EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Dover Marina / Ärmelkanal

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Dover, Ärmelkanal, GB, Hafenpanorama (Bild: Nilfanion)  Großbild klick!


Die Hafenstadt Dover ist der wichtigste englische Hafen an der Straße von Dover am Ärmelkanal.

Da Dover die englische Stadt mit der geringsten Entfernung zum europäischen Festland ist, hatte sie schon seit Jahrhunderten eine hervorragende strategische Bedeutung. Das 1992 gefundene, bronzezeitliche Doverboot, ist das derzeit älteste ehemals seegehende Boot der Welt.

Zur Zeit der Römer war Dover ein wichtiger befestigter Hafen namens Portus Dubris. In Dover begann die römische Straße „Watling Street“ (angelsächsisch: Wæcelinga Stræt), die quer durch Britannien führte. Die britannische Flotte der Römer (Classis Britannica) war ebenfalls in Dover stationiert und kontrollierte von dort aus die Meerenge.

Zwischen 1801 und 1901 stieg die Bevölkerungszahl um das Sechsfache an. Der Hafen wurde mit zusätzlichen Molen ausgebaut; die Stadt wurde immer mehr zu einem Seebad. Es wurde ein Vergnügungspier und eine Eislauffläche errichtet. Badewagen für den Strand wurden angeschafft und an der Seeseite entstanden imposante Hotels und Appartements. Es wurde ein Eisenbahnanschluss geschaffen, sowie der Fährverkehr mit dem Kontinent erweitert. Auf dem westlichen Pier befindet sich Admirality Pier Turret. Ein gepanzerter Geschützturm von 1880 mit zwei gezogenen Vorderladerkanonen im Kaliber 16 inch (40,6 cm), die eine Reichweite von ca. sieben Kilometern besitzen. Jedes Geschütz wiegt ca. 80 t; dies sind die beiden größten Geschütze in Britannien. Die Armierung des Turret besteht aus Lagen von Schmiedeeisen und Holz, eine Verbundpanzerung Anno 1880. Aus der Geschützstellung wurden nur einige wenige Probeschüsse abgegeben. Im Jahr 1906 wurde die Stellung deaktiviert, Richtantriebe und Munitionsaufzüge später ausgebaut. Die Geschütze selbst sind noch schussfähig und befinden sich auf ihren Lafetten.

Wegen seiner Nähe zum europäischen Festland ist der Fährhafen Dover einer der meist genutzten Häfen der englischen Küste. Vom Vereinigten Königreich setzen jährlich mehrere Millionen Menschen nach Frankreich über. Es gibt regelmäßige Fährverbindungen nach Calais und Dünkirchen. Die Eröffnung des Eurotunnels 1994 und das Ende der legendären Hovercraft-Verbindung nach Calais im Jahr 2000 haben die zentrale Rolle des Hafens vermindert.



Dover Marina
51° 6.715' N 001° 19.797' E (Hafeneinfahrt)
51° 6.886' N 001° 19.005' E (Einfahrt Marina)
Die ganzjährig geöffnete Marina bietet 400 Liegeplätze (davon für Gäste) für Segelyachten bis zu 16 Meter LÜA auf maximal 5,5 Meter Wassertiefe. Dover ist ein Port of Entry, d.h. es sind alle Behörden vorhanden, welche eine Ein- oder Ausreise ermöglichen.

Navigation: Die Einfahrt in den Außenhafen ist entweder von Westen (Fl.7,5.20M/Oc.R.30s.18M) oder im Osten des lang Wellenbrechers möglich. Bei Starkwind aus Südwest und gegen die Tidenströmung entsteht aber in der östlichen Einfahrt eine unangenehme Kabbelsee. Achtung auf das Flach, das mit einer Nordkardinaltonne markiert ist. Die Schleuse in die Wellington Dock Marina ist etwa eine Stunde vor bis nach Hochwasser geöffnet, an Backbord liegt davor ein Wartekai. Die Schleuse zur Weiterfahrt in die Granville Dock Marina ist etwa vier Stunden vor bis nach HW passierbar. Zum zweiten, nördlichen Marinabecken führt eine Drehbrücke. Der Verkehr im Bereich des Hafens wird über die Dover Port Control geregelt. Vor der Ein- oder Ausfahrt muss die Erlaubnis über Kanal 74 eingeholt werden. Achtung auf die schnellen Fähren! Angelegt wird an Schwimmstegen mit Fingern. Nachts ist die Hafeneinfahrt beidseitig mehrfach befeuert. Im Hafen gilt eine Höchstgeschwindigkeit von drei Knoten.

Küste: Die Küste im Bereich der Marina ist urban geprägt. Es dominieren Industriebauten wie Lagerhallen, Silos Fährterminals. Im Außenbereich besteht sie aus langen Kiesstränden. Im Westen und Osten liegen die berühmten weißen Kreidefelsen von Dover. Das Land dahinter ist hügelig und wird landwirtschaftlich genutzt.

Service / Sonstiges: Strom/Wasser am Steg, Duschen/WC (auch behindertengerecht), Waschsalon, Tankstelle, Restaurants 1 km, Einkaufsmöglichkeiten Supermarkt (1 km), Schiffsausrüster, Arzt, Bank, Post

Kontakt:
Dover Marina, Marina Parade, GB CT17 9BU, Dover
Tel: +44 13 04 24 04 00
Fax: +44 13 04 24 04 65
Email: marina@doverport.co.uk
VHF Kanal 9

Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt

Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.



windsack
Der Hafen ist gut geschützt bei allen Windrichtungen. Westliche, mäßige bis steife Winde sind die Regel, Flauten sind selten. Die Gewässer weisen als Tidengewässer extreme Strömungsverhältnisse auf: Ein Tidenhub von bis zu 5 Metern und Tidenströme bis zu 5 Knoten ergeben ein interessantes Revier.




Weblinks:
Dover in Wikipedia
Webcam Dover
Bilderseite Dover

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Lage Dover
(Bild: Eric Gaba / Bearbeitung Walter) Großbild klick!










Übersicht Marina Dover
(Bild: Google Earth / Bearbeitung Walter)  Großbild klick!










Dover Castle
(Bild: Chensiyuan)  Großbild klick!









Dover: Admiralty Pier Turret
(Bild: David Alan Moore)  Großbild klick!









Hafeneinfahrt Dover
(Bild: CaptainHaddock)  Großbild klick!




Die Kreisefelsen von Dover
(Bild: Immanuel Giel)  Großbild klick!









Dover Harbour Beach
(Bild: JTA)  Großbild klick!









Dover: Schnellfähre
(Bild: Remi Jouan)  Großbild klick!







Dover: Südlicher Wellenbrecher
(Bild: Luctor)  Großbild klick!









Dover Stadtzentum
(Bild: Eluveitie)  Großbild klick!









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