EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv Juli 1999

Last update: Friday, 24. September 1999 - 18:11:38

Seerettung dank Funkamateur
Thursday, 29. July 1999 - 07:48:57
Esslingen/Messina - Dank eines Esslinger Funkamateurs wurde am Dienstag eine Jacht vor der italienischen Küste aus Seenot gerettet. Der Funker empfing über Kurzwelle den Notruf der Nostalgia. Der Bootsbesitzer teilte mit, daß er mit ausgefallenem Motor hilflos auf die Felsenküste bei Messina zutreibe. Der Funker verständigte die Polizei. Über das Lagezentrum des Innenministeriums und die Bundeswehr wurde die italienische Küstenwache informiert. 30 Minuten später konnten Schnellboote das Schiff sichten und die Besatzung retten. Das Boot war vor mehreren Tagen in einen Sturm geraten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ausflugsboot auf Grund gelaufen
Wednesday, 28. July 1999 - 06:23:59
Hundert Passagiere in Sicherheit gebracht
Juneau/USA - Vor der Küste Alaskas ist am Dienstag ein Ausflugsboot auf Grund gelaufen und in Seenot geraten. Die rund hundert Passagiere der «Spirit of '98» wurden unverletzt in Sicherheit gebracht, wie die Küstenwacht mitteilte. Das 58 Meter lange Schiff war auf einen Felsen aufgelaufen und hatte dann einen Notruf abgesetzt, nachdem Wasser in das Boot einzudringen begann. Die Passagiere wurden von anderen Touristenbooten aufgenommen. Zwei Hubschrauber ließen Pumpen zu dem Schiff herab, mit denen der Wassereinbruch bekämpft werden sollte, der nach Angaben der Besatzung außer Kontrolle war. Ein Boot der Küstenwacht war unterwegs zum Unglücksort.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Kreuzfahrtschiff vor Schweden auf Grund
Wednesday, 28. July 1999 - 06:22:59
STOCKHOLM - Ein Kreuzfahrtschiff mit 313 Passagieren an Bord ist nach einem Motorenausfall vor der schwedischen Küste auf Grund gelaufen. Passagiere und Crew blieben unverletzt, wie die schwedische Nachrichtenagentur TT am Montag meldete. Die auf den Bahamas registrierte ¸¸Radisson Diamond'' war auf dem Weg nach Helsinki, als aus ungeklärter Ursache die Maschinen ausfielen. Das Schiff driftete auf eine Sandbank nördlich des Hafens von Stockholm. Nach einer Stunde kam der Kreuzfahrer wieder ins freie Fahrwasser. Experten untersuchen, ob das Schiff die Reise nach Finnland fortsetzen kann. Vor elf Tagen war das Fährschiff ¸¸Kronprinz Harald'' im Oslofjord auf dem Weg nach Kiel auf Grund gestoßen. Es wurde ebenfalls niemand verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Flüchtlinge benutzten kaputte Holztür als Paddelboot
Tuesday, 27. July 1999 - 06:31:39
Athen - Mit einer zum Paddelboot umfunktionierten Holztür haben zwei Rumänen versucht, von der Türkei aus die griechische Insel Chios im Osten der Ägäis zu erreichen. Die 19 und 27 Jahre alten Männer gerieten mit ihrer abenteuerlichen Konstruktion auf der zehn Kilometer langen Strecke in Seenot. Die griechische Hafenpolizei rettete die beiden, von denen einer bereits bewußtlos war, und brachte sie in ein Krankenhaus. Die beiden Männer wurden außerdem festgenommen. Sie hatten sich zu der waghalsigen Überfahrt entschlossen, nachdem sie in der Türkei vergeblich Arbeit gesucht hatten. An der Unterseite der auseinandergebrochenen Holztür hatten die Männer leere Plastikflaschen angebracht, um ihre Schwimmfähigkeit zu erhöhen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Schon wieder ein Kreuzfahrer auf Grund gelaufen
Monday, 26. July 1999 - 23:32:36
Ein Kreuzfahrtschiff mit 313 Passagieren und 220 Besatzungsmitgliedern an Bord ist in der Nacht auf Montag vor Stockholm auf Grund gelaufen. Das 130-Meter-Schiff "Radisson Diamond", das von den Bahamas unterwegs nach Helsinki war, wurde beschädigt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

15 antike Schiffe in Pisa entdeckt
Monday, 26. July 1999 - 23:30:44

Pisa (dpa) - In Pisa ist eine Flotte teilweise gut erhaltener Schiffe aus der römischen Antike entdeckt worden. Man habe bereits 15 Schiffe ausgegraben, sagte ein für die Arbeiten zuständiger Archäologe. Die Funde, darunter auch ein antikes Kriegsschiff, gelten vor allem wegen ihres guten Zustandes als Sensation. Einige der Schiffe sind 30 Meter groß, was als stattlich für die Antike gilt. Bei einigen der Ruderboote ist praktisch der gesamte Rumpf erhalten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Schiffe auf Grund gelaufen - Elbe viele Stunden gesperrt - Anzeige für Kapitän?
Monday, 26. July 1999 - 23:28:18
Nachdem die "Energie" auf Grund gelaufen war, hatte ein kleinerer Frachter, die "Coswig", versucht, vorbeizukommen. Doch die Elbe führt zur Zeit sehr wenig Wasser. So lief auch die "Coswig" auf Grund und stellte sich quer. Bis zum frühen Sonntag nachmittag war die Elbe deshalb komplett für die Schiffahrt gesperrt. Erst von 14.30 Uhr an konnten leere Frachter passieren.

"Wir müssen warten, bis der Freibagger ,Ägir' die Havaristen soweit entladen hat, daß sie wieder etwas aufschwimmen", erzählt Ohle, der mit seinem Schubverband gerade auf dem Weg nach Wittenberge war, um Raps zu laden. "Unsere Ladung können wir nicht mehr rechtzeitig aufnehmen, aber auf der Elbe hilft man sich eben", sagt der Kapitän und lächelt.

Die Elbe hatte Sonntag mittag eine Wassertiefe von 1,72 Metern. Die mit knapp 850 Tonnen Raps beladene "Energie" habe einen Tiefgang von 1,85 Metern gehabt, erzählt der Einsatzleiter der Wasserschutzpolizei. "Das Wasserschiffahrtsamt mißt die Wassertiefe der Elbe täglich und gibt sie an die Schiffahrt durch." Das habe auch der Kapitän der "Energie" gewußt, der ein hohes Risiko eingegangen sei. "Der muß jetzt mit einer Anzeige rechnen", sagt der Beamte.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Jacht bei Brandanschlag explodiert
Sunday, 25. July 1999 - 22:46:08
Starnberg - Bei einem nächtlichen Brandanschlag auf eine motorisierte Segeljacht am Starnberger See ist das Schiff explodiert. Teile wurden bis zu 30 Meter weit weggeschleudert, Fenster im nahen Anwesen des Schiffseigners barsten, wie das Bayerische Landeskriminalamt am Sonntag mitteilte. Der Mann brach beim Anblick des brennenden Schiffes mit einem schweren Schock zusammen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden wurde auf 160.000 Mark geschätzt. Der Eigner hatte im Innern der aufgebockten Jacht Benzin, Diesel und Petroleum gelagert. Nach den Löscharbeiten, an denen auch die Feuerwehren aus zwei Nachbarorten beteiligt waren, fand die Kripo einen Benzinkanister unter dem Kiel. Ein Polizeisprecher sagte, bei der Fahndung nach dem Brandstifter werde in alle Richtungen ermittelt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

38 Menschen nach Schiffsuntergang vermißt
Sunday, 25. July 1999 - 22:45:25
Port Elizabeth/Südafrika (AP) Nach einem Schiffsunglück vor der Küste Südafrikas wurden am Sonntag 38 Menschen vermißt. Acht Personen überlebten den Untergang des Trawlers «Palli HJA Marrianu» offenbar, sie wurden von einem Hubschrauber in Rettungsinseln gesichtet. Nach Behördenangaben wurde am späten Samstagabend ein Notsignal des Fischfängers empfangen. Am Morgen sei das Schiff schließlich in der Nähe der Plettenberg-Bucht 200 Kilometer westlich von Port Elizabeth gesunken.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Agäis: Ausflugsdampfer untergegangen - 34 Urlauber gerettet
Sunday, 25. July 1999 - 15:00:57

HERAKLION. Ein griechisches Ausflugsboot ist vor der Nordküste Kretas untergegangen. Alle 34 Touristen und Besatzungsmitglieder sind unverletzt von der Küstenwache gerettet worden. Im Maschinenraum des rund 25 Meter langen Bootes war Feuer ausgebrochen. Die Urlauber aus Großbritannien und den Niederlanden legten die Schwimmwesten an und sprangen ins Meer.
Von: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Fähre bei Korfu auf Grund gelaufen
Sunday, 25. July 1999 - 07:38:38
Athen - Die zyprische Fähre «Afrodite 2» ist am Sonnabend morgen in der Meeresenge zwischen der griechischen Insel Korfu und dem albanischen Festland auf Grund gelaufen. Alle 277 Passagiere sind wohlauf, berichtete die griechische Hafenpolizei am Nachmittag.

Sie wurden mit drei anderen Fähren und drei Schnellbooten der Küstenwache in die Häfen von Korfu und Igoumenitsa gebracht. An Bord der zyprischen Fähre waren Touristen und Lastwagenfahrer aus Italien, Griechenland, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, der Slowakei und der Türkei.

Wie der griechische Rundfunk berichtete, war die «Afrodite 2» auf dem Weg vom italienischen Brindisi nach Igoumenitsa. Der Unfall ereignete sich innerhalb der albanischen Hoheitsgewässer.

Der Kapitän führt nach Angaben der Küstenwache den Unfall auf eine Blockierung des Steuermechanismus der «Afrodite 2» zurück. Das Schiff sei aus diesem Grunde aus dem Ruder gelaufen.

An Bord der «Afrodite 2» blieben der Kapitän und 29 der insgesamt 50 Besatzungsmitglieder. Das Schiff wies einen Riß am Bug auf. Taucher der Küstenwache waren vor Ort und versuchten, das Ausmaß des Schadens festzustellen. «Die Stelle ist wasserdicht. Es gibt keine nennenswerten Lecks», teilte die Küstenwache später mit.

In der rund 2100 Meter breiten Meeresenge zwischen Korfu und dem albanischen Festland gibt es zahlreiche Riffs. In den vergangenen zwei Jahren waren drei Schiffe und Boote an der gleichen Stelle auf Grund gelaufen.

Sachverständige sind der Ansicht, daß die Kapitäne der Fähren ihre Schiffe zu schnell durch diese gefährliche Meeresenge steuern, um Zeit zu gewinnen. Die Strecke ist stark frequentiert.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Tertyshny stirbt bei Bootsunfall in Kanada
Sunday, 25. July 1999 - 07:36:18
Philadelphia, 24.07.99. Bei einem tragischen Unfall kam der russische Eishockeyprofi Dimitri Tertyschny vom NHL-Klub Philadelphia Flyers Leben. Der 22 Jahre alte Verteidiger war bei einem Bootsausflug in Kanada mit dem Hals in die Schiffsschraube geraten.

Am Freitag war Tertyschny mit Francis Berlanger und Mihail Chernov, zwei Spielern vom Minor-League der Philadelphia Phantoms, auf den Okanagan-See in der Nähe von Kelowa, British Columbia, hinausgefahren. Die Spieler waren alle Patienten der Eislauf-Sportklinik in Kelowa.

Nach Polizeiangaben fiel Tertyshny aus dem Boat. Daraufhin verfing er sich in der Schiffschraube, die ihm den Hals aufschlitzte. Ebenso soll auch die Einheimische Michelle Monroe auf dem Boot gewesen sein.

Tertyschny verbuchte in der vergangenen Saison in 62 NHL-Spielen für die Flyers zwei Tore und acht Vorlagen. Er wurde von Philadelphia 1995 in der fünten Runde gedraftet, spielte aber weiter in seiner Heimatstadt Chelabinsk in Russland. Er kam in der letzten Saison zu den Flyers. Er hinterläßt seine Frau Pauline.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Vier Menschen bei Schiffsunglück auf der Donau verletzt
Gegen Sicherheitssperre in Schleuse geprallt
Friday, 23. July 1999 - 23:00:09
Straubing - Bei einem Schiffsunglück auf der Donau im niederbayerischen Straubing sind am Freitag vier Passagiere verletzt worden, davon eine Frau schwer. Nach Polizeiangaben fuhr das Schweizer Fahrgastschiff «Wilhelm Tell» mit 92 Passagieren und 26 Besatzungsmitgliedern an Bord ungebremst in eine Schleuse und prallte gegen eine vier Mal vier Meter große Sicherheitssperre aus Beton. Das 880 Tonnen schwere und knapp 100 Meter lange Schiff habe wegen eines Maschinenschadens nicht mehr bremsen können, hieß es. Nach ersten Ermittlungen ließ sich die Rückwärtsfahrt nicht mehr einstellen.
Bei dem Aufprall auf den sogenannten Beton-Dom, der Schleusentore vor Beschädigungen durch Schiffe schützen soll, schlug die «Wilhelm Tell» oberhalb der Wasserlinie leck. Eine Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Drei weitere Passagiere wurden ambulant behandelt. Der Sachschaden dürfte nach ersten Schätzungen im sechsstelligen Bereich liegen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ein kleines Loch mit großer Wirkung: Yacht wäre fast gesunken
Friday, 23. July 1999 - 06:23:33
Griesheim. Einsatz für den Wasserrettungszug der Feuerwehr Frankfurt am Griesheimer Ufer: An einem der Bootsstege lief gestern mittag ein Kajütboot voll Wasser und drohte komplett zu sinken. Taucher der Berufsfeuerwehr machten am Rumpf des Benzinmotor-Kajütboots ein Leck ausfindig. Durch das eigentlich recht kleine Leck muß über längere Zeit Wasser eingedrungen sein, vermutet die Feuerwehr.

 Aus dem gefluteten Boot wurden diverse Einrichtungsgegenstände herausgeschwemmt und trieben flußabwärts. Die Besatzung eines Feuerwehrboots barg eine Satelliten-Fernseh-Anlage und andere herausgespülte Gebrauchsgegenstände aus dem Main. Zwei Taucher des Wasserrettungszugs räumten die restliche Einrichtung aus dem Boot, während acht Feuerwehrmänner auf dem schwankenden Steg versuchten, die Motoryacht gegen das weitere Absinken zu sichern.

 Dies erwies sich aber als problematisch, da unter der Belastung der Männer und des vollgelaufenen Bootes auch der Steg zu sinken drohte. Machtlos mußte deshalb der Großteil der Einsatzkräfte am Ufer zurückbleiben. Mit einer Tauchpumpe legten die Wasserretter vom Main aus den Innenraum des etwa sechs Meter langen Boots trocken, während der Kran des Feuerlöschboots das havarierte Kajütboot in einer Schlinge über Wasser hielt.

 Ein Beamter der Frankfurter Wasserschutzpolizei schätzte den Neuwert des Bootes auf ungefähr 50 000 bis 60 000 Mark. Den Schaden durch das Leck konnte er aber noch nicht abschätzen. Der Eigner der Yacht wird das Boot nun in einer Werft reparieren lassen müssen. Der Einsatz für Feuerwehr und die Polizei dauerte insgesamt rund drei Stunden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Grazer Ehepaar erlitt in der oberen Adria Schiffbruch
Friday, 23. July 1999 - 06:22:00
46jähriger Grazer und seine Frau (44) rammten mit Boot Pfahl und kenterten, die Carabinieri befreiten die unverletzten Steirer aus Seenot.
In Seenot geriet gestern ein Ehepaar aus Graz, nachdem es mit seinem Boot in der oberen Adria einen Begrenzungspfahl gerammt hatte. Die Schiffbrüchigen wurden mit einem Motorboot der Carabinieri aus ihrer mißlichen Lage befreit und sind nach letzten Meldungen wohlauf.

Ort des Zwischenfalls war der Mündungsbereich des kleinen Flusses Stella in der Lagune von Marano (Provinz Udine). Johann G. (46) und seine Frau Brigitte (44) waren die Flußmündung hochgefahren - was nichts Ungewöhnliches ist, gilt diese unter Bootsfahrern doch als sehr beliebtes Ausflugsziel.

Der Zwischenfall selbst ereignete sich bei der Rückfahrt in die Lagune, die das Paar in Richtung Lignano durchqueren wollte. Aus bisher ungeklärter Ursache rammte das Schiff der Steirer einen jener mächtigen Pfähle, welche die ausgebaggerten Kanäle in den sonst seichten, versandeten Lagunengewässern markieren, und kenterte. Den Steirern gelang es noch, Alarm auszulösen.

Als die Carabinieri wenig später mit einem Motorboot eintrafen, fanden sie das Ehepaar unverletzt und an den Rumpf des halbgesunkenen Schiffes geklammert vor. Johann G. und seine Frau wurden aus dem Wasser geborgen, ihr Boot mit einem Wasserfahrzeug der Feuerwehr in das Hafenbecken von Aprilia gezogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Tanker rammt Frachter: Beim Wenden kollidiert / 100 000 Mark Sachschaden Friday, 23. July 1999 - 06:20:55 Keine Verletzten und keine Leckage zum Glück: Ein Tanker und ein Frachtschiff kollidierten auf dem Rhein, genau in der Höhe der BASF. Der Tanker, der rheinabwärts unterwegs war, versuchte von der Mannheimer Seite aus zu drehen und wieder rheinaufwärts zu fahren. Dabei stieß er mit einem Frachtkahn, der auf der BASF-Seite gerade Düngemittel aufgenommen hatte, zusammen. Es war Dienstag abend, kurz nach 21 Uhr, als sich der Unfall ereignete.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Kanuten gerieten vor Rügen in Seenot
Friday, 23. July 1999 - 06:25:11
Sassnitz - Eine Gruppe von über 30 Kanusportlern ist am Donnerstag in den Boddengewässern vor Rügen bei böigen Winden in Seenot geraten. Das Begleitfahrzeug und eines der Kanus seien gekentert, teilte die Wasserschutzpolizei in Sassnitz mit. Die Gekenterten seien von der Besatzung einer privaten Segeljacht unverletzt geborgen worden. Die anderen Kanuten hätten wohlbehalten das rettende Ufer erreicht. Wasserschutzpolizei und Seenotrettungsdienst seien im Einsatz gewesen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Chinesischer Kutter bei Spratlys versenkt
Wednesday, 21. July 1999 - 06:26:39
Manila/Peking - Die Kriegsmarine der Philippinen hat im Seegebiet der Spratly-Inseln einen chinesischen Fischkutter versenkt. Die Besatzung konnte unverletzt von einem anderen chinesischen Boot aufgenommen werden. Die Regierung in Peking sprach von einem "ernsten Zwischenfall". Bereits im Mai war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Peking beansprucht das Seegebiet um die rohstoffreichen und strategisch wichtigen Spratlys für sich.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

34 Vermißte nach Schiffsuntergang in Nicaragua
Wednesday, 21. July 1999 - 19:07:36
Managua (AP) Nach dem Untergang eines Schiffs vor der Karibikküste von Nicaragua wurden am Dienstag noch 34 Menschen vermißt. Wie die nicaraguanische Marine mitteilte, konnten 16 Menschen von einem anderen Boot gerettet werden. Der Bürgermeister von Santiago Scorcia sagte im Rundfunk, das Boot sei bei schlechtem Wetter in der Nähe von Sandy Bay rund 450 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mangua untergegangen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Möglicherweise mehr als 50 Tote bei Schiffsuntergang in Karibik
Wednesday, 21. July 1999 - 06:25:24
Managua, - Beim Untergang eines Schiffes vor der nicaraguanischen Karibik-Küste sind am Dienstag möglicherweise mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff befand sich auf dem Weg von Sandy Bay in die Hafenstadt Prinzapolka, wie ein Sprecher der nicaraguanischen Armee in Managua mitteilte. An Bord seien zwischen 60 und 65 Passagiere und Besatzungsmitglieder gewesen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Unfall auf dem Zihlkanal fordert ein Todesopfer
Tuesday, 20. July 1999 - 06:36:24
Schweiz, Kanton Bern - Ein mit Kies beladenes Lastschiff ist am Montag morgen auf dem Zihlkanal zwischen dem Bieler- und dem Neuenburgersee aus noch ungeklärten Gründen gekentert. Dabei ist ein Arbeiter ums Leben gekommen. Zwei Arbeiter konnten sich ans Ufer retten. Das Schiff war mit Baumaterial für die Landesausstellung Expo 01 beladen. Laut Angaben der Berner Kantonspolizei bleibt der Kanal beidseitig für unbestimmte Zeit gesperrt. Um ausgelaufenes Dieselöl zu binden, wurde auf der Höhe von Le Landeron eine Ölsperre errichtet.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

"Kronprins Harald" nach Reparatur wieder auf See
Tuesday, 20. July 1999 - 06:33:33
Emden/Hamburg - Die norwegische Fähre "Kronprins Harald" hat am Montag nach erfolgreicher Reparatur in Emden wieder Kurs auf den Nord- Ostsee-Kanal genommen. Das Schiff war am Donnerstag vergangener Woche im Oslofjord auf Grund gelaufen und hatte bei dem Unfall Schäden am Rumpf und einer der Schrauben davongetragen.

Die Fähre war aus eigener Kraft zur Emder Werft der Thyssen Nordseewerke geschwommen. Nach Angaben eines Mitarbeiters des Wasser- und Schiffahrtsamtes in Brunsbüttel wird die "Kronprins Harald" bereits am Dienstag in Richtung Oslo aufbrechen. Für die Passage sind nach Aussage der Reederei bereits 1 230 Passagiere gebucht.

Am Donnerstag soll in der norwegischen Stadt Moss bei einer Seeamtsverhandlung die Ursache für die Grundberührung der "Kronprins Harald" ermittelt werden. Der Kapitän hatte ein Ausweichmanöver vor einem überholenden Containerschiff als Grund angegeben.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Die norwegische Reederei hatte nach dem Unfall der Fähre ihren gesamten Fährdienst zwischen Kiel und Oslo zum Wochenende eingestellt, nachdem bereits in der Woche zuvor das Schwesterschiff, die "Prinsesse Ragnhild", vor Göteborg in Brand geraten war. Die über 1 100 Passagiere waren evakuiert worden. Eine Norwegerin starb später an einer Herzattacke, drei Menschen erlitten Rauchvergiftungen. Tausende Urlauber mußten nach dem Ausfall beider Fähren oft eine mehrere hundert Kilometer lange Anfahrt über Dänemark und Schweden in Kauf nehmen. Die "Prinsesse Ragnhild" liegt seit Montag zur Reparatur auf einer Hamburger Werft.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Verunglückte Oslo-Fähre muß 39 Tage in Hamburg bleiben
Monday, 19. July 1999 - 17:52:48
Hamburg (AP) Die verunglückte Oslo-Fähre «Prinsesse Ragnhild» ist mit ausgebranntem Motorraum in Hamburg angekommen und soll binnen 39 Tagen auf der Werft Blohm und Voss repariert werden. Wie der Betrieb am Montag mitteilte, geht es vor allem um Arbeiten an den beiden Hauptmaschinen, um Kabelarbeiten und die Instandsetzung von Kabinen.

Die Fähre war am 8. Juli auf dem Weg von Kiel nach Oslo in Brand geraten. Das eine Woche später auf Grund gelaufene Schwesterschiff «Kronprins Harald» soll nach der Reparatur in Emden am Dienstag wieder den Linienbetrieb Kiel-Oslo aufnehmen.

Nach dem Unfall beider Schiffe ist der Fährverkehr zwischen Kiel und Oslo erstmals seit 1961 unterbrochen. Am Wochenende standen viele tausend Reisende zwischen Deutschland und Norwegen vor Problemen. Sie konnten entweder mit Auto oder mit der Bahn nach Dänemark fahren und dort an Bord von Fähren nach Norwegen übersetzen. Oder sie versuchten es über Travemünde, Fehmarn oder Rügen und schifften sich von dort nach Skandinavien ein, hatten aber dann bis Norwegen noch einige hundert Kilometer Straße vor sich. Viele dieser Routen waren aber auch ausgebucht. Freie Kapazität gab es vor allem auf der Vogelfluglinie Puttgarden-Rodby.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Klimaanlage fiel aus. 1100 Passagiere "geröstet".
Monday, 19. July 1999 - 17:51:57
Wäre das in Finnland passiert, könnte man es ja noch unter landestypische Eigenart abhaken, daß man unversehens in eine Sauna gerät, aber in Italien? Die Fähre "Scorpio", die zwischen Sardinien und Genua verkehrt, lieferte ihre 1100 Passagiere schweißgebadet und nach Atem ringend im Hafen von Genua ab. In dem High-tech-Schiff war die Klimaanlage ausgefallen. Wegen der speziellen Bauart der "Scorpio" kann man aber weder die Fenster öffnen noch an Deck gehen. Und so verwandelten sich die Kabinen in Dampfbäder, die Passagiere wurden sechs Stunden lang regelrecht "geröstet".
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Segler gerät in die Schiffsschraube
Monday, 19. July 1999 - 06:32:16
Ein schwerer Unfall hat die Travemünder Woche überschattet. Am Eröffnungsabend stießen eine Motoryacht und eine 420er-Jolle zusammen. Ein 18 Jahre alter Segler aus Braunschweig ging über Bord, geriet mit seinen Beinen in die Schiffsschraube der Yacht und erlitt schwere Verletzungen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

"Kronprins Harald" wieder in Kiel erwartet
Monday, 19. July 1999 - 06:28:56
Kiel - Die bei einer Grundberührung am Donnerstag im Oslo-Fjord beschädigte Fähre "Kronprins Harald" soll schon heute nach Kiel zurückkehren. Am Wochenende wurde das Schiff in Emden repariert. "Wenn nicht irgendetwas festgestellt wird, das bislang noch nicht entdeckt wurde, ist die +Kronprins Harald' Dienstag wieder einsatzbereit", sagte ein Sprecher der norwegischen Reederei Color Line in Kiel. Die Fähre werde dann um 14 Uhr nach Oslo abfahren.
    Bei der Grundberührung war der Steuerbordpropeller leicht beschädigt worden. Wann die "Prinsesse Ragnhild" ihren Liniendienst Oslo-Kiel wieder aufnehmen kann, ist noch unklar. Das Schiff sollte heute morgen bei Blohm + Voss in Hamburg eingedockt werden.
   Bei der Color Line in Kiel standen am Wochenende die Telefone nicht still. Etwa 65 000 Fahrgäste hoffen auf eine Passage gen Norden. Von dem Ausfall der Verbindung mitten in der Hochsaison sind Menschen in halb Europa betroffen. Die meisten Absagen betrafen Deutsche, aber auch viele Norweger standen ratlos an den Kais in Oslo und Kiel. Bis zu 4000 Anrufe mit Anfragen nach Alternativen laufen täglich auf.
    Eine schnelle und bequeme Ausweichmöglichkeit gibt es allerdings kaum. Die Color Line empfiehlt, von der Spitze Dänemarks nach Norwegen überzusetzen. Die Routen von Kiel oder Lübeck-Travemünde nach Schweden seien nahezu ausgebucht.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Wieder Fährunglück zwischen Oslo und Kiel
Monday, 19. July 1999 - 06:30:38
Oslo - Eine Woche nach dem Fährunglück im Kattegat ist ein Schiff derselben Reederei mit 1.400 Menschen an Bord auf dem Weg von Oslo nach Kiel auf Grund gelaufen.
Nach Angaben von heute wurde bei dem Vorfall vom Donnerstag niemand verletzt. Die Fähre "Kronprins Harald", Schwesterschiff der am 8. Juli auf dem Weg von Kiel nach Oslo in Brand geratenen Fähre "Prinsesse Ranghild", konnte kurz nach der Abfahrt wieder im Hafen der norwegischen Stadt Moss anlegen, wo alle 1.272 Passagiere von Bord gebracht wurden.

Die Fähre der norwegischen Reederei Color-Line sollte im Lauf des Freitags in ein Dock nach Emden gebracht werden. Bei dem Unglück vor einer Woche war im Maschinenraum der "Prinsesse Ranghild" in der Nacht ein Feuer ausgebrochen. Die 1.167 Passagiere wurden noch auf See evakuiert. Eine ältere Frau starb später an Herzversagen, drei Menschen wurden leicht verletzt. Die Unfallursache ist bislang nicht geklärt. Nach einem Bericht der "Kieler Nachrichten" vom Freitag konzentrieren sich die Ermittler derzeit auf mögliche Mängel der Feuerlöschsysteme.

Ein 31jähriger Deutscher, der beide Unglücke erlebt hat, wurde am Freitag von der norwegischen Zeitung "Verdens Gang" mit den Worten zitiert, er habe nun endgültig genug von "diesen Schiffen". Den Heimweg wollte der Mann mit dem Flugzeug antreten. Nach dem Unfall beider Schiffe ist der Fährverkehr zwischen Kiel und Oslo erstmals seit 1961 unterbrochen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Nach sechs Tgen gerettet
Monday, 19. July 1999 - 06:27:19
Nach sechs Tagen mit dem Schlauchboot auf hoher See sind drei schiffbrüchige Segler aus dem Atlantik gerettet worden. Das Team - eine Schweizerin und zwei Franzosen - wurde vor der kanadischen Küste von einem kubanischen Fischerboot an Bord genommen, wie die Küstenwache am Sonntag (Ortszeit) in Halifax mitteilte. Ihr eigenes Schiff, eine 15 Meter lange Yacht namens "Evasion", war in 550 Kilometern Entfernung von Land gesunken. Die Frau und die beiden Männer hatten gerade noch Zeit, sich mit 20 Litern Wasser und einigen Lebensmitteln ins Schlauchboot zu retten. Der Sprecher der Küstenwache sagte: "Alle drei sind gesund und wohlauf. Aber sie haben sehr viel Glück gehabt."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Sicherheitsprobleme bei Rettungsmitteln auf Passagierschiffen
Thursday, 15. July 1999 - 19:47:40
Hamburg - Bei Rettungswesten und Rettungsinseln an Bord von Passagierschiffen gibt es nach einem Bericht des ARD-Fernsehmagazins «Panorama» große Sicherheitslücken. Eine verbreitete Rettungsweste könne Schiffbrüchigen beim Sprung von Bord über den Kopf rutschen, berichtete das Magazin am Donnerstag unter Berufung auf Versuche des Hamburger Zentrums für Schiffahrtsmedizin. Die Weste sei aber auf vielen deutschen Schiffen in Gebrauch. Auch Rettungsinseln sind nach den Untersuchungen gefährlich: Wenn sie sich kopfüber aufgeblasen haben, kommen Schiffbrüchige nur schwer hinein. Einmal an Bord drohe aber weiter Gefahr: Passagiere könnten ersticken, denn die Gummiinseln seien verschlossen so dicht, daß es keinen Luftaustausch gebe, berichtete «Panorama».
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Tödlicher Leichtsinn beim Segeln
Thursday, 15. July 1999 - 19:45:08
Rostock - Mit 26 Todesopfern - fünf mehr als im ganzen Vorjahr - hat die Zwischenbilanz der diesjährigen Bade- und Sportbootsaison im Tourismusland Mecklenburg-Vorpommern schon zu Ferienbeginn schockierende Ausmaße angenommen. Es sei allerdings auch nicht nachvollziehbar, was sich einige an lebensgefährlichen Eskapaden erlaubten, berichtete Tredup. Da bretterte ein schnelles Sportboot mit drei alkoholisierten Insassen gegen die Kaimauer im Jachthafen von Ueckermünde. Für einen von ihnen kam jede Hilfe zu spät. Im Hafen von Lauterbach auf Rügen gingen zwei sturzbetrunkene Männer über Bord eines Großseglers. Einer ertrank, obwohl eine Tauchergruppe sofort mit der Rettung begann. Ein ähnliches Schicksal ereilte einen ebenfalls nicht ganz nüchternen Angler vor der Insel Riems, der aus seinem Kahn ins Wasser kippte.

Aber nicht nur das Meer ist gefährlich, auch die Binnenseen haben es in sich. Das spürten unter anderem drei unerfahrene Skipper, die sich bei stürmischen Wetter mit einem kleinen wackligen Plastikboot auf den Tollensesee bei Neubrandenburg wagten und kenterten. Nur zwei erreichten schwimmend das rettende Ufer, während der dritte erst nach tagelangem Suchen ertrunken gefunden wurde.

Bei soviel Unverstand und Ignoranz seien auch die mehr als 400 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) und der DRK-Wasserwacht bei ihren täglichen Einsätzen oft machtlos, stimmt DLRG-Landespräsident Harald Schütt der Wasserschutzpolizei zu. «Personal und Ausstattung der Wasserrettungsdienste sind bei uns auf modernstem Stand, aber wenn Vorschriften, Hinweise und Warnungen von Badegästen und Sportbootbesatzungen in den Wind geschlagen werden, kommt es zwangsläufig zu Gefahrensituationen in, an und auf dem Wasser, die nicht in jedem Falle in den Griff zu bekommen sind», bedauert Schütt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Vermutlich mehr als 100 Menschen nach Fährunglück ertrunken
Thursday, 15. July 1999 - 19:43:39
Patna/Indien - Bei einem Fährunglück in Indien sind nach Behördenangaben vermutlich mehr als 100 Menschen ertrunken. Die Passagierfähre war am Donnerstag in der Mitte des vom Regenwasser angeschwollenen Ganges nahe der Stadt Patna im Osten des Landes gekentert. An Bord waren mindestens 125 Menschen. Die meisten der Vermißten sind laut Rettungskräften Frauen und Kinder. Einigen Passagieren gelang es, an Land zu schwimmen. Darüber hinaus wurden zwei Leichen geborgen. In Indien und im benachbarten Bangladesch hat der Monsun-Regen für Überschwemmungen gesorgt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Heißes Dieselöl verursacht Feuer
Experten finden Ursache des Brandes auf "Prinsesse Ragnhild"
Thursday, 15. July 1999 - 06:37:12
Göteborg. Der Brand auf der Ostseefähre "Prinsesse Ragnhild" mit 1167 Reisenden an Bord ist vermutlich durch eine defekte Brennstoffleitung im Maschinenraum ausgelöst worden. Das sagte ein Sprecher der schwedischen Schiffahrtsaufsicht gestern in Göteborg am ersten Tag der Seeamtsuntersuchung. Er erklärte, daß in der Unglücksnacht vor einer Woche 90 Grad heißes Dieselöl aus der Leitung ausgetreten sei und den Brand entfacht habe.
Der Kapitän des Schiffes, Odd Halvorsen, sagte bei der Verhandlung, ein Versagen der Feuerlöschanlage auf der Fähre habe den Ausschlag zur Entscheidung für die komplette Räumung der zwischen Kiel und Oslo verkehrenden Fähre gegeben. Er erklärte, daß die mit Kohlendioxyd arbeitende Anlage erst eineinhalb Stunden nach Ausbruch des Brandes voll funktionsfähig gewesen sei.
Halvorsen und seine Besatzung hatten für ihren Einsatz bei der fünfstündigen Evakuierung einhelliges Lob von Reisenden und Experten erhalten. Der Kapitän erklärte, daß er den Befehl zur Evakuierung auch gegeben hätte, wenn das Schiff nicht bei ruhiger See, sondern während eines Wintersturms von denselben Problemen betroffen gewesen wäre. Im Anschluß an die Räumung war eine 70 Jahre alte Norwegerin in einer Klinik nach einer Herzattacke gestorben. Drei Passagiere hatten Rauchvergiftungen erlitten.
Die Reederei Color Line veröffentlichte gestern in einer Göteborger Tageszeitung einen Dank an alle Beteiligten der Rettungsaktion. In der Anzeige hieß es: "Wir sind bewegt von dem Einsatz, den jeder einzelne geleistet hat."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Frachter "Djakarta" brennt immer noch
Wednesday, 14. July 1999 - 06:25:39

Der Containerfrachter "CMA Djakarta" steht noch immer in Flammen. "Die brennenden Container auf dem Schiff werden gekühlt", sagte der Hamburger Reeder Jakob Winter.

Die mit Chemikalien beladene "Djakarta" (23.000 BRT) war auf dem Weg vom Suezkanal nach Malta, als das Feuer etwa 150 Seemeilen westlich von Zypern ausbrach. Wie lange das Schiff noch im Mittelmeer dümpelt, ist weiterhin unklar. "Das kann eine ganze Woche dauern", sagte Winter, dessen Reederei Gebrüder Winter aus insgesamt elf Schiffen besteht.

Den Kontakt zum Unglücksort hält die Reederei über die Fahrzeuge, die vor Ort sind: der Schlepper "Matsas Star" der griechischen Firma Loucas Matsas und jetzt auch noch der ägyptische Schleppversorger "Maridive VI", der mit Material und einer Bergungsmannschaft aus Rotterdam von Kreta aus in Marsch gesetzt wurde.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Reise im Schilfboot abgebrochen
Nach 220 Seemeilen gab die Besatzung der "Abora" auf
Wednesday, 14. July 1999 - 06:24:06
Die historische Segeltour des Schilfboots "Abora" ist beendet. Ein Gruppe von Hobbyarchäologen aus Borna wollte mit dem selbstgebauten Schiff von Sardinien bis zu den Kanarischen Inseln reisen (siehe "Berliner Zeitung", 19.5.1999). Sie brach ihre Fahrt Ende Juni allerdings vorzeitig ab und ging im italienischen Piombino an Land. "Unsere Forschungsziele haben wir erreicht. Wir sind auf authentischen Routen 220 Seemeilen gesegelt und haben bewiesen, daß vorgeschichtliche Völker gegen den Wind kreuzen konnten", sagte Dominique Görlitz, Leiter der Expedition.

Am 22. Mai hatte die Gruppe ihr Segelexperiment vor Sardinien gestartet. Mehr als 50 Tage war die neunköpfige Besatzung auf See. "Organisatorische Schwierigkeiten und drehende Winde zwangen uns dann jedoch dazu aufzugeben, sagt Görlitz. "Wir haben erkannt, daß der Törn in der geplanten Zeit nicht zu schaffen war."

Seit 1996 beschäftigte sich die Arbeitsgemeinschaft "Experimentelle Archäologie" des Gymnasiums am großen Teich in Borna mit dem Projekt. Vorbild waren die Fahrten des Norwegers Thor Heyerdahl. Er segelte 1970 mit dem Papyrusboot "Ra" über den Atlantik und 1978 mit dem Schilfboot "Tigris" vom Irak bis zum Roten Meer. Die "Abora" wird nun auseinandergebaut und zum Trocknen aufgestellt. Anschließend soll sie in ein Schiffahrtsmuseum gebracht werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Ein Toter bei Untergang eines Urlauberbootes in Griechenland
Wednesday, 14. July 1999 - 06:22:26
Athen - Beim Untergang eines Touristenbootes vor der ionischen Insel Zakynthos ist am Dienstag mindestens eine Person ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen, darunter ein Kind, wurden schwer verletzt. An Bord des Ausflugsbootes «Iason» befanden sich zur Zeit des Unglücks zwischen 20 und 25 Personen, wie das griechische Fremdenverkehrsministerium mitteilte. Über die Identität der Opfer und die Unglücksursache war zunächst nichts bekannt. Zakynthos liegt vor der Nordwestküste der Peloponnes im Ionischen Meer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Kreuzliner fehlte Schiffsschraube
Tuesday, 13. July 1999 - 06:40:36
Das Hapag-Lloyd-Kreuzfahrtschiff Hanseatic ist monatelang mit nur einer Schiffsschraube und damit nur bedingt manövrierfähig unterweg gewesen. Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der beschädigte Propeller im Februar in einer argentinischen Werft abgebaut worden. Ersatz war so schnell nicht zu beschaffen. Der neue Propellerwird jetzt bei der Bredo-Werft eingebaut. Das kleinste der Hapag-Lloyd-Schiffe kam mehrfach in die Schlagzeilen. Es lief zwei Mal während einer Kreuzfahrt auf Grund.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Besatzung von brennendem deutschen Frachtschiff gerettet
Monday, 12. July 1999 - 20:02:55
Haifa - Ein italienisches Kriegsschiff hat vor der Küste Israels die 21 Mann Besatzung eines in Brand geratenen deutschen Frachtschiffs gerettet. Wie ein Behördensprecher am Montag mitteilte, war der italienische Kreuzer «Vittorio Veneta» auf dem Weg in den Hafen von Haifa, als es am Sonntag einen Notruf des Frachters «Jakarta Star» auffing. Die Besatzung wurde in einem Hotel untergebracht. Das Schiff sollte nach Griechenland geschleppt werden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Elbe: Steuermann mit 2,21 Promille am Ruder
Monday, 12. July 1999 - 06:16:19

HAMBURG. Das hätte auch ins Auge gehen können: Mit satten 2,21 Promille hat ein Steuermann am Samstag abend auf der Elbe versucht, einen Binnen-Tanker zu fahren. Der Wasserschutzpolizei fiel er auf, als mit viel zu hoher Geschwindigkeit in den Lauenburger Hafen einfuhr, so daß die Leinen der Schiffe am Lösch- und Liegeplatz zu brechen drohten. Der Mann hatte auch kein Patent. Er selbst gab an, nach einer Reparatur „nur mal eine Probefahrt" gemacht zu haben. Das Tankschiff hatte zuletzt Benzin geladen. Die leeren Tanks waren noch nicht entgast, so daß bei einem Unfall Brandgefahr bestanden hätte.
Von: Joachim Preuß, sailpress.de - Sicherheit für Hochseesegler

Kubanisches Flüchtlingsboot kollidiert mit US-Schiff
Frau ertrunken / Exilkubaner demonstrieren für Dissidenten
Sunday, 11. July 1999 - 10:14:29
Miami - Ein Boot mit zwölf kubanischen Flüchtlingen ist vor dem amerikanischen Bundesstaat Florida mit einem Schiff der US- Küstenwache zusammengestoßen und gesunken. Dabei ist eine Frau ertrunken. Nach einer Suchaktion mit Hubschraubern, Booten und Kuttern wurde das Opfer am Samstag gefunden. Elf Flüchtlinge konnten geborgen werden, teilte die Küstenwache in Miami mit.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Fähren im ADAC-Test: Vergammelte Ausrüstung, offene Ladedecks, überforderte Mannschaften
Europas Horror-Kähne
Saturday, 10. July 1999 - 07:19:07
München - Wie sicher sind die europäischen Fähren? Der Brand auf der "Prinsesse Ragnhild", von der am Mittwoch mehr als 1100 Passagiere evakuiert werden mußten, alarmiert jetzt die Urlauber.

Anfang des Jahres machten sich die Tester des ADAC auf die Suche nach schwarzen Schafen. Das Ergebnis ihres Checks: Ja, es gibt sie immer noch auf den europäischen Meeren - Seelenverkäufer, auf denen die Überfahrt ein Überlebensglücksspiel ist.

23 RoRo-Passagierfähren (Roll on/Roll off) wurden überprüft. Erfreulich: Immerhin zwölf Kandidaten erhielten die Wertung "gut". Auffällig ist, daß die Nord- und Ostseefähren wesentlich besser abschneiden als die im Mittelmeer.

Die Tester des ADAC kommen immer unangemeldet an Bord und prüfen - verdeckt - anhand der Vorschriften der internationalen Seerechtskonventionen.

Als wahrer Horrorkahn entpuppte sich die Mittelmeerfähre "Ibiza", die Ibiza und Formentera miteinander verbindet. Die Brücke ist ein One-Man Betrieb, der Kapitän auf sich allein gestellt. Wartungen, Reparaturen, Sicherheitsübungen? Fehlanzeige. Dafür hat die Mannschaft einfach keine Zeit. Wenn es voll ist an Bord, trägt ein halbes Dutzend Männer die Verantwortung für 250 Passagiere.

Gestreßt auch der Kapitän der "Bastia" (fährt zwischen Korsika und Sardinien). Er ist der einzige Offizier an Bord. Wenn ihm etwas passiert, "geht das Schiff einfach unter", sagt er lapidar. Viele Mißstände wie vergammelte oder verrostete Brandschutzeinrichtungen wären mit wenig Geld und etwas Sorgfalt zu beheben.

ADAC-Sieger wurde die Fähre "Delphin"der Hamburger TT-Line, die auf der Strecke Rostock/Trelleborg fährt: "Schiff sicher, Mannschaft kompetent, keine Kritik."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Polizei sucht weiter nach Ursache für Brand auf Ostseefähre
Krimineller Hintergrund ausgeschlossen
Saturday, 10. July 1999 - 07:19:24
Stockholm - Ein Verbrechen als Ursache für den Brand auf der Ostseefähre «Prinsesse Ragnhild» hat die ermittelnde schwedische Polizei am Freitag ausgeschlossen. Zum jetzigen Zeitpunkt gebe es keinen Grund, so etwas anzunehmen, sagte Polizeisprecher Ulf Hansson der Nachrichtenagentur TT. Techniker bemühten sich weiter, der Brandursache auf den Grund zu kommen. Am Freitag wurde die Besatzung vernommen. «Wir wollen wissen, was sie zum Zeitpunkt des Brandes getan haben und ob sie etwas außergewöhnliches bemerkt haben», sagte Hansson.

Die norwegische Fähre «Prinsesse Ragnhild» befand sich am Donnerstag früh auf dem Weg von Kiel nach Oslo, als gegen 02.00 Uhr im Maschinenraum Feuer ausbrach. Um 06.00 Uhr war der Brand gelöscht. Wegen des Feuers mußte die Ostseefähre aber mitten in der Nacht evakuiert werden. Alle 1.339 Menschen an Bord konnten in Sicherheit gebracht werden, eine ältere Frau starb jedoch später im Krankenhaus an Herzversagen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Chronik der schwersten Schiffsunfälle seit 1990
Thursday, 8. July 1999 - 19:21:31
Frankfurt/Main - Mehr als 1.160 Passagiere sind in der Nacht zum Donnerstag von einer in Brand geratenen Ostseefähre vor der Westküste Schwedens evakuiert worden. Im folgenden eine Chronik der schwersten Schiffsunfälle in Europa seit 1990:

7. April 1990 - 158 von 493 Menschen an Bord der Fähre «Scandinavian Star» kommen auf der Route Oslo - Kopenhagen ums Leben, nachdem ein Feuer an Bord ausgebrochen war.

9. April 1990 - Bei einem Brand im vorderen Kabinendeck der britischen Fähre «Norrano» kommt ein Mensch ums Leben. 25 weitere werden schwer verletzt. Die «Norrano» war mit 297 Menschen an Bord auf dem Weg vom walisischen Hafen Milford nach Rosslare in Irland.

10. April 1990 - Im Maschinenraum der französischen Kanalfähre «Reine Mathilde» bricht ein Feuer aus. Zwei Personen kommen ums Leben. Die Fähre war mit rund 600 Passagieren auf dem Weg von der französischen Stadt Caen nach Porthsmouth.

29. April 1990 - Beim Untergang der Autofähre «Trapani Express» vor der Westküste Siziliens kommen sechs Menschen ums Leben. 39 Passagiere wurden gerettet. Die Fähre war mit 52 Fahrgästen auf dem Weg von Livorno nach Sizilien.

5. August 1990 - Im Maschinenraum der mit etwa 1.300 Passagieren besetzten schwedischen Fähre «Viking Mariella» bricht auf der Route Stockholm-Helsinki ein Feuer aus. Verletzt wird niemand.

21. August 1990 - Fast 200 Passagiere können sich aus einer brennenden griechischen Autofähre retten.

14. März 1991 - Bei dichtem Nebel stößt die dänische Auto- und Eisenbahnfähre «Dronning Margreta» mit dem finnischen Frachter «Bore Britannica» zusammen und schlägt leck. Eine Frau kommt ums Leben, etwa 30 Passagiere werden gerettet.

24. März 1991 - Glimpflich verläuft ein Brand auf dem Touristenschiff «Eurosun» einer finnischen Reederei, das mit 309 Personen an Bord vor den Kanarischen Inseln kreuzt.

10. April 1991 - Bei der Kollision der Fähre «Moby Prince» mit dem Tanker «AGIP Abruzzo» in dichtem Nebel vor Livorno geraten beide Schiffe in Brand. 72 Passagiere und 67 Besatzungsmitglieder der Fähre kommen ums Leben, alle 28 Seeleute des Tankers werden gerettet.

11. April 1991 - Durch die schnelle Hilfe eines Seenotkreuzers werden 170 Touristen aus Seenot gerettet. Das 423 Tonnen große Seeb CLR DTE 0 * 77773810000052 COM Schiff nachts nahe dem Lysöysund in der Provinz Sör Trondelag an der Küste strandet.

14. Januar 1993 - Am frühen Morgen kentert die polnische Fähre «Jan Heweliusz» wenige Seemeilen vor Rügen in schwerem Orkan. Vermutlich über 50 der insgesamt 66 Menschen an Bord kommen ums Leben.

17. Januar 1993 - Bei einer stürmischen Überfahrt der britischen Fähre «Hibernia» in der irischen See werden 20 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder verletzt.

19. Februar 1993 - Aus Seenot können alle 269 Passagiere gerettet werden, die sich auf der schwedischen Tragflügelboot-Fähre «Cinderella II» auf der Überfahrt von Kopenhagen nach Malmö befunden hatten. In die Fähre war Wasser eingedrungen, nachdem ein schwerer Brecher die Frontscheiben durchschlagen hatte.

1. Januar 1994 - Die zwischen Marseille und korsischen Hafen Port Vecchioka verkehrende 4.788 Tonnen große Fracht- und Passagierfähre «Monte Stello» läuft am Neujahrsmorgen vor der italienischen Insel La Maddalena auf einen Felsen. Alle 61 Passagiere und 22 Besatzungsmitglieder können trotz heftigen Sturms geborgen werden.

24. Februar 1994 - Eine irische Fähre sinkt auf halben Weg zwischen der Hafenstadt Casteltownbere und der Insel Bere. Vier Tote.

4. März 1994 - Vor der finnischen Küste läuft die Fähre «Sally Albatross» mit 1.250 Menschen an Bord auf einen Felsen. Das Schiff auf der Fahrt von Helsinki nach Tallin in Estland schlägt leck, der Maschinenraum wird teilweise überflutet. Die 1.100 Fahrgäste und 150 Besatzungsmitglieder werden von zwei Eisbrechern und einem Fährschiff evakuiert, verletzt wird niemand.

28. September 1994 - Die estnische Personen- und Fahrzeugfähre «Estonia» mit 989 Menschen an Bord sinkt bei Sturm und schwerer See im Seegebiet südlich der Stadt Turku. 852 Tote.

8. Mai 1995 - Bei einer Fahrüberfahrt vor Norwegen rollt ein Bus über die Reling und stürzt ins 30 Meter tiefe Meer. Sechs Tote.

27. Mai 1995 - Kurz nach dem Verlassen des Hafens von Helsinki läuft das estnische Tragflächenboot «Laura» in dichtem Nebel auf Grund. Alle 208 Personen an Bord werden unverletzt in Sicherheit gebracht.

18. Juni 1995 - Bei einem Brand im Maschinenraum der Autofähre «Euromagique» vor dem niederländischen Hafen Vlissingen bleiben alle 136 Passagiere und Besatzungsmitglieder unverletzt.

17. Februar 1996 - Die deutsche Ostseefähre «Rostock-Link» wird bei stürmischer See gegen einen Felsen gedrückt. Die Fähre läuft auf Grund. Niemand wird verletzt.

26. August 1996 - Auf der Personenfähre «Trident 7» bricht Feuer aus, als sich das Schiff rund 800 Meter östlich von St. Peter Port auf der Insel Guernsey befindet. Bis auf eine 88jährige französische Passagierin bleiben alle weiteren Fahrgäste unverletzt.

15. November 1996 - Die norwegische Fähre «Sandefjord» mit 55 Passagieren an Bord läuft vor der Westküste Schwedens auf Grund. Niemand wird verletzt.

5. März 1997 - In den Schären vor Stockholm läuft eine Fähre mit 135 Personen and Bord auf Grund. Die Passagiere der «Seewind» werden von einer anderen Fähre aufgenommen. Niemand wird verletzt.

3. November 1998 - Auf einer estnischen Ostseefähre bricht im Maschinenraum ein Feuer aus. Sie treibt führerlos in der schweren See und wird von zwei schwedischen Schiffen ans Festland geschleppt. Von den Passagieren und der Mannschaft wird niemand verletzt.

8. Juli 1999 - Im Maschinenraum der Fähre «Prinsesse Ragnhild» bricht auf dem Weg von Kiel nach Oslo Feuer aus. Keiner der insgesamt 1.339 Menschen an Bord wird ernsthaft verletzt.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Katastrophe vor Morgengrauen nur knapp entgangen
Feuer auf Ostseefähre - 1.167 Passagiere vor Westküste Schwedens evakuiert - 400 Deutsche an Bord - Frau stirbt an Herzversagen
Thursday, 8. July 1999 - 19:20:44
Göteborg - Einer Katastrophe vor Morgengrauen sind 1.339 Menschen auf einer Ostseefähre nur knapp entgangen: In der Nacht zum Donnerstag brach gegen 02.00 Uhr im Maschinenraum der norwegischen Fähre «Prinsesse Ragnhild» auf dem Weg von Kiel nach Oslo ein Feuer aus. Gut 17 Kilometer vor der Westküste Schwedens setzte der Kapitän sofort einen Notruf ab und entschied, alle 1.167 Passagiere evakuieren zu lassen, was mit Hilfe herbeigeeilter Schiffe und Hubschrauber gelang. Ernsthaft verletzt wurde niemand. Eine 73jährige Norwegerin starb jedoch später im Krankenhaus an einem Herzversagen, wie der norwegische Rundfunk meldete.

Gegen 06.00 Uhr war das Feuer gelöscht, die meisten Fahrgäste -darunter 400 Deutsche - waren in Göteborg in Sicherheit. Nach Berichten mehrerer Passagiere brach an Bord keine Panik aus. Die Norwegerin Anne-Lisa Gaustad gab zu Protokoll, daß Familien mit Kindern zuerst in die Rettungsboote geschickt worden seien. Die Passagiere hätten feuchte Handtücher bekommen, um besser atmen zu können. «Es war ziemlich beängstigend», erinnerte sich der kleine Marius Johansen. Doch nur eine halbe Stunde später sei alles vorbei gewesen.

Konrad Havig von der Norwegischen Schiffahrtsdirektion lobte das Vorgehen der Besatzung: Die Evakuierung sei «ein Lehrbuch-Beispiel» dafür, wie in solchen Situationen reagiert werden sollte. Die meisten der 172 Besatzungsmitglieder blieben auf dem Schiff. Schon eine halbe Stunde nach dem Notruf dockte eine Fähre an die «Prinsesse Ragnhild» an und nahm die ersten 500 Passagiere auf. An der Rettung waren laut schwedischer Nachrichtenagentur TT insgesamt 20 Schiffe und neun Hubschrauber aus Schweden, Norwegen und Dänemark beteiligt.

Ein glücklicher Umstand war, daß der Seeweg nördlich von Dänemark eine vielbefahrene Strecke ist, so daß andere Schiffe schnell zur Stelle waren. Zudem war die See des Kattegat ruhig und die Nacht klar. Die ersten Evakuierten trafen schon am frühen Morgen zum Teil unter Schock in Göteborg ein. Nach Angaben von Krankenhäusern wurden drei Passagiere wegen leichter Rauchvergiftungen und zwei weitere wegen einer ausgekugelten Schulter und Herzproblemen behandelt. Wie die Reederei Color Line in Oslo mitteilte, befanden sich unter den Passagieren gut 400 Deutsche und 500 Norweger.

Erinnerung an verheerende Fährunglücke in der Ostsee

Einige Fahrgäste sollten noch am Donnerstag mit Bussen von Göteborg aus in das 280 Kilometer entfernte Oslo gebracht werden. Zudem wurden in der zweitgrößten schwedischen Stadt Hunderte Hotelzimmer reserviert. Die «Prinsesse Ragnhild» wurde in den Hafen von Göteborg geschleppt und traf dort am Mittag ein.

Nach Angaben von Color-Line-Sprecher Dieter Kindermann konnten die Passagiere wieder an Bord, um Gepäck und Autos abzuholen. Laut Augenzeugen ist der Maschinenraum des Schiffes stark verkohlt. Kindermann sagte im Norddeutschen Rundfunk, das Schiff falle mindestens fünf Tage aus. Die Reederei versuche, in dieser Zeit gebuchte Passagiere auf andere Strecken umzuleiten.

Das glimpflich abgelaufene Unglück weckte Erinnerungen an weit verheerendere Unfälle im Fährverkehr auf der Ostsee, die über das Kattegat mit der Nordsee verbunden ist. Im September 1994 kamen 852 Menschen ums Leben, als die Fähre «Estonia» auf dem Weg von der estnischen Hauptstadt Tallinn nach Stockholm bei rauher See sank. Nur 137 Menschen überlebten das Unglück. Am 7. April 1990 starben bei einem Brand auf der «Scandinavian Star» vor der Westküste Schwedens 159 Menschen, nachdem an Bord der Fähre in der Nacht ein Feuer ausgebrochen war.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Seeleute fürchten den Ruf «Feuer an Bord»
Sicherheitsstandards sind in den letzten Jahren besser geworden - Kaum noch große Schiffsbrände
Thursday, 8. July 1999 - 19:19:28
Hamburg - «Feuer an Bord» ist eines der schlimmsten Unglücke, die ein Schiff auf See treffen können: Obwohl aus Stahl gebaut, stecken Schiffe voller brennbarer Stoffe: Öl, Schmierstoffe, Plastikverkleidungen und entzündliche Ladung. Und während man an Land aus dem brennenden Haus herauslaufen und die Feuerwehr rufen kann, sind die Seeleute oft Tausende Kilometer vom nächsten Ufer auf sich gestellt, wenn die Flammen lodern.

Um Besatzung und Passagiere zu schützen, gibt es international verbindliche Regeln für die Sicherheit an Bord von Schiffen, die sogenannten Solas-Regel (Safety of life at Sea). Darin wird auch der Brandschutz bis ins Detail vorgeschrieben. Zunächst gibt es den baulichen Brandschutz, der schon im Rohbau des Schiffes berücksichtigt wird. Der Rumpf wird in sogenannte Hauptbrandabschnitte unterteilt. Das sind Segmente, die mit Stahlwänden voneinander getrennt sind, die vom Kiel bis zum obersten Deck und von der Backbord- bis zur Steuerbordseite reichen. Die «Schott» genannten Stahlwände sind isoliert und müssen einem Feuer mindestens 60 Minuten standhalten. Die Schotten sollen das Feuer eindämmen, damit es sich nicht blitzschnell durch das Schiff frißt.

Außerdem gibt es an Bord verschiedene Feuerlöschanlagen, wie der Feuerschutzexperte der See-Berufsgenossenschaft Ulrich Weller erklärt. Im Maschinenraum ist der Stand der Technik eine CO2-Löschanlage. «Sehr effektiv», sagt Weller. Das System funktioniert so: Wenn die Maschine brennt, müssen alle Besatzungsmitglieder den Maschinenraum verlassen, die Türen und andere Öffnungen werden geschlossen und von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten. Dann werden per Hand Ventile an Druckflaschen mit Kohlensäuregas geöffnet, das Gas fließt über Leitungen in den Maschinenraum und erstickt die Flammen. Danach muß man nur lüften, und die Reparatur kann beginnen.

In den Passagierbereichen darf logischerweise nicht so einfach mit Gas gelöscht werden: Hier gibt es auf den großen Schiffen meistens Sprinkleranlagen in den Kabinen, außerdem wird nur unbrennbares oder schwer entflammbares Material verbaut. In den Gängen gibt es Wasseranschlüsse für Schläuche, Feuermelder und Feuerlöscher. Auf den Autodecks haben Fähren Wasserberieselungsanlagen, um Motorbrände und ähnliches zu löschen.

Unter der Besatzung gibt es besonders ausgebildete Matrosen, eine Art Bordfeuerwehr. In einem etwa einwöchigen Lehrgang wird ihnen der Umgang mit dem Strahlrohr beigebracht, sie lernen die Arbeit in Preßlufatmern und Hitzeschutzanzügen an Bord und müssen ein echtes Feuer löschen.

«Früher hat es häufiger an Seerettung dank Funkamateur
Thursday, 29. July 1999 - 07:48:57
Esslingen/Messina - Dank eines Esslinger Funkamateurs wurde am Dienstag eine Jacht vor der italienischen Küste aus Seenot gerettet. Der Funker empfing über Kurzwelle den Notruf der Nostalgia. Der Bootsbesitzer teilte mit, da&sz Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Falsch überholt - Flugzeug in "Seenot"
Thursday, 8. July 1999 - 06:35:25
Die beiden Piloten hatten an diesem Tag schon sieben Starts und Landungen hinter sich. Höchste Zeit für eine Pause und um die Maschine wieder aufzutanken. Mit 25 Stundenkilometern tuckerte das viersitzige Wasserflugzeug (Typ: Maule M 5) am Gauerter Hauptdeich (Ochsenwerder) über die Norderelbe (Kilometer 611) in Richtung Oortkatener Hafen. "Wir wollten dort kurz auftanken und anschließend wieder starten. Um etwas schneller voranzukommen, versuchten wir ein vor uns fahrendes Sportboot zu überholen", erzählt Pilot Günter Lau (58). Dieser Entschluß wurde ihm und seinem Co-Piloten Jürgen Schelling (39) allerdings zum Verhängnis, denn das holländische Sportboot "Estrella" fuhr für den Flieger zu schnell. So mußten sich die Piloten mit ihrer Maschine zurückfallen lassen, gerieten dabei aber plötzlich in die Heckwelle des Schiffes. Dabei wurden die Schwimmkufen des Fliegers unter die Wasseroberfläche gedrückt. "Im Zeitlupentempo neigte sich die Maschine immer weiter nach vorne, bis schließlich der Propeller ins Wasser tauchte. Ab diesem Zeitpunkt war nichts mehr zu retten", sagt Jürgen Schelling. In höchster Not kletterten die beiden Männer aus dem Cockpit, sprangen in die kalte Elbe. Die "Maule M 5" kenterte durch, trieb nach wenigen Augenblicken kopfüber im Wasser. Zum Glück hatte die Besatzung der "Estrella" den Unfall bemerkt, zog die Piloten an Bord. Mit einer Leine befestigten sie das Flugzeug am Boot und zogen es langsam zum Ufer. Über Handy riefen Lau und Schelling die Feuerwehr. Dann setzten sie sich erst mal völlig konsterniert ans Ufer. Die Männer konnten einfach nicht fassen, was ihnen da gerade passiert war. "Eigentlich hätte sich die Maschine sofort wieder stabilisieren müssen, es kommt ja immer mal vor, daß man in leichten Wellengang gerät", analysierte der erfahrene Günter Lau die Situation. Er muß es wissen, denn Lau fliegt seit 40 Jahren und hat rund 3000 Flugstunden hinter sich. Co-Pilot Jürgen Schelling bringt es auf 350 Stunden. Der Freiburger wollte diesen Einweisungsflug nutzen, um im bevorstehenden Italien-Urlaub wasserflugtauglich zu sein.
   Inzwischen trieb das 90 000 Mark teure Flugzeug am Ufer des Deiches im seichten Elbwasser. Rund 50 Feuerwehrleute rätselten dann ab 11.15 Uhr, wie sie das gekenterte Flugzeug wiederaufrichten könnten. Zunächst zogen sie mit einem Löschboot auf der einen und Muskelkraft auf der anderen Seite. Doch die Maschine drehte sich einfach nicht. Als dann noch die Seile rissen, mußte ein Kran angefordert werden. Erst vor Ort bemerkten die Männer, daß der Kran für die Ufer-Straße zu schwer ist. Ein kleinerer Kran mußte her. Um 14.45 Uhr konnte schließlich mit der Bergung begonnen werden. Mit viel Fingerspitzengefühl zog Kranführer Michael Horeis (39) den Flieger aus der Elbe. Inzwischen war auch Flugzeugbesitzer Jens Jacobsen (61) an der Unglücksstelle eingetroffen. Der Arzt aus Stade hatte im Radio von dem Unfall gehört: "Ich wußte sofort, daß es sich um meine Maschine handeln mußte. Zum Glück ist den Piloten nichts passiert", sagte er. Doch nach dem ersten Blick auf die triefende Maschine, konnte er sich einen kräftigen Fluch nicht verkneifen. "Es ist so ärgerlich, weil das Flugzeug gerade generalüberholt worden war. Jetzt müssen wir es wieder nach Dänemark in die Werkstatt bringen", sagte Jacobsen.
   Um 15.30 Uhr stand die 35 Jahre alte "Maule M 5" wieder auf ihren Schwimmkufen. Jetzt war auch bei den Piloten wieder Zeit für ein Lächeln. Günter Lau: "Wir werden beide mit Begeisterung weiterhin fliegen. So was passiert einem ja hoffentlich nur einmal."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Zum Bombenräumen in die Adria
Thursday, 8. July 1999 - 06:33:12
Kappeln/Ancona - Fast einen Monat nach dem Ende der Luftangriffe auf Jugoslawien ist in der Adria eine bislang einzigartige Aufräumaktion angelaufen. 14 Minensucher und -jäger aus verschiedenen Nato-Staaten sprengen auf dem Grund liegende Bomben und Raketen, die von Nato-Flugzeugen während der Kampfhandlungen aus Sicherheitsgründen abgeworfen wurden. Immer dann, wenn ein jugoslawisches Ziel bei einem Luftangriff nicht sicher erkannt werden konnte, mußten die Piloten abdrehen und mehrfach Bomben aus Sicherheitsgründen in die Adria werfen. Aufgabe der Minenjäger ist es, die auf dem Grund liegenden Sprengkörper aufzuspüren und zu sprengen. Insgesamt 23 Funde haben die Nato-Minenjäger, die in zwei Verbänden dort suchen, inzwischen gemacht. "15 davon haben die deutschen Minenjäger gemacht", sagte gestern Fregattenkapitän Wolfgang Henze im italienischen Hafen Ancona den Kieler Nachrichten.

Die deutsche Marine ist mit den Minenjägern "Lindau" und "Sulzbach-Rosenberg" im Seegebiet vor der italienischen Küste auf Suche. Die in Wilhelmshaven beheimatete "Lindau", sie ist zugleich das älteste deutsche Minenjagdboot, machte insgesamt elf Bomben durch Sprengladungen unschädlich. Die in Kappeln-Olpenitz beheimatete "Sulzbach-Rosenberg" sprengte vier Bomben. Als besonders schwierig haben sich nach Henzes Worten die Streubomben erwiesen, deren Sprengkörper teilweise auf dem Grund verstreut lägen und deshalb in mehreren Anläufen unschädlich gemacht werden müssen. Für die 46köpfige Crew der "Lindau" ist inzwischen Ablösung unterwegs. Nach Mitteilung der Marine wird das Boot am 17. Juli durch die "Fulda" aus Olpenitz abgelöst.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Bericht über F e u e r an Bord von Fähre in der Ostsee
Thursday, 8. July 1999 - 06:32:08
Frühmeldung (neue Zahlen und Einzelheiten)

Göteborg - An Bord einer Fähre mit rund 1.400 Menschen an Bord, die von Kiel unterwegs nach Oslo war, ist in der Nacht zum Donnerstag nach einem Bericht der schwedischen Nachrichtenagentur TT ein Feuer ausgebrochen. Handelsschiffe und Hubschrauber seien unterwegs zu dem Schiff, das sich in der Nähe der Küste vor Göteborg befindet, hieß es weiter. Der Brand sei im Maschinenraum ausgebrochen. Das Schiff werde evakuiert, hieß es weiter. An Bord der «Princess Ragnhild», die der Color-Reederei gehört, sollen sich rund 1.200 Passagiere und 172 Besatzungsmitglieder befinden.
Meldung zwei:
Brand weiter außer Kontrolle - Gegen 04.00 Uhr, rund zwei Stunden nach Ausbruch des Brandes, sei die Evakuierung der Passagiere an Bord eines anderen Schiffes, das längsseits festgemacht habe, in vollem Gange, hieß es weiter. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor. Das Feuer im Maschinenraum sei immer noch außer Kontrolle, berichtete die Agentur unter Berufung auf Polizei und Küstenwache weiter. Inzwischen seien schwedische Feuerwehrleute an Bord der Fähre. Der Brand sei allerdings so stark, daß das Schiff möglicherweise aufgegeben werden müsse.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Kollision auf dem Rhein: Motorschiff aufgeschlitzt
Monday, 5. July 1999 - 06:36:52
Nach der Kollision soff einer der Kähne ab. Die Ursache des Unglücks ist noch ungeklärt.
Auf der "Lichtenstein" waren Kapitän und Mannschaft schon in Wochenendlaune. Nur noch wenige Seemeilen bis zum Zielhafen in Wesseling. Doch ihre Fracht, 1.900 Tonnen Steinsalz aus Heilbronn, sollte nicht ankommen.
Das Unglück nahte in Form des Tankers "Galaxy", mit 1700 Tonnen Gasöl auf dem Weg von Rotterdam nach Frankfurt. Auf Höhe des Bundeshauses treffen beide Schiffe aufeinander, es kommt zur Kollision. Wie eine Ölsardinendose wird die "Lichtenstein" aufgeschlitzt. Backbord stürzen Wassermassen in den Maschinenraum. Der 58jährige Kapitän fackelt nicht lange, setzt sein Schiff auf eine Sandbank und verhindert, daß es völlig absäuft.
Fast ein Wunder, die "Galaxy" übersteht den Crash mit ein paar Beulen. Kein Tropfen Gasöl fließt in den Rhein. Am Abend kann der Tanker seine Fahrt fortsetzen.
Warum kam es zur Kollision? Beide Kapitäne hatten ordnungsgemäß blaue Signaltafeln gesetzt. Damit war klar, an welcher Seite sie aneinander vorbeifahren wollten. Jetzt ermittelt die Wasserschutzpolizei. Doch da sieht`s zappenduster aus. Die Mannschaften schweigen. Zeugen von einem anderen Schiff sollen Licht ins Dunkel bringen. Heute wird die "Lichtenstein"geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Schiffsunglück in China fordert Todesopfer
Monday, 5. July 1999 - 06:39:04
Peking - Im Südwesten Chinas ist ein Passagierschiff gegen eine Brücke geprallt und gekentert. Dabei ertranken nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua vom Sonntag drei Menschen, mehr als 20 weitere wurden noch vermißt. Zwölf Personen konnten nach dem Unglück auf dem Fujiang in der Provinz Sichuan gerettet werden. Augenzeugen zufolge fiel die Steuerung des Schiffs offenbar aus. Vor dem Aufprall auf die Brücke am Samstag trieb das Schiff 500 Meter weit ab.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Die Steuerung versagte plötzlich
War ein Handy schuld an Schiffsunfall auf dem Main?
Thursday, 1. July 1999 - 06:38:47
SOMMERHAUSEN. Bei einer möglicherweise durch ein Handy ausgelösten Schiffskollision auf dem Main in Unterfranken sind 88 Passagiere eines Luxus-Fahrgastschiffes mit dem Schrecken davongekommen. Die 110 Meter lange “Blue Danube” aus der Schweiz war am Dienstag abend bei Sommerhausen im Landkreis Würzburg plötzlich aus dem Ruder gelaufen und seitlich mit einem entgegenkommenden Frachtschiff aus Belgien zusammengestoßen, berichtete die Wasserschutzpolizei am Mittwoch in Würzburg.

Als Ursache für den Schiffsunfall wurde ein Fehler in der Steuerungselektronik des Fahrgastschiffes festgestellt. Die Störung gehe möglicherweise auf den Einfluß eines Mobiltelefons zurück, sagte der Leiter der Wasserschutzpolizei, Bernhard Huth. Durch den Zusammenstoß wurde die belgische “Baraka” an das rechte Ufer gedrückt und lief auf Grund.

Das 85 Meter lange Güterschiff konnte jedoch aus eigener Kraft wieder freikommen und seine Fahrt von Rotterdam nach Aschaff in Österreich fortsetzen. Auch die in Basel registrierte “Blue Danube” konnte ihre Fahrt von Budapest nach Amsterdam weiter fortsetzen. Der Kapitän erhielt jedoch die Auflage, die Steuerungselektronik überprüfen zu lassen. Bis dahin darf das Hotelschiff nur bei Tageslicht und per Handsteuerung fahren. “Das Schiff hat den Stoß gut aufgefangen”, sagte Huth. Die Kollision sei jedoch im ganzen Schiff zu spüren gewesen. Unter den Passagieren sei aber es zu keiner Panik gekommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

Über 200 Jahre altes Wrack vor Finnland entdeckt
Thursday, 1. July 1999 - 06:29:09
Helsinki, Ein finnisches Taucherteam hat nach 20jähriger Suche das Wrack eines 1771 gesunkenen niederländischen Schiffes entdeckt. Wie die Leiter der Expedition berichteten, fand die aus 14 Tauchern bestehende Gruppe am Montag die «Vrouw Maria» im Archipel von Turku etwa 200 Kilometer westlich von Helsinki.

    Das Schiff war mit Kunstwerken für Katharina die Grosse von Amsterdam nach St. Petersburg unterwegs gewesen. Laut einem Sprecher der Expedition ist die in hölzernen Kisten verpackte Ladung intakt. Das Wrack gehört rechtlich dem finnischen Staat, darum plant die Expedition nicht, es zu bergen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,

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