EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr. |
In der näheren Umgebung von Agios Efstratios liegen zahlreiche Felseninselchen von denen Daskalio, Velia und die Zwölf Apostel die größten sind. Siedlungsüberreste aus unterschiedlichen Epochen an verschiedenen Stellen lassen darauf schließen, dass die Insel seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. bis in die byzantinischen Zeit bewohnt war. So konnten bronzezeitliche Siedlungsüberreste aus dem 3. Jahrtausend v. Chr., eine mykenische Siedlung, eine antike Stadt und ein antiker Friedhof nachgewiesen werden. Das Erdbeben am 19. Februar 1968 der Stärke 7,2 nach der Richterskala mit Epizentrum südwestlich der Insel zerstörte den Hafen und den gleichnamigen Hauptort der Insel fast vollständig. Die 1727 erbaute Basilika Agios Vasilios war eines der wenigen Bauwerke, das dem Erdbeben standhielt. Wegen der starken Zerstörung wurde der Ort an höher gelegener Stelle wiedererrichtet. Zwischen 1928 und 1963 wurden zahlreiche politische Gefangene auf die abgelegene Insel verbannt. Von 1936 bis 1948 gab es 300 Gefangene. Insgesamt sollen 6.000 Oppositionelle interniert gewesen sein, die ihr Leben selbst zu organisieren hatten. Die Gefangenen lebten überwiegend in Zelten und selbsterrichteten Hütten. Durch Unterernährung und Krankheiten gab es zahlreiche Todesfälle. Unter den Gefangenen befanden sich die Dichter und Schriftsteller Giannis Ritsos, Tassos Livaditis, Kostas Varnalis und Nikos Karouzos, der Komponist Mikis Theodorakis und der Schauspieler Manos Katrakis. Die meisten der etwa 200 ständigen Einwohner leben im gleichnamigen Hafenort überwiegend vom Fischfang. Zur Eigenversorgung werden Hühner- und Ziegenhaltung und von wenigen größeren Bauern Landwirtschaft mit Viehhaltung (Schafe und auch Kühe) betrieben. Bis in die 1960er Jahre wurden die Eicheln der der Valonea-Eiche gesammelt. Tourismus und Unterkünfte: Der Tourismus spielt auf der mit regelmäßigen Fähren von Limnos aus zu erreichenden Insel bisher kaum eine Rolle. Sie verfügt über schöne Strände, die allerdings häufig mit Plastikabfällen oder Schafskadavern verschmutzt sind. Hafen Agios Efstratios 39° 32,332' N 024° 59,156' E In den kleinen Hafen steht oft Schwell hinein. An der westlichen Pier können Segelyachten längsseits gehen. Achtung: Starke Fallböen aus nordöstlichen Richtungen! Die Versorgungsmöglichkeiten sind beschränkt. Navigation: Als Ansteuerungshilfe kann tagsüber die gut sichtbare Ortschaft mit den weißen Häusern dienen. Die Einfahrt ist frei von Untiefen und daher problemlos. Nachts ist die Hafeneinfahrt backbords rot befeuert. Die Küste im Bereich von Agios Efstratios ist recht unzugänglich: Sie besteht aus felsiger Steilküste. Das Land oberhalb ist spärlich bewachsen und bergig und wird landwirtschaftlich genutzt (Ziegenhaltung). Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesem Hafen mitteilen könnten. Kontakt
Agios Efstratios in Wikipedia Geschichte von Agios Efstratios Aktueller Wind in Agios Efstratios Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
Schlagwörter: Agios Efstratios, Aghios Efstratios, Nördliche Ägäis, Anlegesteg, Steganlage, Hafen, Yachthafen, Ankerbucht, Marina, Wassertiefen, Tourismus, Fremdenverkehr, Sehenswürdigkeiten, Geschichte, Segeln, Wind, Windbedingungen, Revierinformation für Segler, Seglerinfo, Filme |
|