EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 2010


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"Sault au Cochon" wird geleichtert   Großbild klick!
Bergung gestrandeter Barge vor Nova Scotia in vollem Gang
(30.11.10) In Nova Scotia laufen die Arbeiten zur Bergung der 100 Meter langen, halb gesunkenen Barge "Sault au Cochon", die sich am 10.11. von dem Schlepper "Florence M" (MMSI-Nr. 316001094) in der Northumberland Strait losgerissen hatte und im Sturm gestrandet war. Die meisten der 6400 Tonnen nach Abercrombie bestimmten Baumstämme sowie Maschinen auf Deck der Barge sind in der Zwischenzeit ins Wasser gestürzt. Etwa 50 Liter Dieselöl liefen aus der Deckslast aus. Am 29.11. begann das Auspumpen des in das Fahrzeug eingedrungenen Wassers. Im Einsatz sind Berger der Eastern Canada Response Corporation Ltd. Die Barge wird während des Auspumpens von einem Jack-Up-Rig stabilisiert. Wenn alles glatt ging, sollte sie am 30.11. nach Pictou eingeschleppt werden. Derweil dauerte die Räumung der umliegenden Strände von angetriebenen Baumstämmen an. Quelle: Tim Schwabedissen



Australische Luxusyacht Spielball von Wind und Wellen
(30.11.10) Eine der größten australischen Luxusyachten, die "Lissa Solklint" (IMO-Nr.: 858322) erlitt am 29.11. gegen 20.30 Uhr einen Maschinenausfall sechs Meilen vor Yardie Creek. Das Schiff wurde nur drei Meilen vom Ningaloo Reef entfernt manövrierunfähig. Glücklicherweise trieb der Wind es aber anders als in dieser Jahreszeit üblich vom Riff weg, sodass es bei ruhiger See gegen 7.30 Uhr des 30.11. von einem Schlepper auf den Haken genommen werden konnte und mit langsamer Fahrt nach Exmouth zurück geschleppt werden konnte. Der einstige norwegische Eisbrecher war auf der Heimreise von Timor-Leste nach Fremantle gewesen und hatte sich sechs Fahrstunden von Exmouth entfernt auf Südkurs befunden. Es wurde gegen 23 Uhr in dem Hafen erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegischer Kutter ist nach Feuer ein Totalverlust
(30.11.10) Der norwegische Trawler "Britt Janne" (MMSI-Nr.: 259259000), der am 28.11. um zwei Uhr am Kai einer Werft in Hasløysundet, Averøya, in Brand geraten war, ist ein Totalverlust. Die Schäden im Maschinenraum erwiesen sich als so schwer, dass eine Reparatur nicht mehr lohnenswert schien. Das Schiff lag mit einer Ölsperre umgeben am Tag nach dem Brand mit Steuerbordschlagseite in dem Hafen südwestlich von Kristiansund. Die Wehren von Averøya und Kristiansund waren gemeinsam mit dem Rettungsboot "Erik Bye", das von außen den Rumpf kühlte, 12 Stunden lang im Einsatz gewesen, ehe es gelang, in den Maschinenraum vorzudringen. Sie waren mit Wasser und Schaum gegen das von starker Rauchentwicklung und Gasbildung begleitete Feuer vorgegangen. Der benachbart liegende Trawler "Frøyvær", 163 BRZ, auf den die Flammen übergesprungen waren, hatte aus dem Gefahrenbereich gezogen werden können, sodass der Schaden an seinem Achterschiff geringer ausfiel. Die zwei Mann auf der "Britt Janne" hatten sich rechtzeitig retten können, als sie den Brand wahrnahmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach fünf Vermissten nach Frachterkollision
(30.11.10) Fünf Seeleute wurden vermisst, nachdem am Abend des 29.11. der unter Sierra Leone-Flagge laufende Frachter "Karam 1", 2265 BRZ (IMO-Nr.: 7517761), nach einer Kollision mit dem unbeladen nach Varna laufenden holländischen Tanker "Alessandro DP", 11841 BRZ (IMO-Nr.:9384162), 10 Meilen südöstlich von Kap Emine im Schwarzen Meer sank. Das Unglück ereignete sich um 17.40 Uhr, eine halbe Stunde darauf ging der mit 2600 Tonnen Schrott von Varna nach Istanbul laufende Frachter in stürmischer See unter. Er hatte 10 Mann Besatzung, neun Syrer und einen Ägypter. Fünf Seeleute wurden gerettet. Die russische "Palflot 5" und ein weiterer russischer Frachter waren ebenso wie Boote der Grenzpolizei und ein Hubschrauber der bulgarischen Küstenwache vor Ort auf der Suche nach den Vermissten. Die 20-köpfige Crew des nur leicht beschädigten Tankers blieb unversehrt. Offenbar hatte es beim Passieren der Schiffe einen Fehler gegeben. Die 1977 erbaute "Karam I", 3605 tdw, gehörte der russischen Drei-Schiffs-Reederei Alfamarin Shipping Co. Ltd. aus Novorossiysk, Die "Alessandro DP" 17101t tdw, wurde 2007 erbaut.. Quelle: Tim Schwabedissen



Großer Auftrieb nach Antreiben von Barge mit Militärgütern
(30.11.10) Die 144 Fuß lange und 40 Fuß breite Barge "Mobro 1210" riss sich beim planmäßigen Verkürzen der Trosse am 29.11. gegen 1.40 Uhr von ihrem Schlepper "Megan Beyel" kurz vorm Einlaufen nach Port Canaveral los und strandete in Brevard County eine Viertelmeile südlich des Jetty Park, unweit des Solana Shore Drive. Sie kam von den Bahamas und hatte Güter der US Navy wie Torpedobehälter, aber auch Haushaltsgüter und Batterien geladen. Die Barge gehört der in Cocoa ansässigen Beyel Bros. Co. US Coast Guard, das Cape Canaveral Fire Department, das Brevard County Sheriff's Office, die Port Canaveral Port Authority, das Military Sealift Command sowie der Hafenkapitän von Port Canaveral und Vertreter der Beyel Brothers bildeten eine Einsatzgruppe zur Sicherung der Strandungsstelle und Bergung des Fahrzeugs. Gegen 14 Uhr gelang es ihr, die Barge wieder flott zu machen. Sie wurde nachmittags nach Port Canaveral, dem Zielhafen, eingeschleppt. Unterstützt wurde die Bergungsoperation auch von dem Brevard County Office of Emergency Management, dem Florida Department of Environmental Protection, dem Military Surface Deployment and Distribution Command, dem Naval Undersea Warfare Command und der Naval Ordnance Testing Unit. Quelle: Tim Schwabedissen



Schleppzug rammte Mississippi-Brücke
(30.11.10) Am Morgen des 29.11. kollidierte gegen zwei uhr auf dem Mississippi River ein Schleppzug mit der Martin Luther King Bridge, wobei sich mehrere Bargen losrissen. Drei Schlepper der Osage-Flotte sicherten die ins Treiben geratenen Bargen. Das Illinois Department of Transportation schickte einen Ingenieur zur Inspektion der Brücke. Quelle: Tim Schwabedissen



Vietnamesische Provinzen wappnen sich gegen Öl der "Jianmao 9"
(30.11.10) Drei Provinzen in Zentralvietnam - Da Nang, Quang Nam und Quang Ngai - haben Ausrüstung zusammengezogen, um gegen eine Ölverschmutzung, die vom Untergang des chinesen Bulkcarriers "Jianmao 9", 20444 BRZ (IMO-Nr.: 7518915) am 9.11. herrührt. Das Schiff war 72 Meilen vor der Insel Ly Son in der Quang Nam Priovinz auf der Reise von Malaysia nach China gesunken. Es hatte gut 100 Tonnen verschiedener Öle an Bord, die austreten könnten. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Flüssiggastanker vor Belgien
(30.11.10) Am 29.11. gegen 16 Uhr brach im Maschinenraum des unter Bermudas-Flagge laufenden Flüssiggastankers "LNG Adamawa", 115993 BRZ (IMO: 9262211) auf der Reise von Barcelona nach Zeebrugge ein Feuer aus. Die Crew konnte das Feuer löschen, die notwendigen Reparaturen wurden in Zeebrugge durchgeführt, sodass das Schiff am 30.11. den Hafen gegen 16 Uhr in Richtung Bonny in Nigeria wieder verlassen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



14 Fischer am Wasserschöpfen
(30.11.10) Der Kutter "QNG 96020" aus der Quang Ngai-Provinz geriet am 26.11. mit 14 Mann Besatzung in Seenot. Rettungskräfte wurden zum Hoang Sa (Paracel) Archipel geschickt, um den Fischern zu Hilfe zu kommen, nachdem die Lenzpumpe ausgefallen war und sie mit der Hand das eindringende Wasser ausschöpfen mussten. Grenzpolizei sollte entweder das Leck abdichten oder den Havaristen in einen Hafen schleppen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Scheveningen leckgeschlagen
(30.11.10) Am 29.11. gegen 11.30 Uhr erlitt der holländische Kutter "SCH 14" eine Meile vor Kijkduin Wassereinbruch und bat die KNRM um Hilfe. Die "Kitty Roosmale Nepveu" setzte eine Lenzpumpe und zwei Rettungsmänner über. Gemeinsam mit dem Tochterboot der "Barend Biesheuvel" wurde der Kutter dann in den Hafen von Scheveningen eskortiert und von einem Kran an Land gehoben. Dort wurde ein Loch im Steven entdeckt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Kollision in Xiamen
(30.11.10) Am 27.11. kollidierte im Hafen vonn Xiamen ein Schlepper mit einem Tanker, dessen Rumpf aufriss. Fünf Tonnen Öl liefen aus und verschmutzten den Hafenbereich. Binnen eines Tages gelang es mit 30 Fahrzeugen und 200 Arbeitern, das Öl weitgehend zu beseitigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Retter geriet selbst in höchste Not
(30.11.10) Am Morgen des 29.11. wurde Towboat U.S. gegen sechs Uhr von der 48 Fuß langen Yacht "Fenese" alarmiert, die im St. Augustine Inlet Schlepphilfe benötigte. Doch während des Abschleppens brach gegen 6.20 Uhr die Trosse, und das zu Hilfe gekommene Rettungsboot kenterte. Der Skipper aus Palm Coast stürzte ins Wasser. Gegen acht Uhr wurde er im Rahmen einer eingeleiteten Suchaktion der Johns County Fire Rescue, des St. Johns County Sheriff's Office, des Florida Fish and Wildlife und einem Boot aus St. Augustine sowie der US Coast Guard entdeckt und mit Unterkühlung ins Flagler Hospital geflogen. Er hätte keine halbe Stunde länger in dem kalten Wasser überlebt. Das 24 Fuß lange Boot, von dem nur noch der Bug aus dem Wasser ragte, ging verloren. Quelle: Tim Schwabedissen



Heck eingedrückt ...   Großbild klick!
"Kardeniz" blieb nur zwei Tage unfallfrei
(29.11.10) Nachdem die in Porsgrunn am 26.11. begonnene Reise des Tankers "Trout" (IMO-Nr.: 9003275) vor Ijmuiden ein jähes Ende genommen hatte, erreichte das Schiff am Morgen des 28.11. den Hafen von Rotterdam und machte an Tonnen auf Caland Kanal im Petroleumhafen V fest. Das Schiff hatte erhebliche Einbeulungen im Heck erlitten, als es der Tanker "Kardeniz" von achtern aufkommend gerammt hatte. Die "Kardeniz", 4.750 BRZ (IMO-Nr.: 9401300) hatte bereits um 5.30 Uhr die Rotterdamer Außenreede erreicht und war an Ankerplatz 5 in Wartestellung gegangen. Die Reise dieses Schiffes stand bislang unter keinem Glücksstern.
Es hatte erst am Morgen des 5.11. in Kiel eine Ölverschmutzung verursacht, als es dort an der Stallzus-Pier in Kiel eine Ladung Öl aus Wilhelmshaven löschen sollte. Kurz nach dem Festmachen an der Ölpier im Scheerhafen waren Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel für eine Hafenkontrolle an Bord gekommen und hatten einen etwa 700 Quadratmeter großen Ölfilm auf dem Wasser entdeckt, dessen Spur zum Heck der "Kardeniz" führte.
Als Ursache für den Ölaustritt ermittelten die Beamten ein undichtes Stevenrohr am Heck, durch das Schmieröl austrat. Sie stellten fest, dass aufgrund eines technischen Defekts mehrere Liter Öl aus dem Schmierölkreislauf für die Wellenabdichtung ins Hafenwasser gelangt waren.
Der Tanker wurde sofort mit einer Ölsperre umgeben, und vom Kapitän und dem Ingenieur wurden jeweils 1.050 Euro Sicherheitsleistung für das sie später erwartende Gerichtserfahren eingezogen. Am 8.11. ging die "Kardeniz" zur Howaldtswerke Deutsche Werft AG, wo sie bis zum 24.11. gedockt wurde. Die Weiterreise am 26.11. dauerte keine zwei Tage, bis es erneut zu einer Havarie kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Frachter nach Kollision seit über einem Monat in der Kette
(29.11.10) Seit dem 20.10. liegen zwei durch eine Kollision beschädigte Bulkcarrier auf der REede von Chittagong. Das Unglück hatte sich ereignet, als der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Jin Xing" bei Entladearbeiten vom Anker losriss und gegen den koreanischen Bulkcarrier "BK Ace" und den syrischen Bulkcarrier "Khaled Ben Muhieddine" trieb. Alle drei Schiffe erlitten dabei Schäden am Rumpf. Doch das einzige Schiff, das bislang von den Behörden in Bangladesh wieder freigegeben wurde, ist der chinesische Unfallveursacher "Jin Xing". Die beiden anderen Schiffe wurden mit einem Auslaufverbot belegt. Die "Jin Xing", 55300 tdw (IMO-Nr.: 9313278) wurde 2007 erbaut und läuft für die Goldbeam International Ltd. Die "BK Ace", 23507 tdw (IMO-Nr.: 8405787), entstand1985, udn wird von der Boo Kwang Shipping Co. Ltd. eingesetzt, während die "Khaled Ben Muhieddine", 30197 tdw (IMO-Nr.: 8220321) , seit 1983 in Fahrt ist und unter der Flagge von Panama von der Muhieddine Shipping Co. betrieben wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Segler von sinkender Yacht abgeborgen
(29.11.10) Ein Hubschrauber der Coast Guard rettete am 26.11. die zweiköpfige Crew der 45 Fuß langen Yacht "Celedon", die 90 Meilen östlich des Currituck Sound in North Carolina leckgeschlagen war. Die Coast Guard North Carolina hatte um 6:52 Uhr eine Meldung über den Wassereinbruch erhalten. Daraufhin wurde ein MH-60 Jayhawk Helikopter der Air Station Elizabeth City geschickt, und ein in der Nähe befindlicher Tanker, die unter Hongkong-Flagge laufende "Atlantic Leo", 29266 BRZ (IMO-Nr.: 9381768) reagierte ebenfalls auf seiner Reise von Houston nach New York. Der Helikopter war um 7:37 Uhr vor Ort und winschte die beiden Segler von ihrem Boot ab, in dem das Wasser bereits drei Inch hoch stand, ohne dass die Quelle des Wassereinbruchs hätte geortet werden können. Vor Ort waren 12 Fuß hohe Seen und 40 Knoten Wind. Die Schiffbrüchigen wurden zur Air Station Elizabeth City geflogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff 28 Stunden auf Elbe gestrandet
(29.11.10) Gut 28 Stunden saß bis gegen 11.45 Uhr des 28.11. ein Hamburger Binnenschiff auf einer Elbbuhne bei Wahrenberg fest. Nach einer Nacht im Wittenberger Hafen war es am Morgen des 27.11. Richtung Hamburg aufgebrochen. Er kam aber nur gut drei Kilometer weit. Oberhalb von Wahrenberg war bei Elbkilometer 458,25 Schluss, wo das Schiff auf eine Buhne auflief. Zwei sofort zur Hilfe gerufene Schuber konnten es nicht wieder frei schleppen. Die Versuche wurden am Samstag gegen 13 Uhr eingestellt. Der Wittenberger Außenbezirk des Wasser- und Schifffahrtsamtes organisierte das Leichtern des Frachters, der 800 Tonnen Altmetall an Bord hatte. Am Morgen des 28.11. begann die Aktion. Die Hälfte der Ladung wurde in ein anderes Schiff umgeladen. Da die Elbe noch leicht angestiegen war, kam der Havarist dann wieder frei und steuerte Wittenberge an. Dort übernahm das Schiff seine geleichterte Ladung wieder und durfte nach einer technischen Überprüfung die Weiterreise antreten. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hyäne" wieder auf dem Sprung
(29.11.10) Das deutsche Schnellboot "Hyäne" ist nach der Reparatur in Rostock nun wieder zu seinem UN-Einsatz in Richtung Libanon unterwegs. Vor drei Wochen war das Boot schon einmal aufgebrochen, musste aber nach einer Havarie vor der niederländischen Küste zum Heimatstützpunkt Hohe Düne zurückkehren, weil es am 5. November mit einer Fahrwassertonne kollidiert war. Dabei wurden die Propeller beschädigt, und es entstand ein Schaden am Getriebe. Eine Weiterfahrt bis ins Mittelmeer war so unmöglich. Der jetzige Einsatz für die 35 Besatzungsmitglieder der "Hyäne" soll bis zum Herbst 2011 dauern. Sie wird die "Kulmbach" vor dem Libanon ablösen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Kasfjord gesunken
(29.11.10) In der Nacht zum 28.11. sank der Kutter "Toppsund" am Kai im Kasfjord aus unbekannter Ursache. Hier hat die Fischzuchtfirma Nordlaks aus Stokmarknes einen logistischen Knotenpunkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Flottentanker soll künstliches Riff werden
(29.11.10) Die USS "Kawishiwi", die als schwimmende Tankstelle diente, soll bald zu einem künstlichen Riff werden. Die in Wheatland ansässige Firma California Ships to Reefs will das in der Suisun Bay Reserveflotte eingemottet nahe Benicia ankernde Schiff aquirieren. Es wird das erste Schiff von California Ships to Reefs sein, einer Nonprofit-Gruppe. Die "Kawishiwi" würde erst gereinigt und dann vor der Küste Kaliforniens versenkt, wahrscheinlich nahe Dana Point City im Orange County. Das California Department of Fish and Game muss das Vorhaben gegenüber dem Eigentümer, der U.S Maritime Administration (MARAD), befürworten. Dann können auch öffentliche Mittel eingeworben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer aus Rettungsinsel geborgen
(29.11.10) 40 Kilometer vor Cape Jaffa sank nach Wassereinbruch am Nachmittag des 28.11. ein 48 Fuß langer Kutter aus Robe. Drei andere Kutter sowie ein Flugzeug aus Melbourne kamen zu Hilfe und retteten die zweiköpfige Besatzung gegen 13 Uhr aus einer Rettungsinsel. Der Kutter aber sank bei drei Metern Wellenhöhe auf 40 Metern Wassertiefe. Es hatte einen Wert von rund 300000 Dollar. Quelle: Tim Schwabedissen



49 Mann nach Kollision in Sicherheit gebracht
(29.11.10) Alle 49 Mann Besatzung zweier Frachter wurden nach einer Kollision vor der chinesischen Shandong Provinz am Morgen des 29.11. gerettet. Um 2.25 Uhr war der unter Panama-Flagge laufender Frachter „Dong Fang Ocean“, 110831 BRZ (IMO-Nr.: 8414520), mit der maltesischen „Aali“, 32474 BRZ (IMO-Nr: 9405942), aus Malta zusammengestoßen, wobei beide Schiffe schwere beschädigt wurden. Vier Rettungsschiffe, darunter drei Schlepper und ein Bergungsschiff, waren um 5.30 Uhr vor Ort. An Bord des von Kaoshiung nach Tianjin laufenden Frachters waren 23 Mann, davon 13 Iraner und 10 Philippinos. Die 26 Seeleute an Bord der „Dong Fang Ocean“, der sich auf der Reise von Tianjin nach Singapur befand, waren Chinesen. Die „Aali“ wurde nach Weihai eingeschleppt, der Maltese nach Longyan in Shandong. Quelle: Tim Schwabedissen



Trunkenheit am Ruder führte zu Strandung
(29.11.10) Am Morgen des 28.11. lief eine Luxusyacht auf den steinernen Wellenbrecher von St. Kilda. Wahrscheinlich führte Trunkenheit am Ruder dazu, dass das 11 Meter lange Boot frontal auf den Wellenbrecher auflief. Einer der beiden Männer an Bord wurde durch den Aufprall bewusstlos, während der Skipper noch einen Notruf absetzen konnte. Die Wasserschutzpolizei kam um kurz nach vier aus Williamstown zu Hilfe. Danach musste der Skipper sich einem Alkoholtest unterziehen. Das Boot blieb mit in die Luft gerecktem Bug auf den Steinen liegen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter trieb vier Tage im Mittelmeer
(29.11.10) Der albanische Frachter "Geri II", 1637 BRZ (IMO-Nr.: 7434729) trieb vier Tage lang in der Ägäis, ehe er am 28.11. vor der Küste von Laconia auf den Haken genommen werden konnte. Das Schiff hatte unweit von Kythera Maschinenschaden erlitten, als es mit einer Ladung Holz von Montenegro in den ägyptischen Hafen Damietta unterwegs war. Quelle: Tim Schwabedissen



'Malaga' im Nordhafen   Großbild klick!
Schwere Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
(28.11.10) Der unter Saint Vincent/Grenadines-Flagge laufende Frachter "Malaga", 2196 BRZ (IMO-Nr.: 7514440) ist am 28.11. um 1.40 Uhr im Nord-Ostsee-Kanal mit dem amerikanischen Frachter "National Glory", 11652 BRZ (IMO-Nr.: 8302246) kollidiert. Dabei wurde die "Malaga" so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahrtüchtig war. Die Kommandobrücke wurde zum Teil nur zu einem Stahlknäuel reduziert, die Backbordseite des Schiffes wurde an mehreren Stellen aufgerissen und verbeult. Die "Malaga" war kurz nach Mitternacht aus der Holtenauer Schleuse in den Kanal eingelaufen. Wegen der Verkehrslage musste der Frachter auf Höhe des Kieler Nordhafens aufstoppen und auf das entgegenkommende Containerschiff "National Glory" warten. Der 149 Meter lange Containerfrachter drehte gegen 0.30 Uhr in den Nordhafen ein. Wenig später stieß er gegen das Vorschiff der 82 Meter langen "Malaga", die vom Anker der unter US-Flagge fahrenden "National Glory" förmlich aufgeschält wurde. Der für die Eisfahrt verstärkte der "National Glory" schrammte danach am Rumpf der "Malaga" entlang und prallte gegen das Deckshaus. Dabei riss der Bug die Brückennock der "Malaga" weg, drückte den Radarmast um und zerstörte auch das dahinter hängende Rettungsboot. Die Schäden beliefen sich nach ersten Schätzungen auf mehrere hunderttausend Euro. Verletzt wurde auf beiden Schiffen niemand. Sie erhielten von der Wasserschutzpolizei bis zur Klärung der Umstände und der Überprüfung durch Gutachter der Klassifikationsgesellschaften ein Auslaufverbot. Die mit Schrott beladene "Malaga" wurde an den Kai des Nordhafens geschleppt, während die "National Glory" im Ostuferhafen festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwere Kollision im Nord-Ostsee-Kanal
(28.11.10) Der unter Saint Vincent/Grenadines-Flagge laufende Frachter "Malaga", 2196 BRZ (IMO-Nr.: 7514440) ist am 28.11. um 1.40 Uhr im Nord-Ostsee-Kanal mit dem amerikanischen Frachter "National Glory", 11652 BRZ (IMO-Nr.: 8302246) kollidiert. Dabei wurde die "Malaga" so schwer beschädigt, dass sie nicht mehr fahrtüchtig war. Die Kommandobrücke wurde zum Teil nur zu einem Stahlknäuel reduziert, die Backbordseite des Schiffes wurde an mehreren Stellen aufgerissen und verbeult. Die "Malaga" war kurz nach Mitternacht aus der Holtenauer Schleuse in den Kanal eingelaufen. Wegen der Verkehrslage musste der Frachter auf Höhe des Kieler Nordhafens aufstoppen und auf das entgegenkommende Containerschiff "National Glory" warten. Der 149 Meter lange Containerfrachter drehte gegen 0.30 Uhr in den Nordhafen ein. Wenig später stieß er gegen das Vorschiff der 82 Meter langen "Malaga", die vom Anker der unter US-Flagge fahrenden "National Glory" förmlich aufgeschält wurde. Der für die Eisfahrt verstärkte der "National Glory" schrammte danach am Rumpf der "Malaga" entlang und prallte gegen das Deckshaus. Dabei riss der Bug die Brückennock der "Malaga" weg, drückte den Radarmast um und zerstörte auch das dahinter hängende Rettungsboot. Die Schäden beliefen sich nach ersten Schätzungen auf mehrere hunderttausend Euro. Verletzt wurde auf beiden Schiffen niemand. Sie erhielten von der Wasserschutzpolizei bis zur Klärung der Umstände und der Überprüfung durch Gutachter der Klassifikationsgesellschaften ein Auslaufverbot. Die mit Schrott beladene "Malaga" wurde an den Kai des Nordhafens geschleppt, während die "National Glory" im Ostuferhafen festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Englandfähre
(28.11.10) Au der unter Bermuda-Flagge laufenden Fähre "Stena Pioneer", 14426 BRZ (IMO-Nr.: 7361570) brach am Nachmittag des 27.11. 12 Meilen vor der britischen Küste ein Feuer aus. Die mit 46 Personen besetzte Fähre funkte 15.36 Uhr Mayday, nachdem der Brand auf der Fahrt nach Fleetwood im Maschinenraum entstanden war. Ein Helikopter ging auf standby, die Liverpool Coastguard setzte die Boote aus Fleetwood und Barrow in Marsch. Um 16.30 Uhr hatte die Fährcrew die Flammen gelöscht, und die Fähre lief unter Eskorte der Seenotretter nach Fleetwood ein. Hier stand bereits der Lancashire Fire and Rescue Service bereit. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlechter Monat für "Kardeniz"
(28.11.10) Am 28.11. gegen 2.05 Uhr kollidierten auf 52 26 N 003 54 W 23 Meilen westlich von Ijmuiden der zypriotische Flüssiggastanker "Trout" und der Chemikalientanker "Kardeniz", die beide in dieselbe Richtung unterwegs waren. Die "Trout" hatte 194 Kurs anliegen bei einem Tempo von 9.6 Knoten, die "Kardeniz" 184 Grad und 13.6 Knoten. Die "Kardeniz" traf die "Trout" im Maschinenraum, wo in Loch von 1,4 Metern im Durchmesser entstand. Die Küstenwache Den Helder schickte die Rettungsboote "Brent", "Ginger" und "Koos van Messel" von Ijmuiden und mehrere Schlepper, das Küstenwachboot "Ievoli Black" und einen Lynx-Helikopter. Um 3.30 Uhr war das Rettungsboot vor Ort, und der Lynx kehrte zurück. Auf der "Trout" wurde daran gearbeitet, die Leckage unter Kontrolle zu bekommen. Um 4.40 Uhr war die "Trout" unter Begleitung auf Kurs Rotterdam mit 3.8 Knoten unterwegs, die "Kardeniz" lief drei Meilen voraus. Das Rettungsboot von Hoek van Holland lief ebenfalls aus. Die "Trout", 1520 tdw (IMO-Nr.: 9003275) wurde 1990 erbaut und läuft für die Chemgas Shipping B.V., die "Kardeniz", 6970 tdw (IMO-Nr.: 9401300) wurde 2008 für die Mardeniz Shipping Management Co. Inc. erbaut. Sie hatte gerade erst den Kieler Hafen nach einer Leckage im Bereich des Wellentunnels und darauffolgender Reparatur bei HDW verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker drohte im Bosporus zu stranden
(28.11.10) Der unter Sierra-Leone-Flagge laufende Tanker "Marina" erlitt am 26.11. um 10.30 Uhr im Bosporus vor Haydarpasa Pt. Maschinenausfall und trieb auf die Küste zu. Ein Rettungsboot und ein Schlepper kamen zu Hilfe und schleppten den Havaristen auf die Außenreede vor Marmara, wo die Besatzung den Schaden reparierte. Das Schiff war erst im November von der Baltstroypodryad Co., Kaliningrad verkauft und umgeflaggt worden. Die "Marina", 1392 tdw (IMO-Nr.: 7018616), entstand 1970. Quelle: Tim Schwabedissen



Museumsschlepper hatte Wassereinbruch
(28.11.10) Ein Leck im Maschinenraum des Museumsschleppers "Goliath" hat am 27.11. um 9.15 Uhr die Feuerwehr mit 15 Mann am Neuen Hafen anrücken lassen. Das 69 Jahre alte Traditionsschiff der Schifffahrts-Compagnie Bremerhaven war erst im Frühjahr im Trockendock gewesen, wobei auch der Unterboden instandgesetzt wurde. Woher das Loch im Rumpf nun kam, war zunächst unklar. Auf der Steuerbordseite des Schiffs haben vier Feuerwehrtaucher ein Leck an der dem Hafen zugewandten Seite entdeckt. Das flaschenbodengroße Lochwurde provisorisch mit Holzpflöcken abgedichtet. Mit zwei Tauchpumpen wurden 5,5 Tonnen Wasser aus dem Maschinenraum gelenzt. Weil sich rund um das Schiff ein leichter Ölfilm bildete, beauftragte der Betreiber des Bergungsschleppers eine Spezialfirma. Rund um das Schiff wurde eine Sperre ausgebracht und der Ölfilm im Anschluss aufgesaugt. Die Feuerwehr ließ die Tauchpumpen an Bord. Zur Reparatur musste der Havarist ins Trockendock der Lloyd-Werft. Die "Goliath" wurde 1941 in Bremerhaven erbaut. Sie hat eine Länge von 29,13 Metern, eine Breite von 7,03 Metern und einen Tiefgang von 2,14 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Trawler bei Kristiansund in Brand geraten
(28.11.10) In der Nacht zum 28.11. brach auf den 26 und 22 Meter langen norwegischen Kuttern "Britt Janne".(MMSI-Nr.: 259259000)"und Øybuen 1""(IMO-Nr.: 9028468) am Kai einer Werft im Hasløysundet bei Averøya, südwestlich von Kristiansund, ein Feuer aus. Er breitete sich von dem einen auf das andere Schiff aus. Eines der beiden wurde erheblich beschädigt, bei dem anderen konnte das Feuer auf dem Oberdeck rasch gelöscht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter half Einhandsegler
(28.11.10) Am 27.11. gegen 8:50 Uhr funkte die 26 Fuß lange Yacht "Somers Delight" auf der Reise von Nova Scotia nach Bermuda Notrufe, nachdem es 47 Meilen nordöstlich von Bermuda zu Schäden am Rigg gekommen war. Der Funkruf wurde ans Bermuda Maritime Operation Center weitergeleitet, die den Containerfrachter "Genoa Express" als Kommunikationsplattform zu dem Einhandsegler schickte. Da dieser wohlauf war und sein Schiff nicht aufgeben wollte, sondern seine Reise fortzusetzen trachtete, nahm die "Genoa Express" ihre Reise von Savannah, Georgia, nach Sardinien ebenfalls wieder auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Bergungsvoraussetzungen für "Tiger Spring"
(28.11.10) SMIT Salvage hat den Schaden an dem auf dem Hooghly-River auf Grund sitzenden Frachter he "Tiger Spring" inspiziert und kam zu dem Schluss, dass für eine Bergung die Container gelöscht werden müssen. Doch dabei ist zu beachten, dass das instabile Schiff nicht die Balance verliert und sich auf eine Seite überlegt. Alle Container können im Augenblick ohnehin nicht entfernt werden, da es hierfür keine Kapazität vor Ort gibt. Ein großer Kran kann erst in 10 Tagen vor Ort sein- Bis dahin kann nur ein kleinerer Kran aushelfen. Der Kollisionsschaden selbst kann erst abgedichtet werden, wenn sich das Schiff aus dem Sand des Flusses gehoben hat, in den es eingesunken ist. Hierfür aber ist eine signifikante Gewichtsreduzierung notwendig. Nach wie vor droht der Frachter, der momentan teilweise geflutet ist, gänzlich vollzulaufen, und die angesetzten Lenzpumpen werden derzeit des eindringenden Wassers nicht Herr. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran verloren - zwei Mann gerettet
(28.11.10) In der Nacht zum 26.11. sank ein Katamaran vor der Ostküste Tasmaniens nach Kollision mit einem unbekannten Gegenstand. Die beiden Segler an Bord der 15 Meter langen "Sea Eagle 5" wurden nach dem Unfall 15 Meilen nordöstlch von Maria Island am 25.11. gegen 21 Uhr gerettet, nachdem der Skipper Mayday gefunkt, das EPIRB aktiviert hatte und dann mit seinem Crewkameraden in eine Rettungsinsel gegangen war. Die tasmanische Polizei zusammen mit AUSSAR und der Port Control koordinierte die Rettung der beiden, wobei eine Flugzeug, ein Helikopter der Westpac Police und das Polizeiboot "Dauntless" eingesetzt wurden. Als erstes Schiff vor Ort war die "Annette Margaret", die sieben Meilen entfernt war. Ihr Skipper machte die Lichter der sinkenden "Sea Eagle 5" und nahm über Funk Kontakt mit den Insassen der Rettungsinsel auf. Gegen 23 Uhr waren die beiden Schiffbrüchigen an Bord und erreichten am 27.11. gegen 5.30 Uhr die Coles Bay. Quelle: Tim Schwabedissen



Historiker sind sich über Identität von Wrackfund ziemlich sicher
(28.11.10) Die Planken, die am Strand von Nauset Beach in Orleans vor zwei Wochen freigespült wurden, gehören nach Ansicht von Historikern tatsächlich zu dem Schoner "Montclair" aus Nova Scotia, die auf den Bänken vor Cape Cod 1927 im Sturm scheiterte und fünf ihrer Besatzungsmitglieder mit in den Tod riss. Nur zwei wurden gerettet. Die 50 Fuß langen Planken, insgesamt acht Plankengänge und 10 Spanten, entsprechen der seinerzeit gängigen Bauweise. Der Dreimaster transportierte auf seiner letzten Reise tausende von Holzlatten, die nach New York bestimmt waren und die nach dem Schiffbruch antrieben.
In den vergangenen 36 Jahren wurden sieben Wracks vor Cape Cod freigespült, die im Regelfall nach kurzer Zeit wieder verschwanden. Dieser letzte Wrackfund fand am 14.11. statt und rief die Orleans Historical Society, Cape Cod National Seashore, und die Zeitung Cape Cod Times auf den Plan, mit deren Hilfe es gelang, den Fund mit großer Sicherheit zuzuordnen. Das Heck des Wracks war nach dem Schiffbruch noch jahrelang sichtbar geblieben. Das eiserne Ruderrad befindet sich im Besitz der Orleans Historical, ebenso wie eine Reihe anderer Artefakte. Inzwischen haben Sand und Strömungen den Schiffsrest schon wieder verschwinden lassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf der Wolga gestrandet
(28.11.10) Der russische Frachter "Samur 5" lief mit einer Ladung von 2572 Tonnen Stahl am 24.11. auf der Wolga auf Grund. Das Schiff war unterwegs von Astrakhan nach Noushehr. Mit Schlepperhilfe kam der Havarist wieder frei. Die "Samur 5", 2755 tdw (IMO-Nr.: 8869919) wurde 1988 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper machte wieder Sorgen
(28.11.10) Der in Terneuzen beheimatete Schlepper "Sire", 168 BRZ (IMO-Nr.: 8872057) begann am Morgen des 26.11. Backbordschlagseite zu entwickeln. Wie sich herausstellte, war allerdings nicht eindringendes Wasser das Problem, sondern das Eindringen von Kraftstoff in die dortigen Tanks. Das Schiff liegt seit Jahren am Ufer des Gent-Terneuzen-Kanals. Der Zeeland Seaport ordnete an, das Öl von Bord zu pumpen. Die "V 64", "Hendrik 3", Berger von Multraship und Vertreter des Zeeland Seaports waren vor Ort. Bereits am 12.4. musste das Schiff vor dem Untergang bewahrt werden, nachdem es an seinem Liegeplatz leckgeschlagen war. Die Berger von Multraship, Terneuzen, hielten es seinerzeit über Wasser. Der Schlepper entstand als "Havendienst 17" 1968 für den Port of Rotterdam bei der N.V. Scheepswerf G.J. v.d. Werf, Deest, wurde 2002 zur "RPA 30" und vor zwei Jahren zur "Sire".Quelle: Tim Schwabedissen



"Pearl of Scandinavia" wieder in Fahrt, aber noch nicht komplett repariert
(28.11.10) Die dänische Fähre "Pearl of Scandinavia" (IMO-Nr.: 8701674) nahm am 26.11. wieder ihren Liniendienst mit einer Fahrt von Kopenhagen nach Oslo auf. Bis voraussichtlich zum 9.12. wird das Schiff allerdings ausschließlich Fahrgäste befördern, da die Instandsetzungsarbeiten im Wagendeck nach dem Brand noch nicht abgeschlossen sind. Es galt noch, Kabel zu erneuern, Farbarbeiten durchzuführen und andere Reparaturen zu erledigen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schieflage an Bord ...   Großbild klick!
"Maersk Sembawang" zwei Wochen nach Ladungsverlust wieder in Fahrt
(26.11.10) A, 20.11. ging der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Sembawang", 79702 BRZ (IMO-Nr.:: 9315226) wieder in Fahrt, zwei Wochen nachdem er seinen Kurs in Richtung Le Havre hatte ändern müssen, nachdem im Sturm 26 Container über Bord gegangen waren und etliche andere im Hafen gesichert und neu hatten gestaut werden. Sie hatten in zum Teil grotesken Winkeln über die Steuerbordseite des Achterschiffs gehangen und mussten am Quay Bougainville in Le Havre mühselig von Bord geholt werden. Am 24.11. erreichte der Frachter den nächsten Hafen Zeebrugge gegen 18 Uhr ohne weitere Zwischenfälle. Quelle: Tim Schwabedissen



"Wir sind nicht die AIDA" - aber vielleicht doch ein bisschen Titanic…
(26.11.10) Das Hiddenseer Hotelschiff "Caprivi '93", 328 BRZ (IMO-Nr.: 6501147), das im südlichen Hafenbereich von Vitte lag, ist in der Nacht zum 25.11. vollgelaufen und bis Hauptdeckshöhe gesunken. Die Besatzung einer passierenden Fähre hatte die veränderte Trimmlage des Schiffes bemerkt. Die Ursachen war noch unklar, jedoch wurde Rostfraß und Vernachlässigung als möglicher Grund genannt. Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen auf, das Wasser- und Schifffahrtsamt und das Staatliche Amt für Umwelt und Naturschutz wurden unterrichtet sowie Kontakt zum Eigentümer in Greifswald aufgenommen. Die Feuerwehr hat vorsorglich Ölsperren um das Schiff gelegt, um das Boddengewässer vor dem Austreten von Motoren- oder Heizöl zu schützen. Allerdings ist bisher kein Öl ausgetreten. Die "Caprivi '93" wurde nach ihrer Außerdienststellung als Fahrgastschiff seit Mitte der 1990er Jahre zunächst als Jugendschiff für Clubveranstaltungen, Disko und Freizeitangebote auf Hiddensee genutzt, später dann als Hotelschiff mit preiswerten Übernachtungsangeboten und gastronomischem Betrieb. Das Motto des Hotel- und Kneipenschiffs lautete: "...wir sind nicht das Traumschiff AIDA, aber auch nicht die TITANIC. Letzterem kam sie nun aber zweifellos näher. Das Schiff wurde am 24.2.1964 auf der VEB Schiffswerft "Edgar Andre", Magdeburg, als "Seebad Wustrow" an die VEB Fahrgastschiffahrt Weisse-Flotte, Stralsund abgeliefert . Ab dem 1.6. war sie im Einsatz auf Ausflugsfahrten ab Stralsund, Schaprode, Wolgast, Lauterbach, Sassnitz und Wiek. Am 26.9.1964 lief sie einer Reise von Lauterbach nach Stralsund mit 180 Fahrgästen an Bord auf Grund. Eine spätere Seeamtsverhandlung bescheinigte dem Kapitän schuldhaftes Verhalten. Am 8.6.1968 kollidierte das Schiff auf der Überführungsfahrt nach Greifswald mit einem Schleppzug und wurde unterhalb der Wasserlinie so aufgerissen, sodass der Kapitän das Schiff in flachem Wasser auf Grund setzten musste, um ein Sinken zu verhindern. Nachdem das Leck abgedichtet war, wurde sie in Stralsund repariert und erst zur Saison 1969 wieder im Einsatz im Seebäderverkehr. Im November 1993 wurde es übertragen an den Verein "Hiddenseer Inseljugend". Im Februar 1994 wurde das Schiff nach Vitte geschleppt und im Nordhafen von Vitte aufgelegt, wo der Umbau zur Begegnungsstätte für Jugendliche erfolgte. Am 1.3. wurde es in "Caprivi 93" umbenannt und als Hotel- und Restaurantschiff genutzt. Es ist 38,52 Meter lang, 7,96 Meter breit und hat 1,82 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Einige Autos überstanden den Brand auf der "Lisco Gloria"
(26.11.10) Das Wrack der ausgebrannten Kiel-Klapipeda-Fähre "Lisco Gloria" wurde jetzt von den Behörden freigegeben und am 22.11. bei Fayard in Odense ins Trockendock geschleppt. Die Decks wurden von den Wracks der ausgebrannten Fahrzeuge unterdessen geräumt. 20 Trailer, einige Neuwagen und eine Reihe von Privatfahrzeugen haben den Brand im Unterdeck überstanden, das nur geringfügig vom Feuer beschädigt wurde. In den kommenden Tagen werden Angebote zu einer möglichen Reparatur eingeholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Gleich zwei Nor Lines-Fähren außer Gefecht
(26.11.10) Am 23.11. erlitt der unter Färöer-Flagge laufende Nor Lines-Frachter "Tananger", 4636 BRZ (IMO-Nr.: 7915541) Maschinenasfall bei Laupsholmen, nördlich von Bodø, als er von Roervik kam. Das Schiff bat um Assistenz des 16,5 Meter langen Rettungsbootes "Ruth Opsahl", das den 102 Meter langen Frachter um 13.15 Uhr auf den Haken nahm und ihn um 14.50 Uhr sicher am Kai in Bodø ablieferte, wo er seither liegt. Es ist der zweite Ausfall eines Nor Lines-Schiffes nach der Strandung der "Cometa" (IMO-Nr.: 7922166) am 10.11. auf der Fugletangskjær zwischen Asmaløy und Kirkeøy. Nach ihrer hastigen Bergung durch Svitzer AS am Folgetag wurde sie zunächst nach Fredrikstad geschleppt, ehe es am 14.11. zur Reparatur nach Swinoujscie ging. Quelle: Tim Schwabedissen



Starke Strömung erschwert Arbeit an "Tiger Spring"
(26.11.10) Der Frachter "Tiger Spring" transportierte etliche Container mit Gefahrgut, als er auf dem Hooghly-River sank. An Bord waren 60 Tonnen der IMO-Klassse 9 und 4,6 Tonnen der IMO-Klasse 6,1, die in vier Containern gestaut waren. Deswegen gilt das Hauptaugenmerk dem raschen Löschen dieser Boxen und, wenn möglich, auch anderer Fracht. Zunächst aber müssen 150 Tonnen Bunkeröl und 50 Tonnen sonstige ölhaltige Substanzen geleichtert werden. Sie sollen von einer Barge der Central Inland Water Transport Corporation aufgenommen werden, die von Budge Budge nach Noorpur unweit von Diamond Harbour in Marsch gesetzt wurde. Die Hafenbehörde von Kalkutta versuchten zudem, das Schiff mit Ankern zu fixieren, damit es nicht bei dem in der kommenden Woche auf dem Fluss erwarteten Hochwasser in Bewegung gerät. Es ist derzeit zwar nicht schwimmfähig, wurde aber trotz der Verankerungen am 25.11. vertrieben, sodass der erste Versuch, mit einem Schwimmkran Ladung zu leichtern, scheiterte. Quelle: Tim Schwabedissen



Bulkcarrier rammte Kai in Paradip
(26.11.10) Der unter Hongkong-Flagge laufende Bulkcarrier "Jin Yue", 33036 BRZ (IMO-Nr.: 9447469), wurde am 24.11. erheblich beschädigt, als er mit einer Kaimauer in Paradip kollidierte. Die 24-köpfige, chinesische Crew blieb zwar unversehrt, doch einige gerieten in Panik, als das Schiff, das erst Rohphosphat gelöscht und nach einer Wartezeit auf Reede 52.000 Tonnen Eisenerz für China hatte aufnehmen sollen, trotz Schlepperassistenz gegen den Kai prallte und im unteren Bereich des Rumpfes eingedrückt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeiter bei Zusammenprall von Schuber und Schute verletzt
(24.11.10) Zu einem Arbeitsunfall kam es am 25.11. im Hamburger Hafen auf dem Schubschiff "Rhin", das am Ponton der Jöhnk Werft in Harburg lag. Die Schute "Ajuk II" sollte zum Schubschiff verholt werden. Dazu befanden sich zwei Arbeiter auf dem Schuber und einer auf der "Ajuk II". Als diese mit mäßiger Geschwindigkeit gegen das Schubschiff prallte, fiel die Zugleine ins Hafenbecken. Beim Herausholen der Leine griff ein Pole vom der "Rhin" aus in das Hafenbecken und übersah dabei, dass die Schute zurücktrieb. Er geriet mit seinem Kopf zwischen Schute und Schubschiff. Dabei erlitt er Kopfverletzungen. Er wurde vor Ort notärztlich versorgt und anschließend ins AK Harburg gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack aus dem 16. Jahrhundert vor Stockholmer Hotel entdeckt
(24.11.10) Mitten in Stockholm, vor dem Grand Hotel, haben Bauarbeiter am 25.11. die Reste eines Schiffes ausgegraben, das womöglich aus der Zeit vor 1700 stammt. Nach Angaben des Seehistorischen Museums der schwedischen Hauptstadt entdeckten die Arbeiter das Wrack bei Renovierungsarbeiten an einem Anlegeplatz nur 200 Meter vom Stockholmer Schloss entfernt. Nach Einschätzung des Museumsdirektors Hans-Lennarth Ohlsson ist der Fundort deshalb interessant, weil sich dort bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts die Werft der Marine befand. Es wurde mit einer fast unbekannten Technologie konstruiert, bei der die Planken nicht genagelt, sondern mit Seilen verbunden wurden. Bereits vor einigen Wochen hatte ein Archäologe etwas in seinem Eimer gefunden, das rasch eine Sensation vermuten ließ. Zuletzt war 1896 ein Wrack ähnlicher Bauart entdeckt worden, eine Technik, die in der östlichen Ostsee Anwendung fand. Im Kopenhagen National Museum sol der Fund jetzt genauer analysiert werden, Ergebnisse werden im Januar 2011 erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Fahrgastschiff rammte Brücke auf Main
(26.11.10) 10000 Euro Schaden entstanden bei der Kollision eines 110 Meter langen, unbesetzten österreichischen Fahrgastkabinenschiffes mit einer Brücke der Main-Schleuse in Knetzgau. Es war talabwärts unterwegs, und beim Einlaufen in die Schleuse vergaß der Kapitän, die am Oberdeck auf beiden Seiten des Schiffes befindlichen Außengeländer per Hydraulikpumpe herabzulassen. Deshalb stieß das Schiff gegen die Fußgängerbrücke an der Schleuse. An der Brücke entstand nach Augenschein außer Abschürfungen kein nennenswerter Schaden. Eine genauere Überprüfung musste aber erst noch vom Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt durchgeführt werden. Der ungarische Kapitän meldete den Unfall nicht, sondern fuhr einfach weiter. Nach einem Hinweis der Schleusenbediensteten konnte er aber später gestellt werden.Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger schnell gelöscht
(26.11.10) Am 25.11. gegen 13.30 Uhr brach auf dem norwegischen Versorger "Normand Ranger", 7480 BRZ (IMO-Nr.: 9413432) im Byfjord zwischen Skolten Hegre und Neset ein Feuer aus. Es entstand in Isolationsmaterial im Maschinenraum. Die Besatzung konnte den Brand selbst bekämpfen, doch die örtliche Feuerwehr, die verstärkt durch die Kameraden aus Sandviken im Einsatz war, kontrollierte den Maschinenraum vorsorglich mit einer Wärmebildkamera, nachdem der Havarist in Bergen festgemacht hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



... gleicht zerbeulter Konservendose   Großbild klick!
Liftoperation brachte es an den Tag: Der Boden gestrandeter Luxusyacht gleicht zerbeulter Konservendose
(25.11.10) Am 24.11. tauchte vor Alsvåg langsam aber stetig der Rumpf der im Oktober vor Stø gestrandeten Luxusyacht aus dem Wasser, die dort auf die "Eide Barge 28", 4338 BRZ, verladen wurde. Die 91 Meter lange Barge war, assistiert von dem Rettungsboot "Knut Hoem", am 23.11. auf 10 bis 12 Metern Wassertiefe abgesenkt worden, sodass der Kasko darüber einschwimmen und dann angehoben werden konnte.
Was die Zuschauer zu sehen bekamen, war für die Auftraggeber wohl eine Art Alptraum: Der Rumpf war großflächig auf groteske Weise eingebeult und aufgerissen, sodass noch eindeutiger klar wurde, dass er nur wegen der guten Abdichtung nach oben auf einer Luftblase hatte schwimmfähig bleiben können. Am Nachmittag des 24.11. ging es zunächst nach Sortland, wo die Hafenbehörden einen geeigneten Liegeplatz bereitstellten. Dort wird dann ein Frachtcontainer geschweißt, um die Deckslast bis zur geplanten Weiterreise nach Hamburg am 27.11. wetterfest zu machen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre riss sich los und kenterte bei Istanbul
(25.11.10) Bei Maltepe in Istanbul geriet in rauer See die türkische Fähre "Ali Riza Deniz", 891 BRZ (IMO-Nr.: 7364819), nachdem sie sich aus ihrer Verankerung losgerissen hatte, ins Treiben. Sie strandete unweit einer Pier und kenterte dort, wobei nur die Backbordseite über Wasser sichtbar blieb. Die vierköpfige Crew wurde von den Rettungsbooten "Kiyi Emniyeti 7" und "Kiyi Emniyeti 9" in Sicherheit gebracht. Das Schiff hätte nach einer längeren Aufliegezeit in Kürze einen Fährdienst von Maltepe nach Istanbul aufnehmen sollen. Das 1974 erbauteSchiff ist 57,6 Meter lang und hat eine Tragfähigkeit von 743 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kollisionen binnen 24 Stunden vor Istanbul
(25.11.10) Zwei Kollisionen ereigneten sich binnen weniger als 24 Stunden vor Istanbul. Der maltesische Frachter "Kupiskis" stieß mit der "Boras" am 23.11. zusammen, wobei beide Schiffe leicht beschädigt wurden. Die "Kupiskis", 3585 tdw (IMO-Nr.: 7104233) wurde 1971 erbaut, die türkische "Boras", 6071 tdw (IMO-Nr.: 8202953) im Jahr 1984. Keinen Tag später erwischte es in der Straße von Istanbul im Bereich der Südreede die türkische "Aksoylar 1", die mit der unter derselben Flagge laufenden "Gazze" zusammenstieß. Wiederum kam es zu geringen Schäden, aber keinem Ölaustritt. Die "Aksoylar 1", 1010 tdw (IMO-Nr.: 5132901) entstand 1961, die "Gazze", 3142 tdw (IMO-Nr.: 7806192) 20 Jahre darauf. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiterhin kein Kollisionsverdacht bei "Vladimir Timofeyev" erhärtet
(25.11.10) Weiterhin umgeben Rätsel die Kollision des norwegischen Kutters "Flögrunn" am 18.11., der das Schiff zum Opfer fiel. Die "Vladimir Timofeyev", die an der anschließenden Rettungsaktion teilgenommen hatte, ist am 20.11. um 20.10 Uhr auf Arkhangelsk-Reede eingetroffen, wo der Rumpf von den russischen Behörden in Augenschein genommen wurde. Danach wurde dem Schiff das Einlaufen gestattet, allerdings das Beginn von Ladearbeiten bis zum 21.10. verwehrt. Nach Tagesanbruch gingen zunächst Vertreter des russischen Transport Safety Board Rostransnadzor und der Staatsanwaltschaft von Arkhangelsk an Bord. Wiederum fand sich aber kein belastendes Material. Quelle: Tim Schwabedissen



"Curranderra" nach Motorausfall nun endgültig aufgegeben
(25.11.10) Die Coast Guard in Honolulu, eine C-130 Hercules der Air Station Barbers Point und ein Handelsschiff kamen am 24.11. binnen kürzester Zeit zum 2. Mal der 43 Fuß langenYacht "Curranderra" 200 Meilen nordwestlich von Christmas Island zu Hilfe.
Nachdem ihm der Autotransporter "Hoegh Kobe" zunächst am 22.11. mit Kraftstoff ausgeholfen hatte, war er in Richtung Christmas Island unterwegs gewesen, als nun der Motor der entmasteten Yacht ausfiel und der Skipper das EPIRB aktivierte. Die Hercules konnte die "Curranderra" erneut lokalisieren und bat Schiffe in der Nähe um Kontaktaufnahme. Diesmal war es der Trawler "Insung 88", der sich am nächsten befand und den Skipper von seinem Boot abbarg. Das gerade erst übernommene Öl und Benzin wurde wieder von Bord geholt und das aufgegebene Boot als Navigationshindernis markiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Eine Möwe hielt sie am Leben - drei Teenager nach 50-tägiger Drift lebend gerettet
(25.11.10) Drei in Seenot geratene Teenager sind am 24.11. im Pazifik nach 50 Tagen lebend gefunden worden. Der neuseeländische Thunfisch-Fänger "San Nikunau" nahm die drei Jungen nordöstlich der Fidschi-Inseln an Bord. Sie waren in insgesamt guter Verfassung. Sie hatten sich einzig von einer Möwe ernährt, die sie gefangen und roh gegessen hatten, während sie mit ihrem Boot hunderte Kilometer drifteten. Sie waren ziemlich verbrannt, aber eigentlich brauchten sie nur ein bisschen Salbe, um ihre Verbrennungen zu kühlen. Das Schiff wollte die drei am 26.11. in Suva, der Hauptstadt der Fidschi-Inseln, absetzen.
Die Jungen waren am 5. Oktober auf den zu Neuseeland gehörenden Tokelau-Inseln mit einem kleinen Boot aufgebrochen und nicht zurückgekehrt. Sie hatten keinen Kraftstoff für das Aluminiumboot auftreiben können und deswegen versucht, die Strecke rudernd zu überwinden. Dabei trieben sie aber hoffnungslos ab. Die neuseeländische Marine suchte vergebens nach ihnen. Die Familien gingen davon aus, dass die drei ertrunken waren und hielten bereits ein Trauergottesdienst ab. Die Tokelau-Inseln mit rund 1400 Einwohnern liegen auf halber Strecke zwischen Hawaii und Neuseeland, rund 500 Kilometer nördlich von Samoa im Pazifischen Ozean. Quelle: Tim Schwabedissen



Geschäftsmann nach eingestellter Bergung ruiniert
(25.11.10) Fola Badmus aus Ondo, Chef der Royal Elite Ltd., beklagt Millionenverluste, nachdem sein Schiff, der Tanker "FK Badmus", 1933 tdw (IMO-Nr.: 7822342), nachdem er als eines von 16 Schiffen am 13.2. vergangenen Jahres in einem Tsunami vor Lagos strandete. Es wurde als eines von insgesamt sechs von der Nigerian Administration and Safety Agency (NIMASA) als bergungsfähig angesehen. Ein entsprechender Kontrakt wurde mit Kapitän Cornelius Buckerman von Julius Berger, Ijora Lagos, abgeschlossen, die sechs Schiffe wieder flottzumachen. Das Transportministerium stellte dafür Mittel zur Verfügung. Doch die Vertragspartner stellten nach der Bergung von vier Schiffen ihre Arbeit ein.
Als eigentlich die "FK Badmus" an der Reihe gewesen wäre, demobilisierten sie ihre Ausrüstung wegen angeblich ausstehender Zahlungsleistungen. Als nächstes erfuhr Badmus, dass sein Schiff am 8.10. in der Takwa Bay Area von Lagos zerstört worden war. Das gesamte Schiff außer dem Maschinenraum war geflutet und von Vandalen zerlegt worden. Die 10 Männer wurden in der Apapa Area B Police Station gefangen gehalten. Da Badmus seit Mai 2009 keine Versicherung mehr hat, ist er nun auf staatliche Hilfe angewiesen. Er hatte das 1972 erbaute Schiff als "Whithaven" 2004 in England erworben und es 2006 unter nigerianische Flagge gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



100-jähriger Kutter schwimmt wieder
(25.11.10) Der 85 Fuß lange Kutter "Deborah", der am 20.11. in Charleston sank, ist wieder über Wasser. Nachdem ein erster Bergungsversuch scheiterte, gelang den Eignern die Hebung im 2. Anlauf. Das Schiff wurde 1911 in Seattle erbaut und war lange Zeit im Fischfang vor Alaska tätig. In einem Tsunami 1933 wurde es auf Felsen geschleudert, aber wieder flott gemacht. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenboot vor Somalia versenkt
(24.11.10) Ein Lynx-Hubschrauber der britischen HMS "Montrose" zerstörte während einer Routinepatroullie ein somalisches Piratenboot. Es wurde unter Maschinengewehrfeuer genommen und zum Sinken gebracht. Es handelte sich um ein Fischerboot, das zur am 3.11. gekaperten "Zouflecar", einem Mutterschiff der Piraten, gehörte. Die Operation fand in Sichtweite eines Piratencamps statt. Die "Zouflecar" dürfte in die Attacke auf den norwegischen Frachter "Carmencita" verwickelt gewesen sein, der im Indischen Ozean zuvor mit Raketengranaten und AK-47-Gewehren angegriffen wurde, aber entkommen konnte, nachdem die dänische Fregatte "Esbern Snare" einen Helikopter schickte und daraufhin die Piraten zu ihrer Dhau flohen. Ein Boardingteam der Fregatte hatte später eines der beiden Beiboote aufgebracht, woraufhin die "Zouflecar" nach Somalia zurückkehrte. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Tanker nach einem Tag wieder flott
(25.11.10) Der russische Tanker "Caspian Stream", 5137 BRT (IMO-Nr.: 9228332), der LLC Palmali in Rostov-on-Don lief am 21.11. nahe Astrakhan auf der Wolga, Flusskilometer 3057,8, auf Grund. Das Schiff konnte am 22.11. wieder flottgemacht werden und nahm mit seiner Ladung von 6000 Tonnen Ölprodukten der OAO Lukoil Kurs auf Astrakhan. Die Auswertung der Radardaten ergab, dass das Schiff sich im Fahrwasser befunden hatte, als es havarierte, und die Strandung auf den um 79 Zentimeter gegenüber der Solltiefe gefallenen Wasserstand der Wolga zurückzuführen sein dürfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Rettung für brennenden norwegischen Kutter
(25.11.10) Am 24.10. um 16.10 Uhr wurden im Sørøysundet Notraketen beobachtet. Sie wurden von dem 10 Meter langen Küstenkutter "Bårdfjord" abgefeuert, der sich südwestlich von Hammerfest befand. Mehrere Fahrzeuge in der Nähe kamen zu Hilfe. Der Skipper des Schiffes wurde wohlbehalten von dem Kutter "Charlotte" aus Alta gerettet. Das Rettungsboot "Ulabrand" war gerade unterwegs nach Hammerfest, als es von dem Feuer erfuhr, und versuchte eins Stunde lang den in Vollbrand stehenden Kutter zu löschen. Doch es gab keine Rettung mehr, er sank um 17.45 Uhr. Der Skipper wurde in Kårhamn auf ein Ambulanzboot übergesetzt und nach Hammerfest transportiert. Quelle: Tim Schwabedissen



Smit soll Tiger Spring bergen
(25.11.10) Am 24.11. wurde die holländische Smit-Llyod BV unter Vertrag genommen, die beim Hooghly Point bei Kalkutta gesunkene "Tiger Spring" zu bergen. Zuvor gilt es aber, deren Containerladung zu löschen. Hierzu muss ein Kran auf dem Schiffsdeck montiert werden, denn die starke Flussströmung ließ den Einsatz einer verankerten Kranbarge nicht ratsam erscheinen. Das Schiff ist mittlerweile auf ebenem Kiel bis auf Hautpdeckshöhe abgesackt. Der Kollisionsgegner, die "Green Valley", deren Bug bei dem Zusammenstoß mehrere Meter tief eingedrückt wurde, lief am 24.11. mit eigener Kraft zum Diamond Harbour zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



"Emma Goldmann" mit gebrochenem Mast   Großbild klick!
Schiffbrüchige Segler nach 12 Tagen Drift gerettet
(24.11.10) Am 21.11. wurden zwei Segler aus Massachusetts, die 12 Tage mit ihrer 41 Fuß langen Ketsch "Emma Goldmann" in der See getrieben hatten, von dem griechischen Tanker "Triathlon", 84856 BRZ (IMO-Nr.: 9233222), gerettet, doch ein drittes Besatzungsmitglied kam ums Leben. Die drei waren am 6.11. von Martha's Vineyard nach Tarpaulin Cove unterwegs. Im Golfstrom hatten sie gegen bis zu 30 Fuß hohe Wellen zu kämpfen, und einer der Segler ging über Bord, als der Zweimaster durchkenterte und die Masten brachen. Er war zwar mit einer Sicherungsleine eingepickt, doch diese verfing sich im Rigg, und er ging außenbords. Es gelang den beiden Mitseglern - seine Tochter und dem Bootseigner - nicht, ihn zurück auf das Schiff zu ziehen, und er ertrank.
Die anderen beiden trieben danach ohne Antrieb und Besegelung im Meer, während sie die nächsten drei Tage beschäftigt waren, das eingedrungene Wasser auszuschöpfen. Gefahr drohte auch von einem großen Stück des Riggs, das den Rumpf aufzureißen drohte. Die Segler hatten kein EPRIRB an Bord gehabt und deswegen keine Möglichkeit, Alarm auszulösen. Zwei Handelsschiffe passierten so dicht bei, ohne die Yacht zu entdecken.
Erst am 21.11. entdeckte um 12.40 Uhr die Brückenwache der von Philadelphia nach Nigeria laufenden "Triathlon" die Fackeln, die die Schiffbrüchigen entzündeten. 200 Meilen nordwestlich von Bermuda manövrierte der 275 Meter lange Tanker längsseits der Ketsch, und es gelang, die Segler von ihrem Boot aufzunehmen. Am 22.11. wurden sie auf Bermuda an Land gesetzt. Die "Emma Goldmann" mussten sie der See überlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Dassen Eiland gestrandet
(24.11.10) Am 22.11. wurde die Rettungsstation Yzerfontein durch die NSRI alarmiert, nachdem der 12 Meter lange Kutter "Jenny Anne" der Lusitiana Fishing Company auf den Klippen von Dassen Eiland gestrandet war, nachdem er eine Trosse in die Schraube bekommen hatte. Das 7,2 Meter lange Rettungsboot "Rotary Onwards" lief aus. Zwei Rettungsschwimmer sprangen ins Wasser und sicherten mit einer Schleppleine den Kutter zum Land hin. Eines seiner sechs Besatzungsmitglieder befand sich ebenfalls bereits an Land. Den übrigen wurde durch die Rettungsschwimmer ebenfalls auf die Nordmole gebracht und von dort weiter nach Yzerfontein. Hier wurden sie medizinisch untersucht, und der Kapitän kam ins Krankenhaus. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnentanker auf Jungfernfahrt havariert
(24.11.10) Das brandneue Hamburger Binnentankschiff "Marie" rammte auf der Fahrt nach Hannover dem Mittellandkanal bei Minden am 22.11. um 17.20 Uhr auf seiner Jungfernfahrt einen Bauponton. Durch einen Riss in der Außenhaut des Tankers lief dabei eine noch unbekannte Menge Öl aus einem vier Tonnen fassenden Tank in das Gewässer. Das Unglück ereignete sich gegen 17:20 Uhr bei Kanalkilometer 98,59, unweit von Minden-Hahlen, als der 84,54 Meter lange und 9,48 Meter breite Tanker im Bereich einer Engstelle mit dem Bauponton kollidierte.
Dabei wurde der Steuerbord-Bug der "Marie" auf Höhe des Kraftstoffbunkers für den Bugstrahlmotor aufgerissen, der mit weniger als halber Füllmenge befüllt war. Durch den Riss der Außenhaut, der 60 x 30 Quadratzentimeter groß war und sich etwa 60 Zentimeter oberhalb der Wasserlinie befand, lief Gasöl in den Mittellandkanal.
Der Rumpf ist an dieser Stelle im Gegensatz zum Ladebereich nicht doppelwandig ausgeführt. Der Ponton, der an einer Baustelle eingesetzt war, wurde ebenfalls an zwei Stellen beschädigt, blieb jedoch schwimmfähig. Zudem wurden seine Hydraulikstempel so beschädigt, sodass der Ponton derzeit nicht verholt werden kann. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte der Kapitän der "Marie" bereits festgemacht und eine eigene Ölsperre ausgebracht.
Die Feuerwehr legte weitere Ölsperren aus und dichtete provisorisch den Riss im Tank ab. Die Weiterfahrt des Tankers wurde verboten, und er ging in die Mindener Werft zur Reparatur. Neben der Polizei waren das Umweltamt und das Wasser- und Schifffahrtsamt Minden vor Ort. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker überladen in Brunsbüttel gestoppt
(24.11.10) Bei einer Routinekontrolle in der Brunsbütteler Schleuse stoppten Beamte der Wasserschutzpolizei am Morgen des 23.11. den norwegischen Chemikalientanker "Bow Bracaria", 3726 BRZ (IMO-Nr.: 9114775).
Das Schiff war aus Antwerpen kommend auf dem Weg durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Lettland und wies zu viel Tiefgang auf. Die Überprüfung der Papiere ergab, dass sich in den Tanks des Schiffes 5125 Tonnen Wasserstoffperoxid befanden. Dies war allerdings mehr als erlaubt, denn die Art der Ladung macht es erforderlich, dass aus Sicherheitsgründen auch 170 Tonnen Süßwasser in weiteren Ladetanks mitgeführt werden müssen.
Eine Überprüfung des Messbriefs der "Bow Bracaria" brachte Gewissheit. Das Schiff war 200 Tonnen zu schwer. Ein Abnehmer für die etwa 200 Tonnen Wasserstoffperoxyd ließ sich auf die Schnelle jedoch im norddeutschen Raum nicht finden, und auch andere Schiffe wollten die Ladung nicht übernehmen.
Das Problem: Die "Bow Bracaria" ist gegenwärtig nur eines von zwei Schiffen im nordeuropäischen Raum, die diese Chemikalie befördern dürfen. Deshalb suchte der Kapitän zusammen mit dem Agenten nach anderen Auswegen um die Fahrt fortsetzen zu können. Zunächst pumpte die Schiffsführung etwa 100 Tonnen Ballastwasser aus den Tanks ab. Die übrigen 100 Tonnen sollten im Laufe der Nacht durch Abpumpen von Treibstoff von Bord kommen, indem dieser auf der Elbe auf Neuwerk-Reede an ein anderes Schiff umgepumpt wurde.
Nach dem Umpumpen durfte die "Bow Bracaria" am 24.11. ihre Reise fortsetzen. Wegen der Überladung erhielt die Schiffsführung eine Anzeige der Wasserschutzpolizei und musste eine Sicherheitsleistung in vierstelliger Höhe zahlen. An Bord gab es zudem noch weitere Beanstandungen, so dass in zwei weiteren Fällen Anzeigen erstattet und Sicherheitsleistungen einbehalten wurden Quelle: Tim Schwabedissen



Rettungsschwimmer barg schiffbrüchigen Segler
(24.11.10) Die Coast Guard und die Baywatch Isthmus waren am Morgen des 23.11. gemeinsam damit beschäftigt, einen Einhandsegler zu retten, dessen Yacht auf den Felsen von Catalina Island gestrandet war. Die Wachhabenden der Coast Guard Los Angeles - Long Beach fingen um 9.20 Uhr dessen Notruf auf und setzten sich mit der Baywatch Isthmus in Verbindung, die ein Boot schickte, während sie selbst einen MH-65 Dolphin-Helikopter der Air Station Los Angeles aufsteigen ließ. Die Retter fanden das Boot auf Felsen im Nordwesten der Insel. Ein Mitglied der Strandrettung sprang ins Wasser und half dem Skipper der Yacht auf deren Boot, während der Hubschrauber aus der Luft sicherte. Zum Zeitpunkt der Rettung blies der Wind mit 10 Meilen und hatte vier Fuß hohe Wellen aufgebaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Skipper gesunkenen Bootes wurde mit Haftbefehl gesucht
(24.11.10) In Calabash, North Carolina, sank am 16.11. das Sportboot "Red Snapper", und es kam zu einer Ölverschmutzung, wegen der das National Response Center die Küstenwache benachrichtigte. Die Marine Safety Unit Wilmington nahm die Lage in Augenschein, und die Coast Guard legte eine Ölsperre aus.
Versuche des Bootseigners, die "Red Snapper" zu bergen, verliefen während der folgenden Tage aber erfolglos. Es stellte sich inzwischen heraus, dass in South Carolina ein Haftbefehl gegen ihn vorlag, weswegen die Küstenwache das Horry County Sheriff's Department alarmierte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schnellboot "Hyäne" nach Kollision mit Tonne außer Gefecht
(24.11.10) Das FK-Schnellboot "Hyäne - P 6130", 391 tdw, der Bundesmarine hat die Fahrt zum UN-Friedenseinsatz vor der Küste Libanons abbrechen müssen, weil es zwei Tage nach dem Auslaufen aus seinem Heimathafen Rostock Hohe Düne am 5. November vor der niederländischen Küste nahe Den Helder mit einer Fahrwassertonne kollidierte. Dabei wurden die Propeller beschädigt, und es entstand ein Schaden am Getriebe. Eine Weiterfahrt bis ins Mittelmeer war deshalb unmöglich. Das 57,6 Meter lange Boot lief mit eigener Kraft nach Rostock zurück. Vor drei Wochen war die "Hyäne" mit 35 Besatzungsmitgliedern an Bord aus dem Marinehafen in Rostock Hohe Düne ausgelaufen. Weshalb es genau zu der Kollision mit der Fahrwassertonne kam, soll noch geklärt werden, so der Marinesprecher. Auf einer Werft in Rostock-Gehlsdorf wird das Boot nun repariert und soll nach Angaben eines Marinesprechers am 27. Dezember erneut in Richtung Libanon auslaufen. Dort wird es die Aufgabe haben, Waffenschmuggel der palästinensischen Hisbollah-Miliz zu verhindern. Quelle: Tim Schwabedissen



Lecke Luxusyacht endlich auf Barge verladen
(24.11.10) In der Nacht zum 24.11. gelang es nach mehreren vergeblichen Anläufen, den bei einer Strandung in Vesterålen erheblich beschädigten Kasko einer Luxusyacht in Alsvåg auf die Barge "Eide Marine 28" zu ziehen. Die Barge war zuvor vor dem Hafen abgesenkt worden. In den vergangenen Tagen hatte die Verladung noch Kopfzerbrechen bereitet, und der Rumpf hatte immer stärkere Steuerbordschlagseite entwickelt, sodass er schließlich mit einem Mobilkran stabilisiert werden musste.
Als er mit Pressluft angehoben werden sollte, hatte er sich immer weiter übergelegt. Nachdem der Rumpf auf der Barge fixiert war, sollte diese binnen 36 Stunden angehoben sein und dann im Schlepp der "Eide Wrestler" zunächst nach Sortland und dann weiter gen Süden gehen. Während der Rumpf im Eigentum der russischen Werft bleibt, trägt Eide Marine die Verantwortung für den Transport. Der Rumpf wurde auf einer Werft in Murmansk erbaut, und soll bei Blohm + Voss in Hamburg weiter ausgerüstet werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Tiger Spring" nach Kollision stabilisiert
(24.11.10) Der 50 Meilen von Kalkutta entfernt bei der Kollision mit der "Green Valley" schwer beschädigte Frachter "Tiger Spring" konnte im Lauf des 23.11. stabilisiert und die Steuerbordschlagseite reduziert werden. Sie lag auf einer Sandbank auf dem hier 200 Meter breiten Hooghly River. Im Rumpf klaffte ein großes Loch, und die Container im Kollisionsbereich waren demoliert. Im Falle eines Untergangs hätte das Schiff den Kanal, der das Kolkata Dock System mit den Sandheads verbindet, blockieren können.
Das Unglück hatte sich um 11.45 Uhr ereignet, als die "Tiger Spring" Südkurs anliegen hatte, nachdem sie in Kolkata Container geladen hatte. Bei Nurpur, unweit des Zusammenflusses von Hooghly und Rupnarayan, müssen Schiffe 90 Grad nach Backbord drehen. Genau hier kam es zu einem Ruderversager auf der "Tiger Spring", die daraufhin weiterdrehte. In diesem Moment kam ihr die "Green Valley" vom Diamond Harbour entgegen. Der Lotse versuchte noch ein Manöver des letzten Moments, traf die "Tiger Spring" dann aber doch mittschiffs. Er drückte diese dann sofort auf eine Flussbank. Auch die "Green Valley" wurde stark beschädigt, der Bug mehrere Meter tief eingedrückt. Sie ging danach an der Unglücksstelle zu Untersuchungen durch die Polizei von Mahisadal vor Anker.
Auch die Küstenwache war vor Ort. Nach Abschluss der Inspektionen kehrte die "Green Valley" zum Diamond Harbour zurück. Die "Tiger Spring" sollte nach provisorischen Abdichtungsarbeiten in den folgenden zwei bis drei Tagen nach Kolkata geschleppt werden. Die 12 Mann der "Tiger Spring" und die 21 Seeleute an Bord der "Green Valley" bleiben bei der Havarie unversehrt. Die 15 Tonnen Öl, die aus den beschädigten Schiffstanks austraten, stellten lediglich eine lokale Verschmutzung dar. Sie wurden mit Chemikalien und ölabsorbierenden Mitteln bekämpft. Die "Tiger Spring" läuft in Charter der Bengal Tiger Line in Singapur.
Zu der Kollision beigetragen haben möglicherweise auch starke Strömungen. Diese hatten bereits in der Vergangenheit etwas oberhalb der Engstelle des Hooghly Point den Untergang der "Green Opal" verursacht, die von einer treibenden Barge gerammt wurde, die nach Maschinenproblemen außer Kontrolle geraten war. Quelle: Tim Schwabedissen



Sportkutter kenterte - ein Toter
(24.11.10) Am 23.11. kenterte der Krabbenkutter "Cabo" vor der Küste von Sonoma südlich des Goat Rock. Dabei ertrank ein Mann aus Sacramento. Er war bewusstlos, als Retter ihn fanden, und konnte nicht wieder belebt werden. Der Angelkutter war in stürmischer See umgeschlagen, und die fünf Insassen stürzten ins kalte Wasser nördlich der Bodega Bay. Zuvor hatten sie noch einen Notruf absetzen können, sodass binnen Minuten ein anderer Kutter und ein Boot der Coast Guard vor Ort waren. Die Überlebenden wurden mit Unterkühlungen ins Palm Drive Hospital in Sebastopol und ins Kaiser Medical Center in Santa Rosa gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Tauchte die "Montclair" nach über 50 Jahren wieder auf?
(24.11.10) Die Holzplanken, die vor wenigen Tagen am Nauset Beach freigespült wurden, könnten zu dem Schoner "Montclair", gehören, einem Dreimaster, der im März 1927 auf der Außenbarre scheiterte. Die Art der Konstruktion passt zu der der "Montclair", die von Halifax in Nova Scotia nach New York unterwegs war, als sie strandete und fünf Mann ihrer Besatzung in den Tod riss. Die Schiffsreste wurden inzwischen wieder von den Tidenströmungen im Sand begraben. Sie waren bereits 1957 einmal aufgetaucht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Hoegh Kobe" leistet Hilfe   Großbild klick!
Rasche Hilfeleistung für entmastete Yacht
(23.11.10) SAR-Crews der Coast Guard und Automated Mutual Assistance Vessel Rescue-Partner assistierten am 21.11. der 276 Meilen nördlich von Christmas Island in Kiribati in Seenot geratenen Yacht "Currandera". Die Coast Guard in Honolulu hatte am 20.11. gegen 13 Uhr ein Notsendersignal des Bootes aufgefangen. Daraufhin startete von der Air Station Barbers Point eine HC-130 Hercules zur Lokalisierung des in Not befindlichen Bootes. Der Skipper teilte mit, dass sein Boot entmastet wurde und nur noch Treibstoff für 12 Stunden übrig habe. Das JRCC fragte, ob AMVER-Schiffe zur Assistenz in dem Seegebiet seien. Der Kutter "Insong" bot als erstes Assistenz an, doch es stellte sich heraus, dass der unter Singapur-Flagge laufende Autotransporter "Hoegh Kobe", 52691 BRZ (IMO-Nr.: 9330616) noch schneller würde vor Ort sein können. Er traf am 21.11. gegen 16.15 Uhr ein und transferierte 58 Gallonen Dieselöl auf die Yacht. Die C-130 warf inzwischen eine Lenzpumpe ab. Die "Currandera" nahm danach mit eigener Kraft bei fünf Fuß hohen Seen Kurs auf Fanning Island, wobei das JRCC regelmäßige Kommunikation mit dem Skipper unterhielt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter hatte vor Strandung Maschinenprobleme
(23.11.10) Der auf den Felsen von Loppa in Finnmark am Morgen des 22.11. gekenterte norwegische Kutter "Idarson" war vor seiner Strandung im Båtsfjord auf Fang gewesen. Doch auf der Rückreise kam es zu Problemen mit der Maschine, weswegen ein Frachter ihn nach Tromsø transportierte.
Hier wurde der Motor ausgetauscht, und die "Idarson" war am 22.11. auf dem Weg zurück in die Finnmark, als sie im Sturm vor Andsnes auf die Klippen geworfen wurde. Um 01.30 Uhr aktivierte sich das EPIRB automatisch. Die Strandungsstelle befindet sich einen Kilometer vor Finnmark einige hundert Meter von der Straße entfernt, die die zwei Dörfer von Andsnes und Seglvik verbindet. Hier wurde das Wrack um 5.12 Uhr in der Tømmervika am Felsenfuß auf der Seite liegend entdeckt. Der Kutter "Rollon", dessen Crew wie auch die Besatzungen anderer Schiffe durch Lichtblitze alarmiert worden war, war nicht in der Lage, in dem herrschenden Sturm an die "Idarson" heranzukommen, obwohl sie bis in eine Distanz von 50 Metern zu den Felsen heran manövrierte.
Die immer wieder aufzuckenden Lichtsignale aus dem Ruderhaus zeigten aber, dass es noch Leben an Bord des Kutters gab. Hier harrten die beiden Fischer, die sich dort hinein hatten flüchten können, als das Unglück unvermittelt über sie hereinbrach, vier Stunden aus, bis aus der Luft die Rettung in Gestalt eines Seaking-Helikopters kam. Für den dritten Mann, einen 55-järrigen aus Lenvik, kam die Hilfe hingegen zu spät. Die Umstände des offenbar sehr plötzlich über die Fischer hereingebrochenen Unglücks sind derweil noch ungeklärt. Quelle: Tim Schwabedissen



Arbeitschiff von eigener Stelze durchbohrt
(23.11.10) Berger von Multraship und der URS aus Terneuzen waren am 22.11. im Einsatz, um einen Wassereinbruch auf dem Urker Arbeitsschiff "Steenbok" (EU-Nr.: 02315961) unter Kontrolle zu bekommen. Die "Steenbok" hatte durch eine seiner eigenen Stelzen, die sich losgerissen hatte, ein Loch im Rumpf erlitten, durch das der Maschinenraum voll lief. Die "Multrasalvor", "Multratug 17", "Zeebrugge" und "Schelde" waren mit Pumpen und Ölabwehrausrüstung vor Ort. Später kam noch die "Union 6" zur Unterstützung. Am Nachmittag begann das Abdichten des Lecks und die Bergung des 15 Meter tief im Boden sitzenden Pfahls. Zunächst hatte ein Taucher eine Schlinge um das Stahlrohr gelegt, woraufhin die "Multrasalvor" ohne Erfolg versuchte, ihn loszubekommen. Schließlich gelang es der "Multratug 17", den Pfahl zu bergen. Die "Steenbok" wurde dann von der "Multrasalvor" zur Reparaturwerft in Sluiskil gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Elektra" nach Wassereinbruch in Kiel gelandet
(23.11.10) Am 22.11. machte bei der Kieler Lindenau-Werft der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter "Elektra", 2120 BRZ (IMO-Nr.:8016677 ) fest, nachdem er am Vortag von den Schleppern "North" und "Taucher Otto Wulf 8" durch den Kanal gebracht worden war. Das Schiff hatte am 4.11. einen Wassereinbruch am Kühlwasserzufluss der Hauptmaschine im Hafen von St. Malo erlitten. Dort hatte das Schiff zur Entladung von Düngemitteln gelegen. Die Feuerwehr war mit Tauchern im Einsatz, die in der Lage waren, das Leck abzudichten, sodass die Gefahr des Untergangs abgewendet war. Ein Besatzungsmitglied wurde an der Schulter verletzt und kam in ein Krankenhaus. Am 10.11. nahm die "North" den Havaristen auf den Haken und sollte ihn eigentlich nach Klaipeda bringen. Schlechte Wetterprognosen sorgten für ein vorläufiges Ende der Reise in Kiel. Quelle: Tim Schwabedissen



18 Mann nach Frachteruntergang gerettet
(23.11.10) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Hai Xin" sank am 22.11. östlich von Lianyungang. Die 18-köpfige Crew wurde gerettet. Die "Hai Xin", 6678 tdw (IMO-Nr.: 8324414) wurde 1984 erbaut und war 106 Meter lang. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter demolierte Eisbrecher
(23.11.10) Am 21.11. um 01.07 Uhr rammte der unter St. Vincent-Grenadines-Flagge laufende Frachter " Canopus" den im Hafen von Eisk liegenden, 76 Meter langen russischen Eisbrecher "Kapitan Krutov" (MMSI-Nr.: 273422910), als er den Liegeplatz 3 ansteuerte. Während der Frachter unversehrt blieb, wurden auf dem Eisbrecher eine Scheinwerferplattform sowie das Schanzkleid eingedrückt und ein Suchscheinwerfer abgerissen. Die "Canopus", 6207 tdw (IMO-Nr.: 9076466), wurde 1992 erbaut und läuft für die Mediterranean Sailing Skiff. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter deutscher Reedereien vor Kolkata kollidiert
(23.11.10) Zwei von deutschen Reedereien operierte Containerfrachter kollidierten am 23.11. gegen 11.30 Uhr auf dem Hooghly River in dem westbengalischen Süd 24 Parganas Distrikt, 34 Meilen von Kolkata entfernt. Die unter Bahamas-Flagge laufende "Green Valley", 9600 BRZ (IMO-Nr.: 9101807 der Bremer Beluga Shipping war von Kaldia nach Kolkata unterwegs, die unter Gibraltar-Flagge laufende "Tiger Spring", 8971 BRZ (IMO-Nr.: 9301108 der Schlüssel-Reederei in Bremen kam von dort auf Gegenkurs mit Ziel Kaldia. Am Zusammenfluss des Hooghly und des Rupnarayan River stießen die beiden Schiffe nahe Nurpur an der engsten Fahrwasserstelle zusammen. Die "Tiger Spring" wurde schwer getroffen, legte sich nach Steuerbord über und war zeitweilig in der Gefahr zu sinken. Beide Schiffe wurden aus dem Fahrwasser gezogen. Die "Green Valley" sollte aus eigener Kraft nach Kolkata zurücklaufen, die "Tiger Spring", nachdem sie stabilisiert ist, voraussichtlich am 24.11. dorthin abgeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Muschelkutter vor Newlyn gerettet
(23.11.10) Das RNLI-Boot "Ivan Ellen" aus Penlee und die "City of London III" kamen am 18.11. einem Muschelkutter zu Hilfe, der bei vier Windstärken und an die vier Meter hohen Seen zwei Meilen südöstlich der Runnelstone Tonne leckgeschlagen war und Maschinenausfall hatte. An Bord waren zwei Mann Besatzung. Nachdem die beiden Rettungsboote fast zeitgleich mit einem Helikopter am Havaristen eintrafen, stiegen zwei Seenotretter der "City of London III" mit einem Schlauchboot auf den Trawler über und setzten eine Lenzpumpe über. Es gelang, das vom Untergang bedrohte Schiff binnen 10 Minuten zu stabilisieren und am Haken der "Ivan Ellen" nach Newlyn einzubringen, wo der Kutter um 22.15 Uhr, zwei Stunden nach Eintreten der Notlage, festgemacht werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Prototyp moderner Kriegsschiffe geborgen
(23.11.10) Marinearchäologen der Khortytsia National Reserve in Saporoshje haben ein altes Kosaken-Kriegsschiff gehoben, das etwa 300 Jahre unter Wasser gelegen hatte. .Das 18 Meter lange, aus Eiche gefertigte Schiff stammt aus dem russisch-türkischen Krieg von 1735-1739. Es lag unweit der Insel Khortytsia und wurde 1999 in sechs Metern Tiefe entdeckt. Zunächst fehlte es an Finanzmitteln, den archäologischen Fund zu sichern, doch nachdem Schlamm und Sand, die ihn erhalten hatten, fortgetragen wurden, drohte das zu 80 Prozent erhaltene Schiff zu zerfallen. Das Schiff war trotz seines schweren Rumpfes aus Eichenholz leicht und wendig, und gilt als Prototyp des modernen Kriegsschiffs. Es wurde gegen die osmanischen Flotte im Schwarzen Meer eingesetzt. Nach der Konservierung soll der Fund im Museum für Antike Schifffahrt auf Khortytsia ausgestellt werden, wo bereits mehrere zuvor getätigte Schiffsfunde zu besichtigen sind. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter in Charleston gesunken
(23.11.10) Die U.S. Coast Guard-Station North Bend kam zum Einsatz, nachdem am Abend des 20. oder am Morgen des 21.11. in Charleston der Kutter "Decorah" sank. Von dem 85 Fuß langen Schiff war am 22.11. nur ein kleines Stück von Bug und Heck über Wasser sichtbar. Es ging unweit des Oregon Pacific Dock unter. Es kam zu keiner relevanten Gewässerverschmutzung. Quelle: Tim Schwabedissen



Halb gesunkene Barge sorgt für unwillkommenes Strandgut
(23.11.10) Während ein Teil der Küste von Caribou nach der Strandung der Barge "Salte auc Cochon" von angetriebenem Holz geräumt wurde, stellte sich die Situation an den östlich gelegenen Stränden von Pictou County anders dar. Von Chance bis Sinclair's Island trieben Teile der rund 3000 Klafter Holz an, die seit der Havarie vor zwei Wochen über Bord gingen. Nun sollen sich der Minister of Natural Resources und das Department of Environment mit der Sache befassen. Dieses wies die Verantwortung von sich, genehmigte aber den Einsatz der zur Räumung notwendigen Maschinen entlang der gesamten betroffenen Küstenlinie von Nord- Nova Scotia.
Die Arbeiten dürften an der schwer zugänglichen Küste vier bis sechs Wochen dauern. Viele Stämme treiben auch noch im Meer. Die kanadische Coast Guard sieht für das Treibgut Transport Canada in der Verantwortung, weil sie eine Schifffahrtsgefährdung darstellen. Eine weitere Barge wurde jetzt von Mulgrave kommend erwartet, die die noch auf dem halb gesunkenen Havaristen befindliche Decksladung übernehmen soll. Eine weitere wurde in Quebec in Marsch gesetzt, um bei der Bergung der Barge selbst eingesetzt zu werden.
Die "Salte au Cochon" war im Schlepp der "Florence M" gewesen, als sie sich am 10.11. im Sturm losriss. Das 100 Meter lange Gefährt kam von Anticostti war mit 6,400 Tonnen Holz, Maschinen und Öl für eine Papiermühle in Pictou beladen, als es wenig später auf einem Riff in der Northumberland Strait auf Grund lief und leckschlug. Danach rissen sich tausende von Stämmen vom Deck los und stapelten sich auf den umliegenden Stränden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter strandete vor Berlevåg
(23.11.10) Am 22.11. riss sich der 35 Fuß lange Kutter "Erlend" im Sturm an der Küste von Berlevåg los und strandete. Das Schiff lag nach Abflauen des Windes unweit des Hafens auf der Backbordseite exakt an der Stelle, an der bereits Weihnachten 2009 der Kutter "Berlegutt" gestrandet war. Mit einem Schaufellader wurde versucht, den auf der Backbordseite liegenden Havaristen wieder aufzurichten. Die Polizei von Berlevåg, die um 12.20 Uhr verständigt wurde, schleppte ihn später an den Kai. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Problemfrachter lief im Nord-Ostsee-Kanal auf Grund
(23.11.10) Der russische Frachter "Belorus", 4182 BRZ (IMO-Nr.: 9340855), erlitt auf der Passage des Nord Ostsee-Kanals in Richtung Muuga bei Neuwittenbek Maschinenausfall. Er hatte bereits seit dem Erreichen von Brunsbüttel offenkundig Probleme gehabt und durchlief den Kanal mit nur sechs Knoten Geschwindigkeit deutlich langsamer als die übrige Schifffahrt. Das Schiff trieb nach dem Antriebsverlust mit Restfahrt gegen die Böschung. Nach der Reinigung des Kraftstofffilters und dem erfolgreichen Neustart des Diesels konnte es sich ohne Fremdhilfe wieder befreien und machte im Kieler Nordhafen fest. Eine Untersuchung des Unterwasserschiffes durch Taucher und die notwendige Schiffsinspektion fand dort am 22.11. statt. Erst am 6.9. war es auf dem Schiff, als es in Aliaga lag, während einer Bootsübung zu einem Unfall gekommen, als ein Rettungsboot ins Wasser stürzte, wobei zwei Mann verletzt wurden, einer so schwer, dass er später im Krankenhaus starb. Quelle: Tim Schwabedissen



Aufgegebene Schiffe vor Lagos   Großbild klick!
Aufgegebene Schiffe vor Lagos bereiten Kopfzerbrechen
(22.11.10) Dutzende von Schiffen liegen zum Teil seit vielen Jahren aufgegeben in der Lagune von Lagos, speziell im Gebiet von Apapa. Häufig zerreißen Fischer ihre Netze an den Wracks. Doch dies ist nicht das einzige Problem. Die Rümpfe gefährden die Navigation wie auch die Umwelt und kontaminieren Fische und Sedimente durch die toxischen Stoffe, mit denen sie behaftet sind. Weitere Risiken bestehen durch teilweise giftige Ladungen wie Chemikalien oder Öl in den Tanks.
Positive Effekte gibt es hingegen durch den Nutzen für die Fischwelt als Höhlen. Die meisten der Wracks stammen aus Europa und Asien und wurden in der Lagune sich selbst überlassen, als sie zu alt für einen wirtschaftlichen Einsatz waren und häufig auch wegen eigentlich notwendiger Reparaturen. Regelmäßig treiben aufgegebene Schiffe auf den Strand und verbleiben dort für lange Zeit, wenn nicht für immer. Dies kann durch veränderte Strömungsverhältnisse aber zu Küstenerosion führen. Liegen die Schiffe quer, wird wie bei Buhnen an einer Seite Sand an- und auf der anderen Seite abgelagert.
Die Nigerian Maritime Administration and Safety Agency, NIMASA, verfügt nicht über die notwendigen Mittel zur ordnungsgemäßen Räumung der Wracks. Deswegen wurde sie bereits beim Federal Ministry of Transportation vorstellig, um zusätzliche Mittel zu erhalten. Von den 16 Schiffen, die Anfang dieses Jahres an der Küste von Nigeria strandeten, wurden bislang vier in einer zweiwöchigen Operation im Sommer beseitigt. Derzeit wartet die NIMASA auf die Mittel für Phase 2 der Arbeiten. Quelle: Tim Schwabedissen



Verwirrspiel um Untergang des Kutters "Fløgrunn"
(22.11.10) Der russische Frachter "Vladimir Timofeyev" ist wohl doch nicht schuldig am Untergang des norwegischen Kutters "Fløgrunn" am 18.11. in der Barentsee. Zwar hatten die AIS-Daten den Schluss nahegelegt, dass die "Vladimir Timofeyev" involviert war, als die "Fløgrunn" auf 71 04 N 030 06 O sank. Die Position der "Vladimir Timofeyev" war zu der Zeit 71 10 9 N; 029 52 15 O. Doch ein anderes Schiff, der chinesische Frachter "Yutai Ambitions" befand sich 6zu dieser Zeit ebenfalls in unmittelbarer Nähe. Wie sich inzwischen herausstellte, hatte die "Vladimir Timofeyev" auf eine entsprechende Anfrage des MRCC Bodø reagiert und tatsächlich zur Hilfeleistung Kurs auf die Unglücksstelle genommen, woraus sich die räumliche Nähe ergab.
Das zweite Schiff konnte hingegen die Reise nach Murmansk ohne entsprechende Anfragen oder sonstige Kontrollen fortsetzen. Währenddessen ging die Schiffsführung der "Vladimir Timofeyev" nicht auf eine solche Anfrage der norwegischen Coast Guard ein, zur Untersuchung zu stoppen. Das Küstenwachboot "Farm" versuchte vergeblich, ein Boarding Team überzusetzen, da der russische Kapitän nicht stoppte, sondern auf russische Gewässer zuhielt. Wahrscheinlich hatte er nämlich das Schicksal der "Mekhanik Tyulenev" vor Augen, die vor einem Jahr in Norwegen festgehalten wurde wegen der Beschuldigung, einen norwegischen Trawler gerammt zu haben. Erst nach zwei Wochen wurde diese wieder fallen gelassen und das Schiff, allerdings ohne jegliche Kompensation für erlittene Verluste, von den Behörden freigegeben. Interessanter Weise lief es ebenfalls für die Northern Steamship Company, die die "Vladimir Timofeyev" bereedert.
Das tatsächlich als Kollisionsgegner in Frage kommende Schiff ist der 2008 erbaute chinesische Bulkcarrier "Yutai Ambitions", 77283 tdw, (IMO-Nr.: 9326160) der Taiship Company Ltd. in Hong Kong. Nachdem er in Murmansk festgemacht hatte, waren nämlich deutliche Spuren einer Kollision am Bug sichtbar und frisch aufgetragene Farbe am Backbordbug. Warum die norwegische Küstenwache allerdings nicht den Versuch unternahm, dieses Schiffes habhaft zu werden, bleibt momentan eine der ungeklärten Fragen bei diesem Unglück. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf indonesischem Frachter
(22.11.10) Im Maschinenraum des indonesischen Frachters "Mara", 64850 tdw (IMO-Nr.: 8613815) brach am 21.11. ein Feuer aus. Das Schiff stand zu der Zeit 60 Meilen südwestlich der Manila Bay. Die philippinische Küstenwache schickte die "Edsa 2 - SAR 002" zu dem Havaristen, dessen Crew den Brand aber mit Bordmitteln löschen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter 58 Meilen weit eingeschleppt
(22.11.10) Die "Alligator" der Coast Guard schleppte am 20.11. den havarierten Kutter "Endeavor" über eine Distanz von 58 Meilen nahe Clearwater Pass ab. Um 11.14 Uhr war ein Maschinenausfall gemeldet worden, und um 12.47 Uhr wurde die "Alligator" von einer Routinepatroullie abgezogen. Um 22.37 Uhr übernahm der Kutter "Fat Cat" die restliche Distanz nach Holiday, Florida, wo das Schiff in einer Marina vertäut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Holländischer Frachter vor Mo gestrandet
(22.11.10) Der holländische Frachter "Lotus", 1596 BRZ (IMO-Nr.: 9052692) lief am 21.11. um 08.40 Uhr auf der Fahrt von den Niederlanden nach Mo in Rana on zwischen Åsvær und Synstholm, nördlich von Dønna, auf eine Schäre. Das Rettungsboot "Ruth Opsal" sowie ein Lotsenboot kamen zur Assistenz, doch mit steigendem Wasserstand kam der Havarist mit eigener Kraft wieder frei. Taucher, die den Rumpf untersuchten, fanden ein Leck in der Vorpiek. Es wurde dem Schiff gestattet, mit langsamer Fahrt nach Mo weiterzulaufen, wo es um 12.15 Uhr festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Toter bei Kutterunglück vor Norwegen
(22.11.10) Ein Fischer starb nach einer dem Kentern des 14,1 Meter langen langen Langleiners "Idarson T 254 LK" aus Lenvik in der Nacht zum 22.11. südlich von Loppa in Finnmark. Um 1.30 Uhr hatte sich der Notsender des Schiffes automatisch aktiviert. Um 05.12 Uhr wurde der Kutter von einem Seaking-Rettungshubschrauber erreicht, nachdem andere Schiffe ihn zu dem auf der Seite liegend auf dem Strand von Loppa bei Tømmerneset Kutter dirigiert hatten. Sie selbst hatten wegen der schlechten Wetterverhältnisse nicht helfen können.
Zwei Mann der dreiköpfigen Crew wurden lebend im Ruderhaus des zerstörten Wracks entdeckt, von wo aus sie mit Lichtern auf sich aufmerksam gemacht hatten. Sie wurden vier Stunden, nachdem sie durch den Schiffbruch dort eingeschlossen worden waren, aufgewinscht und zur medizinischen Betreuung nach Tromsø gebracht. Für den dritten, der im Gegensatz zu seinen Crewkameraden keinen Überlebensanzug trug, kam allerdings jede Hilfe zu spät. Quelle: Tim Schwabedissen



"Möwe" mit Verspätung wieder flügge
(22.11.10) Die Bergung des Maasholmer Fischkutters "Möwe", der am Abend des 11.11 bei schwerer See südöstlich Fehmarns nach einem Maschinenschaden und einem gescheiterten Abschleppversuch des Rettungskreuzers "John T. Essberger" gesunken war, ist am 21.11. geglückt. Die Aktion begann bereits am Vortag im Morgengrauen. Es galt dabei einige Schwierigkeiten zu überwinden für das Team des Bergungsschiffes "Baltic-Taucher II" aus Rostock. Der in sieben Meter Tiefe liegende Kutter erwies sich nämlich deutlich schwerer als die angegebenen elf Tonnen. Außerdem war das Heck des Kutters gut eineinhalb Meter im Meeresgrund versandet, ebenso wie die Netze.
Zudem befand sich noch eine Ladung Fisch an Bord. sodass der Kutter insgesamt über 20 Tonnen wog. Sechs Taucher und vier Besatzungsmitglieder waren auf der "Baltic Taucher II" vor Ort im Einsatz. Das Hieven des Kutters konnte erst nach Anlieferung weiterer Hebesäcke am späten Abend des 21.11. angegangen werden. Als das Schiff zurück an der Wasseroberfläche war, wurde es zunächst schwimmfähig gemacht.
Dann dauerte es noch drei Stunden, bis es in den Burgstaakener Hafen eingeschleppt war. Der Kran des Yachthafens Burgstaaken mit einer Leistung von 25000 Kilo setzte den Kutter schließlich an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



MSC will "MSC Chitra" heben lassen
(22.11.10) Die Mediterranean Shipping Co (MSC) hat die Arbeiten zum Löschen ihres im August nach Kollision mit dem Bulkcarrier "Khalijia 3" vor Mumbai gesunkenen Frachters "MSC Chitra" gestoppt. Bislang wurden 314 Container geborgen. Die rund 600 noch verbliebenen Boxen sind schwierig zu bergen. Deswegen sollen sie zusammen mit dem Wrack gehoben werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Tote bei Kenterung in Mpumalanga
(22.11.10) Am 19.11. kenterte am Witbankdamm in Mpumalanga ein Pontonboot, wobei sechs Menschen ertranken. Die aus Fiberglas gefertigte Fähre kenterte um 13.30 Uhr, nachdem sie ihre Stabilität verloren hatte. 21 Menschen waren auf dem Doppeldecker unterwegs, als er in der Barham Bay verunglückte. Nur 15 von ihnen erreichten mit leichten Verletzungen das Ufer, zwei Männer und vier Frauen kamen ums Leben. Ihre Leichen wurden binnen 24 Stunden von örtlichen Fischern entdeckt. Fünf waren im Schiff eingeschlossen worden, einer ertrank, als er an Land schwimmen wollte. Quelle: Tim Schwabedissen



"No Problem" machte ihrem Namen keine Ehre
(22.11.10) Die US Coast Guard und andere Schiffe kamen dem mit vier Personen besetzten Sportboot "No Problem" 20 Meilen vor Galveston Island zu Hilfe, nachdem es am 20.11. um 8.24 Uhr gemeldet hatte, wegen Wassereinbruchs vom Untergang bedrohte zu sein. Zwei in der Nähe befindliche Schiffe übergaben rasch Lenzpumpen, und ein Coast Guard Helikopter setzte gegen neun Uhr einen Rettungsschwimmer samt einer weiteren Lenzpumpe ab. Als der Wassereinbruch unter Kontrolle war, wurde der Havarist von einem 45-Fuß-Boot der Küstenwache zur Galveston Yacht Marina eskortiert.. Quelle: Tim Schwabedissen



"Victoria Cruziana"   Großbild klick!
Erster Rhein-Kreuzfahrer kam Zwangsauktion durch Untergang zuvor
(20.11.10) An seinem Liegeplatz in Heining ist am Vormittag des 19.11. auf der Donau das aufgelegte Fahrgastschiff "Victoria Cruziana", 130 ts (EU-Nr.: 02323472), gesunken. Bei dem Fahrgastschiff handelt es sich um die 1960 erbaute, einstige "Europa". Das erste Rhein-Kabinenschiff hat eine Länge von 88,48 Metern und ist 11,56 Meter breit. Es lag bereits seit gut zwei Monaten im Heininger Bayernhafen, nachdem es wegen nicht bezahlter Liegeplatzgebühren mit einem Fahrverbot belegt worden war.
Zuvor hatte das Schiff jahrelang in Holland gelegen. Im Frühjahr begann der Transit in Richtung Rumänien. Da das Schiff nicht mehr aus eigener Kraft fahren durfte, war es als Sondertransport im Schubverband unterwegs gewesen. Endstation war in Passau, wo es am 19.11. zwangsversteigert werden sollte. Doch just an diesem Tag gegen 10 Uhr kam die Alarmmeldung des rumänischen Kapitäns, dass es zu Wassereinbruch in den unteren Räumen gekommen war. Wenig später gingen in Passau die Sirenen, Einsatzkräfte rasten in Richtung Heining.
Die Feuerwehren der Hauptwache Passau, der FFW Schalding rechts der Donau, der FFW Passau Grubweg und des THW waren mit insgesamt 90 Mann vor Ort und versuchten mit Lenzpumpen, das sinkende Schiff zu retten, doch die Mühe war vergebens: Das Schiff, das mit 360 Tonnen Ballast beladen sein soll, sank 3,5 Meter tief auf den Donaugrund. Eine Gefährdung durch austretendes Öl oder Dieseltreibstoff wurde durch eine Ölsperre auf der Donau abgewendet. In den Tanks der gesunkenen "Victoria Cruziana" waren 400 bis 500 Liter Diesel-Treibstoff.
Die Bergung des Schiffes dürfte sich noch längere Zeit hinziehen, da erst abgeklärt werden muss, welches Bergematerial herangezogen wird und wer für dieses finanziell aufkommen muss. Es galt zudem durch die Polizei zu untersuchen, inwieweit menschliches Verfehlen oder Materialschaden für den Untergang verantwortlich gemacht werden können. Intensive Ermittlungen sollen Licht ins Dunkel bringen. Der Totalschaden wird auf 250.000 Euro geschätzt. Die Einsatzkosten plus Bergung dürften wohl ein Mehrfaches betragen.
Die "Victoria Cruziana" war gemeldet für die MS Victoria Cruziana BV in Gravendeel. Sie entstand 1960 in Mainz-Kastel auf der Werft Chr. Ruthof als "Europa" für die Preußisch Rheinische Dampfschiffahrts Ges. in Köln. Von 1967 bis 1998 lief sie für die Köln Düsseldorfer GmbH in Köln unter demselben Namen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schon wieder Lasterbrand auf Ostseefähre
(20.11.10) Dramatische Minuten im Rostocker Überseehafen am Abend des 19.11. Um 20.48 Uhr ging ein Notruf bei der Wasserschutzpolizei ein, in dem der Kapitän der Scandlines- Fähre "Mecklenburg-Vorpommern", 37897 BRZ (IMO-Nr.: 9131797), ein Feuer an Bord meldete. Die Fähre stand nach fünfeinhalbstündiger Überfahrt aus Trelleborg 10 Minuten vor Rostock ein. Von Deck 4 der RoRo-Fähre quoll starker Rauch.
Ein Laster stand im vorderen Schiffsbereich in Flammen, Besatzungsmitglieder gingen mit Feuerlöschern gegen den Brandherd vor. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Schiff auf der so genannten Wendeplatte des Überseehafens und war dabei, sich auf das Anlegen an Liegeplatz 65b vorzubereiten. Die Verantwortlichen entschieden, dass die "Mecklenburg-Vorpommern" ihr Manöver bei laufenden Löscharbeiten fortsetzen und den Liegeplatz Nummer 64 an der äußersten Seite der Fährkais ansteuern sollte. Die Feuerwehr ging dort unterstützt durch das Feuerlöschboot "FLB-40" sowie die Wasserschutzpolizei gegen den Brand vor und hatte ihn nach zwei Stunden gelöscht.
Zeitweilig war die Fähre in dichten Rauch gehüllt. Ein Übergreifen auf die Aufbauten und Kabinen des Schiffes konnte aber verhindert werden. Wasserseitig kam auch der brandneue Notfallschlepper "Baltic" zum Einsatz. Die 136 Fahrgäste konnten ebenso wie die nicht zur Brandbekämpfung nötige Besatzung unversehrt evakuiert werden. An Bord waren 122 Lkw-Fahrer, 12 Autohalter und zwei Fußgänger.
Auch die Fahrzeuge konnten während der Nachtstunden entladen werden. Nachdem alle Passagiere und Fahrzeuge die Fähre verlassen hatten, gingen Experten an Bord gehen und untersuchten, ob schiffstechnische Einrichtungen defekt oder zerstört worden waren. Vertreter der Reederei Scandlines, der Wasserschutzpolizei sowie der Hamburger Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung trafen zur Begutachtung ein.

Das Schiff hatte von der Wasserschutzpolizei ein Auslaufverbot erhalten und wurde zur Untersuchung an einen anderen Liegeplatz verholt. Der Brand auf der Fähre war offenbar durch den technischen Defekt eines Kleinbusses verursacht worden. Von ihm aus griff das Feuer auf den Lastwagen über, auf dem der Kleinbus stand, wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Rostock am Samstag sagte. Der Kleinbus wurde völlig zerstört. Zwei Pkw, die sich ebenfalls auf dem Lastwagen befanden, wurden durch die Flammen beschädigt.
Zudem griff das Feuer auf einen zweiten Lkw über und beschädigte eine Plane. Die Fähre selbst erlitt im Wesentlichen Verrußungen und sollte am Abend des 20.11. wieder gen Trelleborg auslaufen. Alle Passagiere und Frachtkunden, die während der Ausfallzeit Überfahrten mit der "Mecklenburg-Vorpommern" gebucht hatten, bekamen eine Alternative mit der Scandlines-Fähre "Scane" oder der ebenfalls von Rostock nach Trelleborg fahrenden TT-Line angeboten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schaden auf "Pearl of Scandinavia" größer als gedacht
(20.11.10) Der Schaden nach dem Brand auf der Fähre "Pearl of Scandinavia" ist offenbar größer als zunächst angenommen. Die Fähre kommt frühestens am 24.10. wieder zum Einsatz. Es gab nicht nur Schäden an empfindlichen Leitungen, sondern auch den Decks, den wasserdichten Schotts sowie Rauchschäden in dem betroffenen Autodeck. Quelle: Tim Schwabedissen



"Colossus" wieder flott gemacht
(20.11.10) Die unter Malta flagged ferry "Colossus" (IMO: 8613073), die in der Vassiliki-Bucht auf Lefkada gestrandet war, konnte am 20.11. um 11.50 Uhr von dem Schlepper "Hector" von den Felsen gezogen werden. Sie wurde anschließend nach Patra abgeschleppt, wobei sie von dem Ölbekämpfungsschiff "Aegis" eskortier wurde. Das Schiff hat schwere Schäden am Bug erlitten, die provisorisch mit Zement abgedichtet werden sollten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige retteten sich schwimmend an Strand
(20.11.10) Nach dem Untergang des unter Togo-Flagge laufenden Frachters "Christine" am Morgen des 18.11. breitete sich ein 2,000 Quadratmeter großer Ölfleck vor der Insel Cephallonia aus. Es handelte sich aber um flüchtiges Öl. An der Untergangsstelle wurden Ölsperren und absorbierende Mittel eingesetzt. Ein Fischer hatte1,5 Meilen vor der Bucht von Myrtos eine Rettungsinsel entdeckt, die in der See trieb. Die sechsköpfige ukrainische Crew hatte an den Strand von Fiskardo schwimmen können, wo sie sich am Nachmittag meldete. Sie berichtete, dass der Frachter auf der Reise von Albanien nach Bulgarien Maschinenschaden und Wassereinbruch erlitten hatte. Die "Mecklenburg-Vorpommern" pendelt im regulären Fährverkehr mehrmals täglich zwischen Deutschland und Schweden. Sie fasst 665 Passagiere sowie 50 Eisenbahnwagen und wurde 1996 in Dienst gestellt. Auf der Route nach Trelleborg ist neben ihr auch die "Skåne" im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger setzte Fähre matt
(20.11.10) Die britische NorthLink-Fähre "Hrossey", 11486 BRZ (IMO-Nr.: 9244960), wurde von dem Versorger "Maersk Finder", 2961 BRZ (IMO: 9086203) am Abend des 18.11. im Hafen von Aberdeen gerammt und fällt bis zum 21.11. im Fährdienst nach Kirkwall und Lerwick aus. Die "Maersk Finder" rammte sie in die Backbordseite und hinterließ zwei kräftige Einbeulungen und auch Risse in der Bordwand, deren Reparatur rund 36 Stunden wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit Unterwasserhindernis kollidiert
(20.11.10) Am 17.11. erlitt der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Ocean Pearl", 12033 BRZ (IMO-Nr. 8226650), auf der Reede von Chittagong Wassereinbruch, offenbar nach der Kollision mit einem Unterwasserhindernis. Die Havarie ereignete sich beim Löschen einer Ladung Harnstoff für Chittagong. Der Frachter hatte am 14.8. Yantai mit einer Ladung von 12,200 Tonnen des Düngermittels verlassen, die für Chittagong und Mongla bestimmt waren. Zum Zeitpunkt der Grundberührung waren etwa 3400 Tonnen gelöscht. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband auf Rhein auf Grund gelaufen
(20.11.10) Der niederländischen 160-TEU-Schubverband "River Dance" ist am Abend des 18.11. um 22.15 Uhr auf Höhe Lorch auf dem Rhein bei Flusskilometer 540,6 auf Grund gelaufen. Er hatte an der Verladestelle des Steinbruches Trechtingshausen gut 5 000 Tonnen Sand geladen. Anschließend sollte der Schubleichter vor das Gütermotorschiff gekoppelt werden, um die Talfahrt Richtung Niederlande fortzusetzen. Dieses Koppelmanöver misslang, der beladene Schubleichter trieb manövrierunfähig talwärts und kam unterhalb des Lorcher Werths außerhalb der Fahrrinne fest. Noch in der Nacht versuchte ein Schlepper den Havaristen erfolglos frei zu schleppen.
Auch ein weiterer Versuch mit zwei Schleppern das Schiff wieder ins Wasser zu ziehen, scheiterte am Morgen des 19.11. Dafür musste zwischen 9.30 und 10.20 Uhr die Schifffahrt komplett gesperrt werden. Davon waren zehn Binnenschiffe betroffen, die vorübergehend die Fahrt einstellen mussten. Das Wasser- und Schifffahrtsamt entschied daraufhin, den Havaristen zu entladen, damit er wieder den nötigen Auftrieb bekommt. Deshalb kam es am Nachmittag erneut zu Behinderungen der Schifffahrt auf dem Rhein. Gegen 16 Uhr wurde begonnen, den Leichter flottzumachen.
Die "River Dance", 2423 ts (ENI-Nr.: 02331771), wurde 2009 in Kladovo erbaut, der Kasko bei De Groot Motoren Dordrecht ausgerüstet. Eigner ist die River Dance BV (J. Eleveld) in Ridderkerk. Das Fahrzeug ist 76,44 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,57 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff nach Kollision mit Sperrholzruderhaus auf Reise
(20.11.10) Das deutsche Binnenschiff "Breitenstein", das am 6.11. das Ruderhaus beim Passieren der Schleuse Feudenheim wegen falscher Einschätzung der Durchfahrtshöhe verlor, ist mit einem provisorischen Ruderhaus wieder auf Fahrt. Das ursprüngliche Ruderhaus, das nicht ausreichend abgesenkt wurde und beim Auslaufen aus der Kammer das Schleusentor streifte, war nach achtern weggekippt. Mit guter Tischlerarbeit konnte die "Breitenstein" nun aber vorläufig am 18.11. ihre Reise fortsetzen, um bei einer Werft wieder mit einem stabilen Aufbau ausgestattet zu werden. Die "Breitenstein", 1946 ts (ENI-Nr.: 04701410) wurde 1970 bei Ebert & Sohne, Neckarsteinach erbaut für Karl u. Ludwig Seibert in Neckargemünd. Seit 1985 läuft sie die Reederei Schwaben GmbH in Heilbronn Sie ist 104,9 Meter lang, 9,51 Meter breit und hat 2,81 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Kapitän der "Fairplay 22" starb beim Versuch, seiner Crew zu helfen
(20.11.10) Die Reederei Fairplay Towage wird keines ihrer Schiffe mehr "Fairplay 22" nennen. Das Wrack wird derzeit auf Reparaturwürdigkeit hin untersucht. Derweil fehlt vom Kapitän weiter jede Spur. Nach Aussage des Rudergängers hat der flämische Kapitän, nachdem das Schiff bereits halb gekentert war, alles versucht, seine Crew zu retten. Er wurde zuletzt gesichtet, als er eine Treppe hinabstürzte, wohl, um dem jungen Smut zu Hilfe zu kommen, den er in der Kombüse vermutete. Für ihn selbst gab es aber keine Hilfe mehr. Die Polizei hat die aktive Suche nach ihm eingestellt. Die Schifffahrt ist aber weiter angehalten, nach ihm Ausschau zu halten. Quelle: Tim Schwabedissen



Russische "Vladimir Timofeyev" beging Fahrerflucht nach Kollision
(20.11.10) Am 18.10. um 21.52 Uhr wurde das MRCC Bodø alarmiert, nachdem der 40 Jahre alte norwegische Kutter "Fløgrunn", 43 BRZ, 25 Meilen nordöstlich von Finnmark in der Barentssee gerammt worden war. Das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" barg einen Mann ab, während die übrigen beiden versuchten, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.
Doch kurz nach dem Antauen der Seenotretter sank der Kutter unvermittelt. Die gerettete Crew konnte nur sagen, dass der Name des Kollisionsgegners in kyrillischen Buchtstaben geschrieben worden war. Es gelang der norwegischen Küstenwache, die "Vladimir Timofeyev" als Unfallverursacher zu identifizieren, die unterwegs von Bristol nach Arkhangelsk gewesen war. Das Schiff wurde aufgefordert zu stoppen und umzudrehen, doch der Kapitän reagierte nicht und erreichte russische Hoheitsgewässer.
Telefonisch sagte er, er habe keine Kollision wahrgenommen. Doch die AIS-Daten sprechen eine andere Sprache. Sie deuten auf eine Fahrerflucht zur See hin.
Die "Vladimir Timofeyev", 13955 tdw (IMO-Nr.: 7310636) wurde 1973 erbaut und läuft für die Northern Steamship Co., Arkhangelsk. Quelle: Tim Schwabedissen



Russischer Frachter gestrandet
(20.11.10) Der russische Frachter "Arctur" lief am 19.11. bei Kilometer 2884 auf der Wolga auf Grund. Das Schiff blieb unversehrt. Der Schlepper "Puteiskiy-602" wurde zur Assistenz in Marsch gesetzt. Der Havarist war unterwegs von der Türkei von der Türkei nach Turkmenistan mit 2793 Tonnen Fracht. Die Arctur, 3197 tdw (IMO-Nr.: 8889402), wurde 1980 erbaut und läuft für die Briz St. Petersburg. Quelle: Tim Schwabedissen



US-Küstenwache barg hilflosen Kutter
(20.11.10) Die Crew des amerikanischen Küstenwachbootes "Liberty" nahm am 19.11. den 39 Fuß langen Kutter "Stjible" in Schlepp, der 14 Meilen westlich der Auke Bay in Barlow Cove Maschinenausfall erlitten hatte und in der See trieb. Die "Liberty" brachte die "Stjible" von Barlow Cove in die Auke Bay übergab ihren Anhang dort einem 47-Fuß-Boot der USCG-Station Juneau, die den Havaristen an die Pier brachte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Arklow Raider" geborgen
(20.11.10) Der gestrandete irische Frachter "Arklow Raider" wurde am Abend des 19.11. von der "Oakgarth" geborgen und erreichte am 20.11. kurz nach neun Uhr die Docks von Dublin. Wahrscheinlich muss er gedockt werden, ehe er die Weiterreise nach Swansea antreten kann. Quelle: Tim Schwabedissen



Fregatte HMCS "Fredrickton" kollidiert
(20.11.10) Die kanadische Fregatte HMCS "Fredrickton" kollidierte am 18.11. mit dem US-Versorger USNS "Kawawha" während eines Manövers östlich von Miami. Dabei entstand geringer Sachschaden in Form von Schrammen und Beulen. Der Unfall ereignete sich bei einem Versorgungsmanöver. Die Fregatte steuerte am 19.11. Virginia an für eine genaue Schadensuntersuchung. HMCS "Fredericton" nahm Kurs auf Port Everglades. Ihre 225-köpfige Besatzung blieb unversehrt. Quelle: Tim Schwabedissen



Barkasse sank vor Kish Island
(20.11.10) Auf der Fahrt von Dubai nach Genaveh sank am 17.11. eine Barkasse bei Kish Island. Einem Küstenwachboot gelang es, vier der sechs Mann zu retten. Zwei weitere, die versucht hatten, das Boot zu retten, trieben ab. Ein amerikanisches Schiff zog sie aus dem Wasser. Sie wurden den iranischen Behörden übergeben. Quelle: Tim Schwabedissen



Boot lief auf Grund - ein Vermisster
(20.11.10) Ein Arbeiter der Inland Water Transport (IWT) wurde nahe Marichakandi char unweit der Kachamara Polizeistation des Barpeta Distrikts vermisst, nachdem sein Boot, die "Arimatta", auf Grund gelaufen war. Seine Crewkameraden warfen ihm noch einen Rettungsring zu, doch er konnte ihn nicht mehr ergreifen. Die National Disaster Response Force (NDRF) suchte vergeblich nach ihm. Das havarierte Boot sollte der IWT in Kalkutta übergeben werden und war am Morgen aus Kalkutta ausgelaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Arklow Raider" sitzt auf Grund   Großbild klick!
"Arklow Raider" muss geleichtert werden
(19.11.10) Der irische Frachter "Arklow Raider" konnte auch am 18.11. nicht geborgen werden und saß unverändert vor dem Strand von Drogheda in der Mündung des River Boyne fest. Nun soll die "Arklow Fame" derselben Reederei die Ladung des Havaristen leichtern. Vor Ort waren auch die Schlepper "Oak Garth" und "Boyne Protector" sowie das Baggerschiff "Lough Foyle". Die "Arklow Raider", 2999 BRZ (IMO Nr.: 9344540) wurde 2007 auf der Barkmeijer Stroobos Scheepswerf in Stroobos für die Arklow Shipping in Arklow erbaut. Sie ist 89,99 Meter lang, 14 Meter breit und hat 5,68 Meter Tiefgang sowie eine Tragfähigkeit von 4504 Tonnen. Quelle: Tim Schwabedissen



Lecker Luxusyacht-Kasko soll kommende Woche die Reise nach Hamburg fortsetzen
(19.11.10) Das Charter-Management der Eide Marine Services bestätigte jetzt, dass das Unternehmen den Auftrag erhalten hat, den Ende Oktober vor Stö gestrandeten und dabei erheblich beschädigten Yacht-Kasko nach Hamburg zu schleppen. Der Rumpf, in den unterdessen erhebliche Wassermengen eingedrungen sind, soll in den kommenden Tagen mit einer Tauchpumpe gelenzt und auf die Kabellegebarge "Eide Barge 28" verfrachtet werden, ehe Schlepper "Eide Wrestler" sie binnen rund fünf Tagen nach Hamburg bringen wird. Die 91 Meter lange und 27 Meter breite Barge wird dazu von Høylandsbygd südlich von Bergen geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter überlief Kutter und verschwand
(19.11.10) Der norwegische Kutter "Fløgrunn - SF 62 V", 43 BRZ, sank am 18.11. gegen 23.30 Uhr vor Båtsfjord. Das Rettungszentrum in Bodø war um 21.52 Uhr alarmiert worden, nachdem vermutlich ein russischer Containerfrachter in den Bug des Kutter gelaufen war. Er befand sich zu dieser Zeit 23 Meilen nördlich von Makkaur Feuer. Die dreiköpfige Crew meldete Wassereinbruch, woraufhin das Rettungsboot "Gjert Wilhelmsen" es in Schlepp nahm und zu lenzen versuchte. Doch plötzlich war das 1970 erbaute, 20,32 Meter lange Schiff verschwunden. Die dreiköpfige Crew trieb im Wasser und wurde binnen einer Viertelstunde gerettet. Einer hatte leichte Unterkühlungen erlitten, alle drei wurden nach der Ankunft in Båtsfjord medizinisch betreut. Die norwegische Coastguard versuchte, mit dem mutmaßlichen Kollisionsgegner in Kontakt zu kommen, doch dieser reagierte nicht und verließ die norwegischen Hoheitsgewässer. Nun wurden die russischen Behörden um Hilfe gebeten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige trieben auf Holzbrettern und Fässern in der See
(19.11.10) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Al Mustafa 1", 800 tdw (IMO-Nr.: 9092587) sank am 17.11. vor der Küste des Jemen. Die 10-köpfige Crew, acht Jemeniten, ein Mann aus Tansania und ein Somali, wurden ebenso wie die drei Fahrgäste von zwei Booten der jemenitischen Coastguard gerettet. Sie hatten sich an aufgeschwommenen Holzstücken und Fässern festgehalten, nachdem das fünf Jahre alte Schiff 10 Meilen östlich von Socotra kenterte, als es mit einer Fracht von 750 Tonnen von Mukalla Port dorthin unterwegs war. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Westerschelde gestrandet
(19.11.10) Am 18.11. kamen der Schlepper "Multratug 11" und das Patroullienboot "Patrol" dem belgischen Kutter"De Enige Zoon - BOU-7", 57 BRZ, zu Hilfe, der auf der Westerschelde nahe Tonne 28B auf Grund gelaufen war. Nachdem der Havarist wieder flott war, wurde er von der "VB 4" in Schlepp genommen und zur Untersuchung zu einer Werft gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack aus dem 18. Jahrhundert geborgen
(19.11.10) Ukrainische Unterwasserarchäologen haben am gestrigen Abend des 17.11. einen Wrack aus dem 18. Jahrhundert vom Grund des größten Flusses des Landes, des Dnipro, im Gebiet von Saporizhja geborgen. Es gelang ihnen, das 18 Meter lange und zu 80 Prozent erhaltene Schiff aus der Zeit des Russisch-türkischen Kriegs 1735-1739 vom Flussboden zu bergen.
Es gehörte zur sogenannten "Eiche"-Klasse, weil es völlig aus Eichenholz gebaut wurde. Diese Schiffe waren trotzdem ziemlich manövrierfähig, was dazu führte, dass sie sehr schlagkräftig waren, sodass sie die türkische Küste bedrohen konnten. Obwohl das Schiff bereits 1999 entdeckt wurde, mangelte es an Geldern für eine Bergung. Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wird das Schiff dem Hortyzja-Museum übergeben, wo bereits einige innerhalb der letzten 10 Jahre geborgene Schiffe ausgestellt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Verursachte Falschmeldung Tod dreier Schiffbrüchiger?
(19.11.10) Eine unpräzise Nachricht chinesischer Behörden hat dazu geführt, dass nach dem Untergang des unter Taiwan-Flagge laufenden Trawlers "Chang Shun Fa" die Rettungsarbeiten vorzeitig abgebrochen wurden. Die Retter hatten sich nicht rückversichert, und dies könnte den Tod des Kapitäns, eines Ingenieurs sowie eines weiteren Besatzungsmitgliedes verursacht haben, die später leblos nahe der Untergangsstelle gefunden wurden. Sie waren zwischenzeitlich erfroren. Die Coastguard war am 15.11. gegen 17 Uhr von Angehörigen alarmiert worden, die von Bord Anrufe erhalten hatten, nachdem das Schiff in Brand geraten war. Gegen 19 Uhr waren Retter vor Ort, doch sie zogen wieder ab, nachdem die Falschmeldung verbreitet wurde, die achtköpfige Crew sei von einem chinesischen Kutter gerettet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



US-Kriegsschiff kam Schiffbrüchigen zu Hilfe
(19.11.10) Die USS "Oscar Austin" der US-Marine kam am 18.11. im Persischen Golf zwei iranischen Schiffbrüchigen zu Hilfe, deren Kutter zuvor gesunken war. Sie versorgten sie mit Nahrung und Wasser, bis ein Boot der iranischen Coastguard eintraf. Ein Handelsschiff hatte die Rettungsinsel und eine Notrakete gesichtet und die in Bahrain stationierte 5. US-Flotte alarmiert. Die Schiffbrüchigen trieben einen Kilometer außerhalb der iranischen Hoheitsgewässer, wo sie gegen fünf Uhr entdeckt wurden. Sie konnten nichts über den Verlbeib ihrer Crewkameraden sagen. Gegen Mittag übernahm ein iranisches Küstenwachboot die Suche. Quelle: Tim Schwabedissen



Nochmalige Durchsuchung der "Fairplay 22" ergebnislos
(19.11.10) Das Wrack des Schleppers "Fairplay 22" war am 18.11. vollständig ausgepumpt und lag im Rotterdamer Waalhafen längsseits des Schwimmkrans "Taklift 7". Es ist inzwischen noch einmal vollständig durchsucht worden, ohne dass dabei die Leiche des vermissten Kapitäns entdeckt worden wäre. Nun wurde das Schiff den Eignern zurückgegeben und soll als nächstes in einem Dock auf seine Reparaturwürdigkeit hin untersucht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Räumung der "Lisco Gloria" kommt voran
(19.11.10) Die dänische Firma H.J. Hansen kommt gut voran mit dem Abräumen der rund 200 ausgeglühten Fahrzeuge auf den oberen Decks der in Odense liegenden Fähre "Lisco Gloria". Die Entsorgung der chemischen Abfälle sowie der Überreste der 500 verbrannten Ferkel und der 1.000 Tonnen verbrannten Fleischs übernahm die Firma DAKA aus Randers. Nach Abschluss der Arbeiten wird vermutlich in der kommenden Woche das Wrack vom Odense Harbour Terminal ins nahegelegene Trockendock der Fayard-Werft im Fayard Lindoe Industrial Park geschleppt. Dort gilt es als nächstes eine detaillierte Liste der Schäden zu erstellen, anhand derer Werften Reparaturangebote abgeben können. Erst auf dieser Basis wird DFDS entscheiden können, ob die "Lisco Gloria" verschrottet oder wieder instandgesetzt wird. Quelle: Tim Schwabedissen



'Colossus' sitzt auf Insel fest   Großbild klick!
"Vor uns liegt ein riesiger Berg" - Fähre sitzt vierkant auf Insel fest
(18.11.10) "Es ist unglaublich! Vor uns liegt ein riesiger Berg. Der vordere Teil des Schiffes steht auf Felsen" berichtete telefonisch ein Lastwagenfahrer, nachdem im Ionischen Meer die Fähre "Colossus", 15139 BRZ (IMO-Nr.: 8613073) auf der Reise von Korinth nach Ancona am 17.11. zwei Meilen weit vom Kurs abgekommen und spektakulär in die Felsküste im Süden der Insel Lefkas hinein gelaufen war. An Bord befanden sich elf Lastwagenfahrer und 20 Besatzungsmitglieder. Verletzt wurde niemand. "Es ist sehr seltsam, was passiert ist", sagte der Bürgermeister Apollonion George Logothetis, denn in der Bucht steht sogar der zweithöchste Leuchtturm in Griechenland.
Die Küstenwache versuchte nun, Wege zu finden, wie das Schiff, das vierkant in die Felsen hineingelaufen ist, wieder freizubekommen ist. Schlepper aus der Hafenstadt Patras wurden zu Hilfe gerufen. Auch drei Patroullienboote der Küstenwache sowie die "Nikalaos" der Hafenbehörde waren vor Ort. Die Unglücksstelle liegt in der Meerenge zwischen den Inseln Nisos Ithaki und der kleinen Insel Arkoudi Nisida, wo das Fahrwasser vor der Vasilki-Bucht, in der das mit 58 Lkw beladene Schiff der Lesbos Shipping Company um 4.45 Uhr auflief, knapp neun Stunden nach dem Auslaufen aus Korinth. Durch die Wucht des Aufpralls wurden Bug und Bugstrahlruderraum aufgerissen.
Das Schiff schob sich an die 20 Meter auf die Felsen. Die mitreisenden Fahrer verließen über Fallreeps das Schiff auf kleinere Boote und wurden vorerst in einem Hotel in Lefkas untergebracht. Am 18.11. sollten Taucher den Rumpf überprüfen und dann ein Bergungsplan erarbeitet werden. Möglicherweise muss auch erst die Ladung gelöscht werden. Vorsorglich wurde eine schwimmende Ölbarriere rund um das Schiff ausgelegt.
Die Fähre wurde 1987 als "Oarai Maru" bei der Hayashikane Sb. & Eng. Co, Shimonoseki, Japan, erbaut. Im Juni 1987 wurde sie an die Nippon Enkai Ferry, Tokio, abgeliefert zum Einsatz auf der Route Oarai - Tomakomai. 1990 ging sie an die Blue Highway Line, Tokio, die sie in "Sun Flowar Oarai" umbenannte, 2002 an die Mol Ferry Co Ltd, Panama, für die sie als "Ferry Cosmo 3" in Fahrt kam. 2003 ging sie an die Dharma Lautan Utama, und kam als "Shuttle Yokosuka" wieder unter japanische Flagge. 2005 wurde sie zur "Shuttle Oita", 2007 nach Verkauf an die Avra Shipping SA, Panama, zur "Shuttle". Im Mai 2010 begann eine Charter der Nel Lines, die sie "Colossus" tauften. Die Fähre ist 178,01 Meter lang, 24,81 Meter breit und hat 6,50 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 5990 Tonnen. Sie vermag 656 Passagiere und 105 Fahrzeuge zu transportieren. Quelle: Tim Schwabedissen



Schubverband kämpfte eine halbe Stunde gegen die Strömung
(18.11.10) In der Wipfelder Schleuse im Landkreis Schweinfurt kämpfte der Rudergänger eines Schubers am Abend des 16.11. fast eine halbe Stunde gegen die Strömung an. Erst als der Kraftwerksbetreiber einschritt, war das Schiff gerettet. Nach einem missglückten Anlegemanöver drohte der beladene Schubverband außer Kontrolle zu geraten. Gegen 20.30 Uhr wollte der mit fast 1800 Tonnen Futtermittel beladene, flussabwärts fahrende Verband im Oberwasser der Schleuse anlegen. Der Main hat derzeit wegen des hohen Wasserstandes eine starke Strömung. Nach einem Fahrfehler geriet das Heck des Motorschiffs bei diesem Manöver in die Strömung. Als der Rudergänger gegensteuerte, rammte er gegen ein vor ihm liegendes Binnenschiff. Der Schubverband trieb mit dem Bug voraus in Richtung Stauwehr. . Trotz "voller Kraft zurück" gelang es dem Rudergänger lediglich, den Verband auf der Stelle zu halten. Er verhinderte damit, dass die Strömung das Schiff gegen das Wehr trieb. Erst als der Kraftwerksbetreiber die Wehrwalzen anhob, gelang es, aus dem Gefahrenbereich zu kommen. Nun konnte Schubverband aus dem Gefahrenbereich manövrieren und anlegen. Er hatte einen Schaden von rund 5000 Euro erlitten. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger rettete sich auf Insel
(16.11.10) Am 16.11. lief um 16:45 Uhr das niederländische Binnenschiff "Miranda", 703 ts (EU-Nr.: 02306327), bei Rheinkilometer 784,5, kurz oberhalb der Baerler Brücke am rechtsrheinischen Ufer zwicshen zwei Kribben fest. Zur Unfallzeit herrschte Nebel mit einer Sichtweite um 30 Meter. Der 61,55 Meter lange und 7,02 Meter breite Frachter kam aus eigener Kraft nicht wieder frei und musste die Nacht dort verbringen. Erst am 17.11. konnte er mit Hilfe eines weiteren Binnenschiffes, der "Nova", gegen 12:00 Uhr wieder flott gemacht werden. Anschließend wurde im Duisburger Hafen von Tauchern in Augenschein genommen und auch untersucht, ob am Ruder ein technischer Defekt vorlag. In Zwolle wartete man in der Zwischenzeit auf die 548 Tonnen Weizenpellets aus Köln. In den Mittagsstunden sollte die Reise wieder fortgesetzt werden. Das in Nijmegen beheimatete Schiff wurde 1939 als "Rex Rheni" bei Vahali in Gendt für A. van der Graaf in Rotterdam erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Vermisster bei Schiffsbrand tot aufgefunden
(16.11.10) Ein vietnamesisches Besatzungsmitglied kam bei dem Brand auf dem südkoreanischen Trawler "Seo Jin No. 11" in Montevideo ums Leben. Der verbrannte Körper wurde im Maschinenraum gefunden, in dem das Feuer auch entstanden war. Am 17.11. stand das Schiff immer noch in Flammen. 38 Mann aus Kambodscha, Südkorea, den Philippinen und Vietnam hatten gerettet werden können. Die "Seo Jin No.11", 524 tdw (IMO-Nr.: 7417903) wurde 1974 erbaut und lief für die Sang Ji Fisheries Co. Ltd. Bereits am 15.11. war es zu einem Feuer auf einem südkoreanischen Kutter im Hafen gekommen, insgesamt gab es in diesem Jahr bereits fünf Schiffsbrände hier. Fast immer war Nachlässigkeit die Ursache. Quelle: Tim Schwabedissen



Windturbinen landeten im Wasser
(18.11.10) Der unter der Flagge von Isle of Man registrierte Frachter "Margrete-C" verlor nach dem Auslaufen aus dem spanischen Hafen Ferrol in der Biscaya am 16.10. in stürmischer See vier auf Deck gestaute Windturbinen. Das Schiff kehrte daraufhin in den Hafen zurück. Die "Margrete-C.", 10545 tdw (IMO-Nr.: 9258234), wurde 2001 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Steckdose von Elektroauto verursachte Brand auf "Pearl of Scandinavia"
(18.11.10) Das Feuer an Bord der "Pearl of Scandinavia", 40. 039 BRZ (IMO-Nr.: 8701674), am 17.11. wurde durch eine fehlerhafte Ladesteckdose ausgelöst. Über sie war ein von Diesel auf Elektrobetrieb umgerüsteter Nissan Qashqai mit dem Bordnetz verbunden gewesen. Das Auto war von der dänischen Firma Afuture umgebaut und bei der Eröffnung einer neuen Niederlassung von NoFuel in Drammen präsentiert worden in der Hoffnung auf Exportaufträge. Er befand sich nun auf der Rückreise nach Dänemark. Das durch einen Kurzschluss entstandene Feuer griff auf weitere Fahrzeuge auf dem Autodeck des Schiffes über. Insgesamt hatte die Fähre 23 Autos und einen Bus an Bord. Die Fähre fällt voraussichtlich bis zum 22.11. zur Trümmerräumung und Beseitigung von Brand- Ruß- und Rauchschäden aus. Die 4,6 Meter hohe Decke des Wagendecks hatte zudem durch die starke Hitze Schaden genommen, sodass während dieser Zeit lang nur die "Crown of Scandinavia", 35.498 BRZ (IMO-Nr.: 8917613), den Kopenhagen-Oslo-Dienst versehen wird. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung durch "Bourbon Monsoon"
(18.11.10) Der norwegische Versorger "Bourbon Monsoon", 3867 BRZ (IMO-Nr.: 936201100), verlor in der Nacht zum 18.10. im Hafen von Risavika in Tananger 8,2 Tonnen Dieselöl. Der Hafen wurde geschlossen, und mit 200 Metern Ölsperren sollte der Kraftstoff von einer weiteren Verbreitung abgehalten werden. 15 Einsatzkräfte machten sich, unterstützt von einem Pumpwagen daran, das Öl aufzunehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyachtkasko sinkt immer weiter - Warten auf Barge
(18.11.10) Die Geduld der Gemeinde von Øksnes mit der seit Tagen im Hafen von Alsvåg liegenden Hulk einer Luxusyacht geht allmählich zur Neige. Denn inzwischen sinkt das Boot jeden Tag ein wenig mehr ab. Inzwischen hat es auch ein wenig Steuerbordschlagseite. Bislang gab es aber keine konkreten Angaben, wann der Kasko auf eine Barge verladen und abtransportiert wird. Der Hafendirektor bestätigte nun aber, dass ein Vertrag mit den Eide Marine Services unterzeichnet wurde und erwartet am 23. oder 24.11. das Eintreffen einer Barge und eines Schlepper aus Høylandsbygd, die dort am 19.11. auslaufen sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Untergang der "Ady Gil" Schuld beider Unfallparteien
(18.11.10) Der Untergang der "Ady Gil" der Walschutzorganisation Sea Shepherd nach der Kollision mit einem japanischen Walfangschiff ist offenbar auf Manövrierfehler beider Seiten zurückzuführen. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Kapitän des Walfangschiffes "Shonan Maru II" das Schnellboot "Ady Gil" vorsätzlich gerammt habe, teilte die Seefahrtsbehörde der neuseeländischen Regierung nach Abschluss der Untersuchung am 18.11. mit. Demnach hätten Fehler der Kapitäne und Besatzungen beider Schiffe zu dem Zusammenstoß und dem anschließenden Untergang des Bootes von Sea Shepherd zu Jahresbeginn geführt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Alex" machte sich in Eckernförde selbstständig
(18.11.10) Bei Sturm und peitschendem Starkregen hat sich am Abend des 18.11. im Eckernförder Seglerhafen die etwa 12 Meter lange Yacht "Alex" losgerissen. Das Schiff kollidierte dann wiederholt mit Heck und Backbordseite mit einem anderem Segelboot und dem Steg. Zunächst sollte das Feuerwehrboot "Kadeker" helfen. Das Boot konnte wegen des Hochwassers die Klappbrücke über den Hafen jedoch nicht mehr passieren. Feuerwehrkräfte versuchten deshalb, die Luxusyacht per Hand mit Tauen zu verholen und festzumachen. Dies gelang wegen des starken Sturmes jedoch nicht. Schließlich konnte das Rettungsboot "Eckernförde" der DGzRS den Havaristen aus der misslichen Situation befreien. Nach zwei Stunden war die "Alex" gesichert. Ihre Vorleinen waren bei steigendem Wasser und Wellengang über den metallenen Anleger gerutscht, sodass das Boot ins Treiben geriet. Über Schäden lagen noch keine Angaben vor. Quelle: Tim Schwabedissen



200 Jahre alter Champagner schmeckt nach Bergung streng und süß
(18.11.10) Dutzende Flaschen mit 200 Jahre altem Champagner konnten Taucher auf einem Wrack nahe der finnischen Aland-Inseln bergen. Jetzt wurden einige der Schaumweine ihren Produzenten zugeordnet. Besonders lecker sind sie offenbar trotzdem nicht. Im Sommer hatten Taucher aus dem vor etwa 200 Jahre gesunkenen Schiff in der Ostsee 168 Champagnerflaschen geborgen, von denen sich etwa 70 als völlig intakt erwiesen. Mindestens drei von ihnen stammten aus der französischen Kellerei Veuve Clicquot. Das stellten Experten nach einer Untersuchung der Brandmarken auf den Korken fest. Weitere Flaschen wurden der nicht mehr existierenden Kellerei Juglar zugeschrieben. Medienvertreter kosteten am 17.11. den ältesten noch trinkbaren Champagner. Der Veuve Clicquot habe wie ein Dessertwein geschmeckt, sehr süß und mit strengem Bouquet. Ein französischer Tester erklärte, der Schaumwein der Marke "Juglar" habe ebenfalls süß, insgesamt aber "wesentlich besser" geschmeckt. Die aländische Kulturministerin Britt Lundberg kündigte an, einen Teil der in dem Wrack gefundenen Flaschen künftig in einer alljährlichen Auktion versteigern zu wollen. Sie rechne mit Preisen von bis zu 50.000 Euro pro Flasche. Historikern zufolge sank der Zweimaster mit den kostbaren Flaschen an Bord zwischen 1825 und 1850 auf dem Weg von Deutschland nach Finnland. Quelle: Tim Schwabedissen



Wetter verzögert "Möwe"-Bergung weiter
(18.11.10) Der Kutter "Möwe" liegt weiterhin zwischen Fehmarn und Großenbrode auf dem Grund der Ostsee, für die Schifffahrt gesichert durch eine sogenannte Einzelgefahren- Tonne. Das derzeit herrschende stürmische Wetter machte eine Bergung bislang unmöglich. Vor einer knappen Woche war der Maasholmer Kutter rund vier Kilometer südöstlich von Fehmarn nach einem Maschinenschaden in Seenot geraten. Der Kapitän konnte gerettet werden und nach ambulanter Behandlung die Sana-Kliniken in Oldenburg wieder verlassen. Voraussichtlich am Wochenende, sobald sich das Wetter wieder stabilisiert hat, soll versucht werden, den Kutter zu bergen und in einen nahe gelegenen Hafen zu schleppen, möglicherweise könnte dies Großenbrode sein. Unterdessen meldete die Wasserschutzpolizei Heiligenhafen, dass am Morgen des 16.11. an der neuen Fischereibrücke in Heiligenhafen ein hiesiger Angelkutter bereits rund 30 Zentimeter unter Wasser lag. Er hing noch an den Festmacherleinen, drohte aber zu sinken. Der Eigner ließ den rund sechs Meter langen Kutter mit einem Kran aus dem Wasser holen. und brachte sein Schiff in eine Werft in Großenbrode. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrackrest am Nauset Beach freigelegt
(18.11.10) Am Nauset Beach wurde bei einem Sturm, der bis zu 15 Fuß Sand abtrug, das Teil eines alten Schiffswracks freigelegt. Es wurde am 14.11. entdeckt und dem Cape Cod National Seashore gemeldet. Es liegt in der Pleasant Bay auf der Seite. Ob noch mehr von dem Wrack unter dem Sand lag, war zunächst unklar. Freigespült wurden 50 Fuß lange Planken, die ungefähr einen Fuß hoch aus dem Sand aufragen. Holznägel und 6 Inch lange Messingnägel fixieren die Planken an den Spanten. Die Konstruction ähnelt der eines Wracks aus dem späten 19. Jahrhundert, das vor rund zwei Jahren bei Newcomb Hollow Beach entdeckt wurde. Solche Schiffe dienten meist in der Küstenschifffahrt zum Kohle- oder Holztransport. Zwischen 1850 und 1980 sanken über 3500 Schiffe in den umliegenden Gewässern, die meisten im späten 19. Jahrhundert. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachterbergung scheitert an Schleppermangel
(18.11.10) Der irische Frachter "Arklow Raider", der bei stürmischen Winden beim Auslaufen aus Drogheda, County Louth, strandete, sitzt weiterhin fest. Die Hoffnung, dass das Schiff mit der Morgenflut des 17.11. freigeschleppt werden könnte, zerschlug sich mangels eines Schleppers mit ausreichender Kapazität. Nun ruhte die Hoffnung auf der Flut des Folgetages, mit der das Schiff aus eigener Kraft versuchen sollte. Die Besatzung des nach Swansea in Wales bestimmten Frachters war nicht in Gefahr. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht auf Tamaki-River geborgen
(18.11.10) In der Mündung des Tamaki River lief am 13.11. das 62 Fuß lange Motorboot "Toria", eine Salthouse-Luxusyacht, auf der Fahrt zur Half Moon Marina gegen 22 Uhr auf Grund und sank am Bucklands Beach unweit der Wharf Road. Die dreiköpfige Crew konnte sich retten. Sie war zuvor vom Kurs abgekommen. Am folgenden Morgen wurde das Wrack mithilfe von Schleppern, einer Barge und einem Kran vor den Augen hunderter Schaulustiger wieder an die Wasseroberfläche geholt. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Leck der "Ocean Life"
(18.11.10) Das maltesische Fahrgastschiff "Ocean Life", 12811 BRZ (IMO-Nr.: 7625809), ging nach dem Wassereinbruch am Morgen des 15.11. an den Liegeplatz IV der Western India Shipyard im Hafen von Mormugao. Dort versuchten Arbeiter die Ursache der Leckage, die das Schiff drei Grad Schlagseite hatte entwickeln lassen, zu finden. Auch das Mercantile Marine Department und die DG Shipping nahmen an der Untersuchung teil. Zuvor hatten Marinetaucher und Personal der Coastguard den Rumpf am 16.11. inspiziert. Das Schiff war auf der ersten Reise von Goa nach Mumbai nach dem Auslaufen aus Mormugao mit 250 Passagieren an Bord leckgeschlagen, und eine Reihe von Kabinen waren überflutet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Letztes Öl der "Torrey Canyon" soll bis Jahresende abgebaut sein
(18.11.10) Ein Steinbruch in Guernsey, in dem bis zum heutigen Tage Ölreste des Tankers "Torrey Canyon" gelagert werden, könnte bis Jahresende gereinigt sein. Bei den Sanierungsarbeiten gelang es, das Öl in Karbondioxid und Wasser aufzuspalten. Der Fortgang dieses Prozesses hängt vom Wetter ab. Das Öl war in den Steinbruch in Vale abgekippt worden, nachdem die 297 Meter lange "Torrey Canyon" am 18.3.1967 mit 100000 Tonnen Rohöl auf dem Pollard's Rock gestrandet und zerbrochen war. Die Ölpest hatte die englische Südwestküste von Hartland Point in North Devon, die Kanalinseln und die Normandie verseucht. Quelle: Tim Schwabedissen



Pearl of Scandinavia   Großbild klick!
Wieder Feuer auf DFDS-Fähre
(17.11.10) Auf dem Weg von Oslo nach Kopenhagen ist 2,5 Meilen nordwestlich von Kullens Fyr an Bord der dänischen Fähre "Pearl of Scandinavia", 40039 BRZ, am Morgen des 17.11. um 6.22 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff der Reederei DFDS stand bei Ausbruch des Feuers gegen 6 Uhr nördlich der dänischen Insel Seeland.
Offenbar hatte ein Lkw Feuer gefangen, und die Flammen hatten auf zwei Pkw auf dem Autodeck des Schiffes übergegriffen. Insgesamt hatte die Fähre 23 Autos und einen Bus an Bord. Es kam zu einer starken Rauchentwicklung, der Geruch von verbranntem Gummi war in den Gängen wahrzunehmen. Die 490 Passagiere wurden geweckt und auf Sammelplätze auf Deck 7 im Achterschiffsbereich der Fähre geleitet. Sie waren ruhig und warteten in den Bordrestaurants die weitere Entwicklung ab. Eine Evakuierung im nächstgelegenen Hafen von Höganäs, wie zunächst erwogen, war aber nicht notwendig. Dies wäre dort auch kompliziert geworden, da der Hafen nicht über hinreichende Kapazitäten zur Aufnahme so vieler Passagiere verfügt.
Die 161-köpfige Besatzung konnte das Feuer mit Bordmitteln löschen. Die Löschtrupps gingen unter schwerem Atemschutz gegen das Feuer vor und hatte es um 7.40 Uhr unter Kontrolle. Eine sechsköpfige, speziell ausgebildete Falck-Feuerwehrlöschtruppe aus Ballerup kam nicht mehr zum Einsatz. Danach wurde das Wagendeck ventiliert und eine abschließende Kontrolle durchgeführt. Die schwedischen Küstenwachboote "KBV 001", die die Leitung des Rettungseinsatzes übernahm, die "KBV 201", zwei Rettungsboote aus Torekov und Höganäs, ein dänisches Fischereischutzschiff, ein Lotsenboot und drei Helikopter waren ebenfalls vor Ort. Ein schwedisches Spezialteam zum Einsatz in verrauchten Räumen wurde gegen acht Uhr aus der Luft an Bord abgesetzt. Die beiden Küstenwachboote eskortierten den Havaristen, der um 8.30 Uhr wieder 11 Knoten Fahrt aufnahm, nach Abschluss der Löscharbeiten nach Kopenhagen, wo er im Laufe des Vormittags gegen 11 Uhr erwartet wurde.
Die "Pearl of Scandinavia" wurde als "Athena" am 18.4.1989 an die Rederi AB Slite abgeliefert und ging für die Viking Line in den Liniendienst zwischen Stockholm - Mariehamn Kreuzfahrt. Am 15.5.1989 brach ein einer Kabine auf Deck 9 ein Feuer aus, die Reparatur dauerte mehrere Wochen. 1993 wechselte das Schiff auf die Linie Stockholm-Riga. Am 25.4.1993 kam es erneut zu einem Brand, betroffen waren ein Mülleimer und eine Sauna. Nach dem Konkurs der AB Slite ging die Fähre am 23.9. bei einer Auktion für 85 Millionen Dollar an die North Lake Ltd, Malaysia. Unter Panama Flagge kam sie am 24.9. als "Star Aquarius" in Fahrt.
Im Dezember erfolgte ein Namenswechsel in "Lahgkapuri Star Aquarius" nach einem Umbau zum Kreuzfahrer. Am 11.1.2001 erwarb die DFDS A / S, Kopenhagen, das Schiff und dockte es am 17.4. bei Blohm & Voss in Hamburg, wo es erneut umgerüstet und "Pearl of Scandinavia" benannt wurde für den Verkehr auf der Linie Kopenhagen - Helsingborg - Oslo. Am 27.12. erlitt es im Oslo-Fjord einen Black Out und trieb eine Stunde ohne Energie in der Meerenge. Nach einer Reparatur in Kopenhagen ging es am 11.1.2002 zurück in den Dienst.
Das Schiff ist 176,6 Meter lang, 29 Meter breit und hat 6,1 Meter Tiefgang bei einer Tragfähigkeit von 3523 Tonnen. Es ist für 2166 Passagiere und 350 Pkw zugelassen.
Derweil wurde bekannt, dass die weiterhin in Odense liegende, ausgebrannte DFDS-Fähre "Lisco Gloria" am 22.11. in ein Dock geschleppt werden soll. Die Entladearbeiten gehen gut voran. Quelle: Tim Schwabedissen



"Fairplay 22" gehoben und beschlagnahmt
(17.11.10) Am Moregen des 16.11. ging die Bergung des am Vorabend bis knapp über Peildeckshohe angehobenen Schleppers "Fairplay 22" weiter. Um 14.15 Uhr wurde damit begonnen, das Schiff weiter anzuheben, und gegen 14.45 Uhr war der Rumpf so weit aus dem Wasser gekommen, dass mit dem Lenzen von Maschinenraum und den unter dem Hauptdeck liegenden Quartieren begonnen werden konnte. Der Schlepper "Smit Beluga" ging an Steuerbordseite längsseits. Mittlerweile wurden die erheblichen Schäden an den Aufbauten sichtbar, der Mast lag umgeknickt auf dem Ruderhaus. Das Wrack wurde durch die Seehafenpolizei Rotterdam-Rijnmond für die weiteren Untersuchungen beschlagnahmt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision im Nebel vor Terneuzen
(17.11.10) Auf dem Gent - Terneuzen Kanal sind zwei Schiffe am 16.11. in dichtem Nebel kollidiert. Dabei gab es erheblichen Sachschaden. Um 12.20 Uh war ein von Gent in Richtung Westerschelde laufendes, russisches Handelsschiff zwischen Sluiskil und der Schleuse von Terneuzen mit dem Bug in die Steuerbordseite eines unter Bahamas-Flagge laufenden Frachters gelaufen. Das andere Schiff kam gerade aus der Schleuse und wollte in den Zevenaarhaven einlaufen, in dem es nach der Kollision auch festmachte, wo der entstandene Schaden untersucht wurde. Der leichter beschädigte Russe ging vor Vlissingen auf Reede vor Anker. Vermutlich war ein Kommunikationsproblem der beteiligten Lotsen mit für den Unfall verantwortlich. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter vor Drogheda gestrandet
(17.11.10) Der irische Frachter "Arklow Raider" 2999 BRZ (IMO-Nr.: 9344540) lief auf der Fahrt nach Swansea, wo er am 17.11. gegen 15 Uhr erwartet wurde, beim Verlassen das Hafens von Drogheda, County Lough, am 16.11. auf Grund. Das mit sieben Mann besetzte Schiff hatte eine Ladung Zement an Bord. Bei Hochwasser sollte versucht werden, den Havaristen wieder flottzubekommen. Die Havarie ereignete sich bei stürmischem Südwestwind. Quelle: Tim Schwabedissen



Gerammte Rheinbrücke wieder freigegeben
(17.11.10) Beim Rammstoß des 30 Meter langen Schubers "Gebr. Grieshaber" (EU-Nr.: 04003270), der 1969 in Rheinbrohl erbauten ehemaligen "Lehnkering 15", am 16.11. wurde die Wartungsvorrichtung an der Rheinbrücke Maxau nicht so stark beschädigt wie zunächst befürchtet. Gutachter stellten im Laufe des Tages fest, dass die Stand- und Verkehrssicherheit der Brücke durch den Anprall nicht beeinträchtigt wurde. Daraufhin wurde die gesperrte Fahrspur von Baden-Württemberg in Richtung Rheinland-Pfalz am Mittag wieder freigegeben. Der Fahrstreifen war vorsichtshalber gesperrt worden, da dieser von schweren Lastwagen befahren wird und zudem nahe der Unfallstelle verläuft. Das Regierungspräsidium bezifferte den Schaden an der Brücke auf rund 100.000 Euro. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" fällt zwei Monate aus
(17.11.10) Die "Carnival Splendor" wird nach dem Feuer in Generator 5 bis zum 16.1. ausfallen. Carnival Cruise Lines sagten die kommenden neun Kreuzfahrten ab, darunter die wöchentlichen Trips in die mexikanische Riviera. 20000 Urlauber sind von diesem Ausfall betroffen. Am 16.1. soll die erste Fahrt nach der Reparatur in Long Beach beginnen. Am 18.11. sollen Schlepper den Havaristen binnen drei Stunden 2,5 Meilen vom Kreuzfahrtterminal B, wo er in San Diego derzeit liegt, zum Tenth Avenue Marine Terminal verholen, der sich für die Reparatur besser eignet. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre auf der Fahrt nach Mumbai havariert
(17.11.10) Ein Fahrgastschiff erlitt in der Nacht zum 15.11. auf der Fahrt von Goa nach Mumbai/Bombay auf seiner ersten Fahrt Wassereinbruch. Die Havarie ereignete sich 90 Minuten nach dem Verlassen von Mormugao mit 250 Passagieren. Gegen 22 Uhr war das Schiff aus Goa ausgelaufen. Um 23.45 Uhr entwickelte das Schiff Schlagseite, Wasser lief in einige Kabinen. Zu dieser Zeit befand es sich 30 Meilen vor der Küste. Der Kapitän entschied, nach Goa zurückzukehren. Von dort wurde ein Schlepper entgegen geschickt, um den Havaristen sicher in den Hafen zu bringen, wo er gegen vier Uhr morgens festmachte. Die Passagiere wurden in ein Hotel am Vainguinim Beach gebracht. Die meisten machten sich von dort am 16.11. per Bus auf die WEiterreise nach Mumbai. Quelle: Tim Schwabedissen



Unbekannter Frachter versenkte Kutter
(17.11.10) Ein philippinischer Kutter wurde am 16.11. vor Concepcion in der Iloilo Provinz von einem unbekannten Frachter mit der erkennbaren Aufschrift Cebu gerammt. Das Unglück ereignete sich um 1.15 Uhr zwischen Danao Danao und Baliguian Island. Der Kutter, der am Bug beschädigt wurde, kenterte. Die sechsköpfige Crew schwamm vom sinkenden Schiff fort, bis sie von einem anderen Kutter gerettet wurde. Die Identität des Kollisionsgegners war noch nicht ermittelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote und fünf Vermisste nach Kutterbrand
(17.11.10) Der Kutter "Chang Shun Fa", 165 BRZ, aus Wanli, Taipei County, ging am 15.11. gegen 17 Uhr vor den Matsu Islandsin Flammen auf. Drei Mann kamen ums Leben, nach fünf weiteren lief eine Suche. Die Toten waren bis zum 16.11. gegen 16 Uhr vor Dongyin Islet entdeckt worden. Bei einem von ihnen handelte es sich um den Kapitän. Bei den Vermissten handelt es sich um drei Taiwanesen, vier Chinesen und einen Indonesier. Nachdem ein Mitglied der Wanli Fishermen's Association über Mobiltelefon einen Notruf des Kutters erhalten hatte, alarmierte er die Coastguard der Matsu Islands. Diese schickte zwei Rettungsschiffe zu der Unglücksposition 20 Meilen nordöstlich von Dongyin. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter stand im Dock in Flammen
(17.11.10) Der Krabbenkutter "Flying Cloud" geriet am Morgen des 16.11. gegen ein Uhr in Thunderbolt in Brand. Als das Thunderbolt Fire Department vor Ort eintraf, stand das Schiff vollkommen in Flammen. Da es in einem Trockendock lag, konnten die Wehrmänner gut gegen die Flammen in Maschinenraum, Kajüte und Bilge vorgehen und hatten sie rasch niedergekämpft. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Bootsunglück auf Lake Chilwa
(17.11.10) Bei dem Kentern eines Fährbootes auf dem Lake Chilwa in Malawi kamen drei Menschen ums Leben. Das Boot, das mit rund 50 Menschen an Bord von Kachulu Beach nach Chisi Island und Sombi Beach unterwegs war, verunglückte in der Nacht zum 15.11. unweit von Zomba auf dem zweitgrößten See von Malawi. 44 Menschen wurden gerettet. Der Skipper des Bootes wurde verhaftet. Das Boot war überladen und der 20-jährige Skipper zu unerfahren. Es hatte neben den Fahrgästen auch Holz, 20 Wasserbehälter, Softdrinks und Reisesäcke an Bord gehabt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre lief vor Vassiliki auf Grund
(17.11.10) Am Morgen des 17.11. lief die maltesische Fähre "Colossus", 21967 BRZ (IMO-Nr.: 8613073) auf Felsen in der Bucht von Vassiliki auf Lefkada auf Grund. Das Schiff kam von Korinth und war unterwegs nach Ancona. An Bord waren eine 20-köpfige Crew, 58 Lkw sowie 10 Lkw-Fahrer. Bei der Strandung entstand ein kleiner Riss in den Tanks. Ein Schlepper wurde aus Patras gerufen. Er hatte Taucher an Bord, die das Ausmaß des Schadens am Rumpf untersuchen sollten. Außerdem wurde ein Ölbekämpfungsschiff aus Skaramangas in Marsch gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkungstermin für USS Kittiwake steht
(17.11.10) Nach mehr als siebenjähriger Planung und mehreren Verzögerungen steht jetzt der 5.12. als Termin für die Versenkung von USS "Kittiwake", 2200 ts, in den Gewässern von Grand Cayman fest. Das ausgediente, 251 Fuß lange Marineschiff soll als künstliches Riff zu einer neuen Taucherattraktion werden. Es hat der United States Maritime Administration (US MARAD) nach der Indienststellung 1945 über 50 Jahre gedient und wird jetzt von seinem Liegeplatz in der James River Reserve Fleet in Virginia, zu den Cayman Islands gezogen, wo sie am 29.11. erwartet wird und dann ihre letzte Ruhestätte vor dem Seven Mile Beach finden wird.
Bereits im Juli dieses Jahres hatte es auf die letzte Reise gehen sollen, doch Schleppprobleme nur zwei Wochen vor dem Termin machten den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung. Seit letztem Jahr arbeiteten das Ministry and Department of Tourism, CITA und das Kittiwake Project in einer Public-Private-Partnership gemeinsam an dem Plan, und das Ministerium sicherte die Operation finanziell ab. Nun wird das Scihff rechtzeitig zum Start der Wintersaison 2010/11 die Touristen locken können und den Cayman Islands ihren Platz in der vordersten Reihe des Tauchtourismus sichern. Die "Kittiwake" wird sich auf dem Meeresgrund zur "Captain Keith Tibbetts", einer Fregatte, die 1996 vor Cayman Brac versenkt wurde, gesellen. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter zum zweiten Mal binnen zwei Wochen im Sturm havariert
(17.11.10) Der britische Frachter "Red Duchess'", 1285 BRZ (IMO-Nr.: 6919851) verlor am 17.11. gegen ein Uhr in stürmischer See drei Meilen südlich von Carnsore Point im County Wexford einen Teil seiner aus Baumstämmen bestehenden Decksladung. Das Schiff setzte ungeachtet dessen seine Reise zum Zielhafen Youghal fort. Bereits vor zwei Wochen war das Schiff in Seenot geraten, als am 2.11. vor Rum die Maschine auf der Reise von Londonderry nach Lewis ausfiel und es im Sturm zu stranden drohte. Der Küstenwachschlepper "Anglian Prince" brachte den Havaristen in 20-stündigerFahrt nach Stornoway ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennender koreanischer Trawler   Großbild klick!
Schiffsbrand verpatzt Start der Kreuzfahrtsaison in Montevideo
(12.11.10) Auf einem koreanischen Trawler brach am 14.11. im Hafen von Montevideo ein Feuer aus, das am Morgen des 15.11. immer noch wütete und eine Absage des offiziellen Starts der Kreuzfahrtsaison in Uruguay erzwang. Zwar wurden alle 38 Mann Besatzung gerettet, doch das Schiff war voll mit Treibstoff und Ammoniak für die Kühleinrichtungen. Sieben Stunden lang hatte die Feuerwehr aufopferungsvoll sowohl von Landseite aus wie auch von Bord eines Schleppers vergeblich versucht, das Feuer niederzukämpfen. Deswegen entschieden die Hafenbehörden gemeinsam mit der Feuerwehr, das qualmende Schiff in die Bucht hinaus zu schleppen.
Hier lag der Trawler, in Fallem stehend. Wegen der Intensität des Feuers wurde entschieden, die Zeremonie, die am Morgen des 15.11. hätte stattfinden sollen, abzusagen. Das Kreuzfahrtschiff "Silver Whisper" wurde wegen der Gefahr der Entstehung giftiger Gase mitten in der Nacht verholt, und die für den 15.11. avisierte "Veendam" wurde nach Buenos Aires weiter geleitet. Bereits in der vergangenen Woche war ein unter Uruguay-Flagge laufendes Schiff wegen eines Feuers zum Totalverlust geworden. Dieses Schicksal wird wohl auch dem nun ausbrennenden Trawler zuteil werden. Quelle: Tim Schwabedissen



"Fairplay 22" endlich gedreht
(16.11.10) Den Bergern von Smit gelang es am 15.11. gegen 18 Uhr nach eineinhalbstündiger Arbeit, das Wrack des vor Hoek van Holland gekenterten Schleppers "Fairplay 22" doch aufzurichten. Danach hing das Schiff, nur mit dem Oberteil des Ruderhauses und den Topps der beiden Schornsteine über Wasser, in den Schlingen des Schwimmkrans "Taklift 7". Im Laufe des 16.11. wurde begonnen, das Schiff langsam so weit anzuheben, dass es bis auf Deckshöhe aus dem Wasser kommt und dann ausgepumpt werden kann. Bereits zuvor waren die Bordcomputer geborgen worden, deren Daten nun im holländischen forensischen Instituts ausgelesen werden. Die Fairplay-Reederei hat bis zum Abschluss der Untersuchungen keinen Einfluss auf den weiteren Ablauf des Geschehens, in dessen Verlauf das Wrack nach seiner Hebung für weitere Untersuchungen in ein Dock kommt.Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger rettete sich auf Insel
(16.11.10) Ein Mann kam ums Leben, ein zweiter wurde gerettet, nachdem der Hummerkutter "Jacquelyn Ann" am 14.11. gegen 14 Uhr im Hypocrite Canal kenterte. Das Boot hatte den Wessaguesset Yacht Club in Weymouth am 13.11. gegen Mittag verlassen, um Hummerkörbe am Hull Gut aufzunehmen, und die Coast Guard wurde erst am 15.11. um 1.20 Uhr verständigt, dass es überfällig war, weil die Angehörigen den Kutter nicht vor Mitternacht zurück erwartet hatten. Ein Hubschrauber der Coast Guard entdeckte einen der beiden Vermissten um 5.52 Uhr auf Little Brewster Island. Hier hatte er sich an einem Feuer wärmen wollen, dessen Schein zufällig entdeckt wurde. er wurde mit Unterkühlungen ins Massachusetts General Hospital gebracht. Gegen acht Uhr entdeckte ein Hubschrauber den zweiten Mann, seinen Bruder, leblos im Wasser treibend. Er wurde zur Coast Guard Station Point Allerton geflogen, war aber tot. Teile der "Jacquelyn Ann" trieben am 15.11. an der rauen Küste von Hull an. Der Überlebende sagte inzwischen aus, dass ihr Boot in 6-7 Fuß hohen Wellen gekentert war, und die beiden Brüder sich zuletzt im Wasser treibend sahen. Der eine schaffte es dann, schwimmend Brewster Island zu erreichen. Quelle: Tim Schwabedissen



Gefahrentonne vor Fehmarn ausgelegt
(16.11.10) Das Seezeichenmotorschiff "Sturmmöwe" hat zur Sicherung der Wrackposition des inzwischen vollständig gesunkenen Maasholmer Kutters "Möwe" am 15.11. eine Gefahrentonne ausgelegt. Wann die Bergung des Wracks der "Möwe" erfolgt, war noch unklar. Am 14.11. geriet die "Möwe" nach einem Motorschaden bei bis zu zehn Windstärken und vier Meter hohen Wellen in Seenot. Der Rettungskreuzer "John T. Essberger" versuchte, ihn abzuschleppen. Dabei legte er sich auf die Seite, und der Skipper konnte sich gerade noch an der Bordwand festklammern. Er wurde gerettet und ist inzwischen wieder wohlauf. Quelle: Tim Schwabedissen



Rheinbrücke nach Rammstoß teilweise gesperrt
(16.11.10) Ein Schubverband mit einem Baggerschiff rammte am Nachmittag des 15.11. die Rheinbrücke bei Wörth. Der Unfall ereignete sich gegen 15. 30 Uhr. Das Baggerschiff war mit zwei Ankerstreben an die Brücke gefahren. Diese Stahlpfosten werden während der Baggerarbeiten in das Flussbett gerammt, damit das Schiff ruhig in der Strömung liegt. Während der Fahrt müssen sie hochgezogen werden und ragen dann an die acht Meter nach oben. Für die Durchfahrt unter der Brücke mussten sie ein Stück heruntergelassen werden, wobei dem Kapitän wohl eine Fehleinschätzung unterlief.
Die beiden vorderen Ankerstreben passten noch unter die Brücke, die beiden achteren hingegen nicht mehr. Durch die Kollision wurde an der Brücke vor allem eine Trägerschiene beschädigt, an der eine Arbeitsbühne für Inspektionen der Brückenunterseite hängt. Die Schiene dürfte den größten Teil der Stoßkraft aufgefangen haben. Von außen waren an den Streben, Stützen und Stahlblechen keine Schäden zu erkennen.
Zwei Experten des Regierungspräsidiums Karlsruhe inspizierten die Brücke vom Boot der Wasserschutzpolizei Germersheim aus. Allerdings war eine Stelle vom Boot aus nicht einsehbar, die am 16.11. bei Tageslicht nochmals in Augenschein genommen werden sollte. Außerdem sollte dann der hohle Stahlkasten von innen untersucht werden, auf dem die beiden mittleren Fahrbahnen liegen.
Bis zum Abschluss dieser Untersuchungen wurde die rechte Spur Richtung Pfalz gesperrt. Den Schaden an der Brücke schätzen die Experten auf knapp 100.000 Euro. Für die Reparatur der Trägerschiene wird ebenfalls eine Spur gesperrt werden müssen. Das Baggerschiff wurde beim Aufprall auf die Brücke nicht beschädigt. Die Ankerstreben ließen sich bei anschließenden Kontrollen auch ohne Probleme herunterfahren. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter auf der Elbe gestrandet
(16.11.10) Am späten Nachmittag des 15.11. lief der unter Bahamas-Flagge registrierte Containerfrachter "Hamra", 6714 BRZ (IMO-Nr.: 9252034), auf der Elbe auf Grund. Das mit 15 Mann besetzte Schiff hatte zuvor einen Maschinenausfall erlitten und kam dann bei Teufelsbrück fest. Zwei Schlepper befreiten den Havaristen, der gegen 17 Uhr an Schuppen 59-60 vertäut wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Kapitän in allzu schneller Fahrt nach Travemünde unterwegs
(16.11.10) Ein 55-jähriger Kapitän nahm am Abend des 13.11. volltrunken mit seiner 151 Meter langen RoRo-Fähre "Global Freighter", 13145 BRZ (IMO-Nr.: 7528568), Kurs auf Lübeck-Travemünde. Der finnische Kapitän hatte laut Wasserschutzpolizei 2,87 Promille.
Ein Lotse und der Erste Offizier der "Global Freighter" sorgten für ein unfallfreies Anlegen am Skandinavienkai. Immer hatte die Verkehrszentrale versucht, mit dem Kapitän der finnischen Fähre Kontakt aufzunehmen. Auf dem Radar war klar zu erkennen, dass die "Global Freighter" viel zu schnell unterwegs war.
Eigentlich sollte das aus Helsinki kommende Schiff, das hauptsächlich mit Trailern beladen war, an der Ansteuerungstonne unweit der Travemündung einen Lotsen an Bord nehmen. Wegen der hohen Geschwindigkeit der Fähre war das aber nicht möglich.
Erst nach mehrfacher Sprechfunk-Aufforderung antwortete der Kapitän der Verkehrszentrale, reduzierte das Tempo und nahm einen Lotsen an Bord. Dieser merkte gleich, dass auf der Brücke etwas nicht stimmte. Der Kapitän hat tezu viel getrunken. Umgehend wurde entschieden, dass der Erste Offizier die Verantwortung zu übernehmen und das Anlegemanöver am Skandinavienkai zu fahren hatte.
Gleich nach Ankunft am Anleger gingen Beamte der Wasserschutzpolizei an Bord. Der Kapitän musste sich einem Atemalkoholtest unterziehen. Angesichts des erstaunlich hohen Wertes von 2,87 Promille ordnete die Polizei eine Blutprobe an und setzte eine Sicherheitsleistung von 6500 Euro fest. Da das Schiff aber nicht mehr ausreichend besetzt war, wurde zudem ein Auslaufverbot verhängt. Die Reederei Powerline zog umgehend die Konsequenzen. Der betrunkene Kapitän, der rein rechtlich nach seiner Ausnüchterung wieder hätte fahren dürfen, wurde abberufen und flog am 14.11. in seine Heimat zurück, der Ersatzkapitän wurde am 16.11. in Lübeck erwartet.
Geplant war, dass das Schiff am Abend wieder ausläuft. Ob der Kapitän aber auch Sanktionen durch das Seeamt zu befürchten hat, wie zum Beispiel ein Fahrverbot, ist fraglich. Denn dieses schreitet in der Regel erst dann ein, wenn ein Unfall passiert ist oder der Schiffsverkehr nachweislich gefährdet wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Milwaukee" soll historische Stätte werden
(16.11.10) Als am 22.10.1929 die Fähre SS "Milwaukee" in einen schweren Sturm geraten war und einen Wassereinbruch erlitten hatte, gegen den die Lenzpumpen nicht mehr ankamen, schrieb der Zahlmeister eine Nachricht und steckte sie in eine wasserdichte Tasche: "The ship is taking on water fast. We have turned around and headed for Milwaukee. Pumps are working but the sea gate is bent and won't keep water out. (Crew compartment) is flooded. Seas are tremendous. Things look bad."
Als diese Nachricht gefunden wurde, waren er und viele seiner rund 50 Crewkameraden in der Tat bereits tot. Nur wenige überlebten den Untergang der 338 Fuß langen Fähre auf dem Lake Michigan, die mit ihrer Ladung von Eisenbahnwaggons, Badewannen, Autos, Holz, Getreide, Salz und anderer Nahrung dem Sturm zum Opfer fiel. Vier Mann wurden Tage später tot in einem Rettungsboot entdeckt.
Heute ist das in 90 bis 120 Fuß Wassertiefe drei Meilen nordöstlich von Atwater Beach liegende Wrack ein populärer Tauchspot. Im kommenden Sommer sollen Unterwasserarchäologen das Schiff untersuchen und dokumentieren. Diesen Monat hat die Regierung der Wisconsin Historical Society die dafür notwendigen Gelder in Höhe von 170000 Dollar aus dem Fond Federal Highway Administration Transportation Enhancement bewilligt. Neben der "Milwaukee" werden noch vier weitere historisch bedeutsame Wracks nahe Milwaukee, Manitowoc, Kewaunee und der Sturgeon Bay untersucht. Mit den Resultaten werden die Wracks für die Aufnahme in das National Register of Historic Places nominiert, die ihnen weitern Schutz geben soll.
Bojen werden an allen Wrackpositionen ausgelegt, an denen Tauchschiffe festmachen können, ohne die gesunkenen Schiffe dabei durch Anker zu gefährden. Neben S.S. "Milwaukee" werden der Selbstlader "EMBA", der 1932 sechs Meilen nordöstlich des Haupthafens von Milwaukee versenkt wurde, die "Floretta", ein 1885 vor Manitowoc mit Eisenerz gesunkener Schoner, die "America´", ein Dreimastsegler, der 1880 nahe Kewaunee unterging, sowie die "Lakeland", ein Dampfer, der 1924 mit einer Ladung Neuwagen vor der Sturgeon Bay scheiterte, untersucht.
Zu den beliebtesten Stellen der "Milwaukee" gehört das Ruderhaus, das unweit des Schiffskörpers auf Grund liegt, sowie ein zerbrochenes Tor, das zum Untergang beigetragen haben könnte. Ins Schiffsinnere mit seiner Fracht vorzudringen, wird zusehends schwieriger, weil das Schiff auseinanderzubrechen beginnt. So sind von zwei bis vor wenigen Jahren intakten Autos aus den 1920er Jahren jetzt nur noch Trümmer übrig, seit die Decks und der Schiffsboden zu kollabieren begann. Quelle: Tim Schwabedissen



Wracks in Sydney legen Zeugnis von vergangenen Zeiten ab
(16.11.10) Nur wenige Menschen wissen, was es mit den zahlreichen Bargen und mindestens fünf Schiffswracks auf sich hat, die im Schlamm von Sydneys Homebush Bay langsam verrotten und überwuchert werden. Es handelt sich um die letzten Zeugnisse von dem, was einst die größte Abwrackwerft des Hafens war. 1966 hatte das damalige Maritime Services Board einen Teil der Bucht an Firmen geleast, die dort Schiffe festmachen konnten, bevor sie auf einem Slip zerlegt wurden.

Als dieser Industriezweig eine Dekade später sich seinem Ende zuneigte, wurde die Werft geschlossen. Die Schiffe, die dort, bereits aufs Abwracken wartend, nicht statt dessen auf See hinaus geschleppt und dort versenkt werden konnten, blieben sich selbst überlassen. Sie stellen sich heute teilweise als gewaltige stählerne Pflanztöpfe für die wuchernden Mangroven dar. Zu ihnen zählen u.a. HMAS "Karangi", ein Sperrschiff, das im 2. Weltkrieg in Darwin stationiert war und dort die a japanischen Attacken 1942 und 1943 überstand, oder auch der Schlepper SS "Heroic", der in beiden Weltkriegen im Einsatz war und der britischen Marine unterstellt war, wobei er bei der Rettung des Frachters "Allara" mitwirkte, nachdem dieser im 2. Weltkrieg vor Sydney torpediert worden war.
Auf der gegenüber liegenden Seite der Bucht liegt das größte Wrack, der 70 Meter lange Dampfer "Ayrfield" der Kohle von Sydney nach Newcastle transportierte und auch im 2. Weltkrieg aktiv war. Somit stellen diese alten Schiffe, die nicht nur Kriege, sondern auch ihren Abwracker überlebten, heute auch historische Relikte dar. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter wegen Überladung in Suez gesunken
(16.11.10) In der Nacht zum 14.11. sank der unter moldawischer Flagge laufende Frachter "Maryam" 1262 BRZ (IMO-Nr.: 6611784), von Jeddah kommend in Port Tawfiq in Suez. Die Crew konnte sich unter Zurücklassung ihrer Habe rechtzeitig an Land retten. Der Schaden wurde vorläufig auf rund 750,000 US-Dollar geschätzt. Das Schiff hatte, nachdem es aus dem Sudan gekommen war, am 6.11. an der Mittelpier von Port Tawfiq festgemacht, um eine Ladung Bitumen aufzunehmen. Nachdem 1600 Tonnen geladen waren, kenterte der Frachter wohl wegen Überladung. Die Bitumentonnen trieben nach dem Untergang an der Wasseroberfläche. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Segler nach Rettung aus Seenot wieder in Sydney eingetroffen
(16.11.10) Die beiden Segler aus Sydney, die 18 Stunden auf ihrer sinkenden 13-Meter-Yacht "Barakee" ausharren mussten, ehe sie gerettet wurden, trafen am 15.11. in Sydney ein, wo sie in Balmain um 21.15 Uhr vom Polizeiboot "Falcon" abgesetzt wurden. Ihr Boot hatten sie in sinkendem Zustand 170 Meilen vor Wollongong um 9.45 Uhr aufgegeben, 18 Stunden nach Eintritt der Notlage am 14.11. Zunächst war die Ruderanlage ausgefallen, und um 15.15 Uhr wurde das EPIRB aktiviert.
Ein SAR-Flugzeug aus Brisbane erreichte die Yacht um 17 Uhr. Die vierköpfige Crew der "Falcon" vermochte die beiden Segler dann unter schwierigen Umständen zu retten, nachdem gegen vier Uhr ein Wassereinbruch die Lage verschlimmert hatte. Nachdem um 8.15 Uhr ein weiterer Notruf ausgestrahlt worden war, traf 50 Minuten darauf die "Falcon" ein, deren Crew es schaffte, das Paar in vier Meter hohen Wellen mit einem Schlauchboot zu übernehmen. Die beiden waren erfahrene Segler und zum achten Mal nach Fiji unterwegs. Damit ist es nach Aussage der Geretteten nun vorbei. Quelle: Tim Schwabedissen



Odyssey identifiziert Wrack aus dem 18. Jahrhundert vor Plymouth
(16.11.10) 60 Meilen vor der Küste von Devon wurde das französische Korsarenschiff "La Marquise de Tourny", das mit seinen 25 Kanonen im 18. Jahrhundert zum Schrecken englischer Handelsschiffe wurde, auf dem Meeresgrund entdeckt. Der 460-Tonner aus Bordeaux verschwand in den 1750ern und war seitdem verschollen. Doch die Marinearchäologen der Firma Odyssey haben das Wrack nun 100 Kilometer südöstlich von Plymouth im Englischen Kanal ausfindig gemacht. Es konnte durch den Fund der Schiffsglocke mit dem Namen des Schiffes auf Latein und dem Datum seines Stapellaufs 1744 identifiziert werden.
Es wurde durch die Netze von Trawlern schwer beschädigt, doch fanden sich an der Untergangsstelle immer noch die 25 bis zu 3,2 Meter langen Eisenkanonen. Historiker nehmen an, dass das Schiff für den Einsatz im Kolonialkrieg zwischen England, Spanien und Frankreich 1739 - 1748 erbaut wurde, um den Handel zwischen der Karibik, Amerika und Europa zu kontrollieren. Der Fund legt Zeugnis ab über Handel und Kriegsführung in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Odyssey darf den Fund untersuchen und bezeichnete ihn bereits als einen ihrer bedeutendsten im Englischen Kanal. Quelle: Tim Schwabedissen



Mindestens 10 Tote bei Bootsunglück in Mosambik
(16.11.10 Mindestens 10 Menschen ertranken am Morgen des 13.11., als vor Chiloane Island, in der zentralmosambikanischen Provinz Sofala.die "Nossa Senhora de Fatima" sank. Das Schiff der katholischen Kirche war mit 38 Passagieren auf dem Mozambique Channel nach Beira unterwegs, als es unterging. Mindestens vier Menschen wurden noch vermisst, sodass sich die Anzahl der Opfer noch erhöhen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehr Hebesäcke für "Apollo S"
(16.11.10) Am 16.11. soll der Thunfischfänger "Apollo S" nach anfänglichen Schwierigkeiten wohl endgültig an die Wasseroberfläche in Port Lincoln gebracht werden. Die Hebung hatte unterbrochen werden müssen, nachdem sich das auf der Seite liegende Schiff an Hebeballons bereits einen Meter gehoben hatte, dann aber nicht mehr voran kam. Deswegen wurde das Wrack wieder auf den Hafengrund zurückgelassen, damit weitere Hebesäcke angebracht werden konnten. Danach soll die Bergungsfirma Svitzer Salvage den Trawler in flacheres Wasser ziehen, wo das Wrack zerlegt werden soll. Das gerade überholte Schiff war am 8.10. von dem Bulkcarrier "Grand Rodosi" gerammt und versenkt worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter gekentert   Großbild klick!
Kutter gerammt - Skipper glaubte an Erdbeben
(15.11.10) In der Nacht zum 15.11. rammte der 62 Meter lange Fischtransporter "Øystrand", 1226 BRZ (IMO-Nr.: 9443994), aus Bømlo in Leirvik beim Auslaufen einen 50 Fuß langen Kutter. Dieser wurde auf eine Schwimmpier gedrückt und kenterte. An Bord befanden sich der Eigner sowie der Bordhund. Der Skipper dachte, es sei ein Erdbeben, als er erwachte, dann sah er über die Videoüberwachung des Maschinenraums große Wassermengen einbrechen.
Mann und Hund wurden von der Polizei rechtzeitig gerettet, ehe sich das Schiff mit 45 Grad Steuerbordseite auf Grund legte. Der Eigner hatte den 60 Jahre alten Krabbenkutter erst im Sommer in Porsgrunn erworben. Sie wurden in einem Hotel untergebracht. Offenbar war ein Maschinenversager Schuld an der Havarie, die Maschine ging nicht achteraus. Der Unfallverursacher läuft für den Bømlo Brønnbåtservice. Quelle: Tim Schwabedissen



Komplikationen beim Aufrichten der "Fairplay 22" - Bergung verschoben
(15.11.10) Der vor Hoek van Holland gesunkene Schlepper "Fairplay 22", 496 BRZ (IMO:9148764), konnte am 14.11. noch nicht, wie eigentlich geplant, aufgerichtet werden. Nachdem die Berger von SMIT die Tanks geleert hatten, begann die Arbeit am Morgen, doch wenig später mussten Taucher die Hebestropps umsetzen. Um 11.10 Uhr wurde wieder angehoben, doch nur 15 Minuten später war wieder eine Trosse verrutscht.
Bis dahin war das Wrack in eine 90-Grad-Position gedreht worden. Es musste nach diesen Komplikationen aber zunächst auf dem Grund des Waalhafens abgelegt werden. Um 11.40 Uhr startete ein neuerlicher Anlauf, doch nun brach eine Trosse. Taucher machten sich daran, die Trossen wieder auszurichten, doch wegen der fortgeschrittenen Tageszeit wurde die Bergung auf den 15.11. verschoben. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff auf Rhein gestrandet und leckgeschlagen
(15.11.10) Das holländische Binnenschiff "Evanti", 2736 ts (EU-Nr.: 2327712) lief am 13.11. am Lorcher Werth bei Rheinkilometer 538,4 zu Tal fahrend auf Grund und erlitt Wassereinbruch. Am Morgen des 15.11. wurde die Havariestelle kurzzeitig gesperrt und das Schiff binnen einer halben Stunde freigeschleppt. Möglicherweise waren an dem Lorcher Werth, das aus zwei Inseln, dem Großen und dem Kleinen Lorcher Werth, die ein Damm verbindet, die Fahrwassertonnen verwechselt worden.
Die "Evanti" aus Beuningen fährt für die Dettmer-Reederei. Der Kasko wurde 2006 in Plock bei Centromost Stocznia Rzeczna erbaut und beim Team CO in Heusden zur "Mon Desir" ausgerüstet. Das Schiff, dder Talfahrt festgefahren. Das 160-TEU-Schiff der Nouwtrans BV ist 93 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,62 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Betrunkener Binnentankerkapitän nach Kollision mit Fahrbverbot belegt
(15.11.10) Auf Höhe von Sliedrecht rammte ein Skipper aus Duisburg mit seinem mit 1200 Tonnen Gasöl beladenen Binnentanker auf der Merwede am 14.11. gegen 6.15 Uhr mehrere Bargen, die bei Baars vertäut lagen. Da er mit 1,1 Promille alkoholisiert war, wurde von der Polizei ein Fahrverbot ausgesprochen und eine Sicherheitsleistung von 2000 Euro verhängt. Er war nach der Havarie bis nach Dordrecht weitergefahren, ehe er gestoppt werden konnte und bei Werkendam ankern musste. Hier gingen Vertreter der Wasserschutzpolizei Gornichem an Bord und testeten den Skipper und den Rudergänger positiv auf Alkohol.
Das Schiff wurde bei der Kollision beschädigt, als ein Anker die Bordwand aufriss. Außerdem wurden eine Schwimmbrücke und ein Dalben in Mitleidenschaft gezogen. Der Rudergänger erklärte die Kollision mit einem Ruderversager, doch konnten bei der Untersuchung des Tankers keine technischen Mängel festgestellt werden. Er wurde bis zur Reparatur mit einem Fahrverbot belegt. Quelle: Tim Schwabedissen



Seglerpaar im Sturm gerettet
(15.11.10) Die Polizei des NSW Marine Area Command hat in einem 15-stündigen Einsatz ein Ehepaar von seiner sinkenden 13-Meter-Yacht "Barakee" gerettet. Das Boot war am 13.11. gegen 15.15 Uhr 170 Meilen östlich von Wollongong in Seenot geraten, sodass die Segler das EPIRB aktivierten.
Die Australian Search and Rescue (AUSSAR) fand heraus, dass die beiden von Sydney nach Fiji unterwegs waren und schickte ein SAR-Flugzeug aus Brisbane. Außerdem lief die "Water Police 25 Police Launch Falcon" aus. Gegen 17 Uhr konnte das Flugzeug direkt Kontakt aufnehmen. Die Segler schienen nicht in unmittelbarer Gefahr, doch die gesamte Ruderanlage war ausgefallen. In den Morgenstunden des 14.11. wurde die Situation kritischer, nachdem es in rauer See zu einem Wassereinbruch gekommen war und die Bilgenpumpe nicht mehr gegen das eindringende Wasser ankam, sodass ein weiterer Notruf um 8.15 Uhr hinausging.
Um 9.05 Uhr traf das Polizeiboot aus Sydney kommend ein, gerade als die Segler sich anschickten, ihr Boot aufzugeben. Um 9.45 Uhr waren sie sicher an Bord des Polizeifahrzeuges, das sich dann bei Nordostwind von über 25 Knoten durch bis zu vier Meter hohe Wellen in den Heimathafen zurückkämpfte. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchige der "Jain Mao 9" auf der Heimreise
(12.11.10) Das Border Guard Command aus der Ba Ria-Vung Tau Provinz und andere beteiligte Behörden haben die geretteten 26 Besatzungsmitglieder des gesunkenen Frachters "Jian Mao 9" am 12.11. dem chinesischen Konsulat in Ho Chi Minh City übergeben. Die notwendigen Formalitäten wurden binnen eines Tages erledigt, um den Schiffbrüchigen eine schnelle Heimkehr zu ermöglichen.
Ihr Frachter war am 9.11. vor Da Nang auf der Reise von Malaysia nach China mit einer Ladung Stahl gesunken. Sie wurden von dem unter Panama-Flagge laufenden Frachter "NYK Aquarius", der von China kommend in die vietnamesische Ba Ria-Vung Tau Provinz unterwegs war, unversehrt gerettet, nachdem er einen SOS-Ruf aufgefangen hatte. Er übergab die Geretteten dann dem vietnamesischen Grenzschutz.
Die "Jian Mao 9", 20444 BRZ (IMO Nr. 7518915) war 1976 in Oshima als "KS Harmony" erbaut worden und wurde von der Jian Mao International Shipping in Fuzhou bereedert. Sie hatte eine Tragfähigkeit von 34.456 Tonnen, war 185 Meter lang, 26,07 Meter breit und hatte 11,15 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Übergegangene Ladung wird mit Gabelstaplern umgestaut
(15.11.10) Die Arbeiten zur Reparatur der Maschine und das Neustauen der Ladung des unter Panama-Flagge laufenden Kühlschiffes "Antigone Z", 1827 BRZ (IMO-Nr.: 6924882) dauerten in der Nacht zum 15.11. an. Das Schiff lag derweil in der Lopness Bay vor der Orkney-Insel Sanday vor Anker. Es hatte am Morgen des 13.11. gegen sieben Uhr die Shetland Coastguard alarmiert, nachdem es vor North Ronaldsay in stürmischer See in Schwierigkeiten geraten war. Ein Teil der 10-köpfigen Crew war mit Gabelstaplern dabei, die übergangene Ladung zu sichern, während in der Maschine die Ingenieure damit beschäftigt waren, den Antrieb wieder klar zu bekommen.
Der Frachter wurde 1969 auf der Ulstein-Verft in Ulsteinvik erbaut und läuft derzeit für die Sea First International in Klaipeda. Er hat eine Tragfähigkeit von 1.128 Tonnen, ist 78,64 Meter lang, 12,53 Meter breit und hat einen Tiefgang von 3,62 Metern. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht bei Regatta gestrandet
(15.11.10) Die Yacht "J-Jasca" lief am Nachmittag des 13.11. nahe Burkes Dr, zwischen Ravensbourne und St Leonards, bei kräftigem Wind vor Otago Harbour auf Grund. Sie nahm gerade am Harbour Classic Yacht Race teil, als sie vom Kurs abkam und dann strandete. Der Ravensbourne Fire Service wurde um 14.40 Uhr alarmiert und machte sich daran, mit Eisenbahnschwellen und Luftsäcken das Boot wieder aufzurichten und gegen die heran brandenden Seen zu sichern. Außerdem musste ein Leck abgedichtet werden, ehe sich die Feuerwehr daran machen konnte, den Rumpf auszupumpen. Gegen 21 Uhr konnte die Yacht wieder flottgemacht werden. Bereits am 14.11. war der Skipper wieder dabei, das Boot in Otago zu reparieren, während die durchnässte Bettwäsche und anderes Interieur getrocknet wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Versenkte verflüssigte Nickelladung fast neuen Bulkcarrier?
(15.11.10) Die Japan Coast Guard hat am 14.11. die Suche nach den 20 noch vermissten chinesischen Seeleuten des gesunkenen Bulkcarriers "Nasco Diamond" beendet. Allerdings wird das 11th Regional Coast Guard Headquarters auf Routinepatroullien weiter Ausschau halten. Der Frachter war südlich von Iriomote island in der Okinawa Präfektur untergegangen.
Danach wurden vier der 25 Mann lebend und ein weiterer tot von Patroullienbooten der japanischen und taiwanesischen Küstenwache geborgen. Ein Mann starb nach der Rettung im Krankenhaus. Die Überlebenden landeten am Morgen des 14.11. auf dem Shanghai Pudong International Airport, nachdem sie aus zwei Krankenhäusern auf Ishigaki entlassen worden waren. Der Frachter hatte mit seiner Reederei, der chinesischen Nanjing Ocean Shipping Co. Ltd. am 9.11. gegen 19 Uhr zuletzt Kontakt gehabt.
Am Morgen des 10.11. hatte die japanische Coast Guard in Naha auf Okinawa die Nachricht erhalten, dass das Schiff 340 Kilometer südlich von Iriomote vermisst werde. Am 12.11. bestätigte die Küstenwache den Verlust des Schiffes. Eine mögliche Unglücksursache könnte die Verflüssigung der Nickelladung des modernen Supramax-Carriers sein, der den herrschenden Wetterverhältnissen eigentlich hätte widerstehen müssen.
Als das Schiff sank, war die See ruhig und der Wind mäßig. Der Bulker hatte Indonesien am 4.11. mit Ziel Lianyungang, China verlassen. Indonesische Nickelerze haben bereits in der Vergangenheit mehrfach zu Problemen wegen ihres hohen Flüssigkeitsanteils gesorgt. Wenn sich solche Ladung verflüssigt, kann es wegen der hohen freien Fläche zu Stabilitätsproblemen kommen.
Die "Nasco Diamond", 32957 BRZ (IMO-Nr.: 9467861) hatte eine Tragfähigkeit von 57000 Tonnen, war 185 Meter lang, 32,25 Meter breit und hatte 12,8 Meter Tiefgang. Sie wurde 2009 von der Zhejiang Shipbuilding in Ningbo abgeliefert. Quelle: Tim Schwabedissen



"Apollo S" wurde nach über einem Monat gehoben
(15.11.10) Der gekenterte Thunfischfänger "Apollo S" wurde jetzt mithilfe von Auftriebskörpern in Port Lincoln in der Boston Bay gehoben. Das Schiff war am 8.10. von dem Bulkcarrier "Grand Rodosi" am Kai versenkt worden. Immerhin wurde an der Kaimauer von Flinders Ports so größerer Schaden vermieden. Die 300 Meter lange Sperrzone hat bereits zwei Frachter mit Dünger vom Einlaufen abgehalten. Die Sime (Sam) Sarin's Australian Fishes Enterprises will von den Eignern des Frachters nun 28 Millionen Dollar Entschädigung. Quelle: Tim Schwabedissen



Gerettete der "School's Out" in stabilem Zustand
(15.11.10) Randy Waldorf aus Lenexa traf am 15.11. am Kansas City International Airport seine Familie wieder. Er gehörte zu den Fischern, die am 12.11. 18 Stunden lang im Golf von Mexiko an ihre gekenterte "School's Out" geklammert überlebt hatten. Er berichtete, sie hätten mehrfach Flugzeuge gesehen, die sie wiederum in den fünf Fuß hohen, Quallen verseuchten Wellen nicht entdeckt hätten. Waldorf und seine beiden Kameraden aus Orlando und Colorado Springs trieben immer noch in der See, als die Dunkelheit hereinbrach, während der man sie noch absehbarer nicht entdecken würde. Sie hatten vorgehabt, 40 Meilen vor der Küste zu fischen, waren wegen rauer See aber bereits nach 25 Meilen gestoppt worden.
Als sie nach mehrstündigem Fang die Maschine wieder starten wollten, verweigerte diese den Dienst, und der Rumpf füllte sich mit Wasser. Ob die Bilgenpumpe versagt hatte, war unklar. In jedem Fall war klar, dass es ein großes Problem gab. Die drei Fischer tranken Wasser, legten Rettungswesten an und legten Leinen bereit, um sich ans Boot zu binden. Gegen 18 Uhr dann kenterte der instabil gewordene Kutter in den Wellen.
Angehörige in Lexena verständigten gegen 20 Uhr die Coast Guard, nachdem die "School's Out" nicht in den Hafen zurückgekehrt war. Währenddessen versuchten die Schiffbrüchigen, ohne viele Worte zu verlieren, die Nacht zu überstehen.
Am 14.11. um 10.30 Uhr erschien eine C 130 Hercules, und als sie vier Mal über den Männern kreiste und eine Rauchbombe abwarf, war klar, dass Rettung kommen würde. Alle erreichbaren Boote wurden von ihr verständigt, und gegen Mittag hatte ein Charterkutter die 20 Meilen westlich von Clearwater treibenden entdeckt und an Bord gezogen. Sie wurden dann in St. Petersburg an Land gesetzt, wo einer der Geretteten zusammenbrach. Am 14.11. waren alle Männer aber in stabilem Zustand. Quelle: Tim Schwabedissen



Luxusyacht einen Tag nach Untergang gehoben
(15.11.10) Die Luxusyacht "Toria" sank in Auckland am 13.11. gegen 22 Uhr nach der Kollision mit einer anderen Yacht. Im Bug des 18,8 Meter langen Schiffes war ein Quadratmeter großes Leck entstanden, das es in flachem Wasser nach Steuerbord krängen und binnen einer halben Stunde auf Grund gehen ließ. Am 14.11. wurde das Wrack vor den Augen hunderter Schaulustiger am Bucklands Beach durch Personal des Auckland Harbourmaster's Office und der Coastguard gehoben. Die Arbeit begann gegen vier Uhr mit einem Tauchereinsatz, ehe eine Kranbarge das Boot bis 17 Uhr wieder an der Wasseroberfläche hatte. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherschiff gesunken
(15.11.10) Das Tauchcharterschiff "Evolution" sank am 14.11. an seinem Liegeplatz in Port Douglas. Das moderne Charterboot der Haba Dive Company hatte einen Wert von vier Millionen Dolllar. Als Feuerwehr, Polizei und Rettungswagen um 12.30 Uhr am Hafen eintrafen, ragte nur noch eine Seite des Schiffes aus dem Wasser. Es hatte sich aber niemand an Bord befunden.
Warum das 29 Meter lange, 2005 erbaute Gefährt sank, war unklar. Eine geringe Menge Diesel lief aus, die von Feuerwehr und Coastguard aufgenommen wurde. Die Polizei von Mossman sowie Marine Safety Queensland nahmen Ermittlungen auf. Der Katamaran sollte in den folgenden Tagen gehoben werden. Für den Eigner ist es der zweite Schiffsverlust binnen drei Jahren. Seine eine Million Dollar werte Privatyacht, auf der er auch lebte, sank während eines Angelausflugs im Januar 2008. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Cork gesunken
(15.11.10) Am 14.11. sank bei 4 Bf vor Roches Point in der Mündung von Cork ein 26 Fuß langer Kutter. Das Rettungsboot aus Ballycotton, die "Austin Lidbury", wurde ebenso wie die Seenotretter aus Crosshaven alarmiert. Doch schon vor ihrem Eintreffen hatte ein anderer Kutter die zweiköpfige Besatzung des verunglückten Schiffes aus einer Rettungsinsel aufgenommen. Daraufhin kehrten die Seenotretter zu ihrer Station zurück. Quelle: Tim Schwabedissen



Erschöpft geborgen ...   Großbild klick!
Ein weiterer Überlebender der "Nasco Diamond" entdeckt
(14.11.10) Während ein weiterer Crewkamerad entdeckt worden ist, verließen drei chinesische Überlebende des unweit von Okinawa gesunkenen Frachters "Nasco Diamond" die Insel Ishigaki, wo sie in zwei Krankenhäusern behandelt worden waren, am Morgen des 14.11. zur Heimreise.
Sie gingen an Bord eines Flugzeuges, das sie um 8.55 Uhr von Naha auf Okinawa nach Shanghai brachte. Ein Mann, der während der Rettungsaktion gestorben war, wurde in einem separaten Flug heimgebracht. Die japanische Coast Guard hatte am 12.11. den Verlust der "Nasco Diamond" offiziell bestätigt. Von den 25 Mann an Bord waren nur die drei lebend und zwei tot geborgen worden.
Vier Orion Suchflugzeuge und ein Patroullienschiff suchten weiter in der aufgewühlten See. Auch Flugzeuge des Zivilschutzes nahmen an der SAR-Operation teil. Der letzte Kontakt zum chinesischen Eigner hatte am 9.11. gegen 19 Uhr stattgefunden, dann verschwand es 340 Kilometer südlich von Iriomote. Es könnte nun sein, dass Opfer des Unglücks an die Strände von Batanes treiben, weswegen die philippinische Küstenwache dort ebenfalls Ausschau hielt. Die Coast Guard-Northern Luzon fand einen weiteren Überlebenden sowie einen Toten 97 Meilen nordöstlich von Itbayat. Der 17000-Tonner hatte am 9.11. gegen 18.30 Uhr den Hafen von Lian Yungang, China mit Kurs Indonesien verlassen. Quelle: Tim Schwabedissen



Explosion auf Frachter vor Holland
(14.11.10) Auf dem unter Marshall Islands-Flagge laufenden Bulkcarrier "Newlead Markela", 38022 BRZ (IMO: 8811792), ist es am Nachmittag des 13.11. gegen 14 Uhr zu einer Explosion in der Kohleladung gekommen, Danach brach ein Feuer aus, das aber schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte. Ein Mann der 25-köpfigen Crew erlitt Verbrennungen und wurde mit einem Helikopter ins Krankenhaus gebracht. Das Unglück ereignete sich 85 Kilometer nordwestlich von Den Helder. Das Schiff konnte seine Reise nach Swinoujscie in Polen fortsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Kühlfrachter mit Problemen vor den Shetlands
(14.11.10) Die Shetland Coastguard ist in Alarmbereitschaft, nachdem der Frachter "Antigone Z", 1827 BRZ (IMO-Nr.: 6924882) am Morgen des 14.11. in der Lopness Bay in Shetland vor Anker ging. Das Schiff hat Probleme mit einer Treibstoffpumpe sowie eine Schlagseite von acht Grad, nachdem an die 40 Palletten gefrorenen Fisches in schwerer See übergingen. Das 1969 erbaute, 72 Meter lange Schiff war mit 10 Mann Crew unterwegs nach Klaipeda, als es bei Nordwestwind von bis zu sieben Beaufort und drei Meter Wellenhöhe in Schwierigkeiten geriet. Ein Coastguard-Helikopter aus Sumburgh stieg auf, und ein Notfallschlepper ging auf Standby. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran bei Überführung gekentert
(14.11.10) Die 16 Meter lange australische Motoryacht "Harmony", ein Power Cat Katamaran, kenterte auf der Überführung von der Fraser Coast in die Hervey Bay an der Gold Coast in rauher See vor der Nordküste von Noosa. Nahe des Nordriffes war es zu einem Wassereinbruch im Bugstrahlruderraum gekommen.
Der Crew war ein auffälliges Seeverhalten aufgefallen, und als sie den Wassereinbruch feststellte, stellte sie die Bilgenpumpe an, die jedoch nicht gegen die Wassermengen ankam. Daraufhin wurde ein Notruf an die Coastguard in Noosa gesendet. Das Charterboot "Dreamtime" aus Noosa kam gerade rechtzeitig, um die zweiköpfige Crew zu übernehmen. Nur noch der Steuerbordrumpf ragte wenig später aus dem Wasser. Die Coast Guard schickte aus Noosa das Rettungsschiff "John Waddams", das versuchte, das Wrack in den Hafen zu ziehen. Doch bei immer höher gehender See musste die Schleppverbindung aufgegeben werden, und das Boot trieb ab. Quelle: Tim Schwabedissen



Trimaran auf Route du Rhum gekentert
(14.11.10) Der französische Trimaran "ATNinc" kenterte am Morgen des 13.11. bei der Route du Rhum. Skipper Etienne Giroire befand sich 1500 Meilen von Guadeloupe und 900 Meilen von den Azoren entfernt. Er ging in eine Rettungsinsel und hielt sich längsseits seines Bootes, das bei 10-15 Knoten Wind in der See trieb. Das MRCC Portugal koordinierte seine Rettung durch den französischen Frachter "CMA CGM Fort St. Georg", 26342 BRZ (IMO-Nr.: 9261918), der nach Übernahme des Seglers Kurs auf Pointe-à-Pitre nahm. Quelle: Tim Schwabedissen



Piratenmutterschiff aufgebracht und versenkt
(14.11.10) Das spanisch Patroullienboot "Infanta Cristina" versenkte am Morgen des 13.11. ein gekapertes Walfangschiff im Indischen Ozean. Es war im Rahmen der Operation Atalanta aufgefordert worden, das Schiff und ein begleitendes Boot aufzubringen. Das kleine Boot floh aber trotz Warnschüssen. Danach wurde der Walfänger geboardet. Es stellte sich heraus, dass er als Piratenmutterschiff genutzt worden war. Seine vierköpfige Crew war zuvor in Somalia ausgesetzt worden. Nach der Durchsuchung wurde das Schiff versenkt. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei vermisste Fischer wohlbehalten gerettet
(14.11.10) Das Küstenwachboot "Hawk" brachte drei vermisste Fischer am 13.11. nach St. Petersburg, nachdem sie um 11.30 Uhr 20 Meilen westlich von Clearwater von einer HC 130 Hercules der Air Station Clearwater entdeckt worden waren. Die Männer aus Orlando und Colorado hatten sich an den Rumpf ihres 23 Fuß langen Kutters "Schools Out" klammern können. Das Schiff war der Coast Guard St. Petersburg am 12.11. um 19.35 Uhr als überfällig gemeldet worden. Sie waren von der Seminole Boat Ramp in Clearwater ausgelaufen, um 40 Meilen westlich von Clearwater zu fischen. Daraufhin war von der Air Station Clearwater ein MH-60 Jayhawk Helikopter und von der Air Station Clearwater eine HC-130 Hercules aufgestiegen, unterstützt durch die 87 Fuß lange "Hawk". Quelle: Tim Schwabedissen



"Fairplay 22" vor der Hebung
(14.11.10) Der Schwimmkran "Taklift 7" hatte das Wrack des gekenterten Schleppers "Fairplay 22", 496 BRZ, bis zum Abend des 13.11. auf 45 Grad Negativschlagseite gedreht, sodass die Backbordseite des Rumpfes teilweise über Wasser lag. Als nächstes mussten die Berger von SMIT die Tanks leeren, ehe das Schiff in den Mittagsstunden des 14.11. im südlichen Wallhafen gedreht und dann gelenzt werden sollte. Dann galt es, das Wrack erneut nach dem Kapitän zu durchsuchen, auch wenn es wenige Gründe zur Annahme gibt, dass er in dem bislang als einzigem Innenraum noch nicht durchsuchten Maschinenraum sein könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



'Seeker 2' am Haken   Großbild klick!
Kutter nach achttägiger Drift eingeschleppt
(13.11.10) Das 225 Fuß lange Küstenwachboot "Kukui", ein Tonnenleger der Juniper-Klasse aus Honolulu, assistierte dem in Barnegat Light beheimateten Kutter "Seeker II" am 8.11. vor, nachdem dieser acht Tage in der See getrieben hatte. Das Schiff hatte rund 100 Meilen westlich von Honolulu einen Bruch des Propellerschafts erlitten. Ein anderes Schiff nahm es auf den Haken, doch bei rauer werdender See riss die Schlepptrosse. Daraufhin wurde die "Kukui" in Marsch gesetzt und brachte nach einer 24-stündigen Schleppfahrt die "Seeker II" sicher nach Honolulu Harbor ein. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge drohte vor Dänemark zu stranden
(13.11.10) Das Sturmtief Carmen ließ am 12.11. die Schlepptrossen zwischen einem niederländischen und dänischen Schlepper und der Barge "Stema Barge II", 12.641 BRZ, die von England nach Larvik geschleppt wurde, brechen. Wiederholte Versuche zur Wiederherstellung der Verbindung schlugen in der rauen See fehl. Um eine Strandung an der dänischen Westküste zu vermeiden, riefen die Eigner der Barge das Bergungsunternehmen JA Rederiet zu Hilfe. Dieses setzte per Hubschrauber ein vierköpfiges Team auf dem 145 Meter langen und 40 Meter breiten Gefährt ab. Am späten Nachmittag gelang es mit dessen Hilfe, die Schleppverbindung wieder herzustellen und Kurs auf Larvik zu nehmen. Die Barge war bereits am 16.11.2008 auf der Rottumer Plate mit einer Ladung Steine gestrandet und hatte erst am 7.12. wieder flottgemacht werden können. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter im Godthåbsfjord aufgegeben
(13.11.10) Neun Besatzungsmitglieder des Grönlander Jakobsmuschelfänger "Sonia Kiil II", 141 BRZ (IMO-Nr.: 7644465) wurden von dem dänischen Patrouillenboot "Knud Rasmussen" am 11.11. von Bord ihres Schiffes evakuiert. Es war auf eine Schäre 25 Meilen nördlich von Godthåbsfjord gelaufen und hatte gegen Mittag Notsignale gesendet. Die Crew hatte Überlebensanzüge und Schwimmwesten angelegt, als sie mit einer Rettungsinsel in zwei Fuhren von ihrem stark überliegenden Schiff zur "Knud Rasmussen" übergesetzt wurde. Die Crew wurde nach Nuuk gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter auf Legerwall - gestrandet
(13.11.10) Der holländische Kutter "Wieringen 129", 87 BRZ (MMSI-Nr. 245269000) ist am 11.11. gegen Mittag vor Schiermonnikoog in Seenot geraten. Er war auf Legerwall geraten, als er das Seegat zwischen Ameland und Schiermonnikoog passieren wollte. Durch den dwars kommenden Wind wurde er aus dem Fahrwasser gedrückt und kam bei ablaufendem Wasser fest. Das Rettungsboot "Koning Willem I" aus Schiermonnikoog kam zu Hilfe, lief bei stürmischer See und schlechter sicht aber ebenfalls auf Grund. Die Übergabe einer Schlepptrosse gestaltete sich entsprechend als schwierig, doch am Ende war das Schiff wieder flott und konnte mit eigener Kraft den Hafen ansteuern. Quelle: Tim Schwabedissen



"Athena" im Hafen von Falmouth angekommen
(13.11.10) Am 10.11. wurde das Fabrikschiff "Athena" nach Falmouth eingeschleppt. Zuvor war es von einem Schlepper in der Gerrans Bay gehalten worden. An Bord sind immer noch 310 Tonnen Schwer- und 220 Tonnen Gasöl. Das teilweise ausgebrannte Schiff machte an der Crossroads Buoy im Hafen von Falmouth fest, wo es tags darauf von den Bergern an die Eigner zurückgegeben werden sollte. Quelle: Tim Schwabedissen



Wahrschauer Methode versagte auf Stettiner Binnenschiff
(13.11.10) Verständigungsprobleme zwischen dem Rudergänger und einem weiteren Mitglied der Besatzung haben am Morgen des 11.11. auf dem Oder-Havel-Kanal zwischen Niederfinow und Eberswalde zu einem Unfall geführt. Das Stettiner Binnenschiff "BM 5260", 499 ts (EU-Nr.: 8340130), war gegen 5.30 Uhr mit dem Heck gegen die Steinkante am Ufer gekommen. Beim Aufprall wurde das Ruder so stark beschädigt, dass das Schiff manövrierunfähig wurde. Zu der Zeit hatten Nebelschwaden die Sicht auf dem Kanal stark eingeschränkt. Das Schiff war daher nach der "Wahrschauer-Methode" gefahren: Der Mann am Ruder folgt dabei den Handzeichen, die ein Besatzungsmitglied gibt, das am Bug steht. Dabei muss es dann aber zu der folgenschwere Kommunikationspanne gekommen sein. Die "BM 5260" ist 57 Meter lang und 7,6 Meter breit. Quelle: Tim Schwabedissen



Verunglückter Kutterkapitän aus dem Krankenhaus entlassen
(13.11.10) Das Mehrzweckschiff "Arkona" ist am 12.11. an der Untergangsstelle des Kutters "Möwe" aus Maasholm rund vier Kilometer südöstlich von Fehmarn vor Anker gegangen, der dort am Abend des 11.11. gekentert war. Nach einem Maschinenschaden war das Schiff bei einem Abschleppversuch durch den Seenotkreuzer "John T. Essberger" in schwerer See mit teilweise bis zu fünf Meter hohem Wellengang gekentert. Der Skipper hatte sich auf die Außenwand retten können und sprang, als ihm ein Tampen zugeworfen worden war, in die sieben Grad kalte Ostsee. Er konnte an Bord des Tochterboots "Elsa" des Rettungskreuzers gezogen werden. Der Fischer erlitt eine leichte Unterkühlung, konnte aber inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen. Der Kutter sank auf Höhe des Campingplatzes Meeschendorf etwa 1,3 Kilometer von der Küste entfernt. Das Wrack, dessen Bug noch aus dem Wasser ragte, wurde mit einer Boje markiert und soll erst am 13.12. nach Wetterberuhigung geborgen werden. Die Wasserschutzpolizei Heiligenhafen hat die Ermittlungen aufgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



'Faiplay 22' wird gehoben   Großbild klick!
Kapitän der "Fairplay 22" weiter vermisst
(13.11.10) Der Schwimmkran "Taklift 7" hat im Lauf des 13.11. das Wrack des gekenterten Schleppers "Fairplay 22", 496 BRZ, auf dem Nieuwe Waterweg zwischen Maeslantkering und Hoek van Holland in die Hebestropps genommen und etwas angehoben. Dann wurde es kieloben in flacheres Wasser beim Rotterdamer Waalhaven verbracht. Dabei wurde es von je zwei Booten der Polizei und des Hafendienstes sowie der "Jumbo" von Mammoet eskortiert. Der Schlepper "RT Antonie" wurde im Laufe des Nachmittags von der "RT "Adriaan" ersetzt. Die "Hebo Cat" lief hinterher, um nötigenfalls auslaufendes Öl auffangen zu können. Im flacheren Wasser des Waalhafens wurde das Wrack am Morgen des 13.11. von Tauchern nach dem weiterhin vermissten Kapitän durchsucht, dessen Leiche im Schiffsinnern vermutet wird. Danach sollte das Schiff erst gedreht werden. Doch obwohl die Taucher alle Schiffsräume bis auf den Maschinenraum erreichten, gelang es ihnen nicht, den Belgier zu entdecken.Quelle: Tim Schwabedissen



Erst Container verloren, dann Container in Brand
(13.11.10) Am Morgen des 11.11. brach in der Ladung des unter Panama-Flagge laufenden Containerfrachters "Ever Superb", 75246 BRZ (IMO-Nr.: 9300427), am ECT Deltaterminal in Rotterdam ein Feuer aus. Es entstand bei Schweißarbeiten in einem mit Baumwolle beladenen Container. Wahrscheinlich wurde es durch Funkenflug verursacht, während versucht wurde, rund 40 umgestürzte Container voneinander zu lösen. Zuvor waren rund 100 der Boxen in der Biskaya übergegangen und teilweise über Bord gestürzt. Etliche andere hingen nun über Bord. Die Feuerwehr brauchte mehrere Stunden, um den Brand an dem schwer zugänglichen Ort zu löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Ölplattformen vor Ijmuiden wegen treibenden Frachters evakuiert
(13.11.10) Der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Western", 8944 BRZ (IMO-Nr.: 9119490) geriet am Morgen des 12.11. im Sturmtief Carmen auf der Reise von Vigo nach Amsterdam 25 Meilen nordwestlich von Ijmuiden in Seenot. Erst war die Maschine ausgefallen, dann ging der Anker verloren. Die "Western" trieb bei neun Metern Wellenhöhe auf eine Reihe von Offshore-Plattformen zu. Die "Horizon P9" wurde in kurzer Entfernung gegen fünf Uhr passiert. Ein Offshore-SAR-Helikopter von NOGEPA evakuierte vorsorglich erst zwei Arbeiter von einer Satelliten-Plattform. Dann gab es ein neues Problem, als der zu Hilfe geeilte holländische Schlepper "Svitzer Marken" (IMO-Nr.:9292890) das Schiff nicht auf den Haken nehmen konnte, weil er selbst wegen eines technischen Problems den Einsatz abbrechen und nach Ijmuiden zurückkehren musste. Nun wurden weitere sechs von insgesamt neun Arbeitern auf einer anderen gefährdeten Plattform abgeborgen. Um 13.15 Uhr lief der Schlepper "Tempest" (IMO-Nr.: 7515377) aus Amsterdam aus und erreichte den Havaristen gegen 16 Uhr. Nur eine Viertelstunde später traf auch die "Hurricane" ein, die bis gegen 19.45 Uhr auf Standby blieb. Gegen 18 Uhr stand der Schleppzug 27,5 Meilen nordöstlich von Ijmuiden und kam mit zwei Knoten voran. Am 13.11. gegen 12.30 Uhr hatte die "Western" die Nordschleuse von Amsterdam erreicht und machte eine Dreiviertelstunde später im Souezhafen fest. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" läuft ein   Großbild klick!
"I survived the 2010 Carnival Cruise Spamcation"
(12.11.10) Die 20-Dollar-T-Shirts waren der Renner. Die mit dem Satz "I survived the 2010 Carnival Cruise Spamcation" bedruckten Kleidungsstücke lagen pünktlich bereit, als am frühen Morgen des 11.11. die "Carnival Splendor" am Ende eines rund eineinhalbstündigen Anlegemanövers in San Diego fest war. Sechs Schlepper hatten den manövrierunfähigen Luxusliner langsam an den Kai bugsiert.
Das 378 Fuß lange Küstenwachschiff "Morgenthau" aus Alameda sowie die 87 Fuß lange "Petrel", ein Patroullienboot aus San Diego, eskortierten den hilflosen Riesen auf der letzten Etappe und sicherten eine 500 Fuß weite Zone um das Schiff, als es im strahlenden Licht der Morgensonne in die San Diego Bay gezogen wurde, Überall hingen die Passagiere von den Balkonen, applaudierten und riefen und sahen aus wie eine Ladung von Flüchtlingen, die im gelobten Land ankommen.
Schwärme von Medienvertretern und unzählige Schaulustige empfingen sie wie Helden nach einer gewonnenen Schlacht. Nun erwarteten sie warme Duschen und ebensolche Nahrung. Eine Stunde nach dem Festmachen rollten die ersten Fahrgäste ihre Koffer über die Gangways. Auch das Verlassen des Schiffes gestaltete sich ohne Aufzüge und sonstige elektrisch betriebene Einrichtungen langwierig. Es dauerte am Ende weitere vier Stunden.
Die meisten wurden mit Bussen und Taxis zu den Flughäfen von San Diego und Los Angeles oder in örtliche Hotels gebracht. Zwischen zwei- und dreihundert wurden von Angehörigen für die weitere Heimreise empfangen. Ein Mann wurde in einem Krankenwagen abtransportiert.
Die "Carnival Splendor" wird nun auf unabsehbare Zeit in San Diego bleiben, während die Coast Guard und das National Transportation Safety Board die Ursachen des Brandes untersuchen, der das Schiff 44 Meilen vor der Küste Mexikos lahmlegte. Währenddessen blogte der Kreuzfahrtdirektor, während einige Passagiere die Reise als Höllenkreuzfahrt bezeichnen würden, haben die meisten die Herausforderungen gut gemeistert. Er lobte auch die 1200 Besatzungsmitglieder für ihren Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



"Fairplay 22" bei Assistenz der "Stena Britannica" gekentert - vermutlich zwei Tote
(12.11.10) Am 11.11. kenterte um 15.55 Uhr der unter Antigua Barbuda-Flagge laufende Schlepper "Fairplay 22", 496 BRZ (IMO-Nr.:9148764) vor Hoek van Holland, rund 100 Meter von der Küste entfernt, unweit des Berghafens. Das Schiff sollte bei stürmischem Wetter der aus Harwich gekommenen Fähre "Stena Britannica", 62.000 BRZ (IMO-Nr.: 9419175) beim Einlaufen assistieren. Die fünfköpfige Crew der "Fairplay 22" stürzte ins Wasser.
Drei Mann, zwei Holländer und ein Pole, konnten binnen einer Viertelstunde gerettet werden. Sie wurden von den Lotsenbooten "Gemini" und "Columbia" um 16.15 Uhr im Berghaven an Land und von dort mit leichten Unterkühlugnen weiter ins Krankenhaus gebracht. Das Küstenwachzentrum in IJmuiden schickte die KNRM-Boote aus Hoek van Holland und Ter Heijde sowie einen NOGEPA Offshore SAR-Helikopter und ein Küstenwachflugzeug zur Suche nach den beiden Vermissten, dem belgischen Kapitän sowie einem polnischen Ingeneur. Bis zu 15 Schiffe beteiligten sich an der Suchaktion.
Die Schifffahrt im Bereich von Hoek van Holland wurde gestoppt. Taucher der Feuerwehr versuchten, mit Klopfzeichen am Rumpf des kieloben treibenden Wracks herauszubekommen, ob sich Überlebende in Luftblasen im Innern befanden. Die Schlepper "RT Magic" und "Fairplay 3" hielten das Wrack der "Fairplay 22" vorläufig auf Position. Der Schwimmkran "Taklift 7" ging, assistiert von den Schleppern "Smit Bison" und "Smit Beluga", auf Position im Nieuwe Waterweg at auf Höhe des Industriegebietes De Haak, wo sich auch der Stena Line Terminal befindet.
Hier sollte nach Besserung des Wetters der Schlepper in flacherem Wasser gedreht werden. Das KNRM-Boot "Jeanine Parqui" blieb auf Standby. Am 12.11. gegen ein Uhr wurde die Leiche des Maschinisten am Strand von 's-Gravenzande entdeckt. Die Hoffnung auf ein Überleben des Kapitäns schwand. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Nasci Diamond" intensiviert
(12.11.10) Die philippinische Coast Guard begann am 11.11. mit der Unterstützung der Suchaktion nach den Vermissten des Supramax-Bulkcarriers "Nasci Diamond", 32957 BRZ, vor Okinawa. Das Distriktbüro in Nord-Luzon wurde mit der Koordination beauftragt. Der Frachter war auf der Fahrt von Dongxi Liando nach Lian Yungang gesunken. Japanische Rettungsflugzeuge hatten Rettungsinseln und Ölflecken in der See gefunden. Dem 11th Regional Japan Coast Guard Operations Center wurde gestattet, eine P-3C Orion über philippinisches Gebiet fliegen zu lassen. Die philippinische Küstenwache schickte die "EDSA-Dos" (SARV-002) und die "Nueva Vizcaya" (SARV-3502), die binnen 34 bis 37 Stunden das Suchgebiet erreicht haben sollten Die Coast Guard Aviation Group (CGAC) schickte außerdem ihre PCG-251 zur Überwachung der Gewässer um Batanes. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper saß mit Barge bei Yerseke fest
(12.11.10) Am 11.11. lief der luxemburgische Schlepper "Carleine", 20 ts (EU-Nr.: 3023125), der die 76,5 Meter lange Barge "Paris-F", 2016 ts, mit einer Ladung Muscheln zur Van der Endt-Louwerse BV in Yerseke bugsierte, in der dortigen Hafeneinfahrt auf Grund. Der Schlepper samt seinem Anhang wurde mit dem Abendhochwasser durch die "Bravo" von Polderman Berging und die "Zephyrus" der Multraship Towage & Salvage wieder flott gemacht. Die "Carleine" wurde 1939, bei der Werft Vahali in Gendt. als "Hermann Günter" für F.A. Scjhlaudi in Hamburg erbaut. Seit 2005 läuft sie für die Asopos AG in Grevenmacher.. Sie ist 21,60 Meter lang 5,15 Meter breit und hat 2,10 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Nasci Diamond" intensiviert
(12.11.10) Am Morgen des 11.11. wurde der vor Hvaler in Østfold gestrandete Frachter "Cometa" schneller als ursprünglich geplant freigeschleppt. Nachdem die Reederei Nor Lines die dänische Bergungsfirma Svitzer AS mit der Operation betraut hate, sollte eigentlich zunächst das Öl, insgesamt 170 Tonnen, geleichtert werden. Wegen eines heraufziehenden Sturmes, der weitere Schäden am Schiff hätte anrichten können, wurde die Bergung dann aber vorgezogen. Die "Fenja" zog die "Cometa" von der Schäre, und trotz erheblicher Bodenschäden schwamm der Havarist stabil und verlor kein Öl. Vorsorglich waren die Küstenwachboote "Nornen" und "Bergen" vor Ort, die der "Cometa" folgten, als sie in den Hafen von Borg einlief. Sie hatten Ausrüstung zur Ölbekämpfung an Bord. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter rammte Kai in Singapur
(12.11.10) Der unter Singapur-Flagge laufende Frachter "Wan Hai 301", 26681 BRZ (IMO-Nr.: 9238155), rammte beim Einlaufen nach Pulau Brani, Singapur, von Hongkong kommend am 8.11. den Kai. Dabei wurde der Rumpf des Schiffes eingebeult. Nach dem Festmachen wurde die Ladung gelöscht, sie hatte keine Schäden davon getragen. Am 12.11. verließ der Frachter den Hafen wieder mit Kurs Hongkong, wo er am 15.11. erwartet wird. . Quelle: Tim Schwabedissen



"John T. Essberger" rettete Skipper sinkenden Kutters
(12.11.10) Von einem sinkenden Kutter haben die Seenotretter der Station Großenbrode am Abend des 11.11.2010 den Skipper abgeborgen, nachdem das 11,5 Meter lange Fahrzeug im Schlepp des Seenotkreuzers "John T. Essberger" zu sinken drohte. Wegen eines Maschinenschadens hatte der Kutter zuvor die Hilfe der Seenotretter angefordert. Bei Sturm bis neun Beaufort und Böen von zehn Windstärken sowie einem Seegang mit teilweise über vier Metern Wellenhöhe stellten die Seenotretter eine Leinenverbindung zu dem Kutter her.
Kurz vor 19 Uhr bat der Fischer über Funk den Vormann des Seenotkreuzers wegen eines Problems, die Fahrt aus dem Schiff zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Schleppverband etwa zwei Seemeilen vor der Ansteuerung nach Burgstaaken auf Fehmarn. Gleich darauf legte sich der Kutter im schweren Seegang auf die Seite. Der Fischer konnte sich auf die Bordwand retten. Die "John T. Essberger" ließ sofort ihr Tochterboot zu Wasser und holte den Fischer mit Hilfe einer Leine von seinem Kutter, der zu sinken drohte. Das Tochterboot nahm Kurs auf Burgstaaken, wo der Gerettete medizinisch betreut wurde.
Das Mutterschiff kappte die Leinenverbindung zum sinkenden Kutter, markierte die Unglücksstelle und nahm dann ebenfalls Kurs auf Burgstaaken. Der Fischer wurde wegen des Verdachts eines Schocks behandelt. Ein Schiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes sicherte in der Nacht die Unglücksstelle. Quelle: Tim Schwabedissen



Schwierige Rettungsaktion für lecken Kutter im Sturm
(12.11.10) Am 12.11. um 1.10 Uhr wurde die Yarmouth Coastguard von dem Versorger "Putford Enterprise" gerufen, der in Kontakt mit dem 20 Meter langen Kutter " Fruitful Harvest III" (MMSI-Nr. 233973000) stand. Das Schiff hatte mit vier Mann Crew rund 35 Meilen nördlich von Cromer, Nord-Norfolk, Wassereinbruch erlitten. Zwei Lenzpumpen waren ausgefallen, und auch die dritte bereitete Probleme. Vor Ort waren 45 Knoten Wind mit Böen bis zu 60 Knoten und Wellenhöhen von über sechs Metern. Der RAF Rescue Helikopter 128 aus Leconfield sowie die RNLI-Boote aus Cromer und Humber wurden alarmiert. Um 2.40 Uhr war Rescue 128 vor Ort. Weil das Wetter zu schlecht war, um jemanden auf dem Kutter abzusetzen, wurden die mitgeführten Pumpen so auf der "Fruitful Harvest" abgesetzt und konnten um kurz nach drei in Betrieb genommen werden. Danach wurde der Havarist von den Rettungsbooten eskortiert nach Grimsby eingebracht. Auch die "Putford Rover" und "Putford Worker" hatten assistiert. Quelle: Tim Schwabedissen



"Maersk Sembawang" verlor Container
(12.11.10) Der unter Singapur-Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Sembawang", BRZ (IMO-Nr.: 9315226), verlor in der Nacht zum 9.11. 26 Container in einem Sturm in der Biskaya. Weitere 47 auf dem Achterschiff stehende Boxen neigten sich über die Steuerbordseite. Der Frachter war unterwegs von Sri Lanka nach Zeebrugge gewesen, wurde nun aber angewiesen, Le Havre anzulaufen, wo er am 10.11. um 22.30 Uhr am Quay du Havre festmachte. Etliche der Container trieben derweil auf 49-07 N 004-45 W in der See. Die "Maersk Sembawang", 87606 tdw (IMO-Nr.: 9315226) wurde 2007 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Doppelstrandung vor Bali Sanur
(12.11.10) Die Barge "Miclyn 3317" lief am 11.11. vor Bali Sanur auf Grund. Sie war zur Assistenz des Versorgers "Permina Supply No.28" unterwegs, der in der Nähe auf einem Riff gestrandet war. Die "Permina Supply No.28", 1242 tdw (IMO-Nr.: 7425716) wurde 1976 erbaut und läuft unter der Flagge Indonesiens, die "Miclyn", 3317 tdw, wurde 2007 erbaut und führt die Flagge Singapurs. Quelle: Tim Schwabedissen



Leichter mit vier Mann aus Seenot gerettet
(12.11.10) Am Abend des 11.11. wurde der Leichter "Råtass" aus Seenot gerettet und an den Kai in Malmø in Mandal gebracht. Der Skipper des Kutters "Horrisont 3" beschrieb die Rettung der "Råtass" als dramatisch. Sie war gegen 18 Uhr bei Indre Mannevær vor Mandal mit vier Mann in Schwierigkeiten geraten. Das 22 Meter lange Fahrzeug trieb aufs Land zu und konnte erst 20 Meter davor gestoppt werden. Die "Horrisont 3" war auf dem Weg nach Kristiansand, als sie den Notruf über Rogaland Radio empfing und binnen 10 Minuten vor Ort war. Auch ein Versorger, ein weiterer Kutter und die Rettungskreuzer aus Mandal und Farsund, sowie ein Sea King-Helikopter in Stavanger wurden alarmiert. Doch es gelang der Crew der "Horrisont 3", die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Der Leichter wurde gegen 19.30 Uhr an den Kai des Båtservice gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Dänische Ostseefähre gestrandet
(12.11.10) Die dänische Fähre "Frigg Sydfyen", 1676 BRZ (IMO-Nr.: 8222824), lief am 11.11. gegen 18.30 Uhr zwischen Tårs, West-Lolland, und Spodsbjerg auf Langeland mit 25 Passagieren in der Ostsee auf Grund. Das Schiff kam nur 400 Meter vom Fähranleger in Tårs. Fest, nachdem das Schiff nicht in Spodsbjerg hatte einlaufen können, das von einer anderen Fähre blockiert gewesen war. Bei der Rückkehr nach Tårs wurde das Schiff von Winden bis zu 12 Metern pro Sekunde mit Böen von bis zu 20 Metern erfasst und aus dem Fahrwasser gedrückt. Die Passagiere wurden mit Kaffee und Sandwichen bei Laune gehalten, bis ein Schlepper das Schiff am 12.11. gegen zwei Uhr wieder flottgemacht und in den Hafen gebracht hatte, wo die Fahrgäste mit sechsstündiger Verspätung an Land gingen. Quelle: Tim Schwabedissen



26 Mann nach Frachteruntergang wieder an Land
(12.11.10) Am 9.11. sank der unter Panama-Flagge laufende Frachter "Jian Mao 9", 20.444 BRZ (IMO-Nr.: 518915) vor der vietnamesischen Stadt Danang. Am 11.9. wurde die 26-köpfige Crew in Phu My in der Südprovinz Ba Ria-Vung Tau an Land gebracht, nachdem sie von dem ebenfalls unter Panama-Flagge laufenden Frachter "NYK Aquarius" (IMO-Nr.: 9262704), der von dem chinesischen Hafen Senkou nach Ba Ria-Vung unterwegs gewesen war, gerettet wurde. Die Schiffbrüchigen sollten so rasch wie möglich in ihr Heimatland China zurückkehren können. Quelle: Tim Schwabedissen



Stürmische Flucht aus Derna
(12.11.10) Die unter Malta-Flagge laufende Fähre "Strofades IV",7744 BRZ (IMO-Nr.: 8012152), verließ am 10.11. um 22.50 Uhr sehr stürmisch den Hafen von Derna in Libyen. Die Heckrampe stand offen, in bedenklicher Lage stand ein Fahrzeug der Organisation "Road To Hope Convoy" darauf, die Trossen brachen, und schließlich rammte das Schiff noch den Kai, ehe es ohne Erlaubnis den Hafen mit Kurs Griechenland verließ. Eigentlich war der Gaza-Streifen das Ziel gewesen. An Bord befanden sich 10 Helfer der Hilfsorganisation, mit denen der Kapitän und Eigner offenbar in einen Streit um Geld geraten war. Daraufhin nahm er sie ebenso wie einen libyschen Polizeioffizier und zwei Hafenvertreter kurzerhand als Geiseln. Der Versuch, den flüchtenden Frachter zu stoppen mit Schnellbooten und Flugzeugen der libyschen Behörden, scheiterte. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter vor Chatham gestrandet
(12.11.10) Am Morgen des 11.11. strandete der 45 Fuß lange Kutter "Lady Irene" auf dem Südstrand von Chatham. Am Nachmittag gelang es einem anderen Kutter, der "Three Graces" aus Chtaham, ihn wieder in tieferes Wasser zu ziehen, nachdem ein Bagger den Weg dorthin gebahnt hatte. Die "Lady Irene" hatte sich von ihren Moorings losgerissen. Der Kutter konnte ohne Schaden in den Hafen eingeschleppt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



23 Mann der "Sea Success" nach einem halben Jahr freigelassen
(12.11.10) China hat 23 Inder entlassen, die die Besatzung des in Hong Kong registrierten Frachters "Sea Success" gestellt hatten, der am 2.5. mit dem Bulkcarrier "Bright Century" kollidiert war. Diese war danach gesunken. Nach massiven Bemühungen der indischen Mission in Beijing wurden sie nun endlich freigelassen. China hatte sie zur Untersuchung des Vorfalls seit dem Unfall festgesetzt. Sie waren während der vergangenen Monate in Hotels untergebracht gewesen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnval Splendor": Versorgung aus der Luft   Großbild klick!
Spam-Fahrt der "Carnval Splendor" nähert sich dem Ende
(11.11.10) In den Mittagsstunden des 11.11. sollte die Odyssee der "Carnival Splendor" in San Diego enden. Während das Schiff mit rund 6-7 Knoten von zwei Schleppern aus Ensenada dorthin geschleppt wurde, blieb das Küstenwachboot "Morgenthau" aus Alameda mit 165 Mann Crew in der Nähe, um Crew und Passagieren beizustehen und die Sicherheit der Bergungsaktion zu gewährleisten. Am Morgen des 11.11. war der Havarist noch 60 Meilen südlich von San Diego. Vor Ort war auch die "Edisto" der Küstenwache. Am 8.8. hatte das Drama 55 Meilen vor Punta San Jacinto mit dem Brand in Generator Nr. 5 begonnen, nachdem ein Kurbelwellengehäuse gebrochen war, sagte die Reederei.
Das Feuer konnte auf den Raum begrenzt und nach drei Stunden erstickt werden. Da der diesel-elektrischen Antrieb mit sechs Wärtsilä-Dieseln (6 x Wärtsilä 12V46C Diesel je 12.600 KW) , den gesamten Strom für die Schiffsversorgung erzeugte und über die Generatoren die Elektromotore, die die beiden Propeller antreiben, versorgten, blieb das Schiff seither antriebs- und stromlos, nur von Notgeneratoren erleuchtet und mit Kommunikationsmöglichkeiten ausgestattet.
Nachdem die "Carnival Splendor" am 10.11. wieder im Bereich von Mobilfunknetzen war, berichteten Passagiere direkt von den Tagen an Bord, in überhitzten Räumen ohne Klimaanlage, zeitweilig ohne Toiletten und zweistündigem Schlangestehen, um das von dem Flugzeugträger "Ronald Reagan" mit Seahawk-Hubschraubern ausgelieferte kalte Fertigessen, insgesamt 60000 Pfund, zu bekommen. Salat, Sandwiches und Konserven wie Dosenfleisch, auf Englisch Spam genannt, standen fortan auf dem diät-orientierten Speiseplan. Der Flugzeugträger war von einem Manöver vor Baja California zu dem Havaristen abkommandiert worden.
Wer den Einsatz des Trägers, der mit seiner 6000-köpfigen Besatzung pro Tag eine Million Dollar verschlingt, bezahlt, ist noch unklar.
Die Passagiere waren derweil mit akustischer Musik, Schatzsuche oder Quizspielen unterhalten worden. Die meisten öffentlichen Räume waren dunkel. Getränke an den Bars wurden kostenfrei ausgeschenkt. Die meisten Kabinentoiletten funktionierten mittlerweile. Die Kabinentüren ließen die meisten Passagiere offen, damit etwas Frischluft hinein kommen konnte und Licht der Notbeleuchtung auf den Gängen hinein scheinen konnte. Viele nächtigten auch ganz auf Deck. Seekrankheit war ein Problem, weil sich das Schiff nicht aus eigener Kraft gegen die See halten konnte und rollte. Auch der Geruch von Rauch und verrottenden Nahrungsmitteln machte die Lage nicht angenehmer.
Auch wenn die "Splendor" in San Diego eingetroffen ist, werden zahlreiche Fragen zu klären sein. Wie lange wird die Reparatur dauern? Der Ausfall des Schiffes gefährdet die Urlaubspläne tausender Menschen, die auf dem Schif gebucht hatten, und wie lange es repariert werden muss, wird sich erst nach einer Inspektion zeigen. BAE Systems in San Diego hat sich bereits interessiert gezeigt. Carnival wird in jedem Fall Dutzende Arbeiter aus Miami einfliegen. Die "Splendor" wurde als "major player" in der Kreuzfahrt an der mexikanischen Riviera bezeichnet. Bedeckt hielt sich Carnival, ob es die US-Navy ersucht, in Splendor auf North Island anzulegen, denn am B Street Terminal, wo die Passagiere an Land gehen sollen, steht nicht auf längere Frist ein Liegeplatz zur Verfügung.
BAE hat wiederum an seinem Sitz nahe der Coronado Bridge keinen ausreichend großen Liegeplatz, ebenso wenig wie die Werft General Dynamics-NASSCO. Beide Werften verfügen aber über Expertise in der Ausrührung rascher Reparaturen. So setzten sie 2008 den Flugzeugträger USS "George Washington" nach einem Feuer auf der Reise nach San Diego wieder instand, der zu groß war, um unter die Coronado Bridge zu passen und ebenfalls auf North Island festmachte. Quelle: Tim Schwabedissen



Rhein nach Tankerstrandung gesperrt
(11.11.10) Am frühen Morgen des 10.11. gegen 5.37 Uhr ist auf dem Rhein vor der Bacharacher Werth der unbeladene Binnentanker "Max", 2450 ts (EU-Nr.: 2320351), auf Grund gelaufen. Der Tanker war in Richtung Koblenz unterwegs und hatte versucht auf der Höhe Bacharach eine Baggerstelle zu umfahren. Bei diesem Manöver streifte das Schiff einen Felsbrocken vor der Bacharacher Werth. Dabei wurde die Ruderanlage des Tankers schwer beschädigt. Manövierunfähig lief der Tanker anschließend auf Grund und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien. Zwei Schlepper mussten das Schiff aus seiner Notsituation zu befreien und nach Bad Salzig abschleppen. Der Rhein wurde während der Bergungsarbeiten für 45 Minuten in beide Richtungen zwischen Kaub und Bingen gesperrt. Gegen 10 Uhr war die Operation beendet, und der Fluss wurde für den Verkehr wieder freigegeben.
Die "Max" wurde 1992 bei Alblas, Hendrik Ido Ambacht, als "Rochard" mit Heimathafen Vuren erbaut. Seit 2007 ist sie in Duisburg beheimatet. Sie ist 105 Meter lang, 10,5 Meter breit und hat 3,21 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Vermisste und ein Toter nach Untergang südkoreanischen Patroullienbootes
(11.11.10) Das 150 Tonnen große südkoreanische Patroullienboot "Chamsuri" kollidierte 5,4 Meilen nordwestlich der Insel Jeju vor der koreanischen Südküste am 10.11. gegen 21.50 Uhr mit dem 270 Tonnen großen Trawler "Wooyang" und sank. Sofort startete die Marine eine Rettungsaktion, die durch unruhige See erschwert wurde. 27 Seeleute wurden von einem anderen Marineschiff gerettet, ein weiteres zunächst ebenfalls gerettetes Besatzungsmitglied erlag später seinen Verletzungen, zwei weitere Seeleute wurden noch vermisst. Der Trawler wurde nur leicht beschädigt. Die Marine plant, das gesunkene Schiff zu bergen. Die "Chamsuri" befand sich nach einer Routinepatroullie auf Heimfahrt, als sie von der "Wooyang" gerammt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Barge auf Pictou Island gestrandet
(11.11.10) Am 10.11. strandete die 100 Meter lange Barge "Sault au Cochon" mit einer Ladung Holz und Maschinenteilen in stürmischer See vor Pictou Island auf Nova Scotia. Transport Canada und die Coast Guard überwachten die Strandungsstelle. Ein Dutzend Ölfässer gingen über Bord und weckten Sorge über eine mögliche Wasserverschmutzung. Sie konnten aber alle geborgen werden. Es stürzten aber auch Baumstämme der Decksladung über Bord in die See. Die Barge hatte sich in vier Meter hohen Wellen von ihrem Schlepper losgerissen. Sie gehört der McKeil Work Boats Ltd. aus Hamilton. Quelle: Tim Schwabedissen



20 Vermisste und ein Toter nach Frachteruntergang
(11.11.10) Beim Untergang des unter Panama-Flagge laufenden Frachters "Nasco Diamond" vor der japanischen Küste ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Der Frachter mit 25 chinesischen Besatzungsmitgliedern an Bord sank südlich der Insel Iriomote. Vier Seeleute konnten bislang gerettet werden können, ein weiterer wurde tot geborgen. Von den Geretteten war einer in kritischem Zustand. Die Schiffbrüchigen wurden nach Ishigaki auf Okinawa in Krankenhäuser gebracht.
Von den 20 anderen Seeleuten sowie vom Schiff selbst fehlte jede Spur. Die "Nasco Diamond" war am 4. November in Indonesien mit einer Ladung von 55.000 Tonnen Nickel für China ausgelaufen.

Unklar war zunächst, warum das Schiff sank. Die Wetterbedingungen waren zum Zeitpunkt des Unglücks gut. Einer der überlebenden Matrosen berichtet, plötzlich sei Wasser in den Maschinenraum eingedrungen. Er habe nur noch die Zeit gehabt, eine Rettungsweste überzustreifen und ins Meer zu springen.
Die Coast Guard von Taiwan und Japan fand im Rahmen der Suchaktion noch zwei weitere Rettungsinseln, die aber leer waren. Sie trieben 28 Kilometer südwestlich der mutmaßlichen Untergansstelle. Die letzte bekannte Position war 21-05 N 123-50 O. Die "Nasco Diamond", 57000 tdw (IMO-Nr.: 9467861), war erst ein Jahr alt und lief für die Nanjing Ocean Shipping Co. Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung der "Apollo S" läuft an
(11.11.10) Die Bergungsfirma Svitzer bereitet über einen Monat nach dessen Untergang die Hebung des Wracks des Thunfischfängers "Apollo S" in Port Lincoln vor, wo er am 8.10. nach einem Rammstoß durch den Getreidefrachter "Grand Rodosi" sank. Die Eigner, die Australian Fishing Enterprises, haben mit Svitzer einen entsprechenden Kontrakt geschlossen, und nach Angaben des Department for Transport, Energy and Infrastructure soll die Bergung noch in dieser Woche anlaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsschiff versenkte Frachter
(1111.10) Der Frachter "Hang Gang 2" mit einer Ladung von 26 Tonnen Hülsenfrüchten der Meghna Group sank am 10.11. gegen 19 Uhr nahe Banglabazar Jute Rally Ghat vor dem Hafen von Chittagong, nachdem er ausgerechnet von einem Bergungsschiff, der Barge "BB Madina-1", gerammt worden war. Die "Hang Gang-2" der NZ Corporation Ltd. erlitt einen Riss im Heckbereich und ging nahe des Ufers unter. Quelle: Tim Schwabedissen



"Athena" wartet weiter vor Falmouth
(11.11.10) Nach über zwei Wochen rückt das Einbringen der Fischfabrik "Athena" nach Falmouth näher. Am 27.10. hatten tausende von Pappkartons auf dem Schiff Feuer gefangen, als es sich 230 Meilen südwestlich der Isles of Scilly befand. Derzeit liegt der Havarist an der Crossroads Buoay in den Carrick Roads und wird von der Coastguard untersucht. Drei Berger sind an Bord und prüfen, ob der Brand vollständig erloschen und das Schiff sicher ist. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler saß beim "Black Rock" fest
(11.11.10) Der 80 Fuß lange Trawler "Megan Marie" lief am Morgen des 10.11. um 5.45 Uhr bei Sconticut Neck, New Bedford, auf Grund. Die fünfköpfige Crew blieb unversehrt, doch erlitt das unweit des "Black Rock" liegende Schiff Wassereinbruch. Die Coast Guard Woods Hole, die New Bedford Police und die Massachusetts Environmental Police bargen drei Mann ab. Die Coast Guard half den beiden Verbliebenen, das Schiff mit einer zusätzlichen Pumpe zu lenzen. Nachdem es wieder flott war, steuerte es New Bedford Harbor an. Quelle: Tim Schwabedissen



"Fugro Mercator" droht zu stranden
(11.11.10) Das Rettungsboot von Margate's wurde am Morgen des 10.11. alarmiert, nachdem das unter Bahamas-Flagge laufende Forschungsschiff "Fugro Mercator" mit 21 Mann an Bord in schwerer See zu stranden drohte. Es hatte in Margate Roads für Reparaturen an der Maschinen geankert, doch bei starkem Nordwind trieb es auf die Küste zu. Die Crew verständigte die Coastguards in Dover, dass sie jenseits der 10-Meter-Linie trieb und versuchten, die Maschine wieder anzufahren. Neben dem RNLI-Boot kam auch der in Chatham stationierte Schlepper "Napia" zu Hilfe. Nach rund einer Stunde gelang es, wieder Fahrt aufzunehmen und klar von der Küste zu kommen, um in tieferem Wasser erneut zu ankern. Das Rettungsboot blieb vor Ort, bis die "Napia" eingetroffen war und das Schiff bis zur Beendigung der Reparaturen sichern konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



"Cometa" muss vor Bergung ausgepumpt werden
(11.11.10) Die Schäden an dem vor Norwegen gestrandeten Frachter "Cometa" sind nach ersten Inspektionen erheblich schwerer als zunächst angenommen. Nun sollen zunächst die am stärksten gefährdeten Treibstofftanks geleert werden. Insgesamt waren 170 Tonnen Öl an Bord. Die Küstenwach-Schiffe "Nornen" und "Bergen" sowie das Ölbekämpfungsschiff "Oljevern 03" waren vor Ort. Im Laufe des 11.11. sollte versucht werden, den Havaristen wieder flott zu machen. Warum das Schiff strandete, ist weiterhin unklar - offenbar kam es nach Backbord vom Kurs ab und lief auf eine Schäre. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision in Valletta
(11.11.10) Am 6.11. rammte der Frachter "Enko" beim Verlassen des Hafens von Valletta das an der Wine Wharf liegende, unter Panama-Flagge registrierte Forschungsschiff "Western Pride", 2945 BRZ (IMO-Nr.: 9010125) bei einem Rückwärtsmanöver. Der Frachter lief mit seinem Heck in das der "Western Pride", das dabei oberhalb der Wasserlinie aufgerissen und eingedrückt wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Versorger nach Kollision auf Reparaturwerften
(11.11.10) Der norwegische Versorger "Edda Fjord", 5886 BRZ (IMO: 9246114) verholte nach seiner Kollision mit dem unter Färöer-Flagge laufenden Versorger "Prosper" 1636 BRZ (IMO-Nr.: 8119601) vor Tananger am 8.11. am 10.11. von Mekjarvik nach Haugesund, wo der Schaden am Steuerbord-Bug ausgebessert werden soll, ehe am 18.11. ein neuer Einsatz in Kristiansund beginnt. Die "Prosper", deren Ruderhaus und Mast demoliert wurden, wurde am Vormittag des 11.11. zur GMC Rosenberg zur Reparatur geschleppt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" treibt antriebslos   Großbild klick!
"Carnival Splendor" wird nun aus der Luft versorgt
(10.11.10) Das Kreuzfahrtschiff "Carnival Splendor", 112.000 BRZ (IMO-Nr.: 9333163) befand sich am 9.11. weiterhin rund 200 Meilen südlich von San Diego. Dorthin sollte es entgegen ursprünglicher Planungen nun auch von zwei mexikanischen Schleppern gebracht werden, von denen der erste gegen Mittag eintraf und eine Trosse übergeben konnte.
Ursprünglich war angedacht gewesen, die Passagiere an Bord der Hochseeschlepper nach Ensenada zu bringen. Ein dritter Schlepper befand sich ebenfalls unterwegs zu dem Passagierschiff. Mit dessen Einlaufen wird im Laufe des 11.11. gerechnet. Da aber auch Ensenada weiterhin als Option offen gehalten wurde, wollte Carnival Hotels und Flüge erst nach dem Festmachen arrangieren. Das Feuer im achteren Maschinenraum war am 8.11. gegen neun Uhr nach drei Stunden endgültig gelöscht worden.
Die US Coast Guard bat am selben Tag den Flugzeugträger USS "Ronald Reagan" der 3. US-Flotte um Mithilfe bei der Versorgung des Havaristen. Dieser nahm um 13.35 Uhr Kurs auf den Kreuzfahrer und erreichte ihn am Vormittag des 9.11. 35 Paletten mit 60000 Pfund Nahrung, Wasserflaschen und sonstigen Versorgungsgütern waren von der Marinebasis North Island in Kalifornien auf den Träger geflogen worden. Mit Helikoptern wurden sie im Laufe des Nachmittags an Bord des Havaristen abgesetzt. Ebenfalls vor Ort war das Küstenwachboot "Morgenthau" aus Alameda, das ein Boarding Team auf den Kreuzfahrer übersetzte, um eine erste Untersuchung zur Brandursache durchzuführen. Die für den 14.11. geplante nächste Kreuzfahrt wurde bereits abgesagt. Die jetzt betroffenen Passagiere werden entschädigt.
Das Schiff mit einer Tragfähigkeit von 10000 Tonnen wurde am 10.3.2008 von Fincantieri in Trieste nach einer Bauzeit von eindreiviertel Jahren an die Carnival Cruises in Miami abgeliefert. Es ist 290,2 Meter lang, 35,54 Meter breit und hat 8,3 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre in Albanien gestrandet
(10.11.10) Bei starkem Wind trieb im albanischen Hafen Vlore Albania die Fähre "Veronica Line" am 9.11. auf Grund, nachdem sie sich zuvor losgerissen hatte. Das Schiff hatte seit über einem Monat dort in der Kette gelegen. Die "Veronica Line", 1332 tdw (IMO-Nr.: 7010509) wurde 1970 erbaut und läuft unter der Flagge von St. Kitts für die Alemar S.r.l. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf künftiger Kiel-Göteborg-Fähre
(10.11.10) Am 9.11. brach gegen 13 Uhr auf einer Treppe, die die Autodecks 9 und 10 der Fähre "Britannica", 55050 BRZ (IMO: 9235517) verbindet, ein Feuer aus. Das 241 Meter lange Schiff, die einstige "Stena Britannica", liegt derzeit bei der Gdansk Shiprepair Yard, um für den 2011 geplanten Einsatz als "Stena Scandinavica" auf der Route Kiel-Göteborg umgebaut zu werden. Alle Mitarbeiter der Werft wurden sofort evakuiert, niemand erlitt Verletzungen. Es gelang dann, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Hoffnung für fünf vermisste Fischer schwindet
(10.11.10) Für die fünf Besatzungsmitglieder des chinesischen Trawlers "Lu Wie 0578" aus Weihai in der Shandong Provinz gab es nur noch geringe Hoffnung. Ihr Schiff war am 8.11. gegen 11 Uhr vor der koreanischen Westküste gekentert und gesunken. Trotz 20-stündiger Suche fanden sich weder Spuren des Wracks noch der vermissten Crewmitglieder an der Unglücksposition 60 Kilometer nordwestlich von Gyeongnyeolbiyeol Island in der Chung Cheongnam Provinz. Ein Schwesterschiff hatte kurz nach dem Untergang 10 Mann gerettet. Vor Ort war ein 1500-Tonnen-Patroullienboot im Einsatz, der aber von hohen Wellen und starkem Wind behindert wurde. Auch ein Schiff des China's Rescue and Salvage Bureau wurde in Marsch gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schiffbrüchiger folgt Schmuggler
(10.11.10) In Germantown strandete ein 32 Fuß langes Boot mit dem beziehungsreichen Namen "The Castaway", also Der Schiffbrüchige. Zwei Anwohner entdeckten es am Morgen des 9.11. unweit der Doane Street. An der Mooringleine hing immer noch eine Kette. Bei starkem Wind war das Boot wohl in der Nacht losgerissen. Bereits vor20 Jahren hatte an derselben Stelle ein Schiff mit dem Namen "Old Smuggler" seinen unfreiwilligen Liegeplatz gefunden. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünfter Mann vermisst
(10.11.10) Der Kutter "Arnura Putha 4", der am 13.10. den Nilwella Fishery Harbour in Dikwella verlassen hatte, kenterte und sank in der vergangenen Woche vor Trincomalee. Nach Auskunft der Marine von Sri Lanka Navy wurden vier Mann durch einen anderen Kutter gerettet, ein weiterer blieb vermisst. Die Überlebenden wurden am 9.11. im Hafen von Trincomalee an Land gesetzt, während die Marine die Suche nach dem fünften Mann fortsetzte. Quelle: Tim Schwabedissen



Katamaran endete vor Noosa
(9.11.10) Dem 16 Meter langen Motorkatamaran "Harmony" wurden am 9.11. hohe Wellen vor Noosas Nordküste zum Verhängnis. Die Power Cat sollte von der Gold Coast nach Hervey Bay überführt werden, als es unweit des North Reef zu einem Wassereinbruch kam. Das Charterschiff "Dreamtime" reagierte auf einen Notruf und eilte vom Sunshine Reef, wo es geankert hatte, zu dem acht Meilen entfernten Boot und nahm die zweiköpfige Crew an Bord. Unmittelbar darauf ging der Backbordrumpf unter, und der Katamaran kenterte. Nur ein kleines Stück des Steuerbordrumpfes ragte noch aus dem Wasser. Die "John Waddams" der Coast Guard von Noosa versuchte, das Wrack einzuschleppen, doch bei immer höher gehender See brach die Schleppleine. Am folgenden Morgen war das Boot kieloben auf dem Teewah Beach gestrandet, der von Schiffstrümmern übersät war. Die Sunshine Coast sicherte die Strandungsstelle, bis die Behörden der Sunshine Coast die Trümmer geräumt hatten. Quelle: Tim Schwabedissen



Auslaufender Frachter kam nicht weit
(10.11.10) Der unter St. Kitts-Nevis-Flagge laufende Frachter "Eren" strandete am 8.11. gegen 11 Uhr beim Verlassen des ukranianischen Hafens Belgorod-Dnestrovskiy im Schwarzen Meer. Er hatte 2270 Tonnen Holz für die Türkei geladen. Die Schlepper "Tira", "Pugatchev" und "Dnestrovets" kamen zur Assistenz. Am 9.11. lag der Frachter immer noch fest. Die "Eren", 3261 tdw (IMO-Nr.: 8857760) wurde 1970 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter mit neun Knoten auf Schäre gebrummt
(10.11.10) Am 10.11. um 5.55 Uhr lief der unter der Flagge der Färöer registrierte Frachter "Cometa", 4610 BRZ (IMO-Nr.: 7922166), auf der Fugletangschäre zwischen Asmaløy und Kirkeøy auf Grund. Das Schiff kam mit einer Geschwindigkeit von neun Knoten fest. Es war mit Stückgut unterwegs mit 10 Mann Crew von Oslo nach Fredrikstad. Die Küstenwache und ein Lotsenboot begaben sich zur Strandungsstelle. Das Schiff liegt auf festem Fels auf, es hatte 4,5 Meter Tiefgang. Die Windgeschwindigkeit vor Ort betrug 6,8 Meter pro Sekunde. Nach der Strandung wurde ein Teil des Ballastwassers abgepumpt, während der Havarist auf Schlepperhilfe wartete. Kapitän und 1. Offizier waren befähigt, die norwegischen Küstengewässer ohne Lotsen zu befahren. Quelle: Tim Schwabedissen



Zweimaster brennt   Großbild klick!
Paar aus Porsgrunn verlor Yacht und Wohnsitz
(9.11.10) Am 7.11. brach auf einer in Porsgrunn beheimateten 57-Fuß-Yacht auf dem Weg von Strömstad nach Porsgrunn bei Tisler ein Feuer aus. Das Rettungsboot "Horn Flyer" begann, nachdem es um 14.30 Uhr alarmiert und das an Bord befindliche Paar aus einer Rettungsinsel gerettet war, mit den Löscharbeiten an dem Zweimaster. Die Geretteten wurden wegen des Einatmens von Rauch mit Sauerstoff versorgt und dann ins Østfold-Krankenhaus in Fredrikstad gebracht. Sie hatten es als Dauerwohnsitz genutzt. Der Motorsegler wurde völlig zerstört, die Masten gingen über Bord. Auslöser des Feuers war wohl die Heizungsanlage. Das Wrack des Bootes wurde nach Skjærhalden geschleppt, wo die Polizei es untersucht. Quelle: Tim Schwabedissen



"Carnival Splendor" treibt antriebslos   Großbild klick!
Amerikanisches Kreuzfahrtschiff treibt nach Brand vor San Diego
(9.11.10) Das amerikanische Kreuzfahrtschiff "Carnival Splendour", 113000 BRZ, wurde am 9.11. nach einem Brand im Maschinenraum nach Ensenada in Baja, Mexiko, geschleppt. An Bord waren 3.299 Passagiere und 1.167 Besatzungsmitglieder. Am Morgen des 8.11. war gegen sechs Uhr auf der "Carnival Splendor" das Feuer im achteren Maschinenraum ausgebrochen, als sich das Schiff 55 Meilen westlich von Punta San Jacinto befand. Gegen 6.30 Uhr wurden die Passagiere angewiesen, sich aus ihren Kabinen auf das Lido Deck zu begeben. Rauch war aus dem Maschinenraumtrakt auch in andere Bereiche gedrungen.
Die Brandbekämpfung dauerte bis 9.10 Uhr an, doch 45 Minuten nachdem das Feuer unter Kontrolle schien, flammte es erneut auf. Daraufhin wurden alle Maschinen abgestellt. Danach war die Bordenergie auf Notgeneratoren reduziert, während die Crew versuchte, die Hauptgeneratoren im vorderen Maschinenraum in Gang zu bekommen. Die Fahrgäste wurden mit Wasser und kaltem Essen versorgt und konnten sich in den oberen Schiffsbereichen bewegen. Toiletten, Schlüsselsysteme, Klimaaanlage, Küchenanlagen und Telefone fielen aus. Am Abend des 8.11. hatten sie wieder Zugang zu ihren Kabinen, zu den Restaurants und Bars. Drei Personen, zwei Passagiere und ein Besatzungsmitglied, erlitten Panikattacken. Darüber hinaus gab es keine Verletzungen.
Die U.S. Coast Guard schickte die Küstenwachschiffe "Edisto", "Morgenthau" und "Aspen" sowie eine HC-130 Hercules. Darüber hinaus kamen ein mexikanisches 140-Fuß-Patroullienboot sowie der im Automated Mutual-Assistance Vessel Rescue System aktive deutsche Containerfrachter "Dresden Express", 53833 BRZ (IMO-Nr.: 8902553) zu Hilfe.
Das Schiff befand sich auf der ersten Etappe einer einwöchigen Kreuzfahrt durch die mexikanische Riviera, die am Abend 7.11. in Long Beach, Kalifornien, begonnen hatte. Der 8.11. war als Seetag konzipiert, bevor es nach Puerto Vallarta, Mazatlan und Cabo San Lucas weiter gegangen wäre, bevor das Schiff am 14.11. nach Long Beach hätte zurückkehren sollen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Versorger
(9.11.10) Am Morgen des 9.11. um 03:49 Uhr wurde die Humber Coastguard alarmiert, nachdem im Maschinenraum des Versorgers "Ocean Sun", 1151 BRZ (IMO-Nr.: 7128356) 70 Meilen ostnordöstlich von Flamborough Head bei 8 Bf ein Feuer ausgebrochen war. Um 03:52 Uhr war das Feuer gelöscht, und eine der zwei Maschinen konnte wieder angefahren werden, doch wegen der wichtigen Rolle als Standby-Schiff für das Jack-Up-Rig "Ensco 72" musste ein Ersatzschiff gerufen werden, das aber 18 Stunden bis zu, Eintreffen benötigen würde. Die 12-köpfige Crew der "Ocean Sun" blieb unversehrt. Die Schifffahrt wurde mit Pan-Rufen gewarnt. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischcarrier sank 10 Meter vom rettenden Ufer entfernt
(9.11.10) Sieben russische Seeleute wurden nach dem Untergang des kambodschanischen Fischtransporters "Damanta" vor Hokkaido Island am 9.11. gerettet. Das Schiff war mit einer Ladung Hummer auf der Fahrt von Korsakov in den japanischen Hafen Wakkanai. Es sank nur gut 10 Meter von seinem Liegeplatz entfernt. Einem zu Hilfe eilenden Schiff gelang im Sturm die Bergung der Crew. Nach dem Untergang kam es zu einer Ölverschmutzung. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Rettungsboote in Grundseen demoliert
(9.11.10) Beim sogenannten "last light bar check" zweier Rettungsboote für die Coast Guard Station Chatham kam es am 5.11. zu Schäden an beiden jeweils 1,2 Millionen Dollar teuren Booten sowie einem Rettungseinsatz eines Coast Guard Jets, eines Helikopters, eines 110-Fuß-Küstenwachbootes sowie zweier Patroullienboote aus Provincetown und Nantucket. Die Boote waren von der Safe Boats International in Port Orchard, Washington, erbaut worden. Der "letzte Check" findet traditionell auf dem .Chatham Break, einer Abfolge gefährlicher Sandbänke in der Mündung von Chatham Harbor statt, deren Querung lebensgefährlich sein kann. Die Coast Guard prüft deshalb, wenn nötig, die Bedingungen, die bei der Querung der Barre z.B. durch Kutter aus Chatham herrschen. Die Wettervorhersage am 5.11. prophezeite Winde von bis zu 25 Knoten und Wellenhöhen an die neun Fuß. Die neuen Boote sollten bis zu 15 Fuß Wellenhöhe widerstehen können.
Die vierköpfige Crew des ersten Bootes war um 17.30 Uhr auf der Barre, stoppte vor Erreichen der Grundseen und kam zum Schluss, dass sie passieren könnten. Dann brach eine große Welle über den Bug und schlug die vorderen Scheiben des Cockpits ein, wodurch das Ruderhaus überschwemmt wurde. Die Elektronik fiel aus, und dadurch auch die Ruderanlage und beide Maschinen. Nachdem zwei weitere Brecher über das Boot gegangen waren, wurde es von der Ebbtide in tieferes und ruhigeres Wasser getrieben, wo der Anker geworfen und die Rettung durch das zweite Boot erwartet wurde. Doch dieses erwartete um 18.30 Uhr dasselbe Schicksal. Auch hier wurden die Frontscheiben zertrümmert und das Ruderhaus überschwemmt, doch es gelang immerhin, eine Maschine am Laufen zu halten. Dann liefen die größeren Rettungseinheiten aus Provincetown und Brant Point, Nantucket, sowie der 110-Fuß-Kutter "Tybee", der sich im Nantucket Sound befand, zu der Unglücksstelle. Ein Jayhawk-Rettungshubschrauber hob von der Air Station Cape Cod ab, und ein Falcon Jet überwachte die Boote. Eines von deren Besatzungsmitgliedern war von Glassplittern verletzt worden. Die "Tybee" war gegen 21 Uhr vor Ort und schleppte eines der Boote zur Station Woods Hole. Das 47-Fuß-Boot aus Brant Point eskortierte das noch fahrtüchtige zweite Boot ebenfalls dorthin.
Safe Boats hat 300 25-Fuß-Boote für die Coast Guard im Rahmen eines145-Millionen-Dollar-Vertrages erbaut, doch die beiden 42-Fuß-Boote in Chatham sind die bisher ersten, die in Dienst gestellt wurden. Sie haben Hydraulikdüsen anstelle eines konventionellen Antriebs, die das Operieren auf bis zu drei Fuß Wassertiefe erlauben sollen. Sie wurden bislang erfolgreich getestet, auch in noch höheren Wellen. Die Vormänner waren die beiden erfahrensten Rettungsmänner der Station. Am 10.11. sollten Inspektoren eine Untersuchung beginnen.
Ein Ersatzboot der 27-Fuß-Klasse machte sich derweil als Ersatz für die beschädigten Boote von Point Judith aus auf den Weg. Ein weiteres liegt in Stage Harbor bereit, doch beide Boote sind nicht so seetüchtig wie es die 42-Fuß-Boote hätten sein sollen. Deswegen verlegte die Küstenwache weitere Patroullienboote und andere Einheiten in das Seegebiet vor Chatham. Quelle: Tim Schwabedissen



Trainees der "Fryderyk Chopin" vor der Heimreise
(9.11.10) Die 36 Kadetten des polnischen Segelschulschiffes "Fryderyk Chopin" sollen entgegen erster Planungen nun doch in die Heimat zurückkehren. Sie sind derzeit noch in einem Hostel in Penzance, Cornwall, untergebracht, in dem sie nach dem Einschleppen ihres entmasteten Schiffes nach Falmouth am 1.11. einquartiert wurden. Der Wunsch nach Rückkehr wurde von den Teenagern wie auch deren Eltern und den Schiffseignern geäußert. Diese, die European Higher School of Administration and Law in Warschau, haben das Hostel bis zum 9.11. bezahlt. Wenn der Zweimaster vor Ort repariert wird, können die Kinder anschließend von dort ihre Fahrt in die Karibik fortsetzen. Es kann aber auch sein, dass das Schiff zur Reparatur nach Gdingen zurückkehrt. Wann die Masten repariert werden, hängt vom Schiffsversicherer PZU ab. Der Segler wurde dreimal inspiziert, auch vom Inspektoren des Polish Shipping Register. Außer am Mast und Rigg wurden keine Schäden festgestellt. Quelle: Tim Schwabedissen



Sieben Personen von gestrandeter Yacht gerettet
(9.11.10) Am 8.11. gegen 15 Uhr fing der Gosport and Fareham Inshore Rescue Service einen Mayday-Ruf der 47 Fuß langen Yacht "Mon Amis" auf, die mit sieben Personen an Bord im Solent auf Grund gelaufen war. Ein Rettungsboot wurde zur Unglücksstelle nahe der Hill Head Road, gegenüber des Osborne View Pub in Fareham gesandt. Es nahm die Crew an Bord. Mit dem Abendhochwasser konnte die Yacht dann wieder flottgemacht werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Auch in Australien: U-Boot von Schlepper gerammt
(9.11.10) Das U-Boot HMAS "Dechaineux" der Australian Navy kollidierte am 9.11. mit einem Zivilschlepper vor der westaustralischen Küste. Das Boot war dabei, die Marinebase auf was Garden Island nahe Perth zu verlassen. Es führte ein Routinemanöver mit dem Schlepper durch, als dieser über das Heck des Bootes lief, das beschädigt wurde. Die Reparatur wird mehrere Wochen dauern. HMAS "Dechaineux" hätte an einem jährlich stattfindenden Manöver teilnehmen sollen. Nun wird ihre Rolle von HMAS "Collins" übernommen werden müssen. Quelle: Tim Schwabedissen



Schoner strandete in Bristol
(9.11.10) Der Zweimaster "Mary Rose" lief am 8.11. gegen 10 Uhr auf den Love Rocks in Bristol auf Grund. Der 84 Jahre alte Schoner hatte sich von seinen Moorings unweit der Herreshoff Marine Museum Pier losgerissen und kam unterhalb des einstigen Hauses von Captain Nathanael Greene Herreshoff, dem Designer der "Mary Rose", fest. Ein Mann hatte sich zu der Zeit zu Instandhaltungsarbeiten an Bord befunden. Er wollte gerade weiteren Arbeitern wegen zu schlechten Wetters telefonisch absagen, doch dann schlug sich das Boot quer und trieb ab. Das Herreshoff Marine Museum und der Hafenmeister schickten Teams, um das Boot wieder flottzumachen. Das Patroullienboot des Hafenmeisters übergab eine Schleppleine, doch bei ablaufendem Wasser saß die "Mary Rose" fest. Daraufhin wurden Berger der Tucker Ray Marine Towing and Salvage, Inc. aus New Bedford gerufen, die bei Hochwasser versuchen wollten, das auf ebenem Kiel sitzende Boot mit Luftsäcken unter Einsatz eines Schleppers wieder flottzumachen. Das Boot schien nur leichte Schäden erlitten zu haben. Es wurde 1926 von der Herreshoff Manufacturing Co. erbaut, ist 65 Fuß lang, 14 Fuß Breit und hat einen neun Fuß tief gehenden Kiel und einen 90 Fuß hohen Hauptmast. Das Schiff wurde erst vor zwei Wochen nach einer Überholung ins Wasser gesetzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Kollision zweier Versorger vor Tananger
(9.11.10) Am 8.11. gegen 23.30 Uhr kollidierte der norwegische Versorger "Edda Fjord", 5886 BRZ (IMO-Nr.: 9246114) mit dem unter Faröer-Flagge registrierten Versorger "Prosper", 1636 BRZ (IMO-Nr.: 8119601) vor dem Hafen von Tananger bei Stavanger. Die "Prosper" wurde danach mit beschädigtem Ruderhaus von der "Nautilus Mammut", unterstützt von der "Island Valiant", in den Hafen eingeschleppt, während die "Edda Fjord" trotz eines Loches im Rumpf mit eigener Kraft in Rigavika festmachen konnte. Die Polizei von Rogaland nahm Ermittlungen auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Tanker vor Schweden gestrandet
(9.11.10) Der französische Tanker "Chantaco", 11793 BRZ (IMO-Nr.: 9333802), lief am Morgen ds 9.11. nordöstlich von Hävringe auf Grund. Dabei wurden zwei Ballastwassertanks aufgerissen, und der Havarist entwickelte fünf Grad Steuerbordschlagseite. Es war von Riga gekommen und hatte nach Oxelösund einlaufen wollen. Es hatte während der Nacht nordöstlich von Hävringe geankert, doch der Anker hielt nicht im Grund, und das Schiff trieb in Sichtweite von Oxelösund auf Grund. Quelle: Tim Schwabedissen



Kreuzfahrtschiff rettete zwei Segler
(9.11.10) Am 1.11. rettete das Kreuzfahrtschiff "Princess Daphne" auf der Reise nach Civitavecchia zwei Segler, einen Malteser und einen Italiener. Die beiden hatten ihre Yacht in stürmischer See vor den Äolischen Inseln, 17 Meilen nordöstlich von Lipari, aufgeben müssen. Vorher hatten sie noch ein SOS absetzen können, sodass sie wohlbehalten geborgen wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in Sharjah ausgebrannt
(9.11.10) In Sharjah geriet am 8.11. gegen 14.20 Uhr ein Frachter in Brand. Ein Besatzungsmitglied wurde verletzt und kam ins Kuwait Hospital. Das Feuer entstand kurz nach Ende von Beladungsarbeiten in Port Khalid. Zivilschutz und Coast Guard retteten die Crew, während eine gewaltige Rauchwolke aufstieg, die auch Al Rolla einhüllte und den Verkehr zum Stillstand brachte. Nach einer Stunde war es gelungen, den Brand zu löschen.Quelle: Tim Schwabedissen



Patroullienboot auf Wrack gelaufen
(9.11.10) Ein Schnellboot der Küstenpolizei von Maharashtra lief auf der Fahrt von Mumbai nach Ratnagiri nahe des Leuchtturms von Colaba am 7.11. auf ein vor über 20 Jahren gesunkenes Schiffswrack und schlug leck. Die "Sagar Shakti" lief zur Reparatur die Ghadiyal Docks in Mumbai an. Die fünfköpfige Crew blieb unversehrt. Das Wrack ist normalerweise mit bloßem Auge zu sehen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Athena" hat weiterhin Hot Spots
(9.11.10) Die Bergungsarbeiten auf der Fischfabrik "Athena" dauern an, während das Schiff vor dem Hafen von Falmouth verbleibt. Vor einem Einlaufen müssen Stabilität, Integrität des Rumpfes und Tiefgangsbestimmungen erfüllt sein. An Bord sind weiterhin 310 Tonnen Schweröl und 220 Tonnen Gasöl. Einige Hot Spots in den Frachtbereichen befinden sich in ausreichender Entfernung von den Tanks. Ein Konsortium von SMIT und JP Knight ist mit der Bergung beauftragt. Quelle: Tim Schwabedissen



"Egholm II" traf in Hirtshals ein
(9.11.10) Am 7.11. gegen 22 Uhr erreichte die Fähre "Egholm II" am Haken eines Schleppers den Hafen von Hirtshals. Die Überfahrt war wegen schlechten Wetters aus Sicherheitsgründen in Grenaa und Frederikshavn unterbrochen worden. Ursprünglich hätte sie auf einer Barge transportiert werden sollen, doch der Rumpf des am 17.10 gesunkenen und zwei Wochen später gehobenen Schiffes schien den Bergern und dem Inspektor der Marine Consult stabil genug zu sein. Nun soll die Fähre auf der Wärtsilä-Werft in Hirtshals inspiziert und danach über die notwendigen Arbeiten zur Reparatur entschieden werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachtkasko soll auf Deck eines Frachters weiterreisen
(9.11.10) Binnen der kommenden Woche könnte die auf der Reise von Murmansk nach Hamburg gestrandete Yacht auf einer Barge oder mit einem Frachter aus Alsvåg abgeholt werden. Tyrholm & Farstad hat sich bereits mit der russischen Werft, die noch Eigentümerin des Kasko ist, in Verbindung gesetzt. Nun muss die Versicherung sich mit diesem Prozedere noch einverstanden erklären. Quelle: Tim Schwabedissen



Motxo nicht mehr zu retten   Großbild klick!
Trawler "Motxo" nicht zu retten
(8.11.10) Der gestrandete baskische Trawler "Motxo" 135 BRZ (IMO-Nr.: 8733665), kann nicht wieder flott gemacht werden. Er liegt auf der Seite zwischen Zumaia und Deba, während ein Sturm mit mehr als hundert Meilen pro Stunde und Wellen bis zu sieben Metern Höhe vor Ort erwartet wurde. Was der Sturm übrig lässt, wird verschrottet werden müssen, wie es im Jahr 2008 mit dem Frachter "Maro" vor Jaizkibel geschah. Sakoneta, der Ort, an dem der Trawler auf Grund lief, ist nicht leicht zugänglich und nur durch Feldwege erschlossen. Inzwischen nutzten sie aber viele Menschen, um das Wrack und die ringsherum verstreuten Trümmer wie Navigationsinstrumente, , Metallstücke, Lampen, Seile und Netze in Augenschein zu nehmen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tiertransporter ausgebrannt gestrandet
(8.11.10) Der am 1.11. von der NATO auf Position 13.34 N 042.59 O brennend in der Meerenge bei Bab el Mandeb treibende syrische Frachter "Gamma Livestock 12", 874 tdw (IMO-Nr.: 5115020) ist mittlerweile ausgebrannt und auf Grund gelaufen.. Die Besatzung hatte das Schiff zuvor verlassen. Bei dem Viehtransporter handelt es sich um die ehemalige "Finkenau" der Bugsier, die 1961 bei Schichau Unterweser gebaut wurde und zuletzt für die Union Commercial Co. in Syrien lief. Quelle: Tim Schwabedissen



Brennende Yacht erst nach Stunden gelöscht
(8.11.10) Am 6.11. um 21.19 Uhr wurde die Feuerwehr von Katwijk alarmiert, nachdem die Motoryacht "Pionier" in dem Industriegebiet T`heen in Brand geraten war. Dichter, schwarzer Rauch stieg auf und breitete sich, da kaum Wind herrschte, über Katwijk aus. Bei Anwohnern kam es zu Augenreizungen durch verbranntes Plastik und Polyester. Die Brandbekämpfung gestaltete sich als schwierig, sodass die Feuerwehr aus Rijnsburg zur Unterstützung herbeigerufen wurde. Mit einer Drehleiter der Werh von Katwijk wurde das Feuer von oben gelöscht. Zwei weitere Boote, die neben dem brennenden Schiff lagen, konnten durch einen Wasservorhang gerettet werden. Die Polizei hatte das Gebiet wegen möglicher Freisetzung von giftigen Gasen gesperrt. Erst gegen 00.30 Uhr war das Feuer unter Kontrolle. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Schlepper vor Malaysien gesunken
(8.11.10) Die Malaysian Maritime Enforcement Agency (startete eine Rettungsaktion für die Besatzungen der beiden Schlepper "Phuocan 6" und "Phuocan 8", die in einem Sturm in den Gewässern von Pulau Lim, Pengerang, vor Kota Tinggi am 7.11. gesunken waren. Die Rettungsoperation wurde eingeleitet, nachdem ein Fischer gegen 18.30 Uhr gemeldet hatte, dass die beiden Schiffe in Schwierigkeiten geraten seien.
Zwei Rettungsschiffe und ein Schnellboot eilten zu der angegebenen Position und nahmen drei Männer auf, die bereits zuvor von einem anderen Schlepper 2.5 Meilen vor Pulau Mungging, Pengerang, aufgenommen worden waren. Das Schnellboot übernahm vier weitere Schiffbrüchige, die zuvor von der "Ocean Explorer" gerettet worden waren. Beide Schlepper waren von Vietnahm nach Pasir Gudang unterwegs gewesen, als sie in den Sturm gerieten. Quelle: Tim Schwabedissen



Drei Tote bei Bootsunglück in Guayana
(8.11.10) Auf dem Dschungelfluss Demerara in Guyana kenterte ein Ausflugsboot mit 20 Fahrgästen. Dabei kamen drei Menschen ums Leben, darunter zwei Kinder. Das Boot kam von Linden, als es am 6.11. während eines scharfen Wendemanövers beim Anlegen verunglückte. Die übrigen Insassen konnten sich schwimmend an Land retten. Quelle: Tim Schwabedissen



Fünf Tote bei Bootsunglück auf Lake Tanganyika
(8.11.10) Fünf Menschen, darunter vier Kinder, ertranken, als ihr Boot auf dem Lake Tanganyika nahe des Kabwe Village im Nkasi District in der Rukwa Region am 6.11. kenterte. Es war von Kabwe ins Kalila Village unterwegs und hatte ungefähr 35 Personen sowie Gepäck an Bord. Die "Kasongo ya Mizimu" brach vor dem Untergang bei der Annäherung an Kalila in mehrere Teile. Etliche Menschen schwammen an Land, weitere wurden von örtlichen Fischern gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote und sieben Vermisste nach Untergang eines Trawlers
(8.11.10) Zwei südkoreanische Fischer wurden tot aus der See gezogen, nachdem die "Tongyang 17", ein 93-Tonnen-Trawler mit neun Mann Besatzung, in schwerer See nahe Deijjeok Island unweit von Incheon am 7.11. sank. Die sieben weiteren Crewmitglieder, darunter zwei Indonesier, wurden am 8.11. noch vermisst. Die beiden Toten waren zwei Stunden nach Beginn einer Suchaktion durch sechs Schiffe und zwei Hubschrauber entdeckt worden. Die stürmische See erschwerte die Suche. Die "Tongyang 17" war vor drei Monaten aus dem Heimathafen Incheon ausgelaufen und hatte noch versucht, hinter einer Insel Schutz vor dem Sturm zu finden. Quelle: Tim Schwabedissen



16 Menschen nach 16 Stunden gerettet
(8.11.10) Alle 16 Insassen überlebten am Abend des 6.11. den Untergang des Ausflugsschiffes "D Guardian" nahe Pulau Tenggol vor Dungun. Sie wurden nach 16 Stunden am folgenden Vormittag von der Marine Operations Force (MOF) Region III 16 Meilen südlich der Insel gerettet. Alle hatten Rettungswesten an. Die Schiffbrüchigen wurden gegen 11 Uhr zur Marine Base in Kemaman gebracht. Der Skipper hatte es geschafft, noch eine Notmeldung abzusetzen, bevor der Katamaran mit 15 Touristen an Bord, darunter mehrere Taucher aus Kuala Lumpur und Selangor, kurz nach dem Auslaufen aus Pulau Tenggol auf dem Weg nach Terengganu sank. Der Skipper hatte noch versucht, umzukehren, doch wegen schlechten Wetters und bis zu 60 Knoten Wind musste er diesen Plan aufgeben. Neben der MOF waren 100 Angehörige der Malaysian Maritime Enforcement Agency (MMEA), Feuerwehr und der Royal Malaysian Navy im Einsatz. Quelle: Tim Schwabedissen



Keine Umweltgefahr mehr durch gestrandete "Nam Yang 8"
(8.11.10) Die philippinische Coast Guard will in der kommenden Woche das Entfernen von Öl aus den Tanks der in der Pagudpud Bay gestrandeten "Nam Yang 8" abschießen. Bislang wurden rund 70 % der ursprünglich 160 Tonnen ausgepumpt, und nur noch wenige Spuren verblieben. Nach der Reinigung der Tanks ist die Gefährdung der Küste ausgeschlossen. Nun ist die Oyang Marine Company, Ltd. in der Verantwortung, das Wrack zu räumen. Dies kann jedoch nicht vor kommendem März angegangen werden, weil bis dahin die Wetterbedingungen zu ungünstig sind. Die Ladung von 3000 Tonnen Erzmagnetit aus Cagayan wurde seit der Strandung im Januar aus dem Wrack herausgespült. Quelle: Tim Schwabedissen



Motorboot unter Fähre eingeklemmt
(8.11.10) Am 7.11. um 16.36 Uhr kollidierte ein Motorboot mit der Fähre "Fantasea Spirit" (IMO: 858066), einer 24 Meter langen und 2002 erbauten Katamaranfähre, auf dem Parramatta River in Sydneys Westen zwischen der Straßen- und der Eisenbahnbrücke von Ryde, 100 Meter von der Meadowbank Wharf entfernt. Dabei wurden zwei der Bootsfahrer ins Wasser geschleudert, vier weitere im Innern eingeschlossen, als sich das Boot unter der Fähre verkeilte.
Eine Polizeioffizierin schwamm unter die beiden Fährenrümpfe, um den Verunglückten zu Hilfe zu kommen. Sie beruhigte sie, während die "Dawn Fraser" unter Leitung der NSW Police Marine Area Command die "Fantasea Spirit". Zur Blaxland Road Bootsrampe brachte. Der Westpac Life Saver Rescue Helicopter befreite das Sportboot.
Nach ihrer Rettung kamen die verletzten Bootsfahrer ins Westmead Hospital. Die "Fantasea Spirit" war durch Sydney Ferries von den Palm Beach Ferries für die Nachmittagsfahrt von Rydalmere zum Circular Quay gecharter worden. Offenbar war ihr das Motorboot zu nahe gekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



66 Chinesen vor Taiwan gerettet
(8.11.10) 66 Fischereiarbeiter aus China wurden am Morgen des 5.11. vor Penghu Island durch die taiwanesische Küstenwache gerettet, nachdem ihre Fähre gesunken war. Sie sollten am 7.11. mit einem Fahrgastschiff zurück gebracht werden. Sie hatten auf taiwanesischen Kuttern gearbeitet und waren auf dem Rückweg nach Xiamen, als das Schiff, das sie transportierte, am frühen Morgen sank. Gegen vier Uhr waren allle in Sicherheit und wurden nach Keelung gebracht. Quelle: Tim Schwabedissen



Ketten der Cowes-Fähre durch Kollision beschädigt
(8.11.10) Die Kettenfähre von Cowes wurde am 6.11. von dem norwegischen Frachter "Windstar", 2237 BRZ (IMO-Nr.: 9034494außer Gefecht gesetzt, als dieser um 20.30 nach dem Auslaufen aus Cowes mit Kurs Amsterdam deren Ketten beschädigte. Am 7.11. wurde begonnen, die Ketten zu reparieren, doch da die Arbeiten nur bei Flut durchgeführt werden konnten, wurde mit einem Abschluss der Reparaturen erst zwischen dem 8. und 9.11. gerechnet. Für nicht motorisierte Personen wurde ein Barkassendienst eingerichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter lief in ankernde Barge
(8.11.10) Am 6.11. um 00.45 Uhr rammte der russische Frachter "Omskiy-102" im Tsimlyanskiy Reservoir bei Kilometer 2788 die Barge "Artemida", die von dem Schlepper "Irakl" der Prime Shipping Ltd. geschoben wurde. Der Schleppzug hatte wegen schlechten Wetters geankert. Die Barge wurde in einem Bereich von 2.5x2.0 Metern oberhalb der Wasserlinie am Backbord-Vorschiff aufgerissen. Die "Omskiy-102" war mit einer Ladung von 3000 Tonnen Stahl von der Ukraine in den Iran unterwegs. Die "Omskiy 102", 3174 tdw (IMO-Nr.: 8866735) wurde 1980 erbaut und läuft für die CSC Zemland Shipping. Quelle: Tim Schwabedissen



Mal wieder ein Ruderhaus abrasiert
(8.11.10) Ein Kapitän aus Mannheim hat am 6.11. die Höhe des Schleusentors in der Schleuse Feudenheim falsch eingeschätzt. Das Ruderhaus wurde nicht ausreichend abgesenkt, so dass wenige Zentimeter fehlten und das Schiff beim Auslaufen aus der Kammer das Schleusentor streifte. Bei der Kollision kippte das gesamte Aluminiumsteuerhaus nach hinten weg. An dem Frachtschiff entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro. Der Kapitän wurde bei dem Unfall leicht am Kopf verletzt. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Schleuse
(8.11.10) Das mit 1100 Tonnen Kalkstein beladene deutsche Binnenschiff "Vota" rammte am Morgen des 5.11. um 9.45 Uhr ein Tor der Schleuse von Kwaadmechelen im belgischen Ham gerammt. Die "Vota" war von Luik in Richtung Antwerpen auf dem Albertkanal unterwegs, als das Schleusen bei der Meerhoutstraat fehlschlug. Das Licht habe auf Grün gestanden, sagte der Kapitän aus Antwerpen. Doch das Schleusentor sei noch nicht einmal geöffnet gewesen, sodass er dagegen fuhr und sein Schiff leckschlug. Die Feuerwehr von Leopoldsbrug konnte das Wasser mit Pumpen stoppen. Ein Schwimmkran löschte dann die Ladung. Die Schleuse sollte bis zum 6.11. wiederhergestellt sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Beim Bergen gekentert   Großbild klick!
In Schutzgebiet gestrandeter Kutter kenterte bei Bergungsversuch
(6.11.10) Der 24,84 Meter lange baskische Kutter "Motxo" aus Bermeo lief am Morgen des 4.11. auf ein Riff in einem Schutzgebiet zwischen Deba und Zumaia. Er hatte 15 Tonnen Öl in den Tanks. Während eines Versuches, den Havaristen in tieferes Wasser zu ziehen, kenterte dieser und legte sich 90 Grad nach Steuerbord über, nachdem die Schlepptrossen brachen. An der missglückten Aktion waren das Küstenwachboot "Salvamar Orion" sowie die Schlepper "María de Maeztu"'und "Facal 19" beteiligt. Zuvor hatte ein Hubschrauber der Coastguard die neunköpfige Besatzung in zwei Etappen abgeborgen und nach Zumaia bzw. Hondarribia Guipuzcoa geflogen. Schwere See hatte die Arbeiten am Havaristen erschwert. Nun drohte das Schiff in der Brandung zu zerbrechen, und Diesel begann auszulaufen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker verursachte Ölverschmutzung in Kiel
(6.11.10) Der maltesische Tanker "Kardeniz", 4750 BRZ (IMO: 9401300), verursachte am Morgen des 5.11. in Kiel eine Ölverschmutzung. Kurz nach dem Festmachen im Scheerhafen kamen Beamte der Wasserschutzpolizei Kiel für eine Port State Control an Bord und entdeckten am Heck einen etwa 700 Quadratmeter großen Ölfilm auf dem Wasser, dessen Spur zur "Kardeniz" führte. Ursache für den Ölfilm war ein undichtes Stevenrohr am Heck, durch das Schmieröl austrat. Die Beamten ermittelten, dass aufgrund eines technischen Defekts mehrere Liter Öl aus dem Schmierölkreislauf für die Wellenabdichtung ins Hafenwasser gelangt waren. Das Schiff wurde mit einer Ölsperre umgeben, vom Kapitän und dem Ingenieur wurden jeweils 1050 Euro Sicherheitsleistung für das zu erwartende Verfahren in Deutschland eingezogen Eine Weiterfahrt des 119 Meter langen Tankers wurde erst nach einer Reparatur erlaubt. Vertreter von Werften schauten sich die Anlage bereits vor Ort an. Möglicherweise geht die "Kardeniz" vor ihrer Weiterfahrt zur Lindenau-Werft. Das Schiff sollte an der Stallzus-Pier in Kiel eine Ladung Öl aus Wilhelmshaven löschen. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Schleuse
(6.11.10) Das mit 1100 Tonnen Kalkstein beladene deutsche Binnenschiff "Vota" rammte am Morgen des 5.11. um 9.45 Uhr ein Tor der Schleuse von Kwaadmechelen im belgischen Ham gerammt. Die "Vota" war von Luik in Richtung Antwerpen auf dem Albertkanal unterwegs, als das Schleusen bei der Meerhoutstraat fehlschlug. Das Licht habe auf Grün gestanden, sagte der Kapitän aus Antwerpen. Doch das Schleusentor sei noch nicht einmal geöffnet gewesen, sodass er dagegen fuhr und sein Schiff leckschlug. Die Feuerwehr von Leopoldsbrug konnte das Wasser mit Pumpen stoppen. Ein Schwimmkran löschte dann die Ladung. Die Schleuse sollte bis zum 6.11. wiederhergestellt sein. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwischenbilanz der DGzRS - bislang 1058 Menschen gerettet
(6.11.10) 1058 Menschen haben die Besatzungen der DGzRS in den ersten zehn Monaten des Jahres 2010 aus Seenot gerettet und aus Gefahrensituationen befreit gegenüber 790 in 2009. Die 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee fuhren in dieser Zeit 1891 gegenüber 1966 Einsätzen in 2009. Der im Vergleich zu früheren Jahren erneut untypische Wetterverlauf hat sich auch 2010 fortgesetzt. Die Abfolge der Jahreszeiten hat sich im Schnitt um ein Quartal voraus verschoben. Nach dem extrem langen Winter 2009/2010 gab es zurückhaltend frühlingshafte Schönwetterperioden. Der Sommer wurde im Anschluss an eine mehrwöchige Hochtemperaturlage bis in den September mit eher herbstlichem Charakter wahrgenommen.

Insbesondere in der Ostsee wurde von den Seenotrettern mehr Wind aus östlichen Richtungen verzeichnet. Kräftige und kurze Starkwind- und Sturmperioden wurden weniger häufig registriert. Bei zahlreichen Einsätzen konnten die Seenotretter frühzeitig eingreifen und Schäden im Vorfeld begrenzen. In Nord- und Ostsee wurden zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2010. 104 Menschen aus Seenot gerettet und 954 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit, 404 Erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert, 73 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt, 899 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie 366 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert. 68.340 Seemeilen haben die 20 Seenotkreuzer - die 41 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet - einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten bis Ende Oktober absolviert. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Kutterfischer vor Cape San Blas gerettet
(6.11.10) Die U.S. Coast Guard rettete am 5.11. die zweiköpfige des 46 Fuß langen Kutters "Lady Jean", der gegen vier Uhr zwei Meilen südlich des Cape San Blas, östlich von Panama City, Florida, auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war. Die Coast Guard Mobile, Alabama, hatte das Mayday aufgefangen, und eine HC-144A Ocean Sentry stieg in Mobile auf. Sie war um 5.50 Uhr vor Ort, und ein 45-Fuß-Boot der Station Panama City traf gegen sieben Uh rein. Sie brachte die beiden Fischer an Land. Quelle: Tim Schwabedissen



Sechs Kutter vor Thailand gesunken
(6.11.10) 11 Besatzungsmitglieder eines gesunkenen thailändischen Trawler erreichten am 5.11. schwimmend den Strand von Laem Phothi im Yaring Distrikt. Sie hatten bereits vier Tage in der See getrieben, nachdem etwa sechs Kutter in stürmischer See gesunken waren. Quelle: Tim Schwabedissen



Mehrere Segler vor Portugal gerettet
(6.11.10) Zwei Franzosen wurden nach dem Untergang der 13 Meter langen Yacht "Mamour" am 31.10. um 23.30 Uhr 180 Meilen westlich von Sagres gerettet. Das Boot hatte zuvor Wassereinbruch erlitten. Ein passierendes Handelsschiff entdeckte die beiden in der See. In derselben Nacht rettete ein Helikopter der portugiesischen Luftwaffe drei weitere Personen eines sinkenden Bootes südwestlich des Kap St. Vincent in Sagres. Zwei Spanier und ein Argentinier wurden von der 10 Meter langen Yacht "El Almogrote" durch einen Merlin-Helikopter der portugiesischen Luftwaffe vor Marokko, rund 430 Kilometer nordöstlich von Casablanca gerettet. Quelle: Tim Schwabedissen



Geheime Videos von Grenzkonflikt zwischen China und Japan aufgetaucht
(30.10.10) Ein 44 minütiges Video auf YouTube zeigt, wie am 7. Septemberder chinesische Trawler " Minjinyu 5179" trotz wiederholter Warnungen die beiden japanischen Patroullienboote "Yonanuki" und "Mizuki" rammte. Ein Film zeigt, wie die Crew der "Yonakuni" dem Trawler auf chinesisch befahl, die Gewässer Japans zu verlassen. Fünf oder sechs Besatzungsmitglieder standen an Deck. Drei Minuten nach Filmbeginn stoppte der Trawler plötzlich. Die nächsten beiden Filme zeigen, wie langsam das Fanggeschirr eingeholt wird, wobei die japanischen Küstenwachboote ignoriert wurden. Der vierte Film, der ebenfalls von der "Yonakuni" aus aufgenommen wurde, hört man ein Besatzungsmitglied sagen, sie rammen uns. Nachdem die Netze aufgeholt waren, drehte die "Minjinyu 5179" auf das Wachboot zu. 17 Sekunden später lief es fast rechtwinklig in das Backbord-Heck. Dann änderte es Kurs und hielt auf das Steuerbord-Heck der "Yonakuni" zu. Nun war es 10.16 Uhr. Der fünfte Film zeigt eine weitere Kollision, die von der ."Mizuki" aus aufgenommen wurde und dessen Aufzeichnung um 10.55 Uhr begann. Es zeigt, wie der Trawler mit hoher Geschwindigkeit auf die Steuerbordseite der "Mizuki" zuhielt. Auf Japanisch wurde das Schiff zum Stoppen aufgefordert, doch dieses rammte Sekunden darauf das steuerbordseitige Achterschiff der "Mizuki". Der sechste Film zeigt diesen Zwischenfall aus der Sicht der "Hateruma", einem weiteren Küstenwachboot. In einer Wolke von Qualm versuchte der Chinese dann zu entkommen, wurde aber durch die Japaner aufgebracht. Der Zwischenfall hatte erhebliche diplomatische Wellen geschlagen. Die jetzt aufgetauchten, eigentlich nur für den internen Gebrauch bestimmten Filme könnten erneut zu Verstimmungen führen. http://www.youtube.com/watch?v=8F05czsTTNo http://www.youtube.com/watch?v=PDaOs-KJjvc&feature=related Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht rammte Restaurant
(6.11.10) Am Morgen des 5.11. riss sich gegen 11 Uhr die 35 Fuß lange Yacht "Porterhouse" von ihren Moorings bei starkem Wind los und rammte ein Restaurant an der Waterfront von Dunedin. Der Mast des Bootes schlug gegen eine Scheibe im 2. Stock des Bon Appetit Restaurant an der Plaza Marina. Doch die Scheibe hielt, und niemand wurde verletzt. Die Feuerwehr von Dunedin zog das Boot aus seiner prekären Lage. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölaustritt aus gesunkenem Schlepper im Griff
(6.11.10) Der Untergang des Schleppers "Wake Island" eine Meile nördlich von Pittsburg-Antioch am 3.11. war bereits der zweite derartige Zwischenfall binnen fünf Monaten. Im juni sank eine Baggerbarge am Fulton Shipyard und verursachte eine Ölverschmutzung auf dem San Joaquin River. Die aktuelle Dieselölverschmutzung am Broad Slough vor der Südostküste von Winter Island wurde durch die Coast Guard bekämpft. Der Schlepper gehört der in ansässigen Baggerfirma Salt River Construction, die Baggergut nach Winter Island bringt. Die Tanks der "Wake Island" vermochten 800 Gallonen zu fassen, wieviel aber in das Delta lief, war noch unklar. Das Department Fish and Game befürchtete aber keine Auswirkung auf die Tierwelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Schlepper bringt Fähre huckepack zur Reparatur
(6.11.10) Der unter Bahamas-Flagge laufende Schlepper "Eide Wrestler (IMO-Nr.: 7415137), nahm am 5.11. in Stavanger die beschädigte norwegische Schnellfähre "Fjorddrott", 226 BRZ (IMO-Nr.: 9383388), die am 27.10. vor Kvitsøy im Boknafjord auf Grund gelaufen war, auf Deck. Danach nahm er Kurs auf eine Werft im Eikefjrod, wo das Schiff binnen 1-2 Monaten repariert werden sollte. Es hatte Schäden an Rumpf und Propeller erlitten. Derweil muss die Reederei Tide Sjø eine Ersatzfähre einsetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Yachtkasko schwimmt nur auf eingeschlossener Luft
(6.11.10) Der 68-Meter-Kasko derv or Stoe gestrandeten Luxusyacht, der am 3.11. von dem polnischen Schlepper "Atlas II" (IMO: 6611071) geborgen wurde, ist zu beschädigt, um wie geplant auf dem Slip der GW Nilson AS in Alsvåg repariert zu werden. Bei einer Untersuchung des Havaristen durch Taucher stellte sich heraus, dass das Schiff eigentlich nur noch schwimme, weil das Deck nach oben dicht ist und von daher keine Luft entweichen kann. Allerdings muss der Havarist nun möglichst schnell ins Dock einer größeren Werft, um nicht doch allmählich zu sinken. In Frage käme als Reparaturort Harstad. Quelle: Tim Schwabedissen



Französischer Trimaran bei Route du Rhom zerbrochen
(5.11.10) SOS bei der Einhandregatta Route du Rhum auf der Etappe von Saint Malo nach Guadeloupe: Der französische Segler Sydney Gavignet ist am 3.11. mit der "Oman Air Majan" aus bislang unbekannten Gründen zerbrochen. Gavignet musste etwa fünf Stunden im Überlebensanzug an Bord ausharren, bevor er von einem Frachter geborgen werden konnte. Ob das Boot noch zu retten ist, war noch ungewiss.
Am späten Nachmittag hatte in voller Fahrt bei moderaten Bedingungen plötzlich die Struktur des vorderen Lee-Beams versagt. Dadurch riss der komplette Backbord-Schwimmer ab und zeitgleich brach das Rigg. Der Franzose segelte zu dieser Zeit schnell am Wind bein nicht allzu hohem Seegang. Die Geschwindigkeit betrug etwa 18 bis 22 Knoten, er hatte das zweite Reff eingebunden und war klar, auf ein kleineres Vorsegel zu wechseln. Der Wind nahm etwas zu, deshalb wartete er noch einen Moment. Doch nachdem das Boot über eine Welle gesprungen war und ein bisschen härter als sonst aufkam, gab es ein Krachen - der vordere Lee-Beam war etwa einen Meter vom Schwimmer entfernt gebrochen. Etwa drei Sekunden war der Traveller gefiert. Der Schwimmer löste sich dann vorn vom Beam. Weil der Trimaran vorne instabil war, kenterte er fast, das Boot ragte schon vertikal in die Luft. Doch er kenterte letztlich nicht, da dann das Rigg brach. Der Skipper löste das EPIRB aus, legte seinen Überlebensanzug an und wartete im Hauptrumpf, der kein Wasser machte, auf Rettung. Gegen 21 Uhr nahm ein Frachter, der auf dem Weg in die Türkei war, Gavignet an Bord. Er wird in zwei Tagen in Gibraltar erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter überlief Katamaran
(5.11.10) Drei Segler entkamen nur knapp dem Tod, als ihr neun Meter langer Katamaran "Pompos" am 4.11. gegen sechs Uhr von dem von Durban nach Portbury laufenden liberianischen Frachter "Sanko Spring", 29688 BRZ (IMO-Nr.: 9189938), nahe Port Alfred von achtern her überlaufen wurde. Durch den Aufprall brach der Mast. Das Boot hatte zuvor East London mit Kurs auf Port Elizabeth verlassen, wo es einem neuen Eigner übergeben werden sollte. 27 Meilen nördlich von Port Alfred rammte der liberianische Frachter der Sanko Spring Corporation in Japan es dann bei schlechter Sicht. Nachdem der Kapitän durch die South African Maritime Safety Authority vor Port Elizabeth ausfindig gemacht und kontaktiert worden war, stritt er einen Kontakt mit dem Katamaran ab und sagte, er sei mindestens 10 Meter entfernt gewesen. Das demolierte Boot konnte sich nach East London zurückschleppen, nachdem die Crew in eineinhalbstündiger Arbeit den Mast an Bord gezogen hatte. Es wurde gegen 17 Uhr im Hafen erwartet. Sein Rumpf war ebenso beschädigt wie die Aufbauten. Quelle: Tim Schwabedissen



Wrack der "Ma Durga" geborgen
(5.11.10) Das Wrack der auf dem Hooghly River mit 246 Menschen an Bord gesunkenen Fähre wurde am 4.11. geborgen. Nachdem Fischer Planken des Wracks entdeckt hatten, konnte es auf dem Flussgrund mit Tauen unterfangen und mithilfe luftgefüllter Tonnen ans Ufer bei Lot No. 8 in Kakdwip gezogen werden. Dabei brach ein Teil des Schiffes ab. Es war von Talpatty, wo es am 30.10. gesunken war, an die fünf Kilometer vertrieben, als es unweit von Chkpuldubi geortet werden konnte. Bei der Durchsuchung des Schiffes wurden keine Menschen mehr gefunden. Derweil stieg die Anzahl der registrierten Opfer dennoch auf nun 83, nachdem weitere zwei Leichen aus dem Wasser gezogen wurden. Doch immer noch gelten etwa 70 Menschen als vermisst. 93 Menschen hatten sich retten können. Quelle: Tim Schwabedissen



Alte Wrackteile in Agate Bay aufgetaucht
(5.11.10) Ein schwerer Sturm im Lake County ließ in der Agate Bay in Two Harbors nahe des westlichen Wellenbrechers Holzteile zutage treten, die im Verdacht standen, zu dem historischen Schoner "Samuel P. Ely" zu gehören, der auf dem Grund des Lake Superior liegt. Doch Schifffahrtsexperten kamen zu dem Schluss, es handelte sich eher um Teile einer alten Pier oder einer Barge sowie ein Stück eines bislang unbekannten Wracks, aber nicht der "Ely", die mit einer Ladung Erz 1896 gesunken war. Mitte der 1950er Jahre wurde sie entdeckt und steht seit 1992 unter dem Schutz der Great Lakes Shipwreck Preservation Society. Das Wrack liegt in gutem Zustand in acht Fuß Wassertiefe rund 60 Yards von dem aktuellen Fundort entfernt, auch wenn in den Jahrzehnten seit der Entdeckung viele Artefakte geplündert wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Trawler gekapert und dann versenkt
(5.11.10) Ein Patroullienboot der thailändischen Marine, das an der Antipiraten-Mission vor Somalia teilnimmt, rettete am 4.11. die 23-köpfige Crew des im Jemen registrierten Trawlers "Sirichai Nava 11", der zuvor im Golf von Aden von Piraten ausgeraubt und dann mit Geschützfeuer versenkt worden war. Die Streitkräfte hatten am 2.11. um 17 Uhr Kenntnis erhalten, dass der einem thailändischen Reeder gehörende Trawler etwa 15 Meilen vor der Küste des Jemen entfernt von Piraten aufgebracht worden war. HTMS "Pattani", eines von zwei in der Region stationierten thailändischen Patroullienboote, wurde sofort zu dem Trawler geschickt und traf am 3.11. gegen sieben Uhr in dem Seegebiet ein, aus dem die Attacke gemeldet worden war. Da zunächst nichts zu sehen war, startete der Bordhelikopter. Am 4.11. um 12.45 Uhr sichtete dessen Crew einen Ölteppich, Trümmer und darin Schiffbrüchige. Die "Pattani" konnte dann sieben Thailänder, 15 Kambodschaner und einen Jemeniten aus dem Wasser retten. Ein weiterer Thailänder sowie vier jemenitische Polizisten wurden noch vermisst. Die Geretteten sagten aus, sie seien von 10 bewaffneten somalischen Piraten am 2.11. von einem Schnellboot aufgebracht worden. Danach blieben acht von ihnen an Bord der "Sirichai Nava 11" und dirigierten sie in Richtung der somalischen Küste. Am 3.11. gegen ein Uhr wurde sie von Geschossen eines unbekannten Fahrzeugs so schwer beschädigt, dass sie sank. Über das Schicksal der Piraten wurde nichts bekannt. Die Geretteten sollten am 5.11. gegen 10 Uhr auf HTMS "Similan", das zweite Patroullienboot, übergesetzt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Norwegische Fähre lief auf Felsen
(5.11.10) Am 4.11. kam die norwegische Fähre "Sand", 879 BRZ (IMO-Nr.: 9387487), die zwischen Sand und Ropeid verkehrt, nur etwa 100 Meter nach Verlassen des Kais in Ropeidsida gegen 15.15 Uhr vom Kurs ab und lief auf Felsen. Dabei wurden drei Fahrgäste und der Kapitän so verletzt, dass sie ins Haugesund Hospital kamen. Insgesamt waren 15 Passagiere und vier Mann Besatzung an Bord. Fahrzeuge, die an Deck standen, wurden durch den Aufprall beschädigt. Gegen 16.30 Uhr war die Fähre wieder flott und lag zur Untersuchung am Kai. Der Fährdienst blieb vorerst unterbrochen. Quelle: Tim Schwabedissen



Brandwache von "Lisco Gloria" abgezogen
(5.11.10) Am 4.11. gegen sieben Uhr endete der Einsatz von 40 dänischen Feuerwehrleuten an Bord des Wracks der in Munkebo liegenden Fähre "Lisco Gloria". Die Männer, die überwiegend aus Kerteminde und Langeskov stammten, hatten seit dem Einlaufen rund um die Uhr Brandwache an Bord gehalten, nachdem sie dort die Brandbekämpfer der holländischen Bergungsfirma Smit Salvage abgelöst hatten. AnhörenQuelle: Tim Schwabedissen



Schaden am Bug der 'Scorpio'   Großbild klick!
Die Höllenfahrt der "Scorpio"
(3.11.10) In nicht allzu guter Erinnerung wird der Kapitän des Binnenschiffes "Scorpio", 1239 ts (EU-Nr.: 02313926), die Fahrt von Zeil am Main nach Holland behalten. Den ersten unfreiwilligen Zwischenstopp gab es bereits am 30.10., als das 80 Meter lange Schiff wegen eines technischen Defekts querschlug und drei Stunden lang den Main komplett blockierte.
Nachdem dies noch ohne Schaden abgegangen war, rammte die "Scorpio" am Abend des 2.11. gegen 11 Uhr den Pfeiler einer Brücke bei Volkach. Ob auch die Brücke in Mitleidenschaft gezogen wurde, untersuchte ein Experte der Landesgewerbeanstalt- Bei der ersten Havarie am 30.10. hatte der Kapitän den Fehler gemacht, weder über Schiffsfunk noch der Schleusenzentrale mitzuteilen, dass er nach einem nächtlichen Stopp wieder ablegen würde. Er hatte am 29.10. in Zeil am Main rund 1000 Tonnen Weizen für Holland geladen.
Als gegen 16.00 Uhr das Beladen fertig war, fuhr die "Scorpipo" flussabwärts bis zur nächsten Schleuse in Knetzgau. Dort wurde er noch durchgeschleust. Da es aber schon dunkel war, blieb das Schiff unterhalb der Schleuse liegen. Bereits kurze Zeit nachdem er am 30.10. gegen sieben Uhr wieder losgeworfen hatte, kam ihm zwischen Knetzgau und Haßfurt in einer Flussbiegung der Schubverband "Bavaria 88" mit einer Länge von 185 Metern und beladen mit über 3300 Tonnen Fracht für Österreich entgegen, wobei eine Kollision gerade noch verhindert werden konnte. Allerdings fiel bei dem Ausweichmanöver eine der beiden Maschinen und dadurch auch die Ruderanlage der "Scorpio" aus, so dass das Schiff querschlug und den Main auf seiner gesamten Breite blockierte. Glücklicherweise befand sich zu diesem Zeitpunkt an der Schleuse Knetzgau der Eisbrecher "von Grassmann" des Wasser- und Schifffahrtsamtes, der das havarierte Schiff nach drei Stunden wieder freischleppte und nach Knetzgau zurück bugsierte.
Als Ursache für den Maschinenausfall ermittelten Beamte der Wasserschutzpolizei Schweinfurt ein defektes Kühlwasserrohr an der Steuerbordmaschine. Nachdem ein Taucher festgestellt hatte, dass an der "Scorpio" kein Schaden entstanden war und der Defekt an der Ruderanlage behoben war, erteilte das Wasser- und Schifffahrtsamt am Vormittag des 2.10. die Genehmigung für die Weiterfahrt. Allerdings kam es bereits einige Stunden später zum nächsten Unglück. Der Kapitän hatte sich einige hundert Meter vor der Mainbrücke bei Volkach nach den Tonnen im Wasser umgeschaut, die die Durchfahrt markieren.
Da das Radar nicht eingeschaltet war, war er auf Sicht gefahren Trotz eingeschalteter Scheinwerfer prallte er in diesem Moment an den rechten Brückenpfeiler. Dennoch setzte seine Fahrt fort und blieb schließlich an der Schleuse Gerlachshausen im Unterwasser liegen, wo er die Nacht verbrachte. Der von ihm Stunden zuvor verursachte Unfall wurde erst durch den Kapitän eines Tankschiffes bekannt, dem der erhebliche Schaden an der "Scorpio" am Morgen des 3.11. aufgefallen war. Der Bug war tief eingedrückt. Der Tankerkapitän hatte sich an Schleusenmitarbeiter gewandt, die den Holländer daraufhin ansprachen. Dabei gab er zu, am Abend zuvor den Unfall gehabt zu haben.
Die weitere Sachbearbeitung übernahm in der Folge die Wasserschutzpolizei Schweinfurt. Wie sich herausstellte, war an dem Gütermotorschiff durch den Aufprall gegen den Brückenpfeiler im Bugbereich sogar ein Loch gerissen worden, das allerdings so hoch lag, dass es zu keinem Wassereintritt gekommen war. Die Kosten für die Reparatur dürften sich auf nach ersten vorsichtigen Schätzungen mindestens auf 50.000 Euro belaufen.
Noch nicht geklärt war, ob auch die Statik der Brücke durch den heftigen Aufprall in Mitleidenschaft gezogen wurde. Inzwischen wurde die Brücke für den Verkehr gesperrt. Es galt nun herauszufinden, ob neben der sichtbaren Beschädigung an dem Brückenpfeiler in Form von herausgebrochenem Beton auch weiterer Schaden entstanden war. Außerdem wurde ein Taucher angefordert, der unter Wasser den Pfeiler auf eventuelle Schäden untersuchte. Da aber nichts gefunden wurde, konnte die Brücke um 14.30 Uhr wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Weiterfahrt des beschädigten Gütermotorschiffs wurde auf unbegrenzte Zeit untersagt. Die Entscheidung darüber, wann es weitergeht, trifft das Wasser- und Schifffahrtsamt. Gegen den Kapitän wurde durch die Wasserschutzpolizei Schweinfurt ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Schiffsverkehrs eingeleitet.
Die "Scorpio" wurde 1940 in Temse bei Jos Boel & Zn. als "Madrano 1" erbaut für die Nederlandsche Zwitsersche Scheepvaart Maatschappij NV in Rotterdam. 1946 wurde sie zum Motorschiff umgerüstet, 1973 in "Scorpio" umbenannt und läuft seit 1977 für die Rederij Buitendijk BV in Hendrik Ido Ambacht. Sie ist 79,97 Meter lang, 9,48 Meter breit und hat 2,52 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Griechische Fähre hatte Wassereinbruch nach Kollision
(4.11.10) Die griechische Fähre "Superferry II", 8798 BRZ (IMO-Nr.: 7346221) ging in Tinos ins Trockendock, nachdem sie am 25.10. beim Manövrieren mit einer Kaianlage kollidiert war. Dabei wurde der Rumpf eingedrückt, und es kam zu einem Wassereinbruch im Maschinenraum. Die Fähre läuft auf der Route Rafina - Andros - Tinos - Mykonos. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Binnenschiff in Maasvlakte
(4.11.10) Auf einem Binnenschiff im Yangtzehafen in der Rotterdamer Maasvlakte brach am 3.11. ein Feuer aus. Möglicherweise entstand es durch einen Kurzschluss im Maschinenraum. Der Skipper erlitt bei dem Brand eine Rauchvergiftung und wurde medizinisch betreut. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Binnenschiffe rammten Brücken - Kapitän brach sich Rückgrat
(4.11.10) In der Nacht zum 3.11. ist gegen zwei Uhr das unbeladene Binnenschiff "Rosanne", 3154 ts (EU-Nr.: 02331119), aus Utrecht gegen eine Brücke auf dem Van Starkenborghkanaal bei Zuidhorn gefahren. Das Ruderhaus stieß gegen deren Unterkante und wurde komplett abrasiert. Der Skipper wurde vermutlich mit gebrochenen Rückenwirbeln ins UMCG in Groningen gebracht. Eine zweite Person im Ruderhaus konnte sich retten, indem sie sich platt auf den Boden warf. Die Brücke selbst wurde nicht beschädigt. Vermutlich hatte starker Wind alle Aufmerksamkeit des Skippers der "Rosanne" auf sich gezogen, sein Schiff auf Kurs zu halten, und er vergaß darüber, das Ruderhaus abzusenken. Das Schiff wurde nach der Havarie nahe der Brücke festgemacht, bis ein Schlepper es in einer Werft bringt. Die "Rosanne" wurde erst 2009 bei der Santierul Naval Orsova SA, Orsova, erbaut und der Kasko bei Veka, Werkendam, ausgerüstet. Eigner ist die Theo Pouw BV in Utrecht. Das 208-TEU-Schiff ist 110 Meter lang, 11,45 Meter breit und hat 3,58 Meter Tiefgang. Nur wenige Stunden nach diesem Unglück rammte um 7.30 Uhr ein Binnenschiff im Aduarderdiep die aufgeklappte Kinderverlatenbrüvke bei Hoogkerk in Groningen. Dabei wurde der Unterbau der Brücke erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ölverschmutzung nach Schlepperuntergang
(4.11.10) Die U.S. Coast Guard und das California Department of Fish and Game (DFG) wurden alarmiert, nachdem im Broad Slough nahe Antioch am 3.11. ein Schlepper teilweise gesunken war. Die Aufbauten ragten noch aus dem Wasser, und ein Ölfilm breitete sich an der Unglücksstelle aus. Mit Ölsperren wurde der auslaufende Dieselkraftstoff, insgesamt befanden sich 800 Gallonen in den Tanks, eingefangen. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergung von Atom-U-Boot teurer als eigentliche Havarie
(4.11.10) Wie jetzt bekannt wurde, ist der Schlepper "Anglian Prince" bei den Arbeiten zur Bergung des am 22.10. nahe der Skye Bridge gestrandeten U-Bootes HMS "Astute" mit diesem kollidiert, wobei eine der Flossen abbrachen. Während der Schaden durch die Einbeulungen, die bei der Strandung entstanden, überschaubar blieb, dürfte es erheblich teurer werden, die vordere Steuerbordfinne zu ersetzen. Die Kosten könnten in die Millionen gehen. Das Unglück ereignete sich, nachdem die "Anglian Prince" eine Trosse am U-Boot festgemacht hatte. Diese geriet in einen Schiffspropeller, und die beiden Schiffe wurden gegeneinander gezogen. Die "Astute" wird wahrscheinlich nun erst im März 2011 ihre Erprobungen fortsetzen können. Sie liegt derzeit in Faslane am Clyde, wo sie am 28.10. zur Inspektion von Rumpf und Ruder ins Trockendock kam. Quelle: Tim Schwabedissen



Großer Segler half kleinem Segler
(4.11.10) Die Coast Guard und die Crew der Brigantine "Robert C. Seamans" assistierten am 29.10. 900 Meilen südöstlich von Hilo einer Yacht, die mit gerissenem Segel und ausgehendem Treibstoff in Schwierigkeiten geraten war. Die "Robert C. Seamans" erreichte das Boot am 30.10. gegen acht Uhr und übergab 40 Gallonen Diesel, dank derer die Yacht ihre Reise fortsetzen konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Segler in meterhohen Wellen gerettet
(4.11.10) Der Frachter "Pacific Independence" (IMO-Nr.: 9105968) rettete am 31.10. die vierköpfige, aus Auckland stammende Crew der Yacht "Mitori" die am 29.10. von einer großen Welle beschädigt worden war. Die Yacht war in der vergangenen Woche von Fiji nach Auckland aufgebrochen. Eine an die sieben Meter hohe Welle riss ihr Ruder 1000 Kilometer südwestlich von Fiji ab, woraufhin die Crew das neuseeländische Rescue Co-Ordination Centre alarmierte. Diese schickte die "Pacific Independence" zur "Mitori", während deren Crew versuchte, das Ruder zu flicken. Nachdem der Containerfrachter bereits 30 Stunden lang um die Yacht herumgefahren war, fiel die Entscheidung, diese aufzugeben. Die Rettung gestaltete sich schwierig, weil der Boden der Rettungsinsel, mit der sich die Segler an den Frachter herantreiben ließen, gerissen war. Doch es gelang, alle Segler in meterhohen Wellen an Bord zu bekommen, und am 4.11. waren sie zurück in Auckland, während ihre Retter weiter nach Tauranga liefen. Die "Mitori" wurde zuletzt in Richtung New Caledonia treibend gesichtet. Quelle: Tim Schwabedissen



Vier Segler vor Lanzarote gerettet
(4.11.10) Die vierköpfige Crew der britischen Yacht "Fortitude" wurde am 3.11. um 21.46 Uhr 95 Meilen nordöstlich von Lanzarote durch einen Rettungshubschrauber von ihrem Boot evakuiert und unversehrt auf die Insel gebracht. Das Boot hatte am Nachmittag einen Notruf gefunkt, nachdem es zu einem Ruderschaden gekommen war. Daraufhin schickte die Coastguard ein Flugzeug sowie einen Helikopter und kontraktierte das in der Nähe befindliche Handelsschiff "Mary D", das Standby machte, bis die Hilfe aus der Luft eingetroffen war. Quelle: Tim Schwabedissen



Frachter in gemeinsamer Arbeit von RNLI und Coastguard-Schlepper gerettet
(4.11.10) Der Frachter "Red Duchess" wurde nach 20-stündigem Schlepp am 3.11. gegen 17 Uhr in den Hafen von Stornoway gezogen. So lange hatte die "Anglian Prince" mit seinem Anhang gegen den stürmischen Wind angekämpft. Die Maschine des Kohlefrachters war am Vortag vor Rum ausgefallen, als er mit einer Ladung von 1,500 Tonnen aus Londonderry kam. Bei 7 Bf trieb er gefährlich dicht unter die Küste. Bei Windgeschwindigkeiten von 50 Meilen gelang es aber dem Rettungsboot aus Mallaig, eine Schleppleine festzumachen und den Havaristen so lange von den Felsen abzuhalten, bis der Schlepper der Stornoway Coastguard gegen 20 Uhr vor Ort eintraf. Quelle: Tim Schwabedissen



Nun 83 Tote von "Ma Durga" gefunden
(4.11.10) Mit dem Fund zweier weiterer Toter im Hooghly River ist die Anzahl der Opfer des Untergangs der "Ma Durga" nun auf 83 gestiegen. Am Abend zuvor hatten Fischer geborgene nahe Chakfuldubi eine Planke mit der Aufschrift "Ma Durga" geborgen und nach Majarchar gebracht. Die Behörden versuchten mit einem Boot und Tauchern nun herauszufinden, ob an der Fundstelle auch die Untergangsstelle des mit 246 Passagieren gesunkenen Schiffes war. 70 Menschen gelten weiter als vermisst. 93 hatten sich retten können, als es am 30.10. auf dem Weg von Hijli Sharif im East Midnapore Distrikt nach Kakdwip im South 24 Parganas Distrikt unterging. Quelle: Tim Schwabedissen



Motoryacht in Biscayne Bay in Flammen
(4.11.10) In der Biscayne Bay brach auf der 58 Fuß langen Motoryacht "Gypsy Rose" aus Lighthouse Point am 3.11. gegen 16 Uhr ein Feuer aus. US Coast Guard und die Miami-Dade Fire Rescue machten sich zur Unglücksstelle auf, und ein Feuerlöschboot aus Miami versuchte, das lichterloh zwei Meilen östlich von Soldier Key treibende Boot zu löschen. Die dreiköpfige Crew war bereits vor dem Eintreffen der Retter von anderen Schiffen aufgenommen worden. Quelle: Tim Schwabedissen



11 Vermisste nach Untergang vor China
(4.11.10) In Nordost-China sank eine Barge mit Sand in rauer See. Drei Mann wurden mit Unterkühlungen gerettet, 11 Seeleute wurden noch vermisst. Die Suche nach ihnen dauerte an. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucher auf der Suche nach Vermissten in Kenia
(4.11.10) Taucher der kenianischen Marine trafen am 3.11. am Sena Beach zwischen Mfangano und Mbita Island ein, um die Opfer des Bootsuntergangs vom 1.11. zu bergen. Insgesamt waren an die 20 Personen in dem Fahrzeug, von denen 13 als vermisst galten, einer tot geborgen worden war und sechs sich hatten retten können. Doch möglicherweise waren auch noch erheblich mehr Menschen an Bord. Das Schiff war mit Bauarbeitern von Mfangano Island nach Mbito unterwegs gewesen, als es wegen Überladung sank. Quelle: Tim Schwabedissen



Angelkutter gelenzt und eingebracht
(4.11.10) Die U.S. Coast Guard konnte am 30.10. das leckgeschlagene, 26 Fuß lange Sportangelboot "Misunderstood" stabilisieren und es gemeinsam mit dem Boot des Hafenkapitäns von Provincetown in den dortigen Hafen bringen. Ein Fahrgast wurde mit Unterkühlungserscheinungen ins Cape Cod Hospital gebracht. Das Schiff hatte gegen neun Uhr Mayday gefunkt, nachdem es zu einem Wassereinbruch gekommen war. Ein 47-Fuß-Boot und ein Helikopter fanden den Havaristen 10 Meilen vor Race Point. Drei Sportfischer wurden abgeborgen, ehe das Boot gelenzt wurde. Bei Winden von 35 Meilen war Wasser durch Bulleyes geschlagen. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Schiffsbrand
(4.11.10) Im Maschinenraum der "Hymeralli" der Guyana Defence Force brach bei Reparaturarbeiten am 3.11. ein Feuer aus. Das Brandbekämpfungsteam konnte der Flammen im Heckbereich rasch Herr werden. Ein Techniker erlitt leichte Verbrennungen und wurde im Medizinzentrum des Base Camp Ayanganna behandelt. Quelle: Tim Schwabedissen



Ein Verletzter bei Schiffsbrand
(4.11.10) Der unter Zypern-Flagge laufende Bulkcarrier "Star of Nippon", 38851 BRZ (IMO-Nr.: 9279484) wurde verdächtigt, am 3.11. den Kutter "Hsing Lai Fa", 307 ts, bei den Penghu Islands überlaufen zu haben. Nachdem der Skipper von einem anderen Kutter 12,2 Meilen südwestlich von Siaoliouciou, einer Insel des Pingtung County in Südtaiwan, gerettet worden war, wurde der Vorfall bekannt. Der Mann, der leichte Schnittverletzungen und Schrammen davon getragen hatte, nannte den Schiffsnamen des Kollisionsgegners, woraufhin eine Fregatte und drei Patroullienboote vom Coastal Patrol Directorate General ausgesandt worden und den Frachter nahe der Penghu Islands in der Straße von Taiwan stellten. Inspektoren stellten frische Kollisionsspuren an diesem fest, weswegen der Kapitän den Vorfall zugab und seine Reederei sich bereit erklärte, die Schäden zu ersetzen. Quelle: Tim Schwabedissen



Superyacht-Kasko geborgen und nach Alsvåg eingeschleppt
(4.11.10) Nachdem es dem polnischen Schlepper "Atlas II" am 3.11. gelungen war, den am 29.10. auf dem Weg von Murmansk zu Blohm & Voss Repair in Hamburg gestrandeten Kasko einer Luxusyacht von der Åmundskjær vor Stø zu ziehen, traf der Schleppzug gegen 17 Uhr in Alsvåg ein, wo der Rumpf bei der G.W. Nilsen AS auf Slip genommen werden soll. Zuvor war im Wetterschutz der Langenes-Bucht das Boot stabilisiert worden, dessen Tiefgang sich durch eingedrungenes Wasser, der den Kasko halb hatte volllaufen lassen, deutlich erhöht hatte. Das Schiff hatte einige Schäden unterhalb der Wasserlinie erlitten, die vor der Weiterreise nach Hamburg ausgebessert werden müssen. Das Rettungsboot "Knut Hoem" hatte bei der schwierigen Bergung bei 3-4 Metern Wellenhöhe assistiert. Quelle: Tim Schwabedissen



'Mindore' nach Kollision im Hafen   Großbild klick!
"Mindoro" Seite an Seite mit Kollisionsgegner
(3.11.10) Am Morgen des 2.11 wurde nach Abschluss der Leichterungsarbeiten durch den Tanker "Riverside" der griechische Tanker "Mindoro", 58.418 BRZ (IMO-Nr.: 9389095), von den beiden Schleppern "RT Margo" und "SD Stingray" auf den Haken genommen und vom Rotterdamer Calandkanaal in den Wiltonhafen verholt, wo auch schon der Frachter "Jork Ranger", 7.852 BRZ (IMO-Nr.: 9322542), seit der Kollision vor Scheveningen am 12.10. liegt, bei der der Bug des Frachters in das Vorschiff des Tankers ein Loch von fünf mal sechs Metern auf Höhe des ersten Ladetanks an der Backbord-Seite gerissen hatte, durch das 1400 Tonnen Flugbenzin in die Nordsee gelaufen waren. Quelle: Tim Schwabedissen



"Maersk Idaho" im Großen Bittersee gestrandet
(3.11.10) Der unter amerikanischer Flagge laufende Containerfrachter "Maersk Idaho", 61986 tdw (IMO-Nr.: 9193264), lief am 2.11. am Südende des Suezkanals auf dem Großen Bittersee auf Grund. Das Schiff kam von Jeddah und befand sich auf Nordkurs. Die 22-köpfige Crew blieb unversehrt. Mehrere Versuche, das Schiff wieder flott zu machen, scheiterten. Erst gegen 22 Uhr MEZ gelang es ägyptischen Schleppern, den Frachter vom Grund zu ziehen. Er wurde anschließend im Großen Bittersee vor Anker gelegt, um dort durch Taucher eine Untersuchung des Rumpfes durchführen lassen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Lecke Yacht bei sechs Meter Wellenhöhe aufgegeben
(3.11.10) Erschöpft und unterkühlt wurde ein Paar nach dem Untergang seiner Yacht am 3.11. von einem Kutter aus rauer See in der Bass Strait gerettet. Sie hatten die Nacht zuvor damit verbracht, Wasser aus ihrer leckgeschlagenen Yacht zu schöpfen, mit der sie vier Wochen zuvor von Hamilton Island aus gestartet waren. Gegen 10 Uhr mussten sie ihr aufgerissenes Boot aufgeben und aktivierten den Notsender. Zur selben Zeit wie ein Rettungshubschrauber traf der Kutter vor Ort ein, wo die beiden Segler bereits in ein Schlauchboot gegangen waren, mit dem sie den Kutter erreichten. Der Versuch eines Arztes, auf diesem niederzugehen, scheiterte, weil dieser in den bis zu sechs Meter hohen Wellen zu heftig arbeitete. Deswegen mussten die Schiffbrüchigen in die See springen, aus der sie von einem Rettungsschwimmer an Bord des Hubschraubers gezogen und ins Orbost Hospital geflogen wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Philippinische Fähre gestrandet
(3.11.10) Am 2.11. lief die philippinische Fähre "Super Shuttle Ferry" mit 15 Mann Besatzung auf dem Weg zum Macalajar Bay Port Terminal in Cagayan De Oro City auf Grund. Die Inselfähre der Harbor Star Shipping Service Inc. war nur noch 800 Yards vom Macalajar Bay Port Terminal entfernt, wo sie Passagiere aufnehmen sollte, als sie wegen Niedrigwassers festkam. Erst am 7.11. wird ausreichend hohes Hochwasser erwartet, um den Havaristen mithilfe eines Schleppers wieder flottzumachen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tiertransporter vor Jemen in Flammen
(3.11.10) Ein syrischer Frachter geriet am 29.10. gegen 22 Uhr vor der Westküste des Jemen bei Bab al Mandeb auf Position 13°34 N 042°59 O in Brand. Die Crew wurde von einem passierenden Frachter gerettet. Alle Decks des Tiertransporters standen stundenlang in Flammen. Ein Team der Coastguard begab sich zu dem brennend treibenden Schiff, das ein Navigationshindernis darstellte und zu einem sicheren Platz geschleppt werden sollte. t. Quelle: Tim Schwabedissen



Yacht nach Tsunami vermisst
(3.11.10) Seit dem Tsunami, der am 25.10. über Teile Indonesiens ging, wird die neuseeländische Yacht "Fat Cat" vermisst. An Bord waren drei Männer aus Kerikeri, zu denen zuletzt einige Stunden vor dem Tsunami gegen 18 Uhr Kontakt geherrscht hatte, während sie sich daran machten, von Sobolga nach Mentawai in Malaysien weiter zu segeln. Sie waren seit Mai mit dem Boot unterwegs, um in Sumatra zu surfen. Die neuseeländische Botschaft in Jakarta nahm Kontakt mit indonesischen SAR-Kräften auf. Die Position der Yacht ist derzeit unbekannt. Der Tsunami, dem ein Erdbeben mit der Stärke 7.7 folgte, riss den Erdboden bei den Mentawai Islands vor West Sumatra auf und forderte bislang 431 Menschenleben.. Quelle: Tim Schwabedissen



Kutter sank nach Grundberührung
(3.11.10) Am 2.11. gegen 21 Uhr sank der norwegische Kutter "Kvalvikbøen" vor der Mole von Ballstad. Das 13 Meter lange Schiff war auf dem Weg nach Ballstad gewesen, als es durch eine Grundberührung Wassereinbruch erlitt. Versuche, es über zu Wasser zu halten, scheiterten, und es ging nur wenige Meter vor dem Kai auf Grund. Nur Bugspitze und Masten ragten noch aus dem Wasser. Quelle: Tim Schwabedissen



Fischtransporter gestrandet und leckgeschlagen
(3.11.10) Der norwegische Fischtransporter "Eli Star", 159 BRZ (IMO-Nr.: 7640079), lief am 2.11. um 10.45 Uhr bei Trollebøflua mit einer vierköpfigen Crew auf Grund und schlug leck. Das Rettungsboot "Halfdan Grieg" aus Måløy sowie ein Schlepper kamen zu Hilfe, und es gelang, den Havaristen gegen 11 Uhr bereits wieder flottzumachen. Er wurde zu einem Kai am Verlo-Slippen in Måløy gezogen, wo das eingedrungene Wasser ausgepumpt wurde und die "Halfdan Grieg" bei der Leckabdichtung half. Das 30 Meter lange Schiff hatte morgens vom Selstad-Anleger losgeworfen und war auf Nordkurs gegangen, wobei es durch einen Navigationsfehler nur zwei Kilometer weiter bei Trollebøflua festkam. Quelle: Tim Schwabedissen



Künstliches Dock um "Murmansk"-Wrack im Sturm beschädigt
(3.11.10) Ein Sturm in der Nacht zum 2.11. hat Schäden an den Spundwänden verursacht, die in den vergangenen Monaten rund um das Wrack des vor Sørvær gestrandeten russischen Kreuzers "Murmansk" gerammt worden waren, um dessen Wrack in einem so geschaffenen Trockendock abzubrechen. Der Umfang der Schäden war noch nicht absehbar. Die Bergungsfirma AF Decom AS sowie die Küstenwache wollten nach Wetterberuhigung die Breschen, die die Brandung in die Spundwände geschlagen hat und damit mögliche Auswirkungen auf den Zeitplan der Arbeiten verursachen könnte, untersuchen. Quelle: Tim Schwabedissen



"Red Duchess" mit Maschinenausfall
(3.11.10) Die Stornoway Coastguard wurde am 2.11. alarmiert, nachdem der britische Frachter "Red Duchess", 1285 BRZ (IMO-Nr.: 6919851) Maschinenausfall vor der Isle of Rum erlitten hate. Das Schiff hatte eine Ladung Kohle für Stornoway geladen und zudem 27 Kubikmeter Dieselöl und 0,4 Tonnen Ölabfall an Bord. Es gelang mittlerweile, die Elektrizität wieder herzustellen, sodass das Schiff, wenn nötig, ankern könnte. Vor Ort herrschte Südwestwind von 7-8 Bf. Das RNLI-Boot aus Mallaig übergab eine Schlepptrosse, um die Drift des Havaristen in Richtung Küste aufzuhalten. Der Notfallschlepper "Anglian Prince", der normalerweise in Stornoway liegt, befand sich fünf Fahrstunden entfernt und nahm mit höchstmöglicher Fahrt Kurs auf den 76 Meter langen Frachter. Die Coastguard verlegte einen Rettungshubschrauber nach Rum, um im Bedarfsfall schnell eingreifen zu können. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandeter Frachter wartet auf Don-Hochwasser
(3.11.10) Der unter Malta-Flagge laufende Frachter Cherokee strandete am Morgen des 2.11. auf dem Don nahe Lisichansk auf der Reise von Rostov-on-Don in die Türkei mit einer Ladung Schrott. Das Schiff kam direkt oberhalb einer Pipeline fest, beschädigte diese aber nicht, da sie 2-3 Meter tief im Flussbett eingespült ist. Der Kapitän erbat keine Schlepphilfe, sondern hoffte auf steigendes Wasser. Die "Cherokee", 5334 tdw (IMO-Nr.: 8867210) wurde 1992 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Rettung für versenktes historisches Panzerschiff in Sicht
(3.11.10) Das vor Black Rock 1926 als Wellenbrecher versenkte Wrack des Monitors "Cerberus", 3340 tdw, könnte für rund 500,000 Dollar gerettet werden, wenn auf dem versinkenden Rumpf zwei schwergewichtige Geschützbettungen gebaut würden. Der Bayside Council entschied, das Projekt, die beiden Geschütztürme zu stärken, zu unterstützen, um den Wellenbrecher von Half Moon Bay zu stabilisieren.
Das Geld wurde bereits von der Regierung bewilligt und wurde nur zurück gehalten, bis ein Plan entwickelt war. Im vergangenen Jahr hat sich der Verfall des über 150 Jahre alten Panzerschiffes beschleunigt durch die Einwirkung schwerer Stürme. Es droht unter seinem eigenen Gewicht zusammen zu brechen. Es steht beim National Trust of Australia auf der Liste von Victorias 10 meistgefährdeten historischen Objekten. Um das Wrack permanent zu erhalten, wären sieben Millionen Dollar notwendig. Die 68,6 Meter lange und 13,7 Meter breite "Cerberus" diente in den Victoria Naval Forces, den Commonwealth Naval Forces (CNF), und der Royal Australian Navy von 1871 bis 1924.
Sie war für die Kolonie Victoria 1870 erbaut worden. Im 1. Weltkrieg diente sie als Wachschiff und Munitionslager und verbrachte die letzten Jahre ihrer schwimmenden Karriere als U-Boot-Tender HMAS "Platypus II". 1924 wurde sie zum Abbruch verkauft, stattdessen aber als Welenbrecher vor der Half Moon Bay versenkt, wo sie ein beliebter Tauchspot und Heimat von Fischen wurde. 1993 wurde erstmals der drohende Zusammenbruch wahrgenommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Fataler Freundschaftsdienst - Yacht gestrandet
(3.11.10) Die 34 Fuß lange Motoryacht "Summah" strandete am 28.10. auf dem Fisherman's Beach im Emu Park, als der Skipper dort im flachen Wasser einige Freunde an Land absetzen wollte. Nun könnte es zwei Wochen dauern, bevor wieder ausreichend hoher Wasserstand herrscht, um den Sportkutter flottmachen zu können. Zu allem Überfluss war es aber leckgeschlagen, sodass der Eigner sich an die Yeppoon Coast Guard wandte.
Diese erschien am 31.10. mit einer Hochdruckpumpe, um das Wasser aus dem Boot zu bekommen. Dann aber musste entschieden werden, dass kein Versuch unternommen würde, es vor dem Abdichten abzuschleppen, weil es sonst sinken könnte. In der Zeit auf dem Strand wurde die "Summah" inzwischen auch von Strandräubern heimgesucht, die sich über Motor und Fischfangausrüstung hermachten. Anwohner kamen nunmehr zu Hilfe, um Löcher abzudichten und Wasser aus dem Boot zu lenzen. Eine geringe Menge Öl lief dabei auf den Strand aus. Dem Capricorn Conservation Council, dem Department of Resource Management und der Great Barrier Reef Marine Park Authority war die Havarie bislang nicht gemeldet worden. Quelle: Tim Schwabedissen



Bei Ebbe sollte man nicht abschleppen wollen - Luxusyacht weiter auf Grund
(3.11.10) Am 2.11. scheiterten vor den Augen von rund 50 Zuschauern zwei weitere Versuche, den Rumpf der beim Campingplatz Lovise Leinan liegenden russischen Superyacht vor Stø freizuschleppen. Beide Male brach bei unruhiger See die Trosse des polnischen Schleppers "Atlas II", die ihre Arbeit entgegen der Empfehlungen des Vormanns Hallstein Knudsen vom Rettungskreuzer "Knut Hoen" nicht bei Hochwasser durchführte. Um 13.30 Uhr wurde der zweite Anlauf ergebnislos abgebrochen. Falls eine Bergung des Rumpfes aus dem Archipel gelingt, könnte dann die G. W. Nilsen AS in Myre davon profitieren, denn Myre wäre vermutlich der nächste Anlaufhafen des Schleppzuges. Quelle: Tim Schwabedissen



Kasko der Luxusyacht   Großbild klick!
Weiter Hoffnung auf Bergung gestrandeten Yacht-Kaskos
(2.11.10) Der Schlepper "Atlas II" und das Rettungsboot "Knut Hoem" arbeiteten weiter daran, den Kasko der vor Stø gestrandeten Luxusyacht zu bergen. Um 10:00 Uhr machten sie sich auf den Weg, den Rumpf nach dem Sturm vom Vortag zu kontrollieren. Das Heck lag einen Meter tiefer als am 1.11., was auf das Eindringen von Wasser schließen ließ. Doch der Rumpf hatte sich mit dem Bug gen See in eine Art natürlichen Hafen zwischen zwei Felszungen gedreht, was ihn vor allzu großem Wellengang schützen könnte. Quelle: Tim Schwabedissen



15 Tote bei Bootsunglück auf Lake Victoria
(2.11.10) Nach dem Untergang eines Bootes auf dem Lake Victoria nahe Sienga Beach im Mbita-Distrikt am 1.11. gegen 14 Uhr wurde der Tod von 15 der 20 Passagieren befürchtet. Nur fünf Menschen wurden von in der Nähe befindlichen Booten aus dem Wasser gerettet und ins Mbita District Hospital gebracht. Das Schiff war eine Viertelstunde zuvor aus Sena auf Mfangano Island mit Kurs Mbita ausgelaufen und befand sich auf tiefem Wasser. Ein plötzlicher Sturm hatte es kentern lassen. Es wurde allerdings auch ausgesagt, das Schiff sei mit Haushaltsgütern überladen gewesen. Die Polizei von Mbita leitete eine Rettungsaktion ein. Hunderte von Anwohnern eilten an den Strand. Quelle: Tim Schwabedissen



Nun 74 Tote der "Ma Durga" geborgen
(2.11.10) Die Anzahl der Opfer des Untergangs der "Ma Durga" auf dem Hoogly River ist jetzt auf 74 angestiegen. Am Morgen des 2.11. wurden fünf weitere Tote entdeckt. Die Suchaktion, die am Vorabend wegen schlechten Wetters und starker Strömungen unterbrochen worden war, wurde nach einer Wetterbesserung wieder intensiviert mit Hauptaugenmerk auf Mayagoalini, Lighthouse, Haribhanga ind Beguakhali, wo die meisten Opfer entdeckt worden waren Insgesamt waren wohl rund 220 Menschen an Bord, von denen 93 gerettet wurden. Quelle: Tim Schwabedissen



Taucherschiff wurde flammendes Inferno
(2.11.10) Auf einem 14 Meter langen Taucherschiff brach nahe der Assembly Wharf in Nanaimo am 29.10. um 14.30 Uhr ein Feuer aus. Der Skipper hatte aus einer Schalttafel Rauch kommen sehen. Als er ins untere Ruderhaus stieg, um dies zu untersuchen, war der Bereich bereits stark verqualmt. Ohne Erfolg versuchte er, mit einem Feuerlöscher des Brandes Herr zu werden. Er wurde dann von einem passierenden Schlepper abgeborgen, während sich das Feuer auf dem Schiff ausbreitete. Wegen der Gefahr, die von explodierenden Pressluftflaschen ausging, musste die Fähre "Quinsam" ihr Einlaufen nach Nanaimo eine Stunde unterbrechen, bis das in hellen Flammen stehende Charterschiff aus dem Weg und an die Assembly Wharf gezogen war. Die Nanaimo Fire Rescue kam gegen 15 Uhr dort zum Einsatz. Zwar konnte der offene Brand niedergekämpft werden, doch es gelang nicht, die Hot Spots unter Kontrolle zu bringen. Deswegen wurde das Boot nahe einer Sägemühle auf Grund gesetzt, wo Löcher in den Rumpf geschnitten wurden, um Zugang zum Brandherd zu bekommen. Nachdem das Feuer gelöscht war, zeichnete sich ab, dass das Schiff ein Totalverlust sein würde. Quelle: Tim Schwabedissen



Weiterreise der "Moreton Bay" verzögert sich
(2.11.10) Der liberianische Frachter "Moreton Bay" wurde nach seiner Strandung fünf Kilometer südwestlich von Comboyuro Point auf Moreton Island am 1.11. mit einem Weiterfahrverbot belegt, bis die Inspektionen auf mögliche Schäden abgeschlossen sind. Das Schiff liegt auf der Westseite der Bucht vor Anker, während die Australian Maritime Safety Authority es auf strukturelle Schäden untersuchte. Am 3.11. sollten Taucher das Unterwasserschiff unter die Lupe nehmen. Die Havarie hatte sich 20 Monate, nachdem der Frachter "Pacific Adventurer" 31 Container mit 62 Tonnen Düngemittel in dem Taifun Hamish in der Bucht verloren hatte ereignet. Quelle: Tim Schwabedissen



Strandung vor Terneuzen
(2.11.10) In den Mittagsstunden des 1.11. lief eine Motoryacht bei Tonne 25 vor Terneuzen auf Grund und fiel bei Ebbe weitgehend trocken. Die "Patrol" und die "Multraship Rescue 1" PATROL der Multraship Towage & Salvage kamen aus Terneuzen bei sich verschlechternden Sichtverhältnissen zu Hilfe. Quelle: Tim Schwabedissen



Ortstermin an "Lisco Gloria"
(2.11.10) Dichter Nebel lag am 1.11. über dem Hafen von Odense, nur ab und zu brach ein Sonnenstrahl durch das Grau über das Gelände der Staalskibswærft bei Munkebo in Odense. Hier wurden einst Containerriesen wie die "Emma Maersk" konstruiert. Seit einigen Tagen liegt hier, abgeschirmt an einem Kai und von einer Ölsperre, das Wrack der Kiel-Klaipdeda-Fähre "Lisco Gloria". Am 1.11. wurden erstmals Medienvertreter zu einem Ortstermin eingeladen. Brandgeruch verpestete die Luft, es stank auch nach verkohltem Fleisch.
Dieser Gestank rührt von den Resten der einstmals 1000 Tonnen Schweinefleisch - einstmals Tiefkühlware, aber auch lebenden Ferkeln, her. Die organischen Überreste und der sonstige Schrott müssen vor einer Bergung zunächst mühselig voneinander getrennt werden. Das Fleisch landet dann in der Müllverbrennung, und der chemische Abfall wird heraussortiert.
Am Heck der Fähre werden derweil ausgeglühte Autogerippe ausgeladen. Die Laderampe und das Oberdeck sind rußgeschwärzt. Drei Wochen nach dem Brand am 9.10. sieht die Fähre aus wie ein Höllenschiff. Auf einem fußballfeldgroßen Areal vor dem Liegeplatz werden die ausgebrannten Fahrzeuge aufgereiht, teilweise kaum noch als solche zu identifizieren.
Derweil harrt man bei DFDS der Untersuchungsergebnisse der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) aus Hamburg. Die Experten werten die "Black Box" aus, die den Funkverkehr an Bord registriert hat. Sie hat genau aufgezeichnet, was vor und während des Brandes passiert ist, auch die Gespräche an Bord und die Brandbekämpfungsmaßnahmen. Das Ergebnis wird aber frühestens in einem halben Jahr vorliegen.
Als Brandursache haben die Sachverständigen einen Lkw ausmachen können. Von ihm sind die Flammen auch auf Gefahrgut übergesprungen, das auf dem Oberdeck gestaut war. Unter Deck stehen noch auf 400 Lademetern Lastwagen, die nicht verbrannt sind. Was mit ihnen passiert, kann er noch nicht sagen, weil das Ausmaß des Schadens durch Rauch noch nicht bekannt ist. Ebenso unklar ist das Schicksal der Fähre.
Ob sie je wieder fahren wird, hängt von den weiteren Untersuchungen ab, die Aufschluss ergeben sollen, was alles zu ersetzen ist, und den Angeboten, die von Werften hierzu gemacht werden, Der Maschinenraum immerhin scheint intakt zu sein, und es gibt Anbieter, die an einer Reparatur interessiert sind. Quelle: Tim Schwabedissen



Zwei Tote bei Untergang von Kutter
(2.11.10) Am 2.11. wurde die Leiche eines Fischers aus Donegal entdeckt, nachdem der 26 Fuß lange Hummerkutter "Jennifer" am 1.11. gegen 10.30 Uhr vor der Inishowen Peninsula gesunken war. Bereits kurz danach war der andere der beiden Fischer nahe der Glengad Pier, südlich von Malin Head, tot aus dem Wasser gezogen worden. Taucher bargen das Boot, bevor eine Wetterverschlechterung eine Unterbrechung der Rettungsaktion erzwang.
Die beiden hatten am frühen Morgen von der Portlenane Pier in Glengad abgelegt, um die Hummerfallen zu inspizieren. Zu dieser Zeit war das Wetter gut, doch ein Sturm sowie schlechte Sicht vorausgesagt. Das Rettungszentrum von .Malin Head hatte einen in Sligo stationierten Sikorsky-SAR-Helikopter und die RNLI-Boote aus Lough Swilly und Portrush alarmiert, nachdem die "Jennifer" in Schwierigkeiten geraten war. Auch 20 private Schiffe reagierten auf den Alarm, doch hatten schwerer Regen und raue See die Suche nach den Verunglückten erschwert.
Am Nachmittag entdeckten vier Taucher mit einem ROV das Fiberglasboot in zehn Metern Wassertiefe rund 100 Yards vor der Küste von Glengad. Sie zogen es mit einem Tau an Land, doch der Motor war noch auf dem Meeresgrund verblieben. Am Rumpf selbst fand sich kein Schaden. Das Marine Casualty Investigation Board wird eine Untersuchung durchführen. Bereits im März 2008 hatte nach dem Untergang des 10 Meter langen Kutters "Strath Marie" drei Meilen vor Inishowen Head der Tod zweier Fischer aus Glengad beklagt werden müssen. Das Verbot von Lachsfang mit Schleppnetzen und der Verfall der Preise für Muscheln hat die kleineren Kutter gezwungen, längere Fahrten weiter auf See hinaus in der Wintersaison durchzuführen. Quelle: Tim Schwabedissen



Tanker hilflos in aufkommendem Sturm
(2.11.10) Der russische Tanker "Ostrov Moneron" erlitt am 31.10. Maschinenausfall vor Ost-Sakkhalin in der Oschotischen See. Der Bergungsschlepper "Rubin" kam der 22-köpfigen Crew von Korsakov aus zu Hilfe. Das Schiff war in keine akuten Notlage, doch wurde ein Tief mit Windgeschwindigkeiten von 30 Metern pro Sekunden vorhergesagt. Bis zum 2.11. hatten sich bei Winden von bis zu 17 Metern pro Sekunde zwei Meter hohe Wellen aufgebaut. Auch das Forschungsschiff "Diabaz" und der Bergungsschlepper "Smit Sakhalin" wurden deswegen am 2.11. vor Ort erwartet. Die "Ostrov Moneron", 9013 tdw (IMO-Nr.: 8907266) wurde 1989 erbaut und läuft für die Sky Pacific Ltd. Quelle: Tim Schwabedissen



Bergungsaktion unter den Augen zahlreicher Zuschauer
(2.11.10) Am Nachmittag des 31.10. lief der brasilianische Frachter "Frotargentina", 21733 BRZ (IMO-Nr.: 7433658), im Hafen von São Jose do Norte, der dem Schifffahrtskanal von Rio Grande gegenüber liegt, von Paranagua kommend, auf Grund. Vor einer großen Menschenmenge am Ufer bemühten sich die drei Schlepper "Abais I", "Atlas" und "Taurus" zweieinhalb Stunden und letztlich erfolgreich, den Havaristen wieder auf tieferes Wasser zu bekommen. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Frachter bei Holzverladung
(2.11.10) Am 1.11. brach gegen 23 Uhr auf dem unter Antigua-Barbuda-Flagge laufenden Frachter "Larensediep", 5598 BRZ (IMO-Nr.: 9421051) der Hesse-Reederei in Leer, in einem Laderaum ein Feuer aus. Das Schiff, das aus Tallinn gekommen war, lag zu dieser Zeit am Kai im finnischen Hafen Raahe, wo es eine Ladung Holz aufnahm. Es gelang der Feuerwehr, den Brand auf eine Luke zu begrenzen. Zum Löschen musste ein Teil der Ladung auf dem Kai gestaut werden. Es wurden keine größeren Schäden am Schiff erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Passagiere der "Eurodam" beklagten Verspätung ihres Schiffes wegen Rettungsaktion
(2.11.10) Eine Anzahl von Fluggästen des holländischen Kreuzfahrtschiffes "Eurodam", 86273 BRZ (IMO-Nr.: 9378448), hat sich nach der Ankunft in Port Everglades darüber beklagt, dass der Kapitän des Schiffes zwei Fischer vor dem sicheren Tod rettete. Sie verpassten nämlich ihren Flug nach Hause. Zudem entstand nach dem verspäteten Festmachen der "Eurodam" im Hafen einiges Chaos, weil viele Passagiere schnell vom Schiff wollten. Die Rettungsaktion fand während der letzten Rundreise von und nach Port Everglades in Fort Lauderdale, Florida, statt.
An Bord waren 2100 Passagiere. Der kanadische Kapitän der "Eurodam" und holländische Offiziere hatten in der Nacht in der Nähe der Bahamas zwei verzweifelte Fischer auf einem sinkenden Schiff entdeckt. Der Kapitän alarmierte die Küstenwache, sah aber keine Chance, dass diese schnell vor Ort sein könnte. Deshalb holte ein Boot der "Eurodam" die beiden Amerikaner an Bord.
Danach wurde zwar versucht, die Verspätung aufzuholen, doch die "Eurodam" traf eineinhalb Stunden später als geplant in Port Everglades ein. Während sich darüber einige Passagiere echauffierten, war anderen Fahrgästen deren Reaktion peinlich. Die Mannschaft verdiene Lob für diese Aktion. Es ist schrecklich, dass es Menschen gibt, die nur an sich selbst denken, sagte auch ein wütendes Crewmitglied. Quelle: Tim Schwabedissen



Suche nach Vermissten der "Union" fortgesetzt
(2.11.10) Immer noch wird nach zwei vermissten Seeleuten des Kutters "Union" gesucht, der am 30.10. unweit von Necochea, Buenos Aires, sank. Das Schiff der Ritorno, Sallustio and Cicciotti SA. war 21.6 Meter lang und 6.24 Meter breit. Es befand sich 90 Meilen vor Quequén, als es aus bislang ungeklärter Ursache verloren ging. Der Kutter "Tesón" konnte danach sieben Mann des gesunkenen Schiffes retten, nach den Vermissten suchten am 1.11. das Küstenwachboot "Thompson", ein Helikopter, ein Taucherteam und ein ROV. Quelle: Tim Schwabedissen



'Fryderyk Chopin' wird geschleppt   Großbild klick!
Freakbö ließ Masten der "Frederyk Chopin" brechen
(2.11.10) Der Kapitän des polnischen Segelschulschiffes "Fryderyk Chopin" machte eine Freak-Bö für den Verlust der Masten seines Schiffes am 29.10. verantwortlich. Es sei dafür gebaut, um die Welt zu segeln und müsste auch Sturmstärken widerstehen können und hatte zuvor bereits Kap Horn gerundet. Das Schiff ist, nachdem es an einer Tonne in der Bucht von Falmouth verankert wurde, zu einer Attraktion für Schaulustige entwickelt.
Die 36 Seekadetten im Alter von 14 bis 16 Jahren wurden mittlerweile von einem Rettungsboot an Land gebracht, wo polnische Kamerateams sie bereits erwarteten, und in einem Hostel einquartiert. Sie waren unter Deck geschickt worden, als der erste Mast herunterkam, während die Stammcrew versuchte, des am Oberdeck herrschenden Chaos Herr zu werden. Unter Deck sei die Bordroutine fortgesetzt worden. Die Teenager waren in guter Stimmung und wollten nach der Reparatur von Masten und Rig die Reise an Bord fortsetzen.
Ein Mitglied der Stammcrew sagte allerdings, es sei eine schreckliche Erfahrung gewesen. Es habe mit dem Vormast begonnen. Gehalten durch das Rigg sei der Mast langsam und stückweise gestürzt. Danach wurde im Dunkel der Nacht bis zur Erschöpfung daran gearbeitet, alle beweglichen und gebrochenen Teile am Maststumpf zu befestigen, während das Schiff schwer in der stürmischen See arbeitete.
Der Vormann des RNLI-Bootes "St Mary2, das 20 Stunden an der Seite des Havaristen verbrachte, bestätigte, dass er das Schiff schwer in der hohen Dünung rollend mit dem ganzen Rigg über die Seite hängend antraf, als er es nach einem fünfeinhalbstündigen Ritt bei 9 Bf erreicht hatte. Es sei eine schwierige Entscheidung gewesen, niemanden abzubergen, doch die Leute seien auf dem Segler sicherer gewesen. Die "St. Mary" blieb vor Ort, bis der Schlepper "Independence" am 30.10. um 7.30 Uhr von Alderney kommend eintraf und das mit Freiwilligen besetzte Rettungsboot entlassen werden konnte. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff steckte unter Klappbrücke fest
(2.11.10) Das holländische Binnenschiff "Waterman", 805 ts (EU Nr. 2304870), rammte am Morgen des 1.11. gegen 10 Uhr die Erasmusbrücke in Rotterdam und steckte eine Zeitlang unter dem beweglichen Teil der Klappbrücke fest. Vermutlich hatte der Kapitän die Höhe falsch eingeschätzt. Allerdings herrschte auch dichter Nebel. Nachdem die Klappe geöffnet war, konnte die "Waterman" weiterfahren, allerdings nur ein kurzes Stück: Das Ruderhaus und ein Teil der Aufbauten des Oldtimers waren durch den Anprall völlig zerstört worden. Ein Boot des Hafendienstes begleitete ihn an den Kai von Noordereiland, wo er anschließend untersucht wurde. Die "Waterman" wurde 1925 als "Spes" bei Ruijtenberg, Waspik, erbaut. Und läuft derzeit für B. Boode in Ridderkerk. Sie ist 64,15 Meter lang, 8.18 Meter breit und hat 2,34 Meter Tiefgang. Quelle: Tim Schwabedissen



Binnenschiff rammte Flusskreuzfahrer
(2.11.10) Ein voll beladenes Binnenschiff und ein Flusskreuzfahrer kollidierten am 1.11. um 7.30 Uhr am Zusammenfluss von Nieuwe Maas, Noord und Lek. Das Binnenschiff kam von der Nieuwe Maas und wollte in die Noord eindrehen. Von dort kam ihm das Fahrgastschiff mit 120 Passagieren entgegen, dass in die Lek unterwegs war. Es drehte dann nach Steuerbord ab, sodass das Achterschiff in den Kurs des Frachters geriet. Dieser rammte mit seiner Backbordflanke in die Backbordseite des Kreuzfahrers. Während dieser mit geringen Schäden seine Reise fortsetzen konnte, musste das Binnenschiff seine Ladung löschen und zur Reparatur gedockt werden. Quelle: Tim Schwabedissen



Archivbild der Fryderyk Chopin   Großbild klick!
Odyssee der "Chopin"-Kadetten zu Ende
(1.11.10) Das polnische Segelschulschiff "Fryderyk Chopin" wurde nach drei Nächten auf See am frühen Morgen des 1.11. in die Bucht am Haken des 21 Meter langen, britischen Kutters "Nove Spero" (MMSI-Nr. 235000620) in die Bucht von Falmouth geschleppt. Hier wurde der Havarist an einer Tonne festgemacht. Mit dem über die Steuerbordseite hängenden Rigg des Vormastes wäre ein Festmachen nicht möglich gewesen. Der Topp des Hauptmastes hing oberhalb der dritten Rah geknickt herab. Mit Rettungsbooten wurden die 36 Kadetten im Alter von 14 und 16 dann an Land gebracht. Hier wurden sie von Vertretern der polnischen Botschaft erwartet. Quelle: Tim Schwabedissen



Gestrandete Luxusyacht riss sich von Felsen los
(1.11.10) Die nach längerer Aufliegezeit in Murmansk während der Verschleppung zu Blohm & Voss Repair in Hamburg vor Stø gestrandete Luxusyacht wurde am Morgen des 1.11. bei starkem Südwestwind und hohem Wellengang von der Schäre getrieben und kam mit hoher Fahrt auf Klippen unweit des Campingplatzes Lovise Leinan wieder fest. Mit einem Winddreher gegen halb 11 Uhr legte sich der Rumpf breitseits gegen den Wind, später drehte sich der Bug in den Wind. Es bestand die Gefahr, dass er in den Hafen von Stø oder daran vorbei nach Lyngøya treiben könnte. Ein Schlepper versuchte, ihn unter Kontrolle zu bekommen. Wieviel Wasser sich im Rumpf, dessen aufgerissener Bug am Vortag von der Crew der "Atlas II" abgedichtet worden war, befand, war unklar, aber er ragte hoch aus der See. Quelle: Tim Schwabedissen



Opferzahl nach Untergang der "Ma Durga" wächst weiter
(1.11.10) Am Abend des 31.10. waren noch an die 100 Menschen, die sich an Bord der gesunkenen "Ma Durga" befunden hatten, vermisst, 45 Tote waren bis zum morgen des 1.11. nahe Ghoramara Island in der Bay of Bengal gefunden worden. Ein Schlechtwettergebiet machte den Rettern nun zu schaffen.
Wie durch ein Wunder wurden aber auch 125 Schiffbrüchige von der dreiköpfigen Crew eines anderen Schiffes, das unterwegs war, um eine Ladung Steine in Teropekkha aufzunehmen, gerettet. Sie hatten die Unglücksstelle etwa eine halbe Stunde nach dem Untergang der "Ma Durga" gegen 13 Uhr erreicht und stießen auf eine Menge von etwa 200 Menschen, die im aufgewühlten Wasser um ihr Leben kämpften. Einige klammerten sich an Schiffstrümmer fest. Es gelang ihnen binnen drei Stunden, rund die Hälfte der Bootsinsassen zu retten und nach Kakdwip zu bringen. Froschmänner zogen am 21.10. weitere zwei Menschen lebend aus dem Wasser. Taucher der Coast Guard, der National Disaster Response Force und des Kolkata Police's Disaster Management Group waren in Gruppen von fünf bis sechs Personen weiterhin an der Unglücksstelle tätig, doch bestand 36 Stunden nach dem Untergang der Fähre nur wenig Hoffnung auf weitere Überlebende. Zwei Hovercrafts und ein konventionelles Schiff waren vor der Küstenlinie von Indien und Bangladesh im Einsatz, um antreibende Körper aufzuspüren, weitere Boote hielten ebenfalls Ausschau. Die letzten fünf Toten wurden zwischen Sagar Island und Khejuri entdeckt. Das Wrack selbst konnte noch nicht aufgespürt werden, es liegt etwa fünf Meilen von Hijli Sharif entfernt.
Überlebende berichteten derweil, dass die "Ma Durga", auf der sich die 250 Pilger zusammengepfercht hatten, nach rund einstündiger Fahrt auf dem Muriganga River das offene Meer erreicht hatte, wo die Wellen rauer wurden. Zwei andere Schiffe passierten das Schiff, und dieses geriet in den von ihnen aufgeworfenen Seen ins Schlingern. Wellen schlugen dank des geringen Freibords ins Schiff, und plötzlich kippte es auf die Seite und sank über den Bug. Sofort wurden die Schiffbrüchigen von starken Strömungen erfasst und davon getragen. Für viele von ihnen ging der Kampf ums Überleben in den folgenden Stunden, währen der sie im Wasser trieben, verloren. Ganze Familien wurden zerrissen oder gänzlich ausgelöscht. Quelle: Tim Schwabedissen



Autoschlüssel rettete zwei Fischern das Leben
(1.11.10) Der 36 Fuß lange, irische Hummerkutter "Léim an Bhradáin" sank am 30.10. gegen 13 Uhr vor der Nordküste von Mayo. Die beiden Besatzungsmitglieder aus Porturlin und Rossport in Erris waren gerade dabei gewesen, Hummertöpfe näher an die Küste zu verlegen, als eine Welle über das Heck brach und der Kutter querschlug. Sie hatten keine Zeit mehr, Mayday zu funken, ehe ihr Schiff 15 Meilen nördlich von Belderrig Augenblicke später kenterte. Nachdem es unter der Wasseroberfläche verschwunden war, kam glücklicherweise die Rettungsinsel hoch. Doch da sich die Reißleinen vertörnt hatten, blies sie sich zunächst nicht auf. Erst nachdem einer der beiden mit einem Autoschlüssel, den er in der Tasche fand, die Leinen durchtrennen konnte, entfaltete sich die Insel, in die sich die durchnässten, frierenden Fischer dann flüchten konnten. Sie hüllten sich in Plastiksäcke gegen die Kälte und trieben die nächsten Stunden bei Südwestwind von 2-3 Bf bei moderater See vor der Küste. Am Nachmittag überflog sie ein Rettungshubschrauber auf einem Trainingsflug, doch es gelang ihnen nicht, eine Notfackel zu entzünden. Gesellschaft leistete bei Einbruch der Dämmerung einzig eine Delfinschule. Erst nachdem um 18 Uhr der Kutter nicht, wie erwartet, zurück an der Porturlin Pier war und Versuche, Kontakt aufzunehmen, ergebnislos verliefen, wurde die Coast Guard in Malin alarmiert. Ein in Sligo stationierter Sikorsky-Hubschrauber sowie das RNLI-Boot aus Ballyglass wurden gegen 23 Uhr in Marsch gesetzt. Der Helikopter sichtete die Rettungsinsel dann am 31.10. um 1.30 Uhr. Aus Sorge, sie könnte kentern, wenn ein Rettungsschwimmer abgesetzt würde, leitete die Hubschraubercrew das Rettungsboot zu der Position. Es nahm die beiden Männer und die lebensrettende Insel gegen zwei Uhr auf und brachte sie zur Pier in Ballyglass, wo Familie und Freunde sie erwarteten. Quelle: Tim Schwabedissen



Einhandsegler von Felsen gerettet
(1.11.10) Die 11,6 Meter lange Yacht "Sandpiper" der Roberts-Klasse strandete am Abend des 30.10. auf dem Flat Rock, nördlich von Stradbroke Island. Der Skipper war mit ihr von Mooloolaba nach Southport unterwegs, als er gegen 19 Uhr auf den Felsen lief. Ein Boot der Coastguard der Brisbane Coast Guard reagierte auf seinen Mayday-Ruf, doch das acht Meter lange Boot konnte wegen der hohen Brandung nicht dicht genug an die Strandungsstelle herankommen. Ein Helikopter aus Maroochydore konnte auf dem Felsen niedergehen und nahm den Einhandsegler dann auf. Quelle: Tim Schwabedissen



Fähre rammte Fed-Ex-Boot
(1.11.10) Die Fähre "Niyaama 3", die Hulhumale und Hulhule verbindet, kollidierte am 31.10. beim Anlaufen von Hulhule mit einem FedEx-Boot. Dieses wurde dabei schwer beschädigt. Dei Besatzungen kamen mit leichten Schrammen davon. Quelle: Tim Schwabedissen



Feuer auf Chemikalientanker in Pernis
(1.11.10) Bei der Shell in Pernis im Petroleumhafen an der Maasschleuse geriet am Nachmittag des 31.10. der holländische Chemikalientanker "Dutch Mate" in Brand. Zwei Spezialteams der Feuerwehr eilten ebenso wie vier Einsatzfahrzeuge des Hafendienstes an die Unglücksstelle, über der dichte Rauchwolken standen. Es gelang binnen zwei Stunden, den dafür verantwortlichen, in Flammen stehenden Generator rasch abzulöschen. Er war überhitzt und hatte Öl in Brand gesetzt. Der Tanker hatte Monopropyleen-Glykol geladen. Die "Dutch Mate", 6259 tdw (IMO-Nr.: 8808707) wurde 1989 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



"Egholm II" nach zwei Wochen im dritten Anlauf geborgen
(1.11.10) Am Nachmittag des 31.10. gelang die Hebung der "Egholm II" aus 12 Metern Wassertiefe in der Århus Bucht. Gegen 16.35 Uhr erschien es endgültig an der Wasseroberfläche, und gegen 17 Uhr konnte mit dem Lenzen begonnen werde. Zwei Stunden darauf war das Wasser ausgepumpt. Das Schiff erwies sich danach als schwimmfähig und sollte nun nach Hirtshals bugsiert werden. Zuvor war ein zweiter Bergungsversuch gescheitert, als ein Stützbein der "Susanne A" einknickte, als es von Wellen der Mols-Fähre getroffen wurde. Quelle: Tim Schwabedissen



Containerfrachter in Moreton Bay gestrandet
(1.11.10) Wegen eines Ruderversagers lief der 217 Meter lange, liberianische Containerfrachter "MSC Basel" am 1.11. gegen 9.30 Uhr in der Moreton Bay vor Brisbane auf Grund. Das Schiff verließ den Hafen gerade mit Kurs Singapur, als es auf der Yule Bank fünf Kilometer südwestlich des Comboyuro Point auflief. Es kam bei Niedrigwasser fest, sodass nach Abpumpen von Ballastwasser die Flut ihm half, 3,5 Stunden darauf mit eigener Kraft wieder frei zu kommen. Danach wurde es zu einem Notankerplatz in der Moreton Bay zur Untersuchung des Rumpfes durch Taucher verholt, hatte die Havarie aber offenbar ohne ernstliche Schäden überstanden. Die "MSC Basel", 45696 BRZ (IMO-Nr.: 9008615), wurde 1992 erbaut. Quelle: Tim Schwabedissen



Weblinks:
SOS-Seenotfälle, Archiv
Der mysteriöse Untergang der 'Beluga'
Chronik bedeutender Seeunfälle Antike bis 1499
Chronik bedeutender Seeunfälle 1500 bis 1899
Chronik bedeutender Seeunfälle 1900 bis 1949



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