EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 98
Last update: Saturday, 28. February 1998 - 16:37:01
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Von dem Kümo war am Samstag kurz vor Mitternacht bei einem schweren Wintersturm SOS gefunkt wurden. Der Kapitän meldete, das Schiff habe zunehmende Schlagseite mit Wassereinbruch.
Kurz danach brach der jeglicher Kontakt ab. Die "Ulsund" hatte Aluminium geladen und befand sich auf dem Weg von St. Petersburg nach Höyanger in Norwegen.
Die Suchaktion wurde am Samstag mit Hubschraubern und Schiffen der
Küstenwacht fortgesetzt, man fand aber neben herumschwimmenden Teilen der Ladung nur leere Schwimmwesten. Die Unglücksursache ist unklar. Der Frachter war erst 1971 gebaut worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Atlantik: Drei Tote bei Feuer im Maschinenraum
Tuesday, 24. February 1998 - 06:12:57
TARIFA. Drei Matrosen sind einem Brand auf einem rumänischen
Frachter vor der Küste Marokkos ums Leben gekommen. Das Feuer war im
Maschinenraum der „Adria" ausgebrochen. Andere Schiffe und ein spanischer
SAR-Helikopter bargen 13 Crewmitglieder.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
Jahres-Statistik der DGzRS
Saturday, 21. February 1998 - 12:52:11
2164 Einsätze fuhr die DGzRS im Jahr 1997. Obwohl wesentlich mehr Sportboote als Berufsfahrzeuge in Nord- und Ostsee kreuzen, sind sie dennoch unterdurchschnittlich in der Statistik vertreten. Dies hängt vermutlich damit zusammen, dass Sportboote bei schlechtem Wetter nicht rausgehen, die Berufsschifffahrt aber immer unterwegs ist. Sportboote sind zu 47% die Ursache von Rettungseinsaätzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piraten in Südostasien
Saturday, 21. February 1998 - 12:47:02
229 Piratenüberfälle hat das Internationale Schifffahrtsbüro 1997 registriert. Die größte Anzahl (91) von Überfällen fand dabei in Südostasien statt, Afrika liegt mit 41 Überfällen an zweiter Stelle. Auf Yachten dagegen wurden die meisten Verbrechen aus dem karibischen Raum gemeldet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hamburger Hafen: Schwimmkran reißt Löcher in die
Köhlbrandbrücke
Saturday, 21. February 1998 - 06:57:54
HAMBURG. Verkehrschaos in Hamburg: Nachdem ein Schwimmkran
gegen die Köhlbrandbrücke gekracht war, mußte das 130 Meter
hohe Wahrzeichen der Hansestadt für den Verkehrs komplett gesperrt
werden. Bei der Durchfahrt zwischen die beiden Brückenpfeiler
riß der Ausleger in einer Höhe von 54 Metern zwei jeweils rund
einen Quadratmeter große Löcher in den stählernen
Hohlkörper unter der Fahrbahn. Die 520 Meter lange Brücke wurde
sofort gesperrt, dann aber teilweise wieder geöffnet. Dadurch
vergrößerten sich die Risse, wieder wurde die Brücke
dichtgemacht.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
Australien: Britische Schiffbrüchige übernachteten auf einem
Felsen
Wednesday, 18. February 1998 - 05:57:01
SYDNEY. Mit einem Hubschrauber wurde ein britisches Segler-Paar
von einem Felsen geborgen, auf den sie sich nach dem Untergang ihrer Yacht
gerettet und sich dort eine Nacht lang festgeklammert hatten. Bei schwerem
Sturm war die 14-Meter-Yacht „Talis II", mit der das 62 und 58 Jahre alten
Ehepaar vor zwei Jahren zu einer fünfjährigen Weltumsegelung
aufgebrochen war, manövrierunfähig geworden. Kurz bevor das Boot
vor Tasmanien auf einen Felsen lief und unterging, konnten sie einen
Notruf absetzen. Sie gingen in das Beiboot, das jedoch kenterte. Schwimmend
erreichten sie den Felsen, an dem sie sich hohziehen konnten. Am
nächsten Morgen wurden sie von einem SAR-Hubschrauber entdeckt, der
sie hochwinschte.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Abbergen
durch Helikopter
Nordsee: Ein Toter bei Kollision zwischen Tanker und Frachter
Wednesday, 18. February 1998 - 05:56:49
BORKUM. Ein Seemann ist bei einer Kollision zwischen einem
Frachter (Kongo) und einem Öl- und Chemietanker (Italien) 18
Seemeilen vor Borkum wahrscheinlich ums Leben gekommen. Beide Schiffe
wurden schwer beschädigt, der 97 Meter lange und mit 2000 Tonnen
Aluminum beladene Frachter „Marie Bouanga" versank mit dem Heck bis zum
Deck im Wasser. Auf diesem Schiff wird der Seemann vermißt. Auch der
125 Meter lange Tanker schlug leck, blieb aber schwimmfähig und ging
vor Anker. Er verlor bisher kein Öl oder Chemikalien. Die
achtköpfige Crew der „Marie Bounage" wurde mit einem deutschen
SAR-Helikopter geborgen, der Kapitän und ein Matrose blieben an Bord,
während das Schiff in einen niederländischen Hafen geschleppt
wurde. Die Geretteten wurde zur Fregatte „Emden" geflogen, die 15 Seemeilen
nördlich auf Übungsfahrt war. Im Rettungseinsatz, der von der
holländischen Seenotleitstelle in Ijmuiden („Ijmuiden Rescue") in
Abstimmung mit der Seenotleitstelle Bremen der DGzRS koordiniert wurde,
waren zwei Seenotkreuzer der DGzRS, ein Boot der KNRM und ein
niederländischer Hubschrauber. Den Einsatz des SAR-Hubschraubers
leitete die Leitstelle der Marine in Glücksburg („Glücksburg
Rescue").
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Alles über
SAR für Segler
Nordsee: Ein Toter bei Trawler-Untergang
Tuesday, 17. February 1998 - 06:17:19
OSLO. Ein Seemann ist beim Untergang eines Trawlers in schwerem Sturm vor
Nordnorwegen ums Leben gekommen. Elf Crewmitglieder wurden nach fast einer
Stunde im eiskalten Wasser von der Besatzung eines anderen Trawlers
geborgen. Einer von der Geretteten mußte mit einem Hubschrauber ins
Krankenhaus gebracht werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
Auf dem Kurs von "Bounty"-Kapitän Bligh: Burghard Pieske
Tuesday, 17. February 1998 - 06:17:37
Fast 4000 Seemeilen in einer offenen Nußschale: Der deutsche
Weltumsegler Burghard Pieske (54), der 1992 auf den Spuren von Leif
Erikson mit der "Wiking Saga" ohne Kompaß und Karte den
Atlantik überquerte, segelt erneut auf einer historischen Route: Am 28.
April startet er einhand zu einem Törn, den vor 200 Jahren Kapitän Bligh nach der Meuterei auf der "Bounty" mit einem völlig überfüllten Boot antreten mußte.
Mit einem
original nachgebauten Zweimastschoner will er die Strecke zwischen der
Südseeinsel Tonga und der indonesischen Insel Timor in drei Monaten bezwingen.
18 Mann hockten dicht gedrängt in dem nur 23 Fuß langen Beiboot,
das am 28. April 1789 die "Bounty" nahe der Tonga-Insel Tofua
verließ. Wasser und Brot hatten die Meuterer Kapitän Bligh und
seiner Crew mitgegeben, außerdem einen Kompass und einen Sextanten, aber
keine Seekarte - Bligh war auf seine Erinnerung und seine Erfahrung
angewiesen.
Und damit begann eine unglaubliche Fahrt: Bligh schaffte es, die
Schaluppe und seine Leute nach Timor zu segeln 3618 Seemeilen im
ständigen Kampf gegen Hunger, Durst und aus Angst vor
Eingeborenen-Attacken fast ohne Land-Kontakt.
Bei der Navigation verläßt sich Pieske auf den Sextanten,
bei der Ernährung lieber auf Astronauten-Nahrung. Wegen der
Sicherheit wird es aber noch mehr moderne Kleinigkeiten an Bord
geben.
Sechs Wochen waren Bligh und seine Männer unterwegs, mit zwei,
vielleicht auch drei Monaten rechnet Pieske. Nach den alten englischen
Plänen hat er das 23-Fuß-Schiff in Litauen bauen lassen.
Pieske beendete 1987 nach zehn Jahren die längste Weltumsegelung
eines Deutschen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
US-Atom-U-Boot versenkt Fischkutter
Thursday, 12. February 1998 - 06:22:26
SEOUL. Das US-Atom-U-Boot „La Jolla" hat beim Ansteuern des Hafens von
Chinhae bei einer Kollision einen koreanischen Fischkutter versenkt. Die
fünfköpfige Fischer-Crew wurde von der U-Boot-Besatzung gerettet.
Wahrscheinlich ist der 27-Tonnen-Trawler von dem 7000-Tonnen-U-Boot
übersehen worden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
Atlantik: Britische Hubschrauber bergen Schiffbrüchige
Thursday, 5. February 1998 - 06:19:29
LISSABON. Zwei Todesopfer hat ein Schiffsunglück vor der
Küste Madeiras gefordert. In schwerer See hatten sich auf dem 100
Meter langen spanischen Containerfrachter „Delfi del Mediterraneo"
Container gelockert und die Bordwand durchstoßen. Das Schiff sank,
die Besatzung ging in die Rettungsboote. Hubschrauber des an einer
NATO-Übung teilnehmenden britischen Trainingsschiffes „RFA Argus"
bargen zwölf Seeleute. Einer wurde tot aufgewinscht, einer wird
vermißt. Die Such- und Rettungsaktion, an der auch vier Kriegsschiffe
beteiligt waren, wurden durch Sturm, treibende Container und Wrackteile
erschwert.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
Schon wieder ein „Titanic"-Rätsel gelöst: Untergang wegen
schlechter Nieten?
Sunday, 1. February 1998 - 07:42:52
NEW YORK. Schon wieder wurde ein Rätsel um den Untergang
der „Titanic" gelöst: Ein Metallurg und ein Marine-Architekt aus den
USA wollen herausgefunden haben, daß die Nieten des Ozeanriesen von
schlechter Qualität waren. Dadurch sei der Rumpf nach der Kollision
mit dem 15 Meter hohen Eisberg an sechs Stellen aufgeplatzt. Ein Augenzeuge
hatte tatsächlich Wasser durch Nähte schießen sehen. In den
bislang zwei geborgenen Nieten wurde ein Schlackegehalt von 9,3 Prozent
festgestellt - üblich sind heute etwa drei Prozent. Die Beimengung von
glasartiger Schlacke macht Schmiedeeisen haltbarer. Ist der Gehalt jedoch
zu groß, wird’s brüchig. Etwa drei Millionen Nieten wurden bei
der „Titanic" von der unter enormen Zeitdruck stehenden irischen Werft
Harland & Wolf verbaut. Auch das Schwesterschiff der „Titanic", die
„Olympic", hatte nachweislich Nieten-Probleme: Nach einer Kollision mit
einem Kriegsschilf im Jahre 1911 fehlten ihr an der beschädigten
Aufprallstelle 37 Nieten. Der Bericht Timothy Foecke (National Intsitute of
Standards and Technology, Maryland) und William Garzke (Jersey City, New
Jersey) soll offiziell im Februar erscheinen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress
+++Whitbread+++Start zur härtesten Etappe+++Angst vor Walen und
Eisbergen+++
Sunday, 1. February 1998 - 07:42:39
AUCKLAND. Sonntag morgen, 0010 (GMT), starten in Auckland die
108 Profi-Segler der Whitbread-around-the-World-Regatta zur längsten
und härtesten Etappe: 6670 Seemeilen von Neuseeland über Kap
Hoorn bis Sao Sebastiao in Brasilien. Dabei geht’s runter bis zum 62.
Breitengrad zu Eisbergen und wilden Stürmen. Vor allem vor dem
Zusammenstoß mit einem Wal haben die Teilnehmer Angst. „Das
hätte fatale Folgen", sagte Tim Kröger, deutscher Wachführer
auf der „Swedish Match". Bei der dritten Etappe hatte es schon einmal
gekracht: „Ein riesieger schwarzer Rücken, ein dumpfer Schlag und ein
Zischen wie von einem Peitschenhieb." Der Wal hatte mit seiner Flosse 20
Zentimeter des Ruders abrasiert. Die „Brunel Sunergy" (Niederlande) war im
Atlantik zwischen Walkuh und ihrem Jungen geraten: Bei der Wal-Attacke
brach das Ruder, ein Notstop in Brasilien mußte eingelegt werden. Die
„Innovation Kvaerner" (Norwegen) lief mit Walblut am Rumpf in den Hafen von
Freemantle ein. Kröger schlug vor, mit Ultraschall-Sendern die Wale zu
warnen: „Wir sind hier ja nicht bei Kapitän Ahab."
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
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