EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Die Nordsee

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Bensersiel Nordsee: Strandpanorama (Bild: Simplicius)  Großbild klick!


Die Deutsche Nordsee haben wir in drei Bereiche eingeteilt:

Ostfriesland   Elbe mit Außenelbe   Nordfriesland  


Dänische Inseln:  Rømø 

Westfriesische Inseln (Niederlande):  Ameland  Schiermonnikoog  Terschelling  Texel  Vlieland 




Die Nordsee liegt größtenteils auf dem europäischen Kontinentalschelf. Eine Ausnahme bildet lediglich ein schmales Gebiet der nördlichen Nordsee vor Norwegen. Die Nordsee wird begrenzt von der Insel Großbritannien im Westen und dem nord- und mitteleuropäischen Festland mit Norwegen (Nordost), Dänemark (Ost) sowie Deutschland (Südost), Niederlande (Süd), Belgien und Frankreich (Südwest).

Im Südwesten geht die Nordsee durch die Straße von Dover in den Ärmelkanal über, im Osten hat sie über Skagerrak und Kattegat Kontakt zur Ostsee und nach Norden öffnet sie sich trichterförmig zum Europäischen Nordmeer, das im Osten des Nordatlantiks liegt.

Neben den offensichtlichen Grenzen durch die Küsten der Anrainerstaaten wird die Nordsee durch eine gedachte Linie vom norwegischen Lindesnes hin zum dänischen Hanstholm in Richtung Skagerrak abgegrenzt. Die nördliche Grenze zum Atlantik ist naturräumlich weniger eindeutig. Traditionell wird eine gedachte Linie von Nordschottland über die Shetlands bis hin zum norwegischen Ålesund angenommen.

Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantischen Ozeans im nordwestlichen Europa. Sie ist auf drei Seiten von Land begrenzt und öffnet sich trichterförmig zum nordöstlichen Atlantik.
Die südliche Nordsee ist zusammen mit dem angrenzenden Ärmelkanal die am dichtesten befahrene Schifffahrtsregion in der Welt.
Kommerzielle Fischerei hat den Fischbestand des Meeres in den letzten Jahrzehnten vermindert.

Die Nordsee ist ein Schelfmeer mit einer durchschnittlichen Tiefe von nur 93 Metern. Der Meeresboden liegt größtenteils auf dem Schelf, und so steigt die Tiefe von 25 bis 35 Metern im südlichen Teil auf bis zu 100 bis 200 Metern am Kontinentalhang zwischen Norwegen und nördlich der Shetlandinseln.
Der gesamte südliche Teil des Meeres ist dabei höchstens 50 Meter tief. Die Ausnahme bildet die Norwegische Rinne; an dieser tiefsten Stelle misst die Nordsee 725 Meter. Die flachste Stelle abseits der Küstengebiete liegt in der Doggerbank. Die südliche Nordsee wird von zahlreichen großen Sandbänken durchzogen.

Die Flachwasserzone Doggerbank (auf dem Satbild rot umrandet) ist etwa halb so groß wie die Niederlande mit einer Tiefe zwischen nur 13 Metern bis zu höchstens 20 Metern. Sie ist als Ort zum Fischfang berühmt, bei Stürmen brechen hier sogar häufiger die Wellen.



Für Fischerei- und Wettervorhersagen wie beispielsweise die des
Seewetterdienstes Hamburg, wird die Nordsee in verschiedenen Teilbereiche untergliedert:

Westliche Nordsee von Norden nach Süden:

    Viking - Östlich der Shetlandinseln, wird im Süden durch Forties und im Osten durch Utsira begrenzt.
    Forties - Östlich Schottlands.
    Dogger - Liegt unter anderem über der Doggerbank.
    Südwestliche Nordsee - Das Gebiet der Southern Bight.

Östliche Nordsee von Norden nach Süden:

    Utsira - Westlich der norwegischen Küste, nach der gleichnamigen Insel.
    Fischer - Grenzt westlich an den Skagerrak.
    Deutsche Bucht - Zwischen der niederländischen, deutschen und dänischen Nordseeküste.




Sturmfluten und Küstenschutz
Besonders gefährdet für Sturmfluten sind die Küsten der heutigen Niederlande, Belgiens, Deutschlands und Dänemarks. Diese sind relativ flach, so dass bereits eine relativ geringe Erhöhung des Wasserstandes ausreicht, um weite Landstriche unter Wasser zu setzen.
Zudem sind Stürme aus westlichen Richtungen an der Nordsee besonders heftig, so dass die gefährdetsten Stellen die südöstlichen Küsten sind.
Winde aus Nordwest treffen dabei vor allem die Niederlande und die niedersächsische Küste, Winde aus West- bis Südwest die schleswig-holsteinische Küste.
Im Laufe der Geschichte kosteten Sturmfluten hunderttausenden Menschen das Leben, diese Fluten formten maßgeblich die heutige Küstengestalt mit. Bis in die frühe Neuzeit hinein lagen die Opferzahlen oft bei mehreren zehntausend oder gar hunderttausend Opfern pro Flut. Inwieweit diese Zahlen zuverlässig sind, kann aber nach heutigem Wissen nur schwer eingeschätzt werden.



windsack
Das prägende Element des Nordseeklimas ist allerdings der Wind, der fast immer aus westlicher Richtung weht und daher mit Salz und Feuchtigkeit angereichert wird. Windsurfen und Segeln sind wegen des immer vorhandenen Windes beliebte Wassersportarten. Die Nordsee gilt wegen der starken Gezeiten und der vielen Flachwassergebiete in Küstennähe als wesentlich schwieriger zu segelndes Gebiet als Ostsee oder Mittelmeer, so dass hier weit weniger Segler unterwegs sind, als an den anderen Küsten.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 156 Kilometern pro Stunden fegte am 1.11.06 Tief "Britta" über die Nordsee und Norddeutschland. Auch im Bereich der Nordseeinseln erreichte der Sturm teilweise die Stärke eines Orkans. Dadurch kam es zu rekordverdächtigem Seegang. Nachrichtenagenturen meldeten Wellenhöhen von bis zu 17 Metern in der Nordsee.

Nach Angaben des Seewetter-Experten Wolfgang Rosenthal vom GKSS-Forschungszentrum in Geesthacht wird in der Nordsee eine "Jahrhundertwelle" - ein Brecher, der statistisch gesehen einmal alle 100 Jahre vorkommt - 18 bis 19 Meter hoch. Allerdings gelte das, wenn die Welle bei den schottischen Orkney-Inseln in die Nordsee eintrete. Mit abnehmender Wassertiefe sinke aber auch die Höhe der Welle, so dass eine solche Jahrhundertwelle in der Deutschen Bucht nur noch 10 bis 11 Meter hoch sei.

Eine Messboje des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hatte gestern im 25 Meter tiefen Wasser vor der Elbmündung zunächst knapp 15 Meter hohe Wellen gemeldet. Dabei handelte es sich nach Angaben des BSH zwar um einen Messfehler, wahrscheinlich aufgrund einer Funkstörung. Dafür aber habe die Forschungsplattform "Fino", die rund 50 Kilometer nördlich der Insel Borkum stationiert ist, Zehn-Meter-Brecher gemessen - "das ist der höchste Seegang, den das BSH in seiner Geschichte jemals beobachtet hat", sagte ein Mitarbeiter des Bundesamts.


Übersicht Reviere Nordsee
(Bild: NordNordWest / Bearbeitung Walter) Großbild klick!













Hafen Büsum aus der Luft (Bild: Ralf Roletschek)  Großbild klick!











Windbezirke Nordsee  Großbild klick!


















Strandsegelschule Borkum
(Bild: Strandsegelschule Borkum)  Großbild klick!














Autofreie Insel Baltrum: Gepäcktransport per Handwagen
(Bild: Lokilech) Großbild klick!































Weblinks:
Die Nordsee in Wikipedia
Schiffe auf der Nordseemit AIS
Aktuelle Stömungskarte Deutsche Bucht
Aktuelle Stömungskarte Nordsee
Ermittlung der Gezeiten

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