
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juni 1999
Last update: Sunday, 4. July 1999 - 22:11:55

Somalia: Schoenecke-Segler von Piraten überfallen
Wednesday, 30. June 1999 - 06:08:51
BOSASSO. Seit mehr als zwei Jahren gilt das Horn von Afrika vor der
somalischen Küste als das gefährlichste Gewässer der Welt:
Überfälle von schwerbewaffeten Piraten auf Handelsschiffe und
Yachten gehören zur Tagesordnung. Trotzdem wagte Schoenecke-Skipper
Boris Kulpe (37) mit seiner Crew, einem Ehepaar und zwei Männern, auf
dem Weg von den Seychellen im Indischen Ozean über das Rote Meer zum
Suez-Kanal ins Mittelmeer die gefährliche Passage und machte prompt
Bekanntschaft mit Piraten: Am 19. Juni wurden die fünf deutschen
Segler samt ihrer Yacht "Nono" gekidnappt und erst am Freitag im
nordostsomalischen Hafen Bosasso unversehrt wieder freigelassen.
Die Segelyacht wurde etwa 13 sm vor der Küste von sechs bewaffneten
Piraten in einem Schnellboot aufgebracht und in eine versteckte Bucht
dirigiert. Die Piraten hatten angeblich 200000 Dollar verlangt. Nach
Angaben des Auswärtigen Amtes ist für die Freilassung der Segler
kein Lösegeld bezahlt worden. Die Crew habe sechs Tage lang mit sechs
schwerbewaffneten Piraten an Bord bei sengender Hitze von bis zu 50 Grad
vor Anker in einer Bucht gelegen, so Michael Amme, Sprecher von
Schoenecke-Skipperteam (Hamburg). Die Crew schlief in ihren Kojen, vier
Piraten wachten an Deck. Sie wurden von den Seglern mitversorgt. Am Schluß
spielten sie sogar miteinander Backgammon. Nach Angaben der Piraten sei das
Schiff entführt worden, um es für Flüchtlingstransporte zu benutzen. Die 14
Meter lange "Nono" sei etwa zehn Jahre alt, so der Schoenecke-Sprecher.
Das Schiff habe neu rund 650000 Mark gekostet und sei heute noch um die
250000 Mark wert. Angeblich sollen in der Bucht noch weitere drei
gekaperten europäische Yachten liegen.
Das Hamburger Unternehmen ist als Veranstalter von Überführungen
und Chartertörns bekannt. Schoenicke nutzt die 14-Meter lange "Nono"
bereits seit zehn Jahren zu Weltumseglungen. Dabei können einzelne
Etappen zum Mitsegeln gebucht werden. "Wir sind die Route im Roten Meer
schon mindestens 20 Mal gefahren und es hat bisher nie Probleme gegeben",
sagte Amme. Aber die Lage habe sich dort wohl geändert. Als Konsequenz
stünde fest: "Wir fahren nicht mehr durchs Rote Meer."
In der Handelsschiffahrt gilt das Seegebiet vor der Küste Somalias
seit Ausbruch des Bürgerkrieges als gefährdetes Gebiet. Der
Verband Deutscher Reeder (VDR) empfiehlt seinen Mitgliedern, das Gebiet
weiträumig zu umfahren.
So glimpflich wie die fünf Deutschen sind Dutzende andere Seefahrer
vor ihnen nicht davon gekommen. Erst am 16. März geriet der
griechische Tanker "World Kinship" unter schweres Maschinengewehrfeuer von
drei Piratenbooten' nachdem der Kapitän "Volldampf voraus" befohlen
hatte.
Von dem Griechen ließen die Piraten zwar schließlich ab, aber
seitdem kaperten sie - unweit der Stelle, wo jetzt die deutsche Yacht
aufgebracht wurde - zwei Handelsschiffe, einen Fischtrawler und mehrere
private Yachten. Mehr als 30 Seeleute aus Tansania' Uganda, Indien und
Taiwan der in Belize registrierten "Salwah" gerieten nach einem Feuergefecht mit mehreren Verletzten in Gefangenschaft. Die Ladung Reis wurde am
Ufer eines kleinen Fischerdorf es "gelöscht". Kaum anders erging es
20 Ukrainern, als Piraten ihr Fischfangschiff kaperten, sowie der Besatzung
des pakistanischen Frachters "Sea Johanna". Für mehrere Finnen und
Franzosen endete der Hochsee-Segeltörn in somalischer Gefangenschaft.
Ihre Geiseln ließen die Banditen erst Wochen später gegen bare
Dollar frei. Über die Höhe des Lösegeldes schweigen sich die
Schiffseigner ebenso aus wie die Versicherungen.
Von: sailpress.de - Sicherheit
für Hochseesegler

Unterwasserlärm stört Wale
Unterwasser-Lärm von Supertankern, Öl- Bohrungen im Meer und militärischen
Schallortungssystemen stören die Kommunikation von Walen und anderen
Ozeanbewohnern. Das geht aus einer Studie hervor, die die Umweltschutzorganisation "Natural Resources Defence Council" gestern in Los Angeles vorgestellt hat. Die Vereinigung fordert genauere Untersuchungen über die Auswirkungen von Unterwasser-Lärm und gesetzliche Maßnahmen zur Lärmreduzierung. "Wir spielen russisches Roulette mit unseren Ozeanen", warnte Joel Reynolds, Anwalt der Umweltschutzorganisation in einem Interview mit der "Los Angeles Times". Die Studie zeigt, daß an bestimmten Abschnitten der kalifornischen Küste, die einen starken Unterwasser-Lärmpegel aufweisen, viele Meeresbewohner verschwunden sind. Wale,
die sich mit Hilfe des Gehörs orientieren, meiden Geräusche. Durch den zunehmenden Lärm werden sie von ihrer Migrationsroute und ihren traditionellen Brutstätten vertrieben.
Quelle: Alexander
Bartek
300 Jahre altes Wrack vor der Küste Cornwalls entdeckt
Tuesday, 29. June 1999 - 06:34:32
London - Archäologen haben vor der Südwestküste Englands das Wrack eines wahrscheinlich vor mehr als 300 Jahren gesunkenen Schiffes entdeckt. Die «President», ein Handelsschiff der Ostindien-Kompanie, ging im Februar 1684 zusammen mit 120 Mann Besatzung unter. An Bord befanden sich neben 36 Kanonen auch Perlen, Rohdiamanten, Indigo und Pfeffer. Die Forscher haben jedoch nur wenig Hoffnung, einen versunkenen Schatz zu finden. Die Gegend vor der Küste Cornwalls «ist die schlimmste der Welt» für eine Untersuchung, erläutert der Leiter des Teams, Rex Cowan. Das Schiff und seine Ladung seien von den Gezeiten «in kleine Teile zermahlen» worden, sagte Cowan. Das Team habe 17 Kanonen entdeckt, die auf die Identität des Schiffes schließen lassen, aber «sie waren sehr angegriffen» nach 300 Jahren auf dem Meeresgrund. Wenn das Team zweifelsfrei feststellen könnte, daß es sich bei dem Wrack tatsächlich um die «President» handelt, sollen die Funde im nächsten Jahr bei einer Ausstellung anläßlich des 400. Jahrestages der Gründung der East India Company gezeigt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Jacht im Rhein gesunken
Monday, 28. June 1999 - 17:35:04
Birsfelden - Eine 12-Meter-Motorjacht ist am Samstagmittag auf der deutschen Seite des Birsfelder Schleusenvorhafens in Seenot geraten und gesunken. Nach Polizeiangaben hatte der Eigentümer Probleme mit dem Antrieb und manövrierte vor dem Jacht-Club Hörnli in Grenzach. Dabei drang Wasser in den Motorenraum ein und brachte das Boot zum Sinken; steuerlos trieb es gegen das Stauwehr. Die Besatzung des Feuerlöschbootes BL beobachtete das Geschehen, griff ein und schleppte die bereits ganz abgetauchte Jacht zum Anlegeplatz des Feuerlöschbootes auf der Birsfelder Rheinseite. Zur Bergung brachten Taucher Taue am Rumpf an; mit dem Spezialkran einer Wasserbaufirma und der Hilfe von 15 Birsfelder Feuerwehrleuten konnte das Boot gehoben und wieder in den Hörnli-Jachtclub geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Streik von Rettungsschwimmern kostet fünf Menschen das Leben
Monday, 28. June 1999 - 06:54:32
Jerusalem - Während eines Streiks der Rettungsschwimmer sind an israelischen Stränden am Wochenende fünf Menschen ertrunken. Eine weitere Person wurde nach offiziellen Angaben schwer verletzt. Mit ihrem Streik fordern die Rettungsschwimmer eine 30prozentige Gehaltserhöhung. Sie verweigern in den meisten israelischen Gemeinden entlang der Küste die Arbeit an Samstagen, den Rest der Woche arbeiten sie an den Vormittagen. Nicht betroffen sind die Strände von Tel Aviv und Haifa. Seit Beginn des Streiks am 1. Mai sind insgesamt bereits zwölf Badende ums Leben gekommen. Die Verhandlungen zwischen Rettungsschwimmern und Gemeindevertretern sind ins Stocken geraten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Meldepflicht für Schiffe soll Kollisionen mit Walen verhindern
Saturday, 26. June 1999 - 21:04:27
Boston (AP) Neue Vorschriften für die Schiffahrt an der Ostküste der USA sollen künftig die Gefahr von Zusammenstößen mit den gefährdeten Nordkaper-Walen mindern. Sämtliche größeren Schiffe müssen ab sofort ihre Position an einen Zentralcomputer melden, wenn sie die Gewässer vor der Halbinsel Cape Cod und vor den US-Staaten Florida und Georgia befahren. Der Computer informiert sie dann über die letzten Walsichtungen in ihrem Seegebiet. Nordkaper-Wale sind sehr selten, im Nordatlantik leben schätzungsweise nur noch 300 Exemplare ihrer Art. Mehr als die Hälfte der bekannten Todesfälle von Nordkaper-Walen sind auf Kollisionen mit Schiffen zurückzuführen. Die US-Marine ist von der Meldepflicht ausgenommen, will sich ihr aber freiwillig anschließen.
Quelle: Peter O. Walter, SY ESYS
Subject: Funkbereitschaft in der Adria
Date: Fri, 25 Jun 1999 23:27:56 +0200
From: c.haidinger@wiehag.at
To: peter.walter@t-online.de
YCBS
Yachtclub Braunau Simbach
Von unserem Clubmitglied Manfred Eder erhielt ich folgende wichtige
Mitteilung
Bei seinem Törn im der oberen Adria in der letzten Woche fing er eine
Securitè Meldung über eine treibende Mine vor der Insel Ist auf. Er empfielt
unbedingt in Funkbereitschaft (Kanal 16 od. dual watch) zu bleiben um
entsprechende Meldungen auch zu erhalten.
Diese Empfehlung kann der YCBS nur dringend weitergeben.
Ich hoffe daß Sie auch von Interesse für Sie ist
YCBS
Christian Haidinger
c.haidinger@wiehag.at
Das älteste Schiff der Welt
Es lieferte Wein nach Karthago. Taucher fanden den Einmaster vor der Küste Israels
Saturday, 26. June 1999 - 08:23:35
Haifa - Ein typisches Schiff der Phönizier. Robert D. Ballard hat 1985 die Titanic entdeckt. Jetzt stieß der Archäologe vor der Küste Israels auf die ältesten Schiffe, die jemals in der Tiefsee gefunden wurden.
Die beiden phönizischen Wracks sind 2750 Jahre alt, waren mit Handelsware aus dem Gebiet des heutigen Libanons nach Ägypten oder Karthago unterwegs. Das Forscherteam von Robert Ballard fand sie in einer Tiefe von mehr als 330 Metern.
Wahrscheinlich sanken die Segelschiffe in einem heftigen Sturm, der um 750 vor Christus - zu Zeiten Homers - über das Mittelmeer tobte. Das größere (18 Meter lang) und das kleinere Schiff (15 Meter lang) waren Teil einer großen Handelsflotte, sie waren beladen mit Hunderten von Keramikamphoren. Darin: kostbarer Wein. Die Amphoren stammen aus den Jahren 750 bis 700 vor Christus, sie stehen aufrecht auf dem Meeresgrund. Die Wissenschaftler vom Forschungsinstitut in Mystic (Connecticut) und von der Universität Harvard vermuten deshalb, daß die Schiffe ganz gerade abgesunken sind.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kölner Team will Millionenschatz aus gesunkenem Schiff bergen
Thursday, 24. June 1999 - 18:39:40
Köln - Kölner auf Schatzsuche im Atlantik: Das Bergungsunternehmen Jade Peilschiff will Mitte Juli 400 000 Silbermünzen aus der Fracht eines vor mehr als hundert Jahren gesunkenen Dampfschiffes bergen.
Er sei «freudig erregt», sagt der Schatzsucher Herbert Linkesch (40) in Köln. Schließlich schätzt er den Wert der Silbermünzen auf mehr als zehn Millionen Mark, «wenn nicht noch viel mehr».
Vor drei Jahren begann Linkesch mit dem Kollegen Klaus Keppler (60) und seinem Team des Jade Peilschiffes mit der Recherche nach der «Prins Frederik». Sie stöberten in alten Papieren und Gerichtsakten. Im Juni 1998 war es soweit: Vor der bretonischen Küste entdeckten sie im Golf von Biskaya das alte holländische Schiff. 1890 war es mit dem englischen Steamer «Marpessa» zusammengestoßen und gesunken.
Das kaputte, stählerne Wrack liegt in einer Tiefe von 180 Metern. Mit Tauchrobotern und Unterwasser-Kameras haben es die Kölner abgesucht. «Den Schatz habe ich noch nicht gesehen», sagt Linkesch. Aufgrund der Quellenlage ist er sich aber absolut sicher, daß das Wrack noch voll von den Silbermünzen ist.
Nun suchen die Kölner ein Bergungsschiff. Es soll einen großen Greifbagger haben, der vier bis fünf Tonnen Gewicht trägt. Damit wird dann der Inhalt des Dampfers ans Tageslicht befördert. «Wir fangen beim Tresorraum an», sagt Linkesch. Auch ein volles Weinlager soll noch in der «Prins Frederik» ruhen.
Das holländische Schiff war auf dem Weg nach Indonesien - gestartet am 21. Juni 1890 in Amsterdam. In den holländischen Kolonien sollten die Silbermünzen als Sold für niederländische Soldaten in Batavia (Djakarta) dienen. Die weitere Reise verhinderte der dichte Nebel am 25. Juni um 22.40 Uhr, als der Dampfer mit dem englischen Schiff kollidierte. Die 193 Passagiere wurden gerettet.
Der Erlös der Silbermünzen wird jedoch nicht Linkesch und den Schatzsuchern seines Teams allein gehören. Die Beute wird geteilt: «Schließlich gibt es Rechtsnachfolger der Schiffseigner und Sponsoren.» Eine deutsch-niederländische Investmentgruppe hatte allein zwei Millionen Mark für das Unternehmen zur Verfügung gestellt. Das 1994 gegründete Kölner Unternehmen Jade Peilschiff ist auf die Ortung und Bergung von versunkenen Schiffen und Ladungen spezialisiert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Gekrümmtes Deck soll Fähren stabilisieren
Ein neues Design gegen umherschwappendes Wasser
Thursday, 24. June 1999 - 06:26:38
Ein einfaches Konzept soll künftig Schiffskatastrophen wie das Kentern der Fähre "Herald of Free Enterprise" 1987 in Seebrügge vermeiden helfen. Demnach können leicht gekrümmte Decks womöglich verhindern, daß Fähren durch umherschwappendes Wasser im Autodeck destabilisiert werden. Die Idee stammt von Forschern unter Leitung von Dracos Vassalos. Mit zwei Vorschlägen gewannen das Team von der britischen Strathclyde University einen Wettbewerb der Royal Institution of Naval Architects.
Wie das Wissenschaftsjournal "New Scientist" berichtet, sehen die Forscher in ihrem ersten Entwurf vor, das Deck in der Mitte des Schiffes um einen Meter gegenüber Bug und Heck zu senken. Der Querschnitt des Decks soll aber konvex verlaufen, so daß die tiefer liegen als die Mitte. Wenn knapp oberhalb der Wasserlinie ein Leck entsteht, gibt es zwei Szenarien: Entweder neigt sich das Schiff zur lädierten Seite. Dann sammelt sich das Wasser an dieser Seite, was weiteres Eindringen verhindert. Neigt sich das Schiff zur anderen Seite, bleibt das eingedrungene Wasser dort, so daß das Leck stabil oberhalb der Wasserlinie liegt. Die Forscher berechneten, daß ein so konstruiertes Schiff 4 Meter hohe Wellen übersteht. Eine Fähre mit geradem Autodeck droht bereits bei 2,5 Meter hohen Wellen zu kentern.
Als Alternative präsentierten die Forscher ein Autodeck, das in der Mitte seinen höchsten Punkt hat und in alle Richtungen zum Rand hin abfällt. Falls Wasser eindringt, sammelt es sich am Rand und kann abgepumpt werden. Die Forscher glauben, die Roll-on-Roll-off-Fähren, auf die man mit Autos und Lastwagen einfach fahren kann, so an die neuen Sicherheitsstandards anpassen zu können. Nach dem Unglück der Fähre "Estonia" im Jahr 1994 – das Schiff kenterte und fast 900 Menschen starben, nachdem Wasser ins Autodeck eingedrungen war – legten die Nord- und Ostsee-Anrainerstaaten eine Sicherheitsbestimmung fest, die 2002 in Kraft treten wird. Demnach müssen alle Fähren auch mit einem halben Meter Wasser im Autodeck noch kentersicher sein.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
2.500 Jahre alte Schiffswracks entdeckt
Wednesday, 23. June 1999 - 17:40:01
«Viele Geschichtsbücher müssen neu geschrieben werden»
Tel Aviv (AP) Mehr als 2.500 Jahre alt sind die beiden Schiffswracks, die Forscher jetzt mit Hilfe von Unterwasserrobotern vor Israel auf dem Grunde des Mittelmeers entdeckt haben. Die ursprünglich mit Wein beladenen phönizischen Lastkähne sind damit die weltweit ältesten Schiffe, die jemals gefunden wurden. «Viele Geschichtsbücher müssen jetzt neu geschrieben werden», sagte am Mittwoch in Tel Aviv der Leiter des Forscherteams, der «Titanic»-Entdecker Bob Ballard.
Nach ersten Erkenntnissen waren die Seefahrer ungefähr im Jahr 750 vor Christus im phönizischen Hafen von Tyrus - einer Stadt im heutigen Libanon - gestartet und auf dem Weg entweder nach Karthago (Tunesien) oder Ägypten. Rund 50 Kilometer vor der israelischen Küste gerieten die 18 und 15 Meter langen Schiffe in einen gewaltigen Sturm und sanken mehr als 450 Meter tief auf den Meeresboden.
Nach Auskunft der Forscher sind die Wracks dank der eisigen Kälte in solchen Tiefen gut erhalten. Auch die Ladung - hunderte Amphoren und große Keramik-Behälter - ist noch weitgehend intakt. 2.500 Jahre alten Wein fanden die Wissenschaftler aber nicht mehr in den Behältnissen: Der edle Tropfen war im Laufe der Jahrhunderte im Meeressand versickert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Norwegischer Seemann von Bären getötet
Wednesday, 23. June 1999 - 06:32:03
Moskau (AP) Ein norwegischer Seemann ist im Zoo von Königsberg von drei Bären getötet worden. Die russische Nachrichtenagentur Itar-Tass meldete am Dienstag, Ostevik Even habe mit anderen Seeleuten im Zoo der ostpreußischen Stadt getrunken. Danach hätten ihn seine Zechkumpane schlafend zurückgelassen. Als er aufwachte, verlor der 29jährige offenbar die Orientierung und geriet aus Versehen in das Bärengehege. Dort sei er von den Tieren angefallen und zerfleischt worden. Sicherheitsleute im Zoo hörten den Angaben zufolge am späten Montag abend Schreie in der Nähe der Bärenanlage.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Fahrt unter Fähre: Kanutin blieb unverletzt
Tuesday, 22. June 1999 - 06:42:36
HOLZMINDEN - Eine 31 Jahre alte Frau ist bei Polle (Kreis Holzminden) mit einem Kanu unter eine 15 Meter lange Weserfähre getrieben worden und unverletzt auf der anderen Seite des Schiffes wieder aufgetaucht.
Die Frau habe ein "Riesenglück" gehabt, berichtete Montag die Polizei. Das mit insgesamt drei Frauen besetzte Kanu war am Sonntag abend gegen die am Anlieger in Polle festgemachte Fähre getrieben worden. In der starken Strömung kenterte das Boot. Zwei der Frauen konnten sich am Rumpf der Fähre festhalten. Die dritte wurde mit dem Kanu unter das Schiff gedrückt. Sie kam jedoch kurz darauf auf der anderen Seite wieder an die Oberfläche. Der Fährmann und ein Autofahrer warfen ihr Rettungsringe zu. Außer einem gehörigen Schrecken sei der Frau nichts passiert. Sie seiselbst ans Ufer geschwommen. Wenig später konnte auch ihr Kanu wieder aus dem Wasser gezogen werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Sportschiffer sprang über Bord: vermißt
Tuesday, 22. June 1999 - 06:43:00
Eisenhüttenstadt - Nach einem Badeunfall wird
ein 30jähriger Mann seit Sonntag nachmittag vermißt.
Laut Wasserschutzpolizei war der Mann mit seiner
Mutter in einem Sportboot auf dem Schwielochsee
unterwegs. Offenbar sprang er dort von Bord und
tauchte nicht mehr auf. Der Vermißte wurde bis 21.30
Uhr ergebnislos mit Tauchern und von einem
Polizeihubschrauber gesucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Adria/Gardasee: Bomben und Raketen von NATO-Flugzeugen
Saturday, 19. June 1999 - 06:55:02
ANCONA. NATO-Bomber haben bei ihren Kosovo-Einsätzen 161 Bomben und
Raketen in der Adria abgeworfen. Anfang Mai geriet vor Venedig vermutlich
eine Splitterbombe ins Netz eines Fischers und explodierte: die Crew wurde
dabei verletzt. Die Kammuschel-Fischer waren vor der Gefahr nicht gewarnt
worden. Im April verlor ein Kampfbomber sechs Bomben über dem Gardasee:
Erst zwei Monate später wurde der Süden des Sees für Fischer und
Wassersportler gesperrt. Inzwischen sind in der Adria 14 Minensuchboote
unterwegs, um die Bomben zu suchen. Die meiste Geschosse sind angeblich in
internationalen Gewässern in ausgewiesenen Arealen abgeworfen worden.
Dennoch weigern sich viele Fischer zur Arbeit hinauszufahren: Sie fürchten
um ihr Leben.
Von: Joachim
Preuß,
sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Atlantik: US-Leuchtturm geht auf die Reise
Saturday, 19. June 1999 - 06:53:44
KAP HATTERAS. Der höchste US-Leuchtturm wird vor der See in Sicherheit
gebracht: Das das 128 Jahre alte und 62 Meter hohe Bauwerk am Kap Hatteras
in North Carolina wird derzeit 600 Meter ins Landesinnere verlegt - die
erste drei Meter hat der schwarz-gelbe Riese schon hinter sich. Insgesamt
wird die zehn Millionen Dollar teure Aktion vier bis sechs Wochen dauern.
Dabei wird der 4 800 Tonnen schwere
Turm mit hydraulischen Winden angehoben. Zuletzt stand der Leuchtturm nur
noch 45 Meter von den Wellen entfernt. Zur Zeit seines Baus lagen noch 300
Meter zwischen Brandung und
Turm. Die
Region galt als "Friedhof des Atlantiks". Die Aktion kann auch im Internet
verfolgt werden; eine Webcam beobachtet den Verlauf
der Umsetzung. Die Bilder werden alle zwei Minuten aktualisiert.
Von: Joachim
Preuß,
sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Hilferuf der "Titanic" nur eine Fälschung?
Wolfsburger Hobby-Historiker forscht wegen rätselhaften Funkspruchs
Thursday, 17. June 1999 - 17:34:56
Wolfsburg "Wir haben einen Eisberg gerammt - benötigen sofortige Hilfe!" Mit diesem bis heute wohl berühmtesten Funkspruch wurde die bisher größte Katastrophe der Schiffahrtsgeschichte bekannt.
Vor Neufundland versank am 15. April 1912 der Luxusdampfer "Titanic". 1523 Menschen fanden im eisigen Wasser des Nordatlantiks den Tod.
87 Jahre später ist der Mythos "Titanic" ungebrochen. Die jüngste Kinoversion über das spektakuläre Unglück spielte Rekordsummen ein. Rekordergebnisse werden gleichfalls bei Versteigerungen erzielt, bei denen letzte Funkbotschaften des Unglücksschiffs, gerettete Requisiten und Erinnerungen zu erstehen sind. So wechselte jetzt die Speisekarte, die ein überlebender Passagier später in seiner Jackentasche unversehrt gefunden hatte, für 60 000 Mark den Besitzer.
Vorsicht mit Blick auf die Echtheit der Relikte sei allerdings geboten, warnt indes der Hobby-Historiker Gerd Brüschke - zumindest was historische Funkbotschaften betrifft. Der Wolfsburger, seit mehr als 20 Jahren lizensierter Funkamateur, stieß bei Recherchen zur Geschichte der drahtlosen Telegrafie auf ein "Marconigramm", das einen der Notrufe der Titanic protokollieren soll. "Marconigramme sind Funkprotokolle, benannt nach dem Italiener Marchese Marconi, dem es 1894 gelang, erste Funksignale zu erzeugen", erklärt er. Bis heute sei der Italiener Pate aller Funkamateure. "Die ersten Schiffsfunker hießen damals auch Marconisten."
"Echt oder Fälschung" sei nunmehr die Frage, die mit Blick auf das Funkprotokoll, das er in einer holländischen Zeitung abgebildet fand, zu stellen sei, meint der Hobby-Historiker. "Angeblich stammt es vom Schiff "Celtic", das in der Unglücksnacht einen der Hilferufe der "Titanic" empfangen haben soll. Allerdings gebe es bei den Zeitangaben auf dem Formular berechtigte Zweifel. Besonders verwirrend erscheine ihm die Verwendung der Zeitzonen.
Der Wolfsburger nahm daher Kontakt zu renommierten "Titanic"-Experten in aller Welt auf, um Aufschluß über das rätselhafte Dokument zu erhalten. Ergebnis: Das Marconigramm der "Celtic" weise zu viele Ungereimtheiten auf. Unterstützung für seine These einer möglichen Fälschung erhielt Brüschke unter anderem vom Bremer Staatsarchiv. Laut Untersuchungsbericht sei die "Celtic" erst in den Funkverkehr eingeschaltet gewesen, als die "Titanic" längst untergegangen war. Der Luxusliner war am 15. April morgens um 02.00 Uhr gesunken. Erste Hilferufe sendete die "Titanic" um Mitternacht.
Eine sorgfältige Prüfung, bevor eines der historischen Marconigramme für üppiges Geld erstanden werde, sei in jedem Fall geraten, empfiehlt Gerd Brüschke. "Die Menschen werden immer vom Schicksal der "Titanic" fasziniert sein, derartige Erinnerungen daher weiter auf große Nachfrage stoßen."
Ein anonymer Bieter hatte im vergangenen Jahr im New Yorker Auktionshaus Christies einen aus 34 Botschaften bestehenden Funkaustausch für 225 000 Mark ersteigert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Gibt's 'nen Schatz auf Schwarzbarts Schiff?
Thursday, 17. June 1999 - 06:26:39
281 Jahre lang lag das Schiff des legendären englischen Piraten Blackbeard (Schwarzbart) vor der Küste Amerikas auf dem Grund des Atlantik. Jetzt wurden Wrack-Teile der "Queen Anne's Revenge" entdeckt, die 1718 gesunken war - es ist eines von 5000 Schiffen, die im Meer vor North Carolina untergingen. Blackbeard überlebte das Unglück damals. Aber schon bald holte ihn sein Schicksal ein: Er wurde gefangen und aufgeknüpft. Die Bergung des Piratenkahns würde 11,3 Millionen Mark kosten und sehr schwierig sein. Andererseits: Gut möglich, daß in dem Wrack noch Reste von Schwarzbarts Beute liegen...
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
USA stationieren zwei Kriegsschiffe vor der Küste Koreas
Thursday, 17. June 1999 - 06:25:05
Washington - Angesichts der Scharmützel zwischen der Marine von Nord- und Südkorea haben die USA entschieden, zwei Kriegsschiffe an der koreanischen Küste zu stationieren. Der Kreuzer "Vincennes" und ein weiteres Schiff würden "zur Beobachtung" in die Krisenregion im Gelben Meer entsandt, teilte am Mittwoch das US-Verteidigungsministerium mit. Außerdem sollen vier Aufklärungsflugzeuge vom Typ EA-6B "in der Region" stationiert werden. Der Kreuzer "Vincennes" ist mit Cruise Missiles ausgerüstet und derzeit in Yokosuka in Japan stationiert. Weiter teilte das Verteidigungsministerium mit, daß der Flugzeugträger "Constellation" seine Basis im kalifornischen San Diego am Freitag Richtung Korea verlassen werde, um in der Nähe Koreas an "Übungen" teilzunehmen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Thailändischer Tanker entführt
Wednesday, 16. June 1999 - 16:38:07
Bangkok - Ein thailändischer Öltanker ist vor der Küste von Malaysia von Piraten entführt worden. Ein Besatzungsmitglied wurde als Geisel genommen, wie das thailändische Außenministerium am Mittwoch in Bangkok erklärte. Die «Siam Xanxai» sei auf dem Weg von Singapur nach Songkhla in Thailand gewesen. Die Piraten hätten den Tanker am 8. Juni gekapert, den Kapitän und 15 Besatzungsmitglieder in Malysia freigelassen und seien anschließend in Richtung China gefahren. Das Schicksal der Geisel war nicht bekannt. Thailand bemühe sich um die Hilfe Chinas in dem Fall, sagte Außenamtssprecher Don Paramudwinai. In Südostasien werden häufig Schiffe von Piraten überfallen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kreuzfahrer auf Grund gelaufen
Monday, 14. June 1999 - 17:45:23
Das amerikanische Kreuzfahrtschiff "Wilderness Adventurer" ist mit 80 Passagieren an Bord vor dem US-Staat Alaska auf Grund gelaufen. Das 50 Meter kleine Schiff rammte eine Felsengruppe, alle Passagiere konnten evakuiert werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Gelbes Meer: Südkorea versenkt nordkoreanisches Kriegsschiff
Wednesday, 16. June 1999 - 06:15:31
SEOUL. Im Streit um fischreiche Fanggründe im Gelben Meer
haben südkoreanische Kriegsschiffe ein nordkoreanisches Torpedoboot
versenkt. Dabei wurden mindestens 30 nordkoreanische Matrosen getötet.
Ein Patrouillenboot wurde schwer beschädigt, wie das
Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte. Beide Staaten machten sich
gegenseitig für den Zwischenfall verantwortlich. Da die
Auseinandersetzungen zu eskalieren drohten, verstärkte die
amerikanische Marine und Luftwaffe ihre Patrouillenflüge. Nach
südkoreanischen Angaben drangen kurz nach Tagesanbruch vier
nordkoreanische Patrouillenboote in die von beiden Ländern
beanspruchte Zone ein. Sie begleiteten etwa 20 Fischerboote. Später
stießen drei Torpedoboote hinzu. Brigadegeneral Cha Young Koo sagte,
südkoreanische Patrouillenboote hätten zweimal versucht, zwei
Patrouillenboote des Nordens zu rammen und zu vertreiben. Eines der
nordkoreanischen Schiffe habe das Feuer eröffnet. Sieben
südkoreanische Matrosen seien leicht verletzt worden. Zur
Selbstverteidigung hätten die Schiffe dann zurückgeschossen,
sagte Cha.
Von: Joachim
Preuß,
sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Atlantik: Blackbeards Piratenschiff gefunden
NORTH CAROLINA. Das Rätsel um das Flaggschiff des
berüchtigten Piraten Blackbeard, "Queen Anne's Revenge", scheint
gelöst: Nach neuen Untersuchungen liegt das Schiff in sieben Metern
Tiefe vor der Küste des US-Bundesstaates North Carolina. Schon lange
war vermutet worden, daß es sich bei dem 1996 gefundenen Wrack um das
Piratenschiff handeln könnte. Kohlenstoffdatierungen scheinen diese
Annahme jetzt zu bestätigen. Auch alte Marinekarten stützen diese
Vermutung. Der Pirat mit dem bürgerlichen Namen Edward Teach hat vor
rund 300 Jahren die Küstengewässer vor Virginia und den Carolinas
unsicher gemacht. 1718 wurde er getötet. Sein Segelschiff war in
Frankreich gebaut worden. Bei dem Wrack lagen unter anderem 18 Kanonen.
Von: Joachim
Preuß,
sailpress.de - Sicherheit für
Hochseesegler
Australien: Marine versenkt eigenes Schiff - und macht Kritiker mundtot
Tuesday, 15. June 1999 - 19:18:25
Perth. Spektakuläre Militäraktion in Australien: Die australische Marine hat absichtlich ein eigenes Kriegsschiff beschossen und versenkt. So wollten die Militärs ihre Kritiker mundtot machen und beweisen, daß die neu angeschafften U-Boote voll funktionstüchtig sind und durchschlagenden Erfolg haben.
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Hintergrund der Aktion: An den sechs neuen und insgesamt knapp 2,5 Milliarden Mark teuren 'Collins'-U-Booten war in der Öffentlichkeit scharfe Kritik geübt worden: verspätete Lieferung, Fehlfunktionen in den Computerprogrammen, ungewöhnliches Design. Zudem machen die teuren Boote Lärm "wie bei einem Rockkonzert", hieß es. Kurz gesagt: Die Boote seinen unfähig, sich selbst zu verteidigen.
Die Verantwortlichen hatten von der Mäkelei genug und beschlossen, jeglichen Zweifel an dem teuren Unterwasser-Kriegsgerät ein für allemal auszuräumen. Kurzerhand befahlen sie, einen 2.700 Tonnen schweren Zerstörer aus der eigenen Flotte von einem der neuen U-Boote torpedieren zu lassen. Damit die spektakuläre Werbeaktion für das neueste Spielzeug der Marine auch richtig wirkt, ließen die Militärs eine Kamera mitlaufen. So konnten sich die Australier am Fernsehgerät von der Qualität des teuren Geräts überzeugen - und der angebliche Rockkonzert-Lärm ist auf dem Video ja nicht zu hören.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kollision bei Protestaktion gegen Waljäger in der Nordsee
Monday, 14. June 1999 - 06:40:35
HAMBURG - Ein Umweltschützer von Greenpeace ist bei einer Protestaktion gegen norwegische Walfangboote schwer verletzt worden. Das teilte ein Greenpeace-Sprecher am Sonntag in Hamburg mit. Ein Schiff der norwegischen Küstenwache habe das Greenpeace-Schlauchboot "rücksichtslos" überfahren. Der Engländer habe mehrere Brüche und eine Beckenverletzung. Zwei Umweltschützer seien festgenommen worden.
Die Organisation behindert seit Tagen norwegische Walfänger, die in der Nordsee und im Nordostatlantik seit fünf Wochen auf der Jagd sind. Diese hätten bereits rund 100 Tiere erlegt, teilten die Tierschützer mit. Sie sammelten am Sonntag in 40 deutschen Städten anläßlich der Europawahl an "Wa(h)llokalen" Stimmen für den Schutz der Wale. Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) habe an einem Stand in Hannover "seine Stimme dafür abgegeben", sagte Greenpeace-Experte Peter Pueschel. Die "Wa(h) laktion" ist Teil einer internationalen Kampagne. Ziel ist ein "Weltpark für Wale", also ihr globaler Schutz.
Norwegen verstoße gegen internationale Abkommen und das Völkerrecht, rügte Greenpeace. Wenn die illegalen Walfänger nicht gestoppt würden, bestehe die Gefahr, daß Länder wie Rußland und Island dem schlechten Beispiel folgten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Schiffahrt ruht weiter wegen Rheinhochwassers
Pegel fallen nur um einen Zentimeter in der Stunde
Sunday, 13. June 1999 - 07:33:45
Karlsruhe - Das Rheinhochwasser bei Karlsruhe ist am Samstag nur langsam gefallen und lag am Nachmittag mit 7,70 Meter immer noch 20 Zentimeter über dem Stand, bei dem die Schiffahrt wieder freigegeben wird. Nach Angaben des Wasser- und Schiffahrtsamts Mannheim, Außenbezirk Karlsruhe, hatte der Pegel um 10.00 Uhr den Höchststand von 7,73 Meter erreicht. Seit 14.00 Uhr nehme er stündlich um etwa einen Zentimeter ab. Eine Prognose, ob die Marke von 7,50 Meter am Sonntag unterschritten wird, wollte die Behörde nicht abgeben. «Bei Regen geht der Pegel gleich wieder um 20 Zentimeter hoch», sagte ein Sprecher. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes muß im Südwesten zunächst noch mit einzelnen Schauern gerechnet werden. «Auf Null sind wir noch nicht», sagte der Meteorologe Michael Bauer.
Auch das Bodensee-Hochwasser zeigte nur leicht fallende Tendenz. Es hatte am Freitag wieder den Rekordpegel von 5,65 Metern erreicht. Die Insel Lindau sei aber ohne Probleme mit jedem Verkehrsmittel erreichbar, berichtete die Stadtverwaltung. Nur Randbereiche seien überschwemmt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kanal: Deutsche Segelyacht vermißt
Friday, 11. June 1999 - 06:10:07
CHERBOURG. Seit Montag wird die deutsche Zwölfmeter-Segelyacht "Triton" im
Englischen Kanal vermißt. Das Schiff war mit zwei Männern und einer
Frau an Bord auf dem Weg von Cherbourg nach Vlissingen. Dort sollte der
Zweimaster am Montag ankommen. Das Schiff ist in Palma de Mallorca
rgeistriert. Über die Herkunft der Crew gibt es keine Angaben.
Von: Joachim_Preuss@Compuserve.com,
Sailpress -
Sicherheit für Hochseesegler
Kuh schwamm fast acht Kilometer durch eiskalten Fjord
Wednesday, 9. June 1999 - 21:25:48
Oslo - «Lede» ist eine 18 Monate alte Kuh von einem Bauernhof in der Nähe des mittelnorwegischen Städtchens Levanger. Des langen Daseins in einem engen Stall offenbar überdrüssig, entdeckte «Lede» jedoch das Flußpferd in sich und stieg beherzt in die eisigen Fluten des Trondheim Fjords. Dort schwamm das ausgebüxte Rindvieh eine Strecke von fast acht Kilometern bis zu einer lockenden saftigen Weide am gegenüberliegenden Ufer des Fjords.
Der verdutzte Besitzer des Tieres, Bauer Per Gunnar Wennes, erzählte dem Lokalblatt «Trönder
Avisa», er habe «Lede» zusammen mit vier anderen Kühen vom Stall auf eine Weide am Wasser gebracht. Dabei sei das Tier ins Wasser gestiegen und davongeschwommen. Drei Stunden später habe er die Nachricht erhalten, daß «Lede» in Ekne auf der anderen Seite des Fjords erschöpft, aber gesund angekommen sei. «Für eine Kuh, die direkt aus dem Stall kam, ist das eine ganz erstaunliche Leistung», wunderte sich der Bauer: «Es muß wohl etwas von einem Flußpferd in dieser Kuh sein.»
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Sensationeller Wrackfund vor Poel
Forscher untersuchen Kogge von 1330
Wednesday, 9. June 1999 - 15:44:47
Timmendorf - Auf der "Seefuchs" herrscht Hochbetrieb. Taucher schultern Unterwasserkameras. An Deck ihres Basisschiffes in der Wismarbucht machen sich die Archäologen für den Gang zum Meeresboden fertig. Ihr Ziel: Ein gut erhaltenes Wrack aus dem Mittelalter, das nur unweit des Badestrandes der kleinen Ostseeinsel Poel liegt. Bislang war die fast 650 Jahre alte Kogge tief im Sand versteckt und somit unentdeckt geblieben. Erst der Bau der Mole in Timmendorf brachte Bewegung ins flache Küstenwasser, das Wrack wurde freigespült. Fischer fanden die mit Seegras bewachsenen Balken und führten die Wissenschaftler zur Fundstelle, welche sich nun als kleine Sensation herausstellt.
"Das Wrack gehört zu den besterhaltenen Handelsschiffen, die jemals in der südlichen Ostsee gefunden wurden", freut sich Thomas Förster, Unterwasserarchäologe beim Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommerns. Und: Es ist eins der wenigen, die Auskunft über die Hintergründe der wirtschaftlichen Macht der Hansestädte geben können. Als ein Paradebeispiel zur Erforschung des hochmittelalterlichen Schiffbaus und Seehandels in Europa gilt bislang das "Gellen-Wrack", das am Südende der Insel Hiddensee entdeckt und 1997 geborgen worden war.
Während vom "Gellen-Wrack" jedoch nicht mal ein Drittel im salzigen Ostseewasser die Jahrhunderte überdauerte, sind von der Poeler Kogge noch rund zwei Drittel erhalten, wie Förster sagt. Nach der Untersuchung von Holzproben konnte die Entstehungszeit des Segelschiffes inzwischen auf 1354 datiert werden. Das Hanse-Schiff mißt 22 Meter in der Länge und knapp acht Meter in der Breite und wurde in der besonders stabilen Klinkerbauweise aus Kiefernholz errichtet, wie die Archäologen sagen. Ladungsreste allerdings fanden sie nicht, so daß auf leichtere Fracht wie Getreide oder Fisch geschlossen wird.
Derzeit sind die Taucher mit der exakten Dokumentation des Fundes beschäftigt. Auf der "Seefuchs" laufen die Vorbereitungen für die Sicherung des Wracks vor Ort, da für eine Bergung bislang das Geld fehlt. "Durch die Brandung droht das Schiff auseinanderzubrechen", sagt Förster. "Wir können lediglich versuchen, es mit Sandsäcken zu stabilisieren." Es lauern noch weitere Gefahren unter der Wasseroberfläche: Die Zerstörung durch Plünderer oder durch die Pfahlbohrmuschel.
Ein ganzes Stück älter erwiesen sich Fundstücke, die die Taucher nahe dem Wrack von Poel am Meeresboden der Wismarbucht erspähten: Reste einer steinzeitlichen Siedlung. Gefunden wurden rund 7 000 Jahre alte Steinbeile und Klingen von den Jägern und Sammlern, die die Region um 5000 vor Christi Geburt bevölkerten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Arbeiten an der «Pallas» sollen bis Juli fertig sein
Kieler Umweltminister Steenblock besucht Wrack
Wednesday, 9. June 1999 - 06:16:36
Amrum - Die Sicherungsarbeiten am Wrack des Frachters «Pallas» vor Amrum sollen bis Juli abgeschlossen sein. Wie der schleswig-holsteinische Umweltminister Rainder Steenblock am Dienstag bei einem Besuch vor Ort mitteilte, kann allerdings schlechtes Wetter den Zeitplan noch gefährden. Wie die Einsatzleitung ergänzend berichtete, ist am Wrack mittlerweile in großer Kran eingetroffen, der abgetrennte Einzelteile der Deckaufbauten von Bord hieven soll. Nach dem Sicherungskonzept für die «Pallas» werden die Deckaufbauten weggeschweißt, der Rumpf wird mit Sand verfüllt und versinkt dann langsam im sandigen Meeresboden. Die «Pallas» war am 25. Oktober vor der dänischen Nordseeküste in Brand geraten und wenige Tage später nach mehreren vergeblichen Schleppversuchen vor der Nordseeinsel Amrum gestrandet. Die Löscharbeiten und die Ölentsorgung hatten mehrere Wochen gedauert. Wegen ausgelaufenen Öls waren mehr als 12.000 Seevögel verendet. Steenblock kündigte bei dem Besuch außerdem eine Aufklärungskampagne für Touristen über das Unglück an. Auf Sylt, Föhr und Amrum sollen 10.000 Faltblätter an Urlauber verteilt werden, in denen die Geschichte des Unglücks erläutert wird.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Vier Tote bei Wildwasserfahrt in Österreich
Tuesday, 8. June 1999 - 06:18:03
Wien - Bei einer Wildwasserfahrt in Österreich sind am Montag vier ausländische Touristen ums Leben gekommen. Nach Polizeiangaben kenterten auf der Salzach in der Nähe von Salzburg aus bislang ungeklärter Ursache zwei Boote mit 17 Touristen an Bord. Ein Polizeisprecher in Zell am See sagte, die neun Insassen eines der Boote hätten sich retten können. Von den acht Personen im zweiten Boot hätten nur vier das Ufer erreicht. Die Nationalität der Opfer blieb den offiziellen Angaben zufolge zunächst unbekannt. Das österreichische Radio meldete, bei den vier Toten handele es sich um Briten. Der Unfall ereignete sich zwischen Taxenbach und Lend, rund 60 Kilometer südlich von Salzburg.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Taucher fanden Kogge
Monday, 7. June 1999 - 16:42:01
Schwerin - Taucher des Landesamtes für Bodendenkmalpflege in Schwerin haben in der Wismarbucht ein im Mittelalter gestrandetes Schiff und etwa 7000 Jahre alte Steinbeile entdeckt. Wie Thomas Förster erklärte, hatten Fischer von der Insel Poel das Wrack im flachen Küstengewässer geortet und die Behörde informiert. Nach einer Untersuchung von Holzteilen der Hanse-Kogge könne die Bauzeit etwa auf das Jahr 1350 datiert werden. Das Schiff ist 22 Meter lang, acht Meter breit und noch recht gut erhalten. Gesicherte Hinweise auf die Fracht gibt es nicht. Es sind aber weitere Tauchgänge geplant.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Mit Granit und Sand gegen Sturmfluten auf Hiddensee
Monday, 7. June 1999 - 16:40:53
Neuendorf - Mehr Sicherheit gegen Sturmfluten gibt es künftig auf der Ostseeinsel Hiddensee. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Wolfgang Methling übergab am Montag eine neue Küstenschutzanlage an die 280 Einwohner des Inselortes Neuendorf. Für rund zehn Millionen Mark wurde ein über 500 Meter langer Steinwall aus 9.700 Tonnen Bornholmer Granit errichtet und die Düne mit 158.000 Kubikmetern Sand aufgefüllt. Zudem wurde der mehr als zwei Kilometer lange Boddendeich, der die Ortschaft umschließt, neu gebaut. Es handele sich auf Hiddensee um die bisher aufwendigste und umfangreichste Maßnahme des Generalplans Küstenschutz im Lande, teilte das Umweltministerium mit. Die Kosten wurden den Angaben zufolge zu 70 Prozent vom Bund und zu 30 Prozent vom Land übernommen. Um den Nachholbedarf an den 1.712 Küstenkilometern Mecklenburg-Vorpommerns abzubauen, sind für die nächsten Jahre etwa 350 Millionen Mark erforderlich. Hinzu kommen laufende Kosten von jährlich 20 Millionen für Erhaltung und Pflege der bestehenden Schutzanlagen. Es gelte auf mehr als 100.000 Hektar überflutungsgefährdeter Flächen die Sicherheit von 163.000 Bewohnern zu gewährleisten, erklärte Methling.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Hochwasser macht der Schiffahrt am Oberrhein zu schaffen
Partikuliere müssen Kosten selber tragen - Seit Mitte Mai ist der Fluß die meiste Zeit gesperrt
Monday, 7. June 1999 - 16:38:45
Karlsruhe - Der Eigner des Frachters «Kontiki», Richard van Megen, hat am Montag einfach Pech gehabt: Wenige Minuten bevor er den Hafen in Karlsruhe verlassen wollte, wurde die Schiffahrt auf dem Oberrhein erneut eingestellt. Das Wasser erreichte einen Stand von mehr als 7,50 Meter. Der Holländer und seine Frau wollen weiter nach Basel, um rund 950 Tonnen Stahl zu löschen. Seit Mitte Mai war auf dem Oberrhein die meiste Zeit keine Schiffahrt möglich. Zeitweise lagen nach Angaben der Wasserschutzpolizei über 100 Partikuliere auf dem 50 Kilometer langen Flußstück zwischen Iffezheim und Germersheim fest. «Hochwasser ist das Berufsrisiko des Binnenschiffers», betont Gerhard von Haus, der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschiffahrt. In Deutschland gibt es seinen Angaben zufolge rund 1.000 selbständige Schiffseigentümer. Die meisten seien Familienunternehmen. Dementsprechend hoch ist auch das finanzielle Risiko: Ein Schiff, das Sand, Kohle, Kies oder Baustoffe transportiert, kostet zwischen 1.500 und 2.000 Mark am Tag. Ein Tanker schlägt schon mit 3.000 bis 5.000 Mark am Tag zu Buche, berichtet der Hauptgeschäftsführer. «Vom Staat gibt es keine Gelder.»
Die deutschen Binnenschiffer erzielten 1998 einen Umsatz von 1,5 Milliarden Mark. Das Hochwasser sei dieses Jahr besonders schlimm. Renate von Elburg liegt auch in Karlsruhe fest. «Zuvor ging acht Tage in Mannheim nichts», erklärt sie seufzend. Doch Langeweile haben sie und ihr Mann nicht. Auf dem nach der Frau benannten Frachter gibt es immer etwas zu tun. So auch auf der «Kontiki» von Richard van Megen. Er und seine Frau streichen gerade mit weißer Farbe das Deck. Das Schiff hat er vor rund einem Jahr für etwa eine Million Mark gekauft. Der Holländer zeigt sich optimistisch, daß er den Rheinhafen bald wieder verlassen kann. Weil er zuvor Ladung gelöscht hatte, muß er die Kosten seiner Zwangspause zunächst einmal aus eigener Tasche zahlen.
Manche liegen auch in Frankreich fest
«Erst ab dem zweiten Tag bekomme ich etwa 700 Mark am Tag von einer Versicherung», berichtet van Megen. Das Geld reiche gerade, um die laufenden Kosten zu decken. Bisher ist er von einer längeren Liegezeit verschont geblieben. Renate von Elburg nimmt das Ganze gelassen. Sie hat 925 Tonnen Sand und Kies geladen. Nach getaner Arbeit will sie mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, um ihre Einkäufe zu erledigen. Zwar haben sie und ihr Mann ein Auto an Bord, doch das Fahrzeug kann diesmal nicht per Kran an Land abgesetzt werden. Die meisten Partikuliere fahren mit wenig Personal. «Die Kosten sind nicht bezahlbar», erklärt van Mengen. Noch hat er keine neue Ladung für die Rückfahrt von Basel nach Holland.
Im Rheinhafen in Karlsruhe hatten bis zum Montag mittag über zehn Schiffe festgemacht. Manche liegen auch auf der Strecke oder in französischen Häfen fest, berichtet Robert Hellmann von der zuständigen Wasserschutzpolizei. Doch das Hochwasser macht nicht nur den Partikulieren zu schaffen, sondern auch im Hafen macht sich der Stillstand der Schiffahrt bemerkbar. Jede Tonne weniger Umschlag bedeutet auch weniger Einnahmen. Wenigstens verlangt die Hafenverwaltung während des Zwangsaufenthalts keine extra Liegegebühren. Diese wurden vor ein paar Jahren abgeschafft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
«Polarstern» brachte Antarktis-Station nach Bremerhaven zurück
Sunday, 6. June 1999 - 07:13:11
Bremerhaven - Nach mehr als fünfmonatiger Expeditionsreise in der
Antarktis ist das deutsche Forschungsschiff «Polarstern» am Donnerstag nach
Bremerhaven zurückgekehrt.
Der Forschungseisbrecher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und
Meeresforschung (AWI) hatte zahlreiche Proben und ozeanographische Daten
sowie mehr als 100 Tonnen Material der Antarktis-Station «Filchner» an
Bord. Das Schiff wird nach Wartungsarbeiten Ende Juni seinen Heimathafen
wieder verlassen und zur nächsten Expedition in die Arktis auslaufen.
AWI-Techniker hatten die ehemalige Forschungsstation «Filchner» Anfang
Februar in einer Blitzaktion in der Antarktis abgebaut und zerlegt. Die nur
im Sommer genutzte Station war im Oktober 1998 mit einer riesigen
Eisscholle vom Filchner-Ronne-Schelfeis in der Antarktis abgebrochen. Sie
trieb dort mehrere Monate durch das südpolare Weddellmeer. Mit dem Abbau
kam die Bundesrepublik den Auflagen des Antarktis-Schutzvertrages nach, der
die Entsorgung von nicht mehr genutzten Stationen vorsieht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
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