EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 97

Last update: Wednesday, 1. October 1997 - 17:11:48

Zwei Kreuzfahrtschiff liefen auf Nil auf Grund
Tuesday, 30. September 1997 - 16:49:26
Kairo - Auf dem Nil sind am Dienstag wegen Niedrigwassers zwei Kreuzfahrtschiffe mit 86 mexikanischen und 48 deutschen und Touristen an Bord auf Grund gelaufen. Keiner der Urlauber sei verletzt worden, teilte die Wasserpolizei am Dienstag in Kairo mit.
Sicherheitskräfte hätten die Unglücksstellen nahe Manfalut und Dairut in der oberägyptischen Unruheprovinz Assiut rund 323 Kilometer südlich von Kairo abgeriegelt.
Den Angaben nach soll jetzt ein Wasservorratsbecken in Assiut geöffnet werden, um den Wasserspiegel des Nil zu erhöhen. Damit werde auch fünf weiteren Schiffen mit 362 Franzosen und 54 Engländern an Bord, die in Assiut ihre Reise unterbrechen mußten, die Weiterfahrt nach Kairo ermöglicht.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Öltanker sollen Straße von Malakka wegen schlechter Sicht meiden
Tuesday, 30. September 1997 - 13:48:55
Kuala Lumpur - Die Küstenwache in Malaysia hat am Dienstag Öltanker und andere große Schiffe aufgefordert, die Straße von Malakka wegen der schlechten Sicht durch die Waldbrände in Indonesien zu meiden. Die Warnung gilt vor allem für Schiffe über 200 000 Tonnen. Sie erfolgt wenige Tage nach der Kollision zwischen einem Öltanker und einem Frachter, bei der vermutlich 29 Menschen ums Leben gekomen sind.
Die 600 Kilometer lange Straße von Malakka zwischen Sumatra und Malaysia ist einer der meistbefahrenen Schiffahrtswege der Wert. Für den gesamten Öltransport nach Japan ist er die kürzeste Verbindung.
Tanker sollen jetzt an der Westküste Sumatras vorbei und durch die Straßen von Lombok oder Sunda ins südchinesische Meer einfahren.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Schweden erhielt nationales Mahnmal zum "Estonia"-Untergang
Sonntag, 28. September 1997 15:41 Uhr
Stockholm/Tallinn - Der dritte Jahrestag des Untergangs der Ostsee-Fähre "Estonia" ist am Sonntag in Stockholm mit der Enthüllung eines "nationalen Mahnmals" begangen worden.
Die Präsidentin des schwedischen Parlaments, des Reichstags, Birgitta Dahl sagte vor den knapp hundert Hinterbliebenen und Überlebenden: "Dieses Unglücke ist auch heute für uns alle unfaßbar."
Von den 852 Toten waren mehr als 500 Schweden. Daß sich nur ein sehr kleiner Teil der 3 000 Hinterbliebenen zur der offiziellen Feierstunde in Stockholms Djurgarden-Park kam, wurde von Beobachtern als Ausdruck der Spannungen zwischen den Betroffenen und den Behörden gewertet.
Erst in der vergangenen Woche hatten Sprecher der Hinterbliebenen- Gruppen neue Tauchversuche im Wrack verlangt, um Beweismaterial für die weiter ungeklärte Schuldfrage zu bergen. Neben der Arbeit der Havarie-Kommission, die auch nach drei Jahren noch keinen Untersuchungsbericht vorgelegt hat, ist die Mehrheit der Hinterbliebenen auch damit unzufrieden, daß die schwedische Regierung von ihrem ursprünglichen Versprechen abgerückt ist, möglichst viele der im Schiffswrack eingeschlossenen 700 Opfer zu bergen.
Nahe der Unglücksstelle vor der finnischen Südküste warfen Reisende von der "Regina Baltiva", dem Nachfolgeschiff der "Estonia", in der Nacht tausend Blumen ins Meer.
Die "Estonia" war am 28.September 1994 kurz nach Mitternacht bei einer Fahrt von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm gesunken, als große Mengen Wasser durch das offene Bug-Visier eindringen konnten. Nur 137 Reisende überlebten.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Malaysia: Keine Hoffnung mehr für Vermißte
Sunday, 28. September 1997 - 15:54:51

KUALA LUMPUR. Für die 29 Vermißten der Schiffkatastrophe in der Straße von Malakka gibt es keine Hoffnung mehr. Der 32000-Tonnen-Stahlfrachter "ICL Vickraman" war bei der Kollision mit dem 85000-Tonnen-Tanker "MV Mount 1" auseinandergebrochen und gesunken. Die 28 Crewmitglieder und ein zweijähriger Junge sind offenbar in dem Wrack eingeschlossen. Der Vater des Jungen, Zweiter Offizier an Bord, und seine Frau sind unter den fünf Geretteten. Der Tanker wurde nur leicht beschädigt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Vierwaldstättersee: Dampfer rammt Motorboot
Sunday, 28. September 1997 - 15:54:55

GREPPEN. Auf dem Vierwaldstättersee hat ein Ausflugsschiff ein Motorboot gerammt. Die beiden Motorbootfahrer wurden geborgen, ein 28jähriger erlag jedoch noch an Bord des Dampfers seinen schweren Verletzungen. Das Motorboot war vom Bug des Schiffes erfaßt worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

29 Vermißte nach Tanker-Kollision in der Straße von Malakka
Saturday, 27. September 1997 - 19:30:51
Kuala Lumpur - In der Straße von Malakka zwischen Sumatra und Malaysia haben Rettungsmannschaften am Samstag nach 29 vermißten Seeleuten gesucht, nachdem ein Öltanker und ein Frachter bei eingeschränkter Sicht zusammengestoßen waren.
Der im indischen Madras registrierte 32 000-Tonnen-Frachter "ICL Vicraman" war bei der Kollision am späten Freitag abend in zwei Teile gebrochen und gesunken. Fünf Besatzungsmitglieder konnten leicht verletzt geborgen werden. Die Rettungsarbeiten dauerten an.
Im Katastrophengebiet der verheerenden Waldbrände auf Indonesien hat sich damit nach dem Flugzeugabsturz auf Sumatra am Freitag mit 234 Toten das zweite Unglück ereignet, das möglicherweise mit der massiven Rauchentwicklung im Zusammenhang steht.
Malaysias Vize-Verkehrsminister Ali Rustam wollte die Sichtverhältnisse als Ursache der Kollision nicht ausschließen. "Alle Schiffe in der Straße von Malakka sollten vorsichtiger sein." Die Sichtweite betrug nach Angaben der Küstenwache etwa eine nautische Meile. Beide Schiffe waren jedoch vermutlich mit Radar-Navigation ausgerüstet.
Die Rettungsmannschaften vermuteten, daß die Vermißten im Wrack des Frachters eingeschlossen sind. Sie seien von der Kollision vermutlich im Schlaf überrascht worden.
Der 80 000-Tonnen-Tanker "MV Mount 1" wurde bei dem Aufprall nur leicht beschädigt. Die Gefahr einer Ölpest bestehe nicht, meinten die Behörden. Zu Sicherheitsüberprüfung lief der Tanker jedoch in den Hafen von Port Dickson (Malaysia) ein.
Die Straße von Malakka zwischen Sumatra und Malaysia ist eine der meistbefahrenen Schiffahrtlinien der Welt. Bereits am 20. September war es hier aufgrund schlechter Sicht zu einer Kollision gekommen, die allerdings keine großen Schäden verursachte.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Kanada/ Drei europäische Touristen ertranken vor westkanadischer Küste
Saturday, 27. September 1997 - 07:41:26
Seattle/Tofino - Drei europäische Touristen, darunter ein 27jähriger Österreicher, sind vor der westkanadischen Küste ertrunken. Nach Angaben der Polizei vom Freitag sprangen zwei der Touristen ins Wasser, um einen Mitreisenden zu retten, der von einer Welle vor der Westküste der Insel Vancouver Island in der kanadischen Provinz Britisch Kolumbien in den Pazifik gespült wurde. Dabei kamen alle drei ums Leben. Die Reiseleiterin, die bei der Rettungsaktion in der Nähe der Kleinstadt Tofino ebenfalls ins Wasser gerissen wurde, überlebte unverletzt. Bei den Toten handelt es sich um einen 36jährigen Schotten, einen 27jährigen Österreicher und einen 53jährigen Engländer. Zu der internationalen Reisegruppe aus zwölf Touristen gehörten auch Deutsche und Japaner.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Ägäis: Sieben Tote bei Yacht-Untergang
Wednesday, 24. September 1997 - 14:31:43

ATHEN. Bei der Havarie einer Segelyacht vor Lesbos sind vermutlich sieben von acht Crew-Mitgliedern ums Leben gekommen. Eine Frau konnte sich auf eine Felseninsel retten und wurde dort einen Tag später von einem Fischer geborgen. Bei schwerem Wetter war auf der griechischen "Gold Fin" ein Feuer ausgebrochen. Die sieben Männer gingen in ein starres Zodiac-Beiboot, während die Frau zu der 500 Meter entfernten Insel schwamm. In dem Beiboot gab es nur Riemen, weil in der Eile der Außenborder nicht mehr montiert werden konnte. Vier Tage später wurden fünf Männer beim Dinghi tot gefunden, zwei werden vermißt. Für sie besteht keine Hoffnung mehr.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Kuh nach Flug in Seenot...
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43

LONDON. Die dpa hat's gemeldet, und fast alle Zeitungen haben's gedruckt: Eine walisische Kuh ist von einer 50 Meter hohen Klippe der Halbinsel Lleyn ins Meer geplumpst und durch die Strömung in die Irische See getrieben worden. Nach 24 Stunden ist sie von den Crews eines Rettungskreuzers und eines Fischerbootes gerettet worden. Weige Stunden danach habe sie wieder friedlich auf der Weide gegrast, so der Besitzer.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Vogelwart alarmiert Retter für Schiffbrüchige
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43

BREMEN. Ein Vogelwart auf Helgoland hat drei Schiffbrüchige, die sich auf ihrer kieloben treibenden Yacht festklammerten, entdeckt und die Seenotretter alarmiert. Das Schiff war am Abend zuvor sechs Seemeilen nördlich von Helgoland in einer schweren Schauerböe umgeschlagen. Die Segler, eine 29jährige Frau und zwei 19 und 39 Jahre alte Männer konnten weder einen Funkspruch absetzen, noch "Rot" schießen. Sie erlitten im 19 Grad kalten Wasser Unterkühlungen. Sie wurden von den Besatzungen eines Hubschraubers und eines Seenotrettungskreuzers geborgen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Warnung vor fehlerhaften Rettungswesten
Tuesday, 23. September 1997 - 13:30:43

KÖLN. Der Fachverband Seenot-Rettungsmittel (FSR) hat vor fehlerhaften vollautomatischen Rettungswesten gewarnt. Wie die Herstellerfirma für Auslöseautomaten, Halkey Roberts, dem FSR mitgeteilt habe, seien bei der Produktion des Auslöseringes im Jahre 1996 "Unregelmäßigkeiten" aufgetreten. Das könne dazu führen, daß sich einzelne Westen im Ernstfall nicht vollautomatisch öffneten. Daher müßten alle Auslöseringe ("Bobbin") aus 1996 durch Fachhändler oder Versender überprüft bzw. ersetzt werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

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