EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Oktober 97

Last update: Wednesday, 1. October 1997 - 17:11:48

Nordsee: Zwei Fischer von sinkendem Krabbenkutter gerettet
Friday, 24. October 1997 - 06:31:16

CUXHAVEN. Die Crew des Seenotrettungskreuzers „Hermann Helms" hat in der Nacht zwei Fischer von ihrem sinkenden Krabbenkutter gerettet. Etwa neun Seemeilen nordwestlich von Cuxhaven war der Kutter aus noch unbekannter Ursache leckgeschlagen, der Maschinenraum lief voll Wasser. Eine halbe Stunde nach dem Notruf traf die „Hermann Helms" ein. Der 14-Meter-Kutter wurde längsseits genommen und unter ständigem Lenzen nach Cuxhaven geschleppt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Ägäis: Griechischer Minensucher und türkisches Patrouillenboot kollidiert
Friday, 24. October 1997 - 06:31:04

ANKARA. Bei einem türkischen U-Boot-Manöver sind ein griechisches Minensuchboot und ein türkisches Patrouillenboot zusammengestoßen. Bei dem Manöver, das der NATO gemeldet war, war das U-Boot in internationalen Gewässern zwischen Lesbos und Chios aufgetaucht. Der Minensucher hielt sofort auf das U-Boot zu, woraufhin das türkische Patrouillenboot dazwischenfuhr - es krachte. Bei dem Crash zwischen Schiffen der beiden NATO-„Partner" entstand nur Sachschaden, Menschen wurden nicht verletzt. Der Minensucher hätte bei einer Kollision mit dem U-Boot dieses möglicherweise versenkt, erklärten türkische Marinevertreter: U-Boote könnten an der Wasseroberfläche nur schwer die Balance halten. Einem griechischer Botschaftsvertreter wurde in Ankara eine Protestnote übergeben, doch der wußte von den Vorfall angeblich noch gar nichts.
PS: Na, dann: Viel Spaß beim Segeln in der Ägäis, Webmaster Peter! (Anm.v.ESYS: Webmaster flog noch am selben Tag zum Segeln in dieses Gebiet)
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Boot mit Afrikanern vor Spanien gekentert - Sieben Tote
Thursday, 23. October 1997 - 16:50:36
Gibraltar. Der Versuch einer Gruppe von Afrikanern, mit einem Boot die Straße von Gibraltar zu überqueren um illegal in Spanien einzureisen, ist gescheitert: Einige haben offenbar nicht überlebt.
In der Nähe von Tarifa wurden an der spanischen Südküste am Mittwoch sieben Leichen im Meer entdeckt. Vermutlich ist das Boot mit illegalen Einwanderern vor der äußersten Südspitze Spaniens gekentert.
Unbekannt ist, wie viele Menschen sich in dem Boot befunden hätten. Am Strand in der Nähe hat die Polizei Fußspuren gefunden. Dies deutet darauf hin, daß ein Teil der Passagiere sich schwimmend an Land habe retten können.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Syrien: Zusammengeflickter Frachter abgesoffen, fünf Menschen vermißt
Thursday, 23. October 1997 - 06:02:46

DAMASKUS. Ein notdürftig zusammengeflickter syrischer Frachter ist 16 Seeemeilen westlich von Tartus (Syrien) gesunken. Fünf Seeleute wurden von einem anderen syrischen Schiff gerettet, fünf weitere Crewmitglieder werden vermißt. Die „Zakaria" war zuvor in einem griechischen Hafen mit einem anderen Schiff zusammengestoßen und hatte dabei einen Riß erlitten. Es wurde notdürftig repariert. Es wird vermutet, daß bei der Fahrt von Griechenland nach Beirut mit 1300 Tonnen Kaolin an Bord ein neuer Riß entstanden sein könnte.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Singapur: Verhafteten Kapitänen droht Knast wegen „Fahrlässiger Navigation"
Thursday, 23. October 1997 - 06:03:02

SINGAPUR. Den beiden verhafteten Crash-Kapitänen, ein 58jähriger Pole („Evoikos") und ein 54jähriger Pole („Orapin Gobal"), drohen Haftstrafen bis zu zwei Jahren beziehungsweise bis zu sechs Monaten. Ihnen wird „fahrlässige Navigation und Gefährdung von Menschenleben" vorgeworfen. Bei guter Sicht und trotz Warnungen durch die Coast Guard waren beide Schiffe vor Singapur zusammengestoßen, 25000 Tonnen schweres Heizöl flossen aus der „Evoikos" ins Meer und haben eine der größten Umweltkatastrophen der Region verursacht. Der 33 Kilometer lange Ölteppich hat nun auch Malaysia erreicht. 50 Schiffe sind im Einsatz, um das Öl aufzusaugen. Es werden auch Chemikalien versprüht, um die schwarze Brühe zu binden. Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

St. Lucia: Drei Tote bei Bootsexplosion, Deutscher unter den Verletzten
Wednesday, 22. October 1997 - 06:01:59

ST. LUCIA. Vor der Karibikinsel St. Lucia ist ein Touristenboot von einer Explosion in tausend Teile zerrissen worden. Drei Menschen starben, neun wurden verletzt. Unter den Verletzten sind je drei aus den USA und England sowie einer aus Deutschland. Die Toten sind zwei Tauchlehrer von St. Lucia und ein Schweizer. Die Unglücksursache war zunächst unbekannt.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Duisburg: Motorboot in Schleuse versenkt, Havarie auf Autobahn
Tuesday, 21. October 1997 - 06:11:35

DUISBURG. Zwei Havarien mit Sportbooten sind aus Duisburg am Niederrhein zu vermelden: Fast zeitgleich kam es in einer Schleuse und auf einer Autobahn zu Unfällen mit Motorbooten. Beim Einfahren in die Meidericher Schleuse, die den Rhein mit dem Ruhrkanal und damit mit dem westdeutschen Kanalnetz verbindet, wurde eine 14,6 Meter lange Barkasse vom Schleusenwärter versenkt: Das aus Hamburg stammende Sportboot war noch nicht genau eingefahren, als sich das Tor bereits wieder senkte und die Yacht unter Wasser drückte. Das Ehepaar an Bord, das aus dem Südfrankreich-Urlaub kam und wieder nach Hamburg fahren wollte, konnte sich unverletzt retten. Wie Feuerwehrsprecher Michael Haupt gegenüber ESYS sagte, sei bei der Havarie Öl ausgetreten. Die Öllache konnte jedoch mit Hilfe von Schlängeln begrenzt und abgesaugt werden. Das Schiff wurde wenig später gehoben. Nur wenige Minuten nach diesem Einsatz wurde die Feuerwehr zu einer weiteren Havarie, diesmal aber auf der Autobahn 42 gerufen: Dort war ein Motorboot von einem Trailer gefallen. Es wurde wieder verladen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Italien: Albanisches Totenschiff nach Brindisi geschleppt
Tuesday, 21. October 1997 - 06:11:54

BRINDISI. Das albanische Flüchtlingsschiff, das Ende März von einem italienischen Kriegsschiff gerammt und versenkt worden war, ist aus 800 Meter Tiefe gehoben und nach Brindisi geschleppt worden. Bei der Havarie waren etwa 80 Menschen ertrunken, 34 wurden gerettet. Im Hafen soll nun die genaue Zahl der Toten festgestellt werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Chios: Frachter gesunken, ein Matrose vermißt
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:05

ATHEN. Vor der griechischen Insel Chios ist der Frachter „Black Sea T" bei starkem Wind in Seenot geraten und später gesunken. Ein türkischer Seemann wird vermißt, 24 ebenfalls meist türkische Crewmitglieder konnten gerettet werden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Singapur: Havarie-Kapitäne verhaftet
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:19

SINGAPUR. Die Kapitäne der vor Singapur kollidierten Schiffe sind verhaftet worden. Dem Polen und dem Griechen wird vorgeworfen, die Havarie, die eine der größten Umweltkatastrophen in dieser Region verursacht hat, grob fahrlässig herbeigeführt zu haben. Der Dieselölfrachter „Evoikos" war vom vorgeschriebenen Kurs abgekommen, kurz bevor ein Lotse an Bord gehen sollte. Wenige Minuten vor dem Crash waren beide Schiffe von der Coast-Guard vor dem Kollisionskurs gewarnt worden.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Indonesien: Wieder Schiffsunglück durch Smog
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:29

JAKARTA. Durch den von brennenden Regenwäldern verursachten Smog hat es schon wieder ein Schiffsunglück gegeben: Bei Sichtweiten von drei bis fünf Metern stießen auf dem Urwaldfluß Bariot auf Borneo zwei Flußboote zusammen. Vier Tote wurden geborgen, 21 Menschen werden vermißt. In Sumatra waren vor drei Wochen bei einem ähnlichen Unglück neun Menschen ertrunken. Derweil droht in der östlichsten Provinz eine Hungerkatastrophe, weil die Verbindungen zu den Dürre-Gebieten, die nur aus der Luft erreicht werden können, fast völlig unterbrochen sind. Seit August sind im Hochland von Jayawijaya bereits 500 Menschen verhungert.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Schottland: Griechischer Frachter in Seenot
Tuesday, 21. October 1997 - 06:12:43

LONDON. Vor der schottischen Küste treibt der griechische 12000-Tonnen-Frachter „Bolivar" nach einem Brand im Maschinenraum manövrierunfähig im Meer. Das Feuer wurde von der Crew gelöscht.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Erster Unfall beim Whitbread-Race
Friday, 17. October 1997 - 20:06:59

SOUTHAMPTON. Beim Whitbread-Race hat es den ersten Unfall gegeben: Auf der "America's Challenge" verlor der 27jährige Bootssanitäter Campbell Fields die Spitze seine rechten Zeigefingers. Der Sohn des Steuermann Ross Fields hatte sich den Finger beim Hissen des Großsegels in einer Talje eingequetscht. Er erlitt einen Schock und hält sich zur Zeit unter Deck auf. Die Crew hat bei der Rennleitung in Southampton ein Medico-Gespräch angefordert. Daddy Ross ist gelassen: "Mir ist sowas auch schon passiert." Die "Challenge" liegt im Atlantik an siebter Stelle der zehn Yachten und ist noch etwa 2000 Seemeilen von Kapstadt entfernt. Tim Kröger, der einzige deutsche Teilnehmer, liegt auf der "Swedish Match" auf dem achten Rang, 852 sm hinter der führenden schwedischen Yacht "EF Language".
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Ägypten: Geschützte Krokodile fressen Fischer
Friday, 17. October 1997 - 19:59:50

KAIRO. Am Nasser-Stausee in Südägypten geht die Angst um vor gefräßigen Krokodilen. Ein Fischer, der nicht mehr rechtzeitig aus dem Wasser kam, wurde von einem zehn Meter langen Reptil aufgefressen, drei Mädchen wurden ebenfalls verschlungen. Seitdem die einstmals vom Aussterben bedrohten Panzerechsen 1984 unter Schutz gestellt wurden, vermehren sich die Tiere prächtig. Zu ihrem Speiseplan gehörten bisher neben den Menschen auch mindestens zwölf Kamele sowie zahlreiches Vieh. Zum Schutz gegen die hungrigen Viecher nehmen Fischer stets Fleischbrocken mit an Bord, um die Angreifer abzulenken. Die Krokodile können bis zu zehn Meter lang werden und ein Alter von 100 Jahren erreichen. Ein Tier kann bis 3600 Eier pro Jahr legen. Im Stausee leben bereits rund 10 000 Tiere. Heißer Tip eines (illegalen) Krokodiljägers: Direkt unter die Augen schießen, dann sei das Tier sofort tot und schlage nicht wild um sich.
J. Preuß

Preiswerter Malaria-Schnelltest
Friday, 17. October 1997 - 20:15:13

MÜNCHEN. Ein Malaria-Schnelltest für die Reiseapotheke wurde in München vorgestellt. Das rund 70 Mark teure Gerät kann mit einem einzigen Tropfen Blut noch im Urlaub bestimmen, ob man mit der gefürchteten Malaria-Art "Tropica" infiziert ist.. "Tropica" ist die häufigste Form der Malaria. Im vergangenen Jahr haben sich über 1000 Deutsche im Urlaub mit dem Wechselfieber infiziert. Das "beliebteste Mitbringsel" ist übrigens die Hepatitis A (Leberentzündung) mit 20 000 Fällen jährlich.
J. Preuß

Straße von Singapur: Ölpest bedroht Korallen und maritime Umwelt
Friday, 17. October 1997 - 13:54:13
Straße von Singapur. Nach der Tankerkollision vor Singapur ("Evoikos" / "Orapin Global"), bei der mindestens 25 000 Tonnen Öl ausgelaufen sind, fürchten Behörden jetzt schwere Umweltschäden. Nicht nur Korallen, das gesamte maritime Leben soll angeblich bedroht sein.
Das Öl hatte die Hauptinsel Singapur zunächst nicht erreicht, aber die Strände einiger kleinerer Inseln verschmutzt.
Beide Schiffe waren sechs Minuten vor dem Unglück gewarnt worden (!!), daß sie sich auf Kollisionskurs befänden. Japan will sich ebenfalls an den Arbeiten zur Beseitigung des Ölteppichs beteiligen.

Meuterei auf Autofrachter
Friday, 17. October 1997 - 06:14:01

PLYMOUTH. Vor der englischen Küste hat die elfköpfige Crew eines libanesischen Autofrachters gemeutert und den polnischen Kapitän gezwungen, den "neutralen" Hafen Plymouth anzulaufen. Der Küstenwache von Brixham in Südwestengland hatte der Kapitän kurz nach der Besetzung seiner Brücke mitgeteilt, daß es der Besatzung um die Auszahlung angeblich noch ausstehender Heuer gehe. Sie wollten in ein neutrales Land gebracht werden.
Von der Beiruter Reederei hieß es, daß die Heuer gezahlt worden sei. Sie kündigte an, die meuternden Seeleute auf dem Rechtsweg "entfernen" zu lassen. Normalerweise vermittelt in solchen Fällen die Internationale Seeleute-Gewerkschaft (ITWF). Sie wurde jedoch bisher nicht eingeschaltet. Bei der Meuterei wurde keine Gewalt angewendet. Die 91,5 Meter lange "O'Shea Express" war mit Autos der Marken Mercedes und BMW auf dem Weg von Hamburg nach Libanon.

Tanker-Crash vor Singapur: 25 000 Tonnen Dieselöl ausgelaufen
Friday, 17. October 1997 - 06:13:51

SINGAPUR. Wenige Seemeilen vor Singapur ist der mit 120 000 Tonnen Dieselöl beladene Tanker "Evoikos" (Zypern) mit dem leeren Supertanker "Orapin Global" (Thailand) zusammengestoßen. Zwei Tanks der "Evoikos" schlugen leck, rund 25 000 Tonnen Dieselöl liefen aus. Einige Inseln wurde von der Ölpest heimgesucht. Schwimmende Barrieren verhinderten jedoch, daß Singapur und die Ferieninsel Sentosa verseucht wurden.
Zur Bekämpfung des Ölteppichs, der neun mal zwölf Kilometer groß ist, wird Militär eingesetzt. Die USA, Japan und Australien wurden um Unterstützung gebeten. Die Sicht betrug zum Zeitpunkt der Havarie etwa viereinhalb Seemeilen. Die beiden Tanker seien von der Radarleitstelle über Funk darauf hingewiesen worden, daß sie sich auf Kollisionskurs befänden, hieß es von der Hafenbehörde.
Die Unfallursache ist unklar, Sichtbehinderung durch die Waldbrände in Indonesien wird ausgeschlossen.

Tankerkollision bei Singapur: 4.000 Tonnen Öl ausgelaufen
Thursday, 16. October 1997 - 07:00:29
Straße von Singapur - Nach der Kollision von zwei Tankern in der verkehrsreichen Straße von Singapur bis zu 4 000 Tonnen Schiffsdiesel ins Meer gelaufen. Bei dem Ölfrachter "Evoikos" (Zypern) wurden zwei Tanks aufgerissen. Das zypriotische Schiff war mit Supertanker "Orapin Global" (Thailand) zusammengestoßen, der jedoch kein Öl in seinen Tanks hatte.
Die "Evoikos" hat insgesamt 120 000 Tonnen Schiffsdiesel an Bord. Der Untergang der "Evoikos" ist jedoch wahrscheinlich. Die Crews beider Schiffe blieben bei dem Zusammenstoß fünf Kilometer südlich von Singapur unverletzt.

Gestrandeter Frachter vor baskischer Küste freigeschleppt
Tuesday, 14. October 1997 - 17:29:29
Anglet - Die "Capetan Tzannis" ist am Dienstag morgen freigeschleppt worden. Drei Schlepper zogen das 144 Meter lange Schiff vor die Küste bei Bayonne.
Die "Capetan Tzannis" ist momentan wegen eines Ruderschadens manövrierunfähig und soll in einen Hafen geschleppt werden, um repariert zu werden.

"Cape Tanzanis" verliert Diesel-Öl
Monday, 13. October 1997 - 17:18:14
Anglet - Aus einem Leck der "Capetan Tzannis", die am Sonntag nahe bei Anglet (Frankreich) an den Strand gedrückt worden war, sind bis Montag mittag 120 Tonnen schweren Diesel-Öls ausgelaufen. Ein Kilometer des Standes von Anglet bei Bayonne ist verschmutzt.
In einem Wettlauf mit der Zeit wollen die Behörden, die den Öl-Schlick bei Ebbe zu zentralen Sammelpunkten bringen lassen, am Nachmittag einen Versuch zum Freischleppen des Havaristen wagen. Je länger das Schiff dort bleibt, um so größer ist die Gefahr, daß es zerbricht.

Griechischer Frachter vor baskischer Küste gestrandet
Sunday, 12. October 1997 - 20:06:33
Bayonne - Ein griechischer Frachter ist am Sonntag morgen im Sturm an der südwest-französischen Atlantikküste gestrandet. Die 144 Meter lange "Cape Tanzanis" unter Panama-Flagge wurde nahe des baskischen Ortes Anglet an den Strand gedrückt. Nach Angaben der Seenot- Rettungsstelle CROSS wurde niemand verletzt.
Das Schiff lag vor Bayonne und wollte im Hafen der Stadt Ladung aufnehmen. Nach ersten Ermittlungen soll die elektrische Anlage des Schiffes defekt gewesen sein.
Der Frachter kam von den kapverdischen Inseln und sollte in Frankreich Ladung zum Transport nach Kuba aufnehmen. Das Schiff mit einem Fassungs-Vermögen von 70 000 Tonnen soll frühestens am Montag freigeschleppt werden.
Ein Teil der Besatzung wurde von der Feuerwehr geborgen. Außer dem griechischen Kapitän bestand die Mannschaft aus elf pakistanischen, einem ukrainischen und weiteren ghanaischen Seeleuten.
Nach Angaben des französischen Runfunks forderten die Hafenbehörden von Bayonne zusätzliche Bergungs-Schlepper aus der spanischen Hafenstadt Bilbao an, um das Schiff nach Abflauen des Sturms und bei einsetzender Flut wieder freizuschleppen.
Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschten Wind-Geschwindigkeiten bis 90 Stundenkilometer und schwerer Seegang.
Das Schiff erhielt zunächst Auslaufverbot. Derzeit untersuchen Experten die Fähre.

Sturm über Norddeutschland - Fährbetrieb gestört - Brücken gesperrt
Saturday, 11. October 1997 - 16:55:24
Hamburg - Ein Sturmtief ist in der Nacht zum Samstag über Norddeutschland hinweggefegt und hat den Betrieb vieler Fähren zum Erliegen gebracht.
In Mecklenburg-Vorpommern stellten am Samstag mehrere Fährlinien vorläufig den Verkehr ein, unter anderem auf den Routen Rostock- Gehlsdorf, Stralsund-Hiddensee und Schaprode-Hiddensee.
Besonderes Pech hatte das erst am Donnerstag getaufte Fährschiff "Schleswig-Holstein", das auf der sogenannten Vogelfluglinie zwischen Puttgarden auf der Ostsee-Insel Fehmarn und Rödby in Dänemark verkehrt: Die Fähre wurde nach Angaben der Polizei Heiligenhafen beim Anlegemanöver wegen des Sturmes gleich zweimal gegen die Mole gedrückt. Dabei entstanden Risse im Wulstbug.
Das Schiff erhielt zunächst Auslaufverbot. Derzeit untersuchen Experten die Fähre.

Italienisches Schiff rettet neun Albaner aus Seenot
Saturday, 11. October 1997 - 16:56:11
Tirana - Ein italienisches Patrouillenboot hat neun albanische Flüchtlinge aus Seenot gerettet, deren Boot am Freitag morgen vier Seemeilen von der Hafenstadt Durres entfernt bei stürmischer See einen Motorschaden erlitten hatte.
Die Albaner waren auf dem Weg nach Italien. In Durres sind mehrere italienische Kriegsschiffe stationiert, die die albanische Marine bei dem Versuch unterstützen sollen, neue Flüchtlingswellen über die Adria nach Italien zu verhindern.

Deutscher Frachter nach Seenot im Hafen von Brest
Thursday, 9. October 1997 - 19:06:29
Brest - Nach einer Havarie in starkem Sturm vor der Atlantik-Küste der Bretagne hat der deutsche Frachter "RMS Andromeda" am Donnerstag am Kai in Brest festgemacht.
Dort soll die verrutschte Ladung anscheinend wieder neu verladen werden. Das Schiff war mit zehn Grad Schlagseite vom Hochsee-Schlepper "Abeille- Flandres" gezogen in einen windgeschützten Bereich des Hafens eingelaufen.
Bei Wind-Geschwindigkeiten von 70 Stundenkilometer und sechs bis sieben Meter hohem Seegang hatten die sieben Besatzungsmitglieder am Vortag den Frachter aufgeben müssen, weil die Ladung aus Holz und Dünger verrutscht war.
Die Mannschaft war nach einem Notruf auf der Höhe der Insel Ouessant von einem Hubschrauber geborgen worden. Ein Spezialteam aus dem französischen Kriegshafen Brest war dafür bis zum Eintreffen des Schleppers an Bord gegangen.
Die "RMS Andromeda" war von Finnland nach Nantes unterwegs. Der 83 Meter lange Stückgutfrachter hat 1 864 BRZ (Bruttoraumzahl) und eine Tragfähigkeit von 2 515 Tonnen. Das Schiff gehört zur deutschen Reederei Rhein-Maas-See in Duisburg (Nordrhein- Westfalen).

Deutscher Frachter vor der Bretage in Seenot: Schiff wird geschleppt
Thursday, 9. October 1997 - 06:23:44
Brest - Bei starkem Sturm ist der deutsche Frachter RMS Andromeda am Mittwoch vor der Bretagne in Seenot geraten. Wie die Präfektur in Brest am Abend mitteilte, konnte ein Schlepper das Schiff in Schlepp nehmen. Er sei nun zum Hafen Camaret in der Nähe von Brest unterwegs, wo er am frühen Donnerstag erwartet wurde.
Bei Windgeschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde und sechs bis sieben Meter hohen Wellen hatte die siebenköpfige Besatzung den Frachter aufgeben müssen, nachdem die Ladung aus Holz und Düngemitteln verrutscht war. Sie wurde nach dem Zwischenfall auf der Höhe der Insel Ouessant von einem Hubschrauber geborgen. Ein Spezialteam aus dem französischen Kriegshafen Brest ging dafür an Bord.
Das deutsche Schiff, dessen Reederei Rhein-Maas-See in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) anässig ist, war von Finnland nach Nantes in Westfrankreich unterwegs.

Segler nach sechs Monaten gerettet
Wednesday, 8. October 1997 - 21:07:17

BANGKOK. Zwei russische Weltumsegler sind nach sechs Monaten in Seenot vor der Küste Thailands entdeckt und gerettet worden. Der 44jährige Skipper hatte mit seinem 14jährigen Sohn Ende April Kapstadt in Richtung Indischer Ozean verlassen. Als ihnen der Treibstoff ausging, trieben sie hilflos umher. Sie ernährten sich von Regenwasser und Fischen. Ärzte der Ferieninsel Phuket, vor deren Küste sie gefunden wurden, stellten Unterernährung, Austrocknung und Hautverletzungen fest.

Mindestens ein Toter bei Brand auf Tankschiff
Wednesday, 8. October 1997 - 16:04:35
Split - Bei einem Brand auf einem Tankschiff in der Nähe der kroatischen Hafenstadt Split ist am Mittwoch mindestens ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Behörden hatte eine Verpuffung beim Entladen des Tankers "Tomislavgrad" den Brand verursacht, der innerhalb kürzester Zeit das gesamte Schiff verwüstete. Die Suche nach weiteren Crewmitgliedern dauerte am frühen Nachmittag noch an.

Passagiere der ausgebrannten "Romantica" können wieder heimkehren
Monday, 6. October 1997 - 16:36:34

Nikosia - Die evakuierten Passagiere des ausgebrannten Kreuzfahrtschiffes "Romantica" können in ihre Heimat zurückkehren. Nach zeitweiligen bürokratischen Verzögerungen teilten die zyprischen Behörden am Montag nachmittag mit, alle 487 Passagiere erhielten nun statt neuer Pässe Ersatzdokumente, sogenannte "grüne Karten".
Die diplomatischen Vertretungen der Heimatländer der "Romantica"- Passagiere hätten so schnell keine neuen Pässe ausstellen können, hieß es. Die Passagiere kommen aus Skandinavien, Polen, den Niederlanden, Deutschland, Rußland und Großbritannien.
Die meisten von ihnen bemühen sich nun mit Hilfe des Reiseveranstalters der "Romantica"-Kreuzfahrt und den Botschaften ihrer Länder um Flugtickets. Sie wurden bereits mit neuer Kleidung versorgt. Der Reiseveranstalter hat sämtliche Gegenstände aufgelistet, die die Passagiere auf dem brennenden Schiff zurücklassen mußten.
Das Feuer auf der "Romantica" ist inzwischen gelöscht. Sie wurde am Montag vormittag in den neuen Hafen von Limassol geschleppt, wo sie nach Angaben der Hafenpolizei nun in "sicherem Gewässer" liegt. Sie hat starke Schlagseite. Noch immer steigen Rauchwolken auf.

MS Romantica brennt immer noch
Sunday, 5. October 1997 - 09:24:09

Nikosia: Das Feuer auf dem Kreuzfahrtschiff "Romantica" ist noch immer nicht gelöscht. Zur Zeit kühlen die Löschboote den Rumpf des Kreuzfahrtschiffes. Wenn das Feuer gelöscht ist, soll die "Romantica" in den Hafen von Nikosia geschleppt werden.
Nachdem die Hafenpolizei in Limassol am Sonntag morgen zunächst mitgeteilt hatte, das Feuer sei gelöscht worden, meldete die Feuerwehr am Mittag weitere Brandherde in anderen Teilen des Schiffes.
Schlepper der Hafenpolizei versuchten das mit starker Schlagseite schwimmende Schiff in den Hafen von Limassol zu ziehen. Die Reederei hat sich bisher nicht zum dem Unglück geäußert.
Die erst vor kurzem generalüberholte "Romantica" ist in ihrem Mittelteil bereits völlig ausgebrannt. Bislang gibt es keine Angaben über die Höhe des entstandenen Schadens.
Die Passagiere sind in Hotels in Nikosia und Limassol untergebracht worden. Sie hatten nach dem Unglück besonders das "unprofessionelle Verhalten" der Mannschaft kritisiert.
Ein britischer Passagier gab zu Protokoll, daß alles den Anschein erweckt habe, als handele es sich um eine Übung. Die Crew habe zwar die Passagiere aufgefordert, sich an Deck zu versammeln und das Schiff zu verlassen, jedoch nicht erklärt, daß Feuer an Bord ausgebrochen sei.

Statt romantischer Kreuzfahrt Flucht vor den Flammen
Saturday, 4. October 1997 - 21:53:57
Nikosia - Als 487 Briten, Russen, Skandinavier, Niederländer, Polen, Ungarn und Deutsche, eine mehrtägige Mittelmeerkreuzfahrt auf der "MV Romantica" buchten, haben sie sicher nicht gedacht, daß das Schiff mit dem vielversprechenden Namen kurz vor Ende seiner Reise in Fammen aufgehen würde.
Ebenso wenig hatten Anfang August 250 Israelis und Zyprer damit gerechnet, daß die Korridore, Kabinen und Salons eben dieser fast 60 Jahre alten "Romantica" unmittelbar nach einer gründlichen Generalüberholung von Abwässern überflutet würden.
Ein britischer Passagier der "Romantica", der im September auf dem Schiff gefahren war, schilderte am Samstag nach Bekanntwerden der neuen Katastrophe seine Reise als Höllenfahrt.
Sein Mängelkatalog war lang: Decken fielen herunter, der Rauchalarm sei nicht angeschlossen gewesen, lose Drähte hingen herum, überflutete Kabinen, Toiletten und Duschen funktionierten nicht.
Nachdem Samstagmittag auch der Kapitän der "Romantica" das brennende Schiff verlassen hatte, stand nahezu fest, daß das Schiff künftig nicht mehr eingesetzt wird.
Das im Morgengrauen offenbar durch einen Kurzschluß im Maschinenraum ausgelöste Feuer konnte auch Stunden nach Ausbruch der Katastrophe nicht unter Kontrolle gebracht werden. Schlepper versuchten zwar, das Schiff bei 30 Grad Schlagseite und in dichten Rauchwolken in den Hafen von Limassol zu schleppen, erwarten aber nicht, daß es noch gerettet werden könne.
Unterdessen berichten die Passagiere über ihr traumatisches Erlebnis am Ende der Reise: "Unter den Passagieren war keine Panik ausgebrochen. Panik hatten nur einige Besatzungsmitglieder. Sie liefen schreiend durch die Kabinengänge und weckten uns, ohne uns zu sagen, daß an Bord Feuer ausgebrochen war. Wir haben uns ordnungsgemäß zu den Rettungsbooten begeben", sagte einer der Touristen. Viele der Passagiere konnten nicht einmal Pässe, Geld oder andere Wertsachen mitnehmen.
Deshalb weigerten sie sich stundenlang, die "Princessa Victoria", die der "Romantica" zu Hilfe geeilt war und die Passagiere an Bord genommen hatte, zu verlassen. Sie forderten Gespräche mit Vertretern ihrer Botschaften und der Reederei. Sie benötigen neue Papiere, Geld, Kleidung, eine Unterkunft und Ersatz der durch den Brand vernichteten persönlichen Habe.
Im Hafen von Limassol löste das ein Chaos aus. Die aus Nikosia in nur einer halben Stunde herangeeilten Diplomaten schienen nicht weniger hilflos als die Hafenbehörden. Nach ersten Gesprächen beruhigten sich die Passagiere und ließen sich in Hotels bringen.
Es könnten noch Tage vergehen, bis die genaue Brandursache geklärt ist. Die brennende "Romantica" wurde frühestens am späten Samstag abend im Hafen von Limassol erwartet.

Einige der schwersten Brände auf Kreuzfahrtschiffen
Saturday, 4. October 1997 - 21:56:53
Mehrere Millionen Menschen unternehmen alljährlich eine Kreuzfahrt. Zu den bevorzugten Zielen solcher Urlaubsreisen gehören die Karibik, das Mittelmeer, die Kanarischen Inseln und das Nordpolarmeer. Einige solcher Kreuzfahrten endeten unglücklich. Hier einige der schwersten Brandkatastrophen:
02.06.1977 "Rasa Sayang" - Straße von Malakka - zwei Tote - Schiff aus Singapur (frühere Schiffsnamen Bergensfjord, De Grasse), 18 739 BRT; 653 Passagiere; Brand auf Kreuzfahrt zwischen Singapur und Indonesien in der Straße von Malakka (östlich von Malaysia); 2 tote Seeleute; Schiff stark beschädigt, aber repariert; nach weiterem Brand im August 1980 verschrottet.
04.10.1980 "Prinsendam" - Golf von Alaska - Niederländisches Schiff, 8 566 BRT; 320 Passagiere; Brand im Golf von Alaska nach Auslaufen von Vancouver zu Pazifik-Kreuzfahrt; keine Verletzten; ausgebranntes Schiff am 11. Oktober gesunken. 18.05.1988 "Priamurje" - Osaka - elf Tote - Sowjetisches Schiff, 4 870 BRT; 295 sowjetische Passagiere, 129 Besatzungsmitglieder; weitgehend ausgebrannt im Hafen von Osaka während einer Japan- Kreuzfahrt von Wladiwostock aus.
13.02.1992 "Ocean Pearl" - vor Sumatra - Französisches Schiff unter Bahamas-Flagge (42 075 BRT) auf der Fahrt von Singapur nach Jakarta; nach Ausbruch eines Feuers Evakuierung aller 336 Passagiere und Besatzungsmitglieder; keine Verletzten.
30.11.1994 "Achille Lauro" - Indischer Ozean - drei Tote - Italienischer Luxusliner (23 629 BRT) mit rund 1 000 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf der Fahrt von Genua nach Südafrika; vor Somalia (Indischer Ozean) vom Maschinenraum ausgehender und auf die Passagierdecks übergreifender Brand; Rettung aller übrigen Menschen durch andere Schiffe; bei Abschleppversuch am 2. Dezember Untergang des ausgebrannten Schiffes.
27.07.1996 "Universe Explorer" - Süd-Alaska - fünf Tote - Amerikanisches Kreuzfahrtschiff (22 161 BRT) unter Panama-Flagge; vor Juneau (Süden Alaskas) von der Wäscherei ausgehender Brand; fünf tote Besatzungsmitglieder, 67 der etwa 740 Passagiere verletzt. 05./06. 05.1997 "Vistafjord" - Malta - Kreuzfahrtschiff der britischen Reederei Cunard (25 000 BRT). Brand auf dem B-Deck in der Mannschaftswäscherei. Reederei schloß Brandstiftung nicht aus. Die 593 Passagiere wurden nach Hause zurückgeflogen.
04.10.1997 "MV Romantica" - 50 Seemeilen südlich von Zypern - Zyprisches Kreuzfahrtschiff (9 511 BRT) mit 487 Passagieren und 186 Besatzungsmitgliedern. Vom Maschinenraum ausgehender Brand. Keine Toten und Verletzten. Schiff galt als verloren.

Kreuzfahrtschiff vor Zypern in Brand - Alle Menschen gerettet
Saturday, 4. October 1997 - 12:27:47
London - Vor der Südküste Zyperns ist am Samstag morgen an Bord des griechischen Kreuzfahrtenschiffs "MV Romantica" ein Brand ausgebrochen. Wie das britische Verteidigungsministerium in London mitteilte, haben britische Schiffe und Hubschrauber mitgeholfen, alle 487 Passagiere und 186 Besatzungsmitglieder unversehrt in Sicherheit zu bringen.
Das in Zypern registrierte Schiff "Princess of Victoria" bringe die Geretteten zum zyprischen Hafen Limassol.
Das Feuer im Maschinenraum des Kreuzfahrtschiffs war nach Angaben des Sprechers in London um 05.30 Uhr (Ortszeit) gemeldet worden. Die britischen Streitkräfte auf Zypern setzten Hilfsschiffe ein, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen, die bereits von Schiffen in der Nähe eingeleitet worden waren.
Zu diesem Zeitpunkt befand sich die "Romantica" auf der Rückfahrt von einem Besuch in Port Said (Ägypten). Unter den Fahrgästen waren nach britischen Angaben insgesamt 120 britische Touristen.
Nach der Evakuierung der Fahrgäste und Besatzungsmitglieder, bei der britische Militärhubschrauber eingesetzt waren, schlugen Flammen aus mehreren Decks des Kreuzfahrschiffs. Die "Romantica" habe schwere Schlagseite und drohe zu sinken, sagte der Sprecher des Ministeriums in London.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Belgier auf zyprischem Schiff in Calais tödlich verunglückt
Saturday, 4. October 1997 - 12:28:19
Calais - Ein Belgier ist im französischen Hafen Calais beim Sturz von einem zyprischen Cargo-Frachter tödlich verunglückt. Der 30jährige Techniker hatte am Rumpf des Frachters Inspektionsarbeiten vorgenommen, als er nach Angaben der Feuerwehr vom Samstag aus unbekannten Gründen zehn Meter tief in einen Tank des Schiffes fiel. Der Unfall hate sich bereits am Freitag ereignet. Die Behörden gaben den Namen des Opfers mit Stan Beck an.<

Deutsches Segelschiff "Bartele Rensink" geriet in Seenot - Kinder in Sicherheit
Saturday, 4. October 1997 - 07:02:29
Warschau/Rostock - Deutsche und polnische Schüler der in Seenot geratenen "Bartele Rensink" befinden sich nach einem eintägigen Drama in Sicherheit. Polnische Seenot-Retter brachten am Freitag nachmittag 15 Menschen, darunter ein sechsmonatiges Baby, in Wladyslawowo (Ellerwald) an Land.
"Alle sind gesund, trinken Tee und lachen über das Abenteuer, sagte Janusz Kaminski vom Seenot-Rettungsdienst in Gdingen. Sie sollten noch am Abend in einen Erholungsheim auf der Halbinsel Hela ausgefolgen werden.
An Bord der "Bartele Rensink", die von einem Rettungsschiff nach Gdansk (Danzig) abgeschleppt wird, seien der Kapitän und drei weitere Crew- Mitglieder geblieben. Deutsche Quellen hatten zuvor berichtet, daß 18 Schüler an Land gebracht worden seien.
Das Schiff mit 19 Menschen, darunter 15 Schülern aus Mecklenburg-Vorpommern und Polen, an Bord ist nach Angaben von Seenotrettern auf der Ostsee nur knapp einer Katastrophe entgangen.
In der Nacht zum Freitag sei die in Rostock beheimatete "Bartele Rensink" bei stürmischer See wegen eines Motorschadens unkontrolliert auf die polnische Küste zugetrieben, sagte Janusz Kaminski vom Seenotrettungsdienst in Warschau. Erst 200 Meter vor dem Ufer bei Jaroslawiec (Jershöft) sei es der Besatzung gelungen, abzudrehen.
Das Boot war in den frühen Morgenstunden von einem polnischen Rettungsschiff ins Schlepp genommen worden. Es mußte am Morgen wegen des stürmischen Windes aber gegen ein anderes Wasserfahrzeug mit stärkerem Motor ausgetauscht werden. Der Havarist werde in den Hafen Wladyslawowo (Ellerwald) gezogen, erläuterte Kaminski.
Nach Angaben der polnischen Behörden sollen zwei von drei Masten des Segelschiffes gebrochen sein. Von den 18 Schülern seien drei polnische und 15 deutsche Schüler. Die Kinder hätten bei der stürmischen See an Seekrankheit gelitten.
Nach Recherchen des deutsche Reiseveranstalters "Strandläufer", der die Fahrt im Auftrag des Regionalparlaments des deutschen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern organisiert hatte, sind alle Kinder wieder wohlauf und haben die Seekrankheit recht gut überstanden. Sie seien in dem schweren Sturm, der erhebliche Schäden an der Takelage des Schiffes verursachte, unverletzt geblieben, sagte Ulrich Cramer von "Strandläufer".

Der Kapitän der "Bartele Rensink" habe frühzeitig einen Notruf abgesetzt und um Hilfe gebeten. Neben einem Schlepper sei auch ein Helikopter herbeigeeilt. Die Reise wird jetzt abgebrochen.

Fünf Tote bei Schiffs-Unglück im Smog
Friday, 3. October 1997 - 19:21:36
Jakarta/Kuala Lumpur - Bei einem Schiffsunglück im dichten Rauch der indonesischen Waldbrände sind auf der Insel Sumatra mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Vier Personen wurden am Freitag noch vermißt, die Aussicht auf Rettung war nach Angaben der Polizei gering.
Eine kleine Fähre war mit 50 Personen auf dem Urwaldfluß Musli im Süden Sumatras unterwegs, als sie bei schlechter Sicht mit einem Frachtschiff zusammenstieß. Die Unglücksstelle liegt in unmittelbarer Nähe der riesigen Brände, die auf Sumatra und Borneo schon bis zu 800 000 Hektar Urwald vernichtet haben.
Der dichte Smog hat nach Ansicht der Behörden auch bei zwei anderen Unglücken eine Rolle gespielt: bei dem Flugzeugabsturz vor einer Woche auf Sumatra mit 234 Toten und bei einer Schiffskollision in der Straße von Malakka mit 29 Toten.
Meteorologen rechnen in den kommenden Wochen zunächst mit einer Entspannung der Lage durch jahreszeitliche Winde, die den Rauch der Waldbrände aufs offene Meer treiben. Dadurch werde es aber in der vielbefahrenen Sunda-Straße zwischen Sumatra und Java zu Behinderungen für den Schiffsverkehr kommen.

Nordsee: Segelyacht in Seenot,
Friday, 3. October 1997 - 07:18:09

BREMEN. In schwerem Sturm ist am Donnerstag in der Nordsee eine deutsche 15-Meter-Segelyacht ("Anita") in Seenot geraten. Etwa 50 Seemeilen nordwestlich von Helgoland ist das Schiff mit zehn Menschen an Bord bei Windstärke acht und sechs Meter hohen Seen leckgeschlagen. Zwei Segler wurden verletzt. Ein SAR-Helikopter kreiste stundenlang über dem Havaristen, konnte jedoch wegen der heftigen See niemanden abbergen. Am Nachmittag hatten die Segler den Wassereinbruch mit Lenzpumpen unter Kontrolle und nahmen Kurs auf Helgoland. Sie wurden am frühen Abend begleitet von einem Seenotkreuzer der DGzRS.

Suche nach vermißten Seeleuten vor Schottland aufgegeben
Thursday, 2. October 1997 - 17:59:25
Schottland - Einen Tag nach dem Untergang eines Fischkutters vor der schottischen Küste hat die britische Küstenwache die Suche nach vier vermißten Seeleuten am Donnerstag aufgegeben. Für die Männer bestehe keine Hoffnung mehr, sagte ein Sprecher.
Der Kapitän der "Sapphire" hatte sich durch die Luke des Steuerhauses gerettet und war am Mittwoch abend von einem Helikopter der Royal Air Force in Sicherheit gebracht worden.
Der Fischkutter war am Mittwoch bei rauher See und Windstärke acht unweit von Aberdeen vor der Ostküste Schottlands gesunken.

Nordsee: Segelyacht mit zehn Menschen an Bord in Seenot
Thursday, 2. October 1997 - 18:00:16
Helgoland - Die deutsche Segelyacht "Anita" ist am Donnerstag mit zehn Menschen an Bord 50 Meilen nordwestlich von Helgoland in Seenot geraten.
Zwei Personen an Bord des Zweimasters sollen verletzt sein, teilte das Presse- und Informationszentrum der Flotte in Glücksburg (Schleswig-Holstein) mit. Ein Rettungshubschrauber sei bei der Yacht.
Eine Bergung der Crew war nach diesen Informationen bei Windstärke acht und bis zu 6,5 Meter hohen Wellen zunächst nicht möglich.

Suche nach Besatzung von gesunkenem Fischereiboot fortgesetzt
Thursday, 2. October 1997 - 13:34:37
Aberdeen - Nach dem Untergang eines Fischkutters vor der Ostküste Schottlands werden vier Seeleute vermißt. Der 28 Jahre alte Kapitän konnte sich durch die Luke des Steuerhauses retten und wurde von einem Rettungshelikopter in Sicherheit gebracht.
Die Suche nach den übrigen vier Besatzungsmitgliedern der "Sapphire" wurde nach Angaben der Küstenwache in Aberdeen am Donnerstagmorgen fortgesetzt. Doch gebe es nur noch wenig Hoffnung auf Überlebende.
Das Boot war am Mittwoch nachmittag bei "ziemlich normalem" Wetter mit Windstärke acht (Was ist an Windstärke 8 normal??) gesunken. An der Suche, die über Nacht ausgesetzt wurde, beteiligen sich mehrere Hubschrauber der britischen Luftwaffe und etwa 18 Fischerboote.

Vier Seeleute nach Untergang von Fischkutter vermißt
Thursday, 2. October 1997 - 06:27:23
Aberdeen - Vor der Ostküste Schottlands ist am Mittwoch ein Fischkutter gesunken. Nach Angaben der Küstenwache in Aberdeen konnte ein Besatzungsmitglied des Kutters "Sapphire" von einem Rettungshubschrauber der britischen Luftwaffe geborgen werden. Sein Zustand wurde als "gut" bezeichnet. Vier weitere Seeleute werden noch vermißt.
An der Suche sind auch ein Nimrod-Aufklärer der Luftwaffe sowie sechs Fischereiboote beteiligt. Das Boot war nach Angaben der Küstenwache bei "ziemlich normalem" Wetter und Windstärke acht gesunken, teilte die Küstenwache mit.

Kreuzfahrer nach Brand manövrierunfähig
Thursday, 2. October 1997 - 06:11:01
br> HALIFAX. Nach einem Brand im Maschinenraum trieb ein norwegisches Kreuzfahrtschiff fast einen Tag lang manövrierunfähig von der Atlantikküste Kanadas. Die 190 Meter lange "Dreamward" mit über 500 Passagieren an Bord konnte im St. Lorenz-Golf wieder flottgemacht werden. Heute, Mittwoch, soll der Dampfer Sydney in Neuschottland anlaufen.
Von: 101526.1646@compuserve.com, Joachim Preuß

Zwei Schiffe kollidierten im Ärmelkanal - Palmenöl ausgelaufen
Wednesday, 1. October 1997 - 13:40:33
London - Bei der Kollission von zwei Schiffen im Ärmelkanal in dichtem Nebel vor der Küste von Südwestengland sind am Mittwoch morgen 200 Tonnen Palmenöl ausgelaufen, das sich nach Angaben der britischen Ölkontrolle "auf natürliche Weise abbaut".
Wie ein Sprecher der britischen Küstenwache mitteilte, wurden beide Schiffe bei dem Unfall in dichtem Nebel 35 Seemeilen vor der Küste beschädigt.
Die 35köpfige Besatzung des Tankers "Allegra" (Liberia) und die elf Mann auf der in St. Vincent registrierten "Siboney" (St. Vincent) blieben unverletzt.
Der 20 000 Tonnen große Tanker war auf der Fahrt von Rotterdam (Holland) nach Liverpool (Westengland), die mit 2654 Tonnen vermessene "Siboney" transportierte Getreide von Großbritannien nach Spanien.

Norwegisches Kreuzfahrtschiff steuerlos vor Kanada
Wednesday, 1. October 1997 - 06:31:29
Halifax - Ein norwegisches Kreuzfahrtschiff mit 1 500 Menschen an Bord trieb am Dienstag steuerlos vor der kanadischen Ostküste, nachdem ein Feuer die Maschinen außer Betrieb gesetzt hatte. Die Passagiere waren nicht in Gefahr. Der Brand soll kurz nach Mitternacht (local time) in einem elektrischen Schaltkasten ausgebrochen sein. Es konnte rasch gelöscht werden.<

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