EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
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Brijuni / Istrien Panorama Hafen (Bild: fabio fontana) Großbild klick!
Die Brijuni-Inseln sind für ihre landschaftliche Schönheit und den Abwechslungsreichtum bekannt. Die gesamte Inselgruppe steht unter Naturschutz. Der Nationalpark Brijuni wurde im Jahr 1983 gegründet. Auf Veli Brijun gibt es ein weitläufiges Tiergehege. Die Inseln waren schon in vorantiker Zeit bewohnt. Archäologische Spuren deuten auf eine Erstbesiedlung um etwa 3000 v. Chr. hin. Aus römischer Zeit stammen die Ruinen in der Val Catena-Bucht / Uvala Verige. Auf einer Länge von über einem Kilometer breitet sich dort die größte villa maritima des adriatischen Meeres aus, die in etwa claudischer Zeit aus zwei wohl spätrepublikanischen villae rusticae entstand. Auf dem gesamten Archipel finden sich in augusteischer Zeit 7 villae rusticae sowie eine saline und ein Steinbruch. Das byzantinische Castrum n der Val Madonna entstand ebenfalls aus einer villa rustica und diente ab etwa dem 5. Jahrhundert als einzige befestigte Siedlung der Insel zum Schutz vor Seeräubern. In der Nähe findet sich die frühchristliche Basilika St. Madonna sowie die Reste der Kirche St. Peter. Im Zentrum der Insel, am heutigen Jachthafen, befand sich ein Kastell aus venezianischer Zeit, von dem heute noch ein Wehrturm erhalten ist und die St. Germanuskirche mit Kopien der Fresken von Beram und glagolytischen Schriften. Bis 1797 venezianisch wurden die Inseln Teil des österreichischen Küstenlands. Im Jahr 1866 versammelte Admiral Wilhelm von Tegetthoff die österreichische Flotte im Kanal von Fažana und führte sie von dort aus in die Seeschlacht von Lissa (heute Vis). Im Jahr 1893 kaufte der österreichische Industrielle Paul Kupelwieser die Inseln und machte sie bewohnbar. Der Grund für die „Unbewohnbarkeit“ war die Krankheit Malaria, die er erfolgreich bekämpfte. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg waren sie ein Treffpunkt für den Adel und das gehobene Bürgertum, auch zahlreiche Künstler besuchten die Insel. Von 1947 an hatte der jugoslawische Staats- und Parteichef Tito hier eine seiner bevorzugten Residenzen, die gesamte Inselgruppe war damit für die gewöhnliche Bevölkerung verboten und für Segler gesperrt. Tito empfing auf Brijuni gern und häufig Staatsgäste und zahlreiche Hollywoodstars. Seit 1985 kann die Hauptinsel wieder von Touristen besucht werden. Ausgangspunkt ist der Hafen von Fazana. Hafen Brijoni 44° 55.116' N 013° 46.304' E Die Inselgruppe Brijuni kann man über Schiffsverbindungen von Fažana oder von Pula aus erreichen. Das Anlegen mit privaten Booten ist nur im Hafen der Hauptinsel gestattet. Außerdem ist das Tauchen aus Naturschutzgründen und wegen unterseeischen archäologischen Artefakten vor den Küsten nicht gestattet. Sowohl im Hafen als auch in der Ankerbucht sollen die Liegegebühren extrem teuer sein.
Istrien gilt als das schwachwindigste Revier in Kroatien. In den Sommermonaten während der Nachmittagsstunden weht vom Westen der Maestralwind und bringt vom offenen Meer eine angenehme Erfrischung. Der sog. Jugo weht vom Süden und bringt Feuchtigkeit und dunkle und schwere Regenwolken. Die Bora bläst vom Nordosten auf das Meer hinaus. Manchmal erreicht sie Orkanstärke. Besonders gefährdet sind hier der Golf von Triest und der Kvarnergolf.
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