EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Panoram Hafeneinfahrt Grand Harbour Marina (Bild: Dirk.heldmaier) Großbild klick!
Vittoriosa (volkstümlicher und unter Maltesern gebräuchlicherer Name Birgu) ist eine Stadt an der Nordostküste der Insel Malta. Vittoriosa liegt als eine der "drei Städte" auf einer keilförmigen Halbinsel, die in die Meeresbucht Grand Harbour hineinragt. Die Landzunge wird nordwestlich vom Kalkara Creek und im Südosten vom Dockyard Creek begrenzt. Am gegenüberliegenden Ufer des Grand Harbour liegt Valletta, die Hauptstadt Maltas. An der Spitze der Vittoriosa-Halbinsel liegt das Fort St. Angelo, ehemals ein wichtiger Verteidigungsposten der Johanniter. Fast übergangslos schließen sich die Nachbarorte Kalkara im Norden und Bormla im Süden an. Vittoriosa hat 2648 Einwohner (Stand 31. Dezember 2010). Im frühen Mittelalter war Birgu ein kleines Fischerdorf. Dominikaner erbauten 1528 die heute noch vorhandene Verkündigungskirche. Auf der Suche des Johanniterordens nach einer strategisch günstig gelegenen Hauptstadt Maltas fiel 1532 die Wahl auf Birgu, das die Nachfolge von Mdina antrat. Die Johanniter machten die bereits vorhandene St.-Lorenz-Kirche zu ihrer Ordenskirche, bauten ein Hospital und mehrere Herbergen und errichteten in Erwartung einer Türkeninvasion starke Befestigungsanlagen. Als es 1565 tatsächlich zum Angriff der Türken auf Malta kam, spielte Birgu mit seinem Fort St. Angelo eine entscheidende Rolle in der erfolgreichen Abwehr des Überfalls. Die Stadt erhielt daraufhin den Ehrennamen Vittoriosa, die „Siegreiche“, der bis heute die offizielle Ortsbezeichnung blieb. 1681 beauftragten die Johanniter Lorenzo Gafà, der bereits die Pläne für zahlreiche Kirchen auf Malta geliefert hatte, mit dem Neubau der St.-Lorenz-Kirche, der 1697 vollendet wurde. 1798 musste der Malteserorden französischen Revolutionstruppen unter Napoleon weichen. Aber schon 1800 wurden die Franzosen von den Briten vertrieben, die Malta in Besitz nahmen. Sie erweiterten den Hafen Vittoriosas für ihre Zwecke und bauten ihn zu einem wichtigen Werftenstandort aus. Dies wurde der Stadt im Zweiten Weltkrieg zum Verhängnis, als die Anlagen Ziel häufiger Bombenangriffe der italienischen und deutschen Luftwaffe wurden. Neben den Industrieanlagen wurden auch weite Teile der Wohnviertel zerstört. 1979 wurde in Vittoriosa der letzte britische Soldat verabschiedet. Daran erinnert das „Freiheitsdenkmal“ am Ufer des Dockyard Creeks. 2005 wurde im Dockyard Creek eine Marina mit über hundert Liegeplätzen für Privatyachten eröffnet. Grand Harbour Marina 35° 53.449' N 014° 30.954' E Grand Harbour ist die dritte Bucht links, wenn man nach Vittoriosa einläuft. Die Marina wird von Camper & Nicholsons betrieben und ist eine der faszinierendsten Häfen im Mittelmeer: Sie ist umgeben von den Mauern mittelalterlicher Festungen. Die Marina bietet 285 Plätze bis zu 85 Meter LÜA und 4 bis 15 Meter Tiefgang. Man legt in Absprache mit dem Hafenpersonal, das gerne hilft, an. Gut geschützt bei allen Windrichtungen, der Schwell kommt von den Arbeitsbooten. Navigation: Die Ansteuerung ist bei Tageslicht und nachts problemlos. Als Ansteuerungshilfe dient tagsüber der weithin sichtbare Leuchtturm St. Elmo, der auch nachts den Weg weist. Nachts ist die Hafeneinfahrt befeuert, wie üblich sind die Feuer vor der Lichterkulisse der Stadt schlecht auszusortieren. Service / Sonstiges: Duschen/WC, Benzin, Diesel per Tankwagen, Gas, Restaurant / Lokal, Bord-Werkstatt, Motoren-Werkstatt, Einkaufsmöglichkeiten in Vittoriosa, Strom/Wasser am Steg, Segelmacher, Entsorgung Altöl WC-Tank Chemie-WC, Waschsalon, Schiffsausrüster, WLAN im Hafen, Slipeinrichtung, Kran, Arzt, Bank, Post Kontakt: Grand Harbour Marina Tel +356 21 800 700 Fax +356 21 806 148 Web http://www.cnmarinas.com/ghm VHF Channel: 13 Wir wären SEHR dankbar, wenn Sie uns Ihre persönliche Erfahrungen oder Neuigkeiten betreffend diesen Hafen mitteilen könnten. Kontakt Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an den Hafenmeister.
Die dominierende Windrichtung in den Sommer- und Wintermonaten ist Nordwest, Nord und Nordost treten auch auf. Der Gregale kommt aus Nordost und ist ein gefürchteter Wintersturm, der mit neun bis zehn Beaufort in die Häfen an der Ostküste hineinbläst und ganze Stadteile unter Wasser setzt. Im Frühling und besonders in den Herbstmonaten kann es bei Schirokko, einem heißen Wind aus Süd, ungemütlich werden. Weblinks: Vittoriosa in Wikipedia Webcam Vittoriosa Bilderseite Vittoriosa Fehlt ein wichtiges Link zum Thema? Link mitteilen
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