
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Mai 1999
Last update: Wednesday, 9. June 1999 - 06:03:30

Statistik: Brände auf Kreuzfahrern
Friday, 21. May 1999 - 21:10:13
Mehrere Millionen Menschen vergnügen sich jährlich auf Kreuzfahrten. Brände auf den großen Luxuslinern sind selten. Glimpflich gehen die Unfälle nicht immer ab.
18.05.1988 - Elf Menschen sterben, als die sowjetische 'Priamurje' im Hafen von Osaka weitgehend ausbrennt. Das Schiff war mit 295 sowjetischen Passagieren und 129 Besatzungsmitgliedern an Bord von Wladiwostock aus auf Japan-Kreuzfahrt.
13.02.1992 - Vor Sumatra gerät das unter Bahamas-Flagge fahrende französische Schiff 'Ocean Pearl' auf der Fahrt von Singapur nach Jakarta in Brand. Alle 336 Passagiere und Besatzungsmitglieder werden von Bord gebracht.
30.11.1994 - Im Maschinenraum der italienischen 'Achille Lauro' bricht auf der Fahrt von Genua nach Südafrika im Indischen Ozean vor Somalia Feuer aus und greift auf die Passagierdecks über. Drei Menschen sterben. Alle anderen der 1 000 Passagiere und Besatzungsmitglieder - darunter etwa 150 Deutsche - werden in Sicherheit gebracht. Das Kreuzfahrtschiff sinkt beim Abschleppversuch am 2. Dezember.
27.07.1996 - Von der Wäscherei aus breitet sich ein Brand auf dem unter Panama-Flagge fahrenden amerikanischen Kreuzfahrtschiff 'Universe Explorer' aus. Bei dem Brand vor Süd-Alaska sterben fünf Menschen. 67 der etwa 740 Passagiere werden verletzt.
04.10.1997 - 50 Seemeilen südlich von Zypern gerät das zypriotische Kreuzfahrtschiff 'MV Romantica' mit 487 Passagieren und 186 Besatzungsmitgliedern an Bord in Brand. Das Feuer hatte im Maschinenraum begonnen. Das Schiff galt als verloren.
20.05.1999 - Im Maschinenraum des auf den Bahamas registrierten Schiffes 'Vista Sun' entsteht in der Straße von Malakka ein Feuer und sinkt. Alle der rund 1 100 Menschen an Bord - auf Kreuzfahrt zwischen Thailand und Singapur - werden gerettet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
«Titanic»-Stimmung vor dem Untergang der «Sun Vista»
1.104 Passagiere und Besatzungsmitglieder gerettet
Friday, 21. May 1999 - 12:07:28
Kuala Lumpur - Ein Kreuzfahrtschiff mit 1.104 Menschen an Bord ist vor der Westküste Malaysias in Brand geraten und gesunken. Die Fahrgäste und Besatzungsmitglieder aus 26 Ländern, unter ihnen auch einige Deutsche, wurden gerettet und mit Fähren sowie Marineschiffen nach Penang gebracht. Die auf den Bahamas registrierte «Sun Vista» sank nach Angaben der Schiffahrtspolizei etwa 45 Kilometer vor der Küste in der Straße von Malakka.
«Das war ein einziger Alptraum», sagte der indische Geschäftsmann Ram Yalamanchi. «Ich dachte, wir würden alle umkommen.» Gerettete Passagiere sprachen von Panik und Chaos. Andere berichteten, sie hätten ihre Ruhe zu bewahren gesucht, indem sie das Lied aus dem Spielfilm «Titanic» gesungen hätten. Ein 62 Jahre alter englischer Tourist beschwerte sich, daß der Kapitän die Passagiere nicht über die Lage unterrichtet habe.
Das Passagierschiff lief in Singapur aus und steuerte die Ferieninsel Phuket vor der Südküste Thailands an. Während der Rückfahrt, auf der letzten Etappe der sechstägigen Schiffsreise, brach ein Feuer im Maschinenraum aus. Das erste Notsignal wurde am Donnerstag um 18.30 Uhr Ortszeit gesendet. Sieben Stunden später versank die stolze «Sun Vista» im Meer.
In der Zwischenzeit wurden die Passagiere in 18 Rettungsboote und auf vier Flöße gebracht. Dann wurden sie von anderen Schiffen aufgenommen und auf die Insel Penang gebracht. Zehn Passagiere mußten vorsorglich im Krankenhaus untersucht werden. Nach Angaben des Schiffseigners Sun Cruises waren 472 Passagiere und 632 Besatzungsmitglieder an Bord des 700 Meter langen Schiffs. Die Passagiere sollen bis zu ihrem Heimflug in Hotels untergebracht und finanziell entschädigt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kreuzfahrtpassagiere überlebten Schiffsuntergang
«Sun Vista» vor der Westküste Malaysias gesunken
Friday, 21. May 1999 - 06:24:07
Kuala Lumpur - Ein Kreuzfahrtschiff mit 1.124 Passagieren an Bord ist am Freitag vor der Westküste Malaysias in Brand geraten und gesunken. Die Fahrgäste, unter ihnen Amerikaner, Kanadier, Briten und Japaner, wurden gerettet und mit Fähren sowie Marineschiffen nach Penang gebracht. Die auf den Bahamas registrierte «Sun Vista» sank nach Angaben der Schiffahrtspolizei etwa 45 Kilometer vor der Küste in der Straße von Malakka.
Das Passagierschiff lief in Singapur aus und machte im malaysischen Hafen Malakka Zwischenstation. Ziel war die Ferieninsel Phuket vor der Südküste Thailands. Das 700 (??? Anm. d. Red.) Meter lange Schiff konnte mehr als 1.600 Passagiere und Besatzungsmitglieder aufnehmen.
Die Reederei hatte mit dem Slogan "Wir versprechen Ihnen DIE ERfahrung des Lebens" geworben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Bootsfahrer im Inn ertrunken
Friday, 21. May 1999 - 06:24:24
Traunstein - Nach zweitägiger Suche mit Hubschraubern und 250 Einsatzkräften ist ein gekenterter Bootsfahrer tot aus dem Inn geborgen worden. Wie die Polizei in Traunstein am Donnerstag mitteilte, war der 56jährige aus Altötting am Mittwoch mit einem Freund in einem Kanadier an einer Schwelle gekentert. Ohne Schwimmwesten trieben sie im Fluß, zwei Kinder alarmierten die Polizei. Während sich der Freund ans Boot klammerte und von der Feuerwehr gerettet wurde, blieb der 56jährige vermißt. Feuerwehren, Wasserwacht und zwei Hubschrauber suchten die Ufer stundenlang vergeblich ab. Am Donnerstag vormittag wurde der ertrunkene Bootsfahrer an einer Staustufe bei Neuötting gefunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Weniger Schimmunterricht - Mehr Ertrunkene
DLRG besorgt - 377 Menschen wurden 1998 gerettet
Thursday, 20. May 1999 - 17:06:48
Berlin - Nach jahrelangem Rückgang des Schwimmunterrichts ist nach Angaben der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft 1997 die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken besorgniserregend gestiegen. Trotz verregneten Sommers ertranken bundesweit rund 18 Prozent mehr Menschen als 1996, wie die DLRG am Donnerstag in Berlin mitteilte. Insgesamt gab es 602 Opfer, darunter 117 Kinder unter zehn Jahre. Für 1998 lägen noch keine amtlichen Zahlen vor, doch scheine sich der Trend fortzusetzen, sagte DLRG-Präsident Klaus Wilkens.
Er sieht einen Zusammenhang mit den Sparzwängen der Kommunen. Wegen Bäderschließungen oder der Umwandlung in Spaßbäder ohne echte Schwimmbahnen gingen die Zahlen der Schwimm- und Rettungsschüler seit Jahren zurück, sagte Wilkens. In Ostdeutschland herrsche ohnehin eine «katastrophale Unterversorgung mit funktionstüchtigen Bädern». Neben dem weniger dichten Netz von Lebensrettern sei dies ein Grund dafür, daß die Zahl der Ertrinkungstode mit knapp 1,2 pro 100.000 Einwohner fast doppelt so hoch sei wie in den alten Bundesländern.
Bundesweit sackte allein 1998 nach Wilkens Angaben die Zahl der Schwimmprüfungen um zehn Prozent auf 209.663 ab. Dabei mangele es nicht an Interesse. DLRG-Schwimmlehrer hätten teils Wartelisten für bis zu drei Jahre. Im Schimmunterricht müßten sich oft 20 bis 30 Kinder eine Bahn teilen. «Wenn sich dieser Trend fortsetzt, müssen wir damit rechnen, daß die Zahl der Ertrinkungstode in den nächsten Jahren weiter ansteigt», sagte der DLRG-Präsident. Bei den Kommunen müsse Überzeugungsarbeit geleistet werden, Schwimmflächen für Unterricht zu erhalten.
Zudem will die DLRG mit einer bundesweiten Informationskampagne für Eltern und Kinder gegensteuern. In Kindergärten solle beispielsweise über die Gefahren von Hochwasser gesprochen werden, sagte Wilkens. Der Fall einer Vierjährigen, die kürzlich für die Rettung einer Dreijährigen ausgezeichnet worden sei, zeige, daß die Kleinen auch einander helfen könnten.
Zwei Millionen Wachstunden ehrenamtlich
Ausgebildete DLRG-Retter bewahrten 1998 nach Wilkens' Angaben 377 Menschen vor dem Ertrinken. Rund 40.000 Rettungsschwimmer leisteten ehrenamtlich mehr als zwei Millionen Wachstunden, die weitaus meisten davon an Binnengewässern. In Ostdeutschland allerdings gebe es im Netz der Rettungsposten große Lücken, beklagte Wilkens. Dies liege zum einen an dem nur langsamen Wachstum bei der Mitgliederzahl der Rettungsgesellschaft in Ostdeutschland. Zum anderen sei die Wasserrettung nach wie vor nicht in der Ländergesetzgebung geregelt. Dies ist nach Wilkens' Worten notwendig, um die Finanzierung einer etwaigen Rettung über die Krankenkassen zu sichern.
Die vor 86 Jahren gegründete DLRG hat nach eigenen Angaben 556.000 Mitglieder. 1998 gewann sie bundesweit 4.000 hinzu.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mit Schlauchboot auf Pegnitz gekentert
Tuesday, 18. May 1999 - 12:02:22
Nürnberg - Zwei Nürnberger im Alter von 24 und 32 Jahren befuhren am 16.05.99, gegen 18.00 Uhr, mit einem Schlauchboot die Pegnitz in Nürnberg im Bereich des Fuchsloches. Sie wollten Fußbälle einsammeln,die an einer Staustufe angespült worden waren. Dabei kenterte dasBoot, und beide Männer fielen ins Wasser. Während sich einer der beiden aus eigener Kraft ans Ufer rettenkonnte, hielt sich der andere, im Wasser treibend, am Schlauchbootfest. Dieses füllte sich mit Wasser und wurde immer wieder an die Staustufe herangezogen. Die eintreffenden Polizeibeamten warfen dem im Wasser Treibenden ein Seil zu, an dessen Ende sie ein Holzstück festbanden, damit sich der Gekenterte daran festhalten konnte. An Land gezogen, wurde der Bootfahrer vom BRK behandelt und mit einer Unterkühlung und einem Schock ins Klinikum eingeliefert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mit 2500 Tonnen Flugbenzin beladene Schiffe eckten an
Tuesday, 18. May 1999 - 11:57:53
VIERETH. Das hätte böse ins Auge gehen können: Glücklicherwesie recht glimpflich ging die Havarie eines holländischen, 180 Meter langen mit Flugbenzin beladenen Tankschubverbandes am Sonntag in der Schleuse Viereth aus.
Die zwei hintereinander gekoppelten Schiffe, beladen mit 2500 Tonnen Flugbenzin, befanden sich auf der Reise von Rotterdam nach Budapest. Bei der Ausfahrt aus der Schleuse Viereth in Richtung Bamberg stieß das vordere Schiff an die Schleusenmauer und beschädigte diese erheblich.
Doppelte Hülle hielt
Das Schiff wurde ebenfalls im Bugbereich beschädigt. Zum Glück handelte es sich um ein hochmodernes Tankschiff mit doppelter Hülle. Letztere verhinderte, daß die Beschädigungen der Außenwand bis in den Ladungsbereich gingen. Als Ursache des Schiffsunfalls stellte die Wasserschutzpolizei Bamberg einen Fehler des Kapitäns fest, der das Fahrverhalten des Schubverbandes nicht der Schleuse anpaßte.
Kein Benzin ausgetreten
Nach intensiven Untersuchungen wurde festgestellt, daß glücklicherweise kein Benzin ausgetreten war. Da auch die Schwimmfähigkeit nicht beeinträchtigt war, erlaubte die Wasserschutzpolizei die Weiterfahrt in Richtung Donau. Die Schäden am Schiff dürften sich ohne Werftaufenthalt auf etwa 50 000 DM belaufen, die Schleuse wurde für ungefähr 25 000 DM beschädigt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Tochter empfing Flaschenpost ihres Vaters nach 85 Jahren
Britischer Soldat vertraute den Brief zwei Tage vor seinem Tod dem Meer an
Tuesday, 18. May 1999 - 06:17:04
Auckland - Auf dem Weg zu den Schlachtfeldern des Ersten
Weltkriegs schrieb der britische Soldat Thomas Hughes im September
1914 seiner geliebten Frau einen Brief, steckte ihn in eine Flasche
und vertraute ihn dem Meer im Ärmelkanal an. Zwei Tage später fiel
er in Frankreich. Am Montag, fast 85 Jahre nach seinem Tod, hielt
seine zu Tränen gerührte Tochter Emily den Brief des Vaters in
Händen, der sich von der damals Zweijährigen mit einem Kuß
verabschiedet hatte.
Die grüne Brauseflasche mit dem Schriftstück fand der englische
Fischer Steve Gowan in seinem Netz, als er im März vor der
Themsemündung auf Kabeljaufang war. Der noch festsitzende
Gummiverschluß hatte den Brief die ganze Zeit hindurch vor
Meerwasser und Witterung geschützt. Eingeladen von der
neuseeländischen Post überbrachten Gowan und seine Frau der als
Rentnerin in Auckland lebenden, inzwischen 87jährigen Emily Flasche
und Brief. Überwältigt von ihrem Gefühl nahm die alte Dame das
einzige Andenken an ihren Vater entgegen. Es helfe ihr, eine leere
Stelle in ihrem Leben zu füllen, sagte Emily Crowhurst.
In der Flasche lag neben dem Brief ein Schreiben an den Finder.
Darin hieß es: «Herr oder Dame, Junge oder Mädchen. Würden Sie so
freundlich sein, den einliegenden Brief zuzustellen und die
Dankbarkeit eines armen britischen Soldaten auf dem Weg an die
Front entgegennehmen. Der neunte Tag des September 1914.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Aufregung über Bomben in der Adria
Nato gesteht Abwürfe ein Fischer treten in den Streik
Monday, 17. May 1999 - 06:18:03
Rom Am Wochenende blieben die Fischmärkte von Chiggio, Caorle, Jesolo und Venedig leer. Die Fischer streiken. Denn seit vor einer Woche die ersten Bomben sich in den Fischernetzen verfingen, ist die Aufregung groß.
Vor einer Woche zog die Mannschaft des Fischkutters Profeta" etwa 40 Kilometer von der Küste entfernt aus 30 Meter Tiefe fünf Bomben mit ihrem Netz aus dem Meer. Als die Sprengkörper an Bord gebracht wurden, explodierte eine Bombe und verletzte drei Fischer. Einer von ihnen erlitt so schwere Unterleibsverletzungen, daß er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden mußte.
Nach diesem Zwischenfall erklärten die Militärs, es hätte sich um Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gehandelt. Doch inzwischen haben die Fischer in der Lagune südöstlich von Venedig in ihren Netzen mehr als 100 kleinere Bomben gefunden. Sie sind so groß wie Bierdosen, gelb und ähneln den von der Nato im Kosovo-Krieg eingesetzten Sprengkörpern. Die Staatsanwaltschaft von Venedig hat Ermittlungen aufgenommen.
Ministerpräsident D'Alema forderte in einem Telefongespräch mit Nato-Generalsekretär Solana sofortige Aufklärung. Die Nato habe inzwischen zugegeben, daß entschärfte Bomben von ihren Jets nach Einsätzen über Jugoslawien abgeworfen worden seien. Die Sprengkörper seien nach technischen Problemen aus Sicherheitsgründen abgeworfen worden, weil sie bei der Landung zu explodieren drohten. Rom sei darüber informiert worden, hieß es.
Die Besatzungsmitglieder von 600 Fischerbooten sind nun in den Streik getreten. Außerdem verlangen die Fischer Schadenersetz in Höhe von umgerechnet 50 Millionen Mark. Bereits vor 14 Tagen hatte ein US-Kampfflugzeug wegen Treibstoffmangels seine entschärfte Bombenlast in den Gardasee abgeworfen. Der Pilot des Jets vom Typ F-15 konnte den Angaben zufolge nach einem Einsatz in Jugoslawien nicht zu seinem Stützpunkt Aviano zurückkehren, weil die Landebahn gesperrt war. Er mußte auf den nahegelegenen Stützpunkt Ghedi ausweichen.
Die Nachricht hatte Unruhe unter der Bevölkerung ausgelöst; ein Rückgang des Tourismus wurde befürchtet. Auch über der Adria liegt der Schatten des Krieges. Auch in dieser Region, ebenso wie in Apulien, fürchten die Hoteliers, Fischer und Bademeister um die beginnende Saison. Schon verzeichnet der Hafen von Venedig 170 000 Passagiere weniger als im Vorjahr. Wer wird hier noch Urlaub machen, wenn er erfährt, daß die Adria zum Auffangbecken von Bomben wird", empört sich Kapitän Germano Uboldi vom Schiff Annarita" im Hafen von Chioggia.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Polizei sucht nach Gekentertem
Monday, 17. May 1999 - 06:23:01
Erfolglos hat die Wasserschutzpolizei am Sonntag mittag die Suche nach einem angeblich gekenterten Katamaran-Segler abgebrochen. Gegen 22.50 Uhr am Sonnabend abend hatte eine Seglerin telefonisch die Polizei alarmiert. Kurz zuvor sei ein Katamaran-Segler mit seinem Boot im Osten des Steinhuder Meers gekentert und habe um Hilfe geschrien. Der Wind habe der Seglerin eine Rettungsaktion unmöglich gemacht, gab sie zu Protokoll.
Wasserschutzpolizei, DLRG und die Feuerwehr Steinhude starteten daraufhin mit vier Motorbooten eine Suchaktion. Auch mit
Hilfe von Nachtsichtgeräten und einer Wärmebildkamera des Polizeihubschraubers Phönix wurden aber weder Katamaran noch Segler gefunden.
Am Sonntag morgen setzte die Wasserschutzpolizei die Suche fort. Der Hubschrauber überflog erneut den Binnensee, wiederum ohne Erfolg. Die Polizei vermutet, daß der Segler seinen Katamaran selbst wieder aufrichten konnte und einen Hafen angesteuert hat. Eine Vermißtenanzeige sei bisher nicht eingegangen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mit Alkohol an der Pinne gestoppt
Friday, 14. May 1999 - 17:15:12
Berlin - Bei der traditionellen Herrentagspartie am Himmelfahrtstag machen nicht nur die alkoholisierten Autofahrer der Polizei Probleme. Die Berliner Wasserschutzpolizei stoppte allein zwei Freizeitkapitäne, die in Berlin mit 1,1 Promille Alkohol im Blut an der Pinne saßen, teilte die Polizei am Freitag in der Hauptstadt mit. Insgesamt überprüften die Beamten 212 Motorboote, 35 Segelboote und fünf «sonstige Fahrzeuge». Zwei Segler hatten auch so genug Probleme: Sie kenterten bei Windestärke sieben bis acht und wurden von den Polizisten geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Schiffsunfall auf Donau
Thursday, 13. May 1999 - 21:02:31
Auf der Donau ist im Bezirk Amstetten in der Nacht auf Donnerstag (13. Mai
1999) das Motorschiff Greinburg leckgeschlagen. Das Schiff konnte von der
Feuerwehr ausgepumpt und in den Hafen Enns gebracht werden.
Donauschiffahrt
Wer zahlt die Bergungskosten nach einem Schiffsunglück, wenn es nicht
versichert ist?
Schiffe brauchen keine Haftpflichtversicherung. Kommt es zu Unfällen, wird
oft um das Geld gestritten. Letztlich zahlt meist der Bund.
Vor knapp einem halben Jahr ist das ukrainische Frachtschiff Tschaika II bei
Orth an der Donau auf Grund gelaufen. Die Freiwillige Feuerwehr,
Schiffahrtspolizei und Chemiker haben damals tagelang rund um die Uhr
gearbeitet. Der Schiffsrumpf wurde ausgepumpt, das Leck zugestopft und das
Schiffswrack nach Bratislawa geschleppt. Das Geld für die Bergung wurde
damals ausgelegt, die Feuerwehr hat noch nichts zurückbekommen.
Eine viertel Million Schilling hat alleine die Freiwillige Feuerwehr
vorgeschossen. Viel Geld - zumal man gerade ein neues Feuerwehrhaus in Orth
an der Donau baut und auf ein neues Einsatzfahrzeug wartet. Das Problem bei
der Rückerstattung der Bergungskosten ist in diesem Fall das Fehlen einer
Haftpflichtversicherung.
Was für jeden Autofahrer selbstverständlich ist, ist in der Schiffahrt nicht
gesetzlich geregelt. Schiffe müssen keine Haftpflichtversicherung
abschließen. Vor allem Frächter aus dem ehemalige Ostblock ersparen sich
gerne die Versicherungskosten sagt Reinhard Vorderwinkler von der
Schiffahrtsbehörde im Verkehrsministerium.
Kommt es zu einem Unfall mit einem nicht versichertem Schiff wird verhandelt
und oft gestritten. Die Bergekosten bleiben in den meisten Fällen am Bund
hängen, und damit am Steuerzahler.br>
Quelle:J. Groisz
Schiffsunfall auf dem Main legt Verkehr lahm
Tuesday, 11. May 1999 - 17:47:53
Lohr - Ein Schiffsunfall auf dem Main im Bereich der
Spessartstadt Lohr hat auch an Land Verkehrsbehinderungen zur Folge
gehabt. Wie die örtliche Wasserschutzpolizei am Dienstag mitteilte,
hatte ein Frachtschiff am Montag abend infolge Unachtsamkeit des
Schiffsführers einen Brückenpfeiler gerammt. Ein anderes Schiff kam
zu Hilfe, jedoch legten sich beide Fahrzeuge quer und drückten ein
unbesetztes Fahrgastschiff gegen eine Kaimauer. Menschen wurden
nicht verletzt, die Höhe des Sachschadens war vorerst nicht
bekannt.
Die Straßenbrücke, deren Stabilität nach Angaben der Polizei
nicht beeinträchtigt wurde, sollte nach einer Sperrung am
(heutigen) Dienstag mittag wieder für den Verkehr geöffnet werden.
Der vorübergehend gesperrte Schiffsverkehr war laut Polizei bereits
wieder freigegeben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Schweres Seebeben bei Papua-Neuguinea
Tuesday, 11. May 1999 - 17:47:02
Hongkong - In der Nähe von Papua-Neuguinea hat sich am
Dienstag ein schweres Seebeben ereignet. Nach Mitteilung der
Erdbebenwarte in Hongkong hatten die Erschütterungen eine Stärke
von 7,0. Das Zentrum lag bei der Insel New Britain, rund 640
Kilometer nordöstlich von Port Moresby, der Hauptstadt des Staates
Papua-Neuguinea, der den Ostteil der Insel Neuguinea bildet und zu
dem auch der Bismarck-Archipel mit den Inseln New Britain, New
Ireland und mehrere hunderte andere Inseln gehören. Berichte über
Schäden lagen zunächst nicht vor. Ein Beben dieser Stärke kann
beträchtliche Zerstörungen anrichten. Nach Seebeben kann es auch
gefährliche Flutwellen geben. Im vergangenen Juli löste ein
Seebeben vor Australien mit der Stärke von 7,0 einen Tsunami aus,
der 3.500 Menschen in den Tod riß.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Absturzopfer retten sich nach sechs Stunden aus dem Pazifik
Monday, 10. May 1999 - 21:41:02
Sydney - Mit einem Gebet hat ein Geistlicher Überlebende
eines Flugzeugabsturzes auf ihren nächtlichen Überlebenskampf im
Pazifik eingestimmt. Drei Australier retteten sich nach
sechsstündigem Schwimmen an den Strand der Insel Vanuatu, wie
Advenistenpastor Neil Watts am Montag im australischen Radio
berichtete. Die Maschine war am Samstag auf dem Flug von der Insel
Santo in die Hauptstadt von Vanuatu, Port Vila, abgestürzt. Sieben
Menschen kamen bei dem Unglück vermutlich ums Leben.
«Als wir aus dem Flugzeug raus waren, begann es zu sinken. Alles
war ruhig und dunkel», erzählte Watts. Er scharte nach eigenen
Angaben einige Überlebende im Wasser um sich und betete mit ihnen.
Dann begann die Gruppe auf Lichter an Land zuzuschwimmen. Nach
anderthalb Stunden im Wasser wurde ein verwundeter Engländer
allerdings von den Australiern getrennt und ertrank vermutlich.
Einige hundert Meter vom Ufer entfernt machten der Pastor und ein
australisches Paar an einer Ankerkette Rast, bevor sie den
rettenden Strand erreichten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Bombe verfing sich in Fischernetz - Drei Verletzte
Monday, 10. May 1999 - 16:52:17
Venedig - Drei italienische Fischer sind am Montag bei der
Explosion einer Bombe verletzt worden, die sich vor der Küste bei
Venedig in ihrem Netz verfangen hatte. Zunächst war unklar, warum
der Sprengsatz in der Adria trieb und welcher Herkunft er war. Die
Küstenwache in Venedig nahm Ermittlungen auf. Die Bombe explodierte
nach ihren Angaben offenbar, als die insgesamt sechsköpfige
Besatzung ihren Fang an Bord der «Profeta» aus dem Netz schütteln
wollten. Ein Fischer wurde mit Unterleibsverletzungen ins
Krankenhaus gebracht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Vermißter nach Tankschiff-Explosion noch nicht gefunden
Sunday, 9. May 1999 - 14:52:18
Duisburg (AP) Von dem jungen Mann, der seit der Explosion des
niederländischen Tankschiffs «Avanti» auf dem Rhein vermißt wird,
fehlt weiterhin jede Spur. Das berichtete die Duisburger
Wasserschutzpolizei am Samstag. Die Suche, die am Freitag abend
abgebrochen worden war, wurde nicht wieder aufgenommen. Bei dem
Vermißten handelt es sich um den Sohn des Kapitäns der «Avanti».
Über seinen Verbleib habe man keinerlei Anhaltspunkte, hieß es in
der Leitstelle der Wasserschutzpolizei. Die Ursache der schweren
Explosion, bei der zwei Besatzungsmitglieder des benachbarten
Schiffs «LRG 23» ums Leben kamen, ist weiterhin unklar.
Experten nahmen die Ermittlungen an der Unglücksstelle auf. Die
gesamte Verladeanlage der Firma EC Erdölchemie, ein
Tochterunternehmen von Bayer und dem Mineralölkonzern BP, wo das
Benzingemisch auf die «Avanti» gepumpt wurde, werde begutachtet,
berichtete die Polizei. Danach soll dase gesunkene Schiff aus dem
Rhein bei Dormagen gehoben werden.
Bei dem Unglück waren zehn Menschen verletzt worden. Die Frau
des Kapitäns der «Avanti» wurde mit lebensgefährlichen
Verbrennungen in eine Spezialklinik geflogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
200 Vermißte nach Fährunglück in Bangladesch
Sunday, 9. May 1999 - 14:51:16
Dhaka - Nach dem Kentern einer Passagierfähre in Bangladesch
sind am Samstag rund 200 Menschen vermißt worden. Wie die
Nachrichtenagentur UNB meldete, war die Fähre mit 300 Menschen an
Bord aus dem Süden des Landes kommend auf dem Weg in den östlichen
Distrikt Laxmipur. Die «Deep Kannya» kenterte auf dem Fluß Meghna,
rund 120 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka. 100 Passagieren
sei es gelungen, an Land zu schwimmen, meldete UNB unter Berufung
auf ein Besatzungsmitglied. Behördenvertreter bestätigten das
Unglück, wollten zunächst aber keine Einzelheiten nennen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Rhein: Tanker explodiert - drei Tote, zehn Verletzte
Friday, 7. May 1999 - 20:44:44
DORMAGEN. Bei der Explosion eines Tankers sind vermutlich drei Menschen
ums Leben gekommen, zehn wurden zum Teil schwer
verletzt. Ein junger Mann wird vermißt, eine Frau schwebt noch in
Lebensgefahr.
Das niederländische Tankschiff "Avanti" war gegen 01.30 Uhr beim
Beladen mit einem Benzinprodukt an einem Steiger der EC Erdölchemie in
Brand geraten und explodiert. Die Flammen griffen sofort auf ein zweites
Schiff über, auf dem zwei Menschen nur noch tot geborgen werden
konnten. Der Sohn des
Kapitäns der "Avanti" hat sich wahrscheinlich zum Zeitpunkt des
Feuers auf dem Schiff aufgehalten und wird seitdem vermißt. Wegen
eines explosiven Gas-Luft-Gemisches am Unfallort hatte die
Wasserschutzpolizei den Rhein bei
Dormagen vorübergehend für die Schiffahrt gesperrt. Gefahr
für die Bevölkerung hat nach Behördenangaben trotz starker
Geruchsbelästigungen und trotz der Rauchwolke unmittelbar nach
dem Ausbruch des Feuers nicht bestanden.
Die "Avanti" (Bild) hatte nach Angaben des Unternehmens zum
Zeitpunkt des Unglücks rund 950 Kubikmeter des Benzingemischs geladen.
Insgesamt hätte das Schiff 2000 Kubikmeter aufnehmen sollen, als es zu
der Explosion kam.
Anwohner berichteten, daß sie früher schon einige Male leichte
Verpuffungen gehört hätten. Das ausgebrannte Tankschiff sank
wenige Stunden nach dem Unfall. Bei den Verletzten
handelt es sich um Besatzungsmitglieder der beiden Schiffe und um
Mitarbeiter der EC Erdölchemie. Insgesamt waren rund 200
Feuerwehrleute im Einsatz.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Fünf Verletzte bei Explosion von Tankschiff auf dem Rhein
Friday, 7. May 1999 - 06:27:29
Köln - Bei der Explosion eines Tankschiffs auf dem Rhein bei
Köln sind in der Nacht zum Freitag fünf Menschen zum Teil
lebensgefährlich verletzt worden. Das Schiff sei gegen 01.30 Uhr
beim Beladen mit einem Benzinprodukt in Köln-Worringen explodiert
und in Brand geraten, teilte das Unternehmen EC Erdölchemie GmbH
mit. Dabei seien die Flammen auf ein anderes Schiff übergegriffen,
das aber nicht beladen gewesen sei. Die Ursache der Explosion blieb
zunächst unklar. Die fünf Verletzten seien in Krankenhäuser
gebracht worden. Eine Frau schwebe in Lebensgefahr. Die Feuerwehr
sei vor Ort. Die EC Erdölchemie GmbH ist ein Tochterunternehmen von
Bayer und dem Mineralölkonzern BP.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kollision auf der Donau
Wednesday, 5. May 1999 - 10:16:16
Auf der österreichischen Donau kam es im Bereich der Straßenbrücke Mautern in der Nacht von Montag auf Dienstag zu einer Kollision zwischen dem Schubschiff St. Nikola (bergfahrend) und dem Schubverband Giurgiu 29 mit zwei Bargen (talfahrend). Das Schubschiff St. Nikola wurde erheblich beschädigt und war nicht mehr fahrfähig. Sie wurde von dem nachkommenden Gütermotorschiff Elisabeth in die Werft Linz gebracht. Die Unfallsursache ist unklar. Ein Besatzungsmitglied der St. Nikola wurde leicht verletzt.
Quelle: Alexander
Bartek
Elf Menschen bei Bootsunglück in den USA umgekommen
Sunday, 2. May 1999 - 08:49:23
Hot Springs/USA - Beim Untergang eines Ausflugsboots sind am
Samstag im Lake Hamilton im US-Staat Arkansas elf Menschen
ertrunken. Wie die Polizei in Hot Springs mitteilte, sank das Boot
-ein Amphibienfahrzeug aus dem Zweiten Weltkrieg - innerhalb von
zwei Minuten. Es hatte 20 Personen an Bord, von denen keine eine
Schwimmweste trug. Augenzeugen berichteten, es habe an Bord eine
Panik gegeben, nachdem aus ungeklärter Ursache zwei Kilometer vom
Ufer entfernt plötzlich Wasser in das Boot eingedrungen sei. Die
Menschen hätten verzweifelt versucht, sich eine Schwimmweste zu
besorgen. Andere Boote eilten zur Unglücksstelle und retteten
einige Insassen. Die «Ducks» genannten Fahrzeuge werden auf dem
Lake Hamilton als Ausflugs- und Fährverbindungen zwischen den
Touristenattraktionen von Hot Springs eingesetzt. Sie werden
jährlich von der Küstenwache inspiziert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
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