EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 98

Last update: Sunday, 6. December 1998 - 20:04:42

Monday, 30. November 1998 - 06:12:01
KOPENHAGEN. Weil’s von einem Hausboot im Hafen von Christianshavn/Kopenhagen zu sehr und zu laut dröhnte, hätten böse Nachbarn beinahe den Dampfer versenkt: Auf dem umgebauten ehemaligen 30 Meter langen Feuerschiff war laut und natürlich mit viel Alkohol gefeiert worden. Daraufhin kappten die um ihre Nachtruhe gebrachten Anwohner kurzerhand die Stromversorgung: Doch damit verstummten nicht nur die Boxen, sondern auch die Bilgepumpen - das Schiff lief langsam voll und bekam wie ihre „Crew" mächtig Schlagseite. Doch weder Nachbarn noch E-Werk halfen im Unglück. Erst mit mehreren Lkw konnte das Schiff am nächsten Morgen wieder aufgerichtet und leergepumpt werden. Der Schiffs-Eigner kündigte Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung an. Polizisten sagten, nach ihrem Eindruck habe die Schieflage des Schiffes etwa der der durchweg betrunkenen Fetenteilnehmer entsprochen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Nordsee: „Pallas" brennt wieder
Monday, 30. November 1998 - 06:11:37

AMRUM. Kein Ende der Bergungsarbeiten an der „Pallas" in Sicht: schlechtes Wetter behindert die Arbeiten, aus einer Ladeluke dringt seit mehreren Tagen wieder Qualm. Im Wrack sind vermutlich alle Doppelboden-Tanks beschädigt. Die Bergungscrew geht davon aus, daß deshalb Scherwöl auch in mehrere Laderäume geflossen ist. Weil ein Teil des Wracks geflutet sei und verbogene Stahlteile den Tauchern den Zugang erschwerten, gehe das Abpumpen des zähflüssigen, teerähnlichen Treibstoffes nur mühsam voran, so das Umweltministerium. Am Samstag wurden wieder leichte Ölverschmutzungen von der Insel Föhr gemeldet. Der Ölpest sind inzwischen mehr als 10 000 Vögel zum Opfer gefallen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Atlantik: Britische ARC-Yacht aufgegeben - Crew überlebte
Sunday, 29. November 1998 - 07:16:10

LAS PALMAS. Zwei Tage nach Beginn der Atlantic Rally for Cruisers (ARC) von Las Palmas/Gran Canaria nach St.Lucia/Karibik mußte die britische Yacht "Harlekin" nach Wassereinbruch aufgegeben werden. Skipperin Claire Macfarlane und ihre Crew wurden von einem Frachter vor der Küste Mauretaniens geborgen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Atlantik: 25 illegale Einwanderer vor Gibraltar ertrunken?
Sunday, 29. November 1998 - 07:15:04

CADIZ. Beim Untergang eines Bootes mit illegalen Einwanderern aus Marokko sind vor Gibraltar möglicherweise 25 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Überlebende und eine Leiche wurde bislang geborgen. 27 Menschen waren an Bord. Die Marokkaner sollen am Mittwoch in Tanger abgefahren sein. Eswird vermutet, daß das seeuntüchtige Boot bei starkem Seegang kenterte.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Arbeiten auf der «Pallas» laufen auf Hochtouren
Saturday, 28. November 1998 - 16:10:23
Kiel - Bei ruhigem Wetter sind die Arbeiten an dem vor Amrum gestrandeten Holzfrachter «Pallas» am Samstag auf Hochtouren weitergegangen. «Es soll zwar aufbrisen auf Windstärke sechs», die so entstehenden Wellen von etwa einem Meter Höhe hätten aber keine Bedeutung für die weiteren Arbeiten, die planmäßig verliefen.

Die «Pallas» wird als stabil beschrieben und, die Gefahr, daß der Frachter auseinanderbreche, sei nicht weiter gestiegen. Auch sei kein weiteres Öl ausgelaufen. Allerdings berichtete das Kieler Umweltministerium am Samstag von neuen «sehr geringen Ölanlandungen» auf der Insel Föhr, die am Montag beseitigt werden sollten.

Im Wrack lagern anscheinend noch rund 500 Tonnen Schwer- und Dieselöl. Bislang seien 102,4 Tonnen Schweröl geborgen worden. Grund für den nur langsamen Fortschritt der Abpumparbeiten sei die mögliche Beschädigung aller Doppelbodentanks. Erhebliche Ölmengen seien deshalb in die benachbarten Laderäume ausgelaufen -diese seien aber schwerer zu erreichen. Bislang liefen nach offizieller Darstellung rund 50 Tonnen Öl aus dem 147 Meter langen Schiff. Die Zahl der im Öl verendeten oder getöteten Vögel gab das Ministerium mit 10.100 an.

Am Samstag morgen machte zunächst das Schiff «Renate» an der Unglücksstelle fest. Im Laufe des Tages sollten die von ihr transportierten Stahlrohre ausgebracht werden: Sechs lange Pfähle werden dabei in den Meeresgrund gerammt, um die Hubinsel «Barbara» zu schützen, falls das Wrack umkippt. Ein erster Versuch, die Rohre zur «Barbara» zu bringen, war am Donnerstag am hohen Wellengang gescheitert. Außerdem würden im Laufe des Tages sogenannte Fender an der Barbara festgemacht, um anlegende Schiffe zu schützen, sagte Oelerich.

Der Bundeswehr-Hubschrauber, der am Vortag wegen schlechter Sicht abdrehen mußte, bevor er einen Generator von einem Lukendeckel abtransportieren konnte, konnte auch am Samstag seinen Auftrag nicht ausführen. Es herrschte nach Oelerichs Angaben Seenebel mit Sichtweiten von etwa 50 Metern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Atlantik: Käptn von Billigflaggenfrachter bewußtlos - hilflose Crew
Friday, 27. November 1998 - 06:13:13

BREST. Stramme Leistung: Mit ihrem bewußtlosen Kapitän trieb eine völlig hilflose Crew auf ihrem Billigflaggenfrachter "Atlantic River" (Zypern) im Atlantik - unfähig, beim Notruf eine Position anzugeben oder gar das Schiff zu steuern. Ein französischer Hubschrauber entdeckte den Frachter etwa 55 sm vor Brest und winschte einen Doc ab. Der Kapitän litt an Vergiftungserscheinungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Das Schiff wurde nach Brest geschleppt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Nordsee: Stahlrohre sollen die "Pallas" vor dem Versinken bewahren
Thursday, 26. November 1998 - 21:12:24

AMRUM. 24 Meter lange Stahlrohre im Meersboden sollen ein Versinken der "Pallas" im Sand oder eine Verlagerung gegen die Hubinsel "Barbara" verhindern. Neues Öl ist nicht ausgetreten. Inzwischen sind rund 10 000 verölte Vögel tot gefunden oder getötet worden. Aus dem Wrack sind bisher etwa 75 Tonnen Öl abgepumpt worden. Der Frachter hatte vor seiner Havarie rund 650 Tonnen Schwer- und Dieselöl an Bord. Etwa 50 Tonnen liefen in die Nordsee.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Mittelmeer: Kein Ende des Flüchtlingsdramas in Sicht
Thursday, 26. November 1998 - 21:12:08

PALERMO. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer geht unverändert weiter. Jetzt starben drei Menschen beim Versuch, nach Italien zu gelangen. Vor Sizilien wurden zwei kurdische Schiffbrüchige tot geborgen. Ihr Schiff wird seit Mittwoch vermißt. An der Insel Pantelleria wurde ein junger Nordafrikaner wurde von der Brandung gegen die Klippen geschleudert und tödlich verletzt: Die Crew eines Flüchtlingsschiffes hatte ihn gemeinsam mit elf anderen Marokkanern und Tunesiern vor der Insel gezwungen, über Bord zu springen. An der süditalienischen Adria-Küste wurden etwa 500 Flüchtlinge aufgegriffen, darunter 120 Kinder.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Russischer Eisbrecher steckt fest
Thursday, 26. November 1998 - 18:12:39
Moskau - Der atomgetriebene russische Eisbrecher «Sowjetski Sojus» steckt im Nordmeer fest und hat es noch nicht geschafft, einem finnischen Tanker den Weg durch das Eis zur Halbinsel Tschukotka zu bahnen. Die 13.000 Tonnen Dieseltreibstoff an Bord der «Uikku» werden in der abgelegenen Region dringend zum Antrieb der Generatoren und des Kraftwerks gebraucht. Der Tanker hätte schon in der vergangenen Woche im Hafen von Pewek eintreffen sollen. Schlechtes Wetter und dickes Eis verhinderten dies aber bisher.
Seit zwei Tagen versucht die «Sowjetski Sojus» nun schon vergeblich, dem Tanker einen Kanal durchs Eis zu brechen. Die Finanzkrise Rußlands hat dazu geführt, daß viele abgelegene Regionen in diesem Jahr bislang nicht alle notwendigen Vorräte für den Winter erhalten haben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kleine Zwischenfälle bei «Pallas»-Bergung
Thursday, 25. November 1998 - 18:12:22
Kiel - Bei den Bergungsarbeiten auf der «Pallas» hat es erneut kleine Zwischenfälle gegeben. Am Mittwoch wurde in einem Laderaum des vor Amrum gestrandeten Frachters eine leichte Qualmentwicklung festgestellt. Sie soll untersucht und bei Bedarf gelöscht werden. Die Brandbekämpfung galt seit Sonntag als abgeschlossen. Zudem hat sich der Bug des Frachters geringfügig abgesenkt. Eine dadurch entstandene «Beule» zwischen zwei Laderäumen stellt aber offensichtlich keine akute Gefährdung dar, so das Ministerium.
Die Arbeiten laufen ansonsten planmäßig weiter. Seit Freitag wird Öl aus dem Rumpf der «Pallas» in die benachbarte Hubinsel «Barbara» gepumpt. Aktuelle Angaben über die Menge konnten am Mittwoch nicht gemachet werden. Am Vortag waren 48 Tonnen abgepumpt. Rund 550 Tonnen Schweröl werden noch in den Tanks des Wracks vermutet. Neues Öl ist nach Angaben des Ministeriums nicht ausgetreten. An den Stränden der nordfriesischen Inseln werden aber immer noch ölverschmierte Vögel angetrieben. Die Zahl der verendeten Tiere hat sich fast vier Wochen nach der Strandung der «Pallas» auf rund 9.600 erhöht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Greenpeace protestiert gegen Waljagd
Wednesday, 25. November 1998 - 18:07:56
Bonn - Mit einer 15 Meter langen Attrappe eines blutenden Wals haben Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch vor der japanischen Botschaft in Bonn gegen den geplanten Abschuß von 440 Minkewalen im Schutzgebiet um die Antarktis protestiert. Auf Plakaten und in einem für den japanischen Botschafter Tatsuo Arima bestimmten Protestbrief forderten die Umweltschützer, die aus fünf Schiffen bestehende Walfangflotte zurückzurufen und auf das Abschlachten dieser größten Säugetiere der Erde zu verzichten.
Laut Greenpeace hat ein Brand auf dem Mutterschiff «Nisshin Maru» den Beginn der Walfangaktion zunächst verzögert. Nach Angaben der Organisation will die Flotte bei ihrer Rückkehr im Frühjahr rund 2.000 Tonnen Walfleisch mit einem Marktwert von etwa 50 Millionen US-Dollar an Bord haben.
Die japanische Regierung hat den Walfang mit wissenschaftlichen Erfordernissen begründet und nutzt damit eine Ausnahmebestimmung der seit zwölf Jahren geltenden Vereinbarungen über das internationale Walfangverbot. Tatsächlich landet das Walfleisch nach Erkenntnissen von Greenpeace aber in den Töpfen japanischer Spezialitätenrestaurants. Außer Japan hält sich auch Norwegen nicht an das Verbot.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Lage auf der «Pallas» entspannt sich langsam
Tuesday, 24. November 1998 - 06:13:35
Kiel - Die Situation auf dem vor Amrum gestrandeten Frachter «Pallas» beginnt sich zu entspannen. Der Leiter des Krisenzentrums, Dieter Kesting, sagte am Montag, nach dem Löschen des Feuers am Wochenende sei die Gefahr der Wiederentzündung gering. Es sei kein neues Öl aus dem Wrack ausgetreten. Die Arbeiten der Bergungsfirma schreiten «planmäßig» voran. Das Abpumpen des Öls aus dem Wrack wurde am Montag fortgesetzt.
Auf der Insel Föhr sind geringe Mengen Öl angeschwemmt worden, bei allen anderen nordfriesischen Inseln seien keine neuen Ölanlandungen entdeckt worden. Nach neuesten Zählungen sind seit dem Stranden der «Pallas» vor dreieinhalb Wochen rund 8.800 Vögel verendet oder getötet worden. Darüber hinaus wurden im nordfriesischen Wattenmeer noch mehrere tausend ölverschmierte Tiere gesichtet.
Bisher sind über 18 Tonnen Öl und mehr als 30 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch aus dem Wrack auf die Hubinsel «Barbara» gepumpt worden. Die Plattform kann bis zu 600 Kubikmeter aufnehmen. Nach Angaben von Kesting wird das Öl aus zwei hinteren Öltanks durch Lüftungsschächte abgepumpt. Wenn das Schiff ausgekühlt sei, könne mit dem Abpumpen direkt aus den Tanks begonnen werden.
Das Wrack hat den Angaben zufolge etwa 580 Tonnen Schwer- und Dieselöl an Bord. Das Abpumpen wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Kesting erläuterte, daß das Öl nach Angaben der Bergungsexperten eine Temperatur von 40 Grad Celsius haben müsse, um es abpumpen zu können. Nach Angaben von Kesting lag das Schiff am Montag stabil.
Die Situation könne sich aber möglicherweise aufgrund der Wetterverhältnisse ab Donnerstag wieder verschlechtern. Es sei Windstärke fünf bis sechs vorhergesagt. Für das Pumpen des Öls auf die Barbara seien solche Starkwindverhältnisse kein Problem. «Fünf bis sechs Windstärken ist noch kein Sturm», sagte Kesting. Aber die Ölbekämpfungsschiffe können bei einer Wellenhöhe von mehr als 1,5 Meter kein Öl mehr aufnehmen. Auch ein Auseinanderbrechen des Wracks bei Sturm könne nicht völlig ausgeschlossen werden, sagte Kesting.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Greenpeace protestiert gegen Abwracken giftbelasteter Schiffe
Tuesday, 24. November 1998 - 06:17:22
Hamburg - Die Umweltorganisation Greenpeace hat sich am Montag erneut gegen das Verschrotten giftbelasteter Schiffe aus Deutschland in Asien gewandt. Mit einer Aktion im Hamburger Hafen, bei der auf einem Museumsschiff Transparente gezeigt wurden, protestierten die Umweltschützer gegen das Abwracken des Containerfrachters «Columbus New Zealand» der Reederei «Hamburg-Süd» auf einem Verschrottungsplatz im indischen Alang. Das ARD-Fernsehmagazin «Report» berichtete in einer für den Abend zur Ausstrahlung vorgesehenen Sendung, die deutsche Beteiligung am Export asbestverseuchter Schrottschiffe nach Indien sei größer als bisher angenommen.
Auf der «Columbus New Zealand» hätten sich Asbest, PCB und giftige Kadmium-, Arsen-, Blei-, Kupfer- und Zinkverbindungen befunden, erklärte Greenpeace. Exporte solcher Abfälle aus der Europäischen Union in nicht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehörende Länder seien seit dem 1. Januar gemäß der Baseler Konvention verboten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Finnische Fähre gegen Kai geprallt
Sunday, 22. November 1998 - 19:37:36
Helsinki - Eine finnische Fähre mit 2.600 Menschen an Bord ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Zwischenstopp auf den Aland Inseln im Baltischen Meer gegen einen Kai geprallt. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand. Die Fähre «Silja Europa», die sich auf dem Weg von Turku nach Stockholm mit einem planmäßigen Stopp auf den Aland Inseln befand, sei leicht beschädigt worden. Zur Zeit des Unglücks seien Windgeschwindigkeiten von 72 Stundenkilometern gemessen worden. Die Fähre wurde noch in der Nacht provisorisch repariert und sollte am Sonntag zu einer Generalüberholung nach Turku zurückkehren. Die nach Stockholm reisenden Passagiere sollten mit einer anderen Fähre weiterfahren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

40 russische Fischer von Eisscholle gerettet
Friday, 20. November 1998 - 06:31:01
Moskau - Rund 40 russische Fischer sind am Donnerstag mit einem Hubschrauber von einer auf die offene See treibenden Eisscholle geborgen worden. Die Männer hatten in der Nähe von St. Petersburg an der Küste geangelt, als das Eis abbrach und auf die Ostsee trieb. Die Behörden schicken Rettungsmannschaften und einen Hubschrauber. Dieser mußte drei Mal fliegen, um alle Angler zu retten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tödlicher Bootsunfall auf der Saale
Thursday, 19. November 1998 - 20:27:06
Magdeburg - Beim Unfall eines Arbeitsbootes des Magdeburger Schiffahrtsamtes am Saalewehr bei Calbe ist am Donnerstag ein 18jähriger ums Leben gekommen. Das Boot war am Morgen bei Arbeiten am Wehr aus zunächst ungeklärter Ursache in der reißenden Strömung gekentert und sofort gesunken. Zwei Männer der Besatzung hätten sich selbst ans Ufer retten können. Sie wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der 18jährige wurde offenbar zwischen Boot und Wehr unter der Wasseroberfläche eingeklemmt. Bergungsversuche scheiterten bis zum frühen Abend wegen der widrigen Verhältnisse. Das Wasser der Saale ist derzeit fünf Grad kalt. Das Opfer hatte keine Überlebenschance gehabt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Hubinsel am Unglücksort eingetroffen - Union und FDP fordern Rücktritt des Kieler Umweltministers
Thursday, 19. November 1998 - 06:18:00
Kiel/Bonn - Aus dem vor Amrum havarierten Holzfrachter «Pallas» sind wieder größere Mengen Schweröl ausgetreten. Ursache des erneuten Austritts sei der massive Löscheinsatz, durch den ein Lukendeckel um einen Meter angehoben worden sind. Zugleich traf sechs Tage nach Beginn der Löscharbeiten am Unglücksort die niederländische Hubinsel «Barbara» ein, mit deren Hilfe das Öl aus dem Schiff gepumpt werden soll.
Nach Angaben der Bergungsfirma wird es etwa zwei Tage dauern, bis die Hubinsel einsatzbereit ist. Voraussetzung für das Abpumpen des Öls ist das Löschen der Brände in der Holzladung des Wracks. Die Brandbekämpfung hatte sich in den vergangenen Tagen immer wieder verzögert, weil das Feuer aufgrund der Winde stets neu aufgeflammt war. Bis Mittwoch war das Feuer in fünf der sieben Laderäume gebannt. Noch am Abend sprach die Wasserschutzpolizei von sehr viel Qualm über dem Frachter. Das Abpumpen des Öls wird voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Die «Pallas» hat etwa 600 Tonnen Schweröl und 150 Tonnen Dieselöl an Bord.
Neue Öl-Anlandungen hat es am Mittwoch an den Stränden der nordfriesischen Insel nicht gegeben. Die Zahl der toten ölverschmierten Vögel hat sich jedoch auf 5.600 erhöht. Die Lage der «Pallas» sei weiter stabil, und auch der Riß in dem Wrack habe sich nicht vergrößert. Am Abend demonstrierten Bürger auf den Inseln Amrum, Föhr, Pellworm und Hallig Hooge mit Lichterketten für mehr Sicherheit an der Küste.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Brandbekämpfung steht vor dem Abschluß
Monday, 16. November 1998 - 18:29:47
Bisher 800 Kubikmeter Öl-Sand-Gemisch gesammelt - Strafanzeigen von Umweltorganisation und CDU-Kreisverband


Kiel - Die Brandbekämpfung auf dem vor Amrum gestrandeten Holzfrachter «Pallas» steht vor dem Abschluß. Sechs von sieben Laderäumen sind geflutet. In drei der Laderäume ist das Feuer vollständig, in zwei anderen fast gelöscht. In den beiden letzten Laderäumen hat sich die Holzladung aus der Verankerung gelöst und schwimmt glimmend auf dem hineingepumpten Löschwasser. Die Arbeiten sollen am Dienstag beendet werden.
Schleswig-Holsteins Umweltminister Rainder Steenblock forderte, daß die Vorarbeiten für eine Untersuchungskommission auf Bundesebene bereits jetzt beginnen sollten. Bis zum Sommer kommenden Jahres sollten nach seiner Auffassung ein neues Sicherheitskonzept für die Deutsche Bucht und neue Strukturen für die gemeinsame Einsatzgruppe von Bund und Küstenländern zur Bekämpfung von Meeresverschmutzung vorliegen. Der Grünen-Politiker hofft nach eigenen Worten, daß die «Sensibilität auf Bundesebene» für die Dringlichkeit nach der Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch und der Umweltministerkonferenz am Donnerstag noch größer werde.
Die Brandbekämpfung auf der «Pallas» ist Voraussetzung dafür, daß mit dem Abpumpen des Öls begonnen werden kann. Die dafür benötigte niederländische Hubinsel «Barbara» ist nach Angaben des Umweltministeriums seit Sonntag früh unterwegs. Sie soll am Dienstag bei dem Wrack eintreffen. Steenblock rechnet damit, daß am Wochenende mit dem Abpumpen begonnen wird. Die Kosten der Bergung schätzt er auf einen zweistelligen Millionenbetrag, den sich Bund und Länder teilen.
Insgesamt sind nach Angaben des Ministeriums bisher etwa 38 Tonnen Öl ausgelaufen. Ölbekämpfungsschiffe seien vor Ort, um das Öl aufzunehmen. Außerdem war am Sonntag eine Ölsperre um die «Pallas», die 600 Tonnen Schweröl an Bord hat, gelegt worden. An den Stränden habe es keine nennenswerten neuen Anlandungen gegeben, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Claudia Sieg. Bisher seien auf den nordfriesischen Inseln rund 800 Kubikmeter Sand-Öl-Gemisch eingesammelt worden. Die Ölbekämpfungsschiffe hätten bereits knapp 6.000 Kubikmeter Öl-Wasser-Gemisch aufgenommen. Bislang seien 3.500 tote Vögel geborgen worden.
Anzeige gegen Steenblock, Simonis und Trittin
Die Staatsanwaltschaft Kiel leitete aufgrund einer Anzeige eines Bürgers aus Hannover ein Vorprüfungsverfahren ein, ob ein Anfangsverdacht für strafbare Handlung vorliegt. Der Sprecher der Behörde, Uwe Wick, sagte, dies sei ein Routinevorgang. Der Hannoveraner habe Anzeige wegen «aller in Betracht kommenden Straftaten» gegen Steenblock, Ministerpräsidentin Heide Simonis und Bundesumweltminister Jürgen Trittin erstattet. Die am Sonntag vom CDU-Kreisverband Nordfriesland angekündigte Strafanzeige gegen Steenblock wegen fahrlässiger Gefährdung schutzbedürftiger Gebiete und schwerer Umweltgefährdung sei bei der Staatsanwaltschaft noch nicht eingetroffen, sagte Wick.

Die Umweltorganisation WWF stellte nach Angaben eines Sprechers bei der Staatsanwaltschaft in Hamburg Strafanzeige wegen Gewässerverschmutzung, Bodenverunreinigung und der Tötung von geschützten Tieren im Nationalpark. Die Anzeige richte sich gegen Unbekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Löscharbeiten dauern möglicherweise bis Dienstag
Monday, 16. November 1998 - 06:35:12
Kiel - Die Löscharbeiten auf dem vor Amrum gestrandeten Holz-Frachter «Pallas» werden voraussichtlich bis Dienstag dauern. In zwei der sieben Frachträume herrscht noch starke Glut, da sich die Holzladung aus der Verankerung gelöst habe und auf dem hineingepumpten Löschwasser schwimmt. In zwei großen Laderäumen sind die Brände nahezu gelöscht.
Die niederländischen Spezialisten pumpen seit Sonntag nachmittag auch in den letzten der sieben Laderäume Wasser ein. Ministerpräsidentin Heide Simonis besichtigte von einem Schiff der Wasserschutzpolizei aus das Wrack. Seit Sonntag vormittag ist eine um die «Pallas» herum liegende Ölsperre komplettiert. Drei Ölbekämpfungsschiffe nahmen den Teil des Öl auf, der unter der schwimmenden Barriere hinweg nach außen gelangte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nach Untergang von Fähre 50 Menschen vermißt
Monday, 16. November 1998 - 06:34:46
Jakarta - Nach dem Untergang einer Fähre hat die Polizei auf der indonesischen Insel Sulawesi rund 50 Menschen als vermißt gemeldet. An Bord des Schiffes waren etwa 160 Menschen. Auf der Fahrt von Bajoe nach Kolaka sank die Fähre am Freitag abend vor der Küste Sulawesis. 110 Menschen konnten von anderen Schiffen gerettet werden, darunter ein österreichischer Tourist. Die Ursache des Unglücks war offenbar ein Maschinenschaden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Unbemannter Trimaran: Verkehrsminister stoppt die "RelationShip"
Saturday, 14. November 1998 - 06:43:49

FURTWANGEN. Der Bundesverkehrsminister hat den Trimaran der FH Furtwangen „RelationShip" gestoppt: Die Kollisionsverhütungsregeln (KVR) und das internationale Seerecht ließen keine Fahrt ohne Begleitschiff zu, heißt es in einem Fax an die Wissenschaftler.
Ausführlicher Bericht siehe unten
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Ferngesteuerter Trimaran "Relationship" darf nicht auf die Meere
Projekt der Fachhochschule Furtwangen kostete eine Million Mark Friday, 13. November 1998 - 18:20:44
Furtwangen - Ein ehrgeiziges Projekt, bei dem zum ersten Mal ein ferngesteuertes Wasserfahrzeug die Erde umrunden sollte, ist vom Scheitern bedroht. Die Fachhochschule Furtwangen im Schwarzwald hat dafür mit einem Aufwand von rund einer Million Mark einen 2,5 Tonnen schweren und elf Meter langen Trimaran gebaut und an die Nordsee verfrachtet, von wo er - mit zwei Mann Besatzung - nach Spanien fuhr. Jetzt untersagte das Bundesverkehrsministerium den Intiatoren, den Trimaran unbemannt auf Weltumsegelung gehen zu lassen. Das Boot, das drei Rümpfe hat, liegt derzeit im spanischen Hafen Bayona.
Von dort aus sollte es ohne Besatzung, aber voll teurer Technik, in See stechen. Die Steuerung und das Setzen und Einholen der Segel sollte per Computer gesteuert und via Internet und Satellit von Furtwangen aus überwacht werden. Die angehenden Techniker der Fachhochschule wollten vor allem zeigen, was mit moderner Kommunikationstechnik alles möglich ist. Zahlreiche Unternehmen wurden als Sponsoren gewonnen, beispielsweise kommt die Deutsche Telekom für die Kosten der Fernsteuerung auf.
Doch die «Landratten» in Baden-Württemberg haben sich in den Wirrnissen des internationalen Seerechts verheddert. «Wir haben einen Erlaß auf dem Schreibtisch, der uns verbietet auszulaufen», sagt Rolf Katzsch, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH. Der Trimaran gehört formal der Bundesrepublik, also ist das Bundesverkehrsministerium international für alles verantwortlich, was auf den Weltmeeren mit ihm geschieht.
Kritisch ist vor allem Regel sechs der internationalen Schifffahrtskonvention. Danach muß ein Schiff jederzeit in der Lage sein Schiffbrüchige aufzunehmen. Außerdem muß es jederzeit stoppen können. «Wir können das im Moment noch nicht garantieren», sagt Katzsch.
Bei Tests mit der Fernsteuerung auf der ersten Etappe von Wilhelmshaven nach La Coruna brach zweimal die Verbindung ab. Zu dieser Zeit waren zwei Mann an Bord. Jetzt wollte man ohne Besatzung zunächst den Sprung bis zu den Kanarischen Inseln wagen.
Der Erlaß des Bonner Ministeriums verzögert das Projekt auf jeden Fall bis kommenden Mai. Dann will man für 40.000 Mark ein Begleitboot chartern. Nur unter der Voraussetzung, daß dieses Boot immer an der Seite des Trimarans ist, gibt Bonn wahrscheinlich grünes Licht. Ob die Fahrt dann von den Kanaren aus weitergehen wird, ist aber offen. «Wir hoffen, das Ministerium überzeugen zu können, daß dann kein Begleitboot mehr notwendig ist, weil alles funktioniert», sagt Professor Katzsch.
Mehr als eine Hoffnung ist das allerdings nicht. Im Schwarzwald hadert man mit der Starrheit der internationalen Regeln. «Irgendwie betreten wir ja Neuland. Und dafür müssen offenbar die Regeln erst noch geändert werden», sagt Katzsch. Eine Begleitung per Beiboot rund um die Erde können die Furtwanger weder bezahlen, noch erscheint sie ihnen sinnvoll. «Dann wäre der ganze Sinn des Projekts nicht mehr erfüllt», sagt Professor Werner Ruoß. «Wir haben sämtliche technischen Probleme gelöst, aber die Sache mit dem Seerecht haben wir nur zweitrangig behandelt», gesteht er ein. Das könnte sich als verhängnisvolles Versäumnis erweisen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Löscharbeiten auf «Pallas» sollen Freitag beginnen
Wrack wird mit Meerwasser gekühlt
Friday, 13. November 1998 - 18:23:12
Kiel - Die Vorbereitungen zur Löschung des Brands auf dem Holzfrachter «Pallas» sind am Freitag fortgesetzt worden. Wie die Sprecherin des Umweltministeriums, Claudia Sieg, mitteilte, sind die Brandbekämpfungsexperten am Morgen erneut an Bord gegangen. Allerdings konnte der Hubschrauber, der die letzten Geräte an Bord bringen sollte, zunächst wegen Nebels nicht starten. Nach Angaben der Einsatzleitstelle in Husum hat das Feuerlöschschiff «Kiel» das Wrack mit Meerwasser gekühlt. Unterdessen erhöht sich die Zahl Vögel, die der Ölpest bei den nordfriesischen Inseln zum Opfer fallen.

Detlev Hansen vom Nationalparkamt schleswig-holsteinisches Wattenmeer sprach von «trauriger Routine». Mit jeder Welle würden neue ölverschmierte Vögel angeschwemmt. Rund 1.600 wurden bisher entweder tot gefunden oder mußten getötet werden. Rund 20.000 ölverschmierte Vögel sind gesichtet worden. Wie Hansen weiter mitteilte, ist eine «relative Entspannung» an den Stränden eingetreten. Für Freitag erwartete er aufgrund der ruhigen Wetterlage «keine deutliche Verschlechterung».

Die Bekämpfung des Schwelbrands an Bord der «Pallas» ist Voraussetzung dafür, daß das Öl abgepumpt werden kann. An Bord befanden sich 600 Tonnen Schweröl und rund 150.000 Liter Dieselöl. Mit dem Abpumpen des Öls aus dem Havaristen kann nach Angaben des Umweltministerium voraussichtlich erst Mitte nächster Woche begonnen werden. Die angeforderte Hubinsel «Barbara» werde im Hafen von Rotterdam ausgerüstet und könne vermutlich ab Samstag in die Nordsee geschleppt werden. Bei der «Pallas» soll die Hubinsel am Montag eintreffen. Zwei weitere Tage werden nach Angaben des Umweltministeriums gebraucht, um die Plattform einsatzbereit zu machen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Ostsee: "Estonia"-Opfer sollen geborgen werden
Friday, 13. November 1998 - 06:30:57

STOCKHOLM. Über als vier Jahre nach der "Estonia"-Katastrophe sollen Hunderte Opfer doch noch aus dem Wrack geborgen werden. Eine von der schwedischen Regierung eingesetzte "Analysegruppe" sprach sich dafür aus, möglichst viele der 757 Vermißten aus der in 80 Meter Tiefe liegenden Fähre zu bergen. Wenige Monate nach der Katastrophe vom 28. September 1994, bei der 852 Reisende umkamen, hatte der Reichstag das Wrack zur Grabstätte erklärt und jeden Bergungsversuch untersagt. Experten schätzen, daß maximal etwa 300 Tote geborgen werden könnten, die in die Gemeinschaftsräume geflüchtet waren. Das Wrack liegt auf der Steuerbordseite, an die dort Eingeschlossen kommen Taucher nicht heran. Die endgültige Entscheidung über die Bergung fällt im Januar oder Februar.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit, News, Vordrucke für Hochseesegler

Britische Marine rettet 36 Fischer aus Seenot
Thursday, 12. November 1998 - 06:29:01
Managua - Ein Schiff der britischen Kriegsmarine hat auf dem Weg ins mittelamerikanische Katastrophengebiet 26 nicaraguanische Fischer aus Seenot gerettet. Die Seeleute wurden am Dienstag aus dem Meer gefischt, nachdem ihr Boot gekentert war. Der Hubschrauberträger «Ocean», der bei den Rettungsarbeiten in Nicaragua und Honduras helfen soll, brachte die Fischer sicher an Land. Weil Erdrutsche und Überschwemmungen im Gefolge des Hurrikans «Mitch» viele Straßen und Brücken zerstört haben, werden vor allem Hubschrauber gebraucht, um die Menschen in abgeschnittenen Landesteilen versorgen zu können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Ölplattform nach Sturm evakuiert, Boote in Seenot
Wednesday, 11. November 1998 - 06:30:01

SHETLANDS. Die schottische Coast Guard hat 30 Arbeiter einer im Sturm beschädigten Ölplattform in der Nähe der Shetland-Inseln gerettet. Die übrigen 45 Mann blieben an Bord, um den Schaden zu untersuchen. Die Produktion wurde eingestellt. Vor der Küste von Stornoway wurde die fünfköpfige Crew eines Fischerboots aus Seenot gerettet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Nordsee: Auf der „Pallas" wird endlich gelöscht
Wednesday, 11. November 1998 - 06:30:36

AMRUM. Die Bergung des vor Amrum gestrandeten Frachters "Pallas" soll mit Hochdruck vorangetrieben werden. Am Mittwoch werde mit den Löscharbeiten auf dem Schiff begonnen, wenn es das Wetter zulasse, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums in Kiel, Claudia Sieg. Die holländische Bergungsfirma Wejsmuller hat Experten zur Brandbekämpfung entsandt. Unterdessen wurden erneut Tausende ölverschmierter Vögel an die Strände von Amrum und Föhr gespült. Umweltverbände kritisierten das Vorgehen der Behörden. Am Mittag lief ein Landungsboot mit drei Tonnen Geräten aus Husum aus. Das schwere Löschgerät werde mit Lasthubschraubern der Marine direkt an Bord der "Pallas" geflogen. Auch fünf Brandbekämpfungsspezialisten der Bergungsfirma werden mit dem Hubschrauber von Amrum aus eingeflogen. Pro Tag kostet die Brandbekämpfung 8 000 Dollar, die Bereitschaft 6 600 Dollar. Hinzu kommen die Kosten für die Transporte und Hubschrauberflüge.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Newsdienst für Hochseesegler

Angler bekamen Motor ihres Bootes nicht mehr in Gang - Großangelegte Suchaktion
Monday, 9. November 1998 - 21:10:00
Wismar - Unfreiwillig haben zwei Sportfischer in ihrem kleinen Motorboot die Nacht zum Montag auf offener See vor der Ostseeinsel Poel bei Wismar verbracht. Die beiden waren nach Angaben der Wasserschutzpolizei Wismar am Sonntag morgen zu einem Angelausflug gestartet und bekamen nachmittags ihren Motor nicht mehr in Gang. Ein Funkgerät hatten sie nicht an Bord.
Zunächst versuchten sie zurückzurudern. Das mißlang jedoch wegen des ablandigen Windes. Schließlich warfen die beiden Anker und warteten auf Rettung.
Derweil hatten die Ehefrauen ihre Männer als vermißt gemeldet. Eine Suchakton dauerte die ganze Nacht über an. Am Montag bei Morgengrauen wurden die leicht unterkühlten Männer entdeckt, ein Rettungsboot schleppte ihr Boot zur Küste. An der Suche waren unter anderem sieben Boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger beteiligt, ferner ein Flugzeug und ein Hubschrauber der Marine.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Karibik: Suche nach Windjammer „Fantome" aufgegeben
Monday, 9. November 1998 - 06:11:33

MIAMI. Die Suche nach dem im Hurrikan „Mitch" vermißten Windjammer „Fantome" wurde aufgeben. Nur sieben Schwimmwesten, zwei Rettungsinseln sowie Trümmer wurden gefunden - von den 31 Crewmitgliedern fehlt bislang jede Spur. Der 92 Meter lange Viermast-Schoner war am 25. Oktober in Omoa/Honduras in Richtung Belize City gestartet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Story und Bild bei Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Wracks von Piratenschiffen aus dem 17. Jahrhundert entdeckt
Sunday, 8. November 1998 - 17:36:24
Las Aves/Venezuela - Vor der Küste Venezuelas haben Wissenschaftler die Überreste einer Flotte von Piratenschiffen und französischen Kriegsschiffen entdeckt, die vor drei Jahrhunderten gesunken sind. Zu den Fundstücken zählen unter anderem Bronzekanonen, ein 2,3 t schwerer Anker sowie Pistolen, Schwerter und Münzen. Während einer am Donnerstag beendeten, zweiwöchigen Expedition fanden die Taucher in ein bis sieben Meter Wassertiefe insgesamt neun Wracks. Darunter befinden sich offenbar auch das zweite und dritte jemals entdeckte Piratenschiff, erklärte Projektleiter Barry Clifford in Las Aves. Die Wracks seien unberührt, das Holz der Schiffe habe sich allerdings aufgelöst.
Sie zählten zu einer Flotte von 35 Schiffen mit 6.000 Mann Besatzung, die im Mai 1678 die damals niederländische Insel Curacao überfallen wollten. Die Flotte lief jedoch auf ein Korallenriff vor den Las-Aves-Inseln auf. Bis zu 18 Schiffe sanken, 500 Menschen ertranken, und weitere tausend starben an Hunger und Krankheiten auf Las Aves. 1.500 Mann wurden dort drei Monate später von den Franzosen gerettet. Die Piraten sind vermutlich als Söldner angeheuert worden, um bei der Invasion Curacaos zu helfen. Im Riff haben die Schiffe Schleifspuren hinterlassen, die noch heute zu sehen seien.
Die Forscher, die nichts aus den Wracks entfernten, wollen sich bei der venezolanischen Regierung dafür einsetzen, daß die Fundstätte zum Unterwassermuseum erklärt wird. Mindestens eine Gruppe Schatzsucher aus Florida hat jedoch schon die Erlaubnis erhalten, Objekte zu bergen und zu verkaufen. «Das wäre eine Schande», erklärte Clifford. Damit würde auch das Korallenriff zerstört. Clifford stammt aus dem US-Staat Massachusetts. Zu den Tauchern zählte auch Maxwell Kennedy, Sohn des ermordeten US-Politikers Robert F. Kennedy.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Situation eskaliert - „Pallas" verlor zehn Tonnen Öl
Sunday, 8. November 1998 - 11:47:23
AMRUM. Aus dem immer brennenden Holz-Frachter „Pallas", der vor Amrum gestrandet ist, flossen rund zehn Tonnen Öl aus. Außerdem hat sich vermutlich Schweröl entzündet: Schwarzer Rauch steigt auf. Ein Ölteppich von zehn sm Länge und mehreren hundert Metern Breite hat sich gebildet. Vier Schiffe zur Ölbekämpfung, „Westensee", „Mellum", „Knechtsand" und „Norderhever", sind im Einsatz. Südlich von Wyk auf Föhr sind in einem Priel Verschmutzungen entdeckt worden. Vorsorglich wurden zum Schutz der Strände an Küste und Inseln Einsatzmannschaften in Bereitschaft versetzt, teilte die Einsatzleitgruppe der fünf Küstenländer mit.
Die Bergung ist nicht mehr möglich, weil die Gefahr besteht, daß das Schiff bei weiteren Schleppversuchen auseinanderbrechen könnte. Eine Entscheidung, wie die 600 Tonnen Schweröl und etwa 150 Kubikmeter Dieselöl entsorgt werden können, wurde noch nicht getroffen. Möglicherweise wirde dazu eine Hubinsel, eine Plattform auf Stelzen, aus Rotterdam angefordert. Die Umweltstiftung WWF befürchtet, daß auslaufendes Öl Zehntausende von Trauerenten und die einzige Kolonie von Kegelrobben gefährde.
Der WWF wie auch die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) bekräftigten am Samstag ihre Forderung, zur Vorbeugung solcher Unfälle müßten künftig starke Schlepper in der deutschen Bucht bereitstehen. Weil Schiffe versichert und Schleppmanöver teuer sind, wird oft bis zuletzt gewartet, bis Schlepphilfe angefordert wird. Meist sind Schlepper kurz nach dem Notruf in der Nähe des Havaristen, doch müssen sie ebenso wie der Kapitän warten, bis die Reederei eine Entscheidung trifft. Oder auch nicht. Im Falle der „Pallas" allerdings behinderten der Brand und stürmische See eine Bergung: Immer wieder rissen Trossen, slipte der Anker.
Der Driftweg der Pallas zwischen dem 25. und 29. Oktober 1998 (nach REINCKE, 1999)

Nr. Datum Uhrzeit (UTC) Position Ereignis
1   25.10.1998 18:20 55° 15,4‘ N, 006° 05,5‘ E Pallas meldet starke Rauchbildung, steuert
Richtung Esbjerg
2   25.10.1998 18:29 55° 15,4‘ N,  006° 55,5‘ E Pallas meldet zunehmende Rauchentwick-lung
3   25.10.1998 19:52 55° 20‘ N,    007° 35,7‘ E Positionsmeldung Pallas
4   26.10.1998 01:15 55° 21,5‘ N,  007° 53,5‘ E 4 Mann an Bord der Nordsjøen genommen
5   26.10.1998 06:37 55° 12,5‘ N,  007° 51,2‘ E Position der Pallas
6   26.10.1998 07:19 55° 12,15‘ N, 007° 56,7‘ E Meldung an ZMK: Pallas treibt in Richtung
Sylt
7   26.10.1998 10:44 55° 07,52‘ N, 007° 54,2‘ E Helikopter-Meldung: Pallas dreht auf Ost-kurs
8   26.10.1998 12:43 55° 05,5‘ N,  007° 57‘ E Helikopter Positionsmeldung der Pallas
9   26.10.1998 20:55 54° 55,9‘ N,  008° 03,2‘ E Position der Pallas
10  27.10.1998 08:28 54° 35,9‘ N,  007° 47,1‘ N Oceanic erreicht den Schleppzug Pal-las/
Mellum
11  27.10.1998 12:00 54° 30,6‘ N,  007° 52,1‘ E Position der Pallas
12  27.10.1998 13:40 54° 31,3‘ N,  007° 59,6‘ E Position der Pallas
13  27.10.1998 15:00 54° 32,2‘ N,  008° 01,5‘ E Position der Pallas
14  27.10.1998 16:00 54° 33,4‘ N,  008° 05,6‘ E Position der Pallas
15  28.10.1998 12:15 54° 34,4‘ N,  008° 09,2‘ E Position der Pallas
16  29.10.1998 04:15 54° 32,9‘ N,  008° 15,3‘ E Pallas treibt mit ca. 0,5 Knoten
17  29.10.1998 07:50 54° 33,1‘ N,  008° 15,9‘ E Pallas befindet sich landseits der 5-Meter-Tiefenlinie,
hat keine ausreichende Wasser-tiefe
mehr
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Bei Amrum gestrandeter Frachter «Pallas» verliert Öl
Saturday, 31. October 1998 - 06:54:06
Hannover. Der Frachter «Pallas», dessen Holzladung fünf Tage zuvor in Brand geraten war, ist am Freitag morgen nahe der nordfriesischen Insel Amrum gestrandet. Das Schiff ist fünf Seemeilen südwestlich der Insel auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Wegen des Schiffsunglücks und des austretenden Öls wurde am Freitag in Cuxhaven ein Einsatzstab des Bundes und der Küstenländer eingerichtet. Bis dahin waren etwa 500 Liter Öl aus dem Schiff ausgelaufen. Das Feuer auf dem von seiner Besatzung verlassenen 12.000-Bruttoregistertonnen-Frachter ist aber inzwischen erloschen.
Die «Pallas» hatte 600 Tonnen Schwer- und 150 Tonnen Dieselöl an Bord. Falls das Schiff größere Mengen Öl verlieren sollte, besteht die Gefahr, dass dieses von den nordwestlichen Winden in das Wattenmeer und an die schleswig-holsteinische Küste getrieben wird.
Zur Zeit ist wegen des hohen Seegangs eine Bergung des Frachters nicht möglich: Das Schiff liegt in flachem Wasser, das für Hochseeschlepper nicht zugänglich ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Wal-Tragödie in neuseeländischer Bucht
288 Grindwale verendet - «Eines der größten Massensterben»
Thursday, 29. October 1998 - 19:21:34
Wellington. In einer entlegenen Bucht in Neuseeland hat sich eine der bislang größten Wal-Tragödien abgespielt: 288 Grindwale strandeten und verendeten am Donnerstag in dem seichten Wasser der Doughboy Bay auf der Stewart-Insel. Die Naturschutzbehörde Southland ließ 42 Tieren den Gnadenschuß geben, weil sie nicht mehr ins offene Meer gezogen werden konnten und deutlich unter dem Tod ihrer Artgenossen litten. «Es war besser, sie aus ihrem Leid zu erlösen», sagte Behördensprecher Lou Sanson.

Das ist eine der weltweit größten Massenstrandungen und eine traurige Arbeit für die Mitarbeiter. Aber es ist auch ein völlig natürliches Ereignis, wie es seit Jahrtausenden vorkommt.
Grindwale können bis zu 6 1/2 Meter lang werden und ziehen in großen Herden mit mehreren hundert Tieren durch den Pazifik. Oft stranden große Gruppen, zuletzt 206 an der Küste der zu Australien gehörenden Insel Tasmanien am 17. Oktober. Auf der Great-Barrier-Insel in der Nähe der neuseeländischen Stadt Auckland verendeten in den 80er Jahren 450 Wale. Die Wissenschaftler rätseln seit Jahren darüber, warum es immer wieder zu solchen Massenstrandungen kommt. Eine Theorie lautet, daß zunächst nur ein Tier bei der Jagd dem Strand zu nahe kommt und mit seinen Hilfeschreien die anderen Wale seiner Herde ins Verderben lockt.

Die Tragödie soll für die Forschung genutzt werden. Den verendeten Walen wurden Gewebeproben entnommen. Da die Bucht in großer Abgeschiedenheit liegt, kann man die Kadaver dem Lauf der Natur überlassen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Herbststürme toben über Europa: Sturmflutgefahr an der Küste
Wednesday, 28. October 1998 - 19:08:11
Frankfurt/Main. In der Nacht zum Mittwoch richteten sintflutartige Regenfälle und Orkanböen vor allem in Norddeutschland Schäden in Millionenhöhe an.
Auch am Donnerstag ist keine Wetterbesserung in Sicht. Für die Nordseeküste besteht laut Deutschem Wetterdienst in Offenbach Sturmflutgefahr. Extrem starker Regen und heftige Böen überziehen auch die Niederlande.
Flüsse führen Hochwasser
In der stürmischen Nordsee behinderte das schlechte Wetter die Bergung des Frachters «Pallas» wenige Seemeilen vor Amrum. Auf dem 147-Meter-Schiff war am Montag ein Feuer ausgebrochen, der Schwelbrand der Holzladung war auch am Mittwoch noch nicht gelöscht. Durch den anhaltenden Regen kam es im Harz zu erhöhten Wasserständen von Bode und Ilse. Feuerwehr und Sicherheitskräfte waren vor Ort, um die Dammkronen mit Sandsäcken zu verstärken. Etliche Straßen waren vom Hochwasser überflutet und mußten für den Verkehr gesperrt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Mindestens 60 Hindu-Pilger nach Bootsunglück vermißt
Tuesday, 27. October 1998 - 13:56:33
Gauhati. Ein schweres Unglück hat das diesjährige Hindu-Ritual auf dem indischen Fluß Brahmaputra überschattet. Nach Abschluß der traditionellen Veranstaltung stießen zwei Boote mit Pilgern auf dem Fluß zusammen. Nach Angaben der Polizei wurden danach 60 Menschen vermißt. Vermutlich sind sie ertrunken. Bei dem Ritual in Gauhati, der Hauptstadt des Unionsstaats Assam, wird der als heilig geltende Brahmaputra mit Blumen und schwimmenden Ölkerzen geehrt. Die verunglückten Pilger kamen aus dem benachbarten Unionsstaat Bihar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Matrose starb bei Schiffsbrand
Tuesday, 27. October 1998 - 06:26:15

ESBJERG. Ein 48jähriger Matrose ist am bei einem Schiffsbrand vor der dänischen Nordseeküste bei Esbjerg ums Leben gekommen. Alle anderen Besatzungsmitglieder des Frachters „Pallas" überlebten die gefährliche Rettungsaktion in bis zu sechs Meter hohen Seen. der 48jährige ware gegen die Bordwand geschleudert worden. Fünf Crewmitglieder wurden zum Teil schwer verletzt. Das 10 000 BRT große Schiff mit einer Holzladung für Casablanca war nachts in Brand geraten. Nachdem alle Löschversuche gescheitert und die Rettungsboote in schwerer See gekentert waren, sprang die Crew ins Wasser. Sie wurden von den Besatzungen eines dänischen und eines deutschen Rettungshelikopters aus der tobenden See geborgen. Auch der Rettungskreuzer „Nordsö" war im Einsatz. Das brennende Schiff trieb in Richtung deutsche Küste. Ein weiterer Frachter mußte wegen erheblicher Schäden am Bug und an der Brücke den Hafen von Esbjerg anlaufen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Interessante Links:

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Altavista] [Yahoo] [DINO] [Web.de] [Lycos] [Fireball] [Crawler.de] [Aladin] [Belnet] [Excite] [Netguide] [Hotbot] Red Line
Page by Peter O.Walter, SY ESYS
Kontakt
URL of this Page is: http://www.esys.org/news/sos_9811.html