EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Information für Touristen/Segler
Nil, Sicherheit und Verkehr

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Der Nil entspringt in den Bergen von Ruanda und Burundi und mündet ins Mittelmeer. Dazwischen durchfließt er die Gebiete von sechs Staaten: Burundi, Ruanda, Tansania, Uganda, Sudan und Ägypten. Besonders für Ägypten hat der Nil überragende wirtschaftliche Bedeutung. Zwar ist der Nil der längste oder zweitlängste Fluss der Erde (die Länge des Amazonas wird je nach Definition zwischen 6.400 Kilometer und 6.800 Kilometer angegeben), hinsichtlich der Wasserführung wird der Nil aber von zahlreichen Flüssen geringerer Länge weit übertroffen.

Der Nil ist schiffbar aber nicht betonnt, d.h. das Fahrwasser ist nicht gekennzeichnet. Ebenso existieren keine Untiefentonnen. Es kommt durchaus mal vor, dass ein Kreuzfahrtschiff aufsitzt (Bild). Ebenso gibt es offensichtlich keinen Recht-Linksverkehr für entgegenkommende Schiffe. Es wird auf einer beliebigen Seite passiert oder überholt.
Auf welcher Seite passiert wird, wird auch nicht mit Schallsignalen angekündigt. Wenn man trotzdem welche hört, dann dienen sie nur der Begrüßung der Kapitäne untereinander. Dabei können durchaus Schallsignale auftreten, die Ähnlichkeit mit offiziellen Warnsignalen haben.
Und dann durfte ich auch noch auf die Brücke unseres Schiffes: Der Kapitän trug eine Galabeya, er sprach nur arabisch, d.h. ein Steward (Englisch mäßig) musste übersetzen. Die Ausstattung war sehr vorsichtig ausgedrückt überraschend spartanisch:
Radar defekt ("Radar is sleeping"), es hingen wirr die Drähte raus.
Kein Echolot, kein GPS, keine Karten, keine Logge, keine Kühlwasserzeige, keine Öltemperatur, kein Öldruck
Die Sicherheitvorkehrungen auf dem Schiff sind nicht ausreichend: Es wurde keine Sicherheitseinweisung mit den Passagieren durchgeführt. Schwimmwesten sind in jeder Kabine vorhanden, das Anlegen wurde aber nicht geübt.
Feuersicherheit: Feuerlöscher sind in jeder Kabine und auf den Gängen und Treppenhäusern vorhanden, ebenso Rauchmelder und eine Sprinkleranlage.
Rettungsboote sind vohanden, ist ist jedoch unklar, ob sie für alle Passagiere ausreichen.
Die Position des Radars ist schlichtweg falsch: Es ist vor der Brüstung des Sonnendecks vorne angebracht. Dadurch ist auf dem Radar eine Sicht nach hinten nicht möglich und zudem sind alle Passagiere auf dem Sonnendeck den Radarstrahlen (gesundheitsschädlich!) ausgesetzt.
Von den drei Maschinen unseres Schiffes liefen während der gesamten Reise nur zwei, einmal traten auch Probleme mit der zweiten Maschine auf.
Jedes Schiff wird von zwei Soldaten/Polizisten bewacht, die sich an Bord befinden. Die Maschinenpistolen sind übrigens keine russischen Kalaschnikows, sondern deutsche Waffen von Heckler&Koch. Ebenso werden alle Anlegestellen bewacht.



Weblinks:
Der Nil in Wikipedia
Ägypten in Wikipedia
Erfahrungsberichte Lightshow Karnaktempel


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Karte Nil in Oberägypten
Der Nil in Oberägypten  Großbild klick!










Instrumente der Pioneer II
(Bild: Peter Walter)  Großbild klick!










Zum Vergleich der Steuerstand eines deutschen Schiffes, der
"Regina Danubia" auf der Donau in Passau
(Bild: Peter Walter)   Großbild klick!












Fahrwassertonnen wie hier auf der Norderelbe gibt es
auf dem Nil nicht.   Großbild klick!













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