EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 97
Last update: Sunday, 28. September 1997 - 19:12:29
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Italien: Windhose wirbelt Schiffe durcheinander
Tuesday, 22. July 1997 - 05:48:21
BIBIONE. Eine Windhose hat in dem Fischerort Bibione bei Venedig Dutzende
von Booten durch die Luft geschleudert und umgekippt. Dabei wurden fast 40
Menschen leicht verletzt: Sie schliefen in den Booten, als der Wirbelwind
gegen 2.30 Uhr morgens zuschlug.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Zwei Kreuzfahrer in Not
Tuesday, 22. July 1997 - 05:48:21
BREMERHAVEN/ATHEN. Die Negativ-Schlagzeilen über Kreuzfahrer reißen nicht
ab: Kaum war die "Albatros" aus Bremerhaven in Richtung Island ausgelaufen,
machte der Lotse auch schon wieder kehrt wegen Maschinenschadens. Das 40
Jahre alte und fast 25000 BRT große Schiff wurde wieder repariert. Die
"Albatros" war im Mai bei den Scilly-Inseln über ein Unterwasserhindernis
geschrappt und hatte sich den Rumpf auf etwa 70 Metern aufgerissen. Vor
Kythira ist die "Costa Classica" mit 1500 Passagieren an Bord vom Wind auf
eine Sandbank gedrückt worden. Sie konnte wieder freigeschleppt werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Tote bei Sportbootunfällen
Tuesday, 22. July 1997 - 05:48:21
SCHWERIN. Bei der Kenterung eines Kanus auf dem Bibower See ist ein
48jähriger ums Leben gekommen. Die beiden Kinder, die mit an Bord waren,
konnte er noch auf das kieloben treibende Kanu setzen, dann ging er unter.
Auf der Müritz ist ein Segelboot mit drei Insassen gekentert, ein Mann wird
vermißt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Australien: Weißer Hai - fünf Meter, 1,5 Tonnen
Friday, 18. July 1997 - 06:30:06
PORT LINCOLN. Ein Thunfisch-Fischer aus Port Lincoln in Australien hat
vermutlich den größten Weißen Hai gefangen, der jemals vor Australien ins
Netz gegangen ist: ein Weibchen, fünf Meter lang und 1,5 Tonnen schwer.
Offenbar war auch der Hai auf Thunfisch-Jagd.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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"Hanseatic" freigeschleppt
Friday, 18. July 1997 - 06:30:19
HAMBURG. Die "Hanseatic" ist in der Nacht freigeschleppt worden. Die
Passagiere waren zuvor an Bord des Schleppers gegangen, später jedoch auf
den Hamburger Luxusliner zurückgekehrt. Im Hafen von Longyearbyen soll der
Dampfer auf Schäden untersucht werden. Danach könnte der Kreuzfahrer seine
abenteuerliche Reise fortsetzen. Das nächste "Rätsel der Sandbank" will
schließlich erkundet werden (frei nach Erskine Childers)....
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Rätselhaft: Deutsche Yacht im Bermuda-Dreieck - aufgetaucht!
Friday, 18. July 1997 - 06:30:28
ENNEPETAL. Im berüchtigen Bermuda-Dreieck zwischen den Bahamas und der
Küste Floridas, dort, wo normalerweise Schiffe und Flugzeuge spurlos
verschwinden, ist eine deutsche 15-Meter-Yacht herrenlos treibend gefunden
worden. Die Crew der britischen Fregatte "London" fand die "Ruth" ohne
gesetzte Segel, dafür aber mit vollen Aschenbechern, ein Buch aufgeschlagen
an Deck, im Kühlschrank völlig vergammelte Lebensmittel. Offenbar war die
Yacht monatelang im Atlantik getrieben. Eigner sind Ralf Schilling und
seine Frau aus Ennepetal in Westfalen. Beide wollten vor mehreren Monaten
zu einer fünfjährigen Weltumsegelung starten. Doch auf Gran Canaria wurde
ihnen das Schiff gestohlen.Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits Wohnung,
Hausrat und Jobs aufgegeben. Jetzt wollen sie so schnell wie möglich zu
ihrem Schiff fliegen. Die "Ruth" ist von britischen Marine-Sailors
mittlerweile nach Puerto Rico gesegelt worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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"Hanseatic" freigeschleppt
Thursday, 17. July 1997 - 07:02:10
Wie wir eben erst erfahren, wurde die "Hanseatic" am frühen Morgen des 17. Juli von starken Schleppern von der Untiefe freigeschleppt. Weitere Nachrichten folgen.
Von: Peter O. Walter, SY ESYS
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Eisgang und Gezeitenströme bedrohen die "Hanseatic"
Thursday, 17. July 1997 - 06:00:46
HAMBURG. Das Freischleppen der vor Spitzbergen auf Grund gelaufenen
"Hanseatic" verzögert sich wegen Eisgangs. Die 145 meist älteren Passagiere
sollen am Donnerstag vom norwegischen Coast Guard-Schlepper "Nordkap"
übernommen werden. Ursprünglich sollten die abenteuerlustigen Herrschaften
(Durchschnittsalter um die 70 Jahre) per Helikopter mit Seilwinden
abgeborgen werden. Nun soll versucht werden, den Schlepper trotz der
aufgetürmten Eisschollen direkt an den Havaristen zu manövrieren. Dann
sollen die Luxus-Kreuzfahrer zum Hafen Longyearbyen auf Spitzbergen
gebracht werden. Vor dort aus geht es per Charterjet nach Hamburg.
Nördliche Winde mit zwei bis drei Bft drücken Eisschollen in die
Hinlopenstraße, in deren Eingang die "Hanseatic" dicht unter Land
aufgebrummt ist. Der Rumpf hält noch dicht. Nach Einschätzung von Experten
drohe vom Eis keine Gefahr. Sorgen bereiten jedoch die erheblichen
Gezeitenströme, die das Schiff auf dem Felsen bewegen könnten. Zur Zeit
wird mit dem holländischen Berge-Unternehmen Smit verhandelt. Vor dem
Freischleppen sollen, wie auch schon vor zehn Monaten, die 300 Tonnen
Treibstoff geleichtert werden. Zur Zukunft von Kapitän Hartvig von Harling,
der nun schon zum zweiten Mal festsitzt, wollte ein Sprecher der Hamburger
Reederei Hapag-Lloyd keine Angaben machen. Erst müßten die Untersuchungen
abgwartet werden. Mit dem Unfall wird sich auch das Bundesoberseeamt in
Hamburg beschäftigen - obwohl das Schiff unter Bahama-Flagge fährt.
Ausschlaggebend ist die hohe Zahl der deutschen Passagiere. Damit sind auch
deutsche Interessen berührt worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Noch'n Luxusdampfer von Hapag-Llyod in Schwierigkeiten
Thursday, 17. July 1997 - 06:07:45
WISMAR. Ein Luxusliner von Hapag-Lloyd, die "Columbus", mußte seine Fahrt
in der Ostsee wegen Maschinenschadens abbrechen. Das 144 Meter lange Schiff
lief zur Reparatur Wismar an. Die Passagiere sollen entschädigt werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Schlickrutscher: "Hanseatic" diesmal vor Spitzbergen aufgelaufen
Tuesday, 15. July 1997 - 06:48:38
HAMBURG. Das Kreuzfahrtschiff "Hanseatic" sitzt schon wieder auf Grund:
Diesmal ist der Dampfer bei der Einfahrt in die Hinlopenstraße vor
Spitzbergen aufgelaufen. Ein erster Schleppversuch vom schwedischen
Passagierschiff "Origo" schlug fehl. Mit der Flut in der Nacht zum Dienstag
soll ein weiterer Versuch unternommen werden, das Schiff mit zwei
Schleppern freizubekommen. Es hat bisher keinen Wassereinbruch gegeben.
Allerdings hat der Dampfer mit 145 Passagieren und 113 Crewmitgliedern
leichte Schlagseite nach Backbord. Erst vor zehn Monaten war das 122 Meter
lange Schiff von Wind und Strömung auf eine Geröllhalde im kanadischen
Eismeer gedrückt worden. Damals wie heute vertreiben sich die Passagiere
ihre Zeit mit Schlauchbootfahrten: Mit Zodiacs unternehmen sie Ausflüge an
die Küste von Spitzbergen. Die Hinlopenstraße, die die Hauptinsel
Spitzbergen von der Insel Nordostland trennt, gehört zum festen Bestandteil
aller Kreuzfahrer. Das Nordmeer gilt bei Kapitänen als unsicher, weil es an
genauem Kartenmaterial und aktuellen Seehandbüchern mangelt. Küste sind oft
ungenau ausgemessen, Untiefen unbekannt oder ebenfalls schlecht ausgelotet.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Elbe: Frachter gegen Tanker
Tuesday, 15. July 1997 - 06:48:31
HAMBURG. Auf der Elbe bei Hamburg sind ein niederländischer 80-Meter-Tanker
und ein ägyptischer Frachter (133 Meter Länge) zusammengestoßen. Beide
Schiffe wurden leicht beschädigt und konnten ihre Fahrt fortsetzen. Die
Ursache der Havarie war zunächst ungeklärt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Mehr Sicherheit im Fastnet-Rennen
Sunday, 13. July 1997 - 12:52:35
Der Kurs des Fastnet Rennens ist seit 1925 fast unverändert geblieben. Eine große Anzahl von Yachten in allen Größen segelt die 605 sm lange Regatta mit Start in Cowes. Da moderne Yachten heute sehr viel schneller als ihre Vorgänger sind, ist die Gefahr einer Kollision mit Yachten, die den Fastnet-Rock bereits gerundet haben, groß - besonders nachts und bei schlechtem Wetter.
Der Royal Ocean Racing Club (RORC) hat beschlossen, dieses Risiko durch eine neue Tonne zu verringern. Ein neuer Bahnschenkel wurde eingefügt, der die Teilnehmer nach Umrundung des Fastnet-Rocks etwa 7 Seemeilen in südwestlicher Richtung vom Rock auf die gelbe 'PANTAENIUS-Tonne' zufnhrt. Die PANTAENIUS-Tonne wird ebenfalls an backbord gerundet. Von dort segeln die Yachten weiter ins Ziel nach Plymouth.
Von: info@esys.org, Peter O. Walter, SY ESYS
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Küste vor La Hague gesperrt
Friday, 11. July 1997 - 07:35:55
PARIS. Die französische Umweltministerin Dominique Voynet hat die Küste vor der Wiederaufbereitungsanlage La Hague für Segler und Fischer sperren lassen. Hintergrund sind Proben aus dem Abwasserrohr der Atomfabrik, die von Greenpeace als alarmierend, von der Betreibergesellschaft Cogema als normgerecht bewertet werden. Binnen zwei Wochen soll eine unabhängige Untersuchung über die radioaktive Wasserbelastung gemacht werden.
Von: Peter O. Walter, SY ESYS
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Japan: Ölpest nicht so stark wie zunächst angenommen
Friday, 4. July 1997 - 06:37:12
TOKIO. Bei dem Tankerunglück in der Bucht von Tokio ist nicht so viel Öl
ausgelaufen wie zunächst angenommen wurde. Die Behöden schätzen, daß "nur"
1,5 Millionen Öl ins Meer geflossen sind. Zunächst war man von 15 Millionen
Litern ausgegangen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Helgoland: Kat rammt Mole - zwei Verletzte
Thursday, 10. July 1997 - 05:21:50
HELGOLAND. Der neue Luxukatamaran, der seit einer Woche zwischen Helgoland
und Hamburg verkehrt, hat am Dienstag im Hafen der Insel eine Betonmole
gerammt. Dabei wurden zwei Passagiere leicht verletzt. Das 40 Meter lange
Schiff wurde beim Einlaufen in den Nordosthafen von der Strömung
abgetrieben. Das Vordeck der Steuerbordseite krachte gegen die Mole. Zwei
Fahrgäste an Deck erlitten Prellungen. Der bis zu 60 Kilometer pro Stunde
schnelle Kat konnte seine Fahrt fortsetzen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Größte Tankerkastrophe in der Geschichte Japans
Thursday, 3. July 1997 - 17:07:24
TOKIO. Bei der größten Tankerkatastrophe in der Geschichte Japans sind 15
Millionen Liter Rohöl in der Bucht von Tokio ausgelaufen. Der in Panama
registrierte japanische Tanker "Diamond Grace" war südöstlich von Yokohama
auf ein Riff gelaufen. Dabei entstand am Steuerbordbug ein drei Meter
langer Riß. Drei Tanks, von denen zwei gefüllt waren, schlugen leck. Der
Tanker fuhr weiter, bis er auf Grund lief. Er wurde später freigeschleppt
und erreichte mit eigener Kraft Kawasaki. Dort soll er leegerpumpt werden.
In der Bucht, in der die meisten Dörfer vom Fischfang leben, herrschte
fauliger Gestank. 15 Menschen, darunter 13 Kinder, mußten mit
Atembeschwerden ins Krankenhaus gebracht werden. Der Ölteppich hat einen
Durchmesser von fünf Kilometern. Von Booten wurden ölaufsaugende Matten ins
Meer geworfen. Hubschrauber versprühten Lösungsmittel. Die "Diamond Grace"
hatte 285,5 Millionen Liter Rohöl geladen. Erst im Januar waren aus einem
havarierten russischen Tanker 4,5 Millionen Liter Rohöl ausgelaufen und
hatten mehrere hundert Kilometer der japanischen Küste verseucht.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Ostsee: Jungfernfahrt mit Motorboot endete tödlich
Tuesday, 1. July 1997 - 19:13:03
BOLTENHAGEN. Bei der Jungfernfahrt mit einem neuen Motorboot ist vor
Boltenhagen in Mecklenburg-Vorpommern ein 30jähriger Mann ums Leben
gekommen. Nach Angaben der Polizei war das Boot, in dem sich drei Männer
befanden, plötzlich über das Heck gesunken. Offenbar war eine Luftkammer
undicht. Der 30jährige versuchte, schwimmend den Strand zu erreichen und
ertrank dabei. Seine beiden Begleiter blieben am gekenterten Boot und
wurden gerettet.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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Ostsee: Gekenterter Segler nach SARSAT-Alarm gerettet
Tuesday, 1. July 1997 - 19:13:10
GRÖMITZ. Seiner SARSAT-Boje hat ein 50jähriger Segler, der acht Seemeilen
vor Grömitz in der Ostsee kenterte, sein Leben zu verdanken. Nach Angaben
der Seenotleitung (MRCC) Bremen der DGzRS war di Zwölfmeteryacht vermutlich
in einer starken Böe aufs Wasser gedrückt worden und kenterte. Der Segler
konnte sich aus dem Steuerstand befreien und die SARSAT-EPIRB (Emergency
Position Indicating Radio Beacon=Satelliten-gestützte Seenotfunkbake)
aktivieren. Die Alarmmeldung, die auch eine genaue Position der Boje
enthielt, erreichte wenig später das MRCC in Bremen. Der Segler wurde kurz
darauf aus der Ostsee geborgen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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