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Online-Hafenhandbuch Deutschland:
Seglerhafen Büsum

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Büsum / Nordsee: Der Seglerhafen von Büsum (Bild: goe-panorama-2008)

Der Hafenort Büsum (4786 Einwohner, 2016) liegt an der Nordsee, an der Meldorfer Bucht, nahe der Eidermündung in der Dithmarscher Marsch, etwa 100 km nordwestlich von Hamburg. Ursprünglich eine Insel, ist Büsum seit 1585 mit dem Festland verbunden. Vor allem der Fremdenverkehr prägt die Gemeinde, der Ausflugs- und Fischereihafen prägt das Ortsbild; die dort angelandeten Büsumer Krabben sind auch überregional bekannt.

Büsum besitzt nach Brunsbüttel den größten Hafen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Durch den Gezeitenstrom Piep (Norderpiep in Richtung Eider und Nordfriesland, Süderpiep gen Helgoland und Elbmündung) ist die Fahrt durch das Wattenmeer in die offene Nordsee möglich. Bei normalem Wetter können auch bei Niedrigwasser Schiffe bis zwei Meter Tiefgang anlegen. Gegen die Sturmflutgefahr ist der Büsumer Hafen durch ein Sperrwerk geschützt, das ab Wasserständen von 1 Meter über NN geschlossen wird.
Hier liegen vor allem Ausflugsschiffe, die unter anderem nach Helgoland fahren, und Krabbenkutter. Das Büsumer Fischereikennzeichen ist „SC“, im Hafen liegen aber nicht nur Büsumer Kutter, sondern je nach Fanglage auch solche aus Friedrichskoog und zunehmend auch größere Fahrzeuge aus den Niederlanden. So befanden sich im Juni 2008 beispielsweise zusätzlich zu den 25 Büsumer Kuttern noch je 50 aus dem übrigen Deutschland und 50 Kutter aus den Niederlanden im Hafen.

Die Helgoland-Schiffe fahren in den Sommermonaten, ab dem Jahr 2008 sind die MS Lady von Büsum und die Funny Girl auf der Strecke unterwegs.



Büsumer Yachthafen
54° 7.148' N 008° 51.569' E
hat ein Sperrwerk mit einem charakteristischen Tower. Dieser ist ständig besetzt und es wird durch Ampelschaltung der Verkehr durch die in der Regel offenstehende, 22 m breite Schleuse gelenkt. Der Schleusenmeister ist auch Seenotbeobachter, hat den UKW Arbeitskanal 11 und die Telefon-Nr. 04834-2183
Die Hauptaufgabe der Schleusenmitarbeiter ist jedoch der Hochwasserschutz. Sobald die Flut höher als 40 cm über normal aufläuft, wird das Tor geschlossen. Kleinere Schiffe können dann schleusen.

Der Hafen hat vier Becken:
1. Der Hafenarm im Zentrum ist sehr verschlickt und flach und ist als Museumshafen deklariert.
2. Hier in Ortsnähe verkehren Ausflugsschiffe der Reederei Rahder, es liegen Fischkutter und Behördenfahrzeuge an der Pier. Am Ende des Hafenarms befindet sich eine Werft.
3. Ein tiefer Hafen mit Fischereibetrieb. Vorn rechts legen die nach Helgoland verkehrenden Seebäderschiffe "Funny Girl" (Reederei Cassen Eils) und die "Lady von Büsum" (Reederei Rahder) an.
4. In diesem großen, verschlickten Hafenarm liegt die Anlage für Sportboote.

Nach Schleusendurchfahrt hat links der neue Rettungskreuzer "SK 33" seinen Liegeplatz. (Die "Hans Hackmack" wurde nach Grömitz verlegt). Hinter den Dalben der Schleuse führt rechts die Zufahrt zum Yachtanleger. Den Priggenweg sollte man vorsichtshalber einhalten. Eine Stunde vor und nach Niedrigwasser ist der Segelhafen für Segelschiffe praktisch nicht schiffbar. Der Zufahrt am nächsten sind außen die Gastliegeplätze. Die Anlage wird vom BSV, dem Büsumer Segler Verein, betrieben.

Der Liege- und Manövrierbereich wird künstlich tief gehalten.
Durch die Abgelegenheit am Deich, der die Meldorfer Bucht umschließt, gab es Einbrüche und Vandalismus. Der Zugang ist deshalb ständig verschlossen. Der Hafenmeister Jürgen Taube, der von 8-9 und 17-19 Uhr dienstbereit ist, händigt gegen Pfand von 15 € den Schlüssel zum Tor aus. Kann man diese Zeiten nicht einhalten, so ist er unter der Nr. 04834-703 privat erreichbar. 2010 wurde ein massives Vereinshaus in Betrieb genommen. Die Preise für Gastlieger pro Nacht: bis 8 m: 9 €   8 bis 9 m: 10 €   9,1 bis 10 m: 11 €   10,1 bis 11 m: 13 €   über 11 m: 15 €

Darin enthalten sind alle Serviceleistungen. Strom und Wasser am Steg, sanitäre Einrichtungen (Duschen), Fahrräder, Müll und WLAN.

Der Weg in den Ort ist zu weit, um zu Fuß Frühstücksbrötchen zu holen. Ansonsten bietet Büsum eine Versorgung mit nahezu allem, was man benötigt: Boots- und Fischereiausrüster am Hafen, Lebensmittelversorgung durch große Märkte. Zahlreiche Restaurants. Durch die touristische Prägung sind viele Freizeitaktivitäten (Piratenbad, Wattlaufen, Aquarium, Blanker Hans, Fischereimuseum, Outdoor Kartbahn) möglich und es finden viele Veranstaltungen statt, die unter Buesum.de auch zu finden sind.

Kontakt:
Büsumer Yachthafen, Segeltörn 22, 25761 Büsum
Tel: +49 4834 3607
Schleuse/Sperrwerk: 04834/2183 (UKW Kanal 11)
Guenter.Fennemann (at) t-online.de
http://www.bsv-buesum.de/

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister. 3,5 Seemeilen südöstlich liegt der Meldorfer Yachthafen.



windsack
Der Wind bei Büsum weht fast immer aus westlicher Richtung und wird daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert. Dies führt oft zu heftigem Seegang. Die Nordsee gilt wegen der starken Gezeiten und der vielen Flachwassergebiete in Küstennähe als wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als Ostsee oder Mittelmeer, so dass hier weit weniger Segler unterwegs sind, als an den anderen Küsten.



Weblinks:
Büsum in Wikipedia
Webcam Hafen
Büsumer Seglerverein e.V.
Camping Büsum
Wohnmobil-Stellplatz Büsum/Hafen
Aktueller Wind in Büsum

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Lage von Büsum
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!









Bäderschiff "Lady von Büsum" fährt nach Helgoland
(Bild: joergens.mi)  Großbild klick!








Der Leuchtturm im Hafen wurde 1912/1913 als Leit- und Orientierungsfeuer errichtet. Höhe von 21,4 Meter. Die Feuerhöhe 22 Meter über dem mittleren Tidehochwasser. Tragweite bis zu 19 sm.
(Bild: Losch)  Großbild klick!












(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!











Clubhaus, Hafenmeister und Duschen
(Bild: goe-panorama-2008)  Großbild klick!










Hafen Büsum aus der Luft (Bild: Ralf Roletschek)  Großbild klick!











Segelhafen Büsum (Bild: smartensen)  Großbild klick!











Fischereihafen Büsum (Bild: Dirk Ingo Franke)  Großbild klick!









Hafeneinfahrt und Sperrwerk Büsum
(Bild: wawiwe)  Großbild klick!













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