EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Alonissos, nördliche Ägäis, Panorama (Bild: VirgileT) Großbild klick!
Knochenfunde bei Kokkinokastro von prähistorischen Tieren und Menschen, sowie Werkzeugen wurden auf die Zeit um 100.000 v. Chr. datiert. Vermutlich war zu dieser Zeit Alonnisos über eine Landbrücke mit den westlichen Nachbarinseln und Thessalien verbunden. Jungsteinzeitliche Werkzeuge wurden im der Inselinneren bei Kastraki entdeckt. Weitere Zeugnisse der Jungsteinzeit konnten auch auf heute unbewohnten Nachbarinseln wie Kyra Panagia nachgewiesen werden. Die für Griechenland eher seltenen Zeugnisse aus dem Mesolithikum wurden auf der Insel Gioura zum ersten Mal auf einer Ägäisinsel nachgewiesen. Im 16. Jahrhundert v. Chr. hieß die Insel Ikos und war kretische Kolonie. Die Kreter brachten den Anbau von Oliven und Wein auf die Insel. Zwischen dem 14. und 13. Jahrhundert v. Chr. wurde die Insel mykenische Kolonie. Ihren heutigen Namen Alonnisos erhielt die Insel erst 1831. Im 16. Jahrhundert n. Chr. hieß sie Liadromia und später Chiliodromia. Alonnisos wurde am 9. März 1965 von einem schweren Erdbeben mit der Stärke von 6,3 auf der Richter-Skala erschüttert: das Erdbeben kostete zwei Menschenleben, 85 % der Häuser wurden zerstört. Die Häuser im gleichnamigen Hauptort auch Chora genannt, wurde stark beschädigt. Lediglich die dicken Häuserwände des festungsartig angelegten Dorfes blieben größtenteils stehen, die meisten Dächer stürzten aber ein. Viele Einwohner bauten ihre Häuser nicht wieder auf, sondern zogen um in den Hafenort Patitiri, der sich seitdem zu dem Verwaltungs- und Einkaufszentrum der Insel entwickelt hat. Von der Lage des zerstörten Dorfes auf etwa 250 m Höhe beeindruckt, kauften Ausländer die Ruinen auf und schufen daraus kleine Ferienhäuser. Der Boden der gebirgigen Insel besteht hauptsächlich aus Kalkstein. Auf ihm wachsen Fichten, Oliven, Feigen, Mandeln und Weinreben. An den wilden Stränden leben Robben und wilde Tauben. Die Strände der Insel bestehen überwiegend aus grobem Kies und sind zumeist nur zu Fuß, mit einem Moped oder einem Boot zu erreichen. Das Ökosystem des Meeres an der Nordseite der Insel befindet sich in einem sehr guten Zustand. Vermutlich ist hier deswegen das seltenste Säugetier Europas, die Mönchsrobbe (Monachus-Monachus), heimisch. Um sie und andere Tiere zu schützen, wurde 1992 der Nationale Meerespark Alonnisos eröffnet. Ormos Tzortzi 39° 09,94' N 023° 54,06' E Eine landschaftlich reizvoll gelegene Bucht, gerade das Akrotirion Kokkinokastro ("Kap Rotes Kastell"), das bei der Ansteuerung an Backbord bleibt, ist ein immer wieder gern genommenes Fotomotiv. In der Nähe des Kaps hat man sehr alte ehemalige Siedlungen gefunden. Deshalb und wegen der schönen Strände fahren Kaikis mit Badegästen hierhin, an Land gibt es in der Nähe einen Parkplatz für Touristenbusse. Abends wird er auch in der Hochsaison der größte Trubel vorbei sein. Man ankert im Norden der Bucht auf gut haltendem Grund, wenn der Anker nicht gerade auf eines der Seegrasfelder gefallen ist. Am Strand gibt es ein Taverne, geöffnet hat sie offensichtlich nur in der Haupturlaubszeit. Ansonsten keinerlei Versorgungsmöglichkeiten. Man liegt hier ruhig in bewaldeten Hängen mit verstreut angesiedelten Ferienhäusern, es kann jedoch leichter Schwell um die Huk laufen. Ormos Gerakas (auch Ormos Phirakos) 39° 16,29' N 023° 56,90' E Einige verstreute Ferienhäuser und Gehöfte findet man hier, mittendrin das im Vergleich riesige Betonbauwerk der Meeresbeobachtungsstation. In der nach Nordosten offenen Bucht hat man einen kräftigen Wellenbrecher und Piers gebaut. Der Hafen wird offensichtlich nur von einigen Fischern genutzt. Einer der wenigen Häfen in der Ägäis, in denen man teilweise längsseits festgemacht liegt (zumindest wenn Platz vorhanden ist). Der Schutz bei Nordwind war bei unserem Besuch verblüffend gut, Erfahrungen bei kräftigem und länger andauerndem Meltemi liegen nicht vor. Keinerlei Versorgungsmöglichkeiten.
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