EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Der Nord-Ostsee-Kanal

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Hochbrücke Brunsbüttel Nord-Ostsee-Kanal (Bild: Nightflyer)


Marinas und Häfen:  Brunsbüttel   Büdelsdorf   Holtenau   Marina Schreiber   Möltenort   Obereider Yachtservice   Rendsburg& nbsp; Stickenhörn  

Der Nord-Ostsee-Kanal heißt in der internationalen Schifffahrt "KIEL-CANAL". Er ist die meistbefahrene künstliche Seeschifffahrtstraße der Welt. Der KIEL-CANAL erspart den Umweg um Skagen; im Mittel eine Wegverkürzung von 250 Seemeilen. Waren für seinen Bau noch seestrategische Gründe maßgebend, so steht der KIEL-CANAL heute ausschließlich im Dienst des Warenaustausches der Länder des Ostseeraumes mit der übrigen Welt. Tag und Nacht passieren ihn über das Jahr verteilt über 37.000 Schiffe. Einen maßgeblichen Anteil haben dabei Handelsschiffe. Passagen von Sport- und Kleinfahrzeugen werden in einer gesonderten Statistik mit über 18.000 beziffert.
Die heutige Bundeswasserstraße wurde 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal eröffnet und trug diesen Namen bis 1948.

Da der Nord-Ostsee-Kanal das Land Schleswig-Holstein von Südwesten nach Nordosten "zerschneidet", muss nicht nur auf dem Wasser der reibungslose Verkehrsfluss gewährleistet sein, sondern auch an Land für ausreichende Querungen über den Kanal für Schienen- und Straßenverkehr gesorgt werden. Seit der zweiten Erweiterungsphase wird in entsprechenden Arbeitsprogrammen der Landesregierung ein Maßnahmenkatalog der großen Investitionsaufgaben im Verkehrsbereich, besonders im Ausbau der großen Nord-Süd-Linien von überregionaler Bedeutung, umgesetzt. Inzwischen stehen 13 freifahrende Fähren, eine Schwebefähre, je ein Straßen- und Fußgängertunnel, vier Straßenhochbrücken, zwei Eisenbahnhochbrücken, zwei kombinierte Eisenbahn- und Straßenhochbrücken sowie zwei Autobahnhochbrücken zur Verfügung.



Wirtschaftlichkeit
Auf der Strecke Hamburg-Rostock spart ein Reeder mit der Passage durch den Nord-Ostsee-Kanal bei einer Zeitverkürzung von 1,5 Tagen und einer Verringerung der Strecke um 430 Seemeilen ca. $ 27.000. Durch Nutzung des Panama-Kanals auf der Strecke Hamburg-Peru bedeutet die Kanalnutzung eine Ersparnis von 9 Tagen, 4.000 Seemeilen und ca. $ 162.000. Es ist zu vermuten, daß sich die größeren gebotenen Vorteile auch auf die für die Kanalpassage erhobenen Gebühren und damit auf die Rentabilität positiv auswirken.

Der Kanal gehört zu den spiegelgleichen Seekanälen und wird an beiden Enden durch Schleusen gegen die wechselnden Wasserstände (verursacht durch Gezeiten oder Windstau) der Nordsee und der Ostsee abgeschlossen. Die Endpunkte befinden sich in Brunsbüttel an der Elbe und in Kiel, Stadtteil Kiel-Holtenau in der Kieler Förde. Sie liegen 98,637 Kilometer auseinander (Luftlinie 85,5 km).

Dabei durchquert der Kanal mehrere Landschaftszonen Schleswig-Holsteins. Zunächst durchquert er die Marsch und durchschneidet dann einen Geestrücken. Bis Rendsburg orientiert sich der Kanal an der Eiderniederung und erreicht dann das östliche Hügelland. Wichtigste Hafenstadt im Verlauf des Kanals ist Rendsburg. Nordöstlich von Rendsburg verläuft der Kanal eine Weile lang durch das alte Flussbett der Eider. Zwischen Rendsburg und Kiel bildet der Kanal die Grenze zwischen den Landesteilen (Süd-) Schleswig und Holstein.


Sportschifffahrt:
Auf absehbare Zeit (9 Jahre oder mehr, Stand Nov. 2015) müssen sich Segler auf lange Wartezeiten in Kiel/Holtenau einrichten. Die kleine Schleuse für die Sportschifffahrt ist marode und gesperrt. Segler müssen also mit den Großschiffen geschleust werden. Diese haben aber Vorrang, daher die Wartezeiten. Die Geldmittel für die Renovierung stehen noch nicht mal bereit. Schleusenzeiten können über VHF Kanal 12, Rufzeichen "Kiel-Kanal 4" oder Tel. 0431/3603-152 abgefragt werden.

Der Nord-Ostsee-Kanal ist auch für die Sportschifffahrt attraktiv. Die Sportyachten befuhren den Nord-Ostsee-Kanal in der Saison von Ende April bis Ende Oktober.
Sportfahrzeuge dürfen den Nord-Ostsee-Kanal nur während der Tagesfahrzeiten (ohne Lotsen) und wenn keine Sichtbehinderung herrscht, befahren. Entsprechende Informationen zum Schleusen gibt der Schleusenmeister auf den UKW-Kanälen 12 oder 13. Der Verkehrslagebericht von den Verkehrszentralen ist die Information für den Streckenbereich auf den UKW-Kanälen 2 oder 3.
Das Rauchen und offenes Feuer ist im Bereich der Schleusen aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Das Segeln im Nord-Ostsee-Kanal ist generell nicht erlaubt, Sportfahrzeuge mit Maschinenantrieb dürfen zusätzlich Segel setzen.
Auch für die Sport- bzw. Kleinfahrzeuge gilt die Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h auf dem Nord-Ostsee-Kanal sowie das Rechtsfahrgebot. Es muss soweit wie möglich in Ufernähe gefahren werden, auf bestimmten Strecken ist der Mindestabstand durch Sichtzeichen angegeben.
Die Gebühren für die Kanalpassage wird in den Schleusen entrichtet. In Kiel-Holtenau erfolgt dieses beim Schleusenmeister der Alten Schleusen oder in den Neuen Schleusen beim Zeitungskiosk bzw. in Brunsbüttel wird hierfür am Gebührenanleger oder im Yachthafen festgemacht.
Ein Merkblatt für die Sportschifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal verteilen (auf Anfrage) die Wasser- und Schifffahrtsämter Brunsbüttel und Kiel-Holtenau oder bei der Durchfahrt der Schleusenmeister.
Kennzeichen für die Sport- bzw. Kleinfahrzeuge können bei allen Wasser- und Schifffahrtsämtern beantragt werden.

Abmessungen
Länge 98,637 km
Breite im Wasserspiegel 162 m (teilweise noch 102,5 m)
Breite in der Sohle 90 m (teilweise noch 44 m)
Wassertiefe 11 m


Weblinks:
Der Nord-Ostsee-Kanal in Wikipedia
Webcams
nord-ostsee-kanal-info.de/
Welches Schiff befindet sich wo?
Schiffe auf dem NO-Kanals mit AIS
Fahrrad gegen Schiff, er ist schneller?

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Yachthäfen am Nord-Ostsee-Kanal
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild Klick!









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Schleuse Brunbüttel (Bild: Leonard G.)  Großbild klick!








Übersicht Nord-Ostsee-Kanal Brunsbüttel
(Bild: Google Earth)  Großbild klick!










Kreuzfahrtschiff "Aida" im NO-Kanal (Bild: Torsten Bolten)  Großbild klick!













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Briefmarke 1970 (Bild: Nightflyer)  Großbild klick!















Übersicht Einfahrt Ost (Bild: )  Großbild klick!









Nord-Ostsee-Kanal bei Brunsbüttel
(Bild: UlrichAAB)  Großbild klick!














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