Die dänische Hafenstadt
Svendborg (dt: Schwenburg) ist nach Odense die zweitgrößte Stadt auf
Fünen und gehört zur Region Syddanmark (Region Süddänemark). Sie liegt am Svendborgsund und ist Endpunkt der Eisenbahnlinie aus Odense. Eine Straße führt über mehrere Brücken von hier aus über Tåsinge nach Langeland. Die Stadt feierte 2003 ihren 750. Geburtstag.
In Svendborg wird u.a. Schiffbau betrieben. Die größte Reederei der Welt A. P. Møller-Mærsk wurde hier 1904 bzw. 1912 gegründet. Das Stammhaus, die „Villa Anna“ der Familie Maersk-McKinney Möller, steht noch heute im „Høje Bøge Vej“. Die wohl bekannteste Bootswerft der Stadt ist Walsted Baadeværft, die sich auf den Bau und das Refit klassischer Segelyachten spezialisiert hat.
Der Tourismus spielt eine zunehmende Rolle. Vor allem Segler aus den Ostseeanrainerländern nutzen die vielen Yachthäfen in den Sommermonaten.Svendborg ist das dänische Bildungszentrum für maritime Ausbildung.
Die geschützte Lage im Svendborg Sund förderte die Entwicklung der Stadt. Zahlreiche Handelsschiffe waren hier schon im frühen Mittelalter beheimatet. Für den Aufschwung Svendborgs, das um 1250 Stadtrechte erhielt, sorgte auch der Klerus. Der Bau von Kirchen zog Handwerker und Architekten in die Stadt, deren Entwicklung durch Kriege und Plünderungen immer wieder gebremst wurde. Die Schweden raubten Svendborg mit der Erstürmung im Jahr 1659 für lange Zeit die Lebenskraft und ein Großfeuer nahm den Svendborgern im 18. Jahrhundert wiederum den Wind aus den Segeln.
Sehenswürdigkeiten
* Die Stadt besitzt mehrere Museen, so ein kulturhistorisches Museum, eine prähistorische Sammlung, ein zoologisches Museum und ein privates Spielzeugmuseum.
* Die romanische Nicolaikirche stammt aus dem Jahre 1220.
Tourismus und Unterkünfte: Svendborg profitiert durch seine Lage an der Ostseeküste vom Tourismus. Es gibt einen gut ausgebauten Campingplatz und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Svendborg
55° 03.7' N 10° 37.0' E
Durch den Svendborgsund fließt eine recht starke Strömung, mal Segen, mal Fluch. Leider zieht die Strömung auch durch den Stadthafen, was häufiger zu erlebnisreichen Anlegemanöver führt. Gut vorbereiten und auf alles gefasst sein (bei Seitenströmung so ansteuern, als ob man die luvseitige Box nehmen will - dann landet man fast unvermeidlich da, wo man eigentlich hin wollte).
Der Hafen selbst hat wenig zu bieten, mit Ausnahme einer guten Fischhandlung (Bendixens) an der Nordmole. Die Industrieanlagen rund um den Hafen und die Werft auf der Halbinsel Fredriksø sind wegen des Kraches und Geruches nach Futtermitteln wenig einladend.
Allerdings gibt es eine Ausnahme: wenn die Klassiktage Anfang August sind und hunderte klassische Yachten den Hafen bevölkern liegt eine besondere Atmosphäre in der Luft.
Zur Zeit werden die Hafenanlagen nach und nach saniert. Die Stege sind schon wieder auf Vordermann gebracht worden, und auch die "Doppelgarage" mit ihren dürftigen Sanitäranlagen hat ausgedient. Es ist ein nagelneues Gebäude mit reichlich und gut ausgestatteten Duschen und Toiletten gebaut worden. Zusätzlich gibt es dort auch 2 kostenlose Internetzugänge, über die der Abruf von Wetterberichten und E-Mails kein Problem ist.
Während der Saison ist der Hafen schnell voll, so das man leicht in 3er oder 4er Päkchen liegt.
Brötchen gibt es übrigens an der Tankstelle gegenüber der Fischhandlung an der Nordmole, oder besser noch von dort aus gesehen 250 Meter weiter rechts im Supermarkt. Dort hat der Bäcker ab 7.00 Uhr geöffnet und backt frisch.
Navigation: Die Ansteuerung des Handelshafens ist bei Tag und bei Nacht problemlos. Man kommt durch den gut betonnten Svendborg Sund. Bei Nacht fordert die komplizierte Befeuerung aber Erfahrung und navigatorische Erfahrung. Der Strom im Sund ist unregelmäßig und abhängig von den Windverhältnissen. Bei ruhigem Wetter kentert der Strom jedoch tidenabhängig alle sechs Stunden. Der Unterschied zwischen mittlerem Hoch- und Niedrigwasser beträgt 0,3 - 0,6 Meter. Dabei tritt Strömung von etwa zwei Knoten auf, die aber bei Starkwind auch vier bis fünf Knoten betragen können (Strominformationen sind der N.V. Sportschiffahrtskarte S 12A zu entnehmen).
Service und Sonstiges: Sanitäranlagen, Wasser, Müllentsorgung, Zollstelle, Yachtzubehör, Segelmacherei, Strom am Steg, Diesel, Lebensmittel, Kran, Werft, Fäkalienentsorgung, Rampe / Slip, öffentliche Verkehrsmittel, Fahrradverleih, Internetzugang
Telefon: +45 / 62 21 06 57
Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht.
Die Hauptwindrichtung ist West bis Nordwest. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig und ist beeinflusst durch geografische Gegebenheiten (Küstenlinie):
Abdeckungen, Winddreher,
Düsenwirkungen etc.
Thermische Winde gibt es nicht.