EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
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Euböa ist eine langgestreckte Insel mit einer Gesamtküstenlänge von 678 km, etwa 175 km lang und 6 bis 45 km breit. Über ihre gesamte Länge wird die Insel von einem Gebirgszug durchzogen, der sich im Nordwesten an Thessalien anschließt und sich nach Süden über die Inseln Andros, Tenos und Mykonos fortsetzt. Berglandschaften mit Gipfeln bis zu 1.800 m, Bergdörfer und Klöster wechseln sich ab mit fruchtbaren Tälern und Hochebenen, dichten Wäldern und völlig verkarsteter Landschaft. Es wird angenommen, dass Euböa ursprünglich Teil des griechischen Festlandes gewesen ist und von diesem durch ein Erdbeben getrennt wurde. Da die Insel in der Nähe einer Verwerfungslinie liegt und außerdem sowohl bei Thukydides und Strabon von Erschütterungen des Nordteils der Insel berichtet wird, ist ein solches Szenario durchaus vorstellbar. Die nördlichen Ausläufer der Insel werden von der Küste Thessaliens durch eine Meerenge getrennt, die an ihrer engsten Stelle 2,4 km breit ist. Die Meerenge zwischen Euböa und dem griechischen Festland wird bei Chalkida, wo sie mit nur 40 m am engsten ist, Euripos genannt. Die ungewöhnlich stark ausgeprägten Gezeitenwechsel an dieser Stelle erregen bereits seit der Antike ein großes Interesse. Dabei wechselt die Strömung häufig und sehr plötzlich ihre Richtung bei gleich bleibender Stärke. Die erste Brücke wurde an dieser Stelle im Jahr 410 v. Chr., im 21. Jahr des Peloponnesischen Krieges, errichtet. Als die Venetianer das Gebiet besetzten, änderten sie in Anlehnung an die Brücke den Namen der Insel in Negroponte. Die größten Berge der Insel sind Dirphys (1745 m), Pyxaria (1341 m) im Nordosten und Ochi (1394 m). In der Gegend von Mantoudi und Limni wird Magnesit abgebaut, in Aliveri Lignit sowie Eisen und Nickel um Diprhys. Etwa drei Kilometer nördlich von Eretria werden Asbest und Marmor abgebaut, darunter auch Marmera Caristoy in Karistos. Das Hauptabbauzentrum von Marmor auf Euböa liegt heute bei dem Ort Styra. Darüber hinaus haben Walnüsse noch eine wirtschaftliche Bedeutung. Die staatliche Energieversorger DEI will zusammen mit dem deutschen Energiekonzern RWE ein Kohlekraftwerk bei Mandoudi errichten. Dagegen gab es Proteste. Ein außergewöhnliches Erlebnis ist die Passage dieser Stenon Euripos (Euripos-Kanal) genannten Meerenge, da man es hier mit in der Ägäis nur selten bemerkbaren Gezeiten zu tun hat. Durch die Enge treten Flussgeschwindigkeiten von bis zu sechs Knoten auf. Und genau hier - weil das gegenüberliegende Land ja so nahe liegt - befindet sich eine von zwei Brücken zwischen dem Festland und Euböa, immerhin die zweitgrößte griechische Insel. Diese Brücke lässt sich für die Schiffahrt öffnen, wegen des großen Straßenverkehrsaufkommens geschieht dies jedoch fast ausnahmslos nachts, und dann zur Stillwasserzeit.
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Ankerbucht Bufalo
38° 18' N 024° 07,2' E Tief nach Nordosten einschneidene Bucht, die hinter der weit vorspringenden Landzunge ausgezeichneten Schutz gegen Winde und Seegang aus allen Richtungen bietet.
Die Nordostküste von Euböa ist schroff und dem Meltemi voll ausgesetzt und bietet nur wenige brauchbare Liegemöglichkeiten. Die Passage zwischen der Südspitze von Euböa und der Insel Andros (Stenón Kaphireos) ist berüchtigt, hier legt der Wind um circa zwei Windstärken zu und es entstehen - ungewöhnlich für das Mittelmeer - ganz erhebliche Strömungen (bis 7 kn), die eine Passage nach Nordosten für Segelboote unmöglich machen. Oft wird deshalb eine Fahrt zwischen Euböa und dem Festland vorgezogen. Aber in Lee der teils weit über tausend Meter hohen Berge (speziell im Nordeuböischen Golf) muss man mit erheblichen Fallwinden rechnen, die eine nicht zu unterschätzende See aufbauen können.
Weblinks:
Euböa in Wikipedia Bilderseite Euböa Aktueller Wind in Euböa Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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