EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Februar 1999

Last update: Sunday, 28. February 1999 - 21:30:36

Bergung des Restöls auf der «Pallas» macht Fortschritte Friday, 26. February 1999 - 06:24:13
Kiel - Die Arbeiten zur Bergung des Restöls an Bord der «Pallas» können fortgesetzt werden. Nach dem tagelang wegen schlechten Wetters Spezialgerät nicht aufs Wrack vor Amrum gebracht werden konnte, sei es am Donnerstag gelungen, einen Ölauffangcontainer, einen Vakuumtank und ein Aggregat auf dem Schiff abzusetzen. Wie das Umweltministerium in Kiel weiter mitteilte, können damit die Ölbergungsarbeiten «etwas wetterunabhängiger» fortgesetzt werden. Außerdem seien zwei Landungsboote so umgerüstet worden, daß ein besseres Festmachen an der «Pallas» möglich sei. Nach Schätzungen von Experten sind vermutlich noch 30 Kubikmeter Öl an Bord des Havaristen.

Unterdessen ist das Achterschiff des Wracks in den vergangenen Tagen weiter abgesackt und um zusätzliche 40 bis 60 Zentimeter eingesandet. Das äußerste Ende sei damit bereits sieben Meter tief im Sand. Außerdem habe sich der Riß im Rumpf weiter vergrößert. Die mit Holz beladene «Pallas» war Ende Oktober vor der dänischen Küste in Brand geraten und wenige Tage später vor der Insel Amrum gestrandet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

George-Prozeß geht vor das Oberlandesgericht München - Der Schadenersatzprozeß des Schauspielers Götz George gegen einen Motorbootfahrer geht vor dem Oberlandesgericht München in die zweite Runde. Beide Seiten legten am Donnerstag Berufung gegen das Urteil des Landgerichts ein, das George für seine Verletzungen einen Ausgleich von 70 Prozent zugesprochen hatte. Der Schauspieler war im Juli 1996 beim Tauchen vor Sardinien von dem Boot des Offenbacher Unternehmers überfahren worden. Die Schiffsschraube zertrümmerte sein linkes Knie. Das Landgericht hatte George eine Mitschuld vorgeworfen. Der 60jährige fordert 1,1 Millionen Mark Schadenersatz und Schmerzensgeld.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ein Sturm tobt über die Türkei
Thursday, 25. February 1999 - 06:13:22
Schwere See herrscht zur Zeit im Schwarzen Meer an der Küste der Türkei. Ein schwerer Sturm fegt seit zwei Tagen über das Land. Vor Istanbul strandete durch das Unwetter am Dienstag das Container-Schiff "Selin S.". Bis zu sieben Meter hohe Wellen klatschten gegen den Rumpf und warfen das unter der Flagge von Honduras laufende Schiff immer wieder auf den Strand. Viele weitere Boote wurden an der Küste zerstört. Zwei Menschen, die ins Meer gespült wurden, werden noch vermißt.
In der westtürkischen Stadt Bursa starben durch den Sturm sechs Schüler einer Grundschule. Sie spielten auf dem Schulhof, als der Orkan eine Mauer eindrückte, die die Kinder unter sich begrub. Vier weitere Schüler wurden dabei schwer verletzt. Außerdem deckte der Sturm bei Windgeschwindigkeiten von über 75 Kilometer in der Stunde zahlreiche Dächer ab und entwurzelte Bäume.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Die "Pallas" bleibt im Wattenmeer und wird "eingespült"
Billiger als eine Bergung
Wednesday, 24. February 1999 - 19:34:38
KIEL, 23. Februar. Das Wrack der "Pallas" wird vermutlich vor der Nordseeinsel Amrum liegenbleiben. Schleswig-Holsteins Umweltminister Rainder Steenblock sagte, daß die Landesregierung vorschlage, das Schiff zu säubern, zu entkernen und anschließend mit Sand einzuspülen. Steenblock sagte, daß eine nachhaltige Schädigung des Wattenmeeres dadurch nicht zu erwarten sei. Über den Vorschlag, der am Dienstag im Kieler Kabinett beraten wurde, müsse noch der Landtag entscheiden, sagte er.

Die vorgeschlagene Lösung ist die preiswerteste von drei möglichen, die ein Gutachter untersucht hatte. Das Entkernen würde 1,7 Millionen Mark kosten. Die rund 300 000 Mark für die Sandeinspülung, durch die auch Restöl gebunden werden könnte, würden vom Bund und den fünf Küstenländern getragen. Die Arbeiten würden etwa zehn Tage dauern und sollen in der windärmsten Zeit im Mai oder Juni beginnen. Die sogenannte "Totalbergung" würde rund 12 Millionen Mark kosten und auch einen erheblichen Eingriff in das Öko-System Wattenmeer bedeuten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Pazifik: Vermißte Segler gerettet
Wednesday, 24. February 1999 - 06:05:07

SYDNEY. Die seit Sonntag nach der Kenterung ihrer Yacht „Armini-55" vermißten drei französischen Segler sind gefunden und gerettet worden. Ein Suchflugzeug der Royal Navy vom Typ „Orion" entdeckte die Rettungsinsel 340 sm südwestlich von Noumea, 60 sm von der Stelle entfernt, wo die Franzosen ihre gekenterte Yacht verlassen hatten. Die Segler hatten ihre EPIRB nicht mehr starten können, ihre letzte Position gaben sie über Sprechfunk durch. Die „Orion" kreiste so lange über der Rettungsinsel, bis das französische Marineboot „Jacques Cartier" die Segler erreichte und an Bod nahm.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Kojen frei bei Karibik-Törn

Zusammenarbeit illbruck-Pinta / ESYS
Tuesday, 23. February 1999 - 06:08:56
Nach einem ausführlichen abendlichen Telefonat mit Rüdiger Pauly, dem PR-Manager und Webmaster der illbruck-Pinta-Seite beim Projekt Volvo-Round-The-World (ex-Whitbread-Race) hat sich eine intensive Zusammenarbeit von ESYS mit illbruck-Pinta angedeutet. Vor allem wird ESYS die Webseite von illbruck-Pinta mit Links fördern.

Southampton, die Solent-Metropole im Süden Englands, wird Ausgangspunkt des bedeutendsten Hochseerennens, des Volvo Ocean Race Round The World 2001-2002 sein.
Diese Entscheidung wurde heute durch Helge Alten, Geschäftsführer des Volvo Event Managements im Bügermeistersaal des Southampton Civic Centres der Öffentlichkeit mitgeteilt.
Der Start der Regatta im September 2001 wird zeitlich mit der Southampton Boat Show einhergehen, der Welt größter schwimmender Bootsausstellung. Die Verkündung des Starthafens des Volvo Ocean Races 2005-6 wird in Kürze erfolgen.
Mit Spannung erwartet wird die Bekanntgabe der Etappenziele für das 2001-2 Event, welche zu Beginn der London Boatshow (07. Januar 1999) angekündigt ist. Dort werden auch weitere Details des kommenden Rennens mitgeteilt.
Als sicher gilt in informierten Kreisen, dass Göteborg - Heimat von Volvo - ein Etappenziel sein wird.
Als Endpunkte sind im Gespräch Kiel und Travemünde. Es ist zu hoffen, dass dieses Race zum ersten Mal mit deutscher Beteiligung breites Interesse der Öffentlichkeit und der Medien am Segelsport finden wird.
Das Projekt illbruck-Pinta ist das erste Projekt, das fest die Teilnahme am Volvo-Round-The-World 2001/2002 plant. Es wird auch schon kräftig und vor allem kompetent gearbeitet und trainiert. Mit von der Partie: Tim Kröger
Als Trainingsboote (!) wurden die Stars des letzten Whitbread-Race gekauft, die EF-Education und die EF-Language. Das Training beginnt, nachdem die Racer restaueriert sind, in Kürze.
Zur Volvo-Seite in ESYS
Offizielle Homepage der illbruck-Pinta


Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Pazifik: Keine Spur von französischen Seglern
Tuesday, 23. February 1999 - 06:08:13

SYDNEY. Im Pazifik vor Australien fehlt immer noch jede Spur von drei vermißten französischen Seglern, die mit ihrer Yacht „Armani 55" gekentert waren. Zwei Frachter wurden in das Unglücksgebiet dirigiert. Ein neuseeländisches Suchflugzeug hatte ebenfalls keinen Erfolg bei der Suche. Die Franzosen waren am Rand des Wirbelsturms ,,Frank" rund 1000 Kilometer östlich der australischen Ostküste gekentert und in eine Rettungsinsel umgestiegen. Die Helfer hoffen, die Segler zu finden, bevor der Wirbelsturm mit voller Gewalt über sie hereinbricht. Den Franzosen war es nicht gelungen, ihre Satelliten-Notfunkboje (EPIRB) zu starten.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Mitsegeln in der Karibik im Mai

Indischer Ozean: 15 Tote bei Meuterei auf Taiwan-Frachter
Tuesday, 23. February 1999 - 06:08:24

ST. LOUIS. Bei einer Meuterei vor Mauritius sind 15 Chinesen ums Leben gekommen. Der Kapitän und neun weitere Überlebende sind bei Ankunft des Schiffs in St. Louis festgenommen worden. Der taiwanesische Kapitän sagte, in der vergangenen Woche sei eine Meuterei ausgebrochen, als sich die ,,Ching Ching" etwa 1700 Kilometer nordöstlich Mauritius im Indischen Ozean befunden habe. Er habe zwei der Meuterer erschossen. Die anderen 13 Chinesen seien über Bord gesprungen. Die Chinesen rebellierten offenbar gegen die schwierigen Lebensbedingungen an Bord.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Segeln ohne Meutern bei Karibik-Törn

Kanal: Autofähre ,,Picasso" aus Seenot gerettet
Tuesday, 23. February 1999 - 06:08:33

BOULOGNE-SUR-MER. Die britische Autofähre ,,Picasso" ist im Englischen Kanal aus Seenot gerettet worden. Das Schiff mußte in schwerer See wegen eines Motorschadens vor Anker gehen. Wegen des starken Seegangs bestand aber die Gefahr des Abdriftens. Die zwölf Passagiere wurden mit einem Hubschrauber unverletzt geborgen. Es waren die Fahrer von zwölf Lastwagen, die das Schiff von Boulogne-sur-Mer nach Folkestone in England transportieren sollte. Die 17 Mann Besatzung blieben an Bord und warteten auf das Eintreffen des Bergungsschleppers ,,Far Turbo" aus Dover, der die ,,Picasso" wieder flott machte. Die Fähre konnte anschließend ihre Fahrt nach England fortsetzen.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Schiffshorn der „Titanic" ertönte wieder - fast 100 000 hörten zu
Sunday, 21. February 1999 - 20:16:25

ST. PAUL. Nach fast 87 Jahren ist am Wochenende erstmals wieder das Schiffshorn der «Titanic» ertönt. Zwischen 80 000 und 100 000 Menschen lauschten in St. Paul (Minnesota) den beiden jeweils etwa zehn Sekunden andauernden Signalen, die im Abstand von zwei Minuten erklangen. Das Original-Horn ist die Hauptattraktion einer „Titanic"-Ausstellung. Das Horn war 1993 vom Meeresgrund geborgen worden. Die größte der insgesamt drei Pfeifen ist 60 Zentimeter hoch. Um Schäden an dem 340 Kilogramm schweren Horn nach Jahrzehnten im Salzwasser vorzubeugen, benutzten die Veranstalter statt Dampf Druckluft. Nach Angaben der Organisatoren ertönte das Horn zuletzt am frühen Morgen des 15. April 1912 nach der Kollision mit dem Eisberg.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Mitsegeln bei Karibik-Törn

Nach "Georges" und "Mitch" werden nie wieder Hurrikans benannt
Sunday, 21. February 1999 - 20:17:33

KARIBIK. Im Herbst jagten zwei Wirbelstürme namens "Georges" und "Mitch" über die Karibik und Mittelamerika, forderten Tausende Menschenleben und machten Zehntausende obdachlos. Deshalb soll es nie wieder einen Hurrikan mit einem dieser Namen geben. «Georges» und «Mitch» werden von der Namenliste für Wirbelstürme gestrichen, wie Arthur Dania, Direktor des Wetterdienstes der Niederländischen Antillen und Aruba, erklärte. Ersatznamen sollen Ende März auf einem internationalen Meteorologentreffen bestimmt werden.
Andere Vornamen, die im Zusammenhang mit Wetterkatastrophen in Verruf geraten sind, sind in den vergangenen Jahren bereits von der Liste gestrichen worden: Agnes, Camille, Andrew, Frederic und Hugo. Die Meteorologen aus Nord- und Lateinamerika haben für Stürme über dem Alantik sechs verschiedene, alphabetisch geordnete Namenslisten, die in regelmäßigen Zyklen wiederholt werden. Die Namengebung erleichtert es ihnen, einzelne Stürme auseinanderzuhalten.
Amerikanische Meteorologen hatten im Zweiten Weltkrieg damit begonnen, Stürmen den Namen ihrer Frauen oder Freundinnen zu geben. Später wurden die Stürme dann dem Militäralphabet entsprechend benannt - Able, Baker, Charlie... 1953 griff der nationale Wetterdienst der USA aber wieder auf weibliche Vornamen zurück. Nachdem Frauen sich über diese Praxis beschwert hatten, werden seit 1979 männliche und weibliche Namen abwechselnd für die Bezeichnung der Stürme benutzt.
Als erster gab übrigens ein australischer Wetterkundler Tropenstürmen Namen - und zwar die von Politikern. Das sorgte dann für Wettervorhersagen wie "Jones richtet große Katastrophe an" oder "Smith zieht ziellos umher".
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Mitsegeln in der Karibik im Mai - ohne Hurrikan

Schiffahrt wegen Hochwassers eingestellt
Im Südwestan aber leichte Entspannung - Auto in Fluß versunken - Ein Vermißter
Sunday, 21. February 1999 - 15:05:22
Karlsruhe/Saarbrücken - Die erste Hochwasserwelle dieses Jahres hat am Sonntag die Einstellung der Schiffahrt auf größeren Rheinabschnitten sowie Neckar und Mosel erzwungen. Auch Straßen mußten gesperrt werden, weil einige Flüsse im Südwesten und Süden Deutschlands wegen des Zuflusses riesiger Wassermassen aus Schneeschmelze und Regen überschwappten. Nachdem sich die Hochwasserlage zunächst entspannt hatte, waren mit dem wieder einsetzenden Regen erneut steigende Pegel zu erwarten. In Baden-Württemberg versank ein Auto in den Fluten der Jagst bei Olnhausen; ein Mensch wird seither vermißt.

In Heidelberg waren die Bundesstraße 37 und mehrere Keller in der Altstadt überflutet. Der Neckar stieg am Sonntag mittag auf mehr als 5,10 Meter. «Das ist für uns ein mittleres Hochwasser», erklärte die Hochwasserzentrale der Stadt, in der zwei Meter normal sind. Alle Schleusen am Neckar stellten laut Wasserschutzpolizei Mannheim ihren Betrieb ein. Entsprechend ruhte auf dem Fluß der Schiffsverkehr.

Auf dem Rhein wurde die Schiffahrt zwischen Basel und Germersheim eingestellt. Der Pegel erreichte am Mittag bei Karlsruhe-Maxau 8,37 Meter. Die erste Hochwasserwelle hatte den Hochrhein in der Nacht bei Basel mit 3.200 Kubikmetern Wasser pro Sekunde passiert. Für Montag wird eine zweite Hochwasserwelle am Hochrhein erwartet.

Dramatische Szenen spielten sich bei einem Unfall am frühen Sonntagmorgen ab. Nach Angaben der Heilbronner Polizei meldeten Jugendliche, daß ein Auto in den Fluten der Jagst bei Olnhausen versunken sei. Polizisten sahen noch das Autodach aus dem Fluß ragen und dann versinken. Hilferufe kamen von einer Person, die sich offensichtlich an einem Gebüsch festgeklammert habe. Es gelang nicht, zu ihr vorzudringen, von dem oder der Vermißten fehle jede Spur. Im Landkreis Lörrach wurde die Bundestraße 317 zwischen Schopfheim und Hausen wegen Hochwassers gesperrt. Auch im Landkreis Ludwigsburg standen zahlreiche Straßen unter Wasser.

Auf der Mosel wurde die Schiffahrt im Raum Trier gesperrt. In der Stadt wurde für Sonntag abend ein Pegel von 7,20 Meter erwartet. Spätestens für die Nacht zum Montag werde es aber zu einem Stillstand und anschließenden Fallen der Pegelstände kommen, erklärten Experten. Auch die Saar stieg leicht an. In Saarbrücken war der Pegel mit vier Metern etwa doppelt so hoch wie normal. Die Stadtautobahn war bereits am Samstag gesperrt worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

An Bord der «Pallas» ist deutlich mehr Öl als angenommen
Greenpeace kontrolliert Arbeiten auf dem Wrack auf Einladung des Umweltministeriums
Friday, 19. February 1999 - 19:41:56
Kiel - Im Wrack der vor Amrum gestrandeten «Pallas» befindet sich deutlich mehr Restöl als bisher angenommen. Schleswig-Holsteins Umweltminister Rainder Steenblock erklärte am Freitag in Kiel nach einem entsprechenden Bericht von Greenpeace: «Ich bin entsetzt, daß sich immer noch mehr Öl als angenommen an Bord des Wracks befindet.» Mit einer verbesserten Ausrüstung sollen die Bergungsarbeiten intensiviert werden.

Die Umweltschutzaktivisten werden künftig die Ölbergungsarbeiten auf dem Frachter kontrollieren. Aktionsleiter Peter Küster erklärte: «Der Umweltminister hat uns gebeten und angeboten, uns die Maßnahmen anzusehen und die Schritte zu begleiten.» Mitarbeiter von Greenpeace hatten vor einer Woche die «Pallas» geentert und Öl mit Schaufeln eingesammelt. Am Donnerstag abend waren Vertreter der Umweltschützer zum Gespräch bei dem Minister. Steenblock hatte Greenpeace zuvor vorgeworfen, schlecht informiert zu sein.

Der Grünen-Politiker erklärte am Freitag, an Bord des Wracks solle ein 25-Kubikmeter-Tank sowie eine Vakuumanlage installiert werden, um unabhängig vom Anlegen eines Schiffes und damit auch wetterunabhängiger das Öl beseitigen zu können. Der etwa ein Meter breite Riß des Wracks soll mit einer Ölsperre abgedichtet werden. Ein zweites Landungsboot mit geringem Tiefgang werde zum Ölabsaugen ausgerüstet und außerdem ein zusätzliches Ölauffangschiff in die Nähe des Wracks beordert.

Die Umweltaktivisten schätzen, daß sich etwa sieben Tonnen sichtbares Schweröl im Wrack befinden. Nach Schätzung des Ministeriums sind nach Abzug der Hubinsel «Barbara» am 10. Januar mindestens 30 Kubikmeter Restöl an Bord verblieben.

Zwölf Mitarbeiter von Greenpeace hatten vergangene Woche 1,2 Tonnen schweres Öl aus den Laderäumen abgeschöpft. Die Umweltschützer sprachen von einer bis zu acht Zentimeter dicken Ölschicht, die in den Ladeluken treibt. Außerdem hatten sie an dem Riß eine flexible Ölsperre angebracht. 20.000 Mark hat die Aktion nach Angaben Küsters gekostet.

Die mit Holz beladene «Pallas» war am 25. Oktober vergangenen Jahres in einem Sturm vor der dänischen Küste in Brand geraten und wenige Tage später auf einer Sandbank vor Amrum aufgelaufen. Die Brandbekämpfung und Ölentsorgung haben bisher 14 Millionen Mark gekostet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Wettlauf um das letzte Öl der "Pallas"
Friday, 19. February 1999 - 06:20:11
Um die Ölreste im Wrack des vor Amrum liegenden Frachters "Pallas" ist ein eigenartiger Wettstreit entbrannt. Wer holt das letzte Öl schneller aus dem Bauch des versandeten Schiffes - Greenpeace oder das Kieler Umweltministerium? Zwölf Greenpeace-Aktivisten waren am vergangenen Wochenende an Bord gegangen, hatten in kurzer Zeit eine Tonne Öl abgeschöpft und das Banner "Ihr habt noch nicht fertig" gehißt. Der sogar von Parteifreunden mit Rücktrittsforderungen überschüttete Umweltminister Rainder Steenblock (Grüne) reagierte verstimmt. Greenpeace behindere die Bergungsarbeiten.

Welche Bergungsarbeiten? Bis zur Aktion von Greenpeace wußte offenbar niemand, daß das Kieler Umweltministerium - angeblich schon lange geplant - mit dem Landungsboot "Sardine" Öl und Wasser aus dem Holzfrachter pumpt. 14 Kubikmeter - das sind 14 000 Liter - des Gemisches seien am Wochenende herausgeholt worden, sagte eine Sprecherin.

Als die niederländische Hubinsel "Barbara" am 10. Januar abgezogen wurde, hatte das Umweltministerium in Kiel erklärt, nur noch wenige Reste Öl seien an Bord. Das Schiff werde sich selbst überlassen, bis die Frühjahrsstürme vorbei seien, hieß es damals. Im März will der Kieler Landtag entscheiden, ob die "Pallas"-Reste für immer im Sand vor Amrum bleiben. Nach Ansicht der Experten spricht vieles dafür, denn eine Bergung des Wracks sei sehr aufwendig und belaste das Wattenmeer stark.

Wie groß aber sind die "Reste" an reinem Öl an Bord? Das vermag selbst heute niemand zu sagen. Die Aussagen des Umweltministeriums schwanken zwischen drei Kubikmetern (14. Januar) und zehn Kubikmetern (12. Februar). "Zehn Tonnen Öl sind wirklich viel", kommentiert ein Greenpeace-Aktivist. 60 Tonnen waren aus dem Schiff ausgelaufen und hatten die größte Ölpest im Wattenmeer ausgelöst. "Wenn hier im Hamburger Hafen auch nur eine Tonne Öl ausliefe, gäbe es doch ein Riesengeschrei", empört sich der Umweltschützer. Im Nationalpark Wattenmeer werde das offenbar in Kauf genommen.

Greenpeace spricht von einer "Bürgerpflicht", das restliche Öl zu beseitigen. Bei den Stürmen droht das Schiffswrack zu zerbrechen; dann liefen die Ölreste ins Wattenmeer. "Wenn das Wetter es zuläßt, sind wir wieder an Bord", prophezeit der Aktivist. Das Abschöpfen mit Schaufeln und Eimern koste fast nichts.

Doch von diesem Service, den die Umweltschützer gratis liefern, will der Minister in Kiel nichts wissen. Wenn die Wellen vor Amrum niedriger sind, soll die "Sardine" wieder auslaufen. An Bord sind Generatoren, Fässer - und Geräte zum Absaugen des Öls.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Erinnerungen an «Titanic»-Liebe werden versteigert
Friday, 19. February 1999 - 06:19:45
London - In Wirklichkeit war alles fast so wie im Film - und die Erinnerungen an eine große Liebe auf der «Titanic» werden jetzt in England versteigert.

Roberta Maoini (21) reiste als Dienstmädchen in der Ersten Klasse der «Titanic» und verliebte sich in einen Steward. Als das Schiff am 14. April 1912 mit einem Eisberg zusammenstieß und zu sinken begann, half ihr der Geliebte in ein Rettungsboot und gab ihr zum Abschied das Abzeichen der Reederei, einen weißen Stern.

Das Abzeichen gehört zu den Hinterlassenschaften von Roberta Maoini, die am 16. Mai in einem Auktionshaus in Devizes (Grafschaft Wiltshire) versteigert werden. Außerdem kommt ein Gedicht, das die Frau unmittelbar nach ihrer Rettung durch das Schiff «Carpathia» schrieb, ebenso wie eine 1926 von Maoini geschriebene sieben Seiten lange Beschreibung des Schiffsuntergangs unter den Hammer.

Eine Nichte von Roberta Maoini, die anonym bleiben wollte, sagte der britischen Nachrichtenagentur PA, der Steward habe zu den 1 513 Toten der Katastrophe gehört. Ihre Tante habe den Namen des Mannes nie verraten.

«Roberta verliebte sich wie verrückt in den Steward - und er sich in sie», sagte sie. «In der Nacht, als das mit dem Eisberg passierte, gab ihr der Steward das Abzeichen. Nachdem die Überlebenden alle sicher an Bord (der «Carpathia») waren, griff sie in ihre Manteltasche und da lag er in ihrer Hand, der Stern der Titanic. Sie hat den Stern immer sehr stolz getragen.»

Roberta Maoini heiratete später einen reichen Geschäftsmann aus Yorkshire, Cunliffe Boland. Auktionator Andrew Aldridge sagte, er rechne damit, daß mindestens 10 000 Pfund (knapp 30 000 Mark) für die Erinnerungsstücke von Roberta Maoini geboten werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

"Holzladung ging über Bord"
Thursday, 18. February 1999 - 11:28:16
Um das unter Zypernflagge fahrende Frachtschiff "Nordfeld", welches mit sieben Mann Besatzung von Lettland nach Liverpool unterwegs war, aus seiner Schlagseite wieder aufzurichten, hat die Besatzung einen Teil der Holzladung kurzer Hand über Bord geworfen. Die britische Küstenwache hat mitgeteilt, daß die Besatzung 42 Seemeilen östlich von Clacton einen Notruf abgesetzt hat. Der Kapitän der "Nordfeld" hat berichtet, daß sich nach Abwerfen der Ladung von ca. 300 Tonnen, die Neigung wesentlich verringert hat. Die Schiffahrt wurde vor dem Treibgut gewarnt. "
Quelle: Alexander Bartek

Neue Theorie zur Erklärung des Phänomens
Gas versenkt Schiffe im Bermuda-Dreieck
London - Allein in den letzten hundert Jahren sind im "Bermuda-Dreieck" zwischen den Bermudas, Puerto Rico und Florida über 20 Flugzeuge und an die 50 Schiffe verunglückt beziehungsweise verschwunden. Der britische Geologe Ben Clennel wartete mit einer neuen Theorie zur Erklärung des seltsamen Phänomens auf.

Eine Substanz auf dem Meeresboden, die Gashydrate enthält, eine kristalline Substanz aus Eis und Methan, könnte der Schlüssel sein. Erdrutsche auf dem Meeresboden, zu denen die zerklüftete Region auf dem Grund des Bermuda-Dreiecks neigt, setzen die im Meeresboden eingelassenen Gashydrate frei. Sie steigen in kartoffelgroßen Klumpen an die Oberfläche und schäumen bei der Auflösung, wenn das Gas freigesetzt wird.

Diese Gase verändern die Dichte des Meerwassers, so daß ein Schiff seinen normalen Auftrieb verliert, wesentlich schwerer wird und in die Tiefe gerissen werden kann. Die Gase, so der Wissenschaftler kürzlich auf dem Jahreskongreß des Verbands der britischen Naturwissenschaftler, können aber auch in die Atmosphäre aufsteigen, so daß das leicht brennbare Methangas Flugzeugmotoren zur Explosion bringen kann. Allein im Jahre 1945 verschwanden im Bermuda-Dreieck fünf Bomber der US-Marine auf einem Übungsflug: Nie wurden Wrackteile gefunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Hohe Bußgelder
Wednesday, 17. February 1999 - 06:45:52
Rostock - Ab sofort kann das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie mit hohen Bußgeldern gegen Umweltsünder auf See vorgehen. Das Amt kann bis zu 50 000 DM Bußgeld verhängen, wenn von einem Schiff unter Umgehung der Kontrolleinrichtungen über eine "fliegende Leitung" Ölrückstände illegal über Bord gepumpt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Around alone: Autissier gerettet - Feier mit Käse und Wein
Tuesday, 16. February 1999 - 22:47:57

KAP HORN. Isabelle Autissier (42) hat mal wieder Glück gehabt: Ihr Regatta-Kollege Giovanni Soldini (42), der zum Zeitpunkt ihrer Kenterung etwa 200 sm NE entfernt war, hat sie 24 Stunden später in der Nacht wohlbehalten von dem Wrack ihrer "PRB" geholt. Das 60-Fuß-Boot fand er auf Position 54 Grad 58,8 Minuten Süd/125 Grad 49,9 Minuten West. Eine GPIRB, die mit GPS gekoppelt ist, hatte via Satellit die Position gefunkt. Drei Stunden später war auch die zweite der insgesamt drei EPIRBS geortet worden. Soldini fand die Yacht zwei Meilen von der GPS-Position entfernt. Er fuhr zweimal an der gekenterten Yacht vorbei, bei dritten Mal warf er einen Hammer auf den Rumpf: Da kam Autissier heraus. Sie hatte geschlafen. An Bord der "Fila" wurde dann erstmal gefeiert - mit Wein und Käse.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Around alone: Isabelle Autissier mal wieder in Seenot
Tuesday, 16. February 1999 - 07:04:09

CHARLESTON. Isabelle Autissier (42) ist bei der Around-alone-Regatta wieder mal in Seenot: Der Kontakt ist nach einer vermuteten Kenterung ihrer „PRB" abgerissen, lediglich zwei EPIRBs wurden am Montag, 15. Februar, um 14.23 UTC aktiviert. Ihre letzte bekannte Position war etwa 1900 sm westlich von Kap Horn auf 55 Grad Süd/125,5 Grad West. Giovanni Soldini ist auf dem Weg zu ihr. Thiercelin ist zu weit voraus. Im Seegebiet herrscht Sturm mit weiter zunehmenden Winden zwischen 35 bis 45 Knoten. Noch am Morgen gab es schwer gestörten Sprechfunkkontakt: Sie sei durchgekentert, berichtete sie.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Around alone: Franzose stellt neuen Rekord auf
Tuesday, 16. February 1999 - 07:03:51

AUCKLAND. Bei der Rund-um-die-Welt-Regatta für Einhandsegler hat der Franzose Marc Thiercelin einen weiteren Speed-Rekord aufegstellt: Auf der Etappe zwischen Neuseeland und Kap Hoorn legte er innerhalb von 24 Stunden 396,5 sm zurück. Das sind 16,5 kn Durchschnittsgeschwindigkeit. Er überbot damit seine erst wenige Tage zuvor aufgestellte Bestmarke um vier sm.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Explosion auf Containerschiff "Maersk Tokyo"
Monday, 15. February 1999 - 08:04:57
Bei einer Explosion auf dem Containerschiff "Maersk Tokyo" sind vier Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen. Wie am Freitag bekannt wurde, stand das Schiff nach der Explosion in Flammen. An Bord der in Panama registrierten "Maersk Tokyo" seien insgesamt 30 Seeleute, 28 Inder und zwei Pakistaner, gewesen. Die Explosion habe sich am Donnerstag etwa 27 Seemeilen vor dem Hafen Jebel Ali in den Vereinigten Arabischen Emiraten ereignet, berichtete ein Sprecher des Hafens, wo ein Hilferuf der "Maersk Tokyo" eingegangen war. Das Schiff war von Jebel Ali in Richtung Kuwait ausgelaufen.
Von: Alexander Bartek

Neun Tote und 65 Vermißte bei Schiffsunglück vor Malaysia
Monday, 15. February 1999 - 07:16:52
Kuala Lumpur - Bei einem Schiffsunglück in der Straße von Malakka sind mindestens neun Menschen ums Leben gekommen. 65 wurden am Montag noch vermißt, wie die Zeitung «Star» berichtete. Auf dem Schiff befanden sich etwa 80 Menschen, die vermutlich über die Meerenge illegal von Indonesien nach Malaysia einreisen wollten. Ein Sprecher der Seepolizei Malaysias erklärte, sechs Überlebende seien am Strand von Banting festgenommen worden. Neun Leichen seien bisher geborgen worden. Über das Schicksal der Vermißten konnte er keine Angaben machen. Die Polizei suche nach ihnen. Das Unglück ereignete sich am Samstag abend in schwerer See.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Fähre bei Einfahrt in Hafen aufgerissen
Saturday, 13. February 1999 - 20:21:27
Kiel - Das dänische Fährschiff 'Princesse Benedikte' ist bei der Einfahrt in den Hafen Puttgarden auf Fehmarn schwer beschädigt worden. Die Fähre prallte im dichten Nebel und 100 Meter Sichtweite gegen eine Reihe von Dalben - in den Grund gerammte Pfähle, an denen Schiffe festgemacht werden. Die Steuerbordseite des Schiffes wurde auf einer Länge von 40 Metern zwei Meter hoch aufgerissen, so ein Polizeisprecher. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird auf drei Millionen Mark geschätzt.
Nach ersten Ermittlungen könnte die 'Princesse Benedikte' Probleme mit der Steuerung gehabt haben. Sie machte zwar noch aus eigener Kraft am Anleger fest, gilt aber als seeuntüchtig und darf nicht auslaufen. Die 30 Autos und Lastwagen an Bord konnten die Fähre verlassen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Kollision auf dem Nord-Ostsee-Kanal
Saturday, 13. February 1999 - 20:22:27
Auf dem Nord-Ostsee-Kanal stießen ein Frachter und ein Gastanker zusammen. Der Frachter 'Jumper' hatte sich bei schlechter Sicht versteuert und den Gastanker gerammt. Beide Schiffe wurden beschädigt. Die 'Jumper' setzte ihren Weg nach Brunsbüttel fort, der Gastanker machte in Kiel im Hafen fest. Dort ereignete sich eine weitere Schiffskollision zwischen einem Frachter und einem Schleppzug. Auch hier gab es keine Verletzten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Zwei Frachter vor Kanadas Westküste in Seenot
Saturday, 13. February 1999 - 20:22:46
Victoria - Zwei große Frachtschiffe sind bei stürmischer See vor der Westküste Kanadas nach Motorschäden in Seenot geraten. Die kanadische Küstenwacht befürchtete, daß eines der beiden Schiffe, die unter liberianischer Flagge fahrende «Caria», vor Vancouver Island auf Grund laufen könnten. Bei der in Griechenland registrierten 244 Meter langen «Hanjin Elizabeth», die Container geladen hat, bestand diese Gefahr zunächst nicht.
Fünf Schleppboote aus Kanada und den USA waren am Freitag zu den beiden Schiffen unterwegs. Zwei Hubschrauber standen bereit, um notfalls Besatzungsmitglieder zu evakuieren. Auf der «Hanjin Elizabeth» befinden sich 24 Seeleute, an Bord der 167 Meter langen «Caria» 20 Personen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Greenpeace schaufelt weiter Schweröl aus der «Pallas»
Umweltschützer fordern Minister Steenblock zu Besichtigung auf
Saturday, 13. February 1999 - 20:23:16
Hamburg - Umweltschützer der Organisation Greenpeace haben nach eigenen Angaben bereits eine Tonne Schweröl mit Schaufeln und Eimern aus dem vor Amrum auf Grund liegenden Wrack der «Pallas» geborgen. Greenpeace berichtete am Samstag in Hamburg, seit dem frühen Morgen würden immer neue Fässer mit dickem Ölschlamm gefüllt. «Es handelt sich nicht um Öl-Wassergemisch, wie es in Kiel verharmlosend heißt, sondern um 30 Fässer zähflüssiges, pures Schweröl. Dieses Öl fließt durch Risse und über die Strömung ins Wattenmeer, während in Kiel Reden gehalten werden», hieß es.

Die Umweltschützer forderten Umweltminister Rainder Steenblock auf, an Bord der «Pallas» zu kommen. Er solle sich vor Ort «ein Bild von dieser Umweltsauerei machen und selbst eine Schaufel in die Hand nehmen, statt über seinen Gutachter gegen Greenpeace Stimmung zu machen», sagte Greenpeace-Sprecher Jörg Feddern an Bord der «Pallas».

Die Methode, das Restöl auf der «Pallas» mit Schaufeln und Eimern abzuschöpfen, sei nach Angaben von Ölexperten an Bord die derzeit wirksamste Methode, um das Öl von Bord des Wracks zu schaffen, argumentierte Greenpeace weiter. Das Öl sei so dickflüssig, daß die von Kiel befürchtete Vermischung mit Wasser gar nicht möglich sei.

Der Holzfrachter war Ende Oktober in dänischen Gewässern in Brand geraten und wenige Tage später vor der Nordseeinsel Amrum gestrandet. Es hatte tonnenweise Öl verloren, war aber nicht auseinandergebrochen. Mehr als 16.000 Seevögel verendeten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Experten sprechen von Erfolg bei Abbrennen des Öltankers
Gestrandetes Schiff in zwei Teile zerfallen - Brand soll Ölpest vor US-Westküste verhindern
Saturday, 13. February 1999 - 06:05:04
Coos Bay/USA - Bei dem planmäßigen Abbrennen eines vor der amerikanischen Nordwestküste gestrandeten Frachtschiffes ist nach offiziellen Angaben mehr als die Hälfte des Öls an Bord verbrannt. «Jeder Liter, der verbrennt, bedeutete einen Liter weniger im Lebensraum Küste», erklärte ein Offizier der amerikanischen Küstenwacht am Freitag.
Sprengstoffexperten hatten den vor der Küste von Oregon gestrandeten japanischen Tanker in Brand gesetzt, um ein Ausbreiten der Ölpest zu verhindern. Die Flammen sollten mit Napalm am Brennen gehalten werden, bis die «New Carissa» völlig ausgebrannt ist. Das Schiff war mit rund 1,5 Millionen Liter teerartigem Bunkeröl beladen.
Einige Stunden nach der Explosion zerbrach der Rumpf des knapp 200 Meter langen Schiffes in zwei große Hälften. Dieses Auseinanderbrechen sei weder überraschend noch alarmierend, erklärten Experten. Später stiegen Spezialisten an Bord des Wracks und setzten einen Frachtraum erneut in Flammen.
Die «New Carissa» war vor gut einer Woche in der Nähe von Coos Bay rund 150 Meter vor der Küste auf Grund gelaufen. Das ausgetretene Öl bedroht die Vogelwelt und Seelöwen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Greenpeace entert «Pallas»
Umweltschutzorganisation fordert Restöl-Entsorgung
Friday, 12. February 1999 - 17:46:39
Kiel (AP) Zwölf Greenpeace-Aktivisten haben am Freitag die vor Amrum gestrandete «Pallas» geentert. Der Sprecher der Umweltschutzorganisation, Stefan Krug, erklärte, sie wollten darauf aufmerksam machen, daß aus dem Wrack immer noch Öl austrete und das Wattenmeer gefährde. Seinen Angaben zufolge wurde an dem Schiff ein an die Kieler Landesregierung gerichtetes Transparent befestigt mit der Aufschrift «Ihr habt noch nicht fertig».
Mit einem Schlauchboot in der Ladeluke schöpfen Mitarbeiter von Greenpeace Öl ab und füllen es in Fässer, wie Krug weiter berichtete. Sachverständige seien zum Schluß gekommen, daß mit relativ geringen Mitteln das Öl und der Ölschlamm abgesaugt werden könne. Nach den Schätzungen befinden sich noch etwa sechs bis sieben Tonnen Öl in dem Frachter. Statt Entsorgungskonzepte für das Wrack zu entwickeln, sollte lieber gehandelt werden, verlangte Krug.
Die mit Holz beladene «Pallas» war Ende Oktober vor der dänischen Küste in Brand geraten und wenige Tage später vor der Nordseeinsel gestrandet. Die Brandbekämpfung und Ölentsorgung dauerten mehrere Wochen. Wegen der Restölmengen werde das Schiff seit dem Ende der Entsorgungsarbeiten am 10. Januar überwacht, berichtete eine Ministeriumssprecherin am Freitag. Ein Schiff habe rund 14 Kubikmeter Öl-Wassergemisch aus der Ladeluke des Wracks aufgenommen.
Umweltminister Rainder Steenblock sei sich im Ziel mit den Umweltschützern einig, das Restöl zu entsorgen. Der Grünen-Politiker habe am Vormittag mit den Greenpeace-Mitarbeitern telefoniert und sie für Anfang nächster Woche ins Ministerium eingeladen, sagte die Sprecherin.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Holzplanke rettet Passagier das Leben
Friday, 12. February 1999 - 13:51:09
Jakarta - Vier Tage nach dem Untergang eines indonesischen Schiffes, der vermutlich 311 Menschen das Leben gekostet hat, hat ein Fischerboot einen 37jährigen Passagier gerettet. Wie die Behörden am Donnerstag mitteilten, hielt sich der Mann mit Hilfe einer Holzplanke über Wasser. Medienberichten zufolge habe das 30 Meter lange Holzboot keine Lizenz für Personenbeförderung besessen. Bis zum Mittwoch abend wurden nach offiziellen Angaben 20 Insassen lebend und eine Person tot aus dem Wasser geborgen. Der zuletzt Gerettete, der während der vier Tage Meerwasser getrunken hat, ist außer Lebensgefahr. Es gibt aber kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Das Schiff war gesunken, nachdem zwei Pumpen ausgefallen waren.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

US-Marine setzt gestrandetes Schiff in Brand
Versuch zur Rettung der Strände Oregons
Thursday, 11. February 1999 - 15:34:40
Coos Bay/USA - Experten der US-Marine haben am Mittwoch versucht, ein gestrandetes Schiff vor der Küste des Staates Oregon in Brand zu setzen. Das Feuer soll den Treibstoff an Bord des Schiffs verbrennen und somit die Strände vor einer Ölverschmutzung schützen. Die Soldaten hatten zunächst aber nur mäßigen Erfolg. Die Flammen loderten nur kurz, dann stieg schwarzer Rauch aus dem Wrack der «New Carissa» auf, und das Feuer schien zu verlöschen. Kapitän der Küstenwacht Mike Hall sagte, das sei wie mit einem Grill. Manchmal brauche man eben mehrere Versuche.
Die 192 Meter lange «New Carissa» war in der vergangenen Woche vor Coos Bay auf Grund gelaufen. An Bord werden noch 1,5 Millionen Liter Öl vermutet. Das in Panama registrierte Schiff sollte im Hafen von Coos Bay Holz aufnehmen, war aber 150 Meter vor der Einfahrt in den Wellenbrechern auf Grund gelaufen. Es bestand die Gefahr, daß es in einem am Mittwoch aufziehenden Sturm auseinanderbricht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Verunglücktes Schiff durfte keine Passagiere befördern
Wahrscheinlich 312 Menschen in Indonesien ertrunken
Thursday, 11. February 1999 - 15:33:11
Jakarta - Das indonesische Schiff, bei dessen Untergang vermutlich 312 Menschen ertrunken sind, durfte nach Medienberichten vom Donnerstag nur Fracht befördern. Für das Mitnehmen von Passagieren habe es keine Lizenz gegeben, berichtete die Zeitung «Kompas» unter Berufung auf einen Sprecher der Schiffahrtsbehörde. Das 30 Meter lange Holzboot sei «kein seetüchtiges Passagierschiff» gewesen, sagte der Sprecher der Zeitung. Beim Untergang der «Harta Rimba» zwischen Borneo und Sumatra waren am Wochenende vermutlich 312 Personen ertrunken. Bis zum Mittwoch abend wurden nach offiziellen Angaben 19 Insassen lebend und eine Person tot aus dem Wasser geborgen.
Es gab kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Der Kapitän, der sich unter den Geretteten befand, berichtete, sein Schiff habe immer mehr Wasser aufgenommen, nachdem zwei Pumpen ausgefallen seien. Er habe 200 Schwimmwesten verteilen lassen und den anderen Passagieren empfohlen, sich an Holzblöcken über Wasser zu halten. Kleine Schiffe bestreiten einen Großteil des Personen-und Warenverkehrs zwischen den mehr als 13.000 Inseln Indonesiens; sie sind allerdings oftmals überladen und schlecht gewartet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

313 Menschen bei Schiffsunglück in Indonesien ertrunken
Nach vier Tagen nur 19 Insassen lebend geborgen
Thursday, 11. February 1999 - 06:50:42
Jakarta - Beim Untergang eines indonesischen Passagierschiffes sind wahrscheinlich 313 Menschen ertrunken. Bis zum Mittwoch abend wurden nach offiziellen Angaben 19 Insassen lebend und eine Person tot aus dem Wasser geborgen. Vier Tage nach dem Unglück gab es kaum noch Hoffnung, weitere Überlebende zu finden. Nach einem Bericht der Zeitung «Kompas» war die «Harta Rimba» mit 325 Passagieren und sieben Besatzungsmitgliedern sowie einer Ladung Holz an Bord am Samstag nacht vor der Insel Tambelan in Seenot geraten und gesunken.
Der Kapitän, der sich unter den Geretteten befand, berichtete, sein Schiff habe immer mehr Wasser aufgenommen, nachdem zwei Pumpen ausgefallen seien. Er habe 200 Schwimmwesten verteilen lassen und den anderen Passagieren empfohlen, sich an Holzblöcken über Wasser zu halten. Kleine Schiffe bestreiten einen Großteil des Personen-und Warenverkehrs zwischen den mehr als 13.000 Inseln Indonesiens; sie sind allerdings oftmals überladen und schlecht gewartet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Nach Fähr-Untergang mehr als 300 Menschen vermißt.
Wednesday, 10. February 1999 - 10:11:35
Das Unglück ereignete sich bereits am Wochenende vor den Tambelan-Inseln, 800 km nördlich der Hauptstadt Jakarta. Nur 19 Passagiere und der Kapitän seien gerettet worden, melden Zeitungen.
Die Fähre war mit 332 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Sambas zur Pro- vinz Riau auf Sumatra unterwegs. Nach einem Motorversagen habe die Fähre Schlagseite bekommen und sei bei hohem Seegang gesunken, so der Kapitän. Nach Radioberichten war das Schiff überladen
Von: Alexander Bartek

Nordsee-Orkan: Zwei vermißte Seeleute tot geborgen
Wednesday, 10. February 1999 - 06:06:33

BREMEN. Einige Tage nach dem schweren Orkan über der Nordsee sind zwei vermißte Seeleute tot geborgen worden. Wie die Seenotleitstelle in Bremen mitteilte, wurde die Leiche eines holländischen Fischers von Kollegen vor der Insel Borkum entdeckt. Insgesamt suchten rund 70 FIscher in dem Gebiet mit ihren Netzen nach dem Mann. Der Fischer war am vergangenen Freitag bei stürmischer See über Bord gegangen. Vor Sylt entdeckten ebenfalls Fischer eine Leiche, bei der es sich wahrscheinlich um einen Matrosen eines gesunkenen dänischen Küstenmotorschiffes handelt. Von den insgesamt fünf Besatzungsmitgliedern des Schiffs wurden zuvor schon zwei tot geborgen; einer konnte aus der tosenden See gerettet werden. Ein Matrose wird noch vermißt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Antarktis: "Hanseatic" kollidiert mit Treibeis
Wednesday, 10. February 1999 - 06:06:21

USHUAIA. Die deutsche Kreuzfahrtschiff "Hanseatic" (Hapag Lloyd, Hamburg) ist in der Antarktis mit Treibeis kollidiert. Dabei wurde die Schiffschraube beschädigt. Das Schiff, das an einen US-amerikanischen Veranstalter verchartert war, konnte die Reise jedoch mit eigener Kraft fortsetzen. Die Passagiere seien planmäßig am 7. Februar im argentinischen Hafen Ushuaia von Bord gegangen, berichtete die Reederei. Jetzt sei das Schiff auf der Fahrt nach Buenos Aires, wo der Schaden in einer Werft untersucht werden soll. Die nächste Reise der "Hanseatic", die am 16. Februar in Ushuaia beginnen und nach Kapstadt führen sollte, wurde abgesagt. Die Passagiere können auf die "Europa" umbuchen, die zu dieser Zeit in Südostasien fährt, oder erhalten bei einer Neubuchung auf der "Hanseatic" einen Nachlaß von 1000 Mark.
Die "Hanseatic" war zuletzt 1996 und 1997 innerhalb von zehn Monaten zweimal auf Grund gelaufen. Im September 1996 saß das Schiff in der legendären Nordwestpassage vor Kanada fest. Alle Passagiere mußten von Bord gehen, ein Teil setzte die Reise in einem Eisbrecher fort. Im Juli 1997 setzte der gleiche Kapitän, der aus den Diensten der Reederei ausscheiden mußte, die "Hanseatic" in der Hinlopenstraße bei Spitzbergen auf ein Kiesbett. Das Kreuzfahrtschiff lag vier Tage fest und mußte von der norwegischen Küstenwache freigeschleppt werden. Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Ägäis: Seegefecht mit Menschenschmugglern
Monday, 8. February 1999 - 06:06:04

KOS. Die griechische Coast Guard hat sich in der Ägäis ein Feuergefecht mit türkischen Menschenschmugglern geliefert, die zwölf illegale Einwanderer auf der Insel Kos abgesetzt hatten. Nach Angaben des Marineministeriums in Athen, wurde das türkische Boot anschließend gestellt und mit Warnschüssen gestoppt. Daraus habe sich ein Feuergefecht entwickelt, bei dem drei Crewmitglieder der Küstenwache sowie ein Türke verletzt worden seien. Die beiden anderen Besatzungsmitglieder des Bootes sind von der Küstenwache verhaftet worden. Die Einwanderer stammen aus Pakistan oder Indien. Auf den griechischen Ägäisinseln setzen türkische Schleuser regelmäßig illegale Einwanderer ab. Die Zahl geht jährlich in die Tausende. Häufig kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Küstenwache und Menschenschmugglern.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Estonia-Überlebende: Neue Untersuchung
Sunday, 7. February 1999 - 07:35:15
28 Überlebende der "Estonia"-Katastrophe haben am Samstag in Stockholm eine neue Untersuchung der Unglücksursache verlangt. In einem offenen Brief an die schwedische Regierung warf die Gruppe der internationalen Havariekommission vor, in ihrem 1998 veröffentlichten Bericht Zeugenaussagen manipuliert zu haben.
Beim Untergang der Ostseefähre "Estonia" am 28. September 1994 waren 852 Reisende ums Leben gekommen, als durch die defekte Bugklappe einlaufendes Wasser das Schiff zum Kentern brachte und sinken ließ. Die Havariekommission hatte in ihrem erst vier Jahre später veröffentlichten Bericht Konstruktionsfehler an der Bugklappe als wichtigste Ursache für das Unglück genannt, das 137 Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebten.
In dem von der Zeitung "Svenska Dagbladet" veröffentlichten Brief an die Regierung warfen die 28 Unterzeichner der Kommission vor, zu keinem Zeitpunkt Kontakt mit Überlebenden als Augenzeugen aufgenommen zu haben. Stattdessen habe sie Protokolle von Verhören durch die Polizei "entsprechend eigenen Vorstellungen interpretiert und im Schlußbericht schlampig wiedergegeben". Auch habe die Kommission zur Klärung des Unglückshergangs wichtige Uhrzeiten in der Unglücksnacht im Widerspruch zu zahlreichen Zeugenaussagen bestimmt.
Weiter hieß es in dem an die zuständige Gewerbeministerin Mona Sahlin gerichteten Brief: "Es ist absurd und verletzend, daß diejenigen, die eine der schlimmsten Schiffskatastrophen der modernen Zeit überlebt haben, niemals von denjenigen angehört worden sind, von denen die Ursache für das Unglück untersucht werden soll."
In den vergangenen Monaten hatten auch andere Stellen wie die Internationale Transportarbeitergewerkschaft und der schwedische Kapitänsverband eine völlig neue Untersuchung der Unglücksursachen verlangt. Schwedens Regierung will bis Mitte März entscheiden, ob entgegen bisherigen Plänen doch noch versucht werden soll, möglichst viele der wahrscheinlich etwa 700 im Wrack eingeschlossenen Leichen zu bergen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Dänischer Frachter sank bei Nordsee-Sturm
Saturday, 6. February 1999 - 06:18:38
Aarhus/Esbjerg/Bremen - Beim Untergang eines dänischen Küstenmotorschiffs sind in der tosenden Nordsee wahrscheinlich vier Seeleute ums Leben gekommen.
Die "Petit Folmer" sank heute bei einem Sturm von Orkanstärke westlich der Nordseeküste zwischen dem dänischen Esbjerg und der deutschen Insel Sylt. Bis zum Mittag konnte nur eines der fünf Besatzungmitglieder von dem knapp 50 Meter langen Schiff lebend geborgen werden. Ein weiteres Besatzungsmitglied wurde tot geborgen, die anderen drei blieben vermißt.
Das Schiff hatte in der Nacht bei Windgeschwindigkeiten von 20 bis 25 Meter pro Sekunde einen Notruf gefunkt. An der sofort eingeleiteten Suchaktion knapp 50 Seemeilen von der Küste entfernt beteiligten sich nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) deutsche und dänische Hubschrauber, zwei Seenotrettungskreuzer sowie der Hochseeschlepper "Oceanic".
Ein 18jähriger Seemann wurde von einer Hubschrauberbesatzung aus der von acht bis zehn Meter hohen Wellen aufgewühlten Nordsee geholt. Ihm rettete ein Überlebensanzug das Leben. Ärzte im Krankenhaus von Esbjerg bezeichneten den Zustand des Mannes als "den Umständen ensprechend, aber nicht kritisch".
Die zur "Petit Folmer" gehörende Rettungsinsel wurde leer treibend gefunden. Die Aussichten, einen der drei Vermißten noch lebend zu bergen, nannte ein Sprecher des dänischen Rettungsdienstes am Mittag "verschwindend gering". Nach Auskunft des Überlebenden habe keiner der Vermißten einen Überlebensanzug getragen. Einer der drei Seeleute war während der Suchaktion bereits gefunden, dann aber in leblosen Zustand und ohne Kleidung während des Bergungsversuchs wieder in dem aufgewühlten Meer verschwunden.
Auch 30 Seemeilen vor der ostfriesischen Insel Borkum wurde nach einem vermißten Seemann gesucht. Er war am Donnerstag gegen Mitternacht vom holländischen Fischkutter "Grietje Boos" über Bord gestürzt. An der Suche beteiligten sich ein Seenotkreuzer, sieben holländische Fischereifahrzeuge und ein deutscher Hubschrauber. Der Kutter hatte ebenfalls über Satellit den Seenotruf abgesetzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Orkantief richtet Millionenschäden an
Saturday, 6. February 1999 - 06:15:08
Tote und Verletzte auf hoher See und auf Straßen - Schwerste Sturmflut des Jahres mit Pegel auf 5,70 Meter
Hamburg - Ein Orkantief mit Sturmböen bis zu 160 Stundenkilometern, die bisher schwerste Sturmflut des Jahres und heftige Schneeschauer haben am Freitag in Deutschland Millionenschäden angerichtet. Sowohl bei Unglücken in der Nordsee als auch auf den Straßen gab es Tote und Verletzte. In Hamburg stieg der Pegel am Morgen auf 5,70 Meter über Normal Null. Westlich von Sylt sank ein dänischer Frachter. Zwei Seeleute wurden tot geborgen, zwei weitere Besatzungsmitglieder wurden noch vermißt. Vor Borkum suchten Rettungsschiffe nach einem über Bord gegangenen Seemann eines Fischkutters.
Ein Abflauen des Sturms ist erst im Lauf des Wochenendes in Sicht. Entwarnung gab unterdessen das Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie für die Nordsee: Die erwartete zweite Flutwelle am Abend sollte niedriger ausfallen als befürchtet. Vor allem in Norddeutschland entwurzelte das Orkantief «Lara» Bäume, legte den Verkehr lahm und brachte Hausfassaden zum Einstürzen. Tausende Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Auch Telefonleitungen und Ampelanlagen brachen zusammen.
Einer der insgesamt fünf Besatzungsmitgliedern des gesunkenen dänischen Küstenmotorschiffs «Petit Folmer» war nach Auskunft der Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Morgen von einem Hubschrauber gerettet worden. Stunden später konnten zwei Seeleute nur noch tot aus der eisigen See geborgen werden. Die fieberhafte Suche nach dem Seemann des holländischen Kutters vor Borkum wurde am Nachmittag wegen schlechten Wetters abgebrochen.
Die Sturmflutwelle richtete in Schleswig-Holstein weniger Schäden an als befürchtet. In Hamburg waren die niedrig gelegenen Hafenbereiche überflutet. Der gesamte Fährverkehr wurde eingestellt. Auf den ostfriesischen Inseln brachen Dünen von einer Gesamtlänge bis zu 3.000 Metern ab. Nach Ansicht von Experten besteht jedoch keine aktuelle Gefährdung für die Inseln.
Blitzeis war die Ursache für einen Verkehrsunfalls im oberfränkischen Hof, bei dem ein 28 Jahre alter Autofahrer ums Leben kam; ein weiterer Fahrzeuglenker erlitt schwere Verletzungen. Bereits am Donnerstag abend starb eine Autofahrerin bei Ahrensburg in der Nähe von Hamburg, nachdem ein Baum auf ihren Wagen gefallen war. Zudem wurde eine Fußgängerin von herabfallenden Baumteilen verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Das Orkantief Lara hält Norddeutschland in Atem.
Friday, 5. February 1999 - 13:48:53
Hamburg erlebte die erste schwere Sturmflutnacht (Stichwort Sturmflut) in diesem Jahr. In den Morgenstunden war mit einem Pegelstand von 5,70 über Normal-Null der Höchststand erreicht. Probleme bereitete das Hochwasser kaum, die Deiche seien auf einen Wasserstand von 7,20 Meter ausgelegt, sagte ein Sprecher des Katastrophenstabes in der Innenbehörde. Viele tiefergelegene Straßen und Plätze in Elbnähe waren aber überflutet. Eine Gefahr für die Innenstadt bestehe nicht, hieß es. Heute abend wird eine zweite schwere Sturmflutwelle erwartet.
Der Nordwind war mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 160 Stundenkilometern über die Nordseeküste hinweggefegt.
Überall in Norddeutschland riß der Sturm Bäume um, der Verkehr wurde teilweise behindert. In Mecklenburg-Vorpommern registrierte die Polizei bis zum Freitag morgen 147 Unfälle. 27 Menschen seien verletzt worden.
Bei Cuxhaven wurde ein Kleinlaster von einer Windböe von der Fahrbahn gegen einen Baum gedrückt. Bei Bad Bentheim in Niedersachsen wurden ein zweijähriges Kind schwer und zwei Erwachsene leicht verletzt, als ihr Auto in die herabgestürzte Ladung eines Lastwagens fuhr.
Auch im Binnenland sorgte Tief "Lara" für eine stürmische Nacht. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland behinderten starke Windböen den Berufsverkehr. Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen meldeten entwurzelte Bäume und abgerissene Äste.
In Bayern wurden sogar im Flachland noch Windstärke Neun gemessen. Über Berlin und Brandenburg fegten in der Nacht Sturmböen mit Geschwindigkeiten bis zu hundert Stundenkilometern hiBergung des Restöls auf der «Pall wegen eines durch den Wind verursachten Kurzschlusses der Strom aus.
Bereits am Donnerstag forderte der heranziehende Sturm mindestens ein Todesopfer. Katastrophenstäbe wurden einberufen, die Deichwacht in Alarmbereitschaft versetzt. Die Hallig Gröde in der Nordsee meldete schon am Nachmittag Land unter. Der Wetterdienst rechnete damit, daß der Sturm mit Orkanböen mit 130 Stunden- Kilometern erst am Nachmittag wieder abflaut. Auch in den kommenden Tagen steht Deutschland Sturm und eisige Kälte ins Haus.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Orkantief "Lara": Dänischer Küstenfrachter gesunken
Friday, 5. February 1999 - 13:51:24
In der Nordsee sank ein dänischer Küstenfrachter im Orkan "LARA". Wie der Rettungsdienst in Aarhus mitteilte, konnte nur einer von fünf Seeleuten gerettet werden. Vier weitere würden noch vermißt. Etwa 30 Seemeilen nördlich von Borkum ging ein Seemann über Bord des holländischen Fischkutters "Grietje Boos".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Containerschiff im Persischen Golf in Flammen
Friday, 5. February 1999 - 13:33:22
Dubai - Beim Brand auf einem Containerschiff im Persischen Golf sind möglicherweise vier der 30 Besatzungsmitglieder ums Leben gekommen, wie die Reederei am Freitag in Dubai mitteilte. Ein Sprecher von Blue Fin International Shipping, Arshad Butt, sagte weiter, daß der Brand auf der «Maersk Tokyo» auch nach 16 Stunden noch nicht gelölscht war. Das Schiff war am Donnerstag aus ungeklärter Ursache 50 Kilometer vor dem Hafen von Dubai in Brand geraten. Angaben des Lloyds Schadendienstes, es habe eine Explosion in einem Öltank gegeben, wollte Butt nicht kommentieren. Ihm lägen keine Informationen darüber vor, sagte er. Vier Besatzungsmitglieder würden vermißt und seien vermutlich ums Leben gekommen, zwei Verletzte seien in ein Krankenhaus in Schardschah gebracht worden. Die Besatzung bestand aus 28 Indern und zwei Pakistanern.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Schwere Sturmflut an Nordseeküste und im Hafen Hamburg erwartet
Friday, 5. February 1999 - 07:21:42
Hamburg - An der deutschen Nordseeküste und im Hamburger Hafen ist nach Angaben des Bundesamtes für Seeschiffahrt und Hydrographie für den (heutigen) Freitag morgen eine schwere Sturmflut zwischen drei und dreieinhalb Meter über dem mittleren Hochwasser zu erwarten. In Hamburg soll die Flut gegen 07.30 Uhr eintreten. Am (heutigen) Donnerstag abend war das Wasser erst auf 1,5 Meter über dem mittleren Hochwasser aufgelaufen.
Bei Fluthöhe drei bis 3,5 Meter werden im Hamburger Hafen alle niedrig gelegenen und unbefestigten Uferteile überschwemmt, wie etwa der Fischmarkt mit seiner Auktionshalle. Die Feuerwehr räumt in solchen Fällen schon Stunden vorher alle in Ufernähe abgestellten Autos beiseite. Für alle eingedeichten Gebiete besteht bei dieser Fluthöhe noch keine nennenswerte Gefahr, da die Deiche für deutlich höhere Fluten ausgerichtet sind.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Weiter Hörwache auf UKW-Kanal 16
Thursday, 4. February 1999 - 11:41:34

Bonn 26.1.99: Auch nach der endgültigen Einführung des weltweiten Seenot- und Sicherheitsfunksystems (GMDSS) bleibt die Hörwache auf UKW-Kanal 16 Pflicht. Die siebenjährige Übergangsfrist für die ausrüstungspflichtige Schiffahrt, zu denen der größte Teil der Sportbootflotte nicht gehört, geht am 1. Februar 1999 zum Ende. Nach einem Beschluß der International Maritime Organisation (IMO) müssen jedoch auch GMDSS-Teilnehmer bis zum 1. Februar 2005 weiter den UKW-Kanal 16 abhören. Das hat der IMO-Schiffssicherheitsausschuß bereits im Mai 1998 entschieden, als absehbar war, daß der größte Teil der Freizeitschiffahrt noch keine DSC/GMDSS-fähigen Anlagen an Bord hat. Die rechtliche Grundlage für die Verpflichtung der ausrüstungspflichtigen Schiffe zur Hörwache findet sich im SOLAS-Abkommen, dem auch die Bundesrepublik beigetreten ist. In diesem internationalen Vertrag über die Sicherheit auf den Weltmeeren steht in Kapitel IV, daß die Hörwache auf Kanal 16 mit der siebenjährige Einführungsfrist von GMDSS endet oder der IMO-Schiffssicherheitsausschuß (MSAC) einen neuen Termin festlegt. Dies ist auf der Sitzung im Mai 1998 in London geschehen. Damit müssen sich Segler, die eine UKW-Seefunkstelle an Bord haben bis zum 1. Februar 2005 auf keine Veränderungen im Seefunkverkehr einstellen. Zwar hat die Telekom zum Jahresende ihre UKW-Küstenfunkstellen geschlossen, die Hörwache auf Kanal 16 ist jedoch von der DGzRS übernommen worden, die dafür in Bremen eigens „Bremen Rescue Radio“ eingerichtet hat. Die Vermittlung von UKW-Seefunkgesprächen von und in das öffentliche Telefonnetz an Land übernimmt künftig der private Schiffsmeldedienst (SMD) in Hamburg (Tel.: 040/ 741154-12). Segler, die künftig UKW-Seefunktelefonate führen wollen und weitere Serviceleistungen wie etwa die Übermittlung von Seewetterberichten via UKW in Anspruch nehmen wollen, müssen dafür an den SMD zahlen. Fazit: Für die Sportschiffahrt bleibt im Äther vor der deutschen Küste auch in der Saison ´99 alles beim Alten, lediglich die Institutionen am anderen Ende der Leitung haben gewechselt.
Quelle: International Maritime Organisation (IMO)

Piraten werden immer gewalttätiger
Wednesday, 3. February 1999 - 16:10:41
Kuala Lumpur - Die Zahl der Überfälle auf Schiffe auf hoher See ist im vergangenen Jahr zwar deutlich zurückgegangen, zugleich wurden die Piraten aber brutaler. Wie das Internationale Seeschiffahrtsbüro in seinem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht mitteilte, wurden 67 Seeleute bei Überfällen getötet und Dutzende verletzt. Hunderte wurden als Geiseln genommen. Dank verbesserter Sicherheitsvorkehrungen seitens der Reeder und der Kapitäne ging die Zahl der Überfälle von der Rekordzahl 247 im Jahr 1997 auf 198 im vergangenen Jahr zurück.
"Die Piraten werden immer gewaltätiger", sagte Noel Choong, Regionaldirektor des Internationalen Seeschiffahrtsbüros in Kuala Lumpur, der den Bericht erstellte. "Vor Jahren hätten sie die Ladung gestohlen, den Tresor des Schiffs geplündert und die Besatzung ausgeraubt. Heute werden sie immer schamloser. Sie stehlen das ganze Schiff und ermorden die Besatzung." Vor zwei Monaten sei der Frachter "M.V. Cheung Son" im Südchinesischen Meer überfallen worden, wobei alle 23 Besatzungsmitglieder erschossen wurden. Die Leichen wurden dann mit Gewichten versehen und über Bord geworfen. Fischer fanden Tage später sechs Tote in ihren Netzen. Die Behörden in China nahmen zwar sieben Verdächtige fest; von dem Schiff fehle aber immer noch jede Spur, berichtete Choong.

Heftigte Kritik übte der stellvertretende Direktor des in London ansässigen Internationalen Seeschiffahrtsbüros, Jayant Abhyankar, an China. In dem Land würden Piraten praktisch gar nicht verfolgt. Dies sei ein sehr ernstes Problem, wenn es um den internationalen Kampf gegen die Piraterie gehe. Zum Beleg führte Abhyankar mehrere Fälle an, in denen Piraten wieder freigelassen wurden. In einem Fall erklärten sich die chinesischen Behörden nicht für zuständig, weil der Überfall ja vor der Küste Thailands stattgefunden habe. Die Verbrecher wurden deshalb nach Hause geschickt.

Seit Beginn der statistischen Erfassung der Piratenüberfälle durch das Regionalbüro in Kuala Lumpur 1991 hat sich die Zahl der Überfälle fast verdoppelt. 1998 wurden insgesamt 15 Schiffe entführt, vor allem in Südostasien. Die Gewässer außerhalb Asiens sind demnach sicherer, wenn auch nicht frei von Piraten. So überfielen mit Maschinenpistolen bewaffnete Räuber einen Tanker in Brasilien. Das Internationale Seeschiffahrtsbüro warnte, daß die Wirtschaftskrise in Asien vermutlich zu einem Anstieg der Piratenüberfälle führen werde. Dies gelte besonders für die Gewässer rund um Indonesien mit seinen 13.000 Inseln.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

"Polarstern" sucht verlorene Station
Monday, 1. February 1999 - 16:08:33
ANTARKTIS - Auf der Jagd nach der verlorenen Forschungsstation: Das deutsche Schiff "Polarstern" hat gestern an einem gewaltigen Eisberg in der Antarktis festgemacht, um die unbemannt durch das Eismeer treibende deutsche Forschungsstation "Filchner" zu bergen. Die Station mußte im Oktober 1998 aufgegeben werden, als das Eis, auf dem sie steht, vom antarktischen Festland-Eisschelf abbrach. Seitdem treibt "Filchner" mit ihrer Eisinsel ziellos umher. Die "Polarstern" mußte sich auf dem Weg zu der Station drei Tage lang einen Weg durch dichtes Packeis bahnen. Die letzten 25 Kilometer zur Station will das neun-köpfige Bergungsteam nun mit Kettenfahrzeugen bewältigen. Die auf Stelzen stehende Station soll abgebaut und an anderer Stelle in der Antarktis - auf sicherem Eis - neu errichtet werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Russischer Frachter "verlor" seinen Kapitän vor spanischer Küste
Monday, 1. February 1999 - 16:06:25
Almeria - Ein russischer Frachter hat auf der Fahrt entlang der spanischen Mittelmeerküste seinen Kapitän "verloren".
Nach Angaben der Besatzung hatte sich der Schiffsführer gestern abend zum Schlafen in seine Kajüte zurückgezogen. Als ein Matrose ihn am nächsten Morgen wecken wollte, war der Kapitän verschwunden. Da er nirgends auf dem Schiff zu finden war, alarmierte die Besatzung die spanischen Behörden. Der Seenotrettungsdienst startete eine Suchaktion. Der Kapitän sei wahrscheinlich aus unbekannter Ursache irgendwo zwischen Almeria und Gibraltar über Bord gegangen, hieß es.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

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