EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 2010


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'Ölquelle' Schütze   Großbild klick!
Wieder Ärger um Wrack der "Schütze"
(30.9.10) Am 26.9. wurden vom THW rund um das auf dem Stralsunder Dänholm, am Kai des früheren Fischereihafens, gesunkene, einstige schnelle Minensuchboot "Schütze" Öllachen entdeckt, die sich auch von der ausgelegten Sperre nicht hatten aufhalten lassen. Seit Anfang des Jahres beschäftigt das Wrack bereits die Behörden. Am 11.1.2010 war das 47,40 Meter lange Schiff im ehemaligen Fischereihafen gesunken. Danach galt es zunächst Tauwetter abzuwarten, ehe im März eine Ölsperre ausgelegt werden konnte.
Aber in den Folgemonaten war mehrfach weiteres Eingreifen erforderlich. Als in den vergangenen Tagen Hochwasser kam, wurde das Öl sogar aus der abgedichteten Entlüftung gedrückt, wie Mitarbeiter der Gewässeraufsicht beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt in Stralsund feststellten. Am 29.9. legte die Berufsfeuerwehr neue Ölsperren aus, am 30.9. sollte das THW den Ölfilm auf dem Wasser abpumpen.
In der Auseinandersetzung mit dem Berliner Schütze-Verein gibt es keine Einigung wegen der Kostenfragen. Der Verein schlug vor, das Öl-Wasser-Gemisch in den Sund zu pumpen, was für das Amt nicht in Frage kam. Nachdem in der Vergangenheit sieben Firmen angeschrieben wurden, um das Öl unter Wasser abzupumpen, soll es nun voraussichtlich tatsächlich am 4.10. losgehen.
Die Arbeiten sollen mehrere Wochen dauern. Die Gesamtkosten in Höhe von etwa 100000 Euro für die Ölentsorgung will das Amt vom Eigentümer einklagen. Wie es mit dem Wrack dann weitergeht, steht noch nicht fest. Das Schiff war bereits einmal in Peenemünde im Nordhafen übers Heck gesunken. Später erwarb es der Berliner Verein, und es wurde nach Stralsund verlegt, mit großen Mast und einer Flak-Atrappe auf der Back. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Flusskreuzfahrer trieb vor Kernkraftwerk
(30.9.10) Am 28.9. kam es um 11.15 Uhr zu einem Maschinenraumbrand auf dem Schweizer Flusskreuzfahrtschiff "Excellence Rhône" unterhalb des Kernkraftwerkes von Cruas auf der Rhone. Das Schiff trieb nördlich von l'Homme d'Armes manövrierunfähig auf dem Fluss. Auf dem Weg von Chalon-sur-Saône nach Arles hatte es 74 Personen, davon 38 Passagiere aus der Schweiz und Deutschland, an Bord. Niemand wurde verletzt. 80 Feuerwehrleute aus Drôme und l'Ardèche kamen zum Einsatz und wurden mit fünf Zodiacs an Bord gebracht. Auch 20 Polizeikräfte aus Pierrelatte waren vor Ort. Das Schiff machte anschließend in Viviers, Ardèche, fest, wo es repariert werden muss. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechtes Wetter verzögert Munitionsräumung vor Baltijsk
(30.9.10) Die Entsorgung eines versenkten mit Munition beladenen deutschen Schleppers aus dem Zweiten Weltkrieg nahe der russischen Ostsee-Stadt Baltijsk in Kaliningrad ist wegen schlechter Wetterbedingungen bis Frühling eingestellt worden. Die Nord- und Nordwest-Winde werfen derzeit zu hohe Wellen auf. Unterwasserströmungen schieben die Artilleriegeschosse immer näher an die Küste, deswegen nimmt das Explosionsrisiko mit jedem Jahr zu. Der versenkte Schlepper liegt 17 Meter tief noch 1,5 Kilometer von der Küste entfernt. An Bord befinden sich etwa 10000 Schuss Munition. Die Entschärfung der Geschosse hatte am 5. September begonnen und wird voraussichtlich drei Jahre dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräubern drohen Ermittlungen des Naval Criminal Investigative Service
(30.9.10) Der Naval Criminal Investigative Service erwägt jetzt, Ermittlungen aufzunehmen, wer sich vor Okinawa in 135 Fuß Tiefe am Wrack des Zerstörers USS "Emmons" vergriff. Wenn der Räuber das Artefakt an einen militärischen Tauchladen auf der Insel übergibt, würde es der USS "Emmons"-Association zurückgegeben. Unbekannte Taucher raubten die Werftplakette sowie ein Bulleye und mehrere Helme von dem als Kriegsgrab ausgezeichneten Schiff, das 2001 entdeckt wurde. Seit 2004 gelten alle derartigen Schiffe als US-Territorium, um sie gegen Vandalismus und Plünderung zu schützen. Der Diebstahl wurde entdeckt, als ein Video im Auftrag der USS "Emmons" Association gedreht wurde. Er erfolgte vermutlich in den vergangenen drei Monaten. USS "Emmons" war auf Patroullie in Nord-Okinawa gemeinsam mit USS "Rodman", als sie im April 1945 von japanischen Kamikazes angegriffen wurde. Es gelang zwar, 50 Flugzeuge abzuschießen, doch das Schiff wurde von fünf Angreifern getroffen. Es trieb einen Tag in der See, bevor die US-Marine beschloss, es zu versenken. Quelle: Tim Schwabedissen



Zerstörer folgt U-Bahnwagen auf den Meeresgrund
(30.9.10) 14 künstliche Riffe locken derzeit die Taucher vor Delaware. Es handelt sich entweder um Betonschrott, alte U-Bahnwagen oder ausgediente Schiffe. Sie ziehen massenhaft Fische an und in ihrem Gefolge Fischer. Die Riffe sind wie kleine Städte für Fische. Muscheln, Algen und Korallen haben sich auf ihnen angesiedelt und führen zu eim Anstieg von 400 % Besatz gegenüber dem natürlichen Meeresgrund. Es gibt nur wenige Naturfelsen in den Gewässern um New England. 2001 begann die Riffbildung mit der Versenkung von 26 ausgedienten, je 17 Tonnen schweren New Yorker U-Bahnwagen, die nun das Redbird Reef bilden. Der Name rührt von den einst tiefroten U-Bahnwagen her. Inzwischen liegen 700 von ihnen sowie 60 ausrangierte Militärfahrzeuge, 850 Tonnen Reifen, acht Schlepper und eine 160-Tonnen-Barge 20 Meilen vor der Küste auf 1,3 Quadratmeilen verteilt auf dem Meeresboden. Alle Materialen müssen ungiftig, stabil und sauber sein. Die Environmental Protection Agency hat dazu eine Prozedur vorgegeben. Öl, Glas und Schmiere sowie Kupfer, Messing und Aluminium werden entfernt und recycelt. Als nächstes ist der Zerstörer "Arthur W. Radford" an der Reihe, der mit seinen 565 Fuß Länge das längste künstliche Riff im Atlantik werden soll. Er wird am Del-Jersey-Land Reef zwischen dem Indian River Inlet, Cape May, und Ocean City seiner neuen Aufgabe zugeführt. Hiermit soll die Ökonomie der drei Anrainerstaaten auch gestärkt werden. Fischerei wie auch Tauchtourismus sollen gestärkt werden. Das Schiff wird derzeit so hergerichtet, dass das Tageslicht in das Wrack eindringen kann und so ein ebenso sicherer wie spektakulärer Tauchgang gewährleistet wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Lecke Fähre kommt an Land
(30.9.10) In der kommenden Woche soll die leckende Fähre "Begonia Princess" aus dem Lake Wendouree entfernt werden. Ein Kran soll das Schiff aus dem Wasser heben. Im vergangenen Monat wurde der Eigner vom Ballarat City Council aufgefordert, das Schiff nach einjähriger Auseinandersetzung zu räumen. Die "Begonia Princess" fuhr zuletzt 2003, 2005 lief ihre Lizenz aus. Im vergangenen Monat wurde Wassereinbruch und Ölaustritt aus der Maschine beobachtet. Das rund 20 Jahre alte Schiff wurde aus Fiberglas erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht gestrandet, Skipper trieb tot im Meer
(30.9.10) Nahe der Redondo Beach Pier strandete am Spätnachmittag des 25.9. die 24 Fuß lange Yacht "Seeya". Sie hatte den Autopiloten an und war verlassen. Um 17.30 Uhr wurde daraufhin eine Suchaktion eingeleitet. Das Redondo Beach Police Department und die Harbor Patrol sowie die Los Angeles County Lifeguards und die U.S. Coast Guard mit einem Helikopter nahmen daran teil. Drei Stunden später entdeckte der Hubschrauber einen Mann, der zwei Meilen vor der Küste in der See trieb. Er wurde an Bord des Patroullienbootes gezogen, doch es gelang nicht, ihn wiederzubeleben, er wurde um 20.15 Uhr für tot erklärt. Der Tote kam aus Hermosa Beach. Angehörige erklärten, er sei zum Angeln ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



'Transition' on the rocks   Großbild klick!
Yacht mit 30 Knoten aufs Trockene gesetzt
(29.9.10) Auf dem Willamette River lief am Abend des 27.9. die 48 Fuß lange amerikanische Yacht "Transition" zwischen West Linn und Milwaukie auf das Ufer und landete anschließend komplett auf dem Trockenen. Der PS-starke Fountain Express Cruiser war mit zwei Mann an Bord flussabwärts mit rund 45 Knoten Geschwindigkeit unterwegs, als er ostwärts aus dem Fahrwasser geriet und auf eine lange Felsuntiefe zuraste. Statt nach Backbord abzudrehen, steuerte der Skipper das Boot dann nach Steuerbord direkt auf die Felsen, wobei er noch rund 30 Knoten lief. Die beiden Bootsfahrer blieben bei dem Aufprall unversehrt. Die U.S. Coast Guard wies den Eigner Keil an, zunächst den Kraftstoff abzupumpen. Später soll eine Barge mit einem Schwergutkran die Yacht, die einen Wert von einer Million Dollar darstellt, aus ihrem Felsengefängnis befreien. Dies wird wegen eines derzeit niedrigen Wasserstandes kein einfaches Unterfangen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Allzu heiße Feuershow auf Luxusyacht
(29.9.10) Die 52 Meter lange, unter der Flagge der Cayman Islands registrierte Luxusyacht "Quantum of Solace", 707 BRZ (IMO-Nr.:: 1006702), brach während einer Feuershow im Rahmen der vom 22. bis 25.9. ausgerichteten "International Monaco Boat Show" ein Feuer aus. 80 Gäste waren zugegen, um an der Veranstaltung an Bord der für 127 Millionen Euro zum Verkauf stehenden Yacht anzuschauen. Sie hatten sogar ihr Schuhwerk ablegen müssen, um das Teakholzdeck nicht zu beschädigen. Doch eben dieses geriet während der Darbietung einer Tänzerinnengruppe mit an Stöcken geschwungenen Feuerbällen in Brand. Der Schaden betrug zwischen 300000 und 100000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Chios gestrandet
(29.9.10) Der syrische Frachter "Perla-Adib" lief am 27.9. im Mittelmeer vor der griechischen Insel Chios in der Straße zwischen Chios und der Türkei auf Grund. Am Morgen des 29.9. saß das Schiff weiterhin fest und erwartete Schlepperhilfe. Die "Perla-Adib", 10890 tdw (IMO-Nr.: 7434937) läuft unter der Flagge der St. Kitts und hat als Eigner die ISM Group Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hyundai 105" wird letzter Bergungseinsatz für "Giant 3"
(29.9.10) Am 28.9. verließ ein Schleppzug, bestehend aus der belgischen "Union Boxer" mit dem Schwerguttransporter " Giant 3" und dem Schwimmkran "Taklift 1" als Decksladung den Rotterdamer Waalhafen. Sie sollen bei der Räumung des Wracks des Autotransporters "Hyundai 105" assistieren, der vor sechs Jahren vor Singapur gesunken war. Danach sollen die beiden Bergungsschiffe selbst abgewrackt werden. Das Wrack der "Hyundai 105" liegt 13 Kilometer südöstlich von Sentosa Island in 40 Metern Tiefe. Das Schiff der Eukor Car Carriers Inc. war am Morgen des 22.5.2004 nach dem Zusammenstoß mit dem von der japanischen Mutsui OSK Lines bereederten Tanker "Kaminesan", 303.896 tdw, untergegangen.
An Bord des Wracks der "Hyundai 105" befinden sich 4.191 Pkw aus Ulsan, von wo die "Hyundai 105" am 16. Mai ausgelaufen war und Mitte Juni in Sheerness und Bremerhaven erwartet wurde. Der Autofrachter hatte nach dem Zusammenstoß außerhalb der Fahrrinne geankert und war sieben Stunden später untergegangen. Fast an derselben Stelle in der viel befahrenen Straße von Singapur waren im Januar 2003 das Kriegsschiff "Courageous" und ein Containerschiff kollidiert. Die "Courageous" war damals fast augenblicklich gesunken.
Die "Hyundai No.105" war mit 40.772 BRZ vermessen. Das 184 Meter lange 30,65 Meter breite und 8,20 Meter tief gehende Schiff wurde 1986 in Hyundai erbaut. Es war 18,25 Knoten schnell und vermochte insgesamt 4.800 Pkw zu fassen. Es gehört der Longergan Overseas in Seoul. Quelle: Tim Schwabedissen



Killerbiene fliegt wieder
(29.9.10) Das 24 Fuß lange Bluenose-Rennboot "Killer Bee" des Belleville Yacht Club-Mitglieds Rob Legate wurde am Nachmittag des 28.9. gehoben. Drei Wochen zuvor hatte es bei der jährlichen Katie Gray Regatta von Belleville nach Picton Wassereinbruch erlitten und war südwestlich von Cow Island auf sechs Metern Wassertiefe gesunken. Nun hob ein fünfköpfiges Team der BMS Salvage aus Peterborough das Wrack. Sie waren am Morgen des 27.9. in Belleville eingetroffen und hatten zunächst eine Inspektion des Wracks durchgeführt. Mithilfe zweier Pontons wurde es tags darauf geborgen und zur Meyers Pier geschleppt. Die Hebung des Schiffes, das vom Skipper Legate in 500 Arbeitsstunden zu einem Rennboot ausgebaut wurde, kostete rund 9000 Dollar. Das Ministry of Transportation Department of Safe Waterways sowie die Coast Guard wurden über den Fortgang der Arbeiten auf dem Laufenden gehalten. Quelle: Tim Schwabedissen



Piraten und Marine im Seegefecht vor Tansania
(29.8.10) Die tansanische Marine lieferte sich am 26.9. ein Gefecht mit somalischen Piraten im Indischen Ozean, die sich dem Öl- und Gasförderschiff "Ophyr Energy" genähert hatten. Der Zwischenfall fand rund 70 Meilen vor der Küste von Mtwara in Süd-Tansania statt. Das Marineschiff wurde von rund 50 Einschlägen schwer beschädigt. Zwei Soldaten erlitten Verletzungen, die Piraten flohen. Es gelang Booten der Marine und der Polizei, einen Piraten festzunehmen, der nach Daressalam gebracht wurde. Die übrigen konnten fliehen. Die "Ophir Energy" ging in Mtwara vor Anker, während die Polizei ihre Patroullien fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Tragödie bei Hilfeleistung im Golf von Aden
(29.9.10) 13 Insassen eines Bootes ertranken am Morgen des 27.9. im Golf von Aden während einer Hilfeleistung durch USS "Winston S. Churchill". Acht weitere Personen galten als vermisst. Die "Winston S. Churchill (DDG 81)" gehört derzeit zur multinationalen Combined Task Force (CTF) 151 vor der somalischen Ostküste. Sie hatte die Naval Station Norfolk am 21.5. als Teil der Harry S. Truman Carrier Strike Group verlassen. Sie wurde am Morgen des 26.9. zu dem Boot geschickt, das von der koreanischen "Wan Geon (DDG 978)" in der See treibend entdeckt worden war. Besatzungsmitglieder der "Churchill" führten ein Boarding durch und versorgten die rund 85 Insassen mit Nahrung und Wasser. Dann stellten sie fest, dass der Motor des Bootes nicht mehr instand zu setzen war und nahmen das Boot in Schlepp, um es aus dem Verkehrsgebiet zu bekommen. Als am folgenden Morgen weitere Nahrung an Bord gebracht werden sollte, stürzten die Bootsinsassen alle auf eine Seite und brachten das Boot so zum Kentern und Sinken. Die "Winston S. Churchill" leitete sofort eine SAR-Operation imt weiteren Booten und assistiert von einem australischen Überwachungs-Flugzeug ein. Es gelang aber lediglich, 61 Bootsfahrer aus der See zu retten und auf die "Winston S. Churchill" zu bringen. Bei den Bootsfahrern handelte es sich um 10 Somalis und 75 Äthiopier. Quelle: Tim Schwabedissen



Hansekogge lief auf Grund
(29.9.10) Die Poeler Hansekogge "Wissemara" ist am 28.9. beim Einlaufen nach Wismar aus der Fahrrinne gedrückt worden und auf Grund gelaufen. Die Wasserschutzpolizei erhielt um 12.20 Uhr die Mitteilung, dass die Kogge gegenüber des Ölhafens festsitze. Die Barge "Gustav", ein kleines ehemaliges Landungsboot, das jetzt für eine Korrosionsschutzfirma auf der Werft im Einsatz ist, kam zu Hilfe. Sie brauchte aber mehrere Versuche, um die Kogge nach vier Stunden freizuschleppen. Um 16.32 Uhr war die "Wissemara" wieder flott. Sie hatte die Havarie offenbar schadlos überstanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter lief auf Grund
(29.9.10) Am 27.9. lief der russische Frachter "Omskiy 4" bei Kilometermarke 260 im Uglichskiy Basin außerhalb des Fahrwassers auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Moskau nach Onega. Um 5.30 Uhr des folgenden Tages half der Frachter "Dunaiskiy 45" dem Schiff, wieder freizukommen. Die "Omskiy 4", 2800 tdw (IMO-Nr.: 8943105) wurde 1975 erbaut und wird von der JSC Stroyflo bereedert. Quelle: Tim Schwabedissen



Polnische Segler fielen Fehleinschätzung der Nordseegewalten zum Opfer
(29.9.10) Die beiden am 20. und 22.9. bei St. Peter Ording und Westerhever angetriebenen Wasserleichen sind mittlerweile identifiziert. am 28.9. teilte die Wasserschutzpolizei mit, dass es sich um zwei aus unbekanntem Grund in der Nordsee verunglückte polnische Segler handele. Die beiden Männer waren im September mit der Yacht "Wahine II", die nur über einen leistungsschwachem Außenbordmotor verfügte, von Polen aus zu einer Weltumseglung gestartet. Weitere Personen befanden sich nicht an Bord. Zeugen hatten das Boot in der Folge unter anderem auf Westkurs laufend in der Schleuse Brunsbüttel des Nord-Ostsee-Kanals gesehen und beobachtet, dass die Segler dort offenbar Probleme bei der Handhabung des Bootes hatten. Unklar war, ob die beiden Männer vor ihrer Weiterfahrt in die Nordsee von dem heraufziehenden schlechten Wetter mit Starkwinden wussten. Von ihrem Sportboot fehlt bis auf einige aufgefundene Wrackteile jede Spur. Quelle: Tim Schwabedissen



Eendracht gestrandet   Großbild klick!
"Eendracht" auf Legerwall
(28.9.10) Das holländische Segelschulschff "Eendracht" (IMO-Nr.: 8814278) drohte am 25.9.vor Scheveningen zu stranden. Gegen 17 Uhr drohte starker Wind den 59 Meter langen Dreimast-Schoner auf den Strand zu drücken, als er in den Hafen einlaufen wollte. Zwar gelang es, den Anker zu werfen, doch das Schiff kam nicht mit eigener Kraft von Legerwall. Daraufhin wurde die KNRM alarmiert, die das Rettungsboot "Kitty Roosmale Nepveu" schickte. Dieses sicherte den Segler mit einer am Heck festgemachten Trosse, bis der Schlepper "Oceaan 2" eintraf und die Trosse auf ihn übergeben wurde. Er zog die "Eendracht" zunächst auf tieferes Wasser und dann zum Adriaan Maas Kai, wo das Schiff, assistiert von dem Rettungsboot, festgemacht wurde.
Die Situation weckte Erinnerungen an die dramatische Strandung der damals just von der Damen-Werft abgelieferten "Eendracht" am 21.10.1998 vor Newhaven. Sie hatte damals den Hafen bei an die acht Beaufort Wind verlassen und gerade den Lotsen abgesetzt, als sie Maschinenausfall erlitt und um 8.40 Uhr auf eine Sandbank östlich des Hafens gedrückt wurde.
Nachdem die Solent Coastguard einen Notruf des Schiffes aufgefangen hatte, wurden das Rettungsboot von Newhaven, der Schlepper "Meeching" und ein Helikopter in Marsch gesetzt. Als das Rettungsboot um 8.50 Uhr eintraf, fand es den Schoner mit Backbordschlagseite von schwerer Brandung eingedeckt vor. 51 Personen sollten evakuiert werden. Dreimal versuchte das Rettungsboot längsseits zu kommen, wobei es im dritten Anlauf beschädigt wurde, als die "Eendracht" auf den Bug rollte.
So wurde entschieden, die Evakuierung besser von dem Hubschrauber durchführen zu lassen. Inzwischen war auch die "Meeching" eingetroffen und übergab eine Schlepptrosse, doch diese brach, und der Schlepper stieß selbst auf Grund. Daraufhin wurde die Trosse auf das Rettungsboot übergeben und zum Schlepper in tieferem Wasser ausgefahren, doch auch diese brach.
Drei Versuche scheiterten, während der Helikopter fortlaufend Menschen abbarg. Um 12.20 Uhr war die Evakuierung abgeschlossen, und nachdem um 12.43 Uhr der vorerst letzte Bergungsversuch gescheitert war, lief das Rettungsboot ab. Eines seiner Besatzungsmitglieder musste wegen dreier Rippenbrüche ins Krankenhaus. Die "Eendracht" trieb in der Brandung weiter auf den Strand hinauf. Mit Smit Tak wurde ein LOF ausgemacht, und der Schlepper "Lady Hammond" konnte den Schoner am 23.10. vom Strand ziehen, nachdem zuvor sieben Tonnen Öl geleichtert und ein Graben um den Rumpf ausgebaggert worden warne. Danach wurde die "Eendracht" nach Dover abgeschleppt.
Am 20. Oktober 1998 war die "Eendracht" vor Newhaven/Südengland bei Sturm schon einmal gestrandet (Bild). Quelle: Tim Schwabedissen



Erstaunlich: Mastbruch bei ruhigem Wetter ...   Großbild klick!
Mastbruch auf "Zodiac" wird untersucht
(28.9.10) Die U.S. Coast Guard inspizierte am 28.9. den Schoner "Zodiac", um herauszufinden, warum dessen samt Toppmast 127 Fuß hoher Hauptmast am 25.9. bei einer Ausbildungsfahrt vor den San Juan Islands bei ruhigem Wetter unvermittelt brach. Die Untersuchung des Vorfalls wird zwischen drei und sechs Monaten dauern, je nach der Komplexität des Falles. Möglicherweise hatten Metallhalterungen oben am Toppmast nachgegeben oder waren schlecht verschweißt gewesen.
Währenddessen untersuchte die Crew der "Zodiac" am 27.9. das Ausmaß des Schadens, der auf über 30000 Dollar eingeschätzt wurde. Der Zweimaster aus Bellingham war unter vollen Segeln bei moderatem Wind zwischen Lummi Island und Orcas Island unterwegs gewesen, als am 25.9. um 13.28 Uhr ein splitterndes Krachen ertönte und der Mast fünf Sekunden später rund 15 Fuß oberhalb des Decks brach und samt Segeln und Rig über die Backbordseite ging. Anschließend schleppte die Küstenwache das Schiff nach Fairhaven ein. An Bord des gecharterten Schoners hatten sich 17 Schüler des Edmonds Homeschool Resource Center, ihre vier Ausbilder und neun Besatzungsmitglieder befunden.
Ein Kind hatte sich beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen, am Arm verletzt, ein Mann der Stammbesatzung brach sich einen Zeh. Die Kinder verhielten sich nach dem Unglück vorbildlich und blieben ruhig. Die 1924 erbaute "Zodiac" ist seit 1982 im National Register of Historic Places eingetragen. Durch den jetzigen Zwischenfall ist die aktuelle Segelsaison vorzeitig beendet worden, die eigentlich bis November hätte dauern sollen. Die "Zodiac" unternimmt Fahrten in den Puget Sound, sowie zu den San Juan Islands und Gulf Islands. Sie ist von der Coast Guard zertifiziert und wird jährlich einer Inspektion unterzogen. Nun gilt es die Untersuchung der Küstenwache abzuwarten, ehe im Frühjahr 2011 wieder in See gestochen werden kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Pläne zur Versenkung eines Zerstörers vor Weymouth kommen voran
(28.9.10) Der Plan, ein Schiff vor Weymouth und Portland zu versenken, um durch das dann entstehende künstliche Riff die Region zurück auf die Karte der Tauchindustrie zu bekommen, kommt voran. Die Gruppe Wreck to Reef beklagt, dass derzeit nur wenige Taucher in den Gewässern von Dorset anzutreffen sind, nachdem durch die Versenkung von HMS "Scylla" vor Plymouth viele Tauchtouristen dorthin gezogen werden. Der Niedergang des Tauchtourismus in Weymouth und Portland wurde verstärkt durch die Sperrung einer beliebten Tauchstätte in der Einfahrt von Portland Harbour: Dort war im November 1914 HMS "Hood" als Sperrschiff versenkt worden. Seit 2004 ist das Wrack aus Sicherheitsgründen gesperrt.
Kandidaten für ein neues Wrack wären HMS "Southampton" oder HMS "Exeter", beides Zerstörer des Typs 42, die derzeit in Portsmouth auf ihre Außerdienststellung warten. Für etwa 300,000 Pfund soll eines der Schiffe erworben und dann dem Projekt gespendet werden. Dann müsste es ausgeschlachtet werden, und der Verkauf der verwertbaren Teile das Projekt refinanzieren. Im Herbst 2011 könnte das Wrack, wenn alles planmäßig läuft, dann auf dem Meeresgrund liegen. 2014 könnte ein weiteres Schiff folgen. Im Juni hat der Dorset County Council bereits das Gebiet in der Ringstead Bay bereitgestellt.
Durch die Versenkung würden rund 1,25 Millionen Pfund an Einnahmen durch Tauchtourismus pro Jahr generiert, wurde bereits evaluiert. Die örtlichen Geschäftsleute unterstützen entsprechend die Pläne. Bedenken kommen hingegen vom Dorset Wildlife Trust und der Royal Yachting Association, die Beeinträchtigungen für die Sportschifffahrt fürchtet. Doch es sieht so aus, als ob dies keine unlösbaren Probleme bereitet. Deswegen soll das Projekt künftig noch besser kommuniziert werden. Als nächstes muss nun die Marine Management Organisation dem Projekt zustimmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker "Rocky" brennt in Calabar
(28.9.10) Am 25.9. geriet der Tanker "Rocky" in Calabar, Nigeria, in Brand. Drei Besatzungsmitglieder wurden vermisst, nachdem sie versucht hatten, von Bord zu kommen. Acht weitere wurden schwer verletzt ins University of Calabar Teaching Hospital gebracht, sechs Mann mit leichteren Verletzungen im Navy Hospital, Calabar, behandelt. Das Feuer war bei Schweißarbeiten entstanden, die von der Besatzung nach Entdeckung einer Leckage durchgeführt wurden. Dem raschen Eingreifen der Marine und des Löschbootes "Pecos Peters" war die Rettung von immerhin 14 Menschen zu verdanken. Der Brand entstand durch die Nachlässigkeit, vor Beginn der Arbeiten nicht die Container mit Petroleum-Produkten von Bord gegeben zu haben. Quelle: Tim Schwabedissen



"Arthur W. Redford" vor dem Start eines neuen Lebens unter Wasser
(28.9.10) Das Ende des Zerstörers "Arthur W. Redford" wird langsam kommen, wenn Wasserkaskaden über die Decks schwemmen, Luft pfeifend aus den Öffnungen entweicht und Metall zu stöhnen und zu kreischen beginnt. Zuvor wird es bei weniger als drei Fuß Wellenhöhe aus dem Hafen geschleppt und an vier Punkten verankert worden sein. Betonballast wird dafür sorgen, dass das Schiff trotz des Gewichtsverlustes durch Demontagearbeiten stabil liegt. Nach der Öffnung der Seeventile strömt Wasser ein, bis in den Rumpf geschnittene Löcher eintauchen und sich der Untergang beschleunigt.
Nach einer Stunde schließen sich die Wellen über dem Kriegsschiff. Dies wird Anfang November das Szenario sein, wenn das nach 26 Dienstjahren ausgemusterte, 563 Fuß lange Schiff 29 Meilen südlich von Cape May unter der Wasseroberfläche verschwindet und zum größten künstlichen Riff an der amerikanischen Ostküste wird. Nach ereignisreichen Jahren mit Einsätzen im Golfkrieg und vor dem Libanon, wird die "Redford" dann zur beschaulichen Heimstatt von zahlreichen Fischarten und Haien sowie zu einem beliebten Taucherziel.
Derzeit liegt das Schiff noch am Kai des alten Philadelphia Naval Shipyard und wird auf die letzte Aufgabe vorbereitet, die zu großen Gewinnen der Hotels, Restaurants, Ausstatter und Tauchläden New Jersey, Delaware, und Maryland führen soll. Dazu wurden Tonnen von Aluminium, Rohren und Metallen recycelt und das Schiffsinnere taucherfreundlich hergerichtet.
Dazu werden Öffnungen geschnitten, Schotts entfernt und scharfe Kanten abgerundet. Die Kosten von 800000 Dollar teilen sich die drei Anrainerstaaten und die Marine. Nicht zuletzt sind die einstigen Besatzungsmitglieder zufrieden, dass ihr altes Schiff nicht abgewrackt oder als Bombenziel zerfetzt wird, sondern weiterhin eine Aufgabe erfüllt, wenn es in 140 Fuß Tiefe aufgesetzt hat. Die höchsten Aufbauten werden dann 75 Fuß unter dem Wasserspiegel liegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Empörung über Wrackplünderer auf USS "Emmons"
(28.9.10) Empörung herrscht nach der Plünderung des Wracks des Zerstörers USS "Emmons", der am 6.4.1945 durch fünf Kamikazebomber vor der Küste von Okinawa angegriffen und einen Tag später auf 145 Fuß Wassertiefe selbstversenkt wurde, damit er nicht in die Hände der Japaner fiele. Mit dem Schiff versanken 60 US-Soldaten. Nun entdeckten Taucher, dass die Werftplakette entfernt und das Schiff ausgeraubt wurde. Dies ist für die Veteranen einer Grabschändung gleichbedeutend. Wer sich an dem Kriegsgrab vergriffen hat, ist derzeit unbekannt. Die amerikanische Marine sieht sich weiterhin als Eigentümerin des Schiffes. Der Naval Criminal Investigative Service leitete entsprechend Ermittlungen gegen die Souvenirjäger ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler vor Lowestoft geborgen
(28.8.10) Ein RNLI-Boot kam vor Lowestoft am 27.9. um 17.40 Uhr einem auf einer Sandbank gestrandeten, 24 Meter langen französischen Trawler zu Hilfe. Es gelang, eine Schlepptrosse zu übergeben, doch dann musste für einen Bergungsversuch die Flut abgewartet werden. Eineinhalb Stunden nach einsetzender Tide wurde versucht, den Havaristen flottzumachen, doch die Schlepptrosse brach trotz nur mäßigen Zugs. Die Arbeiten wurden erschwert, weil die Crew des Trawlers nur schlecht Englisch sprach. Die Great Yarmouth Coastguard kontaktierte deshalb die Kollegen in Cap Gris Nez, um der Verständigungsprobleme Herr zu werden. Nachdem eine neue Schleppverbindung aufgebaut war, gelang es um 20 Uhr, den Trawler flottzumachen. Er wurde ein Stück weit eskortiert, ehe er auf Südkurs ablief. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision von Wassertaxi wohl mechanischer Fehler
(28.9.10) Nach der Kollision der Katamaranfähre "Rachel Marie" mit einem Kai in Seattle am 26.9., bei der sieben Passagiere Verletzungen erlitten, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Bisher deutet alles auf ein mechanisches Versagen hin. Ob die beschädigte Washington Street Boat Landing abgerissen werden muss, war noch unklar. Die Untersuchung des King County wird auch die Ermittlungsergebnisse der U.S. Coast Guard einschließen. Ein Inspektor der Coast Guard stellte bereits heraus, dass weder ein Fehlverhalten des Kapitäns noch Drogen oder Alkohol festgestellt worden waren. Die Untersuchungen fokussierten sich auf das Schiff. Bei der Kollision waren Scheiben zersprungen und der Bug eingedrückt worden.
Erst vor zwei Wochen war die Fähre zu Routinereparaturen und Überholungsarbeiten im Trockendock gewesen. Dorthin kommt sie jetzt auch zur Untersuchung zurück. Ingenieure des Seattler Department of Transportation inspizierten derweil auch den Anleger und stellten fest, dass ein Dalben zerstört und ein anderer verbogen war, während der Beton intakt blieb. Bis zu einer Reparaturentscheidung wird der Anleger gesperrt bleiben. Vom 27.9. an wurde die West Seattle-Downtown Seattle-Route vorläufig von den Argosy Cruises von Pier 55 aus bedient mit der Fähre "Sightseer". Quelle: Tim Schwabedissen



Bericht zum Untergang von Duckboat vorgelegt
(28.9.10) Das National Transportation Safety Board veröffentlichte am 10.9. einen Report über die Kollision eines Schleppers mit einem Amphibienboot am 7.7. südlich der Benjamin Franklin Bridge an der Grenze von New Jersey und Philadelphia, bei dem zwei ungarische Touristen ertranken. Danach hat das Amphibienboot mehrfach versucht, den Schlepper über Funk zu erreichen. Doch niemand reagierte auf die Anrufe. Das mit 35 Passagieren und zwei Mann Crew besetzte Fahrzeug der Ride the Ducks Tours trieb mit Maschinenschaden im Fluss und wurde überlaufen. Drogen- oder Alkoholeinfluss wurde nicht festgestellt. Der Wachhabende des Schleppers verweigerte die Aussage. Quelle: Tim Schwabedissen



Unmoralisches Verhalten der Schiffsführung der "Alam Pintar"
(28.9.10) Das Versagen der Crew des Frachters "Alam Pintar" nach der Kollision mit dem Kutter "Etoile des Ondes" am 20.12.2009 war illegal, unmoralisch und ein Verstoß gegen alle Traditionen auf See, heißt es in einem jetzt publizierten Bericht des Marine Accident Investigation Branch (MAIB) über das Unglück, bei dem ein Fischer aus Teignmouth, Devon, ertrank. Drei weitere Männer überlebten in einer Rettungsinsel, bis sie 17 Meilen nördlich von Cherbourg von einer Fähre gerettet wurden. In dem Report heißt es, dass der Kapitän und Wachoffizier des 47,000 Tonnen großen Bulkcarriers "Alam Pintar" sich der Kollision bewusst gewesen sei, doch kein Alarm ausgelöst wurde. Stattdessen gäbe es Hinweise, dass nach dem Unglück versucht worden sei, die Datenaufzeichnungen so zu ändern, dass die Beteiligung des Schiffes vertuscht werden sollte. Es gab entsprechend auch keinen Versuch, festzustellen, ob die Besatzung der "Etoile des Ondes" in Sicherheit sei. Mayday-Rufe wurden ignoriert, auch andere Schiffe in dem Seegebiet reagierten nicht. MAIB-Inspektoren waren der "Alam Pintar" auf die Schliche gekommen und waren bei deren Einlaufen in Hamburg an Bord gegangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kabelbrand auf Flussschiff
(28.9.10) Am 27.9. gegen 8.15 Uhr kam es zu einem Schiffsbrand an der ehemaligen Fährstelle Winzer-Ruckasing. Beamte der Wassserschutzpolizei Deggendorf stellten im Maschinenraum einer schwimmenden Arbeitsplattform, die für den Transport von Wasserbausteinen vorgesehen war, einen Kabelbrand fest. Die Batteriesätze an Bord des Wasserfahrzeuges wurden über das Wochenende automatisch von einem Aggregat auf Ladezustand gehalten. Als der Schiffsführer des Schubbootes " Isar" das Notstromaggregat des Prahms starten wollte, rauchte es aus dessen Maschinenraum. Die Feuerwehren Winzer, Neßlbach und Niederalteich wurden alarmiert und der Kabelbrand mit Speziallöschern erstickt. Durch den Brand entstanden giftige Dämpfe. Deshalb wurde der Maschinenraum des Fahrzeugs von der Feuerwehr belüftet und die giftigen Dämpfe abgeleitet. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg, Außenbezirk Deggendorf, schätzte den durch den Brand entstandenen Schaden auf etwa 1000 Euro. Das Fahrzeug wurde mit dem Schubboot "Isar" zur Reparatur zum Bauhof Passau bugsiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Jungfernfahrt
(28.9.10) Am frühen Morgen des 26.9 lief ein Binnentanker, der in Leer auf dem Dortmund-Ems-Kanal unterwegs von seiner Bauwerft zum Rhein war, kurz nach sieben Uhr auf Höhe Amelsbüren in eine Ansammlung ordnungsgemäß beleuchteter und am Kanalufer festgemachter Baufahrzeuge. Dabei entstanden erhebliche Sachschäden an dem Schiff und den Baufahrzeugen. Außerdem wurde das Gewässer durch ausgelaufenes Mineralöl verunreinigt. Ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern, fuhr der Kapitän aber weiter. Er konnte erst später von der Wasserschutzpolizei im Raum Datteln ermittelt und überprüft werden. So endete die Jungfernfahrt gleich wieder auf einer Reparaturwerft. Zur Beseitigung der Gewässerverunreinigung musste die Feuerwehr gerufen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre geriet in Bewegung - tödlicher Absturz eines Stuttgarter Autos
(28.9.10) Zu einem tragischen Unglück kam es am 26.9. im Hafen von Genua beim Entladen der italienischen Fähre "Moby Otta", 21545 BRZ (IMO-Nr.: 7361324). Das Schiff lag mit dem Heck zum Kai, und rund 40 Autos hatten es bereits über die Heckrampe verlassen, als die offenbar nicht ausgekuppelten Maschinen aus bislang ungeklärter Ursache auf Vorausfahrt gingen. Dadurch kam die Fähre in Bewegung und rutschte die Rampe vom Kai ab. Ein mit einem deutschen Paar besetztes Auto stürzte durch den entstandenen Spalt ins Hafenbecken und versank acht Meter tief. Für die Insassen gab es keine Rettung. Die beiden kamen von einem zweiwöchigen Urlaub auf Sardinien und hatten sich am Morgen in Olbia eingeschifft.
Der 28-Jährige Mann tauchte zwar noch auf, starb aber trotz einstündiger Wiederbelebungsversuche an Land. Die 29-Jährige ertrank auf dem Beifahrersitz. Der Wagen wurde erst nach Stunden mithilfe eines Mobilkrans aus dem Hafenbecken geborgen. Die Behörden halten eine technische Störung als Unfallursache für weniger wahrscheinlich. Die italienische Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Schiffsbesatzung wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung. Das 35 Jahre alte Schiff kommt noch ohne computergesteuerte Automatiken aus. Sie konnten einen menschlichen Fehler nicht ausschließen. Die Reederei Moby Lines bescheinigte dem Kapitän eine große Erfahrung, mit über elf Jahren Dienst auf der Kommandobrücke. Weitgehend ausgeschlossen werden konnte laut Reederei, dass beim Be- und Entladevorgang der Fähre mit Eile gehandelt worden sei, denn die Fähre sollte den Tag über in Genua angelegt bleiben. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen den Kapitän des Schiffes wegen fahrlässiger Tötung und Gefahr von Schiffbruch aufgenommen. Die Fährgesellschaft und ihr Eigner Vincenzo Onorato sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. Die "Moby Otta", die seit 2007 für die MOBY Lines läuft, wurde bei dem Unglück nicht beschädigt und ging planmäßig wieder in Fahrt.
Die "Moby Otta" entstand 1976 bei den Lübecker Flender-Werken als "Tor Scandinavia". Sie ist 184,55 Meter lang, 26,4 Meter breit und hat 6,20 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Service vernachlässigt: Gesunken ...   Großbild klick!
Galeasse "Grethe Witting" erneut gesunken
(27.9.10) Das vergangene Jahr war kein gutes für die Rostocker Zweimast-Gaffelketsch "Grethe Witting", 80 BRZ. Nachdem das 38 Meter lange und 5,8 Meter breite Schiff am 1. Oktober 2009 das erste Mal im rumänischen Hafen Mangalia gesunken war und erst im August 2010 wieder schlamm- und algenbedeckt an die Wasseroberfläche geholt wurde, ist es dort nun erneut auf Tauchstation gegangen. Nur noch das Vorschiff und ein Teil der Kajüte ragten aus dem Wasser vor der Küste. Das Schiff war am 27.8.2008 erstmals für Charterfahrten in Mangalia eingetroffen. Der mittlerweile erheblich beschädigte Segler entstand 1914 bei Colby Brothers, Lowestoft, als "Norford Sufling". Spätere Namen waren "Ifka" und "Thea Danielsen", und er wurde zum Transport von bis zu 40 Fahrgästen umgebaut. Am 27.6.2002 war die Gaffelketsch bei der Kieler Woche mit der französischen Yacht "Solitaire" kollidiert, vier Personen wurden verletzt, als ein Mast brach. Die Überführung nach Rumänien stand auch schon unter einem schlechten Stern, bei ihr fiel der Motor aus. Später geriet das unterbesetzte Schiff mit 30 Fahrgästen vor Bulgarien in Seenot und drohte wegen Vernachlässigung der Elektrik zu sinken, weil die Lenzpumpe nicht funktionierte. Die bulgarische Küstenwache barg das Schiff, doch ein Anker und zwei Rettungsinseln gingen bei der Havarie verloren, außerdem kam es zu Schäden am Interieur und der 175-PS-Maschine. Danach wurden bei einer Inspektion des Schiffes 36 Beanstandugnen gefunden. Letztlich war es wohl auch Vernachlässigung des dringend überholungsbedürftigen Fahrzeugs, das seinen Untergang herbeiführte. Quelle: Tim Schwabedissen



Segler vor Langeoog über Bord gegangen
(27.9.10) Die Yacht "Spirit" ist am 25.9. mit zwei Brüdern an Bord vor Langeoog durch das Seenotrettungsboot "Casper Otten" der Station Langeoog der DGzRS aus Seenot gerettet worden. Um 13.25 Uhr hatte die Seenotfunkstelle Bremen Rescue über UKW-Kanal 16 einen Mayday-Ruf der "Spirit" aufgefangen. Die 8,5 Meter lange Yacht war auf dem Westerriff der Accumer Ee, die in das Seegatt zwischen Baltrum und Langeoog führt, in drei bis vier Meter hohen Wellen nahezu gekentert. Nach Aussagen der beiden Brüder aus Esens befand sich die Spitze des Mastes bereits im Wasser. Dabei wurde einer der beiden über Bord gespült, jedoch durch eine Sicherungsleine am Boot gehalten. Ins Boot eingedrungenes Wasser führte zu sofortigem Maschinenausfall. Nachdem es dem zweiten Mann gelungen war, seinen Bruder wieder an Bord zu ziehen, setzten die beiden das Mayday ab. Die Seenotleitung alarmierte die auf Langeoog, Baltrum und Norderney stationierten Einheiten. Der zuerst eintreffende Seenotkreuzer "Bernhard Gruben" sicherte die Yacht bis zum Eintreffen der "Casper Otten". Während diese die Yacht in Schlepp nahm, machte das Seenotrettungsboot "Elli Hoffmann-Röser" der Station Baltrum zusätzliche Sicherungsbegleitung durch das Seegatt. Am späten Nachmittag traf der Schleppverband wohlbehalten in Bensersiel ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Forschungsschiff vor England in Seenot
(27.9.10) Am Morgen des 26.9. schlug das unter Panama-Flagge laufende Forschungsschiff "Sea Profiler", 1082 BRZ (IMO-Nr.: 5321576) vor der Humber-Mündung bei bis zu acht Meter hohen Wellen leck und informierte um 12.30 Uhr die Humber Coastguard über die Situation. Ein Schlepper war bereits angefordert, der eine Lenzpumpe an Bord hatte. Um 16.20 Uhr wurde aber vorsorglich weitere Lenzkapazität angefordert. Daraufhin setzte die Humber Coastguard einen Helikopter der RAF Boulmer in Marsch, der zwei weitere Pumpen an Bord hatte. Es gelang der Crew unterdessen, die Haupt-Ballastwasserpumpe umzuleiten und so des Wassereinbruchs Herr zu werden. Die "Sea Profiler" setzte ihre Fahrt in die Humbermündung fort und wurde dort von dem Schlepper "Red Wolf" empfangen, der sie nach Hull begleitete, wo sie am Abend im Albert-Dock zur Reparatur festmachte. Die 21-köpfige Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



78 Personen von Hafenfähre evakuiert
(27.9.10) Die U.S Coast Guard und mehrere Rettungsorganisationen waren am 26.9. in Seattle im Einsatz, nachdem dort die Fähre "Rachel Marie" mit der Pier 50 kollidiert war. Das Wassertaxi des King County hatte 78 Personen an Bord, als es um 11.30 Uhr die Pier rammte. Zwei 41-Fuß-Boote der Coast Guard Station Seattle, das Seattle Fire Department und die Seattle Harbor Police waren vor Ort und evakuierten das Schiff. Eine Person war ins Wasser gestürzt, konnte aber gerettet werden. Insgesamt kamen fünf Menschen ins Krankenhaus. Die Coast Guard Puget Sound leitete eine Untersuchung ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Mast brach bei ruhiger See - zwei Verletzte
(27.9.10) Auf dem 127 Fuß langen Zweimaster "Zodiac" brach der 126 Fuß hohe Hauptmast am 25.9. gegen 14 Uhr, als das Schiff nahe der San Juan Islands, nördlich von Lummi Island, Washington, bei ruhiger See auf der Rückfahrt in den Heimathafen Bellingham war, entzwei. Es gab einen Knall, als er 12 Fuß oberhalb des Decks knickte, der Baum krachte auf Deck, und dann stürzte er über die Backbordseite. Ein am Mast befestigtes Beiboot stürzte auf das Deck. Ein Kind und ein Besatzungsmitglied wurden leicht verletzt. Sofort im Anschluss wurden die Passagiere gemustert. Sie hatten Rettungswesten anzulegen. Die Coast Guard Station Bellingham, Washington, setzte zwei 33-Fuß-Boote sowie einen MH-65 Dolphin Helikopter der Air Station Port Angeles in Marsch. Die Verletzten wurden von einem der Boote nach Goose Point gebracht, wo bereits Ambulanzen warteten. Die übrigen wurden von einem anderen Hilfsschiff nach Bellingham Bay gebracht. An Bord des Schiffes waren 22 Schulkinder des Edmonds Homeschool Resource Center auf einem Tagestörn gewesen. Das Küstenwachboot "Terrapin" schleppte die "Zodiac" in die Bellingham Bay, wo sie, den gebrochenen Mast längsseits genommen, gegen 23 Uhr eintraf. Teile des gebrochenen Mastes wurden am 26.9. geborgen. Ein Inspektor und ein Seeunfallexperte der Küstenwache Puget Sound, gingen dort zur Untersuchung des Vorfalls an Bord. Der Schoner "Zodiac" wurde 1924 in Maine erbaut. Sie kann 40 Passagiere bei Tagesfahrten oder 26 Übernachtungsgäste aufnehmen und unternimmt von März bis November Exkursionen in den Puget Sound, zu den San Juan Islands und den Gulf Islands. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter der Interscan-Schifffahrt freigeschleppt
(27.9.10) Der Schlepper "Hugin" von Svitzer Salvage schleppte am Morgen des 26.9. den bei Nykøbing gestrandeten, unter Zypern-Fallge laufenden Frachter "Peikko", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 8324684) wieder frei. Er ging zunächst zur Untersuchung möglicher Rumpfschäden durch einen Taucher vor der Küste vor Anker, ehe er am 27.9. nach Nykøbing Morszum Löschen seiner Ladung einlief. Das Schiff war am Morgen des 23.9. von Hamburg kommend gestrandet. Quelle: Tim Schwabedissen



Auslaufendes Bilgenwasser gefährdete Wasserwerk
(24.9.10) Auf dem Bielersee hat sich am Nachmittag des 26.9. eine Kollision zwischen zwei Schiffen ereignet. Verletzt wurde niemand. Das Fahrgastschiff der Schifffahrtsgesellschaft AG des Neuenburger- und Murtensees (LNM) war von Twann in Richtung Biel unterwegs, als es aus zunächst noch ungeklärten Gründen gegen 14 Uhr mit einem Fischerboot kollidierte. Der sich alleine auf dem Boot befindende Fischer konnte sich mit einem Sprung ins Wasser retten. Er wurde von dem LNM-Schiff in Sicherheit gebracht. Die alarmierte Seepolizei und der Rettungsdienst Bielersee begaben sich umgehend zum Unfallort. Bei der Kollision kamen keine Menschen zu Schaden. Das zerstörte Fischerboot wurde aus dem Wasser gehievt und ans Ufer gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Gefahren auf der "Prinsendam" zu Wasser und aus der Luft
(27.9.10) Das holländische Kreuzfahrtschiff "Prinsendam", 37.845 BRZ (IMO-Nr.: 8700280), wurde vom 10.-12.9. in Tilbury einer Inspektion unterzogen, nachdem es zuvor von einer Freak-Welle während einer Fahrt um England getroffen worden war, die Schaden am Bug anrichtete und rund 50 Scheiben eindrückte. Am 12.9. lief das Schiff nach Zeebrugge aus und am 18.9. weiter nach Portugal, wo in Portimao ein motorisierter Paraglider auf dem Oberdeck eine Notlandung machte und sich verletzte. Die Polizei beseitigte das Wrack zur Untersuchung. Quelle: Tim Schwabedissen



EPIRB rettete das Leben von fünf Seglern
(27.9.10) Das EPIRB rettete die fünf Segler eines sinkenden Katamarans im Indischen Ozean vor Westaustralien. Sie waren zum Fischfang am 26.9. vor den Abrolhos Islands unterwegs und auf dem Rückweg in den Hafen, als das 14 Meter lange Schiff rund 40 Kilometer vor Dongara Wassereinbruch erlitt. Die Situation verschärfte sich durch den Ausfall der Bilgenpumpe. Die Männer aktivierten den Sender und alarmierten die Polizei. Diese schickte Boote, zwei Helikopter und ein Suchflugzeug. Dieses warf zwei Rettungsinseln ins Meer, bevor die Schiffbrüchigen gegen ein Uhr morgens 23 Meilen südwestlich von Port Denison aus der See gezogen wurden, in der sie bereits vier Stunden getrieben waren. Ein Rettungsboot aus Dongara nahm sie zwei Stunden später bei drei Meter hohen Wellen schließlich an Bord. Um 4.30 Uhr trafen sie in Dongara ein, wo sie wegen Unterkühlungen behandelt wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge sank mit Maschinen der "Carnival Magic"
(27.9.10) Eine von zwei Schleppern gezogene Barge mit sechs Wärtsilä 12V46-Maschinen für den Kreuzfahrerneubau "Carnival Magic" sank vor Trieste in Italien. Die Schlepper hatten die Trossen gekappt, als der Schleppzug in eine Art Tornado geriet. Erst stürzte eine Maschine in die See, dann sank auch die Barge. Die Motoren stellten einen Wert von 18 Millionen Euro dar. Der Schaden wird von der Wärtsilä-Werft getragen, in deren Auftrag sie zwischen den Fincantieri-Werften Monfalcone und Marghera in Norditalien unterwegs waren. Barge und Ladung liegen nun 20 Meter tief. Der Zeitplan zur Ablieferung des Kreuzfahrers an die Carnival Corporations soll trotzdem eingehalten werden können. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsoperation für die 'Svåholm'   Großbild klick!
Drei Mann aus Rettungsinsel geborgen
(25.9.10) Der 15,5 Meter lange, 1956 bei der Flekkefjord Slipp & Maskinfabrikk AS erbaute Kutter "Svåholm VA 94-K", 24 BRZ, aus Flekkerøy sank am 25.9. bei Tananger in Sola binnen kurzer Zeit. Ein Segelboot hatte auf dem Weg von Stavanger nach Großbritannien um 9.10 Uhr eine Notfackel vor Håstein beobachtet. Wenige Minuten später entdeckte die Crew ein Objekt im Wasser, eventuell eine Schwimmweste. Gleichzeitig wurde eine weitere Fackel gesichtet. Auf die Funkmeldung der Yacht hin wurde durch Rogaland Radio Großalarm ausgelöst, und eine Viertelstunde später war ein Seaking vor Ort. Binnen einer weiteren Viertelstunde, um 9.30 Uhr, hatte er alle drei Männer aus einer Rettungsinsel, die nahe der Schären in rauer See driftete, abgeborgen. Auch das Lotsenboot von Tananger war vor Ort. Die Schiffbrüchigen wurden mit Verdacht auf Unterkühlung ins Universitätskrankenhaus Stavanger geflogen. Das Rettungsboot "Ryfylke" machte sich daran, Treibgut wie den Behälter der Rettungsinsel und einen Überlebensanzug aus der See aufzufischen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sinkende Yacht vor Arcachon evakuiert
(25.9.10) Am Abend des 24.9. um Mitternacht funkte die 15 Meter lange schwedische Yacht "Olydia II" "Mayday", nachdem sie auf der Banc d'Arguin vor Arcachon gestrandet und leckgeschlagen war. Das MRCC Etel schickte einen Dauphin Hubschrauber der Marine in La Rochelle sowie das Rettungsboot aus Lège Cap-Ferret. Die Retter waren um ein Uhr vor Ort. An Bord der in bis zu drei Meter hohen Wellen treibenden Yacht waren fünf Personen, zwei Schweden, zwei Australier und ein Amerikaner. Sie waren um zwei Uhr aufgewinscht, und bereits um 2:15 Uhr landete der Hubschrauber in Arcachon. Sie wurden im Krankenhaus Arcachon für den Rest der Nacht aufgenommen. Ihr Boot konnte am Morgen nicht lokalisiert werden. Bereits am 28. August war eine 14-Meter-Yacht an derselben Stelle gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



"Bermudian" nach knapp einer Woche wieder flott
(25.9.10) Das Fährboot "Bermudian" wurde am 25.9. um 11 Uhr von zwei Schleppern vom Strand von St. George's gezogen, sechs Tage, nachdem es sich im Hurrikan Igor losgerissen hatte und gestrandet war. Die Schlepper nutzten das Vormittagshochwasser. Beim ersten Bergungsversuch am 23.9. war das Schiff fünf Fuß weit bewegt worden, ehe eine Trosse brach. Nachdem die "Bermudian" nun flottgemacht war, wurde sie zu einer Werft geschleppt, wo u.a. das abgebrochene Steuerbord-Ruderblatt ersetzt werden muss wie auch beschädigte Teile des Steuerbordpropellers. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter übersah 3000 Fuß lange Mole
(25.9.10) Am Abend des 23.9. strandete um 21.15 Uhr der Trawler "Angelina" beim Einlaufen von einer Fangfahrt auf die Außenmole von Brixham. Er kam in der Mitte des 3000 Fuß langen Wellenbrechers fest. Die zweiköpfige Besatzung blieb unversehrt. Die Berry Head Coastguard war vor Ort, doch der Kutter kam aus eigener Kraft wieder frei und lief in den Binnenhafen, wo er von der Maritime and Coastguard Agency auf Schäden untersucht wurde. Auch die Torbay Harbour Authority leitete Ermittlungen ein. Im Juni war bereits der Brixhamer Krabbenkutter "Helen Claire" und kurz davor schon eine Yacht auf die Mole aufgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Hauptmole von Tinos
(25.9.10) Die griechische Fähre "Super Ferry 2", 8792 BRZ (IMO-Nr.: 7346221) rammte am Morgen des 25.9. die Hauptmole von Tinos beim Einlaufmanöver. Sie war aus Andros gekommen und hatte 124 Passagiere an Bord, die unversehrt blieben. Die Fähre aber erlitt Wassereinbruch, der aber kontrolliert werden konnte. Sie musste aber im Hafen bleiben, bis das Leck abgedichtet war. Die Küstenwache nahm Ermittlungen auf. Bereits am 11.12.2007 war sie mit einem Kai in Mykonos kollidiert. Das Schiff war 1974 als "Pins Laurent" an die Regie voor Maritiem Transport (RTM), Oostende, Belgien, abgeliefert und zwischen Oostende und Dover eingesetzt worden. Am 2.2.1978 kollidierte sie mit der Kaje in Dover und wurde in Oostende repariert. 1990 ging sie in Charter der Sealink Dieppe Ferries für die Fahrt Dieppe - Newhaven. 1991 wurde sie aufgelegt und kam 1992 als "Ionian Express" für die Strintzis Line, Piräus, wieder in Fahrt. Seit 1993 läuft sie als "Superferry II" auf der Route Rafina - Andros - Tinos - Mykonos - Syros. 2008 wurde sie für die Blue Star Ferries Maritime S.A. registriert. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter und sechs Vermisste vor China
(25.9.10) Ein Mann starb, sechs andere wurden vermisst, nachdem ein Kutter am 24.9. um 20.40 Uhr mit einem Schlepper vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz in der Nacht zum 25.9. kollidiert war. Das Unglück ereignete im Xiangshan County nahe Ningbo City. Alle sieben Mann des Kutters waren in die See gestürzt, nur einer von ihnen wurde danach tot aus der See gezogen. Die Suche nach den übrigen dauerte an. Auch der Schlepper nahm daran teil. Quelle: Tim Schwabedissen



Der Bug der 'Titanic'   Großbild klick!
Britische Autorin enthüllt Geheimnisse über Untergang der "Titanic"
(24.9.10) Der Untergang des Luxusliners "Titanic", 53329 tdw, auf seiner Jungfernreise nach New York am 14.4.1912 könnte nach Ansicht der englischen Schriftstellerin Louise Patten durch ein Missverständnis ausgelöst worden sein. Zwei Geheimnisse, die ihre eigene Familie jahrzehntelang bewahrt hat, geben ihrer Ansicht nach die entscheidende Antwort zur Unglücksursache. Lady Patten - ihr Mann ist ein geadelter Ex-Minister und sie selbst eine erfolgreiche Unternehmerin - ist die Enkeltochter des ranghöchsten "Titanic"-Offiziers, der den Untergang überlebt hat. Fregattenkapitän Charles Lightoller war Zweiter Offizier an Bord. Vor dem Untersuchungsausschuss schwieg er. Nur seiner Frauvertraute er die beiden Geheimnisse an. Als Zehnjährige erfuhr Louise Patten sie von ihrer Großmutter. Unglücksursache Nummer eins soll ein Missverständnis zwischen Erstem Offizier und Steuermann gewesen sein. Als der Erste Offizier William Murdoch den Eisberg ortete und "Hart Steuerbord" anordnete, reagierte der Mann am "Titanic"-Rad, Steuermannsmaat Robert Hitchins, zunächst falsch und lenkte das Schiff auf Kurs in den Eisberg, da erst auf den Dampfern Steuerbord für rechts stand und er wohl in der Eile instinktiv, wie bis dahin auf den Seglern üblich, das Ruder nach links gelegt hatte. Bis der Irrtum korrigiert war, vergingen zwei wertvolle Minuten.
Unglücksursache Nummer zwei soll die verhängnisvolle Anweisung des Reedereichefs gewesen sein, die "Titanic" nach dem Zusammenstoß nicht zu stoppen. Die Order an Kapitän Edward Smith kam von Bruce Ismay, dem Vorsitzenden der White Star Line, persönlich. Laut Louise Patten bezeichnete ihr Großvater diese Entscheidung als verbrecherisch. Der Versuch zur Weiterfahrt erhöhte den Wasserdruck auf den Rumpf und verstärkte so den Wassereinbruch und somit das Sinken des Schiffs um viele Stunden. Wäre die "Titanic" sofort aufgestoppt worden, dann hätte sie sich womöglich so lange gehalten, bis die Hilfe der "Carpathia" eingetroffen wäre. Pattens Großvater verschwieg beide Geheimnisse vor der Untersuchungskommission aus Furcht, die Wahrheit könnte den Bankrott der Reederei herbeiführen und den Verlust aller Arbeitsplätze.
Er empfand es als Pflicht, seine Arbeitgeber zu schützen, und er zweifelte nicht einen Augenblick an der Richtigkeit dieser Entscheidung. Seine Familie bewahrte die Geheimnisse bis heute, um den verstorbenen Großvater zu schützen - die Welt sollte nicht erfahren, dass "Opa gelogen hatte".
Als eine Hauptursache der Katastrophe wurde bislang das Fehlen eines Fernglases auf dem Ausguck der "Titanic" angesehen. Die Ferngläser befanden sich in einem abgeschlossenen Schrank auf der Brücke und waren dem Ausguck an diesem Abend nicht zugänglich. Auch hatte der Kapitän darauf verzichtet, den Ausguck angesichts der Eisberg-Gefahr um einen Mann zu verstärken. So wurde stets berichtet, der einsame Mann ohne Fernglas habe den Eisberg viel zu spät erblickt. Die "Titanic" habe trotz der 51 000 PS starken Maschinen nicht mehr rechtzeitig gegensteuern können und sei vom Eis aufgerissen worden. In den neuen Enthüllungen heißt es jedoch, der Ausguck habe den Eisberg bereits auf eine Entfernung von zwei Seemeilen erspäht. Dies hätte bei schnellem und korrektem Rudermanöver für die "Titanic" wohl zum Ausweichen gereicht.
Wie Untersuchungen ergaben, betrug die Gesamtfläche der langen, aber sehr schmalen Lecks, die der Eisberg in die Schiffswand riss, kaum 1,2 Quadratmeter. Doch dies reichte aus, das Schiff sinken zu lassen, da die stählernen Schotten nicht durchgängig vom Boden bis zur Decke reichten. Der Todeskampf der "Titanic" dauerte zwei Stunden und 40 Minuten.
In den folgenden Untersuchungen zur Unglücksursache stellte sich heraus, dass die "Titanic" zu schnell durch gefährliches Gewässer gefahren war, dass in den Rettungsbooten nur Platz für etwa die Hälfte der Passagiere und Mannschaften war, und dass die "Californian", die dem Unglücksort am nächsten war, nicht zu Hilfe kommen konnte, weil ihr Bordfunker dienstfrei hatte und schlafen gegangen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Limfjord gestrandet
(24.9.10) Der zypriotische Frachter "Peikko", 1521 BRZ (IMO-Nr.: 8324684), lief am Nachmittag des 23.9. im Limfjord in auf der Fahrt nach Nykøbing Mors auf Grund. Er kam aus Hamburg und hatte keinen Lotsen an Bord. Dies ist auch nicht vorgeschrieben, auch wenn viele Kapitäne beim Erstanlauf von Nykøbing Lotsenberatung bevorzugen. So könnte auch in diesem Fall ein Navigationsfehler die Havarie verursacht haben. Da kein Schlepper vor Ort verfügbar war, konnte eine Bergung erst am 24.9. in Angriff genommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter sank vor Haiti
(24.9.10) Der bolivianische Frachter "Ocean Blue", 815 BRZ (IMO-Nr.: 7024158), sank am 22.9. im schwerer See auf der Reise von Haina, wo er um 7.30 Uhr ausgelaufen war, nach Puerto Cabello, Venezuela. Es ging mit einer Ladung alter Kartons 82 Meilen südlich von Santo Domingo auf 17º 07.3 N 69º 50.0´ W unter. Die siebenköpfige Crew wurde von dem unter Liberia-Flagge laufenden Komrowski-Frachter "Adrian", 16799 BRZ (IMO-Nr.: 9123221) gerettet, der sich auf der Reise von Colon nach Lissabon befand, als er den Notruf erhielt. Als er an der Position des Schiffes eintraf, war dieses bereits im Sinken begriffen. Die Geretteten wurden später auf das dominikanische Küstenwachschiff "Orión" übergesetzt. Auch eine Orion GC-109 der Coast Guard war im Einsatz. Die Schiffbrüchigen wurden dann ins Navy Medical Center gebracht, wo sie am 23.9. in guter Verfassung vorgefunden wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kokelei bei Kukelorum
(24.9.10) Neben der Schleuse Kukelorum ist am Abend des 23.9. auf dem Ems-Jade-Kanal in Aurich-Rahe ein Sportboot ausgebrannt. Sein neuer Eigner hatte das zehn Meter lange Schiff zuvor an den Liegeplatz geholt, um es für die Jungfernfahrt zu reparieren und einen Ölwechsel vorzunehmen. Plötzlich schlugen Flammen aus dem Sportboot. Sie vernichteten beide Antriebsmotoren und die hintere Kabine. Gegen 18 Uhr wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert. Das Feuer war schnell gelöscht. Damit war die Arbeit der Wehrmänner aber noch nicht beendet. Schillernde Flecken auf dem Kanal zeigten, dass Treibstoff ausgelaufen war. Die Wehrleute legten Ölsperren über den Ems-Jade-Kanal und holten die Verunreinigungen aus dem Wasser. Währenddessen begannen bereits Beamte der Wasserschutzpolizei Emden, die auch für Ems-Jade-Kanal in Aurich-Rahe zuständig ist, mit ihren Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Bermudian" zunächst gescheitert
(24.910) Das Fährboot "Bermudian" liegt weiter in St. George's auf Grund. Es konnte zwar bei einem Bergungsversuch am 23.9. mithilfe von Baggerarbeiten und des Einsatzes von fünf Schiffen in Bewegung versetzt, aber noch nicht geborgen werden. Um 9.10 Uhr, gut fünf Minuten vor dem Höchststand des Wassers, machten die beiden Marine & Salvage-Schlepper "Powerful" und "Edward Stowe", mit zwei Trossen an dem vom Hurrikan Igor auf Grund getriebenen Schiff fest. Ein Tonnenleger sowie ein Lotsenboot waren ebenfalls im Einsatz. Nachdem die Schlepper auf Position waren, begannen sie um 9.25 Uhr zu ziehen, als das Wasser bereits schon wieder neun Minuten lang am Fallen war. Der Bergungsversuch schlug fehl, und frühestens mit dem Abendhochwasser um 9.31 Uhr wäre ein weiterer Anlauf erfolgversprechend. Vor dem Schleppversuch waren Kraftstoff und Wasser von Bord des Tenders gepumpt worden, um ihn zu erleichtern. Außerdem begannen Arbeiten, das Backbordruder und den Propeller abzumontieren, um Beschädigungen beim Freischleppen vorzubeugen. Bis das Schiff nicht wieder einsatzklar ist, kann der Kreuzfahrer "Veendam" St. George nicht anlaufen, weil es keine Möglichkeit gibt, dessen Passagiere an Land überzusetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Aus Übung wurde lebensgefährlicher Ernst
(24.8.10) Der kanadische Flottenversorger "Protecteur", 24700 tdw (MMSI-No.: 316146000), geriet am 3.9. in Schwierigkeiten, als beim Abschleppen von HMCS "Algonquin" vor der Küste Chiles im Rahmen eines Manövers der Propeller durch die Schlepptrosse blockiert wurde. Die Übung war eigentlich schon vorüber gewesen, und die "Protecteur" hatte ihre Fahrt verlangsamt, um die schwere Trosse aufzunehmen. Dabei wurde sie in stürmischer See über diese getrieben, und sie wickelte sich um den Antrieb. Dadurch war die Manövrierfähigkeit des Schiffes beeinträchtigt, bei nunmehr neun Metern Wellenhöhe eine gefährliche Situation. Daraufhin nahm die "Algonguin" ihrerseits die "Protecteur" in Schlepp. Doch in dem Sturm brach die Verbindung. So musste ein neunköpfiges Team in einem Zodiac unter Lebensgefahr sich daran machen, den Propeller zu klarieren. Die einsetzende Dunkelheit machte den Männern aber einen Strich durch die Rechnung. Erst mit dem Tageslicht des 4.9. gelang es, bei nunmehr vier Metern Wellenhöhe die Mission erfolgreich zu beenden. Beide Schiffe setzten ihre Fahrt nach Valparaiso, wo sie an der Operation Pacific Amistad 2010, teilnehmen sollten, fort. Die "Protecteur" lief am 16.9., die "Algonquin" vier Tage darauf ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Auslaufendes Bilgenwasser gefährdete Wasserwerk
(24.9.10) Ein Tank des "LST 325" leckte am 23.9., und ein Ölwassergemisch lief in den Ohio River am Marina Pointe Dock. Der Ölfilm war mittags entdeckt worden, 2000 Fuß entfernt von dem Evansville Water and Sewer Utility Wasserwerk. Ölsperren wurden Minuten später ausgelegt, um die Wasserentnahmestelle zu schützen. Die Leckage rührte von einem mittschiffs gelegenen Steuerbordtank her, aus dem stündlich eine Gallone dort gesammelten Bilgenwassers auslief. Mit mobilen Pumpen wurde das verbliebene Wasser in einen Ballasttank umgepumpt. Insgesamt liefen an die 20 Gallonen aus. Bereits am 1.9. hatte es auf dem "LST 325" eine Leckage gegeben, als das Schiff sich nahe Wheeling, West Virginia, befand. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsboot lief auf Grund
(24.9.10) Am Nachmittag des 22.9. lief das 70 Fuß lange Touristenboot "Hariana" auf dem Weg zum Meemu Atoll am Vashugiri Riff auf Grund. Im Maschinenraum entstand ein Leck. An Bord waren acht Fahrgäste und neun Mann Besatzung, als das Schiff nahe Meemu Mulaku auflief. Die Coast Guard schickte ein Boot aus Iskandhar, doch bei dessen Eintreffen war die "Hariana" bereits aus eigener Kraft wieder freigekommen. Nachdem das eingedrungene Wasser gelenzt war, setzte das Boot seine Fahrt nach Mulaku gegen Mitternacht fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Löscharbeiten auf der 'Paros'   Großbild klick!
Feuer auf Frachter in Karmøy
(23.910) Am 23.9. brach kurz nach Mitternacht ein Feuer im Maschinenraum des unter Malta-Flagge laufenden Frachters "Paros", 21941 BRZ (IMO-Nr.: 9000302) aus, der zu der Zeit am Kai von Hydro im norwegischen Karmøy lag. Feuerwehr, Polizei und Ambulanzen eilten zum Hafen und evakuierten die 24-köpfige Crew, die unversehrt blieb. Die Rettungskräfte konnten allerdings nicht verhindern, dass sich die Flammen bis zur Brücke durchfraßen. Zur Brandbekämpfung musste die Feuerwehr Löcher in den Rumpf schneiden, durch die Löschschaum eingebracht wurde. Um 3.15 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Die "Paros" hatte Aluminium geladen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Avalon Imagery" unterwegs in österreichische Werft
(23.9.10) Das maltesische Flusskreuzfahrtschiff "Avalon Imagery", das am 8.9. bei Hausen in ein Schleusentor lief, befand sich am 23.9. unterwegs von Regensburg zu einer Werft im österreichischen Linz zur Reparatur der umfangreichen Schäden, die bei der Kollision. entstanden waren. Die Nürnberger Polizei ermittelte unterdessen einen technischen Defekt der Steuerungs- beziehungsweise Motorelektronik als Ursache des Unglückes. Nach dem Austausch verschiedener elektronischer Komponenten passierte das Fahrgastschiff zusammen mit der Besatzung und dem Hotelpersonal am 21.9. nunmehr ohne Zwischenfall die Schleuse Hausen. Die Passagiere, bei denen es sich zum Großteil um Staatsbürger aus den USA, Kanada und Australien handelte, konnten mittlerweile ihre Reise fortsetzen. Der Veranstalter buchte die Fahrt nach Budapest in eine Busfahrt mit entsprechenden Hotelaufenthalten um. Der 67-jährige US-Staatsbürger, der sich beim Sturz vom Oberdeck ins Wasser schwerer verletzte, wird nach Aussage der Ärzte in Kürze die Heimreise antreten können. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweites Opfer des Untergangs polnischer Yacht bei St. Peter angetrieben
(23.9.10) Bei dem am 20.9. am Strand von Westerhever, Kreis Nordfriesland, angetriebenen Leichnam handelt es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um einen polnischen Staatsbürger. Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer hatten den etwa 50 Jahre alten Mann am Abend am Flutsaum liegend neben seiner aufgeblasenen Rettungsinsel entdeckt. Polizeiliche Ermittlungen ergaben, dass der Mann zur Besatzung der polnischen Yacht "Wahine II" gehört, die von Polen kommend auf dem Weg in die Nordsee war. Das 12 Meter lange, weiße Kunststoffboot wurde zuletzt von der Wasserschutzpolizei Hamburg am Abend des 14. September auf der Elbe gesichtet. Danach verlor sich ihre Spur. Die Polizei geht davon aus, dass das Boot in dem stürmischen Wetter der folgenden Tage verunglückte und sich eine oder zwei weitere Personen mehr an Bord befanden. Was die Beamten der Wasserschutzpolizei Husum nach den ersten Ergebnissen ihrer Ermittlungen schon befürchteten, wurde am Abend des22.9. zur Gewissheit. Gegen 18.00 Uhr entdeckten Passanten am Strand von St. Peter-Ording eine zweite männliche Wasserleiche. Es deutete alles darauf hin, dass es ich um ein weiteres Besatzungsmitglied der polnischen Segeljacht handelte. Noch immer ist aber nicht gänzlich geklärt, wie viele Personen sich insgesamt an Bord des Bootes befanden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Korinth gestrandet
(23.9.10) Der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Klaipeda Spirit" lief in der Nacht zum 21.9. vor Korinth auf eine Sandbank. Versuche zweier Schlepper, den Havaristen von der Untiefe herunter zu ziehen, scheiterten bislang. Der Frachter war zuvor imt einer Ladung Holz aus Korinth ausgelaufen. Die "Klaipeda Spirit", 4500 tdw (IMO-Nr.: 9133721) wurde 1995 erbaut und hat als Manager die Balthellas Chartering S.A.in Athen. Quelle: Tim Schwabedissen



Giftgase verzögern Arbeiten an "MSC Chitra"
(23.9.10) Die Arbeiten am Wrack der vor Mumbai gesunkenen "MSC Chitra" verzögern sich wegen Problemen mit der Ladung. Zwar ist die Gefahr durch treibende oder im Fahrwasser gesunkene Container mittlerweile gebannt, doch weiterhin sind fast 200 der 20 und 40 Fuß langen Boxen verscwunden. Bis zu acht Sonarteams waren zeitweilig auf der Suche. Der Aufenthalt auf dem Schiff ist derzeit nicht sicher wegen Gasentwicklung, die von Phosphinen in verschiedenen Rumpfbereichen herrührt. Das Gas, das Methylbromid zur Begasung von Frachten verdrängt hat, ist zudem explosiv und kann sich selbst entzünden. MSC hat zur Bekämpfung von Umweltschäden und zur Sicherheit der Schifffahrt bislang nach eigenen Angaben 20 Millionen Dollar aufgewendet, worin noch nicht der Verlust von Schiff und Ladung enthalten ist. Verzögerungen und Zusatzkosten entstehen nach Angaben der Reederei auch durch die Abläufe in den Regierungsverfahren, die nicht für derlei Umstände geeignet seien. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterwrack wird nach 30 Jahren ausgebuddelt
(23.9.10) In Karwar wird derzeit das Wrack der vor dreißig Jahren gestrandeten "Cheri Maju" ausgegraben, um es für die Nachwelt zu bewahren. Ein riesiger Radlader wurde jetzt an den Strand in Ravindranath Tagore gebracht, um das Schiff vor den Augen zahlreicher Schaulustiger zu räumen. Der Propeller wurde bereits bei Niederigwasser geborgen. Auch der Schiffsboden war bereits sichtbar, doch dann musste die Arbeit wegen der Flut gestoppt werden. Die "Cheri Maju" war 1980 mit einer Ladung Farbe und Asphalt vor Karwar eingetroffen und später gesunken. Über die Jahre wurde es von Wellen und Gezeiten bis auf fünf Meter vor den Strand getrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Schraube demoliert ...   Großbild klick!
Strandung von Tenderboot ändert Kreuzfahrtpläne
(22.9.10) Nach der Strandung des Tenderbootes "Bermudian" in St George's im Hurrikan Igor am 19.9. muss das Kreuzfahrtschiff "Veendam" seine Reiseroute ändern. Denn dessen Passagiere wurden bis dahin von der "Bermudian" an Land übergesetzt, während der Kreuzfahrer in tieferem Wasser ankert. Doch nun ist das kleine Fahrgastschiff bis auf weiteres nicht nutzbar, denn es liegt hoch auf dem Ufer zwischen dem St George's Boatyard und der Wellington Slip Road in St George's. Das Steuerbordruder ist abgebrochen und hat den Steuerbordpropeller beschädigt. Ob das Schiff ein Leck hat, war zunächst nicht bekannt. Die Bergung der "Bermudian" wird eine schwierige Aufgabe. Danach wird der Havarist zum Marine & Ports Dockyard, der 12 Meilen entfernt liegt, geschleppt werden müssen. Eigentlich sollte die "Veendam" 24 Mal die Bermudas bis November anlaufen, doch nun wird sie nur in Hamilton stoppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutterfischer in letzter Minute gerettet
(22.9.10) Die Sitka Mountain Rescue assistiert von der US Coast Guard rettete am Abend des 20.9. den Skipper des sinkenden, 44 Fuß langen Kutters "Zimovia" aus Wrangell im Sitka Sound. Er hatte nach Wassereinbruch vor Kulichkof Rock, sechs Meilen südlich von Sitka, um 23.10 Uhr Notrufe gesendet. Ein Sitka Mountain Rescue-Team lief mit einem 19-Fuß-Boot aus, und von der Air Station Sitka startete um 23.40 Uhr ein MH-60 Jayhaw-Helikopter. Er lokalisierte die mit Steuerbordschlagseite in der Dunkelheit treibende "Zimovia" und leitete das Rettungsteam zum Havaristen, wo es um 23.57 Uhr eintraf. Es konnte den 73-jährigen Fischer retten, was sich aber kompliziert gestaltete. Ein Rettungsschwimmer konnte nicht abgeseilt werden, sodass das Rettungsboot zum Einsatz kam. Der Mann konnte zwar von ihm wie geplant am Bug eine Sicherungsleine wahrnehmen, doch diese verfing sich wenig später dort, sodass sie wieder gekappt werden musste. Auch gelang es ihm nicht, auf dem heftig rollenden Schiff den Überlebensanzug anzuziehen. Zu allem Überfluss verfing sich sein Bein im Ankergeschirr. Doch die steigende Flut kam den Rettern zu Hilfe, die nun direkt unter den Bug gehen konnten. Zwei Männer befreiten den Fischer und zogen ihn dann an Bord. Anschließend wurde das Fiberglas-Boot sofort vom Kutter weggezogen, der Augenblicke später, um 00.16 Uhr, versank. Der Gerettete wurde anschließend ins Sitka Community Hospital gebracht. Angehörige des Marine Safety Detachment Sitka und das Aids to Navigation Team Sitka waren bei erstem Tageslicht vor Ort, um sicherzustellen, dass die Tonne, bei der der Kutter sank, in Ordnung war. Wieviel Öl sich in den 1400 Gallonen fassenden Tanks des Schiffes befand, war unbekannt. Das Wrack behindert die Schifffahrt nicht. Es soll nun vom Coast Guard Marine Safety Detachment in Ketchikan untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Mann von Kutter abgeborgen
(20.9.10) Die US Coast Guard rettete am 21.9. zwei Kutterfischer in der Chassahowitzka Bay. Die Coast Guard in Miami alarmierte die Coast Guard St. Petersburg um 22.30 Uhr des 21.9., dass sie ein EPIRB-Signal acht Meilen westlich der Chassahowitzka Bay, Florida, aufgefangen habe. Es war für den Kutter "Ebby Luz" registriert, dessen Eigner bestätigte, dass das Schiff sich auf See befinde. Die Küstenwache alarmierte um 23.03 Uhr die Air Station Clearwater, die einen MH-60 Jayhawk-Helikopter aufsteigen ließ. Er erreichte die Position um 00.17 Uhr und winschte drei Männer von dem Kutter auf, die anschließend unversehrt auf der Air Station Clearwater abgesetzt wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Dramatische Rettung auf dem Sava-Fluss
(22.9.10) Auf dem Sava-Fluss in Kroatien wurde ein Mann in letzter Minute von seinem sinkenden Flussschiff gerettet. Er hatte versucht, in reißender Strömung zu ankern und weigerte sich, von Bord seines Bootes zu gehen, das vom Heck her überflutet wurde, selbst, als ein Rettungsschwimmer zu ihm abgeseilt wurde. In letzter Sekunde gelang es, ihn mit einem Seil zu sichern und von der Kajüte, in die das Wasser mit zunehmender Wucht eindrang, fortzuzerren. Es war eine lebensgefährliche Situation für Retter wie Skipper. Gerade als die beiden klar vom Schiff waren, versank dieses übers Heck in dem Fluss, und der Rettungshubschrauber zog die beiden Männer in die Höhe. Quelle: Tim Schwabedissen



Kranausleger beschädigte amerikanischen Kreuzer
(22.9.10) Am 20.9. stürzte ein Kranausleger auf das Achterdeck des US-Kreuzers "Monterey", der an Pier 2 an der Norfolk Naval Station lag. Der Kran war gerade dabei, einige wasserdichte Schotts aus dem Schiff zu heben. Zum Unglückszeitpunkt um 12:40 Uhr herrschte starker Wind mit Böen von bis zu 25 Meilen. Am 21.9. um neun Uhr wurde das Kranteil vom Schiff entfernt, das u.a. Schäden an Raketenabschusssystemen und einem 25-mm-Geschütz erlitt. Das Naval Sea Systems Command war noch bei der Schadensuntersuchung. Wegen des Zwischenfalls, bei dem niemand verletzt wurde, musste eine Anti-Terrorismus-Übung abgesagt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Netz setzte Fähre in Brand
(22.9.10) 50 Passagiere mussten am Morgen des 21.9. von einer indischen Fähre gerettet werden, dem nahe Mandva in Alibaug erst ein Fischernetz in den Antrieb geraten war, woraufhin die Maschine in Brand geriet. Das Schiff hatte um acht Uhr vom Gateway of India abgelegt. Eine Stunde später wurde 10 Meilen vor der Küste von Mumbai der Brand festgestellt. Die Crew konnte ihn zwar löschen, doch die Maschine war nicht mehr einsatzfähig. Ein Besatzungsmitglied wurde bei der Brandbekämpfung verletzt. Alle Passagiere wurden auf Deck befohlen, wo sie 20 Minuten lang warteten, ehe eine in der Nähe befindliche Fähre, die nach Alibaug unterwegs war, sie übernahm und nach Mandva brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Historische Fähre nach Feuer Totalverlust
(22.9.10) Die historische Fähre "Kirkland", die ein Wahrzeichen der Kirkland Marina war, ist nicht mehr zu retten. Das 1924 erbaute Schiff war dort am 28.8. in Brand geraten. Das Kirkland Fire Department hatte eine falsch verlegte Verkabelung im Maschinenraum als Brandauslöser festgestellt. Der Verlust des 108 Fuß langen Schiffes ist ein Schlag für die Argosy, Cruises denn es war seit 1997 ins Washington Heritage Register eingetragen gewesen und blickte auf eine lange Geschichte zurück. 1924, wurde sie als "Tourist No. 2" auf der Route Astoria - Illwaco, Washington, in Dienst gestellt. Das Holzschiff war ein 95-Tonner mit 320 PS, der 20 Autos und 155 Fahrgäste transportieren konnte.
Kurz nach dem Angriff auf Pearl Harbor wurde das Schiff 1941 für die Marine requiriert, Es diente als Minenleger im unteren Columbia River und als Fähre zwischen Fort Canby und Fort Stevens. Nach Ende des 2. Weltkriegs nahm "Tourist No. 2" den einstigen Fährdienst wieder auf und versah ihn, bis 1966 die Astoria Bridge erbaut wurde. 1967 kam sie nach Pierce County und versah als "Islander of Pierce County" den Fährdienst zwischen Anderson Island und Steilacoom. 1994 wurde sie durch ein modernes Stahlschiff ersetzt und von der in Seattle ansässigen Argosy Cruises übernommen. Nach einjähriger Umbauzeit kam sie als "Kirkland" nach Kirkland. Am 28.8. schlug ihre letzte Stunde. Auch 50 Feuerwehrleute konnten den Totalverlust des Holzschiffes nicht verhindern. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender Frachter hatte explosive Fracht
(22.9.10) 12 Feuerwehrleute wurden verletzt, als sie gegen einen Brand auf dem 50 Meter langen Frachter "Yue Hai 638" angingen. Das Schiff hatte vor dem Tropensturm Fanapi auf der Yau Ma Tei Reede am frühen Morgen des 21.9. Schutz gesucht. Dort kam es gegen ein Uhr zu einer Explosion in einem der neun Container. Die Feuerwehr wurde eine halbe Stunde darauf alarmiert, 140 Feuerwehrleute eilten zum Frachter, dessen sechsköpfige Crew von den Flammen eingeschlossen war. Dabei kam es zu einer zweiten Explosion, die die Feuerwehrkräfte ebenso wie die gerettete Crew dazu zwang, ins Wasser zu springen. Durch das Feuer oder herumfliegende Trümmer wurde ein Dutzend der Männer verletzt. Die Flammen und der Rauch waren auf Hong Kong Island noch zu sehen. Gegen sechs Uhr war das Feuer zunächst unter Kontrolle, doch um 6.45 Uhr ereignete sich eine dritte Explosion. Das Gebiet um den Frachter wurde abgesperrt, falls es zu weiteren Detonationen kommen würde. Sieben der Verletzten konnten derweil entlassen werden, einer der übrigen befand sich noch in ernstem Zustand. Die "Yue Hai 638" war mit einer Ladung Schrott aus Guangzhou gekommen. Das Marine Department wird nun die offenbar gefährliche Fracht, deren Brisanz die Feuerwehren nicht erkannt hatten, untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gekenterter Trawler nach zwei Wochen geborgen
(22.9.10) Der 14,6 Meter lange Trawler "Toncan Star" wurde am 20.9., fast zwei Wochen nach seiner Kenterung auf dem Pioneer River, nach fünftägigen Vorarbeiten durch die Southern Cross Demolitions aufgerichtet. Er sollte, sobald das Wetter es zuließ, zur Mackay Marina geschleppt werden.
Das Schiff war am 8.9. gekentert, und die beiden Besatzungsmitglieder hatten sich gegen 13.30 Uhr schwimmend an Land retten müssen. das Schiff war unterwegs zu einem anderen Kutter nahe des Mackay Fish Market gewesen, als der Stabilisator ausfiel und das Schiff in starker Strömung dann umgerissen wurde. Taucher mussten zunächst Taue und Netze klarieren, dann konnten die Öffnungen abgedichtet werden, ehe Luft in den Maschinenraum gepumpt werden konnte.Quelle: Tim Schwabedissen



Ventil verursachte Wassereinbruch auf Bulker
(22.9.10) Der russische Bulkcarrier "Ivan Makarin" erlitt am 20.9. Wassereinbruch in den Maschinenraum, nachdem ein Ventil im Bodenbereich schadhaft geworden war. Der Frachter ankerte vor Vanino. Er hatte 18000 Tonnen Kohle geladen. Es gelang der Crew zwar, das Wasser dort zu lenzen, aber nicht das Ventil abzudichten. Das Taucherschiff "SPA-004" der Vanino Salvage Agency "Sakhalin BASU" kam zu Hilfe, und am 21.9. gelang es, erst den Wassereinbruch zu stoppen und dann das Ventil zu schweißen. Die "Ivan Makarin", 19240 tdw (IMO-Nr.: 8131908) wurde 1981 erbaut und läuft für die FESCO.Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Yacht in Rhein   Großbild klick!
Yacht auf dem Rhein ausgebrannt
(21.9.10) Feuerwehr und Wasserschutzpolizei waren mit insgesamt neun Löschbooten und 50 Kräften im Einsatz, um am 20.9. einer in Brand geratenen Yacht bei Mainz auf dem Rhein zu helfen. Gegen 12.45 Uhr bekamen sie die Flammen unter Kontrolle. Mehr als zwei Stunden zuvor hatte der Skipper bemerkt, dass einer seiner beiden Motoren ausgefallen war. Zugleich drang starker Rauch aus dem Innenraum. Er war allein an Bord und steuerte mit der Yacht sofort das Budenheimer Ufer an. Dort konnte er sich unverletzt über den Bug an Land retten. Trotz des Einsatzes von Wasserschutzpolizei und Feuerwehr brannte die 15 Meter lange Yacht aus Glasfaserkunststoff komplett aus. Die Reste des Bootes wurden im Anschluss von einem Bergungsschiff zu einer Werft gebracht. Die genaue Brandursache war noch unklar, die Wasserschutzpolizei ging von einem technischen Defekt am Motor aus. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturmwochenende - DGzRS half über 70 Menschen
(21.9.10) Bei kräftigen bis zeitweise starken Winden aus westlichen Richtungen sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Wochenende des 17. bis 19. September über 70 Menschen vornehmlich in den Ostseerevieren vor Schleswig-Holstein (46) und Mecklenburg-Vorpommern (25), darunter zwei Mal vor Darßer Ort, zu Hilfe gekommen. Für fünf Personen wurden die Besatzungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in der Nordsee aktiv. Navigationsprobleme, Motor- und Ruderschäden sowie Mastbruch waren die häufigsten Ursachen. Das Seenotrettungsboot "Werner Kuntze" der Station Langballigau kam am Nachmittag des 18.9. 16 Menschen auf einer 18 Meter langen norwegischen Yacht zu Hilfe. In Höhe des Leuchtturms Kalkgrund hatte der starke Wind von sechs bis sieben Beaufort mit stürmischen Schauerböen den aus mehreren Teilen bestehenden Mast des Bootes derart zusammengestaucht, dass sich die Segler nicht mehr selbst helfen konnten. Die Seenotretter brachten Schiff und Besatzung, die an einer Regatta auf der Flensburger Förde teilgenommen hatten, sicher in den Hafen des dänischen Ortes Sonderburg. Bereits am Abend des 17.9. rettete die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Walter Merz" der Station Schleswig zwei Jollensegler aus der Schlei vor Fahrdorf. Eine Windbö hatte das Boot der beiden auf die Seite gedrückt. Dabei waren die Segler über Bord gegangen. Der Kapitän eines Ausflugsdampfers hatte die Notlage beobachtet und die Seenotretter alarmiert. Die "Walter Merz" nahm die beiden Segler an Bord. Die Seenotretter versorgten sie und brachten auch die Jolle sicher an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Wer ist der Tote aus der Rettungsinsel?
(21.9.10) Einen grausigen Fund machten zwei Mitarbeiter der Schutzstation Wattenmeer am Abend des 21.9. am Strand von Westerhever. Gegen 19 Uhr entdeckten die beiden ein großes, orangefarbenes Teil am Flutsaum. Bei näherem Hinsehen stellte sich heraus, dass es sich um eine aufgeblasene Rettungsinsel handelte. Direkt daneben entdeckten die beiden Männer den Leichnam eines etwa 50-jährigen Mannes. Kriminalpolizei und Wasserschutzpolizei Husum haben noch am Abend die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Millionenschaden bei Kollision der "Avalon Imagery"
(21.9.10) Ein technischer Defekt war die Ursache für die Havarie des in Valletta beheimateten Flusskreuzfahrers "Avalon Imagery" in einer Schleuse des Main-Donau-Kanals bei Hausen. Nach Erkenntnissen der Gutachter hat ein Defekt in der Motor- und Steuerungselektronik in der Nacht zum 19.9. zu dem Unfall geführt. Sieben Menschen waren zum Teil schwer verletzt worden, als das Schiff die Schleusenwand rammte. Bis auf einen konnten aber alle bis zum Morgen wieder entlassen werden. Menschliches Versagen ist laut Wasserschutzpolizei nahezu auszuschließen. Die Passagiere führten am 19.09.2010 eine - ohnehin geplante - Stadtrundfahrt in Nürnberg durch. Nach der Einnahme eines Essens auf dem Schiff begaben sich die Gäste am Abend des 19.9. mit Bussen nach Nürnberg, wo sie zurzeit noch in einem Hotel untergebracht sind. Die Weiterfahrt des Schiffes ist nach wie vor untersagt. Mehrere Gutachter führten vor Ort Untersuchungen an dem Fahrgastschiff durch. Die Schleuse Hausen blieb funktionstüchtig. Nach ersten Schätzungen entstand an dem Bauwerk ein Sachschaden von etwa 15.000 bis 20.000 Euro. Der Sachschaden an dem Schiff dürfte nach ersten Schätzungen im Bereich von rund einer Million Euro liegen. Zurzeit wird geprüft, wie und wo das Schiff zur Reparatur gebracht werden kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Zigarette zerstörte Boot
(21.9.10) Ein 9.7 Meter langer Kutter geriet am 18.9. im Bootshafen von Ucluelet in Brand, nachdem ein Betrunkener an Bord mit einer Zigarette eingeschlafen war. Um 4:15 Uhr wurden die Ucluelet Volunteer Fire Brigade und Coast Guard alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Boot bereits in Vollbrand und trieb im Hafen, nachdem die Flammen die Haltetrossen zum Schmelzen gebracht hatten. Erst nach dreieinhalb Stunden gelang es, das inzwischen bei der Seaplane Base Road angetriebene Wrack abzulöschen. Wegen auslaufenden Öls wurde es eingeschlängelt. Der vermutliche Brandauslöser wurde Stunden später unversehrt entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Polizeichef in heroischem Rettungseinsatz
(21.9.10) Zwei Fischer aus Springfield, Massachusetts, wurden von dem örtlichen Polizeichef aus der Brandung gerettet, nachdem ihr 34 Fuß langer Kutter "Free Spirit" in hoher Brandung nahe des Black Rock am Morgen des 19.9. gekentert war. Sie hatten sich an Leinen am Bug des Schiffes geklammert, das inmitten der Wellen, die Hurrikan Igor aufgebaut hatte, umgeschlagen war. Die Rescue Squad und das Fire Department waren um 7:50 Uhr ausgerückt, nachdem zwei Surfer, die Augenzeugen des Unglücks geworden waren, sie alarmiert hatten. Ein weiterer Kutter lag außerhalb der Brandungszone, ohne selbst helfend eingreifen zu können. Der Polizist, der vier Jahre bei der Coast Guard gedient hatte, legte seine Tauchausrüstung an und kämpfte sich zu dem von seinem Anker am Ort gehaltenen Boot durch. Er wies die Fischer an, schwere Kleidung abzustreifen. Dann half er dem ersten an eine Rettungsboje und bugsierte ihn binnen 10 Minuten in tieferes Wasser, wo er von einem Boot aufgenommen wurde. Dann wurden der zweite und sein Retter von einem Patroullienboot aus dem Wasser gezogen. Beide Schiffbrüchigen wurden anschließend mit leichter Unterkühlung behandelt, ihr Schiff von der Baywatch nach Hog Pen geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Hurrikan Igor sorgt für Chaos
(21.9.10) Die kanadische Husky Energy begann mit der Evakuierung zweier Halbtaucher im White Rose Ölfeld, das im Zuggebiet von Hurrikan Igor lag. In der Mangrove Bay wurden zwei Yachten sowie ein Kutter auf Grund getrieben, der ein großes Loch in der Seite hatte. Das Fahrgastschiff "Bermudian", mit dem Passagiere von Kreuzfahrern an Land gebracht werden, landete nahe St. George auf dem Strand. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nanny" kann Reise fortsetzen
(21.910) Der kanadische Tanker "Nanny" darf drei Wochen nach seiner Strandung die für Ortschaften in Nunavut bestimmte Dieselladung wieder aufnehmen. Der Tanker der Woodward's Oil Ltd. war am 1.9. in der Simpson Strait, rund 50 Kilometer von Gjoa Haven, mit 9500 Tonnen Öl auf Grund gelaufen. Nachdem er am 15.9. flottgemacht werden konnte, traf er tags darauf in Gjoa Haven ein, wo eine Inspektion des Rumpfes keine signifikanten Schäden zutage treten ließ. Transport Canada wird die Havarie untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Stryker" läuft an
(21.8.10) Die Ukpeagvik Inupiat Corporation hofft, die gesunkene Barge "Stryker" in der Harrison Bay, 40 Meilen westlich von Prudhoe, in den kommenden Tagen zu bergen. Die " Stryker" der Subgesellschaft Bowhead Transport Company war am 14.9. in der Beaufort Sea auf neun Fuß Wassertiefe gesunken. Sie transportierte Ausrüstung für Ölfelder, darunter Trailer und einen Vakuum-Truck. Bis zum 17.9. hatte 1,000 Gallonen Öl aus den Tanks der "Stryker", einem Generator und dem Tank des Lasters geleichtert. Rund 500 Gallonen verblieben an Bord. Bowhead beauftragte die Global Diving and Salvage, bei der Bergung zu assistieren. Um das Schiff wurde eine Sicherheitszone von einer Viertelmeile eingerichtet. An den Arbeiten sind UIC, die Pioneer Natural Resources, Bowhead, die U.S. Coast Guard, das Alaska Department of Environmental Conservation und der North Slope Borough beteiligt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Sturm beschädigt
(18.8.10) Der neuseeländische Frachter "Spirit of Resolution" (MMSI-Nr.: 512091000) geriet am 19.9. in Seenot, nachdem ein Sturm das Schiff beim Queren der Barre vor Manukau Harbour beschädigt und seine Ruderanlage in Mitleidenschaft gezogen hatte. Aus Port Taranaki lief der Schlepper "Rupe" mit sechs Mann Crew am Abend aus. Am Morgen des 20.9. erreichte er den 101 Meter langen Havaristen und eskortierte ihn nach Lyttelton. Hier sollte er nach dem Einlaufen untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



18 Verletzte bei Frachterbrand
(21.9.10) Im Schutzhafen von Yau Ma Tei geriet ein Frachter in Brand. 18 Menschen, darunter ein Dutzend Feuerwehrleute, wurden verletzt. Zwei wurden in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht, drei weitere mit weniger schweren Verletzungen. Mehrere Explosionen fanden statt, bevor der Brand nach fünf Stunden gelöscht werden konnte. Der Frachter hatte Metallschrott und Papier geladen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brand legte Marineschiff lahm
(21.9.10) Nahe der Sydney Heads brach auf dem australischen HMAS "Kanimbla" ein Brand aus, der den Antrieb des Schiffes auffallen ließ, das daraufhin in Richtung des North Head trieb. Gegen 16 Uhr wurde die Sydney Ports Corporation gebeten, einen Schlepper zu stellen. Dann gelang es aber, die Maschinen wieder anzufahren, sodass das Kriegsschiff eine Position vor Sydney Harbour zur Untersuchung erreichen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vom Korallenriff frei
(21.910) Der Frachter "Hummer H1", der vor Calatagan, Batangas, gestrandet war, wurde am Morgen des 21.9. wieder flottgemacht. Es hatte um 8.30 Uhr genug Wasser unterm Kiel, um aus eigener Kraft vom Riff freizukommen. Das Schiff ging drei Meilen vor der Küste von Calatagan vor Anker. Es war nach einem Navigationsfehler in ein Reservat vor Barangay Poblacion 4 nahe der Calatagan Pier geraten und hatte auf 200 Metern Länge große Schäden am Korallenriff angerichtet. Der Frachter der Matsya Shipping Lines wurde im Bugbereich beschädigt. Wenn die Seetüchtigkeit des Schiffes geprüft ist, sollte es seine Reise nach Manila fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Avalon Imagery" mit eingedrückter Nase   Großbild klick!
Flusskreuzfahrer rammte Schleuse
(20.9.10) Das unter Malta-Flagge laufende Flusskreuzfahrtschiff "Avalon Imagery" (MMSI-No. 256444000) rammte in der Nacht zum 19.9. gegen 23.30 Uhr die Schleuse von Hausen auf dem Main-Donau-Kanal. Dabei erlitten sieben der 161 Passagiere Verletzungen und mussten zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Schaden am Schiff wurde auf eine Million Euro geschätzt. Das Schiff war von Amsterdam nach Budapest unterwegs.
Aus noch ungeklärter Ursache stieß es in der Schleusenkammer mit dem Bug gegen das Schleusenoberhaupt und verklemmte sich dort. Die Mitarbeiter der Schleusenzentrale bemerkten den Unfall sofort und stoppten den Schleusungsvorgang. Durch den heftigen Aufprall verletzten sich in den Passagierräumen einige Gäste leicht.
Ein Mann stürzte vom Oberdeck ins Wasser und zog sich Rippenbrüche zu. Er wurde vom Rettungsdienst geborgen und zusammen mit weiteren sechs Fahrgästen ins Krankenhaus gebracht.
Mit Ausnahme der Verletzten blieben alle weiteren Passagiere und 41 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Schiff konnte nach dem Unfall aus der Schleusenkammer manövriert werden, sollte aber die Reise erst nach einer eingehenden technischen Überprüfung im Laufe des 19.9. fortsetzen. Es erlitt erhebliche Beschädigungen im Bugbereich und an den Radareinrichtungen. Die Schleuse Hausen war für etwa zwei Stunden gesperrt, konnte aber gegen 2 Uhr wieder freigegeben werden. Im Einsatz waren neben zahlreichen Kräften von Rettungsdienst und Feuerwehr Hausen auch Angehörige der Wasserwacht. Beamte der Wasserschutzpolizei Bamberg und Nürnberg, unterstützt von Polizeibeamten aus Bamberg und Forchheim nahmen vor Ort die Ermittlungen zur Unfallursache auf.
Die "Avalon Imagery" ist 135 Meter lang, 11,4 Meter breit und hat 1,4 Meter Tiefgang. Das 2005 von der Neptun-Werft in Rostock erbaute Schiff der Premicon AG in München ist für 170 Passagiere ausgelegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Kutter vor Lerwick
(20.9.10) Der auf den Shetland-Inseln beheimatete Kutter "Fairway - LK 270" erlitt am 19.9. ein Maschinenraumfeuer 40 Meilen nordöstlich von Lerwick. Die Shetland Coastguard fing gegen 22 Uhr ein Mayday des 23 Meter langen Schiffes auf. Die dreiköpfige Crew ging gegen den Brand vor, während ein Coastguard-Helikopter aus Sumburgh und das Lerwicker RNLI-Boot alarmiert wurden. Auch der dänische Kutter "Strömegg" sowie das schottische Fischereischutzschiff "Jura" nahmen Kurs auf den Havaristen. Es gelang, den Brand zu löschen. Das Schiff wurde dann nach Lerwick eingebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



SAR-Schiff rammte auf Probefahrt Tanker
(20.9.10) Der türkische Tanker "Pazar" wurde am 15.9. von dem SAR-Schiff "A.H. Floriana" in Valencia gerammt. Dieses hatte gerade zu einer Erprobung eine örtliche Werft verlassen und einen elektronischen Blackout erlitten, durch den es in die Steuerbordseite des Tankers rammte. Dieser machte beim Turia Norte Dock in Valencia zur Reparatur fest. Die "Pazar", 3229 tdw (IMO-Nr.: 8871003), wurde 1993 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker lief im Nieuwe Waterweg auf Grund
(20.9.10) Der italienische Tanker "Granato", 7071 tdw (IMO-Nr.: 9201774) erlitt beim Verlassen von Rotterdam in den Mittagsstunden des 18.9. einen Rudermaschinen-Blackout und lief auf Grund. Der Schlepper "RT Margot" machte den Havaristen wieder flott, der zunächst ankerte und dann in Rotterdam den Europoort anlief. Die dergestalt unterbrochene Reise nach Klaipeda konnte am 19.9. um 15.45 Uhr wieder aufgenommen werden. Die "Granato" (IMO-Nr.: 9201774) wurde 2000 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker verlor Öl
(20.9.10) Aus einem Binnentanker leckte am Nachmittag des 19.9. Dieselkraftstoff in einen Kanal bei Beddingen. Die von der Wasserschutzpolizei alarmierte Berufsfeuerwehr und die Freiwillig Feuerwehr aus Beddingen legten um das Schiff herum eine Ölsperre und pumpte binnen mehrerer Stunden das Oberflächenwasser ab. Der Kapitän gab an, das Leck sei bekannt gewesen. Im Hafen von Bad Bevensen hätten Taucher den Schiffsrumpf bereits untersucht und ihm sei eine mündliche Genehmigung zur Weiterfahrt erteilt worden. Am späten Nachmittag rückte die Feuerwehr wieder ab, und das Schiff machte einige hundert Meter weiter zum Löschen der Ladung fest. Quelle: Tim Schwabedissen



Hurrikan Igor lässt Schiffe stranden
(20.9.10) Im Hurrikan Igor riss sich das Regierungsboot "Bermudian" von seinen Moorings in St George los. Die Festmachertonne blieb an ihrer Position, doch das Schiff driftete auf den Strand. Auch eine Yacht trieb auf die Felsen der Mangrove Bay, Somerset. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackräumung in der Bay of Bengal
(20.9.10) Die Chittagong Port Authority will die Wracks von 20 gesunkenen Schiffen aus dem Karnaphuli River und der Außenreede der Bay of Bengal räumen. Die Arbeiten an den ersten 10 Wracks sind bereits angelaufen. 61 Schiffe sanken in dem Befreiungskrieg 2009 im Bereich von der Außenreede bis zur Kalurghat Bridge in Karnaphuli. Die Gesamtzahl von Wracks auf der Außenreede betrug 22, von denen sieben bislang geborgen wurden und sechs gerade in Arbeit sind. Es handelt sich um Fahrzeuge von 700 bis 1500 BRZ. PSP Marine Services, Al-Moudud, Hazi Taz Mohammad & Company und Heramon Salvage wurden mit der Räumung beauftragt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief auf Korallenriff
(20.9.10) Der Frachter "Hummer - H1", 1454 BRZ, lief mit einer Ladung von 1119 Tonnen Schnittholz in der Batangas Provinz auf der Reise Davao nach Manila in der Nacht zum 20.9. gegen 22 Uhr auf ein Korallenriff. Er hatte 24 Mann Besatzung an Bord. Das Schiff sitzt 0.5 Meilen westlich vom Calatagan Inlet entfernt auf Grund und erlitt Schäden an beiden Seiten des Bugs. Die Coast Guard in Manila schickte ein Team aus Calatagan, das am 20.8. gegen acht Uhr eintraf. Es stellte einen Riss von zwei Metern Länge an Steuerbord und einen vier Fuß langen Riss am Backbordbug fest. Gegen 9.30 Uhr traf das Schwesterschiff "Chrysler" ein, um Assistenz zu leisten. Die Bergung wird mehrere Tage dauern. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölquelle im Golf von Mexiko gekillt
(20.9.10) BP Plc hat von Bord des Rigs "Development Driller III" aus am 19.9. die Ölquelle Macondo 252 endgültig versiegelt, 153 Tage nach der Explosion der "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko, die 11 Menschen das Leben kostete. Durch die Entlastungsbohrung wurde am 17.9. sieben Stunden lang Zement in die Quelle gefüllt, der mittlerweile so weit gehärtet ist, dass diese als tot bezeichnet werden kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Trawler in Seattle
(20.9.10) Der 125 Fuß lange Trawler "Royal Enterprise" geriet am 19.9. im Hafen von Seattle in Brand. Das Seattle Fire Department war um 19.43 Uhr mit zwei Dutzend Einsatzkräften vor Ort, die auch von Feuerlösch- und Polizeibooten unterstützt wurden. Binnen einer Stunde gelang es, den Brand zu löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Zingst geborgen
(13.9.10) Seenotretter haben am Abend des 17.9. die fünfköpfige Besatzung einer Fehmaraner Yacht vor Zingst, Kreis Nordvorpommern, aus der von einem Sturm aufgewühlten Ostsee geborgen. Die Segler hatten bei Windstärken von sieben bis acht Beaufort und meterhohen Wellen stundenlang erfolglos versucht, den Nothafen Darsser Ort anzusteuern. Der Yacht war offenbar der Treibstoff ausgegangen. Ein Rettungskreuzer lief aus und brachte Schiff und Besatzung in den bei Prerow gelegenen Nothafen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiff vor Kongo vermisst
(18.9.10) Der Frachter "El Jaber 5" aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wird vor dem Kongo vermisst. Der letzte Kontakt war am 7.9. Die Marinebehörden von Gabon und Kongo suchten bislang vergeblich mnach dem Fahrzeug. Auch die Bourbon Off Shore Surf Company in Pointe Noire wurde um Assistenz gebeten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Fernandes" wurde abgeschleppt
(18.9.10) Der Schoner "Fernades" wurde am Nachmittag des 17.9., vier Tage nachdem er vor Bahar ic-Caghaq auf Grund gesetzt worden war, aus der Felsenbucht geschleppt. Zuvor war er provisorisch schwimmfähig gemacht worden. Mithilfe von Auftriebskörpern konnte das 26 Meter lange Schiff nun abtransportiert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausgebrannte Yacht gehoben
(18.9.10) Die 44 Fuß lange Yacht "Brass Monkey", die am 12.7. nach einem Feuer um 23.30 Uhr südlich von Wychmere Harbor gesunken war, wurde am 16.9. in einer 17-stündigen Bergungsaktion wieder gehoben. Das Schiff lag in 22-25 Fuß Tiefe. Die AGL Mooring aus Hyannisport führte die Bergung mithilfe von Luftsäcken durch. Die Yacht wurde dann nach Saquatucket Harbour eingeschleppt. Bei ihrem Untergang waren alle 11 Personen an Bord gerettet worden, doch die Rettungsboote aus Dennis und Harwich konnten den Untergang eine halbe Meile westlich von Monomoy Island nicht verhindern. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenausfall nach Feuer bei sieben Windstärken
(18.9.10) Der norwegische Longliner "Keltic", 521 BRZ (MMSI-Nr.: 258351000 ), erlitt am 17.9. gegen 10 Uhr einen Maschinenraumbrand. Die Shetland Coastguard schickte einen Helikopter aus Sunburgh sowie das Lerwicker RNLI-Boot zu dem Havaristen, der sich 30 Meilen östlich von Lerwick befand. Auch das schottische Fischereischutzschiff "Hirta" nahm bei sieben Beaufort Wind Kurs auf die Unglückssstelle. Die 13-köpfige Crew machte sich derweil an die Brandbekämpfung. Der Maschinenraum wurde mit Karbondioxid geflutet und der Maschinenraum abgeschottet. Um 10.30 Uhr war der Hubschrauber vor Ort. Um 11.40 Uhr wurde festgestellt, dass das Feuer erloschen war. Das RNLI-Boot nahm den Fischfänger gen Lerwick auf den Haken, wo der Schleppzug am Abend eintraf. Eine leckende Ölleitung, aus der Öl auf die Maschine floss, hatte das Feuer ausgelöst. Quelle: Tim Schwabedissen



"Patriot" sank wegen Stabilitätsproblemen
(18.9.10) Die US Coast Guard hat die Untersuchung zum Untergang des 54 Fuß langen Kutters "Patriot" vor Gloucester in Januar 2009, bei dem dessen zweiköpfige Crew ertrank, abgeschlossen. Ein plötzlicher Verlust an Stabilität hat das Schiff so schnell kentern lassen, dass die beiden Fische an Bord nicht mehr an Rettungsgerät herankamen. Unterwasserlauscheinrichtungen hatten eine Serie von lauten Knallen aufgezeichnet, die auf der "Patriot" kurz vor ihrem Untergang stattfanden. Dies lässt auf Flutungen wegen Stabilitätsproblemen schließen. Darüber, warum es zu diesem Stabilitätsverlust kam, wollte die Coast Guard nicht spekulieren. Sie merkte aber an, dass das Fehlen eines dritten Mannes möglicherweise zusätzliche Probleme kreiert hat. Ein Feuer an Bord wurde ausgeschlossen. Die Coast Guard empfahl, Schiffe unter 79 Fuß Länge einem Stabilitätstest zu unterziehen und stets sicherzustellen, dass die Notsender korrekt installiert sind. Der Sender der "Patriot" aktivierte sich beim Untergang nicht. Das Schiff sei selber in gutem Zustand und die Crew professionell gewesen. Fehlerhaftes Verhalten gab es aber bei der Küstenwache selbst, die zwar um 1:35 Uhr von dem Unglücksfall erfuhr, jedoch erst gegen vier Uhr Schiffe auslaufen ließ, weil es Mängel in der Informationsbeschaffung über die "Patriot" gab. Da war es für die beiden Männer der "Patriot" zu spät. Quelle: Tim Schwabedissen



US-Zerstörer wird künstliches Riff
(18.9.10) Der amerikanische Zerstörer U.S.S. " Arthur W. Radford", 8040 ts, wird 30 Meilen vor Capy May im Oktober versenkt und damit das größte künstliche Riff an der US-Ostküste werden. Wenn das Schiff verankert ist, sollen Löcher inder Größe von 18 Inch bis zwei Fuß in den Rumpf geschnitten und die Seeventile geöffnet werden, sodass es binnen einer Stunde auf 140 Fuß Wassertiefe sinken dürfte. Er soll eine Tauchattraktion und Fischheimat am Deljerseyland Reef werden. Am 18. Und 19.9. durften ehemalige Fahrensleute im Rahmen eines letzten Bordbesuches dem Schiff Goodbye sagen. Die Staaten New Jersey, Delaware und Maryland sind in einem Joint Venture daran beteiligt, die "Arthur W. Radford" beim Philadelphia Naval Shipyard für 800,000 Dollar, die anteilig aufgebracht warden, für ihre letzte Reise auf den Meeresgrund herzurichten. In diesem Zuge wurden die oberen 30 Fuß des Schiffes demontiert, das nun 10 Fuß höher als zuvor aus dem Wasser ragt. Die Bordtoiletten wurden extra für Fotos von Sporttauchern an Bord belassen, anders als Unmengen von Kupferrohren.
USS "Arthur W. Radford" (DD-968) gehörte zur Spruance-Klasse. Sie lief am 21.3.1975 bei der Ingalls Shipbuilding Division of Litton Industries at Pascagoula, Mississippi vom Stapel und wurde am 16. April 1977 in Dienst gestellt. Am 6.6. sichtete die "Arthur W. Radford" vor Virginia Capes im Sturm die gekenterte "Dixie Lee II" 300 Yards südlich der Thimble A Shoals Channel Tonne 21. Das flache Wasser hinderte sie aber an einer Rettungsoperation für die im Wasser treibende Crew. Am 28.7.1979 versenkte sie mit einem Harpoon Flugkörper die Hulk des ausgedienten Zerstörers "Gaziantep", der vormaligen "Lansdowne", im Mittelmeer Am 19.3 .1985 fing sie das Mayday des liberianischen Tankers "Caribbean Breeze" auf, der im Persischen Golf attackiert worden und in Brand geraten war. Sie schickte einen Helikopter zur Assistenz.
Am 4. Februar 1999 um 23.34 Uhr kollidierte die "Arthur W. Radford" während Kalibirierungstests mit dem 656 Fuß langen RoRo-Containerfrachter "Saudi Riyadh", 29,259 BRZ, der für Baltimore bestimmt in die Chesapeake Bay einlief. Die "Saudi Riyadhs" rammte 30 Fuß achterlich des Bugs in die Steuerbordseite des Vorschiffes der "Arthur W. Radford". Dabei erlitt sie einen vier Fuß hohen, 30 Fuß langen Riss. Die "Arthur W. Radford" wurde steuerbordseitig auf einer Tiefe von 25 Fuß in Höhe des Hauptdecks bis hinab zur Wasserlinie zerstört. Dabei wurden auch die Abschussrohre der Tomahawk -Cruise Missiles beschädigt. 13 Seeleute wurden verletzt. Die Reparaturkosten betrugen 32,7 Millionen Dollar. Die Reparaturen wurden am 13.9. abgeschlossen. 2003 wurde der Zerstörer außer Dienst gestellt und am 6.4.2004 aus dem Naval Vessel Register gestrichen. Am 8. Juni 2010, ging sie ins Eigentum des State of Delaware zur Versenkung am Del-Jersey-Land Inshore Reef über. Er ist 172 Meter lang, 16,8 Meter breit und hat 8,8 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision vor Istanbul
(18.9.10) Auf der Reede von Istanbul kollidierte am Nachmittag des 16. September der türkische Frachter "Meziyet Ana" mit dem holländischen Schwerguttransporter "Super Servant 4". Beide Schiffe gingen danach vor Anker. Die "Meziyet Ana", 8890 tdw (IMO-Nr.: 8418265) läuft unter der Flagge von Malta, Manager ist die Kalkavan Transport Denizcilik. Die "Super Servant 4", 14138 tdw (IMO-Nr.: 8025343) wurde 1982 erbaut und hat als Manager die Superior Energy Services LLC. Die aus 22 Ukraniern bestehende Crew blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Pier in Bremen
(18.9.10) Am Vormittag des 16.9. kollidierte der unter der Flagge Singapurs fahrende Massengutfrachter "Cos Bonny", 2675 BRZ (IMO: 9117399) kurz nach dem Ablegen im Industriehafen beim Drehmanöver mit einer Anlegebrücke und beschädigte diese dabei schwer. Am Schiff selbst entstanden nur geringe Beschädigungen am Vorschiff. Zum Unfallzeitpunkt befand sich der Frachter mit Lotsenberatung und fuhr mit der Assistenz dreier Schlepper. Die Schadenshöhe an der Anlegebrücke wurde auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Der Frachter, der sich auf dem Weg nach Rotterdam befand, musste zur Unfallaufnahme wieder festmachen und durfte Bremen erst am frühen Morgen des 17.9. wieder verlassen, nachdem die Fahrtüchtigkeit durch die Klassifikationsgesellschaft des Schiffes bestätigt wurde. Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Unfallursache dauerten an. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre schraubenlos
(18.9.10) Die holländische Fähre "Friesland", 3583 BRZ (IMO-Nr: 8801058), verlor am 13.9. einen ihrer beiden Propeller im Hafen von Harlingen. Warum er sich von dem Schaft löste, war noch unbekannt, möglicherweise hatte sich eine Verschraubung gelöst. Ein Taucher stieg ins Hafenbecken ab. Um die 20000 Euro werte Schraube mit einem Durchmesser von 2,5 Metern wieder aufzuspüren. Vorerst blieb die Fähre mit dem verbliebenen Propeller bei reduzierter Fahrt im Dienst Harlingen - Terschelling und erhielt im Hafen die Assistenz von Schleppern. Quelle: Tim Schwabedissen



'Fundy Mistress' gestrandet   Großbild klick!
Kutter sitzt weiter vor Point Richie fest
(17.9.10) Der 20 Meter lange Kutter "Fundy Mistress", der am 14.9. nahe des Point Riche Lighthouse an der Nordhalbinsel von Neufundland strandete, blieb auch am 16.9. auf seiner Backbordseite liegend dort, nachdem ein Versuch der Besatzung, ihn am Vortag bei Hochwasser flottzubekommen, gescheitert war. An Bord sind 5,4 Tonnen Dieselkraftstoff, das bislang noch nicht durch die kanadische Coast Guard geleichtert werden konnte. Die Konfiguartion der Tankstruktur in Kombination mit der Lage des Schiffes vereitelten ein Abpumpen mittels Schläuchen. Inzwischen wurde noch ein zweiter Ölschlängel um den Kutter ausgelegt. Am Morgen des 17.9. wurde ein Versorger erwartet, der ihn freischleppen sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Beschädigtes Fahrgastschiff in Lübeck zur Reparatur
(17.9.10) Am 13.9 erreichte das im Juli diesen Jahres bei einem Brand im Maschinenraum beschädigte Wismarer Fahrgastschiff "Hansestadt Wismar" der Reederei Clermont am Haken des Lübecker Schleppers "Axel" die Trave, wo auf einer Werft die notwendigen Reparaturen durchgeführt werden sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf dem Rhein
(17.9.10) Ein 85 Meter langes Binnenschiff und eine 30 Meter lange Autofähre sind am Morgen des 15.9. auf dem Rhein bei Duisburg zusammengestoßen. Das mit Zuckerrüben beladene Binnenschiff konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen, als die Fähre seinen Weg querte. Beide Schiffe wurden leicht beschädigt. Die Wasserschutzpolizei leitete gegen den Kapitän der Fähre Ermittlungen ein. Als Unfallursache kämen Unachtsamkeit, Strömungen oder schlechte Sicht in Betracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper barg auch Anker der "MSC Iris"
(17.9.10) Der Schlepper "Multratug 18" barg am 16.9. einen bei der Strandung des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "MSC Iris", 21586 BRZ (IMO-Nr.: 8201624) auf der Westerschelde vor Hansweert nahe Tonne 49 verloren gegangenen Buganker. Der Frachter selbst erreichte Antwerpen am frühen Morgen des 16.9. am Haken der "Multratug 5", "Multratug 18", Union Grizzly" und "Union Amber" - die ebenfalls an der Bergung beteiligten Schlepper "Bravo", "Multratug 10", "Multratug 11" und "Union Grizzly" waren nach dem erfolgreichen Freischleppen entlassen worden. Er verließ die Berendrechtschleuse um 5.15 Uhr und machte eine knappe Stunde darauf am Delwaide-Dock fest. Am selben Abend ging es weiter zum Churchilldock. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Öltransporter nun im Hafen von Tapao Yao Island
(17.9.10) Der Öltransporter "Choke Thavorn 6", der am 14.9. aus 43 Metern Tiefe vor Phuket gehoben worden war, erreichte mittlerweile Tapao Yao Island, wo er an der Rasada-Pier vertäut wurde. Taucher hatten das am 4.9. gesunkene Schiff mithilfe von 130 jeweils mit 200 Liter Luft gefüllten Behältern wieder an die Wasseroberfläche gebracht. Während der Arbeiten trat keinerlei Öl aus. Quelle: Tim Schwabedissen



"Severn Sands" könnte noch einen Monat gestrandet bleiben
(17.9.10) Das gestrandete britische Baggerschiff "Severn Sands" wird wohl noch eine Weile auf einer Sandbank bei Chivenor liegen bleiben. Damit bleibt die Sorge von Hausbootbewohnern, das Schiff könne noch einmal ins Treiben kommen und ihre Fahrzeuge gefährden. Erst in rund einem Monat wird die Flut wieder so hoch auflaufen, dass sich eine Chance ergibt, das bei Ebbe hoch und trocken liegende Schiff wieder flottzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Marina in St. Ignace nach Bootsuntergang gesperrt
(17.9.10) Das Motorboot "Helen D" sank in der Nacht zum 14.9. in der St. Ignace Municipal Marina. Zwei Tage später erst gelang es, das Boot zu heben. Eine unbekannte Menge Dieselöl trat bis dahin aus. Eine Entsorgungsfirma wurde beauftragt, das Öl zu beseitigen. Bis die Reinigung abgeschlossen ist, bleibt die Marina teilweise gesperrt. Die Ursache des Untergangs war noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Schoner "Fernandes" wieder auf ebenem Kiel
(17.9.10) Der türkische Touristenschoner "Fernandes" wurde am Nachmittag des 16.9. wieder schwimmfähig gemacht, drei Tage, nachdem er bei Bahar ic-Caghaq auf Grund gesetzt worden war, um einen Untergang als Folge der Kollision mit einem Riff vor Ghallis Tower abzuwenden. Taucher des Bezzina Shipyard und des Eigners, Captain Morgan, hatten zuvor begonnen, mehrere Löcher im Rumpf mit vor Ort gefertigten Leckpatschen abzudichten. Dann wurde das auf der Steuerbordseite liegende Schiff mit Pumpen gelenzt, und es richtete sich langsam auf. Die Operation wurde mit Hebekissen unterstützt. Nun liegt das 26 Meter lange Schiff, dessen Ruderhaus von der Brandung in den Tagen nach der Havarie teilweise eingeschlagen und fortgerissen wurde, wieder auf ebenem Kiel. Am 18.9. sollte es in den Hafen geschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot verlor Propeller bei Strandung
(17.9.10) Das 30 Fuß lange Sportboot "Know Lost Time" lief am 16.9. gegen 10 Uhr in Boston auf eine Felsenbarre, die sich von Nixes Mate Island zur vorgelagerten Gallups Island erstreckt. Die zweiköpfige Crew blieb unversehrt. Ein Schlepper konnte das Boot vier Stunden später wieder zurück in sein Element. Dabei verlor es allerdings seinen Propeller, der einen Wert von 1000 Dollar darstellt. Die Environmental Police war während der Bergung vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre auf Amur verunglückt
(17.9.10) Das Flussfahrgastschiff "Kola Beldy" mit 80 Passagieren an Bord verunglückte am 16.9. auf dem Amur-Fluss. Dabei wurden zwei Männer und zwei Frauen verletzt. Das Hydrofoil war unterwegs von Nikolaevsk nach Khabarovsk. Dorthin wurden die Verletzten nach einer medizinischen Erstversorgung auch gebracht. Die übrigen Fahrgäste wurden mit Bussen zu ihren Zielorten weiter transportiert. Quelle: Tim Schwabedissen



189 Container der "MSC Chitra" noch vermisst
(17.9.10) Über fünf Wochen nach der Kollision der "MSC Chitra" mit der "Khalija III" vor Mumbai fehlt von 189 Containern bis zum 16.9. noch jede Spur. Sie waren nach dem Zusammenstoß am 7.8. über Bord gegangen und liegen entweder am Wrack oder weiter entfernt auf dem Meeresgrund. Neiun von ihnen enthielten giftige Substanzen, darunter Phosphen und Pestizid. Der Ölverlust der "MSC Chitra" beträgt nach derzeitigen Schätzungen zwischen 100 und 400 Tonnen. Genauer lässt sich dies erst sagen, wenn alle Deckscontainer entfernt sind und die Berger in den Rumpf eindringen können. Sicher ist, dass die Steuerbordtanks intakt geblieben sind, da die "Khalija III" sich in die Backbordseite bohrte. Zu der Zeit waren insgesamt 3300 Tonnen Öl und ölhaltige Substanzen an Bord. Bislang hat MSC an die 10 Millionen Dollar für Reinigungsarbeiten aufgewendet sowie weitere 216000 Dollar dem Maharashtra Pollution Control Board für Aufräumarbeiten gezahlt. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgerissener Steuerbordbug   Großbild klick!
Panik auf Fährkatamaran in Kos
(16.9.10) 38 Passagiere wurden auf der türkischen Katamaranfähre "Aegean Cat" verletzt, als diese einen Kai in Kos am 15.9. um 11.20 Uhr rammte. Der Katamaran kam aus dem türkischen Didim und hatte 209 Passagiere sowie sechs Mann Crew an Bord. Fünf Fahrgäste wurden ernsthaft verletzt, sie erlitten u.a. Knochenbrüche, 20 erlitten leichtere Verletzungen. Sie wurden nach Bodrum ins Krankenhaus gebracht. Die "Aegean Cat" rammte zweimal gegen den Kai, dabei wurde der Steuerbordbug aufgerissen. Nach einem vergeblichen ersten Versuch, anzulegen, versuchte sie mit höherem Tempo an den Kai zu kommen, dabei krachte sie gegen die Mole. Hierbei kamen die meisten Passagiere zu Schaden, die zuvor hochgekommen waren, um zu sehen, was passiert war. Viele stürzten, und einige erlitten Schnittverletzungen durch Glasbruch. Trümmer stürzten auf sie herab. Vereinzelt sprangen Menschen sogar in Panik über Bord. Die "Aegean Cat", 42 tdw (IMO-Nr. 8803692), wurde 1988 erbaut und läuft im Management des Yesil Marmaris Turizm. Ihre Kollision wurde wohl durch ein technisches Versagen verursacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Tanker auf der Schelde
(16.9.10) Der unter Panama-Flagge laufende Gastanker "Gas Sincerity", 3818 BRZ (IMO-Nr.: 9227118) kollidierte am Abend des 15.9. auf dem Wandelaar-Ankerplatz auf der Westerschelde mit dem ebenfalls unter Panama-Flagge laufenden Tanker "Polar", 40690 BRZ (IMO-Nr.: 9299563). Die "Polar" war unbeladen und hatte kurz zuvor eine Werftzeit bei Antwerp Shiprepair beendet. Die "Gas Sincerity" lag mit einer Ladung von 1600 Tonnen Propylän vor Anker, als sie am Backbordbug gerammt wurde. Die "Polar" ankere nach der Kollision bei Westhinder, während die "Gas Sincerity" die Erlaubnis erhielt, den Braakmanhafen in Terneuzen anzulaufen, wohin die Ladung bestimmt war. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsboot vor Schiermonnikoog gestrandet
(16.9.10) Am 14.9. gegen 21 Uhr wurde das Rettungsboot "Koning Willem I" der KNRM-Station Schiermonnikoog alarmiert, weil südlich des Fährdamms das Ausflugsboot "Heffesant" der Waddencruises aus Pieterburen mit rund 100 Passagieren auf Grund gelaufen war. Beim Wegdrehen vom Fährdamm hatte der Wind das Schiff erfasst und auf Grund gedrückt. Weil es noch einige Zeit gedauert hätte, bis das Wasser höher aufgelaufen wäre, wurde die Assistenz des Rettungsbootes erbeten, das binnen einer halben Stunde den Havaristen wieder flottmachte, der seine Fahrt nach Lauwersoog dann fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepperflotte barg Containerfrachter auf der Schelde
(16.9.10) Auf der Westerschelde nahe Hansweert lief bei Tonne 489 am Nachmittag des 15.9. der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Iris", 21370 tdw, nach einem vollständigen Blackout auf Grund. Ein halbes Dutzend Schiffe machten sich daran, ihn wieder flottzumachen. Nach über einer Stunde gelang es der vereinten Kraft der "Multratug 5", Multratug 10", "Multratug 11" und "Multratug 18" aus Terneuzen sowie der "Union Amber" und "Union Grizzly" von URS aus Antwerpen, das Schiff freizubekommen. Es wurde dann nach Scheer-Ouden-Doel zur Inspektion gezogen. Die "MSC Iris" (IMO-Nr.: 8201624) wurde 1982 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Eisbrecher wurde heiß
(16.9.10) Am 14.9. brach auf dem russischen Eisbrecher "Magadan", der zu Reparaturen beim Slavyanka Shiprepair Yard, in Slavyanka, Primorye, gedockt war, bei Schweißarbeiten ein Feuer aus. In einem Nahrungsmittellager waren Isolation und Verkleidungen durch Funkenflug in Brand geraten. Es gelang der Feuerwehr, den Brand binnen einer Stunde zu löschen. Die "Magadan", 1909 tdw (IMO-Nr: 8009193), wurde1982 erbaut und wird von der FESCO eingesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kran rammte Tanker und Schlepper
(16.9.10) Am 14.9. rammte der Schwimmkran "Inzh-Geo", als er von dem Schlepper "Grifon-1" durch den Hafen von Novorossiysk gezogen wurde, gleich zwei Schiffe, den Chemikalientanker "Admiral T" sowie den Schlepper "Melaniya". Der Tanker wurde im Bereich des Steuerbord-Vorschiffes auf einer Länge von eineinhalb Metern rund 1,5 Meter oberhalb der Wasserlinie eingebeult. Die "Admiral T.", 40474 tdw (IMO-Nr. 8504870) wurde 1988 erbaut und läuft unter der Flagge Panamas im Management der Nortech Shipping Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler lief bei Juneau auf Grund
(16.9.10) Der 34 Fuß lange Kutter "Pegge" lief am Abend des 14.9. im Gastineau Channel gegenüber des Sheep Creek nahe Juneau auf Grund. Die Coast Guard Juneau wurde über VHF um 20.30 Uhr von einem anderen Schiff verständigt und schickte ein kleines Boot, das 25 Minuten später vor Ort war. Der Kutter lag mit leichter Steuerbordschlagseite auf Grund. An Bord waren 60 Gallonen Diesel. Die dreiköpfige Crew wollte an Bord bleiben und versuchen, den Kutter wieder flottzumachen. Sie blieb während der ganzen Nacht in Funkkontakt mit der Coast Guard. Als dies bis zum folgenden Morgen nicht gelungen war, wurde sie von dem 25-Fuß-Boot der Station Juneau doch abgeborgen und nach Juneau gebracht, um dort das Abendhochwasser abzuwarten. Die "Pegge" ist ein Trawler aus Pelican in Südost-Alaska. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölbarge lief auf Grund und sank
(16.9.10) Die Coast Guard Anchorage wurde gerufen, nachdem am 14.9. um 11.55 Uhr die motorisierte Ölbarge "Stryker" auf Grund gelaufen und auf neun Fuß Wassertiefe teilweise gesunken war, als sie von der künstlichen Insel Oooguruk Island kommend durch die Beaufort Sea lief. Die Unglücksstelle lag 40 Meilen westlich der Prudhoe Bay. An Bord waren 1,200 Gallonen Öl, doch nachdem alle Tanks gesichert waren, verflüchtigte sich ein dünner Ölfilm von bis zu 180 Metern Länge am Schiff schnell. Die Küstenwache Anchorage koordinierte ihren Einsatz mit dem Alaska Department of Environmental Conservation, dem Bargeneigner Bowhead Transportation Company, der Ukpeagvik Inupiat Corporation, den Pioneer Natural Resources und den Alaska Clean Seas. Um das Schiff wurden Ölschlängel ausgelegt. Ein Schlepper von Crowley ging auf Standby, ein weiterer machte sich auf den Weg. Vor einer Bergung soll das Öl geleichtert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Auto und Schlepper in Geertruidenberg gehoben
(16.9.10) Der belgische Schubschlepper "Wilmer F.", 24 tdw (MMSI-Nr.: 6503738) von Fransbergen, der am 11.9. im Hafen von Geertruidenberg kenterte, dürfte ein Totalverlust sein, weil Motor und Generatoren des 22,5 Meter langen Schiffes unter Wasser standen. Es hatte einen Ponton mit Ruderhäusern von Schiffsneubauten transportiert, als es in Geertruidenberg bei der Bunkerstation Dongemond festmachte. Beim Anheben des auf Deck mitgeführten Wagens, der an Land gesetzt werden sollte, gab es auf einmal einen lauten Knall, und der Kran begann auszuschwingen. Durch das Gewicht des Autos am Kran wurde der Schubschlepper so kopflastig, dass er kenterte und sank. Der Kapitän und sein rumänischer Decksmann retteten sich durch einen Sprung ins Wasser. Nach dem Untergang galt es 2,5 Tonnen Dieselkraftstoff aus dem Tank zu pumpen. Am 13.9. wurde als erstes das bei dem Unglück ebenfalls versunkene Auto geborgen, ehe der Schlepper durch den Snoo Duik- en Bergingsbedrijf in Geertruidenberg aufgerichtet und gehoben wurde. Der Olieservice 2 der Drechttank Cleaning lag bereit, um eventuelle Ölverunreinigungen zu bekämpfen. Die "Wilmer F" lief von 1955 bis 1991 als "Oudenborgh", dann bis 1994 als "Retro" und bis 2001 als "Friso", ehe sie zur "Wilmer F" wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter erreichte als Kabrio den Hafen von Duisburg
(16.9.10) Der unter Antigua-Barbuda-Flagge laufende Frachter "RMS Twisteden", 1898 BRZ (IMO-Nr.: 9195468) machte am 12.9. in Duisburg fest, nachdem er in der vergangenen Woche eine Brücke in Antwerpen gerammt hatte. Hier soll er bei der Richer Girl Werft repariert werden. Das Ruderhaus war bei der Kollision völlig zerstört worden, doch da die zur Fahrt notwendige Ausrüstung noch nutzbar war, durfte das Schiff die Rheinpassage auch als Cabrio antreten. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker in der Arktis wieder frei
(16.9.10) Der mit 9000 Tonnen Öl beladene kanadische Tanker "Nanny" ist nach dem Leichtern eines Teils der Ladung am 15.9. wieder freigekommen. Die Arbeiten hatten zwei Tage gedauert. Danach nahm das Schiff Kurs auf Gjoa Haven in dem Nunavut-Territorium, wo eine Taucheruntersuchung des Rumpfes stattfinden soll, ehe das Schiff seine Reise fortgesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kletterpartie für Feuerwehr in Curtis Bay
(16.9.10) Am 14.9. brach auf einem 270 Fuß langen Küstenwachboot, das am Curtis Bay Coast Guard Yard lag, ein Feuer aus. 47 Feuerwehrleute des Anne Arundel County wurden um 22.32 zu dem Trockendock gerufen, nachdem Rauch aus dem Schiff aufstieg. Sie mussten vier Decks hoch klettern, um ins Schiffsinnere zu kommen, und dann wieder drei Decks hinab, um aufs Hauptdeck zu gelangen. Wahrscheinlich entstand der Brand durch einen Kurzschluss nahe des Maschinenraums. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank auf letzter Jahresreise
(16.9.10) Der 12 Meter lange Kutter "Wind Dancer II" sank am Nachmittag des 13.9. vor Grand Manan in der Bay, als er am letzten Tag der Hummersaison auf der Heimfahrt war. Die drei Mann Besatzung wurden gerettet. Das Schiff hatte gerade die Bull Rock Buoy passiert, das Fanggeschirr war eingeholt und verstaut, als sie bemerkten, dass das Schiff sich stärker als normal auf die Seite legte. Dann brach vom Heck her und dann von der Seite Wasser ein. Die drei Männer hatten gerade noch Zeit, ihre Rettungswesten anzulegen und einen Mayday-Ruf abzusetzen, bevor das preisgekrönte, neun Jahre alte Schiff kenterte und acht Meilen südlich von Grand Manan auf Tiefe ging. Eine Dreiviertelstunde später rettete ein Boot der U.S. Coast Guard aus Eastport, Maine, die Schiffbrüchigen. Später wurden sie von einem Zodiac des Department of Fisheries and Ocean -von Grand Manan zurück nach Ingalls Head gebracht. An der Rettungsaktion waren auch ein Hercules-Helikopter aus Greenwood sowie ein Sea King aus Shearwater beteiligt gewesen. Warum der Kutter sank, war den Geretteten ein Rätsel. < I>Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter von Grecian Rocks geborgen
(16.9.10) Der 49 Fuß lange Trawler "Lisern II" wurde am Abend des 10.9. von den Grecian Rocks geborgen, rund zwei Wochen nach seiner Strandung auf der Reise nach Colombia am 28.8. in der Florida Keys National Marine Sanctuary. Die Bergung wurde durch TowBoat/US in Key Largo durchgeführt. Die Arbeiten dauerten drei Tage und waren ein Wettlauf gegen die Zeit, weil ein Aufbrechen des Bootes befürchtet wurde. Vor der Bergung waren vier Löcher im Rumpf abzudichten. Weil es so hoch auf dem Riff lag, war ein Einsatz von üblichen Hebegeräten nicht möglich, so wurde der Kutter bei Hochwasser gegen 22 Uhr mit einem Gewicht von 25000 Pfund beschwert, um ihn aufzurichten, mit drei Bergungsbooten über das Riff gezogen. Zurück blieb eine zwei Fuß tiefe, 50 Fuß lange Rinne in den Korallen. Biologen untersuchen nun den Schaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Themseschiff
(16.9.10) Eine Themsefahrt musste abgebrochen werden, nachdem am 15.9. auf dem Ausflugsschiff "Silver Sturgeon" ein Maschinenraumbrand ausgebrochen war. Die 39 Passagiere sowie 10 Besatzungsmitglieder mussten nahe der Barrier Gardens Pier, Woolwich, gegen 18.20 Uhr evakuiert werden. Die Feuerwehr ging mit Atemschutz gegen den von starker Rauchentwicklung begleiteten Brand vor und konnte eine Ausbreitung verhindern. Im Einsatz waren Feuerwehren aus Woolwich, East Greenwich und Plumstead sowie ein Löschboot. Um 20.45 Uhr war das Feuer gelöscht. Das Flussschiff wurde nach Wapping zur Untersuchung abgeschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Race Rocks gestrandet
(16.9.10) Auf den Race Rocks strandete am 15.9. der hölzerne Kutter "Pacific Prowler" und schlug leck. Auf den um 2.30 Uhr ausgestrahlten Notruf kamen die HMCS "Calgary" der kanadischen Marine sowie ein Schiff der Coast Guard zu Hilfe. Die Crew ging derweil in eine Rettungsinsel. Mit steigendem Wasser kam der Kutter um 3.30 Uhr wieder frei und wurde zur Fisherman's Wharf geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



20 Tote auf Ausflugsfahrt befürchtet
(16.9.10) Zwanzig Tote wurden befürchtet, nachdem ein Boot mit rund 100 Touristen aus Delhi, Lucknow, Bareilly und Moradabad auf dem Muri Ganga Rover bei Kakdwip im Parganas-Distrikt in West-Bengalen kenterte. Sechs Tote wurden geborgen, 15 Menschen noch vermisst. Eine Person kam ins Kakdwip Hospital. Das Unglück ereignete sich am 15.9. gegen 15.30 Uhr, als die Touristen von einem Besuch des Kapil Muni Ashram auf Sagar Island zurückkehrten. Die Polizei startete eine Suchaktion, zu der auch Taucher aus Kolkata gerufen wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bisher kein Ölaustritt von gestrandetem Kutter
(16.9.10) Die kanadische Coast Guard konnte bislang keinen Ölaustritt aus dem bei Point Riche nahe Port Saunders auf der Nordhalbinsel gestrandeten Kutter "Fundy Mistress" feststellen. Das Schiff hat 1200 Gallonen Öl an Bord und lief am Morgen des 14.9. kurz nach dem Löschen von 200000 Pfund Makrelen auf Grund. Die Küstenwache legte eine Ölsperre aus und assistiert dem Eigner beim Leichtern des Öls. Das Küstenwachboot "Cape Norman" überwacht die Lage. Ein Bergungsversuch sollte mit dem Nachmittagshochwasser des 15.9. beginnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank in Green Harbor
(16.9.10) Am 11.9. sank der Kutter "Lady Jane" in Green Harbor. Gegen auslaufendes Öl wurde ein Ölschlängel ausgelegt. Bereits in der Nacht war absehbar gewesen, dass das Schiff im Sinken begruffen war. Der Versuch, es von anderen Kuttern in einen tieferen Teil des Hafens zu schleppen, scheiterte an zu dessen zu großem Gewicht. Die Feuerwehr hatte die Ölbekämpfung am 12.9. um 1.30 Uhr abgeschlossen. Gegen 11 Uhr wurde der Kutter dann geborgen und an eine Pier gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Container rissen Tanks auf
(16.9.10) Im Jawaharlal Nehru Port stürzten zwei Container auf den Tankbereich des unter Hongkong-Flagge laufenden Containerfrachters "Lahore Express", 39941 BRZ (IMO-Nr.: 9301811), als dieser gelöscht wurde. Dabei wurden zwei Tanks aufgerissen. Bis zum 14.9. waren zehn Schiffe von Verspätungen betroffen, weil der Frachter zur Reparatur am Kai blieb. Am 16.9. erreichte das Schiff nach Abschluss der Reparatur den Hafen von Mundra. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kreuzfahrer   Großbild klick!
Gestrandeter Kreuzfahrer nach zweieinhalb Wochen geborgen
(15.9.10) Das unter Bahamas-Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff "Clipper Adventurer" (IMO-Nr.: 7391422) wurde am 14.9. von vier Schleppern von den Felsen 100 Kilometer östlich von Kugluktuk herunter gezogen, auf denen es seit dem 27.8. aufgesessen hatte. Es hat sich in der Zwischenzeit eine Reihe von Lecks zugezogen, die zunächst in Port Epworth provisorisch abgedichtet werden müssen, ehe das Schiff zu einer endgültigen Reparatur eine Werft anlaufen kann. Quelle: Tim Schwabedissen



10 gekenterte Segler trieben in der Kieler Förde
(15.9.10) Bei einer dramatischen Rettungsaktion wurden am Abend des 14.9. zehn Segler aus der Kieler Förde gerettet. Kurz nach 19 Uhr meldete die Besatzung der kurz zuvor vom Kieler Schwedenkai ausgelaufenen Stena-Frachtfähre "Stena Freighter", 21104 BRZ (IMO-Nr.: 9138795), der Verkehrszentrale, dass in der Heikendorfer Bucht eine größere Gruppe Menschen nahe eines kieloben treibenden, 10 Meter langen Marinekutters schwimmen würde.
Die "Stena Freighter" stoppte darauf sofort im Fahrwasser und bereitete Rettungsmaßnahmen vor. Eingreifen brauchte sie aber nicht, da das mit Höchstfahrt über die Förde heraneilende Lotsenboot "Holtenau" nach wenigen Minuten gleichfalls vor Ort war. Die Koordination der Operation übernahm die Leitstelle Bremen Rescue der DGzRS. Die zweiköpfige Besatzung des Lotsenbootes konnte acht Schiffbrüchige aufnehmen. Sie nutzte für die Aufnahme der teilweise entkräfteten Schiffbrüchigen ihr Rettungsnetz am Heck.
Der nur wenige Augenblicke später eintreffende Laboer Rettungskreuzer "Berlin" aus Laboe rettete mit ihrem Tochterboot "Steppke" die zwei übrigen Segler. Mit dem Rettungsboot "Bottsand" und dem Polizeiboot "Neumühlen" waren kurz darauf weitere Einheiten vor Ort. Gegen 20 Uhr waren alle Segler gerettet. Alle zehn Geretteten wurden von den Seenotrettern im umfangreich ausgestatteten Bordhospital der "Berlin" erstversorgt. Die meisten standen unter Schock. Sie wurden von den Seenotrettern mit wärmenden Decken ausgestattet. In Möltenort wurden sie dem Rettungsdienst übergeben und betreut.
Die Freiwillige Feuerwehr Heikendorf brachte trockene Kleidung. Eine Seglerin wurde mit Unterkühlungen nach Kiel ins Krankenhaus gebracht. Die erfahrenen Segler trugen alle Rettungswesten. Wahrscheinlich hatte eine starke Windböe den Kutter der Marinekameradschaft Kiel zum Kentern gebracht. Das kieloben treibende Boot wurde von der "Bottsand" aus Laboe an den Strand von Möltenort geschleppt.
Das Polizeiboot "Neumühlen" half das Boot zu lenzen. Vor Ort half die Feuerwehr mit ihrem zugkräftigen Löschfahrzeug dann beim Aufrichten des Kutters. Die Segler einer Reservistenkameradschaft waren nach einem Törn zum Leuchtturm Friedrichsort auf dem Rückweg in den zivilen Hafenteil des Kieler Marinestützpunktes gewesen, als eine Windbö ihren Kutter auf die Seite warf. Innerhalb kürzester Zeit war der Segler voll Wasser gelaufen und gekentert. Quelle: Tim Schwabedissen



Deutscher Tanker half entmasteter Yacht
(15.9.10) Am 14.9. um 8.15 Uhr wurde die Falmouth Coastguard von dem Kapitän des deutschen Tankers "Sea Marlin", 26548 BRZ (IMO-Nr.: 9380489), kontaktiert, der einen Pan Pan-Ruf über VHF aufgefangen hatte. Er stammte von einer Yacht, die entmastet worden war und nur noch mit einem handbetriebenen Funkgerät kommunizieren konnte. Der Kapitän wurde gebeten, auf Gegenkurs zu gehen und standby zu machen, bis das RNLI-Boot aus Penlee eingetroffen war und die Yacht in Schlepp nehmen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Kai - Passagier landete im Wasser
(15.9.10) Am 14.9. gegen 19 Uhr rammte die türkische Fähre "Karamursel Bey" mit 199 Passagieren von Istanbul kommend den Fährkai in Yalova. Der Kai wurde auf drei Metern Länge beschädigt. An Bord brach Panik aus. Ein Passagier stürzte über Bord. 14 Fahrgäste mussten mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die "Karamursel Bey", 125 tdw (IMO-Nr.: 8607921) wurde 1988 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



36 Mann von sechs Kuttern gerettet - 15 Vermisste
(15.9.10) Vor der Küste von Gujarat sanken auf 22-22 N 068-52 O am 10.9. sechs Kutter im Sturm. Es handelte sich um die "Dhansagar", "Arundhati", "Ratandevi", "Krishna Sagar", "Mahadev" und "Annapurna". 15 Mann wurden vermisst, im Rahmen einer SAR-Operation weitere 36 gerettet. Ein Mann wurde tot geborgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Vermisste Schiffe vor Venezuela gefunden - zwei Tote bei der Suchaktion
(15.9.10) Ein Hubschrauber der venezolanischen Nationalgarde ist am 14.9. um 6.30 Uhr im Tiefflug vor der Isla Margarita mit einem ozeanographischen Forschungsschiff der Marine zusammengestoßen und abgestürzt. Er war mit medizinischem Personal zu dem Schiff unterwegs, das an der Suche nach drei vermissten Booten beteiligt war. Nach der Kollision mit dem Bug des vor Anker liegenden Schiffes stürzte der Hubschrauber in die seichten Gewässer vor Playa Valdez im Küstenbereich der Insel. Es gab fünf Schwerstverletzte, der Co-Pilot und Chefingenieur kamen ums Leben.
Die Verletzten wurden ins Dr. Luis Ortega Hospital in Porlamar gebracht, wo vier von ihnen mehrere Extremitäten amputiert werden mussten. Die beiden Toten waren in den Trümmern des völlig zerstörten Fluggeräts gefangen und konnten erst nach Stunden geborgen werden. Der Unfall ereignete sich während der Suche nach einem der drei Boote, die mit insgesamt 33 Personen an Bord seit dem Morgen des 11.9. vor der Inselgruppe Los Testigos vermisst wurden. Am 14.9. entdeckten Suchmannschaften der venezolanischen Streitkräfte zunächst die"Durber Jos" und "Perlubis".
Die 22 Insassen wurden von der Fregatte "Almirante Brión" der bolivianischen Marine an Bord genommen und nach Guamache in Nueva Esparta gebracht. Schließlich wurde auch die "Mi Negocio" mit 12 Menschen an Bord entdeckt. Sie wurde von dem in Trinidad/Tobago registrierten Frachter "Arrow" gesichtet. Die Boote waren auf dem Weg vom Archipel Los Testigos zur etwa 80 Kilometer entfernten Isla Margarita abgedriftet. Am Nachmittag des 14.9. sollte das letzte Schiff nun Trinidad erreichen, wo die venezolanische Botschaft sie betreute. Quelle: Tim Schwabedissen



Juristische Niederlage für Schiffsversenkungsgegner
(15.9.10) Der Weg zur Versenkung der australischen Fregatte HMAS "Adelaide" als künstliches Riff vor Avoca Beach ist nach langem juristischen Tauziehen jetzt frei. Die No Ship Action Group hatte die Versenkung am 27.3. verhindert und einen Prozess nur Tage vor dem Auslaufen zur letzten Fahrt aus Sydney angestrengt. Das Gericht bestätigte nun die Rechtmäßigkeit der Versenkung, doch zuvor muss noch einmal nachgebessert werden - alle PCB-haltigen Kabel, Isoliermaterial sowie verbliebene bleihaltige Farbe müssen vor der Versenkung entfernt werden. Damit hat das Central Coast Artificial Reef Project nach 10-jähriger Vorarbeit nun wieder Planungssicherheit.
Die "Adelaide" wird ihren letzten Liegeplatz vor Nord-Avoca, südlich von Skillion bei Terrigal finden. Die Entscheidung fiel am 15.9. nach einer dreiwöchigen Anhörung. Der neue Versenkungstermin wird bekanntgegeben, wenn die logistischen Fragen geklärt sind und ein passendes Wetterfenster gefunden ist. Die Verzögerung hat indes zu Mehrkosten von einer Million Dollar geführt. Derzeit liegt HMAS "Adelaide" vor Glebe Island in der White Bay. Sie wird das erste künstliche Riff dieser Art in New South Wales. Derweil hat die HMAS "Brisbane", die 2005 vor Mooloolaba in Brisbane versenkt wurde, sich bereits zu einer Heimstatt von 94 Fischarten entwickelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vier vermissten Fischern eingestellt
(15.9.10) Die Suche nach der vierköpfigen Crew des vermissten Muschelkutters "RLJ" in der Bay of Fundy wurde am 14.9. um 19 Uhr eingestellt. Das 13 Meter lange Schiff aus Digby war in der vergangenen Woche auf Fang gegangen, doch nicht wie geplant am 12.9. wieder eingelaufen. Seither wurde die gesamte Bay of Fundy von Grand Manan Island vor New Brunswick bis zur Küste von Nova Scotia mehrfach durchkämmt. Lediglich ein ölbedeckter Kühler wurde entdeckt und als zu dem Kutter gehörig identifiziert. Das vermisste Schiff hatte weder EPIRB noch Überlebensanzüge für die Crew an Bord. Die letzte Position war östlich von St. Martins. An der Suche beteiligt gewesen waren eine Hercules des CFB Greenwood, ein Sea King aus Shearwater sowie eine Cormorant und von der kanadischen Coast Guard die "Sir William Alexander" und "Westport". Quelle: Tim Schwabedissen



Tauchboot endete auf Riff
(15.9.10) Ein Tauchboot mit 15 Fahrgästen kenterte nahe Komodo Island, einem Tauchspot in der Ost-Nusa Tenggara Provinz, nachdem er am 14.9. auf ein Riff gelaufen war. Die "Blue Dragon" hatte Touristen aus den USA, Singapur, Japan, Taiwan und Malaysia an Bord, als sie in Lohoksera südlich von Komodo Island sank. Alle Personen wurden gerettet, ein japanischer Reisender und ein Tauchlehrer erlitten Verletzungen. Quelle: Tim Schwabedissen



Navigationsfehler ließ Schoner stranden
(15.9.10) Ein Navigationsfehler dürfte zum Auflaufen des 26 Meter langen Schoners "Fernandes" auf ein Riff vor Bahar ic-Caghaq geführt. Der Kapitän verpasste die Durchfahrt zwischen zwei Felsen, als er mit 46 Passagieren auf einer Nachtfahrt zu den St Paul's Islands war. Um 19.30 Uhr hatte er von den Sliema Ferries abgelegt, nur eine Stunde später endete die Fahrt des Schiffes der Captain Morgan Cruises auf den Markus Shoals unterhalb des Ghallis Tower.
Der Kapitän setzte nach dem Auflaufen zurück und gab zunächst über Bordlautsprecher durch, die Fahrt würde fortgesetzt, da kein Schaden entstanden sei. Doch die Reisenden verlangten, dass er in den Hafen zurückkehrte. Inzwischen hatte sich auch herausgestellt, dass Wasser in den Rumpf eindrang. Aus Sicherheitsgründen setzte der Skipper dann das Schiff gegen 21 Uhr zwischen Ras il-Qretjen und Ras L-Irqieqa unweit des Splash and Fun Park auf Grund. Dort wurde es von Privatbooten und der "Melita 1", eines SAR-Bootes der maltesischen Marine, evakuiert, die Geretteten zur Hay Wharf in Pietà gebracht.
Während dieser Operation war das Schiff noch in aufrechter Lage. Erst später legte es sich in rauer See auf die Seite. Brecher rissen Gegenstände los. Um 23.22 Uhr wurde die Captain-Morgan-Flagge niedergeholt und der Havarist bestmöglich mit Tauen und Heckanker gesichert. Um 00.05 Uhr endeten die Versuche, das Schiff zu bergen. Und auch am Tag nach der Strandung verhinderte schlechtes Wetter das Einleiten von Bergungsmaßnahmen. Die "Fernandes" wurde 1986 in der Türkei erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkener Tanker lief nach Hebung auf Grund
(15.9.10) Das Tankboot "Choke Taworn 6" wurde jetzt samt den noch an Bord befindlichen 25 Tonnen Öl von einem Taucherteam aus Koh Siray gehoben. Am 14.9. um 11 Uhr war es zurück an der Wasseroberfläche und wurde von seinem Schwesterschiff, "Choke Taworn 8" nach Klong Tah Chin in Rassada geschleppt. Doch bevor es an Asian Phuket Marine Dockyard in Rassada eintraf, lief es in flachem Wasser auf Grund.
Daraufhin begannen die Taucher gegen 14 Uhr, die Luftbehälter umzugruppieren, damit das Schiff höher aus dem Wasser kommen konnte. Es gab Hinweise auf geringfügige Ölaustritte, doch der Haupttank hielt dicht. Die "Choke Taworn 6" war am 4.9. auf der Reise nach Koh Racha Yai in schwerer See in 43 Metern Wassertiefe rund 12 Meilen südwestlich von Phuket gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Point Riche gestrandet
(15.9.10) Die Coast Guard aus Cape Norman war nach der Strandung des 65 Fuß langen Kutters "Fundy Mistress" vor Point Riche am 14.9. im Einsatz, das Schiff zu bergen. Sie war gegen fünf Uhr alarmiert worden, nachdem das Schiff auf Felsen gelaufen war und sich auf die Backbordseite gelegt hatte. Die Crew war von einem anderen Kutter gerettet wurden. Das Küstenwachboot "Cape Norman" legte einen Ölschlängel um den Kutter, und Umweltexperten waren unterwegs, um eine Einschätzung der Lage vorzunehmen und einen Plan zu entwickeln, das Dieselöl abzupumpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter saß stundenlang auf Schäre fest
(15.9.10) Am 14.9. lief gegen 23 Uhr der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Freyfaxi", 1133 BRZ (IMO-Nr.: 6603103) auf Felsen inmitten des Ulvesundes zwischen Måløy und Raudeberg. Die Strandungsstelle lag wenige Meter von Trollebøflua entfernt, wo gerade das Fahrwasser vertieft wird. Die "Freyfaxi" war in nördlicher Richtung unterwegs von Borgundvag nach Selje, als sie auf einer Schäre landete. Ein Schlepper sowie das Rettungsboot "Simrad Buholmen" liefen aus, doch am 15.9. konnte sich der Frachter gegen zwei Uhr mit eigener Kraft wieder befreien. Quelle: Tim Schwabedissen



Schoner "Fernandes" auf Grund gesetzt   Großbild klick!
Ausflugsschoner vor Malta gesunken
(14.9.10) Maltesische Patroullienboote retteten am Abend des 12.9. 46 Menschen von dem Schoner "Fernandes" von Captain Morgan, der gegen 20.20 Uhr leckgeschlagen war und am Heck Wassereinbruch erlitten hatte. Um einen Untergang abzuwenden, wurde das Schiff dann auf ein ein Riff vor Bahar ic-Caghaq gesetzt. Es kam um 20.45 Uhr unweit des Splash and Fun-Park fest. Ein Polizeiboot sichtete dort eine abgefeuerte Notrakete. 36 Passagiere gingen auf das Rettungsboot "Melita 1" und wurden zur örtlichen Marinebasis an der Hay Wharf gebracht, 10 weitere erreichten in kleinen Yellow-Fun-Speedbooten aus der Portomaso Marina in St. Julians das Land. Zwei Personen wurden medizinisch betreut. Die Crew des 26 Meter langen Schiffes blieb noch an Bord und versuchte, mit Pumpen des eindringenden Wassers Herr zu werden. Doch der zunehmende Nordwestwind baute eine Schwell auf, die die Rettung erschwerte. Der Schoner wurde an den Felsen vertäut, um keinen weiteren Schaden zu nehmen. Gegen Mitternacht wurde entschieden, die weiteren Arbeiten auf den kommenden Tag zu verschieben. Während der Nacht verschlechterte sich die Lage des 26 Meter langen Schiffes weiter. Es legte sich nach Steuerbord über und wurde überflutet. Taucher sollen nun den Rumpf zunächst untersuchen. Die "Fernandes" unternimmt normaler Weise Abendkreuzfahrten und Touren nach Comino. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Grindskjæra evakuiert
(14.9.10) Das Rettungsboot "Horn Flyer" rettete in der Nacht zum 13.9. zwei Personen von einem 60 Fuß langen Kutter aus Sarpsborg, der nördlich von Grindskjæra in Østfold um 21.46 Uhr auf Grund gelaufen war. Das Schiff lag bei Windgeschwindigkeiten von 12 Metern pro Sekunde auf einem flachen Riff. Bereits 20 Minuten nach dem Alarm hatte das Rettungsboot den Havaristen trotz schlechter Sicht erreicht und nahm die Crew an Bord. Auch ein Seaking-Hubschrauber und ein Küstenwachboot nahmen Kurs auf die Unglücksstelle unweit des populären Badestrandes Foten in Onsøy. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige von Felsen abgeholt
(14.9.10) Am 13.9. sank der Kutter "Nat-Eno" in der Bucht von Saint Brieuc. Das Schiff aus Saint-Quay-Portrieux war um 20.40 Uhr auf Felsen südlich des Leuchtturms Grand Lejon gelaufen. Die zweiköpfige Besatzung erreichte in Überlebensanzügen schwimmend die Felsen, wo sie von einem anderen Trawler, der "Angel", die in der Nähe war, gerettet wurden, noch bevor das Rettungsboot aus Saint-Quay-Portrieux eintraf. Die Schiffbrüchigen wurden in den Hafen von Saint-Quay-Portrieux gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Barkasse in Hamburg gesunken
(14.9.10) Mit einem Schwimmkran ist am Nachmittag des 12.9. die Hamburger Hafenbarkasse "Frieda Ehlers" gehoben worden. Das 72 Jahre alte Schiff war zuvor vor der Flint-Werft im Reiherstieg gesunken. Die Barkasse gehört zum Hafenmuseum auf dem Kleinen Grasbrook und war bei der Traditionswerft zur Reparatur. Am 10.9. war sie zu Wasser gelassen worden und sollte eigentlich wieder zum Museum am nahen Hansahafen verholt werden. Warum sie dann sank, war noch unklar und soll in den kommenden Tagen bei einer genauen Untersuchung an Land geklärt werden. Möglicherweise ist sie am Wochenende bei Niedrigwasser teilweise kurz auf Grund geraten und lag so schräg, dass die Schwell eines schnell vorbeifahrenden Schiffes in das offene Fahrzeug schwappen konnte. Ostwind hatte in den vergangenen Tagen zu extremem Niedrigwasser im Hafen geführt. Quelle: Tim Schwabedissen



Warum sank die Ulmer Schachtel?
(14.9.10) Spät in der Nacht erreichte die "Ulmer Schachtel" am 11.9. das Ufer am Bootshaus in der Talfinger Uferstraße. Am 12.9. dann gab der Schiffsführer Entwarnung: Das Boot war die ganze Nacht schwimmfähig geblieben und hatte kein Wasser genommen. Dies war das vorläufige Ende eines rätselhaften Unfalls. Die neue "Ulmer Schachtel" der Donaufreunde, einem Boot mit Stahlrumpf, war erst zwei Jahren alt, als sie am Kraftwerk Böfinger Halde mit Wasser vollgelaufen war.
Sie war mit einer 24-köpfigen Gruppe der Ulmer Gesellschaft der Donaufreunde nach Günzburg gefahren. Die Havarie am Nachmittag löste einen Großeinsatz der Feuerwehren Ulm und Neu-Ulm sowie des technischen Hilfswerks Neu-Ulm aus und riefen 40 Einsatzkräfte mit 10 Fahrzeugen aus. Sie ereignete sich kurz vor dem Ziel gegen 16.30 Uhr beim Schleusen an der Böfinger Halde.
Der Skipper wusste nach Öffnen der Schleuse nicht mehr, wie ihm geschah: "Plötzlich sehe ich einen Riesenberg Wasser vor mir, es hat das Heck hochgezogen, die Schachtel ist gegen das Schleusentor gedonnert, der Bug hat sich verhakt."
Von außen sah es so aus, als sei das Schiff in einen regelrechten Sog geraten und in den Kanal gezogen worden. Er versuchte noch, mit voll zurück dagegen zu halten, doch die "Ulm" lief voll und begann langsam zu sinken, bis nur noch der Dachaufbau aus dem Wasser ragte. Alle Donaufreunde und vier Besatzungsmitglieder konnten sich wohlbehalten ans Ufer retten. Nachdem die Schachtel auf Grund lag, wurde sie von Männern des THW mit Luftsäcken gesichert, im Schiffsinnern waren Taucher im Einsatz.
Am Abend rückte der große Feuerwehrkran aus Ulm auf dem schmalen Neu-Ulmer Uferdamm an. Er hob die Schachtel achtern an, am Schleusentragwerk befestigte Greifzüge hoben gleichzeitig den Bug. So wurde die "Ulm" so weit aus dem Wasser gehoben, dass sie mit fünf großen Pumpen gelenzt werden konnte, die minütlich 8000 Liter Wasser förderten. Anschließend wurde die "Ulm" normal hochgeschleust. Gegen Mitternacht war die Aktion beendet. Ein Leck wurde nicht entdeckt, die Schadenshöhe war noch offen. Unklar war noch, ob die beiden Jet-Motoren im Wert von je 25 000 Euro die Havarie überstanden haben und weiter verwendet werden können. Das Mobiliar ist wohl weitgehend zu retten. Nachhaltige Schäden an der Elektrik wurden nicht befürchtet.
Ursache des Unglücks war womöglich, dass die Richtung Ulm fahrende Schachtel zu nah ans Tor geraten war und sich in dem Rammschutz verfangen hatte, den ihre Außenwände tragen, um sie gegen Beschädigungen durch Treibholz schützen. Bis zur Renovierung der Tore hatte es den Rammschutz nur stromaufwärts gegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



U-Boot-Wrack identifiziert
(14.9.10) Taucher aus Rumänien und den Niederlanden haben vor der rumänischen Schwarzmeerküste das Wrack eines sowjetischen U-Bootes entdeckt. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die "Schtsch-213". Allerdings gestaltet sich die Identifizierung des Wracks schwierig. Fast zwei Jahre haben Historiker benötigt, um das U-Boot mehr oder weniger eindeutig zu identifizieren: Problematisch war, dass das Wrack komplett mit Muscheln, Schlick und Fischernetzen bedeckt ist. Es wurden mehrere Tauchgänge benötigt, um das Wrack zu säubern. Schließlich konnten die Taucher Teile erkennen, die die Identifikation ermöglicht haben. Die "Schtsch-213" hatte im Februar 1942 den unter panamaischer Flagge fahrenden Dampfer "Struma" mit einem Torpedo versenkt. An Bord der "Struma" befanden sich rund 700 Juden, die in Constanta eingeschifft worden waren und sich nach Palästina in Sicherheit bringen wollten. Nur ein 19-jähriger überlebte den Untergang. Die Versenkung der "Struma" verschaffte den jüdischen Untergrundorganisationen in Palästina Auftrieb. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichtern der "Nanny" hat begonnen
(14.9.10) Am 12.9. begann das Leichtern des am 1.9. in der Nordwest-Passage in der Simpson Strait, rund 50 Kilometer südwestlich Gjoa Haven, Nunavut, gestrandeten Tankers "Nanny". Das Schiff der Woodward's Oil Ltd. aus Neufundland und Labrador war mit 9500 Tonnen Diesel gestrandet. Ein zweiter Tanker von Woodward, die "Tuvaq", traf am 12.9. in Gjoa Haven ein und begann tags darauf, mit einer Schlauchleitung Öl von der "Nanny" zu übernehmen. Zwischen 2500 und 5000 Tonnen sollen abgepumpt werden, sodass der Doppelhüllentanker dann von der Untiefe freikommt. Die Operation wird durch Inspektoren der kanadischen Coast Guard und Transport Canada überwacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Grand Manan Island evakuiert
(14.9.10) Rettungscrews aus Kanada und den USA retteten gemeinsam die dreiköpfige Crew des Kutters "Winddancer II" aus Kanada, der am Nachmittag des 12.9. südlich von Grand Manan Island leckgeschlagen war. Ein Boot der U.S. Coast Guard aus Maine, eine Hercules sowie ein SAR-Helikopter aus Kanada bargen die Fischer ab. Über das Schicksal ihres Schiffes war nichts bekannt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit 10 Mann vermisst
(14.9.10) Die Coast Guard sucht derzeit den 75 Fuß langen Kutter "Ali Raastha", der am 10.9. vom Kaafu Atoll auslief und seither vermisst wird. Das Schiff eines Skippers aus Noovilla, Thulusdhoo, war unterwegs zu den Raa- und Ari-Atollen und hatte 10 Mann an Bord. Der letzte Kontakt fand statt, als es nahe des Baa Atoll Thulhaadhoo war. Die Küstenwache bat die Schifffahrt, nach dem überfälligen Fahrzeug Ausschau zu halten. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter mit vier Mann vermisst
(14.9.10) In Nova Scotia wird der 13 Meter lange Kutter "RLJ" in der Bay of Fundy vermisst, nachdem er am 6.9. aus Digby ausgelaufen war. An Bord waren vier Mann Besatzung. Das Joint Rescue Co-ordination Centre in Halifax schickte drei Schiffe der Coast Guard sowie eine Hercules der CFB Greenwood, ein Transportflugzeug und einen Seaking aus Shearwater in das Suchgebiet. Am 10.9. hatte sich ein Besatzungsmitglied zuletzt telefonisch gemeldet und die Rückkehr für den 11.9. angekündigt. Danach gab es keinen Kontakt mehr. Der Kutter hatte auch nur bis zum 12.9. Treibstoff an Bord. Eine Kühlbox wurde am 12.9. auf halbem Wege zwischen Digby und Saint John entdeckt. Ob er zu dem überfälligen Schiff gehört, stand aber noch nicht fest. Das Suchgebiet erstreckt sich in der Bay of Fundy von Saint John in nordöstlicher Richtung bis zur Chignecto Bay. Quelle: Tim Schwabedissen



Auto brachte Schlepper zum Kentern
(14.9.10) Ein 22 Meter langer Schlepper kenterte am Nachmittag des 11.9 gegen 16 Uhr auf der Donge bei Geertruidenberg, als er ein Auto übernehmen sollte. Der defekte Kranarm schwenkte so weit, dass das Schiff aus dem Gleichgewicht kam. Der Skipper aus Wessem und sein Steuermann stürzten ins Wasser. Sie wurden gerettet. Um das noch mit einer Bordwand aus dem Wasser ragende Wrack wurde eine Ölsperre ausgelegt. In den Tanks waren vier Tonnen Gasöl. Die Bergungsfirma De Snoo aus Geertruidenberg war rasch vor Ort und pumpte 2,5 Tonnen ab. Danach rückte ein Schwimmkran an, den Schlepper zu heben. Warum es bei dem Routinevorgang zu dem Unglück kam, ist noch unklar. Quelle: Tim Schwabedissen



Historisches U-Boot geplündert
(14.9.10) Das Wrack des historischen U-Bootes HMS "Holland 5" der Royal Navy wurde in 90 Fuß Tiefe von Raubtauchern geplündert. Das Schiff sank bei der Verschleppung zu einer Abwrackwerft 1912 vor Sussex und ist gesetzlich geschützt. Doch Taucher der Nautical Archaeology Society entdeckten bei einer Routinekontrolle, dass die 30 Inch im Durchmesser große Abdeckung des Torpedorohres fehlt. Es wurde wohl mit Hebeballons an die Wasseroberfläche geholt. Die Sussex Police und English Heritage, haben appelliert, das Artefakt, das vermutlich im Auftrag eines Sammlers gestohlen wurde, zurückzugeben. Das Wrack wurde erst Mitte der neunziger Jahre entdeckt. Es ist das einzige erhaltene Exemplar von ursprünglich fünf Boote nder Holland-Klasse, mit denen die Admiralität die Kampffähigkeit von U-Booten testete. Sie entstanden zwischen 1901 und 1903 bei Vickers in Barrow-in-Furness. Die je 64 Fuß langen Boote waren mit Periskopen ausgestattet und erreichten eine Geschwindigkeit von bis zu 9,2 Meilen. Die Crewstärke betrug acht Mann. Doch die Boote erwiesen sich als wenig verlässlich, und der versuch, im Jahre 1903 die Isle of Wight über Wasser zu runden, endete für vier Boote bereits nach vier Meilen. England gehörte zu den letzten Staaten, in denen U-Boote eingeführt wurden, weil die Admiralität es lange Zeit nicht akzeptabel fand, Feine unter Wasser zu attackieren. Der britische Admiral Sir Arthur Wilson sagte noch 1901, dass U-Bootkrieg unfair und verdammt unenglisch sei. Quelle: Tim Schwabedissen



Kranlast stürzte auf Atom-U-Boot
(14.9.10) Das britische Ministry of Defence hat eine Untersuchung eingeleitet, nachdem am 3.9. ein Kran eine schwere Last auf das brandneue U-Boot HMS "Astute" fallen ließ, das in der Marinebasis Faslane im Firth of Clyde lag. Eine Rampe rutschte aus den Schlingen, während sie verladen wurde. Sie prallte auf den Rumpf und stürzte von dort ins Wasser. Das Atom-U-Boot wurde erst unlängst von den BAE Systems in Barrow fertiggestellt und im August in Faslane übergeben. Die Fertigstellung hatte sich durch ein Feuer im April 2009 verzögert. Quelle: Tim Schwabedissen



Archivbild: Ulmer Schachtel (Bild: Dr. Eugen Lehle)   Großbild klick!
Ulmer Schachtel versank beim Schleusen
(13.9.10) Mit dem Schrecken davon kamen die Passagiere des Fahrgastschiffes "Ulmer Schachtel" am späten Nachmittag des 11.7. Gegen 17.15 Uhr erhielt die Polizei Neu-Ulm die Mitteilung, dass das Ausflugsschiff beim Schleusen vor der Schleuse untergegangen war. Das über 19 Meter lange Schiff fuhr bergwärts vor die Schleuse Böfinger Halde. Der Decksmann ging an Land, um die vollautomatische Schleusenanlage zu bedienen. Als der Schleusungsvorgang in Gang gesetzt war, lief eine Welle unter dem Schiff hindurch und hob es am Heck sehr stark an. Dabei ging der Bug unter Wasser, und das Schiff erlitt Wassereinbruch, sodass der Bug nicht mehr über die Wasseroberfläche kam und es auf Grund sank. Lediglich die Aufbauten schauten noch etwa 50 Zentimeter hoch aus dem Wasser. Die vier Besatzungsmitglieder sowie die 24 Ausflugsgäste konnten das Schiff über die Anlegestelle verlassen. Die verständigten Rettungskräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) pumpten das Wasser wurde aus dem Schiff, sodass es gegen 22.45 Uhr wieder schwimmfähig war. Es wurde dann die einige hundert Meter zu einem Anlegeplatz geschleppt. Der Schaden kann sich auf bis zu 200 000 Euro belaufen. Das zwei Jahre alte Schiff hatte einen Neuwert von über einer halben Million Euro. Die Stadtwerke Ulm (SWU) sind verantwortlich für die Schleuse ihres Kraftwerkes und werden in den folgenden Tagen zusammen mit den Schiffseignern, der "Gesellschaft der Donaufreunde", versuchen, die Unfallursache zu klären. Das Schiff konnte unterdessen in seinen Heimathafen gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Neu-Ulm die Mitteilung, dass das Ausflugsschiff beim Schleusen vor der Schleuse untergegangen war. Das über 19 Meter lange Schiff fuhr bergwärts vor die Schleuse Böfinger Halde. Der Decksmann ging an Land, um die vollautomatische Schleusenanlage zu bedienen. Als der Schleusungsvorgang in Gang gesetzt war, lief eine Welle unter dem Schiff hindurch und hob es am Heck sehr stark an. Dabei ging der Bug unter Wasser, und das Schiff erlitt Wassereinbruch, sodass der Bug nicht mehr über die Wasseroberfläche kam und es auf Grund sank. Lediglich die Aufbauten schauten noch etwa 50 Zentimeter hoch aus dem Wasser. Die vier Besatzungsmitglieder sowie die 24 Ausflugsgäste konnten das Schiff über die Anlegestelle verlassen. Die verständigten Rettungskräfte der Feuerwehren und des Technischen Hilfswerks (THW) pumpten das Wasser wurde aus dem Schiff, sodass es gegen 22.45 Uhr wieder schwimmfähig war. Es wurde dann die einige hundert Meter zu einem Anlegeplatz geschleppt. Der Schaden kann sich auf bis zu 200 000 Euro belaufen. Das zwei Jahre alte Schiff hatte einen Neuwert von über einer halben Million Euro. Die Stadtwerke Ulm (SWU) sind verantwortlich für die Schleuse ihres Kraftwerkes und werden in den folgenden Tagen zusammen mit den Schiffseignern, der "Gesellschaft der Donaufreunde", versuchen, die Unfallursache zu klären. Das Schiff konnte unterdessen in seinen Heimathafen gebracht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Mittellandkanal
(13.9.10) Auf dem Mittellandkanal ist am 11.9. ein Binnentanker mit einem Frachter kollidiert. Schuld war ein betrunkener Schiffsführer. An beiden Schiffen entstand Sachschaden. Der Verkehr auf dem Mittellandkanal war etwa drei Stunden eingeschränkt. Quelle: Tim Schwabedissen



28 Vermisste vor Venezuela
(13.9.10) In der Karibik vor Venezuela werden seit dem 11.9. drei Boote mit mindestens 28 Passagieren an Bord vermisst. Die Behörden sucthen mit Schiffen, einem Flugzeug und einem Helikopter nach den Booten. Zunächst war von bis zu 60 Passagieren an Bord die Rede gewesen. Die Zahl wurde aber von der Regierung korrigiert. Die Boote waren auf dem Weg vom Archipel Los Testigos zur etwa 80 Kilometer entfernt gelegenen venezolanischen Karibikinsel Margarita. Quelle: Tim Schwabedissen



Maschinenausfall, Grundberührung und Kollision eines Fahrgastschiffes
(13.9.10) Am 8.9. gegen 17 Uhr erlitt das maltesische Fahrgastschiff "Clelia II" bei Boyle Marine in Little Current Maschinenausfall und lief auf Grund. Kurz zuvor war es nach Sault Ste. Marie westgehend ausgelaufen. Nach einem ersten Maschinenstopp war notgeankert worden, doch nachdem der Anker aufgeholt wurde, stoppten die Motoren erneut und das Schiff kam auf einem Felsen fest. Erneut wurde der Anker geworfen. Ein Schlepper stabilisierte den Havaristen, bis die Maschine wieder lief und er mit langsamer Fahrt wieder andrehte, nur, um dann mit einer Tonne zu kollidieren. Diese wurde 300 Fuß weit mitgezogen. Die "Clelia II" war bereits am 31.8. nahe Clipperton Island gestrandet, und am 26.12.2009 hatte sie sich in der Antarktis einen Propellerschaden zugezogen. Die "Clelia II", 2420 tdw (IMO-Nr.: 8708672) wurde 1990 erbaut und hat als Manager die griechische Lindos Maritime Ltd Greece. . Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker rammte Frachter
(13.9.10) Am Abend des 10.9. kollidiere der russische Tanker " Volgoneft-131", 4193 tdw mit dem Frachter "Okskiy-61" bei Kilometer 712 auf dem Verhnyaya Scheksna. Die "Okskiy-61" blieb unbeschädigt, der Tanker erlitt an Backbord im Bereich des Maschinenraums Einbeulungen auf einer Fläche von 8x0,3 Metern. Die "Okskiy-61" war unterwegs von Tcherepovets nach St. Petersburg gewesen mit einer Ladung von 1778 Tonnen Salz, der Tanker lief in Ballast. Die "Volgoneft 131" (IMO-Nr.: 8230754) wurde 1975 erbaut und hat als Manager die BashkVolgoTanker JSC Co. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter brennend vor Florida gekentert
(13.9.10) Nordwestlich von Anclote Key, Florida, geriet am 10.9. um 12.23 Uhr der 46 Fuß lange Kutter "Miss Dolores" vier Meilen nordwestlich von Anclote Key in Brand. Die Coast Guard St. Petersburg wurde von dem Skipper aus Tarpon Springs alarmiert, woraufhin von der Coast Guard Station Sand Key ein 25-Fuß-Boot auslief und um 12.49 Uhr vor Ort war. Der Kutter stand zu dieser Zeit in Vollbrand, und die beiden Besatzungsmitglieder waren von einem anderen Schiff bereits gerettet worden. Um den Kutter wurde eine 500 Yard große Sicherheitszone eingerichtet. Die "Miss Dolores" kenterte und drohte zu sinken. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter aus Fernsehserie stand in Flammen
(13.9.10) Am 11.9. geriet gegen zwei Uhr der 100 Fuß lange Kutter "Arctic Dawn" (IMO-Nr.: 634806), der südlich der Ballard Bridge im Lake Washington Ship Canal lag, in Brand. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen Flammen hoch aus dem Schiff, und dichter Racuh stieg auf. Das Seattle Fire Department ging von einer Pier aus und mit einem Löschboot gegen den Brand vor, ehe sie an Bord ging. Es gelang, das Feuer unter Kontrolle zu bringen und ein Übergreifen auf die daneben liegende "Kodiak" zu verhindern. Der Lachsfänger "Arctic Dawn" war in einigen Folgen der TV-Serie "Deadliest Catch" auf dem Discovery Channel zu sehen gewesen. Der Schaden blieb auf die Aufbauten begrenzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf Nil nach Schiffskenterung
(13.9.10) Nach einem Schiffsunglück im Nil sind mehr als hundert Tonnen Diesel in den Fluss gelaufen. Der Vorfall ereignete sich am 11.9. in der Nähe von Assuan im Süden des Landes. Fast die Hälfte der 240 Tonnen Dieselöl an Bord des verunglückten Fahrzeugs der Nile Company for River Transportation liefen aus. Die Behörden versuchten, das Öl einzufangen und vor allem alle Trinkwasser-Zubereitungsstationen zu schützen. Alle Trinkwasser-Anlagen in dem Bereich wurden geschlossen. Der Kapitän des Frachters wurde festgenommen. Er gab an, dass sein Schiff sich auf einmal geneigt habe und dann gesunken sei. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Schiffe retteten neun Fischer
(13.9.10) Die Besatzungen dreier Boote halfen, die neun Mann an Bord des 48 Fuß langen Kutters "Instinct" zu retten, der am 11.9. um 16.45 Uhr Wassereinbruch im Maschinenraum erlitten hatte. Das Schiff befand sich 30 Meilen südlich von Point Loma. Die Coast Guard schickte einen MH-60T Jayhawk-Helikopter aus San und ein Wachboot. Währenddessen bargen die "Miss My Money", "Dr. Sic" und "Tin Man" die Kuttercrew ab und halfen, die "Instinct" zu lenzen. Sechs der Geretteten wurden von der "Dr. Sic" an Land gebracht, weitere zwei brachte das Küstenwachboot an Land und die letzte Person wurde auf ein Bergungsschiff übergesetzt, das den Havaristen einschleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Baggerschiff sitzt weiter auf Sand
(13.9.10)Das gestrandete Baggerschiff "Severn Sand" (IMO-Nr.: 5164174) konnte bislang nicht geborgen werden. Der 600-Tonner hatte sich am 9.9. bei einer Springflut losgerissen und war bei Fremington gestrandet. In der Nähe liegende Hausboote wurden vorsorglich evakuiert, falls das Schiff wieder ins Treiben gerät. Quelle: Tim Schwabedissen



Alle drei gestrandeten Kutter auf South Padre Island geborgen
(13.9.10) Der gestrandete mexikanische Krabbenkutter "Bai Pesca 67", der am 6.9. im Tropensturm Hermine auf Grund lief, ist nach einer Woche nahe Isla Blanca Park auf South Padre Island als erstes Schiff geborgen worden. Danach wurde sofort an der "Gerardo II" weitergearbeitet. Der voll beladene Kutter hatte es nicht mehr geschafft, nach Brownsville einzulaufen. Nachdem der Sand von den Propellern beseitigt war, konnte nach den Erfolgen am 11. und 12.9. inzwischen auch der dritte Kutter wieder flott gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre pflügte Motorboot unter
(13.9.10) Zwei Bootsfahrer wurden verletzt, als ihr 7,5 Meter langes Motorboot am 11.9. unter den 34 Meter langen Doppelrumpf der neuseeländischen Schnellfähre "Quickcat", 456 BRZ (IMO-Nr.: 8521385), vor Auckland gezogen wurde. Bei der Kollision gegen 21 Uhr wurde das Motorboot in rauer See nahe des Bean Rock Feuers von der 20 Knoten laufenden Fähre unter Wasser gedrückt und auseinandergebrochen. Die beiden Bootsfahrer wurden aus dem Wasser gezogen und ins Auckland City Hospital gebracht, wo sie wegen Schnittverletzungen und Unterkühlung behandelt wurden. Die "Quickcat" kehrte nach Auckland zurück, wo ihre Passagiere auf eine andere Fähre umsteigen mussten. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkene Crew setzte Fischfrachter auf Grund
(13.9.10) Am 12.9. um 3.18 Uhr lief der norwegische Fischtransporter "Hordafor III", 634 BRZ (IMO-Nr.: 6721034) zwischen Sogn und Fjordane auf Grund. Er wurde beschädigt und musste von einem Schlepper der Stadt Sjøtransport nach Florø eingeschleppt werden. Die Besatzung, bestehend aus acht Männern und einer Frau, wurden auf Drogen getestet, und drei von ihnen waren betrunken und mussten Blutproben abgeben. Quelle: Tim Schwabedissen



'West Atlas' brennt   Großbild klick!
Zerstörtes Rig wird beseitigt
(11.9.10) Das Offshore-Schiff "Jascon 25" von Sea Truck traf jetzt in Nordwest-Australien ein, um das Wrack des Jackup-Rig "West Atlas" zu räumen. Dazu bildete Sea Trucks Australia ein Joint Venture mit Svitzer Salvage Australasia. Das Rig, das sich in der Nähe der Montara Plattform in der Timor Sea befindet, muss nach einem Blowout im Montara-Feld und nachfolgendem Feuer im November vergangenen Jahres abgebrochen werden. Trümmer müssen vom Rig entfernt weden, und dieses wird, wenn es am Ende abgespindelt ist, nach Singapur geschleppt. Die "Jascon 25" ist ein 800 Tonnen großer Neubau mit einem 882-Tonnen-Kran, der über eine hydraulisch betriebene, "intelligente" Gangway mit der "West Atlas" verbunden wird. Die Arbeiten sollen drei Monate dauern. Sea Trucks richtete eine Basis in Perth ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht drohte vor Wick zu sinken
(11.9.10) Die acht Meter lange Yacht "Pickerel" wurde am 10.9. nach Wick eingeschleppt, nachdem sie 14 Meilen südöstlich von Wick Wassereinbruch erlitten hatte. Der Skipper hatte um 16.45 Uhr Mayday gefunkt, das von der Aberdeen Coastguard aufgefangen und weiter verbreitet wurde. Der Leuchtturmversorger "Pole Star" bot Assistenz an, und ein Helikopter der RAF Lossiemouth sowie das Wick RNLI-Boot nahmen Kurs auf die Yacht. Der Hubschrauber winschte eine Pumpe und einen Rettungsmann ab, und später wurde auch vom Rettungsboot eine Pumpe übergesetzt. Das RNLI-Boot begann die Yacht dann nach Wick abzuschleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischer nach 20 Tagen gerettet
(11.9.10) Der bulgarische Frachter "Svilen Russev" (IMO-Nr.: 8128145) rettete rund 600 Kilometer südwestlich von Gran Canaria auf der Höhe von Mauretanien einen Schiffbrüchigen. Der Marokkaner hatte 20 Tage auf einem gekenterten Fischerboot ausgeharrt und befand sich in einem äußerst kritischen Zustand - er war völlig entkräftet und dehydriert. Ein zweiter Mann war bereits verstorben. Der Frachter brachte den Schiffbrüchigen nach Nuadibú, wo er von einem kanarischen Rettungsflugzeug abgeholt und ins Krankenhaus Hospital Doctor Negrín in Las Palma gebracht wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Vermisste auf Yangtse-Fluss
(11.9.10) Ein mit 3600 Tonnen beladener Flussfrachter kenterte am Abend des 10.9. nahe des Dreischluchtendamms auf dem Yangtse-Fluss in der zentralchinesischen Hubei-Provinz. Es hatte zuvor eine Mauer gerammt. Von den 11 Mann Besatzung wurden sechs gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann von brennendem Kutter gerettet
(11.9.10) Viereinhalb Meilen südwestlich von Anclote Key geriet am 10.9. um 12.30 Uhr der 47 Fuß lange Kutter "Miss Dolores" in Brand. An Bord waren zwei Männer aus Hudson, als Flammen aus der gerade reparierten Maschine schlugen. Die beiden legten Rettungswesten an und flüchteten zum Schiffsheck. Zwei Fischer, die am Tarpon Reef auf Fang gewesen waren, retteten die Männer. Das Boot brannte auf dem Wasser weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug landete bei Feuerstelle
(11.9.10) Am Yeomalt Point Drive an der Ostküste Bainbridge Island strandete am Morgen des 10.9. um 5.20 Uhr ein 21 Fuß langer Schlepper samt einer Barge mit Schrott an Bord. Der Schleppzug war nach Tacoma unterwegs. Die "Anne Carlander" ist im Schrotttransport zwischen Tacoma und British Columbia im Einsatz. Die Barge lag längsseits auf dem Strand, 30 Fuß von einer Feuerstelle auf Privatboden entfernt. Mit steigendem Wasser kamen die Fahrzeuge eine Stunde später wieder frei. Der Schaden blieb gering. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb durch Taw-Mündung
(5.9.10) In der Taw-Mündung riss sich am 10.9. gegen 19.30 Uhr das unbesetzte 600-Tonnen-Baggerschiff "Severn Sands" vom Fremington Quay los und lief nach einer Treibfahrt von zwei Meilen bei ablaufendem Wasser zwischen Fremington und Chivenor auf Grund. Im Barnstaple's Civic Centre berieten Vertreter des North Devon Council, Devon County Council, der Bideford Harbour Authority, der Maritime Coastguard Agency und der Environment Agency über die Lage des in der Mitte der Flussmündung festsitzenden Frachters. Eine Option war, den Havaristen durch einen Schlepper nach Yelland zu bringen, doch die Dunkelheit und das Niedrigwasser machten dies schwierig. Es wurde befürchtet, die "Severn Sands" könnte mit der nächsten Flut wieder ins Treiben kommen und die Taw Bridge gefährden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutteruntergang kam Stadt teuer zu stehen
(11.9.10) Die Stadt Brunswick begann am 10.9. die 67,000 Dollar teure Bergung des gesunkenen Krabbenkutters "The Little Shrimp" aus dem East River nahe des Mary Ross Waterfront Park. Die U.S. Coast Guard Marine Safety Unit Savannah war gemeinsam mit einer Bergungsfiram vor Ort, um mit Tauchern Kabel, Ketten und Rig zu Bergen. Um einer Ölverschmutzung durch die 150 Gallonen Öl vorzubeugen, wurde eine Ölsperre ausgelegt. Beim Heben begann das Wrack auseinanderzubrechen, sodass es nun stückweise ans Tageslicht geholt werden muss. Der Kutter sank am 6.7., und der Eigner konnte keine Bergung finanzieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung von "Lisern II" lief an
(11.9.10) Die Bergung der 49 Fuß langen "Lisern II" auf den Grecian Rocks vor Key Largo in Florida, die am 28.8. strandete, begann am 9.9. Taucher untersuchten die Strandungsstelle, und der auf der Backbordseite liegende Havarist wurde gesichert. Er handelt sich um einen 1979 erbauten Marine Trading International-Trawler. Quelle: Tim Schwabedissen



Hebung von Tankschiff vor Phuket weiter verzögert
(11.9.10) Die Bergung des gesunkenen Tankschiffes "Choke Thaworn 6" und den 25 Tonnen Öl an Bord wurde am 9.9. gegen 16 Uhr wegen hoher Wellen und starker Strömungen unterbrochen. Das Wrack liegt 12 Meilen vor der Südwestküste von Phuket. Drei Schwesterschiffe hatten sich an der Untergangsstelle versammelt, auch einige Taucher aus der Laem Tukkae Kommune auf Koh Sireh in Rassada, die für die Bergung geheuert worden waren, befanden sich vor Ort. Sie waren noch nicht mit den Vorbereitungen der 50 Stahltrommeln, die am Rumpf befestigt werden sollen, fertig geworden. Diese sollen, mit Luft gefüllt, das Schiff aus einer Wassertiefe von 43 Metern emporbringen. Bisher wurden nur vorbereitende Arbeiten wie das Anbringen von Trossen am Rumpf abgeschlossen. Die 50 je 200 Liter fassenden Fässer befinden sich noch auf Deck der "Choke Taworn 7". Zwei Schiffe der thailändischen Marine, HTMS "Man Nok" und HTMS "Rang", lagen auf standby, zwei weitere Schiffe hielten sich zu einer eventuellen Ölbekämpfung in Bereitschaft. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportboot kreiste und landete auf Schäre
(11.9.10) Ein norwegisches Sportboot lief am 10.9. gegen 19 Uhr auf eine Schäre vor Strones im Toppsund, nachdem es dort zuvor bereits rund zwei Stunden im Kreis gefahren war. Der Skipper war am Nachmittag in Grytøya gestürzt und benötigte medizinische Hilfe. Bevor diese eintraf, verließ er um 17.20 Uhr den Hafen von Grytøya. Das Boot wurde dann beobachtet, wie es im Toppsund kreiselte, bis es um 18.50 Uhr auflief. Mit Hilfe der Grytøy-Fähre gelang es einem Arzt, an Bord zu koommen. Auch das Hafenboot "Astrid", ein Ambulanzboot und weitere Boote kamen zu Hilfe. Der Skipper wurde ins Krankenhaus gebracht und auch eine Alkoholkontrolle unterzogen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Barren Island" auf Grund   Großbild klick!
Öl wird aus leckem Kutter in Wrangell abgepumpt
(10.9.10) Der Kutter "Barren Island" lief am 7.9. in seinem Heimathafen Wrangell auf Grund und legte sich auf seine Backbordseite. In den Tanks des Schiffes befanden sich 3000 Gallonen Öl, weswegen das Marine Safety Detachment Ketchikan Ölsperren um das Schiff auslegte. Taucher einer Firma aus Ketchikan machten sich daran, 900 Gallonen Öl zu leichtern. Bei Ebbe liegt der Havarist trocken. Quelle: Tim Schwabedissen



Mysteriöse Strandung vor Currimao
(10.9.10) Am 9.9. gegen zwei Uhr lief vor der Küste von Barangay Pangil, Currimao, der unter St.-Vincent/Grenadines-Flagge laufende Frachter "Ocean Star", 300 tdw (IMO-Nr.: 7122106) auf Grund. Die Küstenwachstation Currimao fand den 40 Jahre alten Frachter 40 Meter vor der Küste auf Felsen liegend und von der Besatzung verlassen vor. In der Nähe wurde eine Rettungsinsel entdeckt, aber der Verbleib der Crew war zunächst unbekannt. Um 8.30 Uhr gingen Männer der Station Currimao an Bord des Frachters und stellten fest, dass weder Ladung noch Dokumente an Bord waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Türkischer Frachter lief auf Grund
(10.9.10) Der Frachter "Berra G." lief am 9.9. vor Balikci Island im nordöstlichen Marmarameer auf Grund. Er versuchte mit eigener Kraft wieder freizukommen, was bis zum Morgen des 10.9. aber erfolglos blieb. Die "Berra G.", 3159 tdw (IMO-Nr.: 8721349) wurde 1984 erbaut, führt die Flagge der Komoren und hat als Eigner Sim Denizcilik aus Istanbul. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker durch Explosion beschädigt
(10.9.10) Auf dem malaysischen Tanker "Gagasan Perak" kam es zu einer Explosion in einem Ladetank, als sich das Schiff bei einem Offshore-Ölfeld nahe Madura Island in der Java-See befand. Mehrere Besatzungsmitglieder wurden verletzt, mittlerweile die Reparatur des Schiffes eingeleitet. Die "Gagasan Perak", 10810 tdw (IMO-Nr.: 9390525) wurde 2007 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Kutter wird geleichtert
(10.9.10) Nach der Strandung des 34 Fuß langen Kutters "Lily Anne" am 5.9. wurde am 9.9. damit begonnen, das Öl aus dem westlich des John's Pass in Treasure Island liegenden Schiffes abzupumpen. Die Coast Guard St. Petersburg hatte den Eigner aus Largo, Florida, angewiesen, die bis zu 300 Gallonen Diesel vorsorglich zu entfernen, nachdem ein Schlepper am 7.9. mit der Bergung gescheitert war. Da der Eigner dazu finanziell nicht in der Lage war, heuerte die Coast Guard die Progressive Environmental Services, deren Einsatz am 8.8. durch schlechtes Wetter vereitelt wurde, am Folgetag aber anlief. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff legte Ems-Schleuse lahm
(10.9.10) Nach einer Kollision wurde die Ems-Schleuse Herbrum bei Papenburg am 9. September für rund zweieinhalb Stunden für die Durchfahrt gesperrt. Der Betrieb lief derweil über die alte Kammer weiter. Ein Großteil der Schiffe konnte so die Schleuse passieren. Die Havarie ereignete sich gegen 13 Uhr. Ein 100 Meter langes Binnenschiff prallte gegen die Schleusenkammer und schob eine Stahlkonstruktion, die den Stoßbalken führt, aus der Verankerung. Durch den Stoßbalken wird das Schleusentor gegen das Anfahren von Schiffen und damit vor Beschädigungen geschützt. Der Havarist lief auf Kurs Emden von Süden kommend in die Schleuse ein und prallte gegen die Stahlkonstruktion des Stoßbalkens. Nach einer Schadensfeststellung sowie einer Bewertung der Situation durch Fachleute der Schifffahrtsverwaltung wurde der Stoßbalken außer Betrieb genommen. Die Kammer wurde allerdings gegen 15.30 Uhr wieder für den Schiffsverkehr freigegeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter im Tropensturm gestrandet
(10.9.10) Der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Winner 12", 12364 BRZ (IMO-Nr.: 7356331) lief nahe des Hafens von Kaohsiung im Tropensturm Meranti am 9.9. auf Grund. Tags darauf wurde er wieder flottgemacht und zur Reparatur an einen Kai geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rennyacht sank auf Startlinie
(10.9.10) In der Bay of Quinte sank am 4.9. die 24 Fuß lange Rennyacht "Killer Bee". Die dreiköpfige Crew musste von der Feuerwehr Belleville gerettet werden, nachdem ein Sturm das Boot auf sechs Meter Wassertiefe bei Cow Island zum Sinken gebracht hatte. Eine Bö hatte es auf die Seite gelegt. Zwar richtete es sich noch mal auf, doch ins Cockpit eingedrungenes Wasser führte letztlich zum Untergang. Das Unglück ereignete sich auf der Startlinie der jährlichen Katie Gray Regatta von Belleville nach Picton, die durch Teams vier örtlicher Yachtclubs bestritten wird. Der Skipper des Bootes war schon Tags darauf wieder mit einer anderen Bluenose unterwegs. Die oberen zwei Meter des Mastes samt des noch gesetzten Segels ragen noch aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Kranbarge aus Mobile River geräumt
(10.9.10) Die Inland Salvage Inc. (ISI) hat die Räumung der Kranbarge "YD-165", die den Mobile River nach dem Kentern am 15.7. teilweise blockierte, nun geräumt. Das Wrack lag auf der Westbank des Mobile River rund eine halbe Meile südlich des Mobile Cruise Terminal auf 30º 40.95' N, 88º 02.25' W. Der Kran hatte sich von der Barge gelöst, als diese kenterte, und rollte ins Fahrwasser, wo er auf 35 Fuß Wassertiefe zu liegen kam. Der 500-Tonnen.Kran "Big Al" sowie der 400-Tonnen-Kran "LMB" wurden gerufen, um zunächst Aufbauten und Kran zu bergen und dann die Barge in mehrere Teile zu zerlegen. Quelle: Tim Schwabedissen



HMS Endurance auf Target   Großbild klick!
Kein Happy End für Eisbrecher nach Fast-Untergang in der Magellan-Straße
(9.9.10) Die Royal Navy is wird ihren vor Feuerland durch Wassereinbruch beschädigten Eisbrecher HMS "Endurance" abwracken und durch ein norwegisches Charterschiff ersetzen. Nachdem das Schiff auf Deck des Dockwise-Carriers "Target" im Dezember 2008 als Schwertransport heimgebracht worden war, hieße es zunächst, es solle repariert werden. Doch das Schiff zu ersetzen, wird 30 Millionen Pfund einsparen. Das neue Schiff soll 2011 kommen und im März des Jahres auf eine 18-monatige Mission gehen. Nicht ausreichendes Training hatte die Flutung des Maschinenraums vor Chile verursacht, als die Crew an Veränderungen der Frischwasserversorgung arbeitete, und fast den Untergang zur Folge gehabt. HMS "Endurance" liegt seit April 2009 in Portsmouth. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweiter Untergang von "Störtebeker"
(9.9.10) Der Fischverkaufskutter "Störtebeker" ist am frühen Morgen des 8.9. im Stralsunder Stadthafen gesunken. Die Ursache war unklar. Feuerwehr und THW legten eine Ölsperre um die "Störtebeker", die an ihrem Liegeplatz am Kai des Langenkanals auf 2,5 Metern Tiefe untergegangen war. Nur noch die Aufbauten des Schiffes ragten jetzt aus dem Wasser.
Mit der Ölsperre sollte verhindert werden, dass sich Schadstoffe ausbreiteten. Der Kutter war schon einmal vor einem Monat gesunken. Es wurde Anzeige wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung gegen den Eigner erstattet. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Bulkcarrier
(9.9.10) Zwei Bulkcarriers kolliderten auf der Außenreede von Chittagong am 6. September. Sowohl die unter Panama-Flagge laufende "Chang Lin", 39804 tdw (IMO-Nr.: 8216837) wie auch die unter Bangladesh-Flagge laufende "Ismar", 45877 tdw (IMO-Nr.: 8324397) erlitten dabei Schäden. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsoperation an gestrandeter "Anabar" beendet
(9.9.10) Die Evakuierung des am 7.9. um 16.25 Uhr auf einem Felsen auf 46.16N 141.16 O vor Monneron gestrandeten Baggerschiffes "Anabar", 3198 tdw, wurde am 8.9. abgeschlossen. Das Rettungsschiff "Agat" war am 8.9. um 1.50 Uhr vor Ort eingetroffen. Mit einem Zodiac wurden die im Achterschiff verbliebenen 17 Mann zu dem Trawler "RS 0880" transportiert. 14 Mann hatten sich bereits auf eine Insel retten können, der Kapitän, der mit einem anderen Mann von Bord gespült worden war, wurde gerettet. Der andere Mann gilt als tot. Das Schiff hatte in der Chuprov Bay auf der Reise von Yakutsk in die Nevelskoy Bucht in der Tatarskiy Straße Schutz vor stürmischem Wetter gesucht.
Es sollte bei Baggerarbeiten für die Sakhalin-Khabarovsk-Wladiwostok-Gaspipeline eingesetzt werden. Das eigentlich für die Binnenrouten gebaute Schiff hatte eine einmalige Fahrtgenehmigung für die Nordmeerroute erhalten. Es ist 112 Meter lang, 16 Meter breit und hat einen Tiefgang von 1,94 Metern. An Bord waren 31 Mann Crew sowie ein Vertreter der Charterer. Das Schiff ist schwer beschädigt, mehrere Abteilungen und der Maschinenraum liefen voll Wasser. Vor Ort herrschten Windgeschwindigkeiten von15 Metern pro Sekunde und Wellenhöhen von bis zu 2,5 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann von Kutter gerettet
(9.9.10) Am 5.9. um 9.30 Uhr funkte der 12 Meter lange Kutter "La Mer" aus Saint Brieuc Mayday, nachdem er 12 Meilen nördlich der Insel Bréhat auf dem Plateau des Roches Douvres gestrandet war. Wenige Minuten später lief das neun Meter lange Rettungsboot "La Petite Julie" aus Saint Brieuc aus und barg die beiden Fischer von Bord. Sie wurden nach Saint-Quay Portrieux gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Ölplattform vor Argentinien
(9.9.10) Auf der Ölplattform "AM 2" vor der argentinischen Küste im Südatlantik ist am 8.9. ein Feuer ausgebrochen. Das Feuer war im Bereich der Schlafräume und der Kombüse entstanden. Es konnte zunächst nicht unter Kontrolle gebracht werden, die acht Arbeiter an Bord gingen in Boote und wurden von einem argentinischen Schiff aufgefischt. Einer erlitt leichte Brandverletzungen. Die Anlage befindet sich am östlichen Eingang der Magellanstraße zwischen dem südamerikanischen Festland und der Insel Feuerland. Anzeichen für austretendes Öl gab es nicht, die Plattform verfügte über eine automatische Notabschaltung, die sich aktiviert hatte. Zwei Hilfsschiffe waren unterwegs. Die Anlage wird von dem Unternehmen ENAP Sipetrol, das zum staatlichen chilenischen Erdölunternehmen ENAP gehört, betrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Leeraner Yacht in Ems gesunken
(9.9.10) In der Emsmündung hat die niederländische Polizei am Abend des 6.9. eine ostfriesische Familie gerettet, die sich aus ihrem leckgeschlagenen Segelboot auf eine Sandbank geflüchtet hatte. Ein Zeuge hatte in Delfzijl die Beamten alarmiert. Da das Boot wegtrieb und die Flut kam, war Eile geboten. Die Polizisten liehen sich ein Motorboot aus und brachten die Familie mit einem Kind in Sicherheit. Das Boot der Ausflügler aus Moormerland (Kreis Leer) ging unter. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Mann von gestrandeter Yacht gerettet
(9.9.10) Die 32 Fuß lange Yacht "Wind Seeker" strandete am 7.9. nahe Baker's Island. Die US Coast Guard und der Hafenmeister von Salem Harbormasters assistierten, während eine 15 Fuß lange Ribcraft an das Boot heranging und das an Bord befindliche Ehepaar abbarg. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl von "Lisern II" abgepumpt
(9.9.10) Der am 28.8. auf den Grecian Rocks gestrandete, 49 Fuß lange Trawler "Lisern II" lag am 7.9. weiter auf dem Riff vor Key Largo. Die 600 Gallonen Dieselöl waren unterdessen geleichtert. Ob das Schiff Schaden an Korallen angerichtet hat, war noch unklar. Das Schiff war unterwegs nach Colombia, als es in dem Schutzgebiet der Florida Keys National Marine Sanctuary strandete. Hurrikan Earl hatte die Ölleichterung verzögert, doch am 3.9. konnte sie anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper rammte Zerstörer
(9.9.10) Das neueste Schiff der britischen Marine, der Zerstörer HMS "Daring", kollidierte bei der Rückkehr von einer Routineoperation vor der britischen Südküste mit dem Assistenzschlepper "Svitzer Sussex" (IMO-Nr.: 9019470) auf dem Weg nach Marchwood in den Gewässern von Southampton. Der Schlepper hatte zuvor Maschinenausfall gehabt und konnte einen Zusammenprall mit dem 7500-Tonner dann nicht mehr abwenden. Das Ausmaß der Schäden an beiden Schiffen wird derzeit untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm sorgt für Chaos in St. Monans
(9.9.10) In St Monans gerieten vier Schiffe in Seenot, nachdem Wellen am Morgen des 8.9. über die 30 Fuß hohe Hafenmole gingen. Der 35 Fuß lange Kutter "Eastern Dawn" riss sich los und trieb gegen die Mole, wobei er am Heck erheblich beschädigt wurde und Wassereinbruch erlitt. Um vier Uhr rief der Hafenmeister den Fife Fire and Rescue Service. Das 23 Fuß lange Motorboot "Sea Hawk" wurde durch ein herumfliegendes Metallteil beschädigt. Hafenmeister und Feuerwehr lenzten es und schleppten es in eine besser geschützte Hafenecke. Quelle: Tim Schwabedissen



Luftbehälter an gesunkenem Tankboot angebracht
(9.9.10) Dei Bergungsarbeiten an der vor Phuket gesunkenen "Choke Taworn 6" und ihrer Dieselladung mussten am 8.9. wegen schlechten Wetters verschoben werden. Nur eine visuelle Inspektion der Dieseltanks konnte durchgeführt werden. Außerdem brachten die Taucher 35 Luftbehälter, rund 70 % der benötigten Gesamtmenge, mit Ketten am Wrack an. Wenn sie mit Luft gefüllt werden, soll das Wrack binnen vier Stunden an die Wasseroberfläche aufsteigen. Rund 25 Tonnen Öl dürften sich noch im Schiff befinden, nachdem das Schwesterschiff "Choke Taworn 8" vor dem Untergang in 35 Metern Tiefe einen Teil der Ladung noch abpumpen konnte. Nach der Bergung sollen zwei weitere Schiffe das Restöl aufnehmen. Zwei Marineschiffe assistieren bei der Bergung. HTMS "Rang" hat 3,200 Liter Chemikalien an Bord, HTMS "Man Nok" 400 Liter und eine 500 Meter lange Ölsperre. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schiffe wurden künstliche Riffe
(9.9.10) Miami-Dade's Riffprogramm kam am 8.9. einen Schritt weiter, indem der Schlepper "Shark" und die "Catharina" vor Haulover Beach auf 200 Fuß Wassertiefe 2,5 Meilen vor dem Haulover Inlet versenkt wurden. Hier sollen sie ein Habitat bilden. Die 72 Fuß lange "Catharina" wurde 1896 in Schweden erbaut und diente lange Jahre als Dampfschlepper, ehe sie zu einem Segler umgebaut wurde. Die 82 Fuß lange "Shark" wurde 1951 in New Orleans erbaut und war auf den Great Lakes im Schleppeinsatz, ehe sie zum Frachter umgebaut wurde. Nachdem beide Schiffe aufgegeben worden waren, hatte sie das Army Corps of Engineers übernommen und dem Miami-Dade's Artificial Reef Program gespendet. Die Versenkung war mühselig. Obwohl in die Schiffsböden Löcher geschweißt worden waren, wollten sie zunächst nicht sinken. Die "Shark" wurde daraufhin in verschiedene Richtungen gezogen, ehe sie doch mit dem Heck voran absackte. Die "Catharina" wurde durch das Miami-Dade Fire Department mit dem Löschboot versenkt. Im Rahmen des 1981 begonnenen Artificial Reef Program wurden bislang an die 50 Schiffe, zwei ausgediente Ölplattformen der Tenneco Oil Corporation, ein Panzer der U.S. Army und Tonnen von Beton an 17 Stellen vor der Küste und 11 Plätzen im Binnenland versenkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellfähre rammte Kai in Visby
(9.9.10) Der schwedisch Fährkatamaran "Gotlandia II", 6554 BRZ (IMO: 9328015), rammte am 8.9. gegen 18 Uhr die Passagierrampe im Hafen von Oskarshamn, Visby, al ser von Landskrona kommend einlief. Die 116 Fahrgäste und 30 Autos an Bord blieben unversehrt, doch die Aufbauten der Fähre wurden im Vorschiffsbereich beschädigt. Alle Passagiere mussten über das Autodeck an Land gehen, die Fähre zur Untersuchung und Reparatur außer Dienst gestellt. Technisches Versagen hat die Kollision verursacht. Erst 2009 war die Fähre mit der "Gotlandia" kollidiert und schwer beschädigt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Seli 1 brennt   Großbild klick!
Immer noch Öl auf "Seli 1"
(8.9.10) Ein Jahr nach der Strandung des Bulkcarriers "Seli 1" in der Tafelbucht dauert das Beseitigen von Öl aus dem vor Blouberg Beach liegenden Wracks an. Der Marine Electrical Technical Services ist unterdessen damit beschäftigt, die ausgebrannten Aufbauten zu verschrotten. Dies geht mangels Krans nur von Hand vonstatten. Dabei werden wöchentlich auch bis zu drei Tonnen Öl aus dem mit 22000 Tonnen Kohle beladen gewesenen Frachter entfernt. Am 3.6. brach bei Schweißarbeiten ein Feuer auf dem Wrack aus, die Bergungscrew von 22 Mann wurde von dem Rettungsboot "Spirit of Vodacom" geborgen. Das Feuer in den Aufbauten ließ man ausbrennen in der Hoffnung, damit auch weitere Ölrückstände vernichten zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Fehlerhafte Batterien führten zu Brand auf "Alsterwasser"
(8.9.10) Der verheerende Brand, der am 28. April während einer Probefahrt auf der Oberelbe große Teile des Innenraums des innovativen Fahrgastschiffes "Alsterwasser" verwüstet hat, ist auf fehlerhaft angeschlossene Batterien zurückzuführen. Das ist das Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen zur Unfallursache, die jetzt abgeschlossen wurden. Der neuartige Wasserstoffantrieb der "Alsterwasser" der Hamburger ATG Alster Touristik GmbH, war nicht ursächlich. Mit der Reparatur wurde die Bauwerft der "Alsterwasser", die Werft SSB Oortkaten, beauftragt. Das Schiff soll im November wieder fahren. Die Reparaturkosten in Höhe von bis zu 400.000 Euro sollen von der Firma, die die Batterien offensichtlich fehlerhaft eingebaut und angeschlossen hat, eingefordert werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Bulkcarrier in Kolumbien
(8.9.10) Der Bulkcarrier "Clipper Lis", 28.300 tdw, kollidierte am 5.9. mit dem Zementfrachter "Caribe Star", 6.947 tdw, im Hafen von Barranquilla in Kolumbien. Die "Clipper Lis" hatte mit einer Ladung von 18000 Tonnen Erz bei stürmischem Wetter losgeworfen und wurde dann von starker Strömung den Magdalena River abwärts getrieben. Dabei driftete sie gegen den am Kai liegenden Bulkcarrier "Caribe Star" und eine Schwimmpier, die sich von ihren Moorings losriss und 500 Meter weiter strandete. Beide Frachter wurden leicht beschädigt. Die "Clipper Lis" (IMO-Nr.: 9515723) wurde 2009 erbaut, führt die Flagge der Bahamas und hat als Manager die Clipper Denmark ApS. Die "Caribe Star" (IMO-Nr.: 7124104) wurde 1971 erbaut, führt die Flagge Panamas und hat als Eigner die Transmaritima del Caribe S.A. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug im Golf von Siam überfällig
(8.9.10) Der bolivische Schlepper "Prospaq Asia", 130 BRZgt (IMO-Nr.: 9571193) ist gemeinam mit der Barge "Hako" auf der Reise von Kambodscha nach Singapur überfällig. Die letzte bekannte Position des 22,07 Meter langen und 6,3 Meter breiten Schleppers war am 5.9. im Golf von Siam 55 Meilen vor Pulau Redang, Malaysia. Quelle: Tim Schwabedissen



Offshore-Schiff im Nordmeer gestrandet, ein Vermisster
(8.9.10) Das russische Offshore-Fahrzeug "Anabar", 375 tdw (IMO-Nr.: 7644972) , lief am Nachmittag des 7.9. auf Felsen vor der Insel Moneron nahe der Straße von Laperuz, nachdem es sich vom Anker losgerissen hatte. Das MRCC Sakhalin brachte Helikopter in Bereitschaft, um 17 Mann zu evakuieren. Insgesamt waren 33 Mann an Bord, von denen 14 den Strand erreichten. Zwei Seeleute wurden über Bord gespült. Einer von ihnen, der Kapitän, wurde von der "Atmosphere" gerettet, der zweite blieb bislang vermisst. Inzwischen ist der Maschinenraum des Havaristen vollgelaufen und die Energieversorgung ausgefallen. Der Schlepper "Korsakov" und das Rettungsboot "Agat" nahmen Kurs auf die Strandungsstelle. Stürmisches Wetter behinderte aber die Rettungsoperation. Das Schiff der Hydrometeo State Agency wurde 1977 erbaut. Es hatte Yakutsk am 1.8. verlassen und war den Lena-Fluss mit Ziel Nordmeer hinabgelaufen, um beim Bau einer Gaspipeline durch die Nevelsky Straße eingesetzt zu werden, die Sakhalin vom Festland trennt. Quelle: Tim Schwabedissen



Autofrachter rettete 18 Schiffbrüchige
(8.9.10) Am 27.8. rettete der unter Bahamas-Flagge laufende Autofrachter "Goliath Leader" 57,692 BRZ (IMO-Nr.: 9357315) 18 Schiffbrüchige in der südchinesischen See. Das Schiff der NYK-Line war unterwegs von Laem Chabang, Thailand, nach Singapur, als gegen acht Uhr ein Rettungsboot nordöstlich der Malay Peninsula gesichtet wurde. Alle Seeleute wurden gerettet. Sie hatten ihr Schiff zuvor aufgegeben. Am 28.8. gingen sie wohlbehalten in Singapur an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Kutter in Tropensturm gestrandet, einer vermisst
(8.9.10) Die Coast Guard, Cameron County Constables, das South Padre Island Fire Department und die Customs and Border Protection Air and Marine Division kamen am Abend des 6.9. und dem folgenden Morgen mehreren mexikanischen Kuttern zu Hilfe, die in Brownsville Schutz vor dem Tropensturm Hermine suchten. Ein 33-Fuß-Boot der Station South Padre Island lief zunächst zu dem Kutter "Cameron", der am Abend im Brownsville Ship Channel nahe Port Isabel gestrandet war. Mit der Flut kam die "Cameron" wieder frei und erreichte tieferes Wasser. Zwei Kutter strandeten vor den Molen von South Padre Island. Die "Don Pesca 67" und die mit ihr im Päckchen liegende "Geraldo I" hatten zusammen 10 Mann Crew, die von dem 33-Fuß-Boot mit leichten Verletzungen gerettet wurden.
Die "Don Pesca 67" erlitt Wassereinbruch und endete auf einer Sandbank 200 Yards von den Molen des Isla Blance Park entfernt. Ein Strandrettungsteam der Station South Padre Island wurde am Morgen des 7.9. zu der "Acer II" gerufen, die sich von ihrer Ankerposition nördlich der Molen losgerissen hatte und gegen ein Uhr eine Meilen nördlich der Molen nahe Strandzugang 5 auf Grund trieb. Alle sieben Mann wurden ebenso wie der Bordhund unversehrt gerettet. Die mexikanische Marine suchte derweil nach einem Kutter, der auf dem Weg nach Matamoros mit sechs Mann Crew vermisst wurde. Insgesamt hatten an die 70 Kutter vor Brownsville, das von Küstenwache und Grenzschutz zum sicheren Hafen erklärt worden war, Zuflucht genommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer und Wasser machten Kutter zu schaffen
(8.9.10) Die 36 Fuß lange "Reel Manz" geriet am 7.9. 10 Meilen östlich von Manasquan Inlet mit neun Mann Besatzung an Bord in Brand und erlitt zudem Wassereinbruch. Um 18.23 Uhr wurde der Coast Guard gemeldet, dass das Feuer aus sei, der Wassereinbruch unter Kontrolle, und man Kurs auf Manasquan nehme. Ein 47-Fuß-Boot der Station Manasquan Inlet brachte eine weitere Lenzpumpe zur "Reel Manz" und setzte einen Seenotretter über, nachdem die Bordpumpe ausgefallen war. Dann eskortierte es den Kutter zur Station. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision löst diplomatische Spannungen aus
(8.9.10) Japan hielt am 8.9. den Kapitän des chinesischen Trawlers fest, der tags zuvor nahe einer umstrittenen Inselkette mit zwei japanischen Patroullienbooten kollidiert war und diplomatische Verstimmungen zwischen Peking und Tokio ausgelöst hatte. Die Inseln, die in Japan Senkaku, Diaoyu in China und Diaoyutai in Taiwan genannt werden, liegen zwischen Okinawa und Taiwan in einem Gebiet, unter dem Ölvorkommen vermutet werden. Die unbemannten Inseln werden von Tokio kontrolliert, aber es wurde in der Vergangenheit auch von China und Taiwan wiederholt Anspruch auf sie erhoben. Der Trawlerkapitän wurde nach der morgendlichen Verhaftung nach Ishigaki in der Okinawa Präfektur gebracht, wo das Schiff mit seiner 14-köpfigen Crew später ebenfalls erwartet wurde. Der Vorfall hatte sich ereignet, als die "Yonakuni", 1349 ts, der japanischen Coast Guard den Trawler aufforderte, den Fang zu stoppen. In einer darauf folgenden Konfrontation rammte dieser das Heck der "Yonakuni", ehe er weiterlief und nur 40 Minuten später mit einem weiteren Patroullienboot kollidierte. Daraufhin wurde der Trawler von vier Booten aufgebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nanny" wartete auf Leichtertanker
(8.9.10) Der am 1.9. in der Nordwest-Passage gestrandete, kanadische Tanker "Nanny" soll um einen Teil der 9500-Tonnen-Ladung Diesel erleichtert werden. Das Schiff sitzt derzeit 50 Kilometer südwestlich von Gjoa Haven, Nunavut, in der Simpson Strait auf einer Sandbank. Der Tanker der in Neufundland ansässigen Woodward's Oil Ltd. transportierte die jährliche Dieselladung in entlegene Ortschaften von Nunavut und war gerade unterwegs nach Taloyoak. Bislang hielt die Doppelhülle dicht, doch die kanadische Coast Guard überwacht den Havaristen.
Ein weiterer Woodward-Tanker, die "Tuvaq", lief nun aus Iqaluit aus. Zunächst wird er die "Nanny" passieren und 370 Kilometer weiter nach Cambridge Bay laufen, wo er am 9.9. erwartet wird. Hier sollen 7000 Tonnen Diesel gelöscht werden. Dann nimmt der Tanker Kurs auf die "Nanny", bei der er zwischen dem 11. und dem 13.9. eintreffen und zwischen 3000 und 5000 Tonnen Öl leichtern wird. Dann sollen beide Schiffe in Richtung der westlichen Kommunen von Taloyoak in Nunavut laufen, wohin die "Nanny" ohnehin unterwegs war. Quelle: Tim Schwabedissen



Gesunkenes Fährboot war vierfach überladen
(8.9.10) Das kongolesische Fährboot, bei dessen Untergang am 4.9. auf dem Kasai River eine große Anzahl von Menschen starben, hatte vier Mal mehr Passagiere an Bord als auf der Fahrgastliste ausgewiesen. Mindestens 153 Passagiere waren an Bord, auf der Liste waren aber nur 36 Namen. Zwei Überlebende sagten, es seien hunderte von Menschen an Bord gewesen, als in der Maschine Feuer ausbrach. Einer schätzte, 200 seien ertrunken. Bis zum 6.9. waren nur drei Tote, eine Frau und zwei Kinder, gefunden worden. Der Schiffseigner ist inzwischen untergetaucht.
Am selben Tag war auf dem Ruki River in der nordwestlichen Equateur Provinz ein weiteres Boot auf einen Felsen gelaufen und gekentert, wobei wahrscheinlich über 70 Menschen umkamen. Das Schiff war ohne Beleuchtung mit etwa 100 Fahrgästen unterwegs gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung vor Phuket läuft an
(8.9.10) Am Nachmittag des 7.9. sollte die Bergung des vor Phuket gesunkenen Tankfahrzeugs "Choke Thavorn 6" beginnen, wenn das Wetter dies erlaubte. Die Bergung wird durch den Eigner und den Hafenmeister organisiert und durch die Royal Thai Navy überwacht. Zwei Marineschiffe, Ölsperren und ein Helikopter sind einsatzbereit, falls es zu einer Ölverschmutzung kommt. Auch Schiffe des Department of Marine and Coastal Resources (DMCR) sind vor Ort. Der umgebaute Kutter liegt mit 40 Tonnen Öl an Bord in 34 Metern Tiefe. Am Wochenende war ein Ölschleier von einer halben Meile Länge aufgetaucht, der sich bis zum 6.9. weitgehend aufgelöst hatte. Er rührte wohl von mehreren hundert Litern Öl her, die aus dem Maschinenraum ausgetreten waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei weitere Opfer von Kutteruntergang angetrieben
(8.9.10) Retter fanden die Leichen zweier russischer Seeleute, die seit dem Untergang ihres Kutters vor der Westküste von Kamtschatka am 17.8. vermisst wurden. Das Schiff mit acht Mann Besatzung war vor der Mündung des Kekhta am 17.8. gekentert. Ein Mann war an Land geschwommen, sieben weitere wurden im Anschluss vermisst. Vier Tote wurden zwei Tage später entdeckt, ein Seemann ist weiter verschwunden. Der Kutter der Fischfarm Oktyabrsky war beim Aufholen von Netzen umgeschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung auf Petaluma River
(8.9.10) Am 7.9. wurde die Fischerei auf zwei Meilen des Petaluma River verboten, nachdem beim Abbruch eines 60 Fuß langen Schleppers Öl ausgelaufen war. Das Verbot galt für einen Bereich von dem Highway 101 bis zur Payran Bridge. Zwischen 200 und 600 Gallonen liefen aus dem Wrack des 90-Tonners aus. Der Ölverlust war am Morgen des 6.9. entdeckt worden. Ölsperren wurden tags darauf ausgelegt und das auf dem Fluss treibende Öl gebunden. Mehrere hundert Gallonen wurden aus der entlegenen Bucht, in der die Hulk, die von der Bergungsfirma ATOP TRC Inc. aus Alameda abgebrochen wird, liegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot lief vor Binnentanker
(8.9.10) Am 5.9. kam es gegen 17:00 Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal in Höhe der Ripshorster Fußgängerbrücke in Oberhausen zu einer Kollision. Ein Motorboot, auf dem sich zwei Männer und zwei Frauen befanden, geriet unter einen in Fahrtrichtung Bottrop fahrenden, unbeladenen Binnentanker. Das Motorboot sank. Die Insassen retteten sich leicht verletzt ans Ufer. Das Tankschiff blieb unbeschädigt. Am frühen Morgen des 6.9. wurde Motorboot, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, gehoben und zur Schleuse Oberhausen transportiert. Für die Schifffahrt bestand danach wieder freie Fahrt. Quelle: Tim Schwabedissen



"MSC Chitra" mit Schlagseite   Großbild klick!
50 Container von "MSC Chitra" geborgen
(7.9.10) 50 Containers wurden bislang durch die Kranbarge "Kuber" vom Wrack der "MSC Chitra" geborgen, fünf sanken während der Löscharbeiten neben dem Schiff. Nahe des Wracks wurde treibendes Plastik entdeckt, das aus geöffneten Containern stammen dürfte. Eine Barge mit 42 Containern wartete am 6.9. aufs Einlaufen in den Jawaharlal Nehru Port Trust (JNPT), wofür der Zoll zunächst eine Genehmigung geben musste. Die "MSC Chitra" liegt derweil weiter stabil. Der Hafenbetrieb von Mumbai Port läuft nun rund um die Uhr normal, während beim Jawaharlal Nehru Port Trust nur Schiffe bis 2.1 Meter Tiefgang passieren dürfen. Quelle: Tim Schwabedissen



Touristen-U-Boot lief auf Grund
(7.9.10) Am 6.9. lief das amerikanische Touristen-U-Boot "Atlantis V" auf den Western Shoals in Apra Harbor auf Grund. Die Coast Guard Guam wurde um acht Uhr alarmiert und schickte ein 25-Fuß-Boot, das eine Viertelstunde darauf vor Ort war. Um 9.30 Uhr begann eine Untersuchung der strukturellen Integrität des Rumpfes und möglicher Riffschäden. Um 16.37 Uhr kam das Boot wieder frei und wurde nach Garibaldi in den Hafen geschleppt. Die "Atlantis V" ist Guams einziges Touristenboot. Quelle: Tim Schwabedissen



Strömung kenterte Kutter
(7.9.10) In der Discovery Passage nahe Bloedel kenterte der amerikanische Kutter "Cindy J" am 5.9. in einer 10 Knoten langen Ebbtide, die ihn auf die Seite drückte. Das Schiff drehte in die nördliche Strömung nahe Maud Island, diese erfasste den Bug und rollte das Schiff auf die Seite, noch ehe der Rudergänger gegenhalten konnte. Die fünfköpfige Crew rettete sich auf den Rumpf des kenternden Schiffes. Andere Kutter bargen sie von dort ab. Der Kutter sank wenig später inmitten eines halben Dutzend Schiffen, denen nur noch das Auffischen von Trümmern blieb. Die Schiffbrüchigen wurden auf das Küstenwachboot "Point Race" übergeben und in den Campbell River gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Küstenwache versus Trawler
(7.9.10) Ein 1,300-Tonnen-Patroullienboot der japanischen Küstenwache kollidierte mit einem chinesischen Trawler nahe der unbewohnten Senkaku-Inseln. Dabei kam es zu geringfügigen Schäden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision auf Rhein-Herne-Kanal
(7.9.10) Am 5.9. kam es gegen 17:00 Uhr auf dem Rhein-Herne-Kanal in Höhe der Ripshorster Fußgängerbrücke in Oberhausen zu einer Kollision. Ein Motorboot, auf dem sich zwei Männer und zwei Frauen befanden, geriet unter ein in Fahrtrichtung Bottrop fahrendes, unbeladenes Tankschiff. Bei dem Unfall wurde das Motorboot derart beschädigt, dass es sank. Die Passagiere retteten sich leicht verletzt ans Ufer. Das Tankschiff blieb unbeschädigt. Am frühen Morgen des 6. September wurde das Motorboot gehoben und zur Schleuse Oberhausen transportiert. Für die Schifffahrt besteht wieder freie Fahrt.. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband kollidierte mit Binnentanker
(7.9.10) Bei Ginsheim- Gustavsburg, Main-Kilometer 1,8 kollidierte am 6.9. ein Schubverband beim Auslaufen aus dem Unterwasser/Schleusenkanal der Schleuse Kostheim mit einem Binnentanker. Bei klarer Sicht hatte der Kapitän des bergfahrenden Tankers über Funk gefragt, wie man sich in der Biegung oberhalb der Kostheimer Straßenbrücke begegnen sollte. Nachdem eine Backbord-Backbord-Begegnung vereinbart wurde, fuhr das Tankmotorschiff dennoch in der Biegung mit langsamer Fahrt geradeaus und kollidierte in der Folge mit dem Schubleichter. Hierbei entstand Sachschaden. Quelle: Tim Schwabedissen



Vor Leer auf der Wiese geparkt ...   Großbild klick!
Frachter, der vor erster Fahrt strandete, geht nun planmäßig auf Reise
(6.9.10) Der holländische Frachter "Fivelborg" (IMO: 9419307) wurde am Vormittag des 6.9. von der Ferus Smit Werft in Leer an die Wagenborg-Reederei abgeliefert, nachdem das Schiff zu Ende ausgerüstet worden war und die Einbeulungen am Rumpf ausgebessert waren, die es sich am 11.7. zugezogen hatte. Ein Sturm hatte den Rohbau damals losgerissen und quer durch den Hafen auf Grund getrieben. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre trieb manövrierunfähig in der Elbe
(6.9.10) Das 26 Meter lange Hamburger Fährschiff "Dat Ole Land" (MMSI-Nr.: 211428220) trieb am 5.9. gegen 17.15 Uhr mit Maschinenschaden manövrierunfähig im Fahrwasser der Elbe. Rettungskräfte von Feuerwehr und DLRG aus Niedersachsen, Hamburg und Schleswig Holstein machten sich auf den Weg zum Schiff. Das Fährschiff "Falkenstein" war in der Nähe und kam dem Havaristen zur Hilfe. Die "Falkenstein" ging längsseits und verholte den Havaristen an den Anleger in Lühe. Alle 150 Passagiere konnten hier an Land gehen oder mit der Fähre "Falkenstein" nach Wedel gebracht werden. Zu der Höhe des Sachschadens gab es noch keine Angaben, die Fahrten Schulau-Wedel wurden für den 6.9. abgesagt. Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht in Haseldorfer Marsch ausgebrannt und gesunken
(6.9.10) Rettungskräfte wurden am 5.9. um 0.57 Uhr alarmiert und zu einem Feuer auf einem vor der Hetlinger Schanze vor Anker liegenden Boot gerufen. Der Skipper der Yacht hatte noch versucht, den Brand selbst zu löschen, erlitt dabei jedoch Brandverletzungen an den Händen. Bei Ankunft der Rettungskräfte hatte sich das Feuer bereits auf dem Boot ausgebreitet. Von der DLRG Stade wurden drei Personen von Bord gerettet und zur weiteren Behandlung auf die Stader Seite der Elbe gebracht. Das Feuer auf dem Boot wurde von dem Mehrzweckboot der Feuerwehr Wedel bekämpft. Anschließend wurde versucht, den Havaristen in den Sportboothafen in Haseldorf zu schleppen. Um 3.18 Uhr jedoch sank das Schiff in der Hafeneinfahrt.
Das Wrack des Bootes wurde mit Leuchtbojen gesichert. Die Wasserschutzpolizei Hamburg hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatz, an dem auch die DLRG Wedel, die Feuerwehr Haseldorf sowie die Rettungsdienste auf beiden Elbseiten beteiligt waren, dauerte bis 4.23 Uhr. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht drohte vor Swanage zu sinken
(6.9.10) Am 5.9. um 15.30 Uhr funkte die Yacht "Sea Thyme" sechs Meilen südwestlich von Swanage nach Wassereinbruch Mayday. Der Coast Guard Helikopter aus Portland war rasch vor Ort, weil er gerade in der Nähe bei einem anderen Einsatz gewesen war. Ein Mann wurde auf das Deck der 37 Fuß langen Yacht abefiert, während aus Swanage das dortige RNLI-Boot anrückte. Dieses setzte eine Lenzpumpe über und nahm das Boot Richtung Poole Harbour in Schlepp. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht bei Kollision schwer beschädigt
(6.9.10) Am 4.9. um 20.30 Uhr kam es zur Kollision der Fähre "Carteret", die auf dem Weg von Cedar Island nach Ocracoke war, mit der 35 Fuß langen Yacht "Tony C". An Bord der Fähre waren acht Passagiere, die Yacht hatte eine zweiköpfige Besatzung. Ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard Station Ocracoke brachte die Bootsfahrer samt ihrer Bordhunde zur Station Ocracoke. Personal der Coast Guard inspizierte auch die Fähre, die dann nach Ocracoke weiter lief. Die Yacht war erheblich beschädigt und hatte ein Loch, das knapp oberhalb der Wasserlinie bis zum Deck führte. Ein 47-Fuß-Boot der Coast Guard Station Hatters Inlet schleppte sie in flaches Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Yachten im Mystic River gestrandet
(6.9.10) Am Nachmittag des 4.9. lief die Ycht "Showdown" eines Skippers aus Groton während einer Regatta des Fishers Island Yacht Club auf Grund. Das 29 Fuß lange Boot strandete auf South Dumpling Island, die 10-köpfige Crew blieb unversehrt. Zwei Segler in einem 20-Fuß-Boot sichteten die gestrandete Yacht und brachten deren Crew zurück nach Mystic. Ein Schlepper und ein Boot der Coast Guard liefen zur Strandungsstelle. Der Wind blies mit bis zu 30 Knoten, und die Yacht wurde auf den Felsen schwer beschädigt. Wegen des Windes war die Regatta bereits in eine Gebiet zwischen Fishers Island und der Küste von Connecticut statt um die Insel herum gelegt worden.
In der Nacht zum 4.9. war bereits die 28 Fuß lagne Yacht "O'Day" südwestlich von Ram Island in der Mündung des Mystic River auf Grund gelaufen. Ein 41- und ein 25-Fuß-Boot der Coast Guard sowie ein Helikopter der Air Station Cape Cod wurden alarmiert. Nachdem das kleinere Boot längsseits gegangen war, drehte der Hubschrauber ab. Der Skipper sagte, dass der Kiel des Bootes aus New London abzubrechen drohte. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Totalverlust bewahrt
(6.9.10) Die Yacht "Wildfire" funkte Mayday, nachdem sie bei Hauxley auf Felsen gelaufen war. Sie hatte beim Eintreffen eines Rettungsbootes schwere Schlagseite, und mit ablaufendem Wasser und rauer See wurde die Situation für die dreiköpfige Crew immer gefährlicher. Es gelang aber, die Yacht langsam in tieferes Wasser zu ziehen, wo ein Rettungsmann der "The Four Boys" mit einer Lenzpumpe übergesetzt wurde. Danach wurde die "Wildfire" durch raue See in die Amble Marina geschleppt. Beim Amble Boatyard wurde sie später zur Inspektion aus dem Wasser geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung von sieben Schiffbrüchigen nach 20 Stunden
(6.9.10) Die Coast Guard rettete 25 Meilen vor der Küste von Charleston am Morgen des 5.9. vier Erwachsene und drei Kinder von Bord eines 38 Fuß langen Motorbootes, das nach Wassereinbruch im Maschinenraum zu sinken begonnen hatte. Die Frau des Skippers hatte bereits am 4.9. um 22 Uhr die Bootsfahrer als überfällig gemeldet. Zwei HH-65 Dolphin Helikopter der Station Savannah, Galveston, und aus Charleston suchten die ganze Nacht durch und wurden um 6:02 Uhr östlich von Charleston während der letzten Suchschleife endlich fündig. Im Mondlicht wurde der noch vier Fuß aus dem Wasser ragende Bug des Bootes sichtbar und die sich an Wrackteile anklammernden Schiffbrüchigen. Sie Die Schiffbrüchigen trieben bereits seit 20 Stunden in Rettungswesten im Wasser. Sie wurden nach ihrer Rettung zur Medical University of South Carolina in Charleston geflogen. Ihr Boot hatte keine Funk- und Noteinrichtungen gehabt. Quelle: Tim Schwabedissen



Hunderte Tote bei Fährunglücken im Kongo
(6.9.10) Bei zwei Schiffsunglücken in der Demokratischen Republik Kongo sind am Wochenende möglicherweise mehr als 270 Menschen ums Leben gekommen. Auf dem Fluss Rupi lief am Morgen des 4.9. in der nordwestlichen Äaquator-Provinz ein Boot auf einen Felsen und kenterte, dabei kamen mehr als 70 der schätzungsweise 100 Insassen ums Leben. Es war bei Dunkelheit ohne Beleuchtung unterwegs gewesen.
Das zweite Unglück ereignete sich auf dem Fluss Kensai in der Kasai Occidental Provinz. Dort geriet am selben Tag die Fähre eines Eigners aus Kinshasa mit hunderten von Fahrgästen, Maissäcken und Benzinfässern an Bord in Brand und kenterte.
Nur 15 der vermutlich mehr als 200 Passagiere konnten sich retten. Die Fahrgäste hatten begonnen, über Bord zu springen, nachdem die Maschine beim Passieren des entlegenen Dorfes Mbendayi, etwa 70 Kilometer von der Stadt Tshikapa an der Nordgrenze des Kongos zu Angola, in Brand geraten war. Die zwei unerfahrenen Besatzungsmitglieder wurden festgenommen, die Behörden nahmen die Ermittlungen auf. Die Männer hatten möglicherweise Benzin in den Tank gegossen, das sich an der Batterie dann entzündete. Eine Augenzeugin berichtete später, Fischer hätten sich geweigert, den Opfern zu helfen, und stattdessen die auf dem Fluss verteilte Ladung an sich genommen und die Schiffbrüchigen mit Paddeln geschlagen.
Ihren Angaben zufolge befanden sich mehrere Hundert Menschen an Bord. Es gab aber kein Passagiermanifest des wohl überladenen Schiffes. Es war nach Zeugenaussagen bereits mit hunderten Passagieren dicht besetzt gewesen, als es nur 10 Minuten vor Ausbruch des Feuers erneut zur Aufnahme weiterer Reisender stoppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölreste werden nach Tankeruntergang beseitigt
(6.9.10) Nach dem Untergang des Tankers "Choke Thaworn 6" 10 Meilen vor Phuket wurde am 5.9. keine weitere Ölverschmutzung entdeckt. Ein Schiff der thailändischen Coast Guard sollte die aus der Maschine ausgelaufenen vier Tonnen Öl beseitigen. Rund 20 Prozent der ausgelaufenen Menge waren noch vorhanden und sollten mit Chemikalien aufgelöst werden. In den vier Tanks des umgebauten Kutters befanden sich rund 40 Tonnen Diesel. Das Wrack liegt 10 Meter unter der Wasseroberfläche. Über eine Bergung wurde noch nicht entschieden. Quelle: Tim Schwabedissen



Angespülte Leiche könnte von Kutteruntergang stammen
(6.9.10) An den Strand von Mayaro trieb am 5.9. eine Leiche an, bei der es sich um den seit dem Untergang des Kutters "Margarita Mia II" am 2.9. vermissten Mann aus Venezuela handeln könnte. Die übrigen vier Mann waren am 3.9. nach 11 Stunden aus der stürmischen See gerettet worden. Der bereits stark verweste Tote war um 6.30 Uhr bei der Grand Lagoon in Mayaro angespült worden. Die Mayaro Police Station setzte ihre Ermittlungen fort. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Crew gesunkenen Schleppers abgebrochen
(6.9.10) Die Suche nach den sechs Vermissten des Schleppers "Alexei Kulakovsky" wurde jetzt eingestellt. Das Schiff war am 27.8. 20 Meilen vor Tiksi in der Laptew-See gesunken. Nur drei Mann konnten lebend, fünf weitere nur noch tot geborgen werden. Die Entscheidung zum Abbruch der Suche wurde am 4.9. wegen stürmischer See und schlechter Sicht getroffen. Diese Umstände hatten bisher auch ein Eindringen von Tauchern in das Wrack unmöglich gemacht. Der Eisbrecher "Kapital Babichev" kehrte nach Tiksi zurück. Die Temperatur der Luft betrug nur fünf Grad Celsius, die des Wassers vier Grad. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Kanada ausgebrannt
(6.9.10) Westlich von Tofino geriet am Nachmittag des 4.9. der 45 Fuß lange, hölzerne Thunfischkutter "Miss TJ" in Brand, nachdem es im Maschinenraum gegen 14 Uhr einen Kurzschluss gegeben hatte. Das Schff stand 100 a Kilometer vor der Küste und hatte drei Mann Crew an Bord, zwei Fischer aus Courtenay und einen aus Langford. Über VHF wurde Mayday gefunkt, woraufhin der amerikanische Kutter "Eastward" zu Hilfe kam und binnen einer halben Stunde die drei Männer an Bord hatte. Ihr Kutter brannte bis zur Wasserlinie herunter. Derweil trafen auch Boote der kanadischen Coast Guard ein und eskortierte die "Eastward" nach Tofino. Quelle: Tim Schwabedissen



Eingedrückte Nase von 'Paula'   Großbild klick!
Frachterkollision beschert Werften in Hamburg und Bremerhaven Arbeit
(5.9.10) Der unter britischer Flagge laufende Frachter "Wec van Ruysdael", 9981 BRZ (IMO-Nr.:: 9242560) lief am 1.9. in Bremerhaven von Rotterdam kommend ein und ging bei MWB - Motorenwerke Bremerhave n- ins Trockendock. Hier gilt es, die Schäden der Kollision mit dem Schwergutfrachter "Paula" am 26.8. in Holland zu beheben. Auf dem Schiff war der Bugspoiler an Steuerbord aufgerissen und der Bulbsteven durch die Wucht des Aufpralls verschoben worden. Die "Paula" liegt derzeit zur Reparatur bei der Norderwerft in Hamburg. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision eines Tankers mit einem Frachter in Singapur
(5.9.10) Der Sovcomflot-Tanker "Laptev" kollidierte am 3.9. mit dem malaysischen RoRo-Frachter "PWP 1" in Singapur. Dabei wurde auf dem Tanker ein Ballastwassertank aufgerissen, und er ging zur Inspektion vor Anker. Die "Laptev Sea", 47357 tdw (IMO-Nr.: 9149263) wurde 1998 erbaut und führt die Flagge Liberias. Die "PWP 1", 9800 tdw (IMO-Nr.: 8111790) wurde 1982 erbaut und läuft für Mujur Bakat Sendirian. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief vor Kumkale auf Grund
(5.9.10) Der russische Frachter "Volgo-Don 238" lief vor Kumkale Pt. Am 4.9. um 16.15 _Uhr auf Grund. Das Schiff versuchte aus eigener Kraft wieder freizukommen, aber vorsorglich ging ein Schlepper auf Standby. Die "Volgo-Don 238", 3853 tdw (IMO-Nr.: 8899031) wurde 1980 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Greifswald zum 2. Mal vom THW gehoben
(5.9.10) Der ehemalige norwegische Kutter "Veatind" ist am 4.9. vom Technischen Hilfswerk (THW) gehoben worden. Das Schiff war am 31.8. an seinem Liegeplatz auf dem Ryck gesunken. Im Rumpf des Kutters befanden sich noch rund 200 Liter Diesel, die den Ryck zu verschmutzen drohten. Ein Teil des Kraftstoffes war nach dem Sinken ausgetreten. Das THW pumpte den 50 Jahre alten Kutter mehr als zwei Stunden lang aus, zuletzt mit insgesamt sieben Pumpen. Die Aggregate förderten zusammen bis zu 11 000 Liter Wasser pro Minute aus dem Schiff. Die "Veatind" wurde im Jahr 2007 aus Norwegen nach Greifswald überführt. Den Weg vom Nordkap aus über die Ostsee legte sie damals noch aus eigener Kraft zurück. Gegen den Eigner des Kutters ermittelt nun die Wasserschutzpolizei wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung. Das Schiff war im Winter schon einmal gesunken und musste ebenfalls vom THW geborgen werden. Die Kosten für den Einsatz am Sonnabend werden auf 8000 bis 10 000 Euro taxiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Blow Out Preventer der "Deepwater Horizon" zurück am Tageslicht
(5.9.10) Am 4.9. hob ein Kran ein Schlüsselstück zur Explosion der "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko an die Wasseroberfläche - den Blow Out Preventer, dessen Versagen die Explosion und anschließenden Untergang der Insel samt nachfolgender Ölpest auslöste. Es dauerte 29,5 Stunden, den 300 Tonnen schweren Block, der eine Höhe von fünf Geschossen hat, zu heben.
Um 18.54 Uhr durchbrach er die Wasseroberfläche. FBI-Agenten waren unter den 137 Menschen an Bord der "Helix Q4000", machten Fotos und Videos. Sie werden das Schiff zu einer NASA-Einrichtung in Louisiana eskortieren, wo der BOP analysiert wird. Um 21.16 Uhr war das Beweisstück in einen speziellen Rahmen manövriert, Wasser lief heraus. Als der BoP durch eine Luke ins Schiff schwebte, hatte sich um dieses ein leichter Ölfilm gebildet. Die Hebung hatte sich verzögert, nachdem sich Hydrate auf dem BOP gebildet hatten, die zunächst schmelzen mussten. Sie entstehen, wenn Gase sich unter Wasser unter hohem Druck und bei kalten Temperaturen mischen. Sie bewirkten auch im Mai bereits Probleme, als sie sich auf einem 100 Tonnen schweren Dom bildeten, den BP über die Leckstelle stülpen wollte.
Bei der Explosion auf der "Deepwater Horizon" waren am 20.4. 11 Menschen getötet worden, anschließend liefen 206 Millionen Gallonen Öl aus der Bohrstelle aus. Die Explosion wurde durch eine Blase von Methangas ausgelöst, die durch die Bohrsäule nach oben schoss, ohne von den Schutzvorrichtungen aufgehalten worden zu sein. Warum aber das Gas austrat, ist noch rätselhaft, ebenso, warum der BOP nicht das Rohr am Meeresboden nach der Eruption wie geplant abdichtete. Möglicherweise gab es ein hydraulisches Leck, das die Wirksamkeit einschränkte. Der Präsident der Eignerfirma Transocean vermutete, dass Trümmer durch das aufsteigende Gas in den BOP gelangten und ihn unwirksam machten.
BP und Transocean bestätigten zudem, dass Reparaturen nicht in jedem Falle vom Erbauer, der Cameron International, autorisiert wurden und dass Konfusion über die Ausrüstung in den Tagen nach dem Unglück das Vorgehen erschwerte und verzögerte. Transocean gab an, der BOP sei im Februar überholt worden, bevor er auf die "Deepwater Horizon" gebracht wurde. Am 9.4. sei ein Drucktest erfolgreich durchgeführt worden. Ein Professor der Rice University äußerte die Einschätzung, der BOP könnte an einer Kragen genannten Verdickung der Bohreinrichtung gescheitert sein. Die Hardware sei geändert worden, die Pläne vor Ort aber nicht. Derweil wurde am Abend des 3.9. ein neuer BOP über der Bohrstelle platziert. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker von Korallenriff befreit
(5.9.10) Die Sea Frontier Guard in Umluj befreite am 3.9. eien Tanker, der auf einem Korallenriff nahe der Al-Fawaidah Islands, nordwestlich von Umluj, gestrandet war. An Bord waren 15 Chinesen, darunter eine Reihe Ölexperten. Das Schiff gehörte ebenfalls einer Ölfirma. Eine Patroullie von der Sea Frontier Guard der Northern Al-Harra Station hatte auf einer Routinefahrt den nordöstlich von Mount Hassaan Island mit Schlagseite festsitzenden Tanker entdeckt. Daraufhin schickte das Operation Center der Sea Frontier Guard fünf Schiffe, denen die Bergung gelang. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker sank vor Phuket
(5.9.10) Der mit 40 Tonnen Diesel beladene Tanker "Choke Thawom 6" sank in einem schweren Sturm am 3.9. gegen 11 Uhr vor Phuket, rund 18 Kilometer vor der Chalong Bay. Der Sturm verzögerte seither die Entnahme von Wasserproben durch das Phuket Marine Biological Centre des Department of Marine and Coastal Resources. Bislang lief nur der Diesel der Maschine aus. Die Tanks halten derzeit dicht. Das Schiff war unterwegs von einer Tankanlage im Wichit Distrikt nach Koh Racha Yai, 25 Kilometer südlich von Phuket, als es in vier Meter hohen Wellen 10 Meilen südlich des Dorfes Rawai am Südende von Phuket Island kenterte. Die "Choke Tavorn 8", ein Schwesterschiff, barg die vierköpfige Crew unversehrt aus der See. Das Schiff sank 30 Meter tief. Quelle: Tim Schwabedissen



Riff, auf dem "Clipper Adventurer" strandete, war bereits kartiert
(5.9.10) Das Riff, auf das das Kreuzfahrtschiff "Clipper Adventurer" am 27.8. im Coronation Gulf vor Nunavut lief, war nach Meinung eines Experten der University of New Brunswick wohlbekannt. Wäre das Schiff nur einige Längen weiter östlich oder westlich gewesen, hätte es das Unterwasserkliff verfehlt, sagte John Hughes Clarke, Leiter der Kartierungsgruppe, am 3.9. Die Lage des Felsen rund 100 Kilometer östlich von Kugluktuk sei aber seit 2007 bekannt gewesen, als der Canadian Hydrographic Service die Schiffahrtsindustrie darüber informierte. Die Nachricht an die Schifffahrt, die die Coast Guard verbreitete, lautete:

A102/07 - WESTERN ARCTIC - CORONATION GULF - SEPTEMBER 16, 2007
WESTERN ARCTIC
A SHOAL WAS DISCOVERED BETWEEN THE LAWSON
ISLANDS AND THE HOME ISLANDS IN THE SOUTHERN
CORONATION GULF IN POSITION 67 58.25'N 112
40.39'W. CHARTED DEPTH IN AREA 29 METERS.
LEAST DEPTH FOUND 3.3 METERS. ISOLATED ROCK.
REFER TO NAD83 DATUM.

Es ist dann die Verantwortlichkeit der Schiffsoffiziere, ihr Kartenmaterial zu aktualisieren, gerade weil in arktischen Regionen Kreuzfahrer gern problematische Routen wählen, um dramatischere Landschaften zu zeigen. Die Forscher der UNB halfen auch, dem Eisbrecher "Amundsen" einen sicheren Kurs zur "Clipper Adventurer" zu ermitteln, nachdem er nahe Port Epworth gestrandet war. Die "Amundsen" befand sich zu der Zeit über 500 Kilometer entfernt in der Beaufort Sea. Der Rumpf der "Clipper Adventurer" weist unterdessen schwere Schäden auf, viele Abteilungen sind aufgerissen, doch der Wassereinbruch ist unter Kontrolle. Die "Amundsen" kartierte derweil den Zugang zum Passagierschiff, dessen Barge zudem ein 3-D-Bild des Meeresbodens erstellte mit Hilfe des Sonarsystems des Eisbrechers, damit andere Coast Guard-Schiffe bei der Bergung assistieren können. Die ng with the recovery of the Clipper Adventurer. Die Ocean Mapping Group hat alle notwendigen Informationen an den Canadian Hydrographic Service weiter geleitet. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fähren auf Padwa River gestrandet
(5.9.10) Die beiden Fähren, die vor Padma auf der Mawa-Kawrakandi Route gestrandet waren, konnten am 4.9. geborgen werden. Die 1985 erbaute, unter Bangladesh-Flagge laufende "Shah Mokhdum", 295 tdw, mit 10 Bussen, 8 Pkw, 2 Lkw und 600 Passagieren an Bord war auf der Reise von Mawa nach Kawrankandi eineinhalb Stunden nach Auslaufen gegen acht Uhr auf dem Padwa-River in Bangladesh gestrandet. Das Rettungsschiff "IT 97" kam bei einem Bergungsversuch eineinhalb Stunden später selbst fest. Ein zweites Schiff, die "IT 94", scheiterte am Wasserstand. Trawler brachten die Passagiere nach Kawrankandi. Gegen 17 Uhr dann gelang die Bergung des Schiffes der Bangladesh Inland Water Transport Corporation endlich. Tags zuvor, am 3.9., war die "Shaheed Barkat", eine andere RoRo-Fähre mit 15 Fahrzeugen an Bord, von Kawrakandi kommend bei Kawliar Char nahe Mawa gegen acht Uhr gestrandet. Sie wurde von zwei Bergungsschiffen nach 23-stündiger Arbeit wieder befreit. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlfrachter drohte zu stranden
(5.9.10) Der unter der Flagge der Färöer laufende Kühlfrachter "Nordjarl", 3968 BRZ (IMO-Nr.:: 8400050) erlitt am Morgen des 4.9. Maschinenausfall im Valderhaugfjord zwischen Hamnøya und Valderøy. Er wurde kurz vor einer drohenden Strandung auf den Haken genommen und nach Ålesund eingeschleppt. Hier leiteten Polizei und Schifffahrtsbehörde eine Untersuchung ein, in der sich herausstellte, dass ein Fehler in der Elektrik den Blackout ausgelöst hatte, der zum Kontrollverlust über das Schiff führte. Taucher untersuchten den Rumpf für den Fall eines etwaigen Bodenkontaktes. Der Reefer war von Rørvik nach Ålesund unterwegs gewesen, als er havarierte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bennend vor Callantsoog   Großbild klick!
Deutsche Yacht vor Holland gesunken
(4.9.10) Eine deutsche Yacht ist am 2.9. gegen Mittag rund 3,5 Kilometer vor der Küste von Callantsoog in Flammen aufgegangen und gesunken. Die beiden Bootsfahrer retteten sich auf ein Beiboot. Die Rettungsboote "Joke Dijkstra" aus Den Helder, "Koen Oberman" aus Callantsoog und "Dolfijn" aus Petten wurden von der Küstenwache in Marsch gesetzt. Die Feuerwehren Callantsoog, Julianadorp und Den Helder waren in Bereitschaft versetzt worden, nachdem die Brandmeldung um 14.18 Uhr herausgegangen war. Die "Koen Oberman" war als erstes Boot vor Ort und brachte die beiden Schiffbrüchigen an Land. Als die "Joke Dijkstra" eintraf, war schon nichts mehr zu retten - der Mast des 17 Meter langen Schiffes lag geschmolzen im Wasser. Zwar wurden noch die Pumpen angeworfen, um die Flammen zu löschen, doch als die Flammen erloschen, war der Rumpf an Backbord geschmolzen, und das ausgebrannte Wrack sank beim Versuch der "Dolfijn", es in Richtung Strand zu schleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Containerfrachter
(4.9.10) An Bord des malaysischen Containerfrachters "Hub Kuching" brach am 31.8. ein Feuer aus, als das Schiff von Port Klang nach Bangkok laufend in den Golf von Siam in der südchinesischen See einlief. Dabei entstand erheblicher Schaden. Die "Hub Kuching", 9964 tdw (IMO-Nr.: 8303991) wurde 1983 erbaut, hat eine Kapazität von 380 TEU und als Manager die Hub Shipping Sendirian Berhad. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Smith Island aufgegeben
(4.9.10) Am 3.9. gegen 21.15 Uhr rettete die Coast Guard die zweiköpfige Crew der 26 Fuß langen Yacht "Pia" in der Juan De Fuca Strait. Sie waren nahe Smith Island, Washington, ins Rettungsboot gegangen, nachdem ihre Yacht in schwerer See beschädigt worden war. Sie kontaktierten die U.S. Coast Guard über VHF, und diese schickte einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Port Angeles. Ein Rettungsschwimmer half den Schiffbrüchigen in den Rettungskorb, und an Bord des Hubschraubers erreichten sie unversehrt Port Angeles. Ihr Boot trieb zunächst weiter in der Juan De Fuca Strait. Quelle: Tim Schwabedissen



Öl von gestrandetem Sportboot geleichtert
(4.9.10) Am 3.9. wurden durch die Coast Guard das Öl von dem gestrandeten, 49 Fuß langen Sportboot "Lisern II" abgepumpt, das am 29.8. auf den Grecian Rocks in der Florida Keys National Marine Sanctuary gestrandet war. Nachdem der Hurrikan Earl abgezogen war, konnte am Morgen mit der Arbeit begonnen werden. Über 600 Gallonen Öl wurden geleichtert und an Land gebracht. Die Florida Fish and Wildlife Conservation Commission und die Coast Guard Auxiliary überwachen das Boot weiter. Quelle: Tim Schwabedissen



Freester Kutter wartet auf Gutachgter
(4.9.10) Auf dem Kutter "Anne Maren" zeugen Tage nach der Kollision mit der "Frederic Chopin" dicke rote Schleifspuren an der Backbordseite von der Wucht, mit der das Elf-Meter-Schiff am 31.8. bei Fahrwassertonne KR 9 in der schmale Knaakrücken-Rinne gegen das Flusskabinenschiff gedrückt wurde. Nun drohen dem Freester Kutter und seiner Crew ein Werftaufenthalt und Fangeinbußen. Das Schiff war auf Zanderfang gewesen und schon auf der Heimfahrt nach Freest, als nordwestlich der Insel Usedom die "Frederik Chopin" zum Überholmanöver ansetzte. Mit neuneinhalb Knoten hatte sich das 83 Meter lange Passagierschiff im Abstand von nun zehn Metern an seinem Kutter vorbeischoben. Als es fast geschafft war, wurde der glasfaserverstärkte Kunststoffkutter an die Steuerbordleiste des Drei-Deck-Kreuzers gesaugt. Der Aufprall war so heftig, dass im Schiffsinnern unter Deck ein Kleiderschrank von der Wand gerissen wurde. Ein Anruf über Funk blieb ohne Antwort. Also alarmierte der Skipper die Wasserschutzpolizei, die Stunden später den Kapitän der "Chopin" zur Rede stellte und vom Kreuzfahrt-Veranstalter Nicko Tours 600 Euro Sicherheitsleistung einforderte. Seitdem liegt die "Anna Maren" im Heimathafen und kann auslaufen, weil sich Gutachter angesagt haben, um den Schaden zu untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Barge könnte künstliches Riff werden
(4.9.10) Die Barge "Waldo" liegt weiterhin auf dem Strand von Boca Grande zwischen 9th and 10th Street. Die American Marine Constructors Inc. aus Sarasota wurde beauftragt, das 135 Fuß lange Fahrzeug zu räumen. Es war am 23.8. auf dem Weg nach El Jobean in hoher See nahe des Boca Bay Pass Club gestrandet. Am 27.8. wurde festgestellt, dass es zerbrochen war. Wenn alle zuständigen Kräfte einverstanden sind, könnte das Wrack als ein künstliches Riff vor der Küste genutzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiter keine Klarheit über "River Princess"-Berger
(4.9.10) Die indische Regierung hat am 30.8. der Salgaokar Mining Industries Pvt Ltd den Zuschlag zur Räumung des Wracks des im Juni 2000 gestrandeten Frachters "River Princess" vor Goa erteilt. Ob diese jedoch den Auftrag nehmen wird, erscheint derzeit wiederum fraglich. Bei einem Treffen am 3.9. erschien kein Vertreter der Firma, aber auch nicht der verantwortliche Minister. Salgaokar Mining Industries hatten eine kostenfreie Räumung angeboten. Die "River Princess" wird auf dem Strand von Candolim-Sinquerim als Umweltgefahr und Verursacher von Küstenerosion angesehen. Immer mehr Teile des verrostenden Schiffes werden an den Strand gespült. Zudem gab es Spekulationen, es sei ein Lagerplatz für Drogenschmuggler geworden. Weitere Interessentan an der Bergung waren auch Titan Salvage und Madgaonkar Salvage gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Sturm riss historischen Schornstein ins Wasser
(4.9.10) Von dem historischen Dampfer "Robin" wurden von stürmischem Wind Teile des Schornsteins ins Wasser des Hafens von Lowestoft geweht. Die "Robin" sollte von ihrem Liegeplatz auf einem Ponton am 11.9. nach London als schwimmendes Museum zurückkehren. Die Stürme dieser Woche rissen aber die Stahlabdeckung des original erhaltenen Schornsteins ins Wasser, wo sie von Tauchern aus Lincolnshire erst wieder aufgespürt werden mussten. Es gelang dem fünfköpfigen Tauchteam aber, trotz einer Sicht von Null binnen einer Stunde die historischen Teile ausfindig zu machen. Der Projektdirektor dankte dem East Coast Tauchteam für den professionellen und schnellen Einsatz. Ohne ihn hätte die termingerechte Restaurierung vor Problemen gestanden. Die "Robin" ist das älteste vollständig erhaltene Dampfschiff der Welt und soll auf der Themse eine dauerhafte Heimstatt finden. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht vor Smith Island aufgegeben
(4.9.10) Vertreter des Federal Bureau of Ocean Energy Management, Regulation and Enforcement gingen am 3.9. an Bord der von Mariner Energy Resources betriebenen Förderplattform "Vermilion Block 380" vor der Küste von Louisiana, um die Ursache des Feuers vom Vortag zu ermitteln. Die 13 Arbeiter, die sich nach Ausbruch des Brandes im Wohnquartier mit einem Sprung ins Meer hatten retten müssen, wurden von einem Helikopter ins Terrebonne General Medical Center in Houma geflogen. Derweil sichtete ein Coast Guard-Helikopter am 3.8. bei einem Überwachungsflug einen geringfügigen Ölfilm nahe des Rig. Er war 100 Yards lang und 10 Yards breit und stammte wohl von Petroleum, das während der Feuerlöscharbeiten von Bord lief. Die Produktionsplattform befindet sich auf 340 Fuß Wassertiefe rund 102 Meilen vor Vermilion Bay und verfügt über sieben Anschlüsse für Öl und Naturgas. Die Crew konnte die Ölförderung stoppen, bevor sie die Plattform aufgab. Der Schaden an ihr wurde als gering eingeschätzt. Binnen weniger Monate soll die Produktion wieder aufgenommen werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Ausflugsschiff vor Larnace nach Feuer evakuiert
(4.9.10) Über 50 Passagiere und Besatzungsmitglieder wurden durch Privatboote von dem türkischen Ausflugsschiff "Memories" (MMSI-Nr. 271040120) nahe der Larnaca cam 2.9. gerettet, nachdem ein Feuer an Bord ausgebrochen war. Der Brand entstand wohl wegen eines Kurzschlusses gegen 20 Uhr, als sich das Schiff etwa 500 Meter vom Strand von Phinikoudes entfernt befand. An Bord waren sechs Besatzungsmtglieder und 52 Fahrgästge aus England, Russland und Zypern. Ein Polizeiboot war mit fünf Feuerwehrmännern an Bord binnen 10 Minuten vor Ort gewesen und konnte das Feuer löschen. Kurz nach 10 Uhr wurde die "Memories" nach Larnaca eingeschleppt, wo eine Untersuchung eingeleitet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsauftrag für "Clipper Adventurer" vergeben
(4.9.10) Ein Team der Resolve Marine Group in Florida hat in dieser Woche an Bord der "Clipper Adventurer" die Bergung des seit dem 27.8. 100 Kilometer östlich von Kugluktuk, Nunavut, fesitzenden Schiffes vorbereitet. Auch die Eigner des von Adventure Canada gecharterten Schiffes, die International Shipping Partners of Miami, waren vor Ort. Am 1.9. hatten sie den Bergungskontrakt an die Resolve Marine Group gegeben, die seit dem 29.8. an Bord sind. Zuerst gilt es, das Öl abzupumpen und Risse im Rumpf des Havaristen abzudichten, sodass er in die Cambridge Bay auf Victoria Island im westlichen Teil des Territoriums befindet. Ausrüstung für die Operation von Resolve wurde bereits nach Cambridge Bay und Tuktoyaktuk geflogen. Bergungsteams werden aus Yellowknife eingeflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Nanny" muss geleichtert werden
(4.9.10) Die Bergung des kanadischen Tankers "Nanny" 50 Kilometer südwestlich von Gjoa Haven auf King William Island in Nunavut könnte Tage, wenn nicht gar Wochen dauern. Das Schiff war am 1.9. mit 9500 Tonnen Dieselöl auf eine nicht kartierte Sandbank in der Nordwestpassage gelaufen. Das Schiff der Woodward's Oil Ltd. Sollte Öl an entlegene Ortschaften ausliefern und war gerade unterwegs nach Taloyoak gewesen. Der Eisbrecher "Henry Larsen" der kanadischen Küstenwache ist wenige Kilometer entfernt vor Anker gegangen und überwacht die Lage. Woodward's Oil muss nun einen zweiten Tanker in die Nordwestpassage bringen, um die "Nanny" zu leichtern. Die Auslieferung des für den Betrieb von Generatoren benötigten Diesels wird sich entsprechend verzögern. Quelle: Tim Schwabedissen



Fährboot vor Philippinen gesunken
(4.9.10) Sechs Passagiere mussten nach dem Untergang des Fährbootes "Reymark" von der philippinischen Coast Guard gerettet werden, nachdem es vor Minasawa Island in Patnungan, Quezon, in schwerer See gekentert und teilweise gesunken war. Der Skipper und seine Fahrgäste wurden nach Patnungan gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach vermissten Fischern fortgesetzt
(4.9.10) Die Suche nach den vor Südkorea vermissten Fischern, deren Kutter von einem südkoreanischen Tanker versenkt worden war, wurde am 3.9. fortgesetzt. Drei Patroullienboote und ein Helikopter sowie das chinesische Bergungsschiff "Beihai Rescue 108" nahmen an der Operation teil. Der Kutter war am 1.9. nach Kollision mit der 1,250 Tonnen großen "Ocean Ace No. 3" untergegangen, von der Crew fehlt seither jede Spur. Ein Taifun behinderte die Suche nach den Seeleuten und verzögerte den Einsatz eines Patroullienbootes aus Seoul. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Fähren auf Padma River gestrandet
(4.9.10) Die RoRo-Fähre "Sha Mukdum" strandete am Morgen des 4.9. mit 20 Fahrzeugen an Bord auf dem Padma River nahe Kauliar. Ursachce war schlechte Sicht. Das Schiff der Bangladesh Inland Water Transport Corporation war mit 10 Bussen, acht Pkw und zwei Lkw unterwegs von Mawa nach Kewrankandi gewesen, als es um 6:30 Uhr mit 600 Passagieren an Bord auflief. Das Bergunsschiff "IT 397" machte sich auf den Weg zur Strandungsstelle. Erst am 3.9. war die Fähre "Shaheed Barkat" in einem alten Fahrwasser des Flusses gegen acht Uhr auf Grund gelaufen, konnte aber 21 Stunden spätter wieder flott gemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



'Anita' auf der Spundwand   Großbild klick!
Hamburger Barkasse lief auf Spundwand - 44 Passagiere evakuiert
(3.9.10) Die Hamburger Hafenbarkasse "Anita - H 5107440" lief während einer Rundfahrt am 2.9. im Magdeburger Hafen, unterhalb der Baustelle für die im Bau befindliche Hafen-U-Bahntrasse, auf eine Spundwand. Diese war zum Zeitpunkt des Unglücks aufgrund des Tidestandes kaum sichtbar und soll Schlick davon abhalten, in die Großbaustelle zu sickern. Die 44 Hafenrundfahrtgäste kamen bei der Havarie mit dem Schrecken davon. Eine Frau erlitt durch den Schreck eine Kreislaufschwäche. Sie kam zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Die "WS 35" der Wasserschutzpolizei ging längsseits und nahm die Passagiere sowie die zweiköpfige Crew an Bord. Auch die Feuerwehr war mit einem Boot vor Ort. Ob der erfahrene Barkassenkapitän Warnschilder übersehen hatte oder was sonst zu dem Zwischenfall führte, blieb zunächst unbekannt. Nach Einschätzung von Barkasseneigner Michael Glitscher könnte er eine Wende versucht haben. Die Barkasse selbst wurde offensichtlich nicht allzu schwer beschädigt. Mit der abendlichen Flut sollte die "Anita" von allein wieder aufschwimmen. Ein Schwimmkran sicherte die auf der Spundwand aufsitzende Barkasse, deren Bug bei Ebbe hoch in die Luft ragte, bis dahin. Zu einem Wassereinbruch kam es nicht. Die Wasserschutzpolizei hat eine Ermittlungsgruppe eingerichtet und gegen den Schiffsführer ein Verfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet. Ein Alkoholtest verlief negativ. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Verletzte bei Kollision eines Wasserbusses bei Dordrecht
(3.9.10) Am 23.8. kollidierte gegen Mittag der 135 Meter lange Binnenschiffsneubau "Gambler" (EU-Nr.: 02333392) aus Rotterdam mit einem sogenannten Wasserbus auf der Beneden-Merwede auf Höhe von Dordrecht. Dabei wurde eine Frau unter den 14 Passagieren des Fahrgastschiffes verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden. Der Wasserbus verkehrt zwischen Dordrecht und Rotterdam. Die Polizei stellte in der anschließenden Untersuchung fest, dass der Binnentanker zwischen 15 und 17 Kilometer, der Wasserbus 40 Kilometer schnell war. Am 24.8. wurde eine technische Untersuchung unter Einbeziehung der Radar-Daten eingeleitet. Vermutlich war ein technischer Fehler an dem Wasserbus von Arriva schuld an der Havarie. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuerschiff saß im Schlick fest
(3.9.10) Die erste Fahrt des Emder Feuerschiffs "Amrumbank", 404 BRZ, nach einer aufwendigen Reparatur endete am 2.9. mit einer Havarie im Papenburger Hafen. Mit dem Bugspriet stieß die "Amrumbank", das ehemalige Feuerschiff "Deutsche Bucht", gegen das Geländer einer Straßenklappbrücke. Dabei wurden die Halterung des Bugspriets, eine Lampe des Schiffs sowie drei Sprossen des Brückengeländers beschädigt. Das Schiff war nicht mehr zu steuern gewesen, nachdem es in Sclick geraten war. Beim Anlegemanöver im Papenburger Hafen bereitete der Schlick weitere Probleme, die zu mehreren Schäden vor allem in der Kombüse des Feuerschiff-Restaurants führten. Der Schlepper "Gerd Bliede" drückte das Feuerschiff so stark gegen den Schlick, dass es zeitweilig 12 Grad Schlagseite hatte. Dabei wurde die Kombüse verwüstet, Herde und Arbeitsflächen rutschten von der Wand weg, am Boden zerbrachen Gläser und Geschirr. Ein Deck tiefer, im Feuerschiff-Museum, kippte neben Kartenständern eine alte Linse für Leuchtfeuer um. Das dicke Glas zersprang an mehreren Stellen, der wuchtige Eisenfuß knallte in die zum Museum führende Holztreppe. Der Kapitän machte die Organisatoren des bis zum Wochenende stattfindenden Papenburger Hafenfestes für die Geschehnisse verantwortlich. Das Wasser sei nur drei Meter tief, der Vereinsvorsitzende habe dem Freundeskreis "Gesine von Papenburg", der das Feuerschiff eingeladen hatte, bereits im Februar mitgeteilt, dass das Schiff einen Tiefgang von 4,25 Meter hat. Ob es weitere Schäden gab, stand noch nicht fest, doch allein in der Kombüse wurde er auf mehrere tausend Euro eingeschätzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tarnfarben verzögerten Bootsbergung
(3.9.10) Auf der Spree-Oder-Wasserstraße in Berlin-Charlottenburg ist in der Nacht zum 1.9. das Motorboot "Graf Zander" gesunken. Zwei Männer riefen die Polizei an und sagten, dass ihnen soeben Boot im Vorhafen der Schleuse Charlottenburg abhanden gekommen sei. Die Wasserschutzpolizisten fanden die nassen und unterkühlten Männer am Ufer. Sie waren stark betrunken. Nach eigener Aussage waren sie gegen 23 Uhr in Richtung Schleuse unterwegs gewesen, als der Besitzer des Bootes über Bord gegangen sei. Als sein Freund ihn zu retten versuchte, lief das Motorboot voller Wasser, und er selbst fiel wenig später ebenfalls in die Spree. Wegen des starken Wassereinbruchs kenterte das Sportboot und sank. Gegen die beiden wird nun wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr ermittelt. Im Verlauf der Nacht waren zwei Polizeiboote, ein Löschboot der Feuerwehr und mehrere Rettungsfahrzeuge eingesetzt. Die Such- und Bergungsmaßnahmen des Motorbootes wurden erst in den Mittagsstunden des 1.9. beendet. Denn die Taucher des Wasser- und Schifffahrtsamtes hatten Schwierigkeiten, das Boot zu finden, weil es in Tarnfarben gestrichen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter "Tinos" nach Cuxhaven eingeschleppt
(3.9.10) Am 2.9. gegen 17 Uhr liefen die Schlepper "Wulf 7" und Taucher Otto Wulf 4" dem bei Scharhörn leckgeschlagenen Kutter "Tinos" von Cuxhaven aus entgegen. Die "Otto Wulf 4" nahm den vom Gewässerschutzschiff "Mellum" bis zur Kugelbake geschleppten havarierten Kutter längsseits, um ihn in den Fährhafen zu bringen, wo bereits ein Aufgebot der Feuerwehr bereit stand. Während des Schleppens von der Unglücksstelle bis zur Kugelbake hatte das Tochterboot der "Hermann Marwede", die den Schleppzug begleitete, am Havaristen festgemacht und lenzte ihn. Am 2.9. wurde die "Tinos - GG 159" auf den Slip des Werftbetriebs Cuxhaven gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Rasche Entwarnung nach neuerlicher Explosion auf Ölplattform im Golf von Mexiko
(3.9.10) Die U.S. Coast Guard und ein Rettungshubschrauber bargen 13 Arbeiter der Ölplattform "Vermillion 380 A", die am 2.9. im Golf von Mexiko, rund 90 Meilen südlich von Vermillion Bay entfernt, um 9:19 Uhr explodiert war. Der Pilot des Bristow-Helikopter hatte die 13 in Überlebensanzügen im Wasser schwimmend gesichtet. Sie wurden dann von dem Versorger "Crystal Clear", der sich 25 Kilometer entfernt befunden hatte, aus dem Wasser gezogen und auf ein nahes Rig transportiert. Sieben MH-65C Helikopters der Basen New Orleans und Houston trafen gegen 11:30 Uhr dort ein, außerdem ein privater Cougar-Rettungshubschrauber. Er brachte gemeinsam mit drei der Küstenwachhubschrauber die Arbeiter zum Terrebonne General Medical Center in Houma, wo festgestellt wurde, dass alle das Unglück ohne schwere Verletzungen überstanden hatten. Der Eigner der explodierten Plattform. Die Mariner Energy, sandte drei Schiffe zur Bekämpfung des Feuers, das auf dem Rig ausgebrochen war. Zu Ölverschmutzungen kam es nicht, da die Plattform nicht im Förderbetrieb war. Auch konnte das Feuer auf der Plattform bis zum Abend gelöscht werden. Die Unglücksstelle140 Kilometer von der Küste Louisianas ist gut 300 Kilometer von der Stelle entfernt, an der am 20. April die vom britischen Ölriesen BP betriebene Plattform "Deepwater Horizon" explodiert war. Die Ursache der Explosion vom 2.9. war zunächst unklar. Die Betreiberfirma, die ihren Sitz in Houston, Texas, hat, kündigte Untersuchungen an. Das Unternehmen fördert in der Region vor der Vermillion Bay Rohöl und Erdgas aus insgesamt sieben Bohrlöchern. Die Förderung wurde nach der Explosion an allen Bohrlöchern gestoppt. Die Plattform "Vermillion 380 A" befand sich in relativ flachem Wasser, es ist nach Angaben des US-Innenministeriums nur gut 100 Meter tief. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulker saß auf Weser fest
(3.9.10) Der unter St. Marshall-Flagge laufende Frachter "Baltic Panther", 31117 BRZ (IMO-Nr.: 9387346) lief von Las Palmas kommend auf der Weser auf Höhe von Farge am 2.9. gegen 17.30 Uhr auf Grund. Das Schiff konnte sich aus eigener Kraft wieder befreien, erhielt aber den restlichen Weg nach Bremerhaven eine Schleppereskorte. Der Frachter, die ehemalige "Sinova", wurde 2009 in Dienst gestellt, hat eine Länge von 189,99 Metern und eine Breite von 32,26 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Dritte Strandung vor Nunavut binnen eines Monats
(3.9.10) Der kanadische Tanker "Nanny" lief am 1.9. in der Simpson Strait, Nunavut, südwestlich von Gioa auf einer Sandbank auf Grund. Erst am 8.8. war in den Gewässern von Nunavut der Tanker "Mokami" gestrandet, und am 27.8. kam der Kreuzfahrer "Clipper Adventurer" bei Nunavut auf einem Felsen fest. Der Doppelhüllentanker "Nanny" hat 9000 Tonnen Dieselöl zur Versorgung der Ortschaften an Bord. Er hat die Eisklasse 1A und schlug nicht leck. Die Eigner erarbeiten nun einen Bergungsplan. Die "Nanny" (IMO-Nr.: 9051399) hat eine Tragfähigkeit von 9176 Tonnen, wurde 1993 erbaut und läuft für die Coastal Shipping Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker vor Guatemala gestrandet
(3.9.10) Der unter Bahamas-Flagge laufende Tanker "Clipper Tobago" lief am 30.8. in Santo Tomas de Castilla, Guatemala, auf Grund. Am 2.9. saß er weiterhin fest. Die "Clipper Tobago", 8834 tdw (IMO-Nr.: 9209001) wurde 1999 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot im Nebel auf Mole gelaufen
(3.9.10) Das Sportboot "Kahnquest" lief am Morgen des 2.9. in der Humboldt Bay in dichtem Nebel auf einer Mole auf Grund. Es war unterwegs von Humbold Bay nach Los Angeles. Wellen beschädigten das Schiff, und um 1.50 Uhr funkte der Skipper Mayday. Die Coast Guard schickte ihr 47-Fuß-Boot der Station Humboldt Bay. Trotz des Wassereinbruchs konnte die "Kahnquest" weiter mit eigenem Motor operieren. Bis 10 Uhr wurde sie mithilfe einer mobilen Lenzpumpe ausgepumpt und lief dann eine Werft in Fields Landing in Eureka an, wo sie aus dem Wasser genommen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter nach Kollision mit Eisberg nun im Trockendock
(3.9.10) Der 65 Fuß lange Fischtender "Emily Jane" aus Seattle, der am Morgen des 27.8. einen Eisberg am Nordende der Wrangell Narrows gerammt hatte und gesunken wurde, konnte am 30.8. gehoben werden. Zuvor hatten Berger 800 Gallonen Öl geleichtert. Das Schiff war mit 22000 Pfund Fisch in der Luke vom Taku River nach Petersburg gekommen, um den Fisch bei der Trident Seafood abzuliefern, als es eine Meile vor dem Hafen um 1.15 Uhr auf den Eisberg lief. Dabei wurde der Maschinenraum aufgerissen. Der Skipper hatte seine Konzentration zu sehr auf eine Tonne gerichtet. Er wies den Rudergänger an, das Boot ans Ufer zu lenken, und machte selbst die Rettungsinsel klar. Binnen einer Viertelstunde sank der Kutter, und die dreiköpfige Crew wurde von dem Kutter "Miss Barbara" gerettet, der ebenfalls auf dem Weg nach Petersburg war. Auch die Fähre "Taku" kam zu Hilfe. Am 30.8. konnten die Fischer zusehen, wie das Wrack nun in ein Trockendock der Petersburg Shipwrights gezogen wurde, um dort von der Coast Guard inspiziert und dann repariert zu werden. Die Lecks waren mit Holz abgedichtet worden. Einige Bulleyes an Backbord waren durch das Sinken eingedrückt worden und Antennen verbogen. Das Schiff wurde 1947 erbaut und operierte seit 1970 bislang unfallfrei in der Region. Die verlorene Fischladung wurde mit einem Wert von 25,000 Dollar taxiert. Die Reparatur wird erst im kommenden Jahr abgeschlossen sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Bootsfahrer von Felsen gerettet
(3.9.10) Am 29.8. rammte das Sportboot "Joy Sea Ann" gegen 16 Uhr unter der Mt. Hope Bridge Felsen in Church Cove auf Seal Island. Die fünf Insassen aus Dighton, Massachusetts, kletterten auf die Felsen und warteten auf Rettung durch die Bristol Harbor Patrol und die Feuerwehr aus Bristol. Deren Boot hatte einen ausreichend geringen Tiefgang, um an die Unglücksstelle heranzukommen. Die Geretteten wurden ins Roger Williams University Dock gebracht. Der Skipper der "Joy Sea Ann" blieb an Bord, bis das Boot von Safe Sea zurück nach Dighton geschleppt wurde. Die Coast Guard und das Portsmouth Fire Department assistierten dabei. Quelle: Tim Schwabedissen



Grundberührung könnte amerikanischen Kutter zum Sinken gebracht haben
(3.9.10) Nach Ansicht der U.S. Coast Guard könnte der Untergang des Kutters "Lady Mary" am 24.3.2009 auf eine vorhergehende Grundberührung zurück zu führen sein. Die Coast Guard schloss aus Fotos eines Wasserschlauches, der an eine Bilgepumpe angeschlossen war, dass ins Heck des Schiffes Wasser eindrang. Am geborgenen Ruder fand das National Transportation Safety Board keine Hinweise auf eine Kollision. Der endgültige Report wird aber erst in einigen Monaten vorliegen und wohl auch keine vollständige Aufklärung liefern. Der Eigner der "Lady Mary" und ein Team von Tauchern, die das Wrack des 77 Fuß langen Kutters 65 Meilen vor der Küste dokumentierten, glauben weiter an eine Kollision mit einem anderen Schiff. Das in 210 Fuß Tiefe liegende Wrack ist an Ruder, Propellerschaft, Heckrampe und weiteren Bereichen beschädigt. Als die "Lady Mary" sank, kamen sechs der sieben Mann an Bord ums Leben. Ein Mann aus Mexiko war Stunden nach dem Untergang von der Coast Guard gerettet worden. Als er erwachte, hatte das Boot bereits 30 Grad Schlagseite und erhebliche Wassermengen im Innern, und die Crew sei in Panik gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



Türkischer Frachter gesunken
(2.9.10) Der türkische Frachter "Medy" geriet in der Nacht zum 1.9., nachdem er den Hafen von Constanza mit Kurs Istanbul beladen mit 3247 Tonnen Schrott verlassen hatte, um 3.10 Uhr in Seenot. Das Schiff hatte Wassereinbruch erlitten und entwickelte 20-25 Grad Schlagseite. Die "GSP King" barg die 17-köpfige Crew des vom Untergang bedrohten Schiffes unversehrt ab. Der Frachter trieb derweil sechs Meilen vor dem rumänischen Hafen Constanza, bis er trotz aller Rettungsbemühungen um 12.51 Uhr sank. Die "Medy" (IMO-Nr.: 7711660) hat eine Tragfähigkeit von 4100 Tonnen und wurde 1982 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Seenot vor Scharhörn
(2.9.10) Etwa 20 Meilen westlich von Scharhörn geriet am 1.9. der ehemalige Fischkutter "Tinos - GG 159" mit Wassereinbruch in Seenot. Der Rettungskreuzer "Hermann Marwede" und das Gewässerschutzschiff "Mellum" eilten dem Havaristen zur Hilfe. Der Kutter hattte Cuxhaven mit nur einem Mann Besatzung in den frühen Morgenstunden des 1.9. verlassen, nachdem er am 30.8. gegen 16 Uhr bei der Boots- und Schiffswerft Cuxhaven auf Slip genommen worden war. In Begleitung der beiden Rettungsschiffe ging es nach der Havarie mit geringer Fahrt wieder zurück nach Cuxhaven. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere vermisste Fischer nach Kollision
(2.9.10) Ein chinesischer Kutter sank vor der südkoeanischen Westküste am 1.9., nachdem er von dem 1250-Tonnen-Frachter "Ocean Ace No. 6" der südkoreanischen HC Freight Company 68 Meilen westlich der Insel West-Gyengnyelbi in der südlichen Chung Cheong Provinz gegen 14:25 Uhr gerammt wurde. Die gesamte Crew wurde nach der Kollision vermisst. Die Küstenwache von Seoul schickte ein Patroullienboot und einen Helikopter zur Suche nach den Fischern. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung im Schutzgebiet
(2.9.10) Nahe der Grecian Rocks vor Key Largo lief am 29.8.das im Trawler-Stil erbaute Sportboot "Lisern II" auf Grund. Schlechtes Wetter behinderte die Bergungsbemühungen. Es galt zunächst, 900 Gallonen Dieselöl abzupumpen. Das Schiff liegt in einem Schutzgebiet auf Felsen, eine runde Dreiviertelmeile südwestlich der Christ of the Abyss-Statue auf den Key Largo Dry Rocks. An den Arbeiten nach der Strandung waren das Keys Marine Sanctuary, die staatliche Fish and Wildlife Conservation Commission, die Coast Guard Station Islamorada, Tow Boat U.S. und Sea Tow beteiligt. Die "Lisern II" war durch die Keys unterwegs, als sie strandete. Quelle: Tim Schwabedissen



Geschehnisse im Jensen Beach-Dreieck
(2.9.10) Die Behörden von Florida konfiszierten 1,100 Pfund Marihuana, die sie auf einem gestrandeten, 33 Fuß langen Motorboot auf Hutchinson Island nahe Port St. Lucie entdeckten. Das Boot war am Morgen des 31.8. von zwei Anwohnern entdeckt worden, die zunächst annahmen, es habe Motorschaden. Nachdem es auf Strand saß, lief ein Mann weg, woraufhin sie die Coast Guard alarmierten. Diese fanden ihn wenig später am Ufer und benachrichtigte das U.S. Immigration and Customs Enforcement. Das verlassene Boot schlug in der Brandung voll.
Seit Mitte Mai kam es damit zu drei merkwürdigen Vorfällen im sogenannten Jensen Beach Triangle zwischen dem Island Beach Restort und Shuckers Restaurant auf Huntchinson Island im südlichen St. Lucie County, einem Flugzeugabsturz, einer Strandung einer Yacht auf der Reise nach Kuba und dem jetzigen Drogenfund. Die Serie began am 15. Mai, als ein einmotoriges Flugzeug aus der einstigen Sowjetunion unweit des Strandes ins Meer stürzte, als es wohl Kunstflugübungen machte. Dabei kamen der Pilot aus Fort Lauderdale, ein Mann aus Jensen Beach und ein weiterer aus North Palm Beach ums Leben. Am 20.8. dann strandete die Yacht eines englischen Skippers und dessen deutscher Freu. Sie hatten zwei Meilen vor der Küste geankert, als sie ins Treiben und auf Legerwall gerieten. Das Boot lag mehrere Tage am Strand. Und nun der Fund von Drogen im Wert von über einer Million Dollar in einem gestrandeten Motorboot. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung nach Untergang
(2.9.10) Die US Coast Guard rettete am 1.9. zwei Personen, nachdem deren Boot "Whitetail" fünf Meilen nordwestlich des Baptiste Collette Bayou nahe Venice gesunken war. Um 15.30 Uhr hatten die Coast Guard New Orleans ein Mayday des Bootes aufgefangen, das Wassereinbruch erlitten hatte und dessen Crew sich anschickte, es aufzugeben. Daraufhin lief ein 33-Fuß-Boot der Coast Guard Station Venice aus, und ein MH-65C-Helikopter der Air Station New Orleans steig auf. Als die Retter eintrafen, war die "Whitetail" bereits gesunken, und die beiden Schiffbrüchigen trieben in Rettungswesten im Wasser. Sie wurden geborgen und in Venice medizinisch versorgt. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung nach Bootsbrand
(2.9.10) Die Coast Guard rettete am 1.9. die zwei Insassen des 41 Fuß langen Bootes "LC4", das vor dem Manasquan Inlet in Brand geraten war. Um 11.51 Uhr meldete die " Eagles II " den Brand sowie die Sichtung zweier Personen in einer Rettungsinsel in der Nähe. Die "Sea Sue" nahm die Schiffbrüchigen auf, später wurden sie auf ein Rettungsboot der Coast Guard Station Manasquan Inlet, New Jersey, übergesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Yangtse gestrandet
(1.9.10) Der Tanker "Lucky Grow 178", 26060 tdw, lief in schwerer See am 31.8. in der Mündung des Yangtse-Flusses in China auf Grund. Die Crew wurde abgeborgen. Die "Lucky Grow 178" (IMO-Nr.: 8827870) wurde 1989 erbaut und führt die Flagge von Belize.Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker auf Lake St. Francis auf Grund gelaufen
(1.9.10) Am Abend des 31.8. lief der maltesische Tanker "Hulin" um 19.55 Uhr auf der Horseback Shoal 1,3 Meilen nordöstlich von Hamilton Island am Westende des Lake St. Francis, Ontario, auf Grund. Nach einem Maschinenschaden war das Schiff nach Steuerbord aus dem Fahrwasser gedreht und auf dessen Südseite nahe Tonne D55 auf fünf bis sechs Metern Wassertiefe festgekommen. Es gelang dem Schiff, mit eigener Kraft wieder freizukommen. Am 1.9. um 7.30 Uhr wurde sie unterhalb der Snell-Schleuse zur Inspektion gestoppt. Zuvor hatte sie in der Eisenhower Schleuse festgemacht. Der Chemikalientanker wurde 2008 in Istanbul erbaut und läuft für die Hulin Shipping Ltd. im Management der Atlas Tanker Isletmeciligi aus Istanbul. Die "Hulin", 7260 BRZ (IMO-Nr.: 9447043) hat eine Tragfähigkeit von 10500 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Flusskreuzfahrer rammte Kutter
(1.9.10) Im nördlichen Peenestrom ist am 31.8. der Schweizer Flusskreuzfahrer "Frederic Chopin", 854 tdw (ENI-Nr.: 04801240) mit dem deutschen Kutter "Anne Maren" zusammengestoßen. Das Kabinenschiff wollte im engen Fahrwasser der sogenannten Knaakrückenrinne den vor ihm fahrenden Freester Fischkutter "Anne-Maren - FRE59", 18 BRZ, überholen. Dabei wurde der Kutter durch den Sog des Fahrgastschiffs an dessen Steuerbord-Seite gezogen. Während das Fahrgastschiff nur minimal in Mitleidenschaft wurde, wurden sowohl der Rumpf als auch das Schiffsinnere des gut 11 Meter langen Kutters deformiert. An Bord des Passagierschiffs befanden sich 70 Urlauber. Gegen den Kapitän des Fahrgastschiffs wurde eine Sicherheitsleistung von 600 Euro erhoben. Die "Frederic Chopin" wurde 2002 in Tangermünde erbaut, ist 82,93 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 1,1 Meter Tiefgang. Das Schiff kann 78 Passagiere und 21 Mann Besatzung aufnehmen. Es lief bis 2009 für die Neustädter Reederei Deilmann und wurde am 10. Dezember 2009 von Deutschland in die Schweiz umgeflaggt. Neue Eignerin ist die Bernina River Cruises GmbH in Zug. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Greifswald zum zweiten Mal binnen sechs Monaten gesunken
(1.9.10) Im Greifswalder Stadthafen ist am 31.8. der 50 Jahre alte, ehemalige Fischkutter "Veatind" an seinem Liegeplatz im Ryck gesunken. Im Hafen bildete sich ein Ölfilm, die Feuerwehr legte zwei Ölsperren aus, um die Verschmutzung des Ryck einzudämmen. An Bord sollten sich noch etwa 200 Liter Dieselkraftstoff sowie diverse Betriebsstoffe befinden. Eine Entscheidung über die Hebung des Schiffs sollte am 1.9. getroffen werden. Gegen den Eigner wurde eine Strafanzeige wegen Verdachts der Gewässerverunreinigung gestellt. Der Kutter stammt aus Norwegen und war einst am Nordkap im Einsatz. Seine besten Tage hat er aber zweifellos hinter sich: Bereits im Februar 2010 sank er und musste mit Feuerwehr und THW geborgen werden. Damals hatte das Eis an einigen Stellen die Kalfaterung herausgezogen und das Schiff war daraufhin voll Wasser gelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Cuxhavener Mole
(1.9.10) Am Morgen des 31.8. kurz nach Mitternacht rammte der unter Barbados-Flagge Frachter "Wilson Gaeta", 2446 BRZ (IMO-Nr.: 9171096), als er mit einer Ladung Schüttgut aus Bilbao den Machulez-Kai anlaufend den Vorhafen von Cuxhaven ansteuerte, mit dem Bug die östliche Mole der Hafeneinfahrt. Dabei wurde das Schanzkleid an Steuerbordseite eingedrückt, am Molenkopf sind hölzerne Abweiser abgesplittert. Die "Wilson Gaeta" konnte die Fahrt durch die Schleuse und weiter in den Neuen Fischereihafen fortsetzen. Am Abend verließ sie gegen 18.30 Uhr Cuxhaven wieder mit Kurs Bremerhaven, wo sie am 1.9. gegen ein Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennende Fregatte sorgt für Feuerwehrgroßeinsatz in Kiel
(1.9.10) Ein Feuer im Maschinenraum der im Kieler Tirpitzhafen festgemachten Fregatte "Brandenburg" (MMSI-Nr.: 211210160) sorgte in der Nacht zum 1.9. für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Kurz nach 3 Uhr hatten Besatzungsmitglieder den Brand bemerkt und Alarm ausgelöst. Gleichzeitig begannen die Soldaten mit ersten Löscharbeiten und verhinderten so ein Übergreifen der Flammen auf andere Räume. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kiel, die Freiwillige Feuerwehr Kiel-Suchsdorf sowie Spezialgerät zur Schiffsbrandbekämpfung mit zusammen rund 40 Einsatzkräften fuhren zum Tirpitzhafen. Der Brand wurde in der betroffenen und abgeschotteten Abteilung der Fregatte von Feuerlöschtrupps unter Atemschutz gelöscht. Verletzte gab es nicht. Wie hoch der Schaden im Maschinenraum des 139 Meter langen und 17 Meter breiten Schiffes ist, stand noch nicht fest und konnte erst nach der Begutachtung des Maschinenraums ermittelt werden. Im Laufe des Tages war das Schiff aber bereits wieder einsatzklar. Auslöser des Brandes war ein Ölabscheider. Die Fregatte gehört zum 2. Fregattengeschwader und ist in Wilhelmshaven beheimatet. Das 1994 in Dienst gestellte Schiff hat rund 200 Besatzungsmitglieder und absolvierte in Kiel einen Hafenbesuch im Rahmen einer Manöverteilnahme. Die Besatzung der Fregatte hatte das Zusammenspiel mit zivilen Feuerwehren erst im vergangenen Jahr bei einer Großübung mit den Feuerwehren Cuxhaven und Wilhelmshaven sowie dem Havariekommando geübt. Die "Brandenburg" gehört wie auch die in Kiel gebaute Fregatte "Schleswig-Holstein" zum Fregattentyp 123. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter rammte Schleusenmauer
(1.9.10) Der unter Panama-Flagge laufende Containerfrachter "MSC Maureen" kollidierte am 30.8. mit der Mauer der Berendrecht-Schleuse. Dabei wurde der Rumpf auf mehreren Dutzend Metern Länge eingedrückt. Die "MSC Maureen", 112639 tdw (IMO-Nr.: 9251717) wurde 2003 erbaut und hat als Manager die Mediterranean Shipping Company. Die Berendrechtschleuse liegt nördlich von Antwerpen. Quelle: Tim Schwabedissen



Wieder Kollision in Mumbai
(1.9.10) Am 31.8. kam es zu einer neuerlichen Kollision im Hafen von Mumbai: In den Indira Docks kollidierte um 7.30 Uhr der Versorger "Beas Dolphin" beim Anlaufen von Liegeplatz 5 den Minibulker "Nand Hajara", der am Vortag dort festgemacht hatte und eine Stahlladung löschte. Ein Ballastwassertank des Frachters wurde aufgerissen, und das Schiff entwickelte eine Schlagseite von sieben Grad. Nachdem die beiden Havaristen auseinander gezogen werden konnten, wurde das Löschen der Ladung fortgesetzt und der Frachter dabei wieder in eine aufrechte Lage gebracht. Die "Beas Dolphin", 1200 tdw (IMO-Nr.: 94134829) wurde 2009 erbaut und läuft unter der Flagge von Mauritius. Quelle: Tim Schwabedissen



Verlorene Holzladung treibt weiter vor Lowestoft
(1.9.10) Die treibende Holzladung des norwegischen Frachters "Janny" gefährdet weiterhin die Schifffahrt vor Lowestoft. Bislang ist von dem Holz noch nichts auf Strände getrieben. Boote der holländischen Küstenwache versuchten, die Bündel aufzufischen, bevor sie sich in Planken auflösen. Das Treibgut ist weiterhin rund 50 Kilometer vor der Küste. Die "Janny" nahm derweil Kurs auf den Humber, wo sie am 1.9. erwartet wurde und die verbliebene Ladung wieder neu gestaut werden muss. Das Schiff war unterwegs von Schweden nach England, als es am 30.8. in Sturm geriet. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Yacht vor Holland
(1.9.10) Die Produktionsplattform "Q4C" auf der Noordsee meldete am 31.8. um 15.30 Uhr, dass sie 30 Kilometer vor der Küste auf Höhe von Callantsoog eine brennende Yacht in Sicht habe. Der Tonnenleger "Terschellung" war als erstes Schiff vor Ort, und ein fünf Flugminuten entfernter Offshore-Rettungshubschrauber von Bristow Helikopters nahm Kurs auf die Yacht, die auf 52.49.400 N 004.17.100 O trieb. Es handelte sich um die "Najade", deren Skipper aus einer Rettungsinsel geborgen und zur Flugbasis "de Kooy" gebracht wurde. Der norwegische Schlepper "BB Worker" machte sich derweil daran, den Brand zu bekämpfen. Die KNRM schickte aus Egmond die "Adriaan Hendrik", die um 16.30 Uhr eintraf. Auch die Rettungsboote "Dolfijn" und "Koen Oberman" waren zur Stelle. Die "Dolfijn" nahm die brennende Yacht auf den Haken, um sie aus der Nähe der Plattform zu schleppen. Der Schaden am Boot war erheblich - der halbe Aufbau war verbrannt ebenso wie Teile des Mastes, und Wasser drang in das Boot ein. Nachdem der Brand zunächst gelöscht zu sein schien, flammte er noch ein weiters Mal auf. Als er gegen 16.40 Uhr endgültig gelöscht war, wurde die Schlepptrosse auf die "Adriaan Hendrik" übergeben, die gemeinsam mit der "Koen Oberman" die "Najade" nach Den Helder einschleppte. Die "Terschelling" begleitete den Schleppzug, der um 21.30 Uhr den Hafen erreichte. Die "Adriaan Hendrik" hatte in diesem Jahr bereits einmal mit der "Najade" zu tun gehabt, als sie sie in den Yachthafen von Ijmuiden einschleppte. Quelle: Tim Schwabedissen



Segeltörn endete nach vier Jahren auf einem Riff
(1.9.10) Ein Skipper aus Conwy verlor am Ende seiner Reise am 17.8. seine 12-Meter-Yacht "Kymika". Sie strandete am Abend auf dem Ackers Reef vor Nord-Queensland nahe Thursday Island. Wenig später sank sie in der Torres Strait. Der Einhandsegler hatte noch ein Mayday absetzen können. Zwei Bootsfahrer retteten den Mann, der dann mit einem Hubschrauber nach Thursday Island geflogen wurde. Hier kam er ins örtliche Krankenhaus und kehrte dann nach Warraber Island zurück in der Hoffnung, noch etwas von seiner Yacht bergen zu können. Doch diese war in der Zwischenzeit vollständig gesunken. Der Eigner, ein früherer Trawlerfischer, war im Mai 2006 von Perth nach Wales aufgebrochen, erreichte Conwy im August 2007 und blieb 13 Monate, ehe er im Juni 2008 wieder nach Perth auslief. Er segelte von North Wales nach Madeira, zu den Azoren, nach Brasilien und durch den Panama-Kanal in den Pazifik. Vor Australien zwangen ihn widrige Winde entgegen des Uhrzeigersinns Perth anzusteuern. Dabei verlor er sein Boot, das er selbst ausgebaut hatte, und seine Habseligkeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Mastbruch im Solent
(1.9.10) Das Rettungsboot von Cowes kam am 31.8. dem 30 Fuß langen Gaffelrigger "Pegasus" zu Hilfe, der im Solent bei starkem Wind mit Böen von bis zu 8 Bf Mastbruch erlitten hatte. An Bord war ein Paar mit seinem Sohn, die versucht hatten, gegen die Tide die Thorness Bay zu erreichen. Durch den Mastbruch verlor das Schiff seine Funkantenne, doch eine andere Yacht, die "Nightingale", war Zeuge des Unglücks geworden und konnte die Kommunikation mit der Solent Coastguard herstellen. Das Cowes Atlantic 85 Rettungsboot musste zunächst das Hauptsegel, den Mast und das Rigg aus dem Wasser bergen, was eine halbe Stunde dauerte. Danach wurde eine Schleppverbindung hergestellt, und mit Unterstützung des Motors der "Pegasus" wurde Southampton Water angesteuert. Von hier konnte die Yacht mit eigener Kraft eine Werft in Bursledon ansteuern. Quelle: Tim Schwabedissen



Tropensturm Earl verwüstet Tortola
(1.9.10) Im Alvin Pickering Dock in Tortola wurden etliche Fahrzeuge vom Tropensturm Earl versenkt oder auf Grund getrieben. Einige waren bewohnt gewesen, andere hatten schon jahrelang hier geankert. Schäden entstanden auch an den Schiffen der Native Sun Ferries, die zwischen Tortola und St. Thomas verkehren. Eine, die "Adventurer", wurde erheblich am Bug beschädigt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker soll geleichtert werden
(1.9.10) In Papua New Guinea wurde die Ankunft eines Leichtertankers erwartet, der die Ladung des vor den Admirality Islands an der Ostküste am 17.8. gegen 18 Uhr gestrandeten, voll beladenen Tankers "Hai Soon" übernehmen soll. Das Schiff war unterwegs von Hawaii in die Solomon Sea, um dort Fangflotten zu versorgen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weltältester Champagner geborgen
(1.9.10) Die Bergung des wohl ältesten Champagner der Welt, der in den 1780ern abgefüllt wurde, hat jetzt vor den Aland-Inseln in Finnland begonnen. Rund 70 Flaschen sollen aus dem nahe der Insel Foglo liegenden Wrack geborgen werden. Sie liegen in einer Wassertiefe von 50 Metern. Eine Gruppe schwedischer und finnischer Taucher hatte den Fund Mitte Juli gemacht. Sie brachten eine Flasche an die Oberfläche, um das Alter zu bestimmen. Der Champagner, der in fast perfekten Bedingungen bei einer konstanten Temperatur von vier Grad und im Dunkeln gelegen hatte, erwies sich als genießbar. Der Wert einer Flasche wird auf rund 68000 Dollar taxiert. Der Frachtsegler war wohl zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Polen oder Dänemark kommend im finnischen Golf gesunken. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennendes Motorboot sank 500 Meter tief
(1.9.10) Ein 13 Meter langes Motorboot, das vor der Südküste von Wellington am 31.8. in Brand geraten war, ist während der Versuche, es abzuschleppen, um 17.20 Uhr auf mehreren hundert Metern Wassertiefe einen halben Kilometer südlich des Barrett Reef gesunken. Zwar war das Feuer zu dieser Zeit gelöscht, doch musste der Schleppzug mehrere einlaufende Schiffe abwarten, was das ausgebrannte Boot nicht mehr überstand. Der Skipper war zuvor vom Westpac Rescue Helicopter unversehrt aus einer Rettungsinsel einen Kilometer vor der Fitzroy Bay geborgen und ins Wellington Hospital gebracht worden, weil er Rauch des brennenden Motors eingeatmet hatte. Er hatte noch vergeblich versucht, die drei Meter hoch schlagenden Flammen mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen. Er war eine Stunde zuvor aus der Fitzroy Bay an deR Küste von Wainuiomata ausgelaufen. Das Polizeiboot "Lady Elizaberth III" ging gegen den um 14.40 Uhr entdeckten Brand vor. Die Flammen hatten das gesamte Boot erfasst. Der Rauch war Kilometer weit zu sehen. Auch die Inselfähre "Aratere" sowie die "Sea Patroller" waren zu der Brandstelle zwei Kilpometer vor Pencarrow Head gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Glückliche Rettung ...   Großbild klick!
Glückliche Rettung eines Bordhundes nach Kollision
(1.9.10) Ein Paar aus Roermond musste am 31 .8. aus der Maas gerettet werden, nachdem ihre Kajütyacht gegen 23 Uhr von dem Binnenschiff "Vera" gerammt und zum Kentern gebracht worden war. Die Kollision ereignete sich auf Höhe der Stadtbrücke von Venlo. Die beiden wurden durch die Crews des mit Sand beladenen Binnenschiffes "Helena Tineke", eines VTG-Tanks sowie zwei Kanufahrer gerettet. Auch der Bordhund überlebte wie durch ein Wunder. Die Verunglückten hatten sich an ihr halbgesunkenes Boot klammern können, bis das Binnenschiff "Helena Tineke" sich heranmanövriert hatte und sie über ein Fallreep bergen konnte. Dann wurde das Wrack der Yacht an den Autokran angeschlagen und angehoben. Daraufhin kam der Hund zum Vorschein, der eine halbe Stunde nach der Kollision von einem Taucher der inzwischen angerückten Feuerwehr gerettet wurde. Er hatte wohl in einer Luftblase in der Kajüte überlebt. Bei dem Unglück kamen auch ein Helikopter und mehrere Ambulanzen zum Einsatz. Die hilfreiche "Helena Tineke" (EU-Nr.: 02318506) wurde 1961 als "Hermann Unger" auf derArminiuswerft Bodenwerder erbaut for die Westfälische Transport AG. Seit 2000 läuft sie für die Vof. Heuvelman v/d Breevaart in Alblasserdam. Sie ist 84,87 Meter lang, 9,5 Meter breit und hat 2,73 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Supertanker versenkte Frachter - sechs Vermisste
(1.9.10) Der unbeladene französische Supertanker "Flandre", 305688 tdw (IMO-Nr.: 9235256), kollidierte vor der ostchinesischen Zhejiang Provinz am 31.8. um 11.10 Uhr mit dem chinesischen 800-Tonnen-Frachter "Hua Chi 8". Ein Mann wurde kurz danach gerettet. Sechs Mann von dessen Crew blieben aber vermisst, nachdem sie über Bord gegangen waren. Ihr Schiff stellte sich nach dem Zusammenstoß senkrecht aufs Heck, der Bug ragte noch aus dem 60 Meter tiefen Wasser. Retter hatten angesichts der großen Tiefe Probleme, nach den vermissten Seeleuten zu suchen. Die "Flandre" kam von Ningbo und war unterwegs in die Vereinigten Arabischen Emirate, als sie den Frachter rammte. Das 2004 erbaute Schiff von Euronav ging nach dem Unglück vor Taizhou vor Anker. Es hatte selbst nur leichte Schäden am Wulstbug davon getragen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mühselige Rettung nach Strandung
(1.9.10) Am 30.8. erreichten die Schiffbrüchigen des unter Cook Islands Flagge laufenden Frachters "Unique R 1" St. Kitts, nachdem ihr Schiff im Hurrikan Earl gestrandet war. Die 39 Meter lange "Unique R1" war am 29.8. um 14.30 Uhr aus St. Maarten mit acht Mann Crew ausgelaufen, nachdem der Hafenkapitän sie unter einer Strafandrohung von 150000 Dollar gezwungen hatte, wegen des Sturms den Hafen zu verlassen, obwohl es Maschinenprobleme gab. Gegen 20 Uhr verschlechterte sich die Lage in den Gewässern von St. Kitts/Nevis, als die Maschine im Sturm ausfiel. Der Kapitän versuchte mit Mobiltelefon die Coast Guard in St. Kitts zu erreichen, doch erhielt keine Antwort. Dann rief er jemanden in St. Maarten an, der die St. Kitts' Coast Guard verständigen sollte. Doch auch dieser Versuch blieb erfolglos. Mit VHF wurde dann SOS gesendet, weiter ohne Echo. Endlich aktivierte er den Notsender, woraufhin sich am 30.8. gegen drei Uhr die Coast Guard meldete, ohne jedoch aktiv zu werden. Um sieben Uhr war er erneut in Kontakt mit der Coast Guard, als das Schiff sieben Meilen vor St. Kitts mit zwei Knoten Geschwindigkeit trieb. Gegen neun Uhr ließ er Anker fallen, doch das Wasser war zu tief, sodass die Drift anhielt. Am Ende trieb der Frachter in drei Meter hohen Wellen auf ein Riff und legte sich leckgeschlagen auf die Seite. Die Crew aus Guyana, Grenada und einer Frau aus Trinidad schwamm die kurze Distanz an Land und kämpfte sich binnen dreieinhalb Stunden über einen Berg, bis sie eine Hotelbaustelle erreichte. Bis dahin hatten vier Mann sich leichte Verletzungen zugezogen. Die Polizei wurde verständigt und brachte die Männer zur Basseterre Police Station, wo sie untergebracht wurden. Guyanas Honorarkonsul informierte die Regierung von Guyana und den Schiffsagenten. Ein Offizier der Streitkräfte von St. Kitts and Nevis sagte derweil, dass die Coast Guard wegen des schlechten Wetters und der Strandung zweier ihrer Schiffe im Sturm nicht eingreifen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Polnischer Segler saß vor Arachon fest
(1.9.10) Am 28.8. gegen 23 Uhr funkte das 14 Meter lange polnische Segelschiff "Sharky" Mayday, nachdem es in der Passage von Arcachon gestrandet war. Ein Helikopter des Zivilschutzes und einer der Marinebasis in La Rochelle wurden alarmiert. Doch wegen des schlechten Wetters war eine Abbergung der fünfköpfigen polnischen Crew aus der Luft nicht möglich. Gegen 14 Uhr gelang es dem Rettungsboot aus Cap Ferret, vier Personen abzubergen. Der Skipper blieb zunächst noch an Bord, doch am nächsten Morgen gab es gegen 4.30 Uhr ein neuerliches Mayday wegen eines Wassereinbruchs. Erneut stieg ein Hubschrauber aus, und das Rettungsboot setzte zwei Lenzpumpen auf das Schiff über. Danach gelang es, den Havaristen freizuschleppen und um 9.30 Uhr nach Archachon einzubringen. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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