EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Thorsminde / Dänemark

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Wetter Holstebro
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Torsminde oder Thorsminde ist eine kleine Hafenstadt an der Westküste Jütlands mit 402 Einwohnern (Stand 1. Januar 2010). Der Name Thornsminde wird oft mit „Thorsgedenken“ übersetzt. Eine alternative Bedeutungserklärung lautet „Dorschmünde“ (von torsk = Dorsch, minde = Mündung).

Thornsminde liegt auf der Bøvling Klit genannten Nehrung des Nissum Fjords (nicht zu verwechseln mit dem Nissum Bredning weiter nördlich, am Limfjord), dessen schmaler Ausfluss durch eine Schleuse die die Stadt in Nord- und Südhälfte teilt. In Nord-Süd-Richtung verläuft die Regionalstraße 181 unter dem Namen Klitvej (deutsch „Dünenweg“) durch den Ort.

Haupterwerbszweig ist neben dem Tourismus die Fischerei. Der 1972 eingeweihte Hafen, der charakteristisch für die Stadt ist, wird durch Dünen von der Nordsee getrennt und liegt direkt an der Fjordeinfahrt, die durch zwei lange Molen geschützt wird. Er dient hauptsächlich den kleinen Küstenfischerbooten als Liegeplatz.

An Heiligabend 1811 ereignete sich vor der dänischen Westküste eines der schwersten Unglücke in der Geschichte der Royal Navy. Wenig nördlich von Thornsminde strandeten während eines Winterorkans das Kriegsschiff „HMS Defence“ und zwei Kilometer südlich von ihr das Kriegsschiff „HMS St. George“. Bei dem Unglück kamen über 1300 Menschen ums Leben, nur 17 (in manchen Quellen 18) schafften es lebend an Land und wurden, obwohl sie Feinde waren, von den Einheimischen gerettet. Zur Erinnerung wurde ein Gedenkstein in den Dünen aufgestellt - der Ort dort heißt Dødemandsbjergene, auf deutsch „Berge der toten Männer“.

Im Februar 1992 wurde das „Strandingmuseum St. George“ eröffnet, in dem zahlreiche Fundstücke der ab 1970 marinearchäologisch untersuchten Wracks ausgestellt sind, darunter den 4 Tonnen schweren Anker der St. George. 1997 wurde ein von Bord der St. George geborgenes Skelett ausgestellt, was zu hefteigen Protesten aus Großbritannien führte, woraufhin das Skelett aus dem Museum entfernt und beigesetzt wurde. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich außerdem mit der Skagerrakschlacht und dem 1916 bei Thornsminde gesprengten deutschen Unterseeboot U-20. Darüber hinaus wird allerlei Strandgut gezeigt, das den Fischern bei ihrer Arbeit ins Netz ging.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Kirche von Thornsminde, die eine ehemalige Rettungsbootstation ist.

Tourismus und Unterkünfte: In Thornsminde gibt es einen Campingplatz und Ferienhäuser, die von regionalen Anbietern vermietet werden. Thornsminde gilt als Zentrum der Angler des Nissum Fjords, die dort vor allem Hering und Makrelen fangen, und ist ein beliebtes Ausflugsziel für die Ferienhausgebiete im Süden. Rund um gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.



Hafen Thorsminde
56° 22,301' N 006° 6,830' E
Thorsminde Havn ist ein Gemeindehafen, der bei einer Entwässerungsschleuse desn Nissum Fjords liegt. Einst mussten die Schiffe durch die kleine Kammerschleuse geschleust werden.
Der Hafen im Westen wurde 1967 gebautt. 1990 gab es rund 75 beheimaten Kutter und im Frühjahr die selbe Nummer Fahrzeuge von die innere Dänishe Gewässer nach der West Küste um Seezungen zu fangen.
Wache rund um die Uhr und konstante Überwachung an der VHF Kanal 13-16. Oder Tlf. 97 49 70 44.
Weil der Hafen bei einer Entwässerungsschleuse liegt, ist gibt es oft Strömungen in der Hafeneinfahrt.

Claudia Untiedt schreibt: In Thorsminde, einem vom großen Tourismus noch verschonten Örtchen, mussten wir allerdings im Fischereihafen an einer Pier längsseits gehen. Es gab keinen Schwimmsteg. Bei fast einem Meter Tidenhub halfen hier nur ganz lange Leinen, die wir vorn und achtern weit entfernt an der Pier belegten. Durch den flachen Winkel der Festmacher konnte das Boot sich mit dem Wasserstand auf und ab bewegen, ohne bei Hochwasser zu lose zu liegen oder bei Niedrigwasser an den Leinen zu zerren.



windsack
Der Wind weht fast immer aus westlicher Richtung und wird daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert. An der Westküste Jütlands führt dies zu heftigem Seegang, Windsurfen und Segeln sind deswegen hier beliebte Wassersportarten. Die Nordsee gilt wegen der starken Gezeiten und der vielen Flachwassergebiete in Küstennähe als wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als Ostsee oder Mittelmeer, so dass hier weit weniger Segler unterwegs sind, als an den anderen Küsten. Der Wind ist von der Großwetterlage abhängig. Thermische Winde gibt es nicht.



Weblinks:
Thorsminde in Wikipedia


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Lage Thorsminde   Großbild klick!

























Übersicht Hafen Thorsminde (Bild: Google Earth)   Großbild klick!










Fischereihafen (Bild: Kurt O. Wörl)   Großbild klick!











Endloser Sandstrand bei Thorsminde
(Bild: MdE (de))   Großbild klick!









(Bild: K. L. M., Randers)   Großbild klick!









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