
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 1999
Last update: Saturday, 1. May 1999 - 11:12:13
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Tankerhavarien können zu verheerenden Umweltkatastrophen führen. Vor allem wenn die Unglücksschiffe in Küstennähe stranden und durch Risse in der Schiffswand Öl verlieren. Zwar ist es für die Bergungsmannschaften meist kein Problem, auch bei schweren Wettern an Bord des Havaristen zu gelangen. Doch rauhe See vereitelt oft genug ein effektives Verschliessen der Lecks. Liesse sich in solchen Situationen das Auslaufen des Rohöls schnell und effektiv verhindern, wäre schon viel gewonnen - zumindest Zeit, bis Notreparaturen möglich sind und das Schiff in die Werft geschleppt werden kann.
Mit einem neuen Chemikaliensystem, das an der Duisburger Gerhard-Mercator-Universität entwickelt wurde, lässt sich das jetzt bewerkstelligen. Der Grundgedanke ist dabei recht einfach: Liegt das Öl in fester Form vor, kann es nicht auslaufen. Bei ihren Laborversuchen hatten die Forscher zunächst Waschbenzin mit Wasser versetzt und durch Zusatz von Seife (Emulgator) eine Vermischung (Emulsion) der beiden gegensätzlichen Substanzen erreicht - ähnlich wie bei Milch, einem Gemisch aus Fett und Wasser. Dann wurde der Emulsion ein Polymer zugesetzt, das die Wassertropfen des Gemenges geliert.
Die Mischung für den Ernstfall besteht ebenfalls aus Seife, einem Polymer und Wasser und wiegt gut zehn Prozent der zu bindenden Flüssigkeit. Als Polymere finden durchweg Naturstoffe Verwendung, ähnlich denen, die im Haushalt für Wackelpudding oder Tortenguss gebraucht werden. Die Gelierzeit kann - je nach Wahl des Bindemittels - um Minuten bis Stunden variieren. Anschliessend liegt ein schnittfester und formstabiler Stoff vor, der sich in diesem Zustand lange lagern lässt. Die winzigen Öltropfen sind dabei in eine gallertartige Matrix eingebettet. Ausser Öle verwandelt die umweltschonende Chemikalie auch andere organische Flüssigkeiten in handfesteres Material. Aus den Feststoffen lassen sich Ausgangsprodukte und Geliermittel ohne weiteres zur Wieder- und Weiterverwertung zurückgewinnen. Daher könnten problematische Flüssigkeiten mit dem chemophysikalischen Mehrkomponentensystem schon prophylaktisch gehärtet werden, bevor die Transportschiffe in See stechen.
Die Duisburger Chemiker peilen den Einsatz ihrer Chemikalie auch für Flugzeuge an. Würde der Treibstoff nach dem Auftanken damit verfestigt, liessen sich Katastrophen wie in Ramstein vermeiden. Damals verbrannten 50 Menschen im Feuerball eines abgestürzten Jägers. In der Startphase, wenn die Tanks randvoll sind, ist das Risiko einer unkontrollierten explosiven Zündung am grössten. Durch einen unkomplizierten Aufbereitungsprozess liesse sich aus dem «Hartöl» kontinuierlich die benötigte Treibstoffmenge für den Schub gewinnen. Doch hier gibt es noch einen enormen Forschungsbedarf. Denn Flugversuche mit einem vergleichbaren Verfahren hatten vor einigen Jahren zu Abstürzen der ferngelenkten Testmaschinen geführt, weil der Nachschub des Sprits nicht klappte.
Von grossem ökologischem Interesse wäre auch die Weiterentwicklung des
Systems für das Abschöpfen von schon ausgelaufenem Öl. Denn allein in
den Jahren von 1965 bis 1989 ereigneten sich weltweit rund 50 schwere
Ölkatastrophen auf offener See. In Duisburg ruhen derzeit allerdings
die Forschungsarbeiten. Für weitergehende Experimente und Praxistests
fehlt das Geld.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Er gilt als erfahren und zuverlässig. Doch an einem Sonntag im April kehrte der Hamburger Marinesoldat Thomas Kostka (36) nicht mehr von seinem Landgang zurück. Ist er desertiert? Hatte er einen Unfall? Wurde er umgebracht?
Vier Wochen lang war die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" vor den Küsten der amerikanischen Jungferninseln gekreuzt, hatte Manöver geübt. Am Sonnabend, dem 17. April, zwei Tage bevor das Schiff die Region verlassen sollte, legten die Fregatte und ein weiteres Schiff der Flotte an, 380 Soldaten gingen von Bord - unter ihnen der Hauptbootsmann Kostka.
Irgendwann trennte er sich von seinen Kameraden. "Er wollte noch mal an den Strand", erzählen sie. Am Sonntag nachmittag wurde der Hamburger zum letzten Mal gesehen. Einheimische beobachteten ihn am Strand der Insel St. Croix.
Am Montag morgen, als das Schiff ablegen wollte, fehlte Kostka. "Wir haben keine Vorstellung, was mit ihm passiert sein könnte", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Peter Stoffers, Sprecher der Flotte: "Wir bezweifeln, daß er desertiert ist. Er ist seit 15 Jahren bei der Marine."
Amerikanische Polizei durchkämmt nun die Insel. Die Marine gab eine Vermißtenanzeige auf, setzte rund 1800 Mark Belohnung aus. Doch Hinweise aus der Bevölkerung erwiesen sich als blinde Spuren.
Die "Mecklenburg-Vorpommern" lag einige Stunden länger im Hafen als geplant, nahm dann Kurs auf Panama. Leutnant Helge Schneider blieb zunächst auf der Insel, um sich an der Suche zu beteiligen: "Wir hoffen auf das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Vermutlich zwölf Tote bei Bootsunglück zwischen Ungarn und der Ukraine
Sperrgebiet vor Montenegro
Eine andere Kriegsfolge sieht so aus: «Einige jugoslawische Kapitäne
wollen zur Zeit nicht in ihre Heimat zurückzukehren», berichtet
der Direktor des Regensburger Hafens, Peter Häckl. Dort müßten
die Serben damit rechnen, zum Militär eingezogen zu werden. Nun sitzen
die Schiffer vom Balkan in ihren Kajüten, informieren sich aus dem
Rundfunk über den Konflikt und warten auf ein Ende des Krieges.
Interessante Links:
Tuesday, 20. April 1999 - 14:09:53
Zwölf Flüchtlinge, die bei dem Versuch, mit einem Boot illegal nach Ungarn einzureisen, auf
dem Fluß Tisza Schiffbruch erlitten haben, sind, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur
MTI, vermutlich ertrunken. Lediglich ein 43jähriger Mann aus Afganistan konnte sich ans Ufer
retten. Die Flüchtlinge zwei weiterer Boote wurden festgenommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks,
rund 200 Kilometer östlich von Budapest, sei das Wetter stürmisch gewesen. Nach Angaben der
Flüchtlinge hätten sie Schleppern 2.500 Doller pro Person bezahlt, um nach Ungarn flüchten zu
können.
Quelle: Alexander
Bartek
Veranstalter nicht für rauhe See verantwortlich
Monday, 19. April 1999 - 21:50:30
DÜSSELDORF - Wer auf Kreuzfahrt geht, muß auch heftigen Sturm,
rauhe See, hohen Wellengang und Unwohlsein einkalkulieren. Für
Ungemach auf dem Ozean kann nicht der Reiseveranstalter
verantwortlich gemacht werden. Darauf weist die
Rechtschutzversicherung Arag unter Berufung auf ein Urteil des
Oberlandesgerichts Bremen hin.
Im konkreten Fall wollte ein Ehepaar auf ruhige, erholsame
Kreuzfahrt gehen, um dem heimischen Winter zu entfliehen. Doch die
Reise wurde turbulent. Das Schiff geriet auf hoher See in einen
Sturm und kam ins Schlingern. Die Frau stürzte, verletzte sich und
mußte den Urlaub abbrechen. Die verhinderte Kreuzfahrerin verklagte
den Veranstalter auf Erstattung des Reisepreises wegen `mangelhafter
Leistung". Nach ihrer Ansicht hätte der Kapitän das Sturmtief auch
weiträumig umschiffen können.
Die Richter waren anderer Ansicht. Wer in den Wintermonaten eine
solche Reise buche, müsse mit rauher See rechnen. Auch der Sturz
könne nicht dem Veranstalter zur Last gelegt werden. Das sei
`allgemeines Lebensrisiko". Die Klage wurde abgewiesen.
(Aktenzeichen: Oberlandesgericht Bremen OLG, 3 U 139(96)
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Monday, 19. April 1999 - 22:40:02
BREMEN. Der starke Nordwestwind über der Ostsee hat Freizeitskipper
wiederholt in Schwierigkeiten gebracht und offenbar ein Todesopfer
gefordert. Wie die Seenotleitstelleder DGzRS in Bremen mitteilte, war vor
dem schleswig-holsteinischen Sierksdorf ein Ruderboot gekentert. Ein Mann
konnte sich selbst an Land retten. Die Suche nach einem zweiten wurde am
Abend ergebnislos eingestellt.
In der Kieler Förde zog die Crew eines Rettungsbootes zwei Menschen
aus dem Wasser, deren Boot ebenfalls gekentert war. Im kleinen Haff in
Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Segler geborgen, die mit ihrem Katamaran
havariert waren. An einer anderen Stelle alarmierte ein Surfer die
Seenotretter, nachdem sein Begleiter sich mit seinem Surfbrett
erschöpft auf die Insel "Jäger Bülten" hatte treiben
lassen. Der Mann wurde gerettet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Saturday, 17. April 1999 - 12:03:20
Belgrad/Hamburg. 16.4. Die 12-Seemeilen-Zone vor der Adriaküste
Montenegros ist heute von der Bundesrepublik Jugoslawien zum
Sperrgebiet erklärt worden. Das bestätigte das Generalkonsulat in
Hamburg. Danach ist jeglicher Verkehr in diesem
Gebiet verboten. Grenzpatrouillenboote kontrollieren das zunächst bis
Montag geltende Sperrgebiet, das für alle Wasserfahrzeuge anderer
Nationen tabu ist. Ob die zunächst befristete Sperrung der
Hoheitsgewässer Montenegros verlängert wird, war heute im
Generalkonsulat noch nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Friday, 16. April 1999 - 17:44:57
Regensburg - Die Bomben der Nato auf Jugoslawien sind für die
deutsche Binnenschiffahrt ein schwerer Schlag. Betroffen sind hauptsächlich
der Frachtverkehr, aber auch Kreuzfahrten, nachdem Donaubrücken in
der Krisenregion zerstört sind, Trümmer den Weg durch jugoslawisches
Territorium versperren.
Seitdem können die Kapitäne der Lastkähne aus Westeuropa
nicht nur Häfen in Serbien, sondern auch in Rumänien, Bulgarien
und der Ukraine nicht mehr ansteuern.
Die deutsche Binnenschiffahrt und die Häfen stehen vor erheblichen
Verlusten. 1997 gingen laut bayerischem Wirtschaftsministerium rund ein
Viertel, im vergangenen Jahr knapp ein Fünftel des Warenverkehrs auf
der Donau in Länder, die durch den Krieg nun unerreichbar sind. Auch
die Personenschiffahrt ist nicht mehr durchgängig von Rotterdam bis
zum Donaudelta möglich. Die bei den Touristen beliebte Route von Budapest
zum Schwarzen Meer mußten die Anbieter kurzfristig aus ihrem Angebot
streichen.
Reedereien und Häfen an der bayerischen Donau haben den Krieg als Erste
zu spüren bekommen: Die Geschäfte einzelner Unternehmen sind von
einem Tag auf den anderen stark zurückgegangen oder ganz zusammengebrochen.
So ist fast jedes zweite der 155 Lastschiffe der Regensburger Reederei Bayerischer
Lloyd zur Zeit ungenutzt. «Unser Unternehmen ist auf Transporte zwischen
Rotterdam und dem Schwarzen Meer spezialisiert», sagt Hans Frank vom
Bayerischen Lloyd. «Die Hälfte unserer 300 Mitarbeiter muß
im Moment tatenlos auf das Ende des Krieges warten». Die Verluste
gehen für die Reederei nach eigenen Angaben in die Millionen.
Völlig ruhen die Geschäfte der Passauer Reederei Donau-Lloyd-Mat
(DLM). Ihre vier Fracht-Katamarane, die sonst Lastwagen, Traktoren, Mähdrescher
und Autos nach Bulgarien liefern, liegen in Passau und Bulgarien fest. «Unsere
Flotte transportiert sonst normalerweise 280 Lastwagen pro Woche»,
sagt der DLM- Geschäftsführer Boyan Stoyanov.
Auch die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrts AG hat den
Krieg zu spüren bekommen. Im April sollte der Personendampfer Austria
zur ersten von 28 in diesem Jahr geplanten Kreuzfahrten zwischen Passau
und Budapest starten. Dafür wurde der Luxusliner eigens um ganz Europa
herum durch den Atlantik und das Mittelmeer ins Schwarze Meer geschleppt,
weil der dreistöckige Kreuzer den Main-Donau-Kanal wegen seiner Höhe
nicht passieren konnte.
Jetzt hängt das Schiff im Schwarzmeerhafen Konstanza fest. «Wir
haben ein niederländisches Schiff gechartert, das die Touren ersatzweise
für uns fährt», erklärt Peter Cassalette aus dem Vorstand
der Schiffahrtsgesellschaft. «In jeder Woche, in der wir die Austria
nicht nutzen können, verlieren wir 250 000 DM», sagte Cassalette.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Wednesday, 14. April 1999 - 15:22:42
Magdeburg - Auf dem Rothenseer Verbindungskanal bei Magdeburg
ist es am Dienstag zu einer Havarie gekommen. Menschen seien nicht
verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein schwimmendes
Arbeitsgerät, ein sogenannter Stelzenponton, sei aus ungeklärter
Ursache unter Wasser gedrückt worden.
Der Ponton, der Hebe- und Baggereinrichtungen hat, sollte über
die Elbe und die Nordsee in die Niederlande übergeführt werden. Um
das Schiffshebewerk Rothensee passieren zu können, wurde der
Pontonkörper geflutet. Dabei bekam er dem Polizeibericht zufolge
Schlagseite und wurde teilweise unter Wasser gedrückt.
Der Ponton sollte noch im Lauf des Abends vom Ufer her mit
Kränen aufgerichtet werden. Die Feuerwehr legte eine Ölabsperrung.
Das ausgelaufene Öl sollte später abgesaugt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Monday, 12. April 1999 - 19:15:37
MOSKAU - Der im Finnischen Meerbusen am Freitag auf Grund gelaufene britische Tanker mit 22 000 Tonnen Treibstoff an Bord saß am Sonntag weiter fest. Schlechtes Wetter und Seegang verhinderten weiterhin alle Bemühungen zum Freischleppen der "Ecturus", teilte das Ministerium für Katastrophenschutz in Moskau mit. Nach Ansicht der Behörden bestand zunächst keine Gefahr für die Umwelt, da die Treibstofftanks nicht beschädigt waren.
Noch im Laufe des Tages sollten bis zu 8000 Tonnen Treibstoff aus dem Havaristen in den bereitliegenden russischen Tanker "Wolga-Neft-261" umgepumpt werden, hieß es. Möglicherweise könne sich der Tanker durch die Gewichtserleichterung aus eigener Kraft von der Untiefe lösen. Taucher sollten gleichzeitig den Rumpf des Schiffes auf eventuelle Schäden untersuchen. Sollte der Tanker nicht aus eigener Kraft freikommen, standen zwei Eisbrecher und ein weiteres Schiff zum Abschleppen bereit. Ein Leck würde eine riesige Katastrophe auslösen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Monday, 12. April 1999 - 19:12:58
Bremen - Deutsche Seenotretter haben am Wochenende 103 Menschen aus gefährlichen Situationen auf Nord- und Ostsee herausgeholt. Vor allem ging es um Ausflugsschiffe, die wegen otorschäden nicht mehr in den Hafen zurückkamen. Der größte Fall war laut Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die mit 41 Personen besetzte «Seehund», die auf der Nordsee am
Freitag einen Motorschaden hatte und von einem Seenotkreuzer in den Hafen geschleppt wurde. Auf der Ostsee vor Laboe bei Kiel wurde am Sonntag ein Angelkutter mit 40 Personen von den Helfern nach einem Motorversagen in den Hafen geschleppt.
Vor Stralsund lief nach den Angaben der DGzRS aus Bremen vom Montag der Dreimastsegler «Fridjof Nansen» mit 30 Leuten an Bord auf Grund. Zehn Jugendliche wurden geborgen, ehe der Segler aus
eigener Kraft wieder freikam. Ebenfalls auf der Ostsee hatten zwei
Angelboote am Samstag Maschinenschäden. Die vier Angler wurden von
einem Seenotkreuzer an Land gebracht. Vom Ausflugsdampfer «Möwe»
auf der Ostsee wurde eine junge Frau geborgen und ins Krankenhaus
gebracht. Sie hatte sich den Kiefer ausgerenkt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Monday, 12. April 1999 - 17:38:47
Bei Maragaret River in Westaustralien wurde eine Gruppe von Surfern während eines Turniers von
Haien angegriffen. Zu Hilfe kamen Retter auf Jet-Skis, welche die Haie vertrieben. Verletzt
wurde niemand.
Quelle: Alexander
Bartek
08.04.99
Bei Bauarbeiten im ehemaligen Gebiet des antiken Stadhafens von Pisa wurden eine ganze Flotte
ungewöhnlich gut erhaltener Schiffe aus der römischen Antike entdeckt. Es wurden bereits ach
2000 Jahre alte Schiffe samt Ladung ausgegraben. Nach Aussage des zuständigen Archäologen
Stefano Bruni handelt es sich um eine "absolute Neuigkeit", denn Schiffe der antiken römischen
Marine kennt man bisher nur aus schriftlichen Unterlagen. Im Vergleich zu früheren Funden, die
nur Bruchstücke an den Tag brachten, wurden in Pisa gesamte Schiffsrümpfe gefunden. Die größten
der gefundenen Ruder-Schiffe sind bis zu 30 m lang. Ungeklärt ist bisher, ob die Schiffe auch
Segel hatten. Die älteren Schiffe stammen aus der republikanischen Epoche, etwa 100 Jahre vor
unserer Zeitrechnung, die jüngsten aus der Zeit Kaiser Hadrians (zweites Jahrhundert unserer
Zeitrechnung). Da durch den Schlamm im ehemaligen Hafenbecken kein Sauerstoff eindringen
konnte, sind Holz- und Metallteile in vergleichweise optimalen Zustand. So wurden Öl-Amphoren,
Keramiken, Münzen, eine Ladewinde mit aufgerollten Tauen, eine Sandale eine Ledertasche
geborgen. Eine sofortige Restaurierung habe nun oberste Priorität, sagte der Archäologe Stefano
Bruni, da nach der Befreiung aus dem Erdreich nach ca. 2000 Jahren die Gefahr besteht, daß die
Hölzer zu Staub zerfallen. Später sollen die Stücke in Pisa ausgestellt werden.
Quelle: Alexander
Bartek
02.04.99
In der Nacht zum Donnerstag kollidierte ein nordkoreanisches Frachtschiff mit einem Schiff aus
Südkorea ca. 560 Kilometer vor der Hafenstadt Galle. Das nordkoreanische Frachtschiff sank
unmittelbar nach der Kollision, zwei Besatzungsmitglieder wurden aus dem Meer gerettet, 37
Seeleute werden noch vermißt. Die Ursache des Unglückes ist ungeklärt.
Quelle: Alexander
Bartek
02.04.99
Über das Fährunglück vor der nigerianischen Küste gibt es unterschiedliche Meldungen. Die MV
George war mit ca. 300 Personen an Bord völlig überladen und ist in einem Bereich von 50 km bis
110 km vor der Hafenstadt Port Harcourt gesunken. Bisher wurden ca. 30 Überlebende geborgen.
Laut Aussage des Kapitäns sei das Schiff auf ein unbekanntes Hindernis aufgelaufen und
anschließend gesunken. Anderen Meldungen zu Folge sei das Schiff in einen heftigen tropischen
Sturm geraten und gekentert.
Quelle: Alexander
Bartek
01.04.99
Die Serben haben zwar keine offizielle Schiffahrtssperre verhängt, Frachtschiffe und Verbände
werden aber einfach angehalten. Den Besatzungen werden die Papiere abgenommen und so zum
Bleiben gezwungen. Nachdem nun die alte Straßenbrücke in Novi Sad durch NATO-Luftangriffe
völlig zerstört wurde, ist ein Passieren dieser Stelle durch die in der Donau liegenden
Brückenteile ohnehin unmöglich geworden. Von den Schiffahrtsbehörden wird von Fahrten in das
Kriesengebiet dringend abgeraten.
Die finanziellen Schäden, die die österreichischen Reeder und Häfen tragen müssen, ist noch
nicht abzusehen.
Quelle: Alexander
Bartek
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