EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv März 97

Last update: Thursday, 3. April 1997 - 08:12:01

Endlich! Die wahre Ursache vieler Schiffsunfälle jetzt gefunden!!!
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Adria: Schiffsuntergang nach Kollision mit Korvette
Sunday, 30. March 1997 - 06:03:14

BRINDISI. Nach dem Untergang eines albanischen Flüchtlingschiffes in der Adria sind von Überlebenden des Dramas heftige Vorwürfe gegen die Crew der italienischen Korvette geäußert worden. Beim Versuch, das mit vermutlich 50 bis 100 Albanern besetzte Boot vor der italienischen Küste zur Rückkehr zu bewegen, war es zu einer Kollision gekommen. Das Flüchtlingsschiff sank sofort. Das Verteidigungsminsterium erklärte, die Korvette habe ein "übliches" Annäherungsmanöver gefahren. Doch der Kapitän des albanischen Schiffes habe falsch reagiert. Zum Zeitpunkt des Dramas herrschte schweres Wetter mit hohem Seegang. Nach Marineangaben starben mindestens vier Menschen. Überlebende sprachen von "über 50". Im Verlauf einer großangelegten Rettungsaktion sind 34 Menschen gerettet worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Touri-Attraktion: Deutscher Frachter vor Cornwall gestrandet
Sunday, 30. March 1997 - 06:03:02

ST.MARY'S. Zu einer Touristenattraktion ist der deutsche Containerfrachter "Cita" geworden, der vor der englischen Insel St. Mary's (Grafschaft Cornwall) gestrandet ist. Zu dem Wrack, das am Mittwoch morgen in schwerem Sturm in der Porth Hellic Bay auf die Felsen geraten ist, werden bereits Ausflugsfahrten von den Scillly-Inseln veranstaltet. Auch die Inselbewohner haben ihre Freude an dem Wrack: Sie "bargen" bereits Teile der Ladung. Einige der 200 Container sind an der Küste angeschwemmt worden. Die 100 Meter lange "Cita" (Honduras) war auf dem Weg von Southampton nach Belfast. Die achtköpfige Crew konnte sich an Land retten. Ein Matrose brach sich dabei den Fuß.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Flüchtlinge vor türkischer Küste ertrunken
Saturday, 22. March 1997 - 06:37:51

KAS. Acht irakische Flüchtlinge sind vor der türkischen Hafenstadt Kas ertrunken, als ihr Boot unterging. Sie waren auf dem Weg zur nur knapp vier Seemeilen entfernten griechischen Insel Kastelorizon. Jährlich versuchen Tausende illegale Einwanderer aus Irak, Iran und Kurdistan, via Türkei nach Griechnelnad zu flüchten.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Albanien: Flucht mit Seelenverkäufern
Saturday, 22. March 1997 - 06:37:55

BRINDISI. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht zwischen Albanien und Italien Flüchtlingsschiff in Seenot gerät. In den vergangenen Tagen ließ schweres Wetter und hoher Seegang die Überfahrten zu einem unberechenbaren Risiko werden. Ein gekapertes Marineboot mit über 500 Albanern lief vor Brindisi auf Grund, zwei Fischerboote mit Kranken an Bord strandeten, auf hoher See drohte ein albanisches Patrouillenboot, das auf Grund gelaufen und leckgeschlagen war, mit 850 Flüchtlingen an Bord zu sinken. In allen Fällen half die italienische Marine. Zwei Albaner, die in Panik ins Wasser gesprungen waren, um an Land zu schwimmen, werden vermißt. Die bisher dramatischte Rettungsaktion meldete die italienische Marine am Donnerstag: Ein Schiff mit 350 Menschen an Bord havarierte vor der albanischen Küste und drohte zu sinken. Eine Bergungsaktion mit Hubschraubern mußte wegen Sturm abgebrochen werden. Eine Fregatte schleppte den Seelenverkäufer schließlich in eine Bucht in Albanien. Dort wurden die Flüchtllinge, unter ihnen über 40 Kinder, in einer fast 24stündigen Rettungsaktion mit Landungsschiffen an Land gebracht.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Maori zerdeppert America's Cup
Saturday, 15. March 1997 - 06:54:01

AUCKLAND. Der älteste internationale Sportpokal der Welt, der America's Cup, ist im neuseeländischen Auckland von einem Maori mit einem Vorschlaghammer ziemlich zerdeppert worden. Der 27jährige Ureinwohner gehört zu einer Separatistengruppe, die unter anderem gegen die "weiße Besetzung" ihres Landes kämpfen und einen Namenswechsel (Aotearoa= Land der langen, weiße Wolke) erzwingen wollen. Der Cup stand in der Vitrine des Jachtklubs. Er war 1851 von der englischen Königin Viktoria gestiftet worden. Erste Gewinnerin war die Crew der Yacht "America" - daher der Name. In America blieb der Cup dann 132 Jahre - bis 1983 die Australier mal die Nase vorn hatten. 1995 ging er an die Kiwis. Die schwerbeschädigte Kanne soll in England restauriert werden. Der nächste Wettkampf beginnt im Oktober 1999 vor Neuseeland.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Touri-Manager funken SOS: Knast vor der Küste
Saturday, 15. March 1997 - 06:53:51

DORSET. Die Fremdenverkehrsmanager der Touristen-Grafschaft Dorset im Südwesten Englands funken SOS: Vor ihrer Küste ging jetzt ein schwimmender Super-Knast vor Anker. Die fünfstöckige "Resolution", die von den Justizbehörden in New York gekauft worden ist, soll mit fast 500 "Plätzen" die hoffnungslos überfüllten englischen Gefängnisse entlasten. In Dorset befürchtet man Einbußen beim Fremdenverkehr.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Motorboot gekentert: ein Toter
Saturday, 15. March 1997 - 06:49:16

WAREN. Beim Untergang eines Motorbootes auf der Müritz bei Waren ist ein 57jähriger Mann ertrunken. Ein zweiter Mann konnte sich schwimmend ans Ufer retten. Das Boot war in einer Windböe gekentert.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Rheinfrachter geborgen
Saturday, 15. March 1997 - 06:49:22

BINGEN. Der bei Assmannshausen im Rhein gesunkene Frachter ist endlich geborgen worden. Die mit Basaltsplit beladene 87 Meter lange "Römerberg" hatte seit Ende Februar die Schiffahrt erheblich behindert. Das Wrack wurde von der Strömung 800 Meter vertrieben.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Rettungshubschrauber abgestürzt: Vier Tote?
Friday, 14. March 1997 - 07:38:36

WARSCHAU. Vier Tote hat vermutlich der Absturz eines polnischen Rettungshubschraubers in die Ostsee gefordert. Der Marine-Helikopter vom Typ "Anakonda" war nachts gestartet, um einem erkrankten Fischer zu helfen. Über dem Putziger Wiek (Zatoka Pucka) stürzte er aus noch unbekannter Ursache ins Meer. Der Hubschrauber und die vier Crew-Mitglieder wurden zunächst nicht gefunden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Crash im Hafen: Drei Verletzte
Friday, 14. March 1997 - 07:39:14

HAMBURG. Im Hamburger Hafen sind ein Schlepper und eine Hafenfähre zusammengestoßen. Zwei Passagiere und der Führer der Fähre wurden dabei leicht verletzt. Der niederländische Schlepper hatte gerade einem Frachter beim Auslaufen geholfen, als es beim Abdrehen zur der Havarie kam. Die Ursache ist noch unklar. Alkohol war nicht im Spiel.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Wie wir erst jetzt erfuhren, spielte sich 1996 in der kroatischen Adria ein besonderer Fall von Seenot ab:
Ein Wettrennen mit dem Tod spielte sich in der kroatischen Adria ab

Ein Toter bei Rettungsaktion für gestrandeten Frachter
Sunday, 9. March 1997 - 16:18:44

REYKJAVIK. Ein Matrose eines Küstenwachschiffes ist bei dem Versuch ums Leben gekommen, einen vor Island gestrandeten deutschen Frachter freizuschleppen. Er ist bei schwerer See über Bord gespült worden und wird seitdem vermißt. Die 19köpfige Crew der "Vikartindur" (Hamburg) wurde mit per Helikopter abgeborgen. Das 9200-Tonnen-Containerschiff, das Waren für Island an Bord hatte, war in der Nacht mit Motorschaden auf die Küste getrieben und ist später auseinandergebrochen. Der deutsche Kapitän hatte zuvor zahlreiche Hilfsangebote abgelehnt, obwohl er dazu von den Behörden ausdrücklich aufgefordert worden war. Er verweigert zu dem Unglück jede Aussage. Aus den Containern sind große Mengen Arsen und Öl ausgelaufen. Das Schiff ist 1996 in Polen gebaut worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Flaggschiff von Piratenkönig Blackbeard entdeckt
Thursday, 6. March 1997 - 06:07:45

NORTH CAROLINA. Drei Kilometer vor der Küste von North Carolina haben Schatzsucher das 1718 gesunkene Flaggschiff vom berüchtigten Piratenkönig "Blackbeard" entdeckt. Die "Queen Anne's Revenge" war seinerzeit auf eine Sandbank aufgelaufen. Zehn Jahre lang hatten die Schatzsucher der Firma Intersal Archive in den USA und in Europa durchstöbert, um Hinweise auf die Fundstelle zu bekommen. In einem Buch aus dem Jahr 1759 fanden sie dann die eidesstattliche Erklärung eines Zeugen des Untergangs. "Blackbeard", der bürgerlich Edward Teach hieß, war stets bis an die Zähne bewaffnet und schuf sich schon zu Lebzeiten mit Grausamkeiten seine eigene Legende. Auch sein Schiff hatte 40 Kanonen an Bord. Eine Kanonenkugel und ein Gewehr sind schon aus dem Wrack geborgen worden. "Blackbeard" wurde im November 1718 von britischen Piratenjägern aufgebracht und getötet.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Fähre vor Stockholm auf Grund gelaufen
Thursday, 6. March 1997 - 06:07:54

STOCKHOLM. Teilweise panikartige Zustände herrschten auf der Ostseefähre "Seawind", nachdem das Schiff mit 107 Passagieren an Bord in den Stockholmer Schären auf Grund gelaufen war. Die Passagiere wurden bei ruhiger See von anderen Schiffen übernommen. Fünf der zwölf wasserdichten Schotten der schwedische Fähre sind leckgeschlagen. Die Grundberührung war außerordentlich heftig gewesen. Viele Passagiere dachten sofort an den Untergang der "Estonia", bei dem 1994 852 Menschen ums Leben kamen. Auf der "Seawind" liefen viele Fahrgäste nach dem Aufprall verwirrt und halbnackt an Deck herum.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Angler hatte sich selbst am Haken
Wednesday, 5. March 1997 - 17:47:32

SCHWERIN. Am eigenen Haken ging auf einem Schweriner See ein Angler über Bord und verletzte sich dabei schwer. Der Mann hatte sich beim Auswerfen den "Twister" ins Ohr gerammt. Als ein Begleiter ihm helfen wollte, den Haken herauszuziehen, wankte das Boot, der Unglücksrabe stürzte ins Wasser - während sein Kumpel die Schnur schön fest in der Hand hielt. Damit war der Haken zwar raus dem Ohr, doch das mächtige Loch mußte dann von Chirurgen zugenäht werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Kajakfahrer auf Rurstausee in Seenot
Tuesday, 4. March 1997 - 06:23:59

DÜREN. Glück im Unglück hatte ein Ehepaar, das auf dem Rurstausee bei Düren mit ihrem Kajak gekentert war: Der Inhaber einer Sportbootschule hatte die beiden zufällig gesehen und war ihnen mit einem Boot zu Hilfe geeilt. Das Ehepaar mußte mit Unterkühlungen in einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden. Das Kajak war in den ein Meter hohen, durch Böen verursachten Wellen gekentert. Der Rursee ist erst ab 1. April für Wassersportler freigegeben.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Segelboot gekentert: fünf Tote
Tuesday, 4. March 1997 - 06:24:07

WARSCHAU. Fünf deutsche und polnische Segler sind auf dem Dabie-See bei Szczecin (Stettin) ums Leben gekommen, als ihr Boot bei Starkwind kenterte. Ein 23jähriger aus Freiburg und ein polnischer Mitsegler konnten sich schwimmend ans etwa ein Kilometer entfernte Ufer retten. Die Polizei sprach angesichts der Wetterverhältnisse von Leichtsinn. Das Boot war außerdem nur für vier Personen zugelassen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Ein Toter bei Brand auf Kreuzfahrtschiff
Tuesday, 4. March 1997 - 06:24:14

SINGAPUR. Ein toter Maschinist und neun verletzte Crewmitglieder sind die Bilanz eines Brandes auf einem Kreuzfahrtschiff vor Singapur. Die "MV Superstar Gemini" (Singapur) war gerade aus Singapur in Richtung Malaysi ausgelaufen, als kurz nach Mitternacht das Feuer im Maschinenraum ausbrach. Die 689 Passagiere wurden aufgefordert, an Deck zu gehen und Schwimwesten anzulegen. Sie konnten jedoch an Bord bleiben. Löschboote brachten den Brand erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle. Schlepper brachten das Schiff in den zwei sm entfernten Hafen zurück.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Deutsche Segler auf Honduras überfallen: Skipper ermordet
Saturday, 1. March 1997 - 06:00:55

HONDURAS. Ein deutsches Seglerpärchen ist im Fischerhafen Cayo Viveros von zwei Banditen überfallen worden. Dabei wurde der Mann mit mehreren Messerstichen verletzt, an einen Stein gebunden und ins Wasser geworfen. Die Frau wurde vergewaltigt und gefesselt ins Meer gestoßen. Während die Frau von Fischern gerettet wurde, fehlt von der Leiche des Mannes noch jede Spur. Ein Verdächtiger ist von der Polizei festgenommen worden. Die Deutschen waren auf dem Weg nach Panama.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

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