Græsted-Gilleleje Kommune bildete bis zur Kommunalreform 2007 die nördlichste Kommune auf
Seeland. Sie gehört heute zur Gribskov Kommune.
Der Fischerort Gilleleje ist heute einer der meistbesuchten Ferienorte im nördlichen Seeland und wird von einem großen Ferienhausgebiet umsäumt. Der Hafen ist einer der wichtigsten Fischereihäfen der Region.
Seelands nördlichster Hafen weist Parallelen zu Jütlands nördlichstem Hafen auf, ist sowohl Fischerdorf als auch Badeort. Eine große Zahl von Fischkuttern und die Fischauktionen sorgen für ein reges Hafenleben und ein Fischer-Milieu, das man eben sonst nur noch in Skagen vorfindet.
Die spezielle Note von Gilleleje: Überall auf den Hafenvorfeldern liegen Gerätschaften der Fischer herum. Anker, Netze, Taue, Teerfässer und viele Dinge mehr bilden ein scheinbar unüberschaubares Gewirr von Gegenständen, das wohl nur noch die Fischer selbst überblicken. Das kleine Hafenmeisterbüro geht in all dem Wirrwarr förmlich unter. Gegen die Yachtsportler verteidigt man sein Hafenterrain besonders zäh und hat die eigenen Kais mit einer kräftigen orangen Farbe angepinselt. Das kann aber auch Selbstverteidigung sein, denn bei den Sportschiffern ist Gilleleje besonders beliebt und Liegeplätze sind in der Hauptsaison äußerst knapp.
Der Grund für die Beliebtheit ist in den alten Fischersiedlungen rund um den Hafen zu suchen, hauptsächlich östlich vom Søborg-Kanal, dort wo das alte Gilleleje liegt. Nur die alte Schänke lag als Vorposten jenseits der einstigen Brücke, dort wo sich heute die Vesterbrogade erstreckt. Die Fischerhäuser sind meist weißgekalkte, strohgedeckte, niedrige Fachwerkbauten. "Skipperhuset“ heißt eines der ältesten, 1840 in der "Stor Strandstrade" errichtet. Das ebenfalls betagte "Det gamle Fiskerhus" bei der Kirche, im Hovedgaden 49, gehört dem Museumsverein von Gilleleje und ist als typische Wohnung einer Fischerfamilie im Jahr 1820 eingerichtet. An das alte, absolut sehenswerte Fischerhaus schließt die neue Schiffshalle an, wo in Wort und Bild über die seemännische Vergangenheit des Ortes informiert wird und ein für die Hochseefischerei ausgerüstetes Boot aus dem Jahr 1888 steht.
Vornehme und einfache Restaurants haben sich in einigen der alten Fischerkaten etabliert. Sie leben von den Touristen, die in großer Zahl von Kopenhagen hierher kommen. Das Restaurant "Karen und Marie" und das exquisite Speiselokal "Gilleieje Havn" am Hafen zählen ebenso dazu wie das "GilleIeje Café" westlich des Hafens, das "Kabyssen" im Kanalvej am Hafen sowie der "Skipperkroen" in der Hovedgade bei der Touristeninformation. Wer lieber auf die eigenen Kochkünste setzt, kann sich in einem der beiden Fischgeschäfte oder in der Räucherei am Fischerbecken mit frischen Meeresleckereien eindecken und das so gesparte Geld anschließend in der "Kanalkroen Discothek" ausgeben.
Wer etwas mehr Zeit als nur einen Tag mitbringt, sollte noch einen Abstecher zur Schloßruine am trockengelegten Søborg See unternehmen (vier Kilometer südlich des Hafens). Um Ackerland zu gewinnen, wurde zwischen dem See und dem Kattegat der Søborg-Kanal ausgehoben (1872-1896). Am Kanal entlang führt ein Wanderweg zum See. Die Burganlage mit achteckigem Feldsteinturm stammt aus dem 12. Jahrhundert. Bischof Eskil von Lund ließ die später unter Waldemar dem Großen als Staatsgefängnis genutzte Burg erbauen. Es wird vermutet, daß die Hanse sie 1530 weitgehend zerstörte.
Ebenso ist Gilbjerghoved, nördlichster Punkt der Insel Seeland und einzigartiges Naturgebiet am Steilufer gleich westlich von Gilleleje, einen Ausflug wert. Der Gilbjergstien führt in der Verlängerung der Vesterbrogade dorthin.
Der Fischerort kann fast ohne Einschränkungen als Reiseetappe empfohlen werden: Sein einziges Manko ist die große Zahl an Touristen, die im Sommer Gilleleje aufsuchen. Viele kommen mit der alten Dampfeisenbahn, die in der Zeit von Juni bis September zwischen Gilleleje und Helsingør verkehrt.
Tourismus und Unterkünfte: Gilleleje profitiert durch seine Lage auf Seeland vom Tourismus. Es gibt gut ausgebaute Campingplätze und Stellplätze für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Gilleleje
56° 07,791' N 012° 18,682' E
Der Hafen Gilleleje ist ein großer und lebhafter Fischerhafen im Norden der Insel Seeland. Der Hafen ist als Durchgangshafen wegen seiner guten Lage bei Seglern beliebt.
Das südliche Hafenbecken wird in der Saison für Sportboote freigemacht. Hier liegt man zeitweilig dicht an dicht mit Heckanker, aber dank der Organisation des Hafenmeisters gibt es kaum Probleme mit den Liegeplätzen. Die Kais für die Fischerei Kaianlagen sind orange markiert und müssen frei gehalten werden.
Die Ansteuerung der bei Nacht befeuerten Hafenanlage ist Tag und Nacht möglich. Achtung auf die die unbeleuchteten Tonnen des ""Gilleleje Flaks", das teilweise nur 2,5 Meter Wassertiefe hat und die zwei Tonnen im Norden der Einfahrt. Das Fahrwasser und der Vorhafen mit einer Tiefe von 4 Metern neigen zur Versandung, werden aber freigebaggert, wenn die Wassertiefen unter 3 Meter liegen. Vor der Hafeneinfahrt kann starke Strömung quersetzen. Bei starkem auflandigem Wind steht eine heftige Grundsee auf den davor liegenden Flachs, so daß das Einlaufen bei Schwerwetter für Sportboote nicht zu empfehlen ist.
Abgesehen von einfachen Sanitäranlagen verfügt der wichtige Fischerhafen über einen guten Reparaturservice. Neben der Werft liegt eine Motorenwerkstatt sowie eine Schlosserei, ein Schiffselektrik-Betrieb. Dazu gibt es gute Einkaufsmöglichkeiten im Ort und exzellente Fischgeschäfte unmittelbar am Hafen.
Service und Sonstiges: Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran, Werft, Fäkalienentsorgung, Rampe / Slip, Fähre / Bus / Bahn
Telefon +45 / 48 30 16 63 bzw. 40 16 66 63
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (hohe Gebäude, gewundener Verlauf des Großen Belts):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.