
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv November 98
Last update: Sunday, 6. December 1998 - 20:04:42
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Nordsee: „Pallas" brennt wieder
Monday, 30. November 1998 - 06:11:37
AMRUM. Kein Ende der Bergungsarbeiten an der „Pallas" in Sicht:
schlechtes Wetter behindert die Arbeiten, aus einer Ladeluke dringt seit
mehreren Tagen wieder Qualm. Im Wrack sind vermutlich alle
Doppelboden-Tanks beschädigt. Die Bergungscrew geht davon aus,
daß deshalb Scherwöl auch in mehrere Laderäume geflossen
ist. Weil ein Teil des Wracks geflutet sei und verbogene Stahlteile den
Tauchern den Zugang erschwerten, gehe das Abpumpen des
zähflüssigen, teerähnlichen Treibstoffes nur mühsam
voran, so das Umweltministerium. Am Samstag wurden wieder leichte
Ölverschmutzungen von der Insel Föhr gemeldet. Der Ölpest
sind inzwischen mehr als 10 000 Vögel zum Opfer gefallen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Atlantik: Britische ARC-Yacht aufgegeben - Crew überlebte
Sunday, 29. November 1998 - 07:16:10
LAS PALMAS. Zwei Tage nach Beginn der Atlantic Rally for
Cruisers (ARC) von Las Palmas/Gran Canaria nach
St.Lucia/Karibik mußte die britische Yacht "Harlekin" nach
Wassereinbruch aufgegeben werden. Skipperin Claire Macfarlane und ihre Crew
wurden von einem Frachter vor der Küste Mauretaniens geborgen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Atlantik: 25 illegale Einwanderer vor Gibraltar ertrunken?
Sunday, 29. November 1998 - 07:15:04
CADIZ. Beim Untergang eines Bootes mit illegalen Einwanderern aus Marokko sind vor Gibraltar
möglicherweise 25 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Überlebende und eine
Leiche wurde bislang geborgen. 27 Menschen waren an
Bord.
Die Marokkaner sollen am Mittwoch in Tanger abgefahren
sein. Eswird vermutet, daß das seeuntüchtige Boot
bei starkem Seegang kenterte.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Arbeiten auf der «Pallas» laufen auf Hochtouren
Saturday, 28. November 1998 - 16:10:23
Kiel - Bei ruhigem Wetter sind die Arbeiten an dem vor Amrum
gestrandeten Holzfrachter «Pallas» am Samstag auf Hochtouren
weitergegangen. «Es soll zwar aufbrisen auf Windstärke sechs», die so
entstehenden Wellen von etwa einem Meter Höhe hätten aber keine
Bedeutung für die weiteren Arbeiten, die planmäßig verliefen.
Die «Pallas» wird als stabil beschrieben und, die Gefahr, daß der Frachter auseinanderbreche, sei nicht weiter gestiegen. Auch sei kein weiteres Öl ausgelaufen. Allerdings berichtete das Kieler Umweltministerium am Samstag von neuen «sehr geringen Ölanlandungen» auf der Insel Föhr, die am Montag beseitigt werden sollten.
Im Wrack lagern anscheinend noch rund 500 Tonnen Schwer- und Dieselöl. Bislang seien 102,4 Tonnen Schweröl geborgen worden. Grund für den nur langsamen Fortschritt der Abpumparbeiten sei die mögliche Beschädigung aller Doppelbodentanks. Erhebliche Ölmengen seien deshalb in die benachbarten Laderäume ausgelaufen -diese seien aber schwerer zu erreichen. Bislang liefen nach offizieller Darstellung rund 50 Tonnen Öl aus dem 147 Meter langen Schiff. Die Zahl der im Öl verendeten oder getöteten Vögel gab das Ministerium mit 10.100 an.
Am Samstag morgen machte zunächst das Schiff «Renate» an der Unglücksstelle fest. Im Laufe des Tages sollten die von ihr transportierten Stahlrohre ausgebracht werden: Sechs lange Pfähle werden dabei in den Meeresgrund gerammt, um die Hubinsel «Barbara» zu schützen, falls das Wrack umkippt. Ein erster Versuch, die Rohre zur «Barbara» zu bringen, war am Donnerstag am hohen Wellengang gescheitert. Außerdem würden im Laufe des Tages sogenannte Fender an der Barbara festgemacht, um anlegende Schiffe zu schützen, sagte Oelerich.
Der Bundeswehr-Hubschrauber, der am Vortag wegen schlechter
Sicht abdrehen mußte, bevor er einen Generator von einem
Lukendeckel abtransportieren konnte, konnte auch am Samstag seinen
Auftrag nicht ausführen. Es herrschte nach Oelerichs Angaben
Seenebel mit Sichtweiten von etwa 50 Metern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Atlantik: Käptn von Billigflaggenfrachter bewußtlos -
hilflose Crew
Friday, 27. November 1998 - 06:13:13
BREST. Stramme Leistung: Mit ihrem bewußtlosen
Kapitän trieb eine völlig hilflose Crew auf ihrem
Billigflaggenfrachter "Atlantic River" (Zypern) im Atlantik - unfähig,
beim Notruf eine Position anzugeben oder gar das Schiff zu steuern. Ein
französischer Hubschrauber entdeckte den Frachter etwa 55 sm vor Brest
und winschte einen Doc ab. Der Kapitän litt an
Vergiftungserscheinungen und wurde in ein Krankenhaus geflogen. Das Schiff
wurde nach Brest geschleppt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Nordsee: Stahlrohre sollen die "Pallas" vor dem Versinken bewahren
Thursday, 26. November 1998 - 21:12:24
AMRUM. 24 Meter lange Stahlrohre im Meersboden sollen ein Versinken
der "Pallas" im Sand oder eine Verlagerung gegen die Hubinsel
"Barbara" verhindern. Neues Öl ist nicht ausgetreten. Inzwischen sind
rund 10 000 verölte Vögel tot
gefunden oder getötet worden. Aus dem Wrack sind bisher etwa 75
Tonnen Öl abgepumpt worden. Der Frachter hatte vor seiner Havarie rund
650 Tonnen Schwer- und Dieselöl an Bord. Etwa 50 Tonnen
liefen in die Nordsee.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Mittelmeer: Kein Ende des Flüchtlingsdramas in Sicht
Thursday, 26. November 1998 - 21:12:08
PALERMO. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer geht
unverändert weiter. Jetzt starben drei Menschen beim Versuch, nach
Italien zu gelangen. Vor Sizilien wurden zwei kurdische Schiffbrüchige
tot geborgen. Ihr Schiff wird seit Mittwoch vermißt. An der Insel
Pantelleria wurde ein junger Nordafrikaner wurde von der Brandung gegen die
Klippen geschleudert und tödlich verletzt: Die Crew eines
Flüchtlingsschiffes hatte ihn gemeinsam mit elf anderen Marokkanern
und Tunesiern vor der Insel gezwungen, über Bord zu springen. An der
süditalienischen Adria-Küste wurden etwa 500 Flüchtlinge
aufgegriffen, darunter 120 Kinder.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Russischer Eisbrecher steckt fest
Thursday, 26. November 1998 - 18:12:39
Moskau - Der atomgetriebene russische Eisbrecher «Sowjetski
Sojus» steckt im Nordmeer fest und hat es noch nicht geschafft,
einem finnischen Tanker den Weg durch das Eis zur Halbinsel
Tschukotka zu bahnen. Die 13.000 Tonnen Dieseltreibstoff an Bord
der «Uikku» werden in der abgelegenen Region dringend zum Antrieb
der Generatoren und des Kraftwerks gebraucht. Der Tanker hätte schon in der
vergangenen Woche im Hafen von Pewek eintreffen sollen. Schlechtes
Wetter und dickes Eis verhinderten dies aber bisher.
Seit zwei
Tagen versucht die «Sowjetski Sojus» nun schon vergeblich, dem
Tanker einen Kanal durchs Eis zu brechen. Die Finanzkrise Rußlands
hat dazu geführt, daß viele abgelegene Regionen in diesem Jahr
bislang nicht alle notwendigen Vorräte für den Winter erhalten
haben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kleine Zwischenfälle bei «Pallas»-Bergung
Thursday, 25. November 1998 - 18:12:22
Kiel - Bei den Bergungsarbeiten auf der «Pallas» hat es
erneut kleine Zwischenfälle gegeben. Am Mittwoch wurde in einem Laderaum des
vor Amrum gestrandeten Frachters eine leichte Qualmentwicklung
festgestellt. Sie soll untersucht und bei Bedarf gelöscht werden.
Die Brandbekämpfung galt seit Sonntag als abgeschlossen. Zudem hat
sich der Bug des Frachters geringfügig abgesenkt. Eine dadurch
entstandene «Beule» zwischen zwei Laderäumen stellt aber offensichtlich keine
akute Gefährdung dar, so das Ministerium.
Die Arbeiten laufen ansonsten planmäßig weiter. Seit Freitag wird Öl aus dem
Rumpf der «Pallas» in die benachbarte Hubinsel «Barbara» gepumpt.
Aktuelle Angaben über die Menge konnten am Mittwoch nicht
gemachet werden. Am Vortag waren 48 Tonnen abgepumpt. Rund 550 Tonnen
Schweröl werden noch in den Tanks des Wracks vermutet. Neues Öl ist
nach Angaben des Ministeriums nicht ausgetreten. An den Stränden
der nordfriesischen Inseln werden aber immer noch ölverschmierte
Vögel angetrieben. Die Zahl der verendeten Tiere hat sich fast vier
Wochen nach der Strandung der «Pallas» auf rund 9.600 erhöht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Greenpeace protestiert gegen Waljagd
Wednesday, 25. November 1998 - 18:07:56
Bonn - Mit einer 15 Meter langen Attrappe eines blutenden
Wals haben Mitglieder der Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch
vor der japanischen Botschaft in Bonn gegen den geplanten Abschuß
von 440 Minkewalen im Schutzgebiet um die Antarktis protestiert.
Auf Plakaten und in einem für den japanischen Botschafter Tatsuo
Arima bestimmten Protestbrief forderten die Umweltschützer, die aus
fünf Schiffen bestehende Walfangflotte zurückzurufen und auf das
Abschlachten dieser größten Säugetiere der Erde zu verzichten.
Laut Greenpeace hat ein Brand auf dem Mutterschiff «Nisshin
Maru» den Beginn der Walfangaktion zunächst verzögert. Nach Angaben
der Organisation will die Flotte bei ihrer Rückkehr im Frühjahr
rund 2.000 Tonnen Walfleisch mit einem Marktwert von etwa 50
Millionen US-Dollar an Bord haben.
Die japanische Regierung hat den Walfang mit wissenschaftlichen
Erfordernissen begründet und nutzt damit eine Ausnahmebestimmung
der seit zwölf Jahren geltenden Vereinbarungen über das
internationale Walfangverbot. Tatsächlich landet das Walfleisch
nach Erkenntnissen von Greenpeace aber in den Töpfen japanischer
Spezialitätenrestaurants. Außer Japan hält sich auch Norwegen
nicht an das Verbot.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Lage auf der «Pallas» entspannt sich langsam
Tuesday, 24. November 1998 - 06:13:35
Kiel - Die Situation auf dem vor Amrum gestrandeten Frachter
«Pallas» beginnt sich zu
entspannen. Der Leiter des Krisenzentrums, Dieter Kesting, sagte am
Montag, nach dem Löschen des Feuers am Wochenende sei die Gefahr
der Wiederentzündung gering. Es sei kein neues Öl aus dem Wrack
ausgetreten. Die Arbeiten der
Bergungsfirma schreiten «planmäßig» voran. Das Abpumpen des Öls aus dem Wrack
wurde am Montag fortgesetzt.
Auf der Insel Föhr sind geringe Mengen Öl angeschwemmt worden,
bei allen anderen nordfriesischen Inseln seien keine neuen
Ölanlandungen entdeckt worden. Nach neuesten
Zählungen sind seit dem Stranden der «Pallas» vor dreieinhalb
Wochen rund 8.800 Vögel verendet oder getötet worden. Darüber
hinaus wurden im nordfriesischen Wattenmeer noch mehrere tausend
ölverschmierte Tiere gesichtet.
Bisher sind über 18 Tonnen
Öl und mehr als 30 Tonnen Öl-Wasser-Gemisch aus dem Wrack auf die
Hubinsel «Barbara» gepumpt worden. Die Plattform kann bis zu 600 Kubikmeter aufnehmen. Nach Angaben von Kesting
wird das Öl aus zwei hinteren Öltanks durch Lüftungsschächte
abgepumpt. Wenn das Schiff ausgekühlt sei, könne mit dem Abpumpen
direkt aus den Tanks begonnen werden.
Das Wrack hat den Angaben zufolge etwa 580 Tonnen Schwer- und
Dieselöl an Bord. Das Abpumpen wird voraussichtlich mehrere Wochen
dauern. Kesting erläuterte, daß das Öl nach Angaben der
Bergungsexperten eine Temperatur von 40 Grad Celsius haben müsse,
um es abpumpen zu können. Nach Angaben von Kesting lag das Schiff
am Montag stabil.
Die Situation könne sich aber möglicherweise aufgrund der
Wetterverhältnisse ab Donnerstag wieder verschlechtern. Es sei
Windstärke fünf bis sechs vorhergesagt. Für das Pumpen des Öls auf
die Barbara seien solche Starkwindverhältnisse kein Problem. «Fünf
bis sechs Windstärken ist noch kein Sturm», sagte Kesting. Aber die
Ölbekämpfungsschiffe können bei einer Wellenhöhe von mehr als 1,5
Meter kein Öl mehr aufnehmen. Auch ein Auseinanderbrechen des
Wracks bei Sturm könne nicht völlig ausgeschlossen werden, sagte
Kesting.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Greenpeace protestiert gegen Abwracken giftbelasteter Schiffe
Tuesday, 24. November 1998 - 06:17:22
Hamburg - Die Umweltorganisation Greenpeace hat sich am
Montag erneut gegen das Verschrotten giftbelasteter Schiffe aus
Deutschland in Asien gewandt. Mit einer Aktion im Hamburger Hafen,
bei der auf einem Museumsschiff Transparente gezeigt wurden,
protestierten die Umweltschützer gegen das Abwracken des
Containerfrachters «Columbus New Zealand» der Reederei
«Hamburg-Süd» auf einem Verschrottungsplatz im indischen Alang. Das
ARD-Fernsehmagazin «Report» berichtete in einer für den Abend zur
Ausstrahlung vorgesehenen Sendung, die deutsche Beteiligung am
Export asbestverseuchter Schrottschiffe nach Indien sei größer als
bisher angenommen.
Auf der «Columbus New Zealand» hätten sich Asbest, PCB und
giftige Kadmium-, Arsen-, Blei-, Kupfer- und Zinkverbindungen
befunden, erklärte Greenpeace. Exporte solcher Abfälle aus der
Europäischen Union in nicht der Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) angehörende Länder seien seit
dem 1. Januar gemäß der Baseler Konvention verboten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Finnische Fähre gegen Kai geprallt
Sunday, 22. November 1998 - 19:37:36
Helsinki - Eine finnische Fähre mit 2.600 Menschen an Bord
ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Zwischenstopp auf den Aland
Inseln im Baltischen Meer gegen einen Kai geprallt. Verletzt wurde
bei dem Unfall niemand. Die Fähre
«Silja Europa», die sich auf dem Weg von Turku nach Stockholm mit
einem planmäßigen Stopp auf den Aland Inseln befand, sei leicht
beschädigt worden. Zur Zeit des Unglücks seien
Windgeschwindigkeiten von 72 Stundenkilometern gemessen worden. Die
Fähre wurde noch in der Nacht provisorisch
repariert und sollte am Sonntag zu einer Generalüberholung nach
Turku zurückkehren. Die nach Stockholm reisenden Passagiere sollten
mit einer anderen Fähre weiterfahren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
40 russische Fischer von Eisscholle gerettet
Friday, 20. November 1998 - 06:31:01
Moskau - Rund 40 russische Fischer sind am Donnerstag mit
einem Hubschrauber von einer auf die offene See treibenden
Eisscholle geborgen worden. Die Männer hatten in der Nähe von St.
Petersburg an der Küste geangelt, als das Eis abbrach und auf die
Ostsee trieb. Die Behörden schicken Rettungsmannschaften und einen
Hubschrauber. Dieser mußte drei Mal fliegen, um alle Angler zu
retten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tödlicher Bootsunfall auf der Saale
Thursday, 19. November 1998 - 20:27:06
Magdeburg - Beim Unfall eines Arbeitsbootes des Magdeburger
Schiffahrtsamtes am Saalewehr bei Calbe ist am Donnerstag ein
18jähriger ums Leben gekommen. Das Boot war am Morgen bei Arbeiten
am Wehr aus zunächst ungeklärter Ursache in der reißenden Strömung
gekentert und sofort gesunken. Zwei Männer der Besatzung hätten sich selbst ans Ufer retten können. Sie
wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der 18jährige wurde offenbar zwischen Boot und Wehr unter der
Wasseroberfläche eingeklemmt. Bergungsversuche scheiterten bis zum
frühen Abend wegen der widrigen Verhältnisse. Das Wasser der Saale
ist derzeit fünf Grad kalt. Das Opfer hatte keine Überlebenschance gehabt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Hubinsel am Unglücksort eingetroffen - Union und FDP fordern Rücktritt des Kieler Umweltministers
Thursday, 19. November 1998 - 06:18:00
Kiel/Bonn - Aus dem vor Amrum havarierten Holzfrachter
«Pallas» sind wieder größere Mengen Schweröl ausgetreten. Ursache
des erneuten Austritts sei der massive Löscheinsatz, durch den ein
Lukendeckel um einen Meter angehoben worden sind. Zugleich traf sechs Tage nach Beginn der
Löscharbeiten am Unglücksort die niederländische Hubinsel «Barbara»
ein, mit deren Hilfe das Öl aus dem Schiff gepumpt werden soll.
Nach Angaben der Bergungsfirma wird es etwa zwei Tage dauern,
bis die Hubinsel einsatzbereit ist. Voraussetzung für das Abpumpen
des Öls ist das Löschen der Brände in der Holzladung des Wracks.
Die Brandbekämpfung hatte sich in den vergangenen Tagen immer
wieder verzögert, weil das Feuer aufgrund der Winde stets neu
aufgeflammt war. Bis Mittwoch war das Feuer in fünf der sieben
Laderäume gebannt. Noch am Abend sprach die Wasserschutzpolizei von
sehr viel Qualm über dem Frachter. Das Abpumpen des Öls wird
voraussichtlich mehrere Wochen dauern. Die «Pallas» hat etwa 600
Tonnen Schweröl und 150 Tonnen Dieselöl an Bord.
Neue Öl-Anlandungen hat es am
Mittwoch an den Stränden der nordfriesischen Insel nicht gegeben.
Die Zahl der toten ölverschmierten Vögel hat sich jedoch auf 5.600
erhöht. Die Lage der «Pallas» sei
weiter stabil, und auch der Riß in dem Wrack habe sich nicht
vergrößert. Am Abend demonstrierten Bürger auf den Inseln Amrum,
Föhr, Pellworm und Hallig Hooge mit Lichterketten für mehr
Sicherheit an der Küste.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Brandbekämpfung steht vor dem Abschluß
Monday, 16. November 1998 - 18:29:47
Bisher 800 Kubikmeter Öl-Sand-Gemisch gesammelt - Strafanzeigen von Umweltorganisation und CDU-Kreisverband
Die Umweltorganisation WWF stellte nach Angaben eines Sprechers
bei der Staatsanwaltschaft in Hamburg Strafanzeige wegen
Gewässerverschmutzung, Bodenverunreinigung und der Tötung von
geschützten Tieren im Nationalpark. Die Anzeige richte sich gegen
Unbekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Löscharbeiten dauern möglicherweise bis Dienstag
Monday, 16. November 1998 - 06:35:12
Kiel - Die Löscharbeiten auf dem vor Amrum gestrandeten
Holz-Frachter «Pallas» werden voraussichtlich bis Dienstag dauern. In zwei der sieben Frachträume herrscht noch starke Glut,
da sich die Holzladung aus der Verankerung gelöst habe und auf dem
hineingepumpten Löschwasser schwimmt. In zwei großen Laderäumen
sind die Brände nahezu gelöscht.
Die niederländischen Spezialisten pumpen seit Sonntag nachmittag auch in den
letzten der sieben Laderäume Wasser ein. Ministerpräsidentin Heide
Simonis besichtigte von einem Schiff der Wasserschutzpolizei aus
das Wrack. Seit Sonntag vormittag ist eine um die «Pallas» herum
liegende Ölsperre komplettiert. Drei Ölbekämpfungsschiffe nahmen
den Teil des Öl auf, der unter der schwimmenden Barriere hinweg
nach außen gelangte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nach Untergang von Fähre 50 Menschen vermißt
Monday, 16. November 1998 - 06:34:46
Jakarta - Nach dem Untergang einer Fähre hat die Polizei auf
der indonesischen Insel Sulawesi rund 50 Menschen als vermißt
gemeldet. An Bord des Schiffes waren etwa 160 Menschen. Auf der Fahrt von Bajoe nach Kolaka sank die Fähre am Freitag abend vor der Küste Sulawesis. 110
Menschen konnten von anderen Schiffen gerettet
werden, darunter ein österreichischer Tourist. Die Ursache des
Unglücks war offenbar ein Maschinenschaden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Unbemannter Trimaran: Verkehrsminister stoppt die "RelationShip"
Saturday, 14. November 1998 - 06:43:49
FURTWANGEN. Der Bundesverkehrsminister hat den Trimaran der FH
Furtwangen „RelationShip" gestoppt: Die Kollisionsverhütungsregeln
(KVR) und das internationale Seerecht ließen keine Fahrt ohne
Begleitschiff zu, heißt es in einem Fax an die Wissenschaftler.
Ausführlicher Bericht siehe unten
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Ferngesteuerter Trimaran "Relationship" darf nicht auf die Meere
Projekt der Fachhochschule Furtwangen kostete eine Million Mark
Friday, 13. November 1998 - 18:20:44
Furtwangen - Ein ehrgeiziges Projekt, bei dem zum ersten Mal
ein ferngesteuertes Wasserfahrzeug die Erde umrunden sollte, ist
vom Scheitern bedroht. Die Fachhochschule Furtwangen im Schwarzwald
hat dafür mit einem Aufwand von rund einer Million Mark einen 2,5
Tonnen schweren und elf Meter langen Trimaran gebaut und an die
Nordsee verfrachtet, von wo er - mit zwei Mann Besatzung - nach
Spanien fuhr. Jetzt untersagte das Bundesverkehrsministerium den
Intiatoren, den Trimaran unbemannt auf Weltumsegelung gehen zu
lassen. Das Boot, das drei Rümpfe hat, liegt derzeit im spanischen
Hafen Bayona.
Von dort aus sollte es ohne Besatzung, aber voll teurer Technik,
in See stechen. Die Steuerung und das Setzen und Einholen der Segel
sollte per Computer gesteuert und via Internet und Satellit von
Furtwangen aus überwacht werden. Die angehenden Techniker der
Fachhochschule wollten vor allem zeigen, was mit moderner
Kommunikationstechnik alles möglich ist. Zahlreiche Unternehmen
wurden als Sponsoren gewonnen, beispielsweise kommt die Deutsche
Telekom für die Kosten der Fernsteuerung auf.
Doch die «Landratten» in Baden-Württemberg haben sich in den
Wirrnissen des internationalen Seerechts verheddert. «Wir haben
einen Erlaß auf dem Schreibtisch, der uns verbietet auszulaufen»,
sagt Rolf Katzsch, Professor für Wirtschaftsinformatik an der FH.
Der Trimaran gehört formal der Bundesrepublik, also ist das
Bundesverkehrsministerium international für alles verantwortlich,
was auf den Weltmeeren mit ihm geschieht.
Kritisch ist vor allem Regel sechs der internationalen
Schifffahrtskonvention. Danach muß ein Schiff jederzeit in der Lage
sein Schiffbrüchige aufzunehmen. Außerdem muß es jederzeit stoppen
können. «Wir können das im Moment noch nicht garantieren», sagt
Katzsch.
Bei Tests mit der Fernsteuerung auf der ersten Etappe von
Wilhelmshaven nach La Coruna brach zweimal die Verbindung ab. Zu
dieser Zeit waren zwei Mann an Bord. Jetzt wollte man ohne
Besatzung zunächst den Sprung bis zu den Kanarischen Inseln wagen.
Der Erlaß des Bonner Ministeriums verzögert das Projekt auf
jeden Fall bis kommenden Mai. Dann will man für 40.000 Mark ein
Begleitboot chartern. Nur unter der Voraussetzung, daß dieses Boot
immer an der Seite des Trimarans ist, gibt Bonn wahrscheinlich
grünes Licht. Ob die Fahrt dann von den Kanaren aus weitergehen
wird, ist aber offen. «Wir hoffen, das Ministerium überzeugen zu
können, daß dann kein Begleitboot mehr notwendig ist, weil alles
funktioniert», sagt Professor Katzsch.
Mehr als eine Hoffnung ist das allerdings nicht. Im Schwarzwald
hadert man mit der Starrheit der internationalen Regeln. «Irgendwie
betreten wir ja Neuland. Und dafür müssen offenbar die Regeln erst
noch geändert werden», sagt Katzsch. Eine Begleitung per Beiboot
rund um die Erde können die Furtwanger weder bezahlen, noch
erscheint sie ihnen sinnvoll. «Dann wäre der ganze Sinn des
Projekts nicht mehr erfüllt», sagt Professor Werner Ruoß. «Wir
haben sämtliche technischen Probleme gelöst, aber die Sache mit dem
Seerecht haben wir nur zweitrangig behandelt», gesteht er ein. Das
könnte sich als verhängnisvolles Versäumnis erweisen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Löscharbeiten auf «Pallas» sollen Freitag beginnen
Wrack wird mit Meerwasser gekühlt
Friday, 13. November 1998 - 18:23:12
Kiel - Die Vorbereitungen zur Löschung des Brands auf dem
Holzfrachter «Pallas» sind am Freitag fortgesetzt worden. Wie die
Sprecherin des Umweltministeriums, Claudia Sieg, mitteilte, sind
die Brandbekämpfungsexperten am Morgen erneut an Bord gegangen.
Allerdings konnte der Hubschrauber, der die letzten Geräte an Bord
bringen sollte, zunächst wegen Nebels nicht starten. Nach Angaben
der Einsatzleitstelle in Husum hat das Feuerlöschschiff «Kiel» das
Wrack mit Meerwasser gekühlt. Unterdessen erhöht sich die Zahl
Vögel, die der Ölpest bei den nordfriesischen Inseln zum Opfer
fallen.
Detlev Hansen vom Nationalparkamt schleswig-holsteinisches Wattenmeer sprach von «trauriger Routine». Mit jeder Welle würden neue ölverschmierte Vögel angeschwemmt. Rund 1.600 wurden bisher entweder tot gefunden oder mußten getötet werden. Rund 20.000 ölverschmierte Vögel sind gesichtet worden. Wie Hansen weiter mitteilte, ist eine «relative Entspannung» an den Stränden eingetreten. Für Freitag erwartete er aufgrund der ruhigen Wetterlage «keine deutliche Verschlechterung».
Die Bekämpfung des Schwelbrands an Bord der «Pallas» ist
Voraussetzung dafür, daß das Öl abgepumpt werden kann. An Bord
befanden sich 600 Tonnen Schweröl und rund 150.000 Liter Dieselöl.
Mit dem Abpumpen des Öls aus dem Havaristen kann nach Angaben des
Umweltministerium voraussichtlich erst Mitte nächster Woche
begonnen werden. Die angeforderte Hubinsel «Barbara» werde im Hafen
von Rotterdam ausgerüstet und könne vermutlich ab Samstag in die
Nordsee geschleppt werden. Bei der «Pallas» soll die Hubinsel am
Montag eintreffen. Zwei weitere Tage werden nach Angaben des
Umweltministeriums gebraucht, um die Plattform einsatzbereit zu
machen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Ostsee: "Estonia"-Opfer sollen geborgen werden
Friday, 13. November 1998 - 06:30:57
STOCKHOLM. Über als vier Jahre nach der
"Estonia"-Katastrophe sollen Hunderte Opfer doch noch aus dem Wrack
geborgen werden. Eine von der schwedischen Regierung eingesetzte
"Analysegruppe" sprach sich dafür aus, möglichst viele der 757
Vermißten aus der in 80 Meter Tiefe liegenden Fähre zu bergen.
Wenige Monate nach der Katastrophe vom 28. September 1994, bei der 852
Reisende umkamen, hatte der Reichstag das Wrack zur Grabstätte
erklärt und jeden Bergungsversuch untersagt. Experten schätzen,
daß maximal etwa 300 Tote geborgen werden könnten, die in die
Gemeinschaftsräume geflüchtet waren. Das Wrack liegt auf der
Steuerbordseite, an die dort Eingeschlossen kommen Taucher nicht heran. Die
endgültige Entscheidung über die Bergung fällt im Januar
oder Februar.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit, News, Vordrucke für Hochseesegler
Britische Marine rettet 36 Fischer aus Seenot
Thursday, 12. November 1998 - 06:29:01
Managua - Ein Schiff der britischen Kriegsmarine hat auf dem
Weg ins mittelamerikanische Katastrophengebiet 26 nicaraguanische
Fischer aus Seenot gerettet. Die Seeleute wurden am Dienstag aus dem Meer gefischt,
nachdem ihr Boot gekentert war. Der Hubschrauberträger «Ocean», der
bei den Rettungsarbeiten in Nicaragua und Honduras helfen soll,
brachte die Fischer sicher an Land. Weil Erdrutsche und
Überschwemmungen im Gefolge des Hurrikans «Mitch» viele Straßen und
Brücken zerstört haben, werden vor allem Hubschrauber gebraucht, um
die Menschen in abgeschnittenen Landesteilen versorgen zu können.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Ölplattform nach Sturm evakuiert, Boote in Seenot
Wednesday, 11. November 1998 - 06:30:01
SHETLANDS. Die schottische Coast Guard hat 30 Arbeiter einer im
Sturm beschädigten Ölplattform in der Nähe der
Shetland-Inseln gerettet. Die übrigen 45 Mann blieben an Bord, um den
Schaden zu untersuchen. Die Produktion wurde eingestellt. Vor der
Küste von Stornoway wurde die fünfköpfige Crew eines
Fischerboots aus
Seenot gerettet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Nordsee: Auf der „Pallas" wird endlich gelöscht
Wednesday, 11. November 1998 - 06:30:36
AMRUM. Die Bergung des vor Amrum gestrandeten Frachters
"Pallas" soll mit Hochdruck vorangetrieben werden. Am Mittwoch werde mit
den Löscharbeiten auf dem Schiff begonnen, wenn es das Wetter zulasse,
sagte die Sprecherin des Umweltministeriums in Kiel, Claudia Sieg. Die
holländische Bergungsfirma Wejsmuller hat Experten zur
Brandbekämpfung entsandt. Unterdessen wurden erneut Tausende
ölverschmierter Vögel an die Strände von Amrum und Föhr
gespült. Umweltverbände kritisierten das Vorgehen der
Behörden. Am Mittag lief ein Landungsboot mit drei Tonnen Geräten
aus Husum aus. Das schwere Löschgerät werde mit Lasthubschraubern
der Marine direkt an Bord der "Pallas" geflogen. Auch fünf
Brandbekämpfungsspezialisten der Bergungsfirma werden mit dem
Hubschrauber von Amrum aus eingeflogen. Pro Tag kostet die
Brandbekämpfung 8 000 Dollar, die Bereitschaft 6 600 Dollar.
Hinzu kommen die Kosten für die Transporte und
Hubschrauberflüge.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Newsdienst für Hochseesegler
Angler bekamen Motor ihres Bootes nicht mehr in Gang - Großangelegte Suchaktion
Monday, 9. November 1998 - 21:10:00
Wismar - Unfreiwillig haben zwei Sportfischer in ihrem
kleinen Motorboot die Nacht zum Montag auf offener See vor der
Ostseeinsel Poel bei Wismar verbracht. Die beiden waren nach
Angaben der Wasserschutzpolizei Wismar am Sonntag morgen zu einem
Angelausflug gestartet und bekamen nachmittags ihren Motor nicht
mehr in Gang. Ein Funkgerät hatten sie nicht an Bord.
Zunächst versuchten sie zurückzurudern. Das mißlang jedoch wegen
des ablandigen Windes. Schließlich warfen die beiden Anker und
warteten auf Rettung.
Derweil hatten die Ehefrauen ihre Männer als vermißt gemeldet.
Eine Suchakton dauerte die ganze Nacht über an. Am Montag bei
Morgengrauen wurden die leicht unterkühlten Männer entdeckt, ein
Rettungsboot schleppte ihr Boot zur Küste. An der Suche waren unter
anderem sieben Boote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung
Schiffbrüchiger beteiligt, ferner ein Flugzeug und ein Hubschrauber
der Marine.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Karibik: Suche nach Windjammer „Fantome" aufgegeben
Monday, 9. November 1998 - 06:11:33
MIAMI. Die Suche nach dem im Hurrikan „Mitch" vermißten Windjammer
„Fantome" wurde aufgeben. Nur sieben Schwimmwesten, zwei Rettungsinseln
sowie Trümmer wurden gefunden - von den 31 Crewmitgliedern fehlt
bislang jede Spur. Der 92 Meter lange Viermast-Schoner war am 25. Oktober
in Omoa/Honduras in Richtung Belize City gestartet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Story und
Bild bei Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler
Wracks von Piratenschiffen aus dem 17. Jahrhundert entdeckt
Sunday, 8. November 1998 - 17:36:24
Las Aves/Venezuela - Vor der Küste Venezuelas haben Wissenschaftler die
Überreste einer Flotte von Piratenschiffen und französischen
Kriegsschiffen entdeckt, die vor drei Jahrhunderten gesunken sind.
Zu den Fundstücken zählen unter anderem Bronzekanonen, ein 2,3 t schwerer Anker sowie Pistolen, Schwerter und Münzen.
Während einer am Donnerstag beendeten, zweiwöchigen Expedition
fanden die Taucher in ein bis sieben Meter Wassertiefe insgesamt
neun Wracks. Darunter befinden sich offenbar auch das zweite und
dritte jemals entdeckte Piratenschiff, erklärte Projektleiter Barry
Clifford in Las Aves. Die Wracks seien unberührt, das Holz der
Schiffe habe sich allerdings aufgelöst.
Sie zählten zu einer Flotte von 35 Schiffen mit 6.000 Mann
Besatzung, die im Mai 1678 die damals niederländische Insel Curacao
überfallen wollten. Die Flotte lief jedoch auf ein Korallenriff vor
den Las-Aves-Inseln auf. Bis zu 18 Schiffe sanken, 500 Menschen
ertranken, und weitere tausend starben an Hunger und Krankheiten auf
Las Aves. 1.500 Mann wurden dort drei Monate später von den
Franzosen gerettet. Die Piraten sind vermutlich als Söldner
angeheuert worden, um bei der Invasion Curacaos zu helfen. Im Riff
haben die Schiffe Schleifspuren hinterlassen, die noch heute zu
sehen seien.
Die Forscher, die nichts aus den Wracks entfernten, wollen sich
bei der venezolanischen Regierung dafür einsetzen, daß die
Fundstätte zum Unterwassermuseum erklärt wird. Mindestens eine
Gruppe Schatzsucher aus Florida hat jedoch schon die Erlaubnis
erhalten, Objekte zu bergen und zu verkaufen. «Das wäre eine
Schande», erklärte Clifford. Damit würde auch das Korallenriff
zerstört. Clifford stammt aus dem US-Staat Massachusetts. Zu den
Tauchern zählte auch Maxwell Kennedy, Sohn des ermordeten
US-Politikers Robert F. Kennedy.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Situation eskaliert - „Pallas" verlor zehn Tonnen Öl
Sunday, 8. November 1998 - 11:47:23
AMRUM. Aus dem immer brennenden Holz-Frachter „Pallas", der
vor Amrum gestrandet ist, flossen rund zehn Tonnen Öl aus.
Außerdem hat sich
vermutlich Schweröl entzündet: Schwarzer
Rauch steigt auf.
Ein Ölteppich von zehn sm Länge und mehreren
hundert Metern Breite hat sich gebildet. Vier Schiffe
zur Ölbekämpfung, „Westensee", „Mellum",
„Knechtsand" und „Norderhever", sind im Einsatz.
Südlich von Wyk auf Föhr sind in einem Priel Verschmutzungen
entdeckt worden. Vorsorglich wurden zum Schutz der Strände an
Küste und Inseln Einsatzmannschaften in Bereitschaft versetzt, teilte
die Einsatzleitgruppe der fünf Küstenländer mit.
Die Bergung ist nicht mehr möglich, weil die
Gefahr
besteht, daß das Schiff bei weiteren
Schleppversuchen
auseinanderbrechen könnte. Eine Entscheidung, wie
die 600 Tonnen
Schweröl und etwa 150 Kubikmeter Dieselöl
entsorgt werden können,
wurde noch nicht getroffen. Möglicherweise wirde
dazu eine Hubinsel, eine Plattform auf Stelzen, aus
Rotterdam
angefordert. Die Umweltstiftung WWF befürchtet,
daß auslaufendes Öl
Zehntausende von Trauerenten und die einzige Kolonie
von Kegelrobben
gefährde.
Der WWF wie auch die
Schutzgemeinschaft Deutsche
Nordseeküste (SDN) bekräftigten am Samstag
ihre Forderung, zur
Vorbeugung solcher Unfälle müßten
künftig starke Schlepper in der
deutschen Bucht bereitstehen. Weil Schiffe versichert
und Schleppmanöver teuer sind, wird oft bis zuletzt gewartet, bis
Schlepphilfe angefordert wird. Meist sind Schlepper kurz nach dem Notruf in
der Nähe des Havaristen, doch müssen sie ebenso wie der
Kapitän warten, bis die Reederei eine Entscheidung trifft. Oder auch
nicht. Im Falle der „Pallas" allerdings behinderten der Brand und
stürmische See eine Bergung: Immer wieder rissen Trossen, slipte der
Anker.
Der Driftweg der Pallas zwischen dem 25. und 29. Oktober 1998 (nach REINCKE,
1999)
Nr. Datum Uhrzeit (UTC) Position Ereignis 1 25.10.1998 18:20 55° 15,4‘ N, 006° 05,5‘ E Pallas meldet starke Rauchbildung, steuert Richtung Esbjerg 2 25.10.1998 18:29 55° 15,4‘ N, 006° 55,5‘ E Pallas meldet zunehmende Rauchentwick-lung 3 25.10.1998 19:52 55° 20‘ N, 007° 35,7‘ E Positionsmeldung Pallas 4 26.10.1998 01:15 55° 21,5‘ N, 007° 53,5‘ E 4 Mann an Bord der Nordsjøen genommen 5 26.10.1998 06:37 55° 12,5‘ N, 007° 51,2‘ E Position der Pallas 6 26.10.1998 07:19 55° 12,15‘ N, 007° 56,7‘ E Meldung an ZMK: Pallas treibt in Richtung Sylt 7 26.10.1998 10:44 55° 07,52‘ N, 007° 54,2‘ E Helikopter-Meldung: Pallas dreht auf Ost-kurs 8 26.10.1998 12:43 55° 05,5‘ N, 007° 57‘ E Helikopter Positionsmeldung der Pallas 9 26.10.1998 20:55 54° 55,9‘ N, 008° 03,2‘ E Position der Pallas 10 27.10.1998 08:28 54° 35,9‘ N, 007° 47,1‘ N Oceanic erreicht den Schleppzug Pal-las/ Mellum 11 27.10.1998 12:00 54° 30,6‘ N, 007° 52,1‘ E Position der Pallas 12 27.10.1998 13:40 54° 31,3‘ N, 007° 59,6‘ E Position der Pallas 13 27.10.1998 15:00 54° 32,2‘ N, 008° 01,5‘ E Position der Pallas 14 27.10.1998 16:00 54° 33,4‘ N, 008° 05,6‘ E Position der Pallas 15 28.10.1998 12:15 54° 34,4‘ N, 008° 09,2‘ E Position der Pallas 16 29.10.1998 04:15 54° 32,9‘ N, 008° 15,3‘ E Pallas treibt mit ca. 0,5 Knoten 17 29.10.1998 07:50 54° 33,1‘ N, 008° 15,9‘ E Pallas befindet sich landseits der 5-Meter-Tiefenlinie, hat keine ausreichende Wasser-tiefe mehrVon: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler
Bei Amrum gestrandeter Frachter «Pallas» verliert Öl
Saturday, 31. October 1998 - 06:54:06
Hannover. Der Frachter «Pallas», dessen Holzladung fünf Tage
zuvor in Brand geraten war, ist am Freitag morgen nahe der
nordfriesischen Insel Amrum gestrandet. Das Schiff ist fünf
Seemeilen südwestlich der Insel auf Grund gelaufen und
leckgeschlagen. Wegen des Schiffsunglücks und des austretenden Öls wurde am Freitag in
Cuxhaven ein Einsatzstab des Bundes und der Küstenländer eingerichtet. Bis dahin waren etwa 500 Liter Öl aus dem Schiff ausgelaufen. Das Feuer auf dem von
seiner Besatzung verlassenen 12.000-Bruttoregistertonnen-Frachter
ist aber inzwischen erloschen.
Die «Pallas» hatte 600 Tonnen Schwer- und 150 Tonnen
Dieselöl an Bord. Falls das Schiff größere Mengen Öl verlieren
sollte, besteht die Gefahr, dass dieses von den nordwestlichen Winden in das
Wattenmeer und an die schleswig-holsteinische Küste getrieben wird.
Zur Zeit ist wegen des hohen Seegangs eine Bergung des Frachters nicht möglich:
Das Schiff liegt in flachem Wasser, das für Hochseeschlepper
nicht zugänglich ist.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Wal-Tragödie in neuseeländischer Bucht
288 Grindwale verendet - «Eines der größten Massensterben»
Thursday, 29. October 1998 - 19:21:34
Wellington. In einer entlegenen Bucht in Neuseeland hat
sich eine der bislang größten Wal-Tragödien abgespielt: 288
Grindwale strandeten und verendeten am Donnerstag in dem seichten
Wasser der Doughboy Bay auf der Stewart-Insel. Die
Naturschutzbehörde Southland ließ 42 Tieren den Gnadenschuß geben,
weil sie nicht mehr ins offene Meer gezogen werden konnten und
deutlich unter dem Tod ihrer Artgenossen litten. «Es war besser,
sie aus ihrem Leid zu erlösen», sagte Behördensprecher Lou Sanson.
Das ist eine der weltweit größten Massenstrandungen und eine
traurige Arbeit für die Mitarbeiter. Aber es ist auch ein völlig
natürliches Ereignis, wie es seit Jahrtausenden vorkommt.
Grindwale können bis zu 6 1/2 Meter lang werden und
ziehen in großen Herden mit mehreren hundert Tieren durch den
Pazifik. Oft stranden große Gruppen, zuletzt 206 an der Küste der
zu Australien gehörenden Insel Tasmanien am 17. Oktober. Auf der
Great-Barrier-Insel in der Nähe der neuseeländischen Stadt Auckland
verendeten in den 80er Jahren 450 Wale. Die Wissenschaftler rätseln
seit Jahren darüber, warum es immer wieder zu solchen
Massenstrandungen kommt. Eine Theorie lautet, daß zunächst nur ein
Tier bei der Jagd dem Strand zu nahe kommt und mit seinen
Hilfeschreien die anderen Wale seiner Herde ins Verderben lockt.
Die Tragödie soll für die Forschung genutzt werden.
Den verendeten Walen wurden Gewebeproben entnommen. Da die Bucht
in großer Abgeschiedenheit liegt, kann man die Kadaver dem Lauf
der Natur überlassen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Herbststürme toben über Europa: Sturmflutgefahr an der Küste
Wednesday, 28. October 1998 - 19:08:11
Frankfurt/Main. In der Nacht zum Mittwoch richteten sintflutartige Regenfälle und Orkanböen vor allem in Norddeutschland Schäden in Millionenhöhe an.
Auch am Donnerstag ist keine Wetterbesserung in Sicht. Für die
Nordseeküste besteht laut Deutschem Wetterdienst in Offenbach
Sturmflutgefahr. Extrem starker Regen und heftige Böen überziehen
auch die Niederlande.
Flüsse führen Hochwasser
In der stürmischen Nordsee behinderte das schlechte Wetter die
Bergung des Frachters «Pallas» wenige Seemeilen vor Amrum. Auf dem
147-Meter-Schiff war am Montag ein Feuer ausgebrochen, der
Schwelbrand der Holzladung war auch am Mittwoch noch nicht
gelöscht. Durch den anhaltenden Regen kam es im Harz zu erhöhten
Wasserständen von Bode und Ilse. Feuerwehr und Sicherheitskräfte
waren vor Ort, um die Dammkronen mit Sandsäcken zu verstärken.
Etliche Straßen waren vom Hochwasser überflutet und mußten für den
Verkehr gesperrt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Mindestens 60 Hindu-Pilger nach Bootsunglück vermißt
Tuesday, 27. October 1998 - 13:56:33
Gauhati. Ein schweres Unglück hat das diesjährige
Hindu-Ritual auf dem indischen Fluß Brahmaputra überschattet. Nach
Abschluß der traditionellen Veranstaltung stießen zwei Boote mit
Pilgern auf dem Fluß zusammen. Nach Angaben der Polizei wurden
danach 60 Menschen vermißt. Vermutlich sind sie ertrunken. Bei dem
Ritual in Gauhati, der Hauptstadt des Unionsstaats Assam, wird der
als heilig geltende Brahmaputra mit Blumen und schwimmenden
Ölkerzen geehrt. Die verunglückten Pilger kamen aus dem
benachbarten Unionsstaat Bihar.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Matrose starb bei Schiffsbrand
Tuesday, 27. October 1998 - 06:26:15
ESBJERG. Ein 48jähriger Matrose ist am bei einem
Schiffsbrand vor der dänischen Nordseeküste bei
Esbjerg ums Leben gekommen. Alle
anderen Besatzungsmitglieder des Frachters „Pallas"
überlebten die gefährliche Rettungsaktion in bis zu sechs Meter
hohen Seen. der 48jährige ware gegen die Bordwand geschleudert worden.
Fünf Crewmitglieder wurden zum
Teil schwer verletzt. Das 10 000 BRT große Schiff
mit einer Holzladung für Casablanca war nachts in Brand geraten.
Nachdem alle Löschversuche gescheitert und die Rettungsboote in
schwerer See gekentert
waren, sprang die Crew ins Wasser. Sie wurden von den
Besatzungen eines dänischen und eines deutschen
Rettungshelikopters aus der tobenden See geborgen. Auch
der Rettungskreuzer „Nordsö" war im Einsatz. Das brennende Schiff
trieb in Richtung deutsche Küste. Ein weiterer Frachter mußte
wegen erheblicher Schäden am
Bug und an der Brücke den Hafen von Esbjerg
anlaufen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
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