EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Information für Touristen/Segler
von Peter O. Walter
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Der interessanteste Abschnitt des Nils mit den meisten Sehenswürdigkeiten liegt zwischen Luxor und Assuan und ist folgerichtig der touristische Brennpunkt. Kreuzten in den Achziger-Jahren noch weniger als fünfzig Schiffe auf diesem Abschnitt des Nils, so sind es heute (Stand 2010) knapp vierhundert Flussschiffe. Die Folge ist drangvolle Enge an den Anlegestellen in Luxor, Edfu, Com ombo und Assuan. Die Schiffe liegen zu fünft im Päckchen, mit laufenden Generatoren (Klimaanlagen!) und Dunkelheit in den Passagierkabinen. Die beste Reisezeit ist im November und Februar/März. Allerdings ist im März die Häufigkeit von Sandstürmen am höchsten. Die Sommermonate (Mai bis September) sind für Europäer ungeeignet, da die Temperaturen zwischen 40 und 45 Grad liegen, an heißen Tagen auch über 50 Grad. Bei den Besichtigungen geraten die Reiseplaner leider in ein Dilemma: Entweder setzen sie die Ausflüge sehr früh an und holen damit die Passagiere früh aus den Betten (dafür gibt es dann die Besichtigung zu moderaten Temperaturen) oder sie lassen ihre Schützlinge länger schlafen, mit dem Nachteil hoher Temperaturen im Tempel. Wir haben die Früh-Morgen-Variante gehabt und sind gut gefahren damit. Unsere Reiseführerin war eine Ägypterin aus offensichtlich gehobenen Verhältnissen, die gut Deutsch sprach und sich als sehr kompetent und engagiert erwies. Allerdings wurden die Verhältnisse in Ägypten sehr geschönt dargestellt, das wird wohl bei vielen Fremdenführern so sein. Überhaupt war das Personal auf unserem Schiff, der Pioneer II, sehr bemüht und lieferte einen hervorragenden Service ab. Beispiel Kabinenpersonal: Kaum hatte man mal eine Ruhepause auf dem Bett eingelegt, war es auch schon wieder frisch gemacht. Die Handtücher wurden sehr oft ausgetauscht und mit phantasievollen Figuren auf dem Bett drapiert. Die Sauberkeit auf dem Schiff war hervorragend, überall wurde geputzt und poliert. Nach dem Mittagessen waren die Liegestühle und Stühle, die vorher von den Gästen wild umher gestellt worden waren, wieder sauber und makellos ausgerichtet. Die Kabinen waren stilvoll mit rotem Edelholz möbliert, reichlich groß und sehr sauber. In jeder Kabine gibt es einen Tresor, in dem Wertsachen aufbewahrt und mit einer frei wählbaren Zahlenkombination gesichert werden können. Das Essen war reichlich und gut: Vorpeisen: verschiedene Salate mit mehreren Saucen oder/und Suppe Bei den Hauptspeisen konnte man tagtäglich zwischen Fisch, Hühnchen oder Rind wählen oder auch von allem nehmen. Danach ein reichliches Nachspeisenbüffet. Getränke gehen extra und werden am Ende des Törns bezahlt. Beim Candle-Light-Dinner und dem Abendessen am letzten Tag wurden die Gänge an den Tisch serviert. Ein Captain's Dinner ist auf Nilkreuzfahren nicht üblich. Um 1600 Uhr war "Teatime" auf dem Sonnendeck, da gab es Kaffe (Nesskafee) oder Tee und kleine Kuchenstückchen.
Während eines Sandsturms kann die Sicht auf dem Nil zwischen 300 und 10 Metern liegen. Der Nil in Wikipedia Ägypten in Wikipedia Erfahrungsberichte Lightshow Karnaktempel Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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