EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv April 1999

Last update: Saturday, 1. May 1999 - 11:12:13

CIPA Vollversammlung
Friday, 30. April 1999 - 16:34:04
Am 12.05.1999 findet die 29. Vollversammlung der CIPA in Antwerpen statt. Die Abkürzung CIPA steht für Internationaler Ausschuß für die Verhütung von Arbeitsunfällen in der Binnenschiffahrt (Übersetzung aus dem Französichen). Dieses Jahr steht eine neue CIPA Regel - Atmeschutz auf Fahrgastschiffen - auf der Tagesordnung. Weiters werden sich die Delegationen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Österreich mit Arbeits- und Fahrzeiten in der Binnenschiffahrt sowie mit Themen aus den Bereichen CEN und der ZKR beschäftigen.
Quelle: Alexander Bartek

Hartöl gegen Havarien
Ein Polymer lässt Emulsionen aus Wasser und Öl gelieren
Wednesday, 28. April 1999 - 06:20:13

Tankerhavarien können zu verheerenden Umweltkatastrophen führen. Vor allem wenn die Unglücksschiffe in Küstennähe stranden und durch Risse in der Schiffswand Öl verlieren. Zwar ist es für die Bergungsmannschaften meist kein Problem, auch bei schweren Wettern an Bord des Havaristen zu gelangen. Doch rauhe See vereitelt oft genug ein effektives Verschliessen der Lecks. Liesse sich in solchen Situationen das Auslaufen des Rohöls schnell und effektiv verhindern, wäre schon viel gewonnen - zumindest Zeit, bis Notreparaturen möglich sind und das Schiff in die Werft geschleppt werden kann.

    Mit einem neuen Chemikaliensystem, das an der Duisburger Gerhard-Mercator-Universität entwickelt wurde, lässt sich das jetzt bewerkstelligen. Der Grundgedanke ist dabei recht einfach: Liegt das Öl in fester Form vor, kann es nicht auslaufen. Bei ihren Laborversuchen hatten die Forscher zunächst Waschbenzin mit Wasser versetzt und durch Zusatz von Seife (Emulgator) eine Vermischung (Emulsion) der beiden gegensätzlichen Substanzen erreicht - ähnlich wie bei Milch, einem Gemisch aus Fett und Wasser. Dann wurde der Emulsion ein Polymer zugesetzt, das die Wassertropfen des Gemenges geliert.

    Die Mischung für den Ernstfall besteht ebenfalls aus Seife, einem Polymer und Wasser und wiegt gut zehn Prozent der zu bindenden Flüssigkeit. Als Polymere finden durchweg Naturstoffe Verwendung, ähnlich denen, die im Haushalt für Wackelpudding oder Tortenguss gebraucht werden. Die Gelierzeit kann - je nach Wahl des Bindemittels - um Minuten bis Stunden variieren. Anschliessend liegt ein schnittfester und formstabiler Stoff vor, der sich in diesem Zustand lange lagern lässt. Die winzigen Öltropfen sind dabei in eine gallertartige Matrix eingebettet. Ausser Öle verwandelt die umweltschonende Chemikalie auch andere organische Flüssigkeiten in handfesteres Material. Aus den Feststoffen lassen sich Ausgangsprodukte und Geliermittel ohne weiteres zur Wieder- und Weiterverwertung zurückgewinnen. Daher könnten problematische Flüssigkeiten mit dem chemophysikalischen Mehrkomponentensystem schon prophylaktisch gehärtet werden, bevor die Transportschiffe in See stechen.

    Die Duisburger Chemiker peilen den Einsatz ihrer Chemikalie auch für Flugzeuge an. Würde der Treibstoff nach dem Auftanken damit verfestigt, liessen sich Katastrophen wie in Ramstein vermeiden. Damals verbrannten 50 Menschen im Feuerball eines abgestürzten Jägers. In der Startphase, wenn die Tanks randvoll sind, ist das Risiko einer unkontrollierten explosiven Zündung am grössten. Durch einen unkomplizierten Aufbereitungsprozess liesse sich aus dem «Hartöl» kontinuierlich die benötigte Treibstoffmenge für den Schub gewinnen. Doch hier gibt es noch einen enormen Forschungsbedarf. Denn Flugversuche mit einem vergleichbaren Verfahren hatten vor einigen Jahren zu Abstürzen der ferngelenkten Testmaschinen geführt, weil der Nachschub des Sprits nicht klappte.

    Von grossem ökologischem Interesse wäre auch die Weiterentwicklung des Systems für das Abschöpfen von schon ausgelaufenem Öl. Denn allein in den Jahren von 1965 bis 1989 ereigneten sich weltweit rund 50 schwere Ölkatastrophen auf offener See. In Duisburg ruhen derzeit allerdings die Forschungsarbeiten. Für weitergehende Experimente und Praxistests fehlt das Geld.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Verzweifelte Suche auf Jungferninsel St. Croix
Marinesoldat vermißt: Wo ist Thomas Kostka?
Tuesday, 27. April 1999 - 06:15:49

Er gilt als erfahren und zuverlässig. Doch an einem Sonntag im April kehrte der Hamburger Marinesoldat Thomas Kostka (36) nicht mehr von seinem Landgang zurück. Ist er desertiert? Hatte er einen Unfall? Wurde er umgebracht?

Vier Wochen lang war die Fregatte "Mecklenburg-Vorpommern" vor den Küsten der amerikanischen Jungferninseln gekreuzt, hatte Manöver geübt. Am Sonnabend, dem 17. April, zwei Tage bevor das Schiff die Region verlassen sollte, legten die Fregatte und ein weiteres Schiff der Flotte an, 380 Soldaten gingen von Bord - unter ihnen der Hauptbootsmann Kostka.

Irgendwann trennte er sich von seinen Kameraden. "Er wollte noch mal an den Strand", erzählen sie. Am Sonntag nachmittag wurde der Hamburger zum letzten Mal gesehen. Einheimische beobachteten ihn am Strand der Insel St. Croix.

Am Montag morgen, als das Schiff ablegen wollte, fehlte Kostka. "Wir haben keine Vorstellung, was mit ihm passiert sein könnte", sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums. Peter Stoffers, Sprecher der Flotte: "Wir bezweifeln, daß er desertiert ist. Er ist seit 15 Jahren bei der Marine."

Amerikanische Polizei durchkämmt nun die Insel. Die Marine gab eine Vermißtenanzeige auf, setzte rund 1800 Mark Belohnung aus. Doch Hinweise aus der Bevölkerung erwiesen sich als blinde Spuren.

Die "Mecklenburg-Vorpommern" lag einige Stunden länger im Hafen als geplant, nahm dann Kurs auf Panama. Leutnant Helge Schneider blieb zunächst auf der Insel, um sich an der Suche zu beteiligen: "Wir hoffen auf das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Bundesmarine vermißt Unteroffizier auf den Jungferninseln
Monday, 26. April 1999 - 06:13:48
Christiansted/Jungferninseln - Die Bundesmarine vermißt einen Unteroffizier der Fregatte «Mecklenburg-Vorpommern». Wie Leutnant Helge Schneider am Sonntag in Chistiansted auf den amerikanischen Jungferninseln mitteilte, verschwand der Stabsbootsmann Thomas Kostka vor einer Woche auf einem Landgang. «Wir wissen nicht, was ihm passiert ist», erklärte Schneider. Die Marine setzte eine Belohnung von 1.000 Dollar (etwa 1.800 Mark) für Informationen über das Schicksal des 36jährigen Kostkas aus.
Den Angaben zufolge wurde der Hamburger zuletzt gegen Mitternacht des 17. April an einem Strand der Insel St. Croix gesehen. Schneider bezweifelte, daß der Seemann desertiert sei. Kostka ist seit 15 Jahren bei der Marine. Ein Polizeisprecher teilte mit, daß sich mehrere Hinweise aus der Bevölkerung bislang als Sackgassen erwiesen hätten. Die Polizei habe eine inselweite Suchaktion unternommen, die aber nichts zutage gefördert habe. «Jetzt hoffen wir auf das Beste und bereiten uns auf das Schlimmste vor», sagte der Sprecher. Leutnant Schneider verließ die Jungferninseln noch am Sonntag, um sich der inzwischen nach Kolumbien gefahrenen «Mecklenburg-Vorpommern» wieder anzuschließen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Original-Schiff von Cäsars Kriegsflotte ausgegraben
Friday, 23. April 1999 - 06:23:44
Rom - Sensationeller Fund nahe Pisa: Italienische Archäologen entdeckten eine ganze Flotte ungewöhnlich gut erhaltener Schiffe aus der römischen Antike. Bislang wurden acht bis zu 30 m lange Schiffe samt Ladung ausgegraben, darunter vier Frachter und sehr wahrscheinlich das erste Kriegsschiff der Römer, das je gefunden wurde. Die über 2000 Jahre alten Schiffe wurden vom Schlamm des längst versandeten Hafenbeckens perfekt konserviert.
Der leitende Archäologe Prof. Stefano Bruni: "Das Holz ist so frisch wie an jenem Tag, an dem die Schiffe sanken." Man vermutet, daß die Flotte einer Sturmflut zum Opfer fiel. Entdeckt wurde der Fund bei Arbeiten für einen neuen Bahnhof in Pisa.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Pazifik: Titanic-Star Dicaprio erlitt Schiffbruch
Wednesday, 21. April 1999 - 06:23:11

BANGKOK. ,,Titanic"-Star Leonardo Dicaprio hat Schiffbruch erlitten. Bei Dreharbeiten zu seinem neuen Film "The Beach" ist Dicaprios Boot im Süden Thailands bei peitschendem Monsun-Regen und hohem Wellengang voll Wasser geschlagen, so daß der Star sich durch einen beherzten Sprung ins Wasser vor dem Untergang retten mußte. DiCaprio, seine Film-Partnerin Tilda Swinton und weitere Mitglieder der Crew seien aber rasch von Rettungsbooten geborgen worden, so die Filmgesellschaft. Das britische Boulevard-Blatt "Sun" hatte zuvor berichtet, die Schiffbrüchigen hätten rund eine halbe Stunde lang um ihr Leben schwimmen müssen. Die Filmgesellschaft-Sprecherin sagte, bei dem Unglück sei niemand verletzt worden, alle Betroffenen hätten Schwimmwesten getragen. Allerdings sei Filmausrüstung verlorengegangen, und die Dreharbeiten des ganzen Tages müßten wiederholt werden. Sie dementierte die Meldung der ,,Sun", das Gewässer am Drehort sei voller Haie gewesen und erläuterte, der Vorfall habe sich rund 500 Meter vor der Insel Phuket ereignet. Es gebe zwar Haie in dem Gewässer, diese lebten aber weiter von Phuket entfernt.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Vermutlich zwölf Tote bei Bootsunglück zwischen Ungarn und der Ukraine
Tuesday, 20. April 1999 - 14:09:53
Zwölf Flüchtlinge, die bei dem Versuch, mit einem Boot illegal nach Ungarn einzureisen, auf dem Fluß Tisza Schiffbruch erlitten haben, sind, nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur MTI, vermutlich ertrunken. Lediglich ein 43jähriger Mann aus Afganistan konnte sich ans Ufer retten. Die Flüchtlinge zwei weiterer Boote wurden festgenommen. Zum Zeitpunkt des Unglücks, rund 200 Kilometer östlich von Budapest, sei das Wetter stürmisch gewesen. Nach Angaben der Flüchtlinge hätten sie Schleppern 2.500 Doller pro Person bezahlt, um nach Ungarn flüchten zu können.
Quelle: Alexander Bartek

Kein Schadenersatz bei stürmischer Kreuzfahrt
Veranstalter nicht für rauhe See verantwortlich
Monday, 19. April 1999 - 21:50:30
DÜSSELDORF - Wer auf Kreuzfahrt geht, muß auch heftigen Sturm, rauhe See, hohen Wellengang und Unwohlsein einkalkulieren. Für Ungemach auf dem Ozean kann nicht der Reiseveranstalter verantwortlich gemacht werden. Darauf weist die Rechtschutzversicherung Arag unter Berufung auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Bremen hin.
Im konkreten Fall wollte ein Ehepaar auf ruhige, erholsame Kreuzfahrt gehen, um dem heimischen Winter zu entfliehen. Doch die Reise wurde turbulent. Das Schiff geriet auf hoher See in einen Sturm und kam ins Schlingern. Die Frau stürzte, verletzte sich und mußte den Urlaub abbrechen. Die verhinderte Kreuzfahrerin verklagte den Veranstalter auf Erstattung des Reisepreises wegen `mangelhafter Leistung". Nach ihrer Ansicht hätte der Kapitän das Sturmtief auch weiträumig umschiffen können.
Die Richter waren anderer Ansicht. Wer in den Wintermonaten eine solche Reise buche, müsse mit rauher See rechnen. Auch der Sturz könne nicht dem Veranstalter zur Last gelegt werden. Das sei `allgemeines Lebensrisiko". Die Klage wurde abgewiesen. (Aktenzeichen: Oberlandesgericht Bremen OLG, 3 U 139(96)
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ostsee: Starkwind brachte Wassersportler in Seenot
Monday, 19. April 1999 - 22:40:02

BREMEN. Der starke Nordwestwind über der Ostsee hat Freizeitskipper wiederholt in Schwierigkeiten gebracht und offenbar ein Todesopfer gefordert. Wie die Seenotleitstelleder DGzRS in Bremen mitteilte, war vor dem schleswig-holsteinischen Sierksdorf ein Ruderboot gekentert. Ein Mann konnte sich selbst an Land retten. Die Suche nach einem zweiten wurde am Abend ergebnislos eingestellt.
In der Kieler Förde zog die Crew eines Rettungsbootes zwei Menschen aus dem Wasser, deren Boot ebenfalls gekentert war. Im kleinen Haff in Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Segler geborgen, die mit ihrem Katamaran havariert waren. An einer anderen Stelle alarmierte ein Surfer die Seenotretter, nachdem sein Begleiter sich mit seinem Surfbrett erschöpft auf die Insel "Jäger Bülten" hatte treiben lassen. Der Mann wurde gerettet.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com, Sailpress - Sicherheit für Hochseesegler

Sperrgebiet vor Montenegro
Saturday, 17. April 1999 - 12:03:20
Belgrad/Hamburg. 16.4. Die 12-Seemeilen-Zone vor der Adriaküste Montenegros ist heute von der Bundesrepublik Jugoslawien zum Sperrgebiet erklärt worden. Das bestätigte das Generalkonsulat in Hamburg. Danach ist jeglicher Verkehr in diesem Gebiet verboten. Grenzpatrouillenboote kontrollieren das zunächst bis Montag geltende Sperrgebiet, das für alle Wasserfahrzeuge anderer Nationen tabu ist. Ob die zunächst befristete Sperrung der Hoheitsgewässer Montenegros verlängert wird, war heute im Generalkonsulat noch nicht bekannt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Donaukapitäne sitzen wegen des Kosovo-Kriegs auf dem Trockenen
Friday, 16. April 1999 - 17:44:57
Regensburg - Die Bomben der Nato auf Jugoslawien sind für die deutsche Binnenschiffahrt ein schwerer Schlag. Betroffen sind hauptsächlich der Frachtverkehr, aber auch Kreuzfahrten, nachdem Donaubrücken in der Krisenregion zerstört sind, Trümmer den Weg durch jugoslawisches Territorium versperren.
Seitdem können die Kapitäne der Lastkähne aus Westeuropa nicht nur Häfen in Serbien, sondern auch in Rumänien, Bulgarien und der Ukraine nicht mehr ansteuern.
Die deutsche Binnenschiffahrt und die Häfen stehen vor erheblichen Verlusten. 1997 gingen laut bayerischem Wirtschaftsministerium rund ein Viertel, im vergangenen Jahr knapp ein Fünftel des Warenverkehrs auf der Donau in Länder, die durch den Krieg nun unerreichbar sind. Auch die Personenschiffahrt ist nicht mehr durchgängig von Rotterdam bis zum Donaudelta möglich. Die bei den Touristen beliebte Route von Budapest zum Schwarzen Meer mußten die Anbieter kurzfristig aus ihrem Angebot streichen.
Reedereien und Häfen an der bayerischen Donau haben den Krieg als Erste zu spüren bekommen: Die Geschäfte einzelner Unternehmen sind von einem Tag auf den anderen stark zurückgegangen oder ganz zusammengebrochen.
So ist fast jedes zweite der 155 Lastschiffe der Regensburger Reederei Bayerischer Lloyd zur Zeit ungenutzt. «Unser Unternehmen ist auf Transporte zwischen Rotterdam und dem Schwarzen Meer spezialisiert», sagt Hans Frank vom Bayerischen Lloyd. «Die Hälfte unserer 300 Mitarbeiter muß im Moment tatenlos auf das Ende des Krieges warten». Die Verluste gehen für die Reederei nach eigenen Angaben in die Millionen.
Völlig ruhen die Geschäfte der Passauer Reederei Donau-Lloyd-Mat (DLM). Ihre vier Fracht-Katamarane, die sonst Lastwagen, Traktoren, Mähdrescher und Autos nach Bulgarien liefern, liegen in Passau und Bulgarien fest. «Unsere Flotte transportiert sonst normalerweise 280 Lastwagen pro Woche», sagt der DLM- Geschäftsführer Boyan Stoyanov.
Auch die Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrts AG hat den Krieg zu spüren bekommen. Im April sollte der Personendampfer Austria zur ersten von 28 in diesem Jahr geplanten Kreuzfahrten zwischen Passau und Budapest starten. Dafür wurde der Luxusliner eigens um ganz Europa herum durch den Atlantik und das Mittelmeer ins Schwarze Meer geschleppt, weil der dreistöckige Kreuzer den Main-Donau-Kanal wegen seiner Höhe nicht passieren konnte.
Jetzt hängt das Schiff im Schwarzmeerhafen Konstanza fest. «Wir haben ein niederländisches Schiff gechartert, das die Touren ersatzweise für uns fährt», erklärt Peter Cassalette aus dem Vorstand der Schiffahrtsgesellschaft. «In jeder Woche, in der wir die Austria nicht nutzen können, verlieren wir 250 000 DM», sagte Cassalette.

Eine andere Kriegsfolge sieht so aus: «Einige jugoslawische Kapitäne wollen zur Zeit nicht in ihre Heimat zurückzukehren», berichtet der Direktor des Regensburger Hafens, Peter Häckl. Dort müßten die Serben damit rechnen, zum Militär eingezogen zu werden. Nun sitzen die Schiffer vom Balkan in ihren Kajüten, informieren sich aus dem Rundfunk über den Konflikt und warten auf ein Ende des Krieges.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Arbeitsponton auf Verbindungskanal bei Magdeburg verunglückt
Wednesday, 14. April 1999 - 15:22:42
Magdeburg - Auf dem Rothenseer Verbindungskanal bei Magdeburg ist es am Dienstag zu einer Havarie gekommen. Menschen seien nicht verletzt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Ein schwimmendes Arbeitsgerät, ein sogenannter Stelzenponton, sei aus ungeklärter Ursache unter Wasser gedrückt worden.
Der Ponton, der Hebe- und Baggereinrichtungen hat, sollte über die Elbe und die Nordsee in die Niederlande übergeführt werden. Um das Schiffshebewerk Rothensee passieren zu können, wurde der Pontonkörper geflutet. Dabei bekam er dem Polizeibericht zufolge Schlagseite und wurde teilweise unter Wasser gedrückt.
Der Ponton sollte noch im Lauf des Abends vom Ufer her mit Kränen aufgerichtet werden. Die Feuerwehr legte eine Ölabsperrung. Das ausgelaufene Öl sollte später abgesaugt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Britischer Tanker sitzt weiter fest
Monday, 12. April 1999 - 19:15:37
MOSKAU - Der im Finnischen Meerbusen am Freitag auf Grund gelaufene britische Tanker mit 22 000 Tonnen Treibstoff an Bord saß am Sonntag weiter fest. Schlechtes Wetter und Seegang verhinderten weiterhin alle Bemühungen zum Freischleppen der "Ecturus", teilte das Ministerium für Katastrophenschutz in Moskau mit. Nach Ansicht der Behörden bestand zunächst keine Gefahr für die Umwelt, da die Treibstofftanks nicht beschädigt waren.
Noch im Laufe des Tages sollten bis zu 8000 Tonnen Treibstoff aus dem Havaristen in den bereitliegenden russischen Tanker "Wolga-Neft-261" umgepumpt werden, hieß es. Möglicherweise könne sich der Tanker durch die Gewichtserleichterung aus eigener Kraft von der Untiefe lösen. Taucher sollten gleichzeitig den Rumpf des Schiffes auf eventuelle Schäden untersuchen. Sollte der Tanker nicht aus eigener Kraft freikommen, standen zwei Eisbrecher und ein weiteres Schiff zum Abschleppen bereit. Ein Leck würde eine riesige Katastrophe auslösen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Seenotretter befreiten am Wochenende 103 Menschen aus Gefahr
Monday, 12. April 1999 - 19:12:58
Bremen - Deutsche Seenotretter haben am Wochenende 103 Menschen aus gefährlichen Situationen auf Nord- und Ostsee herausgeholt. Vor allem ging es um Ausflugsschiffe, die wegen otorschäden nicht mehr in den Hafen zurückkamen. Der größte Fall war laut Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) die mit 41 Personen besetzte «Seehund», die auf der Nordsee am Freitag einen Motorschaden hatte und von einem Seenotkreuzer in den Hafen geschleppt wurde. Auf der Ostsee vor Laboe bei Kiel wurde am Sonntag ein Angelkutter mit 40 Personen von den Helfern nach einem Motorversagen in den Hafen geschleppt.
Vor Stralsund lief nach den Angaben der DGzRS aus Bremen vom Montag der Dreimastsegler «Fridjof Nansen» mit 30 Leuten an Bord auf Grund. Zehn Jugendliche wurden geborgen, ehe der Segler aus eigener Kraft wieder freikam. Ebenfalls auf der Ostsee hatten zwei Angelboote am Samstag Maschinenschäden. Die vier Angler wurden von einem Seenotkreuzer an Land gebracht. Vom Ausflugsdampfer «Möwe» auf der Ostsee wurde eine junge Frau geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte sich den Kiefer ausgerenkt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Haie jagen Surfer
Monday, 12. April 1999 - 17:38:47
Bei Maragaret River in Westaustralien wurde eine Gruppe von Surfern während eines Turniers von Haien angegriffen. Zu Hilfe kamen Retter auf Jet-Skis, welche die Haie vertrieben. Verletzt wurde niemand.
Quelle: Alexander Bartek

Sensationeller Fund römischer Schiffe
08.04.99
Bei Bauarbeiten im ehemaligen Gebiet des antiken Stadhafens von Pisa wurden eine ganze Flotte ungewöhnlich gut erhaltener Schiffe aus der römischen Antike entdeckt. Es wurden bereits ach 2000 Jahre alte Schiffe samt Ladung ausgegraben. Nach Aussage des zuständigen Archäologen Stefano Bruni handelt es sich um eine "absolute Neuigkeit", denn Schiffe der antiken römischen Marine kennt man bisher nur aus schriftlichen Unterlagen. Im Vergleich zu früheren Funden, die nur Bruchstücke an den Tag brachten, wurden in Pisa gesamte Schiffsrümpfe gefunden. Die größten der gefundenen Ruder-Schiffe sind bis zu 30 m lang. Ungeklärt ist bisher, ob die Schiffe auch Segel hatten. Die älteren Schiffe stammen aus der republikanischen Epoche, etwa 100 Jahre vor unserer Zeitrechnung, die jüngsten aus der Zeit Kaiser Hadrians (zweites Jahrhundert unserer Zeitrechnung). Da durch den Schlamm im ehemaligen Hafenbecken kein Sauerstoff eindringen konnte, sind Holz- und Metallteile in vergleichweise optimalen Zustand. So wurden Öl-Amphoren, Keramiken, Münzen, eine Ladewinde mit aufgerollten Tauen, eine Sandale eine Ledertasche geborgen. Eine sofortige Restaurierung habe nun oberste Priorität, sagte der Archäologe Stefano Bruni, da nach der Befreiung aus dem Erdreich nach ca. 2000 Jahren die Gefahr besteht, daß die Hölzer zu Staub zerfallen. Später sollen die Stücke in Pisa ausgestellt werden.
Quelle: Alexander Bartek

Nach Schiffsunglück vor Sri Lanka noch 37 Seeleute vermißt
02.04.99
In der Nacht zum Donnerstag kollidierte ein nordkoreanisches Frachtschiff mit einem Schiff aus Südkorea ca. 560 Kilometer vor der Hafenstadt Galle. Das nordkoreanische Frachtschiff sank unmittelbar nach der Kollision, zwei Besatzungsmitglieder wurden aus dem Meer gerettet, 37 Seeleute werden noch vermißt. Die Ursache des Unglückes ist ungeklärt.
Quelle: Alexander Bartek

Fährunglück vor Nigeria
02.04.99
Über das Fährunglück vor der nigerianischen Küste gibt es unterschiedliche Meldungen. Die MV George war mit ca. 300 Personen an Bord völlig überladen und ist in einem Bereich von 50 km bis 110 km vor der Hafenstadt Port Harcourt gesunken. Bisher wurden ca. 30 Überlebende geborgen. Laut Aussage des Kapitäns sei das Schiff auf ein unbekanntes Hindernis aufgelaufen und anschließend gesunken. Anderen Meldungen zu Folge sei das Schiff in einen heftigen tropischen Sturm geraten und gekentert.
Quelle: Alexander Bartek

Serben stoppen Binnenschiffahrt auf der Donau
01.04.99
Die Serben haben zwar keine offizielle Schiffahrtssperre verhängt, Frachtschiffe und Verbände werden aber einfach angehalten. Den Besatzungen werden die Papiere abgenommen und so zum Bleiben gezwungen. Nachdem nun die alte Straßenbrücke in Novi Sad durch NATO-Luftangriffe völlig zerstört wurde, ist ein Passieren dieser Stelle durch die in der Donau liegenden Brückenteile ohnehin unmöglich geworden. Von den Schiffahrtsbehörden wird von Fahrten in das Kriesengebiet dringend abgeraten. Die finanziellen Schäden, die die österreichischen Reeder und Häfen tragen müssen, ist noch nicht abzusehen.
Quelle: Alexander Bartek

Interessante Links:

Sail Home Sail home to ESYS ...
[Altavista] [Yahoo] [DINO] [Web.de] [Lycos] [Fireball] [Crawler.de] [Aladin] [Belnet] [Excite] [Netguide] [Hotbot] Red Line
Page by Peter O.Walter, SY ESYS
Kontakt
URL of this Page is: http://www.esys.org/news/sos_9904.html