EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM

Revierinformation für Segler:
Isle of Wight / Großbritannien

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Die Isle of Wight ist eine der Südküste Großbritanniens vorgelagerte Insel – gegenüber der Stadt Southampton gelegen. Sie ist rund 35 km lang und bis zu etwa 20 km breit. Auf einer Fläche von 381 km² leben rund 138.400 Menschen (2004). Früher gehörte die Insel zur Grafschaft Hampshire, aber seit 1974 ist sie eigenständig. Hauptstadt ist Newport.

Die Insel hat in etwa die Form einer Raute. Vom britischen Festland wird sie heute durch den Solent, einem Meeresarm des Ärmelkanals, getrennt. Bis 6000 v. Chr. war sie Teil des Festlandes und der Solent war ein Fluss. Geologisch gesehen gehört die Insel zur südenglischen Kreideformation. Landschaftliches Merkmal sind die Kreidehügel, die sich im Zentrum über die gesamte Insel ziehen, um am westlichen Ende von Wight vor den Needles (Nadeln), drei bis zu 30 m aus dem Meer ragenden Kreidefelsen, steil ins Meer abzufallen.

Von den Einwohnern schlicht „die Insel“ genannt, gibt es von ihr Schiffs- und Hovercraft-Verbindungen zum Festland. Fährverbindungen bestehen nach Lymington, Southampton und Portsmouth. Britische Navtex-Station in Niton. Flughäfen für kleinere Maschinen bestehen in Bembridge und Sandown. Auf der Insel selbst findet der Besucher ein dichtes Straßennetz vor, das vor allem in der Urlaubssaison auch stark frequentiert wird. Wegen der Nähe zum Festland ist die Insel ein beliebtes Ziel für Briten, die speziell die Küstenorte Ryde, Sandown, Shanklin, Ventnor und Freshwater, aber auch verschiedene kleinere Ortschaften in verschiedenen Gegenden gerne besuchen.

Wight hat eine der kürzesten britischen Eisenbahnlinien. Die Island Line („Insel-Linie“) fährt gerade einmal 13,6 Kilometer von Ryde Pier Head nach Shanklin im Osten der Insel. Alte Züge der Londoner U-Bahn Baujahr 1938 fahren auf dieser Strecke. Dennoch soll die Bahngesellschaft die höchste Zuverlässigkeit aller britischen Bahngesellschaften haben.



Cowes Yacht Haven
50°45,7’N 001°17,7’W
Cowes ist ein kleiner Ort auf der Nordseite der Isle of Wight. Der Ort ist Namensgeber für die jährlich statt findende Cowes Week, welche die älteste regelmäßig statt findende Regatta ist. Cowes ist auch der Geburtsort des Americas Cup, der hier im Jahre 1851 aus dem £100 Cup des Royal Yacht Squadron hervor ging., der durch die Yacht America gewonnen wurde. Die Gewässer vor Cowes sind ebenfalls des Veranstaltungsort des alle zwei Jahre vom Royal Ocean Racing Club (RORC) organisierten Admirals Cup der in den letzten Jahren aufgrund mangelnden Interesses mehrfach abgesagt wurde. Bis 1999 fand als Abschlussregatta des Admiral Cups das Fastnet Race statt, welches seit dem als eigenständige Veranstaltung statt findet und vielen Seglern durch das tragische Unglück im Jahre 1979 in Erinnerung ist. Im Cowes Yacht Haven befinden sich 250 Plätze für Yachten, die jedoch recht teuer sind. Die Marina verfügt über einen 30t Travellift, sowie über einen 6t und einen 2t Kran. Toiletten, Duschen und Waschmaschinen stehen zur Verfügung. Es werden vor Ort auch Reparaturen aller Art angeboten.

Die Ansteuerung gestaltet sich recht unkompliziert. Die Einfahrt in den River Medina ist gut gekennzeichnet und Tags und Nachts befahrbar. Nordwestlich vor der Einfahrt befindet sich ein gesondert gekennzeichneter Bereich, in dem die Berufsschifffahrt auf ihrem Weg von und nach Southampton manöveriert. Aufgrund der besonderen Befahrensregeln (nachzuschlagen im Reeds) im ganzen Solent muss man sich von gewerblichen Schiffen gut frei halten. Die Einfahrt in den Fluss ist im Allgemeinen recht voll. Oft ist es schwierig, bei dem vielen Verkehr den Überblick zu behalten. Besonders die Katamaranfähren sind schneller da, als es einem lieb ist. Auf UKW-Kanal 69 kann man alle Schiffsbewegungen verfolgen, denn alle kommerziellen Schiffe, sowie Schiffe über 30m müssen dort ihre Manöver ankündigen. Südlich der Shepards Wharf Marina quert eine Kettenfähre den Fluss. Auch hier gilt es vorsichtig zu navigieren und den Kanal 69 abzuhören. Vorherige Anmeldungen bei den Marinas können auf dem UKW-Kanal 80 erfolgen. In den ganzen Gewusel darf man auch den Gezeitenströme nicht vernachlässigen.

Alle Marinas in Cowes sind hervorragend ausgestattet. Die Sanitären Anlangen sind in einem guten Zustand, Strom und Wasser sind an den Stegen vorhanden. Auch glänzen die Marinas durch zahlreiche weitere Services. Im Ort gibt es zahlreiche Geschäfte, in denen man seinen Bedarf an Lebensmitteln, Segelausrüstung und Souvenirs uneingeschränkt decken kann. Petroleum, Gas und Diesel bekommt man entweder bei Lallow's Boatyard 50m südlich des Cowes Yacht Haven oder bei Marine Support Bunkering 100m südlich der Kettenfähre, bei auf der Westseite des Flusses.

Auch außerhalb der Veranstaltungszeiten ist die pittoreske Stadt einen Besuch wert. In schönen High Street finden sich zahlreiche Läden, die meist Segelausrüstung verkaufen. Interessant ist unter anderem auch der Laden der Segelfotografen Beken of Cowes, in dem man stets eine kleine Ausstellung der Werke findet. Auf der Ostseite des River Medina hat Ellen MacArthur ihr Hauptquartier, mit etwas Glück kann man dort eines ihrer Boote sehen.

Zur Zeit der Cowes Week (Ende Juli), steigen die Preise in dem Masse, wie Liegeplätze knapp werden. Die Boote werden in enormen Päckchen bis an den Tonnenstrich des Fahrwassers gelegt, was morgens vor dem Beginn der Regatten zu einem riesen Wuhling führt. Liegeplätze sind sehr früh zu reservieren, nur mit Glück bekommt man am Morgen noch einen Platz für den Abend. Wer das Glück hat einen Platz im Cowes Yacht Haven zu ergattern hat sein Boot direkt am Zentrum der Veranstaltung zu liegen mit den entsprechenden Konsequenzen für die Nachtruhe und den Geldbeutel.



Shepards Wharf Marina
50°45,6’N 001°17,6’W
Die Shepards Wharf Marina bietet Liegeplätze für ca. 75 Boote. Sie ist deutlich günstiger als der Cowes Yacht Haven und daher meist schneller gefüllt. Auch hier stehen dem Segler Toiletten, Duschen und Waschmaschinen zur Verfügung, sowie eine Fäkalienabsauganlage. An den Stegen gibt es Strom und Wasser. Alle Servicearbeiten an den Schiffen können vor Ort vorgenommen werden.



East Cowes Marina
50° 45,2' N 001° 17,5' W
Mit über 300 Liegeplätzen ist die weiter südlich auf der Ostseite gelegene East Cowes Marina sicherlich die größte Marina in Cowes. Auch hier stehen dem Segler umfangreiche Serviceeinrichtungen zu Verfügung. Toiletten, Duschen und Waschmaschinen sind vorhanden. In der Rezeption kann man Telefonieren, Faxen und ins Internet gehen. In die Innenstadt gelangt man mit der Kettenfähre, die für Fußgänger umsonst ist. Die komplette Marina ist gut bewacht, Videoüberwachung per CCTV gilt in England als besonderer Service und die Tore sind mit Codeschlössern gesichert. In der Marina gibt es ein Restaurant.



windsack
Westliche, mäßige bis steife Winde sind die Regel, Flauten sind selten. Die Gewässer des Solent im Norden der Insel weisen als Tidengewässer extreme Strömungsverhältnisse auf: Ein Tidenhub von bis zu 5 Metern und Tidenströme bis zu 5 Knoten machen den Solent zu einem interessanten Revier.




Weblinks:
Isle of Wight in Wikipedia
Bilderseite Isle of Wight
Webcam Isle of Wight
Aktueller Wind vor Cowes

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Normandie und Ärmelkanal
(Bild: Eric Gaba / Bearbeitung Walter) Großbild klick!












Satbild: Isle of Wight   Großbild klick!











The Needles
(Bild: Christophe.Finot)  Großbild klick!










Einfahrt Hafen Cowes   Großbild klick!











Startschuss zu einer Regatta
(Bild: marpol)    Großbild klick!











Startkanonen Royal Yacht Squadron
(Bild: Andreas Schäfer (CC)) Großbild klick!











Shepards Wharf Marina   Großbild klick!















East Cows Marina   Großbild klick!
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