Der
Lakonische Golf (Lakonikós Kólpos) liegt im südöstlichen
Ionischen Meer südlich der Peloponnes. Der Lakonische Golf erstreckt sich vom
Kap Maleas im Osten über den Hafen Gythion im Norden bis zum
Kap Tainaron, dem Mittelfinger des Peloponnes, an der Südspitze der Halbinsel Mani. Der gesamte Golf ist dünn besiedelt, die größten Orte sind Neapolis und Gythion.
In den Golf entwässert im Süden der Lakonischen Ebene der Evrotas, einer der größeren Flüsse der Poloponnes. Allgemein ist das Gebiet um den Golf dünn besiedelt, größere Orte sind Neapolis und Gythio. Im Südwesten des Golfs liegt die Insel Elafonisos, weiter südlich bildet die Insel Kythira die Grenze zwischen dem Ionischen Meer und der Ägäis.
Die Vegetation ist spärlich. Die Insel
Kythira liegt nur 4,5 sm südlich von Elafonisos, der Unterschied im Erscheinungsbild ist aber gewaltig. Während am Peloponnes die von byzantinischen, türkischen und venzianischen Einflüssen geprägte, typische "Balkanarchitektur" vorherrscht, mit lokalen Besonderheiten wie den Wehrtürmen auf Mani, beginnen auf Kythira die
Kykladen mit ihrer typischen Architektur.
Am südlichen Peloponnes wehen in der Regel westliche Winde, während bei
Kythira und Antikythira in der Meltemizeit Nord- bis Nordostwinde vorherrschen. Der
Meltemi ist im Lakonischen Golf nicht mehr stark ausgeprägt, kann jedoch von Nordosten aus immer noch gelegentlich heftig wehen. Im
Messenischen Golf und Lakonischen Golf sind die Windrichtungen unterschiedlich, erreichen aber selten große Stärke, von Fallböen abgesehen. Unangenehm macht sich hier Dünung bemerkbar. Sommergewitter wie im
Ionischen Meer sind selten.