EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Dezember 98

Last update: Wednesday, 6. January 1999 - 11:19:19

Sydney-Hobart-Race: Vorwürfe gegen Veranstalter und Rettungsinsel-Hersteller
Wednesday, 30. December 1998 - 22:09:14
SYDNEY. Der Tage nach ihrer Kenterung ist die "Business Post Naiad" kieloben in einen Hafen eingeschleppt worden - an Bord die Leichen des 51jährigen Besitzers und Skippers Bruce Guy und seines Freundes und Nachbarn Phil Skeggs (35). Guy war nach der zweiten Kenterung an einem Herzinfarkt gestorben, Skeggs ertrank in seinem Lifebelt, als das Boot vier bis fünf Minuten kieloben trieb. Die anderen Crwemitglieder hatten sich rechtzeitig befreien können.
John Stanley von der untergangenen Yacht "Winston Curchill" kündigte "Fragen" an den Hersteller der Rettungsinseln an: Die Insel war mit zwei Überlebenden achtmal gekentert und tüchtig zerfetzt worden. Drei Crewmitglieder der "Winston Churchill" waren bei der Kenterung des Schiffes ums Leben gekommen.
Vorwürfe wurden auch gegen den Regatta-Veranstalter Cruising Yacht Club of Australia laut: Ein Meteorologe, der anonym bleiben wollte, sagte, daß Veranstalter und Seenotrettung rechtzeitig informiert worden seien. Zwei Stunden nach dem Start sei die Wetterwarnung an die Regattaleitung weitergegeben worden. Er sei besorgt gewesen, daß die Stärke des Sturms nicht an die Teilnehmer weitergegeben worden sein. Demgegenüber nahmen Teilnemer den Veranstalter in Schutz: Sie seien informiert gewesen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Mittelmeer: Weißer Hai vor Livorno
Wednesday, 30. December 1998 - 22:08:16

LIVORNO. Ein sieben Meter langer und mindestens zwei Tonnen schwerer Weißer Hai hält Fischer und Behörden von Livorno in Atem. Vermutlich hatte der Hai einen Thunfischschwarm verfolgt und wegen der elektromagnetischen Felder der zahlreichen Unterwasserkabel die Orientierung verloren. Auf seinem Rückweg hält er sich offenbar dicht unterhalb der Küste. Angeln, Baden und Fischen wurden verboten. Haie sind in diesem Gebiet selten. Allerdings wurde bei Livorno vor zehn Jahren ein Mensch von einem Hai getötet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler


Subject:        Achtung: NDR-Weih-Sendung!!!!!
Date:                Tue, 29 Dec 1998 17:16:59 -0500
From:                Joachim Preuss 
To:                Peter Walter 

Hi Peter!
Die Agenturmeldung zum Thema Norddeich Radio wurde später korrigiert: Die
NDR-Weihnachtssendung gibt sehr wohl noch, ist gerade erst wieder gelaufen!
Hat wohl ein Kollege (typisch Agentur...) schlecht recherchiert...

Gruß Joachim ;-)))


Sydney-Hobart: Suchaktion wurde eingestellt
Wednesday, 30. December 1998 - 06:49:12
SYDNEY. Die Suchaktion für zwei Vermißte des Sydney-Hobart-Race wurde eingestellt. Es gibt keine Chance mehr, den britischen Olympiateilnehmer Glyn Charles auf der "Sword of Orion" und ein Crewmitglied der gekenterten "Winston Churchill" lebend zu finden. Vier weitere Segler wurden offiziell für tot erklärt. Zeitweilig waren bei der größten SAR-Aktion in der australischen Geschichte 38 militärische und zivile Flugzeuge und Helikopter im Einsatz. 56 Segler wurden abgeborgen. Von 115 gestarteten Yachten gaben 69 auf, etliche Yachten wurden aufgegeben. Der Schaden liegt bei rund 70 Millionen Mark. In Australien und Tasmanine wehten die Flaggen auf halbmast. Der Veranstalter, Cruising Club of Australia, kündigte eine Untersuchung an. Er erwartet schärfere Sicherheitsmaßnahmen.
"Sieger" wurde übrigens die 24 Meter lange "Sayonara" des US-amerikanischen Computer-Milliardärs Larry Ellison (Oracle). Sie bewältigte im Orkan die 630 Meilen lange Strecke in 2 Tagen, 20 Stunden und drei Minuten und blieb damit sechs Stunden unter dem zwei Jahre alten deutschen Rekord der "Morning Glory". Doch Freude kam natürlich nicht auf: "Wir sind nur glücklich, heil das Ziel erreicht zu haben. Wir sind genau durch das Auge des Orkans geseglt. Es war furchtbar, das war kein Rennen", so Ellison (54), der sich die Teilnahme am nächsten Fastnet Race in der Irischen See noch einmal überlegen will. Der Skipper der "Winston Churchill", Richard Winning, der drei seiner Kameraden verlor und mit fünf weiteren Crewmitgliedern nach 36 Stunden aus zwei Rettungsinseln geborgen wurde, will nie mehr ein Boot betreten. Die Regatta war bei Sonnenschein gestartet worden und am Sonntag in der Bass Strait vor Tasmanien in den Orkan geraten.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Sturm bei Sydney-Hobart-Race: Mindestens drei Segler tot, drei vermißt, sechs gerettet, 50 per Heli abgeborgen
Tuesday, 29. December 1998 - 08:12:47

SYDNEY. Mindestens drei Segler sind bei der von schwerem Sturm heimgesuchten Hochseeregatta Sydney-Hobart ums Leben gekommen,drei werden noch vermißt. Sechs Sailors wurden gerettet, nachdem sie mehr als 24 Stunden lang in zehn Meter hohen Wellen bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Knoten in Rettungsinseln gehockt hatten.Am Montag fand die größte Rettungsaktion statt, die es in australischen Gewässern je gab. Mehr als die Hälfte der am zweiten Weihnachtsfeiertag zu dem 630 sm langen Race gestarteten 115 Yachten schieden bisher aus. Fast 50 Segler wurden mittels Hubschraubern aus der tosenden See geborgen, manche in letzter Sekunde.
Insgesamt wurden 30 Helikopter und Flugzeuge sowie Dutzende von Schiffen und Booten eingesetzt. "Es war wie in einer Waschmaschine», berichtete Segler Peter Wright (35). Dutzende erlitten Prellungen, Knochenbrüchen und Abschürfungen. Yachten aller Klassen kenterten durch, Masten brachen, mehrere schwerbeschädigte Schiffe mußten aufgegeben werden. Der erfahrene Hubschrauberpilot Darryl Jones, der sein Leben wie andere Retter fast rund um die Uhr riskierte, hatte nur ein Wort für die Ereignisse: "Grauenvoll. Mehr als 24 Stunden lang war die neunköpfige Crew der "Winston Churchill" vermißt worden. Dann die Meldung: vier Mann in einer Rettungsinsel gefunden. "Das Schlimmste war, daß das verdammte Ding zweimal gekentert ist", berichtete Skipper Richard Winning.
"Ich hätte nicht gern noch eine Nacht da draußen verbracht." Das jüngste Crew-Mitglied, der 19jährige Michael Ryan, hatte schon mit dem Leben abgeschlossen: "Ich dachte nicht, daß wir es schaffen würden." Er will es aber wieder versuchen: "Ich will nach Hobart." Stunden später entdeckten Hubschrauberpiloten in völliger Dunkelheit die zweite Rettungsinsel: doch nur zwei Mann an Bord. Für die anderen drei bestehen nur noch geringe Hoffnungen.
Zwei Tote befinden sich noch immer an Bord der Yacht "Business Post Naiad": Skipper Bruce Guy (51) erlitt vermutlich einen Herzinfarkt bei der Durchkenterung, sein 33jähriger Freund und Nachbar Phil Skeggs konnte sich nicht rechtzeitig aus seinem Lifebelt befreien und ertrank.
Seit eineinhalb Tagen wird der erfahrene britische Olympiateilnehmer Glyn Charles vermißt: Er war über Bord gegangen, als die "Sword of Orion" in Schwierigkeiten gekommen war. Für ihn besteht keine Hoffnung mehr.
Die US-Yacht "Sayonara" stand vor dem Sieg, hatte aber am Abend kaum noch Aussichten, den zwei Jahre alten Rekord der deutschen "Morning Glory" zu brechen. An der Spitze kämpften "Sayonara" und die australische Brindabella" um die Führung. Beide haben noch gute Chancen, den bestehenden Rennrekord der deutschen Morning Glory (zwei Tage, 14:07,10 Stunden) aus dem Jahr 1996 zu unterbieten.
Die «Sayonara» des amerikanischen Milliardärs Larry Ellison erreichte inzwischen als erstes Segelboot den Hafen von Hobart auf Tasmanien. Nach seiner Ankunft sagte Ellison mit Tränen in den Augen, er habe so etwas noch nie ansatzweise erlebt: «Es war grauenhaft.» Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Bei Norddeich-Radio heißt es «over and out»
Tuesday, 29. December 1998 - 08:39:43
Frankfurt/Main - In der deutschen Seefahrt gibt es einen Satz mit magischer Kraft. «Hier ist Norddeich-Radio», lautet er, und sobald er an Bord erklang, wurden aus rauhbeinigen Seeleuten Mutterns Lieblinge, sehnsuchtsvolle Ehemänner und heimwehgeplagte Familienväter. Denn die Küstenfunkstelle Norddeich-Radio stellte fast ein Jahrhundert lang den Kontakt zwischen Schiffen in aller Welt und dem deutschen Festland - vorzugsweise zwischen den Seeleuten und ihren Angehörigen - her. Doch damit ist jetzt Schluß, am 31. Dezember schaltet der diensthabende Funker die Geräte endgültig ab.

Dabei war diese Jahreszeit früher die Hauptbetriebszeit in Utlandshörn unweit des Norderney-Fährhafens Norddeich, wie der amtierende Betriebsleiter Johann Erdmann berichtet. In den Tagen um Weihnachten und Silvester kamen die Funker sonst nicht zur Ruhe. Da mußten massenhaft Grußtelegramme versandt und private Telefongespräche vermittelt werden, bis in die hintersten Ecken der sieben Weltmeere, je nachdem, wo das Schiff mit dem Sohnemann, Bräutigam oder Familienvater gerade schaukelte.

Der Norddeutsche Rundfunk machte daraus ein kollektives Weihnachtserlebnis für den ganzen Norden und ließ an Heiligabend in der Sendung «Gruß an Bord» einige Verbindungen auf seine Kosten schalten. In mancher Seemannsfamilie wurde seitdem erst mit der Bescherung begonnen, wenn der Moderator Hermann Rockmann die Seeleute in aller Welt gegrüßt und ihnen ein frohes Fest gewünscht hatte. 260 Mitarbeiter beschäftigte Norddeich-Radio damals.

Die Funksprüche waren allerdings nicht immer verständlich, vor allem, wenn die Absender keine Ahnung von den Besonderheiten des Mediums hatten. Erdmann erinnert sich an einen Auftrag, bei dem die Station eine telegrafische Verbindung zwischen einem Schiff mit einem erkrankten Matrosen an Bord und einem Arzt im Hafenkrankenhaus Cuxhaven herstellte. Der Doktor ließ die Empfehlung «Bier in Maßen» übermitteln - nicht ahnend, daß es im Morsealphabet kein ß gibt und beim Empfänger deshalb der Rat «Bier in Massen» ankam.

Das Aus kam mit der Satellitentelefonie

Doch das war einmal. Satellitentelefone bieten längst sicherere und bessere Verbindungen, für die eine Vermittlungsstelle nicht mehr nötig ist. Die NDR-Weihnachtssendung gibt es schon lange nicht mehr, und auch die Morsetelegrafie wurde 1995 eingestellt. Zwei Jahre später kam für das nach der Wende angegliederte DDR-Pendant Rügen-Radio das Aus.

Auch die bisher wahrgenommenen Sicherheitsaufgaben konnten Norddeich-Radio nicht retten: Seit Beginn der 90er Jahre wird weltweit ein neues satellitengestütztes Seenotfunksystem aufgebaut, Morsefunker werden dafür nicht mehr gebraucht. Die vorerst noch verbleibenden Sicherheitsfunktionen hat vor zwei Wochen die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen übernommen. Nur den UKW-Verkehr in Küstennähe wickelten die Funker in den vergangenen Tagen noch ab, wie Erdmann berichtet.

Die Übertragungsweise war zuletzt veraltet, aber Nordeich-Radio hatte einmal als hochmoderne Einrichtung begonnnen, und zwar auf Initiative von Kaiser Wilhelm. Der hatte sich 1905 auf einer Mittelmeerfahrt befunden und vergeblich über eine von einer britischen Firma betriebene Küstenfunkstelle nach Deutschland zu telegrafieren versucht. Die von ihm in Auftrag gegebene deutsche Funkstelle wurde 1907 eröffnet, war mit modernster Technik ausgerüstet und konnte bereits bis zu 2.000 Kilometer weit funken. Ein Beamter bediente damals die Maschinen, während vier andere die per Post eingegangenen Nachrichten in den Äther morsten. Ihre derzeitigen Amtsnachfolger werden am 1. Januar von der Betreiberin der Küstenfunkstelle, der als Bundespost-Nachfolgerin zuständigen Deutschen Telekom, als Angestellte des dort eingerichteten neuen Service- und Informationszentrums übernommen.

Nur eine Aufgabe bleibt ihnen zuvor noch zu erledigen. Der letzte Funkspruch muß um die Welt gehen: «This is Norddeich-Radio, this is Norddeich-Radio. Goodbye, goodbye forever. Over and out.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Zwei Tote bei Regatta vor Australien
Monday, 28. December 1998 - 07:10:41
Sydney - Bei einer Segelregatta vor der australischen Küste sind bei Stürmen und hohem Seegang mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Die Verunglückten gehörten zur Mannschaft der «Business Post Naiad», die an der Regatta Sydney-Hobart teilnahm. Der Besatzung eines Rettungshubschraubers gelang es am Montag, die anderen sieben Crewmitglieder von der gekenterten Jacht zu retten. Über die genaue Todesursache gab es zunächst keine Informationen. Drei weitere Boote waren verschollen; ein Seemann einer Jacht wurde am Sonntag abend von Bord gespült und wurde seitdem vermißt. Der Sprecher der Regatta erklärte, das Rennen werde vermutlich trotz der Unglücksfälle weitergeführt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ins Wasser navigiert
Monday, 28. December 1998 - 07:39:54
Berlin - Weil das GPS-Navigationsgerät seines Autos den Weg nicht genau kannte, ist ein 57jähriger Autofahrer mitsamt Fahrzeug und Beifahrerin am ersten Weihnachtsfeiertag in die Havel gestürzt.Beide Insassen blieben unverletzt. Das Gps-Navigationsgerät hatte offenbar die Fähre Caputh bei Potsdam nicht eingespeichert und statt dessen eine Brücke ausgewiesen: Der Fahrer war deshalb einfach geradewegs ins Wasser gefahren. Das Auto, das vier Meter entfernt auf dem Grund der Havel lag, wurde geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Sturm beim Sydney-Hobart-Race - ein Segler vermisst
Sunday, 27. December 1998 - 20:13:31
Bei strahlendem Sonnenschein wurde das traditionreiche 1000-Meilen Race Sydney-Hobart gestartet. Keiner der Segler ahnte unter welchen Bedingungen dieses Rennen gesegelt werden solte: Am 27.12. brach eine Sturmfront über das Regattafeld herein, 37 von über hundert Racern mussten teilweise entmastet aufgeben. Viele Crews wurden von Helikoptern abgeborgen. Ein Segler wird immer noch vermisst. Er soll wenig bis keine Überlebenschanchen haben.
Originalton Fernsehnachrichten: "Ein gutes hat der Sturm doch: Diejenigen Yachten, die durchkommen, haben gute Chancen, den Streckenrekord zu brechen."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Fahnder beschlagnahmen 19 Tonnen Cannabis
Saturday, 26. December 1998 - 22:47:39
Amsterdam - Die niederländischen und britischen Zollbehörden haben an Weihnachten in einer gemeinsamen Aktion in der Nordsee 19 Tonnen Marihuana beschlagnahmt.
Wie das niederländische Fernsehen heute berichtete, wurden bei der Aktion am Heiligen Abend 200 Kilometer vor der niederländischen Küste zwölf Personen festgenommen. Unter ihnen befanden sich auch zwei Anführer des Drogenrings, ein Niederländer und ein Brite. Die Fahnder griffen zu, als das Cannabis von einem Schiff auf einen kleineren Fischkutter umgeladen wurde. Das Marihuana hatte einen geschätzten Straßenverkaufswert von 190 Millionen Gulden (167 Millionen Mark). Der Aktion waren längere Ermittlungen vorausgegangen. Nach Behördenangaben kamen die für den Verkauf in Europa bestimmten Drogen aus Nordafrika.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Atlantik: Spanischer Kutter mit acht Fischern gesunken
Saturday, 26. December 1998 - 15:52:25

SAN SEBASTIAN. Vor der französischen Atlantikküste ist vermutlich ein spanischer Fischkutter mit der achtköpfigen Crew gesunken. Eine Woche lang wurde mit Hubschraubern und Schiffe gesucht - ohne Ergebnis. An Bord des 23 Meter langen Holzbootes "Marero" waren auch drei Brüder im Alter von 28, 30 und 32 Jahren. Das Schiff sollte Heiligabend in seinen Heimathafen Pasajes nahe San Sebastian in Nordspanien zurückkehren. Der Kapitän hatte sich zuletzt am vergangenen Samstag 45 sm westlich von Arcachon gemeldet. Zu der Zeit habe äußerst rauhe See mit bis zu zwölf Meter hohen Wellen geherrscht, berichteten andere Fischer: "Das Meer war aufgewühlt wie nach einem Seebeben." Die Meteorologen wurden kritisiert, sie hätten weitaus besseres Wettervorhergesagt. Die 40 Jahre alte "Marero" sollte nächstes Jahr verschrottet werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Nordsee: Bergungs-Arbeiten auf der "Pallas" wegen Sturms unterbrochen
Saturday, 26. December 1998 - 15:53:09

AMRUM. Die Bergungsarbeiten auf dem Wrack der "Pallas" sind am Samstag wegen Sturms unterbrochen worden. "Die Wellen schlagen bei Windstärken von acht und neun in drei Metern Höhe über das Schiff», so eine Sprecherin des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums. Es sei möglich, daß kleinere Ölreste und Ölfahnen aus dem havarierten Frachter austreten könnten. Der Frachter liege aber nach wie vor in einer stabilen Position. Auf der "Pallas" befinden sich noch etwa 20 bis 30 Tonnen Restöl, die weiter abgesaugt werden müssen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Ostee: Sturm behindert Fährverkehr
Saturday, 26. December 1998 - 15:51:14

ROSTOCK. Der Sturm über der Ostsee hat auf den Fährlinien und direkt an der Küste von Mecklenburg-Vorpommerns den Weihnachtsfahrplan durcheinandergewirbelt: Die TT-Line stellte am Samstag den Verkehr mit ihrem Hochgeschwindigkeits-Katamaran «Delphin» zwischen Rostock und Trelleborg in Schweden vorübergehend ein. Auf der Route von Stahlbrode nach Glewitz/Rügen mußten die Überfahrten zeitweise unterbrochen werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Drei tote Soldaten an japanischer Küste angespült
Saturday, 26. December 1998 - 07:31:49
Tokio - An der westjapanischen Küste bei Takahama sind am Freitag die Leichen von drei Männern angetrieben worden, bei denen es sich möglicherweise um nordkoreanische Soldaten handelt. Doch wies die japanische Polizei am Abend Spekulationen zurück, wonach es sich um Besatzungsmitglieder eines am 18. Dezember von der südkoreanischen Marine versenkten nordkoreanischen Schnellbootes handelt. Die am Freitag angeschwemmten Leichen seien schon so stark verwest gewesen, daß es höchst unwahrscheinlich sei, daß sie sich erst eine Woche auf dem Wasser befunden hätten. Vielmehr müßten die Männer länger auf See getrieben sein.
Nach Angaben der Polizei lagen die Toten in einem kleinen Holzfloß. Sie hatten grüne Uniformen an, wie sie in den Streitkräften Nordkoreas üblich sind. Einer trug als Rangabzeichen einen Stern am Kragen. Das nordkoreanische Schnellboot war vor einer Woche bei einem Feuergefecht vor der Küste Südkoreas versenkt worden. Südkoreanische Soldaten fanden die Leiche eines Besatzungsmitglieds. Es sollen aber vier Männer an Bord gewesen sein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Retter geben vermißte spanische Fischer auf
Thursday, 24. December 1998 - 16:52:55
Paris - Nach sechs Tagen erfolgloser Suche hat der französische Seenotrettungsdienst am Donnerstag ein spanisches Fischerboot mit acht Mann Besatzung aufgegeben. Die «Marero» aus dem baskischen Hafen Pasajes war am vergangenen Samstag bei schwerem Sturm 90 Kilometer vor Bayonne verschwunden. Wie die französischen Behörden mitteilten, wurden alle Schiffe in dem Gebiet aufgerufen, nach Anzeichen über den Verbleib der Fischer Ausschau zu halten. Gefunden wurde jedoch gar nichts.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Mittelmeer: Fähre vor Ibiza in Sturm geraten - fünf Passagiere verletzt
Tuesday, 22. December 1998 - 06:05:57

IBIZA. Auf dem Weg von Ibiza nach Denia bei Alicante ist eine Fähre in einen Sturm geraten. In schwerem Seegnag wurden fünf Passagiere verletzt, das Schiff mußte wegen der hohen Seen umkehren.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Mittelmeer: Zwei Flüchtlingsboote verunglückt - neun Tote
Tuesday, 22. December 1998 - 06:05:45

GIBRALTAR. Wieder sind afrikanische Flüchtlinge bei dem Versuch, die Meerenge von Gibraltar zu überwinden, ums Leben gekommen. Vor Ceuta kenterte ein Bott mit 19 Menschen, zwei ertanken, drei wurden verletzt gerettet, acht schwammen an Land. Acht weitere werden vermißt. Am Untegagosrt wurden fünf Ballen Haschisch entdeckt. An der Costa del Sol geriet ein Schlauchboot mit sechs Flüchtlingen in Seenot. Ein türkischer Frachter kam zu Hilfe, konnte einen Flüchtling aber nur noch tot bergen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Blinde Passagiere leben gefährlich
Tuesday, 22. December 1998 - 06:04:58

HAMBURG. Wer als blinder Passagier ("Stowaway") reist, lebt gefährlich: Weil Kapitäne und Reederein gezwungen sind, den blinden Passagier wieder mitzunehmen und monate-, oft jahrelang zu versorgen, wenn das entsprechende Land die Aufnahme verweigert, werden immer mehr "Stowaways" über Bord geworfen oder regelrecht ermordet: Nach Angaben der Int. Transportarbeiter Föderation sind im vergangenen Jahr im Londoner Hafen drei Menschen ermordet worden, zwei davon wurden mit Insektenschutzmitteln im Laderaum vergast. 1997 wurden indeutschen Häfen 129 blinde Passagiere entdeckt. Nach Vernehmung und Untersuchungshaft geht’s meist wieder zurück aufs Schiff.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Seemanns-Weihnacht im Rostocker Hafen
Monday, 21. December 1998 - 06:14:19
Rostock. Nicht nur eine Seefahrt verspricht lustig zu sein. Auch auf Schiffen, die im Hafen liegen, soll es amüsant zugehen. Eine Probe aufs Exempel kann derzeit in Rostock gemacht werden.

Peter Heine vom Organisationsbüro der Hanse-Sail vermittelt Erlebnisgastronomie und Übernachtungen an Bord von ankernden Segelschiffen. Die Neugier auf einen Hauch von Seemanns-Weihnacht sollte sich aber gruppenweise einstellen, schränkt der Mann vom Buchungsservice ein. Und die Gruppen könnten getrost größer sein. Zwei, drei Dutzend Menschen und mehr seien problemlos unterzubringen. Der Mann hat leicht reden, denn es geht um Großsegler.

Unter denen, die im Rostocker Stadthafen ins Winterquartier gegangen sind, ist auch die "Sedov". Sie gilt als das größte fahrende Segelschiff der Welt. Die Viermastbark hat eine Länge von 117,5 Metern. Die Hansestadt verspricht sich von ihrem Hiersein einiges. Vor allem solle sie auch zur Winterzeit maritim interessierte Besucher an die Warnow locken, heißt es. Die können schon vom Kai aus sehen, daß bei Temperaturen unter minus 10 Grad Celsius selbst die wachhabenden russischen "Eisbären" Erwärmungsgymnastik praktizieren. Und sie dürfen gegen einen kleinen Obolus einen Großteil des Schiffes besichtigen.

Die Hanse-Sail offenbart sich damit als ein ganzjährig arbeitendes Unternehmen. Deren Geschäftsräume sind einen Schneeballwurf weit von der "Sedov" entfernt. Hier ist zu erfahren, daß sich partnerschaftliche Interessen mit der Quartiergabe und -nahme verbinden. Die günstigen Konditionen, die Rostock den Wintergästen mache, sei sozusagen ein Dankeschön für deren Zusage, auch im Sommer zur 99er Sail wieder mit dabeizusein. Um die Anwesenheit der Windjammer auf Seglertreffen und Regatten, heißt es, werde weltweit gerungen. Sie seien die begehrten Publikumsmagneten.

Die Rostocker aber werden wohl nicht lange betteln müssen. Ihre Hilfsbereitschaft für die Segelschiffe und Besatzungen aus Rußland und der Ukraine dürfte sich herumgesprochen haben. In den nächsten Tagen soll denn auch wieder die "Mir" hier eintreffen. Für deren Erhalt setzt sich seit 1995 ein Freundeskreis an der Warnow ein. Seinerzeit ist dieses Schiff auf der Neptunwerft wieder flottgemacht worden. Einen ähnlichen Auftrag für die "Sedov" zu erhalten, ist zu hören, bemühe sich das Unternehmen derzeit. Mitbewerber ist die Danziger Werft. Der Auftrag soll immerhin zwei MillionenMark umfassen.

Sollte die "Sedov" ihren TÜV in Rostock bekommen, wäre dies ein enorm großes Plus für den maritimen Charakter der Stadt, sagt Roland Methling. Der Chef der Hanse-Sail verrät auch, was in gut einem Jahr Großes dafür getan werden soll. Zum Jahreswechsel 2000 sei geplant, um die "Sedov" und die "Mir" Ostseefährschiffe zu scharen. Zwischen Warnemünde und Gedser solle dann ordentlich gefeiert werden. Ein Höhenfeuerwerk werde von den Schiffen aus gezündet, und ein baltisches Sinfonieorchester werde musizieren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Nordsee: Wieder Öl aus der "Pallas" ausgetreten
Sunday, 20. December 1998 - 20:10:50

AMRUM. Au der "Pallas" haben schwere Seen wieder Öl herausgespült. Rund 300 Liter wurden vom Ölbekämpfungsschif "Knechtsand" aufgenommen. Ein Ende der Arbeiten am Wrack ist nicht in Sicht. Bisher wurden etwa 250 Tonnen Öl aus den Luken abgeschöpft.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Ostsee: Havarierter Kutter bei Schleppversuch aufgelaufen
Sunday, 20. December 1998 - 19:26:15

FEHMARN. Der bei einer Havarie mit einem Containerschiff beschädigte Fischkutter "Bornholm" ist bei einem Schleppversuch von drei anderen Kuttern etwa 2,4 sm vor Fehmarn nach Wassereinbruch auf Grund gelaufen. Er liegtauf etwa 15 Meter Wassertiefe.Etwa 60 bis 80 Liter Diesel sind ausgetreten, an Bord befinden sich noch rund 13 Tonnen Treibstoff. Mit weiterem Ölaustritt wird nicht gerechnet. Das Feuerlösch- und Ölbekämpfungsschif "Kiel" ist zur Unglücksstelle beordert worden. Ein erster Bergungsversuch mit dem Schwimmkran "Bugsier 12" und dem Hochseeschlepper "Thor" wurde abgebrochen, nun soll ein Bergungskonzept erarbeitet werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Operation per eMail
Saturday, 19. December 1998 - 20:01:33
Boston, Dezember 1998. Mit einer Operationsanleitung per E-Mail hat der US-Arzt Daniel Carlin dem Segler Victor Jasikow das Leben gerettet. Der Russe, der waehrend einer Regatta für Einhandsegler 645 Kilometer vom naechsten Hafen entfernt war, meldete einen Bruch im rechten Ellenbogen, der ohne Behandlung toedlich sein kann. Ueber ein solarbetriebenes Mailsystem fuehrte Carlin dem Russen das Operationsmesser und beschrieb ihm, wie er seinen Arm aufschneiden und verbinden muß. Nach der erfolgreichen Selbstverarztung konnte Jasikow seine Fahrt fortsetzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS, nach einem Bericht von Otto Slawicek, ÖSV

Spionage-U-Boot: Gift in Leiche von Nordkoreaner gefunden
Saturday, 19. December 1998 - 17:49:32

SEOUL. In der Leiche eines geborgenen mutmaßlichen nordkoreanischen Spions (siehe unten) wurden Giftspuren gefunden. Das könnte drauaf hinweisen, daß sich einige der Besatzungsmitglieder des Bootes selbst getötet haben könnten, bevor die südkoreanische Kriegsmarine das Schiff versenkte. Nordkoreanische Agenten seien darauf trainiert, Selbstmord zu begehen, um nicht der südkoreanischen Armee in die Hände zu fallen, sagte ein Ministeriumssprecher.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Ostsee: Kutter nach Havarie mit Frachter gesunken
Saturday, 19. December 1998 - 00:18:21

FEHRMARN. Ein deutscher Fischkutter ist nach der Kollision mit einem Containerschiffzehn sm nordöstlich vonFehmarn gesunken. Die drei Fischer wurden von einem Küstenwachboot und dem Seenotkreuzer "J.T. Essberger" geborgen. An dem deutschen Containerschiff entstand nur geringer Sachschaden. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch unklar, zum Zeitpunkt des Unglückes herrschte schlechte Sicht.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Pazifik: Südkoreaversenkt mutmaßliches Spionage-U-Boot
Saturday, 19. December 1998 - 00:18:05

SEOUL.Südkoreanische Marineschiffe und Jagdflieger haben nach einer sechsstündigen Verfolgungsjagd an ihrer Küste ein mutmaßliches nordkoreanisches Spionage-Boot versenkt. Ein mit einer Handgranate bewaffneterNordkoreaner in einem Taucheranzug wurde tot geborgen. Das Spionage-Boot mit mindestens vier Besatzungsmitgliedern an Bord war abends etwa eine sm vor der Hafenstadt Yosu aufgespürt worden. Nach der Entdeckung haben Marine-Einheiten die Verfolgung aufgenommen und zunächst Warnschüsse abgegeben. Südkoreanische Schiffe haben es dann um 06.50 Uhr (Ortszeit) etwa 100 Kilometer vor der Insel Koje mit Geschützfeuer zerstört und versenkt. Das Boot war ein etwa 8,50 Meter langes Spezialfahrzeug, das fast vollständig tauchen und fünf bis sechs Menschen aufnehmen kann. Erst im Juni war einem südkoreanischen Fischer ein Mini-U-Boot mit neun toten Crewmitgliedern ins Netz gegangen. Es wird vermutet, daß mit solchen Booten Agenten abgesetzt oder aufgenommen werden.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Pazifik: Crew von Kreuzfahrtschiff rettet abgestürzten Piloten
Thursday, 17. December 1998 - 23:33:45

NICARAGUA. Die Crew des Kreuzfahrtschiffes "Deutschland" hat im Pazifik rund 70 sm vor der Küste von Nicaragua den Piloten eines abgestürzten Sportflugzeugs gerettet. Das Flugzeug kreiste mehrfach über der "Deutschland" und stürzte dann ins Meer. Elf Minuten später sei der Mann in einem schnell zu Wasser gelassenen Boot gerettet worden. Eine zweite Person konnte nur noch tot geborgen werden. Der aus Guatemala stammende Pilot gab später an, er habe mangels Treibstoff schnellstmöglich die Nähe eines Schiffes gesucht und dann eine Notladung versucht. An Bord der Maschine seien lediglich zwei Personen gewesen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Atlantik: 18 Fischer aus Seenot gerettet
Thursday, 17. December 1998 - 06:30:08
LA CORUNA. Insgesamt 18 Fischer aus Spanien und Portugal sind von ihrem leckgeschlagenen Schiff im Atlantik gerettet worden. Die Crew des unter britischer Flagge laufenden Trawlers "Sea Dog" war 175 sm vor der Küste Irlands in Seenot geraten. Das Fischereischiff "Capricho", das den Notruf aufgefangen hatte, schickte Rettungsboote für die elf portugiesischen und sieben spanischen Fischer. Verletzt wurde niemand. Die Ursache des Unglücks und das Schicksal der "Sea Dog" waren zunächst nicht bekannt. Der Heimathafen beider Schiffe ist La Coruna im Nordwesten Spaniens.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Arbeiten auf der «Pallas» laufen auf Hochtouren
Kein neues Öl ausgelaufen - Noch kein Auseinanderbrechen des Wracks erwartet
Wednesday, 16. December 1998 - 17:43:31
Kiel - Bei ruhigem Wetter sind die Arbeiten an dem vor Amrum gestrandeten Holzfrachter «Pallas» am Samstag auf Hochtouren weitergegangen. «Es soll zwar aufbrisen auf Windstärke sechs», sagte Johannes Oelerich von der Einsatzleitung in Husum. Die so entstehenden Wellen von etwa einem Meter Höhe hätten aber keine Bedeutung für die weiteren Arbeiten, die planmäßig verliefen.

Oelerich beschrieb die «Pallas» als stabil und sagte, die Gefahr, daß der Frachter auseinanderbreche, sei nicht weiter gestiegen. Auch sei kein weiteres Öl ausgelaufen. Allerdings berichtete das Kieler Umweltministerium am Samstag von neuen «sehr geringen Ölanlandungen» auf der Insel Föhr, die am Montag beseitigt werden sollten.

Im Wrack lagern nach Ministeriumsangaben noch rund 500 Tonnen Schwer- und Dieselöl. Bislang seien 102,4 Tonnen Schweröl geborgen worden. Grund für den nur langsamen Fortschritt der Abpumparbeiten sei die mögliche Beschädigung aller Doppelbodentanks. Erhebliche Ölmengen seien deshalb in die benachbarten Laderäume ausgelaufen -diese seien aber schwerer zu erreichen. Bislang liefen nach offizieller Darstellung rund 50 Tonnen Öl aus dem 147 Meter langen Schiff. Die Zahl der im Öl verendeten oder getöteten Vögel gab das Ministerium mit 10.100 an.

Am Samstag morgen machte zunächst das Schiff «Renate» an der Unglücksstelle fest. Oelerich sagte, im Laufe des Tages sollten die von ihr transportierten Stahlrohre ausgebracht werden: Sechs lange Pfähle werden dabei in den Meeresgrund gerammt, um die Hubinsel «Barbara» zu schützen, falls das Wrack umkippt. Ein erster Versuch, die Rohre zur «Barbara» zu bringen, war am Donnerstag am hohen Wellengang gescheitert. Außerdem würden im Laufe des Tages sogenannte Fender an der Barbara festgemacht, um anlegende Schiffe zu schützen, sagte Oelerich.

Der Bundeswehr-Hubschrauber, der am Vortag wegen schlechter Sicht abdrehen mußte, bevor er einen Generator von einem Lukendeckel abtransportieren konnte, konnte auch am Samstag seinen Auftrag nicht ausführen. Es herrschte nach Oelerichs Angaben Seenebel mit Sichtweiten von etwa 50 Metern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Polarstern soll Station im Eis bergen
Wednesday, 16. December 1998 - 17:29:50
Bremerhaven. Das deutsche Forschungsschiff "Polarstern" ist in der letzten Nacht von Bremerhaven aus zu seiner wohl schwierigsten Mission aufgebrochen. In der Antarktis soll das Schiff des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung unteranderem versuchen, die auf einer großen Eisscholle treibende sogenannte Filcher-Station zu bergen. Die unbemannte Forschungseinrichtung driftet seit Anfang Oktober auf einerabgebrochenen Eisinsel durch das antarktische Weddellmeer.
Nach Angaben des Instituts wird die "Polarstern" vermutlich am 25. Januar die Eisinsel erreichen. Dann soll damit begonnen werden, die Station abzubauen und die Ausrüstung an Bord zu nehmen. Auf der fünf Monate dauernden Reise ist neben wissenschaftlichen Forschungen vor allem zur Ozeanographie auch der Austausch des derzeitigen Forscherteams in der Neumayer-Station vorgesehen.
Fast 15 Monate werden die neun Bewohner der Station im Eis derAntarktis verbracht haben, wenn sie an der Bord der "Polarstern" die Rückreise nach Deutschland antreten werden. Ihre Arbeit in der Neumayer-Station übernimmt dann ein neues Forscherteam - zwei Frauen und sieben Männern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Kreuzfahrtschiff «Monarch of the Sea» in der Karibik auf Riff aufgelaufen
Tuesday, 15. December 1998 - 18:09:00
Philipsburg/St.Maarten - Das amerikanische Kreuzfahrtschiff «Monarch of the Sea» ist am Dienstag in der Karibik auf ein Riff aufgelaufen. Der 74 000-Tonnen-Dampfer, derunter norwegischer Flagge fährt, befand sich auf einer Kreuzfahrt von Puerto Rico auf die französische Karibikinsel Martinique. Die "Monarch of theSea" rammte mit 3500 Menschen an Bord vor der Antillen-Insel Saint Martin einen Felsen, als der US-Luxusliner nachts den Hafen von Philipsburg verließ. Durch drei Lecks drang Wasser in das Schiff ein.
Der Kapitän setzte die "Monarch of the Sea" sicherheitshalber auf einer Sandbank auf. Fischer der Insel St. Maarten halfen den 2.354 Passagieren, sicher an Land zu gelangen. «Das war ein ziemliches Drama, aber niemand wurde verletzt», sagte ein Hotelangestellter, der die Rettungsaktion beobachtete.
Ein Teil der Passagiere mußte bei der hektischen Aktion das Schiff im Nachthemd verlassen, andere waren noch im Abendkeid. Das Schiff führt regelmäßig Touristen von Puerto Rico aus durch die Karibik.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Nordsee: Kutter im Sturm gekentert - Fischer ertrunken
Tuesday, 15. December 1998 - 07:21:49

BREMERHAVEN. In schwerem Sturm ist vor Bremerhaven ein zehn Meter langer Fischkutter gekentert. Vom Kapitän fehlt jede Spur. Die "Luise" wurde kopfüber im Wattenmeer gefunden, der Mast steckte im Sand. Taucher versuchten, ins Wrack vorzudringen, mußten aber wegen einbrechender Dunkelheit aufgeben.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Saturday, 12. December 1998 - 07:45:16
Vor 20 Jahren sank die "München" - das Unglück ist bis heute nicht geklärt

Als vor gut 40 Jahren der deutsche Frachtsegler "Pamir" im Hurrikan bei den Azoren verloren ging, war die Trauer groß. Immerhin aber war das Unglück begreifbar. Ein Segler, der in der tosenden See im Nordatlantik scheitert, mit derartigen Schicksalsschlägen leben die Menschen an der Küste seit Jahrhunderten. Als heute vor 20 Jahren die "München", ein moderner Spezialfrachter, im selben Gebiet sank und 28 Personen starben, mischte sich die Trauer mit Unglauben und Ratlosigkeit. Bis heute ist das Verschwinden des Riesenschiffes, das mit 261 Metern nur neun Meter kürzer war als die Titanic, nicht geklärt - und es wird nie geklärt werden.

Klar ist, daß vor 20 Jahren ein Orkantief die See rund um die Inselgruppe der Azoren in eine tobende Wassermasse verwandelte und das Unglück auslöste. Übrig blieben von der München vier Rettungsinseln, eine Notfunkboje, zwei Rettungsringe. Von der Ladung blieben drei sogenannte Leichter - riesige, schwimmende, fast 800 Kubikmeter messende Stahlkisten. Mehr als zwei Monate später entdeckte der Bremer Tanker "Delta Gas" das Rettungsboot des Hapag-LLoyd-Frachters. Es schwamm zerschlagen - und leer - im Wasser.

Und dieses Boot bietet im Wirrwarr der mutwilligen Gerüchte und hilflosen Erklärungsversuchen, die seitdem den Untergang umranken, den einzigen Ansatz einer ernstzunehmenden Deutung: Das Boot war nie zu Wasser gelassen worden, es wurde aus den Davits, den Halterungen, gerissen - rund 30 Meter über dem Wasser. Daraus lassen sich zwei Schlüsse ziehen: Die Besatzung hat nicht versucht, in die Boote zu gehen, das Unglück kam also schnell. Nur eine gigantische Welle, Seeleute nennen sie "Kaventsmann", kann das Boot in einer derartigen Höhe zu Kleinholz schlagen. Möglich ist aber auch, daß zum Beispiel der gewaltige Portalkran des Schiffes aus seiner Verankerung gerissen wurde, und das Schiff so schwere Schlagseite bekam.

Die 1972 gebaute München war das erste Schiff eines neuen Typs in Deutschland. "Lashcarrier" sagen Fachleute dazu: Ein Portalkran setzte die Leichter aus dem Wasser an Deck, das "Lash" steht für "Lighter aboard ship". Mit diesem System ging das Laden und Löschen sehr schnell. Das Schwesterschiff der München, die holländische "Bilderdyk", fuhr noch bis vor einigen Jahren.

61 Reisen absolvierte auch die 44 000 Tonnen tragende München mit Bravour. Am 7. Dezember war sie dann in Bremerhaven ausgelaufen, Kurs Savannah in den Staaten. Nicht einmal ein klares SOS blieb von dieser 62. Fahrt. Sieben Minuten nach Mitternacht hatte der Funker noch mit seinem Kollegen auf dem Frachter "Caribe" geplaudert, und dabei beiläufig erwähnt, daß in schwerer See einige Bullaugen zerschlagen worden und die Brücke beschädigt sei. Besonders beunruhigt hätte er aber nicht geklungen, sagte der Funker später.

Drei Stunden später empfing ein griechisches Schiff ein SOS - verstümmelt, gegen die Funkregeln und mit einer falschen Positionsangabe. Wieso nur? Dem Kollegen auf der "Caribe" hatte der Funker noch die exakte Position mitgeteilt, doch dieser verschwieg sein Wissen über Tage. Das Drama spielte sich so 100 Seemeilen (180 Kilometer) entfernt ab, die Dutzende Schiffe und 13 Flugzeuge konnten also nichts finden.

Erst am 22. Dezember geben die Retter bei Sonnenuntergang auf. Das Seeamt in Hamburg, eine Art Gericht für Unfälle auf See, stellt später in dürren Worten und wenigen Zeilen fest, daß das Schiff am 13. Dezember gegen elf Uhr sank. Um diese Zeit sendete die Seenotfunkboje ein erstes Mal; sie beginnt damit automatisch, sobald sie mit Seewasser in Berührung kommt. Da sie auf dem obersten Deck montiert ist, heißt dies: beim Sinken oder Kentern. "Langsames Sinken nach schwerem Seeschlag", vermutet das Seeamt. Die Wellenhöhe schätzten die Experten auf bis zu 30 Meter.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Tierschützer warnen vor dem Kauf billigen Kaviars
Tuesday, 8. December 1998 - 16:49:37
Hamburg - Wilderei und Überfischen bei Stören im Kaspischen Meer geht nach Erkenntnis von Experten allmählich zurück. Zu diesem Ergebnis kam ein wissenschaftlicher Experten-Workshop auf der Insel Vilm bei Rügen ergeben, wie der Internationale Tierschutz-Fonds am Dienstag in Hamburg mitteilte. Ursache sei offenbar, daß die Lieferanten wertvollen Kaviars mit dem Zerfall der Sowjetunion Schutz und Kontrolle verloren hätten. Anrainer des Kaspischen Meeres hätten zuvor gefischt, was sie fangen konnten und den schwarzen Markt beliefert.

Nach dem seit April dieses Jahres geltenden Washingtoner Artenschutzabkommen dürfen Störprodukte - in erster Linie Kaviar -aber nur noch mit Ein- und Ausfuhrdokumenten gehandelt werden. Selbst damit seien die vom Aussterben bedrohten Störarten indes noch lange nicht gerettet. Immerhin hätten die Konferenzteilnehmer aus Rußland, Kasachstan, Aserbeidschan, Iran, den USA und Deutschland jedoch erste Anzeichen für eine Stabilisierung des Bestandes ausgemacht.

Die Menge des illegal auf den Markt gebrachten Kaviars sei um rund 75 Prozent auf etwa 50 Tonnen gesunken. Petra Deimer vom Tierschutz-Fonds sagte: «Auch deutsche Verbraucher können zum Erhalt der Störe beitragen. Auf keinen Fall sollten sie Billigangebote von Kaviar kaufen. Insbesondere in Supermärkten ist Vorsicht geboten. Billiger Kaviar ist mit Sicherheit illegal.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

Bergungsmannschaften am Wrack der "PALLAS" hoffen auf besseres Wetter
Sunday, 6. December 1998 - 19:57:47
Kiel - Die an dem ausgebrannten Holzfrachter «Pallas» tätigen Bergungsmannschaften können mit einer Wetterbesserung rechnen. Diese dürfte das Abpumpen des Öls aus dem vor der Nordseeinsel Amrum gestrandeten Wrack in die daneben liegende niederländische Hubinsel «Barbara» erleichtern. Die Sprecherin des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums berichtete am Sonntag, am Montag abend werde bei schwächerem Wind die Wellenhöhe voraussichtlich auf einen Meter abnehmen. Das Wrack habe die bisherigen starken Winde gut überstanden, Risse und Knicks seien nicht größer geworden.

Am Sonntag wurde den Angaben zufolge kein weiterer Austritt von Öl festgestellt. Am Samstag wurden geringe Ölmengen von hohen Wellen aus Laderäumen ins Meer gespült, jedoch befürchtete man keine neuerliche Verschmutzung der umliegenden Inseln sowie Halligen und Sände.

Am Samstag waren die Wellen zwei Meter hoch, für Sonntag waren Wellenhöhen bis zu dreieinhalb Meter angekündigt. Vorsorglich hatte man die Ladeluken mit Deckeln geschlossen und diese mit Ketten gesichert.

Der Sprecherin zufolge berichtete die Einsatzleitgruppe in Cuxhaven, wegen der schlechten Wetterbedingungen hätten seit dem vergangenen Donnerstag nur zehn Kubikmeter auf die «Barbara» umgepumpt werden können. Am Samstag sei den eingesetzten Tauchern nur eine Arbeit im Maschinenraum möglich gewesen, in dessen Tanks nur geringe Ölmengen gefunden worden seien.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS

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