EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEMGeschichte Monemvasiasvon Peter O. Walter
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Segelt man von Süden her von Kap Maleas aus die Küste des Peleponnes entlang, so taucht nach wenigen Seemeilen wie ein überdimensionaler Napfkuchen die Halbinsel Monemvasia auf. Nur durch einen schmalen Damm mit dem Festland verbunden, ragt das Plateau des Felsens mit dreihundert Meter schroff abfallenden Flanken aus dem Meer hervor.
Im Näherkommen bemerkt man sofort die in früheren Zeiten eminent bedeutsame strategische Lage dieser Halbinsel: Die steilen Felswände mußten Monemvasia damals zu einer uneinnehmbaren Festung gemacht haben. Dazu kommt, daß man von dieser Plattform aus einen beneidenswerten Blick auf alle Schiffe gehabt haben muß, die Kap Maleas rundeten. Und um dieses Kap mußten sie alle: Ob sie ins Schwarze Meer oder Athen, nach Nauplia, Konstantinopel (heute Istanbul) oder nur nach Hydra wollten, alle passierten unter den Augen Monemvasias.
Etwa im Jahr 583 n.Chr. wurde Monemvasia als Stadt gegründet, wahrscheinlich geht die Besiedelung aber noch etliche Jahrhunderte zurück: Man sagt, die letzten Spartaner hätten sich, als der Gotenkönig Alarich 396 n.Chr. Sparta zerstörte, (neben der Halbinsel Mani) auch auf Monemvasia angesiedelt. Frankenführer Wilhelm von Villehardouin schnappte nach Luft, als er das hörte. Dann überlegte er und - genehmigte! Peter O. Walter, 1995
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