EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

SOS-Bilderseite 2015


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Schlimme Nase ..
(Bild: Frank Grassaud)   Großbild klick!

Nase eingedrückt
Normalerweise ist der Bug eines Schiffes die stärkste Baueinheit: Kollisionen mit anderen Schiffen übersteht er meist relativ unbeschadet, nicht aber, wenn es sich um einen Bückenpfeiler handelt!! Diese böser Erfahrung mußte der Kapitän des Flusskreuzfahrtschiffes "Bellefleur" am 10.10. auf der Rhône mit dem Pfeiler der A-47-Brücke machen.

Quelle:Tim Schwabedissen



Trawler "Olívia Ribau A-3288-C" sinkt
(Bild: Joao Viana)   Großbild klick!

Tragischer Unfall: "Olívia Ribau" kentert in Hafeneinfahrt
Die "Olívia Ribau" war am 6.10.2015 gegen 19 Uhr beim Versuch, in den Hafen einzulaufen, beim zweiten Anlauf gekentert. Der Fotograf Paul Octavio wurde zufällig Zeuge des Schiffbruchs. Er schoss eine Bilderserie, die zeigt, wie das Schiff auf der Barre schwer in der Brandung rollend von achtern von einem Brecher erfasst wurde und sich auf die Backbordseite überlegte. Wenig später verschwand es mit dem Heck voran auf der Seite liegend unter Wasser.
Bilderserie (Paul Octavio): Bild 1   Bild 2   Bild 3   Bild 4   Bild 5   Bild 6   Bild 7  
Quelle:Tim Schwabedissen




Containerfrachter "Cape Moreton" wird gelöscht
(Bild: Marianne Bermudez)   Großbild klick!

Besatzung fragt Feuerwehr nach Personalausweis
(12.09.15) An Bord des unter Marshall-Islands-Flagge laufenden Containerfrachters "Cape Moreton", 27786 BRZ (IMO-Nr.: 9308405) brach an Liegeplatz 1 des Manila International Container Terminal in im Nordhafen von Tondo, Manila, am 12.9. um 09.12 Uhr offenbar nach einer Explosion ein Feuer aus. Um 9.15 Uhr drang Rauch aus den Laderäumen 4 und 5, wo Boxen mit Natriumhydroxid gestaut waren. Im Laufe der nächsten Stunden rückten bis zu 20 Löschfahrzeuge und drei Löschschlepper an.
Mehrfach, zuletzt um 11.24 Uhr, wurde nachalarmiert. Erst um 17.37 Uhr wurde Feuer aus gemeldet. Der Einsatz der Feuerwehr wurde durch deren Unvertrautheit mit den Gegebenheiten unter Deck ebenso verkompliziert wie durch die russische Crew, die erst nach Personalausweisen fragte, ehe sie die Einsatzkräfte an Bord ließ. Quelle:Tim Schwabedissen


"Thunder" bkommt Schlagseite
(Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
Krimi auf See: bizarres Ende einer 110 Tage-Verfolgung
(07.04.15) Ein unerwartetes wie bizarres Finale hatte die monatelange Operation Icefish der Tierrechtsorganisation Sea Shepherd am 6.4. mit dem Notruf des einst in Lagos beheimateten und zuletzt für die Royal Marine and Spare Nig. Ltd. registrierten Trawlers "Thunder", 1175 BRZ (IMO-Nr.: 6905408), um 15.39 Uhr (11.52 GMT) auf Position 0° 20’ N 05° 24' O im Golf von Guinea vor der Küste Westafrikas. Nach einer Jagd von 110 Tagen endete die Verfolgung des Schiffes mit dessen Untergang und der Rettung der Crew durch den einstigen Trawler und späteren Fischwilderer-Jäger "Bob Barker".
Alle 39 Crewmitglieder der "Thunder" gingen über ein Fallreep von Bord ihres Schiffes und bestiegen bei ruhiger See drei Rettungsinseln, während sich ihr Schiff langsam nach Steuerbord überlegte
Sie legt sich über ...
(Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
und erkennbar Wasser nahm. Die "Bob Barker" setzte ein eigenes Boot aus und versorgte die Schiffbrüchigen zunächst mit Wasser, Nahrung und Medikamenten, während auf weitere Weisungen der zuständigen Behörden gewartet wurde.
Ein weiteres Schiff von Sea Shepherd, die "Sam Simon", die mit der "Thunder" noch im Februar eine handfeste Auseinandersetzung hatte, kam später ebenfalls herzu. Die Rettungsinseln wurden mit einem Sea Shepherd-Schlauchboot an das Schiff herangezogen, die Schiffbrüchigen allerdings zunächst noch nicht an Bord gelassen aus Sorge um mögliche Gewalttätigkeiten.
Das Maritime Rescue Coordination Centre in Nigeria bat Sea Shepherd, die Rettungsarbeit zu koordinieren. Drei Crewmitglieder der "Bob Barker", darunter der Chefingenieur gingen noch an Bord des aufgegebenen Schiffes und fand die Schotts im Innern aufgesperrt vor, sodass die Abteilungen
und sinkt
(Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
durchfluten konnten, was auf die vorsätzliche Versenkung hinwies. Laderäume und Maschinenraum standen bereits unter Wasser.
Die Fischluken waren zu einem Viertel gefüllt mit dem begehrten Antarktisdorsch. Eine Probe wurde als Beweis gesichert, der in den Kühlräumen der „Bob Barker“ landete, außerdem konfiszierten die Männer Mobiltelefone und Computer mit GPS-Daten, um sie zum Nachweis des illegalen Fischfangs nach Erreichen des Hafens Vertretern von Interpol zu übergeben. Der chilenische Kapitän der „Thunder“ war sichtlich konsterniert über den mutigen Einsatz zur Beweissicherung auf dem sinkenden Schiff.
Die Crew wird gerettet
(Bild: Sea Shepherd)   Großbild klick!
Am Nachmittag dann flutete das Wasser über die Steuerbordseite der übers Heck wegtauchenden „Thunder“, und sechs Stunden nach dem ersten Notruf angeblich nach Kollision mit einem nie vor Ort festgestellten Frachter stellte sich der Trawler auf und ging dann mit dem Heck voran um 15.39 Uhr australischer Zeit auf 4000 Metern Wassertiefe 19 Meilen nördlich des Äquators bzw. 115 Meilen von São Tomé entfernt unter.
Kapitän Peter Hammarstedt von der "Bob Barker" vermutete, dass die Schiffsführung in dem Wissen, dass der Treibstoff knapp wurde, ihr Schiff vorsätzlich versenkt hatte in der Hoffnung, von der nigerianischen Coast Guard gerettet zu werden. Die "Thunder" hatte keinen Hafen mehr erreichen können, weil ihnen seit 110 Tagen die Schiffe von Sea Shepherd auf den Fersen waren und ihre Position an die Behörden durchgaben, sodass das Schiff nach dem Einlaufen sofort wegen illegalen Fischfangs arrestiert worden wäre. Die Schiffsführung verließ die "Thunder" sogar mit gepackten Koffern, während die Deckscrew vom Ablauf der Dinge eher überrascht worden zu sein schien.

Quelle:Tim Schwabedissen




Wrack des Bulkcarriers “Miner”
(Bild: Marine Construction and Demolition)   Großbild klick!
Ein sehenswertes Wrack
(16.03.15) Vor zwei Jahren ist der Bulkcarrier “Miner” vor Scatarie Island (Neuschottland) gestrandet. Das Meer hat inzwischen ganze Arbeit geleistet. Lange wird es aber nicht mehr zu sehen sein, denn die Wrackräumung ist in vollem Gang und soll Ende April 2015 abgeschlossen sein.



Norman Atlantic wird geschleppt
(Bild: Guardia Costiera)   Großbild klick!
(02.01.15) Am Nachmittag des 2.1. wurde das Wrack der ausgebrannten italienischen Fähre “Norman Atlantic“ am Haken der “Marietta Barretta” und eskortiert von drei weiteren Schleppern nach Brindisi eingeschleppt und an der Nordmole von Morena festgemacht. Am Nachmittag des 1.1. hatte die “Cornelia Barretta” angefangen, das Wrack nach Wetterberuhigung gen Brindisi zu ziehen.
An Bord waren auch acht Feuerwehrleute aus Brindisi, die seit sechs Tagen an Bord ausgeharrt hatten. Es gelang, die Blackbox zu Bergen. 10 bis 15 Personen sind nach Angaben von Staatsanwalt Bari Joseph noch vermisst.



Autocarrier "Hoegh Osaka" liegt auf der Backe
(Bild: Chris Hunsiker)   Großbild klick!
(05.01.15) Der Autofrachter "Hoegh Osaka" wurde am 3.1. um 21.20 Uhr mit Vorsatz auf Grund gesetzt, um ihn vor dem Kentern im Solent zu bewahren. Das Schiff hatte nach dem Auslaufen aus Southampton nach Bremerhaven begonnen, sich nach Steuerbord überzulegen, nachdem es zu einem Fehler im Navigationssystem kam.
Das Schiff, das neun Meter Tiefgang hat, drehte hart nach Backbord, als es die Sandbank Bramble Bank passierte, wo es normalerweise auf Ostkurs hätte gehen sollen. Die Havarie ereignete sich bei ruhigem Wetter und Windgeschwindigkeiten von zwei Meilen.



Heckschaden am Baggerschiff "Falkås"
(Bild: Ole Stoele)   Großbild klick!
(22.01.15) Wegen eines technischen Fehlers erlitt die norwegische Fähre "Selbjørnfjord" am 21.1. gegen 12 Uhr einen Blackout und konnte beim Anlaufen von Våge nicht mehr rechtzeitig aufstoppen. Über Bordlautsprecher gab es noch eine Warnung an die 19 Passagiere an Bord, dann krachte sie ins Heck des am Kai festgemachten, norwegischen Baggerschiffes "Falkås".
Während die Fähre nur geringe Schäden davontrug, wurde der Kai in Mitleidenschaft gezogen und das Heck des Sandfrachters aufgerissen. Es gelang dessen fünfköpfiger Crew, einen daraus resultierenden Wassereinbruch unter Kontrolle zu bekommen.



Tanker “Alyarmouk”
(Bild: Piet Sinke)   Großbild klick!
Seit Anfang des Jahres 2015 ankerte der beschädigte libysche Tanker “Alyarmouk” vor Singapur auf Reede. In dem steuerbordseitigen Vorschiff trug er auf ganzer Rumpfhöhe den Abdruck des Bugs des in Singapur registrierten Bulkcarriers “Sinar Kapuas”, den dieser am 2.1. hinterlassen hatte. 11 Meilen nordöstlich von Pedra Banca hatte dieser den 249 Meter langen Tanker an jenem Morgen in die Seite gerammt und den Rumpf dabei auf großer Fläche aufgerissen und eingedrückt.



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