EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
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Die Vulkaninsel Nisyros (41,263 km², 1.008 Einwohner, 2011) liegt in der südlichen Ägäis, im Zentrum der Inselgruppe der Dodekanese.
Die Entfernung zur nächsten großen Dodekanes-Insel Kos beträgt rund 16 km (etwa neun Seemeilen). Zwischen Kos und Nisyros liegt die kleine, fast ausschließlich aus Bimsstein bestehende Insel Gyali. Die Form von Nisyros ist nahezu rund. Fast im Zentrum befindet sich die Caldera, ein Vulkankrater mit einer Länge von 3.500 m und einer Breite von 1.500 m. Auf dem Grund der Caldera befinden sich mehrere Schlammkrater, der größte mit einem Durchmesser von etwa 300 m. Aus diversen Spalten und Löchern (Fumarolen) kommen heiße schwefelige Dämpfe. Der Hauptort ist Mandraki an der Nordküste der Insel. Oberhalb des sehr alten Mandraki liegt ein altes Johanniterkastell an Stelle antiker Vorgängerbauten. Es wurde im 14. Jahrhundert erbaut und trägt den Namen Panagia Spiliani. In westlicher Richtung liegt die beeindruckende antike Festung und Akropolis "Paliokastro" mit ihren riesigen Mauern aus Basalt. Eine der besterhaltenen antiken Burgen aus der Zeit um 300-400 v.Chr. Auf dem östlichen Kraterrand in etwa 250 m Höhe findet man das kleine Dorf Emborio, das in den letzten Jahren mit EU-Hilfe renoviert wird. Dort befindet sich auch das am 22. Juni 2008 eingeweihte Vulkanobservatorium mit Blick auf den Kraterkessel. Einen weiteren guten Blick auf den Krater hat man vom Dorf Nikia, welches in etwa 400 m Höhe ebenfalls auf dem Kraterrand gebaut ist. Dort befindet sich auch das neue Vulkanmuseum Nisyros mit anschaulichem Material zum Vulkanismus (nicht nur) der Insel. Auf der Insel verkehren morgens öffentliche Busse. Man kann sich auch Motorroller und Personenkraftwagen leihen, die Straßen der Insel sind zum Hauptteil befestigt. Nur noch die Route am Westrand ist ein steiniger Fahrweg. Es gibt zahlreiche, wunderschöne Wanderwege, die zum Teil noch aus der Antike stammen. Alle wichtigen und schönen Orte der Insel sind zu Fuß auf Wanderungen erreichbar. Etwa zwei Kilometer östlich von Mandraki entfernt befindet sich das Dorf Pali, ein kleines Fischerdorf mit etwa 100 Einwohnern. Paloi 36° 37.166' N 027° 10.422' E Seitdem 2008 der Nordkai durch einen Wellenbrecher verlängert wurde, hat sich das Problem des Schwells im Hafen erledigt. Interessant ist es, den Vulkankrater spätnachmittags zu besuchen. Per gemietetem Motorbike startet man gegen 17.00 Uhr und hat dann weniger Tageshitze und Touristen (Bild Hafen alt). Neben dem "Touristenkrater", wo alle hinlaufen, gibt es noch einige andere, die interessanter sind: Hinter dem Erfrischungsstand führt ein Pfad 6 Minuten bergauf zu einer Gruppe von weiteren Kratern (bizarre Felsen!). Vorsicht Absturzgefahr! Festes Schuhwerk notwendig. Die Südseite des Hafens, bisher flach und versandet, ist nun auf drei Meter ausgebaggert worden, so dass man nun auch hier an der Uferpromenade anlegen kann. Gerhard Könighofer berichtet über die veränderte Situation im Hafen von Paloi auf der Vulkaninsel Nisyros südlich von Kos: "Ich war im Mai 2008 dort und habe den Hafen umgebaut vorgefunden. Die Einfahrt (Bild) ist nun nach Osten offen (anstatt nach Norden), was die beschriebene Dünung bei Nordwestwind reduzieren dürfte (wir sind bei NW5 absolut ruhig gelegen)."
Nördlich von Nisyros, der Ostspitze von Kos befindet sich eine Zone mit ausgeprägten Fallböen. Weiter in Richtung Nisiros kommt dann ein Schwachwindgebiet. Siehe Windkarte Ägäis Weblinks: Insel Nisyros in Wikipedia Der Vulkan von Nisyros Bilderseite Nisyros Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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