EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Insel Helgoland

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.

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Helgoland, Unterland mit "Hummerhütten" (ehemalige Fischerunterkünfte)- und Arbeitsplätze (Bild: Apeto)  Großbild klick!


Helgoland (engl. Heligoland, 1400 Einwohner, 2016), ist Deutschlands am weitesten vom Festland entfernte Insel der Nordsee. Helgoland liegt in der Deutschen Bucht und besteht aus der Hauptinsel, die sich in Unter-, Mittel- und Oberland gliedert, und der seit 1721 abgetrennten Insel „Düne“. Der Name der Insel wird häufig mit niederdeutsch „Heiliges Land“ identifiziert, andere vermuten einen gleichen Wortstamm wie beim Wort Hallig.

Helgoland wird oft als „Deutschlands einzige Hochseeinsel“ bezeichnet, was nach der Definition von Hohe See nur rechtlich gesehen korrekt ist. Geografisch betrachtet liegt Helgoland zwar „auf offener See“, aber noch im Bereich des Festlandsockels (geringe Meerestiefe) und damit nicht im Tiefsee-Bereich „auf hoher See“ wie z. B. Inseln im Atlantik.

Helgoland stellt innerhalb der Deutschen Bucht die nordwestliche Begrenzung der Helgoländer Bucht dar. Beide Inseln liegen im Naturschutzgebiet Helgoländer Felssockel.

Helgoland, das aus der rund 1 km² großen Hauptinsel sowie der etwa 0,7 km² großen Düne besteht, liegt etwa 70 Kilometer südwestlich der Südspitze von Sylt, 43 Kilometer westlich der Westküste der Halbinsel Eiderstedt, 62 Kilometer nordwestlich der Elbemündung, 55 Kilometer nordwestlich der niedersächsischen Küste bei Cuxhaven, 43 Kilometer nördlich von Wangerooge, 70 Kilometer nordöstlich von Norderney und 95 Kilometer nordöstlich von Borkum. Die genaue Lage von Helgoland ist 54°11' nördliche Breite und 7°53' östliche Länge.

Die Hauptinsel von Helgoland wird in das Oberland, das Mittelland und das Unterland unterteilt. Sie besitzt im Süden neben der Landungsbrücke einen kleinen Sandbadestrandund fällt im Norden, Westen und Südwesten in steilen Klippen gut 50 Meter zum Meer hin ab; im Meer fällt das Gelände im Südwesten im Helgoländer Becken bis 56 m unter NN ab. Der Strand im Norden ist wegen der sehr starken Strömung nicht zum Baden geeignet. Am Nordwestende der Hauptinsel befindet sich das bekannteste Wahrzeichen Helgolands – die Lange Anna. Mit 61,3 m ist der „Pinneberg“ die höchste Erhebung der Insel. Er befindet sich im Oberland und ist nur über einen Trampelpfad zu erreichen. Auf ihm befindet sich ein eisernes Gipfelkreuz. Durch die Zugehörigkeit Helgolands zum Kreis Pinneberg ist der „Pinneberg“ auch gleichzeitig die höchste Erhebung des Landkreises.

Die benachbarte Insel Düne befindet sich jenseits der kleinen Meeresstraße Reede, die in Nord- und Südreede unterteilt wird, knapp einen Kilometer östlich der helgoländischen Hauptinsel. Sie wird als Badeinsel bzw. als eine flache Strandinsel bezeichnet und war bis ins frühe 18. Jahrhundert mit Helgoland durch einen Naturdamm verbunden. Auf ihr ist auch der kleine Helgoländer Flugplatz neben dem Campingplatz und dem alten sowie neuen Bungalowdorf angelegt.



Hafen Helgoland
54° 10.241' N(at)007° 54.101' E
Die häufigste Ansteuerungs-Richtung, die hier beschrieben wird, erfolgt von NE über SE bis SW. Langsam fahrende Sportboote sollten unbedingt mit dem Tidenstrom aus den Gatten, Prielen und Flüssen ausfahren, dort ist der Gewinn an Geschwindigkeit am größten.

Von SE aus der Elbe kommend kreuzt man das Fahrwasser spätestens, wenn der Anliegerkurs von etwa 300° möglich wird. Das ist ungefähr bei "Bk. Z" und vor dem Gebiet (etwa zwischen den Tonnen "Elbe Racon" und Verbindungslinie "1" - "2"), dessen Queren verboten ist. Wenn die Sicht sehr gering ist, könnte man "Cuxhaven Elbe Traffic" auf Kanal 71 oder direkt "Scharhörn-Radar" auf Kanal 18 anrufen und sich beraten lassen. Der Ankerplatz "Außenelbe Reede" bleibt dann knapp an Bb. Der Kurs kann direkt auf die Hafeneinfahrt gelegt werden. Die Tonne "Düne-S" bleibt knapp an Stb. Die grüne Tonne "1" darf an Bb bleiben.

Aus mehr südlicher Richtung kommend (Weser, Jade), empfehle ich sehr auf die Großschifffahrt zu achten, die auf unterschiedlichsten Kursen unterwegs ist. Die Ansteuerungstonne "Helgoland-O" und die weiteren roten Tonnen bleiben - und müssen (Naturschutzgebiet "Helgoländer Felssockel", Befahren verboten!) auf direktem Kurs an Bb bleiben. Der Tidenstrom setzt in diesem Bereich quer, das ist aber in idealer Weise an der Richtfeuerlinie Düne, welche mit 20° angesteuert wird, zu erkennen.

Um aus SW-licher Richtung nach Helgoland zu fahren, z. B. von den Ostfriesischen Inseln, muss man zunächst das Verkehrstrennungsgebiet "Terschelling-Deutsche Bucht" überwinden. Entweder durch rechtwinkliges Queren - oder durch Umfahren (etwa 2 Kabel östlich der "TG 19/Weser 2") passieren. Dann steuert man die Tonne "Helgoland-O" an. Es gilt das im vorigen Absatz dazu genannte.

Aus Osten kommt man von Meldorf/Büsum über die Süderpiep. Diese hat kaum Verkehr und auch auf See quert nur selten ein Dickschiff. Ich empfehle, die Tonne "Düne S" knapp an Stb anzusteuern und von dort direkt die Hafeneinfahrt. Vom Tiefgang und der Gesetzeslage ist es aber auch möglich, die Tonne "Düne S" zu schneiden.

Von Sylt, Amrum, Föhr, Pellworm gelangt man über Vortrapptief, Rütergat, Schmaltief oder Norderhever aus NE-licher Richtung nach Helgoland. Die NW-Zufahrt zwischen Tonne "Sellebrunn-W" und Tonne "Nathurn-N" würde ich trotz Betonnung und guter Wassertiefe nicht nehmen - oder nur bei segeltaktischer Erfordernis. Vielmehr würde ich die Düne an Stb lassen und wie im vorigen Absatz beschrieben verfahren.

Häfen und Liegeplätze

Südhafen
Gewöhnlich fährt man in den Vorhafen und den Südhafen, der ein Bundeshafen ist. Der Hafen ist tidenunabhängig anzulaufen. Im W-lichen Teil des Vorhafens darf geankert werden. Für den Notfall ist das gut - oder 'wer es mag'. Liegegeld wird auch hier fällig. 'Megayachten' suchen sich einen Platz an den Piers in Absprache mit dem Hafenamt UKW Kanal 67 (Tagesdienstzeit beachten). Normale größere Sportboote finden einen guten Platz in kleinen Päckchen an der Nordkaje (Aufstieg per Leiter). Mittelgroße Sportboote machen an einer Pontonreihe fest, die entlang einer leichten Pier von der Nordkaje abgeht oder an einer Pontonreihe entlang der neu (2007 auf 2008) instandgesetzten Ostkaje.

Je nach Belegung ist das "Päckchenliegen" üblich. (Ein Dutzend Boote nebeneinander sind keine Seltenheit. Um die Bootsreihen zu stabilisieren sind im Hafenbecken gelbe Bojen ausgelegt.) Das bedingt eine ständige Bootsbesetzung um verholbereit zu sein; in Absprache mit den Nachbarn sollte ein Landgang möglich sein. Interessant wird es morgens, wenn innenliegende Boote ablegen wollen.

Vor der Ecke zum Rettungskreuzer ist für kleine Yachten ein guter Platz. Die letztgenannten Liegeplätze haben einen Landgang, der auch für behinderte Personen geeignet ist. In Absprache mit dem Hafenmeister ist ein bevorzugter Anlege-Platz zu erlangen. Um Frischwasser zu bunkern muss man vor den Tonnenhof an die Westkaje verholen. Entnahme jederzeit über einen Münzautomat (50c-Stücke). Der Schlauch muß quer über die Fahr- und Lauffläche zum Boot geführt werden. Nach eigener Beobachtung war das bei Ankunft der Schnellfähre "Halunder Jet" ein rücksichtsloses Unternehmen, denn jeder Passagier mit rollbaren Koffern und Taschen strauchelte darüber.

Landstrom 230 V gibt es seit der Saison 2009 über moderne Entnahmesäulen an den Stegen. Diese wurden mit einer Investition von etwa 60.000 € durch die Firma Jörn Rickmers, Outdoorbekleidung, Schiffsausrüstung und Tankstelle errichtet. Weiterhin gibt es die vom WSA zur Verfügung gestellten Steckdosen an Land. Freischaltung erfolgt durch den Hafenmeister per Schlüssel-/Chipsystem gegen Gebühr.

WC, Dusch- und Waschgelegenheit befinden sich im Keller des Hafenrestaurants "Marina". Diese Einrichtung wird von einem sehr freundlichen Betreiber (Lothar) geführt und ist ebenfalls gebührenpflichtig.

Wassersportclub Helgoland - Segelsparte
Hinter der erwähnten leichten Brücke hat die Segelsparte des Wassersportclub Helgoland die sehr unreine Wasserfläche gepachtet und diese mit einer Pontonanlage belegt. Es ist höchst gefährlich für das Boot, dieses Gebiet zu befahren! Nur eingewiesene Kameraden dürfen nach Anmeldung einlaufen und hier festmachen. Bei Abwesenheit einheimischer Boote können einige Gastliegeplätze zur Verfügung gestellt werden. Vorteil: man liegt einzeln an Auslegern, kann das Boot verlassen; das Liegegeld fließt der Segelsparte zu und man kann deren Einrichtungen nutzen.

Eine Alternative stellt der Nordosthafen dar. Hier hat sich die Motorbootsparte des Wassersportclub Helgoland etabliert. Es stehen diverse Gastliegeplätze an Ponton-Auslegern mit Landgang über Gangways zur Verfügung, auch für Segelboote. Der Hafenwart ist ebenfalls per Handy erreichbar. Sanitäre Einrichtungen sind in einem Container vorhanden.

Diesel und Benzin kann man an einer Bootstankstelle im Binnenhafen bunkern. Achtung, bei Niedrigwasser ist es dort recht flach! Treibstoff ist billiger als auf dem Festland! Am Tankschlengel sind zwei Zapfstellen. Boote machen mithilfe ausliegender Leinen einzeln fest und räumen bei wartenden Kunden (treibend im Hafen) den Platz nach der Betankung umgehend. Es besteht Kontakt vom Schlengel mit dem Tankwart per Freisprechanlage. Am Tankstellen-Gebäude kann man Kanister füllen, die als Service zum Hafen gefahren werden.

Kontakt:
Postfach 11 25, 27498 Helgoland
Tel: +49 4725 7211
Web: www.wsc-helgoland.de

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



windsack
Auf Helgoland herrscht typisches Hochseeklima mit ganzjährigen Niederschlägen und nur geringen tageszeitlichen Temperaturschwankungen. Die Luft ist nahezu pollenfrei und damit ideal für Allergiker.
Die Insel hat mit durchschnittlich 2 °C das wintermildeste Klima Deutschlands; Wintertiefsttemperaturen von tiefer als -5 °C sind selten. Die golfstromerwärmte Nordsee mit rund 5 °C Wassertemperatur wirkt dabei als Wärmespeicher. Wegen der Hochseelage werden die kalten Nordost- bzw. Ostwinde aus Russland abgeschwächt, die Wintertemperaturen können bis zu 10 °C höher als zum Beispiel in Hamburg liegen. Es gibt jedoch häufig Nebel und nur wenig Sonnenschein im Winter, Schnee fällt nur selten.
Das prägende Element des Nordseeklimas ist allerdings der Wind, der fast immer aus westlicher Richtung weht und daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert wird. Windsurfen und Segeln sind wegen des immer vorhandenen Windes beliebte Wassersportarten. Die Nordsee gilt wegen der starken Gezeiten und der vielen Flachwassergebiete in Küstennähe als wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als Ostsee oder Mittelmeer, so dass hier weit weniger Segler unterwegs sind, als an den anderen Küsten.


Weblinks:
Die Insel Helgoland in Wikipedia
Webcams Binnenhafen
Webcam Dünen
Historie Hafenanlagen Helgoland


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Lage Helgoland  Großbild klick!













Übersicht
(Bild: Google Earth / Walter  Großbild Klick!











Die Lange Anna (Bild: Andreas Trepte, www.photo-natur.de)
(Bild: )  Großbild klick!









Helgoland Hafen (Bild: Skiirskott)  Großbild klick!















Luftbild Helgoland (Bild: Pegasus2)  Großbild klick!










Oberland mit Leuchtturm
(Bild: Hartmut Josi Bennöhr)  Großbild klick!












Seehunde auf der Düne (Bild: Politikaner)  Großbild klick!









Hafen während der Nordseewoche
(Bild: Hein.Mück)  Großbild klick!


















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