EUROPÄISCHES SEGEL-INFORMATIONSSYSTEM
Revierinformation für Segler:
Orth / Fehmarn

Für die Richtigkeit der Koordinaten, sowie exakte Längen- und Tiefenangaben keine Gewähr.
Wenn Sie weitere Informationen über dieses Revier haben oder Fehler entdecken oder ein Revier vermissen wenden Sie sich bitte an uns (Kontakt)!



Einfahrt Hafen Orth


Wetter Orth
© meteo24.de
Das gemütliche Dorf an der halbkreisförmigen Orther Reede ist geeigneter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Naturschutzgebiete Westfehmarns.

Unmittelbar nordwestlich des Dorfes schließen sich das Naturschutzgebiet und der Binnensee Sulsdorfer Wiek an (siehe Plan). Vom Deichweg südlich davon läßt sich der seichte See überblicken. Weiter Richtung Westen führt der Deich zum Leuchtturm Flügge und zum Naturschutzgebiet Krumm Steert. Der 1915 errichtete Leuchtturm ist mit 42,5 Metern der größte der Insel. Sein Feuer reicht 28 Seemeilen weit.

Das Besondere an der südöstlich des Turmes gelegenen Landzunge Krumm Steert ist, daß sie jedes Jahr um einige Meter in die Länge wächst. Von 1879 bis 1983 waren es 900 Meter, wodurch sich die Bucht immer mehr schließt.

StatueIn Fehmarn haben Wasser und Wind stets besonders stark an der Veränderung von Land und Küste gearbeitet. So haben Sickerwasser und Oststürme die Kliffküste im Osten abgebrochen und weggespült. Strömung und Wind begradigen die einst buchtenreiche Nord- und Westküste und sorgten für die Bildung von Binnenseen. So entstand das sehenswerte Wasservogelreservat Wallnau. Der Brutplatz für 60 Vogelarten liegt gut drei Kilometer nordwestlich von Orth am Westküstendeich (siehe Plan). Es besteht aus sechs größeren und rund 30 kleineren Teichen sowie Sumpfgebieten und seichten Wiesen. Eine Vogelpflegestation, ein Informationszentrum und ein Lehrpfad befinden sich im Nordwesten des Naturschutzgebietes, das auf Deich, Wegen und Straßen umrundet werden kann. Der Strand nordwestlich des Vogelschutzgebietes wird von Freunden der Freikörperkultur aufgesucht.

Vor 7000 Jahren trennte Fehmarn und Lolland nur ein schmaler Binnensee; Langeland war trockenen Fußes zu erreichen. Durch die Eiszeit wurde derartig viel Wasser gebunden, daß der Meeresspiegel 60 Meter unter dem heutigen lag und zwar bei der 25-Meter-Tiefenlinie. 3000 Jahre vor Christus war die Uferlinie in der westlichen Ostsee bereits mit der heutigen Neun-Meter-Tiefenlinie identisch.

Der Name Orth hat bei Surfern einen besonders guten Klang. Die Orther Reede gilt bei Süd- und Westwind als bestes Surf Revier Deutschlands. Was zum Surfgeschäft gehört, wird rund um den Hafen geboten. Wen das Brettsegeln weniger reizt, der findet vielleicht mehr Gefallen am Orther Gasthaus "Seegarten" im Stil eines alt-fehmarnschen Schifferhauses. An die Zeit Kaiser Wilhelm I. erinnert ein Denkmal am Hafenkai. Petersdorf vier Kilometer nördlich von Orth gelegen, bietet ein Postamt im Petersdorfer Weg und eine Sparkasse. Nach Petersdorf und Kopendorf existieren Busverbindungen. Tourismus und Unterkünfte: Orth profitiert durch seine Lage auf Fehmarn vom Tourismus. Rund um die Ortschaft gibt es gut ausgebaute Campingplätze und einen Stellplatz für Wohnmobile. Das Angebot an Ferienwohnungen, Pensionen und Hotels ist reichlich.



Hafen Orth
Kleiner idyllischer Yacht- und Handelshafen am Nordwestufer der Orther Bucht. Einst ein Verladeplatz für die landwirtschaftlichen Güter der ertragreichen Insel, wird der schlauchartige Hafen heute ausschließlich von der Sportschiffahrt genutzt.

Gäste finden ihre Liegeplätze an der Westmole (mit Heckpfählen). Größere Yachten liegen auch am Handelskai. Wer aber am Handelskai festmachen will, sollte sich mit dem Hafenmeister absprechen.

Navigation: Die Ansteuerung des mit einem Feuer versehenen Hafens ist Tag und Nacht unproblematisch. Man hält sich mit 349° im weißen Sektor des Feuers, das einen auch durch die betonnte 3,3 m tiefe Baggerrinne führt.
Untiefen von weniger als 1 m reichen bis dicht an die zur Versandung neigende nur 15 m breite Rinne heran. Auch muß vor der Stellnetzfischerei gewarnt werden, die im westlichen Teil der Orther Bucht nahe des Fahrwassers betrieben wird.In der Einfahrt besteht Versandungsgefahr, so daß mit Wassertiefen von 1,8 - 2,5 m zwischen den Molen gerechnet werden muß.

Versorgung / Sonstiges: Einige Möglichkeiten der Versorgung in dem kleinen, gemütlichen Ort sind vorhanden. Auch eine Zollstelle, die zeitweise besetzt ist, findet man hier. Brennstoff gibt es allerdings nicht.



windsack Die Ostsee zählt auf Grund der guten Windverhältnisse zu den besten Segelrevieren der Welt. Fast immer herrschen hier optimale Windverhältnisse, Flauten und schwere Stürme sind selten, und bei frischem Wind bieten die engen Gewässer immer wieder Schutz vor hohem Seegang. Stabile Hochdrucklagen bringen mäßige bis starke Ostwinde. Das ist nicht typisch, kommt aber vor. Typisch ist der schnelle Wechsel zwischen Hoch und Tief, Tröge, Frontendurchgänge, Rückseitenwetter und typisch ist auch, dass fast immer ein Segelwind weht. Der Wetterbericht wird mehrfach täglich gesendet und ist spannend. Bei der Routenplanung spielt die Wetterentwicklung eben eine große Rolle.



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