EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 98
Last update: Friday, 3. April 1998 - 19:34:12
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Teures "Schiffe versenken"
Wednesday, 22. April 1998 - 19:22:45
Köln. Eine besonders exquistite Variante des Spieles "Schiffe
versenken" hat sich ein zweijähriger Junge in Köln ausgedacht: Das Kind hatte im Wohnzimmerschrank etliche 100-Mark-Scheine gefunden,
die "Schiffchen" in der Toilette schwimmen lassen und nach und nach
runtergespült.
Insgesamt 3.000 Mark fehlten, als die Mutter das Treiben ihrers Sohnes bemerkte. Die alarmierte Feuerwehr konnte nicht mehr helfen. Doch
drei Kanalarbeiter der Stadt wußten Rat: Sie öffneten rund 200
Meter von dem Haus entfernt einen Kanalschacht und warteten, bis
die Geldscheine angeschwommen kamen. Am Ende konnten sie die wertvollen "Schiffchen"
komplett an die überglückliche Mutter zurückgeben. Zuvor mußten sie aber mit
mehreren Badewannen voller Wasser etwas "nachspülen".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ehrendes Gedenken
Tuesday, 21. April 1998 - 18:00:27
Die Segelbörse Bochum * Die Mitsegelzentrale trauert um den Skipper der
SY BALTIC MILES der beim Abbergen von der in Seenot geratenen Yacht aus
der Bergeschlinge des Rettungshubschraubers abstürzte. Bei einem zweiten
Bergeversuch war er bereits tot. Die Yacht befand sich auf einer Überführung
von den Kanaren an die Europäische Atlantikküste und sollte weiter in die
Ostsee überführt werden. Mitsegler konnten alle geborgen werden.
Der Skipper gehörte zur Crew des veranstaltenden Yachtunternehmens Dübe.
Quelle: Segelbörse Bochum
Drei Seeleute nach Schiffsuntergang vor Spanien ertrunken?
Sunday, 12. April 1998 - 09:14:37
Almeria. Vor der südostspanischen Küste ist das
honduranische Schiff "Don Mario" gesunken. Marinetaucher suchten am Samstag
nach drei vermißten Seeleuten. Die übrigen 14 Besatzungsmitglieder der "Don
Mario" konnten von einem vorbeifahrendem Schiff gerettet werden.
Das Frachtschiff sank am Freitag abend unter bisher ungeklärten Umständen vor der Küste Spaniens.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Deutsche bei Schiffskollision in Niederlanden verletzt
Sunday, 12. April 1998 - 09:13:48
Dordrecht/Niederlande. Beim Zusammenstoß des Ausflugsschiffs "Prinzessin Juliana" mit einem Containerschiff sind am Samstag im Süden der Niederlande bei
Dordrecht 15 Passagiere verletzt worden. Die Verletzten erlitten Knochenbrüche und Schnittwunden. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte auf dem Fluß
Kil dichter Nebel. An Bord des Ausflugsschiffes befanden sich den Angaben zufolge 107 Passagiere, vorwiegend ältere Deutsche, und 23 Crewmitglieder. Am Sonntag soll die "Prinzessin Juliana" nach Antwerpen weiterfahren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Deutscher nach Seenotrettung vor Spanien gestorben
Saturday, 11. April 1998 - 06:04:12
La Coruna. Bei der Seenotrettung einer deutschen Yachtbesatzung vor La Coruna an der spanischen Atlantikküste ist ein 52jähriges Crewmitglied der "Baltic Mile" aus dem Netz des Hubschraubers ins Meer gefallen und später im Krankenhaus an Unterkühlung gestorben.
Fünf anderen Besatzungsmitglieder wurden wohlbehalten von der 14,5-Meter-Jacht "Baltic Mile" knapp 200 Kilometer nordöstlich von La Coruna geborgen. Die Crew stammt aus Berlin.
Die Rettung wurde von Sturm von bis zu 130 Stundenkilometern und bis zu zwölf Meter hohen Wellen behindert. Dadurch mußte auch die Rückführung der Jacht
zum Hafen am Freitag früh unterbrochen werden.
Der 52jährige Segler war aus dem Netz des Hubschraubers gefallen, als er darin hochgezogen werden sollte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Atlantik: Deutsche Yacht manövrierunfähig im Sturm - ein Toter
Friday, 10. April 1998 - 07:04:40
LA CORUNA. Dramatische Rettungsaktion für sechs deutsche
Segler, die 120 sm vor La Coruna in schwerem Sturm in Seenot geraten waren:
Nach einem nächtlichen Notruf der „Baltic Mile" bargen die Crews von
zwei SAR-Helikoptern vier Männer und zwei Frauen von der Yacht.
Für einen 53jährigen Segler kam jede Hilfe zu spät. Unklar
ist noch, ob der Mann bei der Rettungsaktion oder erst später im
Krankenhaus starb. Die Crew war mit der 14 Meter langen „Baltic Mile" auf
der Karibik-Insel Martinique gestartet und hatte Kurs auf die
französische Küste genommen. Vor der nordwestspanischen
Küste geriet sie in einen Sturm mit Stärke neun und bis zu 15
Meter hohen Wellen. Die Yacht wurde offenbar aufgrund eines Ruderschadens
manövrierunfähig und trieb mehrere Stunden in der
aufgewühlten See. Die Bergung der Schiffbrüchigen war nach
Angaben der Seenotleitstelle (MRCC) am Kap Finisterre sehr schwierig: Die
Retter wurden auf die wild torkelnde Yacht abgewinscht. Auch ein spanischer
Schlepper und der holländisshe Frachter „Flinter Land" hatten ihren
Kurs geändert, um zu Hilfe zu kommen. Die Überlebenden wurden
nach La Coruna geflogen. Die Yacht soll abgeschleppt werden.
Bei dem Sturm wurden in der Biscaya auf einem deutschen Frachter zwei
Crewmitglieder verletzt. Sie wurden ebenfalls von einem Hubschrauber
abgeborgen und in ein Krankenhaus geflogen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress:
Helikopter-Rettung
Russischer Tanker im Finnischen Meerbusen in Gefahr
Friday, 10. April 1998 - 07:05:46
Moskau. Im Finnischen Meerbusen ist ein russischer Tanker vor der
russischen Ostseeküste
mit knapp 150.000 Litern Dieseltreibstoff an Bord am Donnerstag
gegen starkes Treibeis gefahren; dadurch entstand am Rumpf des Schiffes ein größeres Leck. Die Besatzung wurde von Bord geholt. Spezialgerät wurde von einem Hubschrauber an Bord gebracht, um Wasser abzupumpen und ein Sinken des Schiffs zu verhindern. Bei einem Untergang des Tankerschiffes besteht die Gefahr, daß das Dieselöl ins Meer auslaufe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Stones-Gitarrist Wood von brennender Motoryacht gerettet
Thursday, 9. April 1998 - 06:45:21
Rio. Der Gitarrist Ron Wood von den Rolling Stones ist auf See Vor Rio de Janeiro von der Motoryacht "Agua Branca" evakuiert worden, die wenig später abbrannte. Der Gitarrist und elf weitere Passagiere blieben unverletzt. Die "Agua Branca" gehörte dem international bekannten plastischen Chirurgen Ivo Pitangui. Ursache des Feuers und des anschließenden Untergangs war offensichtlich ein Brand im Maschinenraum, verursacht von einem Kurzschluß. Die Rolling Stones sind derzeit auf einer Welttournee.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
"A WAVE CAME UP AND TURNED US OVER BEFORE WE EVEN REALIZED IT"
Wednesday, 8. April 1998 - 21:40:44
"A wave came up and turned us over before we even realized it. All of a
sudden, we were upside down with a broken mast", said Giovanni Soldini,
skipper of "Fila" who was trying to break the Atlantic East to West record.
They turned over last Thursday night and lost one man at sea, in extremely
strong winds.
Soldini and the two of his crew members (Italian Guido Broggi and French
Bruno Laurent) arrived in Lorient, France on Tuesday.
Andrea Tarlarini and Andrea Romanelli fell overboard at the same time,
when the deadly wave came over the boat. It was at around 1 o'clock in the
morning. Tarlarini succeeded in swimming 5 meters (15 feet) to the aft and
climb in the security door. Romanelli was never seen again …
"Sometimes, the sea tells you that she's the one in command", said the skipper,
Soldini. He also exclaimed that this would have never happened during the day.
"Fila" uprighted around 15 minutes after the incident.
The monohull left New York on March 26th. The crew was trying to beat the
record of 11 days, 13 hours, 22 minutes and 5 seconds.
Before capsizing, "Fila" was three days in front of this record which is held
by the Swedish boat "Nicorette".
Quelle: http://www.giovanni.soldini.it
Schlimbach-Preis für Jürgen Trautmann
Monday, 6. April 1998 - 21:34:31
KIEL. Der Kieler Jürgen Trautmann ist mit dem Schlimbach-Preis
für die herausragendste Leistung im Hochseesegeln ausgezeichnet worden.
Trautmann hatte mit seiner Crew in 66 Tagen die 9192 sm lange Strecke von
Kapstadt über Salvador da Bahia und La Coruna nach Kiel zurückgelegt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Antigua
Sailing Week
Ostsee: Blinder Passagier über Bord
Monday, 6. April 1998 - 21:34:46
ROSTOCK. Ein Blinder Passagier aus Rumänien ist auf der Flucht
vor Crewmitgliedern der schwedischen Fähre „Malmö Link" über Bord gefallen
und vermutlich ertrunken. Das Unglück geschah acht Seemeilen nordwestlich
von Darßer Ort. An der Suche waren neben der Fähre auch zwei
SAR-Hubschrauber, die Seenotrettungskreuzer „Vormann Jantzen" und „Theo
Fischer" sowie Coast-Guard-Boote „Stoltera", „Breitling" und „WS 1"
beteiligt. Die Dänen schickten das Kriegsschiff „Sunesand" und den
Rettungskreuzer „L.V. Damm". Die Suche wurde wegen der geringen
Wassertemperaturen ergebnislos abgebrochen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sicherheit
auf See
Bayern: Ruderboot gekentert - 16jähriger vermutlich tot
Monday, 6. April 1998 - 21:34:55
SCHWARZENBACH. Beim Kentern eines Ruderbootes auf dem
Speichersee der Fömitztalsperre bei Schwarzenbach) ist ein 16jähriger
vermutlich ertrunken. Zwei 17 jahre alte Mädchen konnten sich an Land
retten.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Vordrucke
und Checklisten für Hochseesegler
Blauer Nil: 300 Tote bei Kenterung nach Zwangsrekrutierung?
Monday, 6. April 1998 - 21:35:04
KHARTUM. Auf dem Blauen Nil im Sudan ist ein Schiff mit über
300 zuvor zwangrekrutierten Männern gesunken. Es besteht kaum noch
Hoffnung, Überlebende zu finden. Die Männer waren mit Gewalt auf Märkten
und Straßen zusammengetrieben und auf das Schiff „verfrachtet" woden. Dort
kam es zum Aufstand, das Schiff kenterte. Die islamische Regierung des
Sudan kämpft gegen christliche und naturreligiöse Rebellen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Segeln und Pressearbeit
Schleppverband rammt Brücke und Kasino
Sunday, 5. April 1998 - 17:26:00
St. Louis. Der Aufprall eines Schleppers auf dem Mississippi mit einer Brücke hat am Samstag eine Kettenreaktion verursacht. Bei der Kollision rissen sich die vier Leichter des Schleppers los und drifteten führerlos gegen ein in St. Louis befestigtes Restaurantschiff. Das Kasinorestaurant, in dem
sich zu diesem Zeitpunkt 2.500 Menschen aufhielten, riss sich ebenfalls los und trieb rund 150 Meter den Strom hinunter. Dort konnte es dann der Unglücksschlepper gegen
das Ufer drücken und zum Anhalten bringen. Andere Schiffe
"fingen" in der Zwischenzeit die führerlos driftenden Leichter ein.
Menschen wurden nicht verletzt. Zwei stromabwärts liegende Brücken mussten für kurze Zeit wegen der von den treibenden Leichtern ausgehenden
Gefahr gesperrt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hunderte von Toten bei Schiffsunglück vor Nigeria
Sunday, 5. April 1998 - 06:42:32
Lagos. Bei einem Fährunglück vor Nigerias sind
wahrscheinlich 280 Menschen ums Leben gekommen. Von den 300 Menschen an Bord haben
wahrscheinlich nur 20 überlebt. Das völlig überlastete Fährschiff geriet bereits am Mittwoch auf dem Weg nach Gabun in
schwere See und kenterte. Nur wenige Leichen wurden bisher geborgen. Küstenwache und Taucher der Armee sind auf der Suche nach weiteren Toten. Vor der Küste des westafrikanischen Landes war es immer wieder zu Unglücken gekommen, weil viele Boote überbelegt sind.
Schon im vergangenen Jahr kamen bei dem Kentern einer Fähre mehr als 700
Menschen ums Leben. Aufrufe nach strengeren Sicherheitsvorkehrungen blieben bisher erfolglos.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
SOLDINI'S RECORD ATTEMPT - CREW MEMBER GOES OVERBOARD AND DISAPPEARS
Friday, 3. April 1998 - 21:30:09
Italian Andrea Romanelli, 33 years old, one of Giovanni Soldini's crew
members disappeared into sea during their attempt to break the record for crossing
the Atlantic.
The boat turned over in the night between Thursday and Friday in the
northern Atlantic during a strong gale.
The English Navy immediately undertook searching with their helicopters and
their surface units. The other crew members are all well. The boat was
headed for Brest, France, when she suffered the damages.
http://www.giovanni.soldini.it/
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ostee: Fähre versenkt Fischkutter
Thursday, 2. April 1998 - 06:14:51
ROENNE. Zehn Seemeilen südlich von Bornholm hat die
litauische Fähre „Kaunas" bei einem Zusammenstoß einen
polnischen Fischkutter versenkt. Die achtköpfige Fischer-Crew ging in
Rettungsinseln. Ein schwedischer SAR-Helikopter barg die
Schiffbrüchigen. Die „Kaunas" konnte die Fahrt fortsetzen. Die
Unglücksursache ist noch unklar.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Alles
über die Antigua Sailing Week
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