Nafpaktos (italienisch: Lepanto, türkisch: I.nebaht) ist eine westgriechische Hafenstadt am Eingang zum
Golf von Korinth.
Nafpaktos war einer der wichtigsten Hafenplätze der westlichen Lokris. 455 v. Chr. wurde es durch die Athener den Lokrern entrissen und mit flüchtigen Messeniern besetzt. Im Peloponnesischen Krieg war es eine Flottenstation der Athener, es wurde ihnen aber 405 v. Chr. entrissen und die Messenier wurden vertrieben. 338 v. Chr. bemächtigten sich die Ätolier der Stadt, die sie 191 v. Chr. lange, aber vergeblich gegen die Römer verteidigten. Im Jahre 217 v. Chr. wurde durch den hier geschlossenen Frieden von Naupaktos der Bundesgenossenkrieg (220-217) zwischen Philipp V. von Makedonien und seinen Bundesgenossen gegen die Aitoler und deren Verbündete beendet.
Im Mittelalter wurde die Stadt vom byzantinischen Kaiser Emanuel den Venezianern überlassen, die sie so stark befestigten, dass 1477 ein 30.000 Mann starkes osmanisches Heer nach viermonatiger Belagerung erfolglos wieder abziehen musste. Erst 1499 konnte Bajesid II. die Stadt mit einem Heer von 150.000 Mann zur Übergabe zwingen.
Bei der Seeschlacht von Lepanto (7. Oktober 1571) besiegte die venezianisch-spanische Flotte unter Don Juan de Austria die dort stationierte Flotte der Osmanen. Es war die letzte große und äußerst blutige Galeerenschlacht im Mittelmeer, die das Ende der türkischen Vorherrschaft einleitete. Ein Denkmal am venezianischen Hafen erinnert an Miguel de Cervantes, der in dieser Schlacht seine linke Hand verloren hat.
Seit 1678 war Nafpaktos als Lepanto wieder venezianischer Besitz, wurde aber im Frieden von Karlowitz 1699 erneut dem Osmanischen Reich zugesprochen. Als Folge des griechischen Freiheitskampfes wurde Nafpaktos am 27. März 1829 den Griechen übergeben.
Am Abend und bis spät in die Nacht verwandelt sich der Hafen in eine Flaniermeile mit verschiedenen Bars, die zum Sitzen im Innenbereich oder unter freiem Himmel einladen.
Tourismus und Unterkünfte: Gerade im Frühjahr und Herbst ist man in dieser idyllischen Stadt noch so gut wie allein unter Griechen. Lediglich im Hochsommer trifft man auf ein paar Touristen, die sich aber meist nur auf der Durchreise nach Delphi, Athen oder die Meteora Klöster befinden. Doch der ein oder andere hat auf seinem Weg entlang dieser noch relativ unberührten Tourismusgegend sein Herz verloren und ist wieder gekommen, um für länger zu bleiben. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Hafen Nafpaktos
38° 23,501' N 021° 49,766' E
Ein kleiner,hübscher Hafen an der Nordwestküste des Golfs von Korinth.
Navigation: Dabei gibt es keine Probleme, da Mauern und Wehrtürme beidseits der Einfahrt schon von weitem deutlich sichtbar sind. Eine weitere gute Ansteuerungsmarke ist auch die Festung über dem Ort. Nachts ist die Einfahrt auf der Steurbordseite befeuert.
Bei der Ansteuerung aus Ost muss das Kap Mornos mit großem Abstand (1 sm) gerundet werden, da Flachs weiter ins Meer reichen als die Seekarte zeigt.
Bei südlichen Winden steht eine starke Dünung in den Hafen. Festmachen kann man am westlichen Kai direkt an der Einfahrt oder am kurzen Pier im Nordwesten des Hafens mit Heckleinen und Buganker.
Wenn es im Hafen voll ist, kann man fünfzig Meter links von der Einfahrt an der kurzen Pier vor dem Strand mit langen Achterleinen rk auf 2,5 Meter Wassertiefe festmachen.
Der Golf von Korinth ist von Bergen umgeben, die wie eine Schleuse wirken und den Wind aus West oder Ost kommen lassen. Dieser erreicht in der zweiten Hälfte des Tages in der Regel ebenfalls 5 Beaufort. Die Westlagen überwiegen jedoch, auch kann es dann stürmisch werden. In der Enge von Rion ist die zeitweise starke Strömung zu beachten. Der einlaufende Strom beginnt morgens zu setzen, der auslaufende am frühen Nachmittag.