EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 98

Last update: Tuesday, 30. June 1998 - 16:40:37

Schutzstation Wattenmeer hilft jungen Seehunden
Tuesday, 30. June 1998 - 16:32:44
Kiel. Die Schutzstation Wattenmeer hat sich in diesem Jahr bereits 46mal um gestrandeten Seehundnachwuchs an den Küsten der Nordsee gekümmert. Dies sind so viele Einsätze wie selten. 15 Heuler hätten nach Beobachtung oder Bewachung den Weg zurück ins Wasser allein gefunden. Zehn Tiere wurden tot geborgen. In der Seehundstation Friedrichskoog sind bisher 16 Tiere aufgenommen worden.
Die hohe Zahl der Einsätze wird mit einer Vielzahl von Störungen begründet, durch die die jungen Tiere den Kontakt zu ihren Müttern verlieren. Als Beispiele wurden eine Nato-Übung mit Tiefflügen über dem Wattenmeer zur Wurfzeit, eine Sommersturmflut am vorletzten Wochenende und den zunehmenden Touristenstrom an die Westküste genannt.
Die Wurf- und Säugezeit des Seehundnachwuchses ist noch nicht zu Ende. Strandspaziergänger werden deshalb weiterhin gebeten, Abstand von den Heulern zu halten und die Naturschützer und Seehundjäger zu informieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Zypern: 115 Menschen aus Seenot gerettet
Tuesday, 30. June 1998 - 06:34:16
Nikosia. Vor der Küste Zyperns sind am Montag 115 Menschen, die vermutlich illegal nach Europa einreisen wollten, von dem vor Zypern treibenden Schiff "Rita Allah" gerettet worden. Ein Mitreisender berichtete, zwei Passagiere seien verdurstet und über Bord geworfen worden. Die "Rita Allah" trieb laut Polizeiangaben vermutlich schon mehrere Tage lang vor der zypriotischen Küste und hatte kein Wasser und keine Lebensmittel mehr an Bord. Zehn Passagiere mußten in einem Krankenhaus behandelt werden. Das Schiff lief Mitte Juni offiziell von Libanon nach Libyen aus. Wie der Reisende berichtete, haben die Passagiere aus verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern dafür gezahlt, nach Italien oder Kreta gebracht zu werden. Das Boot sei wegen mechanischer Probleme nicht gut vorwärtsgekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Deutsches Schnellboot lief vor Norwegen auf Grund
Wednesday, 24. June 1998 - 20:32:04
Kiel. Bei einer Grundberührung des deutschen Schnellbootes "Löwe" vor Norwegen sind vier Soldaten leicht verletzt worden, außerdem entstand Sachschaden am Schiff. Das Boot war auf der Heimfahrt von einer Übung, als es am Montag auf einen Felsen fuhr. Die "Löwe" muß in Norwegen zu einer Notreparatur, ehe sie sie Heimfahrt nach Deutschland fortsetzen kann. Vier Matrosen zogen sich Prellungen zu, sind aber schon wieder im Dienst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Schweizer Polizei erläßt nach Chemieunfall Badeverbot im Rhein
Wednesday, 24. June 1998 - 20:33:07
Münchenstein/Schweiz. Die Schweizer Polizei in Baselland hat nach einem Chemieunfall in Münchenstein ein Badeverbot für die Flüsse Rhein und Birs erlassen. Bei einer Firma in Müchenstein sind vermutlich rund drei Tonnen Leim in den Rhein geflossen. Es sei zu einem Fischsterben von vorerst unbekanntem Ausmaß gekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

"Blas" eröffnet Hurrikansaison im Pazifik
Wednesday, 24. June 1998 - 06:21:43
Mexiko-Stadt. Der tropische Sturm "Blas" hat an Stärke zugelegt und damit die Hurrikansaison im Pazifik eröffnet. Bis Mittwoch wurde ein weiteres Ansteigen der Windgeschwindigkeiten auf etwa 160 Kilometer pro Stunde erwartet, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami im Staat Florida mitteilte. Es bestehe die Möglichkeit, daß der Wirbelsturm die Südspitze der mexikanischen Halbinsel Baja California treffen könnte. Aus den südmexikanischen Staaten Guerrero und Oaxaca wurden bereits Regenfälle gemeldet. Die Behörden schlossen den Hafen von Acapulco und schränkten den Schiffsverkehr in Huatulco und sechs weiteren Häfen ein, wie die Nachrichtenagentur Notimex meldete. Schiffe wurden zu äußerster Vorsicht aufgefordert. Am Dienstag abend befand sich das Zentrum von "Blas" etwa 500 Kilometer süd-südwestlich von Acapulco und bewegte sich langsam nach Nordwesten entlang der Küste.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Atlantik: Frau will von USA nach Frankreich rudern
Wednesday, 17. June 1998 - 06:21:28

NAGS HEAD. Die Amerikanerin Tori Murden will als erste Frau den Atlantik alleine in einem Ruderboot überqueren. Murden brach im US-Staat Nort Carolina mit ihrem sieben Meter langen Boot zu der rund 5800 Kilometer langen Fahrt auf. Die 35jährige aus Kentucky will pro Tag etwa zehn Stunden lang rudern und in 100 bis 120 Tagen Europa erreichen. Ihr Ziel ist die französische Hafenstadt Brest, wo sie frühestens Ende September eintreffen wird. Bislang haben fünf Ruderer - ausschließlich Männer - die Atlantiküberquerung von Westen nach Osten geschafft.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress-Ne ws-Dienst

Frankreich trägt Trauer: Star-Segler Eric Tabarly vor Wales verschollen
Monday, 15. June 1998 - 05:56:36

PARIS. Der französische Star-Segler Eric Tabarly ist im Atlantik westlich von Wales verschollen. Der 66jährige war in der Nacht zum Samstag gegen 01.00 Uhr beim Segelreffen in stürmischer See über Bord gegangen. Er soll keine Schwimmweste getragen haben. Tabarly war mit seiner Jacht ,,Pen Duick" auf der Fahrt von Frankreich nach Irland, als er nach Angaben der vierköpfigen Crew rund 55 Kilometer südöstlich von Milford Haven über Bord fiel. Das Boot war nicht mit einem Funkgerät ausgerüstet, und die vier meldeten das Unglück erst sieben Stunden später, indem sie ein vorbeifahrendes Schiff mit einer Leuchtrakete auf sich aufmerksam machten.
Schiffe der Marine suchten am Sonntag den Leichnam des 66jährigen, nachdem die britische Küstenwacht am Vorabend die Suche eingestellt hatte Der französische Staatspräsident Jacqes Chirac erklärte, er habe bis zuletzt gehofft, daß Tabarly doch noch lebend gefunden werde. Mit großer Trauer müsse er sich nun aber den Tatsachen beugen. Tabarly habe ganze Generationen von Seglern geprägt. Die französische Regierung hat sich eingeschaltet und die Fortsetzung der Rettungsmaßnahmen verlangt, wurde aus dem Umfeld von Premierminister Lionel Jospin bekannt.
In Frankreich, wo Segelsport einen hohen Stellenwert einnimmt, war Tabarly sehr bekannt. Er gewann zweimal die englische Transat-Regatta für Einhand-Segler und siegte zuletzt im vergangenen Oktober bei einem Rennen von Le Havre nach Cartagena in Kolumbien. Tabarly galt schon zu Lebzeiten als Legende, die der des Meeresforschers Jacques-Yves Cousteau kaum nachstand. ,,Durch ihn haben Millionen Franzosen den Segelsport und seine weiten Horizonte entdeckt", würdigte ihn die Sonntagszeitung ,,Journal du Dimanche". Schon werden Stimmen laut, die für Taberly ein Staatsbegräbnis fordern. Ein ,,Symbol für die Franzosen, das alle Tugenden des Meeres verkörperte", war er nach Ansicht von Premierminister Lionel Jospin. Sein Leben hatte der in Nantes geborene Bretone Tabarly dem Segeln und ganz speziell dem Boot gewidmet, das ihm nun zum Schicksal wurde. Die in diesem Mai 100 Jahre alt gewordene Jacht ,,Pen Duick" - ein bretonischer Ausdruck für eine Tannenmeise. Der eher schweigsame Einzelgänger, der 1964 völlig überraschend gegen die bis dahin dominierende angelsächsische Konkurrenz die englische Transatlantik-Regatta der Einhandsegler gewann, hatte sich für die aufwendige Renovierung der geerbten Jacht hoch verschuldet. Alle seine Boote, die ihm im Laufe seiner Karriere zum Ruhm verhalfen, trugen den gleichen Namen. Untrennbar war er mit den Erfolgen Tabarlys verknüpft, darunter dem 1980 nach 75 Jahren gebrochenen Rekord für die Atlantik-Überquerung (in zehn Tagen, fünf Stunden und 14 Minuten) sowie einen zweiten Sieg bei der Transatlantik-Regatta. Auf dem Unglückstörn war er mit seinem geliebten Oldtimer ,,Pen Duick" unterwegs zu einer Parade historischer Boote in Irland.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit auf See

Schottisches Fischerboot vor Dänemarks Küste gesunken
Monday, 15. June 1998 - 05:56:10

ESBJERG. Ein schottisches Fischerboot mit fünf Mann Besatzung ist in der Nordsee rund 30 sm westlich der Küste Dänemarks gesunken. Die ,,Silvery Sea" stieß unweit des dänischen Hafens Esbjerg aus noch unerklärter Ursache bei guter Sicht mit dem deutschen Küstenmotorschiff „Merkur" zusammen. Von den vermutlich aus dem schottischen Hafen Mallag stammenden Fischern fehlte jede Spur. Zwei Suchboote, vier Handelsschiffe und ein Hubschrauber der dänischen Luftwaffe hatten in dem Suchgebiet nur ein leeres Rettungsfloß gesichtet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit auf See

Mittelmeer: Vorsicht vor Schnellfähre
Sunday, 14. June 1998 - 20:28:12

BARCELONA/PALMA DE MALLORCA. Die superschnelle Kat-Fähre „Catalonia" wird ab 15. Juni zwischen Barcelona und Mallorca verkehren. Die 91 Meter lange und über 40 Knoten schnelle Fähre kann 900 Passagiere und 240 Fahrzeuge befördern. Für die Strecke Barcelona-Mallorca soll sie nur etwa drei Stunden benötigen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sicherheit auf See

Ostsee: Durstige Nordlicher streiten um Zarenschnaps in einem Wrack
Sunday, 14. June 1998 - 20:25:25
STOCKHOLM. Schweden und Finnen kämpfen um Schnaps: Es geht um Champagner, Cognac und Wein aus dem Wrack der ,,Jönköping". Der finnische Taucher Markku Kankaristo hat 100 Schampus-Flaschen im Wert von umgerechnet 2500 bis 5000 Mark pro Stück geborgen. Konkurrenten haben allerdings sofort mit Klage gedroht. Der Schwede Claes Bergvall seinerseits hat bereits 500 Flaschen Champagner bergen lassen. Ein finnischer Geschäftsmann schließlich drohte gleich ,,Scharfschützen" auf hoher See an.
Der am 3. November 1916 von einem deutschen U-Boot versenkte Schoner ,,Jönköping" hatte auf seiner Fahrt vom finnischen Rauma nach Gävle in Schweden insgesamt 40000 Liter Cognac, 6000 Liter Champagner und 5000 Liter Rotwein geladen. Der Wert der intakten Ladung wird auf bis zu 500 Millionen Kronen (120 Mio DM) geschätzt.
Das 20 Meter lange und sieben Meter breite Schiffswrack wurde im vergangenen Sommei 20 Seemeilen vor Rauma in einer Tiefe von 64 Metern geortet wurde, entbrannte sofort ein heftiger Streit um die Bergungsrechte. Kankaristo gehörte zu den Entdeckern, arbeitete dabei aber für Bergvall und machte sich erst später selbständig. Als Dritter hob der finnische Geschäftsmann Peter Fryckmann seinen Finger, der mit einer 82 Jahre alten Quittung belegen kann, daß sein Urgroßvater, ein Weinhändler aus Helsinki, den größten Teil der alkoholischen Schiffsfracht aus Beständen des russischen Zarenhofes bestellt und bezahlt hatte. Fryckmann drohte allen anderen Schatzsuchern mit ,,scharfen Schüssen", falls sie am Wrack tauchen würden, hat dies aber bisher nicht wahrgemacht. Kankaristo begründet seine Ansprüche damit, daß er als Person die Reste der ,,Jönköping" in 64 Meter Tiefe entdeckt habe. Über die Frage, wer von den Konkurrenten das internationale Seerecht auf seiner Seite hat, brüten inzwischen auch Regierungsjuristen in Stockholm und Helsinki. Nach Meinung des Finnen Kankaristo eilt es: ,,Überall am Wrack haben die Schweden schon Trossen und Haken befestigt, um es komplett zu heben."
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Hochseesegel n

Irische See: Atomare Verseuchung durch Wiederaufbereitungsganlage
Sunday, 14. June 1998 - 20:25:39
SELLAFIELD. Die Irische See vor dem englischen Sellafield müßte nach Überzeugung der Umweltschutzorganisation Greenpeace ,,zum atomaren Sperrgebiet erklärt werden". Das Meer sei durch die Wiederauf arbeitung von Atommüll stark radioaktiv verseucht. Das hätten radiologische Analysen von Sedimentproben vom Meeresgrund an der Einleitungspipeline der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield ergeben. Greenpeace-Taucher hatten die Proben nahe der Pipeline gezogen. Die Proben wiesen ,,Plutoniumkonzentrationen in einer Höhe auf, wie sie auch 1993 in den Gewässern um russische Atombombentestgebiete gemessen worden sind".
Pro Kilogramm Sediment seien rund 35000 Becquerel Plutonium und 68000 Becquerel Americium 241 gemessen worden. In zwei Proben seien außerdem 1,2 beziehungsweise 2,3 Millionen Bequerel des radioaktiven Isotops Cäsium-137 pro Kilogramm gefunden worden. Damit handele es sich nach deutschem Strahlenschutzrecht eindeutig um Atommüll. Schon der Umgang mit 470 Gramm dieses Meeressediments wäre danach genehmigungspflichtig.
Nach Angaben von Greenpeace gelangen die radioaktiven Abwässer aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield durch Meeresströmungen auch in die Nordsee. Täglich würden in Sellafield rund neun Millionen Liter radioaktive Abwässer in die Irische See eingeleitet. Sellafield gehöre zu den schlimmsten radioaktiven Umweltverschmutzern der Meere. Trotzdem lieferten deutsche Atomkraftwerke ihren Atommüll mit Unterstützung der Bundesregierung dorthin.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Checklisten für Charterer

Ostsee: Slawisches Oldtimer-Boot läuft vom Stapel
Sunday, 14. June 1998 - 20:25:51

GROSS RADEN. Der originalgetreue Nachbau eines über tausend Jahre alten slawischen Bootes ist im mecklenburgischen Freilichtmuseum Groß Raden vollendet worden. Es ist am Donnerstag mit historischem Spektakel am See der Groß Radener Burganlage vom Stapel gelaufen. Die Vorlage für den schwimmenden Oldtimer lieferte eins der drei 1993 in Ralswieck auf Rügen entdeckten slawischen Boote aus dem zehnten Jahrhundert, die als archäologische Sensation gelten.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress: Praxistips für Sicherheit auf See

Atlantik: Erster Erfolg für neue "illbruck-Pinta"
Sunday, 14. June 1998 - 20:26:03

NEW YORK. Die Hochsee-Segelyacht "illbruck-Pinta" ist erfolgreich ins internationale Wettkampfgeschehen gestartet. Das neue Schiff der Leverkusener illbruck-Firmengruppe gewann in der 48-Fuß-Einheitsklasse die Segelregatta "Newport/Manhattan Series" vor New York. In zehn Rennen kreuzte die Crew unter Führung von Steuermann John Kostecki (USA) sechsmal als Tagessieger die Ziellinie. Gesamt-Zweite mit einem Rückstand von 9,5 Punkten wurde die "Abracadabra" (USA).
Die "illbruck-Pinta" ist das erste Trainingsschiff für das "Volvo Ocean Race", das in den Jahren 2001 bis 2002 über eine Distanz von 33 000 Seemeilen ausgetragen wird. Die Regatta, die bislang unter der Bezeichnung Whitbread-Rennen geführt wurde, gilt als die härteste Hochsee-Regatta der Welt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Hochseesegel n

Nordsee: Segler blockierte Kanal 16 mit klassischer Musik
Sunday, 14. June 1998 - 20:26:17

LONDON. Ein Segler vor der ostenglischen Nordseeküste hat 90 Minuten lang den Notrufkanal 19 für das Wash-Gebiet mit klassischer Musik blockiert. Die Coast Gurad von Nord-Norfolk hörte das Programm des Musiksenders Classic FM, konnte den Bootsführer aber nicht erreichen. Wie ein Sprecher sagte, habe erst eine Rundfunkdurchsage die Blockade beendet. 30 Sekunden später habe der Musikfreund Kanal 16 wieder freigemacht.
Des Rätsels Lösung: Bei englischen Freizeitskippern ist ein Kombigerät beliebt, das nicht nur den Rundfunkempfang auf See ermöglicht, sondern auch eine Taste für Notrufe an die Küstenwache hat. Sie soll allerdings nur im Notfall gedrückt werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress-Ne ws-Dienst

Ostsee: Estnisches Tragflügelboot rammt Felsen
Sunday, 14. June 1998 - 20:26:36

HELSINKI. Ein mit 200 Personen besetztes Tragflügelboot ist am Donnerstag kurz nach der Ausfahrt aus dem Hafen von Helsinki auf einen Felsen aufgelaufen. Verletzt wurde bei dem Unglück nach Angaben der finnischen Küstenwache niemand. Alle Passagiere würden mit Rettungsbooten geborgen. Die Havarie ereignete sich bei dichtem Nebel. Nach Angaben der Küstenwache wurde das Schiff der estnischen Betreibergesellschaft Linda Line nur geringfügig beschädigt. Es bestehe keine Gefahr, daß das Tragflügelboot sinke, sagte ein Sprecher der Küstenwache.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress: Tips für Hochseesegler

Nord- und Ostsee: Großeinsätze der Seenotretter über Pfingsten
Sunday, 14. June 1998 - 20:26:49

BREMEN. Die deutschen Seenotretter in Nord- und Ostsee haben am Pfingstwochenende alle Hände voll zu tun gehabt. Bis in die Nacht zum Dienstag waren die Besatzungen von Seenotkreuzern und -rettungsboten im Einsatz, um insgesamt 55 Menschen in Sicherheit zu bringen. ,,Wenn wegen der Feiertage die längeren Wochenenden im Frühjahr kommen, haben wir erfahrungsgemäß viel Arbeit", sagte Andreas Lubkowitz, Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), in der Seenotleistelle in Bremen. Ursache der zahlreichen Seenotfälle waren laut Lubkowitz Schäden an Masten und Segeln, Maschinen- und Getriebeausfälle sowie Navigationsfehler. Vor der Insel Wangerooge mußte zudem die fünfköpfige Besatzung einer Segelyacht samt Bordhund geborgen werden, nachdem das Schiff auf eine Sandbank aufgelaufen und leck geschlagen war.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Chartersegel n

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