Piraten kapern französische Luxusyacht
(07.04.08) Die "Le Ponant" ist eine Yacht der Luxusklasse mit vier Decks, zwei Restaurants und 30 Mann Besatzung. Nun haben Piraten das Schiff samt Mannschaft im Golf von Aden vor der somalischen Küste gekapert. Der französische Premierminister ist alarmiert.
Passagiere waren nicht an Bord der „Le Ponant“, wie die Reederei CMA CGM in Paris am Freitag mitteilte. Das Schiff war demnach von den Seychellen Richtung Mittelmeer unterwegs, als es im Golf von Aden überfallen wurde. Die Küste Somalias ist berüchtigt für Piratenüberfälle: im vergangenen Jahr wurden dort mehr als zwei Dutzend Schiffe gekapert.
Der französische Premierminister Francois Fillon verurteilte die Kaperung. Das Verteidigungs- und Außenministerium seien mobilisiert, um so rasch wie möglich zu handeln, sagte der Regierungschef bei einem Besuch in Brüssel. Er äußerte die Hoffnung auf eine rasche Freilassung der Geiseln. Schlagworte
Yacht Kapern Piraten Somalia Luxus Die „Le Ponant“ ist 88 Meter lang und verfügt über vier Decks. Auf dem der Luxus-Yacht gibt es zwei Restaurants. Das Schiff kann 64 Passagiere aufnehmen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piraterie auf den Weltmeeren nimmt weiter zu
(16.10.07) Die Piraterie auf den Weltmeeren hat in den ersten neun Monaten 2007 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14 Prozent zugenommen. Insgesamt habe es 198 Überfälle auf Schiffe gegeben gegenüber 174 im Jahr davor, hieß es in einem am Dienstag in Kuala Lumpur verbreiteten Bericht des Internationalen Meeresbüros (IMB), einer Sonderabteilung der Internationalen Handelskammer. Demnach wurden 15 der attackierten Schiffe entführt, 63 Seeleute wurden in Geiselhaft genommen und drei getötet.
Am gefährlichsten ist die Lage in den Gewässern Indonesiens, wie das IMB weiter mitteilte. Dort wurden von Januar bis September 37 Piratenüberfälle registriert, was gegenüber dem Vorjahr allerdings einen leichten Rückgang bedeutete. Einen drastischen Anstieg gab es indessen vor den Küsten Somalias und Nigerias, wo sich die Piraterie auf jeweils 26 Fälle verdreifachte. Das IMB rief die Schifffahrtsgesellschaften auf, diese Küstenabschnitte nach Möglichkeit zu meiden. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piraten kapern Schiff samt Besatzung
(04.06.07) Somalische Piraten haben am Horn von Afrika ein dänisches Frachtschiff samt fünf Besatzungsmitgliedern in ihre Gewalt gebracht. Die «Donica White» sei mit einer Ladung Baumaterial von Dubai zum kenianischen Hafen Mombasa unterwegs gewesen, sagte der Direktor des Ostafrikanischen Seefahrer-Hilfsprogramms, Andrew Mwangura.
Er rechne damit, dass in den kommenden Tagen eine Lösegeldforderung eingehen werde. Weil die Besatzungsmitglieder Dänen seien, werde wohl ein hoher Betrag verlangt werden.
Derzeit sind noch vier weitere Schiffe in der Gewalt von Piraten. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen gefährden die vielen Schiffsentführungen vor der Küste des afrikanischen Landes mittlerweile die Versorgung von rund einer Million Menschen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Moderne Piraten kapern per Helikopter
(03.12.06) Sie kommen leise, mit Militärwaffen, Schnellboten und Hubschraubern: Piraten. Besonders vor der afrikanischen Küsten nehmen Überfälle zu. Wenn das Militär versucht gekaperte Schiffe zurück zu erobern kommt es nicht selten zu regelrechten Seeschlachten.
Wenige Kilometer querab von Somalias Küste tauchten die Piraten auf. Mit einem Militärhelikopter und Schnellbooten machten sie Jagd auf einen Frachter mit Kurs auf die Arabischen Emirate. Angesichts der mit Militärwaffen ausgerüsteten Seeräuber hatte die Besatzung keine Chance und ergab sich. Die Freibeuter-Attacke vor drei Wochen war eine von 174, die weltweit seit Jahresbeginn registriert wurden. „Piratenüberfälle vor Somalia zielen darauf ab, Schiff und Besatzung solange festzusetzen, bis hohes Lösegeld gezahlt wird“, sagt Kapitän Pottengal Mukundan, Direktor des in London ansässigen Internationalen Schifffahrt-Büros (International Maritime Bureau/IMB).
Seit Januar zählte sein Büro allein vor Afrikas Küste 48 Angriffe auf Handelsschiffe. „Die Attacken werden immer brutaler“, stellte Kapitän Mukundan am Montag im südafrikanischen Rundfunk fest. Statt Entermesser und Säbel gehören heute längst Raketen, Granaten, Flak-Geschütze und schwere Maschinengewehre zum Repertoire. Bei 113 der Überfälle schafften es die Piraten bis an Bord der überfallenen Schiffe. Elf Frachter wurden entführt, 163 Seeleute als Geiseln genommen, sechs weitere getötet. Als Brennpunkt löst Afrika zunehmend Asien ab.
Vor allem Ost- und Westafrika galten bisher als Schwerpunkt der Piratenaktivitäten. Doch nun schrecken Warnungen vor einem allmählichen Abdriften der Plage Richtung Süden die verantwortlichen Politiker auf. Staaten wie Mosambik, Madagaskar oder auch Namibia haben kaum eine schlagkräftige Marine, die Seeräuber abschrecken könnte. Auch Tansania ist betroffen. Dort attackierten 15 Freibeuter vor zwei Wochen ein vor Daressalam auf Reede liegendes Container-Schiff. Sie wurden jedoch entdeckt, der Angriff abgewehrt.
Schon vor einem Jahr hatte es bei einem Symposium in Kapstadt (Südafrika) Hinweise auf gut organisierte Banden gegeben, die über Späher in den wichtigen Häfen Abfahrzeiten, Zielhäfen, Beladung, Routen und Besatzungsstärken potenzieller Ziele auskundschafteten. Einige von ihnen verfügten sogar über „Phantomschiffe“, mit denen Notfälle simuliert werden könnten. Die Küstengewässer rund um die Südspitze Afrikas ist eine wichtige Transportroute, über die sechs Millionen Tonnen Öl pro Monat befördert werden. Südafrika hat zu ihrem Schutz Milliardenbeträge in die Modernisierung seiner Marine gesteckt und neue U-Boote sowie Fregatten in Deutschland beschafft.
Während Somalias islamische Gruppen, die den Süden des Landes beherrschen, von westlichen Regierungen allgemein mit Skepsis betrachtet werden, kann Kapitän Mukundan ihnen auch Positives abgewinnen. Sie stünden dem Piratenunwesen kritisch gegenüber, meinte er. Auf den vor Somalias Küste gekaperten Frachter machten sie daher zwei Tage lang Jagd. Nachdem sie die Piraten gestellt hatten, lieferten sie sich mit ihnen ein vierstündiges Feuergefecht. Zwei Piraten wurden dabei getötet, acht weitere festgenommen sowie 30 Luft-Boden-Raketen beschlagnahmt. Das Schiff samt Besatzung wurde anschließend an die Reederei zurück gegeben. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piratenüberfälle auf niedrigstem Stand seit sechs Jahren
(20.07.2005) Die Zahl der Piratenüberfälle ist im ersten Halbjahr 2005 auf den niedrigsten Stand seit sechs Jahren gefallen, wie die zuständige Abteilung des International Maritime Bureau (IMB) am Mittwoch mitteilte. Weltweit wurden demnach von Januar bis Juni 127 Schiffe von Piraten angegriffen, das waren 30 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum vor einem Jahr. Es gab bislang auch keine Todesopfer in diesem Jahr, im vergangenen Jahren waren es zur gleichen Zeit schon 30. 13 Seeleute wurden nach IMB-Angaben verletzt, nach 44 ein Jahr zuvor. Deutlich zugenommen hat die Piraterie aber vor der Küste von Somalia. Schiffe sollten sich mindestens 80 Kilometer von der Küste entfernt halten, hieß es. Das IMB ist eine Abteilung der Internationalen Handelskammer. Quelle: Peter O.Walter
Nach dem Tsunami: Die Piraten sind zurück
(03.03.2005) Erstmals nach der Flutkatastrophe in Südostasien haben Seeräuber ein Schiff in der Straße von Malakka überfallen. Mit Maschinengewehr-Salven stoppten sie einen Frachter und nahmen zwei Gefangene. Dabei waren Seefahrts-Experten eigentlich davon ausgegangen, dass der Tsunami auch die Infrakstruktur der Freibeuter zerstört hatte.
Im schützenden Dunkel der Nacht näherten sich die Piraten dem Frachter "High Line 26". Unbemerkt glitten sie in ihrem Schnellboot heran. Dann, plötzlich eröffneten die Angreifer das Feuer aus ihren Maschinengewehren. Der Chefingenieur des Frachtschiffes, das Kohle geladen hatte und sich auf dem Weg in die nordmalaysische Stadt Lumut befand, erlitt einen Beinschuss. 50 Seemeilen südwestlich der malaysischen Insel Penang entschieden sich die unbewaffneten Seeleute schließlich zum vollen Stopp der Maschinen.
Handstreichartig enterten die Piraten den Frachter. Kapitän und Erster Offizier wurden als Geiseln von Bord geführt, die sieben anderen Besatzungsmitglieder konnten erst Stunden später von einem Schiff der Marine geborgen werden. Die Fachwelt reagierte geschockt auf den ersten Piratenangriff nach dem Tsunami vom 26. Dezember.
"Wir hatten gehofft, dass die Flutwelle auch die Mittel der Piraten wie Boote und Gewehre zerstört habe. Aber jetzt tauchen sie plötzlich wieder auf", sagte der Leiter des Internationalen Seefahrts-Büros, Noel Choong, in Kuala Lumpur. "Die Vorgehensweise ähnelt der früherer Angriffe vor der Küste von Sumatra. Wir glauben, dass einige Piraten-Gangs ihre Aktivitäten wieder aufgenommen haben. Deshalb empfehlen wir allen Schiffen, zu ihrem eigenen Schutz nah an der Küste zu bleiben", so Choong.
Die Straße von Malakka zwischen Malaysia und Indonesien ist sowohl einer der meist befahrenen Seeverkehrswege als auch ein beliebtes Revier von Freibeutern. Allein im vergangenen Jahr registrierten die Behörden 37 Angriffe. 36 Seeleute wurden dabei entführt, vier getötet und drei verletzt. Mit der Flutkatastrophe vom 26. Dezember hatten die Seeräuber ihre Übergriffe zunächst eingestellt. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Seeräuberei nimmt weltweit stark zu
Kuala Lumpur (07.05.2004) - Die Seeräuberei nimmt weltweit stark zu. Allein in den drei ersten Monaten dieses Jahres seien 22 Besatzungsmitglieder getötet worden, teilte das Piracy Reporting Center (PRC) mit Sitz in der malaysischen Hauptastadt Kuala Lumpur mit. Das sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als vier Seeleute starben, ein rasanter Anstieg.
Am gefährlichsten war die Schifffahrt weiterhin in den Gewässern um Indonesien, wo im ersten Quartal dieses Jahres allein 21 Überfälle gemeldet wurden. Nigeria liegt mit zehn Piratenangriffen auf Platz zwei, gefolgt von Bangladesch und der Straße von Malakka mit jeweils acht Überfällen.
Schiffsbesatzungen in der Singapurstraße wurden zwischen Januar und März dreimal überfallen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2003 hatte es in der Meerenge keine Piratenübergriffe gegeben. Das PRC, ein Überwachungszentrum des International Maritime Bureau (IMB) wies darauf hin, dass Singapurs Hafenbehörden die Schiffsbesatzungen zur höchsten Vorsicht mahnten und ihnen rieten, sich auf die Gefahren durch Piraterie vorzubereiten.
Das Zentrum zitierte Tony Tan, den stellvertretenden Regierungschef des Stadtstaates, mit den Worten: "Die Seeräuberei tritt in einen neue Phase. Die jüngsten Attacken erfolgten mit nahezu militärischer Präzision." Die Piraten seien durchtrainiert und mit hochmodernen Waffen ausgerüstet. Die Gefahr der Entführung von Handels- oder Kreuzfahrtschiffen, die sodann als "schwimmende Bombe" gegen Singapur verwendet werden könnten, sei hoch. Die Straße von Singapur ist eine wichtige Schifffahrtsverbindung zwischen dem Indischen Ozean im Westen und dem Südchinesischen Meer im Osten. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Schifffahrtsbüro: Piraterie auf hoher See nimmt weiter zu Donnerstag, 30. Januar 2003, 07:57 Uhr
London - Fälle von Piraterie auf hoher See haben nach Beobachtungen des Internationalen Schiffahrtsbüros (IMB) im vergangenen Jahr um über 50 Prozent zugenommen.
In dem am Donnerstag in London veröffentlichten Jahresbericht werden 370 Zwischenfälle aufgelistet, nachdem es im Jahr zuvor lediglich 235 gewesen waren. Die meisten Übergriffe hätten sich auf Schiffe ereignet, die vor Anker gelegen hätten. Besonders viele Fälle der Piraterie listete das Büro in den indonesischen Gewässern mit 103 Übergriffen auf. Es folgte Bangladesch mit 32 und Indien mit 18. Als weltweit für die Schifffahrt gefährlichste Gewässer benannte das Schifffahrtsbüro die Küste vor Somalia. Die Gefahr eines Angriffs durch bewaffnete Milizien sei überaus groß.
Neben den kriminellen Übergriffen wies das Büro besonders auf Gefahren durch terroristische Angriffe hin. Solche Angriffe könnten zwar nicht verhindert werden, man könne sich aber besser schützen. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Piraten treiben verstärkt ihr Unwesen
Mittwoch, 24. Juli 2002, 18:37 Uhr
Weltweit haben Seeräuber in den ersten sechs Monaten diesen Jahres verstärkt ihr Unwesen getrieben: Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Überfälle auf Schiffe von 165 auf 171 und damit um 3,6 Prozent, wie das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) in London mitteilte. Am gefährlichsten ist die Schifffahrt in den Gewässern um Indonesien, wo innerhalb des ersten halben Jahres 2002 44 Überfälle gemeldet wurden - ebenso viele wie im Vergleichszeitraum 2001.
Insgesamt wurden bei den Angriffen sechs Seeleute getötet und 21 weitere verletzt. Am begehrtesten sind bei den Piraten normale Frachtschiffe, Massengutfrachter, Tanker mit Öl, chemischen oder anderen Produkten, wie es in dem IMB-Bericht weiter heißt. Die meisten Überfälle ereigneten sich auf offener See.
Vor den Küsten von Indien und Bangladesch nahm die Seeräuberei laut IMB leicht ab: Dort wurden zwölf beziehungsweise elf Schiffe geentert.
Im Vorjahr waren es noch 13 und 15 Überfälle. Dies sei vor allem den verstärkten Kontrollen der Küstenwache zu verdanken, heißt es in dem IMB-Bericht. Zu den fünf am meisten von Piraten heimgesuchten Seegebieten gehören außerdem die Straße von Malakka zwischen Sumatra und der Westküste von Malaysia und der südliche Teil des Roten Meeres. Dort stiegen die Piratenangriffe von sieben 2001 auf neun in diesem Jahr.
Außerhalb von Asien ist Nigeria das am meisten von Seeräubern heimgesuchte Land. Dort wurden in den ersten sechs Monaten 2002 acht Überfälle gemeldet. Besonders eindringlich warnt das IMB zudem vor Angriffen somalischer Milizen. Jedes Schiff, das vor der somalischen Küste seine Fahrt verlangsame, werde von den "Banden" geentert werden, heißt es in dem Bericht. Bislang seien die Räuber äußerst erfolgreich damit gewesen, "bedeutende Summen" von den Schiffseignern zu erpressen, die ihr Boot und die Mannschaft unversehrt wiedersehen wollten. Quelle: Peter O.Walter , SY ESYS
Pirat der Piraten: Wer immer der Mann war, den man Klaus Störtebeker nennt - hinter seinem Namen verbirgt sich ein blutiges Kapitel europäischer Handelsgeschichte
Von Klaus J. Hennig
PIRATERIE auch im Roten Meer? Aktuelle Sonderbericht von Wyklicky Udo / Katamaran DA'HOAM
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