Der Limski Kanal (
Seekartenausschnitt)
45° 7.624' N 013° 36.868' E (Einfahrt)
45° 7.759' N 013° 43.965' E (Betonkai bei den Muschelzuchten)
ist ein schmaler Meeresarm zwischen Vrsar und Rovinj an der Westküste von
Istrien. Er wird auch Limbucht (Limski zaljev) oder Limfjord bzw. Limskifjord (nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen
Limfjord in Dänemark) genannt.
Geologisch handelt es sich beim Limski Kanal allerdings um eine
Ria und nicht um einen Fjord, da er nicht aufgrund von Erosion durch einen Gletscher, sondern durch einen Fluss entstand: Die Pazincica grub auf ihrem Weg in die Adria in Jahrmillionen nicht nur das etwa 35 Kilometer lange Lim-Tal (Limska draga oder Limska dolina), sondern auch den etwa 10 Kilometer langen Meeresarm selbst.
In antiker Zeit verlief in diesem Raum der Limes (von lat. limes für Grenze), der das Gebiet von Pula und Porec trennte und dem Meeresarm seinen Namen gab.
Am Ufer des Fjords sind wegen des geringen Salzgehalts und der hohen Sauerstoffkonzentration des Wassers mehrere Fisch- und Muschelzuchten angesiedelt. In den nahen Touristenstädten an der Küste bieten viele Bootsbesitzer Ausflugsfahrten in den Kanal an, wo man mit etwas Glück Delfine beobachten kann.
Tourismus und Unterkünfte: Der Limski-Kanal findet immer mehr Beliebtheit bei den Urlaubern. Rund um den Limskikanal gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile.
Hier werden neben Miesmuscheln, die übrigens auch wild an den Felsen wachsen, auch Austern gezüchtet, die an die Gastronomie in der Umgebung geliefert werden.
Seit 2010 ist der Limskikanal für Sportboote freigegeben. Er war bisher wegen der dortigen Muschelzuchten gesperrt (
alter Plan). Der Kanal ist nun - laut Auskunft des dortigen
"Hafenmeisters" - definintiv in voller Länge freigegeben. Ganz hinten bei den Muschelzuchten liegt ein Kai zum Festmachen (etwa 3m Wt). Hier gibt es allerdings kein Wasser und keinen Strom. Im Restaurant "Fjord" haben wir gegessen: Die Preise waren wie in Deuschland, allerdings waren die
Muscheln relativ klein und die Austern auch. Fazit: es war nicht schlecht, aber vom "Hocker hats uns nicht gehauen".
Die Küste des Limskikanals besteht aus Felsen und bewaldeter Steilküste. Das Land dahinter ist hügelige
Karstlandschaft und wird landwirtschaftlich genutzt.