EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 97
Last update: Wednesday, 1. October 1997 - 17:11:48
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Öltanker sollen Straße von Malakka wegen schlechter Sicht meiden
Tuesday, 30. September 1997 - 13:48:55
Kuala Lumpur - Die Küstenwache in Malaysia hat am Dienstag
Öltanker und andere große Schiffe aufgefordert, die Straße von
Malakka wegen der schlechten Sicht durch die Waldbrände in Indonesien
zu meiden. Die Warnung gilt vor allem für Schiffe über 200 000
Tonnen. Sie erfolgt wenige Tage nach der Kollision zwischen einem
Öltanker und einem Frachter, bei der vermutlich 29 Menschen ums Leben
gekomen sind.
Die 600 Kilometer lange Straße von Malakka zwischen Sumatra und
Malaysia ist einer der meistbefahrenen Schiffahrtswege der Wert. Für
den gesamten Öltransport nach Japan ist er die kürzeste Verbindung.
Tanker sollen jetzt an der Westküste Sumatras vorbei und durch die
Straßen von Lombok oder Sunda ins südchinesische Meer einfahren.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Schweden erhielt nationales Mahnmal zum "Estonia"-Untergang
Sonntag, 28. September 1997 15:41 Uhr
Stockholm/Tallinn - Der dritte Jahrestag des Untergangs der
Ostsee-Fähre "Estonia" ist am Sonntag in Stockholm mit der Enthüllung eines
"nationalen Mahnmals" begangen worden.
Die Präsidentin des schwedischen Parlaments, des Reichstags, Birgitta Dahl
sagte vor den knapp hundert Hinterbliebenen und Überlebenden: "Dieses
Unglücke ist auch heute für uns alle unfaßbar."
Von den 852 Toten waren mehr als 500 Schweden. Daß sich nur ein sehr
kleiner Teil der 3 000 Hinterbliebenen zur der offiziellen Feierstunde in
Stockholms Djurgarden-Park kam, wurde von Beobachtern als Ausdruck der
Spannungen zwischen den Betroffenen und den Behörden gewertet.
Erst in der vergangenen Woche hatten Sprecher der Hinterbliebenen- Gruppen
neue Tauchversuche im Wrack verlangt, um Beweismaterial für die weiter
ungeklärte Schuldfrage zu bergen. Neben der Arbeit der Havarie-Kommission,
die auch nach drei Jahren noch keinen Untersuchungsbericht vorgelegt hat,
ist die Mehrheit der Hinterbliebenen auch damit unzufrieden, daß die
schwedische Regierung von ihrem ursprünglichen Versprechen abgerückt ist,
möglichst viele der im Schiffswrack eingeschlossenen 700 Opfer zu bergen.
Nahe der Unglücksstelle vor der finnischen Südküste warfen Reisende von der
"Regina Baltiva", dem Nachfolgeschiff der "Estonia", in der Nacht tausend
Blumen ins Meer.
Die "Estonia" war am 28.September 1994 kurz nach Mitternacht bei einer
Fahrt von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm gesunken, als
große Mengen Wasser durch das offene Bug-Visier eindringen konnten. Nur 137
Reisende überlebten.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Malaysia: Keine Hoffnung mehr für Vermißte
Sunday, 28. September 1997 - 15:54:51
KUALA LUMPUR. Für die 29 Vermißten der Schiffkatastrophe in der Straße von
Malakka gibt es keine Hoffnung mehr. Der 32000-Tonnen-Stahlfrachter "ICL
Vickraman" war bei der Kollision mit dem 85000-Tonnen-Tanker "MV Mount 1"
auseinandergebrochen und gesunken. Die 28 Crewmitglieder und ein
zweijähriger Junge sind offenbar in dem Wrack eingeschlossen. Der Vater des
Jungen, Zweiter Offizier an Bord, und seine Frau sind unter den fünf
Geretteten. Der Tanker wurde nur leicht beschädigt.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Vierwaldstättersee: Dampfer rammt Motorboot
Sunday, 28. September 1997 - 15:54:55
GREPPEN. Auf dem Vierwaldstättersee hat ein Ausflugsschiff ein Motorboot
gerammt. Die beiden Motorbootfahrer wurden geborgen, ein 28jähriger erlag
jedoch noch an Bord des Dampfers seinen schweren Verletzungen. Das
Motorboot war vom Bug des Schiffes erfaßt worden.
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Joachim
Preuß
29 Vermißte nach Tanker-Kollision in der Straße von
Malakka
Saturday, 27. September 1997 - 19:30:51
Kuala Lumpur - In der Straße von Malakka zwischen Sumatra und Malaysia haben
Rettungsmannschaften am Samstag nach 29 vermißten Seeleuten gesucht, nachdem ein Öltanker und
ein Frachter bei eingeschränkter Sicht zusammengestoßen waren.
Der im indischen Madras registrierte 32 000-Tonnen-Frachter "ICL Vicraman" war bei der
Kollision am späten Freitag abend in zwei Teile gebrochen und gesunken. Fünf Besatzungsmitglieder
konnten leicht verletzt geborgen werden. Die Rettungsarbeiten dauerten an.
Im Katastrophengebiet der verheerenden Waldbrände auf Indonesien hat sich damit nach dem
Flugzeugabsturz auf Sumatra am Freitag mit 234 Toten das zweite Unglück ereignet, das
möglicherweise mit der massiven Rauchentwicklung im Zusammenhang steht.
Malaysias Vize-Verkehrsminister Ali Rustam wollte die Sichtverhältnisse als Ursache der Kollision
nicht ausschließen. "Alle Schiffe in der Straße von Malakka sollten vorsichtiger sein." Die Sichtweite
betrug nach Angaben der Küstenwache etwa eine nautische Meile. Beide Schiffe waren jedoch
vermutlich mit Radar-Navigation ausgerüstet.
Die Rettungsmannschaften vermuteten, daß die Vermißten im Wrack des Frachters eingeschlossen
sind. Sie seien von der Kollision vermutlich im Schlaf überrascht worden.
Der 80 000-Tonnen-Tanker "MV Mount 1" wurde bei dem Aufprall nur leicht beschädigt. Die
Gefahr einer Ölpest bestehe nicht, meinten die Behörden. Zu Sicherheitsüberprüfung lief der Tanker
jedoch in den Hafen von Port Dickson (Malaysia) ein.
Die Straße von Malakka zwischen Sumatra und Malaysia ist eine der meistbefahrenen
Schiffahrtlinien der Welt. Bereits am 20. September war es hier aufgrund schlechter Sicht zu einer
Kollision gekommen, die allerdings keine großen Schäden verursachte.
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Joachim
Preuß
Kanada/ Drei europäische Touristen ertranken vor
westkanadischer Küste
Saturday, 27. September 1997 - 07:41:26
Seattle/Tofino - Drei europäische Touristen, darunter ein 27jähriger Österreicher, sind vor der
westkanadischen Küste ertrunken. Nach Angaben der Polizei vom Freitag sprangen zwei der
Touristen ins Wasser, um einen Mitreisenden zu retten, der von einer Welle vor der Westküste der
Insel Vancouver Island in der kanadischen Provinz Britisch Kolumbien in den Pazifik gespült wurde.
Dabei kamen alle drei ums Leben.
Die Reiseleiterin, die bei der Rettungsaktion in der Nähe der Kleinstadt Tofino ebenfalls ins Wasser
gerissen wurde, überlebte unverletzt. Bei den Toten handelt es sich um einen 36jährigen Schotten,
einen 27jährigen Österreicher und einen 53jährigen Engländer. Zu der internationalen Reisegruppe
aus zwölf Touristen gehörten auch Deutsche und Japaner.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Ägäis: Sieben Tote bei Yacht-Untergang
Wednesday, 24. September 1997 - 14:31:43
ATHEN. Bei der Havarie einer Segelyacht vor Lesbos sind vermutlich sieben
von acht Crew-Mitgliedern ums Leben gekommen. Eine Frau konnte sich auf
eine Felseninsel retten und wurde dort einen Tag später von einem Fischer
geborgen. Bei schwerem Wetter war auf der griechischen "Gold Fin" ein Feuer
ausgebrochen. Die sieben Männer gingen in ein starres Zodiac-Beiboot,
während die Frau zu der 500 Meter entfernten Insel schwamm. In dem Beiboot
gab es nur Riemen, weil in der Eile der Außenborder nicht mehr montiert
werden konnte. Vier Tage später wurden fünf Männer beim Dinghi tot
gefunden, zwei werden vermißt. Für sie besteht keine Hoffnung mehr.
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Joachim
Preuß
Kuh nach Flug in Seenot...
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43
LONDON. Die dpa hat's gemeldet, und fast alle Zeitungen haben's gedruckt:
Eine walisische Kuh ist von einer 50 Meter hohen Klippe der Halbinsel Lleyn
ins Meer geplumpst und durch die Strömung in die Irische See getrieben
worden. Nach 24 Stunden ist sie von den Crews eines Rettungskreuzers und
eines Fischerbootes gerettet worden. Weige Stunden danach habe sie wieder
friedlich auf der Weide gegrast, so der Besitzer.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Vogelwart alarmiert Retter für Schiffbrüchige
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43
BREMEN. Ein Vogelwart auf Helgoland hat drei Schiffbrüchige, die sich auf
ihrer kieloben treibenden Yacht festklammerten, entdeckt und die
Seenotretter alarmiert. Das Schiff war am Abend zuvor sechs Seemeilen
nördlich von Helgoland in einer schweren Schauerböe umgeschlagen. Die
Segler, eine 29jährige Frau und zwei 19 und 39 Jahre alte Männer konnten
weder einen Funkspruch absetzen, noch "Rot" schießen. Sie erlitten im 19
Grad kalten Wasser Unterkühlungen. Sie wurden von den Besatzungen eines
Hubschraubers und eines Seenotrettungskreuzers geborgen.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Warnung vor fehlerhaften Rettungswesten
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43
KÖLN. Der Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR) hat vor fehlerhaften
vollautomatischen Rettungswesten gewarnt. Wie die Herstellerfirma für
Auslöseautomaten, Halkey Roberts, dem FSR mitgeteilt habe, seien bei der
Produktion des Auslöseringes im Jahre 1996 "Unregelmäßigkeiten"
aufgetreten. Das könne dazu führen, daß sich einzelne Westen im Ernstfall
nicht vollautomatisch öffneten. Daher müßten alle Auslöseringe ("Bobbin")
aus 1996 durch Fachhändler oder Versender überprüft bzw. ersetzt werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß
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