
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 98
Last update: Wednesday, 6. January 1999 - 11:19:19
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Mittelmeer: Weißer Hai vor Livorno
Wednesday, 30. December 1998 - 22:08:16
LIVORNO. Ein sieben Meter langer und mindestens zwei Tonnen
schwerer Weißer Hai hält Fischer und Behörden von Livorno
in Atem. Vermutlich hatte der Hai einen Thunfischschwarm verfolgt und wegen
der elektromagnetischen Felder der zahlreichen Unterwasserkabel die
Orientierung verloren. Auf seinem Rückweg hält er sich offenbar
dicht unterhalb der Küste. Angeln, Baden und Fischen wurden verboten.
Haie sind in diesem Gebiet selten. Allerdings wurde bei Livorno vor zehn
Jahren ein Mensch von einem Hai getötet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Subject: Achtung: NDR-Weih-Sendung!!!!! Date: Tue, 29 Dec 1998 17:16:59 -0500 From: Joachim PreussSydney-Hobart: Suchaktion wurde eingestelltTo: Peter Walter Hi Peter! Die Agenturmeldung zum Thema Norddeich Radio wurde später korrigiert: Die NDR-Weihnachtssendung gibt sehr wohl noch, ist gerade erst wieder gelaufen! Hat wohl ein Kollege (typisch Agentur...) schlecht recherchiert... Gruß Joachim ;-)))
Sturm bei Sydney-Hobart-Race: Mindestens drei Segler tot, drei vermißt, sechs
gerettet, 50 per Heli abgeborgen
Tuesday, 29. December 1998 - 08:12:47
SYDNEY. Mindestens drei Segler sind bei der von schwerem Sturm heimgesuchten Hochseeregatta Sydney-Hobart ums Leben gekommen,drei werden noch vermißt. Sechs Sailors wurden gerettet, nachdem sie mehr als 24 Stunden lang in zehn Meter hohen Wellen bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Knoten in Rettungsinseln gehockt hatten.Am Montag
fand die größte Rettungsaktion statt, die es in australischen
Gewässern je gab. Mehr als die Hälfte der am
zweiten Weihnachtsfeiertag zu dem 630 sm langen Race gestarteten 115
Yachten schieden bisher aus. Fast 50 Segler wurden mittels Hubschraubern aus der
tosenden See geborgen, manche in letzter Sekunde.
Insgesamt wurden 30 Helikopter und Flugzeuge sowie Dutzende von Schiffen und
Booten eingesetzt. "Es war wie in einer Waschmaschine», berichtete Segler Peter
Wright (35). Dutzende erlitten Prellungen, Knochenbrüchen und Abschürfungen. Yachten aller Klassen kenterten durch, Masten brachen, mehrere schwerbeschädigte Schiffe mußten aufgegeben werden. Der erfahrene Hubschrauberpilot Darryl Jones,
der sein Leben wie andere Retter fast rund um die Uhr riskierte, hatte nur ein
Wort für die Ereignisse: "Grauenvoll. Mehr als 24 Stunden lang war die
neunköpfige Crew der "Winston Churchill" vermißt worden. Dann die Meldung: vier
Mann in einer Rettungsinsel gefunden. "Das Schlimmste war, daß das verdammte Ding zweimal gekentert ist", berichtete Skipper Richard Winning.
"Ich hätte nicht gern noch eine Nacht da draußen verbracht." Das jüngste Crew-Mitglied, der 19jährige Michael Ryan, hatte schon mit dem Leben abgeschlossen: "Ich
dachte nicht, daß wir es schaffen würden." Er will es aber wieder versuchen: "Ich will nach Hobart." Stunden später entdeckten Hubschrauberpiloten in völliger Dunkelheit die zweite Rettungsinsel: doch nur zwei Mann an Bord. Für die anderen drei bestehen nur noch geringe Hoffnungen.
Zwei Tote befinden sich noch immer an Bord der Yacht "Business Post Naiad": Skipper Bruce Guy (51) erlitt vermutlich einen Herzinfarkt bei der Durchkenterung, sein 33jähriger Freund und Nachbar Phil Skeggs konnte sich nicht rechtzeitig aus seinem Lifebelt befreien und
ertrank.
Seit eineinhalb Tagen wird der erfahrene britische Olympiateilnehmer Glyn Charles vermißt: Er war über Bord gegangen, als die "Sword of Orion" in Schwierigkeiten gekommen war. Für ihn besteht keine Hoffnung mehr.
Die US-Yacht "Sayonara" stand vor dem Sieg, hatte aber am Abend kaum noch Aussichten, den zwei Jahre alten Rekord der deutschen "Morning Glory" zu brechen. An der Spitze kämpften "Sayonara" und die australische Brindabella" um die Führung. Beide haben noch gute
Chancen, den bestehenden Rennrekord der deutschen Morning Glory (zwei Tage,
14:07,10 Stunden) aus dem Jahr 1996 zu unterbieten.
Die «Sayonara» des amerikanischen Milliardärs Larry Ellison erreichte inzwischen als erstes Segelboot den Hafen von Hobart auf Tasmanien. Nach seiner Ankunft sagte Ellison mit Tränen in den Augen, er habe so etwas noch nie ansatzweise erlebt: «Es war grauenhaft.»
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Bei Norddeich-Radio heißt es «over and out»
Tuesday, 29. December 1998 - 08:39:43
Frankfurt/Main - In der deutschen Seefahrt gibt es einen Satz
mit magischer Kraft. «Hier ist Norddeich-Radio», lautet er, und
sobald er an Bord erklang, wurden aus rauhbeinigen Seeleuten
Mutterns Lieblinge, sehnsuchtsvolle Ehemänner und heimwehgeplagte
Familienväter. Denn die Küstenfunkstelle Norddeich-Radio stellte
fast ein Jahrhundert lang den Kontakt zwischen Schiffen in aller
Welt und dem deutschen Festland - vorzugsweise zwischen den
Seeleuten und ihren Angehörigen - her. Doch damit ist jetzt Schluß,
am 31. Dezember schaltet der diensthabende Funker die Geräte
endgültig ab.
Dabei war diese Jahreszeit früher die Hauptbetriebszeit in Utlandshörn unweit des Norderney-Fährhafens Norddeich, wie der amtierende Betriebsleiter Johann Erdmann berichtet. In den Tagen um Weihnachten und Silvester kamen die Funker sonst nicht zur Ruhe. Da mußten massenhaft Grußtelegramme versandt und private Telefongespräche vermittelt werden, bis in die hintersten Ecken der sieben Weltmeere, je nachdem, wo das Schiff mit dem Sohnemann, Bräutigam oder Familienvater gerade schaukelte.
Der Norddeutsche Rundfunk machte daraus ein kollektives Weihnachtserlebnis für den ganzen Norden und ließ an Heiligabend in der Sendung «Gruß an Bord» einige Verbindungen auf seine Kosten schalten. In mancher Seemannsfamilie wurde seitdem erst mit der Bescherung begonnen, wenn der Moderator Hermann Rockmann die Seeleute in aller Welt gegrüßt und ihnen ein frohes Fest gewünscht hatte. 260 Mitarbeiter beschäftigte Norddeich-Radio damals.
Die Funksprüche waren allerdings nicht immer verständlich, vor allem, wenn die Absender keine Ahnung von den Besonderheiten des Mediums hatten. Erdmann erinnert sich an einen Auftrag, bei dem die Station eine telegrafische Verbindung zwischen einem Schiff mit einem erkrankten Matrosen an Bord und einem Arzt im Hafenkrankenhaus Cuxhaven herstellte. Der Doktor ließ die Empfehlung «Bier in Maßen» übermitteln - nicht ahnend, daß es im Morsealphabet kein ß gibt und beim Empfänger deshalb der Rat «Bier in Massen» ankam.
Doch das war einmal. Satellitentelefone bieten längst sicherere und bessere Verbindungen, für die eine Vermittlungsstelle nicht mehr nötig ist. Die NDR-Weihnachtssendung gibt es schon lange nicht mehr, und auch die Morsetelegrafie wurde 1995 eingestellt. Zwei Jahre später kam für das nach der Wende angegliederte DDR-Pendant Rügen-Radio das Aus.
Auch die bisher wahrgenommenen Sicherheitsaufgaben konnten Norddeich-Radio nicht retten: Seit Beginn der 90er Jahre wird weltweit ein neues satellitengestütztes Seenotfunksystem aufgebaut, Morsefunker werden dafür nicht mehr gebraucht. Die vorerst noch verbleibenden Sicherheitsfunktionen hat vor zwei Wochen die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen übernommen. Nur den UKW-Verkehr in Küstennähe wickelten die Funker in den vergangenen Tagen noch ab, wie Erdmann berichtet.
Die Übertragungsweise war zuletzt veraltet, aber Nordeich-Radio hatte einmal als hochmoderne Einrichtung begonnnen, und zwar auf Initiative von Kaiser Wilhelm. Der hatte sich 1905 auf einer Mittelmeerfahrt befunden und vergeblich über eine von einer britischen Firma betriebene Küstenfunkstelle nach Deutschland zu telegrafieren versucht. Die von ihm in Auftrag gegebene deutsche Funkstelle wurde 1907 eröffnet, war mit modernster Technik ausgerüstet und konnte bereits bis zu 2.000 Kilometer weit funken. Ein Beamter bediente damals die Maschinen, während vier andere die per Post eingegangenen Nachrichten in den Äther morsten. Ihre derzeitigen Amtsnachfolger werden am 1. Januar von der Betreiberin der Küstenfunkstelle, der als Bundespost-Nachfolgerin zuständigen Deutschen Telekom, als Angestellte des dort eingerichteten neuen Service- und Informationszentrums übernommen.
Nur eine Aufgabe bleibt ihnen zuvor noch zu erledigen. Der
letzte Funkspruch muß um die Welt gehen: «This is Norddeich-Radio,
this is Norddeich-Radio. Goodbye, goodbye forever. Over and out.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Zwei Tote bei Regatta vor Australien
Monday, 28. December 1998 - 07:10:41
Sydney - Bei einer Segelregatta vor der australischen Küste
sind bei Stürmen und hohem Seegang mindestens zwei Menschen ums
Leben gekommen. Die Verunglückten gehörten zur Mannschaft der
«Business Post Naiad», die an der Regatta Sydney-Hobart teilnahm.
Der Besatzung eines Rettungshubschraubers gelang es am Montag, die
anderen sieben Crewmitglieder von der gekenterten Jacht zu retten.
Über die genaue Todesursache gab es zunächst keine Informationen.
Drei weitere Boote waren verschollen; ein Seemann einer Jacht wurde
am Sonntag abend von Bord gespült und wurde seitdem vermißt. Der
Sprecher der Regatta erklärte, das Rennen werde vermutlich trotz
der Unglücksfälle weitergeführt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Ins Wasser navigiert
Monday, 28. December 1998 - 07:39:54
Berlin - Weil das GPS-Navigationsgerät seines Autos den Weg nicht genau kannte, ist ein 57jähriger Autofahrer mitsamt Fahrzeug und Beifahrerin am ersten Weihnachtsfeiertag in die Havel gestürzt.Beide Insassen blieben unverletzt. Das Gps-Navigationsgerät hatte offenbar die Fähre Caputh bei Potsdam nicht eingespeichert und statt dessen eine Brücke ausgewiesen: Der Fahrer war deshalb einfach geradewegs ins Wasser gefahren. Das Auto, das vier Meter entfernt auf dem Grund der Havel lag, wurde geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Sturm beim Sydney-Hobart-Race - ein Segler vermisst
Sunday, 27. December 1998 - 20:13:31
Bei strahlendem Sonnenschein wurde das traditionreiche 1000-Meilen Race Sydney-Hobart gestartet. Keiner der Segler ahnte unter welchen Bedingungen dieses Rennen gesegelt werden solte: Am 27.12. brach eine Sturmfront über das Regattafeld herein, 37 von über hundert Racern mussten teilweise entmastet aufgeben. Viele Crews wurden von Helikoptern abgeborgen. Ein Segler wird immer noch vermisst. Er soll wenig bis keine Überlebenschanchen haben.
Originalton Fernsehnachrichten: "Ein gutes hat der Sturm doch: Diejenigen Yachten, die durchkommen, haben gute Chancen, den Streckenrekord zu brechen."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Fahnder beschlagnahmen 19 Tonnen Cannabis
Saturday, 26. December 1998 - 22:47:39
Amsterdam - Die niederländischen und britischen Zollbehörden haben
an Weihnachten in einer gemeinsamen Aktion in der Nordsee 19 Tonnen
Marihuana beschlagnahmt.
Wie das niederländische Fernsehen heute berichtete, wurden bei der Aktion
am Heiligen Abend 200 Kilometer vor der niederländischen Küste zwölf
Personen festgenommen. Unter ihnen befanden sich auch zwei Anführer des
Drogenrings, ein Niederländer und ein Brite. Die Fahnder griffen zu, als das
Cannabis von einem Schiff auf einen kleineren Fischkutter umgeladen wurde.
Das Marihuana hatte einen geschätzten Straßenverkaufswert von 190
Millionen Gulden (167 Millionen Mark). Der Aktion waren längere Ermittlungen
vorausgegangen. Nach Behördenangaben kamen die für den Verkauf in
Europa bestimmten Drogen aus Nordafrika.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Atlantik: Spanischer Kutter mit acht Fischern gesunken
Saturday, 26. December 1998 - 15:52:25
SAN SEBASTIAN. Vor der französischen
Atlantikküste ist vermutlich ein spanischer Fischkutter mit der
achtköpfigen Crew gesunken. Eine Woche lang wurde mit Hubschraubern
und Schiffe gesucht - ohne Ergebnis. An Bord des 23 Meter langen Holzbootes
"Marero" waren auch drei Brüder im Alter von 28, 30 und 32 Jahren.
Das Schiff sollte Heiligabend in seinen Heimathafen
Pasajes nahe San Sebastian in Nordspanien zurückkehren. Der
Kapitän hatte sich zuletzt am vergangenen Samstag 45 sm westlich von Arcachon
gemeldet. Zu der Zeit habe äußerst rauhe See mit bis zu
zwölf Meter hohen Wellen geherrscht, berichteten andere Fischer: "Das Meer war
aufgewühlt wie nach einem Seebeben." Die Meteorologen wurden
kritisiert, sie hätten weitaus besseres Wettervorhergesagt. Die 40 Jahre alte "Marero" sollte nächstes Jahr verschrottet werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Nordsee: Bergungs-Arbeiten auf der "Pallas" wegen Sturms unterbrochen
Saturday, 26. December 1998 - 15:53:09
AMRUM. Die Bergungsarbeiten auf dem Wrack der "Pallas"
sind am Samstag
wegen Sturms unterbrochen worden. "Die Wellen schlagen
bei Windstärken von
acht und neun in drei Metern Höhe über das
Schiff», so eine Sprecherin des
schleswig-holsteinischen Umweltministeriums. Es sei
möglich, daß kleinere Ölreste und Ölfahnen aus dem
havarierten Frachter austreten könnten. Der
Frachter liege
aber nach wie vor in einer stabilen Position. Auf der
"Pallas" befinden sich noch etwa 20 bis 30 Tonnen Restöl, die weiter
abgesaugt werden müssen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Ostee: Sturm behindert Fährverkehr
Saturday, 26. December 1998 - 15:51:14
ROSTOCK. Der Sturm über der Ostsee
hat auf den Fährlinien und direkt an der
Küste von Mecklenburg-Vorpommerns den Weihnachtsfahrplan
durcheinandergewirbelt: Die TT-Line stellte am Samstag den Verkehr mit
ihrem Hochgeschwindigkeits-Katamaran «Delphin» zwischen
Rostock und Trelleborg in Schweden vorübergehend ein. Auf der Route von
Stahlbrode nach Glewitz/Rügen mußten die Überfahrten zeitweise unterbrochen werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Drei tote Soldaten an japanischer Küste angespült
Saturday, 26. December 1998 - 07:31:49
Tokio - An der westjapanischen Küste bei Takahama sind am
Freitag die Leichen von drei Männern angetrieben worden, bei denen
es sich möglicherweise um nordkoreanische Soldaten handelt. Doch
wies die japanische Polizei am Abend Spekulationen zurück, wonach
es sich um Besatzungsmitglieder eines am 18. Dezember von der
südkoreanischen Marine versenkten nordkoreanischen Schnellbootes
handelt. Die am Freitag angeschwemmten Leichen seien schon so stark
verwest gewesen, daß es höchst unwahrscheinlich sei, daß sie sich
erst eine Woche auf dem Wasser befunden hätten. Vielmehr müßten die
Männer länger auf See getrieben sein.
Nach Angaben der Polizei lagen die Toten in einem kleinen
Holzfloß. Sie hatten grüne Uniformen an, wie sie in den
Streitkräften Nordkoreas üblich sind. Einer trug als Rangabzeichen
einen Stern am Kragen. Das nordkoreanische Schnellboot war vor
einer Woche bei einem Feuergefecht vor der Küste Südkoreas versenkt
worden. Südkoreanische Soldaten fanden die Leiche eines
Besatzungsmitglieds. Es sollen aber vier Männer an Bord gewesen
sein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Retter geben vermißte spanische Fischer auf
Thursday, 24. December 1998 - 16:52:55
Paris - Nach sechs Tagen erfolgloser Suche hat der
französische Seenotrettungsdienst am Donnerstag ein spanisches
Fischerboot mit acht Mann Besatzung aufgegeben. Die «Marero» aus
dem baskischen Hafen Pasajes war am vergangenen Samstag bei
schwerem Sturm 90 Kilometer vor Bayonne verschwunden. Wie die
französischen Behörden mitteilten, wurden alle Schiffe in dem
Gebiet aufgerufen, nach Anzeichen über den Verbleib der Fischer
Ausschau zu halten. Gefunden wurde jedoch gar nichts.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mittelmeer: Fähre vor Ibiza in Sturm geraten - fünf Passagiere
verletzt
Tuesday, 22. December 1998 - 06:05:57
IBIZA. Auf dem Weg von Ibiza nach Denia bei Alicante ist eine
Fähre in einen Sturm geraten. In schwerem Seegnag wurden fünf
Passagiere verletzt, das Schiff mußte wegen der hohen Seen umkehren.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Mittelmeer: Zwei Flüchtlingsboote verunglückt - neun Tote
Tuesday, 22. December 1998 - 06:05:45
GIBRALTAR. Wieder sind afrikanische Flüchtlinge bei dem
Versuch, die Meerenge von Gibraltar zu überwinden, ums Leben gekommen.
Vor Ceuta kenterte ein Bott mit 19 Menschen, zwei ertanken, drei wurden
verletzt gerettet, acht schwammen an Land. Acht weitere werden
vermißt. Am Untegagosrt wurden fünf Ballen Haschisch entdeckt.
An der Costa del Sol geriet ein Schlauchboot mit sechs Flüchtlingen in
Seenot. Ein türkischer Frachter kam zu Hilfe, konnte einen
Flüchtling aber nur noch tot bergen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Blinde Passagiere leben gefährlich
Tuesday, 22. December 1998 - 06:04:58
HAMBURG. Wer als blinder Passagier ("Stowaway") reist, lebt
gefährlich: Weil Kapitäne und Reederein gezwungen sind, den
blinden Passagier wieder mitzunehmen und monate-, oft jahrelang zu
versorgen, wenn das entsprechende Land die Aufnahme verweigert, werden
immer mehr "Stowaways" über Bord geworfen oder regelrecht ermordet:
Nach Angaben der Int. Transportarbeiter Föderation sind im vergangenen
Jahr im Londoner Hafen drei Menschen ermordet worden, zwei davon wurden mit
Insektenschutzmitteln im Laderaum vergast. 1997 wurden indeutschen
Häfen 129 blinde Passagiere entdeckt. Nach Vernehmung und
Untersuchungshaft geht’s meist wieder zurück aufs Schiff.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
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Sicherheit für Hochseesegler
Seemanns-Weihnacht im Rostocker Hafen
Monday, 21. December 1998 - 06:14:19
Rostock. Nicht nur eine Seefahrt verspricht lustig zu sein. Auch auf Schiffen, die im Hafen liegen, soll es amüsant zugehen. Eine Probe aufs Exempel kann derzeit in Rostock gemacht werden.
Peter Heine vom Organisationsbüro der Hanse-Sail vermittelt Erlebnisgastronomie und Übernachtungen an Bord von ankernden Segelschiffen. Die Neugier auf einen Hauch von Seemanns-Weihnacht sollte sich aber gruppenweise einstellen, schränkt der Mann vom Buchungsservice ein. Und die Gruppen könnten getrost größer sein. Zwei, drei Dutzend Menschen und mehr seien problemlos unterzubringen. Der Mann hat leicht reden, denn es geht um Großsegler.
Unter denen, die im Rostocker Stadthafen ins Winterquartier gegangen sind, ist auch die "Sedov". Sie gilt als das größte fahrende Segelschiff der Welt. Die Viermastbark hat eine Länge von 117,5 Metern. Die Hansestadt verspricht sich von ihrem Hiersein einiges. Vor allem solle sie auch zur Winterzeit maritim interessierte Besucher an die Warnow locken, heißt es. Die können schon vom Kai aus sehen, daß bei Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius selbst die wachhabenden russischen "Eisbären" Erwärmungsgymnastik praktizieren. Und sie dürfen gegen einen kleinen Obolus einen Großteil des Schiffes besichtigen.
Die Hanse-Sail offenbart sich damit als ein ganzjährig arbeitendes Unternehmen. Deren Geschäftsräume sind einen Schneeballwurf weit von der "Sedov" entfernt. Hier ist zu erfahren, daß sich partnerschaftliche Interessen mit der Quartiergabe und -nahme verbinden. Die günstigen Konditionen, die Rostock den Wintergästen mache, sei sozusagen ein Dankeschön für deren Zusage, auch im Sommer zur 99er Sail wieder mit dabeizusein. Um die Anwesenheit der Windjammer auf Seglertreffen und Regatten, heißt es, werde weltweit gerungen. Sie seien die begehrten Publikumsmagneten.
Die Rostocker aber werden wohl nicht lange betteln müssen. Ihre Hilfsbereitschaft für die Segelschiffe und Besatzungen aus Rußland und der Ukraine dürfte sich herumgesprochen haben. In den nächsten Tagen soll denn auch wieder die "Mir" hier eintreffen. Für deren Erhalt setzt sich seit 1995 ein Freundeskreis an der Warnow ein. Seinerzeit ist dieses Schiff auf der Neptunwerft wieder flottgemacht worden. Einen ähnlichen Auftrag für die "Sedov" zu erhalten, ist zu hören, bemühe sich das Unternehmen derzeit. Mitbewerber ist die Danziger Werft. Der Auftrag soll immerhin zwei MillionenMark umfassen.
Sollte die "Sedov" ihren TÜV in Rostock bekommen, wäre dies ein enorm großes Plus für den maritimen Charakter der Stadt, sagt Roland Methling. Der Chef der Hanse-Sail verrät auch, was in gut einem Jahr Großes dafür getan werden soll. Zum Jahreswechsel 2000 sei geplant, um die "Sedov" und die "Mir" Ostseefährschiffe zu scharen. Zwischen Warnemünde und Gedser solle dann ordentlich gefeiert werden. Ein Höhenfeuerwerk werde von den Schiffen aus gezündet, und ein
baltisches Sinfonieorchester werde musizieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Nordsee: Wieder Öl aus der "Pallas" ausgetreten
Sunday, 20. December 1998 - 20:10:50
AMRUM. Au der "Pallas" haben schwere Seen wieder Öl
herausgespült. Rund 300 Liter wurden vom Ölbekämpfungsschif
"Knechtsand" aufgenommen. Ein Ende der Arbeiten am Wrack ist nicht in
Sicht. Bisher wurden etwa 250 Tonnen Öl aus den Luken
abgeschöpft.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
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Sicherheit für Hochseesegler
Ostsee: Havarierter Kutter bei Schleppversuch aufgelaufen
Sunday, 20. December 1998 - 19:26:15
FEHMARN. Der bei einer Havarie mit einem Containerschiff
beschädigte Fischkutter "Bornholm" ist bei einem Schleppversuch von
drei anderen Kuttern etwa 2,4 sm vor Fehmarn nach Wassereinbruch auf Grund
gelaufen. Er liegtauf etwa 15 Meter Wassertiefe.Etwa 60 bis 80 Liter
Diesel sind ausgetreten, an Bord befinden sich noch rund 13 Tonnen
Treibstoff. Mit weiterem Ölaustritt wird nicht gerechnet. Das
Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschif "Kiel" ist zur
Unglücksstelle beordert worden. Ein erster Bergungsversuch mit dem
Schwimmkran "Bugsier 12" und dem Hochseeschlepper "Thor" wurde abgebrochen,
nun soll ein Bergungskonzept erarbeitet werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Operation per eMail
Saturday, 19. December 1998 - 20:01:33
Boston, Dezember 1998. Mit einer Operationsanleitung per E-Mail hat der
US-Arzt Daniel Carlin dem Segler Victor Jasikow das Leben gerettet. Der
Russe, der waehrend einer Regatta für Einhandsegler 645 Kilometer vom
naechsten Hafen entfernt war, meldete einen Bruch im rechten Ellenbogen, der
ohne Behandlung toedlich sein kann. Ueber ein solarbetriebenes Mailsystem
fuehrte Carlin dem Russen das Operationsmesser und beschrieb ihm, wie er
seinen Arm aufschneiden und verbinden muß. Nach der erfolgreichen
Selbstverarztung konnte Jasikow seine Fahrt fortsetzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS, nach einem Bericht von Otto Slawicek, ÖSV
Spionage-U-Boot: Gift in Leiche von Nordkoreaner gefunden
Saturday, 19. December 1998 - 17:49:32
SEOUL. In der Leiche eines geborgenen
mutmaßlichen nordkoreanischen Spions (siehe unten) wurden Giftspuren
gefunden. Das könnte drauaf hinweisen, daß sich einige der
Besatzungsmitglieder des Bootes selbst getötet
haben könnten, bevor die südkoreanische Kriegsmarine das Schiff
versenkte. Nordkoreanische Agenten seien darauf trainiert, Selbstmord zu
begehen, um nicht der südkoreanischen Armee in die Hände zu
fallen, sagte ein Ministeriumssprecher.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Ostsee: Kutter nach Havarie mit Frachter gesunken
Saturday, 19. December 1998 - 00:18:21
FEHRMARN. Ein deutscher Fischkutter ist nach der Kollision mit
einem Containerschiffzehn sm nordöstlich vonFehmarn gesunken. Die drei
Fischer wurden von einem Küstenwachboot und dem Seenotkreuzer "J.T.
Essberger" geborgen. An dem deutschen Containerschiff entstand nur geringer
Sachschaden. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar, zum Zeitpunkt
des Unglückes herrschte schlechte Sicht.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Pazifik: Südkoreaversenkt mutmaßliches Spionage-U-Boot
Saturday, 19. December 1998 - 00:18:05
SEOUL.Südkoreanische Marineschiffe und Jagdflieger haben nach
einer sechsstündigen Verfolgungsjagd an ihrer Küste ein mutmaßliches
nordkoreanisches Spionage-Boot versenkt. Ein mit einer Handgranate
bewaffneterNordkoreaner in einem Taucheranzug wurde tot geborgen. Das
Spionage-Boot mit mindestens vier Besatzungsmitgliedern an Bord war abends
etwa eine sm vor der Hafenstadt Yosu aufgespürt worden. Nach der Entdeckung
haben Marine-Einheiten die Verfolgung aufgenommen und zunächst Warnschüsse
abgegeben. Südkoreanische Schiffe haben es dann um 06.50 Uhr (Ortszeit)
etwa 100 Kilometer vor der Insel Koje mit Geschützfeuer zerstört und
versenkt. Das Boot war ein etwa 8,50 Meter langes Spezialfahrzeug, das fast
vollständig tauchen und fünf bis sechs Menschen aufnehmen kann. Erst im
Juni war einem südkoreanischen Fischer ein Mini-U-Boot mit neun toten
Crewmitgliedern ins Netz gegangen. Es wird vermutet, daß mit solchen Booten
Agenten abgesetzt oder aufgenommen werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
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Sicherheit für Hochseesegler
Pazifik: Crew von Kreuzfahrtschiff rettet abgestürzten Piloten
Thursday, 17. December 1998 - 23:33:45
NICARAGUA. Die Crew des Kreuzfahrtschiffes "Deutschland" hat im Pazifik rund 70 sm vor der Küste von Nicaragua den Piloten eines
abgestürzten Sportflugzeugs gerettet. Das Flugzeug kreiste mehrfach
über der "Deutschland" und stürzte dann ins Meer. Elf Minuten
später sei der Mann in einem schnell zu Wasser gelassenen Boot
gerettet worden. Eine zweite Person konnte nur noch tot geborgen werden.
Der aus Guatemala stammende Pilot gab später an, er habe mangels
Treibstoff schnellstmöglich die Nähe eines Schiffes gesucht und
dann eine Notladung versucht. An Bord der Maschine seien lediglich zwei
Personen gewesen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Atlantik: 18 Fischer aus Seenot gerettet
Thursday, 17. December 1998 - 06:30:08LA CORUNA. Insgesamt 18 Fischer aus Spanien und Portugal sind von
ihrem leckgeschlagenen Schiff im Atlantik gerettet worden. Die Crew des
unter britischer Flagge laufenden Trawlers "Sea Dog" war 175 sm vor der
Küste Irlands in Seenot geraten. Das Fischereischiff "Capricho", das
den Notruf aufgefangen hatte, schickte Rettungsboote für die elf
portugiesischen und sieben spanischen Fischer. Verletzt wurde niemand. Die
Ursache des Unglücks und das Schicksal der "Sea Dog" waren
zunächst nicht bekannt. Der Heimathafen beider Schiffe ist La Coruna
im Nordwesten Spaniens.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
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Sicherheit für Hochseesegler
Arbeiten auf der «Pallas» laufen auf Hochtouren
Kein neues Öl ausgelaufen - Noch kein Auseinanderbrechen des Wracks erwartet
Wednesday, 16. December 1998 - 17:43:31
Kiel - Bei ruhigem Wetter sind die Arbeiten an dem vor Amrum
gestrandeten Holzfrachter «Pallas» am Samstag auf Hochtouren
weitergegangen. «Es soll zwar aufbrisen auf Windstärke sechs»,
sagte Johannes Oelerich von der Einsatzleitung in Husum. Die so
entstehenden Wellen von etwa einem Meter Höhe hätten aber keine
Bedeutung für die weiteren Arbeiten, die planmäßig verliefen.
Oelerich beschrieb die «Pallas» als stabil und sagte, die Gefahr, daß der Frachter auseinanderbreche, sei nicht weiter gestiegen. Auch sei kein weiteres Öl ausgelaufen. Allerdings berichtete das Kieler Umweltministerium am Samstag von neuen «sehr geringen Ölanlandungen» auf der Insel Föhr, die am Montag beseitigt werden sollten.
Im Wrack lagern nach Ministeriumsangaben noch rund 500 Tonnen Schwer- und Dieselöl. Bislang seien 102,4 Tonnen Schweröl geborgen worden. Grund für den nur langsamen Fortschritt der Abpumparbeiten sei die mögliche Beschädigung aller Doppelbodentanks. Erhebliche Ölmengen seien deshalb in die benachbarten Laderäume ausgelaufen -diese seien aber schwerer zu erreichen. Bislang liefen nach offizieller Darstellung rund 50 Tonnen Öl aus dem 147 Meter langen Schiff. Die Zahl der im Öl verendeten oder getöteten Vögel gab das Ministerium mit 10.100 an.
Am Samstag morgen machte zunächst das Schiff «Renate» an der Unglücksstelle fest. Oelerich sagte, im Laufe des Tages sollten die von ihr transportierten Stahlrohre ausgebracht werden: Sechs lange Pfähle werden dabei in den Meeresgrund gerammt, um die Hubinsel «Barbara» zu schützen, falls das Wrack umkippt. Ein erster Versuch, die Rohre zur «Barbara» zu bringen, war am Donnerstag am hohen Wellengang gescheitert. Außerdem würden im Laufe des Tages sogenannte Fender an der Barbara festgemacht, um anlegende Schiffe zu schützen, sagte Oelerich.
Der Bundeswehr-Hubschrauber, der am Vortag wegen schlechter
Sicht abdrehen mußte, bevor er einen Generator von einem
Lukendeckel abtransportieren konnte, konnte auch am Samstag seinen
Auftrag nicht ausführen. Es herrschte nach Oelerichs Angaben
Seenebel mit Sichtweiten von etwa 50 Metern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Polarstern soll Station im Eis bergen
Wednesday, 16. December 1998 - 17:29:50
Bremerhaven. Das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" ist in der letzten Nacht von Bremerhaven aus zu seiner wohl schwierigsten Mission aufgebrochen. In der Antarktis soll das Schiff des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung unteranderem versuchen, die auf einer großen Eisscholle treibende sogenannte Filcher-Station zu bergen. Die unbemannte Forschungseinrichtung driftet seit Anfang Oktober auf einerabgebrochenen Eisinsel durch das antarktische Weddellmeer.
Nach Angaben des Instituts wird die "Polarstern" vermutlich am 25. Januar die Eisinsel erreichen. Dann soll damit begonnen werden, die Station abzubauen und die Ausrüstung an Bord zu nehmen. Auf der fünf Monate dauernden Reise ist neben wissenschaftlichen Forschungen vor allem zur Ozeanographie auch der Austausch des derzeitigen Forscherteams in der Neumayer-Station vorgesehen.
Fast 15 Monate werden die neun Bewohner der Station im Eis derAntarktis verbracht haben, wenn sie an der Bord der "Polarstern" die Rückreise nach Deutschland antreten werden. Ihre Arbeit in der Neumayer-Station übernimmt dann ein neues Forscherteam - zwei Frauen und sieben Männern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Kreuzfahrtschiff «Monarch of the Sea» in der Karibik auf Riff aufgelaufen
Tuesday, 15. December 1998 - 18:09:00
Philipsburg/St.Maarten - Das amerikanische Kreuzfahrtschiff «Monarch of the Sea»
ist am Dienstag in der Karibik auf ein Riff aufgelaufen. Der 74 000-Tonnen-Dampfer, derunter norwegischer Flagge fährt, befand sich auf einer Kreuzfahrt von Puerto Rico auf die französische Karibikinsel Martinique. Die "Monarch of theSea" rammte mit 3500 Menschen an Bord
vor der Antillen-Insel Saint Martin einen Felsen, als der US-Luxusliner nachts den
Hafen von Philipsburg verließ. Durch drei Lecks drang Wasser in das Schiff ein.
Der Kapitän setzte die "Monarch of the Sea" sicherheitshalber auf einer Sandbank
auf. Fischer der Insel St. Maarten halfen den 2.354 Passagieren, sicher an Land
zu gelangen. «Das war ein ziemliches Drama, aber niemand wurde
verletzt», sagte ein Hotelangestellter, der die Rettungsaktion
beobachtete.
Ein Teil der Passagiere mußte bei der hektischen Aktion das Schiff im Nachthemd verlassen, andere waren noch im Abendkeid. Das Schiff führt regelmäßig Touristen von Puerto Rico aus durch die Karibik.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Nordsee: Kutter im Sturm gekentert - Fischer ertrunken
Tuesday, 15. December 1998 - 07:21:49
BREMERHAVEN. In schwerem Sturm ist vor Bremerhaven ein zehn
Meter langer Fischkutter gekentert. Vom Kapitän fehlt jede Spur. Die
"Luise" wurde kopfüber im Wattenmeer gefunden, der Mast steckte im
Sand. Taucher versuchten, ins Wrack vorzudringen, mußten aber wegen
einbrechender Dunkelheit aufgeben.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Saturday, 12. December 1998 - 07:45:16
Vor 20 Jahren sank die "München" - das Unglück ist bis heute nicht geklärt
Als vor gut 40 Jahren der deutsche
Frachtsegler "Pamir" im Hurrikan bei den
Azoren verloren ging, war die Trauer groß.
Immerhin aber war das Unglück
begreifbar. Ein Segler, der in der tosenden
See im Nordatlantik scheitert, mit
derartigen Schicksalsschlägen leben die
Menschen an der Küste seit Jahrhunderten.
Als heute vor 20 Jahren die "München", ein
moderner Spezialfrachter, im selben Gebiet
sank und 28 Personen starben, mischte
sich die Trauer mit Unglauben und
Ratlosigkeit. Bis heute ist das
Verschwinden des Riesenschiffes, das mit
261 Metern nur neun Meter kürzer war als
die Titanic, nicht geklärt - und es wird nie
geklärt werden.
Klar ist, daß vor 20 Jahren ein Orkantief die See rund um die Inselgruppe der Azoren in eine tobende Wassermasse verwandelte und das Unglück auslöste. Übrig blieben von der München vier Rettungsinseln, eine Notfunkboje, zwei Rettungsringe. Von der Ladung blieben drei sogenannte Leichter - riesige, schwimmende, fast 800 Kubikmeter messende Stahlkisten. Mehr als zwei Monate später entdeckte der Bremer Tanker "Delta Gas" das Rettungsboot des Hapag-LLoyd-Frachters. Es schwamm zerschlagen - und leer - im Wasser.
Und dieses Boot bietet im Wirrwarr der mutwilligen Gerüchte und hilflosen Erklärungsversuchen, die seitdem den Untergang umranken, den einzigen Ansatz einer ernstzunehmenden Deutung: Das Boot war nie zu Wasser gelassen worden, es wurde aus den Davits, den Halterungen, gerissen - rund 30 Meter über dem Wasser. Daraus lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Die Besatzung hat nicht versucht, in die Boote zu gehen, das Unglück kam also schnell. Nur eine gigantische Welle, Seeleute nennen sie "Kaventsmann", kann das Boot in einer derartigen Höhe zu Kleinholz schlagen. Möglich ist aber auch, daß zum Beispiel der gewaltige Portalkran des Schiffes aus seiner Verankerung gerissen wurde, und das Schiff so schwere Schlagseite bekam.
Die 1972 gebaute München war das erste Schiff eines neuen Typs in Deutschland. "Lashcarrier" sagen Fachleute dazu: Ein Portalkran setzte die Leichter aus dem Wasser an Deck, das "Lash" steht für "Lighter aboard ship". Mit diesem System ging das Laden und Löschen sehr schnell. Das Schwesterschiff der München, die holländische "Bilderdyk", fuhr noch bis vor einigen Jahren.
61 Reisen absolvierte auch die 44 000 Tonnen tragende München mit Bravour. Am 7. Dezember war sie dann in Bremerhaven ausgelaufen, Kurs Savannah in den Staaten. Nicht einmal ein klares SOS blieb von dieser 62. Fahrt. Sieben Minuten nach Mitternacht hatte der Funker noch mit seinem Kollegen auf dem Frachter "Caribe" geplaudert, und dabei beiläufig erwähnt, daß in schwerer See einige Bullaugen zerschlagen worden und die Brücke beschädigt sei. Besonders beunruhigt hätte er aber nicht geklungen, sagte der Funker später.
Drei Stunden später empfing ein griechisches Schiff ein SOS - verstümmelt, gegen die Funkregeln und mit einer falschen Positionsangabe. Wieso nur? Dem Kollegen auf der "Caribe" hatte der Funker noch die exakte Position mitgeteilt, doch dieser verschwieg sein Wissen über Tage. Das Drama spielte sich so 100 Seemeilen (180 Kilometer) entfernt ab, die Dutzende Schiffe und 13 Flugzeuge konnten also nichts finden.
Erst am 22. Dezember geben die Retter bei
Sonnenuntergang auf. Das Seeamt in
Hamburg, eine Art Gericht für Unfälle auf
See, stellt später in dürren Worten und
wenigen Zeilen fest, daß das Schiff am 13.
Dezember gegen elf Uhr sank. Um diese
Zeit sendete die Seenotfunkboje ein erstes
Mal; sie beginnt damit automatisch, sobald
sie mit Seewasser in Berührung kommt. Da
sie auf dem obersten Deck montiert ist,
heißt dies: beim Sinken oder Kentern.
"Langsames Sinken nach schwerem
Seeschlag", vermutet das Seeamt. Die
Wellenhöhe schätzten die Experten auf bis
zu 30 Meter.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Tierschützer warnen vor dem Kauf billigen Kaviars
Tuesday, 8. December 1998 - 16:49:37
Hamburg - Wilderei und Überfischen bei Stören im Kaspischen
Meer geht nach Erkenntnis von Experten allmählich zurück. Zu diesem
Ergebnis kam ein wissenschaftlicher Experten-Workshop auf der Insel
Vilm bei Rügen ergeben, wie der Internationale Tierschutz-Fonds am
Dienstag in Hamburg mitteilte. Ursache sei offenbar, daß die
Lieferanten wertvollen Kaviars mit dem Zerfall der Sowjetunion
Schutz und Kontrolle verloren hätten. Anrainer des Kaspischen
Meeres hätten zuvor gefischt, was sie fangen konnten und den
schwarzen Markt beliefert.
Nach dem seit April dieses Jahres geltenden Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen Störprodukte - in erster Linie Kaviar -aber nur noch mit Ein- und Ausfuhrdokumenten gehandelt werden. Selbst damit seien die vom Aussterben bedrohten Störarten indes noch lange nicht gerettet. Immerhin hätten die Konferenzteilnehmer aus Rußland, Kasachstan, Aserbeidschan, Iran, den USA und Deutschland jedoch erste Anzeichen für eine Stabilisierung des Bestandes ausgemacht.
Die Menge des illegal auf den Markt gebrachten Kaviars sei um
rund 75 Prozent auf etwa 50 Tonnen gesunken. Petra Deimer vom
Tierschutz-Fonds sagte: «Auch deutsche Verbraucher können zum
Erhalt der Störe beitragen. Auf keinen Fall sollten sie
Billigangebote von Kaviar kaufen. Insbesondere in Supermärkten ist
Vorsicht geboten. Billiger Kaviar ist mit Sicherheit illegal.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Bergungsmannschaften am Wrack der "PALLAS" hoffen auf besseres Wetter
Sunday, 6. December 1998 - 19:57:47
Kiel - Die an dem ausgebrannten Holzfrachter «Pallas» tätigen
Bergungsmannschaften können mit einer Wetterbesserung rechnen.
Diese dürfte das Abpumpen des Öls aus dem vor der Nordseeinsel
Amrum gestrandeten Wrack in die daneben liegende niederländische
Hubinsel «Barbara» erleichtern. Die Sprecherin des
schleswig-holsteinischen Umweltministeriums berichtete am Sonntag,
am Montag abend werde bei schwächerem Wind die Wellenhöhe
voraussichtlich auf einen Meter abnehmen. Das Wrack habe die
bisherigen starken Winde gut überstanden, Risse und Knicks seien
nicht größer geworden.
Am Sonntag wurde den Angaben zufolge kein weiterer Austritt von Öl festgestellt. Am Samstag wurden geringe Ölmengen von hohen Wellen aus Laderäumen ins Meer gespült, jedoch befürchtete man keine neuerliche Verschmutzung der umliegenden Inseln sowie Halligen und Sände.
Am Samstag waren die Wellen zwei Meter hoch, für Sonntag waren Wellenhöhen bis zu dreieinhalb Meter angekündigt. Vorsorglich hatte man die Ladeluken mit Deckeln geschlossen und diese mit Ketten gesichert.
Der Sprecherin zufolge berichtete die Einsatzleitgruppe in
Cuxhaven, wegen der schlechten Wetterbedingungen hätten seit dem
vergangenen Donnerstag nur zehn Kubikmeter auf die «Barbara»
umgepumpt werden können. Am Samstag sei den eingesetzten Tauchern
nur eine Arbeit im Maschinenraum möglich gewesen, in dessen Tanks
nur geringe Ölmengen gefunden worden seien.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
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