EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Fur / Limfjord

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Fur (altertümlich: Fuur) ist eine 22,29 Quadratkilometer große Insel mit 765 Einwohnern (2016) im Limfjord. Vom Festland aus (Ost-Salling) erreicht man Fur in drei Minuten mit einer Fähre über den 400 m breiten Fursund.

Die Insel ist unter geologischen Gesichtspunkten von herausragendem Interesse. In der ganz überwiegend aus Moler aufgebauten Steilküste im Norden der Insel ist nahezu die gesamte Schichtfolge des Moler mit seinen zahlreichen Aschelagen (Fur-Formation aus dem Unteren Eozän) aufgeschlossen. Sehenswert ist auch der Abschnitt ungefähr in der Mitte der Nordküste zwischen Stolleklint und østklint, an dem der so genannte Rødsten (Rotstein) vorkommt. Die Apsis und ein Teil des Kirchenschiffes der Fur-Kirche in Nederby sind aus Rotstein erbaut. Der höchste Punkt der Insel ist heute der Lille Jenshøj mit 76 Metern.

Tourismus und Unterkünfte: Fur ist heute eine typische Ferienhaus-Insel und beherbergt über 1.000 Sommergäste. Ansonsten gibt es Landwirtschaft mit schwarzen sandigen Äckern, Muschelfischerei und Molerindustrie. Moler ist ein tonartiges, sehr leichtes Mineral, das u. a. im Feuerfestbau von Industrieofenanlagen Bedeutung hat.



Fur Havn
56° 48.165' N 009° 1.300' E
Die Marina bietet Plätze für Segelyachten bis zu 15 Meter LÜA auf 2,8 bis 3 Meter Wassertiefe.

Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tageslicht und nachts problemlos. Nachts ist die Hafeneinfahrt befeuert. Angelegt wird in Boxen oder am Kai gegenüber der Einfahrt.

Im Süden ist Fur flach und steigt sanft gegen Norden zur Steilküste an. Dort sieht man den erst vor weniger als hundert Jahren angepflanzten Bäumen die bevorzugte Windrichtung an. Zuvor dominierte hier die Heide. Die Insel hat etwas steinige Strände, aber man kann im Limfjord baden.

Hanno schreibt: Ende August 2012 waren wir mit unserem "pocket-cruiser", einer Com-Pac 23/3 von Virksund (das war unser Ausgangshafen zum Kranen) nach Fur und dann weiter nach Glyngore etc. gesegelt. Der Hafen von Fur war nicht überfüllt - es waren einige Plätze frei. Die Sanitäranlagen waren sauber, unweit des Fähranlegers konnte man leckeren Fisch essen. Etwas weiter waren Fahrräder (bei der Touristen-Information) auszuleihen. Das kleine Museum ist sehenswert - und eine Rundtour über die goldige Insel per Fahrrad sowieso. In einem Steinbruch kann man Fossilien suchen (und findet auch welche!).

Service / Sonstiges: Duschen/WC, Fahrradverleih, Tankmöglichkeit Diesel, Restaurant / Lokal, Bord-Werkstatt, Einkaufsmöglichkeiten, Wasser am Steg, Slipeinrichtung, Kran, Arzt, Bank, Post

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesem Hafen mitteilen könnten. Kontakt 



windsack
Die Küsten des Limfjords sind flach bis leicht hügelig. Somit kann der Wind fast ungehindert über den Fjord streifen, großartige Winddreher, Fallböen und thermische Winde sind somit nicht zu erwarten. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten: Winddreher und Düsenwirkungen sind gelegentlich an Engstellen zu beobachten.



Weblinks:
Fur in Wikipedia
Aktueller Wind in Fur

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Lage Fur
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Übersicht Hafen Fur
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Moler-Formation in einem Steilküstenabschnitt auf Fur
(Bild: Jens Buurgaard Nielsen)  Großbild klick!











Fur Havn
(Bild: VolkerHH)  Großbild klick!








Fähre legt ab
(Bild: jq1966)  Großbild klick!












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