
EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Seenotfälle
Archiv September 1999
Last update: Saturday, 2. October 1999 - 07:57:10

Kuh in "Poolnot"
Wednesday, 29. September 1999 - 06:57:23
Remscheid - Eine entlaufene Kuh hat die Polizei im bergischen Remscheid mehrere Stunden lang in Atem gehalten. Wie ein Sprecher der Polizeibehörde am Dienstag in Wuppertal mitteilte, lieferte sich das Tier mit vier Streifenwagenbesatzungen eine Verfolgungsjagd. In deren Verlauf übersprang die Kuh die Polizeifahrzeuge, durchbrach die Schranke einer Parkplatzabsperrung und landete schließlich im Swimming-Pool eines Gartens. Dort wurde das Tier unverletzt, aber völlig erschöpft von seinem Besitzer geborgen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kapitän von deutschem Schiff vor bretonischer Küste verschollen
Tuesday, 28. September 1999 - 06:28:33
Der Kapitän eines deutschen Containerschiffes ist am Montag vor der bretonischen Küste spurlos verschwunden. Wie der regionale Küstenrettungsdienst (Cross) in der westfranzösischen Stadt Brest am Abend mitteilte, fiel der Mann höchstwahrscheinlich ins Meer. Den Angaben zufolge meldete die Besatzung das Verschwinden des Schiffsführers gegen 14.00 Uhr MESZ, als sich der Frachter "Cap Polonio" mit Kurs auf den niederländischen Hafen Rotterdam kurz hinter der Insel Ouessant befand. Die umgehend eingeleitete Suche nach dem Vermissten, dessen Nationalität nicht feststand, blieb zunächst erfolglos.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Weißer Hai griff Fischerboot mit Touristen an
Monday, 27. September 1999 - 06:32:55
Rom - Es war alles andere als ein willkommenes Urlaubs-Erlebnis: In der Adria hat die Besatzung eines kleinen Fischerbootes einen filmreifen Schrecken unbeschadet überstanden. Wie die Hafenmeisterei im italienischen San Benedetto gestern mitteilte, wurde das Boot mit zwei Touristen an Bord plötzlich von einem rund sieben Meter großen Weißen Hai angegriffen.
Der Zwischenfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag, als das auf Hochseeangeln spezialisierte Boot 20 Seemeilen vor Giulianova kreuzte. Kapitän Elevio Mazzagufo berichtete, der riesige Fisch habe zunächst einen gerade gefangenen Thunfisch verschlungen und dann den Rumpf des elf Meter langen Bootes angegriffen.
Nach kurzer Zeit habe er aber davon abgelassen und sei weggetaucht. Die betreffende Gegend ist bekannt für ihren Reichtum an Thunfischen. «Aber so etwas habe ich in den 30 Jahren, die ich hier fische, noch nie gesehen», sagte Mazzagufo nach dem abenteuerlichen Erlebnis.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
"Verirrter Frachter": Fehler der Boje
Saturday, 25. September 1999 - 13:34:05
Der angeblich im Schwarzen Meer verschwundene Frachter "Birkenwald" ist gestern wieder aufgetaucht - unbeschadet fährt das Schiff auf der Ostsee vom finnischen Mäntyluoto nach Amsterdam. "Das Schwarze Meer hat die ,Birkenwald' in den vergangenen Jahren nie gesehen", sagt Bernd Ecklund von der Reederei Karl-Heinz Baase in Nübell bei Rendsburg. Grund für den falschen Alarm sei eine defekte Seenotboje gewesen.
Seenotbojen senden im Notfall die Schiffskennung und den genauen Standort. Satelliten fangen das Signal auf und leiten es an das Seenot-Koordinierungszentrum in Halifax (Kanada) weiter. Seenotbojen ("EPIRB") enthalten Empfänger des satellitengestützten Ortungssystems GPS. Dadurch "kennen" die Geräte ihre Position stets auf ca. 30 Meter genau. Sie werden manuell aktiviert oder senden automatisch, wenn sie aufschwimmen.
"Die Boje der Birkenwald sendete, obwohl kein Notfall vorlag. Und dann gab sie einen völlig falschen Standort durch", sagte Reederei-Sprecher Ecklund. Der Kommandant des rumänischen Schwarzmeer-Hafens Constanza sagte, dass das Rescue Coordination Center in Halifax den "Notfall" irrtümlich aus Daten eines Überwachungssatelliten registriert und verbreitet habe.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Historischer Weser-Schiffsverband landet demnächst im Museum
Im 18. Jahrhundert gesunkene Lastkähne werden aufwendig geborgen - Archäologen wollen damit auch ein Stück Wirtschaftsgeschichte zum Leben erwecken
Saturday, 25. September 1999 - 13:37:11
Archäologen haben in einer aufwendigen Aktion zwei mit Werksteinen beladene Lastkähne aus der Weser geborgen, die im 18. Jahrhundert gesunken waren. Binnenschiffe aus früheren Jahrhunderten sind auch der Fachwelt bisher fast nur von Abbildungen bekannt.
Von Dieter Kapff, Rohrsen
In früheren Jahrhunderten ist viel, jedenfalls verhältnismäßig viel mehr als heute auf dem Wasserweg transportiert worden. Güter, zumal schwere, waren mit Schiffen oder Flößen viel leichter und billiger, auch schneller zu befördern. Kein Wunder, die Straßen und Wege, auf denen die Kaufleute mit ihren Karren von Ort zu Ort oder zu Messen zogen, waren oft hundsmiserabel. Die Räder blieben in den tiefen Spurrillen stecken und, wenn es geregnet hatte, im Morast. Befestigte Straßen wie sie die alten Römer kannten und wie sie seit 250 Jahren wieder gebaut werden, kannte man im Mittelalter und in der frühen Neuzeit nicht.
So hat man auch auf der Weser im 16., 17. und auch noch im 18. Jahrhundert Stückgut mit Segelkähnen transportiert. Darunter gab es besonders flachgehende Schwerlastkähne, die man von Abbildungen her kennt. Jetzt sind zwei Exemplare erstmals auch im Original zu studieren. Sie waren in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts mit 90 Tonnen Sandsteinen schwer beladen bei der Bergfahrt gesunken.
Die Sandsteine, die bei Obernkirchen in den Bückebergen zwischen Stadthagen und Rinteln gebrochen wurden, waren ein wichtiges Exportgut. Sie galten als Marmor des Nordens. Nicht nur in Deutschland, auch in Skandinavien und sogar in Übersee sind sie an wichtigen Gebäuden für ornamentale Architekturteile verwendet worden. Gerade der Obernkirchener Sandstein war wegen seiner hohen Wetterbeständigkeit, seiner großen Härte und seiner Feinkörnigkeit als Baumaterial beliebt.
Die beiden flachbodigen Lastkähne hatten einen Schiffsverband, den so genannten ¸¸Mast'' gebildet. Sie waren nebeneinander gekettet. Dieser personalsparende Lastzugbetrieb - mitunter bestand der ¸¸Mast'' gar aus vier Kähnen - war auf der Weser bis ins vergangene Jahrhundert hinein üblich gewesen. Die beiden einmastigen Lastkähne segelten flussaufwärts. Bei einem schwierigen Kurvenmanöver war wohl der Schiffsverband am Gleithang auf eine Sandbank geschrammt, wodurch die Ladung ins Rutschen kam und die Bordwand durchbrach.
Die Eisenketten, mit denen die Schiffe verbunden waren, und von denen bisher eine gefunden wurde, hatten dann wohl dazu geführt, dass das eine sinkende Schiff das andere mit in die Tiefe riss. Der größere der beiden Kähne ist 25 Meter lang und 3,8 Meter breit, der kleinere misst 17 Meter in der Länge und 2,30 Meter in der Breite. Sie lagen rund einen Kilometer stromabwärts der Staustufe Drakenburg quer im Fluss.
Gesunkene Binnenschiffe sind bisher erst wenige entdeckt worden, die meisten davon aus der Römerzeit. Daher gilt die Bergung der beiden gut erhaltenen Weserlastkähne als wichtiges Ereignis für die Erforschung der Schifffahrts- und Wirtschaftsgeschichte. Der Transport auf dem Wasser war gerade für die Weserregion jahrhundertelang von großer Bedeutung.
Bei Baggerarbeiten in der Weser stieß das Wasser- und Schifffahrtsamt Verden 1995 auf hölzerne Teile eines Schiffswracks. Dann kümmerten sich die Archäologen um diesen interessanten Fund, denn der Erhaltungszustand des Wracks, das unter einer dichten Sandschicht begraben und geschützt lag, war hervorragend. Die Bergung begann aber erst im vergangenen Jahr.
Da das Land Niedersachsen, wo sich der Fundort befindet, finanziell nicht in der Lage war, die für die Forschung überaus bedeutenden Schiffswracks zu bergen, ist das Weserrenaissance-Museum in Schloss Brake (im nordrhein-westfälischen Lemgo) eingesprungen. Mit Bundeshilfe läuft dort ein Forschungsprojekt. Das Museum hatte mit der Bergung das Forschungstaucherteam des Archäologischen Landesamts Schleswig-Holstein beauftragt.
Die renommierten Archäologietaucher unter der Leitung von Willi Kramer haben schon viele Schiffswracks in der Ostsee untersucht. Fließende Gewässer wie die Weser stellten sie jedoch vor ganz andere Schwierigkeiten. Die Strömung war erheblich und behinderte die Unterwasserarbeit.
Dennoch gelang es, zunächst einmal große Teile der Ladung zu bergen. 40 Tonnen Steine, bis zu drei Meter lange Quader, Torbögen, Brunneneinfassungen und anderes waren darunter. Die Taucher entdeckten dabei auch den zweiten gesunkenen Kahn.
Bald schon schwoll jedoch die Weser an. Bis zu 330 Kubikmeter Wasser flossen in der Sekunde Richtung Nordsee. Nun mussten die Bergungsarbeiten eingestellt werden. Fließgeschwindigkeit, Wassermassen und Trübung der Fluten ließen ein sinnvolles Arbeiten nicht mehr zu und gefährdeten die Taucher.
Erst in diesem Jahr gingen die Bergungsarbeiten weiter. Nun aber auf eine ganz andere Art und Weise - weitaus kostspieliger. Um die hinderliche und gefährliche Strömung auszuschalten, wurde um die Fundstelle herum mit eisernen Spundwänden ein Kasten gebaut. Anschließend konnte der Kasten weitgehend leergepumpt werden, sodass die Bergung der Schiffswracks fast im Trockenen erfolgen konnte. Diese Art von Caissongrabung ist in stehendem Gewässer, am Bodensee, bereits vor 70 Jahren erprobt worden.
Nach der Bergung der Lastkähne müssen die Eichenhölzer des Schiffs mit einer Polyethylenglykol-Lösung zwei bis vier Jahre lang getränkt werden, damit das Holz nicht austrocknet, schrumpft und reißt, sondern seinen Umfang in etwa beibehält und stabilisiert wird. Anschließend werden die beiden Weserlastkähne ausgestellt. Dazu wird eigens ein Museumsneubau in Lemgo errichtet. Die Bergungsaktion und der Museumsneubau kosten zusammen 1,8 Millionen Mark.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Leitersturz
Saturday, 25. September 1999 - 13:35:44
Braunschweig - Einen Schutzengel hatte offensichtlich am Morgen ein Arbeiter, der bei Reinigungsarbeiten in einem Schiffsrumpf von der Leiter fiel und sich dabei nur leicht an der Hüfte verletzte. Der 48 Jahre alte Leiharbeiter war heute mit Reinigungsarbeiten an einem Containerschiff im Braunschweiger Hafen beauftragt worden. Zunächst musste das Transportschiff von Zement entleert werden. Um schließlich das Schiffsinnere mit Besen und Handfeger auszukehren, stieg der 48-Jährige auf einer Leiter drei Meter tief in den Schiffsrumpf. Hierbei verlor er das Gleichgewicht und stürzte zu Boden. Den Grund für die Gleichgewichtsstörung fanden die eingesetzten Polizisten schnell heraus. Der "Gefallene" pustete bei einem Alco-Test 3,25 Promille.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Motorjacht - Brandursache ermittelt
Toter identifiziert
Saturday, 25. September 1999 - 06:56:44
Hamburg - Siehe Polizeibericht 990922-3, Brandzeit: 21.09.1999, 22.41 Uhr, Brandort: Hmb.-Finkenwerder, Rüschweg, Freigelände,
Am 21.09.99, gegen 22.41 Uhr, brannte aus zunächst ungeklärter Ursache die Motorjacht "CHERRY" (Typ Sealine 305) aus. Der Polizeibekannte 37-jährige Torsten H. erlitt schwerste Verbrennungen und verstarb im Krankenhaus. Bei dem Verstorbenen handelt es sich nicht um den Eigner des Bootes. Die Brandermittler des LKA 44 stellten fest, dass der Täter die Jacht mittels Vergaserkraftstoff in Brand gesetzt hatte. Anschließend explodierte das Fahrzeug, das vor ca. 2 Jahren, nach einem Kabelbrand auf der Elbe, am Brandort abgestellt worden war. Das Boot, das nach bisherigen Informationen mit 200.000 DM versichert war und einen Zeitwert von ca. 60.000 DM hatte, brannte vollständig aus. Bei der polizeilichen Vernehmung des Eigners gab dieser an, den Verstorbenen nicht zu kennen. Die polizeilichen Ermittlungen dauern an.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Keine Bombenexplosion an Bord der "Estonia"
Kommission schließt Untersuchung ab
Tallinn - Die internationale Kommission zur Untersuchung des Untergangs der "Estonia" vor fast genau fünf Jahren hat am Freitag endgültig Spekulationen zurückgewiesen, wonach es an Bord der Ostseefähre eine Bombenexplosion gegeben hat. Der Leiter des finnischen Teams der Drei-Länder-Kommission, Kari Lehtola, sagte auf einer Pressekonferenz in der estnischen Hauptstadt Tallinn, bei dem angeblichen Bombenpaket, das auf einem Videofilm zu sehen sei, handele es sich wahrscheinlich um eine zusammengefaltete Plane.
"Wir hoffen, dass damit die Spekulationen um eine Bombe an Bord endlich aufhören", sagte Lehtola. Es gebe keine Hinweise darauf, dass es eine Explosion an Bord gegeben habe oder dass die Fähre Sprengstoff mitgeführt habe. Wie zur Bekräftigung hob Lehtola den 230 Seiten umfassenden Abschlussbericht der Kommission vom Dezember 1997 in die Höhe und erklärte: "Die Untersuchung ist damit abgeschlossen."
Die "Estonia" sank am 28. September 1994 auf der Fahrt von Tallinn nach Stockholm. Dabei kamen 852 Menschen ums Leben, nur 137 überlebten. Es hat seither immer wieder Spekulationen über Sprengstoff an Bord der Fähre gegeben. Ein von der deutschen Meyer-Werft beauftragter Ermittler hatte vorigen Monat diese Spekulationen neu belebt. Werner Hummel sagte seinerzeit im schwedischen Privatsender TV4, das Schiff sei nach einer Sprengstoffexplosion gesunken. Die Werft aus dem niedersächsischen Papenburg hatte die Fähre gebaut.
Gegensätzliche Gutachten
Die Untersuchungskommission der schwedischen, finnischen und estnischen Behörden kam dagegen zu dem Schluss, dass die Katastrophe auf einen Konstruktionsfehler am Schließmechanismus der Ladetore sowie auf eine zu langsame Reaktion der Besatzung zurückzuführen sei.
Eine von der Meyer-Werft eingesetzte Kommission machte dagegen in einem ersten Bericht eine schlechte Wartung der Fähre für das Unglück verantwortlich. Von einer Explosion an Bord war in diesem 1997 vorgelegten Untersuchungsbericht noch nicht die Rede.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kreuzfahrtschiff steckte vor Kanada stundenlang in Sandbank
Saturday, 25. September 1999 - 06:48:17
Halifax - Das Kreuzfahrtschiff «Norwegian Sky» hat am Freitag vor der Küste Kanadas drei Stunden lang auf einer Sandbank festgesessen, bevor die Flut und der Anstoß eines Küstenwachtschiffes es wieder flott machten. Die bereits vom Kapitän angeordnete Evakuierung der 1.900 Passagiere und 800 Besatzungsmitglieder wurde abgesagt, da das Schiff für weiter seetüchtig eingestuft wurde. Taucher untersuchten den Rumpf. Das Schiff nahm wegen der Havarie etwas Wasser auf. Hunderte von Passagieren beobachteten von den Decks aus in Rettungswesten die Bemühungen, die «Norwegian Sky» wieder auf See zurück zu bringen. Mehrere Fähren und Wal-Beobachtungsboote waren zu der Sandbank an der Mündung der Flüsse Saguenay und St. Laurence 300 Kilometer östlich von Quebec geeilt, um die Insassen aufzunehmen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Die «Birkenwald» fährt unbeschadet auf der Ostsee
Verwirrung um deutsches Schiff
Friday, 24. September 1999 - 18:05:14
Bukarest/Hamburg - Das von rumänischen Behörden als vermisst gemeldete Schiff «Birkenwald» fährt nach Angaben des Hamburger Reeders Hauser vom Freitag unbeschadet auf der Ostsee in Richtung Finnland. Damit dementierte Hauser eine Meldung des rumänischen Militärs, wonach das Schiff möglicherweise im Schwarzen Meer gesunken sei. «Wir wissen auch nicht, wie die Rumänen darauf gekommen sind», teilte die Reederei mit. Das Schiff sei nie im Schwarzen Meer gewesen. Am Donnerstagabend waren widersprüchliche Meldungen über die «Birkenwald» verbreitet worden. Zunächst hieß es, das unter der Flagge Antiguas fahrende Schiff sei nach mehreren SOS-Notrufen von den Radarschirmen rumänischer und türkischer Hafenbehörden verschwunden. Dann berichtete der private rumänische Fernsehsender Pro-TV, dass Behördensprecher dies als falschen Alarm bezeichnet hätten. Nach Angaben der Reederei könne die Verwirrung möglicherweise vom Schiff selbst verursacht worden sein. Der automatische Notrufalarmgeber sei am Donnerstag versehentlich ausgelöst worden.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Verwirrung um deutsches Schiff im Schwarzen Meer
Friday, 24. September 1999 - 06:27:38
Bukarest - Über das Schicksal eines Frachters einer deutschen Reederei im Schwarzen Meer hat in der Nacht zum Freitag erhebliche Verwirrung geherrscht. Zunächst hieß es, die unter der Flagge Antiguas fahrende «Birkenwald» sei als vermisst gemeldet worden, nachdem sie nach einer Serie von SOS-Notrufen von den Radarschirmen rumänischer und türkischer Hafenbehörden verschwunden sei. Dann berichtete der private rumänische Fernsehsender Pro-TV, einige Behördensprecher hätten dies als falschen Alarm bezeichnet, der aus Halifax in Kanada gekommen sei. Die dortigen Behörden hätten sich deswegen entschuldigt. Der Leiter der Hafenbehörde im rumänischen Konstanza, Serban Berescu, wurde weiter mit den Angaben zitiert, die «Birkenwald» sei gar nicht im Schwarzen Meer, sondern in gutem Zustand in der Ostsee unterwegs. In einem anderen Bericht hatte es zuvor geheißen, die «Birkenwald» sei gegen 15.00 Uhr von einem rumänischen Marineflieger 150 Kilometer östlich Konstanzas gesichtet worden. An Bord sei kein Besatzungsmitglied und in der Umgebung seien keine Boote gesehen worden. Als ein Rettungsschiff an der von dem Marineflieger genannten Stelle eintraf, war der Frachter verschwunden.
Militärsprecher Tiberiu Fratila sagte, die «Birkenwald» sei möglicherweise gesunken. Sie könne aber auch aus eigener Kraft weitergefahren sein. Auch die türkischen Behörden hätten das Schiff von ihrem Radar verloren. Die Suche werde fortgesetzt. Die 76 Meter lange und rund 1.400 Tonnen große «Birkenwald» gehört der Hamburger Reederei Hans-Peter und Jan-Peter Hauser.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Feuer auf Autotransportschiff
Thursday, 23. September 1999 - 06:36:00
Das Autotransportschiff "Donington " liegt seit heute mittag mit schweren Brandschäden in Bremerhaven fest. Das Feuer war heute morgen im Maschinenraum ausgebrochen, als das Schiff mit Ladung und Besatzung auf der Außenweser unterwegs war. Die Besatzung konnte die Flammen nach vier Stunden löschen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Steuerloses Kreuzfahrtschiff konnte Maschine starten
Tuesday, 21. September 1999 - 17:52:37
Miami - Der Kapitän des steuerlos im Golf von Mexiko treibenden Kreuzfahrtschiffes «Tropicale» hat eine der Maschinen starten können und das Schiff aus der Reichweite des tropischen Sturms «Harvey» gesteuert. Nach einem Feuer im Maschinenraum wurden am Sonntagabend beide Maschinen des 200 Meter langen Schiffs beschädigt. Noch am Dienstag sollte ein Schlepper die «Tropicale» erreichen, der das Schiff in den Hafen von Tampa begleiten sollte, für den Fall, dass der Motor wieder ausfällt. Das Schiff hatte am Donnerstag Tampa in Florida verlassen. Die gut 1.700 Passagiere blieben an Bord, nur ein herzkranker Mann wurde mit einem Hubschrauber ausgeflogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Neun Verletzte bei Schiffskollision auf der Elbe
Tuesday, 21. September 1999 - 17:52:52
Hamburg - Beim Zusammenstoß einer Fähre und eines Containerschiffs sind am Dienstag auf der Elbe zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel ein Mensch schwer und acht weitere leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, war wahrscheinlich der Motor der Fähre «Jochen Steffen» kurzzeitig ausgefallen. Das manövrierunfähige Schiff sei daraufhin mit der «Punjab Senator» zusammengestoßen. Beide Schiffe seien nur leicht beschädigt worden und konnten nach der Kollision ihre Fahrt fortsetzen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Schiff beschädigt Schleusentor
Tuesday, 21. September 1999 - 06:44:03
Bei einem Schiffsunfall ist am Freitag gegen 17.25 Uhr die Schleuse Obertürkheim schwer beschädigt worden. Ein leeres Tankmotorschiff aus Marktheidenfeld war auf der Talfahrt mit überhöhter Geschwindigkeit in die Schleusenkammer eingefahren. Als der Schiffsführer stoppen wollte, versagte die Maschine. Die Folge: Das Schiff fuhr mit großer Wucht auf den Stoßschutzbalken des Untertors der Schleuse. Es entstand ein Gesamtschaden von etwa 50000 Mark. Weil die Schleuse sofort für die Schifffahrt gesperrt werden musste, konnte der Hafen Plochingen vorübergehend nicht mehr angefahren werden. Nach einer Notreparatur wurde der Schleusenbetrieb am Samstag gegen 8Uhr wieder aufgenommen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Kreuzfahrtschiff treibt steuerlos im Golf von Mexiko
Tuesday, 21. September 1999 - 06:42:26
Miami - Nach einem Feuer im Maschinenraum ist das amerikanische Kreuzfahrtschiff «Tropicale» mit 1.701 Menschen an Bord am Montag steuerlos im Golf von Mexiko getrieben. Wie ein Sprecher der Reederei Carnival Cruise mitteilte, wurde ein Schlepper ausgesandt, um das Schiff aus der Reichweite der tropischen Sturms «Harvey» zu bringen, der derzeit über dem Golf tobt. Das Schiff hatte am Donnerstag Tampa in Florida verlassen; es sollte wegen des Sturms nach Key West geschleppt werden. Die gut 1.000 Passagiere blieben an Bord, nur ein herzkranker Mann wurde mit einem Hubschrauber ausgeflogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
30 Tote bei Schiffsunglück in Nigeria
Sunday, 19. September 1999 - 07:21:28
Lagos - Bei einem Schiffsunglück südöstlich der nigerianischen Küstenstadt Calabar sind nach Zeitungsberichten 30 Menschen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich am Donnerstag, als zwei Passagierboote zusammenstießen, nachdem einer der Bootsführer die Kontrolle über sein Schiff verloren hatte. Rettungskräfte konnte vier Überlebende bergen. Auf den Schiffen befanden sich hauptsächlich Händler, die ihre Wahren transportierten.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Polizei stoppt Schwimmpanzer
Thursday, 16. September 1999 - 20:15:55
Komisch, dachte sich die Besatzung von "Elbe 39" am Dienstagabend gegen 21 Uhr, was schwimmt da nur? Vor den Augen der Wasserschutzpolizisten röhrte in Höhe der "Strandperle" ein merkwürdiger grüner Kasten im Wasser. Das Ungetüm bewegte sich in Richtung Teufelsbrück, der Steuermann fuhr neben der Fahrrinne und übersah die Sperrzeichen für den Schwimmbagger "Titan" und eine Arbeitsplattform. Lichter brannten auch keine am - ja, was war es eigentlich? Die Beamten stoppten den unbeleuchteten Schwarzfahrer und staunten: Vor ihnen brummte ein Bergepanzer mit Schwimmantrieb aus Beständen der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR. Besitzer Thomas K. (50), der sein Gefährt in der vergangenen Woche noch "für eine sechsstellige Summe" in einer Zeitung angeboten hatte, unternahm eine kleine Spritztour mit "Berge 1". Das Fahrzeug aus russischer Produktion (Baujahr 1990) bewegt sich zu Lande mit 380 PS auf Ketten weiter; im Wasser sorgen zwei Schiffsschrauben für den Antrieb.
Schon vor dem Ausflug scheint es feucht-fröhlich zugegangen sein. Die Polizisten konnten bei K. einen Atem-Alkoholgehalt von 1,02 Promille messen. Er durfte noch bis Teufelsbrück tuckern, dann musste er dort mit dem Panzer wieder an dessen Liegeplatz andocken.
Der Tank-Kapitän hat eine andere Version parat. "Ich bin gar nicht gefahren", beteuerte er. Ein Kollege sei am Steuer gewesen. Weil das "Top-Licht", eine weiße Leuchte an Deck, ausgefallen sei, habe man das ausgewiesene Fahrwasser verlassen. "Wir wollten den regulären Schiffsverkehr ja nicht behindern", sagt K. Die Positionslichter seien aber eingeschaltet gewesen. "Ich hatte auch eine Taschenlampe dabei. Wenn sich jemand genähert hätte, hätte ich den warnen können", sagt der Besitzer des Amphibienfahrzeuges. Die Beamten liessen das nicht gelten. Wegen Trunkenheit im Schiffsverkehr verboten sie dem Panzer-Fan die Weiterfahrt mit "Berge 1" und nahmen ihm auch die Autoschlüssel ab.
Dabei hat K. noch viel vor mit dem Schwimmpanzer. In Kürze fährt er auf der Weser nach Bremen, um Kaufinteressenten zu werben. Mehrere Bergungsfirmen hätten großes Interesse, sagt K. Die Nachfrage könnte er befriedigen: Fünf weitere baugleiche Schwimmpanzer sind im Angebot. Die Sache auf der Elbe berührt den Geschäftsman nicht weiter, die Aufregung kann er nicht verstehen. "Das war doch nur eine Ordnungswidrigkeit."
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Auf Bombensuche in der Adria
Berliner vier Monate im Nato-Einsatz
Thursday, 16. September 1999 - 20:11:59
Noch donnerten die letzten Bomber über Serbien, da waren schon die ersten Soldaten der Nato-Staaten auf dem Wasser, um die Hinterlassenschaften des Krieges zu beseitigen. Fast hundert Bomben, die auf dem Rückflug von Einsätzen abgeworfen wurden, haben Minenräumboote seitdem aus dem Mittelmeer gefischt. Unter den «MCM Formed»-Verbänden der Nato war auch das 1. Minensuchgeschwader der Deutschen Marine. Mit dabei: Die beiden Berliner Marco Kretschmer (20) und Ronny Wessel (24) sowie der Brandenburger Norman Käpernick (25) aus Wriezen auf dem Minenräumer MS Sulzbach-Rosenberg. Derzeit sind sie zu Besuch in der Heimat.
«Als wir in der Adria ankamen, war noch Krieg. Wenn da Flugzeuge über uns hinweg donnerten und ein sowjetischer Aufklärer auftauchte, wurde uns schon mulmig», berichtet der Obergefreite Marco Kretschmer. Er war für die Überwassersicherung zuständig. «Ich sah auf dem Radarschirm, wenn sich andere Schiffe näherten, die wir dann rechtzeitig vor unseren Sprengungen warnen mussten.»
16 Mal wurden die Sonarsucher des Bootes fündig. 16 Mal ließen die Marine-Soldaten einen «Pinguin» zu Wasser, ein unbemanntes U-Boot, das die Bomben aufspürte und durch eine Minenvernichtungsladung (MVL) gezielt sprengte. Dazu kamen noch vier gezielte Detonationen von Bomben, die andere Schiffe aus dem Verband gefunden hatten. «Die Sprengung war das Spannendste», erzählt Maschinenmeister Norman Käpernick, der sich hauptsächlich um die 6200 PS starken Maschinen zu kümmern hatte. Zwei der 2,50 Meter langen Pinguine gibt es an Bord, jeder 1,5 Millionen Mark teuer. Eine falsche Sprengung hätte nicht nur die Besatzung gefährdet, sondern auch den Pinguin zerstört. «Da spürt man die Verantwortung», sagt der 25-jährige Oberbootsmann Norman, der die Hälfte seiner zwölf Jahre Dienst schon hinter sich hat.
Seit Oktober 1998 leistet der Kunstglaserlehrling Marco Kretschmer seinen Grundwehrdienst. In der Biskaya wollte der Obergefreite auf der zweieinhalb Wochen langen Fahrt in die Adria am liebsten umkehren. Seekrankheit übermannte ihn und viele Kameraden. Auf dem 54-Meter-Boot merkte er jede Welle. «Da war an Kochen und erst recht an Essen oft nicht zu denken», sagt er.
Kretschmer leistet seit dem 1. Oktober Grundwehrdienst. Ronny Wessel aus Marzahn hat sich als Obermaat für vier Jahre verpflichtet. Als gelernter Maler wollte der 24-Jährige «erst mal etwas allein erleben», wie er sagt. Als Minentaucher kam er zwar nicht direkt zum Einsatz, aber hatte dafür die Pinguin-Steuerung zu überwachen.
Würden sie es noch einmal machen? «Ja», kommt überzeugend die Antwort aller drei, auch wenn der wochenlange Einsatz mitunter hart war. Alle zwei Wochen durften die Soldaten nach Hause telefonieren. Kretschmer hat als einziger eine Freundin, die sich ebenfalls über Post und Anrufe freute. Mutter Monika konnte er beruhigen, wenn sie daheim in der Invalidenstraße sich Sorgen machte. Auch Ronny Wessel rief seine Mutter Margitta regelmäßig in der Borkheider Straße in Marzahn an. Doch erst bei der Rückkehr der Jungs waren die Eltern erleichtert. «Auf den 20 000 Kilometern der Einsatzfahrt gab es keinerlei Ost-West-Kluft. Zuletzt waren wir wie eine Familie», sagt Kretschmer.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Versenktes deutsches U-Boot in norwegischem Fjord entdeckt
Thursday, 16. September 1999 - 20:10:58
Oslo (AP) Ein im Zweiten Weltkrieg versenktes deutsches U-Boot ist im Oslo-Fjord entdeckt worden, wie das norwegische Militär am Donnerstag mitteilte. «U-735» wurde am 28. Dezember 1944 von britischen Kampffliegern bei Horton versenkt, 50 Kilometer südlich der norwegischen Hauptstadt. Nur eines der 42 Besatzungsmitglieder überlebte; die meisten überstanden zwar den Bombenangriff, fanden jedoch danach im eiskalten Wasser den Tod. Das Wrack wurde den Angaben zufolge in einer Tiefe von 195 Metern von norwegischen U-Boot «Tyr» entdeckt. Dieses habe sich auf einer Übungsfahrt befunden. Norwegen habe die deutschen Behörden informiert, sagte ein Militärsprecher.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
Zwei Tote im Bremer Hafen
Saturday, 11. September 1999 - 22:30:21
Bei einem Arbeitsunfall in Bremen ist am Freitag ein 44 Jahre alter Seemann von Bord eines Schiffes in das Hafenbecken des Neustädter Hafens gestürzt und ertrunken. Er wurde später von Feuerwehrtauchern geborgen. Am Mittag entdeckten Beamte eines Polizeibootes einen weiteren Toten im Bremer Überseehafen. Bei seiner Bergung wurde ein umgeschnallter Rucksack gefunden. Die Identität dieses Mannes und die Todesumstände sind bisher nicht bekannt. Die Ermittlungen zur Ursache des Arbeitsunfalles ergaben nach Angaben der Wasserschutzpolizei, dass ein Baugerüst am Heck des zypriotischen Schiffes zusammengebrochen war. Der 44 Jahre alte Filipino war dort mit Malerarbeiten beschäftigt, als das Gerüst nachgab und der Mann ins Wasser stürzte. Nach ersten Ermittlungen war der Sicherungsgürtel des Matrosen nur mit dem gebrochenen Gerüst verbunden und hatte somit keine rettende Wirkung. Im Gegenteil: Der Mann wurde offensichtlich von dem schweren Gürtel in die Tiefe gesogen.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
"Titanic"-Retter entdeckt
81 Jahre nach ihrem Untergang fanden Taucher das Wrack der "Carpathia" vor der Küste Englands
Friday, 10. September 1999 - 18:01:48
London - Nicht nur die berühmte "Titanic" ist untergegangen. Auch die "Carpathia", das Schiff, das Hunderte von Titanic- Passagieren rettete, liegt auf dem Meeresboden - und ist erst jetzt gefunden worden.
Der britische Schatzsucher Graham Jessop (42) und Taucher der "Argosy International Ltd." entdeckten das Wrack der Carpathia in 200 Meter Tiefe am Atlantik-Ausgang des britischen Ärmelkanal vor der südwestenglischen Grafschaft Cornwall.
Der Funker der "Carpathia" hatte als Erster die SOS-Rufe der "Titanic" aufgefangen. Sein Kapitän fuhr mit Volldampf 59 Seemeilen durch die Katastrophennacht und nahm zwischen den Eisschollen aus Rettungsbooten 712 Schiffbrüchige des gesunkenen Luxusdampfers an Bord.
Im Ersten Weltkrieg geriet der 13 000-Tonner der Cunard-Line dann vor die Zielfernrohre eines deutschen U- Boots und wurde vor England versenkt - fünf Menschen starben, 215 überlebten den Untergang. 81 Jahre später spürte nun Graham Jessop das Wrack auf. Sein Vater Keith hatte 1981 aus der 1942 versenkten HMS Edinburgh russisches Gold gehoben, wird seitdem respektvoll "Goldfinger" genannt. Welche Schätze an Bord der "Carpathioa" lagern, ist noch ungewiss.
Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS,
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