EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 97
Last update: Wednesday, 1. October 1997 - 17:11:48
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Ägäis: Griechischer Minensucher und türkisches
Patrouillenboot kollidiert
Friday, 24. October 1997 - 06:31:04
ANKARA. Bei einem türkischen U-Boot-Manöver sind ein griechisches
Minensuchboot und ein türkisches Patrouillenboot
zusammengestoßen. Bei dem Manöver, das der NATO gemeldet war,
war das U-Boot in internationalen Gewässern zwischen Lesbos und Chios
aufgetaucht. Der Minensucher hielt sofort auf das U-Boot zu, woraufhin das
türkische Patrouillenboot dazwischenfuhr - es krachte. Bei dem Crash
zwischen Schiffen der beiden NATO-„Partner" entstand nur Sachschaden,
Menschen wurden nicht verletzt. Der Minensucher hätte bei einer
Kollision mit dem U-Boot dieses möglicherweise versenkt,
erklärten türkische Marinevertreter: U-Boote könnten an der
Wasseroberfläche nur schwer die Balance halten. Einem griechischer
Botschaftsvertreter wurde in Ankara eine Protestnote übergeben, doch
der wußte von den Vorfall angeblich noch gar nichts.
PS: Na, dann: Viel Spaß beim Segeln in der Ägäis,
Webmaster Peter! (Anm.v.ESYS: Webmaster flog noch am selben Tag zum Segeln in dieses Gebiet)
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Joachim
Preuß
Boot mit Afrikanern vor Spanien gekentert - Sieben Tote
Thursday, 23. October 1997 - 16:50:36
Gibraltar. Der Versuch einer Gruppe von Afrikanern, mit einem Boot die Straße von Gibraltar zu überqueren
um illegal in Spanien einzureisen, ist gescheitert: Einige haben offenbar nicht überlebt.
In der Nähe von Tarifa wurden an der spanischen Südküste am Mittwoch sieben Leichen im Meer entdeckt. Vermutlich ist das Boot mit illegalen
Einwanderern vor der äußersten Südspitze Spaniens gekentert.
Unbekannt ist, wie viele Menschen sich in dem Boot befunden
hätten. Am Strand in der Nähe hat die Polizei Fußspuren
gefunden. Dies deutet darauf hin, daß ein Teil der Passagiere sich
schwimmend an Land habe retten können.
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Joachim
Preuß
Syrien: Zusammengeflickter Frachter abgesoffen, fünf Menschen
vermißt
Thursday, 23. October 1997 - 06:02:46
DAMASKUS. Ein notdürftig zusammengeflickter syrischer Frachter ist 16
Seeemeilen westlich von Tartus (Syrien) gesunken. Fünf Seeleute wurden
von einem anderen syrischen Schiff gerettet, fünf weitere
Crewmitglieder werden vermißt. Die „Zakaria" war zuvor in einem
griechischen Hafen mit einem anderen Schiff zusammengestoßen und
hatte dabei einen Riß erlitten. Es wurde notdürftig repariert.
Es wird vermutet, daß bei der Fahrt von Griechenland nach Beirut mit
1300 Tonnen Kaolin an Bord ein neuer Riß entstanden sein könnte.
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Joachim
Preuß
Singapur: Verhafteten Kapitänen droht Knast wegen
„Fahrlässiger Navigation"
Thursday, 23. October 1997 - 06:03:02
SINGAPUR. Den beiden verhafteten Crash-Kapitänen, ein 58jähriger
Pole („Evoikos") und ein 54jähriger Pole („Orapin Gobal"), drohen
Haftstrafen bis zu zwei Jahren beziehungsweise bis zu sechs Monaten. Ihnen
wird „fahrlässige Navigation und Gefährdung von Menschenleben"
vorgeworfen. Bei guter Sicht und trotz Warnungen durch die Coast Guard
waren beide Schiffe vor Singapur zusammengestoßen, 25000 Tonnen
schweres Heizöl flossen aus der „Evoikos" ins Meer und haben eine der
größten Umweltkatastrophen der Region verursacht. Der 33
Kilometer lange Ölteppich hat nun auch Malaysia erreicht. 50 Schiffe
sind im Einsatz, um das Öl aufzusaugen. Es werden auch Chemikalien
versprüht, um die schwarze Brühe zu binden.
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Joachim
Preuß
St. Lucia: Drei Tote bei Bootsexplosion, Deutscher unter den
Verletzten
Wednesday, 22. October 1997 - 06:01:59
ST. LUCIA. Vor der Karibikinsel St. Lucia ist ein Touristenboot von einer
Explosion in tausend Teile zerrissen worden. Drei Menschen starben, neun
wurden verletzt. Unter den Verletzten sind je drei aus den USA und England
sowie einer aus Deutschland. Die Toten sind zwei Tauchlehrer von St. Lucia
und ein Schweizer. Die Unglücksursache war zunächst
unbekannt.
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Joachim
Preuß
Duisburg: Motorboot in Schleuse versenkt, Havarie auf Autobahn
Tuesday, 21. October 1997 - 06:11:35
DUISBURG. Zwei Havarien mit Sportbooten sind aus Duisburg am Niederrhein zu
vermelden: Fast zeitgleich kam es in einer Schleuse und auf einer Autobahn
zu Unfällen mit Motorbooten. Beim Einfahren in die Meidericher
Schleuse, die den Rhein mit dem Ruhrkanal und damit mit dem westdeutschen
Kanalnetz verbindet, wurde eine 14,6 Meter lange Barkasse vom
Schleusenwärter versenkt: Das aus Hamburg stammende Sportboot war noch
nicht genau eingefahren, als sich das Tor bereits wieder senkte und die
Yacht unter Wasser drückte. Das Ehepaar an Bord, das aus dem
Südfrankreich-Urlaub kam und wieder nach Hamburg fahren wollte, konnte
sich unverletzt retten. Wie Feuerwehrsprecher Michael Haupt gegenüber
ESYS sagte, sei bei der Havarie Öl ausgetreten. Die Öllache
konnte jedoch mit Hilfe von Schlängeln begrenzt und abgesaugt werden.
Das Schiff wurde wenig später gehoben. Nur wenige Minuten nach diesem
Einsatz wurde die Feuerwehr zu einer weiteren Havarie, diesmal aber auf der
Autobahn 42 gerufen: Dort war ein Motorboot von einem Trailer gefallen. Es
wurde wieder verladen.
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Preuß
Italien: Albanisches Totenschiff nach Brindisi geschleppt
Tuesday, 21. October 1997 - 06:11:54
BRINDISI. Das albanische Flüchtlingsschiff, das Ende März von
einem italienischen Kriegsschiff gerammt und versenkt worden war, ist aus
800 Meter Tiefe gehoben und nach Brindisi geschleppt worden. Bei der
Havarie waren etwa 80 Menschen ertrunken, 34 wurden gerettet. Im Hafen soll
nun die genaue Zahl der Toten festgestellt werden.
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Preuß
Chios: Frachter gesunken, ein Matrose vermißt
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:05
ATHEN. Vor der griechischen Insel Chios ist der Frachter „Black Sea T" bei
starkem Wind in Seenot geraten und später gesunken. Ein
türkischer Seemann wird vermißt, 24 ebenfalls meist
türkische Crewmitglieder konnten gerettet werden.
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Preuß
Singapur: Havarie-Kapitäne verhaftet
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:19
SINGAPUR. Die Kapitäne der vor Singapur kollidierten Schiffe sind
verhaftet worden. Dem Polen und dem Griechen wird vorgeworfen, die Havarie,
die eine der größten Umweltkatastrophen in dieser Region
verursacht hat, grob fahrlässig herbeigeführt zu haben. Der
Dieselölfrachter „Evoikos" war vom vorgeschriebenen Kurs abgekommen,
kurz bevor ein Lotse an Bord gehen sollte. Wenige Minuten vor dem Crash
waren beide Schiffe von der Coast-Guard vor dem Kollisionskurs gewarnt
worden.
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Joachim
Preuß
Indonesien: Wieder Schiffsunglück durch Smog
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:29
JAKARTA. Durch den von brennenden Regenwäldern verursachten Smog hat
es schon wieder ein Schiffsunglück gegeben: Bei Sichtweiten von drei
bis fünf Metern stießen auf dem Urwaldfluß Bariot auf
Borneo zwei Flußboote zusammen. Vier Tote wurden geborgen, 21
Menschen werden vermißt. In Sumatra waren vor drei Wochen bei einem
ähnlichen Unglück neun Menschen ertrunken. Derweil droht in der
östlichsten Provinz eine Hungerkatastrophe, weil die Verbindungen zu
den Dürre-Gebieten, die nur aus der Luft erreicht werden können,
fast völlig unterbrochen sind. Seit August sind im Hochland von
Jayawijaya bereits 500 Menschen verhungert.
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Joachim
Preuß
Schottland: Griechischer Frachter in Seenot
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:43
LONDON. Vor der schottischen Küste treibt der griechische
12000-Tonnen-Frachter „Bolivar" nach einem Brand im Maschinenraum
manövrierunfähig im Meer. Das Feuer wurde von der Crew
gelöscht.
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Joachim
Preuß
Erster Unfall beim Whitbread-Race
Friday, 17. October 1997 - 20:06:59
SOUTHAMPTON. Beim Whitbread-Race hat es den ersten Unfall gegeben: Auf der
"America's Challenge" verlor der 27jährige Bootssanitäter Campbell Fields
die Spitze seine rechten Zeigefingers. Der Sohn des Steuermann Ross Fields
hatte sich den Finger beim Hissen des Großsegels in einer Talje
eingequetscht. Er erlitt einen Schock und hält sich zur Zeit unter Deck
auf. Die Crew hat bei der Rennleitung in Southampton ein Medico-Gespräch
angefordert. Daddy Ross ist gelassen: "Mir ist sowas auch schon passiert."
Die "Challenge" liegt im Atlantik an siebter Stelle der zehn Yachten und
ist noch etwa 2000 Seemeilen von Kapstadt entfernt. Tim Kröger, der einzige
deutsche Teilnehmer, liegt auf der "Swedish Match" auf dem achten Rang,
852 sm hinter der führenden schwedischen Yacht "EF Language".
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Joachim
Preuß
Ägypten: Geschützte Krokodile fressen Fischer
Friday, 17. October 1997 - 19:59:50
KAIRO. Am Nasser-Stausee in Südägypten geht die Angst um vor gefräßigen
Krokodilen. Ein Fischer, der nicht mehr rechtzeitig aus dem Wasser kam,
wurde von einem zehn Meter langen Reptil aufgefressen, drei Mädchen wurden
ebenfalls verschlungen. Seitdem die einstmals vom Aussterben bedrohten
Panzerechsen 1984 unter Schutz gestellt wurden, vermehren sich die Tiere
prächtig. Zu ihrem Speiseplan gehörten bisher neben den Menschen auch
mindestens zwölf Kamele sowie zahlreiches Vieh. Zum Schutz gegen die
hungrigen Viecher nehmen Fischer stets Fleischbrocken mit an Bord, um die
Angreifer abzulenken. Die Krokodile können bis zu zehn Meter lang werden
und ein Alter von 100 Jahren erreichen. Ein Tier kann bis 3600 Eier pro
Jahr legen. Im Stausee leben bereits rund 10 000 Tiere. Heißer Tip eines
(illegalen) Krokodiljägers: Direkt unter die Augen schießen, dann sei das
Tier sofort tot und schlage nicht wild um sich.
J. Preuß
Preiswerter Malaria-Schnelltest
Friday, 17. October 1997 - 20:15:13
MÜNCHEN. Ein Malaria-Schnelltest für die Reiseapotheke wurde in München
vorgestellt. Das rund 70 Mark teure Gerät kann mit einem einzigen Tropfen
Blut noch im Urlaub bestimmen, ob man mit der gefürchteten Malaria-Art
"Tropica" infiziert ist.. "Tropica" ist die häufigste Form der Malaria. Im
vergangenen Jahr haben sich über 1000 Deutsche im Urlaub mit dem
Wechselfieber infiziert. Das "beliebteste Mitbringsel" ist übrigens die
Hepatitis A (Leberentzündung) mit 20 000 Fällen jährlich.
J. Preuß
Straße von Singapur: Ölpest bedroht Korallen und maritime Umwelt
Friday, 17. October 1997 - 13:54:13
Straße von Singapur. Nach der Tankerkollision vor Singapur ("Evoikos" / "Orapin Global"), bei der mindestens 25 000 Tonnen Öl
ausgelaufen sind, fürchten Behörden jetzt schwere Umweltschäden.
Nicht nur Korallen, das gesamte maritime Leben soll angeblich bedroht sein.
Das Öl hatte die Hauptinsel Singapur zunächst nicht erreicht,
aber die Strände einiger kleinerer Inseln verschmutzt.
Beide Schiffe waren sechs Minuten vor dem Unglück gewarnt worden (!!), daß sie
sich auf Kollisionskurs befänden. Japan will sich ebenfalls an den Arbeiten zur Beseitigung des Ölteppichs
beteiligen.
Meuterei auf Autofrachter
Friday, 17. October 1997 - 06:14:01
PLYMOUTH. Vor der englischen Küste hat die elfköpfige Crew eines
libanesischen Autofrachters gemeutert und den polnischen Kapitän gezwungen,
den "neutralen" Hafen Plymouth anzulaufen. Der Küstenwache von Brixham in
Südwestengland hatte der Kapitän kurz nach der Besetzung seiner Brücke
mitgeteilt, daß es der Besatzung um die Auszahlung angeblich noch
ausstehender Heuer gehe. Sie wollten in ein neutrales Land gebracht werden.
Von der Beiruter Reederei hieß es, daß die Heuer gezahlt worden sei. Sie
kündigte an, die meuternden Seeleute auf dem Rechtsweg "entfernen" zu
lassen. Normalerweise vermittelt in solchen Fällen die Internationale
Seeleute-Gewerkschaft (ITWF). Sie wurde jedoch bisher nicht eingeschaltet.
Bei der Meuterei wurde keine Gewalt angewendet. Die 91,5 Meter lange
"O'Shea Express" war mit Autos der Marken Mercedes und BMW auf dem Weg von
Hamburg nach Libanon.
Tanker-Crash vor Singapur: 25 000 Tonnen Dieselöl ausgelaufen
Friday, 17. October 1997 - 06:13:51
SINGAPUR. Wenige Seemeilen vor Singapur ist der mit 120 000 Tonnen Dieselöl
beladene Tanker "Evoikos" (Zypern) mit dem leeren Supertanker "Orapin
Global" (Thailand) zusammengestoßen. Zwei Tanks der "Evoikos" schlugen
leck, rund 25 000 Tonnen Dieselöl liefen aus. Einige Inseln wurde von der
Ölpest heimgesucht. Schwimmende Barrieren verhinderten jedoch, daß Singapur
und die Ferieninsel Sentosa verseucht wurden.
Zur Bekämpfung des
Ölteppichs, der neun mal zwölf Kilometer groß ist, wird Militär eingesetzt.
Die USA, Japan und Australien wurden um Unterstützung gebeten. Die Sicht
betrug zum Zeitpunkt der Havarie etwa viereinhalb Seemeilen. Die beiden
Tanker seien von der Radarleitstelle über Funk darauf hingewiesen worden,
daß sie sich auf Kollisionskurs befänden, hieß es von der Hafenbehörde.
Die
Unfallursache ist unklar, Sichtbehinderung durch die Waldbrände in
Indonesien wird ausgeschlossen.
Tankerkollision bei Singapur: 4.000 Tonnen Öl ausgelaufen
Thursday, 16. October 1997 - 07:00:29
Straße von Singapur - Nach der Kollision von zwei Tankern in der verkehrsreichen Straße
von Singapur bis zu 4 000 Tonnen Schiffsdiesel ins Meer gelaufen. Bei dem Ölfrachter "Evoikos" (Zypern) wurden zwei Tanks aufgerissen.
Das zypriotische Schiff war mit Supertanker "Orapin Global" (Thailand) zusammengestoßen, der jedoch kein Öl in seinen Tanks hatte.
Die "Evoikos" hat insgesamt 120 000 Tonnen Schiffsdiesel an Bord.
Der Untergang der "Evoikos" ist jedoch wahrscheinlich. Die Crews beider Schiffe blieben bei
dem Zusammenstoß fünf Kilometer südlich von Singapur unverletzt.
Gestrandeter Frachter vor baskischer Küste freigeschleppt
Tuesday, 14. October 1997 - 17:29:29
Anglet - Die "Capetan Tzannis" ist am Dienstag morgen
freigeschleppt worden. Drei Schlepper zogen das 144 Meter lange Schiff vor die Küste bei Bayonne.
Die "Capetan Tzannis" ist momentan wegen eines Ruderschadens manövrierunfähig und soll in einen Hafen geschleppt werden, um repariert zu werden.
"Cape Tanzanis" verliert Diesel-Öl
Monday, 13. October 1997 - 17:18:14
Anglet - Aus einem Leck der "Capetan Tzannis", die am Sonntag nahe bei Anglet (Frankreich) an den Strand gedrückt worden war, sind bis Montag mittag 120 Tonnen schweren Diesel-Öls ausgelaufen. Ein Kilometer des Standes von Anglet bei Bayonne ist verschmutzt.
In einem Wettlauf mit der Zeit wollen die Behörden, die den Öl-Schlick bei Ebbe zu zentralen Sammelpunkten bringen lassen, am
Nachmittag einen Versuch zum Freischleppen des Havaristen wagen. Je
länger das Schiff dort bleibt, um so größer ist die Gefahr, daß es zerbricht.
Griechischer Frachter vor baskischer Küste gestrandet
Sunday, 12. October 1997 - 20:06:33
Bayonne - Ein griechischer Frachter ist am Sonntag morgen im
Sturm an der südwest-französischen Atlantikküste gestrandet. Die 144 Meter lange "Cape Tanzanis" unter Panama-Flagge wurde nahe des baskischen
Ortes Anglet an den Strand gedrückt. Nach Angaben der Seenot-
Rettungsstelle CROSS wurde niemand verletzt.
Das Schiff lag vor Bayonne und wollte im Hafen der Stadt Ladung
aufnehmen. Nach ersten Ermittlungen soll die elektrische Anlage des
Schiffes defekt gewesen sein.
Der Frachter kam von den kapverdischen Inseln und sollte in
Frankreich Ladung zum Transport nach Kuba aufnehmen. Das Schiff mit
einem Fassungs-Vermögen von 70 000 Tonnen soll frühestens am Montag
freigeschleppt werden.
Ein Teil der Besatzung wurde von der Feuerwehr geborgen. Außer dem
griechischen Kapitän bestand die Mannschaft aus elf pakistanischen,
einem ukrainischen und weiteren ghanaischen Seeleuten.
Nach Angaben des französischen Runfunks forderten die
Hafenbehörden von Bayonne zusätzliche Bergungs-Schlepper aus der
spanischen Hafenstadt Bilbao an, um das Schiff nach Abflauen des
Sturms und bei einsetzender Flut wieder freizuschleppen.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Wind-Geschwindigkeiten bis
90 Stundenkilometer und schwerer Seegang.
Das Schiff erhielt zunächst Auslaufverbot. Derzeit untersuchen
Experten die Fähre.
Sturm über Norddeutschland - Fährbetrieb gestört - Brücken gesperrt
Saturday, 11. October 1997 - 16:55:24
Hamburg - Ein Sturmtief ist in der Nacht zum Samstag über
Norddeutschland hinweggefegt und hat den Betrieb vieler Fähren zum
Erliegen gebracht.
In Mecklenburg-Vorpommern stellten am Samstag mehrere Fährlinien
vorläufig den Verkehr ein, unter anderem auf den Routen Rostock-
Gehlsdorf, Stralsund-Hiddensee und Schaprode-Hiddensee.
Besonderes Pech hatte das erst am Donnerstag getaufte Fährschiff
"Schleswig-Holstein", das auf der sogenannten Vogelfluglinie zwischen
Puttgarden auf der Ostsee-Insel Fehmarn und Rödby in Dänemark
verkehrt: Die Fähre wurde nach Angaben der Polizei Heiligenhafen beim
Anlegemanöver wegen des Sturmes gleich zweimal gegen die Mole
gedrückt. Dabei entstanden Risse im Wulstbug.
Das Schiff erhielt zunächst Auslaufverbot. Derzeit untersuchen
Experten die Fähre.
Italienisches Schiff rettet neun Albaner aus Seenot
Saturday, 11. October 1997 - 16:56:11
Tirana - Ein italienisches Patrouillenboot hat neun
albanische Flüchtlinge aus Seenot gerettet, deren Boot am Freitag
morgen vier Seemeilen von der Hafenstadt Durres entfernt bei
stürmischer See einen Motorschaden erlitten hatte.
Die Albaner waren auf dem Weg nach Italien. In Durres sind mehrere italienische Kriegsschiffe stationiert, die die albanische Marine bei dem Versuch unterstützen sollen, neue Flüchtlingswellen über die Adria nach Italien zu verhindern.
Deutscher Frachter nach Seenot im Hafen von Brest
Thursday, 9. October 1997 - 19:06:29
Brest - Nach einer Havarie in starkem Sturm vor der
Atlantik-Küste der Bretagne hat der deutsche Frachter "RMS Andromeda"
am Donnerstag am Kai in Brest festgemacht.
Dort soll die verrutschte Ladung anscheinend wieder neu verladen werden. Das Schiff
war mit zehn Grad Schlagseite vom Hochsee-Schlepper "Abeille-
Flandres" gezogen in einen windgeschützten Bereich des Hafens
eingelaufen.
Bei Wind-Geschwindigkeiten von 70 Stundenkilometer und sechs bis
sieben Meter hohem Seegang hatten die sieben Besatzungsmitglieder am
Vortag den Frachter aufgeben müssen, weil die Ladung aus Holz und
Dünger verrutscht war.
Die Mannschaft war nach einem Notruf auf der Höhe der Insel
Ouessant von einem Hubschrauber geborgen worden. Ein Spezialteam aus
dem französischen Kriegshafen Brest war dafür bis zum Eintreffen des Schleppers an Bord gegangen.
Die "RMS Andromeda" war von Finnland nach Nantes
unterwegs. Der 83 Meter lange Stückgutfrachter hat 1 864 BRZ
(Bruttoraumzahl) und eine Tragfähigkeit von 2 515 Tonnen. Das Schiff
gehört zur deutschen Reederei Rhein-Maas-See in Duisburg (Nordrhein-
Westfalen).
Deutscher Frachter vor der Bretage in Seenot: Schiff wird geschleppt
Thursday, 9. October 1997 - 06:23:44
Brest - Bei starkem Sturm ist der deutsche Frachter RMS
Andromeda am Mittwoch vor der Bretagne in Seenot geraten. Wie die
Präfektur in Brest am Abend mitteilte, konnte ein Schlepper das
Schiff in Schlepp nehmen. Er sei nun zum Hafen Camaret in der Nähe
von Brest unterwegs, wo er am frühen Donnerstag erwartet wurde.
Bei Windgeschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde und sechs
bis sieben Meter hohen Wellen hatte die siebenköpfige Besatzung den
Frachter aufgeben müssen, nachdem die Ladung aus Holz und
Düngemitteln verrutscht war. Sie wurde nach dem Zwischenfall auf der
Höhe der Insel Ouessant von einem Hubschrauber geborgen. Ein
Spezialteam aus dem französischen Kriegshafen Brest ging dafür an
Bord.
Das deutsche Schiff, dessen Reederei Rhein-Maas-See in Duisburg
(Nordrhein-Westfalen) anässig ist, war von Finnland nach Nantes in
Westfrankreich unterwegs.
Segler nach sechs Monaten gerettet
Wednesday, 8. October 1997 - 21:07:17
BANGKOK. Zwei russische Weltumsegler sind nach sechs Monaten in Seenot vor
der Küste Thailands entdeckt und gerettet worden. Der 44jährige Skipper
hatte mit seinem 14jährigen Sohn Ende April Kapstadt in Richtung Indischer
Ozean verlassen. Als ihnen der Treibstoff ausging, trieben sie hilflos
umher. Sie ernährten sich von Regenwasser und Fischen. Ärzte der Ferieninsel
Phuket, vor deren Küste sie gefunden wurden, stellten Unterernährung,
Austrocknung und Hautverletzungen fest.
Mindestens ein Toter bei Brand auf Tankschiff
Wednesday, 8. October 1997 - 16:04:35
Split - Bei einem Brand auf einem Tankschiff in der Nähe
der kroatischen Hafenstadt Split ist am Mittwoch mindestens ein
Besatzungsmitglied ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Behörden hatte eine Verpuffung beim Entladen des
Tankers "Tomislavgrad" den Brand verursacht, der innerhalb kürzester
Zeit das gesamte Schiff verwüstete. Die Suche nach weiteren
Crewmitgliedern dauerte am frühen Nachmittag noch an.
Passagiere der ausgebrannten "Romantica" können wieder heimkehren
Monday, 6. October 1997 - 16:36:34
Nikosia - Die evakuierten Passagiere des ausgebrannten
Kreuzfahrtschiffes "Romantica" können in ihre Heimat zurückkehren.
Nach zeitweiligen bürokratischen Verzögerungen teilten die zyprischen
Behörden am Montag nachmittag mit, alle 487 Passagiere erhielten nun
statt neuer Pässe Ersatzdokumente, sogenannte "grüne Karten".
Die diplomatischen Vertretungen der Heimatländer der "Romantica"-
Passagiere hätten so schnell keine neuen Pässe ausstellen können,
hieß es. Die Passagiere kommen aus Skandinavien, Polen, den
Niederlanden, Deutschland, Rußland und Großbritannien.
Die meisten von ihnen bemühen sich nun mit Hilfe des
Reiseveranstalters der "Romantica"-Kreuzfahrt und den Botschaften
ihrer Länder um Flugtickets. Sie wurden bereits mit neuer Kleidung
versorgt. Der Reiseveranstalter hat sämtliche Gegenstände
aufgelistet, die die Passagiere auf dem brennenden Schiff
zurücklassen mußten.
Das Feuer auf der "Romantica" ist inzwischen gelöscht. Sie wurde
am Montag vormittag in den neuen Hafen von Limassol geschleppt, wo
sie nach Angaben der Hafenpolizei nun in "sicherem Gewässer" liegt.
Sie hat starke Schlagseite. Noch immer steigen Rauchwolken auf.
MS Romantica brennt immer noch
Sunday, 5. October 1997 - 09:24:09
Nikosia: Das Feuer auf dem Kreuzfahrtschiff "Romantica" ist noch immer
nicht gelöscht. Zur Zeit kühlen die Löschboote den Rumpf des
Kreuzfahrtschiffes. Wenn das Feuer gelöscht ist, soll die "Romantica" in
den Hafen von Nikosia geschleppt werden.
Nachdem die Hafenpolizei in Limassol am Sonntag morgen
zunächst mitgeteilt hatte, das Feuer sei gelöscht worden, meldete die Feuerwehr am Mittag weitere Brandherde in anderen Teilen des
Schiffes.
Schlepper der Hafenpolizei versuchten das mit starker Schlagseite
schwimmende Schiff in den Hafen von Limassol zu ziehen. Die Reederei
hat sich bisher nicht zum dem Unglück geäußert.
Die erst vor kurzem generalüberholte "Romantica" ist in ihrem
Mittelteil bereits völlig ausgebrannt. Bislang gibt es keine Angaben
über die Höhe des entstandenen Schadens.
Die Passagiere sind in Hotels in Nikosia und Limassol
untergebracht worden. Sie hatten nach dem Unglück besonders das
"unprofessionelle Verhalten" der Mannschaft kritisiert.
Ein britischer Passagier gab zu Protokoll, daß alles den Anschein
erweckt habe, als handele es sich um eine Übung. Die Crew habe zwar
die Passagiere aufgefordert, sich an Deck zu versammeln und das
Schiff zu verlassen, jedoch nicht erklärt, daß Feuer an Bord
ausgebrochen sei.
Statt romantischer Kreuzfahrt Flucht vor den Flammen
Saturday, 4. October 1997 - 21:53:57
Nikosia - Als 487 Briten, Russen, Skandinavier,
Niederländer, Polen, Ungarn und Deutsche, eine mehrtägige
Mittelmeerkreuzfahrt auf der "MV Romantica" buchten, haben sie sicher
nicht gedacht, daß das Schiff mit dem vielversprechenden Namen kurz
vor Ende seiner Reise in Fammen aufgehen würde.
Ebenso wenig hatten Anfang August 250 Israelis und Zyprer damit
gerechnet, daß die Korridore, Kabinen und Salons eben dieser fast 60
Jahre alten "Romantica" unmittelbar nach einer gründlichen
Generalüberholung von Abwässern überflutet würden.
Ein britischer Passagier der "Romantica", der im September auf dem
Schiff gefahren war, schilderte am Samstag nach Bekanntwerden der
neuen Katastrophe seine Reise als Höllenfahrt.
Sein Mängelkatalog war lang: Decken fielen herunter, der
Rauchalarm sei nicht angeschlossen gewesen, lose Drähte hingen herum,
überflutete Kabinen, Toiletten und Duschen funktionierten nicht.
Nachdem Samstagmittag auch der Kapitän der "Romantica" das
brennende Schiff verlassen hatte, stand nahezu fest, daß das Schiff
künftig nicht mehr eingesetzt wird.
Das im Morgengrauen offenbar durch einen Kurzschluß im
Maschinenraum ausgelöste Feuer konnte auch Stunden nach Ausbruch der
Katastrophe nicht unter Kontrolle gebracht werden. Schlepper
versuchten zwar, das Schiff bei 30 Grad Schlagseite und in dichten
Rauchwolken in den Hafen von Limassol zu schleppen, erwarten aber
nicht, daß es noch gerettet werden könne.
Unterdessen berichten die Passagiere über ihr traumatisches
Erlebnis am Ende der Reise: "Unter den Passagieren war keine Panik
ausgebrochen. Panik hatten nur einige Besatzungsmitglieder. Sie
liefen schreiend durch die Kabinengänge und weckten uns, ohne uns zu
sagen, daß an Bord Feuer ausgebrochen war. Wir haben uns
ordnungsgemäß zu den Rettungsbooten begeben", sagte einer der
Touristen. Viele der Passagiere konnten nicht einmal Pässe, Geld oder
andere Wertsachen mitnehmen.
Deshalb weigerten sie sich stundenlang, die "Princessa Victoria",
die der "Romantica" zu Hilfe geeilt war und die Passagiere an Bord
genommen hatte, zu verlassen. Sie forderten Gespräche mit Vertretern
ihrer Botschaften und der Reederei. Sie benötigen neue Papiere, Geld,
Kleidung, eine Unterkunft und Ersatz der durch den Brand vernichteten
persönlichen Habe.
Im Hafen von Limassol löste das ein Chaos aus. Die aus Nikosia in
nur einer halben Stunde herangeeilten Diplomaten schienen nicht
weniger hilflos als die Hafenbehörden. Nach ersten Gesprächen
beruhigten sich die Passagiere und ließen sich in Hotels bringen.
Es könnten noch Tage vergehen, bis die genaue Brandursache geklärt
ist. Die brennende "Romantica" wurde frühestens am späten Samstag
abend im Hafen von Limassol erwartet.
Einige der schwersten Brände auf Kreuzfahrtschiffen
Saturday, 4. October 1997 - 21:56:53
Mehrere Millionen Menschen unternehmen
alljährlich eine Kreuzfahrt. Zu den bevorzugten Zielen solcher
Urlaubsreisen gehören die Karibik, das Mittelmeer, die Kanarischen
Inseln und das Nordpolarmeer. Einige solcher Kreuzfahrten endeten
unglücklich. Hier einige der schwersten Brandkatastrophen:
02.06.1977 "Rasa Sayang" - Straße von Malakka - zwei Tote - Schiff
aus Singapur (frühere Schiffsnamen Bergensfjord, De Grasse), 18 739
BRT; 653 Passagiere; Brand auf Kreuzfahrt zwischen Singapur und
Indonesien in der Straße von Malakka (östlich von Malaysia); 2 tote
Seeleute; Schiff stark beschädigt, aber repariert; nach weiterem
Brand im August 1980 verschrottet.
04.10.1980 "Prinsendam" - Golf von Alaska - Niederländisches Schiff,
8 566 BRT; 320 Passagiere; Brand im Golf von Alaska nach Auslaufen
von Vancouver zu Pazifik-Kreuzfahrt; keine Verletzten;
ausgebranntes Schiff am 11. Oktober gesunken.
18.05.1988 "Priamurje" - Osaka - elf Tote - Sowjetisches Schiff,
4 870 BRT; 295 sowjetische Passagiere, 129 Besatzungsmitglieder;
weitgehend ausgebrannt im Hafen von Osaka während einer Japan-
Kreuzfahrt von Wladiwostock aus.
13.02.1992 "Ocean Pearl" - vor Sumatra - Französisches Schiff
unter Bahamas-Flagge (42 075 BRT) auf der Fahrt von Singapur nach
Jakarta; nach Ausbruch eines Feuers Evakuierung aller 336 Passagiere
und Besatzungsmitglieder; keine Verletzten.
30.11.1994 "Achille Lauro" - Indischer Ozean - drei Tote -
Italienischer Luxusliner (23 629 BRT) mit rund 1 000 Passagieren und
Besatzungsmitgliedern auf der Fahrt von Genua nach Südafrika; vor
Somalia (Indischer Ozean) vom Maschinenraum ausgehender und auf die
Passagierdecks übergreifender Brand; Rettung aller übrigen
Menschen durch andere Schiffe; bei Abschleppversuch am 2. Dezember
Untergang des ausgebrannten Schiffes.
27.07.1996 "Universe Explorer" - Süd-Alaska - fünf Tote -
Amerikanisches Kreuzfahrtschiff (22 161 BRT) unter Panama-Flagge; vor
Juneau (Süden Alaskas) von der Wäscherei ausgehender Brand; fünf tote
Besatzungsmitglieder, 67 der etwa 740 Passagiere verletzt.
05./06. 05.1997 "Vistafjord" - Malta - Kreuzfahrtschiff der
britischen Reederei Cunard (25 000 BRT). Brand auf dem B-Deck in der
Mannschaftswäscherei. Reederei schloß Brandstiftung nicht aus. Die
593 Passagiere wurden nach Hause zurückgeflogen.
04.10.1997 "MV Romantica" - 50 Seemeilen südlich von Zypern -
Zyprisches Kreuzfahrtschiff (9 511 BRT) mit 487 Passagieren und 186
Besatzungsmitgliedern. Vom Maschinenraum ausgehender Brand. Keine
Toten und Verletzten. Schiff galt als verloren.
Kreuzfahrtschiff vor Zypern in Brand - Alle Menschen gerettet
Saturday, 4. October 1997 - 12:27:47
London - Vor der Südküste Zyperns ist am Samstag morgen an
Bord des griechischen Kreuzfahrtenschiffs "MV Romantica" ein Brand
ausgebrochen. Wie das britische Verteidigungsministerium in London
mitteilte, haben britische Schiffe und Hubschrauber mitgeholfen, alle
487 Passagiere und 186 Besatzungsmitglieder unversehrt in Sicherheit
zu bringen.
Das in Zypern registrierte Schiff "Princess of Victoria" bringe
die Geretteten zum zyprischen Hafen Limassol.
Das Feuer im Maschinenraum des Kreuzfahrtschiffs war nach Angaben
des Sprechers in London um 05.30 Uhr (Ortszeit) gemeldet worden. Die
britischen Streitkräfte auf Zypern setzten Hilfsschiffe ein, um bei
den Rettungsarbeiten zu helfen, die bereits von Schiffen in der Nähe
eingeleitet worden waren.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich die "Romantica" auf der Rückfahrt
von einem Besuch in Port Said (Ägypten). Unter den Fahrgästen waren
nach britischen Angaben insgesamt 120 britische Touristen.
Nach der Evakuierung der Fahrgäste und Besatzungsmitglieder, bei
der britische Militärhubschrauber eingesetzt waren, schlugen Flammen
aus mehreren Decks des Kreuzfahrschiffs. Die "Romantica" habe schwere
Schlagseite und drohe zu sinken, sagte der Sprecher des Ministeriums
in London.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Belgier auf zyprischem Schiff in Calais tödlich verunglückt
Saturday, 4. October 1997 - 12:28:19
Calais - Ein Belgier ist im französischen
Hafen Calais beim Sturz von einem zyprischen Cargo-Frachter tödlich
verunglückt. Der 30jährige Techniker hatte am Rumpf des Frachters
Inspektionsarbeiten vorgenommen, als er nach Angaben der Feuerwehr
vom Samstag aus unbekannten Gründen zehn Meter tief in einen Tank des
Schiffes fiel. Der Unfall hate sich bereits am Freitag ereignet. Die
Behörden gaben den Namen des Opfers mit Stan Beck an.<
Deutsches Segelschiff "Bartele Rensink" geriet in Seenot - Kinder in Sicherheit
Saturday, 4. October 1997 - 07:02:29
Warschau/Rostock - Deutsche und polnische Schüler der
in Seenot geratenen "Bartele Rensink" befinden sich nach einem eintägigen
Drama in Sicherheit. Polnische Seenot-Retter brachten am Freitag
nachmittag 15 Menschen, darunter ein sechsmonatiges Baby, in
Wladyslawowo (Ellerwald) an Land.
"Alle sind gesund, trinken Tee und lachen über das Abenteuer,
sagte Janusz Kaminski vom Seenot-Rettungsdienst in Gdingen.
Sie sollten noch am Abend in einen Erholungsheim auf der Halbinsel
Hela ausgefolgen werden.
An Bord der "Bartele Rensink", die von einem Rettungsschiff nach Gdansk
(Danzig) abgeschleppt wird, seien der Kapitän und drei weitere Crew-
Mitglieder geblieben. Deutsche Quellen hatten zuvor berichtet, daß 18
Schüler an Land gebracht worden seien.
Das Schiff mit 19 Menschen, darunter 15 Schülern aus
Mecklenburg-Vorpommern und Polen, an Bord ist nach Angaben von
Seenotrettern auf der Ostsee nur knapp einer Katastrophe entgangen.
In der Nacht zum Freitag sei die in Rostock beheimatete "Bartele Rensink" bei stürmischer See wegen eines Motorschadens
unkontrolliert auf die polnische Küste zugetrieben, sagte Janusz
Kaminski vom Seenotrettungsdienst in Warschau. Erst 200 Meter vor dem
Ufer bei Jaroslawiec (Jershöft) sei es der Besatzung gelungen,
abzudrehen.
Das Boot war in den frühen Morgenstunden von einem polnischen
Rettungsschiff ins Schlepp genommen worden. Es mußte am Morgen wegen des stürmischen Windes aber
gegen ein anderes Wasserfahrzeug mit stärkerem Motor ausgetauscht
werden. Der Havarist werde in den Hafen Wladyslawowo (Ellerwald)
gezogen, erläuterte Kaminski.
Nach Angaben der polnischen Behörden sollen zwei von drei Masten
des Segelschiffes gebrochen sein. Von den 18 Schülern seien drei
polnische und 15 deutsche Schüler. Die Kinder hätten bei der
stürmischen See an Seekrankheit gelitten.
Nach Recherchen des deutsche Reiseveranstalters "Strandläufer",
der die Fahrt im Auftrag des Regionalparlaments des deutschen
Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern organisiert hatte, sind alle
Kinder wieder wohlauf und haben die Seekrankheit recht gut
überstanden. Sie seien in dem schweren Sturm, der erhebliche Schäden
an der Takelage des Schiffes verursachte, unverletzt geblieben, sagte
Ulrich Cramer von "Strandläufer".
Der Kapitän der "Bartele Rensink" habe frühzeitig einen Notruf abgesetzt und um Hilfe gebeten. Neben einem Schlepper sei auch ein Helikopter herbeigeeilt. Die Reise wird jetzt abgebrochen.
Fünf Tote bei Schiffs-Unglück im Smog
Friday, 3. October 1997 - 19:21:36
Jakarta/Kuala Lumpur - Bei einem Schiffsunglück im dichten
Rauch der indonesischen Waldbrände sind auf der Insel Sumatra
mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Personen wurden am
Freitag noch vermißt, die Aussicht auf Rettung war nach Angaben der
Polizei gering.
Eine kleine Fähre war mit 50 Personen auf dem Urwaldfluß Musli im
Süden Sumatras unterwegs, als sie bei schlechter Sicht mit einem
Frachtschiff zusammenstieß. Die Unglücksstelle liegt in unmittelbarer
Nähe der riesigen Brände, die auf Sumatra und Borneo schon bis zu
800 000 Hektar Urwald vernichtet haben.
Der dichte Smog hat nach Ansicht der Behörden auch bei zwei
anderen Unglücken eine Rolle gespielt: bei dem Flugzeugabsturz vor
einer Woche auf Sumatra mit 234 Toten und bei einer Schiffskollision
in der Straße von Malakka mit 29 Toten.
Meteorologen rechnen in den kommenden Wochen zunächst mit einer
Entspannung der Lage durch jahreszeitliche Winde, die den Rauch der
Waldbrände aufs offene Meer treiben. Dadurch werde es aber in der
vielbefahrenen Sunda-Straße zwischen Sumatra und Java zu
Behinderungen für den Schiffsverkehr kommen.
Nordsee: Segelyacht in Seenot,
Friday, 3. October 1997 - 07:18:09
BREMEN. In schwerem Sturm ist am Donnerstag in der Nordsee eine deutsche
15-Meter-Segelyacht ("Anita") in Seenot geraten. Etwa 50 Seemeilen nordwestlich von
Helgoland ist das Schiff mit zehn Menschen an Bord bei Windstärke acht und
sechs Meter hohen Seen leckgeschlagen. Zwei Segler wurden verletzt. Ein
SAR-Helikopter kreiste stundenlang über dem Havaristen, konnte jedoch wegen
der heftigen See niemanden abbergen. Am Nachmittag hatten die Segler den
Wassereinbruch mit Lenzpumpen unter Kontrolle und nahmen Kurs auf
Helgoland. Sie wurden am frühen Abend begleitet von einem Seenotkreuzer der
DGzRS.
Suche nach vermißten Seeleuten vor Schottland aufgegeben
Thursday, 2. October 1997 - 17:59:25
Schottland - Einen Tag nach dem Untergang eines Fischkutters
vor der schottischen Küste hat die britische Küstenwache die Suche
nach vier vermißten Seeleuten am Donnerstag aufgegeben. Für die
Männer bestehe keine Hoffnung mehr, sagte ein Sprecher.
Der Kapitän der "Sapphire" hatte sich durch die Luke des
Steuerhauses gerettet und war am Mittwoch abend von einem Helikopter
der Royal Air Force in Sicherheit gebracht worden.
Der Fischkutter war am Mittwoch bei rauher See und Windstärke acht
unweit von Aberdeen vor der Ostküste Schottlands gesunken.
Nordsee: Segelyacht mit zehn Menschen an Bord in Seenot
Thursday, 2. October 1997 - 18:00:16
Helgoland - Die deutsche Segelyacht "Anita" ist am
Donnerstag mit zehn Menschen an Bord 50 Meilen nordwestlich von
Helgoland in Seenot geraten.
Zwei Personen an Bord des Zweimasters sollen verletzt sein, teilte
das Presse- und Informationszentrum der Flotte in Glücksburg
(Schleswig-Holstein) mit. Ein Rettungshubschrauber sei bei der Yacht.
Eine Bergung der Crew war nach diesen Informationen bei Windstärke
acht und bis zu 6,5 Meter hohen Wellen zunächst nicht möglich.
Suche nach Besatzung von gesunkenem Fischereiboot fortgesetzt
Thursday, 2. October 1997 - 13:34:37
Aberdeen - Nach dem Untergang eines Fischkutters vor der
Ostküste Schottlands werden vier Seeleute vermißt. Der 28 Jahre alte
Kapitän konnte sich durch die Luke des Steuerhauses retten und
wurde von einem Rettungshelikopter in Sicherheit gebracht.
Die Suche nach den übrigen vier Besatzungsmitgliedern der
"Sapphire" wurde nach Angaben der Küstenwache in Aberdeen am
Donnerstagmorgen fortgesetzt. Doch gebe es nur noch wenig Hoffnung
auf Überlebende.
Das Boot war am Mittwoch nachmittag bei "ziemlich normalem" Wetter
mit Windstärke acht (Was ist an Windstärke 8 normal??) gesunken. An der Suche, die über Nacht ausgesetzt
wurde, beteiligen sich mehrere Hubschrauber der britischen Luftwaffe
und etwa 18 Fischerboote.
Vier Seeleute nach Untergang von Fischkutter vermißt
Thursday, 2. October 1997 - 06:27:23
Aberdeen - Vor der Ostküste Schottlands ist am Mittwoch ein
Fischkutter gesunken. Nach Angaben der Küstenwache in Aberdeen konnte
ein Besatzungsmitglied des Kutters "Sapphire" von einem
Rettungshubschrauber der britischen Luftwaffe geborgen werden. Sein
Zustand wurde als "gut" bezeichnet. Vier weitere Seeleute werden noch
vermißt.
An der Suche sind auch ein Nimrod-Aufklärer der Luftwaffe sowie
sechs Fischereiboote beteiligt. Das Boot war nach Angaben der
Küstenwache bei "ziemlich normalem" Wetter und Windstärke acht
gesunken, teilte die Küstenwache mit.
Kreuzfahrer nach Brand manövrierunfähig
Thursday, 2. October 1997 - 06:11:01br>
HALIFAX. Nach einem Brand im Maschinenraum trieb ein norwegisches
Kreuzfahrtschiff fast einen Tag lang manövrierunfähig von der Atlantikküste
Kanadas. Die 190 Meter lange "Dreamward" mit über 500 Passagieren an Bord
konnte im St. Lorenz-Golf wieder flottgemacht werden. Heute, Mittwoch, soll
der Dampfer Sydney in Neuschottland anlaufen.
Von: 101526.1646@compuserve.com,
Joachim
Preuß
Zwei Schiffe kollidierten im Ärmelkanal - Palmenöl ausgelaufen
Wednesday, 1. October 1997 - 13:40:33
London - Bei der Kollission von zwei Schiffen im Ärmelkanal in dichtem Nebel
vor der Küste von Südwestengland sind am Mittwoch morgen 200 Tonnen
Palmenöl ausgelaufen, das sich nach Angaben der
britischen Ölkontrolle "auf natürliche Weise abbaut".
Wie ein Sprecher der britischen Küstenwache
mitteilte, wurden beide Schiffe bei dem Unfall in dichtem Nebel 35
Seemeilen vor der Küste beschädigt.
Die 35köpfige Besatzung des Tankers
"Allegra" (Liberia) und die elf Mann auf der in St. Vincent registrierten
"Siboney" (St. Vincent) blieben unverletzt.
Der 20 000 Tonnen große Tanker war auf der Fahrt von Rotterdam
(Holland) nach Liverpool (Westengland), die mit 2654 Tonnen
vermessene "Siboney" transportierte Getreide von Großbritannien nach
Spanien.
Norwegisches Kreuzfahrtschiff steuerlos vor Kanada
Wednesday, 1. October 1997 - 06:31:29
Halifax - Ein norwegisches Kreuzfahrtschiff mit 1 500
Menschen an Bord trieb am Dienstag steuerlos vor der kanadischen
Ostküste, nachdem ein Feuer die Maschinen außer Betrieb gesetzt
hatte. Die Passagiere waren nicht in
Gefahr. Der Brand soll kurz nach Mitternacht (local time) in einem
elektrischen Schaltkasten ausgebrochen sein. Es konnte rasch gelöscht
werden.<
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