Der Hafen von Cudrefin ist den besonders im Sommer am späten Nachmittag mit 5-7 BF einsetzenden Winden aus NW (Joran) schutzlos ausgesetzt. Anlegemanöver werden dann für ungeübtere Skipper und Crews zur Herausforderung. Der Sommer-Joran legt sich aber normalerweise nach ein bis zwei Stunden wieder, so dass man Anlege oder Hafenmanöver dann auch gut noch später fahren kann. Bei Bise ist der Wind für Anlegemanöver auflandig, bei Süd-West ablandig.
Eine kleine Hafenkneipe und ein paar Imbisstände am Strand komplettieren das sympathische Bild dieses kleinen Hafens. Eine Übernachtung an den Gästeplätzen kostet derzeit Fr. 6,00 pro Boot und 4,00 Franken pro erwachsene Person. Benötigt man Landstrom kommen nochmals Fr. 3,00 pro Nacht hinzu.
Hafen Portalban
55' 41” N / 06° 57' 17” E
Der Hafen liegt in südlicher Richtung fast genau “gegenüber” von Neuenburg, der grössten Stadt am Neuenburgersee. Die Entfernung von den dortigen Häfen nach Portalban beträgt nur knapp 7 Kilometer über den See.
Bei “Joran”, bei Bise und bei Süd-West Lagen sind die Liegeplätze den Winden relativ ungeschützt ausgesetzt, was umsichtige und geplante Hafenmanöver nötig macht.
Westlich von Portalban ist das Ufer des Neuenburgersees auf eine Entfernung von 300 Metern zur Uferlinie bis hinunter zum Hafen von Chevroux komplett als Naturschutzgebiet deklariert und mit einem Fahrverbot belegt. Der Neuenburgersee ist in diesem Bereich aber ziemlich weit untief, so das sich auch dort schöne Ankerstellen finden lassen. Wie überall am Südufer ist der Ankergrund Sand, mit vereinzelten Anhäufungen von Seegras und Wasserpflanzen.
Der Hafen von Portalban selbst ist geräumig. Die Ansteuerung findet von Nordost her, um einen Wellenbrecher herum statt.
Portalban bietet als einer von drei Häfen am Neuenburgersee eine Hafentankstelle, die besonders am Wochenende und in der Saison sehr gut angelaufen wird. Alternativ kann man auch die Tankstellen im Hafen Nid-du-Cro (Neuenburg, ca. 8 Kilometer entfernt) oder im Hafen Cheyres, ca 18 Kilometer entfernt, nutzen.
Quelle: Dank an www.segelrevier.ch
Die Sturmwarnanlage funktioniert so wie an allen Seen: Langsame Frequenz gilt Vorwarnung, schnelles Blinken heißt sofortige Sturmwarnung.
Bei Süd-West oder Westwinden oder
Bise baut sich dann eine recht ruppige Welle auf.
Der
Joran tritt im Sommer regelmäßig auf. Er tritt fast täglich gegen Abend auf.
Die Bise-Noir, der “echte” Joran tritt sehr unregelmäßig und auch seltener im Sommer auf.
Er kommt aus Westen bis Nordwest und zählt zu den sogenannten
katabatischen Winden, d.h. die kalte Luft fällt von den Südhängen des Juras mit großer Geschwindigkeit auf den See. Dies passiert häufig beim Durchzug von Kaltfronten, die den Gebirgszug überqueren. Eine schwarze Wolkenwalze über dem Jurakamm gilt als Kennzeichen dafür.
Sonstige Revierinfos:
Der Neuenburgersee ist über den Broyekanal mit dem
Murtensee verbunden.
Kielyachten sollten vom flachen Südufer Abstand halten und auch die Uferzonen im Westen und Osten meiden!
Allgemein gilt: Im Neuenburger See gibt es viele Untiefen und Sandbänke, die zum Teil weit in den See hinaus ragen.