bei einer Veranstaltung in Luke 2 auf dem Museumsschiff an der Hamburger Überseebrücke war ein dort aufgebautes Büfett aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten. Rund 500 Partygäste mußten das Schiff vorübergehend verlassen. Die Feuerwehr hatte den Brand anschließend schnell gelöscht. Größerer Schaden war nicht entstanden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Binnenschiff sank auf Donau
    (16.12.05) - Auf der Donau bei Russe sank am 20.12. ein bulgarisches Binnenschiff nach einer Explosion. Die "Polana" war am Vorabend in Brand geraten, musste aber aufgegeben werden. An Bord sind 42 Tonnen Kraftstoff.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Binnentanker lag auf Main quer
    (21.12.05) - Auf dem Main bei Bürgstadt schlug am 19.12. ein mit 500 Tonnen Öl beladener Binnentanker quer und hatte auf beiden Flussseiten Grundberührung. Ein Boot der Wasserschutzpolizei und ein Schlepper bekamen den Havaristen nach 6 Stunden wieder frei. So lange war der Fluss gesperrt. Unglücksursache war ein Fahrfehler.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Australier und Neuseeländer nach zwölf Tagen aus Seenot gerettet
    (20.12.05) Nach zwölf Tagen in einem aufblasbaren Rettungsboot sind ein Australier und ein Neuseeländer vor der vietnamesischen Küste aus Seenot gerettet worden. Mark Smith und Steven Freeman waren mit ihrem neuen Schiff auf der Überfahrt von Hongkong nach Australien, als das Boot am Nikolaustag von einer Welle zum Kentern gebracht wurde, wie ein Behördensprecher am Montag berichtete. Ein vietnamesischer Fischer entdeckte sie schließlich und brachte sie an Land. Nach zwei Tagen im Krankenhaus seien die Männer in guter körperlicher und seelischer Verfassung, sagte ein Sprecher der neuseeländischen Botschaft. Jetzt würden ihnen neue Pässe ausgestellt, damit sie rechtzeitig zum Weihnachtsfest nach Hause zurückkehren könnten.
    Quelle: Peter O.Walter

    Boot gekentert: 30 Flüchtlinge tot
    (20.12.05) Vor der Küste Mauretaniens sind nach dem Kentern eines Boots 30 Flüchtlinge ums Leben gekommen. Insgesamt befanden sich nach Behördenangaben vom Montag 44 Menschen an Bord des Boots, die illegal auf die Kanaren gelangen wollten. 14 Menschen konnten nach dem Unglück am Samstag gerettet werden, wie ein Sprecher für Marineangelegenheiten in der Stadt Nouadhibou sagt. Mauretanien liegt in Westafrika.
    Quelle: Peter O.Walter

    120 Grindwale an Neuseelands Küste gestrandet

    (20.12.05) An der Küste Neuseelands sind mehr als 120 Grindwale gestrandet. Wie die Naturschutzbehörden mitteilten, wurden die Meeressäuger an einem Küstenabschnitt bei Puponga im Norden Neuseelands entdeckt, als die Ebbe einsetzte. Helferteams seien damit beschäftigt, die Grindwale vor dem Austrocknen zu bewahren, sagte John Mason, der Chef des lokalen Naturschutzdienstes. Sie wollten versuchen, die Grindwale am Mittwoch mit der Flut ins Meer zurückzuleiten.
    Quelle: Peter O.Walter

    Springflut half "CP Valour" nicht
    (16.12.05) - Bis zum 14.12. scheiterten alle Versuch des russischen Bergungsschleppers "Fotiy Krylov" und der "Ilha de Sao Luis", den vor Faial auf den Azoren gestrandeten Frachter "CP Valour" freizubekommen. Zuletzt vermochte auch eine Springtide bei Vollmond nicht das erforderliche Wasser unter den Kiel zu verschaffen. Jetzt wurden zwei Schiffe zur Unglücksstelle geordert, um zum einen die 1800 Tonnen Bunkeröl und zum anderen Containerladung zu leichtern. Das 180 Meter lange Schiff hat rund 800 Container geladen. Es war auf dem Weg von Kanada nach Spanien, als es verunglückte. Die Ursache ist noch unklar. Die 21-köpfige Besatzung verblieb an Bord. Ein Teil des ausgelaufenen Öls hat inzwischen Strände der Azoreninsel erreicht.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Eisbrecher aufgebrochen
    (16.12.05) - Am 12.12. kollidierte das jüngste Schiff der amerikanischen Küstenwache, der Eisbrecher "Mackinaw", mit einem Wellenbrecher, als er in Grand Haven, Michigan, einlaufen wollte. Das Schiff befand sich noch in der Erprobungsphase, als es plötzlich nach Steuerbord abdrehte und auf Grund lief. Am 13.12. wurde der Schaden an dem 240 Fuß langen Schiff untersucht. Der verstärkte Bug der "Mackina" ist bis zu 10 Fuß stark. Eine 10x10 Fuß große Sektion am Vorschiff wurde aber eingedrückt. Die Küstenwache hatte die "Mackinaw" am 19.11. übernommen. Im Sommer 2006 soll sie in Dienst gestellt werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    "Maritime Lady" aufgerichtet
    (16.12.05) - Trotz starken Windes gelang es den Bergungsspezialisten im Amerikahafen am 15.12. binnen einer Dreiviertelstunde, das Wrack des vor zehn Tagen in der Elbe vor Brunsbüttel gesunkenen Kümos "Maritime Lady" aufzurichten. Noch bis in die Nacht hinein hatten die Berger die Löcher im Rumpf provisorisch abgedichtet. Außerdem waren Heissaugen angeschweißt worden, an denen die Stahldrähte befestigt wurden, mit denen der beschädigte Schiffsrumpf gegen 13 Uhr wieder in die Schwimmlage zurückgedreht wurde.

    Im ersten Stadium entwich eine Luftblase im Heckbereich, später Tonnen von Wasser aus dem offen liegenden Laderaum. Vorne und achtern hingen Lukendeckel teilweise in ihren Verankerungen. Die Lukendeckel im Mittschiffsbereich fehlen komplett. Die Aufbauten im Heckbereich sind stark beschädigt. Zunächst waren die Ölsperren rund um die Bergungsstelle noch einmal um eine zusätzliche, 400 Meter lange Hochseesperre verstärkt worden, die das Mehrzweckschiff "Neuwerk" herangeschafft hatte, um jedes Vertreiben von Öl aus dem Bereich des Amerikahafens zu verhindern. Zahlreiche Helfer vom THW, der Feuerwehr und der DLRG sowie das Ölbekämpfungsschiff "Knechtsand" waren im Einsatz. Sie waren vorbereitet, größere Mengen Öl aufzunehmen. Wider Erwarten trat bei der Drehung aber kaum Öl aus. Nach der Bergung mussten nur noch geringe Mengen abgepumpt werden, während am 13.12. vier Kubikmeter reines Öl entsorgt wurden.

    Bevor das Wrack vermutlich bei Machulez in Cuxhaven verschrottet werden kann, muss das mannshohe Loch im Vorschiff abgedichtet und das Wasser aus dem Laderaum gepumpt werden. Solange bleibt es am Haken des Bergungskrans "Samson".

    Sobald das Wrack gefahrlos zu betreten ist, wird es von Behördenvertretern und Sachverständigen untersucht werden. Ob aus der Untersuchung der Brücke Erkenntnisse über den Unfallhergang gewonnen werden können, ist fraglich, weil sie komplett zerstört ist. Erst wenn die Staatsanwaltschaft das Wrack anschließend freigibt, kann mit der Verwertung begonnen werden. Ob das Schiff an einer Pier vertäut werden könne, ist nach Mitteilung des Havariekommandos noch offen. Fest steht aber, dass es nach Abschluss der Untersuchungen abgewrackt wird.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bergung von "Captain A.B." angelaufen
    (16.12.05) - Am 14.12. waren Bergungsmannschaften den ganzen Tag damit beschäftigt, die Bergung des in Ponte Vedra Beach, Florida, gestrandeten, 90 Fuß langen Kutters "Captain A.B." aus Fernandina Beach vorzubereiten. Der schwierige Strandzugang führte zu Verzögerungen. Das Schiff hat ungefähr 4800 Gallonen Öl und Ölschlamm in den Tanks und dem Maschinenraum. Die Bergung soll so schnell es das Wetter erlaubt erfolgen, um zu verhindern, dass das Schiff in der Brandung aufbricht. Deswegen wird zunächst das Öl abgepumpt. Danach soll der Kutter ins tiefere Wasser gezogen werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Wetter behindert Hebung der "Eberswalde"
    (16.12.05) - Starker Wind verzögerte am 15.12. die Bergung des in der Ems gesunkenen Binnenschiffes "Eberswalde". Wahrscheinlich kann das Wrack erst am 18.12. ghoben werden. Die 600 Tonnen Ladung wurden unterdessen geleichtert. Zwei Schwimmpontons sind vor Ort, Taucher legten auch bereits Hebetrossen unter den Rumpf. Von der "Eberswalde" ragt seit ihrem Untergang am 29.11. nur ein Teil des Brückenhauses aus dem Flusswasser.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Drei Tote bei Kentern von belgischem Kutter
    (15.12.05) - Um 08.34 Uhr des 14.12. erhielt das Dover Coastguard Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) einen Funkspruch des Frachters "Toledo Carrier", dass er vor Sussex ein gekentertes Schiff mit einem sich daran anklammernden Mann gesichtet habe. Daraufhin wurden ein Rettungshubschrauber und das Rettungsboot aus Eastbourne in Marsch gesetzt. Das Fischereischutzschiff "Severn" beteiligte sich wie andere in dem Seegebiet stehende Schiffe an einer eingeleiteten Suchaktion. Der Frachter "Vanquish" setzte eines seiner Rettungsbooote aus. Ein 21-jähriger Mann konnte gerettet und ins Krankenhaus in Eastbourne gebracht werden. Ein weiterer Schiffbrüchiger wurde gesichtet, als er in der See versank. Zwei weitere wurden vermisst. Es stellte sich heraus, dass es sich bei dem kieloben treibenden Wrack um den belgischen Kutter "Noordster Z 122", 84 BRZ, handelte. Das Schiff war am Vorabend um 17 Uhr 11 Meilen südlich von Beachy Head gekentert, nachdem das ausgebrachte Netz sich an einem Hindernis verhakt hatte. Um 13.30 Uhr wurde die Suche nach den beiden Vermissten abgebrochen. Die "Severn" blieb bei dem kieloben treibenden Wrack. Die "Noordser" ist 23,78 Meter lang und 6 Meter breit. Sie wurde 1985 erbaut.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Sieben Tote bei Trawleruntergang befürchtet
    (25.11.05) - Ein russischer Trawler sank in der Nacht vom 10. zum 11.12. vor den Kurilen nahe Kunashir, Japan. Von der Besatzung konnten zwei schwer verletzt gerettet werden. Fünf Mann wurden tot geborgen, zwei weitere sind noch vermisst.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Bulkcarrier geborgen
    (15.12.05) - Der am 4.12. auf dem River Orinoco gestrandete Bulkcarrier "Mount Athos," 20381 BRZ, wurde in der Nacht zum 12.12. von Tsavliris Salvage freigeschleppt und sollte nach Inspektionen an die Eigner am selben Tag zurückgegeben werden.
    Quelle: Tim Schwabedissen

    Ein Verletzter bei Feuer auf gekenterter "Maritime Lady"
    (15.12.05) - Austretendes Öl und ein Unfall beim Schweißen stellte die Berger und Helfer von THW und Feuerwehr am Wrack der "Maritime Lady" im Cuxhavener Amerikahafen am 14.12. vor neue Probleme. Beim Zuschweißen eines Lochs im Heckbereich des Rumpfes kam es zu einer Verpuffung und einem Schwelbrand. Der Brand konnte gelöscht werden, aber ein Arbeiter erlitt Verbrennungen im Gesicht und musste im Krankenhaus behandelt werden. Sachverständige des Gewerbeaufsichtsamtes und Beamte der Wasserschutzpolizei besichtigten die Unfallstelle. Die Arbeiten am Schiff wurden vorübergehend eingestellt. Eine weitere Unsicherheit bringt ein Wetterumschwung. Nach Auskunft der Cuxhavener Wetterwarte soll der Wind heute auf Nordwest Stärke 7 auffrischen. Ob der knapp 80 Meter hohe Schwimmkran „Samson” dann noch arbeiten kann, war unklar. Die zahlreichen Helfer von Feuerwehr und THW, hatten mit der Entsorgung des aus dem Wrack austretenden Öls zu kämpfen. Innerhalb der rund 250 Meter langen Ölsperre, die rund um das Wrack und die Kranschiffe ausgebracht worden war, gelang es, den Ölfilm im Pierbereich zu konzentrieren und abzusaugen. Bis zum Abend des 14.12. konnten rund 40 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch aus dem Hafenbecken abgesaugt worden. Die "Maritime Lady" hatte vor ihrem Auslaufen aus Hamburg rund 63 Tonnen Kraftstoff gebunkert. Ein Großteil des Öls soll sich noch in den Tanks befinden. Sicherheitshalber wurden die ursprünglich ausgelegten Ölsperren gegen saugfähigere ausgewechselt. Das Schadstoffunfallbekämpfungsschiff "Knechtsand" liegt längsseits, um mit zwei Saugpumpen auslaufendes Öl aufzusaugen. Unterdessen hatte die Feuerwehr im Hafen eine weitere Ölsperre ausgelegt. Für den Notfall liegt das Gewässerschutzschiff des Wasser- und Schifffahrtsamts Cuxhaven, die "Neuwerk" auf einem Ankerplatz vor Cuxhaven in Bereitschaft.
    Quelle: Tim Schwabedissen

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