EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
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Patitiri ist der Name der kleinen Hafenstadt im Süden der Sporadeninsel Alonnisos in der nördlichen Ägäis und gilt heute als der Hauptort der Insel. Der Ort erhielt seinen Namen, weil hier früher die auf der Insel reichlich geernteten Trauben gekeltert wurden. Der Most wurde mit Kaíki-Booten nach Volos befördert. Eine Reblausbefall in den späten 1960er Jahren zerstörte die Grundlagen des Weinanbaus.
Weblinks:Nachdem am 9. März 1965 der Hauptort Alonnisos, auch Chora genannt, von einem schweren Erdbeben mit der Stärke von 6,3 auf der Richter-Skala zerstört wurde, zogen die Menschen in den Hafenort Patitiri, der sich seitdem zu dem Verwaltungs- und Einkaufszentrum der Insel entwickelt hat. Haupthafen Patitiri 39° 8.512' N 023° 52.201' E Die Marina bietet 25 Plätze bis zu 16 Meter LÜA auf drei bis sechs Meter Wassertiefe. Für die großen Autofähren wurde inzwischen ein großes Areal östlich des Wellenbrechers in Betrieb genommen. Sowohl die neue Fährpier als auch die alte Pier im Inneren des nahezu kreisrunden Hafenbeckens sind freizuhalten. Hier legen nicht nur die Tragflächenboote (Flying Dolphins)und deren Nachfolger, die Personenkatamarane (Flying Kats), der Platz an der alten Pier ist nun auch für Touristenbooten reserviert. Anlegen kann man vor Buganker am nordöstlichen Kai. Gerade an dieser Stelle ist der sich bei kräftigerem Wind sofort aufbauende Schwell besonders deutlich vorhanden. Es empfiehlt sich, die Festmachetechnik der lokalen Fischer zu übernehmen - sie nutzen außergewöhnlich lange Festmacherleinen, was natürlich eine ständig ausgebrachte Gangway verhindert. Lehnige Leinen oder gar Ruckdämpfer kann man hier bestens zur Anwendung bringen. Bei südlichen Winden ensteht ein mörderischer Schwell, der sogar die Masten aneinander schlägt. Bei auftretendem Schwell unbedingt den Abstand zum Kai erhöhen. Im Westen der Hafenbucht kann man frei ankern, wenn man einen freien Platz zwischen den Mooings findet. Unter anderem bei Flottillen ist es beliebt, vor Anker mit langen Landleinen zum nordwestlichen Ufer (und an vereinzelten Felsen) festzumachen. Der Ankergrund hält durch den Seegrasbewuchs nicht immer gleich. Bei vorhandenem Platz kann man auch vor Buganker und Heckleinen an die Außenseite der neuen Pier gehen. Der vorherrschende Wind fällt hier zwar seitlich ein, der Schwell ist hier jedoch in der Regel deutlich geringer als in der nordöstlichen Ecke des Hafens. Im Übrigen wurden immer wieder Yachten beobachtet, die längsseits an Frachter und Hochseefischer festgemacht hatten - entsprechendes Fragen hat hier offensichtlich nichts geschadet. Im Ort hat man gute Versorgungsmöglichkeiten, es gibt einige Tavernen. Treibstoff wird mit Tankwagen geliefert, die dazugehörige Tankstelle (N 39° 08,797' E 023° 51,713') erreicht man nach einigen hundert Metern über die Straße in der Verlängerung der neuen Pier. Wasser gibt es aus einem Anschluss an der Wurzel am alten Fähranleger. Achtung Schwell: Radspieler schreibt: "Obwohl der Hafen bei nördlichen Winden sehr guten Schutz bietet, kann es doch vorkommen, dass bei durchziehenden Gewittern trotz Windstille plötzlich Dünung in den Hafen läuft, die sich aufschaukelt und bis über den Kai schwappt. Bei einem meiner Besuche haben bei einer solchen, von den Einheimischen als selten bezeichneten Situationen, nicht nur etliche Yachten einer Flotille, sondern auch Fischerboote großen Schaden genommen." Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tageslicht und nachts problemlos. Nachts ist die Hafeneinfahrt befeuert. Service / Sonstiges: Duschen/WC, Diesel per LKW, Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten, kein Strom, Wasser am Steg, Slipeinrichtung, Arzt, Bank, Post Edith und Herwart Roloff schreiben: "viel Schwell, sehr gute Versorgung, Tavernen und Cafe"
Patitiri in Wikipedia Taxifahren in Griechenland Aktueller Wind in Patitiri Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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