EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
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Die Gemeinde (Les) Saintes-Maries-de-la-Mer (2593 Einwohner, 2013) liegt direkt östlich der Mündung der Petite Rhone im Département Bouches-du-Rhône am Golf von Lion. Dieser Ort in der Landschaft Camargue ist ein alter Wallfahrtsort, der heute stark durch den Tourismus geprägt wird.
Weblinks:Erwähnt wird Saintes-Maries (so die Kurzform) erstmals bereits im 4. Jahrhundert als Sancta Maria de Ratis. Césaire von Arles vermachte diese Siedlung im Jahre 542 testamentarisch einem Kloster; danach wurde der Ort als Saintes Maries (oder Notre-Dame) de la Barque bezeichnet. 859/860 zogen Wikinger auf einem ihrer Beutezüge von hier aus Rhone-aufwärts bis in die Gegend von Valence. 869 nutzten auch die Sarazenen diese Gegend als Einfallstor für ihre Plünderung von Arles. Im 14. Jahrhundert wurde Notre-Dame-de-la-Mer zur Wehrkirche umgebaut, die noch heute steht, und seit dieser Zeit wurde der Name Notre-Dame-de-la-Mer gebräuchlich. 1448 entdeckte man (angebliche) Reliquien der beiden Heiligen Marie Jacobé und Marie Salomé, die in der Folgezeit zu einem speziellen „Marienkult“ führten, zu dem auch Gläubige von weiter her pilgerten. Während der Französischen Revolution wurde dieser Kult verboten und die Kirche teilweise zerstört (1873 restauriert). In den 1950er/1960er Jahren wurde Les Saintes-Maries-de-la-Mer zu einem Geheimtipp der französischen neuen „Bohème“, bald auch der europäischen Beatniks, blieb zudem ein religiös bedeutender Ort für die Gitanes; in mancher Sommernacht entwickelte sich auf den Straßen und am Mittelmeerstrand ein spontanes Flamenco-Festival. Wie es Geheimtipps oft ergeht, wuchs die Stadt zwischen 1960 und 1999 von 680 auf ca. 2500 Einwohner an, und während der Sommermonate beherbergt sie ein Vielfaches davon. Inzwischen arbeitet dort praktisch niemand mehr als Fischer oder Bauer, die Einwohner leben vom Tourismus. So erlebt Saintes-Maries-de-la-Mer gegenwärtig einen weiteren Ausbau der entsprechenden Infrastruktur, der das ursprüngliche Gesicht der Stadt nachhaltig verändert (Bau von Appartementanlagen, eines Sportboothafens, Planung eines Hochgeschwindigkeitskurses für Windsurfer u. ä.). Durch das östlich des Ortes gelegene Naturschutzgebiet führt ein etwa 25 km langer Fußweg ins benachbarte Salin-de-Giraud. Port-Gardian / Les Saintes-Maries de la Mer / Golf von Lion 43° 26.749' N 004° 25.440' E Die ganzjährig geöffnete Marina bietet 300 Liegeplätze Plätze (davon 80 für Gäste) für Segelyachten bis zu 17 Meter LÜA auf maximal 2,8 Meter Wassertiefe. Navigation: Wegen der umliegenden Sandbänke die die kleine Rhone aufwirft, empfiehlt sich die Ansteuerung aus Süd bis Südost mit Kurs ca. 320° bis 360°. Die in manchen Karten verzeichnete Ansteuerungstonne existiert nicht mehr. Sie lag etwa 3sm südlich der Hafeneinfahrt. Bei Starkwind aus Süd bis Ost können sich im flachen Wasser der Einfahrt gefährliche Grundseen entwickeln. Accueil und Capitainerie liegen einlaufend backbord bei der Tankstelle. Die Anmeldung erfolgt über UKW Kanal 9, Telefon: 0490978587. Bei starker Brandung entsteht eine erhebliche Strömung quer zu den Liegeplätzen. Die Boote liegen dann sehr unruhig, das An- und Ablegen ist erschwert. Als Ansteuerungshilfe kann tagsüber die weithin sichtbare Wehrkirche Notre-Dame-de-la-Mer dienen. Nachts ist die Hafeneinfahrt beidseitig befeuert. Die Küste im Bereich des Hafens der Marina ist urban geprägt und dicht bebaut. Im Außenbereich besteht sie aus langen Sandstränden mit Dünen. Das Land dahinter ist flach und wird landwirtschaftlich genutzt. Dahinter liegen Lagunen. Service / Sonstiges: Duschen/WC (auch behindertengerecht): Für die hervorragenden Sanitäranlagen bekommt man mit der Rechnung eine Codenummer, die man an der Tür zum Öffnen eingeben muss. Das erscheint praktischer als die Lösungen mit Chipkarte, Schlüssel etc., die man alle nur gegen Pfand erhält und zu den Öffnungszeiten der Capitainerie wieder zurückgeben muss. Waschsalon, Tankstelle, Restaurants 300m, Bord-Werkstatt, Motoren-Werkstatt, Einkaufsmöglichkeiten Supermarkt 300m, Strom/Wasser am Steg, Entsorgung Altöl, WC-Tank Chemie-WC, Schiffsausrüster, kostenloses WLAN im Hafen, Fahrradverleih gegenüber dem Rathaus, Wettervorhersage, Travellift 14t, Slip, Kran, Autoverleih (an einer der Tankstellen nahe des Ortsausgangs Richting Arles), Arzt, Bank, Post Kontakt: Port-Gardian, Avenue Théodore Aubanel, BP 74 - 13460 Saintes-Maries-de-la-Mer Tel: +33 490 978 587 Fax: +33 490 979 782 Mail: portgardian@saintesmaries.com Web: http://www.port-gardian.camargue.fr/ VHF Kanal 9 Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.
Im Hochsommer dagegen dominiert meist der Garbi, ein Wind aus Südwest, der thermisch verstärkt und unter Tiefdruckeinfluß auch leicht 6-7 Windstärken erreichen kann. Saintes-Maries-de-la-Mer in Wikipedia Webcam Saintes-Maries-de-la-Mer Bilderseite Saintes-Maries-de-la-Mer Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
Schlagwörter: Marina Saintes-Maries-de-la-Mer, Golf von Lion, Frankreich, Ansteuerung, Anlegesteg, Hafen, Yachthafen, Marina, Wassertiefen, Tourismus, Fremdenverkehr, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler, Seglerinfo, Satellitenbild, Segelreisen, Lagekarte, Webcams, Filme, Wetter Saintes-Maries-de-la-Mer |
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