San Sebastián de la Gomera ist die Hauptstadt der Kanareninsel La Gomera, die sich in der gleichnamigen Gemeinde Gomeras befindet.
Christoph Kolumbus brach von hier aus am 6. September 1492 nach Indien auf, entdeckte aber Amerika. Doña Beatriz de Bobadilla, die Witwe des Grafen Hérnan Peraza, gewährte ihm Hilfe zur Reparatur seines schnellsten Schiffes, der Pinta. Es gibt noch den Brunnen La Aguada im alten Zollhaus, aus dem Kolumbus Wasserreserven für die Überfahrt, und das Wasser zur Taufe Amerikas geschöpft haben soll.
In der Stadt trifft man auf zahlreiche Spuren von militärischem, religiösem und sozialem Wirken der letzten sechs Jahrhunderte.
Der Hafen von San Sebastián, mit seinem regen Schiffsverkehr, ist Eingangstor für die gesamte Insel. Von hier gibt es unter anderem Fährverbindungen (z.B. Fred. Olsen Express) zu den Nachbarinseln Teneriffa, La Palma und El Hierro. Außerdem gibt es hier einen Sporthafen.
Heute ist die Wirtschaft der Gemeinde hauptsächlich durch die Funktionen als Hauptstadt und Hafen der Insel bestimmt, mit der entsprechenden Entwicklung der öffentlichen Dienstleistungen und dem Dienstleistungssektor allgemein, insbesondere von Transport, Handel und dem Tourismus von Teneriffa.
Tourismus und Unterkünfte: San Sebastian profitiert durch seine Lage an der auf Gomera vom Tourismus. Rund um die Stadt gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.
Marina San Sebastian
Koordinaten: 28° 04,93'N 017° 06,57'W
San Sebastian ist ein gemütliches Städtchen abseits der großen Touristenströme. Hier hat Christopher Columbus auf seiner ersten Entdeckungsreise gestoppt, um seine Lebensmittel- und Wasservorräte zu ergänzen. Dieses Ereignis prägt die Stadt in mancherlei Hinsicht auch heute noch.
Die Marina liegt direkt am Fährhafen unterhalb eines malerischen Felsens. Hinter der Feldwand ist ein Badestrand zu finden. Es gibt zahlreiche Restaurants, Cafés und Bars für jeden Geschmack. Am Fährhafen bekommt man auch einen Mietwagen zur Erkundung der facettenreichen Insel.
Die Marina ist gut ausgerüstet. Es gibt überall Strom und Wasser. Für Gastlieger ist ausreichend Platz vorhanden. Wenn der Hafen trotzdem einmal voll ist, kann man einen Platz im Werftbereich am östlichen Rand der Marina bekommen. Hier ist der Tiedenhub von bis zu 2,50m zu beachten. Der Hafenmeister bemüht sich auch dort um die Bereitstellung von Strom und Wasser. Schwell gibt es nur bei Südwind.
Die Ansteuerung erfolgt aus Osten. Die Einfahrt liegt am südlichen Ende der Mole. Wenn im Hafen einer der drei Fähren liegt, die La Gomera anlaufen, ist das an deren weißen oder gelben Aufbauten von See aus gut zu erkennen. Man sollte bei der Ansteuerung und beim Verlassen des Hafens immer ein Auge auf das Fährbecken und das Seegebiet vor der Insel haben, da beispielsweise die Katamaranfähre nach Teneriffa knapp 30 Knoten läuft.
Hinter dem großen Wellenbrecher sind im Hafenbecken (überwiegend) gelbe, befeuerte Tonnen ausgelegt, die einen weiten Bogen um die Fähranleger machen. Das durch sie markierte Fahrwasser führt direkt zur Marina und ist von Sportbooten stets zu benutzen, auch wenn keine Fähre im Hafen liegt.
Der Hafenmeister kann über Kanal 09 angerufen werden.
Service
Der Hafen verfügt über sehr ordentliche Sanitärräume im Hafenmeistergebäude in der nordöstlichen Ecke der Marina. Restaurants findet man im nahen Ort.
Quelle: Stefan Kurowski
La Gomera liegt in der
Passatzone, die vom
Azorenhoch verursacht wird.
Um Nordost spielende Winde wehen einen Großteil des Jahres mit erträglichen Stärken zwischen 3 und 6 Bft. im freien Seeraum. Ihre größte Konstanz und Stärke erreichen sie im späten Sommer (August) und im Winter (Januar/Februar). Die stärksten Störungen und Unregelmäßigkeiten erfahren sie im Herbst (Oktober/November) und Frühjahr (März bis Mai). Zu diesen Zeiten sind heiße Ost- bis Südostwindlagen (Schirokko, Harmattan) sowie lange Flautenperioden und westliche Schlechtwetterlagen am ehesten möglich.
Auch in den Wintermonaten, wenn das Azorenhoch von einem Tief verdrängt wird, kann es Südstürme bis 35 Knoten geben.